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31.05.2020 • 21:17 Uhr

In einer Pressemitteilung des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Kestner und des niedersächsischen AfD- Landtagsabgeordneten Stephan Bothe, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, äußern sich beide Abgeordnete zum Thema: "Covid-19-Ausbruch in Göttingen" (wir berichteten). In der Mittelung heißt es u.a.:

Mehr als 100 Menschen werden überprüft, mindestens 57 Kinder und Jugendliche sind unter den Kontaktpersonen, deren Umgebungskontakte ebenfalls überprüft werden müssen. Ursache? Mehrere Großfamilien mit ausländischen Wurzeln haben gefeiert. Bei diesen Feiern hat niemand die bestehenden Corona-Verordnungen beachtet, Abstände wurden nicht eingehalten, es wurde eng an eng gefeiert und es gab die unter Muslimen üblichen Körperkontakte durch Umarmungen. Folgen? Die Behörden, also auch das Gesundheitsamt, muss auch an den Pfingstfeiertagen weitere Kontakte ausfindig machen – und die Polizei muss begleitend helfen, weil es unter den Mitgliedern der Großfamilien auch Personen gibt, die polizeibekannt sind. Den explosiven Ausbruch durch die gesetzwidrigen Feiern nannte die Sozialdezernentin „ernst“, womit eher untertrieben der Aufwand beschrieben wird, den das Verhalten der Großfamilien nach sich zieht.

Jens Kestner: „Bereits am 29. Mai war ein größerer Einsatz am Göttinger Iduna- Zentrum am Maschmühlenweg erfolgt, wo ein Mann, der bereits mehrfach gegen die Corona-Verordnungen verstoßen hatte und sich unter Quarantäne- Auflagen befand, in Zusammenarbeit mit der Polizei zu einem Gespräch mit einem Richter abgeholt wurde. Nötig waren ein Dutzend Einsatzkräfte, mit Schutzschildern und Schutzanzügen ausgestattet. Dass nun wegen des offensichtlich dreisten und ignoranten Verhaltens arabischer Großfamilien ein immens teurer und für die Einsatzkräfte auch gefährlicher Großeinsatz erfolgte, beweist einmal mehr das ignorante und respektlose Verhalten dieser Großfamilien. Ich fordere, dass die Einsätze, einschließlich der Kosten für Polizei, Gesundheitsamt und Ordnungsamt, den betreffenden Personen in Rechnung

Stephan Bothe: „Unter dem Schutz der Polizei wurden mehr als 100 Quarantäneaufforderungen innerhalb arabischer Großfamilien verhängt. Wer weiß, wie viele Kontakte die Personen einschließlich der Kinder und Jugendlichen hatten, die nun alle aufwendig zurückverfolgt werden müssen. Die Erfahrung zeigt auch, dass es nicht grundsätzlich zu der medial verbreiteten „Kooperation“ mit den Großfamilien kommen wird. Wer wissentlich derartige Verstöße gegen geltendes Recht begeht, weiß, was er tut – und hat dementsprechend auch die Konsequenzen zu tragen. Die Konsequenzen in diesem Fall dürften sehr teuer werden und ich hoffe doch, dass die Stadt Göttingen nicht auf die Idee kommt, aus Rücksicht auf muslimische Gewohnheiten alle Kosten auf die Steuerzahler abwälzt. Man wird sehen, wie sehr sich nun das Virus durch die Großfamilien verbreitet und wie viele Menschen durch gesetzwidriges Verhalten unter Umständen krank werden oder sogar sterben. Für mich ist das Verhalten der Großfamilien ein weiteres Indiz dafür, wie wenig man in diesen Familien deutsches Recht respektiert!“ schließt Bothe.
red










31.05.2020 • 21:12 Uhr

Corona Hotsport in Göttingen: 170 Kontaktpersonen identifiziert - 36 positiv mit Corona angesteckt - Erste Politikerreaktionen

Der Corona-Hotspot in Göttingen hat neue Dimensionen: Die Stadt Göttingen teilt dazu offizielle: In Zusammenhang mit mehreren privaten Familienfeiern am vergangenen Wochenende sind mittlerweile 170 Kontaktpersonen ersten Grades in Stadt und Landkreis Göttingen identifiziert worden. Etwa 140 weitere Kontaktpersonen fallen in die Zuständigkeit anderer Gesundheitsämter, die umgehend informiert wurden.

Unterdessen haben erste Politiker auf die Vorgänge in Göttingen reagiert. So u.a. der Northeimer Bundestagsabgeordnete Jens Kestner (AfD).


In der Mitteilung der Stadt Göttingen heißt es weiter: Alle Kontaktpersonen ersten Grades haben Termine zur Testung erhalten. Die Testung der Personen läuft seit Beginn des Wochenendes auch über die Pfingsttage. Die Tests werden im Labor der UMG ausgewertet.

Einige Personen sind trotz mündlicher Aufforderung durch das Gesundheitsamt nicht zur Testung erschienen. Dem Personenkreis wird morgen eine schriftliche Anordnung zur Vorstellung im Testzentrum zugestellt, die bußgeldbewährt ist.

Derzeit sind in Zusammenhang mit diesem Ausbruchsgeschehen 36 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Davon ist derzeit weiterhin nur eine Person schwer erkrankt; sie befindet sich in stationärer Behandlung. Allerdings werden die Testergebnisse des heutigen Tages erst im Laufe des Montagvormittags vorliegen.

Oberste Prämisse bei der Arbeit der Stadt Göttingen ist die schnelle und vollständige Kontaktnachverfolgung. Dafür sind über die Pfingsttage 30 Mitarbeitende im Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen im Einsatz.

„Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Kontaktnachverfolgungsteams, die in den letzten Tagen großartige Arbeit geleistet haben.“ betont Sozialdezernentin Petra Broistedt. Es sei immens wichtig, dass die kontaktierten Personen mit dem Gesundheitsamt kooperierten, die anberaumten Termine im Testzentrum zur Abstrichnahme wahrnehmen und sich streng an die Quarantäneanordnung halten. „Nur so können wir ein genaues Bild der Situation erlangen und wirkungsvoll eine weitere Ausbreitung des Virus vermeiden. Ich bedauere sehr, dass das Fehlverhalten Einzelner Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger hat, die sich vorbildlich an alle Empfehlungen und Weisungen gehalten haben.“ so Broistedt.

Am Sonntag hat sich der Krisenstab der Stadt Göttingen getroffen und weitere Maßnahmen beschlossen: Der Stadt liegen Hinweise vor, nachdem das Infektionsgeschehen u.a. in einer Shisha Bar erfolgt sein könnte. Um das Risiko zu minimieren, sind heute alle Shisha Bars kontrolliert worden. Eine von sechs Bars war – entgegen der Landesregelung – geöffnet und wurde durch Mitarbeitende des Fachbereichs Ordnung geschlossen. Ein Bußgeldverfahren wird geprüft.

Der Fachbereich Ordnung prüft, ob bei den Feierlichkeiten gegen bestehende Abstands- und Hygienevorschriften verstoßen wurde. Festgestellte Verstöße werden geahndet werden.
red/fis

Weitere Berichterstattung











31.05.2020 • 12:30 Uhr

Goslar: Polizei holt 2,49-Promille-Radfahrer (70) von der Straße - Blutprobe und Strafverfahren

Am gestrigen Samstag, gegen 19:57 Uh,r fiel den im Rahmen der Funkstreife eingesetzten Polizeibeamten ein 70-jähriger Goslarer auf, welcher mit seinem Fahrrad die Okerstraße in der Kaiserstadt sichtlich auffällig befuhr. Der Fahrradfahrer wurde einer Verkehrskontrolle unterzogen. Die Polizisten spürten mit ihren Nassen einen deutlich wahrnehmbaren Alkoholgeruchs auf. So wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt. Der ergab einen Wert von 2,49 Promille. Das löste die Anordnung einer Blutprobe aus. Gegen den Fahrradfahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachtes der Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.ots










31.05.2020 • 12:23 Uhr

Uslar: Überfall im Stadtpark - Schwarz angezogene Täter prügeln und verletzten grundlos 37-Jährigen

Die Polizei in Uslar berichtet soeben offiziell über eine Attacke im Stadtpark in Uslar:
Am vorgestrigen Freitag, gegen 21.15 Uhr, griffen zwei bisher unbekannte Täter im Uslarer Stadtpark einen 37-jährigen Uslarer tätlich an und verletzten diesen. Anschließend entfernten sich die beiden Täter über den Parkplatz am Amtsweg in unbekannte Richtung. Die zwei unbekannten Täter seien beide männlich und ca. 16-17 Jahre alt. Ein Täter sei ca. 180 cm groß und habe einen schwarzen Kapuzenpulli sowie eine schwarze Hose getragen. Der zweite Täter sei ca. 170 cm groß und trug zur Tatzeit schwarze Oberbekleidung und eine dunkelblaue Jeans. Weiterhin seien die beiden in Begleitung einer weiblichen Person gewesen.

Zeugen, die den Vorfall oder auffällige Personen zur oben genannten Zeit beobachtet haben, werden gebeten sich bei der Polizei in Uslar unter der Telefon 05571/926000 zu melden.La










31.05.2020 • 12:17 Uhr

Rot-Grün macht zu Pfingsten Furore

Es ist das rote Band an diesem ersten Pfingstfeiertages. Aufgenommen auf einem Feld nicht unweit von Opperhausen. Wunderbar einzusehen von der L445. Hier macht Rot-Grün mal prächtig Furore.

Die Symbolik hat mit den derzeitigen politischen Wirklichkeiten rein gar nichts zu tun. Da ist für Rot-Grün laut den aktuellen Umfragen eher das Gegenteil von Furore angesagt. In der Corona-Krise kommt diese politische Konstellation seit Wochen eher farbarm und konturenlos daher. Ergo genießen wir diese Farbbilder in den Landschaften Südniedersachsens.red/Foto: Nicole Klawitter










31.05.2020 • 10:39 Uhr

Pfingsten 2020: Botschaft, Gebete und kein Gesang zwischen Desinfektion, Distanzen und Absperrbändern

Heute feiern Christen das Pfingstfest. Aber vollkommen anders. Die Verbote und Regeln zur Eindämmung einer Verbreitung des teuflischen Corona-Virus bestimmen die Feierlichkeiten, die nicht so recht feierlich sein können.

In Sebexen versammelten sich heute um 9.30 Uhr rund drei Dutzend Gläubige im grünen Kirchgarten. Pastor Wulkop führte mit Hinweisen auf das strenge Regelwerk in den Gottesdienst ein: Abstand einhalten. Mund- und Nasenschutz. Die Hände mit Desinfektionsmitteln waschen. Singen verboten. Die Kollekteneinsammlerinnen mit Maske und Gummihandschuhen zwischen den Stühlen unterwegs. Allein die musikalische Umrahmung durch den Organisten am elektronischen Klavier und mit Akkordeon waren erlaubt, sorgten zum Gezwitscher der Vögel für musikalische Feierlichkeit. Und natürlich die Gebete und Predigt vom Wirken des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Was den andächtig und schweigenden Gläubigen übrigblieb war stilles Beten. Ihr "Amen" war dennoch zu vernehmen im Rauschen der wunderbaren Bäume neben dem uralten Kirchgemäuser.

Eine halbe Stunde später Blitzvisite in Bad Gandersheim. Hier noch die Vorbereitungen für den Pfingstgottesdienst vor dem Portal der Stiftskirche. Rot-weißes Sperrband markiert auch hier die Zonen, wo man sich aufhalten darf und nicht. Gesang wird zu hören sein. Pastor Ehgart war mit einer Sängerin zu vernehmen. Wenn der Gottesdienst ab 11 Uhr stattfindet werden Posaunen erklingen. Die Corona-Krise wird diese musikalische Pfingstbotschaft nicht verhindern!
red/Fotos/Videos: Thomas Fischer














31.05.2020 • 07:56 Uhr

Reaktionen auf Statement der Bürgermeisterin im nichtöffentlichen Stadtrat: Korrektur, Amüsement und Irritation

Hohe Wellen hat es nicht geschlagen, das umstrittene "Statement" von Bürgermeisterin Franziska Schwarz über kritische Anmerkungen der beiden CDU-Ratsherren Timo Dröge und Hendrik Geske iim nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung des Bad Gandersheimer Stadtrates. Die Bürgermeisterin hatte diesen Part der Ratssitzung selbst in die Öffentlichkeit lanciert. Die ersten Reaktionen sind unterschiedlich:

Eine der wichtigsten erfolgte durch die Autorin selbst. Sie musste sich in einer Kritik und Formulierung aufgrund eines krassen Fehlers und Falschvorurfs zurücknehmen. Das erfolgte in schriftlicher Form. In dieser Erklärung heißt es wörtlich durch Bürgermeisterin Schwarz: " Sehr geehrte Herren, in meinem Statement zum Umgang im Rat vom 26.5.2020 ist mir bei einem Zitat von Herrn Geske bedauerlicherweise ein Fehler unterlaufen. Richtig ist, dass Herr Geske von einem „von der Ratsmehrheit gedeckten Abenteuerausflug in die Immobilienwirtschaft“ gesprochen hat; versehentlich stand in meinem Text das Wort "nicht" .

Im Stadtrat selbst erfolgte nach Verlesen des "Statements" so etwas wie eine Stockstarre. "Es herrschte fast zehn Sekunden lang eisige Stille", beschreibt ein Ratsmitglied die coole Atmosphäre. Dann habe ein Mitglied der SPD-Fraktion erst zaghaft auf den Tisch geklopft. Dann folgten weitere SPD-Ratsmitglieder. Das sollte Solidarität bedeuten. Einer der bekrittelten CDU-Ratsherren empörte sich spontan, sprach von einer "Unverschämtheit". Dabei hob er auf das vollkommen falsch von der Bürgermeisterin vorgetragene Zitat ab. Eine weitere Debatte über das Statement soll es im Stadtrat dann nicht mehr gegeben haben.

Aufschlußreich am nächsten Tag die Diskussionen hinter vorgehaltener Hand in den Fluren und Büros der Stadtverwaltung. Hier sei man irritiert" gewesen. Verwaltungsmitarbeiter äußerten sich ungeschminkt, baten aber aus Schutz vor Ärger um Anonymität, über das Statement. Sie hätten bislang keine Probleme mit den beiden Ratsherren gehabt. Man wisse auch nichts von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von den Herren Geske und Dröge in der Vergangenheit unbotmäßig angegangen worden seien. Man könne sich das Statement nicht so richtig erklären. Stattdessen drehten einige den Spieß um. Man müsse man hinterfragen, was mit der Dame Frau Guth und Herrn Ude für ein Mobbing durch die Bürgermeisterin veranstaltet worden sei. Und bei diesen erwähnten Persönlichkeiten handele es sich nur um die "Spitze eines Eisberges", meinte eine Angestellte. Ein anderer Mitarbeiter sprach von einer Stellungnahme mit "oberlehrerhafter Diktion".

Die mit dem Statement angesprochenen Ratsherrn Dröge und Geske nahmen die Kritik an Stil und Umgang mit der Bürgermeisterin eher gelassen. Zwar kündigten sie eine Reaktion an. "Aber das machen wir in Ruhe!" Am Tag nach der Ratssitzung zeigte sich Geske eher amüsiert: "Jetzt haben wir die beste Zitatensammlung unserer Stellungnahmen mal auf einen Blick - leider sind sie alle aus dem Zusammenhang gerissen."

Wenn man das Statement der Bürgermeisterin als Disziplinierungversuch unbequemer Ratsmitglieder interpretiert, dann fühlt man sich erinnert. Sie hat Tradition im Bad Gandersheimer Politikgefüge. Schon unter der Doppelspitze Köhler/Gottschalk wurden Oppositionelle wie Ratsherr Vollhardt und Ratsherr Scholz diszipliniert. Unter Bürgermeister Uwe Schwarz waren gelegentlich CDU-Ratsmitglieder Zielscheibe von scharfen Kritikattacken. Bürgermeister Ehmen scheute sich nicht, gelegentlich Anfeindungen seiner Amtsführung aus dem sozialdemokratischen Lager emotional anzugehen. Sie alle verfehlten das Ziel eines integrativen Ansatzes. Ihre Schelte trug niemals zur Gemeinsamkeit im Rat bei, sondern polarisierte weiter. Das Statement von Bürgermeisterin Schwarz könnte ähnliche Wirkungen entfalten.
red











31.05.2020 • 07:16 Uhr

Minister Lies tierlieb: „Seehundstation in schwieriger Zeit helfen" - 375.000 Euro Extrazuschuss in Corona-Krise

Junge Seehunde, die durch Störungen vom Muttertier getrennt und oft weitab vom Wurfplatz angetrieben werden, werden in der Seehundstation Norddeich versorgt, bis sie wieder in die Nordsee zurückgebracht werden und dort überleben können. Die Station, die auch umfassend über das Wattenmeer und den Lebensraum Wattenmeer der Seehunde und Robben informiert, wird vor allem von Urlaubern gerne besucht. Mit Blick auf die aktuelle Corona-Situation musste auch die Seehundstation vorübergehend schließen. Während der Schließung (aber auch nach Wiedereröffnung) hat sie mit Mindereinnahmen zu kämpfen, die Betriebskosten für die Versorgung der Tiere laufen dennoch weiter. „Ich freue mich sehr, dass wir die Seehundstation mit 375.000 Euro unterstützen können", so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies.

„Wir können und wollen auch langfristig nicht auf die vielfältigen Arbeiten verzichten, die hier geleistet werden. Ich danke ganz besonders den Kolleginnen und Kollegen der Seehundstation und den vielen ehrenamtlichen Unterstützern, die trotz der schwierigen Lage die notwendigen Arbeiten sichergestellt haben und jetzt schon wieder mit vollem Einsatz dabei sind." Ein Großteil der Arbeit für die Seehundstation wird von rund

80 ehrenamtlichen Wattenjagdaufsehern wahrgenommen. „Auch für sie ist das Geld enorm wichtig, weil sie dadurch ihre Arbeit fortsetzen können", so Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. „Sie leisten durch die Bergung der Heuler eine unverzichtbare Arbeit für die Sicherung des Seehundbestandes."

Was viele nicht wissen: Die Seehundstation kümmert sich nicht nur um die Versorgung und Aufzucht von verwaisten Seehunden und Kegelrobben. Mit den erzielten Einnahmen wird auch eine Vogelpflegestation finanziert. Die Seehundstation ist eine von 22 nach dem Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Betreuungsstationen in Niedersachsen. Diese Stationen nehmen verletzt, krank oder hilflos aufgefundene Wildtiere auf, um sie gesund zu pflegen und anschließend wieder auszuwildern. In Norddeich kümmert sich die Station nicht nur um Seevögel, sondern um alle Vogelarten wie Greifvögel oder Spechte. Betreut wird ein großer räumlicher Bereich von Leer über die ostfriesischen Inseln bis zu den küstennahen Bereichen des Landkreises Friesland. red/fis











31.05.2020 • 07:11 Uhr

Northeim: Wochenmarkt coronageschädigt, Eisdiele ganz und gar nicht

Langsam kehrt eine gewisse Normalität ins öffentliche Leben angesichts der abklingenden Corona-Krise zurück. Gestern zwischen 10 und 11 Uhr Spaziergang und Beobachtungen in der südniedersächsischen Kreisstadt Northeim: Der traditionelle Wochenmarkt hat deutliche Anzeichen einer Beschädigung durch die Corona-Krise. Ein Drittel der Marktbeschicker ist nicht gekommen. Die verwaisten Flächen sind unübersehbar. Die übliche Lebendigkeit auf dem Markt durch seine einkaufenden Besucher und Besucherinnen ist nicht zu spüren. Wenige haben sich verlaufen. Weiterhin ein bizarres Bild, wie die verängstigten Menschen mit Mund- und Nasenbedeckungen an den Ständen vorbei schreiten.

Ein paar Meter in Richtung Citycenter ein vollkommen anderes Bild: Unter Sonnenstrahlen und blauen Himmel an diesem Samstagvormittag pulsiert das Leben in einer Einsdiele. Drinnen und draußen sind fast alle Tische besetzt. Die Masken sind abgelegt. Auf den Tischen stehen hohe Glaskelche mit fetten Eiskugeln, knackigen Erdbeeren und süßen Sahnehäubchen. Die Corona-Krise wird hier genußvoll weggeschleckt.
red/Fotos: Mark Reiser












31.05.2020 • 06:58 Uhr

Bad Harzburg: Halberstädter mit 2,17 Promille erwischt - Blut, Führerschein und Autoschlüssel abgenommen

Vorigen Freitag wurde um 22:20 Uhr ein 40-jähriger Halberstädter mit seinem BMW einer Verkehrskontrolle in der Herzog-Wilhelm-Straße unterzogen. Im Rahmen der Kontrolle konnte bei dem Fahrzeugführer Alkoholgeruch festgestellt werden. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,17 Promille. Im weiteren Verlauf erfolgte eine Blutentnahme, die Sicherstellung von Führerschein und Fahrzeugschlüssel, sowie die Einleitung eines Strafverfahrens. Das berichtet soeben die Polizeiinspektion Goslar. ots










30.05.2020 • 20:54 Uhr

L487 von Ippensen über den Berg nach Greene wird endlich saniert - Termin noch unklar

Uwe Schwarz verkündet: Niedersachsen investiert 117 Millionen Euro in Landesstraßen

Das Land Niedersachsen investiert auch 2020 auf Rekordniveau in die Infrastruktur seiner Landesstraßen und der dazugehörigen Radwege: Nachdem 2019 erstmals 115 Millionen Euro zum Erhalt und Ausbau des Landesstraßennetzes aufgewendet wurden, stehen in diesem Jahr sogar 117 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesen Mitteln wird der Zustand des über 8.000 Kilometer langen Landesstraßennetzes mit seinen 4.500 Kilometer Radwegen und 1.900 Bauwerken, wie etwa Unterführungen oder Brücken, nachhaltig verbessert.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Sonderprogramm zur Sanierung von Ortsdurchfahrten mit einem Investitionsvolumen von jährlich 15 Millionen Euro für 2019 bis 2022. Von dem Programm profitieren Kommunen in ganz Niedersachsen, darunter auch die Landesstraße 487 zwischen Ippensen und Greene. Ein Bautermin ist aber noch nicht bekannt.

Eine erste Tranche für die Jahre 2019 und 2020 umfasste 66 Bauprojekte. Von diesen sind im vergangenen Jahr bereits 25 begonnen und auch größtenteils fertig gestellt worden. In den kommenden beiden Jahren 2021 und 2022 sollen weitere 67 Ortsdurchfahrten in niedersächsischen Kommunen saniert werden.

Der Landtagsabgeordnete Uwe Schwarz aus Bad Gandersheim begrüßt die Maßnahmen: „Mit dem Programm verbessert die Niedersächsische Landesregierung in den kommenden Jahren gezielt die Straßeninfrastruktur in den Kommunen. Ich freue mich sehr, dass dabei auch notwendige Maßnahmen in unserer Region berücksichtigt wurden.“ red/Foto: Thomas Fischer











30.05.2020 • 20:44 Uhr

Heute auf der B 498: Rücksichtsloser Motorradfahrer bringt 16-jährigen Fahrschüler zu Fall und haut ab

Am heutigen Samstag, gegen 16:45 Uhr, befuhr ein 16-jähriger Fahrschüler mit einem Leichtkraftrad -125ccm- sowie dem dahinter befindlichen Fahrlehrer in einem Fahrschul-PKW, die Bundesstraße 498 aus Oker kommend in Fahrtrichtung Okertalsperre. Im Bereich einer nicht einsehbaren Linkskurve und damit verbundenen Überholverbotes, sollen beide Fahrzeuge von einem Motorradfahrer überholt wurden sein. Beim Einscheren soll der überholende Motorradfahrer den 16jährigen Fahrschüler beim geschnitten haben, woraufhin dieser die Gewalt über sein Leichtkraftrad verlor und mit der Leitplanke kollidierte. Der 16jährige Fahrschüler wurde durch die Kollision verletzt und dem Krankenhaus Goslar zugeführt. Der überholende Motorradfahrer setzte seine Fahrt in Richtung Clausthal-Zellerfeld fort.

Die Polizei bittet Zeugen des Verkehrsunfalles, die sachdienliche Angaben zum Vorfall machen können, sich unter der Telefonnummer: 05321/ 339-0 bei der Polizei Goslar zu melden.ots










30.05.2020 • 20:37 Uhr

Aktienmärkte blicken in bessere Zukunft

Marktkommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der 
DekaBank, das Wertpaierhaus der Sparkassen

Obwohl sich die Konjunktur noch immer im Rezessionsmodus befindet, schauen die Aktienmärkte schon in eine bessere Zukunft. Das Risiko einer dauerhaften Depressionsphase in den Volkswirtschaften durch die Corona-Pandemie wird mittlerweile fast ausgeschlossen. Dazu kommt, dass Notenbanken und Regierungen das Geschehen weiterhin mit neuen Programmen begleiten. Hierzu gehört etwa das Wiederaufbauprogramm der Europäischen Union, in dem auch eine Solidarität der Mitgliedsländer zum Ausdruck kommt. Aber auch die Anleiheprogramme der Europäischen Zentralbank tragen weiterhin dazu bei, dass es nicht zu selbstverstärkenden Abwärtsspiralen kommt. Allerdings verläuft die Erholung am Aktienmarkt in den verschiedenen Sektoren sehr heterogen, da auch die Krisenauswirkungen in den verschiedenen Branchen unterschiedlich sind.

Wirtschaftsdaten weiterhin durchwachsen

Die schwierige Wirtschaftslage wird Anfang Juni durch den US-Arbeitsmarktbericht verdeutlicht werden: zwar wird die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten auch wieder deutlich abgebaut, aber der Weg ist weit angesichts der Ausgangssituation von einer Arbeitslosenquote von fast 15 Prozent. Wichtig bleibt die Lage in China: hier ist die Industrieproduktion bereits im März wieder kräftig angelaufen. Sollten die Aprildaten dies bestätigen, dürfte dies als weiteres Anzeichen dafür gewertet werden, dass auch in Europa und in den USA die Normalisierung des Wirtschaftsgeschehens zügig weitergeht.











30.05.2020 • 16:59 Uhr

Ex-Kurhotel Bartels: Kein Thema in nichtöffentlicher Ratssitzung, aber in der CDU-Fraktion - Investoren Schleder & Leicht präsentieren ihre Ideen

Zu den wirklich spannenden Aspekten der jüngsten Ratssitzung in der südniedersächsischen Kur- und Reha-Stadt Bad Gandersheim speziell im nichtöffentlichen Teil gehört wohl weniger der höchst umstrittene wie misslungene Überraschungsangriff von Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) auf die ihr missliebigen CDU-Kommunalpolitiker Dröge und Geske, sondern was nicht passierte. Dazu gehört, dass ein auf der Tagesordnung angekündigter Deal von Stadteigentum ohne Begründung von der Tagesordnung verschwand. Es steht zu vermuten, so ist aus Kreisen des Stadtrates aus diversen Quellen zu vernehmen, dass dieser Tagesordnungspunkt mit dem möglichen Verkauf des im Stadteigentum befindlichen Ex-Kurhotel Bartels zu tun haben könnte. Hier hatten Beteiligte innerhalb und außerhalb des Stadtrates zumindest einen Sachstand der Verhandlungen über den Verkauf erwartet. Bekanntlich zeigt das Investoren-Duo Schleder (Architekt) und Leicht (Unternehmer) Interesse an der Immobilie zwecks eine neuen Nutzung (wir berichteten). Nach Recherchen des Redaktionsnetzwerkes der Fis Work Media Group erwarten die Investoren von Bürgermeisterin Schwarz die Angabe eines Preises, den die Investoren an die Stadt bezahlen könnten oder sollten.

Bei dieser Ausgangslage ergibt sich für die Stadt als Verkäufer das eigentliche Problem: Sie hat in einem Blitzvorgang das leerstehende Ex-Kurhotel Bartels/Flüchtlingshotel für 250.000 Euro an sich gerissen. Dazu kommen noch einmal mindestens 50.000 Euro an Zusatzkosten, die der Stadt seit dem Kauf des ehemaligen Hotels an laufenden Fixkosten entstanden sind und weiter wachsen, wie sie Ratsherr Hendrik Geske in einer offiziellen Anfrage an die Bürgermeisterin aufgelistet hat. Frau Schwarz hat sich bis heute zu dieser Thematik und der Anfrage des Ratsherrn nicht äußern wollen. Erst nach dem Erwerb des Hotels stellte das staatliche Katasteramt in einem unabhängigen Gutachten amtlich fest, dass der Verkehrswert der Immobilie bei nur 157.000 Euro zu taxieren ist. Die Expertenkritik eines überteuerten Kaufs steht im Raum.

Wieviel Geld will die Stadt für das Ex-Hotel? "Die Stadt muss sich bewegen"

Bei einer Ausgangssituation von angenommenen 300.000 Euro Kosten seitens der Stadt bei einem Verkehrswert von 157.000 Euro nun von den interessierten Investoren zu erwarten, dass sie die 300.000 Euro an die Stadt bezahlen, erscheint Fachleuten als sachlich nicht geboten und somit realitätsfremd. Auf Nachfragen zu diesem Thema des Deals hieß es kurz und bündig aus dem Umfeld der Investoren: "Die Stadt muss sich bewegen!"

So ähnlich der Tenor der Antworten von Schleder und Leicht, als sie vergangenen Montag die CDU-Stadtratsfraktion über ihre Pläne einer Neu- und Umnutzung der seit Jahren ungenutzten Immobilie informierten. Sowohl Fraktionsvorsitzender Timo Dröge als auch Architekt und Investor Michael Schleder bestätigten auf Nachfrage die Präsentation in der CDU-Geschäftststelle in der Neustadt. Eine ähnliche Unterrichtung hatten sie bereits vor Wochen in der SPD-Fraktion vorgenommen.

Bekanntlich haben die Investoren eine Menge Ideen, in dem heruntergekommene Gebäude inmitten des Ausstellungsgeländes Landesgartenschau 2022 neues Leben entstehen zu lassen. Beispielsweise durch Schaffung von Wohnraum für ältere Menschen oder die Installierung eines Boardingshouse. "Wir wollen der Stadt helfen. Wir leisten hier ein gutes Stück Wirtschaftsförderung. Wir streben die Schaffung von 20 bis 25 Arbeitsplätzen an.", so begründeten die Investoren ihr angebotenes Engagement. Entsprechend den bereits auf diesem News-Portal dargestellten Vorhaben würden die Investoren für ihr Vorhaben rund 6 Millionen Euro investieren.

In der CDU-Fraktion war man am Ende zufrieden mit der Präsentation. Wie es seitens der Rathausspitze jetzt mit dem Ex-Kurhotel Bartels weitergeht weiß dort auch niemand. Da sei unbefriedigend. Damit bleibt es dabei: "Die Bürgermeisterin muss sich bewegen", kommentiert ein Stadtratsmitglied.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer












30.05.2020 • 16:01 Uhr

In Corona-Krise: Bad Gandersheims Stadtverwaltungs-Fachbereichsleiter Jürgen Schnute auf Distanz in Ruhestand verabschiedet

Jürgen Schnute, in 41 Jahren von der Pike auf bis zum Fachbereichsleiter Bau bei der Bad Gandersheimer Stadtverwaltung, ist offiziell im Ruhestand. Das teilte soeben die Stadt Bad Gandersheim in einer offiziellen Verlautbarung mit. Die Verabschiedung fand unter Bedingungen der Corona-Krise statt: Auf der Rathausempore auf regelgerechter Distanz (aber ohne Mundschutz!) positioniert von links Bürgermeisterin Franziska Schwarz, Ex-Bauamtsleiter Jürgen Schnute und Gesamtpersonalratsvorsitzender Frank Biener. red/Fotos: Manfred Kielhorn










30.05.2020 • 15:46 Uhr

15 Millionen Euro für neue Sprachkurse für Geflüchtete - Minister Tümmler: "Sprache öffnet Türen..."

15 Millionen Euro stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in der neuen Förderperiode ab Anfang Juni zur Verfügung, um Sprachkurse für Geflüchtete zu ermöglichen. „Sprache öffnet die Tür in die Bildung, in den Alltag, ins Berufsleben – sie ist der Schlüssel zur Integration“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler zur Neuauflage der Landesprogramme zur Sprachförderung. Neben der allgemeinen Sprachförderung bieten nach dem niedersächsischen Erwachsenbildungsgesetz anerkannte Einrichtungen auch spezielle Kurse für Frauen mit Kinderbetreuung sowie Kurse für den nachträglichen Erwerb von Haupt- und Realschulabschlüssen an. Das Land finanziert diese Kurse vollständig.

„Das Erlernen einer Sprache ist ein Prozess, der Zeit braucht. Deshalb bleiben wir am Ball, bis alle Geflüchteten gut genug Deutsch sprechen, um sich in unserer Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können“, erläutert Minister Thümler.

Um die Kurse auch unter den aktuellen Infektionsschutzanforderungen zu ermöglichen, hat das Ministerium die Programme angepasst. Eine Reduzierung der Mindestteilnehmerzahl auf 10 Personen pro Kurs ermöglicht die Einhaltung von Mindestabständen zwischen den Teilnehmenden. Zudem werden Kosten für Hygieneartikel wie Desinfektionsmittel vom Land erstattet, wenn sie zur Einhaltung der Hygienekonzepte erforderlich sind. Auch die Fristen zur Durchführung von Kursen wurden gelockert. „Die Bildungseinrichtungen bekommen von uns die größtmögliche Flexibilität, damit die Integration von Geflüchteten in Niedersachsen auch unter diesen schwierigen Bedingungen gelingt“, so Thümler.red/Foto: Thomas Fischer










30.05.2020 • 14:05 Uhr

Exzellente Arbeit! Polizei verhindert schwere Gewalttat

In der letzten Nacht, 29. Mai 2020 bis 30.Mai 2020, wurde ein Mann nach einem Hinweis eines Zeugen aus einem Interchat, in dem er eine schwerwiegende Tat ankündigte, in der Kardinal-Bertram-Straße in Hildesheim festgenommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen begegneten sich zwei Personen auf einer Internetplattform und chatteten anonym miteinander. Im Rahmen dieser Kommunikation, die im Laufe des Freitagvormittags online geführt wurde, gab einer der beiden Chatpartner an, dass er Menschen töten wolle. Im weiteren Verlauf des Chats wiederholte dieser Chatbeteiligte seine Absicht, eine Tat zu begehen, bei der religiöse Menschen sterben sollen. Diese Ankündigung erschien der zweiten an diesem Chat beteiligten Person als absolut realistisch, woraufhin er seine Erkenntnisse der Polizei an seinem Wohnort in Hagen, NRW, meldete. Polizeibeamte des Polizeipräsidium Hagen nahmen sofort die Ermittlungen auf, die sich schnell auf eine 21-jährige männliche Person mit Wohnort in Hildesheim fokussierten, und informierten umgehend die Kollegen der Polizeiinspektion Hildesheim. Mit den übermittelten Erkenntnissen und weiteren Informationen aus polizeilichen Recherchen stellte sich eine besondere Gefährdungslage dar, aufgrund der in den Abendstunden die Polizei Hildesheim in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hildesheim weitere Maßnahmen festlegte, die unter anderem den Einsatz von Spezialkräften in Hildesheim umfassten. Kurz vor 02:00 Uhr wurde durch diese dann die Wohnungstür in dem Mehrfamilienhaus gewaltsam geöffnet, der junge Mann schlafend vorgefunden und festgenommen. Anschließend wurde er in der hiesigen Polizeidienststelle aufgrund seines psychischen Gesundheitszustandes einem Arzt vorgeführt. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er einem Krankenhaus zugeführt.

Die Wohnung des Hildesheimers wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft durchsucht, hierbei wurden Beweismittel aufgefunden und sichergestellt.

Nach derzeitigem Stand ist Hintergrund der Handlungen vermutlich der psychische Gesundheitszustand des Hildesheimers, eine politische Motivation kann bisher ausgeschlossen werden.kris










30.05.2020 • 14:01 Uhr

Vienenburg: 18-Jähriger rastet aus, schlägt und beleidigt - Alkoholtest ergab 2,38 Promille

Am Donnerstag, gegen 20.20 Uhr, wurde die Polizei gerufen, weil es in Vienenburg auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten gekommen ist. Ein 18-jähriger Bad Harzburger sprach dabei zunächst zwei Personen an, die sich unterhielten, und fragte sie nach Kleingeld. Da dies von beiden abgelehnt wurde, fing der 18-jährige zunächst an zu schubsen und im weiteren Verlauf kam es zu einer Rangelei, wobei der Bad Harzburger dem 30-jährigen Opfer mit der Faust ins Gesicht schlug.

Außerdem beleidigte er die weitere 29-jährige hinzugekommene Beteiligte mit Kraftausdrücken. Während der Sachverhaltsaufnahme durch die eingesetzten Polizeibeamten und der Durchsuchung wurden bei dem 18jährigen Utensilien zum Konsum von Betäubungsmitteln mit Anhaftungen von Betäubungsmitteln vorgefunden. Da der Bad Harzburger außerdem offensichtlich erheblich unter dem Einfluss von Alkohol stand, wurde bei ihm vor Ort ein Test mit einem Atemalkoholmessgerät vorgenommen. Der Test ergab einen Wert von 2,38 Promille. Es wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.ots










30.05.2020 • 13:40 Uhr

Reportage des NDR Magazins „Hallo Niedersachsen“ und dem Schweigen der AfD-Landesvorsitzenden Dana Guth - Reaktion

Zu der Reportage des NDR Magazins „Hallo Niedersachsen“ und dem Schweigen der AfD-Landesvorsitzenden Dana Guth haben sich soeben die Bundestagsabgeordneten Jens Kestner (Northeim) und Armin-Paulus Hampel (Hannover) zu Wort gemeldet. Sie setzen sich in ihrem Statement kritisch mit der Rolle der Landesvorsitzenden auseinander.


In der Position der beiden AfD-Bundestagsabgeordneten heißt es u.a. "NDR, „Hallo Niedersachsen“, 27. Mai 2020, 19:30 Uhr. Die Reportage beginnt mit der Pressekonferenz des niedersächsischen Innenministers Pistorius, der Zitate von nicht namentlich benannten „Funktionären der AfD-Niedersachsen“ auflistet, um deren Verfassungstreue in Frage zu stellen. Dann verweist Pistorius auf den „rechtsextremen Flügel“, der zunehmend Einfluss auf den Kurs der AfD habe. Im Bericht des NDR geht es weiter, indem Namen von Parlamentariern genannt werden, die dem sogenannten „Flügel“ angehören sollen. Stephan Bothe, Landtagsabgeordneter aus Lüneburg, Andreas Iloff, Vorsitzender der AfD im Kreis Diepholz und Bundestagsabgeordneter Jens Kestner, der selbst den Landesvorsitz anstrebe, werden als Anhänger des Flügels benannt. In einem Bildausschnitt wird auch der ehemalige Landesvorsitzende Armin-Paulus Hampel gezeigt. Dann folgt ein Ausschnitt aus einer Rede Kestners, der auf den Flügel eingeht und darauf verweist, dass man zusammenhalten und nicht darauf hoffen möge, an einem Tisch mit den Altparteien sitzen zu dürfen, wenn man dafür Kameraden verrate müsse. Dazu NDR-Kommentarton: „Die Parteichefin schweigt heute. Sie überlässt das Sprechen in dieser delikaten Situation ihrem Stellvertreter“. Klaus Wichmann, stellvertretender Parteichef in Niedersachsen, verliert ein paar nichtssagende Worte. Abschließend ein Interview mit Bernhard Witthaut, dem Präsidenten des niedersächsischen Verfassungsschutzes, der mit süffisantem Lächeln abstreitet, von der Politik „missbraucht“ zu werden. Alle durften reden – nur die AfD-Landesvorsitzende, Frau Dana Guth, hatte offenbar kein Interesse, sich zu äußern.

Armin-Paulus Hampel: „Wenn sich die Landesvorsitzende der AfD- Niedersachsen nicht vor die Kameras traut und stattdessen ihren Stellvertreter schickt, der mit nichtssagenden Worten ein schwaches Bild abgibt, gibt mir das sehr zu denken. Bei einem solch gewichtigen Thema, muss sich eine Landesvorsitzende schützend vor Ihre Parteifreunde stellen, die sowohl von den Medien als auch von der etablierten Politik und dem Verfassungsschutz mit unlauteren Mitteln angegriffen werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Landesvorsitz auch eine Schutzrolle beinhaltet. Sich allerdings wortlos aus der Schusslinie zu nehmen, weil man selbst nicht getroffen werden will, ist einer Landesvorsitzenden unwürdig. Jedes AfD-Mitglied in Niedersachsen wird sich fragen, wieso eine Parteivorsitzende nicht selbst in der ersten Reihe steht, wenn – wie es der Verfassungsschutz definiert – zwanzig Prozent der Mitglieder in Niedersachsen als „Rechtsextreme“ diffamiert werden. Wir reden über mehr als 600 AfD-Mitglieder, die offenbar von der Landesvorsitzenden als „Kollateralschaden“ abgehakt werden, weil sie selbst fürchtet, von den etablierten Politikern im Landtag nicht mehr mit Handschlag begrüßt zu werden!“ befindet Hampel.
Jens Kestner: „Dass die Medien als Hilfsorgan von Politik und Verfassungsschutz agieren, ist nicht mehr überraschend. Dass aber eine Landesvorsitzende ihren Stellvertreter vor die Kameras schickt, wenn AfD- Mitglieder ihres Landesverbands angegriffen werden, ist unseriös! Wenn sich Frau Guth hin und wieder zu Wort meldet, tut sie dies bestenfalls als Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag. Als Landesvorsitzende ist sie weitestgehend unsichtbar. Begründung hierfür könnte sein, dass sie sich entweder nicht zutraut, vor Kameras Rede und Antwort zu stehen, oder dass sie selbst mit dem Kopf des Verfassungsschutzes denkt und es sich mit Herrn Witthaut und Herrn Pistorius nicht verscherzen möchte. Sollten einer der beiden Gründe oder gar beide Gründe dafür verantwortlich sein, dass sie selbst gekniffen und ihren Stellvertreter vor die Kameras geschickt hat, wäre sie als Landesvorsitzende untragbar. Wer seine Mitglieder in dieser Lage im Stich lässt, hat die Aufgabe einer Landesvorsitzenden nicht begriffen und sollte sich überlegen, ob man mit einer derartigen Amtsauffassung den niedersächsischen AfD-Mitgliedern noch guten Gewissens in die Augen schauen kann“, so Kestner.















30.05.2020 • 13:27 Uhr

Elektroschocker als Taschenlampe und Lippenstift getarnt - Unerwarteter Fund bei Wohnungsdurchsuchung in Duderstadt

In der Wohnung eines 55 Jahre alten Mannes sind Ermittler des Polizeikommissariats Duderstadt am vergangenen Donnerstagvormittag (28.05.20) auf mehrere verbotene Elektroimpulsgeräte gestoßen. Die Beamten hatten die Wohnung des Duderstädters ursprünglich aufgrund eines richterlichen Beschlusses im Zusammenhang mit einem gegen ihn betriebenen Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz durchsucht. Während der Suche stießen die Ermittler dann u. a. in einem Schrank auf insgesamt sieben zum Teil noch originalverpackte Elektroimpulsgeräte, sog. "Elektroschocker", eines chinesischen Herstellers. Vier davon waren als Taschenlampe (Foto), die drei anderen als mit Glas-Steinen (Strass) verzierte Lippenstifte "getarnt". Das gesetzlich vorgeschriebene Prüfzeichen war auf keinem der Geräte vorhanden. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen den 55-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Der Fund wurde beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.jk/Foto: Polizei










30.05.2020 • 13:23 Uhr

Northeim: 17-jähriger Motorradfahrer bei Verkehrsunfall leicht verletzt

Ereignisort: Northeim, Göttinger Straße/ Asternstraße, Ereigniszeitpunkt: Gestern, Freitag, 29.Mai 2020, 14.05 Uhr:

Ein 57-jähriger Göttinger befuhr mit seinem Pkw in Northeim die Göttinger Straße in Richtung stadteinwärts. Beim Abbiegen in die Asternstraße nach links übersah er das ihm entgegenkommende Motorrad eines 17-jährigen Fahrzeugführers aus Hardegsen. Im Einmündungsbereich kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge.

Der 17-jährige Motorradfahrer wurde anschließend mit leichten Verletzungen mit einem RTW ins Krankenhaus Northeim verbracht. Sein Motorrad war nicht mehr fahrbereit und musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Durch den Verkehrsunfall entstand ein Sachschaden von insgesamt ca. 3.000 Euro.pe











30.05.2020 • 13:13 Uhr

Göttingen: Hotspot Corona-Infektionen im Iduna-Zentrum

In einer offiziellen Verlautbarung der Göttinger Stadtverwaltung heißt es am Freitagabend u.a.: Im Zusammenhang mit mehreren größeren privaten Feierlichkeiten ist es zu einem Ausbruchsgeschehen COVID-19 gekommen. Bei den Betroffenen handelt es sich überwiegend über Mitglieder mehrerer Großfamilien aus Göttingen und Umgebung. Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich. Unter den Kontaktpersonen sind auch 57 Kinder und Jugendliche. Die entsprechenden Schulen sind bereits informiert.

Corona-Testungen finden auch über Pfingsten statt. Das Gesundheitsamt für die Stadt Göttingen und den Landkreis Göttingen verfolgt unter Hochdruck die Infektionsketten auch am Wochenende. Quaratäneverfügungen werden umgehend erstellt.red











30.05.2020 • 10:24 Uhr

Gute Nachricht des Tages: Auf 5000 Quadratmeter biologische Vielfalt in Bad Gandersheim - Harzländer und PS GbR lassen es blühen

Mi einem beachtenswerten Projekt hat das Fleischwarenunternehmen Harzländer in Bad Gandersheim ein Zeichen für eine blühende Landschaft mit biologischer Vielfalt gesetzt. Auf einem gut 5000 Quadratmeter großem Areal entsteht nahe dem Unternehmen am Flugplatzweg ist ein ansehnlicher Blühstreifen angelegt. Mit seiner Biomasse dient er nicht nur den darin lebenden Insekten einen Entfaltungsraum. Die Insekten wiederum sind Nahrungsquelle für viele Vogelarten. Auch Hase, Reh und Echse nutzen solche Refugien als schützenden Nist- und Deckungsplatz, erklärt Harzländer Geschäftsführer Jochen Neidhardt einen weiteren nützlichen Aspekt der Aktion. Sie ist vom Projekt- und Kooperationspartner von Harzländer , der PS Agrar GBR, jetzt in die Tat umgesetzt. red/fis/Fotos: Fis WMG










29.05.2020 • 18:54 Uhr

Kaum Zuspruch - Gedanken zu den aktuellen "Gesprächen über den Gartenzaun"

Zu den ersten Dorfbesuchen von Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) unter dem Motto "Gespräch über den Gartenzaun" (wir berichteten) hat sich Bürger Claus König aus Clus Gedanken gemacht. Sie sind nachfolgend in einem Kommentar im Original dokumentiert.
Das Bild zeigt die Bürgermeisterin bei ihrer Visite in Ellierode. Hier erlebte sie die Einsamkeit des Seins. Zu drei i Bürgerinnen und zwei spielenden Kindern hatte sie dort kurzen Wort- , Gruß- und und Blickkontakt. Diese Momente sind allesamt dokumentiert. red/Fotos: Thomas Fischer


Claus König (Foto) merkt an:
Bürgermeisterin Schwarz führt ja seit kurzem Gespräche über den Gartenzaun in den einzelnen Dörfern. Bisher gewinnt man den Eindruck, dass der Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger sehr gering ist. Liegt das etwa an der unglücklich gewählten (Absicht?) Uhrzeit oder am mangelnden Interesse an den Gesprächen? Die Bürgermeisterin geht innerhalb ihrer Arbeitszeit mit Mitgliedern der Stadtverwaltung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LGS spazieren. Die Erkenntnisse, die sie dabei gewinnen möchte oder auch gewinnt, hätten ihr auch die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher in den Dienstbesprechungen mitteilen können.
Nebenher werden auch noch öffentlichkeitswirksam Apfelbäume gepflanzt, unterstützt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Bauhofs, die aufgrund von Personaleinsparungen kaum ihre eigentliche Arbeit schaffen können. Wer bezahlt das eigentlich? Etwa Frau Schwarz? Als die Landjugend Heberbörde im letzten Jahr Bäume und Büsche auf dem Eigentum der Stadt gepflanzt hat, habe ich um eine Spende für die Landjugend gebeten. Als Antwort bekam ich von der Bürgermeisterin, dass dafür kein Geld vorhanden sei. Aber für diese Selbstdarstellung ist jetzt Geld vorhanden?
Claus König












29.05.2020 • 18:39 Uhr

Bad Gandersheim bewegt sich: Open air "Jumping Fitness" bei der "Sportstadt" begeistert

Ganz cooles feeling zur Minute vor dem "Fitnessstudio/Gesundheitszentrum Sportstadt Bad Gandersheim" am Standort Parkplatz Alte Gasse beim Finanzamt. Sprichwörtlich ist hier gerade erlebbar: "Bad Gandersheim bewegt sind!" Auf fast einem Dutzend Trampolins findet hier ein Freiluft Kurs "Jumping Fitness" statt. Die Damen sind mit Begeisterung dabei. Vorne gibt Trainerin Giuseppina Tricarico die Bewegungsabläufe an. Zu der fetzigen Musik wird im Rhythmus der Klänge der ganze Körper in Bewegung gebracht. Und von den Balkons staunen die Beobachterinnen - auch sie auf ihre Art begeistert von der Show. Fitness in Corona-Zeiten - hier wird vorgeführt wie das bestens funktioniert.
red/Fotos/Video: Nicole Klawitter


















29.05.2020 • 17:24 Uhr

Keine Corona-Gefahr im Abenteuer-Wald! Attraktive Sonderführungen am Schlachtfeld Harzhorn zu Pfingsten

Das ist eine gute Nachricht!"
Oliver Draber, Geschäftsführer der praeteritum gGmbH, teilt soeben mit: Am Pfingstwochenende bietet das Team vom Harzhorn öffentlichen Führungen an. Neben den festen Terminen am Samstag um 14:00 Uhr und am Sonntag und Montag um 11:30 und 14:00 Uhr, lassen sich auf der Homepage unter www.roemerschlachtamharzhorn.de oder unter 0171 14 23 739 auch individuelle Führungen zu anderen Zeiten buchen.
Da die Führungen auf zehn Personen begrenzt sind, wird darum gebeten nach Möglichkeit bis Freitag 18 Uhr die Buchung vorzunehmen. "Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in die Geschichte in einer traumhaften Landschaft!", motiviert Geschäftsführer Draber zur Teilnahme an dem touristischen Abenteuer.
red/fis/Foto: Thomas Fischer












29.05.2020 • 17:17 Uhr

Gericht bestätigt Verbot durch Landkreis Goslar: Vorerst keine Öffnung von Indoorspielplätzen

Unternehmen fühlt sich ungerecht behandelt - 20 Job auf der Kippe - 40.000 Euro Verluste im Monat

Indoorspielplätze für Kinder dürfen vorerst nicht wieder geöffnet werden. Das in der Corona-Verordnung („Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus") geregelte Betriebsverbot ist derzeit mit dem Gesetz und der Verfassung, dem Grundgesetz, vereinbar. Dies hat die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts in einem Eilverfahren entschieden (Beschluss vom 26. Mai 2020, Aktenzeichen 4 B 184/20).

Die Antragstellerin betreibt seit etwa eineinhalb Jahren einen Indoorspielplatz im Harz. Sie beschäftigt 20 Arbeitnehmer. Seit dem 23. März 2020 ruht der Betrieb aufgrund der Vorgaben der Niedersächsischen Corona-Verordnung. Die 20 Arbeitnehmer befinden sich in Kurzarbeit. Die Antragstellerin hat vor Gericht geltend gemacht, seit dem 23. März 2020 keine Einnahmen mehr zu haben. Monatlich entstünden für sie Fixkosten in Höhe von ca. 40.000 Euro. Sie sieht in der Betriebsschließung eine Verletzung ihrer Grundrechte, vor allem der Berufsfreiheit (Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes), des Eigentumsgrundrechts (Artikel 14 des Grundgesetzes) und des Grundrechts auf Gleichbehandlung (Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes). Für sie sei nicht nachvollziehbar, dass zum Beispiel Freibäder, Fitnesscenter und Outdoor-Sportanlagen ab dem 25. Mai 2020 unter Auflagen wieder betrieben werden dürften, ihr Indoorspielplatz, der diesen Einrichtungen vergleichbar sei, aber nicht.

Das Gericht hat den gegen den Landkreis Goslar gerichteten Eilantrag abgelehnt. Die Richter führen dazu im Einzelnen aus, dass das Betriebsverbot mit den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes vereinbar ist. Auch Grundrechte der Antragstellerin seien nicht verletzt. Die Ungleichbehandlung gegenüber der sportlichen Betätigung von Jugendlichen und Erwachsenen sei durch wesentliche Unterschiede gerechtfertigt. Von Erwachsenen und Jugendlichen könne eher als von Kindern erwartet werden, dass sie bei Indoor-Sport die Vorgaben des Infektionsschutzes einhalten. Realisti-scherweise sei davon auszugehen, dass Kinder bei spielerischen Aktivitäten auf dem Indoorspielplatz einen Abstand von 2 Metern nicht permanent beachten werden. Es erscheine auch nicht realistisch, dass die Betreiberin durch bestimmte Vorkehrungen die durchgängige Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Kindern gewährleisten könne. Bei Aktivitäten auf einem Indoorspielplatz bestehe, wie bei sportlicher Betätigung, die Gefahr, dass aufgrund einer erhöhten Atemaktivität größere Virenmengen gestreut werden.

Dem Verordnungsgeber (dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) stehe ein Einschätzungsspielraum zu hinsichtlich der Frage, welche Betätigungen er im Rahmen des Stufenplanes zunächst wieder zulässt und welche erst später wieder zugelassen werden. Die Pandemie sei dadurch gekennzeichnet, dass die Sachlage noch nicht hinreichend geklärt sei, zugleich aber zügige Entscheidungen des Verordnungsgebers erforderlich würden. Insofern dürfe der Verordnungsgeber zunächst bestimmte Bereiche versuchsweise öffnen und erst wenn sich herausgestellt hat, ob diese versuchsweise Öffnung erfolgreich ist, weitere Bereiche öffnen bzw. bereits geöffnete Bereiche wieder schließen.

Was die Umsatzeinbußen anbelange, stünden dem, so die Richter, jedenfalls überwiegende öffentliche Interessen gegenüber. Das Betriebsverbot sei derzeit noch zur Gewährleistung der Gesundheit der Bevölkerung notwendig; der Verordnungsgeber sei nach dem Grundgesetz verpflichtet, diese zu schützen (Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes).
red/fis











29.05.2020 • 17:10 Uhr

Wolf-Debatte spitzt sich zu: Umweltminister Lies schießt sich auf die Grünen ein - "Nichts als Polemik der Grünen beim Wolf"

Niedersachsens populärster Minister, das ist Umweltminister Olaf Lies (SPD), schießt jetzt scharf auf die Grünen. Er weist die umstrittenen Äußerungen des Grünen-Landtagsabgeordneten und Ex-Umweltministers Christian Meyer aus Holzminden über angebliche „illegale Wolfsjagd" aufs Schärfste zurück. „Auch ohne Jura-Studium weiß der Grünen-Landtagsabgeordnete genau, dass das Verwaltungsgericht Lüneburg den Antrag zum vorläufigen Rechtsschutz gegen den Abschuss eines Wolfes im Landkreis Uelzen abgelehnt hat. Mitnichten ist in dem Urteil von „illegaler Wolfsjagd" oder „Roter Karte" für das Umweltministerium die Rede. Mit solchen Behauptungen, die vom Gericht so nie getroffen worden sind, wird nur das bisher gute parlamentarische Klima im Landtag belastet", sagt Lies.

Der Umweltminister weist zugleich darauf hin, dass nach Wolfsrissen allein aufgrund einer DNA-Probe kein einzelnes Tier eines Rudels unter Geländebedingungen identifiziert werden kann. „Niemand weiß, wie der Wolf aussieht", so Lies. „Weil leicht erkennbare Merkmale oftmals fehlen, lässt das Bundesumweltministerium im Bundesnaturschutzgesetz ausdrücklich die Möglichkeit offen, per Abschussgenehmigung aus einem Problemrudel ein Tier zu entnehmen, das vorher nicht eindeutig identifiziert werden konnte", ergänzt der Umweltminister: „Und das wissen die Grünen auch ganz genau!" Mit ihren rhetorischen Rundumschlägen versuchen sie nur zu kaschieren, dass sie mit ihrer Rechtsauffassung zum neuen Bundesnaturschutzgesetz alleine stehen. „Der Bund hat mir gegenüber nochmals unsere Ansicht ganz klar bestätigt - da gehen Bund und Land Hand in Hand. Wir halten weiter Kurs: Wolfsabschüsse erfolgen ausschließlich nach Recht und Gesetz! Dort, wo sie erforderlich sind, schaffen wir aber konsequent die Grundlagen", betont Umweltminister Lies.red/fis/Fotos: Thomas Fischer















29.05.2020 • 17:05 Uhr

Dassel: Attacke auf Scheibe einer Bank-Filiale

Soeben berichtet die Polizei in Dassel:
In dem Zeitraum von Donnerstag, 21.Mai 2020, bis Montag, 25. Mai 2020, wurde in Dassel in der Ilmestraße die Frontscheibe eines Fensters von einer Bankfiliale beschädigt. Im genannten Tatzeitraum hat ein bislang unbekannter Täter vermutlich mit einem Stein versucht, die Fensterscheibe in der Bankfiliale zu zerstören. Bei dem doppelt verglasten Fenster wurde zumindest in der ersten Scheibe ein Loch geschmissen. Der Schaden beläuft sich auf ca. 1000,- Euro. Zeugen, die Hinweise hierzu geben können, melden sich bitte bei der Polizeistation Dassel unter der Nummer 05564-999100 oder beim Polizeikommissariat Einbeck, Telefon 05561-949780. pap











29.05.2020 • 17:02 Uhr

Bundesliga erfahrener Handballspieler kommt als Co-Trainer nach Northeim

Mit der Verpflichtung von Nicolai Hansen ist dem Northeimer Handball Club nun ein echter Coup gelungen. Der noch 37 Jährige Däne war in seiner Spielerkarriere als Abwehrchef und Kreisläufer viele Jahre höherklassik aktiv.

Unter anderem spielte er bis 2018 in Eisenach zwei Jahre in der 1. Bundesliga und vier Jahre in der 2. Bundesliga. Davor spielte er in Viborg in der 1. Liga Dänemark, in Bern in der 1. Liga Schweiz, in Rostock in der 2. Bundesliga und sieben Jahre für verschiedene Vereine in der 1. Liga Dänemark. In der Jugend brachte es Nicolai auf 34 Einsätze in der Jugend-Nationalmannschaft von Dänemark. Als Spieler übernahm er stets viel Verantwortung auf und neben dem Spielfeld und war in seinen Teams häufig Kapitän oder Co-Kapitän. Verantwortung will er nun auch als Co-Trainer in Northeim übernehmen. Erste Trainer Erfahrungen sammelte bei verschiedenen Jugendmannschaften und seit 2019 bei der Thüringen Auswahl der Jahrgänge 2004 bis 2006.

Gerade mit jungen Spielern arbeitet Nicolai gern und will diese weiterbringen. Da passt das Konzept des NHC sehr gut, bewusst mit jungen, talentierten und engagierten Spielern zu arbeiten. Das reizt ihn sehr an der Aufgabe. Dann will er gern von den langjährigen Erfahrungen des Chef Trainers Carsten Barnkothe lernen und mit ihm und Torwarttrainer Stephan Klein eine starke Einheit bilden. Die Nähe Northeims zu seinem Wohnort Kassel passt da auch gut. Drei Spiele hat er sich in der abgebrochenen Saison bereits in Northeim angesehen und wahr sichtlich beeindruckt von der tollen Stimmung in der "Schuhwallhölle". Für die kommende Hammersaison, die Staffeln bestehen aus jeweils 18 Teams und es gibt daher vier Spiele mehr, rechnet er mit einer hohen Qualität bei den Gegnern. Nach der langen Pause wird es wichtig sein die Junges schnellstmöglich wieder auf ein gutes 3. Liga Level zu bringen. Mit viel Lust und guter Laune soll jeder Spieler individuell weiterentwickelt werden und sich die Mannschaft schnell als verschworene Einheit präsentieren. Der NHC freut sich auf Nicolai und heißt ihn herzlich in der NHC-Familie Willkommen!
red/ok/Foto: NHC!











29.05.2020 • 14:28 Uhr

„Schönstes Waldschwimmbad“ schwärmt Lamspringes Bürgermeister Andreas Humbert bei der heutigen Eröffnung

Idealer hätte es nicht passieren können: bei fantastischem Sonnenschein hat Lamspringes Bürgermeister Andreas Humbert vor wenigen Minuten die neue Saison im beheizten Waldschwimmbad des Fleckens Lamspringe im Kreis Hildesheim eröffnet. Mit viel Liebe und Einsatz haben Gemeinde und Förderverein trotz Corona-Krise das beliebte Waldschwimmbad ans Netz gebracht. Angesichts der Tatsache, dass Bad Gandersheim derzeit sein Sole-Waldschwimmbad nicht öffnet, wird das Freibad in Lamspringe von zahlreichen Bad Gandersheimer/innen gern als Alternative genutzt. Per Rad lässt sich zudem Lamspringe auf den Skulpturenpfad auf einer 12 Kilometer langen Strecke in herrlicher Naturidylle und an der „Allee der Bäume“ sowie beeindruckenden Kunstwerken umweltfreundlich und gesund erreichen. Alle derzeit geltenden Corona-Regeln werden im Freibad und dem Waldbad-Café eingehalten, war heute zu beobachten.

Neu und absolut sehenswert ist die Symbolik für die Nachhaltigkeit, die sich Lamspringe auf seine kommunalpolitischen und zivilgesellschaftlichen Fahnen geschrieben hat. Zu bestaunen auf dem frischen Wandgemälde an der Fassade des Waldbad-Cafés, gemalt von der Künstlerin Sabine Mertens.

In seinem Statement sagte Bürgermeister Humbert, warum es in Lamspringe so schön ist...
red/Fotos/Video: Thomas Fischer














29.05.2020 • 14:07 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch drei Corona-Infizierte - Todesrate steigt auf fünf

Heute, Freitag, 29. Mai 2020, 12.17 Uhr: Aktuell gibt es 123 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Weiter berichtet soeben die Pressestelle des Landkreises Nordheim:

Im Vergleich zu Donnerstag ist damit ein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 115 Personen – eine mehr als am Donnerstag – gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Die Zahl der Verstorbenen hat sich leider ebenfalls um eine Person auf nun insgesamt fünf erhöht.
Dabei entspricht der neue Todesfall auch der neu hinzugekommen erkrankten Person: Eine Frau fortgeschrittenen Alters, die sich bereits im Krankenhaus befand, wurde im Rahmen einer vorsorglichen Kontrolle positiv auf Covid-19 getestet. Bereits in der Nacht darauf ist sie im Krankenhaus verstorben.lpd/Foto: Fis WMG











29.05.2020 • 14:02 Uhr

Appell an die Bürgerinnen und Bürger: "Bitte nicht leichtsinnig werden und weiter Abstand halten"

Aufgrund der geringen Neuinfektionen wird der Corona-Lockdown bundesweit nach und nach zurückgefahren. Darüber, in welcher Form das erfolgen sollte, gibt es derzeit kontroverse Diskussionen.

Denn die Folgen des Lock-Downs führen nach wie vor zu hohen Einnahmeverlusten in der gesamten Wirtschaft. Schulkinder sitzen im für alle belastenden Homeschooling zuhause und die gesamte Freizeitgestaltung ist weiterhin stark eingeschränkt. Deshalb ist die Sehnsucht nach der Rückkehr zu einem normalen Alltag sehr hoch.

Dr. Regina Pabst, Leiterin der Gesundheitsdienste beim Landkreis Northeim, warnt allerdings davor, die notwendigen Abstands- und Hygieneregeln jetzt zu vernachlässigen: „Die aktuellen Infektionsausbrüche in einem Restaurant und einer Kirche mit vielen Erkrankten führen uns deutlich vor Augen, wie schnell sich das Virus innerhalb von Gruppen ausbreiten kann. Dabei drängen sich auch Erinnerungen an die Bar in Ischgl auf.“ Im Tiroler Skiort Ischgl hatten sich unzählige Touristen mit dem Corona-Virus infiziert, unter anderem war dort ein deutscher Barkeeper an Corona erkrankt.

Bislang ist der Landkreis Northeim weniger stark von COVID-19 betroffen als viele andere Landkreise. Dies ist auch auf die konsequente Nachverfolgung der Kontakte infizierter Personen und die Durchsetzung der vorgesehenen Quarantänemaßnahmen durch die Gesundheitsdienste zurückzuführen. Und natürlich auf die Disziplin der Bevölkerung, die die Vorgaben des Lock-Downs konsequent einhalten.

Die Befürchtung, die Infektionen würden, wie etwa im Landkreis Göttingen, zeitnah viele Alten- und Pflegeheime betreffen und dort zu einer größeren Anzahl an Schwerkranken und Todesfällen führen, ist bisher erfreulicherweise nicht eingetreten. Im Landkreis Northeim war bislang lediglich eine Senioreneinrichtung von COVID-19 betroffen. Durch zügiges Handeln und eine sehr gute Kooperation der Einrichtung mit den Gesundheitsdiensten konnte der Ausbruch bereits in seiner Frühphase eingedämmt werden, so dass insgesamt nur sechs Personen betroffen waren.

Allerdings befinden sich unter den bisher 123 Covid-19-Infektionen im Landkreis Northeim auch fünf Todesfälle (Stand: 29. Mai), was die tatsächliche Bedrohung durch die Erkrankung deutlich macht. Gerade für ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen ist die Gefahr groß, aber auch gesunde Personen und sogar Kinder können schwer erkranken.
Bislang wurden die Kapazitäten der Akut-Krankenhäuser im Landkreis nur zu einem relativ geringen Anteil durch Corona-Patienten in Anspruch genommen. Für alle schwer erkrankten Personen konnte eine optimale Behandlung im Krankenhaus gewährleistet werden.
„Durch die inzwischen gelockerten gesetzlichen Vorgaben ist ein Anstieg der Infektionen wahrscheinlich. Wenn die Zahl der Neuansteckungen, auch durch lokale Ausbrüche, aber zu schnell steigt, könnten auch die Krankenhäuser in unserem Landkreis an die Grenzen der Belastbarkeit stoßen,“ gibt Dr. Regina Pabst zu bedenken.

Auch wenn es sich so anfühlt, als wäre mit den wochenlangen Entbehrungen durch den Lock-Down bereits ein Großteil der Pandemiebekämpfung erledigt, stehen wir nach wie vor am Anfang der Pandemie. Die Leiterin der Gesundheitsdienste geht davon aus, dass erst zwei Prozent der deutschen Bevölkerung eine Immunität gegen das Corona-Virus aufweisen. Neue, auch größere Ausbrüche, sind deshalb jederzeit und überall möglich.
Auch Landrätin Astrid Klinkert-Kittel richtet deshalb einen dringenden Appell an die Menschen im Landkreis Northeim: „Damit uns nicht eine Welle an Neuinfektionen überrollt, die dann unsere Gesundheitsdienste und Krankenhäuser an die Grenze der Kapazitäten bringt, müssen wir alle weiterhin privat und öffentlich konsequent die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Das sind wir auch den Gewerbetreibenden schuldig, damit kein erneuter totaler Lock-Down erforderlich wird.“

Laut einer Schätzung von Professor Christian Drosten, Leiter des Referenzlabors für Coronaviren der Charité, ist der Schutz vor der Infektion zu rund 90 % jeweils zur Hälfte durch die Wahrung des Abstands und das Tragen eines Mund- Nase-Schutzes zu erzielen, rund 10 % Risikoreduktion sind durch die sorgfältige Händehygiene erreichbar. Dies zeigt, dass man einen Verzicht auf den persönlichen Abstand oder das Tragen der Masken nicht durch eine besonders intensive Händehygiene wettmachen kann. Aufenthalte im Freien sind grundsätzlich mit einem deutlich geringeren Infektionsrisiko verbunden, als Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

Bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, werden wir uns noch sehr lange gedulden müssen. Dr. Regina Pabst geht davon aus, dass es noch zwölf bis achtzehn Monate dauern wird und stellt dabei klar, dass eine Impfpflicht derzeit nicht im Gespräch ist. Dennoch sei davon auszugehen, dass es zu Beginn einen großen Ansturm auf die Impfungen geben wird.
Gemeinsam mit Landrätin Astrid Klinkert-Kittel bittet sie deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, sich die Eigenverantwortung an der Bekämpfung der Pandemie bewusst zu machen und auch dann verantwortungsvoll zu handeln, wenn Polizei und Ordnungsamt nicht hinsehen. „Mit den einfachen und wirksamen Maßnahmen Abstandhalten, Gesichtsbedeckung tragen und Händehygiene schützen wir uns selbst, unsere Familien, Freunde und Mitmenschen. Machen Sie mit.“

Das Bild zeigt links Dr. Regina Pabst, Leiterin der Gesundheitsdienste neben Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Foto: lpd










29.05.2020 • 11:12 Uhr

Indigene Völker Russlands: Vize-Geheimdienst-General diskreditiert Indigene und Polarforschende

General Kulishov betrachtet sie als „ausländische Agenten“ - Ihm werden zahllose Verbrechen an der Zivilbevölkerung Tschetscheniens vorgeworfen

Auf ihrer Suche nach Rohstoffen setzt sich die Russische Föderation immer wieder über die Rechte indigener Völker hinweg. Diese versuchen, ihr Land vor der Umweltzerstörung zu schützen, die die Rohstoffsuche und -gewinnung auslöst. Dem russischen Geheimdienst ist das ein Dorn im Auge: In einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS beschwerte sich der stellvertretende Chef des Geheimdienstes General Vladimir Kulishov gestern über „ausländische Unterstützer“ der Indigenen und über Polarforschende. „Der Vorwurf, jeder Protest gegen die russische Regierung würde von ausländischen Agenten gesteuert, ist ein Klassiker der Propaganda Putins“, erklärt Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen. „Die indigenen Völker Russlands haben jedes Recht, ihr Territorium und ihre Lebensweise gegen die Ausbeutungsinteressen der Rohstoffindustrie zu verteidigen.“

Kulishov ist Chef der Grenzüberwachungsbehörden und der Küstenwache, die dem Geheimdienst FSB unterstellt sind. In der Endphase des Zweiten Tschetschenien-Krieges, der von 1999 bis 2009 ausgetragen wurde, war er Chef des FSB in Tschetschenien (2006-2008). Ihm werden zahllose Verbrechen an der Zivilbevölkerung zur Last gelegt. Im August 2008 wurde er stellvertretender Direktor des FSB für ganz Russland und stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Antiterror-Komitees. Seit 2013 leitet er die Küstenwache und die Grenzüberwachungsbehörden. Für seine Arbeit bekam er bereits mehrere militärische Orden. Er hat den Rang eines Armeegenerals, weil der FSB der Armee angegliedert ist.

Nichtregierungsorganisationen in Russland, die Spenden aus dem Ausland erhalten, müssen sich seit 2012 als „Ausländische Agenten“ registrieren. Das entsprechende Gesetzt wurde seitdem mehrfach verschärft. Für die betroffenen Organisationen bedeutet die Registrierung eine erhebliche Einschränkung ihrer Tätigkeit. Auf Spenden aus dem Ausland komplett zu verzichten ist meist keine Option, sodass viele Organisationen schließen mussten. red/fis










29.05.2020 • 11:06 Uhr

Hardegsen/Ellierode: Mit 174 km/h in Radafalle gebrettert und Audi-Fahrer zweimal geblitzt - Fettes Bußgeld und drei Monate Fahrverbot

Tatort: Northeim/ Hardegsen, Bundesstraße 241, Gemarkung Ellierode. Tatzeitraum: Gestern, Donnerstag. 28.Mai 2020, 14:20 Uhr bis 18 Uhr:

Am gestrigen Donnerstagnachmittag führten Polizeibeamte der Polizei Northeim eine Geschwindigkeitsmessung auf der B 241 zwischen Hardegsen und Uslar durch. Bei erlaubten 100 Km/ h waren insgesamt 56 Kraftfahrer zu schnell. 13 Kraftfahrer bewegten sich im Fahrverbotsbereich.

Aufgefallen ist dabei ein Kraftfahrer aus dem Landkreis Northeim, der mit seinem Pkw Audi innerhalb von 50 Minuten zweimal die Messstelle passierte und deutlich zu schnell war. Beim ersten Mal wurde er mit 132 km/h, das zweite Mal mit 174 Km/h gemessen. Den Kraftfahrer erwarten nun zwei Bußgeldbescheide und insgesamt 3 Monate Fahrverbot. "Derartige Geschwindigkeitsüberschreitungen gefährden das Leben anderer Verkehrsteilnehmer. Darum werden wir auch zukünftig diese Kontrollen durchführen", sagte der verantwortliche Leiter der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Northeim, Polizeihauptkommissar Christian Borchard. wei/ Symbolbild Thomas Fischer











29.05.2020 • 10:57 Uhr

Kinder- und Jugendfeuerwehren Bad Gandersheim weiter aktiv! Die Bastelkiste ist wieder on Tour - Neue Ausgabe startet am Mittwoch



Nächste Woche gibt es wieder viele neue und interessante Basteltüten. Die Kinder-und Jugendfeuerwehren der Stadt Bad Gandersheim sorgen für die Fortführung der Bastelkiste. Das Betreuerteam der Kinder- und Jugendfeuerwehr haben sich viele Gedanken gemacht, um neue und noch coolere Basteltüten zu erstellen. Vom feuerspuckenden Drachen, bis hin zum Korkboot ist alles dabei. Diese erfreuliche Nachricht hat vor wenigen Sekunden Bad Gandersheims Stadtjugendfeuerwehrwart Falk Heinrich gegenüber dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group vermittelt.

Die Ausgabe der Basteltüten, jeweils an den Feuerwehrgerätehäusern, erfolgt zu folgenden Terminen:

Mittwoch 03.Juni
15:00 Uhr Altgandersheim
15:30 Uhr Wolperode
16:00 Uhr Ackenhausen
17:00 Uhr Helmscherode

Donnerstag 04.Juni.
17:00 Uhr Sebolshausen
17:00 Uhr Ellierode
18:00 Uhr Hachenhausen
18:00 Uhr Harriehausen
18:00 Uhr Dannhausen

Freitag 05. Juni
15:30 Uhr Gehrenrode
16:00 Uhr Dankelsheim
16:30 Uhr Clus
17:00 Uhr Gremsheim
18:00 Uhr Heckenbeck
18:00 Uhr Wrescherode

Dienstag 09.Juni
17:00 - 18:00 Uhr Bad Gandersheim Bürgerbüro

Und am Ende eine klasse Ansage von Falk Heinrich an alle Jugendlichen: "Du möchtest die Feuerwehr live erleben und an vielen lustigen und spannenden Aktionen, der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Stadt Bad Gandersheim, teilnehmen? Dann sprich unsere Betreuer an den Ausgabestellen der Bastelkisten an und erfahre mehr darüber, wie du bei der Kinder- oder Jugendfeuerwehr Mitglied werden kannst. Wir freuen uns auf dich!"
red/fis/Foto: Thomas Fischer










29.05.2020 • 10:51 Uhr

Im Bereich der Polizeidirektion Göttingen "lässt es sich gut und vor allem sicher leben!", sagt Polizei-Präsident Lührig

Behördenchef präsentiert "Sicherheitsbericht 2019" erstmals nicht analog, sondern digita

Seit 2016 wird der Sicherheitsbericht der Polizeidirektion Göttingen samt spezifischer Einblicke der Polizeiinspektionen jährlich herausgegeben. Leider ist es aufgrund der gebotenen Vorsicht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht möglich, den diesjährigen Bericht, wie in den vergangenen Jahren, im Rahmen einer Konferenz zu präsentieren und dabei in einen gemeinsamen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik und Medien zu treten.

Der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, veröffentlicht den in Zusammenarbeit mit den Polizeiinspektionen Göttingen, Hameln-Pyrmont/Holzminden, Hildesheim, Nienburg/Schaumburg und Northeim gefertigten Sicherheitsbericht in diesem Jahr digital: "Vor allem in Krisenzeiten ist es unser Anspruch, die Bewohnerinnen und Bewohner des gesamten Direktionsgebietes über die Arbeit der Polizei zu informieren und einen Rückblick auf sicherheitsrelevante Themen des letzten Jahres zu geben. Dem entgegengebrachten Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Polizei möchten wir mit größtmöglicher Transparenz begegnen.

Da die Präsentation des Sicherheitsberichtes in diesem Jahr nicht im gewohnten Rahmen stattfinden kann, stellen wir unser Werk nebst Begleitschreiben allen Leserinnen und Lesern in digitaler Form auf unserer Homepage zur Verfügung und sind für Rückfragen telefonisch ansprechbar", betonte Uwe Lührig. Der Sicherheitsbericht gewährt einen Einblick in die aktuelle Lage und Entwicklungen in den Bereichen Kriminalität, Einsatz, Verkehr und Technik. Der Bericht geht über die Inhalte der polizeilichen Kriminalstatistik oder der Verkehrsunfallstatistik hinaus in anschaulicher Form auf die Arbeitsweise der Polizei sowie regionale Besonderheiten der jeweiligen Inspektionen ein.

Schwerpunkte der Kriminalitätsbekämpfung des Jahres 2019

Zu den Kernaufgaben der Kriminalitätsbekämpfung gehörte auch im vergangenen Jahr erneut die Bekämpfung der Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. Durch den wachsenden Anteil von Seniorinnen und Senioren in der Gesellschaft und einer zunehmenden Anzeigebereitschaft wurden 2019 erneut steigende Fallzahlen registriert. Bei den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen handelte es sich häufig um Betrugsdelikte, die von überregional agierenden Tätern und Täterinnen begangen wurden und niedersachsenweit einen Schaden im Millionenbereich verursachten. Im diesjährigen Sicherheitbericht werden Echtfälle des Kriminalitätsphänomens "Falsche Polizeibeamte" beschrieben und in dem Zusammenhang die repressiven sowie präventiven Maßnahmen der Polizei vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit war und ist die Bekämpfung von Cyberkriminalität. Unter Nutzung des Tatmittels Internet wurden auch in diesem Deliktsfeld steigende Fallzahlen festgestellt; so stieg die Anzahl der bekannten Fälle innerhalb der PD Göttingen um 7,43% auf 4481 Taten. Für Unternehmen entstanden dabei Schäden, die deutschlandweit in die Milliardenhöhe gingen. Die Polizeidirektion Göttingen leistet durch den Einsatz von Fachpersonal und speziellen IT-Tools professionelle Ermittlungsarbeit, um beweissichere Strafverfahren zu führen und den Tätern und Täterinnen habhaft zu werden. Neben der Repression steht bei der Polizeidirektion Göttingen auch die Prävention weiterhin im Fokus. Die Präventionsteams der Polizei stehen allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen bei Fragen rund um das Thema Cybersicherheit als verlässliche Partner zur Verfügung.

Im Kontext "Cybercrime" wird auf einen besonderen Erfolg der Polizeidirektion Göttingen im vergangenen Jahr eingegangen: Der Zentralstelle für Computer- und Internetkriminalität der Staatsanwaltschaft Göttingen und der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen gelang es, in Kooperation mit Einsatzkräften aus benachbarten Bundesländern und dem europäischen Ausland, im Internet international agierenden Tätern das Handwerk zu legen. Dafür wurden groß angelegte Maßnahmen gegen die Nutzer und Betreiber eines Onlineforums betrieben. In dem Forum wurden detaillierte Informationen zu Sprengstoffen und synthetischen Betäubungsmitteln zugänglich gemacht. Dieser Einsatz verdeutlicht: Das Internet stellt keinen rechtsfreien Raum dar; international agierenden Tätern kann durch eine internationale Zusammenarbeit auf polizeilicher Ebene effektiv entgegengewirkt werden. Nicht erst durch den erschreckenden Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale und die Ermordung des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben wir auch noch einmal unsere Maßnahmen im Bereich der "Hasskriminalität" und der Sicherheit von Amts- und Mandatsträgern intensiviert, welche wir exemplarisch ebenfalls in dem Sicherheitsbericht darstellen.

Gleiches gilt auch für den Bereich "Gewalt gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte", welcher im Jahr 2019 im Vergleich zu 2018 einen erschreckenden Anstieg um 18 Taten auf nun 411 Taten verzeichnet. Die negative Entwicklung der vergangen Jahre setzt sich somit in diesem Bereich fort, sodass dieser auch weiterhin einen Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit darstellt.

Verkehrssicherheitsarbeit

Die Verkehrssicherheitsarbeit gehört nach wie vor zu den Kernaufgaben polizeilicher Arbeit. Die Polizeidirektion Göttingen hat die kontinuierliche Arbeit zur Gewährleistung der Sicherheit im Straßenverkehr auch im Jahr 2019 fortgeführt. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2019 stieg dennoch um 3,3 % auf 34.462 an. Im Zuständigkeitsbereich der PD Göttingen kamen dabei 64 Personen in Folge eines Verkehrsunfalls ums Leben (2018: 53). Auch die Anzahl der schwerverletzten Verkehrsteilnehmer/-innen stieg um 2,6 % auf 937 an. Die PD Göttingen wird sich bei den Schwerpunkten ihrer Verkehrssicherheitsarbeit weiterhin an den Hauptursachen der schweren Verkehrsunfälle orientieren und im Zusammenwirken mit Netzwerkpartnern alles in ihrer Macht stehende tun, um die Anzahl der Unfälle mit schweren Folgen zu senken. Ein besonderes Augenmerk lag im vergangenen Jahr auf der Ablenkung durch die Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr, von denen im vergangenen Jahr innerhalb der PD Göttingen mehr als 7400 Verstöße festgestellt worden sind. Durch gezielte Kontrollen und Aufklärungsarbeit setzte sich die Polizeidirektion Göttingen dafür ein, die Bevölkerung für die damit verbundenen Gefahren zu sensibilisieren.

Fazit des Behördenleiters

"Mit diesem Sicherheitsbericht wollen wir das Vertrauen in unsere Arbeit weiter stärken, indem wir unsere Transparenz verdeutlichen. Dazu zählen neben ganz vielen positiven auch die im Sicherheitsbericht beschriebenen negativen Entwicklungen in einigen Bereichen. Insgesamt lässt sich aber festhalten: Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen lässt es sich gut und vor allem sicher leben! Diese Sicherheit ist vor allem auf die Arbeit Ihrer Polizei begründet", erklärt Polizeipräsident Uwe Lührig nicht ohne Stolz. "Durch den Facettenreichtum dieses Berichtes möchten wir Ihnen ferner die polizeiliche Arbeit und Komplexität näherbringen, Aspekte zukünftiger Polizeiarbeit skizzieren und uns zugleich als abwechslungsreicher und attraktiver Arbeitgeber präsentieren." ots










29.05.2020 • 10:41 Uhr

Ellierode: Neben der Kirche soll ein Blumengruß der Landesgartenschau 2022 sprießen - "Bitte keine Dahlien!"

Noch ist es eine nette Ankündigung: "Hier wächst ein Blumengruß". Das kleine Hinweisschild ist aufgestellt. Auf einer grünen Wiese gleich neben der trutzigen Kirche in Ellierode. Die dort vor kurzem noch blühenden Osterglocken sind verwelkt. Jetzt sollen hier neuen Blüten sprießen. So ist es der Wunsch und eine Geste der Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim Mit der kleinen Image-Aktion möchte sie auf sich und was 2022 in Bad Gandersheim zu erwarten steht aufmerksam machen.
Wie letztendlich der LaGa-Blumengruß ausschauen wird hängst auch ein bisschen von der Kreativität der Sponsoren ab. "Aber Dahlien bitte nicht!" meinte Ortsvorsteherin Heidi Beitz jüngst bei einer Ortsbesichtigung mit Bürgermeisterin Schwarz und LaGa-Marketinfachfrau Grit Arndt anregen zu wollen. Einen spezieller Blumenwunsch kam nicht über ihre Lippen.

Dahlien könnten tatsächlich zu groß und gewaltig sein für das niedliche Ellierode. Und eine Landesgartenschau sollte im Vorfeld nicht protzen, sondern nachhaltig überzeugen. red/Fotos: Thomas Fischer










29.05.2020 • 08:54 Uhr

Gott lässt Corona kalt! Pfingsten wird Gottesdienst gefeiert - im Freien in Sebexen und Kalefeld! (mit Tauffeier)

Engagierte Christen in der Gemeinde Kalefeld lassen sich von der abklingenden Corona-Krise in ihrem Engagement nicht kleinkriegen. Nach den unglaublichen Gottesdiensverboten in den vergangenen Corona-Wochen ist ihr Hunger groß, endlich wieder in Gemeinschaft singen und beten zu dürfen. So empfinden es zahlreiche evangelische Gläubige in Sebexen und Kalefeld. Sie haben mit Freude zur Kenntnis genommen, dass am Pfingstsonntag, 31. Mai 2020, beispielsweise ein Festgottesdienst stattfinden wird. Er ist für 9.30 Uhr im Freien auf dem Kirschgarten der Sebexer Kirche angesetzt. Eine fantastische Naturidylle. Gottes Schöpfung ist hier spürbar und zu erleben, so die Ermunterung eines aktiven Christen in Sebexen, "an dieser Pfingstfeier teilzunehmen".

Ein ähnliches christliches Vergnügen an diesem hohen Feiertag steht den Menschen in Kalefeld und Umgebung ins Haus. Um 10.45 sind die Gläubigen zu einem Open air- Gottesdienst vor der Weißenwasser Kirche eingeladen. Besonders schön, dass im Rahmen des Gottesdienstes eine Taufe gefeiert wird. Die Pfingstfeiern in Sebexen und Kalefeld werden von Pastor Rolf Wulkop zelebriert. Für den musikalischen Rahmen am Keyboard und Akkordeon ist Helmut Lohrberg verantwortlich. Zu beiden Freiluft-Gottesdiensten sind alle Gläubigen herzlich eingeladen, so die Ansage der Organisatoren.
red/Foto: Homepage Gemeinde Kalefeld /Reiner Müller










29.05.2020 • 08:34 Uhr

Rarität Maibaum in Südniedersachsen: Heimlich in Edesheim aufgestellt

Das hat selbst die Corona-Krise nicht verhindern können: Einer der ganz seltenen Mai-Bäume ist in diesen Tagen in Edesheim in Northeim anzuschauen. Heiter flattern die bunten Girlanden am Kranz im warmen Wind bei Sonnenschein und blauem Himmel. Obenauf ist eine kleine Tanne aufgesetzt. Die Mai-Baum-Tradition ist in Edesheim nunmehr zum vierten Mal gepflegt worden. Leider in diesem Jahr verlief die Aufstellung durch Aktive der Siedlergemeinschaft Edesheim beinahe heimlich. Eine zünftige Maifeier mit Bratwurst, Bier und Mucke gab es diesmal aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht. Deswegen waren keine Gäste und Mitglieder bei der Aufstellung zugegen. Dennoch herrscht Freude über das prächtigen Symbol: "Anschauen und sich auf die nächste Maibaum-Feier freuen, das hat doch auch etwas!", merkte ein Mitglied der Siedlergemeinschaft halbwegs zufrieden an.red










29.05.2020 • 08:21 Uhr

Kneipp-Becken im Heilbad Gandersheim: "Sieht aus wie Sau... und das zu Pfingsten!"

Der Reha-Betrieb nimmt wieder Fahrt auf. Die Roswitha-Klinik betreut frische Patienten. In der Umgebung Bad Gandersheims öffnen heute und am Wochenende wieder die öffentlichen Freibäder. "Und hier sieht es wie Sau aus..", merkte gestern eine erschrockene Reha-Patientin aus der Paracelsus-Roswitha-Klinik an. Bei ihrem ersten Spaziergang war die Dame aus Köln mal eben beim Barfußpfad und dann dem Kneipp-Becken vorbei spaziert. Das präsentiert sich derzeit ohne das heilende Solewasser. Das Becken selbst total verschmutzt. Die herumliegenden leeren Bierdosen hatte ein engagierter Gandersheimer Bürger vor einigen Tagen "ehrenamtlich" selbst abgeräumt. "Aber dieses Becken so unansehnlich zu Pfingsten den Gästen der Stadt zu präsentieren gehört sich nicht. Das ist doch peinlich!", kommentierte die Dame aus Köln.

Warum die Anlage derzeit so ist wie sie ausschaut ist bei der zuständigen Stadtverwaltung angefragt. Wahrscheinlich wird das Entschuldigungswort "Corona" strapaziert, meinte ein stadtbekanntes KVV-Mitglied, das hier regelmäßig durch das Kurviertel wandelt. Und der aufmerksame Mann mit Gehstock fügte hinzu: Das "Corona-Argument" könnte wenig überzeugen angesichts des überall zugelassenen Badebetriebs in öffentlichen Freibädern.
red

Weitere Berichterstattung folgt!












29.05.2020 • 07:51 Uhr

Schrottsammler mit massiver Überladung unterwegs - Fahren ohne Führerschein und weitere Verstöße - Nachbar alarmierte Polizei

Tatort: Northeim, Ortsteil Denkershausen, Auf der Wedekind, Tatzeitpunkt: Donnerstag 28.Mai 2020, 19.15 Uhr: Nach einem Hinweis eines aufmerksamen Anwohners wurde ein offensichtlich voll beladener Transporter durch Beamte der Polizei Northeim angetroffen und kontrolliert.

Ein Ehepaar aus dem Raum Salzgitter war mit dem Fahrzeug unterwegs. Auf der vollgepackten Ladefläche befanden sich unter anderem diverse offensichtlich verschrottete Elektro-Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, pp.

Da sie hierfür keinerlei Genehmigung vorweisen konnten, wurden sie anschließend nach Northeim begleitet, wo sie die gesamte Ladung an die dafür zuständige Kreisabfallwirtschaft übergeben mussten.

Beim zuvor durchgeführten Wiegen des Transporters mit Ladung wurde durch die Beamten vor Ort festgestellt, dass dieser mit ca. fünf Tonnen Gewicht bei einer maximal zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen massiv überladen war. Weiterhin verfügt der Fahrer nicht über eine entsprechende Fahrerlaubnis.

Zusätzlich zu dem eingeleiteten Strafverfahren bezüglich des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurden mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen einer fehlenden Reisegewerbekarte sowie des unerlaubten Transports von Elektrohaushaltsgeräten sowie massiver Überladung eingeleitet.hei











28.05.2020 • 18:58 Uhr

Achtung! Ab Dienstag werden im Heilbad Bad Gandersheim wieder Parkgebühren abkassiert und Knöllchen verteilt

Die Corona-Krise geht zu Ende. Man spürt es bei den Parkgebühren im staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim. Dazu hat die Stadtverwaltung soeben eine amtliche Mitteilung herausgegeben. Darin heißt es u.a.:

Die wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch zur Unterstützung der örtlichen Geschäftswelt ausgesetzte Parkraumbewirtschaftung der Stadt Bad Gandersheim wird gemäß Ratsbeschluss zum 31. Mai wieder aufleben.

Danach müssen für die gebührenpflichtigen Stellplätze wieder Parkscheine gezogen und sichtbar im Fahrzeug hinterlegt werden; natürlich kann auch über die EasyPark-App gebucht werden. Die Parkraumüberwachung mit Parkscheibe setzt ebenfalls wieder ein.

Da der 31. Mai der Pfingstsonntag und auch der 1. Juni als Pfingstmontag ein Feiertag ist, müssen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ruhenden Verkehr erst ab Dienstag, 2. Juni auf die wieder einsetzenden Vorschriften für die Parkraumbewirtschaftung einstellen.

Das heißt auf Deutsch: wer seine Parkgebühren nicht bezahlt und bei einer Kontrolle erwischt wird bekommt ein Knöllchen verpasst!
red










28.05.2020 • 18:20 Uhr

Öffentlichkeitsfahndung der Polizei: Wer kennt den Dieb und EC-Karten Betrüger?

Mit Fahndungsfotos aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei einen Täter nach einem Diebstahl und Computerbetrug mit einer entwendeten EC-Karte. Am Dienstag, 18.02.2020, wurde in der Filiale eines Discounters an der Straße "Am Siedlerplatz" in Bad Driburg einer Kundin das Portemonnaie gestohlen. Mit der erbeuteten EC-Karte hob der unbekannte Täter offenbar unmittelbar nach der Tat um 11:36 Uhr und um 11:37 Uhr an einem Geldautomaten an der "Dringenberger Straße" Bargeld in vierstelliger Höhe ab. Dabei wurde der Täter von der Überwachungskamera aufgezeichnet. Der unbekannte Mann hat kurze dunkle Haare, trägt eine Sonnenbrille und ist bekleidet mit einer schwarzen Kapuzenjacke. Mittlerweile hat das Amtsgericht die Bilder zur öffentlichen Fahndung freigegeben. Wer Hinweise zu dem abgebildeten Mann geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Warburg unter der Rufnummer 05641/78800 zu melden. /ell / Fotos: Polizei














28.05.2020 • 18:12 Uhr

Angeblicher Wasserwerker und Gärtner mit Corona-Maske erbeuten Schmuck und Bargeld - Zeugenaufruf

Am gestrigen Mittwoch erlangten unbekannte Täter aus drei Wohnungen von älteren Damen aus Stadt und Landkreis Hildesheim Schmuck und Bargeld, in dem sie sich als Gärtner und Wasserwerker ausgaben.

Nach bisherigen Erkenntnissen suchte ein Mann gegen 10:15 Uhr die Wohnung einer 84-jährigen Frau in der Goslarschen Straße in Hildesheim auf und gab sich als Gärtner aus. Der Unbekannte teilte ihr in einem Gespräch an der Wohnungstür mit, dass er die Bäume vor dem Balkon der Seniorin schneiden muss und dafür Strom benötigt. Sie gingen anschließend auf den Balkon und danach wollte er nur mal kurz das Kabel holen. Der Täter kam jedoch nicht wieder. Die Mieterin stellte erst dann den Verlust ihrer Geldbörse mit Bargeld fest. Diese hatte sie im Flur in einer Tasche neben der Wohnungstür aufbewahrt. Den Täter konnte sie wie folgt beschreiben:

- männlich
- ca. 1,80 Zentimeter groß,
- schlank,
- ca. 40 bis 50 Jahre alt,
- blonde kurze Haare,
Er trug eine grüne Hose mit Beintaschen und ein helles Cap.

Fast zeitgleich ereignete sich eine ähnliche Tat in der Haydnstraße in Hildesheim. Ein unbekannter Täter sprach eine 87-jährige Frau, die gerade vor dem Mehrfamilienhaus Unkraut entfernt hatte, an und fragte sie, ob sie an Blumenerde Interesse hat. Dies verneinte die Seniorin. Daraufhin fragte der Mann nach Biomüll, den er zur Herstellung von Erde benötigt. Sie gingen anschließend zusammen in den Garten und durch weitere Gespräche erschlich sich der Täter das Vertrauen der Frau. Deswegen war sie auch nicht verwundert, dass der Mann einfach alleine in die dortige Waschküche ging. Nach kurzer Zeit verschwand der Mann ohne den Biomüll.

Die Hildesheimerin stellte danach den Diebstahl der Geldbörse, die sich in der Waschküche befand, fest. Zu dem Täter gab sie an, dass er ca. 180 Zentimeter groß, 50-60 Jahre alt war und einen Mundschutz trug.

In der Voss-Straße in Sarstedt klingelten am gestrigen Tag zwei Männer gegen 09:45 Uhr an der Wohnungstür einer 74-jährigen Frau und gaben sich in ihrer blauen Arbeitskleidung als Handwerker aus. Sie teilten der Frau mit, dass es in dem Keller des Mehrfamilienhauses zu einem Wasserrohrbruch gekommen ist und sie in der Wohnung der Seniorin nach Schäden schauen müssen. Die Frau ließ die Männer in die Wohnung, die sich dann in unterschiedlichen Räumen kurzzeitig aufhielten. Nach nur wenigen Minuten gingen die Männer wieder.

Im Anschluss bemerkte die Sarstedterin offenstehende Schränke und den Diebstahl von Bargeld und Schmuck. Nach Angaben der Seniorin war ein Täter groß, schlank und hatte einen Oberlippenbart. Der andere war klein und kräftig. kri











28.05.2020 • 18:07 Uhr

Autofahrer rammt mehrere geparkte Fahrzeuge - 50.000 Euro Schaden - Unfallursache noch unklar

Bei einem Verkehrsunfall auf der Adolf-Hoyer-Straße in Göttingen ist am Mittwoch (27.05.20) gegen 15.40 Uhr nach ersten polizeilichen Schätzungen ein Gesamtschaden in Höhe von vermutlich rund 50.000 Euro entstanden. Menschen wurden nicht verletzt.

In Fahrtrichtung Robert-Bosch-Breite war ein 37 Jahre alter Autofahrer mit seinem Range Rover aus bislang nicht geklärten Gründen unvermittelt nach links von der Straße abgekommen und gegen drei am Fahrbahnrand abgestellte PKW und einen Kfz-Anhänger geprallt. Die drei beschädigten Autos, zwei Mitsubishi und ein Ford Focus, und der Wagen des Göttingers mussten von Abschleppunternehmen abtransportiert werden. Auch der Anhänger ist infolge des Unfalls vorerst nicht mehr nutzbar. Der mutmaßliche Unfallverursacher hatte Glück im Unglück. Er blieb unverletzt. Sein Führerschein wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die weiteren Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.jk










28.05.2020 • 17:28 Uhr

Bürger Langefeld legt Finger in offene Wunde Bad Gandersheims und fragt: Was passiert mit "Hotel am See"? Bürgermeisterin Schwarz: "Nichts Neues"

Recherchen des Redaktionsnetzwerkes belegen neue Hemmnisse - "Kein pfleglicher Umgang mit Investor in Bad Gandersheim"

Unter den zehn Besuchern der jüngsten öffentlichen Ratssitzung im Bad Gandersheimer Schulzentrum gehört der frühere Reformhaus-Betreiber, Langefeld. Gleich zu Anfang der Sitzung erhielt Bürger Langefeld die Gelegenheit, sich in der "Einwohner-Fragestunde" direkt an die Erstverantwortliche im Gandersheimer Rathaus zu wenden. Langefeld skizzierte kurz eine der größten Baustellen der Kur- und Rehastadt, die bekanntlich kein Hotel in ihren Mauern hat. Wie ist es um die Problematik Hotel bestellt, wollte Langefeld wissen. Er zielte damit auf das nach wie vor leerstehende Objekt "Hotel am See".

Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) gab Langenfeld eine kurze Antwort. Daran klang ihr Bedauern über das nach wie vor ungelöste Problem an. Sie betonte, dass ein Hotel für Bad Gandersheim dringend notwendig sei. Auf das "Hotel am See" eingehend kommentierte sie aus ihrer Kenntnis der Situation, man sei darüber mit Beteiligten im Gespräch, die allerdings offensichtlich vollkommen ergebnisoffen gewesen sein müssen: "Es gibt nichts Neues", so ihre Sachstandsbeschreibung gegenüber dem fragenden Bürger Langefeld. Der bedankte sich artig.
Neue Hemmnisse nach Gutachten aufgetaucht - "Kein pfleglicher Umgang mit Investoren in Bad Gandersheim"

Aktuelle Recherchen des Redaktionsnetzwerkes zum Komplex "Hotel am See" lassen eine weitere Interpretation zu: Demnach sind neuerlich Hemmnisse bei der Umsetzung des Investitionsvorhabens, dem bekanntlich die Landesregierung in Hannover bereits mit einem Förderberscheid Zustimmung signalisiert hat, aufgetaucht. Sie haben mit dem Finanzierungsmodell zu tun. Ein neuerliches Gutachten kommt zwar zu einer positiven Beurteilung des Businessplanes, scheint aber von der involvierten DZ Bank nicht ausreichend substantiiert, um den erforderlichen Kreditrahmen zu sanktionieren. Ein maßgeblicher Beteiligter an dem Vorhaben, das auch ausdrücklich von der Stadt Bad Gandersheim begrüßt und forciert worden ist, äußerte sich gegenüber dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group in typisch hanseatischer Diplomatie, aber im Kern enttäuscht: "Das ist kein pfleglicher Umgang mit einem Investor, wie das hier in Bad Gandersheim geschieht".
red/fis/Fotos: Thomas Fischer












28.05.2020 • 16:41 Uhr

Integrationsfonds 2020: Weitere 10 Millionen Euro zur Unterstützung von Migrationhotspots in Kommunen

Pistorius: „Die Frage, ob sich Menschen erfolgreich in die Lebensverhältnisse integrieren können, entscheidet sich in den Kommunen vor Ort"

Mit dem Integrationsfonds (Eingliederung von z.B. Menschen u.a. mit Migrationshintergrund/Flüchtlinge/anerkannte Asylbewerber) unterstützt das Land auch in diesem Jahr die Kommunen mit insgesamt 10 Millionen Euro. Der Fonds wurde durch die Niedersächsische Landesregierung im Jahr 2017 eingerichtet. Auf Grundlage einer positiven Evaluierung der Firma Emperica im vergangenen Jahr wurde eine Fortsetzung der Förderung für weitere fünf Jahre beschlossen.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius (Foto), sagt: „Mit diesem Betrag unterstützen wir die Kommunen auch weiterhin genau dort, wo die Förderung ganz dringend benötigt wird. Denn: Integrationsarbeit ist keine Aufgabe, die innerhalb von zwei, drei Jahren erledigt ist. Die Frage, ob sich Menschen letztlich erfolgreich in die neuen Lebensverhältnisse integrieren können, entscheidet sich nicht auf Bundes- oder Landesebene, sondern in den Kommunen vor Ort - da, wo diese Menschen sesshaft werden wollen. Für eine erfolgreiche und nachhaltige Unterstützung der Kommunen ist deshalb ein langfristiger Ansatz notwendig, den wir mit dem Integrationsfonds nun bereits im vierten Jahr verfolgen. Und gerade jetzt, also unter den erschwerten Bedingungen während der COVID-19-Pandemie, ist es ganz besonders wichtig, die bislang erzielten Erfolge zu sichern und diese so wichtige Arbeit weiter zu fördern."

Im Zeitraum von Anfang 2015 bis April 2020 sind rund 176.338 Flüchtlinge und Asylbegehrende nach Niedersachsen gekommen. Gerade für die Kommunen ist dies mit einer immensen Herausforderung verbunden. Die einzelnen Kommunen sind dabei recht unterschiedlich betroffen. Bemessen am Indikator „Arbeitssuchende im Kontext von Fluchtmigration je 1.000 Einwohner" liegt der Landesdurchschnitt etwa bei sechs Personen - in einigen Städten in Niedersachsen ist dieser Wert jedoch bis zu drei Mal so hoch.

Die Verteilung der Mittel aus dem Integrationsfonds ist wie folgt vorgesehen:
Celle, Stadt 754.101 €.
Delmenhorst, Stadt 968.366 €
Hameln, Stadt 388.704 €
Laatzen, Stadt 464.898 €
Leer (Ostfriesland), Stadt 261.252 €
Lohne (Oldenburg), Stadt 219.694
Lüneburg, Hansestadt 664.188 €
Nienburg (Weser), Stadt 420.249 €
Salzgitter, Stadt 4.224.475 €
Stade, Hansestadt 259.778 €
Stadthagen, Stadt 351.389 €
Wilhelmshaven, Stadt 1.017.906 €.
red/fis











28.05.2020 • 16:29 Uhr

Wulffs Absage an digitales Chorsingen: "Online-Proben können Singen in Gemeinschaft nicht ersetzen"

Rund 14 Millionen Menschen musizieren hierzulande laut Deutschem Musikrat in ihrer Freizeit oder singen in einem Chor. In Corona-Zeiten fällt das Singen in der Gruppe aufgrund eines möglicherweise erhöhten Infektionsrisikos vorerst aus. Altbundespräsident Christian Wulff hofft, dass Sängerinnen und Sänger bald wieder wie gewohnt proben, auftreten und das Gemeinschaftsgefühl in den Chören genießen können. Für ihn als Präsident des Deutschen Chorverbandes gelte aber auch, dass niemand durch Gesang einem besonderen Corona-Risiko ausgesetzt werden darf, sagte Wulff im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

epd: Herr Wulff, man kennt Sie als Altbundespräsident und einstigen niedersächsischen Ministerpräsidenten. Weniger Menschen wissen vermutlich, dass Sie Präsident des Deutschen Chorverbandes sind. Was verbindet Sie ganz persönlich mit dem Singen?

Wulff: Für mich bedeutet Singen Zusammenhalt, Integration verschiedener Menschen und Begeisterung am gemeinsamen Tun. Als Präsident des Deutschen Chorverbandes habe ich ständig viele wunderbare Erlebnisse mit Chören und singenden Menschen. Dabei erlebe ich, wie das gemeinsame Singen Menschen verbindet und bewegt - und wie es auch mich bewegt. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, in diesem Jahr Anfang Mai beim Deutschen Chorfest in Leipzig mit vielen tausend Menschen auf dem Leipziger Marktplatz zu singen. Leider mussten wir das Chorfest in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie absagen, aber ich freue mich schon auf das Deutsche Chorfest 2022 in Leipzig.

epd: Welche Alternativen zum gemeinsamen Proben in einem Raum gibt es derzeit?

Wulff: Singen in Hallen und auf Stadiontribünen, überhaupt jetzt im Sommer im Freien, oder mit Abständen in belüfteten Räumen. Viele treffen sich seit Wochen online in verschiedensten Formaten. Das klappt auch wegen der unterschiedlichen Qualität der Verbindungen nicht immer in Probenqualität. Aber vielen hilft es, sich einfach zu sehen und auszutauschen. Viele lernen derzeit neue Wege des gemeinsamen Singens und Austauschs kennen - und auch schätzen.

epd: Gibt es Beispiele dafür, wie digitale Angebote genutzt werden?

Wulff: Mich begeistert, wie kreativ sich die Chöre und Ensembles auch an dieser Stelle zeigen: Von Stimmbildung per Video-Tutorial über virtuelle Konferenzen bis hin zum individuellen Einsingen einzelner Stimmen und dem Erstellen kreativer Multiscreen-Videos.

epd: Welche Probleme gibt es dabei?

Wulff: Ein Kernproblem bei allen Online-Diensten, das einem tatsächlichen "Live"-Chorsingen und gutem Zusammenklang im Wege steht, ist die zeitliche Verzögerung bei der Signalübermittlung. In diesem Bereich ist die Technik momentan leider noch nicht so weit. Andererseits wissen wir, dass wir selbst mit den besten digitalen Angeboten nicht alle erreichen und es beim Singen über das Internet vor allem an der Wärme zwischenmenschlicher Begegnungen fehlt.

epd: Im Chor zu Singen bietet auch ein Gemeinschaftserlebnis. Was geht alles verloren, wenn das nicht mehr möglich ist?

Wulff: Ja, Chor ist mehr als Singen. Wer im Chor singt, der ist in Gemeinschaft, der hat eine Heimat. Das alles kann man derzeit nicht oder jedenfalls nicht in gewohnter Form erleben. Deshalb scheint es mir auch wichtig, dass man die virtuellen Chortreffen nicht nur nach dem Maßstab beurteilt, ob sie eine Chorprobe ersetzen können oder nicht. Sondern eben auch sieht, dass den Sängerinnen und Sängern dadurch teilweise ermöglicht wird, Gemeinschaft zu erleben. Das kann analoge Zusammenkünfte nicht ersetzen, kann aber vielleicht einiges auffangen.

epd: Drohen Chöre zu sterben, womöglich im großen Stil?

Wulff: Das glaube ich nicht. Aber klar ist: Wir müssen verstehen, dass kulturelle und soziale Infrastruktur in Deutschland insgesamt in Gefahr ist. Wir erleben ja ohnehin, das die Bereitschaft schwindet, sich langfristig zu engagieren und sich an Vereine, Kirchen, Gewerkschaften oder Parteien zu binden. Das wird natürlich nun noch verstärkt, weil eben keine wirklichen Chorproben stattfinden und perspektivisch viele Menschen auch finanziell stärker gefordert sein werden als bislang.

epd: Wie ist derzeit die finanzielle Situation von Chorleitern, insbesondere der Freiberufler?

Wulff: Viele sind finanziell am Limit. Es war ja schon vor der Corona-Krise nicht so, dass man als Freiberufler im Kulturbereich finanziell auf Rosen gebettet war. Das hat sich nun noch verschärft.

epd: Was ist nötig, um ihre Lage zu verbessern?

Wulff: Da gibt es sicher unterschiedliche Punkte: Wichtig ist zunächst, den Kulturschaffenden kurzfristig zu helfen. Und dann sind Verbände und Politik in der Pflicht, gemeinsam über Wege nachzudenken, wie wir kulturelles Leben möglichst bald und möglichst weitgehend wieder ermöglichen können.

epd: Was sollte die Politik leisten?

Wulff: Die öffentliche Hand ist auf allen Ebenen gefordert, kurzfristig und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Möglich wären zum Beispiel: die Auszahlungen von Zuwendungen, auch wenn Veranstaltungen derzeit nicht durchgeführt werden können; oder die Stundung beziehungsweise der Erlass von Mietzahlungen, wenn etwa Räumlichkeiten benutzt werden, die der öffentlichen Hand gehören.

epd: Und wie können einzelne beitragen?

Wulff: Alle sind in der Pflicht, jede und jeder einzelne. Wer möchte, dass seine Chorleiterin oder sein Chorleiter dem Chor erhalten bleibt, sollte diese Frage offen ansprechen und muss eventuell auch bereit sein, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Chores ihr oder ihm über eine Durststrecke zu helfen, sofern das machbar ist. Wer mit einem Vereinsaustritt liebäugelt, sollte sich klarmachen, dass dies der denkbar ungünstigste Zeitpunkt ist. Ein Austritt derzeit könnte einem Verein oder Verband unter Umständen den Todesstoß versetzen. epd-Gespräch: Karen Miether und Björn Schlüter/Foto: Thomas Fischer










28.05.2020 • 16:02 Uhr

Gründungsberatung MOBIL mit neuer Zweigstelle in Northeim: Zeichen setzen für Gründergeist

Gründer/innen fördern und etablierte Unternehmen stärken: Für dieses Ziel kooperieren der Landkreis Northeim und die Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) (BFGoe) und eröffnen am 2.Juni 2020 eine Zweigstelle der Gründungsberatung MOBIL in Northeim.

Ist meine Geschäftsidee tragfähig? Wer sind meine Kunden? Wie grenze ich mich vom Wettbewerb ab? Die Fragen, die sich im Vorfeld einer Existenzgründung stellen, sind vielfältig und individuell. Der Landkreis Northeim und die BFGoe eröffnen jetzt eine Fachstelle für Gründungsberatung in der Matthias-Grünewald-Str. 38 a in Northeim.

„Auf diese Weise setzen wir ein Zeichen für den Gründergeist und eine stabile Unternehmenslandschaft im Landkreis Northeim. In Zeiten der Corona-Pandemie ist dies wichtiger denn je. Mit der Fachstelle für Gründungsberatung haben wir uns für unser Anliegen einen etablierten und erfahrenen südniedersächsischen Partner ins Boot geholt“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD). Die Gründungsberatung MOBIL der BFGoe bringt langjährige Erfahrung mit, seit über 20 Jahren werden Gründungsinteressierte und Start Ups bereits in Göttingen beraten.

Mit Fach-Beratung den Grundstein für eigene Selbständigkeit legen

Nach Terminvereinbarung können Gründungsinteressierte die Beratung in Anspruch nehmen. Terminvereinbarungen sind ab sofort möglich:
montags-mittwochs von 8 bis 13 Uhr, donnerstags von 8 bis 12:30 Uhr und 14 bis 16 Uhr. Als Präsenztage des Beraters sind zunächst montags und donnerstags geplant.

Auch Unternehmen und Selbständige, die durch die Corona-Krise in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, können die Beratung in Anspruch nehmen. Dazu bietet die Gründungsberatung demnächst einen Beratertag an mit Tipps zu Fördermöglichkeiten und Optimierungspotenzial. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden die Beratungen aktuell noch via Telefon oder als Online-Meeting statt.

Die Krise zum eigenen Vorteil nutzen

Ein wichtiger Baustein für Existenzgründer*innen und Interessierte auf dem Weg zur Selbständigkeit sind die MOBIL-Weiterbildungsseminare. Seit Mitte April werden sie nun auch online angeboten. „Mit Webinaren wie z.B. ‚Die Krise als Chance‘ haben wir zusätzliche Themen mit Bezug zur aktuellen Situation aufgenommen. Davon können auch bereits am Markt etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren“, berichtet Gründungsberater Kevin Kiefer, der für den Standort Northeim zuständig ist. Die Kosten für die Webinare liegen je nach Umfang zwischen 35 und 96 Euro für Selbstzahler, können jedoch auch über einen Gutschein der Agentur für Arbeit oder dem zuständigen Jobcenter finanziert werden. Weitere Informationen unter https://www.bfgoe.de/angebote/gruendungsberatung/weiterbildung/. Anmeldung für Beratungen unter 05551 919 – 9865 oder 
mobil-nom@goettingen.de

red/lpd/Fotos: Thomas Fischer













28.05.2020 • 15:51 Uhr

A 38: Wechselseitige Sperrungen im Heidkopftunnel in den Nachtstunden

Wartungsarbeiten am Mittwoch, 3. Juni, und am Donnerstag, 4. Juni, jeweils von 19:00 bis voraussichtlich 5:00 Uhr morgens

Am Heidkopftunnel im Zuge der A 38 zwischen der Anschlussstelle Friedland (Landkreis Göttingen) und der Anschlussstelle Arenshausen werden am Mittwoch, den 03. Juni, und Donnerstag, den 04. Juni, Wartungsarbeiten durchgeführt. Aufgrund des Verkehrsaufkommens werden die erforderlichen Arbeiten in den Nachtstunden von 19 Uhr bis 5 Uhr ausgeführt. Für diese Arbeiten muss der Tunnel wechselseitig voll gesperrt werden.

In der ersten Nacht (Mittwoch auf Donnerstag) wird der Verkehr in Fahrtrichtung Göttingen über eine örtlich ausgeschilderte Umleitungsstrecke geleitet. In der zweiten Nacht (Donnerstag auf Freitag) wird in der Fahrtrichtung Leipzig gearbeitet, sodass der Verkehr ebenfalls über eine örtlich ausgeschilderte Umleitungsstrecke geführt wird.

Dem Schwerverkehr wird empfohlen, diesen Streckenabschnitt weiträumig zu umfahren.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Gandersheim, bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis.red/fis/Foto: Thomas Fischer












28.05.2020 • 13:35 Uhr

Erfolgreiche Ermittlungen der Polizei! Jugendlichen nach Diebstählen festgenommen

Eine erfolgreiche Ermittlungsarbeit der Polizei in Goslar zeitigt jetzt Folgen:
Wie seinerzeit berichtet, war es seit dem 28. April 2020 im Stadtgebiet von Goslar zu zahlreichen Einbrüchen in Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten und Geschäften gekommen. Hierbei wurden Bargeld, Computerteile und technische Geräte entwendet. Am 9.Mai wurden dann drei Jugendliche auf frischer Tat betroffen, als sie in die Realschule "Goldene Aue" in Goslar einbrachen. Sie konnten nach einer kurzen Flucht festgenommen werden, wurden polizeilich vernommen und anschließend den Erziehungsberechtigten übergeben. Damals waren ca. 400 Euro Bargeld entwendet worden. Zudem war nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro entstanden. Die polizeiliche Sachbearbeitung wurde durch das Jugendkommissariat der Polizei Goslar übernommen. Durch weitere Ermittlungen konnten von hier aus einem dieser drei Festgenommenen, einem 16-jährigen, ehemaligen Goslarer, zumindest zwei weitere der Taten aus der Reihe der beschriebenen Einbrüche zugeordnet werden. Unter anderem konnten Teile des Diebesgutes bei einer Durchsuchung bei ihm aufgefunden werden. Bei den ihm nachgewiesenen Taten war ein Gesamt-schaden von mehr als 15.000 Euro entstanden. Dieses Ermittlungsergebnis wurde der Staatsanwaltschaft in Braunschweig mitgeteilt und führte zum Erlass eines Untersuchungshaftbefehles. Am vergangenen Freitag konnte der Jugendliche festgenommen werden und befindet sich nun in einer Jugendarrestanstalt. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.ots/ Symbolbild










28.05.2020 • 13:23 Uhr

Goslar: Galeria Karstadt Kaufhaus in der Kaiserstadt vor dem Aus - Alarm-Brief vom AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Kestner

Auch die Karstadt-Filiale in der Kaiserstadt Goslar droht aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage des Gesamtunternehmens das Aus. Entsprechende Pläne haben jetzt den Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 52 Jens Kestner (Northeim) auf den Plan gerufen. Er hat dem Generalbevollmächtigten des Unternehmens geschrieben. In dem Alarm-Brief macht sich der AfD-Abgeordnete für das Kaufhaus stark. Die Schließung des Besuchermagneten wäre ein "unbeschreiblicher Verlust" schreibt Kestner. Bei einer Liquidierung von Galeria Karstadt Kaufhof würden 70 Mitarbeiter/innen ihre Jobs verlieren. Auch darauf macht der Politiker aufmerksam.red/Foto: Thomas Fischer/Sreen Briefausschnitt












28.05.2020 • 13:08 Uhr

Ab Juni wieder verschärfte Geschwindigkeitkontrollen im Kreis Northeim

Zusätzlich zu den bereits veröffentlichten Standorten von Alice, wird der Landkreis in der kommenden Woche auch Geschwindigkeitskontrollen mit mobilen Messanlagen durchführen. In der 23. Kalenderwoche ist daher auch mit Geschwindigkeitsmessungen in folgenden Bereichen zu rechnen:

Dienstag, 2. Juni: Raum Northeim
Mittwoch, 3. Juni: Raum Nörten-Hardenberg
Donnerstag, 4. Juni: Raum Kalefeld
Freitag, 5. Juni: Raum Uslar

Im gesamten Kreisgebiet muss darüber hinaus mit weiteren Kontrollen (durch fest installierte Messanlagen und auch die Polizei) gerechnet werden. Zu hohe Geschwindigkeiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache im Straßenverkehr, bitte bleiben Sie achtsam. lpd/Fotos: Thomas Fischer













28.05.2020 • 13:04 Uhr

In Einbeck heute morgens um 3 Uhr: Zu Boden geschlagen und dann mit Tritten traktiert

Ein 37 Jahre alter Einbecker wurde am heutigen Donnerstag, 28.05.2020, gegen 03.00 Uhr Opfer einer Körperverletzung. Der Mann befand sich auf dem Nachhauseweg von einer Bekannten, als er am Hullerser Tor in Höhe der Berufsbildenden Schulen auf einen ihm bekannten 24 jährigen Mann, der ebenfalls aus Einbeck stammt, traf. Nach einer kurzen Unterhaltung, zu der sich noch eine Frau (34) gesellte, gab es Unstimmigkeiten und der jüngere der Männer versetzte seinem Gegenüber unvermittelt einen Faustschlag ins Gesicht. Das Opfer fiel zu Boden und wurde dort vom Angreifer mit Fußtritten weiter attackiert. Anschließend hat der Täter mit der Frau die Örtlichkeit verlassen. Für den verletzten Mann wurde ein Rettungswagen gerufen. Gegen den Täter wurde ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.pap










28.05.2020 • 12:58 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch vier Infizierte im Kreis Northeim mit 133.600 Einwohnern!

Aktuell gibt es 122 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Im Vergleich zu Mittwoch ist damit kein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 114 Personen – zwei mehr als am Mittwoch – gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Damit sind den amtlichen Angaben von heute - 12.41 Uhr - zufolge noch vier Personen mit dem Virus angesteckt.
Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei vier Personen.

Damit sind den amtlichen Angaben von heute - 12.41 Uhr - zufolge noch vier Personen mit dem Virus angesteckt. Im Landkreis Northeim leben derzeit 133.600 Einwohner.lpd










28.05.2020 • 10:26 Uhr

Erneut Drogen-Auffälligkeit in Kreiensen: Polizei erwischt berauschten 23-Jährigen im Steinweg:

Am Mittwoch, 27. Mai 2020, gegen 17.50 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Bad Gandersheim einen 23-jährigen Einbecker mit seinem Pkw VW Up in Kreiensen, im Steinweg. Im Rahmen der Kontrolle fielen den Beamten drogentypische Auffallerscheinungen auf. Daraufhin wurde durch die Beamten eine Blutprobe angeordnet und die Weiterfahrt untersagt. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Führen eines Kraftfahrzeugs unter dem Einfluss berauschender Mittel eingeleitet.schw











28.05.2020 • 09:43 Uhr

LOTTO Niedersachsen bleibt unverändert Sponsor der Gandersheimer Domfestspiele

Das Unternehmen "LOTTO Niedersachsen" unterstützt die Gandersheimer Domfestspiele auch in Zukunft. In diesem Sommer kann vor dem Portal der Stiftskirche wegen der Corona-Pandemie zwar kein Theater gespielt werden. LOTTO Niedersachsen bleibt aber unverändert Sponsor des größten professionellen Freilichttheaters in Niedersachsen und unterstützt finanziell auch das ausfallende Spieljahr 2020. „Nur der ist froh, der geben mag“, zitierte Axel Holthaus, Sprecher der Geschäftsführung von LOTTO Niedersachsen, bei seinem jüngsten Besuch in Bad Gandersheim aus Goethes Faust. Der Klassiker wird nach der Absage der Spielzeit nun im kommenden Jahr auf dem Programm stehen.

Seit über 70 Jahren ist LOTTO Niedersachsen der Glücksspielanbieter in Niedersachsen für Niedersachsen. Im Land verwurzelt, vor Ort präsent, unterstütze man gerne die Kultur in der Region Bad Gandersheim und Südniedersachsen. Es sei enorm, welch wichtiger Wirtschaftsfaktor ein Betrieb wie die Gandersheimer Domfestspiele für viele Bereiche des Lebens sein könne. Diese Kraft müsse unbedingt erhalten bleiben. „Solidarität zeigt sich in Krisenzeiten“, begründete LOTTO-Geschäftsführer Axel Holthaus das Sponsoring trotz Ausfall der Spielzeit.

Domfestspiele-Geschäftsführer Thomas Groß und Intendant Achim Lenz bedankten sich für die unveränderte Unterstützung von LOTTO Niedersachsen. „Es ist schön zu sehen, dass ein Sponsor, der 2019 erstmals unsere Festspiele gefördert hat, in diesen schweren Zeiten nachhaltig denkt und erhalten bleibt“, sagte Geschäftsführer Thomas Groß. Das Engagement sei beispielgebend. Die existenzielle Krise sei noch nicht überwunden, es bleibe jede Unterstützung wichtig. Sie trage zur Rettung des weiterhin bedrohten Freilichttheaters in Bad Gandersheim bei. Wer für den Erhalt der Domfestspiele spenden möchte, kann dies unter folgender Kontonummer (IBAN) tun: DE76 2625 0001 0172 0762 34 (Kreis-Sparkasse Northeim).

Axel Holthaus (links), Geschäftsführer von LOTTO Niedersachsen, mit Domfestspiele-Geschäftsführer Thomas Groß in Bad Gandersheim. Foto: Gandersheimer Domfestspiele gGmbH Frank Bertram










28.05.2020 • 09:35 Uhr

Stadtrats-Hammer: In nichtöffentlicher Sitzung attackiert Bürgermeisterin Schwarz (SPD) Ratsmitglieder Dröge und Geske - Vorwurf der Rechtsverletzung im Amt zurückgewiesen

Das "Statement im Rat zur Zusammenarbeit und zum Umgang miteinander" - Hier im Originalwortlaut

Zu einem ungewöhnlichen Schritt in der Auseinandersetzung mit kritischen Äußerungen an ihrer Amtsführung hat sich Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) in der jüngsten Ratssitzung in die Offensive gebracht. Sie wählte dazu zunächst die Vertraulichkeit einer nichtöffentlichen Sitzung (wir berichteten). Dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group liegt das mit dem Titel "Statement im Rat zur Zusammenarbeit und zum Umgang miteinander" vor. Es wird hier im Originalwortlaut dokumentiert:

Bürgermeisterin Franziska Schwarz: "Sehr geehrte Ratskolleginnen und -kollegen,
in den letzten Wochen habe ich von Seiten der CDU-Fraktionsmitglieder Timo Dröge und Hendrik Geske vermehrt Anschuldigungen und unsachliche Behauptungen gegenüber der Verwaltung und insbesondere mir gegenüber in schriftlicher Form erhalten. Manche dieser Äußerungen haben sich in einem öffentlichen Internet-Blog wiedergefunden.
Ich zitiere Herrn Dröge:
„...Straftatbestand d. Nötigung, mögliche Veruntreuung v. Steuergeldern u. versuchte Körperverletz.“
„...antidemokratische Gesinnung...“
„...sich wiederholende Verletzungen der Rechte von Ratsmitgliedern...“
„...wahrheitswidrig behauptet“, dass seitens des Rates die Pflicht zur Verschwiegenheit verletzt wurde
„...Veruntreuung von Steuergeldern...“
„... Ratssitzung zum wiederholten Male verschleppt...“ „...destruktive Grundeinstellung der Verwaltungsspitze...“ „...demokratischen Rechte des Stadtrates weiter zu beschneiden...“ „...dass Sie etwas verschleiern wollen...“
Ich zitiere Herrn Geske:
„...Veruntreuung öffentlichen Eigentums und Steuergeldern“
„...von Ratsmehrheit nicht gedeckter Abenteuerausflug in die Immobilienwirtschaft...“ „...rechtwidriges Taktieren...“
„...Verzögerungstaktik oder Geheimhaltungsmanöver...“
„...Recht gebrochen...“
„...rein politisch motivierte Verzögerung...“

Diese Formulierungen unterstellen vor allem, dass die Bürgermeisterin dieser Stadt rechtswidrig handelt. Meine Damen und Herren, ich weise hiermit in aller Klarheit diese Unterstellungen zurück! Die Behauptungen, hier sei von Seiten der Verwaltung oder der Bürgermeisterin das Recht gebrochen worden, ist an keiner Stelle haltbar. Vielmehr beschädigen diese Behauptungen den Ruf der Verwaltung und den Ruf der Stadt. Sie greifen eine demokratisch gewählte Bürgermeisterin in unlauterer Weise an und tragen nicht nur Unfrieden in den Rat, sondern beschädigen damit auch ein Stück unserer kommunalen Demokratie und Selbstverwaltung. Als Bürgermeisterin halte ich mich an Recht und Gesetz. Meine Aufgabe ist es, die Interessen dieser Stadt zu vertreten, und zwar auch dann, wenn dies nicht im Interesse einzelner Ratsmitglieder oder Fraktionen sein sollte. Ich halte mich auch an die üblichen Umgangsformen, die von Respekt und Höflichkeit gegenüber Andersdenkenden geprägt sein sollten. Allerdings gebe ich zu, dass es mir angesichts der zitierten Anschuldigungen und Herabsetzungen mitunter schwerfällt, ruhig zu bleiben und angemessen zu antworten. Diese Behauptungen sind verletzend. Sie verfolgen ausschließlich das sehr durchsichtige Ziel, die gewählte Bürgermeisterin zu diskreditieren und persönlich zu beschädigen. Ich verhehle nicht, dass mich die fortgesetzten Beschuldigungen, ich würde das Recht verletzen, sehr belasten. Vielleicht wissen Sie, dass eine derart fortgesetzte Methode des Herabwürdigens auch krank machen kann, übrigens auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung. Vielleicht wissen Sie, dass vor allem Rechtspopulisten dieses Mittel nutzen, um demokratisch gewählte Amtsinhaber aus dem Amt zu mobben. Manche waren damit bereits erfolgreich. Ich denke, dass damit nicht nur Persönlichkeiten angegriffen werden sollen, sondern auch unsere Demokratie.
Bundespräsident Steinmeier hat kürzlich in einer Diskussion zur Situation von Kommunalpolitikern den verbreiteten Hass in unserer Gesellschaft thematisiert: „Das Spektrum dabei ist denkbar weit. Es reicht von Verunglimpfungen per E-Mail bis hin zu dem, was eindeutig in die Hände des Verfassungsschutzes gehört. (...) So unterschiedlich die Phänomene im Einzelnen sind, sie gedeihen in demselben gefährlichen Klima, das die Rathäuser und Parlamente genauso wie die Schulhöfe und Internetforen erreicht hat. Ein Klima der Empörung und Enthemmung, ein Klima der Herabsetzung und des Hasses, ein Klima, das wir nicht länger hinnehmen dürfen.“ Meine Damen und Herren, es ist für mich an der Zeit, deutlich zu machen, dass ich es nicht akzeptiere, von zwei Ratsmitgliedern, die im Namen der CDU-Fraktion sprechen, der Rechtsverletzung beschuldigt zu werden. Ich weise diese Anschuldigungen für meine Mitarbeiter und mich entschieden zurück. Und ich hoffe, dass die Ratsmehrheit dies ebenfalls tut. Ich zitiere noch einmal unsere Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier: „Wir müssen Zivilität, Anstand und Vernunft zurückgewinnen.“ Mein Ziel ist und bleibt eine gute Entwicklung für Bad Gandersheim. Deshalb bin ich Bürgermeisterin, und ich bin es gern. Ich wünsche mir sehr, dass wir, die demokratischen Kräfte, weiterhin konstruktiv im Rat zusammenarbeiten und respektvoll miteinander umgehen – im Interesse der Demokratie und zum Wohle der Stadt."

Die in dem Statement erwähnten Ratsmitglieder hatten sich nach Verlesen der Stellungnahme nicht zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen geäußert. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk kündigten sie eine Reaktion an.
red










28.05.2020 • 09:13 Uhr

Die Forschungsstärke der HAWK Göttingen ist ein Erfolg für Südniedersachsen - "Plasma for Life" erhält 4,7 Millionen Euro Förderung

Das HAWK-Projekt „Plasmatechnologien aus Südniedersachsen – Impulse für ein gesundes Leben“, kurz „Plasma for Life“, wird mit 4,7 Millionen Euro für weitere vier Jahre vom Bundesforschungsministerium gefördert. Zusätzlich rund 1,9 Millionen Euro haben das Niedersächsische Wissenschaftsministerium (MWK), Unternehmen aus Südniedersachsen, die Göttinger Wirtschaftsförderung und der Förderverein der Göttinger HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit verbindlich zugesichert.

„Plasma for Life“ ist eine von bundesweit nur zehn Partnerschaften, die im Rahmen der Bundesförderung FH-Impuls finanziert werden und die einzige in Niedersachsen.

Mit der Fördermaßnahme FH-Impuls unterstützt der Bund strategische Partnerschaften zwischen Hochschulen und vornehmlich mittelständischen regionalen Unternehmen, die einen schon vorhandenen Forschungsschwerpunkt in der Region stärken.

„Die HAWK hat mit ihrem Projekt ‚Plasma for Life‘ ihre Forschungsstärke bewiesen und sich eine weitere Förderung durch Bund, Land und Stadt Göttingen gesichert. Dieser herausragende Erfolg unterstreicht die hohe wissenschaftliche Qualität dieses Leuchtturmprojekts. Das Projekt vernetzt anwendungsbezogene Spitzenforschung und insbesondere die regionale Wirtschaft in Südniedersachsen in einem Bereich, der gerade jetzt große Bedeutung hat. Die Plasma-Technologie leistet Beiträge in den Bereichen Gesundheit und Pflege, aber auch bezüglich der Umwelt. So können plasmabasierte Medizinprodukte und -verfahren insbesondere Diabetes-Patienten mit Wundheilungsstörungen helfen, aber auch Viren wie das Coronavirus, Bakterien und multiresistente Keime zum Beispiel in Wartezimmern, Krankenhäusern und auch Großraumbüros abtöten. Hier zeigt sich, dass Forschung an Fachhochschulen ihren Beitrag zu Innovationen für das ganze Land leistet“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.
red/fis/Foto: Thomas Fischer










28.05.2020 • 08:51 Uhr

Einbeck: Sachbeschädigungen an zwei Fahrzeugen - 1000 Euro Schaden

In der Nacht von Montag auf Dienstag, den 25./26. Mai 2020, wurde von zwei in der Carl-Orff-Straße in Einbeck geparkten Pkw der Lack mutwillig zerkratzt. Die Pkw waren in einer Parkbucht in Nähe der dortigen Tiefgarage abgestellt. Der Schaden an beiden Kfz beläuft sich auf geschätzt 1000 Euro. Zeugen die Hinweise auf den/die Verursacher geben können, melden sich bitte bei der Polizei Einbeck.la










28.05.2020 • 08:48 Uhr

Corona-Krise und die bitteren Folgen: Schneiderei Fingerhut im E-Center Bad Gandersheim gehört zu den Leidtragenden

"So etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Lage ist einfach schlimm. Die Corona-Krise macht meine Schneiderei kaputt." So und noch intensiver beschreibt der Solo-Unternehmer Aref Zeineddine die prekäre Lage seiner Schneiderei im E-Center in Bad Gandersheim. Seit dem 25. Mai 2004 ist er mit seinem Handwerk in Bad Gandersheim tätig. Mit viel Fleiß, Kreativität und offenen Freundlichkeit hat sich Aref seine Existenz aufgebaut und bedient seit nunmehr 16 Jahren eine zufriedene Stammkundschaft. Trotz seines besonderen Handicaps, er ist auf einen Rollstuhl angewiesen, meistert er seinen Job. "Ich liebe die Schneiderei!".

Diese Profession ist durch die leidige Corona-Krise mächtig aus der Bahn geraten. Es fehlt an Aufträgen. Die Kunden sind vorsichtig. Wie überall zu beachten befolgen sie die Ratschläge in Sachen Distanz, Hygiene und bleiben zuhause. Die Schneiderei Fingerhut hat deswegen in den letzten Wochen einen massiven Einbruch an Umsatz hinnehmen müssen. In seiner Not hat Aref Zeineddine die angebotene Hilfe des Landes beantragt. "Ich habe von der N-Bank eine Nachricht auf meinen Antrag auf Nothilfe bekommen. Aber das Verfahren läuft noch. Ich hoffe, dass ich Unterstützung bekomme", so seine Hoffnung.

Klar, dass sich die Schneiderei Fingerhut auf die aktuelle Lage auch bei seinen Dienstleistungen eingestellt hat. "Ich habe sofort Masken für die Mund- und Nasenbedeckung genäht", berichtet er. Besonders stolz ist er auf seine besondere Maske. Die sieht nicht nur gut aus. Sie hat im Mundbereich einen Schlitz. Der ist mit einem Reißverschluss zu öffnen und zu schließen. "So eine Maske gibt es nur bei mir!"
Wie gesagt, trotz Krise ist Aref krativ.
red/Fotos/Video: Thomas Fischer














28.05.2020 • 07:09 Uhr

Corona-Krise schädigt die Bad Gandersheimer Domfestspiele: Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz spricht von sechsstelligem Defizit - Bitte um Spenden bekräftigt

Kulturpolitiker Dr. Günter Siegert meldet sich im Stadtrat zum abgesagten Theaterfestival zu Wort

Der Absage der Gandersheimer Domfestspiele 2020 wegen der Corona-Krise hat für das Theaterfestival gravierende Folgen. Es sind vor allem die finanziellen und emotionalen Beschädigungen, die das Theater, ihre Macher, die Schauspieler und Schauspielerinnen und das Publikum treffen und betroffen machen. Aktueller Anlass für diese traurigen Feststellungen war eine Wortmeldung des Kulturpolitikers Dr. Günter Siegert in der jüngsten Sitzung des Bad Gandersheimer Stadtrates. Ratsherr Dr. Siegert ist Mitglied im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung der Domfestspiel eGmbH.

In dieser Eigenschaft sah es der Ratsherr als seine Pflicht, im Stadtrat über die jüngsten Entscheidungen und Auswirkungen in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung zu berichten. Er schilderte den Beschluss der Absage der Festspiele in diesem Jahr (wir berichteten). Ausführlich ging er auf die Anstrengungen der Verantwortlichen ein, alle Möglichkeiten /Senarien aufzuzeigen, was möglich gewesen wäre. So beispielsweise die Varianten einer Verschiebung der Festspiele oder reduzierter Aufführungen unter den Bedingungen der Corona-Hygiene-und-Abstandsreglungen.

Am Ende sei alles verworfen worden und die Aussetzung der Spiele festgelegt worden. Die Festspiel-Verantwortlichen hätten Berechnungen skizziert, denen zufolge das Theaterunternehmen für die ausgefallene Saison am Ende wirtschaftlich mit einer "roten Null" abgerechnet worden wäre, so eine halbwegs positive Perspektive. Die im Verkaufsverkauf abgesetzten 30.000 Karten könnten dieses Ergebnis beeinflussen. Das setzt allerdings voraus, dass die Kartenkäufer auf eine Rückerstattung verzichten und das eingesetzte Geld den Domfestspielbetrieb als Spende überlassen. Das sei wünschenswert und würde den Festspielen sehr helfen, so sein Appell.

Den Aspekt der finanziellen Folgen für die ausgefallen Domfestspiele in diesem Jahr fragte das Redaktionsnetzwerk beim Aufsichtsratsvorsitzenden, Uwe Schwarz, MdL, nach. Er relativierte den Hinweis mit der "roten Null" und wurde deutlicher: "Es sind Vorkosten für diese Saison aufgelaufen, die zu Buche schlagen und bezahlt werden müssen." Schwarz verwies beispielsweise auf die gekauften Rechte oder die in Auftrag gegeben Bühnenbilder. Diese Werkverträge stehen und müssten bezahlt werden. "Ich rechne deswegen mit einem sechsstelligen Defizit in diesem Jahr für unsere Domfestspiele."

Der Aufsichtsratsvorsitzende bekräftigte die eindringliche Bitte an die Freunde der Gandersheimer Domfestspiele, das Theaterfestival nicht im Stich zu lassen. Damit zielte er ebenfalls auf den Appell und die Bitte, die bereits georderten Karten für diese Saison als Spende den Festspielen zu überlassen. Auch die Übertragung als Gutschein sei hilfreich für das Überleben des Theaterbetriebs. Ein Großteil der Fans, die die 30.000 Karten im Vorverkauf geordert haben, hätten von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. "Dafür sind wir sehr dankbar. Das hilft unseren Domfestspielen, diese Existenzkrise zu überstehen!"
red/fis/

Die Bilder dokumentieren Aufsichtsratschef Uwe Schwarz, MdL, und Festspiel-Geschäftsführer Thomas Groß sowie die Domfestspiele; alles in Nicht-Corona-Zeiten aufgenommen. GeschäftsführerFotos: Thomas Fischer










27.05.2020 • 21:27 Uhr

Leid ehemaliger Verschickungskinder aufklären: Niedersachsen ergreift Initiative

In den 1950er bis 1980er Jahren soll es im ganzen Bundesgebiet in Kinderkurheimen zu Misshandlungen von Kindern und Jugendlichen – so genannten Verschickungskindern – gekommen sein. Diese Ereignisse sollen nach einem Beschluss der heutigen (per Videokonferenz durchgeführten) Jugend- und Familienministerkonferenz jetzt durch den Bund aufgearbeitet werden. Niedersachsens Jugend- und Familienministerin Carola Reimann (Foto) hat dieses Vorhaben nach Bekanntwerden der Vorwürfe initiiert. „Viele Kinder haben während dieser Aufenthalte Schlimmes erlebt. Noch heute belasten sie diese Erfahrungen. Nur durch eine Aufarbeitung der Geschehnisse können die damaligen Opfer Gerechtigkeit erfahren.“

Dr. Carola Reimann hatte, nachdem sie von den Vorfällen erfahren hatte, sofort veranlasst, dass alle noch zugänglichen Informationen zusammengetragen werden. Das gestalte sich allerdings aufgrund des zeitlichen Abstands als ausgesprochen schwierig, so die Ministerin. „Es ist ein bundesweites Problem, denn die Kinder sind über Landesgrenzen hinaus verschickt worden. Deshalb braucht es eine Aufarbeitung auf Bundesebene, gemeinsam mit den Betroffenen.“

Eine bundesweite Aufklärung der Vorkommnisse solle, so der Beschluss, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der ehemaligen Verschickungskinder und den damals involvierten Institutionen beispielsweise im Rahmen eines Forschungsauftrages vorgenommen werden. So sollen die Geschehnisse in den Heimen und die institutionellen, strukturellen, individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen umfassend aufgeklärt werden.red










27.05.2020 • 21:23 Uhr

Justizministerin Barbara Havliza offiziell im Rathaus empfangen

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza ist im Rathaus der Stadt offiziell von Bürgermeisterin Franziska Schwarz anlässlich eines Arbeitsbesuchs im örtlichen Amtsgericht - dem kleinsten in Niedersachsen - empfangen worden.

Mit dem nötigen „Corona-Abstand“ und aus aktuellem Anlass ohne weitere geladene Ehrengäste kam die Ministerin - diesmal im Ratssaal - der Bitte nach, sich im Rahmen ihres ersten Aufenthalts in Bad Gandersheim ins „Goldene Buch“ der Stadt einzutragen. Das berichtet soeben die Pressestelle der Stadt Bad Gandersheim. Empfangen wurde der Gast von Bürgermeisterin Franziska Schwarz. red/Foto: Manfred Kielhorn











27.05.2020 • 21:18 Uhr

Orgelfestival "Vox Organi": Besuch aus der Schweiz in Bad Gandersheim

Seit seinem diesjährigen Beginn füllt das internationale Orgelfestival Vox Organi alle derzeit zur Verfügung stehenden Plätze in den Bänken der beteiligten Kirchen. Menschen allen Alters sind dankbar über die Möglichkeit, in Sakralräumen die einzigartige Mischung aus Andacht und Musik live erleben zu dürfen, sei es auch auf Abstand und unter Masken.

Am Samstag, 30. Mai 2020, ist das derzeit einzige in Niedersachsen und vermutlich weit darüber hinaus live stattfindende Musikfestival wieder in der Stiftskirche Bad Gandersheim zu Gast und bringt Besuch aus der Schweiz mit. Im Rahmen einer Orgelvesper spielt ab 17:30 Uhr Irene Roth-Halter Werke von Buxtehude, Druckenmüller, Böhm und Bach.
Die renommierte Konzertorganistin wirkt seit 1999 an der Stefanskirche in Konstanz und ist Musikdozentin an der Pädagogischen Hochschule des Kantons Thurgau.

Wer Lust hat, kann sich von Vox Organi durch das Pfingstwochenende begleiten lassen:
Am Freitag, 29. Mai 2020, gibt es um 18:00 Uhr eine Orgelandacht in St. Jacobi Göttingen mit Michael Utz, Kantor der Abteikirche Brauweiler und künstlerischer Leiter der Brauweiler „Classic Nights“. Am Pfingstmontag, 01. Juni 2020, spielt im Rahmen einer Orgelvesper Wolf-Eckart Dietrich aus Herford in der Abtei Marienmünster bei Höxter. Diese Veranstaltung wird festlich ergänzt durch die Gregorianik-Schola Marienmünster; der Beginn ist 17 Uhr.

Alle Programme können von der Website www.voxorgai.org heruntergeladen werden. Dort gibt es auch Informationen über die Künstler, die weiteren Festivalorte und alle Orgeln.
Der gemeinnützige Trägerverein des Festivals, die Gesellschaft zur Förderung der Orgelmusik (GFdO) freut sich über Unterstützung in Form von neuen Mitgliedern und Spenden. Auch dazu finden sich weiterführende Informationen auf der Festival-Website.


Zum Bild: Die Schweizer Organistin Irene Roth Halter freut sich auf die Mühleisen Orgel in Bad Gandersheim. Foto: ©️ Vox Organi)











27.05.2020 • 18:26 Uhr

Stadtrat Bad Gandersheim: Ist Nachfragen "Mobbing" und Kritik "antidemokratisch"? Bürgermeisterin Schwarz beklagt sich

In der gestrigen so genannten Corona-Ratssitzung in der südniedersächsischen Kur- und Reha-Stadt Bad Gandersheim - es war die dritte dieser Art in der anhaltenden Corona-Krise - ist es im Anschluss an de öffentliche Sitzung im Schulzentrum (wir berichteten) zu einem bemerkenswerten Vorgang gekommen. Wie mehrere Beteiligten in übereinstimmenden Aussagen heute bestätigten, habe sich Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) in einer persönlichen Stellungnahme über ein angebliches undemokratisches Verhalten der beiden CDU-Ratsmitglieder Timo Dröge und Hendrik Geske beklagt. Sie warf den Christdemokraten u.a. vor, sie würden sie mobben und damit in ihrer Gesundheit beschädigen. In der nichtöffentlichen Sitzung kündigte sie weiterhin an, mit ihrer Schelte an die Öffentlichkeit zu gehen. Das scheint sie im Laufe des heutigen Tages selektiv getan zu haben.

Anlass und Hintergrund der Vorstosses der Bürgermeisterin gegen die beiden CDU-Ratspolitiker dürften mit ihren hartnäckiges Nachfragen und kritische Bewertungen zu diversen politischen Aktivitäten in Sachthemen der Bürgermeisterin in der jüngsten und längeren Vergangenheit zu tun haben.

Diverse Male hatte beispielsweise Dröge eigenen Angaben zufolge die Kommunalaufsicht des Landkreises eingeschaltet, um seiner Auffassung nach zweifelhafte Verfahrensvorgänge der Bürgermeisterin klären zu lassen. Dabei ging es auch um das Recht auf Akteneinsicht.

Ratsherr Geske hatte in der Vergangenheit und noch in der gestrigen Ratssitzung immer wieder um Auskünfte nachgesucht, wie es um den Hochwasserschutz für Bad Gandersheim und speziell die Heberbörde bestellt ist. Geske forderte permanent mehr nachhaltige Aktivitäten als nur einmal im Jahr den Sonderausschuss Hochwasser tagen zu lassen.

Ratsherr Geske erntet eisernes Schweigen der Bürgermeisterin

Gestern thematisierte er die Problematik des Eigentümers der Alten Mühle in Ackenhausen. Sie war bei der gutachterlichen Betrachtung für ein Hochwasserschutzkonzept der Stadt schlicht vergessen worden. Als sich der Eigentümer dann um den sechsstelligen Hochwasser-Schaden an seiner Immobilie selbst kümmerte erschien es der Verwaltung nicht geboten, dem Eigentümer nachträglich eine Hilfestellung zukommen zu lassen.

Ratsherr Geske plädierte gestern erneut dafür, dass die Verwaltung und speziell die Bürgermeisterin ihre Position in Sachen "Alte Mühle" noch einmal überdenken möge. "Hilfst Du Dir selbst, dann hilft Dir keiner", dürfe nicht das politische Gebot sein, so spitzte der Christdemokrat seine Kritik zu. Die Bürgermeisterin hatte sich den Wortbeitrag des widerspenstigen Ratsherrn mit eiserner Miene angehört. Eine Antwort bekam er auf seine Anregung nicht. Auch nicht die diplomatische Floskel, "Danke für Ihre Anregung. Wir erwägen eine Prüfung. Die Anregung wird im Protokoll aufgenommen."

Finaler Auslöser eine Dienstaufsichtsbewerde

Die ungewöhnliche Beschwerde der Bürgermeisterin über das Agieren von zwei Ratsmitgliedern dürfte weiterhin im Zusammenhang mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde beim Landkreis Northeim zu tun haben. Auslöser ist die Weigerung der Bürgermeisterin, sich zu den aufgelaufenen Gesamtkosten nach dem Erwerb einer leerstehenden Immobilie durch die Stadt zu äußern. Das hat zu der Dienstaufsichtsbeschwerde geführt.
red
Die Bilder dokumentieren Eindrücke der gestrigen Ratssitzung mit dem Ratspräsidium und CDU-Ratsherrn Hendrik Geske bei seiner Anregung für Hochwasserschutz-Hilfe für die "Alte Mühle" in Ackenhausen. Fotos: Thomas Fischer














27.05.2020 • 14:56 Uhr

Verfassungsschutzbericht 2019: Rechtsextremismus heterogener, Zahl der Islamisten stagniert, Anstieg im Linksextremismus

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat heute (27.05.2020) gemeinsam mit dem Präsidenten des Niedersächsischen Verfassungsschutzes, Bernhard Witthaut, den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2019 vorgelegt.

Pistorius: „Der Rechtsextremismus ist derzeit für die Sicherheitsbehörden die größte Herausforderung. Die Zahl der Anhänger ist hier zwar annähernd gleich geblieben, aber der gesamte Phänomenbereich wird gerade durch die Vernetzung im Internet immer heterogener. Im Linksextremismus dagegen hat sich das Personenpotenzial erhöht. Die Gewaltbereitschaft ist hier nach wie vor hoch. Der Islamismus und insbesondere der Salafismus werden nach wie vor von den Sicherheitsbehörden aufmerksam beobachtet. Die Anzahl der Salafisten in Niedersachsen hat sich stabilisiert, allerdings mit 900 Personen auf einem hohen Niveau."

Zu den Phänomenbereichen im Einzelnen:
Rechtsextremismus:

Das rechtsextremistische Personenpotenzial in Niedersachsen umfasst derzeit etwa 1.160 Personen. Damit haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum Veränderungen ergeben. Die Zahlen erfassen dabei die Bestrebungen, also laut Definition im Verfassungsschutzgesetz „politisch bestimmte zweck- und zielgerichtete Verhaltensweisen". Sie bringen die Gefahrenlage insofern nur unzureichend zum Ausdruck, weil sich etwa bestimmte Hass-Postings oder Internet-Kommentare nicht in diesen Zahlen wiederfinden.
Dazu Minister Pistorius: „Wir dürfen uns nicht dadurch täuschen lassen, dass das Personenpotenzial nicht angestiegen ist: Der Rechtsextremismus ist gerade durch die zunehmende Vernetzung und den hohen Organisationsgrad im Internet unberechenbarer geworden."

Gleichzeitig vermischen sich rechtsextremistische und rechtspopulistische Positionen mehr und mehr. Insbesondere im Internet bietet sich Rechtsextremisten die Möglichkeit, Meinungsbildungsprozesse gezielt zu beeinflussen.
Die Partei „Alternative für Deutschland" (AfD) ist derzeit kein Beobachtungsobjekt des Niedersächsischen Verfassungsschutzes. „Wir bewerten die AfD jedoch kontinuierlich anhand von öffentlich zugänglichen Informationen und Erkenntnissen neu", so Verfassungsschutzpräsident Witthaut.

Am 19.03.2020 wurde in Niedersachsen der entsprechende völkisch-nationalistische Personenzusammenschluss, der dem „Flügel" zugerechnet wird, zum Beobachtungsobjekt bestimmt. „Die Anhänger und Funktionäre des sogenannten Flügels verstoßen fortlaufend mit ihren Äußerungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Der sogenannte ‚Flügel' ist in rechtsextremistischen Strukturen vernetzt und hat einen zunehmenden Einfluss innerhalb der AfD", so Minister Pistorius.

Die rechtsextremistischen Parteien haben in Niedersachsen keinen szeneprägenden Einfluss mehr. Die NPD verlor sowohl in Niedersachsen (Rückgang von 250 auf 240) als auch auf Bundesebene erneut Mitglieder. Obwohl die niedersächsische NPD in Eschede inzwischen über eine eigene Immobilie verfügt, erscheint es mehr als zweifelhaft, dass sie den Negativtrend der letzten Jahre umkehren kann. Noch einflussloser ist der lediglich 30 Mitglieder zählende Landesverband der neonazistischen Partei „Die Rechte", der im Jahr 2019 kaum in Erscheinung getreten ist. Die Partei „Der III. Weg" ist in Niedersachsen strukturell nicht verankert und hat nur wenige Einzelmitglieder.

Auch die neonazistischen Kameradschaften haben nicht mehr die szeneprägende Bedeutung früherer Jahre. Nennenswerte Aktivitäten gingen im letzten Jahr lediglich von den Neonazi-Szenen im Harz und in Göttingen aus; hinzu kamen die „Kameradschaft Einbeck" und die Gruppierung „Adrenalin BS" bzw. „Adrenalin 381" im Raum Braunschweig. Beide Organisationen haben sich nach eigenen Angaben inzwischen aufgelöst; ihre ehemaligen Anhän- ger sind aber in anderen rechtsextremistischen Zusammenhängen nach wie vor aktiv. Das Mitgliederpotenzial der neonazistischen Szene liegt in Niedersachsen wie bisher bei etwa 260 Personen.
Die rechtsextremistische Musik ist immer noch ein wesentlicher Faktor bei der Vermittlung von Feindbildern. Als niedrigschwelliges Angebot ist sie besonders geeignet, um junge Menschen an die Ideologie des Rechtsextremismus heranzuführen. Ihre Verbreitung hat durch das Internet neue Dimensionen angenommen. Ein rechtsextremistisches Konzertwesen konnte sich aber auch 2019 nicht in Niedersachsen etablieren. Es fand kein einziges Konzert statt.
Ebenso stagnieren in Niedersachsen die Mitgliederzahlen der „Identitären Bewegung Deutschland" und der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative" (JA). Letztere ist faktisch aufgelöst, der ihr zurechenbare Personenkreis aber weiter aktiv. Die „Identitäre Bewegung" kommt in Niedersachsen unverändert auf etwa 50 Personen und hat durch die Sperrung ihrer Facebook- und Instagram-Profile im Mai 2018 Probleme, ihre Themen und Kampagnen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleiches gilt in Niedersachsen für die JA bzw. für den Personenkreis von etwa 25 Mitgliedern, der ihr nach wie vor zugerechnet wird.
Die Szene der „Reichsbürger und Selbstverwalter" ist mit knapp 1.300 Personen leicht rückläufig. Da der Besitz von Waffen eine potenzielle Gefahr darstellt, werden die waffenrechtlichen Erlaubnisse von Angehörigen der Reichsbürgerszene überprüft und, wenn möglich, entzogen.
In die aktuellen Protestaktionen gegen die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie mischen sich zunehmend Rechtspopulisten und Rechtsextreme. Dazu Innenminister Pistorius: „Krude Verschwörungstheorien sind Gift für unsere Freiheit, unsere Grundrechte und die Verfassung. Sie erreichen die Menschen über soziale Netzwerke, über WhatsApp und andere Kanäle. Hinter der Verbreitung steckt nur ein Ziel: Menschen zu verunsichern und auseinander zu treiben. Extremisten - insbesondere Rechtsextremisten - beteiligen sich an den Kundgebungen gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, um eigene Akzente zu setzen. Es ist der - bisher weitgehend erfolglose - Versuch, Proteste von einem Konglomerat aus Verschwörungstheoretikern, Impfgegnern, Populisten und vielen mehr für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. Wir müssen besonders aufpassen, wenn Angehörige anderer Bevölkerungsgruppen, Nationalitäten oder Glaubensrichtungen als Schuldige für diese Krise ausgemacht werden, und wenn die Botschaften rassistische Züge bekommen."

Linksextremismus:
Das Personenpotenzial der Autonomen und sonstigen gewaltbereiten Linksextremisten sowie Anarchisten hat sich in Niedersachsen im Jahr 2019 von 700 auf 780 Personen erhöht (Anstieg Bund: von 9.000 auf 9.200 Personen). Die Entwicklung im Linksextremismus bestimmt nach wie vor weitgehend die autonome Szene. In ihrem Hauptagitationsfeld, der sogenannten Antifaschismusarbeit, konzentriert sie sich auf die direkte Auseinandersetzung mit der AfD. Insbesondere Autos und Wohnhäuser von AfD-Angehörigen waren Angriffsziele für die autonome Szene. Auch sogenannte Outing-Aktionen prägten die Auseinandersetzung.
Die Gewaltbereitschaft der Autonomen bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau.
Islamismus:Die salafistische Szene in Niedersachsen hat sich seit 2011 von 275 Anhängern auf aktuell 900 Anhänger (bundesweit 12.150) mehr als verdreifacht. Im Jahr 2019 war jedoch nur noch ein geringer Zuwachs zu verzeichnen. Die Anhängerzahlen stabilisieren sich mittlerweile auf einem hohen Niveau.Schwerpunkte in Niedersachsen sind weiterhin die beiden salafistisch dominierten Moscheen „Deutschsprachiger Islamkreis e. V." (DIK) Hannover und „Deutschsprachige Muslimische Gemeinschaft e. V." (DMG) Braunschweig. Salafistische Aktivitäten sind aber landesweit festzustellen. Ein besonderes Augenmerk gilt auch Kindern, die in salafistisch geprägten Familien aufwachsen. Von klein auf werden die Kinder zur Ablehnung der „ungläubigen" Mehrheitsgesellschaft erzogen. Der Niedersächsische Verfassungsschutz hat dazu im November 2019 eine Informationsbroschüre mit dem Titel „Jugend und Familie im Salafismus" veröffentlicht.

Auf den gestiegenen Verfolgungsdruck und die stärkere Sensibilität der Gesellschaft hat die Szene reagiert und sich neue Aktionsfelder erschlossen. Islamisten und insbesondere Salafisten besetzen zunehmend Themen, die nicht mehr klar dem extremistischen Spektrum zuzuordnen sind.
So machen sie es potenziellen neuen Anhängern schwer zu erkennen, wer sich hinter diesen Aktivitäten verbirgt. Ein Beispiel dafür ist die Föderale Islamische Union (FIU), ein Projekt bekannter Akteure des salafistischen Spektrums aus Hannover. Diese griff im Februar 2020 den Anschlag in Hanau auf und initiierte eine Petition zur Ernennung eines „Bundesbeauftragten zum Schutz der Muslime und des muslimischen Lebens in Deutschland". Innerhalb eines Monats konnte die FIU fast 60.000 Unterschriften für ihr Anliegen sammeln und erreichte damit das Quorum für eine Befassung des Bundestags mit der Petition.
Seit dem militärischen Verlust des Territoriums der Terrororganisation des selbsternannten „Islamischen Staates" gibt es grundsätzlich keine Ausreisen nach Syrien oder in den Irak mehr. Von den insgesamt 85 aus Niedersachen in die Krisengebiete ausgereisten Personen sind bisher 40 zurückkehrt, weitere Personen in niedriger zweistelliger Anzahl könnten noch nach Niedersachsen zurückkehren. Dazu Minister Pistorius: „Deutschland ist gesetzlich verpflichtet, eigene Staatsangehörige wieder aufzunehmen. Zwar können die Personen nach der Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts 2019 ihre Staatsangehörigkeit verlieren, das gilt aber nicht rückwirkend. Bei den Rückkehrern, die vor 2019 ausgereist oder bereits wieder im Land sind, müssen wir alles tun, was möglich ist, damit von diesen Personen keine Gefahr ausgeht."

Extremismus mit Auslandsbezug:
Das Mitgliederpotenzial der „Arbeiterpartei Kurdistans" (PKK) ist mit 1.600 Personen gleichgeblieben. Die türkische nationalistische „Ülkücü"-Bewegung, auch als „Graue Wölfe" bezeichnet, hat nach wie vor etwa 700 Anhänger.
Vermutlich um einem behördlichen Verbot des Dachverbandes „Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e. V." (NAV-DEM) zuvorzukommen, wurde Anfang Mai 2019 eine neue Dachorganisation für Deutschland gegründet, die „Konföderation der Gesellschaften Mesopotamiens in Deutschland" (KON-MED).
Gegen die im Oktober 2019 begonnene türkische Militäroperation „Peace Spring" (Friedensquelle) in den kurdisch besiedelten Gebieten in Nordsyrien protestierten in Niedersachsen die Anhänger der PKK mit zahlreichen Veranstaltungen. Dabei fiel die „Ülkücü"-Bewegung wegen zunehmender Aktivitäten auf, auch im Zusammenhang mit direkten Auseinandersetzungen mit Angehörigen der PKK.
red/fis












27.05.2020 • 14:50 Uhr

Eine Kirchengemeinde bietet einen "Lernraum" für Mohammed und weitere Kinder an

Mit Deutsch ist Mohammed schon fertig, jetzt ist Mathe dran. "Nachher bekomme ich dafür eine Eule", sagt der Zehnjährige und zeigt auf die kleinen Aufkleber neben seinem Schulheft. Für jedes Häkchen hinter einer Aufgabe gibt es eine. Der Zweitklässler kommt jeden Morgen ins Haus der Lüneburger evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde. Ehrenamtliche lernen dort mit Kindern aus benachteiligten Familien. Das Lüneburger Modell ist das erste seiner Art in Niedersachsen, andere Gemeinden wollen nun nachziehen.

Die Initiative ist ein echtes Produkt der Corona-Krise: Wegen der Pandemie musste die "Kindertafel" der Paul-Gerhardt-Gemeinde vor ein paar Wochen zeitgleich mit den Schulen schließen. Kinder aus bedürftigen Familien hatten nun keine Anlaufstelle mehr.

Auf der anderen Seite gab es in diesen Familien Schwierigkeiten mit dem Homeschooling. "Viele dieser Kinder haben zu Hause weder den Ort noch die Betreuung noch die Technik, um Hausaufgaben auf Dauer zu Hause zu leisten", sagt Oberkirchenrat Marc Wischnowsky, der das Projekt für die hannoversche Landeskirche betreut. "Auch der Sprung in die Digitalisierung ist nicht für alle Schülerinnen und Schüler machbar."

Was also tun? Mitarbeiter der Gemeinde überlegten hin und her und entwickelten schließlich den "Lernraum": ein kostenloses Angebot der Hausaufgabenhilfe mit ehrenamtlicher Begleitung in kirchlichen Räumen unter den Bedingungen der Corona-Pandemie. In Absprache mit den benachbarten Grundschulen, der Stadt und der hannoverschen Landeskirche ging das Projekt Anfang Mai an den Start. Es soll so lange angeboten werden wie nötig - natürlich unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Hände waschen, Maske aussuchen und das Namensschild an den Pullover klemmen: Damit beginnt jeder Besuch eines Kindes im Lüneburger Lernraum. Es gibt acht Räume für jeweils ein Grundschulkind mit Lernpatin oder Lernpate. Für ältere Geschwisterkinder gibt es zwei Computer-Arbeitsplätze mit Internetanschluss und Drucker. Etwa 30 Kinder kommen täglich für eine Stunde ins Gemeindehaus und nehmen von dort jedes Mal eine handbemalte Tüte mit nach Hause: mit einem kleinen Picknick, etwas zum Malen oder Basteln und natürlich auch zum Lernen.

Diakonin Antje Stoffregen hat den Lernraum gemeinsam mit der Mentorin Barbara Hanusa von der Landeskirche entwickelt. "Uns war schnell klar, dass es für eine solche Unterstützung einen großen Bedarf gibt", sagt Stoffregen. Sie leitet die Kindertafel der Gemeinde, in der Mädchen und Jungen aus den beiden benachbarten Grundschulen normalerweise nach der letzten Stunde kommen, gemeinsam Mittag essen und anschließend Hausaufgaben machen. Sie freut sich, dass sich in der Corona-Krise das neue Projekt entwickelt hat: "Die Kinder lieben die Eins-zu-eins-Betreuung, und die Erwachsenen sind froh, dass sie unter Menschen kommen und etwas Sinnvolles tun."

Barbara Hanusa arbeitet als Mentorin an der Lüneburger Leuphana Universität und hat zahlreiche Studierende aus dem Bereich Lehramt als ehrenamtliche Lernpatinnen und Lernpaten gewonnen. "Für die Studierenden ist dies ein Praxisfeld für analoge Begegnung", sagt die Pastorin und Pädagogin. "Und für die Kinder ist es elementar. Denn diese Kinder verlieren wir sonst. Sie haben zu Hause keine Chance, beim Lernen weiterzukommen, wenn keine Schule stattfindet."

Unter dem Motto "Kirche schafft LernRaum" soll sich die Lüneburger Idee bald in Niedersachsen weiter ausbreiten. Gerade feilen evangelischen Kirchen mit den katholischen Bistümern an den Details. Oberkirchenrat Wischnowsky unterstreicht: "Solche Lernangebote sind gerade für Grundschulkinder sehr wichtig und ein Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit." Von Carolin George (epd)










27.05.2020 • 14:42 Uhr

Kultusminister Tonne: „Nächste Schritte bei Kita-Öffnungen angehen" - Nächste Lockerung Mitte Juni

„Wir haben in Niedersachsen unsere Planungen stets am aktuellen Infektionsgeschehen ausgerichtet: von geschlossenen Einrichtungen und einer sehr restriktiven Handhabung des Zugangs zur Notbetreuung durch die Träger zu Beginn der Corona-Pandemie, über die erweiterte Notbetreuung, als sich das Infektionsgeschehen verlangsamte bis hin zur deutlichen Öffnung der Notbetreuung auf bis zur Hälfte der normalen Gruppengrößen, die aktuell gilt. Insofern waren die Planungen von Beginn der Corona-Krise an nicht in Stein gemeißelt, sondern immer einer regelmäßigen Neubewertung unterzogen. Dieses Vorgehen hat sich bewährt. Jetzt ist es an der Zeit, die nächsten Schritte zu planen und den Übergang zum Regelbetrieb einzuleiten.

Dementsprechend registrieren wir sehr aufmerksam, dass sich die Anzahl der Neuinfektionen erfreulicherweise auf niedrigem Niveau einpendelt. Das macht Mut, um mit den Kommunalen Spitzenverbänden und den Kita-Trägern kurzfristig zu einer Vereinbarung zu kommen, die Notbetreuung weiter auszubauen und damit zu einem eingeschränkten Regelbetrieb zu kommen. Ich strebe an, dass wir Mitte Juni die Eltern bei der Betreuung weiter entlasten und allen Kindern ein Angebot zum - wenn auch vom zeitlichen Umfang eingeschränkten - Besuch einer Kita machen können. Eine Erweiterung der Betreuung liefe dann auch synchron zur Rückkehr der letzten Schulkinder und würde für die Eltern zu einer besseren Planbarkeit des Familienalltags führen. Das lässt sich aber nur in der gewohnt konstruktiven Kooperation mit den örtlichen Trägern festlegen. In welchem Umfang und in welcher Taktung das möglich sein wird, das müssen wir auf realistischer Grundlage mit den Kommunalen Spitzenverbänden und den Kita-Trägern besprechen.

Es wird aber bis zur Sommerpause keine Rückkehr zum gewohnten Regelbetrieb von vor der Corona-Pandemie geben können. Auch diese Botschaft gehört zur Ehrlichkeit dazu. Das Coronavirus ist nicht weg und daher muss auch bei der Erwägung weiterer Öffnungen die Balance zum Gesundheitsschutz gewahrt bleiben, um Kinder und Kita-Personal zu schützen. Aber: Alle Kinder sollen bis zur Sommerpause die Chance erhalten, ihre Kita, ihre Erzieherinnen und Erzieher und ihre Freundinnen und Freunde wiederzusehen. In welchem Zeitumfang das möglich ist, das werden die Gespräche ergeben.red/ Symbolbild













27.05.2020 • 12:46 Uhr

Gute Nachricht des Tages: Zwangsräumung eines 64-Jährigen in Bad Gandersheim wegen Corona-Krise ausgesetzt

Behörden in der Stadt Bad Gandersheim haben Mittwoch Vormittag ein amtlich verfügte Zwangsräumung nicht durchgezogen. Hintergrund des Aussetzens der Zwangsmaßnahme ist nach Recherchen des Redaktionsnetzwerkes die Corona-Krise. Der Fall drohte angesichts der Tatsache zu eskalieren und sich zu einem Skandal auszuweiten, weil der Betroffene bei einer Durchsetzung der Zwangsräumung buchstäblich auf der Straße gesessen hätte. Von dem Betroffenen und involvierten Instanzen war es nicht möglich gewesen, rechtzeitig eine adäquate (u.a. bezahlbare) Ersatzunterkunft zu finden. In einer ersten juristischen Auseinandersetzung im Zusammenhang mit dem Wohnrecht und einer Zwangsräumung hatte das Bad Gandersheimer Amtsgericht unter dem früheren Direktor Mäusezahl dem Bad Gandersheimer Recht zugebilligt. Der heutige Zwangsräumungstitel war rechtsgültig. Er wurde aufgrund der konstruktiven Handhabung der sensiblen Behörden ausgesetzt. In der anhaltenden Corona-Krise schicken wir keinen Menschen in die Obdachlosigkeit, so ein Beamter. Er bat um Anonymität. Der Betroffene, der ein Krebsleiden hat, zeigte sich im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group in einer ersten Reaktion "relativ" erleichtert. Er darf jetzt für zwei Monate in seinem Zuhause bleiben.red










27.05.2020 • 12:29 Uhr

Jürgen H. (57) wird vermisst - Er braucht dringend ärztliche Hilfe - Polizei bittet um Hinweise

Der 57-jährige Jürgen H. aus Kassel wird vermisst. Besorgte Angehörige hatten am Montagabend bei der Polizei eine Vermisstenanzeige erstattet, weil sie keinen Kontakt mehr zu ihm herstellen konnten. Nach den bisherigen Ermittlungen hat der 57-Jährige am Montag sein gewohntes Lebensumfeld verlassen und ist seitdem unbekannten Aufenthalts. Da Jürgen H. dringend ärztliche Hilfe benötigt, bittet die Polizei nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Jürgen H. ist 1,80 Meter groß und sehr schlank. Er hat kurze blonde Haare, trägt häufig einen leichten Oberlippenbart und eine Brille. Er könnte mit einem grünen Pullover, einer blauen Jeans und "Nike" Turnschuhen bekleidet sein.

Wer den zuständigen Ermittlern des Kommissariats 11 der Kasseler Kriminalpolizei Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten geben kann, meldet sich bitte unter Telefon 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen oder jeder anderen Polizeidienststelle.ots/Foto: Polizei










27.05.2020 • 12:23 Uhr

Unfallflüchtiger Bad Gandersheimer LKW-Fahrer (39) in Lautenthal von der Polizei gestellt

Soeben berichtet die Polizei in Goslar: Bereits am Montag 25.Mai 2020, 11.08 Uhr, befuhr ein Klein-Lkw die Kattunstraße in Lautenthal, Richtung Bischofsthal (Landkreis Goslar). Hierbei streifte er mit dem Heck einen dort geparkten Transporter am Außenspiegel und beschädigte ihn dadurch. Anschließend verließ er unerlaubt die Unfallstelle. Aufmerksame Zeugen merkten sich jedoch Kennzeichenfragmente, so dass die Langelsheimer Polizei kurz darauf den Unfallverursacher auf einer Baustelle in Lautenthal ausmachen konnte. Es handelte sich um einen 39-jährigen Mann aus Bad Gandersheim. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. ots










27.05.2020 • 12:15 Uhr

Tourismus im März 2020: schlimme Rückschläge wegen der Corona-Verbote

Auf Grund des durch die Corona-Pandemie bedingten Lockdowns und den damit zusammenhängenden Verboten und Kontaktsperren im März dieses Jahres mussten alle niedersächsischen Beherbergungsbetriebe ab dem 17. März 2020 schließen. Lediglich die Unterbringung von Gästen war weiterhin erlaubt, deren Reisegrund beruflich beziehungsweise geschäftlich begründet war.

Und die Lage wegen der Corona-Krise hat sich im April und Mai noch heftig verschärft.

Für März hier erste Zahlen:
Nach vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) kamen im März 2020 noch über 454.000 Gäste nach Niedersachsen. Im Vergleich zum März des Vorjahres war damit ein Rückgang um 56,5% zu verzeichnen. Auch bei den Übernachtungen gab es einen durch die Pandemie bedingten Einbruch. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen ging um 48,2% auf rund 1,46 Millionen zurück. In allen Reisegebieten waren sowohl bei der Zahl der angekommenen Gäste als auch bei der Zahl der gebuchten Übernachtungen deutliche zweistellige Rückgangsraten festzustellen.

Die Einbrüche im März wirkten sich auch negativ auf die Ergebnisse des ersten Quartals 2020 aus. Von Januar bis März kamen insgesamt fast 2,1 Millionen Gäste nach Niedersachsen. Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres 2019 entspricht dies einem Rückgang um 20,2%. Die Zahl der Übernachtungen sank im gleichen Zeitraum um 16,6% auf annähernd 5,9 Millionen.

Bei den Gästen aus dem Ausland zeigten die Zahlen eine ähnliche Entwicklung: Im ersten Quartal 2020 kamen mit knapp 205.000 Gästen 21,9% weniger nach Niedersachsen als im entsprechenden Vorjahresquartal. Die Zahl der von ihnen gebuchten Übernachtungen ging um 18,3% auf fast 524.000 zurück.











27.05.2020 • 12:10 Uhr

Sicheres Motorradvergnügen an Pfingsten - Check für Maschine, Ausrüstung und Fahrer

Nicht nur über die bevorstehenden Feiertage, sondern auch über das gute Wetter können sich die Deutschen gerade freuen. Zeit für eine ausgiebige Motorradtour. Bevor es losgeht, sollten Fahrer jedoch Fahrzeug, Ausrüstung und auch den Versicherungsschutz überprüfen. Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO, gibt einen Überblick. Unfallexperte Dimitar Gouberkov weiß, worauf beim Versicherungsschutz zu achten ist.

Technischer Check

Liegt die letzte Tour schon ein Weilchen zurück, steht eine gründliche technische Überprüfung von Maschine und Ausrüstung an. Am besten beginnt der Fahrer mit der Reinigung des Bikes und einem kritischen Blick auf die Reifen: Ist die Profiltiefe noch ausreichend? Sind die Ventilkappen vollständig? Sind Schäden an Flanken oder Laufflächen vorhanden und wie sehen die Bremsbeläge aus? „Auch der Reifendruck ist wichtig. Empfehlungen dazu gibt der Reifenhersteller“, so Frank Mauelshagen. Ebenfalls überprüfen sollten Motorradfahrer die Batterie. Hinzu kommt ein Check von Licht, Hupe, Öl, Kühlmittel und Bremsflüssigkeit. Nach dem Bike gehört die Ausrüstung auf den Prüfstand: Ist der Helm noch schadenfrei? Bei Kratzern auf dem Visier ist ein Austausch unerlässlich, um eine gute Sicht zu gewährleisten. Auch Schuhe, Handschuhe und Motorradkleidung sollten ohne Schäden sein, um die Sicherheit nicht zu gefährden.

Noch sicher auf dem Bike?

Nach den Wintermonaten ohne Touren und den Einschränkungen durch die Corona-Krise ist bei vielen Fahrern das Gefühl für das Motorrad ein wenig „eingerostet“. Der Kfz-Experte empfiehlt: „Auf einem großen, leeren Parkplatz ein paar Runden drehen oder sogar ein Fahrsicherheitstraining mitmachen.“ Es gibt sowohl Basis- und Fortgeschrittenenkurse, aber auch Angebote für junge Fahrer. „Selbst für erfahrene Biker kann das hilfreich sein“, so Mauelshagen. Denn die Teilnehmer trainieren auch, Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Generell ist es nach einer längeren Pause hilfreich, das Einschätzungsvermögen für Bremsweg, Geschwindigkeit, Kurven, Schräglagen oder Straßenverhältnisse wieder zu üben. Bei der Auswahl des Kurses sollten Motorradfahrer darauf achten, dass der Anbieter nach den Richtlinien des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) schult. Eine Liste von solchen Anbietern finden Interessenten unter www.dvr.de.

Fahrweise anpassen

Hauptursache für Motorradunfälle sind hohe Geschwindigkeiten und eine riskante Fahrweise. Zudem ist das Unfallrisiko bei einem Motorrad laut Unfallstatistik dreimal höher als bei einem Pkw. Wer sicher unterwegs sein möchte, sollte daher Folgendes beachten: Bei jeder Fahrt sollte das Motorrad zunächst „warmgefahren“ werden, denn beispielsweise die Reifen benötigen eine Mindesttemperatur. Während der ganzen Fahrt gilt: Volle Konzentration auf das Fahren, Ablenkungen und Störungen sind tabu. Auch vorausschauendes Fahren und der Verzicht auf mögliche Vorrechte können Unfälle vermeiden. Zusätzliche Schutzausrüstung wie Rücken- und Knieprotektoren und hochwertige Motorradkleidung können vor schweren Verletzungen schützen. Und nicht zuletzt gilt: Ausreichend Abstand halten kann Leben retten!

Risiken vorbeugen

Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist auch für Motorräder gesetzlich vorgeschrieben. Sie haftet allerdings nur für Personen-, Sach- und Vermögensschäden Dritter, die der Fahrer verschuldet hat. „Kommen Motorradfahrer bei einem Unfall zu Schaden, den sie selbst verursacht haben, zahlt die Versicherung die Folgekosten nicht“, erläutert Dimitar Gouberkov. Daher ist es ratsam, eine private Unfallversicherung abzuschließen. „Sie unterstützt Betroffene bei der Bewältigung der finanziellen Folgen und auch mit umfangreichen Assistenzleistungen wie einem Fahrdienst, zum Beispiel bei Fahrten zu Ärzten, haushaltsnahen Hilfen, Pflegeleistungen und Reha-Maßnahmen“, so der Unfallexperte. Damit es bis zur nächsten Tour nicht allzu lange dauert.
red/Quelle: Ergo Group











27.05.2020 • 12:05 Uhr

Bei Rewe in Kreiensen: Geldbörse gefunden und unterschlagen

Soeben berichtet das Polizeikommissariat in Bad Gandersheim: Bereits am Samstag, 23. Mai 2020, gegen 14.15 Uhr, hielt sich eine 67-jährige Frau aus Kreiensen im ortsansässigen Rewe-Markt auf. Sie legte ihre Geldbörse an einem, im Markt befindlichen Automaten ab und vergas sie nach Erledigung ihrer Tätigkeit dort. An der Kasse stellte die Dame den Verlust schließlich fest. Trotz einer sofortigen Nachschau am Automaten konnte die Geldbörse dort nicht mehr aufgefunden werden. Vermutlich hat eine bislang unbekannte Person die Geldbörse an sich genommen und diese bis zum Tag der Anzeigeerstattung nicht wieder an die Eigentümerin zurückgegeben. Der Schaden beläuft sich auf ca. 50 Euro Die Polizei Kreiensen hat die Ermittlungen aufgenommen.schw










27.05.2020 • 12:03 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Weiter sieben Corona-Kranke bei 133.600 Einwohnern im Kreis Nordheim

Heute, Mittwoch, 27. Mai 20220, 10.25 Uhr:

Aktuell gibt es 122 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zu Dienstag ist damit kein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 112 Personen – ebenso viele wie am Dienstag – gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei vier Personen. Das berichtet soeben die Pressestelle des Landkreises Northeim. lpd
Hintergrund:
ImLandkreis Northeim leben amtliche Angaben zufolge derzeit 133.600 Menschen.red











27.05.2020 • 09:15 Uhr

Bad Gandersheim soll in ein Bronzemodell gegossen werden - Smid (Heimatmuseum) präsentiert Sponsoringprojekt der "part AG"

25.000 Euro Projekt könnte vorm Rathaus aufgestellt werden - Auch Blinde können es ertasten und erlebt - Einweihung zur LaGa 2022

Zu den Höhepunkten der jüngsten öffentlichen Sitzung des Bad Gandersheimer Stadtrates am Dienstag im Schulzentrum (wir berichteten) gehörte der Auftritt des Museumsaktivisten Harm Smid. Bürgermeisterin Franziska Schwarz gestattete ihm vor Eintritt in die offizielle Tagesordnung ein Rederecht. Smid wurde von Schwarz gebeten, das an sie angetragene Sponsoringprojekt "Stadtmodell " des Bad Gandersheimer Unternehmens "part AG" vorzustellen.

Smid tat das gern. Er berichtet von der Idee von Dr. Gisbert Vogt (part AG), gemeinsam mit den Museumsfreunden ein Stadtmodell in Bronze für die Roswithashadt erstellen zu lassen. Erste Vorbereitungen sind bereits gediehen. Ein Spezialunternehmen für die Herstellung dieser Reliefs hat sich von der Örtlichkeit Bad Gandersheim erkundigt. Das Vorhaben benötigt laut Smid eine Umsetzungphase von gut einem Jahr. Das Projekt "Stadtmodell für Bad Gandersheim in Bronze" veranschlagte Smid mit rund 25.000 Euro. Es könnte in seiner Herstellung an eine historische Vorlage angelehnt sein. Bekanntlich befindet sich im Bad Gandersheimer Heimatmuseum ein gebasteltes Modell einer Stadtansicht nach der Vorlage eines Merianstiches. Diese Modell zeigt den Stadtkern wie er um 1700 ausgesehen haben könnte.

Das "Stadtmodell in Bronze" soll nach den Wünschen der Initiatoren prominent präsentiert werden. Im Stadtrat war die Rede von einer Aufstellfläche beim Rathaus auf dem Marktplatz. Das Relief soll Touristen einen kompakten Überblick über die Anlage von Gebäuden und Gegebenheiten (Sehenswürdigkeiten) vermitteln. Erlebbar wird die Stadt in Bronze auch für Blinde. Sie können die Miniaturen ertasten.

Die Realisierung benötigt laut Smid wahrscheinlich ein Jahr. Es wäre wünschenswert, und das sei auch der Wunsch des Sponsors, das Stadtmodell zur Landesgartenschau 2022 den Gandersheimern und ihren Gästen zu zeigen. Bürgermeisterin Schwarz zeigte sich sichtlich angetan von dem Vorhaben. "Ich finde das sehr schön und unterstützte das Projekt!" Sie fragte der Stadtratsmitglieder nach einer ersten Einschätzung. Die erfolgte ziemlich deutlich: Zustimmung auf ganzer Linie durch kräftiges Klopfen auf den Tischen.
red/fis

Die Bilder dokumentieren das Stadtmodell Bad Gandersheim aus Holz und Pappe im Heimatmuseum sowie ein Beispiel aus Bronze. Außerdem Harm Smid bei seinem Vortrag im Stadtrat. Fotos: Thomas Fischer / Screen miniaturhoyser














27.05.2020 • 08:29 Uhr

Betrüger bietet Diebesgut im Internet an - Polizei gelingt schneller Ermittlungserfolg

Bereits am 18.Mai 2020 gab sich ein Mann in der Arnekenstraße in Hildesheim gegenüber einem Paketzusteller als Betreuer der Käuferin aus und erlangte dadurch rechtswidrig Pakete mit elektronischen Geräten.

Nach bisherigen Erkenntnissen bestellte eine 19- jährige Frau im Internet Ware, die sie sofort bezahlte und am 18.Mai 2020 erwartete. Über die Sendungsverfolgung stellte sie im Laufe des Tages fest, dass die Pakete bereits zugestellt wurden. Aus diesem Grund nahm sie mit der Zustellungsfirma Kontakt auf und erfuhr, dass ein Mann die Ware entgegengenommen hatte. Nur wenige Tage später entdeckte die Hildesheimerin ihre Ware auf einer Verkaufsplattform im Internet und suchte umgehend die Polizei auf, um Anzeige zu erstatten.

Das 3. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Hildesheim übernahm die Ermittlungen.

Befragungen und polizeiliche Maßnahmen sowie die schnelle Anzeigenerstattung mit den vielen Hinweisen führten zu einem schnellen Ermittlungserfolg. Polizeibeamte konnten den mutmaßlichen Täter am 22. Mai 2020 über den Verkauf der Ware ermitteln und die gestohlene Ware auffinden. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 38-jährigen Hildesheimer, der als Betreuer bei einem Pflegedienst angestellt war und einen Mieter des Mehrfamilienhauses in der Arnekenstraße betreute.kri










27.05.2020 • 08:25 Uhr

Wohnhausbrand in Seesen - 41 Feuerwehrleute im Einsatz - Bewohnerin gerettet und in Klinik gebracht

Die Polizei in Seesen berichtet soeben: Am Dienstag, gegen 10.30 Uhr, kam es in der Straße Am Schulplatz in Seesen zum Brand eines Wohngebäudes. Der Brand war offensichtlich aufgrund eines technischen Defektes im Schlafzimmer entstanden und setzte dort Mobiliar und Gebäudeteile in Brand. Die alleinige 67-jährige Hausbewohnerin wurde durch die Rettungskräfte zur Beobachtung ins Seesener Krankenhaus gebracht. Sie war in dem Gebäude eine Zeitlang dem Rauch ausgesetzt. Die Freiwillige Feuerwehr Seesen und der Rettungsdienst waren mit insgesamt 41 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz. Die Schadenshöhe wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.ots










27.05.2020 • 08:16 Uhr

Geschwindigkeitskontrollen im Kreisgebiet: Mobile Messungen in der Zeit vom 29. Mai bis 8. Juni 2020 im Raum Kalefeld

Im Zeitraum vom 29. Mai bis 4. Juni 2020 ist im Raum Kalefeld mit Geschwindigkeitskontrollen durch die semistationäre Messanlage Alice des Landkreises Northeim zu rechnen. Im Anschluss wird Alice vom 5. bis 8. Juni 2020 im Raum Uslar eingesetzt werden.
Im gesamten Kreisgebiet muss darüber hinaus mit weiteren Kontrollen (durch fest installierte Messanlagen und auch die Polizei) gerechnet werden. Zu hohe Geschwindigkeiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache im Straßenverkehr, bitte bleiben Sie achtsam.lpd/Foto: Thomas Fischer











26.05.2020 • 21:20 Uhr

3. Stadtratssitzung in Corona-Krise: Rudolf Hermes neuer Vorsitzender des Feuerschutz-Ausschusses - Corona-Initiative der CDU beerdigt

Der dienstälteres Ratsherr und Ehrenringträger der Stadt Bad Gandersheim, CDU-Ratsherr Rudolf Hermes, hat noch einmal Verantwortung übernommen. Heute Abend wurde das kommunalpolitische Urgestein Bad Gandersheims mit einer neuen Aufgabe betraut. Der Stadtrat stimmte in seiner nunmehr dritten Sitzung in der Corona-Krise für Hermes als neuen Vorsitzenden des Feuerschutzausschusses. Zuvor hatte die CDU eine Umbesetzung des Ausschusses vorgeschlagen. Für den Altgandersheimer Friedrich Overbeck rückte Rudolf Hermes in den Feuerschutzausschuss. Anschließend übernahm er durch Ratsbeschluss das Vorsitzendenamt des Feuerschutzausschusses.

Die 90-minütige Ratssitzung war neben dieser außergewöhnlichen Personelle von Finanzangelegenheiten und den Anträgen möglicher Corona-Hilfen für örtliche Unternehmen und die Stadtgesellschaft (Vereine/Initiativen) beseelt. Konkret beschlossen wurde an direkten Hilfen jedoch keine. Die CDU-Fraktion musste herbe Niederlagen einstecken. Sowohl ihr Ursprungsantrag als als auch der Vorstoß, gebeutelten Kleinunternehmen in Bad Gandersheim mit einem 500.000 Euro-Hilfsprgramm unter die wirtschaftlichen Arme zu helfen erteilte die SPD-Grüne-Linke-Mehrheit eine Absage. CDU-Fraktionschef Timo Dröge kommentierte die nicht zustande gekommene Gemeinsamkeit als "schade". Sein Kontrahent Niklas Kielhorn von der SPD lehnte ein Gießkannenprinzip ab. "Wir wollen dort punktuell helfen, wo es nötig ist. Deswegen erst einmal die Gespräche!".

So wurde ein Verwaltungsvorschlag, stark von Antragsinhalten der SPD-Fraktion indiziert, mit Mehrheit auf den Weg gebracht. Er sieht in der Hauptsache den Dialog zwischen Verwaltungsspritze und ehrenamtlich gestützten Initiativen und Vereinen in der Stadt vor. Bei diesen Gesprächen soll herausgefunden werden, wie konkret Hilfen von den betroffenen aufgezeigt, formuliert und für Ratsentscheidungen vorbereitet werden können. Das gebührenfreie Parken soll noch bis zum 31. Mai 2020 möglich sein. Stadtjugendpfleger Gunnar Ude soll ein Konzept erarbeitet, wie die Jugend der Stadt über digitale Kommunikation besser angesprochen und eingebunden werden kann. Zur Disposition steht auch die Sportstättenbenutzungsgebühr für die Vereine.

Ohne nennenswerte Debatten wurde von der dominierenden SPD-Grünen-Mehrheit der erste Nachtragsetat 2020 mit einem rund 1,3 Millionen Euro-Betrag an aktuellen Einnahmeverlusten (u.a. Gewerbesteuer, Gästeabgaben, Steuermindereinnahmen) verabschiedet. Die Nachjustierung des Etats mit diesem negativen Einschlag ist laut Kämmereileiterin Claudia Bastian auf die Corona-Krise zurückzuführen.

Die Sitzung fand wiederum unter strengen Hygiene-Bedingungen im Foyer des Schulzentrums statt. Alle Beteiligten mussten sich desinfizieren, Mund- und Nachbedeckung beim Eintritt in die Schule anlegen und sich auf die mit gebotenem Abstand gestellten Stühle setzen. Nach 90 Minuten schloss Sitzungsleiter Jürgen Steinhoff die Versammlung. Es folgte eine viel spannendere nichtöffentliche Verlängerung - selbstverständlich nur für die Kommunalpolitiker/innen. Die zehn gekommenen interessierten Bürger/innen verließen den Raum.
red/Fotos: Thomas Fischer














26.05.2020 • 16:09 Uhr

Göttinger Polizei bleibt vorerst auf ihrem Stammplatz in der Innenstadt setzen - Krampfhafte Suche nach neuen (barrierefreien!) Räumlichkeiten

Die beliebte Göttinger Innenstadtwache der Polizei in der Uni-Stadt ist weiterhin als feste, zentrale Anlaufstelle im Stadtzentrum neben dem Alten Rathaus am Markt zu finden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen auch künftig den Bürgern/-innen von Montag bis Freitag von 8.30 bis 17.00 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr vor Ort zur Verfügung. Jetzt hat sich die Sicherheit mit einer Bitte an die Öffentlichkeit in der Stadt und ganz Südniedersachsen gewandt.

Der geplante Umzug Anfang des Jahres in neue Räumlichkeiten konnte bisher leider nicht erfolgen. Bauliche Komplikationen sind der Grund dafür, dass die angedachten Räumlichkeiten nicht bezogen werden können. Zuvor getroffene Absprachen hinsichtlich eines barrierefreien Zugangs sowie der Zeitplan wurden bisher leider nicht eingehalten.

Die bisherigen Räumlichkeiten am Markt liegen in der ersten Etage des Gebäudes und sind weder mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen erreichbar. Daher werden für die Unterbringung der sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Polizeidirektion Göttingen erneut neue Räume im Bereich der Innenstadt gesucht.

Um auch in Zukunft bürgernah bleiben zu können, sollten die neuen Räumlichkeiten deshalb im Zentrum der Stadt liegen. Außerdem müssen die Räume barrierefrei sein und sollten eine Größe von ca. 90 qm und eine Deckenhöhe von mindestens 2,30 Meter aufweisen. Zwei Toilettenräume sind ebenfalls in den Räumlichkeiten erforderlich.

Interessierte Vermieter können sich gerne bis zum 07. Juni telefonisch unter der Nummer 0551/491-1601 melden. Auf dem Postweg ist eine Kontaktaufnahme unter Polizeidirektion Göttingen - Dezernat 21, Groner Landstraße 51, 37081 Göttingen möglich. E-Mails senden Sie bitte an pressestelle@pd-goe.polizei.niedersachsen.de.
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26.05.2020 • 15:57 Uhr

Bei abklingender Corona-Pandemie: Polizei Niedersachsen ist gut ausgestattet - 270600 FFP2 Masken und 563.000 OP-Masken

Pistorius: „Ich bin sehr froh, wie schnell wir die Polizei mit professioneller Schutzausstattung ausstatten konnten!"

Schon Mitte Februar 2020 hat die Niedersächsische Polizei vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Corona-Pandemie damit begonnen, eine Reihe von Infektionsschutzmaterialien für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei zu beschaffen. So wurden die Polizeibehörden zum Beispiel mit FFP2-Masken, „OP"-Masken, Schutzbrillen, Schutzanzügen oder Acrylschutzwänden u.a. für den Bereich der Wache sowie Hand- und Oberflächendesinfektionsmitteln ausgestattet.

Insbesondere durch die Acrylschutzwände wird bei Gesprächen oder Vernehmungen mit Bürgerinnen und Bürgern für einen hohen beidseitigen Schutz gesorgt. Die Niedersächsische Polizei hat für diese Schutzausstattung in den vergangenen Wochen und Monaten insgesamt rund 3,5 Millionen Euro investiert.

Dazu äußerte sich der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, heute (26. Mai 2020) bei einem Besuch im Polizeikommissariat in Wunstorf: „Ich bin sehr froh, dass unsere Expertinnen und Experten im Februar sehr schnell und vorausschauend gehandelt haben. So ist es trotz der immer schwieriger werdenden Marktsituation gelungen, eine professionelle und umfassende Schutzausstattung für unsere Polizistinnen und Polizisten zu beschaffen. Der Schutz und die Einsatzfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Polizei hat - genauso wie der Schutz der Bürgerinnen und Bürger beim Kontakt mit der Polizei - oberste Priorität. Hier haben auch wir als großer öffentlicher Arbeitgeber eine Vorbildfunktion. Insgesamt kann man zum jetzigen Zeitpunkt durchaus sagen, dass die Niedersächsische Polizei bisher sehr gut durch die Krise gekommen ist."

Zu den bisherigen Maßnahmen kommt in den kommenden Tagen ein weiterer „Farbtupfer": Die Beamtinnen und Beamten werden mit wiederverwendbaren Mund-Nasen-Bedeckungen im Corporate-Design der Polizei ausgestattet. Die neuen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen seitlich den Schriftzug „Polizei" und sind aus einem waschbaren Stoffgewebe in blau-schwarz gefertigt. Hierdurch besitzen sie einen höheren Tragekomfort im Vergleich zu den sogenannten „OP"-Masken. In der Wirkung erhöhen sie, ebenso wie die OP-Masken, den Schutz anderer Personen vor einer möglichen Virenübertragung.

„Auch das Aussehen der Polizei hat sich seit Beginn der Pandemie verändert. Wir sind froh, dass die Polizei mit den Veränderungen wächst und nun alle Polizistinnen und Polizisten mit eigens für sie angefertigten Masken ausgestattet werden. So können die Kolleginnen und Kollegen weiterhin mit besonderer Rücksicht zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger arbeiten und weiter für Sicherheit sorgen", so der ebenfalls anwesende Präsident der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe.

Im Hinblick auf die Komplexität und Vielfältigkeit der Einsatzsituationen im polizeilichen Alltag, z.B. bei Fahrzeugkontrollen, dem Betreten von Wohnungen, Bürgergesprächen oder Erste-Hilfe-Maßnahmen, müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei in jedem Einzelfall und ständig neu bewerten, wie sie konkret vorgehen und welchen Infektionsschutz sie dafür benötigen. Zum Umgang mit diesen verschiedenen Situationen und der Nutzung der Ausstattung stehen unsere Expertinnen und Experten aus der Polizeiakademie Niedersachsen und die Ärztinnen und Ärzte des Medizinischen Dienstes in einem engen fachlichen Austausch, um eine fachliche Grundlage dafür zu bieten.

Infektionsschutzmaterial der Niedersächsischen Polizei (gerundet; Stand: 25.05.2020):

FFP2-Masken 270.600 Stück
FFP3-Masken 2.000 Stück
Schutzbrillen 7.200 Stück
Oberflächendesinfektion 17.800 Liter
Handdesinfektion 22.100 Liter
Einweghandschuhe 41.000 Stück
Einmalschutzanzüge 15.000 Stück
Einsatzhandschuhe (Paar) 5.800 Stück
Spuckschutzhauben 3.000 Stück
Acrylschutzwände 1.200 Stück
Vollsichtbrille (ultravision faceguard) 1.100 Stück
„OP"-Masken 563.000 Stück
Mund-Nasen-Bedeckung „Polizei" 140.000 Stück
Desinfektionsmittelspender (stehend / sensorgesteuert) 150 Stück.

red/fis











26.05.2020 • 15:49 Uhr

Junge Union in Northeim: Klares Ja zum Millionen-Projekt Amazon in "Northeim-West"

Als erste politische Gruppierung hat sich jetzt die CDU-Nachwuchsorganisation, Junge Union, aus der Deckung gewagt und Position zum geplanten Millionen-Projekt des US-Logistikkonzerns "Amazon" in der Kreisstadt Northeim (wir berichteten exklusiv) positioniert. Die Junge stärkt damit die Haltung von Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (SPD). Er favorisiert das Vorhaben. Es soll im Industriegebiet Northeim-West auf einem circa 60.000 Quadratmeter großen Areal entstehen. Dort ist derzeit noch Ackerland. JU-Pressesprecher Lucas Mennecke formuliert in seiner soeben veröffentlichten Erklärung:

Chancen ergreifen und aktiv werden. Das fordert die Junge Union Northeim. Dies muss auch bei demgeplanten Verteilzentrum des Versandhändlers Amazon im Northeimer Industriegebiet West gelten.„Man könne nicht immer die lokale Wirtschaft fördern wollen, aber wenn ein großes Unternehmen Interesse bekundet alles daran setzten Neuansiedlungen zu verhindern“, so die Kreisvorsitzende Julia Bielefeldt. Ein neues Verteilzentrum würde nicht nur zahlreiche Arbeitsplätze schaffen, sondern könnte auch weitere Unternehmen anlocken. Kritiker befürchten eine Gefahr für den lokalen Einzelhandel. „Menschen kaufen entweder vor Ort
oder im Internet bei Anbietern wie Amazon. Da spielt es keine Rolle, ob das Verteilerzentrum in
Northeim steht oder nicht“, so Bielefeldt. Northeim als Logistikstandort mitten in Deutschland
abzuwerten ist nicht zielführend. Vielmehr kann es uns durch die Ansiedlung eines weltweit
operierenden Unternehmens wie Amazon gelingen, den Wirtschaftsstandort Northeim
infrastrukturell zu stärken. Der lokale Einzelhandel hingegen könnte die Chancen nutzen, die das Internet zu bieten hat. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass mehr möglich ist, als das reine Geschäft in den Innenstädten. Ein Beispiel wäre eine gemeinsame Internetplattform der Northeimer Lokalunternehmen, welche dort ihr Sortiment anbieten und es direkt zu den Kunden liefern. So kann der Einzelhandel gleichauf mit dem Logistikstandort Northeim gestärkt werden.“
red/fis/Foto: Thomas Fischer













26.05.2020 • 15:30 Uhr

SPD will Perspektiven schaffen - Stadtrat entscheidet am heute über Corona-Anträge

Wenige Stunden vor der heutigen öffentlichen Sitzung des Gandersheimer Stadtrates ab 18.30 Uhr im Gandersheimer Schulzentrum hat sich die SPD-Ratsfraktion über ihren Vorsitzenden Niklas Kielhorn (Foto) mit einer ausführlichen Pressemitteilung ins Gespräch gebracht. In dem hier im Original dokumentierten Statement wird insbesondere auf die Anträge bezug genommen, die heute Abend zum Thema lokale Hilfsinitiativen der Stadt in der Corona-Krise auf der Tagesordnung stehen. Die Mitteilung zeigt die kommunalpolitische Stoßrichtung der Sozialdemokraten auf und gilt auch als offizielle Sprachreglung für die inhaltliche Behandlung des Corona-Themas.

Kielhorn: "Bereits seit dem 20. April durften alle Geschäfte in Bad Gandersheim wieder öffnen. Der Lock-Down hat für den größten Teil der Läden hier vor Ort also etwa fünf Wochen angedauert. Mit der Öffnung der Friseurgeschäfte am 4. Mai, der anschließend weiteren Zulassung körpernaher Dienstleistungen und letztendlich auch der Öffnung von Restaurants, Fitnessstudios und Spielhallen gelten inzwischen im Einzelhandels-, Restaurants- und Dienstleistungsbereich zwar nach wie vor Auflagen, aber die Türen sind nicht mehr verschlossen.

"Für jeden Inhaber, alle Selbstständigen und die gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war diese Zeit hart, wenn nicht gar existenzbedrohend", führt Niklas Kielhorn, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gandersheimer Stadtrat, aus. Die bestehenden Einschränkungen wie Maskenpflicht, Begrenzung der Personenzahl in den Geschäften und das gehemmte Konsumverhalten werden die Branchen noch länger in Atem halten. Umso wichtiger ist es, dass Land und Bund bereits finanzielle Unterstützung für die Gewerbetreibenden auf den Weg gebracht und teilweise ausgezahlt haben. Die Regierungen arbeiten mit Hochdruck an weiteren Hilfsmaßnahmen und wollen weiter bedarfsgerecht unterstützen.

Die Idee, dass die Stadt eventuell auftretende Deckungslücken zwischen den Soforthilfen und dem Bedarf der Betriebe schließen soll, ist für Unternehmen sicherlich interessant. Aus diesem Grund wurde die Möglichkeit eingehend geprüft und innerhalb der SPD-Fraktion diskutiert. Es hat sich herausgestellt, dass die Umsetzung schwer bis unmöglich ist. Vor allem, wenn man eine größtmögliche Gleichbehandlung aller erzielen will. "Die CDU-Fraktion hatte in einem zunächst nicht weiter ausformuliertem Antrag etwa 500.000 Euro zur Entlastung von Unternehmen gefordert.
Bei etwa 320 Gewerbesteuerzahlern in Bad Gandersheim plus einige andere Freiberufler (Architekt, Ergo-Therapien, Physio) und zum Beispiel Ferienwohnungsbetreiber, können wir mit einer Zahl von maximal 450 Empfängern rechnen. Dem Einzelnen kann mit dieser Summe weder ausreichend noch gerecht geholfen werden, da bei gleichmäßiger Verteilung des Betrages, jeder Antragssteller nur etwa 1.111 Euro bekäme. Der Stadt-Haushalt und damit jeder Bürger und jede Bürgerin müssten die halbe Million Euro trotzdem schultern", erklärt Niklas Kielhorn eine der Schwierigkeiten.

Nicht nur der Wirtschaft, auch der Stadtverwaltung und jedem einzelnen Privatmensch tut diese Pandemie weh. Der Stadt werden schätzungsweise 500.000 Euro an Einnahmen wegbrechen, hinzu kommt der Ausfall der Gewerbesteuer. Wegfall der Parkgebühren, der Einnahmen aus der Überwachung des ruhenden Verkehrs, der Kurtaxe, der Gemeindeanteile an Einkommens- und Umsatzsteuer und Mehrkosten für die Übernahme der Kitagebühren - das summiert sich schnell und belastet den Haushalt außerordentlich mit über einer halben Million.

SPD für "virtuelles Kaufhaus" als einen "Online-Marktplatz" -
Darüber erst einmal Gespräche führen...

Deshalb möchte die SPD den Fokus der Unterstützung perspektivisch legen. Anna-Madeleine Feg führt den Ansatz der SPD-Fraktion aus: "Uns ist es wichtig, eine Perspektive für die Zeit nach Corona zu schaffen und den Einzelhandel sowie den Tourismus in Bad Gandersheim dauerhaft zu stärken und zu unterstützen." Eine Möglichkeit ist dabei zum Beispiel ein virtuelles Kaufhaus einschließlich Lieferdienste, wie es bereits während des Lock-Downs entstanden ist. So einen Onlinemarktplatz empfehlen auch Gutachter wie jüngst dem Landkreis Northeim, um die lokalen Anbieter zu stärken. Auf diesem Wege sei auch eine einheitliche Plattform zum Buchen von Übernachtungen oder Reservierungen in Restaurants möglich. Aber auch ein Nachholen der Stadtfeste, möglicherweise mit finanzieller Beteiligung der Stadt, seien denkbar. Denn Sonderöffnungen mit "Eventcharakter" locken Gäste in die Innenstadt und kurbeln die Umsätze an.

Zu all diesen Themen soll die Bürgermeisterin zunächst Gespräche führen. Der Rat würde dann über die Ergebnisse informiert werden und kann dann entscheiden, wie weitere zielgerichtete Unterstützungsmöglichkeiten aussehen könnten.

"Wir werden neue Schulden machen, dass bringt die Corona-Pandemie mit sich. Wir müssen deshalb umso mehr darauf achten, dass wir das Geld gezielt ausgeben und zukunftsorientiert investieren", schließt der Fraktionsvorsitzende Kielhorn ab. Auch deshalb ist das von Finanzminister Olaf Scholz ins Spiel gebrachte Hilfspaket für die Kommunen so wichtig.
red/fis/
Das Bild zeigt die beiden wichtigsten SPD-Protagnisten in der Ratsfraktion mit Niklas Kielhorn und Anna-Madeleine Feg Foto: Thomas Fischer










26.05.2020 • 15:11 Uhr

Gute Baukonjunktur in Corona-Zeiten: Gesundheitszentrum Bad Gandersheim und Agravis-Projekt Altgandersheim "wachsen"

Vollkommen ungeachtet der lästigen Corona-Krise bleibt das Handwerk und speziell Bau- und Malerunternehmen auf Kurs: Das belegen aktuelle Aktivitäten in der südniedersächsischen Kur- und Rehastadt Bad Gandersheim. Beispiele dieser Baufortschritte sind hier dokumentiert. So das neue Gesundheitszentrum mit Fitnessstudio "Sportstadt" in der Marienstraße. Auf dem ehemaligen -V-Mark-Grundstück entsteht in wahrscheinlicher Rekordbauzeit dieses ehrgeizige Bauvorhaben des Investors und Betreiber der Sportstadt, Tobias Reinecke.

Eine weitere Bauaktivität betreibt der Agrarhandelsgigant Agravis bei seinem Stützpunkt in Altgandersheim. Das Gebäude steht soeben vor dem Abschluss der Arbeiten an einem soliden Fundament. Die Eisengitter sind verlegt. Jetzt wird demnächst Beton eingegossen. Auch auf dieser Baustelle ist eine erstaunliche Umsetzung des Hallenprojektes zu bestaunen.

In Bad Gandersheims Innenstadt schreiten die Fassadenverschönerungen rund um die Postfiliale am Domnänenhof ins finale Stadium. Hier sind die Spezialisten der Malerbranche im Einsatz. In der Umgebung steht demnächst ein weiteres ehrgeiziges Projekt bevor. Abrüstungen an der betroffenen Fassade sind bereits erledigt. Jetzt darf man auf etwas aufregend Neues gespannt sein!
red/Fotos: Marc Reiser
















26.05.2020 • 14:56 Uhr

Geldsegen: 31.000 Euro der Reitverein Weser-Solling und Turngemeinde Northeim mit 25.000 Euro

CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Lorentsen: Das Land hilft vor Ort - Lokale Sportvereine erhalten rund 56.000 Euro aus Niedersachsen

Nachdem bereits 2019 zahlreiche Sportvereine in ganz Niedersachsen Fördermittel für lokale Sportanlagen beantragen konnten, stellte die Landesregierung in diesem Jahr erneut vier Millionen Euro für Förderanträge zur Verfügung. Auch den Landkreis Northeim erreichten rund 56.000 Euro. Gefördert werden in diesem Jahr mit 31.000 Euro der Reitverein Weser-Solling und die Turngemeinde Northeim mit 25.000 Euro. „Die Förderung lokaler Sportvereine ist gerade jetzt ein wichtiges Zeichen. Sie sind Ankerpunkte der Gemeinschaft und fördern unsere Sportkultur im Landkreis.“ erläutert CDU-Kreisvorsitzende Kerstin Lorentsen. Mit den Fördermitteln möchte der Reitverein seine unter anderem seinen Außenreitplatz erneuern. erneuern und auch die Außenreitplätze renovieren. Der Northeimer Turngemeinde helfen die Finanzmittel bei der Erneuerung ihrer Kleinturnhalle. Es sollen u.a. das Dach renoviert werden und ein neuer Geräteschuppen gebaut werden. Durch die Initiative des Landes werden kleine und lokale Vereine und Sportgemeinschaften bei ihren Projekten unterstützen. Sie richtet sich gezielt an Breitensportarten und unterstützt so die Vielfalt und Handlungsfähigkeit unserer Vereine. Auch im nächsten Jahr werden Vereine wieder vom Land Niedersachsen gefördert. Anträge können bereits jetzt beim niedersächsischen Innenministerium gestellt werden.red/










26.05.2020 • 14:45 Uhr

Acht neue E-Motorräder für die Polizei Niedersachsen - für insgesamt 267.000 Euro

Pistorius: „Wir setzen unseren Weg Richtung E-Mobilität bei der Polizei konsequent fort"

Die Polizei des Landes Niedersachsen setzt bei der sukzessiven Erneuerung des Fuhrparks weiter konsequent auf E-Mobilität. Nachdem erste Elektromotorräder bereits seit 2018 in der Polizeidirektion Osnabrück erfolgreich eingeführt wurden, geht das Land Niedersachsen jetzt den nächsten Schritt und schafft acht Elektro-Motorräder im Gesamtwert von ca. 267.000 Euro an.



Der Niedersächsische Minister für Innere und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Mit diesen hochmodernen Motorrädern setzen wir den Weg der Modernisierung konsequent fort. Diese acht Elektro-Motorräder sind weitere umweltfreundliche und moderne Bausteine unserer stetig anwachsenden Flotte an E-Polizeifahrzeugen. Inklusive weiterer Auslieferungen von Elektro-Fahrzeugen in diesem Jahr werden dann etwa 5 Prozent unseres Fuhrparks rein elektrisch sein." Weiter sagte Pistorius: „Unsere Flotte ist ständig sichtbar und eine Art Visitenkarte der Niedersächsischen Polizei. Es ist wichtig, Neuanschaffungen immer auch unter einem ökologischen Gesichtspunkt zu tätigen und uns dabei bewusst zu sein, dass wir mit unserer Fahrzeugflotte auch eine Vorbildfunktion haben."

Die Elektro-Motorräder können bei fast allen polizeilichen Einsätzen, z.B. als schnelle und bewegliche Fahrzeuge innerhalb von Staus oder bei der Begleitung von Demonstrationen und Umzügen, eingesetzt werden. Deutschlandweit einmalig ist zudem, dass diese acht Motorräder auch als Ehreneskorte bei Staatsbesuchen genutzt werden. Die Anzahl der Motorräder ist protokollarisch festgelegt. Häufigste Formen sind die 15er- und 7er-Eskorte. Dabei werden die Fahrzeuge der Staatsgäste keilförmig mit den Motorrädern begleitet.

Die acht Elektro-Motorräder werden im Zentralen Verkehrsdienst der Polizeidirektion Hannover eingesetzt. Dort werden nun weitere Erfahrungen mit den elektrischen Motorrädern gesammelt, um in Zukunft sukzessive alle Motorräder mit Verbrennungsmotor durch elektrische Motorräder in der Niedersächsischen Polizei ersetzen zu können.

Volker Kluwe, Präsident der Polizeidirektion Hannover, freut sich über den Neuzugang in seiner Flotte: „Mehr als 115.000 Kilometer legt jedes unserer Motorräder pro Jahr im Schnitt zurück. Mit den neuen Elektro-Motorrädern fahren die Einsatzkräfte der Polizei nun nicht nur emissionsfrei, sondern auch komfortabler. Die neuen Maschinen sind leise, wendiger und besser im Handling - ein großer Vorteil, besonders für die Einsatzfahrten in der Stadt."

Die E-Motorräder bieten gegenüber dem Verbrennungsmotor einige Vorteile: Neben dem emissionsfreien Antrieb sind sie um fast 100 kg leichter, haben geringere Geräuschemissionen, höhere fahrdynamische Eigenschaften sowie eine einfachere und damit sicherere Handhabung. Die Antriebsbatterie bietet zudem genügend Energie, um auch im stehenden Betrieb die komplette Polizeitechnik über einen langen Zeitraum zu versorgen. Zudem lässt sich, trotz eines höheren Grundpreises, im Gesamtergebnis auch ein deutliches Einsparpotenzial zugunsten von E-Motorrädern feststellen. Beschafft wurden die Elektro-Motorräder durch die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD).

Der Polizeivizepräsident der ZPD, Uwe Lange, sagte hierzu: „Als wichtiger Dienstleister für die Polizei Niedersachsen verfügen wir inzwischen über wertvolle Erfahrungen im Betrieb von elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen. Dort wo es sinnvoll und möglich ist, werden wir im Zuge der Flottenmodernisierung noch intensiver auf emissionsfreie Antriebe setzen."
red/fis










26.05.2020 • 11:58 Uhr

Rücksichtsloses Fahrverhalten auf der L 569 - Polizei sucht Geschädigten

Soeben gibt die Polizei in Göttingen folgende Mitteilung heraus:
Auf der Landesstraße 569 zwischen den Ortschaften Klein Lengden und Benniehausen kam es bereits am 10. Mai 2020 gegen 18.15 Uhr zu einer Straßenverkehrsgefährdung.

Zeugenaussagen zufolge habe der Fahrer eines schwarzen Toyota Avensis seinen Pkw mehrfach in den Gegenverkehr gelenkt und sei in Schlangenlinien über die Landesstraße gefahren. Ein aus Richtung Benniehausen entgegenkommender Pkw musste nach rechts ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Bei dem Pkw soll es sich vermutlich um einen schwarzen Kia Ceed oder einen Subaru mit Göttinger (GÖ) Zulassung handeln.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs. Hierzu sind die Beamten auf der Suche nach dem entgegenkommenden Pkw, welcher dem Toyota ausweichen musste und somit vermutlich unmittelbar gefährdet wurde.

Der Fahrer sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05504/93790-0 bei der Polizei in Friedland zu melden.mb











26.05.2020 • 11:56 Uhr

Corona-Virus-Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch sechs Infizierte, 122 Fälle insgesamt, 112 davon gesund und jetzt vier Corona-Tote

Aktuell gibt es 122 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Im Vergleich zu Montag ist damit kein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 112 Personen – ebenso viele wie am Montag – gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Leider gibt es jetzt den vierten Todesfall einer mit Corona infizierten Person aus dem Landkreis Northeim. Es handelt sich dabei um einen Mann fortgeschrittenen Alters, der in einem Krankenhaus gestorben ist.Das teilt soeben die Pressestelle des Landkreises Northeim mit. lpd/Symbolfoto: Fis WMG










26.05.2020 • 11:54 Uhr

KVHS Northeim informiert: Kurse werden fortgesetzt, soweit es möglich ist

In den Niedersächsischen Kreisvolkshochschulen sind Bildungsangebote und das Ablegen von Prüfungen wieder erlaubt. Klar ist aber schon jetzt, dass die Hygienebestimmungen und Abstandsregelungen einen „Normalbetrieb“ noch nicht zulassen. Die Kreisvolkshochschule Northeim bittet deshalb noch um ein wenig Geduld. Sie wird sich mit allen Beteiligten in Verbindung setzen, und darüber informieren, ob und wenn ja wie auf welche Art die Kurse stattfinden werden.

Vor der Wiederaufnahme der Kurse arbeitet die Kreisvolkshochschule derzeit an einem Hygienekonzept. Oberstes Ziel ist, die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus so gering wie möglich zu halten und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Kursleitungen zu schützen.

Es gibt Kurse, bei denen das Abstandsgebot von 1,5 Metern zwischen den Personen nicht eingehalten werden kann oder bei denen der vorgeschriebene Abstand pädagogisch nicht geboten erscheint. Auch Kurse mit Bewegungsinhalten führen auf Grund des vorgeschriebenen Abstands von zwei Metern zu Problemen hinsichtlich der verfügbaren Räumlichkeiten und Flächen. Auch Chorunterricht darf derzeit nur für kleinere Gruppen gegeben werden. Deshalb klärt die Kreisvolkshochschule derzeit mit den Kursleiterinnen und Kursleitern, ob die Angebote unter den geltenden Bedingungen stattfinden können.
Unabhängig davon wird das Online-Angebot stetig ausgeweitet. So konnte das Abschlusskolloqium für den Lehrgang „Pädagogische Mitarbeiterin oder Mitarbeiter an Grundschulen“ online durchgeführt werden. Zwölf Teilnehmende konnten den Lehrgang dadurch erfolgreich beenden.

Bei den unterbrochenen Integrationskursen ist es wichtig, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem gleichen Lernstand bleiben. Deshalb gibt es Online-Tutorials, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Das Angebot gilt nur für die unterbrochenen Integrationskurse.

Die Deutsch-Sprachberatung findet ab sofort telefonisch statt. Upul W. de Silva von der Kreisvolkshochschule ist dafür jeweils von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0178 1647 941 zu erreichen. Eine Ausweitung auf Videokonferenzen wird geprüft.

Zum Thema zweiter Bildungsweg hat bereits eine erste Informationsveranstaltung online stattgefunden. Wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen wird der Lehrgang online angeboten. Anmeldungen sind noch möglich. Ab dem 10. Juni gibt es einen neuen digitalen Schnupperkurs (Kurs-Nr. A660X1) zum zweiten Bildungsweg. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, sich einen Einblick in das Unterrichtsgeschehen anhand der Fächer Englisch, Geschichte, Wirtschaft und Mathematik zu verschaffen.
Die Sommerakademie mit vielen spannenden Angeboten soll dieses Jahr online stattfinden. Geplant sind viele kostenlose Schnupperkurse in Spanisch, Englisch, Russisch, Polnisch sowie Gesundheitskurse. Zu gegebener Zeit wird es dazu Informationen auf der Internetseite kvhs-northeim.de geben.
Die Kreisvolkshochschule beantwortet Fragen und berät Interessierte unter 05551/708-8210 oder per E-Mail an info@kvhs-northeim.de.

Zum Bild: Bei der Kreisvolkshochschule werden die Kurse demnächst fortgesetzt – soweit das trotz Corona möglich ist. Das Foto zeigt eine Teilnehmerin an einem Schmiedekurs. Archiv-Foto: Senger











26.05.2020 • 11:50 Uhr

Säbelrasseln aus Peking: 10.000 Soldaten stünden bereit, die Interessen Pekings durchzusetzen

GfbV in Göttingen: „Europäische Politik muss sich zu ihrer Schutzverantwortung bekennen“ - für Hongkong

Schon wieder versucht die Kommunistische Partei Chinas (KP) das Prinzip „Ein Land, zwei Systeme“ zu unterlaufen. Vorbei an Hongkongs formal unabhängiger Regierung sollen sogenannte Sicherheitsgesetze eingeführt werden, die es zum Beispiel verbieten, sich über Chinas Nationalhymne lustig zu machen. „Kaum regt sich dagegen Widerstand, droht Peking mit Gewalt“, kritisiert Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen.

. „Es wäre fatal, die Drohungen nicht ernst zu nehmen. Nur wenn die KP internationalen Gegenwind bekommt, wird sie vor einer massiven Eskalation absehen.“ Nach Angaben eines chinesischen Kommandanten stünden 10.000 Soldaten bereit, um die Interessen des Festlandes in der Stadt durchzusetzen.

Die monatelangen Proteste gegen ein anderes „Sicherheitsgesetz“ im vergangenen Jahr waren coronabedingt zum Erliegen gekommen. Die chinesische Führung hatte bereits Soldaten und militärisches Gerät in die Nähe der ehemaligen britischen Kolonie verlegt. „Aufgrund der neuen Initiative flammen die Proteste nun wieder auf. Wenn die Soldaten vor Ort zum Einsatz kommen, ist ein Massaker zu befürchten“, so Delius. Der Menschenrechtler erinnert an die blutige Niederschlagung von Protesten der Demokratiebewegung vor fast genau 31 Jahren. Damals wurden hunderte, vielleicht tausende Menschen getötet. Genaue Zahlen sind bis heute nicht bekannt. Tausende weitere wurden im ganzen Land verhaftet.

„In der angespannten Situation ist es besonders wichtig, dass sich die europäische Politik zu ihrer Schutzverantwortung bekennt und auf Mäßigung drängt. Der KP muss klarwerden, dass die internationale Gemeinschaft sie beobachtet und einen Angriff auf Hongkongs Bevölkerung trotz der wirtschaftlichen Macht Chinas und trotz Corona nicht dulden wird“, erklärt Delius. red/fis










26.05.2020 • 10:03 Uhr

Ab Juni mittwochs in der Helios-Klinik Bad Gandersheim: Hebammensprechstunde statt Café Kinderwagen

Hebamme und Stillberaterin Ingrid Lohmann, die das Café Kinderwagen in Bad Gandersheim betreut, bietet ab 3. Juni immer mittwochs in den Räumlichkeiten der Helios Klinik Bad Gandersheim eine Hebammensprechstunde an.

Das Angebot richtet sich an werdende Eltern und Eltern mit Kindern bis zum ersten Lebensjahr. „Da das Café Kinderwagen derzeit in seiner gewohnten Form nicht stattfinden kann, ist es umso wichtiger, dass die schwangeren Frauen und jungen Mütter und Väter jetzt wieder eine persönliche Ansprechpartnerin haben“, erklärt Michaela Unger von der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen im Landkreis Northeim.

Auch Ingrid Lohmann, die sonst das Café Kinderwagen leitet, freut sich, dass es wieder losgeht: „Die Sprechstunde zu allen Fragen der Pflege und Entwicklung von Babys ist eine Alternative zum Eltern-Kind-Treffen. Der so wichtige persönliche Austausch unter den Eltern kann auf diesem Weg natürlich nicht ersetzt werden, die Eltern können durch die persönliche Beratung dennoch Unterstützung finden.“

Die Sprechstunde findet mittwochs von 9.30 bis 11 Uhr im Verwaltungsgebäude hinter der Helios Klinik in Bad Gandersheim statt, dies ist auch der gewohnte Ort des ansonsten stattfindenden Café Kinderwagens. Die Klinik befindet sich in der Albert-Rohloff-Str. 2 in Bad Gandersheim.
Termine sind im Vorfeld telefonisch unter 05183/5632, möglichst montags vormittags zwischen 9-13 Uhr mit Ingrid Lohmann zu vereinbaren. Aufgrund der derzeitigen Pandemie-Situation sind die Hygieneregeln, wie die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 m sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung unbedingt zu beachten.lpd

Zum Bild: Ingrid Lohmann (links) und Michaela Unger mit Klinikgeschäftsführer Johannes Richter. Die Aufnahme entstand vor der Corona Pandemie aufgenommen! Foto: lpd












26.05.2020 • 09:49 Uhr

Fitnessstudios: Sportstadt Bad Gandersheim neu gestartet - Lob für die Trainierenden

Nach der Zwangspause aufgrund der Corona-Verbote und Kontaktsperren ist am gestrigen Montag neues Leben in den Fitnessstudios in Südniedersachsen erwacht. So auch in der Sportstadt in Bad Gandersheim.

Hier haben sich die Verantwortlichen Intensivstation mit den vergebenen Regelwerken beschäftigt. Alle Maßnahmen für eine verschärfte Hygiene gegen den lästigen Corona-Virus sind eingeleitet, versichert der Betreiber. Dazu gehören die Desinfektionen und die Einhaltung der Abstandsregelungen, um zwei grundsätzliche Bedingungen hier zu erwähnen. Alle weiteren Hinweise sind auf schriftlichen Hinweisen gut leserlich (in Deutsch!) im Studio gleich am Eingang aufgehängt. Geräte, die aufgrund der Abstandsvorgaben (2 Meter) zu dicht nebeneinander stehen, sind mit rotweißem Sicherheitsband gesperrt. Rote Pfeile weisen die Laufrichtungen im Stadion. Niemand soll sich zu nahe kommen.

Trotz dieser erschwerten Bedingungen lief der Trainings- und Fitnessbetrieb gestern behutsam an. "Die Leute sind sehr diszipliniert und halten die Spielregeln toll ein", war Lob zu hören.red
















26.05.2020 • 09:38 Uhr

Geschäftseinbruch in Bad Harzburg: Tresorwürfel geknackt und geplündert

In der Nacht zum Montag überkletterten unbekannte Täter einen Zaun, um auf das Gelände eines Motorradgeschäftes im Bad Harzburger Gewerbegebiet Hackelkamp zu gelangen. Hier hebelten sie ein Fenster des Geschäftsgebäudes auf und kletterten in das Gebäude. Dort wurde dann in einem Büro ein Tresorwürfel gewaltsam geöffnet und eine dreistellige Summe an Bargeld entwendet. Die Polizei in Bad Harzburg hat die Ermittlungen aufgenommen.ots










26.05.2020 • 08:39 Uhr

Bauern sollen für fünf Meter breite Begrünung an den Ufern von Gewässern sorgen

Soeben fand im Deutschen Bundestag eine Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes statt. Die vorgesehene Gesetzesänderung soll die Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie in Deutschland ergänzen. Hierzu erklärte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.:

„Die vorgesehene Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz unserer Gewässer. Mit der Änderung soll auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, die an Gewässer grenzen und die eine Hangneigung von durchschnittlich mindestens fünf Prozent aufweisen, eine verpflichtende Begrünung in einem Bereich von fünf Metern an den Ufern vorgeschrieben werden.

So kann verhindert werden, dass Düngemittel während der Ausbringung in Gewässer gelangen oder nachträglich dorthin abgeschwemmt werden. Neben der erforderlichen Reduzierung der Düngemengen ist dies ein wichtiger Schritt, um die Nitrateinträge im Grundwasser zu verringern.

Gewässerrandstreifen dienen zudem der Renaturierung und damit Verbesserung des Gewässerzustandes, bieten dem Gewässer mehr Entwicklungsmöglichkeiten und tragen bei entsprechender Ausgestaltung der Pflanzendecke zur Beschattung des Gewässers bei. Das ist gerade mit Blick auf den Klimawandel und den damit zunehmenden Dürreperioden von Bedeutung.“ red











26.05.2020 • 08:31 Uhr

Jetzt Öffentlichkeitsfahndung nach EC-Karten-Diebin - Sie hatte einer Oma (85) das Portmonee geklaut

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig genehmigte soeben ein Ermittlungsrichter die öffentliche Fahndung nach einer mutmaßlichen EC-Karten-Diebin mit einem Bild aus einer Überwachungskamera einer Bankfiliale in Helmstedt. Den Ermittlungen nach entwendete die Unbekannte zunächst am 20. Februar in einem Geschäft in der Straße Gröpern in der Innenstadt einer 85 Jahre alten Rentnerin unbemerkt das Portmonee aus ihrer Handtasche. Innerhalb von nur 15 Minuten suchte die Diebin Bankautomaten zweier naheliegender Bankfilialen auf und hob insgesamt 1650 Euro ab.

Die gesuchte Unbekannte ist 25 bis 40 Jahre alt. Sie trug einen hellblauen Steppmantel, eine helle Mütze, einen langen Schal und eine dunkle Hose sowie schwarze Stiefel. Die Polizei Helmstedt nimmt Hinweise zu der Tat unter Telefon 05351-5210 entgegen. ots/Foto: Polizei










26.05.2020 • 08:21 Uhr

Corona: 21 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen am Wochenende

Nachdem der "Vatertag" im Landkreis Höxter im Hinblick auf Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung sehr unauffällig war und sich die Bürger im Kreisgebiet aus polizeilicher Sicht vorbildlich verhielten, gab es am vergangenen Wochenende jedoch eine Häufung von Corona-bedingten Vorfällen, um die sich Polizei und Ordnungsamt kümmern mussten.

Denn trotz aller Lockerungen gelten immer noch die grundlegenden Regeln der Coronaschutzverordnung. Dazu gehören zum Beispiel das Ansammlungsverbot und das Abstandsgebot. Veranstaltungen und Feiern sind weiterhin untersagt. So wurden bei drei Einsätzen an diesem Wochenende insgesamt 21 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen verhängt.

Am Samstag, 23. Mai, gegen 8 Uhr wurde zunächst eine "Ballung" von Personen in einem Lebensmittelmarkt an der Langen Straße in Bad Driburg gemeldet. Das Ordnungsamt wurde eingeschaltet, der Betreiber hatte aber unter anderem durch Reduzierung der verfügbaren Einkaufswagen und Begrenzung der zulässigen Personenzahl in dem Markt die aktuellen Vorschriften eingehalten.

Anders war es bei fünf Personen, die am Samstag, 23. Mai, gegen 18.50 Uhr in einem Auto auf der B 83 zwischen Beverungen und Herstelle kontrolliert wurden. Da die fünf erwachsenen Personen allesamt aus verschiedenen Haushalten stammten und somit gegen die weiterhin gültigen Regeln der Coronaschutzverordnung verstießen, wurden fünf Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen verhängt. Eine ähnliche Situation hatte sich in der Nähe eines Schnellrestaurants an der Albaxer Straße in Höxter abgespielt. Hier waren am Samstag, 23. Mai, gegen 1.50 Uhr in einem Auto vier erwachsene Personen angetroffen worden, die ebenfalls aus getrennten Haushalten stammten und daher eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige erhielten.

Außerdem wurde am Freitag, 22. Mai, gegen 20.15 Uhr eine unerlaubte Feier in einer Hütte bei Bad Driburg gemeldet. Von den Polizeibeamten wurden dort zwölf Personen zwischen 14 und 20 Jahren angetroffen, gegen die jeweils eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige aufgenommen wurde. /nig/Symbolbild










26.05.2020 • 08:13 Uhr

Torfhausberg: Von 200 Motorradfahrern müssen 38 mit Fahrverboten rechnen - Ein rabiater Kradfahrer gab Messanlage einen Fußtritt

Die Polizei in Goslar berichtet soeben:
An den beiden vergangenen Sonntagen wurden durch die Polizei Goslar Geschwindigkeitskontrollen im Bereich der Bundesstraße 4 am Torfhausberg durchgeführt. In diesem Bereich ist die Höchst- geschwindigkeit an mehreren Stellen auf 60 km/h begrenzt, da hier häufig Fußgänger die vierspurige Fahrbahn überqueren. Aufgrund dieser Gefährlichkeit finden hier regelmäßig Geschwindig-überwachungen statt.

Am ersten Kontrollsonntag fuhren mehr als 6500 Fahrzeuge durch die Kontrollstelle. Von denen waren etwa 550 der Fahrer zu schnell unterwegs. Hierunter waren circa 200 Motorradfahrer. Insgesamt müssen 38 der gemessenen Fahrer mit einem Fahrverbot rechnen. Unter diesen befand sich möglicherweise auch der Motorradfahrer, der langsam fahrend gegen die Messanlage trat, um weitere Messungen zu verhindern. Die Anlage wurde aber nicht beschädigt und die Messungen konnten fortgesetzt werden. Gegen den Fahrer laufen nun weitere Ermittlungen.

Am zweiten Sonntag fuhren dann mit etwa 2200 Fahrzeug deutlich weniger Fahrzeuge durch die Kontrollstellen. Trotzdem stieg die Anzahl der Verstöße erstaunlicherweise an. Beinahe 670 Fahrzeugführer waren zu schnell. Darunter waren 46 Motorräder. Die Höhe der gefahrenen Geschwindigkeiten führte dazu, dass an diesem Sonntag 71 Messungen im Bereich von Fahrverboten lagen. Die Maximalgeschwindigkeit war an beiden Tage bei über 110 km/h. ots










26.05.2020 • 06:56 Uhr

Gute Nachricht des Tages: Kein Corona-Hygieneaufschlag in Bad Gandersheim

Aufreger des Wochenbeginns war die Nachricht von offen ausgewiesenen Corona-Hygieneaufschlägen für erste Dienstleistungen wie bei Arztbesuchen und in gastronomischen Betrieben.

Das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group schickte noch am Montag seine Reporter und Reporterinnen los. Wird dieser Hygieneaufschlag auch schon in Cafés im staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim erhoben? Die Recherchen erstreckten sich zunächst auf Visiten und Nachfragen in den Cafés "Zeitgeist" in. der Burgstraße, "Roswitha-Cafe" im E-Center und "Caféhaus" von Kalle Brinkmann im Hagen.

"Nein, einen Hygieneaufschlag berechnen wir bei Besuchen in unserem Café nicht!", so in allen drei Lokalen die klare Ansage und vernommene positive Nachricht. Dabei wird sich in den Cafés intensiv angestrengt, die strengen Corona-Hygiene-Regeln einzuhalten. Desinfektion gleich am Eingang. Jeder Gast wird dokumentiert. Nach dem Besuch wurden im Café "Zeitgeist" Tisch und Stühle nach ihrer Benutzung durch die Gäste frisch desinfiziert. Also der Aufwand ist beträchtlich.
Und dennoch: Noch ist nichts deswegen teurer geworden. "Wir sind froh, dass überhaupt unsere Gäste wieder aufschlagen", erklärte uns eine freundliche Servicedame. Sie fand es schade, dass viele Stammkundinnen derzeit noch sehr zurückhaltend sind mit ihren Ritualen des morgendlichen Cafebesuches. "Die haben irgendwie noch Angst, dass sie sich anstecken könnten. Besonders die Seniorinnen sind sehr, sehr vorsichtig! Aber bei uns ist alles clean!"
red/Fotos: Fis WMG












26.05.2020 • 06:32 Uhr

Kreativ und keck: Corona die schönen Zähne zeigen...

Uniform ist out - kreativ ist in! In der abklingenden Corona-Krise gibt es bei allen immer noch belastenden Beschränkungen und Beklemmungen verheißungsvolle Momente. Beispielsweise die Art und Weise, wie Menschen mit der lästigen Mund- und Nasenbedeckung umgehen. Gestern entdeckte ein Reporter des Redaktionsnetzwerkes eine muntere Blondine mit einer total kecken Maske. Auf schwarzem Tuch knallrote Lippen und schneeweiße Zähne. Eine Corona-Maske mal nicht medizinisch und hygienisch nüchtern, sondern diesmal wirklich süß anzuschauen. Schmunzeln und ein zweiter Blick unbedingt erlaubt. Die nette Trägerin hatte alle Sympathien auf ihrer Seite.
red/Foto: Nicole Klawitter










26.05.2020 • 06:21 Uhr

Northeimer Handball Club präsentiert 1. Neuzugang für sein 3. Liga Team

Vom Nachwuchsleistungszentrum des Handball Clubs C Elbflorenz kommt mit Matteo Neufing ein noch 18 Jähriger talentierter Handballer zum Northeimer Handball Club. Der 1,91 Meter große Matteo begann bei seinem Heimatverein Radebeuler HV - Nahe Dresden - in der E-Jugend mit dem Handballsport und wechselte bereits im C-Jugend Alter zum großen Nachbarn vom HC Elbflorenz. Beim HCE durchlief er alle Altersklassen, spielte zuletzt in der A-Jugend Oberliga und sammelte erste Erfahrungen in der Zweitvertretung in der 3. Liga Mitte. Er profitierte in Dresden von idealen Trainingsmöglichkeiten und genoss so eine hervorragende Ausbildung. Nun verschlägt es ihn wegen seines Volkswirtschaftsstudiums nach Göttingen. Über den Studienort kam Matteo auf den Northeimer HC. Ihm hat direkt die freundliche Art und familiäre Atmosphäre die der NHC ausstrahlt zugesagt. Zunächst möchte er sich weiterbilden und in der Mannschaft etablieren. Matteo wird den NHC im Abwehrzentrum und am Kreis verstärken. Die Northeimer Fans können sich auf einen motivierten Spieler mit viel Potential freuen. Wir heißen Matteo in der NHC-Familie herzlich Willkommen! red/ok












25.05.2020 • 23:03 Uhr

Störfall aktiviert den Brandmelder bei Auer in Bad Gandersheim - Rohr geplatzt, heißer Dampf ausgetreten

Die Ursache des heutigen abendlichen Alarms einer Brandmeldeanlage im Auer Lighting Werk in Bad Gandersheim ist geklärt. „Es war kein Fehlalarm“, erklärte auf Nachfrage Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock. Vielmehr sei aus einem geplatzten Rohr heißer Dampf ausgetreten. Der habe den Brandmelder ausgelöst. Nach Inaugenscheinnahme der Ursache durch eine Führungskraft der Feuerwehr Bad Gandersheim sei das vorsorglich auf den Weg geschickte Löschgruppenfahrzeug wieder zurückbeordert worden. Menschen seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen.
red/ Fotos: FisWMG












25.05.2020 • 23:02 Uhr

Polizei bestätigt: „Brandmelde- Anlage bei Auer schlug an“ - Stadtbrandmeister mit Sirenenalarm vor Ort

Aufregung vor wenigen Minuten in Bad Gandersheim: mehre Feuerwehrfahrzeuge jagten unter Blaulicht und Martinshorn durch die Stadt. In ihren Einsatzfahrzeugen Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock und Ortsbrandmeister Wilfried Nobel. Ihr Einsatzziel: das Auer Lighting Werk bei Brunshausen. „Die Brandmeldeanlage hat angeschlagen!“, bestätigte ein Polizeisprecher den Einsatz auf Anfrage. Ob es ein Fehl- oder Vorsichtsalarm war ist zur Minute unklar. Klar ist, ein Großraumfahrzeug der Feuerwehr Bad Gandersheim wurden zwar kurzzeitig zur Auer beordert, konnte aber wieder umkehren.
red/Foto: Fis WMG










25.05.2020 • 19:43 Uhr

Ratssitzung in Bad Gandersheim: Dienstag oder Donnerstag?

Gelegentlich ist die Gandersheimer Stadtverwaltung penibel darauf bedacht, auf News-Splitter bei anderen Medien hinzuweisen, aber den Balken im eigenen Auge gelegentlich nicht erkennt.

Aufmerksame Leser des Internetauftritts der Stadt haben nun auf ein kleines aktuell hier dokumentiertes Missverständnis aufmerksam gemacht:

Bei den aktuellen Meldungen auf der Stadtseite wird auf eine Ratssitzung am "Donnerstag, den 26.Mai 2020" hingewiesen. Da diese Kombination von Datum und Tag aber nicht passt, Donnerstag ist der 28. Mai, haben wir nachgehakt. Die Klärung wird erfahrbar, wenn man weiterklickt: Die "Amtliche Bekanntmachung" zu der Stadtratssitzung im Internetauftritt der Stadt weist dann eindeutig den "Dienstag, 26. Mai 2020" als den tatsächlichen und richtigen Termin hin.

Die öffentliche Sitzung findet ab 18.30 Uhr wiederum im Forum des Schulzentrums der Roswithastadt statt. Bitte beachten: Wieder unter den bekannten Hygieneregeln wegen der Corona-Krise. Niemand soll sich mit dem widrigen Virus anstecken! red/Screens Homepage Stadt Bad Gandersheim












25.05.2020 • 19:27 Uhr

Roy Kühne bietet Telefonsprechstunde an

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne aus Nordheim bietet eine Telefonsprechstunde für Bürgerinnen und Bürger an. Sie findet statt am Donnerstag, 28. Mai 2020, zwischen 16.30 – 17.30 Uhr. In dieser Zeit können Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen telefonisch mit Roy Kühne besprechen. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird vorab um Anmeldung unter roy.kuehne@bundestag.de oder per Telefon 030/22779187 gebeten.red/fis/Foto: Trutschel












25.05.2020 • 19:06 Uhr

Jens Kestner: „Busunternehmen brauchen Hilfen, die nicht in Knebelverträgen münden und Pleiten produzieren!“

Die von der Corona-Krise gebeutelte Busreisen-Branche taumelt und sieht sich existenziellen Bedrohlichkeit ausgeliefert. In dieser wirtschaftlich schwierigen Lage - kennzeichnend dafür sind auch die unendlichen Geister- und Leerfahrten vieler Busse in Südniedersachsen - ha hat sich der Bundestagsabgeordnete Jens Kestner eindringlich zu Wort gemeldet. Der AfD-Politiker bricht eine Lanze für die Branche. In seiner soeben verbreiteten Mitteilung heißt es u.a. im Originalton:

"Niedersachsens Ministerpräsident Weil riet am 14. März zu Rad statt Bus und Bahn. Einen Rat für Niedersachsens Busunternehmen, die dank Corona-Krise mit fest angezogener Handbremse in die Insolvenz rutschen, hat er nicht. Die Situation vieler Busunternehmen, die in einem wettbewerbsstarken Markt mit Minimalmargen kalkulieren müssen, ist dramatisch. Tausende Pleiten drohen und Mitarbeiter, vom Sekretariat bis zu den Busfahrern und Mechanikern, werden wohl von der Kurzarbeit in der Arbeitslosigkeit landen, wenn nicht schnell geholfen wird. Hilfsgelder aus Landesmitteln stehen zwar als Darlehen bereit, müssen jedoch oftmals mit drei Prozent Verzinsung in zehn Jahren zurückgezahlt sein. Für viele Busunternehmen ist dies keine Chance fürs Überleben, denn hohe Rückzahlungen zu den oft ohnehin hohen Betriebskosten der Busflotten, sind kaum zu bewerkstelligen.
Jens Kestner: „In meinem Landkreis Northeim gibt es nur noch wenige Busunternehmen, die u.a. in der Stadt Northeim,in Einbeck, Katlenburg-Lindau und Moringen ansässig sind. Jedes Unternehmen steht für Arbeitsplätze, von Büromitarbeitern bis hin zu Busfahrern und Unternehmern selbst. Anfang Mai verwies das Northeimer Busunternehmen Weihrauch Uhlendorff GmbH darauf, dass trotz vollmundiger Ankündigungen der Politik kein Cent Unterstützung gewährt wurde. Jeden Tag schreibt die Bustouristik Verluste, weil Räder stillstehen und keine Besserung in Sicht sei.red/Foto: Fis WMG










25.05.2020 • 18:55 Uhr

Erneuter Anlauf für Reparatur auf der L 546: Zwei Tage Vollsperrung zwischen Lüthorst und Wangelnstedt

Die Landesstraße 546 wird zwischen Lüthorst und Wangelnstedt ab Dienstag, den 26. Mai, voll gesperrt. Grund sind Sanierungsarbeiten an der Fahrbahn. Dies teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim (Kreis Nordheim) mit.

Nachdem die Arbeiten witterungsbedingt nicht wie vormals angekündigt vom 12. Mai bis 14.Mai ausgeführt werden konnten, wird die Landesstraße 546 zwischen den Ortschaften Lüthorst (Landkreis Northeim) und Wangelnstedt (Landkreis Holzminden) nun vom 26. Mai bis 28. Mai voll gesperrt.
Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, der beschilderten Umleitungsstrecke in beiden Fahrtrichtungen über die B 3 und B 64 zu folgen.
Die Zufahrt zum Betriebsgelände der GFR - Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Rohstoffen GmbH wird während der Vollsperrung stets aus Richtung Wangelnstedt möglich sein.
"Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis", heißt es in einer heute verbreiteten Mitteilung. red/fis











25.05.2020 • 18:47 Uhr

Sieben auf einen Streich! „Der Niedersächsische Weg" - Bundesweit einmalige Allianz für Natur-, Arten und Gewässerschutz

Sieben Unterschriften für eine bundesweit einmalige Vereinbarung, die Landesregierung, Landvolk, Landwirtschaftskammer sowie Natur- und Umweltverbände am (heutigen) Montag auf einem Bauernhof in Wunstorf getroffen haben - „Der Niedersächsische Weg". In dem gemeinsamen Vertrag verpflichten sich alle Beteiligten zu großen Anstrengungen bei Natur- und Artenschutz, bei Biodiversität und beim Umgang mit der Ressource Landschaft.

Symbolträchtig wurde die Vereinbarung (siehe Anlage) auf einem Blühstreifen der Familie Widdel am Ortsrand von Mesmerode (Region Hannover) unterzeichnet. Familie Widdel bewirtschaftet ihren landwirtschaftlichen Betrieb bereits seit Generationen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil lobte die gemeinsamen Anstrengungen aller Vertragspartner: „Ich freue mich sehr darüber, dass Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden und Landwirtschaft mit uns gemeinsam den ‚Niedersächsischen Weg' hin zu mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz gehen werden. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für die konstruktiven Verhandlungen in den vergangenen Monaten. Dabei ist es gelungen, die unterschiedlichen Interessen in einen ausgewogenen und gegenseitig anerkannten Ausgleich zu bringen."

Die Landesregierung werde für die Umsetzung der zahlreichen konkreten Schritte „erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen", versicherte der Ministerpräsident: „Die Umsetzung wird durch eine Erfolgskontrolle und ein Monitoring gesichert. Dieser starke gemeinsame Schulterschluss ist ein großer Fortschritt für den Umweltschutz in Niedersachsen. Auf dieser Grundlage wird es jetzt darum gehen, einen Gesetzentwurf zu erarbeiten, der die Vereinbarung umsetzt."

Umweltminister Olaf Lies zeigte sich sehr zuversichtlich, dass das Ergebnis der monatelangen Beratungen, die durch das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium organisiert wurden, eine gute Grundlage für die Arbeit der nächsten Monate an den Gesetzen und Rahmenbedingungen ist. „Umwelt, Natur- und Artenschutz geht uns alle an und ist vor allem auch eine Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen. Die letzten Jahre waren häufig geprägt von Forderungen vor allem an die Landwirtschaft, aber es mangelte oft an konsequenten und langfristigen Lösungen die eine breite Akzeptanz hatten. Erfolgreich werden wir nur sein, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten.

Sich gegenseitig als Partner zu betrachten, ist er richtige Weg. Das setzt aber auch voraus, dass man Verständnis füreinander hat", erklärte Lies bei der Vertragsunterzeichnung.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hob hervor: „„Diese Vereinbarung zeigt, dass die Landwirte Teil der Lösung sind. Sie wirtschaften mit und in der Natur, haben das Wissen und den Willen, sich für den Artenschutz einzusetzen. Mit dem Niedersächsischen Weg gelingt es uns erstmals, eine berechtigte Forderung der Gesellschaft einzulösen, unsere Kulturlandschaft zu erhalten. Umweltverbände, Landwirtschaft und Politik wollen sich gemeinsam dieser Aufgabe stellen."

Eine Überzeugung, die Holger Hennies, Vize-Präsident Landvolk Niedersachsen, nachdrücklich teilt. Er unterzeichnete den Vertrag für das Landvolk. Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke betonte in einer Stellungnahme: „Wir wissen um die Bedeutung umweltpolitischer Themen und wollen uns aktiv dafür einsetzen, mehr Artenschutz mit der Ernährungssicherheit vereinbar zu machen. Hier werden wir uns als leistungsfähige Landwirtschaft aktiv mit einbringen und gestalten. Deshalb haben wir den Niedersächsischen Weg gewählt. Er mag bei den Landwirten zu Anfang durchaus Bedenken hervorrufen und mit Ängsten verbunden sein. Ich bin mir aber sehr sicher", ergänzte der Präsident des Landvolks, „dass wir mit diesem ganz neuen Ansatz für unsere Betriebe zweifelsfrei den besseren Weg gewählt haben, um mehr Qualität im Natur- und Artenschutz mit der Landwirtschaft zu erreichen. Zum einen, weil wir den weiteren Prozess jetzt aktiv mitgestalten können und nicht in der Zuschauerrolle verharren müssen, zum anderen, weil die Politik uns zugesagt hat, dass zusätzliche Leistungen unserer Landwirte auch entsprechend bezahlt werden."

Für Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, hat die Vereinbarung für die Betriebe aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau und Fischerei „den großen Vorteil, dass sie dadurch genau wissen, was in den nächsten Jahren an Aufgaben, Veränderungen und Ausgleichszahlungen auf sie zukommt - das macht die Anpassung an eine noch mehr auf Artenvielfalt ausgerichtete Wirtschaftsweise viel besser planbar". Als breit aufgestellte Beratungsorganisation werde die Landwirtschaftskammer die Betriebe „während des gesamten Anpassungsprozesses mit aller Kraft unterstützen." Dank der Tatsache, dass die LWK von Anfang an in die Planungen eingebunden worden sei, habe sie maßgeblich dazu beigetragen können, dass neben den Belangen des Natur- und Gewässerschutzes auch die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Betroffenen berücksichtigt würden, betonte Schwetje: „Wichtig ist uns außerdem, dass die Beteiligten des Niedersächsischen Weges für die Umsetzung der Vereinbarung eine enge Abstimmung sowie regelmäßige sach- und fachgerechte Bewertungen beschlossen haben."

Der Vorsitzende des BUND in Niedersachsen, Heiner Baumgarten, nannte die Vereinbarung „einen Meilenstein für den Natur- und Artenschutz in Niedersachsen". Enthalten sind nicht nur Verbesserungen im Naturschutz-, Wasser- und Waldgesetz des Landes, sondern auch zusätzliche jährliche Finanzmittel ab 2021 im hohen zweistelligen Millionenbereich für Maßnahmen im Naturschutz sowie neue Förderprogramme, die den Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern Anreize bieten, freiwillig mehr für die Artenvielfalt zu leisten." Baumgarten hob zugleich hervor: „Nun muss die Umsetzung konsequent vorangetrieben werden. Dazu zählen insbesondere die Verabschiedung der notwendigen Gesetzesänderungen und die Weiterentwicklung der Förderprogramme zum Insekten- und Wiesenbrüterschutz. Der BUND erwartet konkrete Ergebnisse noch in diesem Jahr und wird das weitere Verfahren kritisch begleiten."

„Die gemeinsamen und konstruktiven Bemühungen der unterschiedlichen Partner zeigen, dass wir uns inhaltlich annähern können", lobte auch Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU in Niedersachsen, die konstruktiven Gespräche. „Der NABU unterzeichnet diese Absichtserklärung sehr gerne, da sie den Rahmen und Startpunkt für einen weiteren Dialog bildet", ergänzte Buschmann: „Nun wird es darauf ankommen, die einzelnen Punkte dieses Weges möglichst rasch in die Umsetzung zu bekommen. Dazu müssen noch zu formulierende Programme und Gesetze sowie die notwendige finanzielle Unterfütterung von den politischen Gremien beschlossen werden. Ziel muss es sein, den Verlust an Lebensräumen und Arten auch tatsächlich zu stoppen."

„Mit dem Vertrag verpflichten sich alle, für Natur- und Artenschutz zu arbeiten - jeder mit ganzer Kraft und verbunden gerade mit einer langfristig gesicherten Perspektive für unsere Landwirtschaft", ergänzte der Umweltminister. „Die notwendigen gesetzlichen Regelungen werden wir jetzt in den nächsten Monaten wieder gemeinsam erarbeiten. Das wird natürlich noch ein intensiver, auch kritischer Weg, aber die Leitplanken stehen jetzt dafür. Soweit waren wir noch nie! Dabei muss gesichert sein - wenn Landwirtschaft öffentliche Leistung für den Naturschutz erbringt, dann müssen die Landwirte auch dafür bezahlt werden."
red/fis/Foto: NABU Niedersachsen











25.05.2020 • 18:35 Uhr

90 Minuten nach Mitternacht: Auf frischer Tat ertappt - Polizei nimmt zwei Einbrecher noch am Tatort vorläufig fest

Nach dem Hinweis eines wachsamen Nachbarn hat die Polizei in den frühen Sonntagmorgenstunden (24.05.2020) im Staufenberger Ortsteil Landwehrhagen zwei Einbrecher vorläufig festgenommen.

Der Mann hatte gegen 01.30 Uhr scheppernde und laute Geräusche aus den Räumlichkeiten einer Fahrschule wahrgenommen und alarmierte sofort über Notruf die Polizei. Diese konnte die zwei Eindringlinge im Alter von 17 und 18 Jahren noch am Tatort antreffen und vorläufig festnehmen konnte.

Für die jungen Männer aus der Gemeinde Staufenberg ging es zunächst zur Polizeidienststelle. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden entlassen bzw. an die Erziehungsberechtigten übergeben.mb










25.05.2020 • 16:41 Uhr

Als der Hahn krähte war der kleine Apfelbaum im heute nicht vergessenen Dorf Ellierode eingepflanzt!

Vor wenigen Minuten hat Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz ihre Besuchsreihe unter dem Motto "Gespräche über den Gartenzaun" in Ellierode fortgesetzt. Begleitet und geführt von Ortsvorsteherin Heidi Beitz und LaGa - Marketingdame Grit Arndt sowie zwei Lokalreportern gab es diesmal die obligatorische Pflanzung eines Apfelbaumes bereits zu Beginn des 40-minütigen Dorfrundgangs. Die Stadtverwaltung hatte die Grube für den Baum bereits vorbereitet. Die Bürgermeisterin setzte das Bäumchen. Danach wurde die Erde aufgelegt. Zum Schluß übernahm die LaGa-Expertin die Vertäuung des zarten Baumstammes mit geschickten Überkreuzwindungen des Taues an einem eingeschlagenen Pfosten. Und wie wunderbar krähte im Hintergrund dieses Idylls ein Hahn. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren die Amerikaner an dem Dorf einfach vorbeigezogen und wußten nichts von seiner Existenz. Seitdem wird Ellierode von Einheimischen immer noch als das "vergessene Dorf" bezeichnet. Heute, als die Bürgermeisterin dort war, war es nicht vergessen.
red/fis/Fotos/Video: Thomas Fischer












25.05.2020 • 13:55 Uhr

Kalefeld: Gandersheimer Polizei erwischt 19-jährigen Osteuropäer mit ungültigem Führerschein

Am vergangenen Freitag, 22.Mai 2020, 16 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Bad Gandersheim in Kalefeld den Pkw VW Passat eines 19-jährigen Mannes, der vor über einem Jahr aus dem nicht europäischem Ausland nach Deutschland verzogen ist und hier seinen festen Wohnsitz begründet hat. Im Rahmen der Kontrolle wies sich der 19-jährige mit einer nicht deutschen Fahrerlaubnis aus. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Fahrerlaubnis des 19-jährigen, aufgrund des dauernden Aufenthaltes in der Bundesrepublik Deutschland, nicht mehr zum Führen von fahrerlaubnispflichtigen Kraftfahrzeugen im Inland berechtigt. Gegen den 19-jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.schw











25.05.2020 • 13:48 Uhr

Bad Gandersheim: Versuchter schwerer Diebstahl aus Geräteschuppen - Täter hauten plötzlich ab

In der Nacht zu Sonntag- exakt in der Zeit von 2 Uhr bis 4.15 Uhr - traten bislang unbekannte Täter die Tür eines Geräteschuppens in der Straße Am Brink in Bad Gandersheim ein und verschafften sich so Zutritt zum Inneren des Schuppens. Der oder die Täter verließen den Schuppen jedoch wieder ohne Diebesgut mitzunehmen, berichtet soeben die Polizei in Bad Gandersheim. Ob die Einbrecher während der Tatausführung gestört wurden ist nicht bekannt.

Zeugen, die in Bad Gandersheim Am Brink zum hier dokumentierten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Bad Gandersheim in Verbindung zu setzen.schw











25.05.2020 • 11:52 Uhr

Kultur-Expertin fordert Rettungsprogramm für Jahrmärkte, Schausteller und Volksfeste

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann (Bremen) hat ein staatliches Programm zur Rettung von Jahrmärkten, Schaustellern und Volksfesten gefordert. Diese seien vom Corona-Shutdown hart getroffen, schrieb die Kultur-Expertin in einem Brief an Vertreter der Schausteller in der Hansestadt, den sie jetzt veröffentlichte. Volksfeste und Märkte trügen erheblich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Familienunternehmen, Angestellte und Zulieferer hätten es verdient, in der Pandemie erstmalig vom Staat unterstützt zu werden.

In Bad Gandersheim ist das Altstadtfest am ersten September-Wochenende noch nicht abgesagt. Nicht stattfinden wird das SEHUSA-Fest in Seesen und die das EULEN-Fest in Einbeck.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte kürzlich im Bundestag Hilfe für die Schausteller in Aussicht gestellt. Wann allerdings Volksfeste wieder stattfinden könnten, sei nicht vorauszusehen, schrieb Motschmann in ihrem Brief. Die Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion für Kultur und Medien ergänzte: "Das ist abhängig vom Verlauf der Pandemie. Hier ist Maß und Mitte geboten."

Der evangelische Schaustellerseelsorger Torsten Heinrich hatte in Hannover kürzlich dem Evangelischen Pressedienst (epd) gesagt, unter den Schaustellern hätten sich "knallharte Existenzängste" ausgebreitet: "Die letzten Einnahmen hatten sie auf den Weihnachtsmärkten." Angesichts teils riesiger Kredite für die Fahrgeschäfte fragten sich viele Familien, wie lange Händler und Banken noch stillhielten. "Die Volksfeste sind ein ganz besonderer Teil der deutschen Kultur", bekräftigte Heinrich. Jetzt sei die Gefahr groß, dass diese Kultur sehr stark beschädigt werde, wenn der Staat nicht helfe. epd










25.05.2020 • 11:17 Uhr

Bei der Kreisvolkshochschule Northeim: Ausbildungslehrgang für Pädagogisch Mitarbeitende an Grundschulen abgeschlossen

Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben jetzt bei der Kreisvolkshochschule Northeim (KVHS) einen Ausbildungslehrgang zur pädagogischen Mitarbeiterin und zum pädagogischen Mitarbeiter an Grundschulen erfolgreich abgeschlossen.

Alle erhielten ein Zertifikat des Landesverbandes der Volkshochschulen Niedersachsen.

Trotz der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie konnte der Lehrgang nach sechs Monaten und 125 Unterrichtsstunden zu Ende geführt werden. Es gab Online-Unterricht und eine Online-Abschlussprüfung.

Vorausgegangen waren Themenblöcke mit den Schwerpunkten Pädagogik, Organisations- und Rechtsfragen, Methodik und Didaktik, Unterrichtsergänzende Angebote, Gesprächsführung und ein Abschluss-Kolloquium.

Steffi Turano, Programmbereichsleitung der KVHS für VHSConcept Lehrgänge, freute sich, dass der Kurs zu Ende geführt werden konnte und wünschte allen Teilnehmenden alles Gute für ihre Arbeit in den Schulen.

Der nächste Kurs „Ausbildung von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Grundschulen“ wird im Frühjahr 2021 in der Kreisvolkshochschule Northeim angeboten. Der Kurs wird zu gegebener Zeit unter anderem auf der Homepage kvhs-northeim.de veröffentlicht.
lpd











25.05.2020 • 11:14 Uhr

Weltnichtrauchertag: Start in ein qualmfreies Leben - Beste Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören

Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind bekannt. Viele Raucher haben deshalb den festen Vorsatz, vom Glimmstängel loszukommen. Einen guten Anlass dazu bietet der Weltnichtrauchertag am 31. Mai. Das Wichtigste für langfristigen Erfolg: Mit Ritualen brechen, um einen Rückfall in alte Gewohnheiten zu verhindern. Welche Maßnahmen auf dem Weg zum Nichtraucher helfen, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Viele Raucher haben feste Rituale – die erste Zigarette gehört für sie beispielsweise zum Kaffee am Morgen, die nächste wird auf dem Weg zur Arbeit geraucht und die letzte vor dem Schlafengehen. „Zigarettenschachtel, Feuerzeug und auch der Aschenbecher sind für gewöhnlich sofort greifbar“, ergänzt Dr. Wolfgang Reuter. Deshalb ist es wichtig, für den Rauchstopp alle Raucherutensilien wegzuwerfen. Dabei auch beliebte Aufbewahrungsorte wie das Auto, die Jackentasche oder die Handtasche beziehungsweise den Rucksack nicht vergessen!

Neue Entspannungstechniken lernen

Vielen Rauchern fällt der Verzicht auf die Zigarette besonders schwer, wenn sie sich gestresst fühlen. Sie sollten daher versuchen, in diesen Momenten aktiv etwas gegen ihre Sucht zu tun. Das Einüben von alternativen Methoden zur Stressreduktion kann helfen, den Drang zu rauchen zu verdrängen. Hilfreich sind kurze Atem- oder Entspannungsübungen, die Interessierte in Kursen, aber auch mithilfe von Onlinevideos oder Apps erlernen können. „Neue Gewohnheiten, etwa bewusst zehnmal tief durchatmen, lassen sich problemlos in den Alltag integrieren“, so der Gesundheitsexperte. Auch ein gutes Buch, ein unterhaltsamer Film, ein Spaziergang oder ein warmes Bad können helfen, Stress abzubauen und zu entspannen.

Sport oder Hobby als Alternative zum Rauchen

Sport ist eine weitere wirksame Methode zur Stressreduktion. Und bei einem Rauchstopp hat Bewegung gleich mehrere Vorteile: Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren verhindern beispielsweise, dass Raucher während des Trainings zur Zigarette greifen. Darüber hinaus hat Sport einen positiven Effekt auf die Psyche und die körperliche Gesundheit. „Wer unter Entzugserscheinungen leidet, kann versuchen, diese mit Sport zu lindern“, empfiehlt Dr. Reuter. Körperliche Aktivität oder ein festes Hobby helfen außerdem bei Reizbarkeit und gegen eine mögliche Gewichtszunahme. Tipp: Tätigkeiten, bei denen Ex-Raucher etwas mit ihren Händen tun können, eignen sich gut als neues Hobby – etwa Stricken, Kochen, das Erlernen eines Instruments oder Heimwerken. Oft hilft es schon, das Verlangen nach einer Zigarette aufzuschieben, da es nach 30 Sekunden bis drei Minuten meist nachlässt.

Belohnungen

Die „Belohnungszigarette“ ist keine Option mehr – doch wie können sich frischgebackene Nichtraucher zwischendurch etwas Gutes tun? Kalorienreiches Essen oder Alkohol sollten jedenfalls nicht ins Spiel kommen. Dr. Reuter: „Wem das Ziehen an der Zigarette fehlt, dem hilft vielleicht das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi. Obst, Gemüsesticks oder Nüsse sind ebenfalls eine gesunde Alternative.“ Als Belohnung empfinden manche auch eine Tasse besonderen Tee oder Kaffee, einen Strauß Blumen, einen Spaziergang oder einen Einkaufsbummel. „Was besonders guttut, weiß jeder für sich selbst am besten“, so Reuter. Wer mag, kann sich für jede nicht gerauchte Zigarette oder Schachtel belohnen. Pro Zigarette, die nicht geraucht wird, wandern dann beispielsweise 30 Cent ins Sparschwein.

Das Ziel im Auge behalten

Gerade in der Entwöhnungsphase fällt es schwer, an etwas anderes als ans Rauchen zu denken. Dann kann es hilfreich sein, sich noch einmal die Gründe vor Augen zu führen, die zum Rauchstopp geführt haben. „Wenn das Verlangen nach einer Zigarette zu groß wird, sollten Betroffene das Gespräch mit Freunden, ihrem Arzt, Psychologen oder Apotheker suchen“, rät der Gesundheitsexperte. Aber auch digitale Angebote sind eine sinnvolle Unterstützung – beispielsweise das Alexa-Skill „Luft holen“ der DKV. Wer den Drang verspürt, zur Zigarette zu greifen, sagt „Luft holen“ und erhält sofort Tipps und wichtige Informationen zur Ablenkung. Zum Beispiel erinnert „Luft holen“ daran, wie Ex-Raucher durch den Verzicht auf Zigaretten sowohl finanziell als auch gesundheitlich profitieren, gibt Tipps und Tricks zum Durchhalten und hilft, dem spontanen, akuten Verlangen nach einer Zigarette zu widerstehen. Interessierte können den kostenlosen Service bei Amazon herunterladen.
red/Quelle:DKV











25.05.2020 • 11:05 Uhr

Stabile Lage! Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Weiter 7 Corona-Kranke

Es hat sich seit dem vergangenen Freitag in Sachen "Corona-Krise" im Landkreis Nordheim nichts verändert. Vor wenigen Sekunden teilt die Landkreis Pressestelle offiziell mit:
Aktuell gibt es 122 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zu Freitag der Vorwoche ist damit kein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 112 Personen – ebenso viele wie am Freitag – gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei drei Personen.
Damit sind aktuell noch sieben Personen amtlich mit dem Corona-Virus infiziert. Im Landkreis Northeim leben derzeit 133.600 Menschen.
red/lpd











25.05.2020 • 09:17 Uhr

Attacke mit "Schweinekopf" gegen "Sprecher von "Bündnis gegen Rechts" - Polizei gelingt schnelle Täterermittlung

Bereits nach wenigen Tagen konnten die Fahnder des zuständigen Fachkommissariats für Staatsschutz einen Tatverdächtigen zu einer Körperverletzung ermitteln.

Dem 47-jährigen Sprecher des "Bündnis gegen Rechts" war am Mittwoch, 13.05.2020, anonym ein Paket mit einem halben Schweinekopf zugesandt worden. Nach Spurensuche und weiteren Ermittlungen wegen der vorliegenden Körperverletzung ist ein 29-jähriger Braunschweiger der Tat konkret verdächtig. Der Mann, der der Polizei bekannt und der rechten Szene zuzuordnen ist, hat sich bislang nicht zu dem Vorwurf geäußert. Mit ihm wurde eine Gefährderansprache durchgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

In der Vergangenheit war es wiederholt zu Straftaten und politisch motivierten Vorfällen zum Nachteil des Sprechers des "Bündnis gegen Rechts" gekommen. Auf Anregungen der Polizei Braunschweig wurde nunmehr einem anderen der rechten Szene zuzurechnendem Braunschweiger ein Betretungsverbot für einen bestimmten Bereich um den Wohnort des Sprechers des "Bündnis gegen Rechts erteilt.ots










25.05.2020 • 09:12 Uhr

Kundenzentren der Katasterämter ab 2. Juni wieder geöffnet

Die Kundenzentren der niedersächsischen Katasterämter und Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte sind ab dem 2. Juni 2020 wieder für Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Aufgrund örtlicher Gegebenheiten sind Besuche teilweise nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Alle Kontaktdaten und Öffnungszeiten sind unter www.lgln.de / Wir über uns und Organisation / Organisation & Kontakt zu finden. In den Dienstgebäuden ist für Besucherinnen und Besucher das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, eine Handdesinfektion am Eingang und das Einhalten eines Mindestabstandes von 1,50 Meter Pflicht. Besucherdaten werden gespeichert.

Um Kartenauszüge und digitale Geodaten zu bestellen, steht der Dienst Katasterkarten-online unter www.geobasisdaten.niedersachsen.de/katasterkarten-online/ rund um die Uhr zur Verfügung. Genauso unverändert werden Anfragen per Telefon oder Mail zügig bearbeitet. red/fis










25.05.2020 • 09:10 Uhr

Professorin: In Corona-Zeiten Kinderrechte wahren - " Denken von Experten stammt aus dem 17. Jahrhundert"

Die Pädagogik-Professorin Anke König von der Universität Vechta hat die Wahrung von Kinderrechten auch in Corona-Zeiten angemahnt. Während sich die Erwachsenen im Zuge der aktuellen Lockerungen wieder mehr Freiheiten nähmen, würden die Bedürfnisse und Rechte der Kinder weiter eingeschränkt, sagte die Expertin für frühkindliche Bildung am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Ihre Kontakte zu Gleichaltrigen, zu den Großeltern und Freunden werden beschränkt ohne alternative Kommunikationsangebote. Die Maßnahmen führen bei jungen Kindern so tatsächlich zu sozialen Distanzierungen."

König plädierte für eine maßvolle Öffnung der Kitas für alle Kinder. Ein "Weiter so" wie vor Corona sei zwar derzeit nicht möglich. "Aber wir müssen über Alternativen nachdenken." Es sei wichtig, über Distanzregeln und Atemmasken hinausdenken. "Junge Kinder brauchen für ihre Bildungsprozesse nicht Tische und Stühle. Kinder können sich auch draußen begegnen. Ungewöhnliche Zeiten fordern, bisherige Routinen zu hinterfragen."

Wer jungen Kindern Distanzregeln gegenüber ihren Freunden beibringen wolle, habe Grundlegendes nicht verstanden, sagte König. "Soziale Verbundenheit ist ein Grundbedürfnis von Menschen." Es gehe nicht nur um Schutz und Sorge, sondern auch um Teilhabe und Weltaneignung. "Kita-Besuche dürfen sich nicht nur daran ausrichten, was Eltern und Arbeitgeber wollen. Sie haben einen eigenen Wert für junge Kinder."

Im vergangenem Jahr habe Deutschland 30 Jahre Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention gefeiert. "Doch wie wenig ein Bewusstsein für die Rechte junger Kinder in unserer Gesellschaft verankert ist, wird mit der derzeitigen Krise offenbar", betonte König. Die Experten der Bundesregierung wollten den Betrieb der Kitas nur sehr eingeschränkt wieder zulassen. Sie begründeten dies mit der mangelnden Vernunft kleiner Kinder, die deswegen keine Distanzregeln und Schutzmaßnahmen einhalten könnten. Doch dieses defizitäre Denken stamme aus dem 17. Jahrhundert. epd










25.05.2020 • 09:04 Uhr

Mobile Teams zur Unterstützung von Pflegeheimen bei Corona-Virus-Ausbrüchen eingerichtet

Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Wenn das Virus im Pflegeheim ist, kommt es auf ein professionelles Ausbruchsmanagement an - das rettet Leben!"

Pflegeheime, in denen sich Infektionen mit dem Coronavirus häufen, können ab sofort Unterstützung von geschulten Hygienefachkräften anfordern. Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann bringt dafür jetzt mobilen Teams für Einrichtungen an den Start. Die Kooperation ihres Ministeriums mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Niedersachsen (MDKN) sowie dem Landesgesundheitsamt macht es möglich, dass in ganz Niedersachsen Fachkräfte bereitstehen, die im Falle eines Ausbruchsgeschehens unterstützen können.

„Das Coronavirus ist insbesondere für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen eine große Gefahr", sagt Ministerin Carola Reimann: „Das Virus darf gar nicht erst in die Einrichtungen kommen, aber wenn das doch passiert, kommt es auf ein professionelles Ausbruchsmanagement an, um die weitere Ausbreitung zu verhindern - das rettet Leben. Wenn es vor Ort Probleme gibt, dann stehen jetzt die mobilen Teams bereit, um die Verantwortlichen vor Ort zu unterstützen." Wichtig sei es u.a., die Erfahrungen aus vorangegangenen Ausbruchsgeschehen zu nutzen und beim Management neuer Infektionsentwicklungen einzubringen. Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) stehe darüber hinaus mit seinem Sachverstand bereit, um die Arbeit der mobilen Teams fachlich zu unterstützen.

Trotz erheblicher Schutzmaßnahmen wie Reduzierung von Kontakten, gehobenen Hygienestandards oder Schutzvorkehrungen zu Besuchen oder Neuaufnahmen kommt es in einzelnen Pflegeheimen immer wieder zu Corona-Infektionen. Daher muss anschließend alles unternommen werden, um eine Ansteckung weiterer Bewohnerinnen und Bewohner zu verhindern.

Die erforderlichen Maßnahmen werden von der Einrichtungsleitung in enger Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt und den behandelnden Hausärztinnen und Hausärzten eingeleitet. Sollten im Rahmen des Ausbruchsmanagements Fragen auftauchen, kann das Gesundheitsamt ab sofort beim Sozialministerium die Unterstützung der mobilen Teams für Einrichtungen anfordern.

Der MDKN beauftragt dann kurzfristig seine in der jeweiligen Region tätigen Fachkräfte, die aufgrund der Pandemie derzeit eingeschränkte Prüfdienste durchführen. Die Unterstützung des Hygienemanagements in den Alten- und Pflegeeinrichtungen stellt eine Kernkompetenz des MDKN dar, der landesweit Gesundheitsämter beispielsweise bei der Nachverfolgung von Infektionsketten unterstützt.

Das mobile Einsatz-Team nimmt zunächst telefonisch Kontakt zum Gesundheitsamt auf; bei Bedarf wird das Pflegeheim besucht und ggf. weitere Schritte zu veranlasst.

„Unsere Pflegeexpertinnen und -experten haben langjährige Erfahrung aus der Praxis und der Begehung und Beratung von Alten- und Pflegeeinrichtungen. Mit diesem Know-how können wir ausgehend von unseren Standorten in ganz Niedersachsen in der aktuellen Situation einen wertvollen Beitrag dazu leisten, bei Infektionsgeschehen in Einrichtungen schnell und nachhaltig zu helfen", so Carsten Cohrs, Geschäftsführer des MDK Niedersachsen.

Das NLGA informiert die mobilen Kräfte fortlaufend über die wesentlichen Empfehlungen und Handreichungen zur Eindämmung des Coronavirus und steht für deren Nachfragen in laufenden Einsätzen bereit.

„In dieser schwierigen Situation wird in der Pflege Außergewöhnliches geleistet, ich spreche den engagierten und stark geforderten Fachkräften meinen Dank und Respekt aus", sagt Dr. Carola Reimann. „Wir unterstützen die Menschen gezielt, die sich für den Schutz und die Pflege der Heimbewohnerinnen und -bewohner einsetzen, wenn es zu einer schwierigen Lage in einem Pflegeheim kommt."

Für die Einrichtungen sei oft herausfordernd angesichts des dynamischen Geschehens den Überblick zu behalten, sagt die Ministerin und dankt dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung und dem Landesgesundheitsamt für die unkomplizierte und kooperative Zusammenarbeit bei diesem Projekt: „Mit den mobilen Teams für Einrichtungen gelingt es uns, den Sachverstand zu bündeln und ihn gezielt dort bereitzustellen, wo er am nötigsten gebraucht wird - das hilft sowohl den Pflegebedürftigen als auch den Pflegekräften."red/fis











25.05.2020 • 08:54 Uhr

Zahl der Woche / 274.380 Beschäftigte… … sorgen täglich für die sichere Versorgung mit Energie, Wärme und Trinkwasser und die zuverlässige Entsorgung von Abwasser

Strom aus der Steckdose, Trinkwasser in bester Qualität, die zuverlässige Entsorgung unserer Abwässer und eine warme Heizung sind in Deutschland eine Selbstverständlichkeit – und das rund um die Uhr. 274.380 Beschäftigte der Energie- und Wasserwirtschaft sorgen dafür, dass dies so reibungslos funktioniert. Zugleich leisten sie einen wichtigen Beitrag, damit die Energieversorgung Stück für Stück klimafreundlicher wird, wir eine hohe Trinkwasserqualität haben und Mobilität immer sauberer wird. Sie sorgen für eine klimafreundliche Zukunft.

Insbesondere in der Corona-Krise wurde und wird die Bedeutung einer sicheren Energieversorgung sowie einer zuverlässigen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung deutlich: Vom Strom für die Arbeit im Homeoffice, über das ständige Händewaschen bis hin zu wichtigen Infrastrukturen wie Krankenhäusern.

Allein 192.580 Beschäftigte entfallen auf die Energiewirtschaft. Ein Wert der in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen ist. Im Jahr 2009 waren es noch 181.108 Beschäftigte – mehr als 10.000 weniger. Das ist auch der Wachstumsbranche der Erneuerbaren Energien zu verdanken.

Die Wasserwirtschaft beschäftigt 81.800 Personen. Davon sorgen 39.300 für eine sichere Trinkwasserversorgung. 42.500 kümmern sich um die zuverlässige Abwasserentsorgung.

„Gerade in den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen unter den durch die Corona-Pandemie erschwerten Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Gleichzeitig meistern sie die Energiewende und arbeiten stetig an höchster Wasserqualität – angefangen von innovativen Ideen bis hin zu deren Umsetzung vor Ort.“

Auf den Einsatz und die Bedeutung der Beschäftigten der Energie- und Wasserwirtschaft macht der BDEW gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen in der Kampagne „Wir sorgen vor“ aufmerksam. Auf der Kampagnenseite sowie unter dem Hashtag #WirSorgenVor auf den Twitter- und LinkedIn- Kanälen des BDEW und seiner Mitgliedsunternehmen gewährt die Kampagne einen Blick hinter die Kulissen der Unternehmen und zeigt die Gesichter und Berufsbilder, die hinter der zuverlässigen Versorgung mit Strom, Gas und Wasser sowie der Abwasserentsorgung stehen.
red/Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)












25.05.2020 • 08:43 Uhr

Braunlage: 61-Jährige volltrunken (2,23 Promille) aus dem Verkehr gezogen - Erst Blut, dann Führerschein und Autoschlüssel abgenommen

Am gestrigen Sonntag, um 18.50 Uhr, wurde durch Beamte der PST Braunlage eine 61-jährige Fahrzeugführerin aus Braunlage einer Verkehrskontrolle unterzogen. Im Gespräch mit der Fahrzeugführerin stellten die Beamten Alkoholgeruch in der Atemluft der Angehaltenen fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,23 Promille. Der PKW-Führerin wurde im Folgenden auf der Dienststelle durch eine Ärztin eine Blutprobe entnommen. Zudem musste die Fahrzeugführerin ihren Führerschein sowie den Fahrzeugschlüssel abgeben.. Ein Strafverfahren (Trunkenheit im Verkehr) wurde eingeleitet. ots











25.05.2020 • 08:35 Uhr

Gastro-Szene in Corona-Zeiten: Selbsthilfe mit sattem Corona-Hygieneaufschlag

Während in Bad Gandersheim seit Wochen eine gut gemeinte Corona-Hilfsinitiative der lokalen Politik in den Niederungen administrativer Verwaltungsgänge schmort und nicht vorwärts kommt, haben die gebeutelten Dienstleister längst zu ersten Selbsthilfemaßnahmen ergriffen.

Beispiele sind jetzt aus der gastronomischen Szene und dem Gesundheitsbereich bekanntgeworden und dokumentiert. So wird in ersten Arztpraxen in der Region Südniedersachsen ein Zuschlag für Corona-Hygieneaufwendungen in die Arztrechnung eingepflegt. Bekanntlich sind wegen der Eindämmung des Corona-Virus zusätzliche Hygienevorschriften vom Staat noch bindend vorgegeben.

Ähnlich verhält es sich bekanntlich für den gastronomischen Sektor. Handdesinfektion bei Eintritts ins Lokal, auf den Sanitärweinrichtungen, Dokumentation, Mund- und Nasenschutz und weitere Vorgaben sind in Gaststätten, Lokalen und Restaurants und Hotels zwingend vorgeschrieben. Die Betreiber wollen auf den Kosten nicht sitzenbleiben. In ersten Betrieben in der Region weisen die Rechnungen für Essen und Trinken neuerdings einen Corona Hygieneaufschlag aus. Eine Branche hilft sich selbst - notgedrungen.
red/Screen: Ausschnitt Kassenbeleg










25.05.2020 • 08:18 Uhr

Bei 20 Millionen Euro Schulden der Stadt Bad Gandersheim: LINKE lehnt Corona-Hilfe aus dem Stadtetat ab und fordert Rettungsschirm für die Kommunen -

Der Rat der Stadt Bad Gandersheim befasst sich in seiner Sitzung am Dienstag mit Corona-Anträgen der SPD- und CDU-Fraktion. „Soweit die Anträge auf eine zusätzliche Belastung des städtischen Haushalts hinauslaufen, werde ich die Vorschläge ablehnen!“, so der Ratsherr der LINKEN, Jürgen Otto.“Unsere Stadt ist mit schätzungsweise 20.000.000 Euro verschuldet. Die Aufsichtsbehörden schränken die Handlungsfähigkeit des Stadtrats mit dem sogenannten Zukunftsvertrag, den SPD und CDU als Verursacher der hohen Verschuldung verantwortlich beschlossen haben, erheblich ein", begründet der Ratsherr gegenüber dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group seine Position. Und weiter: "Finanzelle Spielräume sind keine gegeben, freiwillige Zahlungen bereits vollständig verplant. Eine Neuverschuldung würden die Aufsichtsbehörden strikt ablehnen.“ ist Otto überzeugt.

DIE LINKE wird nun ihrerseits einen Antrag mit dem Titel „Corona erfordert einen Rettungsschirm für Kommunen“ einbringen. Im Mittelpunkt stehen die Forderungen des Deutschen Städtetages nach einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund und Ländern, um die Handlungsfähigkeit der Städte sicherzustellen. In Folge der Corona- Pandemie verlieren die Kommunen einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen aus Gewerbesteuer und Gebühren. Der kommunale Anteil an zentral erhobenen Steuern wird zudem kräftig sinken.

Nach der neuesten Steuerschätzung werden Land, Bund und Kommunen nahezu 100 Milliarden Euro Mindereinnahmen in diesem Jahr verbuchen. Für die niedersächsischen Kommunen werden umgerechnet Belastungen in Höhe von etwa 2 Milliarden Euro prognostiziert. Die Kommunen werden 2020 in eine unverschuldete Haushaltsnotlage kommen, der nur durch Erhöhung der zentralen Zuweisungen durch Bund und Land und die Gestaltung von zusätzlichen Kreditaufnahmen durch die Kommunalaufsicht entgegen gewirkt werden kann.
Um die regionale Wirtschaft zu stärken, die Konjunktur in der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise zu stimulieren und die kommunalen Haushalte zu entlasten, sollte ein kommunales Investitionsprogramm des Bundes und des Landes auf den Weg gebracht werden.

„Ich hoffe doch, dass der Rat der Stadt Bad Gandersheim diese sehr vernünftigen Forderungen des Deutschen Städtetages unterstützt und meinen Antrag zunächst formal in den Verwaltungsausschuss verweist.“, schlussfolgert der LINKEN-Ratsherr.
red/fis/Foto: Thomas Fischer










25.05.2020 • 08:10 Uhr

Northeimer City-Center in Corona: Sitzen verboten! Einkaufen erlaubt!

Zu den verwirrten Corona-Regeln passt dieses Bild. Aufgenommen im City-Center in Nordheim. Die Rundbank ist komplett mit rotweißem Alarmband gesperrt: Platz nehmen verboten! Wenige Meter davon entfernt die Gegenbilder: Einkaufen in den Läden mit und ohne Maske. Eis schlecken vollkommen ohne Maske. Widersprüche unter einem Dach. Verrückte Corona-Zeiten!
red/Foto: Nicole Klawitter










25.05.2020 • 07:56 Uhr

Kreiensener Berg: Wohngebiet heimgesucht - Autos ausgeräumt - Zwei waren unverschlossen, deswegen leichte Beute!

In der Zeit vom 20.Mai 2020 bis zum 23.Mai 2020 kam es im Kreienser Wohngebiet, Wilhelm-Busch-Straße sowie Auf der Höhe zu insgesamt vier gemeldeten Straftaten. Das berichtet soeben die Bad Gandersheimer Polizei. Noch zuständig für den Eindecker Otsteil.

Unbekannte verübten dabei drei Diebstähle aus Personenwagen sowie eine Sachbeschädigung an einem PKW. In zwei Fällen waren die Fahrzeuge nach Angaben der Gandersheimer Polizei nicht verschlossen, wodurch die Täter somit leichte Beute hatten. Der entstandene Schaden liegt im vierstelligen Eurobereich.

Wer in den Nachtsunden des Tatzeitraumes mögliche verdächtige Beobachtungen gemacht hat, setze sich bitte mit der Polizei Bad Gandersheim, Telefon 05382919200, in Verbindung.ots










24.05.2020 • 19:00 Uhr

Sole-Waldschwimmbad Gandersheim: 3 Jahre Jammer, 10 Jahre Jubel, 60 Jahre Jubiläum

Das gilt ab Montag, den 25. Mai 2020: "Alle Schwimm- und Spaßbäder, die sich im Freien befinden, dürfen öffnen. Die Personen müssen zu anderen Personen außerhalb des eigenen Hausstandes einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einhalten, auch in den Duschen und Umkleidekabinen. Hallenbäder bleiben auch weiterhin geschlossen." So hat es der Landkreis Nordheim in einer neuen Corona-Verordnung festgesetzt.

Für das staatlich anerkannte Heilbad Bad Gandersheim hat das derzeit von keinerlei Relevanz.

Erstens wäre das Sole-Waldschwimmbad als Freibad auch ohne die Corona-Krise aufgrund einer Umstrukturierung dritteJammerj ahr der Nichtöffnung gegangen. Da nach Angaben von Landesgartenbau-Geschäftsführer Thomas Hellingrath das Freibad in die Gesamtkonzeption einer Landesgartenschau planerisch einfließt, dürfte sich dieser Prozess bis 2022 hinziehen.

Zweitens ist der alternative Hallenbetrieb aufgrund von Reparaturarbeiten seit fast zwei Monaten stillgelegt. Die Corona-Krise verbietet derzeit das Betreiben von Hallenbädern.

Anlass zur Freude und damit für ein bisschen Jubel besteht angesichts der Tatsache, dass das ehrenamtlich organisierte, aber entscheidend von der Stadt mitfinanzierte Sole-Bad, auf der Ebene seiner Bad Genossenschaft auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken kann. Ohne diese Manifestation des bürgerschaftlichen Engagements und anderer Förderer wäre die Freizeiteinrichtung gänzlich für die Roswithastadt verloren gewesen.

Und diese dritte Variante ist ein kleines dokumentarisches Jubiläum. Die nostalgische Ansicht des Sole-Freibades stammt aus dem Jahre 1960. 60 Jahre Jahre liegen zwischen den hier beispielhaft veröffentlichten Bildern von anno dazumal und heute: Die jämmerliche Trostlosigkeit und Tristesse eines toten Freibades, die Lebendigkeit einer flatternden Fahne als Symbol für die das Jahrzehnt erfolgreichen ehrenamtlichen Einsatz in der Genossenschaft, abgewrackte rostige Rohre als Symbole für die derzeitige Modernisierung von Bautechnik im Hallenbad und LaGa-Geschäftsführer Thomas Hellingrath. Er macht Hoffnung, dass das Freibad zur Eröffnung der Landesgartenschau 2022 den Gandersheimern und Gästen wieder zur Verfügung stehen wird.

red/fis/Fotos: Thomas Fischer/Internet/Heimatmuseum/Privat


















24.05.2020 • 18:25 Uhr

Skepsis steigt

Marktkommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Die Aktienwoche endet mit einem negativen Unterton. Obwohl die wirtschaftlichen Öffnungen für jedermann sichtbar sind, häufen sich die skeptischen Einschätzungen über das Erholungspotenzial der Wirtschaft. Verbraucher und Unternehmen sind über die weiteren wirtschaftlichen Perspektiven verunsichert. Staatliche Hilfsprogramme sollen zwar die Rezession kurzhalten, aber es wächst die Einsicht, dass es nach einer ersten kräftigen Erholung immer mühsamer wird, die vorherigen Produktionszahlen zu erreichen. Zu viele Unternehmen müssen Kosten senken und zu viele Lieferketten sind noch länger gestört, angesichts der sich weiter ausbreitenden Infektionswelle in den Schwellenländern. Das alles lässt auch am Aktienmarkt wieder Rückschläge erwarten.

Schleppende Erholung

Die mühsame Erholung der deutschen Wirtschaft wird in der kommenden Woche voraussichtlich durch einen nur mäßig ansteigenden ifo-Geschäftsklima-Indikator untermauert werden. Die Inflationsrate im Euroraum dürfte im Mai auf null gefallen sein. Die Preise von Benzin, Diesel und Heizöl sind im Monatsvergleich weiter gesunken und übertönen den Preisanstieg bei frischen Lebensmitteln. Wie sehr die Corona-Krise auch in die Statistik eingreift, zeigt sich daran, dass angesichts der fehlenden Preisdaten aufgrund des Lockdowns ein großer Teil der Preise von den Statistikämtern geschätzt werden musste.











24.05.2020 • 18:22 Uhr

Atomkraftwerk Grohnde nach Revision wieder am Netz

Nach Abschluss der diesjährigen Anlagenrevision ist das Atomkraftwerk Grohnde seit dem (gestrigen) Samstag wieder am Netz. Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie wurden alle sicherheitsrelevanten Arbeiten wie geplant vollständig abgeschlossen. Insgesamt hat sich dadurch eine Verlängerung der geplanten Revisionsdauer von 19 Tagen auf sechs Wochen ergeben. Während der Revision, die am 12. April 2020 begann, sind 32 der insgesamt 193 Brennelemente im Reaktorkern gegen neue ausgetauscht worden.

Alle für die nukleare Sicherheit bedeutsamen Revisionsarbeiten wurden vom Niedersächsischen Umweltministerium und den zugezogenen Sachverständigen des TÜV NORD EnSys GmbH & Co. KG intensiv kontrolliert und überprüft. Befunde, die den genehmigungskonformen Zustand der Anlage in Frage stellen, haben sich nicht ergeben.

Während der Anlagenrevision wurde dem Umweltministerium ein Befund als meldepflichtiges Vorkommnis gemeldet. Kurz vor dem Abfahren zur Revision wurde ein Fehler an einem Leistungsschalter festgestellt. Die sicherheitstechnische Bedeutung dieses Fehlers ist gering. Für bestimmte seltene Störfälle hätte die diversitäre Abschaltung einer der vier Hauptkühlmittelpumpen nicht zur Verfügung gestanden. Das Ereignis wurde fristgerecht nach dem Kriterium N.2.1.1 und INES 0 gemeldet.
red/fis/Foto: Thomas Fischer










24.05.2020 • 17:31 Uhr

Ex-Kurhotel Bartels Bad Gandersheim: Hallenbad abreißen, Boardinghouse installieren - Architekt Schleder äußert sich

Im Zusammenhang mit den bekanntgewordenen Plänen des Investorenteams Leicht & Schleder hat sich das Redaktionsteam der Fis Work Media Group mit Architekt Michael Schleder über zwei Aspekte zum Projekt und seiner Profession ausgetauscht.


Es ist kein Geheimnis, dass Architekt Schleder sowohl für seine eigenes Projekt der Neunutzung des ehemaligen Kurhotel Bartels mit seinem Partner gemeinsam einen Entwurf skizziert hat und das Objekt der Stadt als Eigentümerin käuflich abnehmen möchte. Schon seit längerer Zeit hat sein Büro eine Arbeit zur Neuausrichtung des zur leerstehenden Hotels am See im Auftrag des nepalesischen Investors Milan Panta geplant und auf den Weg gebracht. "Gibt es da einen Interessenkonflikt?"

Schleder unmissverständlich: "Mitnichten! Für die nepalesischen Investoren wird ein Mehrsternehotel geplant. Dafür hat das Land Niedersachsen bereits einen Förderbescheid in Millionenhöhe ausgestellt. Was unserer Projekt einer Neunutzung des früheren Kurhotel Bartels betrifft, wird lediglich ein Boardinghaus installiert. Das sind auf einer oder zwei Etagen des Gebäudes Zimmer mit Sanitäranlagen und einer Koch-Esnische, die beispielsweise von kurzfristig in Bad Gandersheim und in der Region tätigen Menschen oder auch Schauspielern der Domfestspiele für günstigen Aufwand angemietet können. Sie müssen sich selbst versorgen. Hotelcharakter hat das auf keinen Fall. Eine Restauration gehört nicht zu einem Boardinghouse. Eine Konkurrenz zu einem Hotel ist das Boradinghouse auf gar keinen Fall!"

Schleder präzisierte dann ein wichtiges Detail seines mit dem Investor Leicht favorisierten Plan. Es hat mit dem ehemaligen Schwimmbad im Ex-Kurhotel Bartels zu tun. "Dieser Teil des Gebäudekomplexes wird komplett abgerissen", kündigte Schleder an, natürlich immer vorbehaltlich einer angestrebten Übernahme des Objektes von der Stadt. "Den frei werdenden Platz werden wir für eine neue attraktive Gestaltung nutzen. Sie soll sich auch in die Belange der geplanten Landesgartenschau 2022 einfügen und positiv anpassen." red/fis

Das Bild dokumentiert den Gebäudeteil am früheren Kurhotel Bartels in Bad Gandersheim. Dieser Trakt mit einem Hallenbad soll gänzlich verschwinden. Foto: Thomas Fischer










24.05.2020 • 14:55 Uhr

Tierisches auf dem Skulpturenweg: Smaragdkäfer, Maulwurf in Rückenlage, Pfiffi an der Leine, Edel-Blindschleiche

Augen auf auf dem Skulpturenweg von Bad Gandersheim nach Lamspringe. Neben den Kunstwerken liefert die Natur- und Tierwelt immer wieder reichlich Abwechslung und beste Unterhaltung. Heute beispielhaft einige tierische Besonderheiten. So den niedlichen Maulwurf in Rückenlage (traktiert von einer Katze!). Unscheinbar und doch sehr auffällig ein winziger Käfer mit einem schillernden Panzer: "Smaragdkäfer", so geben wir ihm einen Fantasienamen. Zwischenruf ein niedlicher Vierbeiner. "Pfiffi" wird seinem Frauchen vollkommen korrekt an der Leine ausgeführt. Im Wald auf der Höhe von Brunshausen gerät eine ansehnliche Blindschleiche in Stockstarre. Das edle Tier wird dann leicht angestupst. Schlängelt sich dann blitzschnell runter von der für sie gefährlichen Asphaltpiste ins kuschlige sichere Gras.
red/Fotos: Nicole Klawitter
















24.05.2020 • 14:40 Uhr

So ist das in Corona-Zeiten: Wolfsburger feiern zum Himmelfahrtstag erstmals Autogottesdienst

Hupkonzert statt Glockengeläut, Kirchenbänke mit Dreipunktgurt und das "Amen" per Warnblinkanlage - der Autogottesdienst des evangelischen Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen zum Himmelfahrtstag hat wenig mit einem normalen Kirchenbesuch zu tun. Auf dem Parkplatz der Volkswagen Arena in Wolfsburg treffen sich am Donnerstag rund 200 Menschen in 100 Autos, um die Freiluftfeier zu verfolgen, die vom Wolfsburger Superintendenten Christian Berndt geleitet wird.

"Da wir keine Glocken haben darf jetzt jeder zum Start mal eine Minute lang hupen - oder solange man es eben aushält", begrüßt der Theologe seine Gemeinde. Per UKW-Frequenz 96,0 überträgt ein Technikerteam Predigt, Gesang und Fürbitten an die Autoradios der Teilnehmer. "Es ist etwas ungewohnt, auf so eine Fläche von Autos zu schauen", sagt Berndt später. Er habe die Rückmeldung aus den Gesichtern der vielen Menschen vermisst. "Insofern bin ich froh über einige Cabrio-Fahrer." Aussteigen durfte niemand. 20 Helfer/innen mit Mund- und Nasenmasken sorgten für einen geordneten Ablauf. epd










24.05.2020 • 14:32 Uhr

Feuerwehren und Waldbrandgefahr: Alles auf einer App - Papierkarten sind out!

Waldbrandeinsatzkarten werden ab sofort flächendeckend für ganz Niedersachsen in digitaler Form für die Feuerwehren und Waldbrandbeauftragten bereitgestellt

Pünktlich zum Frühsommer stehen den niedersächsischen Feuerwehren sowie den Waldbrandbeauftragten für ihre Waldbrandgefahrenbezirke seit Freitag die Waldbrandeinsatzkarten (WBEK) flächendeckend für ganz Niedersachsen in digitaler Form zur Verfügung. Der Zugriff erfolgt zukünftig über eine so genannte Visualisierungs-App. Denn: Bei einem Wald- oder Flächenbrand müssen die Einsatzkräfte schnell über die wichtigsten Einsatzinformationen vor Ort verfügen. Die WBEK stellen dabei ein enorm wichtiges Hilfsmittel dar, um Wald- und Freiflächenbrände im Einsatzfall möglichst schnell und sicher zu erreichen und so schnell wie möglich bekämpfen zu können.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Mit der flächendeckenden Digitalisierung der Waldbrandeinsatzkarten verfügen die Feuerwehren in Niedersachsen jetzt über ein volldigitales und modernes Tool, das ihre Arbeit bei der Waldbrandvorsorge und der Waldbrandbekämpfung effektiv und schnell unterstützt.“ Mit der neuen App wird der Grundstein dafür gelegt, die Fachinformationen zu visualisieren. Im nächsten Schritt wird ein Verfahren inkl. Berechtigungen für die Aktualisierung der Fachinformationen für die Waldbrandbekämpfung gemeinsam mit Forstverwaltung, Waldbesitzern und Feuerwehren umgesetzt werden.

Mit Blick auf die lang anhaltende Trockenheit und die damit verbundene hohe Waldbrandgefahr betont Forstministerin Barbara Otte-Kinast: „Wir müssen alles dafür tun, um unseren Wald zu schützen. Umso gründlicher die Vorsorge erfolgt, desto besser.“
red/fis










24.05.2020 • 14:26 Uhr

Clausthal-Zellerfeld: TU-Initiative zur Förderung des Strukturwandels erfolgreich - Konzeptphase wird gefördert

Eine gemeinsame Initiative der TU Clausthal, der Hochschule Nordhausen und des REWIMET e.V. zur „Innovationsregion Harz: Nachhaltige Kreislaufwirtschaft“ erreicht als eines von 44 Bündnissen in der BMBF-Förderlinie „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ die Konzeptphase.

Ein nachhaltiger Umgang mit Elektrogeräten ist ein wichtiger Innovationstreiber auf dem Weg zu einer Kreislaufwirtschaftsgesellschaft, der aufgrund der technischen und wissenschaftlichen Tradition in der Innovationsregion Harz schnelle Umsetzungspotenziale verspricht. Das Recycling von Elektrogeräten sowie die hiermit verbundene Bereitstellung von Sekundärrohstoffen hat sich in unserer Region in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. Neben technischen und wirtschaftlichen Fragen sind aber noch erhebliche gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern.

Diesen stellen sich die Projektpartner TU Clausthal mit ihren Instituten für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik IFAD sowie Software und Systems Engineering ISSE, die Hochschule Nordhausen und der REWIMET e.V. In einer 9-monatigen Konzeptphase, startend am 01.09.2020, erarbeiten die Projektpartner Management- und Innovationsstrukturen, um Innovationen im Bereich der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft von Elektrogeräten den Weg in die Region zu ebnen.

Die Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft, Bildungsangebote und Fachkräftequalifizierung sowie Prognosemodelle unterschiedlicher Erfassungs- und Sammelszenarien für Elektrogeräte sind Innovationsbereiche, mit denen sich die Projektpartner in der ersten Phase des Vorhabens beschäftigen. Durch Bewusstseinsbildung, Aktivierung der Bevölkerung, Fachkräfteentwicklung und intelligente neue Strukturen soll die Sammel- und Verwertungsquote des Rohstoffs Elektroaltgerät erheblich gesteigert werden. Dies dient nicht nur dem Umwelt- und Klimaschutz, es wird auch einen erheblichen Beitrag zur Ressourcensicherung leisten. Gerade vor dem Hintergrund der durch die Corona-Krise zu erwartenden partiellen De-Globalisierung und einer Verkürzung von Lieferketten im Hinblick auf die künftige Versorgungssicherheit kommt der Kreislaufwirtschaft eine entscheidende Rolle zu.

Hilfe erhält das Konsortium von rund 30 Unterstützern aus Ministerien, Landkreisen, Wirtschaftsförderern, Unternehmen, Verbänden, Vereinen und Sozialbetrieben. In einem strategischen Prozess werden mit diesen Unterstützern und weiteren interessierten Stakeholdern, Innovationsbereiche identifiziert und entwickelt.

Gefördert wird das Vorhaben durch das Förderprogramm WIR! – Wandel durch Innovation in der Region des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF. Weitere Information zum Förderprogramm: https://www.innovation-strukturwandel.de/

red/fis










24.05.2020 • 13:32 Uhr

Goslar: Polizei jetzt mit höher gestellten VW-Tiguan ausgerüstet - Besser auf Waldwegen zu fahren

Pünktlich zum verlängerten Wochenende wurden am vergangenen Mittwoch vier neue Einsatzfahrzeuge der Polizeiinspektion Goslar vorgestellt. Michael Pientka, Polizeipräsident der Polizeidirektion Braunschweig, Petra Krischker, Inspektionsleiterin der Polizei Goslar sowie Michael Lepa, Leiter des Polizeikommissariats Oberharz, konnten bei einem Pressetermin die VW Tiguan' vorstellen.

Aus dem Resultat mehrerer Schäden an den bisherigen Streifenwagen, vor allem im Oberharz, stellte Michael Lepa einen Antrag auf Fahrzeuge mit höherer Unterbodenfreiheit. Für die Polizei Niedersachsen ein Novum. Die Polizeiinspektion Goslar ist damit die einzige Dienststelle im gesamten Bundesland, die die Möglichkeit der Nutzung dieser angepassten und auf den Oberharz zugeschnittenen Einsatzfahrzeuge bekommt. Sie haben Verbrennungsmotoren.

Nicht nur der Kostenfaktor für entstandene Reparaturen, sondern auch der gesundheitliche Aspekt wurden bei der Anschaffung berücksichtigt. "Für die Kolleginnen und Kollegen des Einsatz- und Streifendienstes sind die Streifenwagen nicht nur einfache Pkw, sondern auch Arbeits- und Einsatzmittel", so Michael Pientka. Auch Petra Krischker bekräftigte die Aspekte des Gesundheitsmanagements: "Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sitzen täglich mehrere Stunden in den Streifenwagen. Die Fahrzeuge sind ihre fahrenden Büros."

Gerade durch die vielen Wanderwege des Harzes müssen die Einsatzfahrzeuge geländetauglich sein, um zum Beispiel zu Touristen zu gelangen, die sich an entsprechenden Örtlichkeiten verlaufen haben. "Die Sturmschäden der vergangenen Jahre und starker Schneefall in den Wintermonaten machen die Wege für die üblichen Einsatzfahrzeuge häufig unpassierbar und führten zu Schäden an den Unterböden", so Michael Lepa.

Er freue sich darüber, dass nun zwei seiner Dienststellen, nämlich das Polizeikommissariat Oberharz und die Polizeistation Braunlage, mit den Fahrzeugen ausgestattet werden.

Die beiden anderen Tiguan' werden zunächst in Goslar und in Bad Harzburg eingesetzt, bis im nächsten Jahr vier weitere Fahrzeuge für die Polizeiinspektion zur Auslieferung kommen. ots/Foto: Polizei











24.05.2020 • 13:25 Uhr

Unfall auf L 530 - Tödlich verletzter Radfahrer identifiziert

Die Identität des in der letzten Woche bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Landesstraße 530 tödlich verletzten Radfahrers (wir berichteten) ist geklärt. Es handelt es sich um einen 30 Jahre alten Mann aus Göttingen. Er war nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen am vergangenen Donnerstagnachmittag gegen 17.45 Uhr aus noch ungeklärter Ursache vermutlich auf den Gegenfahrstreifen geraten und mit einem entgegenkommenden LKW zusammengestoßen. Bei dem Aufprall erlitt der Göttinger so schwere innere Verletzungen, dass er noch am Unfallort verstarb.jk











24.05.2020 • 13:21 Uhr

Nur noch 73 Neu-Corona-Infektionsfälle in Niedersachsen - 11.529 Gesamtfälle, davon 9.955 wieder gesund

Heute um 13 Uhr hat das Gesundheitsministerium in Hannover offizielle mitgeteilt, dass sich die Zahl der Corona-Infektionsfälle dramatisch verlangsamt. Von gestern auf heute wurden 73 Neufälle gemeldet. Damit erreichte die Gesamtzahl 11.529 Fälle; davon sind 9.955 genesen und 574 Menschen aus verschiedensten Gründen, aber mit dem Corona-Virus, verstorben.

Im Landkreis Northeim hält sich die Infektionsgeschehen weiter bei der Fallzahl 122, bei 112 Genesenden und drei Verstorbenen. Das bedeutet: 7 Einwohner (von 133.600 ) sind Amt als Corona-Infizierte registriert.

Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner 7 Tage Fälle
pro 100.000 Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 171 (+2) 136,9 3,2 5
LK Aurich 97 51,0 0,5 8
LK Celle 192 (+1) 107,3 0,6 13
LK Cloppenburg 112 65,1 0,0 0
LK Cuxhaven 200 100,7 8,1 16
LK Diepholz 355 163,4 1,8 25
LK Emsland 437 133,5 2,7 24
LK Friesland 34 34,4 0,0 1
LK Gifhorn 125 70,8 0,0 4
LK Goslar 248 (+1) 181,5 5,9 23 (+1)
LK Grafschaft Bentheim 235 171,4 1,5 18 (+1)
LK Göttingen 805 (+11) 245,4 4,0 70
LK Hameln-Pyrmont 122 82,0 0,7 7
LK Harburg 526 206,9 2,8 13
LK Heidekreis 72 51,3 0,7 2
LK Helmstedt 138 151,0 0,0 1
LK Hildesheim 389 (+3) 140,9 12,3 5
LK Holzminden 106 150,0 0,0 7
LK Leer 108 (+5) 63,2 4,7 3
LK Lüchow-Dannenberg 19 39,2 0,0 3
LK Lüneburg 168 91,3 0,0 0
LK Nienburg (Weser) 72 59,2 1,6 4
LK Northeim 122 92,1 1,5 3
LK Oldenburg 221 168,4 0,8 13
LK Osnabrück 1169 (+29) 326,2 33,5 59
LK Osterholz 109 (+7) 95,6 12,3 0
LK Peine 143 106,2 0,7 11
LK Rotenburg (Wümme) 109 66,5 0,6 1
LK Schaumburg 160 101,3 1,9 8
LK Stade 211 (+1) 103,3 7,8 8
LK Uelzen 43 46,5 0,0 0
LK Vechta 324 227,1 1,4 10
LK Verden 150 (+2) 109,4 5,1 2
LK Wesermarsch 59 (+5) 66,5 9,0 1
LK Wittmund 37 64,8 17,5 0
LK Wolfenbüttel 186 155,2 0,8 13
Region Hannover 2244 (+3) 194,1 6,1 100
SK Braunschweig 326 (+1) 131,1 1,6 15
SK Delmenhorst 61 78,6 10,3 2
SK Emden 19 38,0 0,0 0
SK Oldenburg 169 100,2 2,4 1
SK Osnabrück 476 289,4 3,0 14
SK Salzgitter 140 134,3 1,0 8
SK Wilhelmshaven 26 34,1 0,0 1
SK Wolfsburg 294 (+2) 236,3 1,6 52
Niedersachsen gesamt 11529 (+73) 144,2 4,9 574 (+2)

Genesene: Als genesen können wir heute einschätzen: 9955 (86,3% bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl).
red/ Quelle: Gesundheitsministerium Niedersachsen












24.05.2020 • 12:24 Uhr

Glaubenszentrum: Lobpreis unter Corona-Masken - Bibelschule verabschiedet unter skurrilen Bedingungen 100 Schüler/innen

Vor wenigen Minuten hat unter skurrilen Bedingungen die feierliche Verabschiedung von rund 100 Schülerinnen und Schülern der Bibelschule im Glaubenszentrum in Bad Gandersheim begonnen. Das feierliche Zeremoniell findet nach offiziellen Angaben der Schulleitung unter strengen Auflagen wegen der Corona-Pandemie statt. Unter diesen Vorgaben der Behörden und mit ausdrücklicher Genehmigung von Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz war die Verabschiedungsfeier genehmigt worden. Öffentlichkeit und Angehörige der Schüler sind bei der Feier ausgesperrt. Neben den 100 Schülern sind in der großen Medienhalle (Fassungsvermögen unter normalen Umständen rund 1000 Menschen) auf der Tribüne weitere 20 Beteiligte (u.a. Lehrkörper) zugelassen.

Zu den Regelwerken gehören neben den Hygienevorgaben die Abstandsregelung. Die Stühle in der Halle sind nach Angaben aus der Schulleitung so platziert, dass die geforderten Abstände von 1,50 Meter von Stuhl zu Stuhl eingehalten sind. Ebenso verhält es sich auf der Tribüne. Was am gravierendsten wirkt ist die Vorgabe für alle im Saal anwesenden Beteiligten, dass sie eine Mund- und Nasenbedeckung (Corona-Masken) tragen müssen. Sie sind während des gesamten gut zweistündigen Zeremoniell zu tragen. Gebetet und gesungen darf nur unter den Corrona-Masken. Ein bizarres Momentum bei dieser Feier. Es ist nicht verwunderlich, dass der Lobpreis unter diesen Beschränkungen nicht die gewohnte Ausstrahlung hatte. Begeisterung ist im Glaubenszentrum bei solchen Anlässen anders erlebbar als heute.
red/
Die Bilder sind eine schöne Erinnerung an einen Feier im Glaubenszentrum exakt vor einem Jahr. Damals gab es die Verabschiedung des Bibelschulleiters Pastor Gerry Klein - mit sichtbarer Freude und Begeisterung. Archivfoto: Thomas Fischer










24.05.2020 • 10:18 Uhr

Feuer in Goslar und Langelsheim: Feuerwehren schnell zur Stelle

Bereits am Freitag, 22.Mai 2020, kam es in den frühen Abendstunden zu einem Gartenlaubenbrand im Bereich der Alten Rodelbahn. Der Brand konnte durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Goslar schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Brandursache ist bislang unbekannt. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 15.000 Euro. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.

Am Samstag, zur Mittagszeit, führte ein Anwohner der Rosenstraße in Langelsheim Abflammarbeiten im Gartenbereich durch. Dabei geriet ein Strauch in Brand. Das Feuer griff in der Folge auf den Dachbereich des Wohnhauses über. Durch schnelles Handeln anwesender Personen und der eingesetzten Feuerwehr, konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und dieses schnell gelöscht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 2000 Euro. Personen sind nicht zu Schaden gekommen.ots










24.05.2020 • 10:15 Uhr

Seesen: Opa (81) aus Bad Grund demoliert auf Baumarkt-Parkplatz Porsche, haut ab und wird von Zeugen angezeigt

Am gestrigen Samstag, gegen 14.15 Uhr, beschädigte ein 81-jähriger Mann aus Bad Grund mit seinem Pkw Peugeot einen geparkten Pkw Porsche auf dem Parkplatz eines Baumarktes in der Bahnhofstraße. Zeugen beobachteten den Mann, als er seinen Einkauf in dem Baumarkt fortsetzte und verständigten die Polizei. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 600 Euro geschätzt. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.ots










24.05.2020 • 10:10 Uhr

Goslar: Polizei belässt es bei Hinweisen auf bußgeldbewährtes Verhalten - Masken verschandeln Stadtbild

Zum wiederholten Male wurden in den gestrigen Abendstunden laut Polizeiangaben aus Goslar eine Vielzahl von Pkw auf Großparklätzen im Bereich Goslar festgestellt. Bei den Fahrzeugen hielten sich entsprechend Personen auf, welche in Gruppen zusammenstanden und den Mindestabstand nicht einhielten. Die Polizei beließ es bei dem Hinweis, dass derartiges Verhalten gegen die noch immer gültigen Verordnungen und Allgemeinverfügungen zum Zwecke des Infektionsschutzes verstößt und bußgeldbewährt ist. Soziale Kontakte sind unter Einhaltung der Hygienevorschriften und Abstandsregeln bis auf das Nötigste zu beschränken, heißt es in einer soeben veröffentlichen Mitteilung der Polizei.

Unterdessen gibt es auch optische Wahrnehmen, dass es die Menschen mit der Maskenpflicht weniger ernst nehmen. Immer häufiger wird der Mund- und Nasenschutz im öffentlichen Raum entsorgt, landet auf Gehwegen und in der Gosse und verschandelt so das Stadtbild.
red/Foto: Marc Reiser











24.05.2020 • 10:00 Uhr

Darauf freuen sich Leseratten: Wieder Buchausleihe in Bücherein im "Haus des Gastes"

Ein weiteres Stück Normalität im öffentlichen Leben des staatlich anerkannten Heilbades in Bad Gandersheim ist ab dem morgigen Montag angesagt. Dann pulsiert im "Haus des Gastes" - das befindet sich bekanntlich im Vitalpark an der Hildesheimer Straße - ein weiteres weiteres Stück Leben. Nach Bestätigung von Vitalpark-Geschäftsführerin Karin Bargstädt wird die Bücherei wieder ihre Pforten öffnen. Buchausleihen sind unter den geltenden Hygieneregelungen möglich.red/Fotos: Nicole Klawitter












24.05.2020 • 09:51 Uhr

Wirtschaftsministerium fördert Elektromobilität mit 5,7 Millionen Euro - Mehr Ladestationen

Das niedersächsische Wirtschaftsministerium hat umfassende Programme zur Förderung der Elektromobilität beschlossen. In den kommenden Jahren fließen insgesamt 5,7 Millionen Euro in den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Niedersachsen.

Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann: „Bei der Elektromobilität wollen wir jetzt weiter vorangehen. Wir wollen die Grundlage dafür schaffen, dass niemand in Niedersachsen mehr lange suchen muss, bis er die nächste E-Ladesäule gefunden hat. Hier steht Niedersachsen als Flächenland zwar schon gut da, aber wir müssen noch besser werden, um die Klimaziele zu erreichen. Daher gehen wir das Thema offensiv an.“

Für den Aufbau von privater Ladeinfrastruktur in Betrieben in Niedersachsen stellt das Land von 2020 bis 2023 zunächst 2,7 Millionen Euro bereit. Ziel ist es, Unternehmen (KMU, Handwerksbetriebe) beim Aufbau von privater Ladeinfrastruktur zu unterstützen, damit diese ihre Fahrzeugflotten auf E-Mobilität umstellen können. Die entsprechende Förderrichtlinie soll noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

Außerdem wird künftig der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur für Elektroautos in Niedersachsen gefördert. Ziel ist es, ein flächendeckendes Netz mit Schnellladesäulen mit mindestens 100 KW aufzubauen. Dafür stehen im Haushalt 2020 bis 2023 bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung. Niedersachsen wird dabei die Länderöffnungsklausel der neuen Bundesförderrichtlinie „Ladeinfrastruktur“ nutzen. Die Förderung soll zum 1. Januar 2021 starten.

Darüber hinaus stellt das Wirtschaftsministerium eine Million Euro bereit, um an Behördenstandorten im eigenen Geschäftsbereich die Ladeinfrastruktur auszubauen und Fahrzeuge auf emissionsarme Antriebe umzustellen.

Um die Standorte für öffentliche Ladeinfrastruktur zu bestimmen, soll das StandortTOOL, das auch bei Bundesförderprogrammen zum Einsatz kommt, verwendet werden. So können auch zusätzliche Standorte für Investoren ausgewiesen werden. Gemeinsam mit der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur (NLL) wird so eine Karte für Niedersachsen erstellt, in der ausgewiesen ist, wo noch Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur besteht und potenzielle Standorte ausgewiesen werden. Ziel ist es, „weiße Flecken“, insbesondere bei Schnellladeinfrastruktur, in Niedersachsen zu vermeiden und gemeinsam mit dem Bund gezielte Förderungen anzubieten.

Um geeignete Standorte für Ladepunkte zu finden, soll nach den gegenwärtigen Überlegungen die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) einbezogen werden. Diese ist mit ihren regionalen Geschäftsbereichen in ganz Niedersachsen tätig. Auf diese Weise soll der örtliche Bezug zu den Kommunen und damit in der Fläche hergestellt werden.

Hintergrundinformation:

Im März 2020 gab es laut Bundesnetzagentur rund 25.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland. Dazu sollen über eine Aufstockung des Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur (LIS) 2020 - 2021 bundesweit weitere 50.000 öffentliche Ladepunkte errichtet werden.

Die Anzahl der Ladepunkte in Niedersachsen beträgt laut dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur 2031 Normallladepunkte und 341 Schnellladepunkte (Stand: 2. Mär










24.05.2020 • 09:46 Uhr

Peinliche Prozedur für 22-Jährigen: Betäubt am Steuer erwischt, Urintest, Blutprobe, Führerschein kassiert

Am vergangenen Freitag wurde um 23 Uhr im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle ein 22-jähriger Pkw Fahrer aus einem Einbecker Ortsteil mit seinem Pkw angehalten und kontrolliert. Aufgrund von Auffälligkeiten wurde ein Urintest durchgeführt, welcher positiv auf Betäubungsmittel ausfiel. Eine Blutprobe wurde daraufhin dem Fahrzeugführer entnommen und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Den Führerschein ist er auch erstmal los. red










24.05.2020 • 09:41 Uhr

Gute Nachricht des Tages: Gandersheimer Sportstadt von Tobias Reinecke ab Montag wieder geöffnet!

Die gute Nachricht des Tages kommt diesmal vom Betreiber des Fitness-Studios und Gesundheitszentrums von Tobias Reinecke im staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim. "Wir eröffnen am Montag unsere Sportstadt Bad Gandersheim unter Einhaltung der Hyienevorschriften genauso wie das Gesundheitszentrum von Dr. Roy Kühne in Northeim.", erklärte Reinecke vor wenigen Minuten im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group an.
Für den weiteren Verlauf der Woche kündigt Reinecke weiterhin an: "Dienstag und Donnerstag mittags ist damit endlich wieder eigenes Training angesagt!". Wichtig eine weitere News für Patienten und Patientinnen, die aufgrund von ärztlichen Verordnungen und mit Rezepten Rehabilitationsport und -kurse absolvieren wollen und sollen. Dieser Maßnahmenkatalog startet im Nachgang am 2. Juni 2020 in der Sportstadt am Parkplatz Alte Gasse beim Finanzamt.
Fazit: Alles gut für Fitness, Gesundheit und Wohlbefinden!
red/Foto: Thomas Fischer











24.05.2020 • 09:21 Uhr

Salzderhelden: Mit Autofahrer rauscht berauscht frontal gegen Betonmauer - auch betrunkener Rollerfahrer Verletzte

Am gestrigen Samstag kam es um 18:48 Uhr in Salzderhelden (gehört zur Bierstadt Einbeck) zu einem kuriosen Verkehrsunfall im Begegnungsverkehr zwischen einem Pkw und einem Motorroller. Dabei war der 54-jährige Pkw Fahrer aus bislang ungeklärter Ursache in einer Nebenstraße frontal gegen eine Betonmauer eines Grundstückes geprallt. Der ihm in diesem Moment entgegenkommende, ebenfalls 55 - jährige Rollerfahrer, sei glücklicherweise etwa mittig auf der Fahrbahn gefahren und konnte so einen Frontalzusammenstoß noch verhindern. Er streifte lediglich die rechte Beifahrerseite vom Pkw. Durch den Anprall wurden beide Fahrzeugführer leicht verletzt. Während der Unfallaufnahme wurde bei beiden Beteiligten Alkoholgeruch in der Atemluft festgestellt. Daraufhin wurden Blutproben entnommen und ein Führerschein sichergestellt. Weiterhin wurden entsprechende Straf- bzw. Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Insgesamt entstand Sachschaden in Höhe von 9.700 Euro.kal










23.05.2020 • 21:31 Uhr

Neue Vitalität im Vitalpark in Bad Gandersheim - Physiotherapie startet ab Montag - Fitness-Studio ab 2.Juni 2020

"Das Gesundheitszentrum "Vitalpark" im staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim meldet sich zurück", so die gute Nachricht heute von Geschäftsführerin Karin Bargstädt. Das Redaktionsnetzwerk sprach mit Frau Bargstädt und Geschäftsführer Nuri Celik über die Neustart nach der Zwangspause, ausgelöst durch die Corona-Krise. "Jetzt sind viele Vorbereitungen und Regelwerke mit dem gesamten Team festgelegt, damit wir in die Physiotherapie für unsere Patienten und Patientinnen eingesteigen können", so Bargstädt heute im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group. Und Bargstädt und Celik erklärten detailliert, wie der Betrieb ab kommenden Montag vonstatten geht:

"Wir öffnen ab Montag, 25. Mai 2020 unsere Physiotherapie. Das Fitness-Studio ist ab 02.06.2020 wieder geöffnet.

Die Studios haben diverse behördliche Anordnungen umzusetzen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns auch erst an die „neue Wirklichkeit“ herantasten müssen. Aus diesem Grund werden die Physiotherapie und den Fitnessbereich noch nicht gleich wieder zu 100 Prozent in Betrieb genommen werden. Daraus ergeben sich folgende Sonder-Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.30 Uhr bis 19.30 Uhr. Samstag und Sonntag geschlossen.

Patienten aus dem T-Rena-Programm werden gebeten, vorab telefonisch einen Termin abzustimmen, um lange Wartezeiten zu vermeiden.
Durch die neuen Abstandsregelungen und Hygienevorschriften können nur eine begrenzte Anzahl Studiobesucher trainieren. Daher ist die Trainingszeit pro Teilnehmer auf 60 Minuten begrenzt. Weiterhin sind folgende Vorgaben zu beachten:
Desinfektion der Hände, bei Betreten des Hauses.
Die Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume/Sauna – ausgenommen Toilette – müssen geschlossen bleiben, daher bitte in Sportkleidung erscheinen. Schuhe vor Betreten des Fitnessbereiches bitte wechseln .
Ein Abstand von mindestens zwei Meter zur nächsten trainierenden Person ist einzuhalten.
Die Geräte sind vor und nach der Benutzung zu desinfizieren.
Ein entsprechend großes mitgebrachtes Handtuch ist auf alle Polster der Fitnessgeräte zu legen Bitte einen Mundschutz mitbringen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch", so Karin Bargstädt.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer














23.05.2020 • 21:11 Uhr

Raus aus der Corona-Krise: Der Northeimer Handball Club intensiviert seine Personalplanungen!

Der NHC gibt nun bekannt, dass sein Winterneuzugang Tomislav Buhinicek seinen Vertrag für die kommende Saison verlängert hat. Der kroatische Kreisläufer hat sich gut eingelebt in der Stadt Northeim und beim NHC. Außerdem fühlt er sich bei seinem Arbeitgeber Thomas Bohne vom GOS, Göttinger OP-Simulationssysteme, sehr wohl. Tomislav wird in der kommenden Saison ein starkes und unterschiedliches Kreisläufer Duo mit dem zurückkehrenden Paul Hoppe bilden. Der NHC freut sich auf die weitere Zusammenarbeit!

Ein weitere Verlängerung kann der NHC mit Rückraumshooter Jannes Meyer bekannt geben. Jannes wird das 3. Liga Team auch in der kommenden Saison mit seiner Wurfkraft aus dem Rückraum und seiner Abwehrqualität bereichern. Der Verein zeigte sich sehr erfreut über diese Zusage eines langjährigen NHC Akteurs.

Der Kader für die kommende 3. Liga Saison nimmt damit immer mehr Konturen an. In den kommenden Wochen werden auch die ersten Neuzugänge präsentiert. Gesucht wird noch intensiv nach einem Linkshänder für die Rückraumrechte Position, nach einem Spielmacher und einer Verstärkung für das Abwehrzentrum. Der NHC gibt gern jungen, motivierten Spielern eine Chance sich über die 3. Liga mit viel Spielanteilen für höhere Aufgaben zu zeigen. Dieses hatten in der Vergangenheit der ehemalige dänische Torwart Frederik Stammer (2. Bundesliga Krefeld) und der griechische Nationalspieler Efthymios Iliopoulos (2. Bundesliga Dormagen) für sich genutzt! Jobs können über das gute Netzwerk besorgt werden und die UNI Göttingen ist keine 20 Minuten entfernt. red/ok Fotos: Spieker Fotografie.













23.05.2020 • 15:53 Uhr

Die gute Nachricht des Tages: Freude im Freibad Lamspringe! Das Bad öffnet am 29 Mai - Bürgermeister Humbert begrüßt erste Gäste persönlich!

In den regionalen Freibad-Standorten Düderode, Northeim und Lamspringe laufen derzeit die Vorbereitungen für den Einstieg in die Freiubadsaison auf Hochtouren. Mit der soeben konkretisierten neuen Verordnung für weitere Lockerungen der Corona-Regeln gibt es grünes Licht für die Freibäder - nicht Hallenbäder.

Riesenfreude daher schon jetzt in Lamspringe. Hier haben die Verantwortlichen des Waldschwimmbades in Lamspringe soeben angekündigt, dass sie ihr beheiztes Freibad am Freitag, 29. Mai 2020, für den öffentlichen Badebetrieb öffnen werden. Im Rahmen eines kleinen Auftaktprogramms ist angekündigt, dass Bürgermeister Andreas Humbert die ersten Gäste an diesem Sonntag pünktlich ab 12 Uhr persönlich begrüßen wird.

Beachtenswert ist ein wichtiger Hinweis der Freibad-Verantwortlichen: "Die Eröffnung erfolgt mit Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie".
red/Screenshot Plakat










23.05.2020 • 15:51 Uhr

Die gute Nachricht des Tages: Freude im Freibad Lamspringe! Das Bad öffnet am 29 Mai - Bürgermeister Humbert begrüßt erste Gäste persönlich!

In den regionalen Freibad-Standorten Düderode, Northeim und Lamspringe laufen derzeit die Vorbereitungen für den Einstieg in die Freiubadsaison auf Hochtouren. Mit der soeben konkretisierten neuen Verordnung für weitere Lockerungen der Corona-Regeln gibt es grünes Licht für die Freibäder - nicht Hallenbäder.

Riesenfreude daher schon jetzt in Lamspringe. Hier haben die Verantwortlichen des Waldschwimmbades in Lamspringe soeben angekündigt, dass sie ihr beheiztes Freibad am Sonnabend, 29. Mai 2020, für den öffentlichen Badebetrieb öffnen werden. Im Rahmen eines kleinen Eröffnungsprogrammes ist angekündigt, dass Bürgermeister Andreas Humbert die ersten Gäste an diesem Sonntag pünktlich ab 12 Uhr persönlich begrüßen wird.

Beachtenswert ist ein wichtiger Hinweis der Freibad-Verantwortlichen: "Die Eröffnung erfolgt mit Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie".










23.05.2020 • 15:28 Uhr

Ab Montag, 25.Mai 2020 , gilt eine neue Verordnung mit weiteren Lockerungen - Landkreis Northeim präzisiert neue Freiräume - Kegelbahnen, Tagespflege und Fitnessstudios dürfen öffnen

Freibäder und Späßbäder dürfen öffnen, Hallenbäder nicht! Stadtführungen und Kutschfahrten sind wieder erlaubt

Das Land Niedersachsen hat seine Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen das Corona-Virus weiter gelockert. Demnach dürfen ab Montag, 25. Mai unter anderem Fitnessstudios, Freibäder und Spielhallen öffnen. Aber auch Tagespflegeeinrichtungen für pflegebedürftige Menschen und Werktstätten für Menschen mit Behinderungen dürfen ihren Betrieb teilweise wieder aufnehmen.

In Niedersachsen dürfen ab Montag Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen wieder öffnen. In allen Bereichen müssen Abstände von 1,5 Metern zu Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Teilweise ist es erforderlich, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher müssen analog zu Restaurants oder Dienstleistungen erfasst werden. In Spielbanken beschränkt sich der Betrieb auf Automaten. Es darf sich pro zehn Quadratmeter nur eine Person in den Räumlichkeiten aufhalten, das gilt auch für Wettannahmestellen. In Spielhallen dürfen sich nur so viele Menschen aufhalten, wie Spielgeräte nach der erteilten Gewerbeerlaubnis aufgestellt sind.


Öffentliche und private Sportanlagen dürfen genutzt werden, unabhängig davon, ob sie sich im Freien oder in geschlossenen Räumen befinden, wie zum Beispiel Fitnessstudios. Es gelten auch hier die Abstandsregelungen von 2 Metern untereinander, der Sport muss kontaktlos erfolgen. Gemeinsam genutzte Geräte müssen nach jeder Nutzung desinfiziert werden. Gemeinsam genutzte Räume wie Umkleiden oder Duschen, bleiben geschlossen. Allerdings dürfen Geräteräume betreten werden, sofern der Abstand eingehalten wird.
Die neue Verordnung enthält auch detaillierte Regelungen dazu, wie Schifffahrten, Kutschfahrten oder andere touristische Dienstleistungen, zum Beispiel Stadtführungen, ablaufen dürfen. Auch hier gelten Abstandsregelungen und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Alle Schwimm- und Spaßbäder, die sich im Freien befinden, dürfen öffnen. Die Personen müssen zu anderen Personen außerhalb des eigenen Hausstandes einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einhalten, auch in den Duschen und Umkleidekabinen. Hallenbäder bleiben auch weiterhin geschlossen.
Der Tourismusbetrieb darf weiter hochfahren. Unter anderem dürfen auch Hotels und Jugendherbergen Übernachtungen zu touristischen Zwecken anbieten. Die Auslastung von 60 Prozent darf nur überschritten werden, wenn es sich um Geschäftsreisende handelt. Wellnessbereiche und Saunen in den Hotels bleiben weiterhin geschlossen.
Tagespflegestationen dürfen öffnen, wenn ein Hygienekonzept vorliegt. Allerdings dürfen nur 50 Prozent der Plätze vergeben werden. Die Einrichtungen entscheiden darüber, wie diese Plätze vergeben werden. Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen dürfen wieder 50 Prozent der Plätze belegen, wenn die Einrichtungen entsprechende Außnahmen erlassen. Dafür muss aber auch ein Hygienekonzept vorliegen, die Abstandsregelungen müssen eingehalten werden und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist erforderlich.
Musikschulen dürfen jetzt Chöre und Bläserensembles instrumental oder vokal unterrichten, einzeln oder in Gruppen von nicht mehr als vier Personen.

Neben Hochzeiten sind nun auch standesamtliche Trauungen und Feiern aus Gründen einer Taufe, Kommunion, Konfirmationen oder ähnlichen Anlässen erlaubt. Die Personenzahl bleibt dabei aber auf max. 20 beschränkt, die zum engsten Freundes- und Familienkreis zählen müssen.
Nach den Gerichtsurteilen wurde der Paragraph zu den Reiserückkehrern komplett überarbeitet. Wenn das Robert-Koch-Institut für die Länder eine geringe Ansteckungswahrscheinlichkeit festgestellt hat, ist bei der Einreise nach Niedersachsen keine Quarantäne erforderlich. Für Länder der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz, Großbritannien und Nordirland wird eine Quarantäne nur dann erforderlich, wenn die Ansteckungsrate höher liegt als 50 Fälle pro Einwohner.

Auch für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen gelten nach dem Gerichtsurteil zu den Tattoostudios vereinfachte Regelungen. Ab Montag sind alle Dienstleistungen, auch körpernahe, erlaubt, wenn entsprechende Hygienemaßnahmen getroffen werden, die eine Ansteckung mit dem Corona-Virus verhindern können.

Restaurants dürfen wieder alle Plätze vergeben, wenn die Abstandsregelungen eingehalten werden. Außerdem genügt es, den Besucherinnen und Besuchern eine Handreinigung zu ermöglich, eine Desinfektion der Hände ist nicht mehr erforderlich.
Die Kinder- und Jugendhilfe darf Gruppenangebote bis max. zehn Personen anbieten. Wichtig sind auch hier die Abstandsregelungen. Die Fachkräfte dürfen von Teamleiterinnen oder Teamleitern mit Juleica unterstützt werden.

Alle Details zu den einzelnen Themenbereichen finden sich in der Verordnung unter https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html Sie gilt bis zum 10. Juni
Viele weitere Informationen zum Coronavirus, die aktuellen Fallzahlen im Landkreis Northeim, die häufigsten Fragen und Antworten und hilfreiche Links finden Sie auf www.landkreis-northeim.de/coronavirus
red/lpd/Fotos: Thomas Fischer












23.05.2020 • 11:08 Uhr

Hevensen: Autofahrer weicht Wildschwein aus: Wagen fertig, Fahrer ins Krankenhaus

Ereignisort: Hardegsen, Bundesstraße 446, Höhe Ortschaft Hevensen, Ereigniszeitpunkt: Gestern, Freitag, 22 Mai .2020, 21.20 Uhr:

Ein 30-jähriger Fahrzeugführer aus Hardegsen befuhr mit seinem Pkw die B 446 von Hardegsen in Richtung Nörten-Hardenberg. Auf Höhe der Ortschaft Hevensen wechselte ein Reh die Fahrbahn von rechts nach links. Beim Ausweichmanöver verlor der 30-jährige die Kontrolle über seinen Pkw, kam nach links von der Fahrbahn ab und im dortigen Böschungsraum zum Stillstand.
Durch den Unfall wurde er leicht verletzt und zur weiteren Behandlung mittels Rtw ins Weender Krankenhaus verbracht. Sein Pkw wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen. Es entstand ein Sachschaden von ca. 2.500 Euro.hei










23.05.2020 • 10:54 Uhr

Reaktionen nach Hundekot-Report: Hinweise auf Zigarettenmüll und Zerstörungen

Nach einem Report über die alltägliche Verschmutzung des Skulpturenweges in Bad Gandersheim - gerade als touristische Attraktion in Coronazeiten gelobt - sind beim Redaktionsnetzwerk eine Reihe von Reaktionen, Anregungen und Hinweisen aufgelaufen. Hundehalter/innen fühlten sich zum Teil betroffen, aber nicht gemeint: "Wir machen den Kot weg!" Eingeräumt wurde, dass es leider einige "unartigen unverbesserliche " Hundehalter gibt: "Denen ist das offenbar egal, wo ihre Hunde hinscheißen...".

Konstruktiv wurde vorgeschlagen, die Stadtverwaltung möge bitte für eine regelmäßige Befüllung der blauen Automaten mit den schwarzen Hundekotentsorgungsbeuteln sorgen. Tatsächlich entdeckten wir einen Automaten im Bereich des Kinderspielplatzes im Seekurpark beim Osterbergsee, der seit Wochen nicht mehr mit Beuteln aufgefüllt wird.

Ein Dame machte stellvertretend für ähnliche Kommentare auf die allgemeine Verschmutzung des Wanderweges aufmerksam: "Schauen Sie sich mal das schmutzige Umfeld von Sitzbänken an. Zigarettenkippen zu Hauf, Kronenkorken von Bierflaschen und noch andererUnrat". Ein Mülleimer sei erst beschmiert, dann demoliert worden. Jetzt ist er ganz verschwunden. Im Seekurpark war einem regelmäßigen dort laufenden Gandersheimer eine kaputte Sitzbank und jede Menge demolierter Leuchten aufgefallen. "Das sieht hier richtig schäbig aus!".

Das alles spottet jeder Beschreibung eines staatlich anerkannten Heilbades!
red
















23.05.2020 • 09:12 Uhr

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt - Die Kinderbuchheldin Pippi Langstrumpf wird 75 Jahre alt

Das Mädchen mit den roten Zöpfen und den vielen Sommersprossen ist weltweit bekannt: Gemeinsam mit Äffchen und Pferd zieht die neunjährige Pippi Langstrumpf in die Villa Kunterbunt - ohne Mutter und Vater, aber mit einem Koffer voller Goldstücke. Erfunden wurde die fröhlich-freche, liebenswerte und abenteuerlustige Göre von der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren (1907-2002) während des Zweiten Weltkriegs. Vor 75 Jahren wurde die Geschichte in Schweden veröffentlicht. In Bad Gandersheim durfte man die wunderbare Geschichte schon auf der Bühne der Gandersheimer Domfestspiele erleben und war begeistert.

Der Hamburger Oetinger Verlag feiert das Jubiläum am 21. Mai, dem Geburtstag von Astrid Lindgrens Tochter Karin Nyman. Für sie hatte sich Lindgren die Geschichte über das Mädchen mit den übernatürlichen Körperkräften ausgedacht. Pippi ist unabhängig von allen Erwachsenen und lebt ihr Leben, wie es ihr gefällt - für die damalige Zeit selbst in der Kinderliteratur undenkbar. Daher schickte Lindgren das Manuskript an einen Verlag mit den Worten: "In der Hoffnung, dass Sie nicht das Jugendamt alarmieren."

Das passierte nicht. Befürchtet wurde aber ein negativer Einfluss auf Kinder. Erst in einer überarbeiteten Version erschien "Pippi" erstmals am 26. November 1945 im Verlag Rabén & Sjögren. Fünf deutsche Verlage lehnten das Buch ab, bevor der Hamburger Verleger Friedrich Oetinger es 1949 nach Deutschland holte.

"Kinder verwirrt"

Kritische Stimmen gab es auch hier. So hielt die bibliothekarische Fachzeitschrift "Bücherei und Bildung" 1949/50 das Buch nicht geeignet für Kinder unter 14 Jahren. Die Grenzen von Fantasie und Wirklichkeit würden so verwischt, "dass Kinder verwirrt werden müssen", hieß es. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" dagegen lobte 1950: "Da müssen die Schweden daherkommen und uns zeigen, wie man das köstlichste Kinderbuch der Welt macht."

Bis heute ist der Erfolg ungebrochen. Die drei Pippi-Bände wurden verfilmt, in 77 Sprachen übersetzt und 66 Millionen Mal verkauft - davon allein in Deutschland 8,6 Millionen Mal. Das stärkste Mädchen der Welt ist auch unter den Namen Pippi Tat Dai (Vietnam), Pipi Pikksukk (Estland), Fifi Brindacier (Frankreich) oder Pippi Longstocking (USA) bekannt.

Sie war die erste weibliche Hauptfigur in Kinderbüchern, die mit den Konventionen gebrochen hat. "Sie ist finanziell unabhängig, sprachlich souverän, hinterfragt Erwachsene und entscheidet selbst über ihre Freunde oder was sie essen will", erläutert die Literaturwissenschaftlerin Inger Lison von der Universität Hannover.

Die Faszination und Begeisterung der Leserinnen und Leser über die Jahrzehnte hinweg erklärt die Leiterin der Astrid-Lindgren-Datenbank mit den zeitlosen Themen: "Es geht um Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Abenteuer, Mut und das Verhältnis von Kindern Erwachsenen gegenüber."

Kampagne "Pippi of Today"

Viele Jungen und Mädchen wollten selbst nicht wie Pippi sein, sondern wünschten sich diese vielmehr "als aufregende Spielkameradin in der Nachbarschaft". Auch heute sei Pippi ein wichtiges Vorbild für Mädchen, selbstbewusst und gleichberechtigt ihren eigenen Weg zu gehen, sagt Lison.

Das Mädchen, das ohne Mühe ihr eigenes Pferd anheben kann, war auch Michelle Obamas Lieblings-Kinderbuchheldin. Sie habe nicht nur Pippis körperliche Stärke, sondern auch ihre Souveränität bewundert, sagte sie einmal der "New York Times": "Was ich am meisten liebte, war, dass sie ein Mädchen war, und ein wenig anders, und trotzdem die beeindruckendste Figur in diesen Büchern." Und Autorin Cornelia Funke findet: "Pippi hat uns schon als kleine Mädchen beigebracht, dass Frauen einfach alles können."

Selbst in die Fußball-Stadien schaffte sie es: So wurde der Fangesang von Eintracht Frankfurt zur Melodie eines Pippi-Langstrumpf-Lieds getextet:" Hey, Eintracht Frankfurt …"

Wie die Geschichten von Pippi Langstrumpf benachteiligten Kindern helfen können, zeigt die Kampagne "Pippi of Today", die von der Astrid Lindgren Company gemeinsam mit der Kinderschutzorganisation "Save the Children" in diesem Jahr ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, Kindern auf der Flucht neuen Mut zu schenken.

"Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt", heißt es in einem der Pippi-Langstrumpf-Lieder. Sie macht sich zwar ihre eigenen Regeln, denkt dabei aber immer an ihre Freunde. In Corona-Zeiten würde das Mädchen, das nie erwachsen werden wollte, wohl für alle in der Apotheke "vier Liter Medusin" bestellen - "richtig feine Medusin", die gegen alles hilft. Christine Süß-Demuth (epd)










23.05.2020 • 09:02 Uhr

Polizeiinspektion Göttingen hat ersten personalisierten Instagram-Account - Ab sofort auf Streife mit Community Policerin Katharina Lohrengel

Die personifizierte Nutzung sozialer Medien als Ergänzung zur Aufgabenwahrnehmung im täglichen Polizeidienst bezeichnet man als "Community Policing". Unter dem Namen "PK' in Katharina Lohrengel" (polizei.goettingen.kl) wird die Kommissarin also künftig über ihre tägliche Polizeiarbeit berichten. Dabei stehen vor allem die persönlichen Eindrücke und Erfahrungen der jungen Schichtbeamtin im Vordergrund.

"In meiner Funktion als Community Policerin stehe ich auf Instagram sehr gerne für Fragen und Anregungen zur Verfügung", so Katharina. "Dabei bereitet es mir insbesondere eine Freude, als persönliche Ansprechpartnerin für Jung und Alt dienen zu können. Ergänzend zum polizeilichen Auftritt bei Facebook und Twitter bietet Instagram als neues soziales Medium weiterführende Möglichkeiten der bildlichen Darstellung polizeilicher Arbeit."

Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, sieht in der Nutzung eines eigenen Instagram-Accounts eine große Chance für die Göttinger Polizei und die Polizei insgesamt. "Soziale Medien sind mittlerweile elementare Bausteine öffentlicher Kommunikation. Von daher muss auch die Polizei angesichts ihrer ausdrücklich betonten Bürgerorientierung dort präsent sein. Die Instrumente von Social Media sind aber, anders als bei vielen anderen Kommunikationseben, nicht statisch, sondern in ihrer Ausgestaltung fließend. Dass bedeutet für die Nutzer ständige Beobachtung der 'Marktes' und permanente Anpassung der eigenen Präsenz an den aktuellen Mainstream. Mit unserem neuen Instagram-Account gehen wir diesen notwendigen Schritt. Es wird sicher nicht der letzte sein. Frau Lohrengel wünsche ich viel Erfolg bei dieser spannenden Aufgabe!", so der Leitende Polizeidirektor.jk/Foto: Polizei










23.05.2020 • 08:58 Uhr

Braunschweig: Gericht erlaubt zunächst verbotene Demonstration - Polizeigewerkschaft empört

Das Oberverwaltungsgricht Lüneburg hat in einer aktuellen Entscheidung verkündet, dass die durch die Stadt Braunschweig untersagte Demonstration/Kundgebung der Partei „Die Rechte“ nun doch am heutigen Samstag stattfinden darf. Laut Begründung des OVG tritt der Infektionsschutz - insbesondere der eingesetzten Polizeikräfte - hinter der Versammlungsfreiheit zurück.
Der Landesvorsitzende der GdP, Dietmar Schilff, dazu: „Den Gesundheitsschutz der eingesetzten Polizeikräfte als zweitrangig zu bewerten ist äußerst problematisch. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Niedersächsischen Polizei setzen sich in der Corona-Pandemie unermüdlich für die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit der Bevölkerung ein. Nun wiederum den Schutz der Sicherheitskräfte als zweitrangig einzustufen, stellt eine nicht nachvollziehbare Bewertung . WS










23.05.2020 • 08:54 Uhr

Bockenem: Fahrzeugführer zerlegt Telefonmast und flüchtet - Polizei bittet um Zeugenhinweise

Am gestrigen Freitagabend, ist esvermutlich in der Zeit von 20 Uhr bis 20:35 Uhr zwischen den Ortschaften Schlewecke und Henneckenrode zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer befuhr vermutlich aus Richtung Schlewecke kommend die zu diesem Zeitpunkt regennasse Landesstraße 497 in Richtung Henneckenrode, als er (nach dem Abzweig in Richtung Nienhagen) unmittelbar nach einer Linkskurve nach rechts in den Grünbereich abkam. Dort überfuhr der Fahrzeugführer einen Leitpfosten sowie gegen einen mehrere Meter hohen hölzernen Telefonmasten und entfernt sich unerkannt. Der Mast wurde aus dem Boden gerissen. Teile des durchbrochenen Masten lagen danach auf der Fahrbahn. Der restliche Teil ragte an der Oberleitung hängend auf die Fahrbahn hinein. Durch die Polizei Bad Salzdetfurth konnte die Gefahrenstelle vorerst behoben werden.
Zeugen, die Angaben zu dem Unfall machen könne, werden gebeten, sich bei der Polizei Bad Salzdetfurth unter der Telefonnummer 05063 / 901-115 zu melden.fie










23.05.2020 • 08:48 Uhr

Zwei Kundgebungen in Goslar unter dem Motto "Deutschland gegen den Corona-Wahnsinn" und der Gegendemo "Keine Nazipropaganda - unter dem Deckmantel Corona"

Am gestrigen Tag fanden in Goslar in der Rosentorstraße vor dem alten Standesamt und auf der gegenüberliegenden Seite in der Kurve Rosentorstraße / Mauerstraße zwei angemeldete Kundgebungen unter dem Motto "Deutschland gegen den Corona-Wahnsinn" und der Gegenkundgebung "Keine Nazipropaganda - Auch nicht unter dem Deckmantel CORONA" statt.
An der Kundgebung "Keine Nazipropaganda - Auch nicht unter dem Deckmantel CORONA" nahmen in der Spitze bis zu 35 Teilnehmer teil und damit deutlich mehr als vom Anmelder erwartet. Die Kundgebung begann um 16 Uhr und endete ohne Vorkommnisse um 17:15 Uhr.
An der Kundgebung "Deutschland gegen den Corona-Wahnsinn" nahmen bis 11 Teilnehmer teil. Die Kundgebung wurde um 16:40 Uhr begonnen und endete um 18:00 Uhr. Aus der Kundgebung heraus wurde eine 40-jährige Passantin beleidigt. Die Polizei leitete hierzu ein Strafverfahren ein.ots










23.05.2020 • 08:37 Uhr

Lies: „Dürfen beim Artenschutz nicht nachlassen" - Umweltminister sieht mit gemischten Gefühlen auf den Gedenktag

Niedersachsens Umwelt- und Naturschutzminister Olaf Lies sieht mit gemischten Gefühlen auf den Tag der Artenvielfalt. „Licht und Schatten liegen leider sehr dicht beieinander", sagt Lies. „Natürlich gibt es auch Erfolge beim Artenschutz. Und darüber können wir uns auch freuen. Das ist auch dem großen Engagement vieler Ehrenamtlicher zu verdanken, die sich in vielen Projekten einsetzen", betont der Umweltminister: „Aber ebenso wenig übersehe ich die drohenden roten Signale.

Viele Tier-Bestände gehen zurück, manche Arten sind vom Aussterben bedroht. Diese unheilvolle Entwicklung müssen wir mit aller Macht stoppen. Aber erfolgreich werden wir nur sein, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten. Auch deshalb kämpfe sehr ich für den Niedersächsischen Weg, auf den sich die Landesregierung, Landwirte, Natur- und Umweltverbände verständigt haben. Mit dem Vertrag verpflichten sich alle, für Artenvielfalt und - schutz zu arbeiten - jeder in seinem Bereich, jeder mit ganzer Kraft und mit einer langfristig gesicherten Perspektive für unsere Landwirtschaft. Die notwendigen gesetzlichen Regelungen werden wir jetzt gemeinsam erarbeiten. Und wenn Landwirtschaft öffentliche Leistung für den Naturschutz erbringt, dann müssen die Landwirte auch dafür bezahlt werden."

Die Biologische Vielfalt umfasst die gesamte Vielfalt des Lebens auf der Erde, wobei drei Teilbereiche zu unterscheiden sind: die Vielfalt an Lebensräumen, die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt. Niedersachsen beherbergt vom Wattenmeer bis zum Harz fast alle in Mitteleuropa vorkommenden Lebensraumtypen. Entsprechend artenreich ist dieses Bundesland: „Experten gehen von rund 40.000 Tier- und Pflanzenarten aus, die hier heimisch sind.

Die Insekten stellen mit einem Anteil von ca. 70 Prozent die größte Tierartengruppe. Pflanzen- und Tierarten besitzen unschätzbare genetische Ressourcen, die wir bereits in der Vergangenheit erfolgreich genutzt haben. So stammen alle Nutzpflanzen und Nutztiere von Wildformen ab. Alle Pflanzen- und Tierarten sind ferner Bestandteil von Ökosystemen, von deren Unversehrtheit letztlich das Überleben des Menschen abhängt", erläutert Lies: „Schließlich und endlich werden artenreiche Lebensräume von vielen Menschen als ästhetisch schön empfunden und von ihnen zu Erholungszwecken genutzt."

Etwa 11.000 Tier- und Pflanzenarten werden von der niedersächsischen Fachbehörde für Naturschutz dokumentiert - und damit genau beobachtet. „Diese Dokumentation zeigt Schwarz auf Weiß, dass die biologische Vielfalt in Niedersachsen gefährdet ist. Mehr als 40% aller dokumentierten Tier- und Pflanzenarten sind mehr oder weniger stark im Bestand rückläufig und stehen deshalb auf Roten Listen. Besonders kritisch ist der massive Rückgang bei Insekten zu sehen. Wenn ihre Zahl und Biomasse abnimmt, steht die Funktionalität ganzer Lebensgemeinschaften auf dem Spiel", warnt Lies vor unübersehbaren Konsequenzen. Die Bestandsentwicklung bei Feld- und Wiesenvögeln mache deutlich, „dass großer Handlungsbedarf besteht. Einst häufige Arten wie Rebhuhn und Kiebitz sind in Niedersachsen vielerorts zur Rarität geworden". Lies: „Die Biodiversitätskrise ist ebenso ernst zu nehmen wie die Klimakrise. Auch hier gilt es auf lokaler wie auf globaler Ebene entschlossen zu handeln".

Doch es gibt auch gute Gründe für Optimismus. So zeigt die Vergangenheit, dass wenn die fachlich richtigen Maßnahmen ergriffen werden, auch Negativentwicklungen umkehrbar sind. Dank lebensraumverbessernder Maßnahmen ist etwa der Brutbestand des Kranichs in Niedersachsen von neun Paaren im Jahr 1975 auf aktuell rund 1.500 Paare angewachsen. red/fis/Fotos: Thomas Fischer












22.05.2020 • 18:04 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Nur noch sieben Corona-Infizierte im Kreis Northeim

Heute, Freitag, 15.15 Uhr: Aktuell gibt es weiter insgesamt 122 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Im Vergleich zu Mittwoch ist damit kein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 112 Personen – ebenso viele wie am Mittwoch – gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei drei Personen. lpd











22.05.2020 • 17:56 Uhr

Vatertag verlief aus Sicht der Polizei in Bad Gandersheim weitestgehend ruhig - Zehn Einsätze (davon drei als Kollegenhilfe in Einbeck!)

Zu insgesamt zehn Einsätzen musst die Polizei Bad Gandersheim am Vatertag ausrücken. Dabei hatte die überwiegende Anzahl der Einsätze nur im entferntesten Sinne etwas mit Vatertagsauswirkungen zu tun. Verstöße gegen die Corona Beschränkungen durch Personenansammlungen waren ebenfalls nicht zu beklagen.

In drei Fällen musst die Polizei Bad Gandersheim zu Unterstützungseinsätzen nach Einbeck ausrücken.

In einem weiteren Fall kam es gegen 12 Uhr im Bereich Olxheim zu Streitigkeiten zwischen einem 41-jährigen Hauseigentümer aus Berlin und dem 46-jährigen Ex-Mieter. Da die Streitigkeiten um das Mietverhältnis vor Ort nicht geklärt werden konnten, wurde dem Ex-Mieter ein Platzverweis für das Grundstück erteilt und die Parteien wurden auf den Rechtsweg verwiesen.

Um 17.00 Uhr mussten die Beamten zu einem schweren Verkehrsunfall im Bereich der Gemarkung Ackenhausen ausrücken. Ein 42-jähriger Bad Gandersheimer befuhr mit seinem Pkw, Daimler-Benz die Kreisstraße 635 von Altgandersheim kommend in Richtung Wolperode. Im Kreuzugsbereich zur L 489 übersah der Bad Gandersheimer das mit einem aus Bad Salzdetfurth stammenden 58-jährigen und seiner 53-jährigen Sozia besetzte Leichtkraftrad, Kymco, welches die L 489 aus Dannhausen kommend in Richtung Bad Gandersheim fuhr. Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Pkw und dem Leichtkraftrad. Durch den Unfall wurde das Ehepaar aus Bad Salzdetfurth schwer verletzt und mussten in das Krankenhaus nach Seesen verbracht werden. Der Bad Gandersheimer blieb unverletzt. Insgesamt entstand ein Schaden in Höhe von ca. 8000 Euro.

Kalefeld: Betrunkener Jugendlicher musste ins Krankenhaus

Gegen 20 Uhr wurde durch Passanten eine stark alkoholisierte Person auf dem Gehweg liegend im Kleinen Hagen in Kalefeld gemeldet. Durch die eingesetzte Funkstreifenwagenbesatzung konnte ein alkoholisierter Jugendlicher aus Kalefeld aufgegriffen werden. Aufgrund der Alkoholisierung wurde der Jugendliche dem Krankenhaus in Northeim zugeführt. Die Erziehungsberechtigten wurden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.

Gandersheimer Buchenweg: Feueralarm

Um 21.45 Uhr wurde die Polizei über ein Feuer auf einem Privatgrundstück in Bad Gandersheim, im Buchenweg informiert. Vor Ort konnte die Polizei einen brennenden Müllbehälter feststellen, der durch die hinzugerufene Feuerwehr Bad Gandersheim gelöscht wurde. Auf dem Grundstück konnte ein alkoholisierter 48-jähriger Bad Gandersheimer festgestellt werden, der angab den Mülleiner im Streit mit seinem gleichaltrigen Bruder angesteckt zu haben. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der 48-jährige dem Polizeigewahrsam zugeführt. Eine Gefährdung von Personen durch das Entzünden des Müllbehälters auf dem Grundstück war zu keiner Zeit gegeben.

Zeuge alarmiert Polizei: Jugendliche auf Schulhof des Gymnasiums

In der Nacht zu Freitag, 22.05.2020, wurde die Polizei Bad Gandersheim ein weiteres Mal alarmiert. Ein Zeuge beobachtete gegen 0.50 Uhr, wie Jugendliche auf dem Innenhof des in der Bismarckstraße gelegenen Gymnasiums einen Wegweiser beschädigten. Die eingesetzten Beamten konnten vor Ort die drei Jugendlichen wahrnehmen, die bei erblicken der Polizei die Flucht ergriffen. Ein 18-jähriger aus Bad Gandersheim und ein 18-jähriger aus Freden konnte im Verlauf der Verfolgung gestellt werden. Eine weitere Person konnte unerkannt flüchten. Im Verlauf der Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass ein auf dem Schulgelände befindliche Holzwegweiser beschädigte wurde. Die Schadenssumme beläuft sich auf ca. 250 Euro. Die Tatverdächtigen müssen sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten. schw










22.05.2020 • 17:42 Uhr

Stabil niedriges Corona-Infektionsgeschehen ermöglicht weitere Öffnungsschritte in Niedersachsen ab Montag - Hotels wieder buchbar - Hier alles auf einen Blick!

Die Neuerkrankungen mit Covid-19 haben sich aktuell in Niedersachsen auf einem stabil niedrigen Niveau eingependelt

Die Neuerkrankungen mit Covid-19 haben sich aktuell in Niedersachsen auf einem stabil niedrigen Niveau eingependelt. Grund für die Landesregierung weitere vorsichtige Öffnungsschritte des Stufenplans sowie des Bund-Länder-Beschlusses vom 6. Mai umzusetzen. Die „Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus" wurde entsprechend geändert und kann online hier in Gänze eingesehen werden. In der Anlage haben wir für Sie eine Überarbeitungsfassung beigefügt, in der Sie alle Änderungen erkennen können.

Wichtig ist, die Lockerungen sind nur aufgrund des Erfolgs der bisherigen Maßnahmen möglich geworden. Bis es einen Impfschutz oder ein wirksames Medikament gibt, bitten wir Sie auch in den nächsten Wochen weiterhin um die Reduzierung der physischen Kontakte auf das absolut notwendige Minimum. Letztlich ist das die wirkungsvollste Maßnahme, um die Ausbreitung des Virus weiter zu verlangsamen.

Schule

Nach und nach kehren weitere Jahrgänge zurück in die Schulen: Am Montag, 25. Mai, nehmen die 11. Klassen der allgemein bildenden Schulen sowie die Klassen 5 bis 9 an den Förderschulen „Geistige Entwicklung" ihren Präsenzunterricht wieder auf. Auch weitere Klassen und Fachstufen an den berufsbildenden Schulen kommen zurück in die Schule.

Nach den Pfingstferien am 3. Juni sollen dann die Jahrgänge 7 und 8 an ihre jeweiligen Schulen zurückkehren, ebenso die zweiten Klassen an den Grundschulen. Weitere zwei Wochen später - am 15. Juni - folgen nach bisherigem Plan die Klassen 5 und 6 sowie die Erstklässler. Mitte Juni sind dann - bei gleichbleibend niedrigen Infektionszahlen - voraussichtlich alle Schuljahrgänge der allgemein bildenden Schulen wieder zurück in der Schule.
Alle Zeitpläne und näheren Informationen rund um das Thema Schule finden Sie hier.

Kinderbetreuung / Notgruppen

Tagespflegepersonen können ab Montag mit den von ihnen betreuten Kindern Spielplätze besuchen. Das gilt auch, wenn die Kinder aus unterschiedlichen Haushalten kommen. Bisher war das durch das allgemeine Kontaktverbot mit der Ausnahme für Personen aus einem Haushalt nicht möglich.

Wirtschaft & Tourismus

Mit der ab dem 25. Mai geltenden Verordnung weitet die Landesregierung die bereits seit dem 6. Mai geltenden Lockerungen für den Tourismus weiter aus.

Nach Ferienwohnungen und -häusern sowie Campingplätzen können nun auch Hotels und Pensionen wieder für Gäste öffnen. Zusätzlich wird die bisherige Beschränkung, Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Bootsliegeplätze zu 50 Prozent zu belegen, auf
60 Prozent hochgesetzt. Diese gilt dementsprechend auch für die Auslastung der niedersächsischen Hotels. Eine Wiederbelegungsfrist wie sie für Ferienwohnungen und
-häuser gilt, wird es für Hotels nicht geben. Eine weitere gute Nachricht gibt es für den Tourismus in Niedersachsen: Sowohl Schifffahrten zu touristischen Zwecken als auch Kutschfahrten und kleine Stadtführungen mit bis zu zehn Personen können unter den geltenden Hygieneauflagen wieder stattfinden. Auch Seilbahnen dürfen wieder öffnen, wenn sie zunächst erst einmal 50 Prozent der Fahrgäste befördern.

Auch Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen dürfen unter Hygieneauflagen wieder öffnen.

Soziales

Aufgrund der notwendigen Schutzmaßnahmen konnten viele Leistungen und Angebote nicht oder nur eingeschränkt bspw. per Telefon- oder Videoberatung erbracht werden.

Ab kommenden Montag können Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten wieder bis zur Hälfte der Plätze öffnen.

Einrichtungen der Tagespflege für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderungen können mit einem entsprechenden Hygienekonzept ab Montag wieder maximal die Hälfte der vereinbarten Plätze belegen.

Darüber hinaus können Jugendherbergen, Familienferien- und Freizeitstätten, Jugendbildungsstätten und vergleichbare Einrichtungen wieder Einzelpersonen und Familien beherbergen und bis zu 60 Prozent ihrer Betten gleichzeitig vermieten. Gruppenveranstaltungen und -angebote sowie die Aufnahme von Gruppen bleiben vorerst untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot sind die Heimvolkshochschulen.

Weiter können soziale Hilfen, Beratungsangebote und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe wieder öffnen. Ebenso können einzelne Personen oder Personen eines Hausstandes wieder soziale, pädagogische und psychologische Beratungsstellen aufsuchen. Das sind zum Beispiel Beratungsstellenstellen für Senioren, Pflege, Familien, Wohnungs- und Obdachlose. Dazu gehören weiter Erziehungsberatungsstellen, Angebote der Migrationsberatung, Gewaltberatung, Lebensberatung, Drogenberatung, Suchtberatung und Anerkennungsberatung.

Ebenfalls zum 25. Mai können offene, gruppenbezogene und gemeinwesenorientierte Angebote der Kinder- und Jugendhilfe bis zu 10 Personen, einschließlich der Aufsichtspersonen, öffnen.

Inneres & Sport

Nach der Öffnung der Sportanlagen im Freien folgt am Montag die der Sporthallen unter Einhaltung der geltenden Regelungen. Im Bereich des Profisports dürfen Mannschaften, die am Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga - gleich welcher Sportart - oder der 3. Fußball-Liga teilnehmen, auch mit Kontakt ihre Sportart (Training und Wettkampf) ausüben. Grundlage hierfür ist ein medizinisches, organisatorisches und hygienisches Konzept nach dem Vorbild des von DFL und DFB vorgelegten Konzeptes „Sportmedizin/Sonderspielbetrieb im Profifußball".

Unter folgenden Voraussetzungen soll die Sportausübung auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen wieder möglich sein:

Die Sportausübung muss kontaktlos zwischen den beteiligten Personen erfolgen.
Ein Abstand von mindestens 2 Metern muss eingehalten werden.
Die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen müssen auch in Bezug auf gemeinsam genutzte Sportgeräte durchgeführt werden.
Die Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume - ausgenommen Toiletten - müssen geschlossen bleiben
Warteschlangen beim Zutritt zur Sportanlage sind zu vermeiden.
Zuschauerinnen und Zuschauer sind nach wie vor ausgeschlossen.
Wettkämpfe werden möglich sein, wenn diese die Voraussetzungen konsequent und uneingeschränkt einhalten. Dies werden nach wie vor die Individual- und Einzelsportarten besser können. Vor der Ausrichtung des Wettkampfes sollte aber immer ein Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt aufgenommen werden, um mögliche Fragestellungen zu klären und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Den Vereinen sowie den Sportlerinnen und Sportlern werden erneut Hilfestellungen in Form von FAQs an die Hand gegeben. Diese FAQs kommen bei den Vereinen und Sportlerinnen und Sportlern sehr gut an und helfen bei den häufigsten und drängendsten Fragen rund um die Verordnung und die Wiederaufnahme des Sportbetriebs.

Wissenschaft & Forschung

Außerschulische Bildungsangebote - dazu zählen u.a. Volkshochschulkurse und Heimvolkshochschulkurse mit Übernachtung - dürfen wieder wahrgenommen werden. Auch Prüfungen dürfen stattfinden. Dies gilt auch für die Musikschulen. Bläserensembles und Bläserorchester sowie Chöre dürfen ab dem 25. Mai einzeln oder in Kleingruppen mit bis zu vier Personen unterrichtet werden. Für alle Einrichtungen gilt: Eine Wiederaufnahme der Angebote ist nur dann zulässig, wenn sichergestellt ist, dass beim Betreten und Verlassen der Einrichtung sowie beim Aufenthalt ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen Personen eingehalten werden kann. Außerdem müssen die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen und drei Wochen lang von der Einrichtung aufbewahrt werden.

Die geänderte Verordnung gilt ab Montag, 25. Mai 2020. Die Regelungen mit Ablauf des 10. Juni 2020 außer Kraft.

Weitere Informationen zum Corona-Virus: www.niedersachsen.de/coronavirus











22.05.2020 • 11:59 Uhr

„Ist Deutschland digital genug?“ das nächste Thema im Webtalk bei Christian Grascha

Am kommenden Montag, 25.Mai .2020, begrüßt der Einbecker Landtagsabgeordnete Christian Grascha (FDP) Mark-Oliver Müller im wöchentlichen Webtalk. „Ist Deutschland digital genug?“ lautet der Titel des 6. Webtalkes von Christian Grascha. Die Videokonferenz via Skype beginnt um 19.30 Uhr und ist für eine Stunde angesetzt. Die Einwahldaten für die Videokonferenz finden Sie auf der Homepage von Christian Grascha unter www.christian-grascha.de oder melden Sie sich bei mail@christian-grascha.de mit ihrem Skype Benutzernamen an. Christian Grascha freut sich, dass Mark-Oliver Müller, Geschäftsführer der Digitalagentur alto.de New Media GmbH in Einbeck als Gesprächspartner zur Verfügung steht.

Homeschooling, Homeoffice, Onlinehandel, Lieferservice! Dies sind nur einige Schlagworte der letzten Wochen, die den Alltag vieler Menschen in Deutschland bestimmten. Durch den wirtschaftlichen Shutdown wurden viele Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, Schüler- und Schülerinnen müssen Online lernen, der Internethandel und das „Online-Bestellen“ auch in den lokalen Geschäften ist sprunghaft angestiegen. Hinter all dem steht jetzt die große Frage „Ist Deutschland digital genug?“ Wie sieht das eine Digitalagentur im ländlichen Raum, die aber weltweit agiert? Wie bereiten wir uns besser auf solche Krisen vor? Christian Grascha lädt zu einem regen Gedankenaustausch ein. Probleme sollen angesprochen werden, damit die Politik vor Ort und im Land über Lösungen nachdenken kann.

Weitere Informationen erhalten Sie auch über das Wahlkreisbüro von Christian Grascha in Einbeck unter 05561/7939966.
red/fis










22.05.2020 • 11:55 Uhr

Sieben Wasserhähne am Zeltplatz in Lauenberg gleichzeitig aufgedreht

Unbekannte Täter haben sich in der Zeit von Freitag, 15. Mai 2020 bis Montag, 18.Mai 2020 unberechtigt auf dem Zeltplatz im Steinbruch in der Dasseler Ortschaft Lauenberg aufgehalten. Dort wurden von den Tätern sechs Wasserhähne aufgedreht, sodass über ca 150 qm Wasser ausgelaufen sind. Es entstand ein Schaden von ca. 750 Euro. Zeugen, die Hinweise zu Personen geben können, die sich im genannten Zeitraum am Zeltplatz aufgehalten haben, setzen sich bitte mit der Polizeistation Dassel, Telefon 05564-999100, oder dem Polizeikommissariat Einbeck, 05561-949780, in Verbindung.pap










22.05.2020 • 11:53 Uhr

Uslar: Brand in Wohnhaus superschnell von Feuerwehr gelöscht

Aus bislang ungeklärter Ursache brach am Mittwoch, um 18:15 Uhr, ein Brand in einem ausgebauten Resthof in der Bahnhofstraße in Uslar aus. Durch schnellen Löschmitteleinsatz der Feuerwehr Uslar konnte das Feuer schnell kontrolliert und gelöscht werden. Zwei Erwachsene und vier Kinder wurden vorsorglich dem Klinikum Göttingen zugeführt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.zi










22.05.2020 • 11:49 Uhr

Wir zeigen Flagge für Vielfalt! Vielfalt im Landkreis Northeim: Am 26. Mai ist Diversity Day

Covid-19 prägt unseren Alltag. Die aktuelle Situation stellt die Gesellschaft und die Arbeitswelt vor große Herausforderungen. Was zählt ist Zusammenhalt. Was hilft ist Vielfalt. Der Landkreis Northeim zeigt am 26. Mai deshalb digital #FlaggefürVielfalt.

Die Ideen einer wertschätzenden Arbeitswelt sind aktueller denn je für unsere Gesellschaft. Deshalb findet am 26. Mai der Deutsche Diversity - Tag der Charta der Vielfalt statt. Die Charta der Vielfalt wurde im Dezember 2006 ins Leben gerufen und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, unterstützt. Ziel der Initiative ist es, Vielfältigkeit und ihre positiven Nebeneffekte in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen. Die Unterzeichnenden verpflichten sich, Anerkennung, Wertschätzung und die Einbeziehung von Vielfalt in ihre Unternehmenskultur zu integrieren. Alle Mitarbeitenden sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Über 3400 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 13,3 Millionen Beschäftigten haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner*innen hinzu. Der Landkreis Northeim gehört bereits seit 2013 zu den Unterzeichnern: „Im Landkreis Northeim verstehen wir Vielfalt als Bestandteil unserer sozialen Verantwortung und zugleich als eigene Zukunftssicherung. Eine vielfältige Belegschaft vereint Wissen und Erfahrung“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Träger der Initiative ist seit 2010 der gemeinnützige Verein Charta der Vielfalt e. V. Er nahm 2011 unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel seine Geschäfte auf.

Der Landkreis Northeim unterstützt den Diversity Day am 26. Mai 2020 mit verschiedenen digitalen Aktionen auf der Homepage des Landkreises unter www.landkreis-northeim.de/gleichstellung sowie auf dem Instagram-Account: https://www.instagram.com/landkreisnortheim
red/lpd

Zum Bild: Zeigen für den Landkreis Northeim am 26. Mai digital Flagge für Vielfalt: Lukas Orth vom Fachbereich Migration und Integration und Gleichstellungsbeauftragte Julia Kögler. Foto: Landkreis Northeim. Foto: lpd











22.05.2020 • 11:44 Uhr

Polizeipräsident Uwe Lührig zieht Bilanz zum "Vatertag" - 400 Personenansprachen un 18 Ordnungswidrigkeiten in der Direktion

Jedes Jahr wird Christi Himmelfahrt dazu genutzt, Ausflüge oder Wanderungen zu unternehmen. Nicht selten ziehen dabei größere Gruppen teilweise unter erheblicher Alkoholbeeinflussung mit dem Bollerwagen los. Auch dieses Jahr lockte das sommerliche Wetter wieder viele Menschen nach draußen. Trotz der ersten Lockerungen waren aufgrund der aktuellen Corona-Lage aber immer noch Kontaktbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz einzuhalten. Im Zuständgkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen kontrollierten die Einsatzkräfte deren Einhaltung.

"Dieses Jahr waren deutlich weniger Gruppen mit Bollerwagen unterwegs als in den Jahren zuvor. Die Ansammlungen mit dem Charakter von Großveranstaltungen blieben aus. Die Polizei konnte überwiegend kleinere Gruppen feststellen, die sich weitestgehend an die erlassenen Regeln gehalten haben. Nur vereinzelt wurden Menschen und Personengruppen festgestellt, die sich nicht an die Vorgaben hielten und wenig Verständnis zeigten", zieht Polizeipräsident Uwe Lührig Bilanz.

Die örtlichen Polizeidienststellen setzten die getroffenen Maßnahmen unter personeller Unterstützung der Bereitschaftspolizei Niedersachsen mit viel Fingerspitzengefühl um.

Bereits im Vorfeld hatten einige Landkreise im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen Allgemeinverfügungen zum Alkoholverbot und zum Verbot des Betretens öffentlicher Plätze erlassen. Die alljährlichen Treffen mit bis zu 1000 Personen an bekannten Hotspots, wie beispielsweise dem Hohnsensee in Hildesheim, sollten hierdurch verhindert werden.

Im Wesentlichen blieb es am sogenannten Vatertag bei gefahrenabwehrenden Maßnahmen. So führte die Polizei ca. 400 Personenansprachen durch und sprach etwa 100 Platzverweisungen aus. Lediglich in 18 Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

"Es ist schön zu sehen, dass der weitaus größte Teil der Bevölkerung verstanden hat, dass wir die Infektionsketten nur gemeinsam durch ein umsichtiges Handeln unter Einhaltung der bestehenden Kontaktbeschränkungen unterbrechen können. Nur so kann verhindert werden, dass es wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommt. Bei allen Kolleginnen und Kollegen möchte ich mich auf diesem Wege für Ihren professionellen Einsatz an diesem besonderen Vatertag bedanken", sagt Polizeipräsident Uwe Lührig abschließend.ots











22.05.2020 • 11:38 Uhr

Paracelsus-Kliniken und ver.di einigen sich auf Tarifabschluss - Leistung von Pflegekräften in Akutkliniken und auf Intensivstationen besonders honoriert

Maßvolle Tarifsteigerungen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten

Rückwirkend zum 1. Januar 2020 werden danach die Tabellengrundentgelte sowie die Funkti-ons- und Leitungszulagen für alle Beschäftigten um 2,2 Prozent erhöht. Das teiltbsoeben Unternehmenssprecherin Hirten von Schmeling mit. Gleichzeitig steigen die Zulagen für Pflegekräfte in Akutkliniken und auf Intensivstationen rückwirkend um weitere 75 Euro im Monat. Ab dem 1. Januar 2021 werden die Tabellengrundentgelte nochmals um 2 Prozent angehoben. Für die Auszubildenden sieht der neue Tarifabschluss eine rückwirkende Lohnerhöhung zum 1. Januar von 50 Euro im Monat und ab dem kommenden Jahr um weitere 60 Euro vor.

Alle Beschäftigten profitieren

„Wir freuen uns, in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie gemeinsam mit ver.di einen Tarifabschluss erzielt zu haben, der den berechtigten Interessen beider Tarifpartner Rechnung tragen konnte“, erklärt dazu der Vorsitzende der Geschäftsführung von Paracelsus, CEO Dr. med. Dr. jur. Martin F. Siebert. „Uns war es wichtig, dass alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitnah von einem Tarifabschluss profitieren. Daher haben wir nach Lockerung der Kontaktbeschränkungen die Verhandlungen umgehend wieder aufgenommen. Die geson-derte Zulagensteigerung bei unseren Beschäftigten des Pflegedienstes im Akutbereich und auf den Intensivstationen für ihre hervorragenden Leistungen halten wir für richtig und absolut an-gemessen.“

Der Tarifabschluss sieht eine Laufzeit von 18 Monaten vor und steht noch bis Ende Mai unter dem Zustimmungsvorbehalt der jeweiligen Gremien von Paracelsus und ver.di.
red/fis











22.05.2020 • 09:40 Uhr

Am Himmelfahrtstag: Mit 2,25 Promille Alkohol Auto gegeben Baum bei Bockenem gefahren

Am gestrigen Himmelfahrtstag, gegen 23:20 Uhr, befuhr ein 23-jähriger Bockenemer mit seinem Pkw die L 500 von Mahlum in Richtung Bockenem. Kurz vor Bockenem kam der Mann nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen ein Geländer und einen Straßenbaum. Während der Unfallaufnahme wurde bei dem Verursacher Atemalkoholgeruch festgestellt. Ein durchgeführter Vortest ergab einen Wert von 2,25 Promille. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht am Knie verletzt und einem Hildesheimer Krankenhaus zugeführt. Der entstandene Gesamtschaden wird auf 12000 Euro geschätzt. Gegen den Fahrzeugführer wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Nach der Entnahme einer Blutprobe durch einen Arzt wurde sein Führerschein sichergestellt.hep










22.05.2020 • 09:26 Uhr

Verfahren gegen Mitarbeiter aus dem Klinikum Oldenburg im Krankenpfleger-Komplex - Richter des Schwurgerichts nicht gesetzlich ausgeschlossen

In dem Strafverfahren gegen Mitarbeiter aus dem Klinikum Oldenburg wegen einer möglichen Mitverantwortlichkeit für die Straftaten des ehemaligen Krankenpflegers Niels H. hat der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg jetzt entschieden, dass die drei Richter der Schwurgerichtskammer Oldenburg nicht aus gesetzlichen Gründen ausgeschlossen sind.

Zum Hintergrund:
Nach der Verurteilung des ehemaligen Krankenpflegers Niels H. zu lebenslanger Haft hat die Staatsanwaltschaft im September 2019 Anklage gegen (teils ehemalige) Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg erhoben. Drei der Angeschuldigten haben sich auf den Standpunkt gestellt, die damals zuständigen Richter seien in dem neuen Verfahren aus gesetzlichen Gründen ausgeschlossen und dürften daher nicht entscheiden.

Jetzt haben die angeklagten Mitarbeiter des Klinikums den nächsten Verzögerungsvorgang angekündigt. Sie wollen die Richter für befangen erklären lassen. Auch das bedarf einer richterlichen Entscheidung. Dagegen kann dann wiederum beim OLG Beschwerde eingereicht werden.
red










22.05.2020 • 09:11 Uhr

Ab September bei der KVHS Northeim: Schulabschluss in der Abendschule nachholen - Dann mit Online-Lernen und Präsenzunterricht.

Die Kreisvolkshochschule Northeim (KVHS) plant einen kombinierten Abendschullehrgang zur Vorbereitung auf den Hauptschul- oder den Realschulabschluss. Er soll nach den Sommerferien in Northeim stattfinden. Ab 10. Juni gibt es einen Online-Schnupperkurs.
Der Abendlehrgang ist ab dem 7. September geplant. Er ist für Menschen gedacht, die ihre Schulpflicht erfüllt haben und einen Schulabschluss nachholen möchten. Er findet in der Außenstelle der KVHS in Northeim, Wallstraße 40, statt. Unterricht ist montags bis freitags von 17 bis 21 Uhr. Der Lehrgang dauert elf Monate, die monatliche Kursgebühr beträgt für den Hauptschulabschluss 48 Euro und für den Realschulabschluss 72 Euro. Die KVHS bietet das Konzept des Blended Learning an. Es ermöglicht die Verknüpfung von Online-Lernen und Präsenzunterricht.

Die Abschlussprüfungen zum Erwerb der Abschlüsse des Sekundarbereiches I werden nach der Verordnung über die Prüfungen (NAVO Sek I vom 11. Februar 2016) vor der Landesschulbehörde abgelegt. Der Lehrgang richtet sich an Nichtschülerinnen und Nichtschüler mit erfüllter Schulpflicht, Beschäftigte in Teilzeit- oder Vollzeit, alleinerziehende Mütter und Väter, Geringverdiener und Erwerbslose, Menschen mit und ohne gesundheitliche Einschränkungen, mit und ohne Migrationsgeschichte, die sich in den Abendstunden auf die Abschlussprüfungen vorbereiten wollen.

Die KVHS bittet um baldige Anmeldungen. Anmeldungen für den Abendlehrgang sind online unter https://www.kvhs-northeim.de/programm/kurssuche/kurs/Ihr+Weg+zum+Hauptschul-+und+Realschulabschluss/nr/Y6070Z6/bereich/details/#inhalt möglich. Nach der Online-Anmeldung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Anmeldebestätigung. Anschließend müssen sie ihre Bewerbungsunterlagen im docx- oder pdf-Format an die E-Mail-Adresse info@kvhs-northeim.de schicken. Dazu gehören ein tabellarischer Lebenslauf, eine beglaubigte Fotokopie des Abschluss- oder Abgangszeugnisses der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schule, gegebenenfalls des Schulzeugnisses der BBS, eine beidseitige Kopie des Personalausweises und die Telefonnummer zur kurzfristigen Kontaktaufnahme.

Alle Interessierten sollen eine Mail an Halida Sydymanova, Programmbereichsleiterin Zweiter Bildungsweg (hsydymanova@landkreis-northeim.de) senden und mitteilen, welchen Schulabschluss sie anstreben. Ein Termin für die telefonische und/oder persönliche Beratung kann in Absprache mit ihr unter der Telefonnummer 05551/708-8218 vereinbart werden. Sie steht für offene Fragen zur Verfügung.

Der Fächerkanon für den nachträglichen Erwerb des Hauptschul- oder Realschulabschlusses umfasst die Pflicht- und Wahlpflichtfächer Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte, Wirtschaft, Biologie und Physik. Ab 10. Juni können sich Interessierte an fünf Terminen, jeweils mittwochs, einen Einblick in das Unterrichtsgeschehen anhand der Fächer Englisch, Geschichte, Wirtschaft und Mathematik verschaffen.

Interessierte können sich online unter https://www.kvhs-northeim.de/programm/kurssuche/kurs/Digitaler+Schnupperkurs+ZBW/nr/A6600X1/bereich/details/#inhalt zu einem Schnupperkurs anmelden. Nach der Online-Anmeldung werden eine kurze Anmeldebestätigung und die Zugangsdaten zum Webinar an die persönliche E-Mail Adresse geschickt.












22.05.2020 • 07:55 Uhr

Heiligenstadt : 5,5 Millionen Euro für in der Corona-Krise finanziell gefährdete Einrichtungen

„Gute Nachricht aus Hannover: Das Land stellt 5,5 Millionen. Euro für in Not geratene Volkshochschulen und andere Einrichtungen der Erwachsenenbildung zur Verfügung!“ berichtet die SPD-Landtagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt aus Northeim.

Die Volkshochschulen mussten rund zwei Monate lang schließen. Sprachkurse, politische Bildung und viele andere Angebote der Weiterbildung konnten nicht mehr stattfinden und werden erst jetzt unter besonderen Hygiene- und Abstandsregelungen langsam wieder aufgenommen. Zahlreiche Einrichtungen hat die Schließung auch wirtschaftlich getroffen. Umsätze und Teilnehmergebühren brechen weg, Fixkosten bleiben erhalten.

„Die Erwachsenen- und Weiterbildung sind unverzichtbare Bestandteile unseres Bildungswesens. Besonders in und nach der Pandemie können deren Angebote den Menschen Orientierung und Halt geben“, sagt Heiligenstadt weiter. Deshalb werde das Land seinen Beitrag leisten, möglichst alle Einrichtungen durch die Krise zu bringen und einen Corona-Sonderfonds für die Erwachsenenbildung über 5,5 Millionen Euro einrichten.

Damit würden besonders diejenigen unterstützt werden, die durch die Schließung und die notwendigen Auflagen in eine existenzbedrohliche Lage geraten sind. Antragsberechtigt seien die nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz anerkannten Bildungseinrichtungen, wenn alle anderen Finanzierungs- und Einsparmöglichkeiten ausgeschöpft sind und die finanzielle Liquidität gefährdet sei.

Um die Einrichtungen wirksam zu unterstützen, habe das Land auch während des Stillstands die leistungsbezogenen Anteile der Förderung ohne Abzüge weitergezahlt und Vorschüsse auf die Finanzhilfen für die nächsten fünf Monate gewährt. Außerdem stünden die Corona-Soforthilfen des Landes sowie das Kurzarbeitergeld zur Verfügung, um durch die Krise zu kommen.

Heiligenstadt abschließend: „So kann geholfen werden, unser bedarfsgerechtes Spektrum der Erwachsenenbildung gerade auch in der Fläche unseres Landes zu sichern.“ red











22.05.2020 • 07:50 Uhr

Althusmann: Unser Blick richtet sich nach vorn. Jetzt in der Krise Niedersachsens Chancen nutzen

„Wir haben gemeinsam in den vergangenen zweieinhalb Jahren viel für unser Land erreicht“, so der Landesvorsitzende der CDU in Niedersachsen, Bernd Althusmann, zur Halbzeit der Großen Koalition in Niedersachsen. „Unsere Erfolge stehen aufgrund der Pandemie und ihrer Folgen aber derzeit nicht im Fokus. Unser Blick richtet sich nach vorn, um das Land und die Menschen gut durch diese Krise zu bringen.“

„In den vergangenen Wochen haben wir alles getan, um die Pandemie effektiv zu bekämpfen, dabei mussten die Niedersachsen massive Beschränkungen erdulden. Die Maßnahmen waren richtig und notwendig. Wir konnten so einen befürchteten Zusammenbruch unseres Gesundheitssystems verhindern. Trotz aller Maßnahmen gab es leider auch bei uns Opfer, die wir nicht vergessen werden“, so der CDU-Landesvorsitzende.

Die gute Lage der niedersächsischen Wirtschaft und der Landesfinanzen vor der Krise hat sich jetzt durch die Pandemie innerhalb kürzester Zeit dramatisch verändert: „Für uns steht jetzt die Bekämpfung der wirtschafts- und finanzpolitischen Folgen im Mittelpunkt. In zahlreichen Branchen geht es jetzt um Wiederaufbau und neue Perspektiven. Es geht um die Sicherung von Arbeitsplätzen und damit um die soziale Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes. Steuerausfälle, Insolvenzen und ein veränderter Markt werden uns vor große ökonomische Herausforderungen stellen, wie sie das Land Niedersachsen so noch nicht erlebt hat“, so Althusmann. Dabei helfe gerade jetzt die erfolgreiche Arbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre: „Verantwortungsbewusste Haushaltspolitik, Schuldenabbau und Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung – wir wollen Niedersachsen mit klarem Kurs aus der Krise heraus zum Land der Chancen machen“, so der niedersächsische CDU-Chef. Jetzt müsse ein Konjunkturprogramm her und die Wirtschaft wieder ankurbeln, so der CDU-Chef.
red/fis/Foto: Thomas Fischer










22.05.2020 • 07:45 Uhr

Schlosstheater Celle wird vorübergehend "Aktiengesellschaft"

Bedingt durch die herrschenden Corona-Schutzauflagen reduziert das Schlosstheater Celle seine Sitzkapazitäten und stellt das bestehende Abo-Modell vorübergehend auf "Theateraktien" um. Das teilte die Leitung des Hauses am Freitag mit. Demnach rüste man die Bestuhlung des barocken Theatersaals derzeit auf "Schutz-Logen für Paar-, Familien- und Einzelplätze und Doppelsitze mit Strandkorbcharakter" um. "Wir wollen uns als Theater anbieten, das auf den Bühnen aufregend sicher und im Zuschauerraum angenehm sicher ist", erläutere Intendant Andreas Döring die Maßnahmen.

Um den Erhalt des Schlosstheaters und die Ansprüche von Stammabonnenten zu sichern, beabsichtige das Theater zudem die Einführung von "Theateraktien". Abonnenten erhielten damit für die Spielzeit 2020/21 statt eines Abonnements ein Theateraktienpaket für eine bestimmte Anzahl an Vorstellungen. Zudem würden "Stammaktien" ausgegeben, die den angestammten Sitzplatz garantierten, sobald der Rückbau des Schlosstheaters auf das alte Abo-System wieder möglich sei.

Den Angaben zufolge sind die Theateraktien auf andere Personen übertragbar und nicht produktions-, termin- oder sitzplatzgebunden. Zudem sollen Stammaktionäre darüber abstimmen können, mit welchem Theaterstück die Spielzeit 2021/22 eröffnet werden soll.

Das Schlosstheater Celle wurde um 1670 von Georg Wilhelm Fürst von Lüneburg gegründet und gehört zu den ältesten Theatern Europas. epd










22.05.2020 • 07:43 Uhr

Sachen gibt es... Erst Betrunken in einem fremden Auto eingeschlafen, dann in Zelle ausgeschlafen!

Waren es Autodiebe? Oder suchten sie nur einen Schlafplatz für die Nacht? Jedenfalls war eine Menge Alkohol im Spiel bei den beiden Männern, die die Polizei Höxter in der Nacht zu Dienstag, 19. Mai, in einem fremden Auto aufgegriffen hat - schlafend.

Gemeldet wurde um Mitternacht zunächst ein versuchter Autodiebstahl in der Lütmarser Straße in Höxter. Eine fremde Person sei in einen BMW gestiegen, der dort unter einem Carport abgestellt war. Der Täter sei noch vor Ort. Als die alarmierte Polizei in weniger als zwei Minuten zur Stelle war, konnte sie den vermeintlichen Autodieb tatsächlich an Ort und Stelle antreffen. Er hatte auf dem Fahrersitz Platz genommen und war dort eingeschlafen - vermutlich in Folge seines erheblichen Alkoholkonsums. Die Beamten hatten Mühe, ihn zu wecken und aus dem Auto zu bekommen.

Und die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als sie im Carport noch auf einen weiteren Mann stießen. Er hatte sich neben das Auto auf den Boden gelegt und war eingeschlafen, ebenfalls stark alkoholisiert.
Wie die weiteren Nachforschungen ergaben, waren die beiden 22 und 24 Jahre alten Männer zunächst mit Fahrrädern unterwegs gewesen. Unter dem Carport hatten sie dann offenbar eine Übernachtungsmöglichkeit gesucht. Einer der beiden hatte sich dann in das anscheinend unverschlossene Fahrzeug gesetzt.
Beide Männer wurden zur Ausnüchterung ins Polizeigewahrsam mitgenommen. /nig










22.05.2020 • 07:37 Uhr

Bad Harzburg: Musik am "Vatertag" störte Nachbarn - Polizei ganz lieb, sorgt mit klärendem Dialog für Ruhe

Gleich sechsmal wurden "Ruhestörungen" wurden dem Polizeikommissariat Bad Harzburg am Himmelfahrtstag ("Vatertag") gemeldet. Die Beschwerdeführer fühlten sich durch laute Musik auf den Nachbargrundstücken und . Nachbarwohnungen in ihrer Nachtruhe gestört. Die Verursacher wurden aufgesucht und nach klärenden Gesprächen waren die Ruhestörungen beseitigt, teilt die Polizei soeben mit. Auch hier funktionierte der Dialog und es gab keine Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.










22.05.2020 • 07:29 Uhr

Aufwendige Aufbereitung belastet Gebührenzahlerinnen - Noch immer zu viel Plastik in den Biotonnen

Täglich landen Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff, verpackte Lebensmittel, Windeln, Verkaufsverpackungen, Plastiktüten und sogar Elektro- Kleingeräte oder Batterien in unseren Biotonnen. Das schadet nicht nur der Umwelt, es führt auch zu Mehrkosten und führt am Ende zu höheren Abfallgebühren.

Bereits seit Sommer 2019 führt die Kreisabfallwirtschaft Kontrollen der Biotonnen durch und lässt mitunter die eine oder andere Tonne stehen. Aber weder diese Maßnahme, noch die Infozettel und Aufkleber auf den Tonnen haben Erfolg. Noch immer befinden sich 7,3 Prozent Störstoffe in den Biotonnen. Das ergibt bei einer gesammelten Jahresmenge von ca. 12.000 Tonnen Bioabfall 880 Tonnen ausgesiebten Restabfall. Petra Schmalle ist Abfallberaterin im Landkreis Northeim und bittet eindringlich darum, die Biotonnen sorgsamer zu befüllen.
Die getrennte Sammlung von Bioabfällen ist gesetzlich vorgeschrieben, Eigentümerinnen und Eigentümer von bewohnten oder bebauten Grundstücken sind, sich der öffentlichen Entsorgung anzuschließen. Dies gilt auch für die Biotonne, sofern nicht nachweisbar eine eigene Kompostierung stattfindet. Außerdem kostet die Entsorgung des Bioabfalls aktuell lediglich rund ein Drittel der Kosten, die für die Entsorgung des Restmülls fällig werden. Insoweit ist es schon aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll, den Bioabfall nicht über die Hausmülltonne zu entsorgen.

Der Bioabfall wird von Vertragspartnern unter strengen Vorgaben in ihren Kompostwerken zu Substratkompost verarbeitet. Ist der Anteil sogenannter Störstoffe zu hoch, müssen die ausgesiebten Rückstände vom Landkreis zurückgenommen und als Restmüll entsprechend teurer entsorgt werden. Das belastet am Ende jeden Einwohner und jede Einwohnerin im Landkreis Northeim, weil die gestiegenen Kosten auf die Gebühren umgelegt werden.
Auch die angeblich kompostierbaren Beutel sind dabei ein großes Problem. Denn für die Kollegen der Abfallwirtschaft es ist nicht möglich, eine konventionelle Plastiktüte von einem Bio-Kunststoffbeutel zu unterscheiden. Sie müssten jede Tüte aus der Tonne herausholen und einer genauen Analyse unterziehen. Dagegen spricht allein schon der Gesundheitsschutz!

Die Kompostanlagen wiederum verarbeiten den Bioabfall so schnell zu fertigem Kompost, dass die Zeit für die Zersetzung der Bio-Kunststoffbeutel nicht ausreicht. Es bleiben im Ergebnis immer Plastikfetzen im Kompost, die aufwendig aussortiert werden müssen. Dies führt zu einer tatsächlichen und optischen Qualitätsminderung des Endproduktes.
Deshalb bittet die Kreisabfallwirtschaft dringend auf Plastiktüten zu verzichten. Egal welcher Art, sie sind nicht geeignet. Stattdessen sollten Zeitungspapier oder noch besser Papiertüten oder Küchenkrepp verwendet werden.
Die Kreisabfallwirtschaft wird verstärkt auf die korrekte Befüllung der Biotonnen achten und erkennbar falsch befüllte Tonnen stehen lassen. Erklärungen im Abfallkalender (Seite 5), Veröffentlichungen im Internet und das Verteilen von Infozetteln an den Biotonnen sollen dabei helfen. Alle Informationen finden sich auch im Internet unter: www.landkreis-northeim.de/abfall
Für weitergehende Fragen stehen die Kollegen der Abfallberatung unter (05551) 708-162,-163,-160 zur Verfügung.
red/lpd

Zum Bild: Jens Haase, Mitarbeiter der Kreisabfallwirtschaft, will über Plastik in den Biotonnen aufklären und verteilt Infozettel.Fotos: lpd











22.05.2020 • 07:26 Uhr

Wie zu erwarten: Polizei Northeim zieht eine positive Bilanz-Vatertag für Landkreis Northeim - Keine Verfahren eingeleitet - Keine "Petzerei"

. Im gesamten Landkreis Northeim fanden in den vergangenen Jahren Feierlichkeiten aus Anlass des sogenannten "Vatertages" statt. Eine Vielzahl von Jugendlichen und Erwachsenen zogen zum Teil unter erheblicher Alkoholbeeinflussung dann mit Bollerwagen und in größeren Gruppen durch die Städte und die Ortschaften. In diesem Jahr zeichnete sich ein anderes Bild. Die Menschen hielten sich zurück. Nur ganz wenige Personen waren unterwegs. Die Polizei musste keine Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten. Lediglich in einem Fall hatte sich eine Personengruppe nicht an die Weisungen der Polizei und die geltenden Infektionsschutzregeln gehalten. Gefährderansprachen führten sehr schnell zur Einsicht. Die Polizei Northeim wurde am Vatertag durch die Bereitschaftspolizei Niedersachsen personell unterstützt.

"Wir sind sehr froh, dass sich die Bürgerinnen und Bürger an die geltenden Regelungen gehalten haben. Genau so haben wir es in den vergangenen Wochen immer wieder erlebt. In einem engen Schulterschluss mit dem Landkreis und den Kommunen werden wir auch weiterhin auf Dialog und Verständnis setzen", sagte Julian Klingebiel, Pressesprecher der Polizei Northeim, in einem soeben veröffentlichten Statement.

Vorkommnisse, bei denen Nachbarn oder Zeugen beispielsweise stattgefundene fast unsichtbare Treffen in Gartenlauben und auf Privatgrundstücken oder in den "Tiefen der regionalen Wälder" den Ordnungshütern hätten anzeigen können, wurden bislang nicht bekannt. red/kli










21.05.2020 • 18:33 Uhr

Amazon Verteilzentrum Northeim: Bürgermeister Hartmanns richtig ehrgeiziger Terminplan

Es gilt wichtige Voraussetzungen für das geplante Millionenprojekt "Verteilzentrum" für das Logistik-Unternehmen Amazon zu schaffen, damit es sich in der Kreisstadt Northeim auf einem 60.000 Quadratmeter großen Areal im "Industriegebiet Northeim - West" ansiedeln kann. Darauf hat Northeimer Bürgermeister Simon Hartmann in einer Pressekonferenz am vergangenen Freitag in der Northeimer Stadthalle aufmerksam gemacht. Der seit Ende 2016 angeschobene Bebauungsplan "Instriegebiet West" soll in der nächsten öffentlichen Ratssitzung am 11. Juni 2020 als Satzung beschossen werden. Danach ist der Plan öffentlich auszulegen."Dadurch bekommt er Rechtskraft", erklärte der Bürgermeister. Weitere wichtige Termine sind eine öffentliche Bauausschusssitzung am 16. Juni 2020 und die Juli-Ratssitzung. Da geht es dann richtig zur Sache: Verlauf des städtischen Grundstückes von 60.000 Quadratern für rund 45 Euro pro Quadratmeter gleich 2,7 Millionen Euro für die Stadtkasse.
Was und wie noch passieren soll, wie es sich Hartmann vorstellt, auch dazu ein Statement im O-Ton aus seiner legendären Pressekonferenz mit Zuschaltenden aus Berlin und München:
red/fis/Foto/Video: Thomas Fischer










21.05.2020 • 17:46 Uhr

Bad Harzburg: Mit E-Mountainbike und ohne Helm gestürzt - Schwerverletzten mit Rettungshubschrauber in Klinik nach Braunschweig

Heute am Himmelfahrtstag: Gegen 12.45 Uhr befuhr eine 41-jährige männliche Person aus Bad Harzburg mit ihrem E-Mountainbike einen unbefestigten Waldweg, vom Molkenhaus kommend in Richtung Eckertal. Vermutlich verlor der Radfahrer in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Mountainbike und stürzte. Da der Radfahrer keinen Schutzhelm trug, zog sich dieser durch den Sturz schwerste Verletzungen im Kopfbereich zu. Die Bergung des Radfahrers gestaltete sich sehr schwierig, da der genaue Unfallort zunächst nicht bekannt war. Letztendlich konnte der Radfahrer durch den Einsatz von Polizei, Rettungsdienst, Bergwacht und dem Einsatz eines Rettungshubschraubers geborgen und versorgt werden. Der schwerverletzte Radfahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Braunschweig befördert. ots










21.05.2020 • 17:41 Uhr

Sonnige Himmelfahrt: Das Leben ist zurück in wunderbaren Cafégärten

Himmelfahrt-Feiertag wie aus dem Bilderbuch: strahlender Sonnenschein. Stahlblauer Himmel mit weißen Wattewolken. Soeben Stippvisite im Kloster Brunshausen bei Bad Gandersheim. In beiden Cafés pulsiert wieder das Leben. Zufriedene Menschen genießen die Idylle. Dazu lassen sie sich heißen Kaffee und ein Stück Erdbeertorte servieren. Würden die Bedienmenschen nicht Masken tragen, man bemerkte fast gar nichts von der abklingenden Corona-Krise. Natürlich sind die vorgeschriebenen Desinfektionsmittel auf einem Tisch bereitgestellt. Am deutlichsten wird die Krise mit den Anwesenheitsdokumenten auf den Cafétischen und an den großen Hinweistafeln. Das Wirtepaar Anna und Benno Löning haben sie speziell als „Corona-Klosterregeln“ ausgewiesen. Die Menschen - gekommen auf Fahrrädern und Krädern - haben trotz aller Regeln ihr Himmelfahrt - Vergnügen. Sei es Der soeben bei Lönings unterm Schirm gesichtete Umwelt-Staatssekretär Frank Doods wird in der nächsten Kabinettsitzung berichten können, dass die Lockerungen bei Corona in der Gartengastronomie ihre belebenden Wirkungen entfalten.
red/Fotos: Nicole Klawitter
















21.05.2020 • 13:53 Uhr

Daniela Kasper verspricht: Helios-Klinik Bad Gandersheim wird total desinfiziert - "Normale" Patienten müssen negativen COVID-19-Test vorweisen

Nachdem die Helios-Klinik in Bad Gandersheim seit Wochenbeginn keine Corona-Patienten mehr hat soll schrittweise in den Regelbetrieb eingestiegen werden (wir berichteten). Wie geht es konkret weiter? Ist die Klinik nach der Behandlung und dem Sterben von Corona-Patienten wirklich eine "coronafrteie Zone"? Zu diesen Fragen des Redaktionsnetzwerkes antwortete Helios-Sprecherin Daniela Kasper (Foto) äußerst ausführlich:

Operations-Patienten bereits kontaktiert

Daniela Kasper: "Wir haben bereits einige Patienten, deren geplante Eingriffe oder Operationen wir durch die Corona-Situation zurückstellen mussten, kontaktiert und mit diesen Termine ab dem 25. Mai vereinbart. Grundsätzlich gilt, dass wir die Sprechstunden und Angebote in den Fachbereichen unserer Klinik langsam wiederaufnehmen. Termine können über die entsprechenden Sekretariate vereinbart werden. Auch die Notaufnahme der Helios Klinik Bad Gandersheim ist ab dem 25. Mai wieder rund um die Uhr für internistische Patienten geöffnet. Für Notfallpatienten der Orthopädie und Unfallchirurgie gelten feste Behandlungszeiten. Diese werden montags bis freitags von 7:30 Uhr bis 18 Uhr versorgt.

Klinik wird Bereiche geteilt: "COVID 19 negativ" und "COVID 19 unklar"

Elektiv einbestellte Patienten müssen einen negativen COVID-19-Test vorweisen beziehungsweise es erfolgt eine Testung durch die Klinik. Bis das Ergebnis des Tests feststeht, werden die Patienten getrennt von den Patienten untergebracht, die bereits sicher negativ getestet sind. Dazu wird die Klinik in Bereiche für COVID-19-negative Patienten und Patienten mit unklarem Infektionsstatus geteilt. Zudem erfolgt bei jedem Patienten eine COVID-19-spezifische Anamnese. Unsere Hygienemaßnahmen entsprechen konsequent den Vorgaben und aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Maßgabe des Landes.

Vor Betriebsaufnahme "desinfizierende Grudfnreiningung"

Vor der Wiederaufnahme des Klinikbetriebs findet in der gesamten Klinik eine desinfizierende Grundreinigung statt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auf eine Infektion mit dem Corona-Virus getestet."
red/fis/Fotos: Thomas Fischer
















21.05.2020 • 13:41 Uhr

Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Hildesheimer Nordstadt - Bewohner evakuiert - 100.000 Euro Schaden

Am heutigen Himmelfahrtstag bemerkt die Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses im Bischofskamp in Hildesheim am frühen Morgen gegen 03:00 Uhr eine Rauchentwicklung im Treppenhaus und alarmiert die Feuerwehr.

Das Haus verfügt insgesamt über 20 Wohneinheiten. Hiervon sind zurzeit lediglich vier bewohnt. Alle dort gemeldeten Personen konnten durch die Rettungskräfte angetroffen und unverletzt aus dem Haus gebracht werden.

Im Rahmen der Löschmaßnahmen der Feuerwehr und der polizeilichen Ermittlungen am Brandort konnte ein Kellerraum als mutmaßlicher Brandentstehungsort ausgemacht werden. Hier befinden sich die Versorgungszuleitungen des Hauses. Die Wohnräume in den oberen Geschossen sind nicht brandbetroffen.

Infolge des Brandes kommt es zu einem Leck an einem der Gasanschlüsse. Eine weitere Schadensausweitung kann durch die Feuerwehr verhindert werden. Das Mehrfamilienhaus wurde durch einen Mitarbeiter der EVI vom Versorgungsnetz (Gas/Wasser/Strom) getrennt.

Nach Beendigung der Löschmaßnahmen wurde das Kellergeschoss amtlich versiegelt. Die Brandursache bleibt noch unklar. Die weiteren Ermittlungen werden durch die hiesige Kriminalpolizei betrieben.

Die Wohnungen dürfen wieder betreten werden, sind aufgrund fehlender Gas-/Wasser-/Stromversorgung nur eingeschränkt nutzbar. Der Gesamtschaden wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt.ots










21.05.2020 • 10:24 Uhr

Reisende bespuckt - Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung in Göttingen

Ein gestern noch unbekannter -, heute schon namhaft gemachter Tatverdächtiger ist gestern in einem Cantus-Zug von einer 23-Jährigen auf die Tragepflicht der Atemschutzmasken hingewiesen worden. Der ältere Mann mit einer auffallenden Frisur reagierte sehr ungehalten und drohte, die in Meißner lebende Frau anzuspucken und mit dem "Corona-Virus" zu infizieren.

Als der Zug in Göttingen hielt, trat der Mann auf sie zu, zog den Speichel hoch und bespuckte die Reisende, zwar mit Mundschutz, aber aus ca. 20 Zentimeter! Es gelang ihr später jedoch, noch ein Foto mit ihrem Mobiltelefon zu machen und den Mann sehr gut zu beschreiben. Angeekelt stellte sie Strafanzeige bei der Bundespolizei in Göttingen. Da der betreffende Zug aus Eschwege kam, legten die Beamten das Foto der Polizei in Eschwege vor, mit der Bitte um Identifizierung des "Rotzers". Und die Kollegen der hessischen Landespolizei kannten der Mann tatsächlich!

So wurde schnell aus dem "unbekannten" Täter ein der Polizei "hinlänglich bekannter" Täter. Gegen den 67-jährigen Eschweger wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Ob er infiziert war und was den Mann bewogen hat, so zu handeln, bleibt Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Nach Angaben der Polizei passierte das Ereignis am 19. Mai 2020, 13 Uhr.
ots










21.05.2020 • 10:18 Uhr

73-jährige Göttingerin auf dem Wilhelmsplatz von unbekanntem Mann mit rauen Händen angegriffen und erheblich verletzt - Tatmotiv unklar, Polizei bittet um sachdienliche Hinweise

Tatmotiv unklar, Polizei bittet um sachdienliche Hinweise

Soeben berichtet die Göttinger Polizei über eine üble Attacke: Auf dem Göttinger Wilhelmsplatz ist eine 73 Jahre alte Frau bereits am vergangene Montagnacht (18.05.20) von einem unbekannten Mann unvermittelt angegriffen und durch Schläge erheblich im Gesicht verletzt worden. Die Tat ereignete sich gegen 01.45 Uhr im Bereich des gleichnamigen Denkmals Wilhelm des IV. Nach ersten Ermittlungen hatte der ca. 25 Jahre alte Mann die Göttingerin vermutlich zunächst ab der Weender Straße verfolgt. Auf dem Wilhelmsplatz griff er die 73-Jährige unvermittelt an und schlug auf sie ein.

Als die Frau laut um Hilfe rief, ließ der Unbekannte von ihr ab und flüchtete. Anwohner hörten die Schreie der Angegriffenen und alarmierten die Polizei. Eine nach dem Täter veranlasste Fahndung mit mehreren Streifenwagen bleib ohne Erfolg. Die Verletzte wurde mit dem Rettungswagen in eine Göttinger Klinik transportiert. Sie befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung. Ihr Zustand ist stabil. Das 1. Fachkommissariat hat die weiteren Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Aus ermittlungstaktischen Gründen erfolgt die Information der Öffentlichkeit mit zeitlichem Abstand. Das Tatmotiv ist bislang unklar.

Der gesuchte Täter wird wie folgt beschrieben: Ca. 175 Zentimeter groß, ca. 25 Jahre alt, kurze, dunkle Locken, dunkler Teint, runde Gesichtsform, normale Statur, auffällig raue Hände, bekleidet mit camouflagefarbener Jacke, brauner Hose, dunkler Kopfbedeckung mit Schirm vorne, orangefarbenem Rucksack auf dem Rücken.

Die Ermittler bitten Zeugen, die zur fraglichen Zeit auf dem Wilhelmsplatz eine verdächtige Person beobachtet haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Telefon 0551/491-2115 zu melden.jk










21.05.2020 • 10:07 Uhr

Kindeswohlgefährdung in Zeiten von Corona erheblich - Landkreis Northeim schließt höhere Dunkelziffer nicht aus

Kinder haben ein Recht darauf, geborgen, gesund und ohne körperliche Gewalt aufzuwachsen. Es ist die Aufgabe der Jugendämter, dieses Recht sicherzustellen und die Kinder zu schützen. Wichtige Partner wie Kindertagesstätten, Schulen oder Ärzte, stehen in diesen Zeiten allerdings nur eingeschränkt zur Verfügung.

Weil viele Orte, an denen Spuren von Misshandlungen aufgedeckt werden können, derzeit geschlossen sind, hat Johannes-Wilhelm Rörig, der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, die Internetseite www.kein-kind-alleine-lassen.de gestartet. Dort finden Kinder und Jugendliche direkten Kontakt zu Beratungsstellen und auch Erwachsene bekommen Informationen, was sie bei sexueller und anderer familiärer Gewalt in der Corona-Krise tun können.

Mit der Aktion „Kein Kind alleine lassen“ verbindet er den dringenden Appell an die Bevölkerung, in der aktuellen dramatischen Situation Kinder nicht aus den Augen zu verlieren „Wir geben mit der Website den Menschen die Möglichkeit aktiv mitzuhelfen. Auf der Seite sind neben Infos und weiteren Weblinks auch Flyer und Plakate zum Ausdrucken. Wir wollen klarmachen: Schon das Aufhängen eines Flyers im Hausflur kann helfen, die Nachbarschaft daran zu erinnern, sich um Kinder und Jugendliche aus dem eigenen Umfeld zu kümmern und aufeinander aufzupassen.“

Corona-Krise Nährboden für Kindeswohlgefährdung!

Auch der Landkreis Northeim sieht in den Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie einen Nährboden für Kindeswohlgefährdung. „Die aktuelle Situation stellt auch für ansonsten wenig belastete Familien eine außerordentliche Herausforderung dar“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Berufstätige Eltern formulieren immer drängender, dass sie umgehend Entlastungs- und Betreuungsangebote benötigen. Die diversen Anforderungen von Homeoffice, Kinderbetreuung und Homeschooling lassen sich kaum bis gar nicht miteinander vereinbaren, wodurch bei allen Familienangehörigen die Belastungen massiv gestiegen sind. Hinzu kommt die Angst vor materiellen Einbußen, einem möglichen Jobverlust, vor allem bei berufstätigen Eltern, die nicht oder nur eingeschränkt von zuhause arbeiten können. Auch die ersten Lockerungen schaffen hier kaum Entlastung und Perspektive. Viktoria Bertram, pädagogische Leiterin der Sozialen Dienste beim Landkreis Northeim dazu: „Für Kinder, Jugendliche und Familien mit Erziehungsschwierigkeiten, Paarkonflikten oder Krisen, kann sich diese außerordentliche Belastung in Verzweiflung oder völliger Überforderung äußern.“

An das Jugendamt kann sich jede und jeder wenden, insbesondere auch Kinder und Jugendliche, wenn sie Probleme haben oder in Notsituationen sind. Das Jugendamt bietet Familien, Kindern und Jugendlichen passgenaue Beratung sowie Unterstützung und vermittelt Hilfsangebote. Es ist jedoch auch die Aufgabe des Jugendamtes das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen. Deshalb sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes gesetzlich verpflichtet allen Hinweisen nachzugehen, die auf eine mögliche Gefahr für das Kindeswohl hindeuten. Sie suchen den Kontakt zu betroffenen Familien, um gemeinsam mit ihnen Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Für Hinweise auf Gefährdungen des Kindeswohls sind sie allerdings immer auf Meldungen von zum Beispiel Nachbarn, der Polizei, Ärztinnen und Ärzten oder andere Institutionen wie Schule oder Kindergarten angewiesen.

Wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen und auch zum Schutz vor möglichen Ansteckungen werden beispielsweise Arzt- und Diagnostikbesuche vermieden. Unterstützende Hilfen wie z.B. die Hebammenbetreuung, innerfamiliäre Betreuungshilfe, Familienhilfen, ambulante Betreuung und andere Angebote sind ausgefallen oder werden nicht mehr angenommen.
Im April dieses Jahres sind im Landkreis Northeim sieben Gefährdungsmeldungen eingegangen, in drei Fällen kam es zu Inobhutnahmen. Im April 2019 waren es hingegen 13 Gefährdungsmeldungen und eine Inobhutnahme. „Die Meldungen durch Dritte sind in den letzten Wochen weitestgehend weggebrochen“, sagt Viktoria Bertram. Vereinzelt melden sich jedoch Eltern selbst und berichten über die Sorge, dass es in ihrer häuslichen Umgebung zu einer Kindeswohlgefährdung kommen könnte.

Der Corona-Lockdown hat nicht nur das gesellschaftliche Leben seit mehreren Wochen zum Erliegen gebracht, sondern auch gesundheitliche und soziale Sicherungssysteme für Minderjährige im Kinderschutz unterbrochen. „Der aktuelle Rückgang der Gefährdungsmeldungen lässt sich aus unserer Sicht durch die Schließung von Kindertagesstätten und Schulen sowie neuen Verhaltens- und Vermeidungsstrategien in der Alltagsbewältigung von Familien ableiten“ erklärt der Jugendamtsleiter Jochen Althaus. Insofern ist es möglich, dass die Dunkelziffer der Kindeswohlgefährdungen höher liegt.

Wenn das Jugendamt eine gemeldete Kindeswohlgefährdung überprüft, stellt es in etwa 60 Prozent der Fälle eine Vernachlässigung der Kinder fest. Das bedeutet, dass ein gefährdender Mangel in den Bereichen Versorgung, Betreuung, Zuwendung und Anregung vorliegt, die Kinder also sich selber überlassen sind. Zudem leiden sie häufig an chronischer Unter- oder Fehlernährung, fehlender Gesundheitsvorsorge und unbehandelten Krankheiten. Auch unangemessene Bekleidung, unzureichende Pflege sowie fehlende Zuwendung, Liebe, Bestätigung und soziale Anbindung werden dabei festgestellt. Säuglinge und Kleinkinder sind in diesen Situationen besonders gefährdet.
In etwa 31 Prozent der Fälle gibt es Anzeichen für psychische Misshandlung wie beispielsweise Demütigung, Einschüchterung, Bedrohung, Beschimpfung, Isolierung und emotionale Kälte. Körperliche Misshandlung findet in ca. 26 Prozent der Fälle statt und sexuelle Gewalt bei etwa fünf Prozent der Fälle.

Auch wenn die gemeldeten Kindeswohlgefährdungen derzeit unter dem monatlichen Durchschnitt liegen, ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. „Von Gewalt und Vernachlässigung betroffene Kinder sind besonders in Zeiten von Corona auf Hilfe und Unterstützung sowie eine reibungslose und funktionierende Zusammenarbeit der einzelnen Akteure der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen“ sagt Jochen Althaus. Deshalb ist Kinderschutz systemrelevant und die Kinder- und Jugendhilfe hat im Kampf gegen Kindeswohlgefährdung in der Corona-Krise eine herausgehobene Rolle und Verantwortung.
Durch die Corona-Pandemie ist auch das Jugendamt im Landkreis Northeim gezwungen, seine Arbeitsweisen umzustellen. Persönliche Kontakte sind auf das notwendige Maß reduziert. „Das bedeutet jedoch nicht, dass notwendige Hilfen und Unterstützung nicht auch weiter angeboten, eingeleitet und umgesetzt werden“, macht Harald Rode, Dezernent für Jugend und Soziales deutlich.

Das Jugendamt ist weiterhin erreichbar, telefonische Beratung und Erreichbarkeit im Jugendamt sind konstant durch die Fachkräfte sichergestellt. In Krisensituationen finden auch notwendige persönliche Gespräche und Hausbesuche statt. Vorrang in der Bearbeitung haben jedoch vor allem Fälle zum Schutz der Kinder. Alle Gefährdungsmeldungen werden wie vor Beginn der Corona-Krise nach den geltenden Qualitätsstandards bearbeitet. Nach einer Ersteinschätzung der Gefährdungslage finden auch weiterhin notwendige Hausbesuche und in akuten Kinderschutzfällen Inobhutnahmen statt. Außerhalb der Servicezeiten der Kreisverwaltung ist der Bereitschaftsdienst des Jugendamtes nach wie vor über die Einsatzleitstellen erreichbar und stets einsatzbereit.

Viktoria Bertram, betont: „Alle im Landkreis Northeim ansässigen Träger der Kinder- und Jugendhilfe haben mit einem außerordentlichen Engagement, einer beindruckenden Einsatzbereitschaft und Kreativität die Hürden der Hygiene- und Abstandsregeln genommen. Die Träger haben umgehend innovative und pragmatische Betreuungs- und Kontaktkonzepte für die betreuten Kinder, Jugendlichen und Eltern erstellt.“ Es sei dadurch zu keinen Betreuungsausfällen seitens der Kinder- und Jugendhilfe gekommen.

Die Träger der ambulanten Jugendhilfe stehen weiterhin sowohl mit den betreuten Familien als auch den Fachkräften des Jugendamtes in Kontakt und stimmen die Hilfeprozesse regelmäßig bedarfsorientiert ab. Die Träger der teilstationären Jugendhilfe, wie z.B. die Tagesgruppen haben umgehend Krisenkonzepte erstellt, um den Kontakt zu den Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern zu halten, besonders belastete Familien zu entlasten und in Notbetreuungsgruppen zu betreuen. Selbstverständlich werden auch die stationär untergebrachten Kinder und Jugendliche weiterbetreut.

Sowohl das Jugendamt als auch die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind gut aufgestellt und haben die Hürden der Corona-Krise bislang durch funktionierende Krisenkonzepte und engagierte Fachkräfte solide gemeistert. Abschließend äußert auch Viktoria Bertram eine Bitte: „Es ist wichtig, wachsam zu sein und nicht zu zögern, eine mögliche Kindeswohlgefährdung zu melden.“ Auch Familien in akuten Belastungssituationen sollten sich frühzeitig Unterstützung und Hilfe holen, bevor es durch Überforderung zu einer akuten Kindeswohlgefährdung kommt. Neben dem Jugendamt steht dafür auch die Familienberatungsstelle des Landkreises Northeim zur Verfügung.

Die Ansprechpartner/innen und Kontaktdaten

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Falleingangsmanagement des Jugendamtes sind telefonisch unter 05551 708281 und per E-Mail an falleingang@landkreis-northeim.de zu erreichen, die Familienberatungsstelle ist telefonisch unter 05551 7088240 oder per E-Mail an ebein@landkreis-northeim.de zu erreichen.

Viele weitere Informationen zum Coronavirus, die aktuellen Fallzahlen im Landkreis Northeim, die häufigsten Fragen und Antworten und hilfreiche Links finden Sie auf www.landkreis-northeim.de/coronavirus
red/lpd

Das Bild dokumentiert Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und Jugendamtsleiter Jochen Althaus. Außerdem ein Flyertitel der Aktion www.kein-kind-alleine-lassen.de
Foto: lpd














21.05.2020 • 09:58 Uhr

Gute Einnahmen für schlechte Zeiten - Beachtliche Bilanz des Hauptzollamtes Braunschweig für das Jahr 2019

Mit rund zwei Milliarden Euro Steuereinnahmen, fast fünf Millionen abgefertigten Warensendungen und einem aufgedeckten Schaden von 12,5 Millionen Euro durch Schwarzarbeit leistete das Hauptzollamt Braunschweig auch im Jahr 2019 einen erheblichen Beitrag für Bürger, Wirtschaft und Umwelt in Süd- und Ostniedersachsen.

"Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig unsere zöllnerische Arbeit ist: Sicherung der Staatsfinanzen, des internationalen Warenverkehrs und eines fairen Arbeitsmarktes. Der Blick auf die Bilanz des letzten Jahres zeigt, dass unser Einsatz nicht nur wichtig, sondern auch erfolgreich ist", hebt Regierungsdirektorin Regine Andreas, Leiterin des Hauptzollamtes Braunschweig, hervor. Auch Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz betont in der Pressemitteilung der Generalzolldirektion vom 15. Mai 2020: "Auf unseren Zoll ist Verlass! Das gilt auch und gerade unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Krise."

400 Millionen Euro mehr Steuereinnahmen 2019

Die Steuereinnahmen, die die Bundesrepublik unter anderem für die Bekämpfung der Corona-Pandemie und deren Folgen einsetzt, stammen allein zu 45 Prozent aus den Einnahmen der Zollverwaltung. "Finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten für unsere Gesellschaft zu schaffen und dabei den internationalen Handel in unserer globalisierten Welt im Auge zu behalten, hat mich am Zoll sehr gereizt", erklärt Regierungsrätin Katja Schiewek, der seit Oktober 2019 die Abgabenerhebung und die Überwachung des internationalen Warenverkehrs bei dem Hauptzollamt Braunschweig unterstehen. Insgesamt 1.971.820.319,00 Euro Steuern hat das Hauptzollamt Braunschweig 2019 erhoben und damit 25 Prozent mehr, als im Jahr 2018. Dieser Zuwachs von fast 400 Millionen Euro entfiel fast vollständig auf die Einfuhrumsatzsteuer, die im Bezirk des Hauptzollamtes Braunschweig 1,33 Milliarden Euro betrug.

80 Prozent mehr Einfuhren als 2018

Der Grund für die gestiegene Einfuhrumsatzsteuer lag nicht etwa an höheren Steuersätzen, die wie bei der Umsatzsteuer im Inland 19 bzw. 7 % betragen, sondern an der massiv gestiegen Zahl von Einfuhren. In dem rund 9.300 km² großen Bezirk des Hauptzollamtes Braunschweig mit seinen sechs Zollämtern in Braunschweig, Goslar, Göttingen, Helmstedt, Hildesheim und Wolfsburg wurden insgesamt 4.867.918 Warensendungen abgefertigt. Davon waren 1.164.329 Einfuhren. Das entspricht 80 % mehr Einfuhren als 2018. Ausfuhren (3.649.657) und Versandverfahren (53.932) nahmen nur leicht zu.

Höherer Schaden durch Schwarzarbeit aufgedeckt

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Braunschweig bekam im Jahr 2019 eine neue Leitung und setzte einen neuen Schwerpunkt: "Wir wollen zwar auch Präsenz zeigen, aber vor allem im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung etwas bewegen", begründet der neue Sachgebietsleiter, Zollamtsrat Jens Bode, seinen Kurs. Dabei räumt er ein: "Der Einsatz gegen Wirtschaftskriminalität ist aufwendig und kleinteilig, doch nur durch gründliche Arbeit können wir für faire Arbeit sorgen". Demnach galt 2019 bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Braunschweig das Motto: Qualität vor Quantität. Es wurden zwar mit 1.164 Arbeitgebern etwas weniger Unternehmen geprüft als 2018 (1.294), aber mit höherem Erfolg: Insgesamt wurde ein Schaden von 12,5 Millionen Euro (+ 49 %) durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufgedeckt, Geldstrafen und -Bußen in Höhe von 2,49 Millionen Euro (+ 6,5 %) und insgesamt 25,25 Jahre Freiheitsstrafe (+ 17 %) entweder in der Eigenschaft des Zolls als Staatsanwaltschaft selbst verhängt oder bei den Gerichten erwirkt.

Tote Bären, blaue Hemden und Ausbildung

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung sind jedoch nicht die einzigen Kriminalitätsfelder, denen das Hauptzollamt Braunschweig entgegentritt. Traditionell ist der Zoll für die Bekämpfung von Steuerstrafsachen zuständig. Dazu gehört insbesondere der Schmuggel von Zigaretten, aber auch von verbotenen Gegenständen wie Waffen, Drogen, Markenfälschungen oder geschützten Tieren. Aus diesem Bereich bleibt neben den vielen Zahlen zu Steuern und Kriminalität ein Fall aus dem Jahr 2019 bei dem Hauptzollamt Braunschweig in besonderer Erinnerung:

Im September 2019 fanden Zöllner in Wolfsburg einen toten Schwarzbären in einem Postpaket für eine Zweijährige.

Höhepunkt für die Mitarbeiter/innen neue blaue Dienstkleidung

"Wir sind zum Glück auf eine zeitgemäße Dienstkleidung umgestiegen - ohne Bärenfellmützen, auch wenn wir 2019 die Gelegenheit dazu gehabt hätten", verbindet Pressesprecher Andreas Löhde schmunzelnd die besonderen Ereignisse und möchte noch auf etwas hinweisen: "Wir finden zwar nicht jeden Tag einen Schwarzbären, aber wer sich jeden Tag krisensicher für Bürger, Wirtschaft und Umwelt einsetzen möchte, sollte an unsere Ausbildung und unser duales Studium denken."
ots










20.05.2020 • 20:50 Uhr

Insider-Tipp! Jetzt einmal richtig vorfreuen! Hier erstrahlt schon "Himmelfahrt" im Dankelsheimer Biergarten!

Was für eine sonnige Vorfreude auf den morgigen Himmelfahrt-Feiertag! Auf dem Skulpturenweg am heutigen Abend die Entdeckung des Tages. Im golden Glanz der Abendsonne diese neue Wegweisung: zum Biergarten in Dankelsheim. Dort, wo dieses knallgelbe Plakat an der Weggabelung aufgestellt ist, lässt sich wunderbar zum Landgasthaus Schulze-Klingemann wandern. Schön artig immer in Zweier-Gruppe (mit Corona-Abstand) im Gänsemarsch, direkt in den gemütlichen Biergarten des wilden Jägers . Dort erwartet der Wirt mit seiner liebenswürdigen Frau seine Gäste. Mit allerlei Deftigem und Süffigem. Was auf dem Plakat angepriesen wird macht prächtigen Appetit und beste Laune. Auf geht's - am "Vatertag" ins schöne Dankelsheim. red/Foto: Marc Reiser










20.05.2020 • 18:45 Uhr

Himmelfahrt (Vatertag): Pistorius droht mit verstärktenKontrollen der Polizei

Pistorius: „Es geht darum, das Erreichte zu schützen! Die Regeln müssen eingehalten werden. Die Polizei wird dies überall im Land konsequent und verstärkt kontrollieren"

Niedersachsens Polizei wird zum morgigen Himmelfahrts- und Vatertag in ganz Niedersachsen Kontrollen und Maßnahmen durchführen. Vor dem Hintergrund der geltenden Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird dieser Feiertag anders verlaufen als in den Vorjahren. Darauf stellt die Polizei sich mit einem deutlich erhöhten Kräfteansatz ein. Traditionell haben sich in den letzten Jahren größere Gruppen von Personen im Freien getroffen. Dabei führte erheblicher Alkoholkonsum teilweise auch zu aggressiver Stimmung und zu Eskalationen, bei denen die Polizei einschreiten musste.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wurden auch in diesem Jahr an vielen Orten - zum Beispiel in Parkanlagen und anderen Brennpunkten - regionale Alkoholkonsumverbote oder auch Glasflaschenverbote durch die Kommunen verfügt. Die Polizei stellt sich mit einem hohen Kräfteansatz darauf ein, diese Regeln zu kontrollieren. Das gilt natürlich auch - und vor allem - für die Einhaltung der Abstandsregeln.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Es gibt Hinweise, die darauf hindeuten, dass mehr Menschen als bisher die geltenden Regelungen nicht so ernst nehmen, wie es vorgeschrieben und nach wie vor notwendig ist. Ich appelliere deshalb sehr eindringlich an die Menschen in Niedersachsen: Halten Sie sich bitte an die geltenden Abstandsregeln. Die Polizei wird auch morgen überall in Niedersachsen verstärkt präsent sein und die Kontaktbeschränkungen - gerade an den Hotspots - kontrollieren. So sehr wir uns alle auf einen freien Tag oder auch ein langes Wochenende freuen: Wie auch Ostern werden wir den Himmelfahrtstag in diesem Jahr nicht so begehen, wie wir es kennen.

Zwar spricht nichts dagegen, sich entsprechend der geltenden Regelungen im kleinen Kreis zu treffen und mit dem nötigen Abstand spazieren zu gehen. Traditionelle Vatertagstouren mit allen Freunden sind aber in diesem Jahr nicht möglich. Dafür bitte ich um Verständnis und appelliere an die Vernunft aller. Und ich bitte auch um Respekt für die Polizei- und Ordnungskräfte, die ohnehin schon eine undankbare Aufgabe haben, Menschen an die Regeln zu erinnern und dies an einem - für die meisten anderen - freien Tag. Ihnen gilt an dieser Stelle mein ausdrücklicher Dank. Sie leisten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag in der erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie!"

In der Öffentlichkeit dürfen sich Personen alleine, gemeinsam mit Angehörigen des eigenen Haushalts und / oder Angehörigen höchstens eines anderen Haushalts treffen. Von anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Auch darauf wird die Polizei achten. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Tage - vor allem der Wochenenden - stellt sich die Polizei darauf ein, dass gerade diese Abstandsregeln und Kontaktverbote in Teilen nicht mehr eingehalten werden.

Pistorius: „Seit zwei Monaten haben sich die allermeisten Menschen in unserem Land großartig verhalten, indem sie sich ganz überwiegend an die beschränkenden Maßnahmen gehalten haben. Auch ihnen ist es zu verdanken, dass uns in Niedersachsen bislang ein schlimmerer Pandemieverlauf erspart geblieben ist. Das Infektionsgeschehen ist durch diese Mithilfe positiv beeinflusst worden." red/fis













20.05.2020 • 18:30 Uhr

Vienenburg: Transporter machte sich selbständig

Ereignisort: Goslar, Ortsteil Vienenburg, An der Clus. Ereigniszeitpunkt: Heute, 20.Mai .2020, 12.13 Uhr: Ein 22 jähriger Auslieferungsfahrer stellte seinen Lieferwagen Renault Master in der Straße An der Clus ab. Hierbei sicherte er das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß gegen Wegrollen. Das Fahrzeug rollte das abschüssige Stück herunter, durchbrach einen Zaun und überfuhr mit dem rechten Hinterrad einen Mauersockel, bevor das Fahrzeug kurz vor einem Wohngebäude zum Stehen kam. Ein Abschlepper zog das Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn. Am Fahrzeug selbst entstand kein Sachschaden. Der Schaden am Zaun und an der Mauer dürfte sich auf etwa 500 Euro summieren. ots/Foto: Polizei










20.05.2020 • 18:17 Uhr

Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch sieben Corona-Infizierte im Kreis Northeim

Aktuell gibt es 122 bestätigte Corona-Infektionen im Landkreis Northeim. Im Vergleich zu Dienstag ist damit ein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. Bei dem Neufall handelt es sich um eine Frau mittleren Alters, die Kontakt zu einer Person mit positivem Befund hatte. Sie zeigt bisher keine Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. 112 Personen – eine mehr als am Dienstag – gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei drei Personen. Diese Angaben macht soeben der Landkreis-Pressedienst (lpd).

Die Grafik dokumentiert die "Fallgeschwindigkeit" der Corona-Infektionen in ihrer Tendenz Richtung Null. Quelle: Landesgesundheitsamt Niedersachsen











20.05.2020 • 18:08 Uhr

Sporthallen und Fitnessstudios in Bad Gandersheim und Northeim dürfen ab kommenden Montag, 25. Mai, wieder öffnen -

Außerdem grünes Licht für Basketball-Bundesligisten, Frauen-Bundesliga, DFB-Pokal und 3. Fußball-Liga

Wie erwartet, ist die Niedersächsische Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus wird in den nächsten Tagen erneut geändert; das Inkrafttreten der Verordnung ist für Montag, 25. Mai 2020, geplant. Alle Welt fragt sich: Wann wird sie angesichts der abgeklungenen Corona-Krise total aufgehoben? Noch ist es aber nicht soweit.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, äußert sich dazu wie folgt: „Nach der Öffnung der Sportanlagen im Freien folgen am Montag die Sporthallen. Natürlich mit Abstand und viel Disziplin bei den Hygienemaßnahmen. Viele Sportlerinnen und Sportler mussten bislang ausharren, weil ihre Sportart nur in der Halle stattfinden kann. Diese Zeiten sind nun erst einmal vorbei. Die Abstands- und Hygieneregeln sind auch in der Phase der Lockerungen das Gebot der Stunde, um sich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen und um eine neuerliche Schließung zu verhindern. Diese Herausforderung werden auch die Fitnessstudios meistern müssen, die ebenfalls ab Montag ihre Türen für ihre Mitglieder wieder öffnen dürfen. Es war mir von Beginn an ein Anliegen, die Fitnessstudios bei den Lockerungen immer mit im Blick zu haben und auch hier die sportliche Betätigung wieder zu ermöglichen. Ein Großteil des Reha- und Gesundheitssports findet in den gewerblichen oder vereinseigenen Fitnessstudios statt."

Im Bereich des Profisports dürfen Mannschaften, die am Spielbetrieb der 1. und 2. Bundesliga - gleich welcher Sportart - oder der 3. Fußball-Liga teilnehmen, auch mit Kontakt ihre Sportart (Training und Wettkampf) ausüben. Grundlage hierfür ist ein medizinisches, organisatorisches und hygienisches Konzept nach dem Vorbild des von DFL und DFB vorgelegten Konzeptes „Sportmedizin/Sonderspielbetrieb im Profifußball".

Pistorius: „Damit ermöglichen wir ab Montag nun auch das Training und den Spielbetrieb der Frauen-Bundesliga und der 3. Fußball-Liga. Die Herren der 1. und 2. Bundesliga spielen ja bereits, die Frauen des VfL Wolfsburg können ebenfalls sowohl in der Frauenbundesliga als auch im DFB-Pokal spielen. Darüber hinaus können die niedersächsischen Mannschaften der 1. Basketball-Bundesliga in München am ‚Final10' teilnehmen."

Unter folgenden Voraussetzungen soll die Sportausübung auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen wieder möglich sein:

- Die Sportausübung muss kontaktlos zwischen den beteiligten Personen erfolgen.

- Ein Abstand von mindestens 2 Metern muss eingehalten werden.

- Die Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen müsen auch in Bezug auf gemeinsam genutzte Sportgeräte durchgeführt werden.

- Die Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume - ausgenommen Toiletten - müssen geschlossen bleiben

- Warteschlangen beim Zutritt zur Sportanlage sind zu vermeiden.

- Zuschauerinnen und Zuschauer sind nach wie vor ausgeschlossen.

Wettkämpfe werden möglich sein, wenn diese die Voraussetzungen konsequent und uneingeschränkt einhalten. Dies werden nach wie vor die Individual- und Einzelsportarten besser können. Vor der Ausrichtung des Wettkampfes sollte aber immer ein Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt aufgenommen werden, um mögliche Fragestellungen zu klären und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Die konkrete Ausgestaltung kann der veröffentlichten Verordnung in den nächsten Tagen entnommen werden.
red/fis/Foto: Thomas Fischer














20.05.2020 • 17:34 Uhr

Paracelsus Reha-Kliniken kehren zur Normalität zurück - "Nehmen wieder Patienten auf", versichert Manager Tobias Brockmann

Paracelsus Reha-Kliniken gehen erste Schritte zurück zum Regelbetrieb / Hohe Hygienestandards – verkleinerte Therapiegruppen / Aufnahme von Begleitpersonen weiterhin nicht möglich

Die Paracelsus Reha-Kliniken haben damit begonnen, nach einer zuletzt deutlich eingeschränkten Aufnahme von Patienten ihren Regelbetrieb schrittweise wieder aufzubauen. Das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group berichtet über den heutigen Re-Start in der Paracelsus-Roswitha-Klinik in Bad Gandersheim exklusiv.

Soeben hat Hirten von Schmeling (Foto), verantwortlich bei Paracelsus für Unternehmsnskommunikation und Marketing eine Stellungnahme der in Osnabrück angesiedelten Unternehmenszentrale veröffentlicht. Wir dokumentieren die Miteilung im Originalwortlaut:

Bundesweit waren Reha-Kliniken von einem erheblichen Belegungsrückgang betroffen, nachdem in den Krankenhäusern hierzulande Operationen und Behandlungen vielfach aufgeschoben wurden und in der Folge auch keine Anschlussheilbehandlungen stattfanden. Darüber hinaus haben behördliche Restriktionen zu einem Rückgang der Belegung in den Kliniken geführt. “Mit Lockerung der behördlichen Bestimmungen und der Wiederaufnahme des Regelbetriebes in den Akutkliniken werden wir jetzt auch an unseren Reha-Standorten wieder verstärkt Patienten aufnehmen können“, erklärt Tobias Brockmann (Foto), Geschäftsbereichsleiter Rehabilitation bei Paracelsus.

Neben dem Rückgang von Operationen in den Akut-Krankenhäusern führte auch die Sorge von Patienten, sich während der Reha mit dem Corona-Virus anzustecken, zu einem Belegungsrückgang und auch die behördlichen Verordnungen, freie Kapazitäten für die Behandlung von Patienten aus dem Akutbereich vorzuhalten, verschärften die Situation weiter.

Auch wenn langfristig eine Rückkehr zur Normalität in den Rehabilitationskliniken der Klinikgruppe angestrebt ist, so steht der Schutz der Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern natürlich an erster Stelle. Tobias Brockmann beschreibt die Rahmenbedingungen in Corona-Zeiten wie folgt: „In unseren Kliniken gelten weiterhin strenge Infektions- und Hygieneschutzmaßnahmen, im Gegensatz zum bisherigen Therapiegeschehen haben wir die Therapiegruppen deutlich verkleinert, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Therapieeinheiten wie die Wassergymnastik müssen vorerst noch ausfallen. Wir halten zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter das Besuchsverbot aufrecht und eine Aufnahme von Begleitpersonen ist nach wie vor nicht möglich. Dennoch können wir trotz aktueller Lage intensive therapeutische Einheiten individuell für jeden Patienten gewährleisten", versichert Tobias Brockmann.red/fis/ Fotos:Thomas Fischer/ Wilfried Gerhartz, Paracelsus-Kliniken

















20.05.2020 • 17:26 Uhr

Amazon für Northeim: Bürgermeister Hartmann erklärt, warum das seiner Meinung so wichtig ist

Heute. Mittwoch. 20. Mai 2020, 16 Uhr: Vor wenigen Minuten ist in der Northeimer Stadthalle eine denkwürdige Pressekonferenz der Northeimer Stadtverwaltung zuende gegangen. Das große Aufregerthema und Millionenprojekt Amazon Verteilzentrum im Industriegebiet Northeim-West, was übrigens dem Investor noch gar nicht gehört, wurde vom Unternehmen Amazon und Bürgermeister Simon Hartmann mit Fakten und Einschätzungen einem halben Dutzend Lokaljournalisten vorgestellt. Hartmann interpretierte in seinem Eingangsstatement, wieso die Millionenivestition für Northeim bedeutsam ist. Unter anderem machte sich der Bürgermeister im hier dokumentierten Ausschnitt eindeutig für das Amazon Vorgaben stark, dass noch erhebliche Hürden administrativer, finanzieller und politischer Hürden zu nehmen hat. Gleichwohl ist Hartmann von der positiven Sinnhaftigkeit des Amazon Projektes überzeugt. Hören sie, was der Bürgermeister vor wenigen Minuten sagte.
red/fis/Video: Thomas Fischer










20.05.2020 • 17:24 Uhr

Amazon präsentiert geplantes Verteilzentrum- „Große Chance für Northeim“ ist Bürgermeister Hartmann überzeugt

Das Logistik-Unternehmen Amazon präsentiert aktuell auf einer Pressekonfenz der Stadt Northeim in der Stadthalle seine Projektabsicht, im Industriegebiet Northeim-West ein Verteilzentrum für Pakete zu errichten und zu betreiben. Die Stadtverwaltung in Northeim favorisiert das Millionenprojekt. „Es ist eine große Chance für Northeim. Wir schlagen damit ein neues Kapitel der wirtschaftlichen Entwicklung Northeims auf“, so die positive Entschätzung von Bürgermeister Simon Hartmann vor wenigen Minuten. Amazon stellte das Vorhaben in einer Vidoschaltung vor, präsentiert von einem zugeschalteten Manager Thorsten Freers und Mangagerin Nadya Lubnina aus Berlin und München. Sie teilten mit, dass Amazon am Standort bis zu 250 Arbeitsplätze schaffen wird. Wenn die Politik mitzieht, beispielsweise das 60.000 Quadratmeter große Grundstück an den Investor zu verkaufen, rechnet Amazon mit einer Inbetriebnahme des Verteilzentrums zum Weihnachtsgeschäft 2021.
red/fis/Fotos/Video:Thomas Fischer














20.05.2020 • 12:03 Uhr

Corona-Krise: Reha-Kliniken besonders betroffen, aber seit heute geht es wieder aufwärts am Reha-Standort Bad Gandersheim!

Die Reha-Kliniken in Bad Gandersheim des privaten Betreibers Paracelsus nehmen aktuell wieder ihren Gesundheitsbetrieb auf. Erste Reha-Patienten/innen sind heute in der südniedersächsischen Kur- und Rehastadt Bad Gandersheim eingetroffen (Fotos). In Bad Gandersheim ist diese Entwicklung auf ein erstes positives Echo gestoßen.

Paracelsus betreibt in dem südniedersäxchasischen staatlich anerkannten Heilbad drei Häuser: die psychosomatische Reha-Klinik "Roswitha", die orthopädische "Klinik an der Gande" und die ontologische "Klinik am See". Speziell die beiden erstgenannten Häuser waren in den letzten Corona-Wochen in einem "Stand by modus" als Ersatzkrankenhäuser, so hatte es das Land Niedersachsen verfügt. In dieser Zeit ruhte der Reha-Betrieb (wir berichteten).

Andere Medien hatten ebenfalls darüber berichtet. So auch der Branchen- Newsdienst "rehanews 24". Vor knapp drei Wochen wurde in einem Report zur Situation der Paracelsus-Unternehmung u.a. ausgeführt:

"Nach dem COVID-19 Krankenhausentlastungsgesetz können Reha-Kliniken zwar auch in die medizinische Gesamtversorgung einbezogen werden und die Versorgung von akut-stationären Patienten übernehmen. Die Entscheidungen darüber treffen aber die Bundesländer; möglicherweise wird nur wenigen ausgewählten Häusern gestattet, vorübergehend akutmedizinische Versorgungsaufgaben zu übernehmen. Auf jeden Fall fallen die meisten Reha-Kliniken in eine Finanzierungslücke; dort werden sie bis auf Weiteres allein gelassen.

„Konkret haben wir in unseren Kliniken mit einem Rückgang an Rehabilitanden zu kämpfen, weil rehabilitationsintensive Operationen in den Krankenhäusern entfallen und kaum noch jemand in die Anschlussheilbehandlung kommt“, erklärt Tobias Brockmann, Geschäftsbereichsleiter Reha bei Paracelsus, die Situation. „Gleichzeitig haben wir in einigen Häusern durch landespolitische Entscheidungen einen Aufnahmestopp und Patienten treten aus Angst vor einer Infektion ihre Reha gar nicht erst an.“

Die Folge sind leere Betten, die in absehbarer Zeit nicht belegt werden. Reha-Kliniken, die nicht Teil der medizinischen Versorgung durch Tätigkeiten als Corona-Krankenhaus werden und keine Rehabilitanden haben, erhalten derzeit nur einen beschränkten finanziellen Ausgleich.

Die Zeit nach Corona nicht aus den Augen verlieren

„Alle Aufmerksamkeit richtet sich derzeit auf diesen Corona-Tsunami“, gibt Siebert zu bedenken. „Das Gesundheitssystem ist in einem hochaktiven Schockzustand“. Aber nach der Krise gehe das Leben weiter. „Wir dürfen die Zukunft wichtiger Behandlungsmöglichkeiten in der Reha jetzt nicht gefährden, weil wir sie in der Krise – sozusagen als ‚Überlauf‘ – aber auch in der Zeit nach der Corona-Krise dringend brauchen werden.“

Hinzu kommt, dass nach der Corona-Krise mit einem Ansturm von aufgeschobenen Behandlungen und psychischen Folgeerkrankungen zu rechnen sei. „Die Reha-Kliniken sind seit Jahren eine tragende Säule des Gesundheitssystems“, so Tobias Brockmann. „Wir ergreifen daher jetzt alle Maßnahmen, um in der Krise zu unterstützen und nach der Krise weiterhin für die medizinische Versorgung unserer Patienten zur Verfügung zu stehen.“

Exakt dieser von Manager Brockmann skizzierte Moment ist jetzt am Reha-Standort in Bad Gandersheim eingetreten.
red

Die Bilder dokumentieren die aktuelle Situation bei der Paracelsus-Roswitha-Klinik am heutigen Tag. Hier werden jetzt wieder Reha-Patienten/innen aufgenommen, betreut und therapiert. Fotos: Nicole Klawitter/Screeshot Ausschnitt rehanews 24













20.05.2020 • 11:36 Uhr

Pistolenmann mit Dreitage-Bart und OP-Maske überfällt Tankstelle in Northeim - Mit Beute auf der Flucht

Soeben berichtet die Polizei Nordheim von einem Kriminalfall:
Bereits Montagabend betrat ein bislang unbekannter Mann den Verkaufsraum der Tankstelle und erbeutete unter Vorhalt einer Schusswaffe mehrere hundert Euro Bargeld.

Der unbekannte Täter kam laut Zeugenaussagen zu Fuß aus Richtung Kreisel in der Northeimer Straße und betrat kurz vor der Schließung unter einem Vorwand die Tankstelle. Vor dem Verkaufstresen habe er eine Schusswaffe herausgezogen und Bargeld von der Angestellten gefordert. Nachdem die Angestellte das Bargeld in eine vom Täter mitgeführte Plastiktüte gesteckt hatte, verließ dieser fluchtartig das Tankstellengebäude und lief in Richtung Breslauer Straße davon.
Seine Flucht setzte er in Richtung Königsberger Straße und Tannenbergstraße fort. Möglicherweise hat in diesem Bereich ein Fluchtfahrzeug gestanden.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben: Männlich, deutsches/europäisches Erscheinungsbild, Sprache hochdeutsch, ca. 170 Zentimeter groß, 25-30 Jahre alt, kurze blonde Haare, auffällig dick, Drei-Tage-Bart, medizinische OP-Maske, weißes T-Shirt, evtl. Base-Cape, verwaschene blaue Jeanshose.

Zeugen, die Hinweise zum Täter, der Fluchtrichtung oder einem eventuellen Fluchtfahrzeug geben können, werden gebeten, diese der Northeimer Polizei unter der Telefonnummer 05551-70050 mitzuteilen.köh











20.05.2020 • 10:37 Uhr

Polizei holt vollstramme Männer (3 Promille) vom Rad - Endstation Ausnüchterungszelle

Am gestrigen Dienstag, gegen 22:30 Uhr, kontrollierten Beamte des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Holzminden zwei Fahrradfahrer in der Sollingstraße in Holzminden. Grund der Kontrolle waren starke Ausfallerscheinungen beider Fahrradfahrer sowie das Fehlen der Beleuchtungseinrichtungen.

Während der Kontrolle stellten die Beamten Alkoholgeruch und eine verwaschene Aussprache bei beiden Männern (22 und 24 Jahre) fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab für den Älteren einen Wert von über 3 Promille. Der Jüngere pustete immerhin knapp 3 Promille. Von beiden Personen wurde eine Blutprobe entnommen.

Die beiden Männer sind bereits polizeibekannt und mehrfach wegen gleicher Delikte in Erscheinung getreten. Ein Eigentumsnachweis für die Fahrräder konnte nicht vorgelegt werden. Aus diesem Grund wurden die Fahrräder, bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse, sichergestellt.

Die mitgeführten Taschen der beiden Männer wurden mit deren Einverständnis durchsucht. Hierbei wurde neben hochprozentigem Alkohol auch zwei Damenhemden in Originalverpackung und eine Wasserpumpenzange aufgefunden. Auch diese Gegenstände wurden beschlagnahmt, da kein Eigentumsnachweis erbracht werden konnte.

Aufgrund der starken Alkoholisierung wurden beide Personen - zur Verhinderung weiterer Straftaten sowie zum Schutz der eigenen Person - in Gewahrsam genommen. Den Rest der Nacht verbrachten sie in einer Zelle.ots










20.05.2020 • 10:34 Uhr

Theater in corona-Zeiten: Staatstheater Braunschweig zeigt Stück "Der Fiskus" per Video-Stream

Das wegen der Corona-Pandemie geschlossene Braunschweiger Staatstheater hat das Stück "Der Fiskus" verfilmt und zeigt es ab Samstag (23. Mai) als Video-Stream auf seiner Internetseite. Die groteske und überspitzte Komödie der Autorin Felicia Zeller sei erst im Januar auf der Bühne uraufgeführt worden, teilte das Staatstheater am Montag mit.

Um die Komödie dennoch zu zeigen, habe das künstlerische Team sowie das Ensemble Ende April das Stück in der Originalkulisse und mit Originalbesetzung verfilmt. Die Video-Version ist nun am Samstag ab 19.30 Uhr für 48 Stunden kostenfrei einsehbar.

Felicia Zeller erzählt in ihrer Büro-Komödie von Angestellten des Finanzamtes, die sich in die Welt der Reichen hineinträumen und zugleich ständig mit Dienstaufsichtsbeschwerden und Drohbriefen konfrontiert sind. Die Theater-Inszenierung von Christoph Diem wurde im Februar zu den 45. Mülheimer Theatertagen und zu den Autorentheatertagen des Deutschen Theaters in Berlin eingeladen. Beide Einladungen sowie die geplanten Folgevorstellungen hatte das Theater wegen der Corona-Pandemie abgesagt.epd










20.05.2020 • 10:28 Uhr

Industrie-Umsatz bricht ein: 13 Prozent weniger als im Vorjahresmonat - 3.400 Beschäftigte weniger - Pharmaindustrie wächst

Die Umsatzentwicklung der niedersächsischen Industriebetriebe zeigte im März 2020 bereits deutliche Auswirkungen der Corona-Pandemie. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, verbuchte die niedersächsische Industrie einen Gesamtumsatz von 16,6 Milliarden Euro. Das waren 13,0 Prozent weniger als im März 2019. 8,6 Milliarden Euro wurden im Inland erzielt (-8,6 Prozent ). Die Umsätze mit dem Ausland sanken um 17,3 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro.

Unter den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen gab es im März Gewinner und Verlierer. Der niedersächsische Fahrzeugbau (Straßenfahrzeuge und sonstige Fahrzeuge) mit einem Anteil am niedersächsischen Industrieumsatz von ca. 38 Prozent musste im Vergleich zum März 2019 Umsatzeinbußen von 30,5 Prozent hinnehmen. Die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln zusammen mit Getränkeherstellung und Tabakverarbeitung“ konnte den Umsatz um 15 Prozent steigern, der Maschinenbau erzielte ein Plus von 13,7 Prozent .

Im März 2020 waren in den niedersächsischen Industriebetrieben 511.000 Personen beschäftigt und damit 3.400 weniger als im März 2019 (-0,7Prozent ). Den höchsten prozentualen Rückgang verzeichnete die Metallerzeugung und Bearbeitung (-4,1 Prozent ). Das größte Plus meldete die Pharmaindustrie (+5,9Prozent).
red/fis










20.05.2020 • 10:19 Uhr

Statt auf die Bremse Gas gegeben - Parkversuch eines 84-Jährigen fordert 20.000 Euro Schaden

Am gestrigen Vormittag, 19.05.2020, beschädigte ein Autofahrer bei einem Einparkversuch auf dem Gelände des Helios Klinikums Hildesheim vier geparkte Fahrzeuge, einen Parkscheinautomaten sowie einen kleinen Baum.

Den Ermittlungen zufolge beabsichtigte der 80-jährige Unfallverursacher aus Hildesheim mit seinem Hyundai in eine freie Parklücke einzufahren. Dabei stieß er zunächst gegen einen geparkten Ford. Anschließend setzte der Hyundai zurück, korrigierte seine Spur und fuhr sodann in die freie Parklücke hinein. Dabei passierte er diese ungebremst, fuhr über einen dahinter befindlichen, leicht ansteigenden Grünstreifen weiter und kollidierte in der Folge mit drei weiteren geparkten Pkw (Kia, VW und Opel). Noch immer ungebremst stieß der Hyundai anschließend gegen einen Parkscheinautomaten und kollidierte letztendlich mit einem kleinen Baum. Erst dann kam der Pkw zum Stehen.
Der entstandene Schaden wurde durch die aufnehmenden Beamten auf mehr als 20.000 Euro geschätzt.
Nach vorliegenden Erkenntnissen der Hildesheimer Polizei hatte der 80-jährige das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt. Er wurde abschließend vorsorglich in der Notaufnahme des Krankenhauses untersucht.jpm











20.05.2020 • 10:14 Uhr

Zeugenaufruf nach Treppenhausbrand in Seesen

Die Polizei in Sesen hat soeben an die Öffentlichkeit gewandt:
Bereits in der Nacht zum vergangenen Sonntag, 17.05.2020, kam es gegen 01.00 Uhr in der Lange Straße in Seesen zu einem Feuer. Im Vorderhaus eines Wohn-/Geschäftsgebäudes brannte es unter einer hölzernen Treppe. Hier waren Gegenstände in Brand geraten. Das Feuer wurden von den Bewohnern rechtzeitig erkannt und konnte schnell mit eigenen Mitteln gelöscht werden. Die Feuerwehr war nicht im Einsatz. Der Brand wurde von den Hausmitbewohnern erst im Laufe des Sonntages bei der Polizei gemeldet. Der Sachschaden wird auf 1.000 EUR geschätzt. Im Zusammenhang mit diesem Brand sucht die Polizei jetzt nach einer Gruppe Jugendlicher, die gegen 00.15 Uhr lautstark durch die Lange Straße in Richtung Innenstadt gezogen ist. Auf ihrem Weg sollen sie unter anderem auch einen Motorroller umgeworfen haben. Hinweise bitte an die Polizei in Goslar unter der Rufnummer 05321/339-0.ots










20.05.2020 • 09:51 Uhr

Endgültiges Aus für Förderschule Bad Gandersheim: Schulbezirke der Förderschulen Lernen neu festgelegt.

Förderschüler aus Bad Gandersheim, Kalefeld und Einbeck müssen nach Northeim fahren, was bezahlt wird

Nachdem die Aufhebung der Osterbergschule in Bad Gandersheim von der Landesschulbehörde genehmigt wurde, gibt es im Landkreis Northeim ab Sommer noch zwei Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Die Erich Kästner-Schule in Northeim und die Albert-Schweitzer-Schule in Uslar. Dies hat eine Änderung der Schulbezirkssatzung zur Folge.

Der Kreistag hat jetzt in seiner "Corona"-Sitzung in der Northeimer Stadthalle beschlossen, dass die Gebiete Bad Gandersheim, Kalefeld und Einbeck dem Schulbezirk der Erich Kästner-Schule zugeschrieben werden. Uslar, Bodenfelde und Hardegsen gehören wie bisher zur Albert-Schweitzer-Schule. Das Gebiet der Stadt Dassel wird zukünftig als überschneidender Schulbezirk sowohl der Erich Kästner-Schule als auch der Albert-Schweitzer-Schule zugeordnet.

Wenn die Erich Kästner-Schule ab Sommer zur teilgebundenen Ganztagsschule wird, hätten allerdings alle Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Landkreis die freie Wahl, welche Förderschule Lernen sie besuchen wollen. Durch das unterschiedliche Unterrichtsangebot in Form eines teilgebundenen Ganztags in Northeim und einer halbtägigen Unterrichtsversorgung in Uslar dürfen die Schülerinnen und Schüler unabhängig von den Schulbezirken entscheiden, welche Förderschule Lernen sie innerhalb des Landkreises Northeim besuchen. Das Niedersächsische Schulgesetz sieht in solchen Fällen eine Beförderung oder Kostenübernahme für den Schulweg zur gewählten Schule vor.
Die überarbeitete Schulbezirkssatzung soll zum 1. August 2020 in Kraft treten.
red/lpd/Foto: Thomas Fischer











20.05.2020 • 09:37 Uhr

Regel-Irrsinn in Corona-Zeiten: Einkaufswagen-Pflicht ja oder nein?

Sie sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt: Die Discounter in Bad Gandersheim und Echte. Hier E-Center, dort REWE. Bei einem Test der Corona-Regeln diese irre Erfahrung:

In Bad Gandersheim strenge Ansage: Jeder muss einen Einkaufswagen als Abstandshalter benutzen. Ein unübersehbarer Plakatständer erinnert an alle Corona-Regeln beim Einkaufen. Selbst wenn er zum Backshop, Lotto-Laden oder Geldwechselautomaten will. Ein Einkaufswagen muss dabei sein. Der schwarz gekleidete Sicherheitsmann am Centerportal überwacht mit ernster Miene das Geschehen. Niemand ohne Wagen und Maske im Gesicht kommt an ihm vorbei. Erwähnenswert die Stationen für Desinfektion mit feuchten Tüchern und aufgesprühter Flüssigkeit.

Ortswechsel. Eine halbe Stunde später in Echte. Hier läuft alles ganz easy ab. Auf einem DIN4 Blatt am Eingang wird lediglich an die Maskenpflicht erinnert. Ansonsten marschieren die Menschen mal mit, mal ohne Einkaufswagen in den Markt. Kontrolle am Eingang? Fehlanzeige. Im Markt selbst gelegentlich Distanzverluste, speziell an der Kasse. Man nennt es Rudelbildung. Die Mund-Nasen-Bedeckung wird auch in Echte fast hundertprotzig eingehalten. Desinfektion? Fehlanzeige.
Auf Nachfrage zu der laxen Regelauslegung eine erstaunliche Antwort einer Mitarbeiterin im Markt: " In der Stadt ist alles strenger. Hier sind die Vorgaben der Gemeinde anders, lockerer....".
Die irren Corona-Regeln. Auslegungssache.
red/Fotos: Fis WMG













20.05.2020 • 09:01 Uhr

Elisabeth-Brunnen Bad Gandersheim: Plötzlich plätschert es wieder

Wir hatten an dieser Stelle über den "toten" Elisabeth-Brunnen am ehemaligen Abteigebäude im südniedersächsischen staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim berichtet. Der Report zeigte offenbar positive Wirkung. Zwei Tage später plätscherte der Brunnen wieder. Ganz zur Freunde der spärlich Tagestouristen.

Hintergrund zum Brunnen:

Im Untergeschoss der früheren Reichabtei befindet sich die romanische Marienkapelle (früher Privatkapelle der Äbtissinnen), nach dem Stadtbrand von 1597 von der Äbtissin Anna Erika von Waldeck im Stil der Weserrenaissance wieder aufgebaut, unterhalb des Renaissancegiebels Elisabeth-Brunnen (erbaut 1748, renoviert 1878), Barockflügel mit Kaisersaal durch die Äbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen von 1726 bis 1732 erbaut (nur im Rahmen einer Stadtführung zu besichtigen).

Vor dem Abteigebäude: Roswitha-Gedenkstein von 1962 und Roswitha-Brunnen von 1978 – beides zum Gedenken an die erste deutsche Dichterin, Roswitha von Gandersheim, errichtet. Heutige Nutzung des Gebäudes: Südniedersächsischer Geschäftsbereich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. red/Quelle: Manfred Kielhorn/Stadtverwaltung/Foto/Video: Nicole Klawitter










20.05.2020 • 08:49 Uhr

Lies: „Windenergieanlagen weiterbetreiben" - Niedersachsen fordert Verlängerung der EEG Förderung

Der Ausbau der Windenergien soll gestärkt werden und der Rückbau alter Anlagen aufgehalten werden, so lassen sich die Forderungen Niedersachsen zusammenfassen. Mit der Bundesratsinitiative wird die Bundesregierung aufgefordert, den jährlichen Zubau der erneuerbaren Energien deutlich zu erhöhen und dabei auch die absehbaren Strommehrbedarfe von Zukunftstechnologien wie E-Mobilität und grünem Wasserstoff zu berücksichtigen. „Aber der Ausbau stockt und zeitgleich droht die Abschaltung älterer Windenergieanlagen, die aus der Förderung fallen. So verfehlen wir die Klimaziele", so Niedersachsens Energie- und Klimaschutzminister Olaf Lies.

Derzeit kann der stockende Zubau von Windenergie an Land den drohenden Rückbau von Altanlagen ab Ende 2020 nicht kompensieren. Allein 2020 sind in Niedersachsen Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.100 MW betroffen, bundesweit geht es Ende des Jahres 2020 um ca. 4.000 MW. Mit Blick auf die Klimaziele 2030 sieht es noch dramatischer aus. Lies: „Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir bis zum Jahr 2030 in Niedersachsen fast 6.000 MW und bundesweit über 24.000 MW an installierter Leistung." Im Grunde ist ein Weiterbetrieb nach Auslaufen der EEG-Umlage möglich, aber der geringe Börsenstrompreis lässt keinen wirtschaftlichen Betrieb zu. „Wir brauchen den grünen Strom aber zur Erreichung der Klimaziele und um kluge Lösungen wie den grünen Wasserstoff in den Markt zu bringen. Darum müssen wir schnellstmöglich die Rahmenbedingungen verbessern und den Weiterbetrieb von Anlagen wirtschaftlich abzusichern."

Die Forderung aus Niedersachsen: Für Windenergieanlagen an Land, die aus planungsrechtlichen Gründen nicht standortgleich durch eine neue Anlage ersetzt werden können, muss gerade mit Blick auf die Rahmenbedingungen eine Anschlussförderung ermöglicht werden. Entsprechend sollte den Betreibern von Anlagen, die in den nächsten Jahren aus der bisherigen EEG-Förderung fallen, einmalig die Option eingeräumt werden, ihre Stromproduktion weiterhin zu einem fest vorgegebenen Fixpreis an die Übertragungsnetzbetreiber weitergeben zu können. Die Laufzeit dieser Anschlussförderung kann dabei von den Anlagenbetreibern individuell festgelegt werden, wobei sie maximal sieben Jahre betragen sollte. Der Fixpreis sollte 70 Prozent des zum Zeitpunkt des Herausfallens der Anlage aus der EEG-Förderung geltenden Höchstwertes für die Ausschreibungen für neue Windenergieanlagen an Land betragen. Dies entspräche aktuell einem Fixpreis in Höhe von 4,34 ct/kWh. „Das sichert den weiteren Betrieb der Anlagen dort, wo ein Repowering nicht möglich ist und es sichert uns die Möglichkeit die Klimaziel 2030 zu erreichen", so Lies.

Aus Sicht des Energieministers „haben wir schon viel erreicht, aber wir stehen 20 Jahre nach Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes an einer entscheidenden Wegmarke", so Lies. Bundesweit betrage der bilanzielle Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch mittlerweile gut 40 Prozent. „Rund jede fünfte Kilowattstunde trägt dabei den Stempel „Made in Niedersachsen". Aber: Wir dürfen jetzt nicht die Hände in den Schoß legen und uns auf den bisherigen Erfolgen ausruhen. Die Blockaden auf Bundesebene haben nicht nur wertvolle Zeit für unser Klima gekostet, sondern auch viele tausend Arbeitsplätze in der gerade für Niedersachsen so wichtigen Windindustrie. Hier müssen wir alle gemeinsam gegensteuern und die Energiewende wieder auf Erfolgskurs bringen!"
red/Fotos: Thomas Fischer














20.05.2020 • 08:41 Uhr

Amazon Projekt für Northeim wird immer mehr zum Aufreger - Jens Kestner meldet sich zu Wort

Das Thema "Amazon für Northeim" entwickelt sich immer mehr zu einem Aufreger. Jetzt hat sich der Northeimer Kreistagsabgeordne Jens Kestner, MdB, in die öffentliche Debatte eingeschaltet. In einer Verlautbarung des AfD-Politikers heißt es unter anderem:

"US-Versandhändler Amazon und die Stadt Northeim führen Gespräche über die Ansiedlung eines Verteilzentrums im neu entstehenden Industriegebiet West. Chance für Arbeitnehmer oder Gefahr für den Handel? Muss der Rat der Stadt Northeim zwischen Pest und Cholera entscheiden? Blendet Amazon mit Jobs – und liefert dann schlecht bezahlte Arbeitsplätze, die dem örtlichen Handel endgültig den Rest geben?
Jens Kestner: „Im Februar 1999, kurz nach seinem Amtsantritt, forderte SPD-Alt- Kanzler Gerhard Schröder: "Wir müssen einen Niedriglohnsektor schaffen, der die Menschen, die jetzt Transfer-Einkommen beziehen, wieder in Arbeit und Brot bringt." Sechs Jahre später, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, verkündete Schröder Vollzug: "Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt." Was der Sozialdemokrat angerichtet hat, zeigt sich heute bundesweit. Menschen müssen für zu wenig Geld arbeiten, weil die Statistik der Bundesregierung sich mit wenig Arbeitslosen brüsten will. Jetzt, im leicht gelockerten Lockdown in Corona-Zeiten, zeigt sich, wie erpressbar Deutschland geworden ist. Die Bundesregierung hat die Wirtschaft mit Vollgas gegen die Wand gefahren und schon vor Corona hat sich in Northeim gezeigt, wie etablierte Politik rasant schnell ganze Innenstädte in den Leerstand treiben kann. Wenn jetzt Amazon Arbeitsplätze verspricht, muss man leider den Spatz in der Hand ergreifen, statt mit Blick auf eine Taube auf dem Dach, zu verhungern. Northeims Chance für neue Arbeitsplätze ist Buckeln vor einem weiteren Niedriglohn-Arbeitgeber, der vorwiegend wenig bis gar nicht Deutsch sprechende Billiglöhner einstellen wird. Dass aber ist immer noch besser, als noch mehr Abwanderung der Northeimer und noch mehr Familien, die um ihre Existenz fürchten müssen. Die SPD hat damals mit Herrn Schröder das Elend in Gang gebracht – und nun muss man auch in Northeim Kröten schlucken!“ schließt Kestner.
red/Fotos: Amazon/Fis WMG












20.05.2020 • 08:33 Uhr

Tod von Fulani-Gefangenen in Burkina Faso: Zwölf Fulani unter Terrorverdacht in Haft extralegal getötet

Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert unabhängige Untersuchung

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen fordert eine unabhängige Untersuchung des gewaltsamen Todes von zwölf Gefangenen in Burkina Faso. Augenzeugenberichten zufolge wurden die unter islamistischem Terrorverdacht Inhaftierten von Sicherheitskräften im Gefängnis extralegal getötet. So berichteten Angehörige von Spuren von Kopfschüssen in den Leichnamen. Dringend fordert die Menschenrechtsorganisation eine Autopsie der Leichname und eine unabhängige Untersuchung der Umstände ihres Todes am 13. Mai 2020. Ihr gewaltsamer Tod hat in Burkina Faso eine umfassende Debatte über Menschenrechte und Antiterror-Kampf ausgelöst.

„Burkina Fasos Zivilbevölkerung leidet unter dem islamistischen Terror. Es ist wichtig, dass die Sicherheitskräfte gegen die Terrorgruppen vorgehen, doch dabei müssen sie die Menschenrechte achten“, erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. Vor allem dürfe nicht eine ganze Bevölkerungsgruppe wie die Fulani pauschal des Terrorismus bezichtigt und so stigmatisiert werden.

Die Menschenrechtsorganisation erinnert an einen sehr ähnlichen Vorfall, der sich erst am 9. April 2020 zugetragen hat. In der Stadt Djibo im Norden des Landes hatten Sicherheitskräfte 31 bei einem Antiterror-Einsatz Festgenommene in der Haft extralegal getötet. Zeugen berichteten von der Festnahme der Personen, deren Tod kurze Zeit später gemeldet wurde. Die Festgenommenen waren zumeist Fulani, die besonders von islamistischen Terrorgruppen als Kämpfer angeworben werden. Auch der Armee Burkina Fasos unterstellte Bürgerwehren (so genannte Koglweogo) hätten im Frühjahr 2020 mehrfach gezielt Fulani-Dörfer angegriffen, um gegenüber unbewaffneten und unbeteiligten Fulani Rache für islamistische Terroranschläge zu üben.

„Wer Terrorismus wirksam bekämpfen will, darf nicht ganze ethnische Gruppen pauschal beschuldigen und ausgrenzen“, warnt Delius. Der Antiterrorkampf im Sahel sei ohnehin schon enorm komplex und eine große Herausforderung. „Diesem Kampf eine ethnische Dimension zu geben, ist hochgefährlich und diskreditiert alle Bemühungen um einen wirksamen Schutz der Zivilbevölkerung“, so der Menschenrechtler.

Rund 850.000 Menschen sind seit Ende des Jahres 2016 vor islamistischer Gewalt im Norden Burkina Fasos aus ihren Dörfern geflohen. Die Gewalt richtet sich gegen Christen wie auch Muslime, gegen Schulen, Krankenstationen und das öffentliche Leben. Die Fulani stellen rund 70 Prozent der Bevölkerung in den ländlichen Regionen im Norden des Landes.
red/fis











20.05.2020 • 08:28 Uhr

Dorfregion im Mittelpunkt: Neuer Anlauf für Aufnahme ins Förderprogramm

Themenfindung und Grobskizze für Entwicklungsprogramm mit professioneller Unterstützung

Die Stadt Bad Gandersheim bemüht sich auch weiterhin, ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes aufgenommen zu werden – nachdem ein erster Anlauf mit einem ortsverbindenden Wettbewerbsbeitrag von Dörfern der „Harzbörde“ erfolglos geblieben war.

Jetzt soll die Dorfregion der Stadt mit allen 15 Ortsteilen in ihrer Gesamtheit mit einem neuen thematisch verbindenden Beitrag ins Rennen um die Gunst der Landesjuroren gehen. Mehr als zuvor soll nun der Regionsgedanke in den Vordergrund gerückt werden.

Für dieses Vorhaben wird das Unternehmen „KoKo Kommunikation“ aus Bovenden professionelle Unterstützung in Bezug auf das Antragsverfahren leisten. Diplom-Geografin Tanja Dornieden von „KoKo“ fungiert als Moderatorin der Handlungsschritte.

Sie hat jetzt – mit dem nötigen Anti-Corona-Abstand – ein erstes Informationsgespräch im Rathaus mit Vertretern der Verwaltung und Projektunterstützern geführt.

Nächste Schritte folgen

Nächste Schritte werden die thematische Grobskizze mit Stärken- und Schwächenanalyse, der Netzwerkaufbau und die klare Rollen- und Aufgabenverteilung sein. Hier ist die Mitarbeit aus den Dörfern in der einzurichtenden Arbeitsgruppe besonders gefragt und notwendig.

Vom Zeitplan her ist das Projekt sicherlich ebenso ambitioniert wie die Inhalte: Bereits zum 1. August muss das Antragsverfahren zumindest in wesentlichen Teilen eingeleitet sein.
red/Quelle: Stadtverwaltung

Zum Bild: Nach dem Info-Gespräch im Rathaus, von links: Bürgermeisterin Franziska Schwarz, Bauamtsleiter André Schumann, Tanja Dornieden, LAGA-Geschäftsführer Thomas Hellingrath und Heckenbecks Ortsvorsteher Niklas Kielhorn. Foto: Manfred Kielhorn










20.05.2020 • 08:24 Uhr

Auf gerader Strecke gerät 72-Jähriger mit Auto plötzlich in Gegenverkehr - Ein Verletzter, 15.000 Euro Schaden

Ein 72-jähriger Mann aus dem Landkreis Holzminden befuhr am gestrigen Dienstag, 19.Mai 2020, gegen 13.30 Uhr die Landesstraße 580 von Mackensen in Richtung Merxhausen. Auf einem relativ geraden Teilstück geriet er aus bislang unbekannter Ursache auf den Gegenfahrstreifen und touchierte hier zwei entgegenkommende Fahrzeuge, wobei ein Pkw Führer (64) aus Dassel leicht verletzt wurde. Der zweite Fahrzeugführer, ein 52-jähriger Moringer, blieb unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt ca. 15000 Euro.pap











20.05.2020 • 08:17 Uhr

Das gilt ab heute: Neue Regelungen für Pflegeheim und Krankenhäuser in Bad Gandersheim und Einbeck - Besuchsverbote werden gelockert

Die unwürdigen Besuchverbote in Seniorenheimen in Bad Gandersheim, Einbeck, Seesen und Echte haben langsam ein Ende! Das Land Niedersachsen hat die Besuchsregelungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen neu geregelt. Viele Menschen können ab dem heutigen Mittwoch Besuch von jeweils einer Person empfangen.

Sofern es in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehaeinrichtungen oder Heimen für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder betreuten Wohnformen kein akutes Infektionsgeschehen gibt, ist Besuch von jeweils einer Person erlaubt. Die Leitungen müssen ein Hygienekonzept erstellen, dass dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorzuzeigen ist.
Analog zu beispielsweise Restaurantbesuchen müssen die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens der Einrichtung dokumentiert werden.

„Da sich das Infektionsgeschehen in Niedersachsen beruhigt hat und die allermeisten Einrichtungen entsprechende Konzepte vorgelegt haben, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Verordnung kurzfristig anzupassen“, so Dr. Carola Reimann, Gesundheitsministerin Niedersachsens. Eine neue Verordnung mit weiteren Lockerungen ist ohnehin für die nächste Woche vorgesehen. Durch diese vorgezogene Anpassung sind jetzt aber bereits Besuche am Himmelfahrtswochenende möglich.
Zu finden ist die Landesverordnung hier: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Viele weitere Informationen zum Coronavirus, die aktuellen Fallzahlen im Landkreis Northeim, die häufigsten Fragen und Antworten und hilfreiche Links finden Sie auf www.landkreis-northeim.de/coronavirus
red/fis











19.05.2020 • 16:32 Uhr

Corona-Sonderprogramm des Landes für gemeinnützige Miniatur-Kultureinrichtungen, wenn Existenzkrise drohte

Das Land Niedersachsen bietet jetzt ein unkompliziertes Förderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und -vereine an, die in Folge der Corona-Notmaßnahmen in eine Existenzkrise oder einen Liquiditätsengpass geraten sind. Das Ziel des Programms ist es, den Bestand von Kulturanbietern zu sichern und Insolvenzen vorzubeugen. Anträge können ab sofort gestellt werden: Für Zuschüsse von 1.500 bis 8.000 Euro beim Landschaftsverband, für höhere Beträge direkt beim Niedersächsischen Kulturministerium.

Weitere Informationen zum Programm, zur Antragstellung und ein Antragsformular finden Sie unter .
red/fis











19.05.2020 • 16:13 Uhr

Helios öffnet sich - Bad Gandersheim seit Montag "coronafreie Zone"

"Am gestrigen Montag haben die letzten Patienten die Corona-Helios Klinik Bad Gandersheim verlassen. Sie wurden entsprechend ihres Gesundheitszustandes entlassen oder in andere Kliniken im Umkreis verlegt. In der Helios Klinik Herzberg/Osterode werden zurzeit acht Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung behandelt."

Diese erfreuliche Nachricht übermittelte Helios-Pressesprecherin Daniela Kasper auf eine Anfrage des Redaktionsnetzwerkes der Fis Work Media Group. Nach weiteren Recherchen steht damit fest, dass nach amtlichen Hinweisen die südniedersächsische Kur- und Rehastadt Bad Gandersheim als eine "coronafreie Zone" interpretiert werden kann.

Zur weiteren Perspektive der der Helios-Klinik in Bad Gandersheim befragt gab von Pressesprecherin eine klare Ansage, dass zukünftig keine Corona-Patienten mehr in dem Krankenhaus aufgenommen und behandelt worden. Kasper im O-Ton: "Wir haben in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt entschieden, die Behandlung von COVID-19-Patienten in der Helios Klinik Bad Gandersheim zu beenden und ab dem 25. Mai 2020 langsam wieder in die Grundversorgung von Nicht-COVID-19-Patienten einzusteigen. Die Fachabteilungen der Orthopädie, Geriatrie, Inneren Medizin, Schmerzmedizin und Gynäkologie werden für Patienten geöffnet. Neue beziehungsweise identifizierte COVID-19-Patienten werden direkt in eine Klinik im Umkreis verbracht und nicht in Bad Gandersheim behandelt. Oberste Priorität bei der Wiederaufnahme des Klinikbetriebes hat für uns die Sicherheit unserer Patienten."
red/Fotos/Video: Thomas Fischer

Weitere Berichterstattung folgt!











19.05.2020 • 15:55 Uhr

Irre Corona-Regeln: Wandern nach Sachsen-Anhalt wird bestraft! "Harz braucht einheitliche Lösung in Corona-Zeiten!", wettert CDU-Politiker Dr. Kühne

Einmal kurz in den Harz fahren und mit der Familie etwas unternehmen kann aktuell richtig teuer werden. Der Grund: wer als Niedersachse die Landesgrenze überfährt oder schlicht überwandert, muss als Tourist mit hohen Strafen rechnen. „Hier wird das Problem des Föderalismus in Corona-Zeiten einmal mehr deutlich: es gibt Regeln, die für unsere Bürger nicht nachvollziehbar sind“, betont CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne.
Konkret geht es um den Bußgeldkatalog aus Sachsen-Anhalt. Er sieht aktuell bis zu 400 Euro Strafe vor, wenn Personen aus anderen Bun- desländern als Touristen einreisen. „Es kann nicht sein, dass wir den Harz seit Jahren als großes, länderübergreifendes Tourismusziel at- traktiv machen wollen, jetzt aber eine vor 30 Jahren gefallene inner- deutsche Grenze, wenn auch unsichtbar, wieder aufgebaut wird“, so Kühne. Reisen zu touristischen Zwecken in weiter entfernte Bundes- länder sind möglich, die Naherholung hier vor der Haustür, beispiels- weise eine Fahrt mit der Brockenbahn, aber ist nur Bewohnern aus Sachsen-Anhalt vorbehalten. „Das sorgt bei den Menschen für Unverständnis und Unmut. Hier müssen wir eine schnelle, pragmatische Lösung finden“, fordert Kühne in einer soeben mit einem wunderbaren Bild von der Brockenbahn im Harz veröffentlichten Mitteilung seines Parteiobüros. red/Foto: Konstantin Mennecke

Hintergrund/Komentar:
Es ist die erste erkennbare Pressemitteilung des Northeimer CDU-Bundestagabgeordneten im Stil seines neuen Mitarbeiters und Ex-Redaktionsleiters der HNA-Außenstelle in Hannoversch Münden, Konstantin Mennecke. Das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group gratuliert zu der "Premiere". Allerdings: Das Problem hätte eine härtere Diktion verdient. Beim Redaktionsnetzwerk haben sich gefrustete Familien mit Kindern gemeldet, die zum Brocken gewandert sind, bestraft und des Landes "verwiesen" wurden ehe sie oben ankamen. So etwas erinnert an üble DDR-Zeiten, Herr Mennecke! Insofern besteht akuter Handlungsbedarf! red/fis










19.05.2020 • 15:33 Uhr

"Vatertag-Aufruf" von Polizeipräsidenten Lührig: Meint er damit auch alle Göttinger?

Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig appelliert erneut an die Bürgerinnen und Bürger und fordert von ihnen, gerade auch an Feiertagen wie Christi Himmelfahrt ("Vatertag"), zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen auf.
Allerdings sind seit geraumer Zeit kritische Fragen zu den Appellen des Polizeipräsidenten aufgetaucht. Sind seine Beamten in Stadt und Landkreis Göttingen mit den Corona-Kontrollen genauso so intensiv und konsequent wie beispielsweise die Polizisten-Kollegen/innen in den Landkreisen Goslar, Northeim und Holzminden? Zuverlässige Zeugenhinweise in den vergangenen Wochen belegen eine auffällig differenzierte Kontrollpraxis der Exekutive.

In seinem aktuellen "Vatertag"-Aufruf heißt es bei Polizeipräsident Uwe Lührig im Original:

Traditionell nutzen viele Väter, werdende Väter und auch Familien den Himmelfahrtstag für Familienausflüge, Wanderungen und gesellige Runden. Die Polizeidirektion Göttingen wird auch in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt Präsenz zeigen und insbesondere die Einhaltung der Corona-Regelungen kontrollieren. Der Polizeipräsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, weist mit Blick auf den diesjährigen Himmelfahrtstag auf die geltenden Kontaktbeschränkungen hin: "Auch wenn wir uns alle wieder nach mehr Normalität sehnen, gilt es weiterhin die Verbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen. Dazu haben sich die bisherigen Kontaktbeschränkungen als sehr effektiv erwiesen. Auch am kommenden Feiertag sind die aktuellen Kontaktbeschränkungen einzuhalten!"

Die Polizei weist noch einmal darauf hin, dass das Grundprinzip der Kontaktminimierung weiterhin Bestand hat und der physische Kontakt auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden soll. In der Öffentlichkeit ist es Angehörigen von einem Haushalt bzw. zwei Haushalten gestattet, sich zu treffen. Von anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Ferner sind auch am umgangsprachlich genannten "Vatertag" Picknick und Grillen außerhalb des eigenen Grundstück nicht gestattet.

"Bleiben Sie besonnen. Denken sie auch am kommenden Vatertag an die Abstands- und Hygieneregeln. Halten Sie sich an die Kontaktbeschränkungen und sorgen Sie so dafür, dass wir weiter gemeinsam den maßvollen Weg der Lockerungen gehen können, ohne dass es in Folge unachtsamen Verhaltens wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen kommt", so Uwe Lührig.
red/Foto: Marc Reiser













19.05.2020 • 14:20 Uhr

Einzelhandel soll gemeinsamen Online-Marktplatz entwickeln - Hilft das gegen dramatisches Geschäftesterben in Northeim?

Regionales Einzelhandelskonzept für Landkreis Northeim passierte die Corona-Kreistagssitzung - Einziger Redner Irmfried Rabe

Der Landkreis Northeim wird im Rahmen der Neuaufstellung seines Regionalen Raumordnungsprogramms auch Festlegungen zur Entwicklung der Ver-sorgungsstrukturen und des Einzelhandels treffen. Diese Perspektive hat der Northeimer Kreistag in seiner Corona-Sitzung in Northeim aufgetan.

Vorbereitend hatte der Landkreis bereits 2016 die CIMA Beratung + Management GmbH aus Hannover mit der Erstellung eines Regionalen Einzelhandelskonzeptes beauftragt. Das Ergebnis liegt seit Ende 2019 vor und wurde nun in den Kreisgremi-en vorgestellt. Ziel des Einzelhandelskonzeptes ist, eine tragfähige Leitlinie für die zukünftige Einzelhandelsentwicklung zu liefern. Als übergeordnetes Ziel stellt das Gutachten die Sicherung der aktuellen Nahversorgung in den Fokus: Trotz des weiterhin prognostizierten Bevölkerungsrückganges muss es gelingen, für Bestandsbe-triebe und auch potentielle Ansiedlungsvorhaben attraktiv zu bleiben. Je nach Marktsegment nur leicht steigende oder stagnierende Umsätze machen das Marktumfeld für den Einzelhandel insgesamt eher schwierig. Die vielerorts eingetretene Marktsättigung befeuert den Verdrängungswettbewerb. Das ungebrochene Umsatzwachstum des Online-Handels tut sein Übriges.

Auf mehr als 200 Seiten setzen sich die Gutachter dazu mit der Situation des Einzel-handels in den Städten und Gemeinden im Landkreis Northeim auseinander. Eine Verlagerung der Umsätze aus den Innenstädten und Ortskernen in die Randlagen hat stattgefunden. Großflächiger zentrenrelevanter Einzelhandel hat sich außerhalb der Innenstädte angesiedelt. Die Folge sind Leerstände in den Orts- und Stadtkernen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, enthält das Gutachten in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden auch Aussagen dazu, welche Bereiche jeweils als „zentrale Versorgungsbereiche“ gelten sollen. Also Bereiche, in denen Einzelhandel - häufig ergänzt durch andere Dienstleistungen und gastronomische Angebote - zur Versorgung der Bevölkerung angesiedelt sein soll. Ansiedlungen von zentrenrelevantem Einzelhandel außerhalb dieser Bereiche sollen so künftig verhindert werden. Zur Stärkung der Innenstädte ist außerdem klargestellt, welche Sortimente nur in den zentralen Lagen angeboten werden dürfen und nicht außerhalb. Diese Festlegungen schaffen auch Planungssicherheit für den Einzelhandel, weil klar wird, wo es noch Entwicklungspotenzial gibt.

So raten die Gutachter in den Städten Hardegsen und Moringen mittelfristig zur Aus-weitung der Lebensmittelversorgung. Auch die Ansiedlung der im gesamten Kreisge-biet vergleichsweise schwach ausgeprägten Angebote für Fahrräder, Sportartikel, Foto, Unterhaltung und Elektroartikel wird als erfolgsversprechend angesehen.

Zusätzlichen Druck - gerade auch auf den innerstädtischen Einzelhandel - löst der stetig ansteigende Online-Handel aus. Um Kaufkraft im Landkreis Northeim zu bin-den, empfehlen die Gutachter eine lokale, digitale, Einkaufsinfrastruktur zu entwi-ckeln. Gleichzeitig wird aber auch darauf hingewiesen, dass größte Energie benötigt wird, um wachzurütteln und zu motivieren. Die technische Umsetzung eines Online-Marktplatzes würde dann vergleichsweise einfach sein.

Mit Beschluss des Kreistages steht fest: Der Landkreis wird künftig die Empfehlungen des regionalen Einzelhandelskonzeptes für die Steuerung des großflächigen Einzelhandels im Kreisgebiet berücksichtigen.red/ lpd

Die Bilder dokumentieren die Beschlussfassung des Einzelhandel-Gutachtens durch den Kreistages in seiner jüngsten "Corona"-Sitzung in der Northeimer Stadthalle. Außerdem sind schlalichtartig Szene der toten Geschäfte im Herzen Northeims dokumentiert. Ihre Anzahl hat ein erschreckendes Ausmaß angenommen und schädigt nachhaltig das Image der Kreisstadt als Einkaufsstadt. Fotos: Marc Reiser












19.05.2020 • 13:59 Uhr

B 3 Parkplatz bei Vogelbeck: Diebstahl aus ungesicherten Sattelauflieger

Ein bislang unbekannter Täter schlitzt in der zeit vom 18. Mai 2020, 22:10 Uhr bis 19. Mai 2020, 03:00Uhr - die Plane eines auf dem B3 Parkplatz Höhe Vogelbeck ungesicherten abgestellten Sattelaufliegers sowie einen Karton der Ladung auf und entfernte sich anschließend in unbekannte Richtung. Ob etwas entwendet wurde ist bislang noch unklar und wird durch die weiteren Ermittlungen geklärt. Sachschaden etwa 1000 Euro. Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei in Einbeck; Telefon 110. red/ots/Fi










19.05.2020 • 12:40 Uhr

Corona-Krise : Kirchen jammern über Einnahmeverluste

Haushaltssperren, Einstellungsstopps und die Verschiebung von Bauprojekten aufs kommende Jahr - Bistümer und Landeskirchen stellen sich auf schwere finanzielle Einbußen infolge der Corona-Krise ein. Die katholischen Bistümer Mainz und Würzburg verhängten eine Haushaltssperre, größere Ausgaben müssen erst geprüft werden. Auch das Bistum Osnabrück verkündete Sparmaßnahmen, neue Bauvorhaben sollen bis auf weiteres aufgeschoben werden. Der Grund dafür sind fehlende Kirchensteuereinnahmen für dieses und das kommende Jahr durch den konjunkturellen Einbruch und Kurzarbeit. Denn Kurzarbeitergeld wird nicht besteuert.

Die Kirchensteuer ist die mit Abstand größte Einnahmequelle der Kirchen. Katholiken zahlten im Jahr 2018 knapp 6,5 Milliarden Euro an Kirchensteuern, bei den Protestanten waren es rund 5,8 Milliarden Euro. Sie ist direkt an die Einkommenssteuer gekoppelt. Die Höhe des Kirchensteuersatzes ist regional verschieden: In Bayern und Baden-Württemberg liegt er bei acht Prozent, in den übrigen Bundesländern bei neun Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer sowie der Kapitalertragsteuer.

Ausfälle bei Tagungen, Kollekten, Mieten

Ausfälle entstehen den Kirchen nicht nur durch den Rückgang der Kirchensteuer. Auch fehlende Einnahmen aufgrund leerstehender Tagungshäuser und abgesagter Veranstaltungen, Verluste durch ausfallende Kollekten, weniger Mieteinnahmen sowie der Wegfall von Elternbeiträgen für Kindergärten und Schulen kommen hinzu.

Gut die Hälfte aller 27 katholischen Bistümer hat bereits Einsparungen angekündigt, auch in vielen der 20 evangelischen Landeskirchen beschäftigt man sich mit Nachtragshaushalten und Sparplänen. Allerdings lässt sich in der derzeitigen Lage schwer vorhersagen, wie groß der Ausfall bei der Kirchensteuer tatsächlich wird.

Die sieben bayerischen Bistümer und das Bistum Speyer rechnen jeweils mit Einnahmerückgängen bei der Kirchensteuer im zweistelligen Millionenbereich. In aktuellen Schätzungen geht die größte evangelische Landeskirche Hannover sogar von Einnahmeverlusten bis zu 105 Millionen Euro aus. Das wäre doppelt so viel wie in der Finanzkrise 2008/2009. Der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland rechnet mit einem Minus von zehn bis 15 Prozent EKD-weit, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck etwa erwartet nach Aussagen ihres Vizepräsidenten einen Rückgang der Kirchensteuer zwischen zehn und 25 Prozent.

"Schmerzlicher Prozess"

Doch die Angaben basieren auf Schätzungen. Weder die Bischofskonferenz noch die EKD legen öffentlich auf Anfrage konkrete Zahlen vor. Seriöse Zahlen ließen sich nicht nennen, sagte jüngst der der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Es werde aber ein "schmerzlicher Prozess", kündigte der Limburger Bischof an. Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sprach davon, genau hinsehen zu müssen, was man noch finanzieren könne und was nicht.

Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen rechnet mit einem Korridor zwischen 15 und 20 Prozent. Die Auswirkungen seien aber sehr unterschiedlich je nachdem, wie hoch der Ausfall wirklich wird. Zehn Prozent zu kompensieren, sei für die meisten Landeskirchen und Diözesen wohl kein Problem, 25 Prozent hingegen seien "ein Fiasko", sagte Raffelhüschen, der im vergangenen Jahr eine Studie über die Entwicklung der Mitgliederzahlen in der EKD und der Bischofskonferenz geleitet hatte. Vor allem finanzstarke Landeskirchen und Bistümer können die Verluste durch Rücklagen ausgleichen. Durch die gute Konjunktur lagen die Kirchensteuereinnahmen in den vergangenen Jahren auf einem hohen Niveau.

Das Rechnen beginnt

Die Entwicklung bei der Kirchensteuer könne sogar noch progressiver ausfallen als die allgemeinen Steuerprognosen, sagt Raffelhüschen. Diejenigen, die viel Kirchensteuer zahlten, seien oft Menschen mit einem Einkommen aus selbstständiger Arbeit. Da schlage ein Einbruch besonders zu Buche. Jeder Tag, an dem die Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie weiter gelten, könne sich beim Steueraufkommen erst in Wochen auswirken, sagte der Finanzexperte. Er rechnet damit, dass der Wachstumseinbruch noch bis ins kommende Jahr anhält.

Nach Veröffentlichung der Steuerprognose von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am 15. Mai wollten die Finanzabteilungen der Kirchen anfangen zu rechnen. Genauere Zahlen werden vermutlich erst im Juli vorliegen.epd










19.05.2020 • 12:35 Uhr

Landesarmutskonferenz widerspricht Grünen: Fleischpreise müssen bezahlbar bleiben

Angesichts einer Forderung der Grünen nach einer grundlegenden Reform der Fleischproduktion und Verteuerung von Fleischprodukten in Deutschland mahnt die Landesarmutskonferenz Niedersachsen (LAK), dass Lebensmittel für Arme bezahlbar bleiben müssen. "Hartz-IV-Beziehern stehen pro Tag lediglich 5,02 Euro für die Ernährung zur Verfügung. Die Preise für Nahrungsmittel sind aber im April um über fünf Prozent gestiegen", sagte LAK-Geschäftsführer Klaus-Dieter Gleitze am Sonntag in Hannover. Bereits jetzt seien viele Arme auf das Angebot der Tafeln angewiesen, weil ihr Geld für Lebensmittel nicht ausreiche. "Wenn sich die Preise aufgrund einer Reform der Fleischproduktion noch weiter erhöhen, wird dieses Grundnahrungsmittel für Millionen Menschen unbezahlbar. Das darf nicht sein", betonte Gleitze.

Deshalb fordere die LAK eine sofortige Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze um 100 Euro im Monat, verbindliche kommunale Angebote zur Ernährung und Gesundheitsvorsorge sowie den Ausbau der sozialen Infrastruktur. "Wir brauchen nicht nur Rettungsschirme für Unternehmen und Konzerne, wir brauchen auch und gerade Rettungsschirme für Arme", sagte Gleitze.

Nachdem es in mehreren Bundesländern zu Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen gekommen war, hatten die Grünen am Sonntag eine grundlegende Reform der Fleischwirtschaft gefordert. In einem Sieben-Punkte-Plan, der den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt, fordern die Grünen unter anderem einen Mindestpreis für Tierprodukte, ein Verbot von Werkverträgen über Subunternehmen, bessere Haltungsbedingungen für Tiere, höhere Löhne für Schlachthofmitarbeiter sowie eine Ausweitung der staatlichen Kontrollen in der Fleischindustrie.red/epd










19.05.2020 • 12:33 Uhr

Nörten-Hardenberg: Verdacht des Fahrens unter Drogeneinfluss

Am Montagnachmittag (14.20 Uhr) wurde durch eine Funkstreifenwagenbesatzung der Polizei der PKW eines 47-jährigen Fahrzeugführers aus Nörten-Hardenberg in der Hannoverschen Straße angehalten und kontrolliert. Im Rahmen der Kontrolle wurden neurologische Auffälligkeiten festgestellt, die auf einen Drogenkonsum hindeuten.

Dem Fahrzeugführer wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und eine Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeige (Fahren unter Drogeneinfluss). köh











19.05.2020 • 12:29 Uhr

Munitionsfunde und Unfälle durch unerlaubte „Schatzsuche“ mit Metalldetektoren und Magnetangeln nehmen zu

Die Wahrscheinlichkeit in Niedersachsen wie in der gesamten Bundesrepublik im Erdreich auf Munition aus den Weltkriegen zu stoßen, ist auch 75 Jahre nach Kriegsende sehr hoch. Rund 90 Prozent aller Fundmeldungen, die bei der Polizei oder dem Kampfmittelbeseitigungsdienst eingehen, betreffen genau solche Munition oder Munitionsreste. Häufig stellt sich heraus, dass der Finder mit einem Metallsuchgerät oder einer Magnetangel auf „Schatzsuche“ war. Was viele nicht wissen: Die Suche mit einem Metalldetektor und das Magnetangeln sind verboten, wenn keine Genehmigung vorliegt.

Munitionsfunde unterliegen der Meldepflicht. Auch nach über 70 Jahren besteht Lebensgefahr

Im Erdboden oder unter Wasser verborgene Metallgegenstände bergen immer die Gefahr, sich als Munitionsreste oder Waffen zu entpuppen, auch und vor allem dort, wo keine Kampfhandlungen während der Weltkriege stattfanden. In Bezug auf munitionsverdächtige Gegenstände warnt der Kampfmittelbeseitigungsdienst dringend davor, diese Gegenstände anzufassen, in ihrer Lage zu verändern oder gar abzutransportieren. Verdächtige Funde sind umgehend der Polizei, dem Ordnungsamt oder dem Kampfmittelbeseitigungsdienst zu melden.

Aus Unkenntnis wird oft falsch gehandelt und vermeintliche Schätze landen zu Hause in einer Vitrine, im Keller oder der Garage.

Suche mit einem Metalldetektor und Magnetangeln sind verboten

Die Suche mit einem Metalldetektor und das Magnetangeln sind verboten, solange keine Nachforschungsgenehmigung vorliegt. Auch wenn nicht zielgerichtet nach Kulturgütern oder antiken Resten gesucht wird, haben sowohl das Oberverwaltungsgericht Lüneburg als auch das Verwaltungsgericht Braunschweig festgestellt, dass eine Genehmigung erforderlich ist, wenn jemand mit Hilfsmitteln sucht und es für möglich hält, dass er auf Bodenfunde archäologischer oder historischer Art stößt. Es kommt nicht darauf an, ob altertümliche Schätze gefunden werden, der Versuch allein reicht aus. Je mehr Relikte vergangener Zeiten auf diese Weise verschwinden, desto schwieriger wird es für die Wissenschaft, Vergleiche anzustellen und Bilder früherer Epochen zu zeichnen.

Der Verstoß gegen diese Vorschrift ist ein Bußgeldtatbestand, der in Niedersachsen mit einer Geldbuße bis zu 250.000 Euro bedroht ist.

Wer Funde nicht anzeigt, muss ebenfalls mit einem weiteren Bußgeld in ähnlicher Höhe wie bei der Suche oder dem Fischen ohne Genehmigung rechnen. Hat ein Fund tatsächlich einen Besitzer, wird dies als Fundunterschlagung bewertet. Das ist eine Straftat.
red/fis










19.05.2020 • 11:59 Uhr

Sitzung des Kreistages aktuell: Ralf Sepan aus Moringen zum Beauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege des Landkreises Northeim bestellt

Ralf Sepan aus Moringen wurde vom Kreistag zum Beauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege des Landkreises Northeim bestellt. Er tritt die Nachfolge von Helmut Rang aus Hardegsen-Goseplack an, dessen Bestellung auf persönlichen Wunsch zum 30.04.2020 ausgelaufen ist. Ralf Sepan wird darüber hinaus als Nachfolger von Helmut Rang als Vertreter in den Ausschuss für Bau, Umwelt und Regionalplanung berufen. Ralf Sepan ist Revierleiter der Försterei Hardegsen, Forstamt Dassel.

Helmut Rang hatte diese ehrenamtliche Tätigkeit 34 Jahre lang ausgeübt. Er war für den westlichen Bereich des Landkreises Northeim mit dem Flecken Bodenfelde, den Städten Dassel, Hardegsen und Uslar sowie dem gemeindefreien Gebiet Solling tätig.

„Die ausgeprägte Sachkompetenz von Helmut Rang in Verbindung mit seiner ruhigen emphatischen Ausstrahlung haben in der Bevölkerung zu einem besseren Verhältnis gegenüber der Naturschutzbehörde und der Akzeptanz der naturschutzrechtlichen Belange beigetragen“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Seit Beginn seiner Tätigkeit im Jahr 1986 habe er die Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege mit großem Engagement vertreten und verwirklicht. Mittels seiner angebotenen Informationsveranstaltungen, Vorträge und Führungen sowie fachlichen Beratungen seien u.a. Heckenstrukturen, Streuobstwiesen und Wasserflächen entstanden und entwickelt worden.

Darüber hinaus hatte Helmut Rang eine intensive Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich Tätigen im Bereich des Artenschutzes für den Hornissen-, Ameisen- und Fledermausschutz gepflegt. Im Ausschuss für Bau, Umwelt und Regionalplanung war er außerdem jahrelang als beratendes Mitglied tätig.

„Mit seinen fachlichen Kenntnissen und durch seine konstruktive Unterstützung hat Helmut Rang die Arbeit der Naturschutzbehörde bereichert“, betonte Landrätin Klinkert-Kittel.

Aufgrund der Corona-Krise wurde Helmut Rang von Ralf Buberti, Dezernent Bauen und Umwelt, persönlich vor Ort für seine langjährige Tätigkeit gedankt. Ralf Buberti wünschte Ralf Sepan eine glückliche Hand für seine neue Tätigkeit.

Im Landkreis Northeim gibt es drei Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege. Sie beraten und unterstützen die Naturschutzbehörde und fördern das allgemeine Verständnis für die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Ihre Tätigkeit führen sie ehrenamtlich aus. lpd

Bild zeigt v.r.n.l. Ralf Buberti, Dezernent Bauen und Umwelt, Helmut Rang, Ralf Sepan. Foto: lpd












19.05.2020 • 11:49 Uhr

Krassheiten auf dem Skulpturenweg: Bank frisch gestrichen, Kunstwerke verkommen, Hundekot eine öffentliche Sauerei

Krassheiten auf dem Skulpturenweg von Bad Gandersheim nach Lamspringe sorgen aktuell für reichlich Gesprächsstoff. Dabei überwieg der Ärger. Das haben Wanderer und Radler dem Redaktionsnetzwerk berichtet. Wir sind bei einer Basisrecherche den Anliegen der Menschen auf den Grund gegangen. Tatsächlich, alles wurde korrekt berichtet. Alles ist authentisch, wie Nachprüfungen gestern und heute erhaben.

Das Positive zuerst: Eine hölzerne Sitzbank mit wunderbarem Ausblick in die Heberbörde bis weit ins Harzland wurde frisch gestrichen. Das war es dann auch schon!

Das Negative ist bereits von dieser Sitzbank aus mit Widerwillen anzusehen: Drei runde Skulpturen vollkommen verkommen weil demoliert. Die geschundenen Kunstwerke wurden als Zielscheibe für Pistolenschüsse und Steinwürfe missbrauch. Logisch, dass darunter die gesamte Farbgebung leidet. Insgesamt nur noch eine schäbige Präsentation.

Die nächste unerfreuliche Auffälligkeit hat mit einem unglaublichen Verhalten von einigen unverbesserlichen Hundehaltern zu tun. Diese Herrschaften missachten nicht nur den derzeit vorgeschriebenen Leinenzwang. Sehenden Auges lassen sie ihre Vierbeiner Hinkoten wo sie gerade ihren Drang verspüren. Ein Dutzend dieser schweinischen Rückstände sind allein innerhalb einer Stunde an der Strecke von Gandersheim bis zur Auer dokumentiert.

Diese Umweltverdreckung ist eine Ordnungswidrigkeit. Wird jemand erwischt oder angezeigt droht eine knallharten Sanktion. Dabei bemüht sich die Stadt das Problem Hundekot in den Griff zu kriegen. Aber offenbar reichen Appelle an die Vernunft der Hundehalter/innen nicht aus. Auch die in Automaten kostenlos zur Verfügung gestellten schwarzen Entsorgungsbeutel scheinen einige Hundebesitzer zu ignorieren. Also sind verschärfte Kontrollen eigentlich das einzige richtig effektive Mittel gegen die Umweltferkel. Wäre die zuständige Kontrolleurin bei der Stadt derzeit nicht abwesend würde wir sie einsetzen, versichert das Ordnungsamt. Es hofft, dass bald eine zweite Kraft eingestellt ist, um mehr Kontrollen durchführen zu können. Besser kann man die Einnahmen aus der Hundesteuer gar nicht einsetzen.












19.05.2020 • 11:13 Uhr

Museumsprojekt "Das Harzhorn" bietet ab Himmelfahrt wieder öffentliche Führungen an

In enger Abstimmung haben die praeteritum gGmbH, die Gemeinde Kalefeld und der Landkreis Northeim ein Sicherheitskonzept erarbeitet, welches öffentliche Führungen im Außenbereich des Harzhorns wieder ermöglicht.Das teilt soeben Geschäftsführer Oliver Draber mit.

Die Führungen sind auf sieben Teilnehmende begrenzt und müssen auf der Homepage des Harzhorns unter www.roemerschlachtamharzhorn.de vorab gebucht werden. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Buchung einen Tag vorher gebeten. Auf der Homepage finden sich auch alle weiteren Informationen über die nötigen Regeln.
Natürlich steht die Sicherheit von Guides und Gästen im Vordergrund. Daher bleibt das Infogebäude bis auf weiteres geschlossen.

Die Harzhorn-Guides freuen sich darauf, dass wieder ein kleines bisschen Normalität zurückkehrt und sie diesen großartigen Ort voller spannender Geschichte und Geschichtchen wieder präsentieren können. Genauso wie im Klostermuseum in Brunshausen bietet sich so die wunderbare Möglichkeit das Homeschooling nach draußen zu verlegen und gleichzeitig die wunderbare Natur zu genießen.red/fis/Foto: Thomas Fischer













19.05.2020 • 10:15 Uhr

Körperverletzungen Goslar

Am gestrigen Montag kam es in den Abendstunden zu zwei körperlichen Auseinandersetzungen im Bereich des Bahnhofes Goslar. Zunächst endeten gegen 19:20 Uhr verbale Streitigkeiten in wechselseitigen Körperverletzungen unter Jugendlichen und . Heranwachsenden. Gegen 21:00 Uhr wurde dann im Bereich des ZOB Zentraler Omnibusbahnhof ein 22-Jähriger von einem bislang unbekannten Täter mit beiden Händen am Hals gewürgt. Der Täter entkam unerkannt, berichtet die Polizei soeben in Goslar. ots










19.05.2020 • 09:59 Uhr

B 83: Baumfällungen zwischen Grohnde und Hehlen- Vollsperrung am Freitag, 22. Mai und Samstag 23. Mai

Am Samstag, 22. Mai und Sonntag, 23. Mai müssen sich Autofahrer auf der Bundesstraße 83 zwischen Grohnde und Hehlen (Landkreis Hameln-Pyrmont) auf Behinderungen einstellen. Grund sind Baumfällarbeiten.

Dies teilte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln mit.

Im Hang neben der Bundesstraße 83 müssen einige Bäume gefällt werden, die nicht mehr verkehrssicher sind. Vornehmlich handelt es sich um Eschen, die von dem sogenannten Eschentriebsterben betroffen sind. Die Kosten betragen ca. 15.000 €.

Eine Umleitung von Grohnde über die Landesstraßen 428/429 nach Ottenstein und 589 nach Hehlen und umgekehrt ist ausgeschildert.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis.red/fis











19.05.2020 • 09:13 Uhr

Langenholtensen: Zweite Geheimsitzung zum Amazon-Projekt - Präsentatoren im Northeimer VA - Amazon als "Jobmaschine" jubelt ein CDU-Mann

Beispielhaftes Projekt ist bereits in Wunstorf am Netz - Bürgermeister Hartmann verspricht öffentlichen Dialog

Wie von Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) angekündigt hat sich der Verwaltungsausschuss des Northeimer Stadtrates am gestrigen Montag ein weiteres Mal in einer geheimen Sitzung mit den Plänen des Logistik- und Onlineversandunternehmens Amazon beschäftigt, der im Industriegebiet "Northeim-West" ein Verteilzentrum auf einem 60.000 Quadratmeter großen Gelände betreiben will.

Die Sitzung des Verwaltungausschusses unter Leitung von Bürgermeister Hartmann im Dorfgemeinschaftshaus in Langenholtensen war nichtöffentlich. Er hatte nach bestätigten Informationen aus der Stadtverwaltung zwei Präsentatoren eingeladen. So eine Fachfrau vom Investor und Projektentwickler "P3". Sie kam in Begleitung eines Managers von Amazon aus Bayern.

Der Onlineversandhändler Amazon wird entsprechend seinem üblichen Geschäftsmodell das Verteilzentrum für mehrere Jahre anmieten. Was die Präsentatoren den Mitgliedern des Verwaltungausschusses am Montag konkret Neues vermittelten, ist aufgrund der Nichtöffentlichkeit der gestrigen Sitzung nicht bekannt. Es gab dazu bislang auch keinerlei offizielle Transparenz.

Im Vorfeld der VA-Sitzung sind jedoch Details des Millionenprojektes bekanntgeworden und werden öffentlich, zum Teil bereits kontrovers, diskutiert. So ist es kein Geheimnis, dass das in Rede stehende Grundstück im Industriegebiet "Northeim-West" liegt. Es befindet sich zwischen zwei Bahntrassen östlich an der Entlastungsstraße Northeims im Sektor mit der Bezeichnung "Guldenort" (wir berichteten). Dort ist auch dem Northeimer Verpackungsunternehmen Thimm ein Grundstück für eine Expansion seitens der Stadt zugesagt.

In diesem Bereich soll auf einer 60.000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche das Amazon-Verteilzentrum (rund 90 Prozent davon werden Parkplatzflächen für Laster, Sprinter und PKW) hochgezogen werden. So sind vergleichbare Projekte wie beispielsweise in Wunsdorf strukturiert. Dort ist bereits ein Verteilzentrum von Amazon am Netz. Hier agiert das Unternehmen in einem schlichten Gebäudekomplex mit einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern.

CDU schon begeistert: "Jobmaschine"

Bei Amazon Wunstorf operiert das Unternehmen dem vernehmen nach mit bis zu 200 Mitarbeitern. Diese Größenordnung dürfte in etwas reduzierter Anzahl( etwa 150 ) auch für ein mögliches Verteilzentrum in Northeim spekuliert werden. "Das ist eine Jobmaschine!", heißt es in Kreisen der Christdemokraten im Northeimer Stadtrat. Dort herrscht so etwas wie Begeisterung. Eine ähnliche Grundstimmung ist aus Kreisen der Northeimer SPD zu vernehmen.

Hartmann setzt sich ehrgeizige Frist: Entscheidung bis Sommer 2020

Im Northeimer Kreistag brachte jüngst Kreistagsabgeordneter und Northeims Alt-Bürgermeister Irnfried Rabe überraschend und zum Ärger einiger Christ- und Sozialdemokraten auf die kommunalpolitische Bühne im Northeimer Kreistag. Rabe brachte erste Zweifel und Kritik vor. Bürgermeister Hartmann reagierte. Er kündigte einen "öffentlichen Dialog" über die Ansiedlung an. Allerdings setzte der ehrgeizige SPD-Politiker sich und seinen Rat massiv unter Zeitdruck. In einer offiziellen Verlautbarung setzte sich Hartmann selbst eine Frist für die politische Absegnung des Millionenprojektes: Bis zum "Sommer 2020" soll das passiert sein. Sein Zeil, das Prestigeprojekt als Erfolg für sich und Northeim verbuchen zu können. red

Die Bilder dokumentieren das gestrige Tagungslokal des VA in Langenholtensen und die beiden Präsentatoren des Amazon-Projektes auf dem Weg zum Dorfgemeinschaftshaus. Die Sitzung selbst fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Fotos: Marc Reiser

















19.05.2020 • 08:33 Uhr

Anzeigen, Verkehrserziehung und Fahrverbot für Motorradfahrer - Der Kontroll-Sonntag der Polizei

Die Polizei in Holzminden berichtet soeben: Bereits am vergangenen herrlichen Sonntagwurde in der Zeit zwischen 11 Uhr und 16 Uhr im Zuständigkeitsbereich der Polizeistation Bodenwerder an der Weser Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt "Motorradfahrer" durchgeführt. Die Kontrollstellen waren in der Rühler Schweiz (L 580) und in Derental, auf Höhe der Gaststätte Eulenkrug (L 550).

Die Rühler Schweiz wurde aufgrund der Unfalllage als Kontrollstelle ausgewählt. In Derental gab es vermehrte Beschwerden aufgrund des ansteigenden Lärms durch Motorradfahrer.

Insgesamt wurden 86 Motorräder kontrolliert. Die festgestellten Mängel wurden vor Ort geahndet oder später auf der Dienststelle zur Anzeige gebracht.

Neben dem Ahnden der Ordnungswidrigkeiten wurden verkehrserzieherische Gespräche geführt und auf die steigende Lärmbelästigung durch den vermehrten Motorradverkehr hingewiesen. Hierbei wurden die kontrollierenden Beamten durch das Präventionsteam bestehend aus POK Bente und POK'in Kalmbach unterstützt.

Besonderes Augenmerk wurde bei den Verkehrskontrollen auf die Verkehrssicherheit der Motorräder sowie der Motorradfahrer gelegt. Bei den Motorradfahrern konnte sieben Mal ein ungeeigneter Helm festgestellt werden. Geeignete Helme wurden durch die Ehefrauen zur Kontrollstelle gebracht, so dass die Fahrt fortgesetzt werden konnte. Insgesamt sieben Mal wurde die Weiterfahrt untersagt.

Durch die Kollegen wurden zudem Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Hierbei konnten 15 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden. Bei acht der festgestellten Geschwindigkeits-überschreitungen wird ein Fahrverbot verhängt. ots










19.05.2020 • 08:25 Uhr

Polizei erhöht Präsenz und Kontrollen - Polizei fasst nach Fahndung Schlägertruppe

In den zurückliegenden Wochen nahmen die Gewaltdelikte im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Goslar zu. Als Schwerpunkt konnte der Bereich rund um den Goslarer Bahnhof ausgemacht werden. Aber auch weitere Städte des Landkreises blieben von diesen Straftaten nicht verschont. So kam es unter anderem in Bad Harzburg und Seesen zu Straftaten mit erheblichen Ausmaß für die Beteiligte. Über deren Identitäten und Nationalitäten schwieg sich die Polizei aus.

Um weitere Straftaten zu verhindern, ergriff die Polizeiinspektion Goslar nun die Initiative. Das Sicherheitsgefühl der Bürger im Landkreis soll gestärkt werden. Christian Priebe, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, kündigte daher landkreisweite Maßnahmen an polizeilich relevanten Orten an und fügte hinzu, dass die polizeiliche Präsenz in den nächsten Wochen für alle spürbar und sichtbar sein wird.

Gesagt, getan: Seit dem vergangenen Donnerstag ist die Polizei Goslar täglich, teils mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, an den unterschiedlichsten Stellen präsent und führt Kontrollen durch.

Durch die Erhöhung der polizeilichen Präsenz sollen in ersten Linie Gewalttaten, bei denen möglicherweise Dritte zu Schaden kommen könnten, verhindert werden. Gleichzeitig gilt es Straftaten aufzudecken bzw. -klären.

Nach nur kurzer Fahndung konnten am vergangenen Freitag vier Täter einer Schlägerei, welche sich in Goslar in der Rosentorstraße ereignet hatte, gestellt werden.

Zusätzlich wurden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffen- bzw. Betäubungsmittelgesetzes eingeleitet. So wurden an den bisherigen Einsatztagen drei verschiedene Messer, Baseballschläger, selbst hergestellte Hiebwaffen und Drogen beschlagnahmt, die jeweils griffbereit in den kotrollierten Fahrzeugen lagen.

Dieses, so erklärt der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, zeigt, dass die Entscheidung die Polizeipräsenz zu erhöhen, genau richtig gewesen ist. Daher hat sich die Leitung der Polizeiinspektion Goslar dazu entschlossen, die Maßnahme nach den ersten Erfolgen nicht enden zu lassen. Das polizeiliche Aufgebot wird auch in den nächsten Wochen erhöht bleiben, um somit schnell an möglichen Brennpunkten agieren zu können. Darüber hinaus ist bei der Polizeiinspektion Goslar eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet worden, die die "schwerwiegenden" Straftaten der vergangenen Wochen zentral bearbeitet.red/ots/Foto: Polizei










19.05.2020 • 07:22 Uhr

Gerichtsklatsche für Goslar und Salzgitter! Sonnenstudios dürfen öffnen - Gericht kippt Corona-Verbot!

Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Braunschweig hat mit Beschlüssen vom 14. Mai 2020 entschieden, dass zwei Sonnenstudios im Landkreis Goslar und in Salzgitter wieder öffnen dürfen. Sie seien nicht als private Sportanlagen oder als „ähnliche Einrichtungen" im Sinne der Corona-Verordnung („Niedersächsische Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus") anzusehen, die nach den Regelungen der Verordnung zu schließen sind.

Die Betreiberin der beiden Sonnenstudios hat für ihre Studios ein „Club-System" entwickelt. Danach sollen sich Stammkunden, die den überwiegenden Teil der Nutzer ausmachten, selbst voll automatisch und ohne Kontakt zu Mitarbeitern oder anderen Kunden in eine Kabine einchecken können. Das Konzept sieht vor, dass die Kabinen vom Personal gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Nach der Besonnung kann der Kunde die Kabine wieder verlassen, ohne Kontakt zu anderen Besuchern oder zum Personal haben zu müssen. Der Landkreis Goslar und die Stadt Salzgitter hatten die Auffassung vertreten, die Sonnenstudios müssten geschlossen bleiben.

Die Kammer hat den Eilanträgen der Betreiberin stattgegeben. Die Corona-Verordnung ordne die Schließung von Sonnenstudios nicht ausdrücklich an. Bei den Studios handele es sich auch nicht um Sportanlagen im Sinne der Verordnung. Der Besuch eines Sonnenstudios sei nicht mit einer körperlichen Betätigung verbunden, wie sie für die Ausübung eines Sports typisch sei. Sonnenstudios könnten auch nicht als „ähnliche Einrichtungen" angesehen werden: Die Studios würden nicht in Gruppen genutzt, außerdem komme es wegen der Separierung in Einzelkabinen nicht zu Körperkontakt. In den Studios würden auch keine „körpernahen Dienstleistungen" erbracht, die nach der Corona-Verordnung ebenfalls verboten seien. Darunter seien Dienstleistungen zu verstehen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern von Mensch zu Mensch nicht eingehalten werden könne. Nach dem Betriebskonzept der Betreiberin werde dieser Mindestabstand in den Studios aber nicht zwangsläufig unterschritten. Die Kabinen werden jeweils nur von einem einzelnen Kunden genutzt.red/fis











19.05.2020 • 07:18 Uhr

Bürgermeisterin Franziska Schwarz schenkt Gehrenrode einen Apfelbaum

Freundschaftliche Geste am Montag beim Besuch von Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz im Ortsteil Gehrenrode (wir berichteten exklusiv!).

Zum Auftakt ihrer Dialogserie "Gespräche über den Gartenzaun" kam die Chefin des Rathauses mit einer kleinen, aber feinen Delegation. Und sie hatte ein Geschenk mitgebracht. Für das 210-Seelendorf mit viel Grün und schönen Bäumen gab es einen weiteren. Stellvertretend für alle Dorfbewohner hatte Schwarz mit ihrem Pressesprecher Manfred Kielhorn einen kleinen Apfelbaum mitgebracht.

Ortsvorsteherin Ingrid Lohmann zeigte sich dankbar für diese freundschaftliche Geste. Und beim Gang über die "Attraktion" Spiel- und Sportplatz" zeigte sie der Delegation, dass exakt für diesem Areal der Apfelbaum gepflanzt werden wird. "Hier hat er Platz, um bestens zu wachsen und sich zu entfalten!". meinte Ingrid Lohmann. Bei ihrem Rundgang suchte und fand die Bürgermeisterin das spontane Gespräch mit fleißigen Menschen in dem Dorf.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer












19.05.2020 • 06:59 Uhr

Windräder: Pauschaler Abstand von 1000 Meter endlich vom Tisch - Lies: Vernunft siegt beim Ausbau der Windenergie

Niedersachsens Energieminister Olaf Lies reagiert mit großer Erleichterung auf den aktuellen Kompromiss bei der Windenergie. „Ich freue mich über die Einigung der Bundestagsfraktionen von SPD und CDU zu einer der ganz elementaren Fragen beim Ausbau der Windenergie an Land. Die pauschalen 1.000 Meter sind damit für Niedersachsen vom Tisch“, so Lies: „Damit hat sich die Landesregierung durchgesetzt mit ihren Forderungen nach einem rascheren und erleichterten Ausbau der Windenenergie. Die Vernunft hat gesiegt“.

Lies hatte sich von Beginn an gegen eine pauschale Abstandsregelung ausgesprochen. „Es gibt klare Regeln für den Ausbau der Windenergie. Gerade die optische Wirkung und die Lärmemission werden bei den Genehmigungsverfahren fachlich gewürdigt und berücksichtigt. Eine pauschale Festlegung von 1.000 Meter würde dem widersprechen.“

Zusätzliche hatte Lies immer betont, dass mit einer solchen Regelung große Flächenpotentiale verloren gegen würden: „Man kann nicht Klimaschutz wollen und den Ausbau der Windenergie als ganz wesentlichen Baustein abwürgen.“
Die jetzt gefundene Opt-In Regelung, die es Ländern ermöglicht, von einem Mindestabstand Gebrauch zu machen, sei ein akzeptabler Kompromiss. „Ich bin sehr froh, dass es damit gelungen ist, einen seit langem den Ausbau der Erneuerbaren Energien belastenden Streitpunkt auszuräumen. Damit ist auch endlich der 52 GW Deckel bei der Photovoltaik vom Tisch. Ein weiteres wichtiges Signal für Energiewende und Klimaschutz.“

Lies weiter: „Es reicht aber nicht aus Zukunftsziele einfach nur festzulegen. Mit dem jetzt vorgesehenen Koordinierungsmechanismus wird ein Monitoring des Ausbaus der Erneuerbaren Energien auf 65 Prozent im Jahr 2030 möglich. Wir müssen rechtzeitig nachsteuern, wenn dieses Ziel in Gefahr gerät. Und zwar nicht erst kurz vor Ende des Jahrzehnts, sondern kontinuierlich.“

Für Energieminister Olaf Lies sind auch die gefundenen Kompromisse zur grundlegenden Modernisierung der Beteiligungs-, Planungs- und Genehmigungsprozesse wichtig: „Wir müssen stärker als bisher auf konsequente Digitalisierung, eine frühzeitigere Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern und beteiligten Kreisen sowie die Verkürzung der Instanzenwege setzen.“

Jetzt gilt es konsequent Fahrt aufzunehmen. „Die Auseinandersetzungen zur Abstandregelung haben in den letzten Monaten viel Krafft gekostet und den Ausbau der Erneuerbaren blockiert. Damit ist jetzt Schluss. Ein gutes Signal für den Klimaschutz und ein wichtiges Signal für die Wirtschaft. CO2-freie Produktion können damit zum Jobmotor der Zukunft werden“, so Energieminister Lies.red/fis Fotos: Thomas Fischer













19.05.2020 • 06:47 Uhr

Neue Verkehrssicherheitskampagne in Niedersachsen - Abstand zu Fahrrädern einhalten!

Pistorius: „Mit dieser Kampagne wollen wir alle Verkehrsteilnehmer informieren und sensibilisieren"

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am Montag gemeinsam mit dem Präsidenten der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, den Startschuss für eine neue landesweite Verkehrssicherheitskampagne gegeben: Mit Aufklebern an ihren Streifenwagen weist die niedersächsische Polizei ab sofort auf die neue gesetzliche Regelung zum Seitenabstand beim Überholen von Fahrradfahrenden hin.

Pistorius: „Aktuell ist Abstand halten überall das Gebot der Stunde. Mit dieser Kampagne wollen wir informieren und für ein Mehr an gegenseitiger Rücksichtnahme und Abstand im Straßenverkehr werben. Es gibt sowohl in den Städten als auch in ländlicheren Gebieten Niedersachsens einen immer stärkeren Trend hin zur Nutzung von Fahrrädern und insbesondere E-Bikes. Gerade da, wo sich Autos und Fahrräder die Straße teilen müssen, ist umso mehr gegenseitige Rücksichtnahme dringend geboten."

Seit dem 28. April ist zudem die Novelle der Straßenverkehrsordnung in Kraft. Sie regelt klar, dass beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,5 Meter und außerorts mindestens 2 Meter betragen muss.

Kann dieser Mindestabstand nicht eingehalten werden, ist das Überholen nicht erlaubt.

Der hannoversche Polizeipräsident Volker Kluwe ergänzt dazu, „Seit Jahren ist eine verstärkte Nutzung des Fahrrades als Verkehrsmittel festzustellen. Mit dem Rad als zuverlässiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel werden nicht nur der Schulweg, sondern ebenso die Strecke zur Arbeit zurückgelegt. Es ist mir ein besonderes Anliegen, dass Radfahrerinnen und Radfahrer den für sie vorgesehenen Verkehrsraum wie beispielsweise Radwege, Radfahrschutzstreifen und Fahrradstraßen gefahrlos und mit einem sicheren Gefühl nutzen können. Stellvertretend für alle Polizeidirektionen in Niedersachsen sage ich, dass die Polizei dieses Präventionsprojekt ganz ausdrücklich unterstützt. Denn mit dieser Aktion ist auf einen Blick erfassbar, wie sich alle Verkehrsteilnehmenden gefahrlos im laufenden Verkehr bewegen können." Und Kluwe weiter, „ich erhoffe mir, dass allen Fahrerinnen und Fahrern von Kraftfahrzeugen klar wird, wie wichtig der richtige, seitliche Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrenden ist."
red/fis/Foto: Nicole Klawitter













18.05.2020 • 19:15 Uhr

Die unmenschlichste Corona-Regel wird endlich weiter gelockert: Mehr Besuche in Pflegeheimen und Kliniken möglich

Eine der mit Abstand fürchterlichsten und unmenschlichsten Corona-Regeln in den letzten Wochen - das strikte Besuchsverbot von Senioren und Seniorinnen in Heimen - wird endlich weiter gelockert! Eigentlich gehörte diese Grundrechtsverletzung längst beseitig. Nun das:

Gesundheitsministerin Carola Reimann: "Mit der neuen Verordnung ermöglichen wir den Besuch einer festen Person. Auf diese Weise können schon am kommenden langen Wochenende viele Menschen Besuch empfangen, auf den sie schon so lange sehnlich warten"
Die Landesregierung erleichtert die Besuchsmöglichkeiten in Heimen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie für Menschen mit Behinderungen und in Krankenhäusern. Bereits seit dem 17. April sind Besuche unter Einhaltung eines individuellen und vom örtlichen Gesundheitsamt genehmigten Hygienekonzeptes möglich. Ab kommenden Mittwoch haben Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Patientinnen und Patienten das Recht von einer benannten Person besucht zu werden. Bedingung ist weiterhin die Einhaltung strenger Hygienevorschriften.

„Da sich das Infektionsgeschehen in Niedersachsen beruhigt hat und die allermeisten Einrichtungen entsprechende Konzepte vorgelegt haben, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Verordnung kurzfristig anzupassen", so Dr. Carola Reimann.

Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen oder Menschen mit Behinderungen und Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern gehören zu dem Personenkreis mit besonders hohem Risiko einer Infektion mit dem Corona-Virus. „Die Landesregierung hat einen klaren Schutzauftrag. Doch neben dem Schutz vor der Krankheit gibt es noch einen weiteren Aspekt, der mit diesem Schutzauftrag nur schwer in Einklang zu bringen ist: Das Problem der sozialen Isolation! Deswegen ist dieser nächste vorsichtige Schritt ein wichtiges Signal, sowohl für die Angehörigen als auch für die Bewohnerinnen und Bewohner und Patientinnen und Patientinnen selbst", sagt Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann.

Die Verordnung befindet sich derzeit noch im Abstimmungsverfahren und soll am Mittwoch, den 20. Mai in Kraft treten. red/fis/Fotos: Thomas Fischer











18.05.2020 • 18:19 Uhr

Sonniger Auftakt: Bürgermeisterin Schwarz startet in Gehrenrode Besuchsreihe "Gespräche übern Gartenzaun"

Bei strahlender Sonne und im warmen Wind an diesem wunderbaren Montag hat Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz heute pünktlich um 15 Uhr ihre Besuchsreihe unter dem Motto "Gespräche über den Gartenzaun" in Gandersheims nördlichsten Ortsteil Gehrenrode gestartet.

Begrüßt von Ortsvorsteherin Ingrid Lohmann, auch SPD-Ratsfrau, wurde Schwarz von Pressesprecher Manfred Kielhorn, Landesgartenschau-Geschäftsführer Thomas Hellingrath und Dipl.Geografin Tanja Dorniden begleitet. Lohmann, bestens präpariert und gut vorbereitet, führte mit viel Liebe zum Detail in "ihr" Dorf ein. Sie hat es für sich als als Lebensmittelpunkt auserwählt, "weil es hier keine Neubaugebiete gibt", beschrieb sie die spürbare Unberührtheit der Urbanität, Ursprünglichkeit und Naturbelassenheit. "Ich mag das!"

Lohmann skizzierte Fakten zum Dorf mit Vortrag und Dokumenten. Erwähnte "Attraktionen". Sie wurden zum Teil von der kleinen Gruppe im Rahmen eines Dorfspaziergangs abgelaufen. An einzelnen Station wie beispielsweise der urigen Kirche gab es Erläuterungen und Überraschungen von Goldschmiedin Birgit Prost. Sie als Kirchenvorstandsdame aktiv. Was sie erklärte war gut zu sehen: ein ansehnlicher barocker Innenraum mit frischen Farben. Das Innenleben des Turm marode. Deswegen darf nur sieben Minuten geläutet werden. Wenn länger kracht es im morschen Gebälk.

In der Kirche mit hohen Kanzel direkt über dem Altar gibt es nur noch alle vier Wochen einen Gottesdienst. Den für ganz wenig Gläubige. "Stamm-Gottesdienstbesucherinnen sind es vielleicht noch fünf Leute. Und die werden immer älter und deswegen weniger.... Wenn die eines Tages nicht mehr da sind wird wohl niemand mehr kommen, deutete die kenntnisreiche Führerin eine düstere Zukunft für die Kirche im Dorf an. Oder auch nicht: "Dann müsste der Kirchenraum für andere Events genutzt werden können. Dann kommen vielleicht wieder jüngere Leute." , so eine optimistische Ansage.

Der andere positive Hoffnungsschimmer soll bald Wirklichkeit werden. Der marode Kirchturmwird saniert. . Die Evangelische Landeskirche Braunschweig hat das das zugesagt. Dann ist die kleine Besuchergruppe wieder draußen in einer fantastischen Naturidylle. Auf der ältesten Straße Gehrenrodes, die ist ordentlich gepflastert, eine erste Begegnung mit zwei "echten" Bürgern. Sie stutzen gerade einen Grünstreifen. Es soll akkurat in Gehrenrode ausschauen. Bürgermeisterin Schwarz stopp, spricht mit den älteren Herrschaften. Der Dialog ist herzlich. Es wird gelächelt. Alles eigentlich ganz normal. Von Mensch zu Mensch. Weder über den Gartenzaun noch mit Mund- und Nasenschutz. Ja, ein Abstand wurde eingehalten. Aber sonderbar oder anders als sonst war das nicht. Von Corona keine Spur!

Am Mittwoch gibt es den nächsten Termin dieser Art. Dann wird die Bürgermeisterin in Gremsheim aufschlagen.

Die Bilder dokumentieren Momentaufnahmen des heutigen Besuch der Bürgermeisterin mit ihrer Begleitung im beschaulichen Gehrenrode - ein Dorf, das stolz ist kein Bebauungsgebiet zu haben, wie es OrtsvorsteherinIngrid Lohmann fand. Fotos: Thomas Fischer


















18.05.2020 • 17:55 Uhr

Landesgeld für Investitionen in der Kultur in Südniedersachsen - Jetzt sofort beantragen!

Förderprogramm für kleine Kultureinrichtungen / digitale und analoge Investitionen

Auch 2020 gibt es ein besonderes Förderprogramm des Landes für Investitionen in kleinen Kultureinrichtungen. Die Landtagsabgeordneten der Regierungskoalition haben in der „Politischen Liste“ des Haushaltsplans 2020 insgesamt 2,5 Millionen Euro für diesen Zweck reserviert.

Eine Kultureinrichtung gilt aus Sicht des Landes als klein, wenn sie höchstens über drei Vollzeitstellen verfügt. Förderfähig werden Baumaßnahmen und die Beschaffung von Inventar sein, zu Beispiel Tontechnik, Musikinstrumente oder Museumsvitrinen. Aber auch die Erstellung einer Homepage oder eines Imagefilms sind mögliche Vorhaben. Zuschüsse in der Höhe von 1.000 bis 25.000 Euro können beim Landschaftsverband Südniedersachsen beantragt werden, der für die Landkreise Göttingen, Northeim und Holzminden die Durchführung dieses Förderprogramms übernommen hat. „Wir haben einen knappen Antragstermin am 31. Mai gesetzt, damit auch Corona-relevante und dringende Investitionen aus diesem Programm finanziert werden können“, teilt dazu Olaf Martin mit, der Geschäftsführer des Landschaftsverbandes. Es sind auch Zuschussanträge von über 25.000 Euro und bis zu 100.000 Euro möglich, diese müssen dann aber direkt beim Kulturministerium in Hannover gestellt werden. Unter www.landschaftsverband.org/invest gibt es ausführliche Informationen.
red/fis











18.05.2020 • 13:53 Uhr

Besetzer werden Besitzer: Neues Gesetz ermöglicht Amnestie für illegales Besetzen und Abholzen

Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen: "Einladung zu Landraub, Brandrodung und Gewalt"

„MP da Grilagem“ – einstweilige Verfügung des Landraubs. So heißt ein bestehender Verwaltungsakt der brasilianischen Regierung umgangssprachlich, den der Kongress nun in Gesetzesform gießen möchte. Die Abstimmung über PL 2633/2020 soll am morgigen Dienstag, den 19. Mai, stattfinden. Das Gesetzt ermöglicht Amnestie für das illegale Besetzen und Abholzen auch von indigenem Land. Die illegalen Besetzer werden zu legalen Besitzern.

„Wenn die Regeln so in Kraft treten, wie die mächtige Agrarlobby es wünscht, werden Landkonflikte überall in Brasilien aufflammen. Auch indigene Territorien beispielsweise im Amazonas wären betroffen“, befürchtet Juliana Miyazaki, Referentin für Indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen. „Dieses Gesetz wäre eine Einladung zu mehr Landraub, mehr Brandrodung und mehr Gewalt gegen Indigene in ihren Schutzgebieten.“

Organisationen wie CIMI, ISA, IMAZON, Greenpeace und WWF-Brasil sowie Forschende, Prominente und Politiktreibende hatten im Vorfeld Kritik geäußert. Mitten in der Covid-19-Pandemie sei es inakzeptabel, eine derartige Maßnahme zur Abstimmung zu stellen. Zudem würde die Entscheidung ohne viel Transparenz oder Beteiligung der Öffentlichkeit getroffen. „Der Zeitplan wurde daraufhin etwas verändert. Der Entwurf bleibt aber auf der Agenda. Trotz kleinerer Anpassungen bleibt er inhaltlich sehr problematisch“, erklärt Miyazaki.

Die Anträge auf Landfläche würden auf Luftbildern basieren, sowie auf dem System zur ländlichen Umweltregistrierung CAR (Cadastro Ambiental Rural), das Selbstauskünfte zusammenträgt. Landräuber würden ihr illegal angeeignetes Land selbst registrieren. Es entstünden Überlappungen zu Umweltschutz- oder indigenen Gebieten. „Ein trauriges Beispiel dafür ist das Territorium Ituna-Itatá in Pará“, so Miyazaki. „Dort leben auch Indigene in freiwilliger Isolation. Im letzten Jahr war es das indigene Gebiet mit der stärksten Abrodung. Laut CAR sind inzwischen 94 Prozent dieses indigenen Territoriums als Privateigentum registriert.“

Zahlreiche weitere administrative Maßnahmen der Regierung Bolsonaro bedrohen Indigenen kontinuierlich. Im April dieses Jahres gab die Indigenenschutzbehörde (FUNAI) die Norm 9/2020 heraus. Sie stellt fest, dass nur ein Dekret des Präsidenten (Homologação) indigene Gebiete auch offiziell anerkennen kann. Im langwierigen Prozess der Anerkennung befinden sich derzeit 237 indigene Gebiete, die durch die neue Norm für den privaten Grundbesitz freigegeben werden können.
red/fis










18.05.2020 • 13:42 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch sechs Corona-Infizierte im Landkreis Nordheim - Von 120 Fällen sind 111 Personen genesen und drei verstorben

Aktuell gibt es 120 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Das hat vor wenigen Sekunden die Pressestelle des Landkreises Northeim offiziell mitgeteilt.
Im Vergleich zum Freitag der Vorwoche ist damit kein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 111 Personen - zwei mehr als am Freitag - gelten mittlerweile als genesen, sodass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei drei Personen. lpd
Im Landkreis Northeim leben derzeit 133.600 Menschen.










18.05.2020 • 13:31 Uhr

Amazon Logistikzentrum für Northeim: "Gut gemacht, Herr Bürgermeister a.D. Rabe!" - Plötzlich Amazone im lokalen Medien

Genau das hat Northeims ehemaliger Bürgermeister Irmfried Rabe hinbekommen. Plötzlich ist das geplante Millionenprojekt "Amazon Logistikzenrum für Northeim-West" einen Titel in der lokalen Heimatzeitung wert.

Der FDP-Freigeist Rabe hatte in seiner Eigenschaft als Kreistagsabgeordneter in der jüngsten öffentlichen Corona-Kreistagssitzung in der Northeimer Stadthalle kein Blatt vor den Mund genommen. Er thematisierte erstens das Ansinnen der deutschen Tochter des amerikanischen Mutterkonzerns Amazaon, in Northeim ein Logistikzentrum installieren zu wollen. Zweitens thematisierte der FDP-Mann in diesem Zusammenhang die Rolle der lokalen Zeitung (wir berichteten).

Das Lokalblatt nahm am heutigen Montag Rabes unerwarteten Auftritt zum Anlass, Amazon so richtig hochzukochen. Ein Drohnenbild des geplanten Baugebietes auf der Titelseite. Die Story auf Seite drei. Erwartungsgemäß mit einem ausführlichen Statement von Northeims amtierenden Bürgermeister Simon Hartmann (SPD). Sehr ausführlich. Mit reichlich Fakten. Viel positiver Grundstimmung pro Amazon. Auf diese Weise erfuhren so sämtliche Ratsmitglieder erstmals aus der Zeitung, was bereits vor einer Woche das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group in der Grundausrichtung exklusiv einem breiten Publikum digital vermittelt hatte.

"Das Thema braucht eine breite Diskussion in der Bürgerschaft und im betroffen Northeimer Einzelhandel", zeigte sich der kommunale Fuchs Irmfried Rabe heute sichtlich zufrieden über die von ihm ein weiteres Mal angestoßene Diskussion und Präsentation des Themas in den Medien.

Den Dialog möchte auch auch Simon Hartmann. So hat der SPD-Politiker es heute versprochen. In der kommunalpolitischen und bürgerschaftlichen Auseinandersetzung um das Projekt ist die erste Runde an Rabe gegangen. Wie sie im Sommer 2020 ausgehen wird, diese ehrgeizige "Spielzeit" mit dem Amazon-Vorhaben hat sich Hartmann selbst gesetzt, darf man gespannt abwarten. Auch diese Pressmetheode ist zweifelhaft in einem Dialogverfahren.

red/fis/Fotos: Thomas Fischer/Zeitungsausschnitt HNA vom 18.Mai 2020

Fortsetzung folgt.














18.05.2020 • 12:17 Uhr

Corona-Hammer (IV): DRK-Rettungswache wieder am angestammten Platz bei der "Corona-Helios-Klinik"

Quasi über Nacht ist die DRK-Rettungswache Bad Gandersheim im Landkreis Northeim vom provisorischen Ersatzstandort bei der Oberschule an ihren angestammten Platz im Gebäude der Helios-Klinik Bad Gandersheim zurückgekehrt.

Der Rückumzug verlief schneller als erwartet, aber wie angekündigt zum heutigen 18. Mai 2020. Das gesamte Equipment mit Technik, Fahrzeugen und Rettungssanitätern ist wieder im Helios-Krankenhaus.

Dort werden gegenwärtig die letzten Corona-Patienten betreut. Letzte Woche waren es noch 15. Ihre Anzahl dürfte sich verringert haben. Dr. Pabst, Chefin des Gesundheitsamtes in Northeim, ließ heute auf Anfrage des Redaktionsnetzwerkes bestätigen, dass Helios ab dem 25. Mai 2020 den Regelbetrieb zur "Grundversorgung" in dem Krankenhaus wieder aufnehmen darf.

Was exakt mit "Grundversorgung" gemeint ist und wie konkret in der Bad Gandersheimer Krankenanstalt diese "Grundversorgung" passieren wird ist bislang Angesicht offener Fragen zu speziellen Indikationen offen.

Die Bilder vom heutigen Tag dokumentieren die die Zustände der DRK-Rettungswache bei der Helios-Klinik und den Anbau der Oberschule Bad Gandersheim, die einige Wochen provisorisch die DRK-Rettungswache beherbergte. Das Schulgebäudekann jetzt wieder für seinen eigentlichen Zweck benutzt werden. Fotos: Marc Reiser














18.05.2020 • 10:30 Uhr

Justizministerin Barbara Havliza besucht Amtsgericht in Bad Gandersheim

Am 27. Mai 2020 wird die Niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza das Amtsgericht
Bad Gandersheim besuchen. Damit wird der ursprünglich für den 18. März vorgesehene
Besuch nachgeholt.

Das Amtsgericht in Bad Gandersheim (Landkreis Northeim) ist ein Amtsgericht im Bezirk des
Oberlandesgerichtes und des Landgerichts in Braunschweig. Es ist das kleinste Amtsgericht in
Niedersachsen und eines der kleinsten in Deutschland. Es ist örtlich für die Stadt
Bad Gandersheim mit ihren Ortsteilen mit etwa 10.800 Einwohnern zuständig. Es verfügt über
zwei Richter, zwei Rechtspfleger, einen Gerichtsvollzieher, sechs Justizbedienstete in den
nachgeordneten Diensten und zwei Wachtmeister. Das Gericht ist in der Burg der Herzöge
von Braunschweig aus dem 13. Jahrhundert im Herzen der Stadt untergebracht.

Es besteht eine Kooperation mit dem Amtsgericht Seesen (Landkreis Goslar). In deren Rahmen
beherbergt das Amtsgericht Bad Gandersheim u. a. zwei Abteilungen des Amtsgerichts Seesen
in seinen Räumlichkeiten.red/fis/Foto: Thomas Fischer












18.05.2020 • 09:31 Uhr

Drei Tauben aus Verschlag entwendet

Ein bislang unbekannter Täter hat in der Nacht von Samstag, 16Mai 2020, auf Sonntag, 17. Mai 2020, aus einem unverschlossenen Taubenschlag drei Tauben entwendet. Der Täter hat hierfür die Gartenpforte des Gartengrundstückes am Walkenmühlenweg in Einbeck überstiegen und die Tauben aus dem Verschlag geholt. Dem 56 Jahre alten Geschädigten entstand ein Verlust von ca. 100 Euro. Zeugen melden sich bitte bei der Polizei Einbeck.pap











18.05.2020 • 09:26 Uhr

Einbeck: Kratz-Attacke gegen Mercedes Benz - 3.500 Euro Schaden

Im Zuge eines Verwandtschaftsbesuches hatte ein 51 Jahre alter Pkw Besitzer aus Stadtoldendorf sein Auto, einen grauen Mercedes Benz, am Sonntag, 17.Mai 2020 gegen 22.30 in der Hullerser Straße in Einbeck abgestellt. Als er zwei Stunden später wieder zu seinem Wagen kam, stellte er rund um das Fahrzeug tiefe Kratzer fest. Der Schaden beläuft sich auf rund 3500 Euro.
Zeugen, die Hinweise hierzu geben können, setzen sich bitte mit der Polizei Einbeck in Verbindung.pap











18.05.2020 • 09:21 Uhr

Bagger-Havarie im Seekurpark - LaGa Geschäftsführer Hellingrath verzweifelt

Die Pannenserie bei den umstrittenen Baufällaktionen und der Entsorgung des Grünmülls nach dem Freischalgen von Sichtschneisen für die Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim im Seekurpark des staatlich anerkannten Heilbades reißen nicht ab.

Am vergangenen Samstag sollte ein weiteres Mal der Greifbagger des privaten Entsorgers am Osterbergsee Grünmüll abräumen. Bagger und Container fuhren ab. Dann plötzlich eine Havarie. Der Bagger verlor literweise Motorflüssigkeit. Die Firmenmitarbeiter waren fortan mehr mit der Beseitigung der ausgelaufenen Flüssigkeit (Getriebeöll? Hydrauliköl? Bremsflüssigkeit?) beschäftigt. Dass sie dabei den weißen Sand aus dem Spielplatzsandkasten benutzten und damit die öligen Bereiche abstreuten dokumentierte mehr Hilflosigkeit als Professionalität. Mit drei Besen wurde die Umweltsauerei mal eben beiseite gefegt.

Der Bagger blieb still und ungenutzt stehen. Mit ihrem leeren Container zog das Entsorgerteam sichtlich genervt wieder in Richtung Seesen . Am heutigen Montagmorgen nun versuchte ein alarmierter Monteure den Bagger wieder flott zu bekommen. Er arbeitet noch.

Auf die unglückliche Art und Weise des von der Stadt Bad Gandersheim beauftragten Entsorgungsunternehmens angesprochen, war bei Landesgartenschau-Geschäftsführer Thomas Hellingrath eine gewisse Verzweiflung unüberhörbar: "Mir gefällt das auch nicht, wie das vonstatten geht...". Dann Erklärungsversuche: Das ist eine kleine Firma. Dann ist da ein Krankheitsfall eingetreten. Und so weiter und so fort. red/Fotos: Marc Reiser















18.05.2020 • 08:59 Uhr

Corona-Hammer (III): Eis schlecken überall ohne Telefonbestellung

Jetzt geht es mit den Lockerungen in der abklingenden Corona-Krise Schlag auf Schlag. Neuestes Beispiel das Eis schlecken in bekannten Eisdielen in der Region.

Überall folgende Beobachtungen: Kundinnen und Kunden treten einzeln an den Eisverkauf heran. Über die Theken oder in direkter Ansprache erfolgt die Bestellung. Nicht mit Handy oder Telefon. Dann wird das Eis in der Tüte oder Becher, natürlich nicht in Papier eingewickelt, in die abgerechnet und in die Hand genommen. Und die Regel, erst ab einer Distanz von 50 Meter das Eis verzehren, ist nirgendwo mehr zu beobachten gewesen. Wie wird das mit dem vorgeschriebenen Mund- und Nasenschutz gehandhabt? Bei den Eisverkäufern/innen bestens praktiziert. Bei den Kunden unmöglich. Sie wollen ihr Eis auf die Zunge. red










18.05.2020 • 08:35 Uhr

Corona-Hammer (II): Landkreis Northeim nächste Woche schon "coronavirusfrei"?

Nur noch acht Einwohner im Landkreis Northeim, in dem derzeit rund 133.600 Menschen leben, sind offiziellen Angaben des Landkreises Northeim zufolge mit dem Corona-Virus befallen und gelten als infiziert. Angesichts der abklingenden Corona-Krise sind jetzt auf der Grundlage der deutlich sinkenden Fallzahlen positive Prognosen laut geworden. So gehen Gesundheitsexperten davon aus, dass bei einer Verstetigung des weiteren Rückgangs der Infektionen der Landkreis Northeim gegen Ende des Monats Mai 2020 keine Corona-Infizierten Patienten/innen mehr haben könnte.

Diese Einschätzung deckt sich mit der Entscheidung des Gesundheitsamtes beim Landkreis Northeim, den Regelbetrieb in den Krankenhäusern in Northeim und speziell in Bad Gandersheim wieder zuzulassen. Das Corona-Helios-Krankenhaus in Bad Gandersheim soll zum 25. Mai 2020 wieder auf den Regelbetrieb für Nicht-Corona-Virus-Patienten umgestellt werden. So hat es das Unternehmen Helios gerade angekündigt. So ist es vom Gesundheitsamt abgesegnet, verkündet Helios-Manager Johannes Richter.

Weitere Berichterstattung folgt.










18.05.2020 • 08:22 Uhr

Corona-Hammer (I): Helios-Klinik Bad Gandersheim ab 25. Mai 2020 keine Corona-Klinik mehr, verkündet Johannes Richter

Jetzt geht plötzlich alles ganz schnell: Die in der Corona-Krise vom privaten Klinikbetreiber Helios umfunktionierten Gandersheimer Corona-Klinik wird wieder auf den Regelbetrieb umgestellt. Das soll bereits ab dem 25. Mai 2020 passiert sein. So hat es der für die Helios-Klinik in Bad Gandersheim verantwortliche Klinikmanager und Geschäftsführer Johannes Richter offiziell mitgeteilt. Fast einhundert Corona-Patienten/innen aus der Region waren in der Corona-Helios Klinik in Bad Gandersheim behandelt worden (wir berichteten) beziehungsweise werden aktuell noch behandelt. Fast ein Dutzend von ihnen verstarben an dem Corona-Virus in dem Bad Gandersheimer Krankenhaus.

Viele Menschen in der Region stellen jetzt die bange Frage: ""ich die Klinik nach dem 25. Mai 2020 wirklich vollkommen coronavirusfrei? Richter versicherte, der Neustart des Regelbetriebs sei mit dem Gesundheitsamt in Northeim abgestimmt.

Weitere Berichterstattung folgt.












17.05.2020 • 18:59 Uhr

Echte HSV Liebe

Die Fußball-Bundesliga hat in erstaunlicher Weise, wenn auch mit skurrilen und bizarren Corona indizierten Bildern, die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bewältigt. Alles geisterhaft und unwirklich. Und doch mit sehenswerten Toren. Die Fans an den Radios und vor den Bildschirmen. Andere sprühten ihre Liebe an die Wand. So wie beispielsweise an die Betonmauer bei Agravis. Hier ein neues Fan-Graffiti-Kunststückchen am Skulpturenweg von Gandersheim nach Lamspringe. Welchem HSV diese versilberte Liebeserklärung gilt ist völlig egal. Sie gefällt. Und alle Fans lieben das runde Teil. red/Foto: Nicole Klawitter










17.05.2020 • 18:44 Uhr

Lette aus dem Verkehr gezogen: Zur Blutprobe und Kasse gebeten

Am heutigen Sonntag, , gegen 13.35 Uhr, wurde in 4 Northeim, Harztor, durch eine Funkstreifenbesatzung der Northeimer Polizei der Kleintransporter eines lettischen Staatsbürgers angehalten und kontrolliert. Bei der Kontrolle des 21-jährigen Letten wurden neurologische Auffälligkeiten festgestellt, die auf einen Drogenkonsum hindeuteten. Ein Drogenschnelltest bestätigte den Verdacht. Nachdem dem 21-Jährigen eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt wurde, konnte er nach Zahlung einer Sicherheitsleistung seinen Weg fortsetzen.Se










17.05.2020 • 14:45 Uhr

"Das Leben ist ein Angebot, das man auch ablehnen kann" - Das Theaterstück "Die Methode" kann nur im Auto besucht werden

Deutsches Theater in Göttingen wegen der Corona-Krise in eine Garage umgezogen und spielt

Die weißen Gestalten sind allgegenwärtig. Bekleidet mit Schutzanzügen, Masken vor Mund und Nase, kontrollieren sie das Auto, werfen strenge Blicke auf die Insassen. Stumm reicht einer der Maskierten einen Lautsprecher durch das heruntergekurbelte Wagenfenster, dann winkt er das Fahrzeug in die Einfahrt zur Tiefgarage des Deutschen Theaters Göttingen.

Weil die drei Bühnen des größten Schauspielhauses der niedersächsischen Stadt in der Corona-bedingten Spielpause geschlossen sind, ist das Ensemble mit seiner aktuellen Produktion "Die Methode" in die Garage ausgewichen. Das jetzt gestartete Stück ist dort bis auf weiteres täglich zu sehen. Die Besucher müssen mit ihrem Auto einen Parcours durch das Tiefgeschoss absolvieren. Jede viertel Stunde wird ein Pkw ein- und wieder herausgelassen.

An vier verschiedenen Stationen begegnen die Zuschauer für rund 15 Minuten jeweils einer Figur, die genauso isoliert ist wie sie selbst in ihrem Fahrzeug: Die Schauspieler agieren in einem Straßenkreuzer, einer Seilbahngondel, einem zugesperrten Büro oder hinter einer Glaswand. Drumherum haben die Bühnen- und Lichttechniker des Theaters eine aufwendige Kulisse gezaubert - eine gewaltige Investition an Zeit und Arbeitskraft für wenig Publikum.

Vorlage für das Stück ist der 2009 erschienene Roman "Corpus Delicti" von Juli Zeh. Passend zur aktuellen Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen für das öffentliche Leben, geht es darin um die Problematik einer Gesundheitsdiktatur in einer gar nicht so fernen Zukunft. Diese hat es unter dem Label "Methode" geschafft, Krankheiten aus der Welt zu verbannen, teuer erkauft mit der totalen Kontrolle der Menschen. Wer sich gegen die "Methode" stellt, ihre Regeln und Vorgaben bricht, wird hart bestraft. Doch auch in dieser Welt, in der Sex reglementiert ist und das Rauchen einer Zigarette verboten ist, gibt es Personen wie Moritz Holl, die sich den Zwängen widersetzen.

An der ersten Station sitzt Holl in seinem Oldtimer. Freiheitsliebender Individualist und Lebenskünstler, für den der Reiz des Lebens auch in Widersprüchen und Grautönen liegt, singt und klampft er auf der Gitarre aufmüpfige Lieder, qualmt eine Kippe, fuchtelt mit einer Pistole herum. Holl hält die Zentrale Partnerschaftsvermittlung der "Methode" für die "größte Puffmutter aller Zeiten". Und das Leben für ein "Angebot, dass man auch ablehnen kann".

Mal mit Zuckerbrot, mal mit der Peitsche, doch letztendlich vergeblich versucht eine Funktionärin der "Methode", den vor ein Tribunal geladenen Holl von seinem vermeintlichen Irrweg abzubringen. Die 27 gegen ihn vorgebrachten Anklagepunkte sind nicht von Pappe, sie reichen von der "Bildung einer METHODEfeindlichen Vereinigung" bis zur "Schweren Gefährdung durch Freisetzen von Giften". "Ich kann darauf verzichten, Sie einer Maßnahme zuzuführen", säuselt die Frau. Aber der Beschuldigte muss widerrufen, abschwören: "Ich gebe Ihnen 24 Stunden Zeit."

Auch das zunächst leidenschaftliche im Verlauf des Monologs aber immer kleinmütigere Plädoyer seines Anwalts kann nicht verhindern, dass Holl zur Höchststrafe verurteilt wird: Dem Einfrieren auf unbestimmte Zeit. An der letzten Station philosophiert Holls Schwester ohne Ergebnis über einen Ausweg aus dem Dilemma: Der Akzeptanz vermeintlicher Sachzwänge auf der einen und dem Verlust individueller Freiheit auf der anderen Seite.

Überwiegen angesichts der surrealen Inszenierung zunächst Überraschung und Staunen, beschleicht den Besucher im weiteren Verlauf mehr und mehr das Gefühl, selbst einem Überwachungsstaat ausgesetzt zu sein. Die sich "Sicherheitswächter" nennenden weißen Gestalten scheinen alles und jeden zu beobachten und zu belauschen.

Mit zackigen Gesten und durchdringendem Blick dirigieren die Vermummten Auto und Fahrer auf die vorgeschriebenen Stellplätze. Und umrunden das Fahrzeug nach der Ausfahrt aus der Garage zu einer letzten kritischen Kontrolle. Statt eines Abschieds klemmt eine der Gestalten eine Bescheinigung unter den Scheibenwischer. "Nach Ermittlungen der behördlichen Sicherheitswacht verstößt die Deutsches Theater Göttingen GmbH aktuell gegen das gültiger Infektionsschutzgesetz", steht auf dem Zettel. "Demnach ist einer ihrer Besucher nach Gesundheitsordnung vorbestraft."

Mit dem "Drive-Through-Theater" oder "Isolationstheater", wie das Deutsche Theater die laufende Inszenierung nennt, nutzt das Haus bereits zum dritten Mal seine Tiefgarage für Aufführungen. Vor dem eigentlichen Beginn der Spielzeit 2018/19 wurde dort das Stück "In Alice Welt" nach den Romanen von Lewis Carroll gespielt. Und im Sommer davor war die Garage Schauplatz von George Orwells Dystopie "1984". Von Reimar Paul (epd)










17.05.2020 • 14:37 Uhr

Goslar: Regenschirm-Attacke und Zickenzoff beschäftigen die Polizei

Am gestrigen Samstag, um 18:20 Uhr, kam es in der Frankenbergstraße in Goslar zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Dabei soll das 19- jährige Opfer mit einem Regenschirm geschlagen worden sein. Hierdurch verletzte sich das Opfer leicht. Der Täter flüchtete unerkannt. Ein Zeuge der Tat meldete sich bereits bei Polizei. Die Ermittlungen hierzu wurden aufgenommen. In diesem Zusammenhang nimmt die Polizei Goslar auch weitere Hinweise zur Tat unter der Telefon 05321-339 0 entgegen.ots

Zudem kam es gestern gegen 15 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung im Bereich des Stadtteils Georgenberg / Goslar. Dabei sollen sich eine 61 -jährige Frau und eine 47- jährige Frau gegenseitig an den Haaren gezogen und "Kratzer" zugefügt haben. Beide Frauen waren lediglich leicht verletzt und beschuldigen sich einander der Tat. Die entsprechenden Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.ots










17.05.2020 • 14:31 Uhr

Irrer Notruf-Missbrauch - Polizei knackt Wohnungstür und beschlagnahmt Telefone

Am heutigen Sonntagmorgen, 07:30 Uhr und 09:00 Uhr, wählte ein amtsbekannter 58jähriger Mann aus dem Stadtgebiet Bad Salzdetfurth wiederholt den Notruf der Polizei. Diesbzüglich ist der Mann bereits in der Vergangenheit häufiger in Erscheinung getreten. Am heutigen Morgen kam es zu mindestens 13 missbräuchlichen Notrufen. Offensichtlich immer grundlos.

Daraufhin sollten gegen den Beschuldigten weitere Maßnahmen getroffen werden. Der Beschuldigte weigerte sich jedoch, freiwillig die Wohnungstür zu öffnen.

Aus diesem Grund wurde über die Staatsanwaltschaft Hildesheim beim zuständigen Bereitschaftsrichter des Amtsgericht Hildesheim ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Der Beschluss wurde unverzüglich von den Beamten des Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth vollzogen. Da der Beschuldigte sich weiterhin weigerte, die Wohnungstür freiwillig zu öffnen, wurde die Tür von der Polizei gewaltsam geöffnet. Dabei entstand geringer Sachschaden.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung konnten mehrere Telefone aufgefunden und sichergestellt werden. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufen eingeleitet. Der Besch. konnte, nach einer medizinischen Überprüfung durch die Besatzung eines Rettungswagens, in seiner Wohnung belassen werden. web










17.05.2020 • 14:22 Uhr

Vielzahl von Ruhestörungen, aber Polizei gnädig!

In der Nacht zum heutigen Sonntag musste die Polizei Goslar zu einer Vielzahl von Ruhestörungen anfahren. Die Einsatzanlässe waren dabei überwiegend im Stadtgebiet von Goslar und durch das Abspielen lauter Musik geprägt. Da sich die Verursacher in allen Fällen kooperativ und einsichtig zeigten, konnte auf weitere polizeiliche Maßnahmen verzichtet werden. ots











17.05.2020 • 14:14 Uhr

Letzte Nacht in Bad Gandersheim: Tisch und vier Stühle bei Open air Osteria d' Antonio gestohlen

In der letzten Nacht, also vom 16. Mai auf den 17.Mai 2020, zwischen 23 bis 10:30 Uhr, entwendeten bislang unbekannte Täter vier Stühle sowie einen Tisch vom Außenbereich des Restaurants 'Osteria d' Antonio', Fronhof 3, im staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim. Die Stühle sind von der Marke 'may' und der Tisch von der Marke 'Sieger'. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 400 Euro.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Diebesgut oder dem Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Bad Gandersheim (05382 - 919200) zu melden. Ge










17.05.2020 • 12:47 Uhr

Clauthal-Zellerfeld: Altkleider-Dieb versucht Sicherheitsmann mit Hammer zu attackieren

Am heutigen Sonntag, 02:15 Uhr, wurden drei männliche Personen dabei beobachtet, wie sie von einem Altkleidercontainer auf dem Parkplatz des TEDi-Marktes über die Bauhofstraße in Clausthal-Zellerfeld in Richtung Robert-Koch-Straße liefen. Eine der Personen trug dabei einen gelben Sack. Wie sich später herausstellte, befanden sich darin Altkleider. Ein Mitarbeiter eines Wachdienstes beobachtete den Vorfall, hielt mit seinem Pkw in der Nähe an und öffnete die Seitenscheibe seines Pkw. Eine der männlichen Personen rief nun zu ihm "Steig aus, ich schlag Dir Dein Hirn aus dem Kopf!" und warf einen Hammer in Richtung des Pkw. Der Hammer verfehlte das Ziel und wurde vom Täter wieder aufgenommen. Anschließend flüchtete der Hammerwerfer mit seinen Komplizen in die Robert-Koch-Straße. Den gelben Sack ließen sie zurück. Er wurde als Spurenträger sichergestellt. Hinweise zu den drei Tätern werden erbeten. ots










17.05.2020 • 12:18 Uhr

Gute Nachrichten am Sonntag: Bürgermeisterin Schwarz am Montag am "Gartenzaun" in Gehrenrode

Die Besuchsreise von Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) in den Dörfern der Stadt („Gespräche über den Gartenzaun“) mit Rundgang durch den jeweiligen Ort in der Corona-Krise unter Einhaltung der derzeit angesagten Hygiene- und Abstandsregeln findet bereits am morgigen Montag, 18. Mai 2020, seinen Auftakt. Dann wird die Bürgermeisterin in der Zeit ab 15 Uhr in Begleitung von Ortsvorsteherin Ingrid Lohmann (SPD) Gehrenrode besuchen. Außerdem bekommt die Aufsichtsratsvorsitzende der Landesgartenbaugesellschaft Unterstützung von LaGa-Geschäftsführer Thomas Hellingrath.
red/ Foto: Thomas Fischer











17.05.2020 • 12:09 Uhr

Gute Nachrichten am Sonntag: Naturscouts bieten wieder Führungen an

Die Naturscouts freuen sich wieder erlebnisreiche Führungen im Leinetal anbieten zu können.
Am Sonntag, 24.Mai 2020, lassen sich die Teilnehmer im Bereich der Northeimer Seenplatte vom abendlichen Gesang der Nachtigall verzaubern. Dieser unscheinbare Vogel hat mit seinen melodischen Strophen schon immer die Menschen fasziniert. War die Nachtigall in der Antike noch Sinnbild der Trauer und melancholischer Schönheit, erhob sie die christliche Frömmigkeit zum Vogel der Erlösung. Ihrem Gesang wurden später sogar heilende Kräfte zugesprochen.
Wenn auch den Teilnehmern der naturkundlichen Wanderung derartige Wunder nicht zugesagt werden können, so wird sie dennoch der Gesundheit zuträglich sein.


Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und dauert bis zu zwei Stunden. Treffpunkt ist die Rhumebrücke am Ende des Sülbendwegs am Ortsrand von Northeim. Von hier wird ein Fußweg von ca. zwei Kilometern zurückgelegt. 
Wegen der aktuellen Lage ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Eine vorherige Anmeldung unter der E-Mail-Adresse info@naturscouts-leinetal.de ist bei Angabe der Personalien zwingend erforderlich. Während der Veranstaltungen müssen die Abstandsregelungen eingehalten werden.
Weitere Details zu der sicher melodischen Veranstaltung sind auf der Homepage der Naturscouts www.naturscouts-leinetal.de zu lesen.











17.05.2020 • 09:36 Uhr

Amazon Logistikzentrum für Northeim: Ex-Bürgermeister Rabe kritisiert lokale Zeitung - Verantwortlicher Redaktionsleiter: "Habe nichts gewußt"

Das als Geheimprojekt vorangetriebene Millionenprojekt "Amazon Logistikzentrum" im Instriegebiet "Northeim-West" hat der frühere Bürgermeister der Kreisstadt, Irmfried Rabe, zum Anlass einer deutlichen Kritik an der örtlichen Tageszeitung genommen. Der FDP-Politiker wählte dafür die Plattform des Northeimer Kreistages. Das Gremium tagte vorigen Freitag öffentlich in der Northeimer Stadthalle unter den Corona-Hygieneregeln (wir berichteten).

Rabes Kritik entzündete sich an der Tatsache, dass die lokale Zeitung bislang nicht über das umstrittene Ansiedlungsproket des amerikanischen Logistikkonzern berichtet habe. "Ich habe kein Verständnis dafür, dass die HNA bis heute kein einziges Wort über dieses Vorhaben von Amazon berichtet hat. Das halte ich für ein großes Problem, dass so eine Breaking-News nicht in unserer Zeitung erscheint", so Rabes Medienschelte. Über das Amazon-Projekt in Northeim war erstmals vor einer Woche vom Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group Südniedersachsen-Bad Gandersheim in seiner Grundausrichtung exklusiv berichtet worden.

Rabes inhaltlicher Ansatz das Amazon-Vorhaben als "zweifelhaft" einzustufen hat u.a. damit zu tun, dass seiner Ansicht nach das Geschäftsmodell des Logistikkonzerns immer wieder Anlass zu grundsätzlicher Kritik gibt. Grundsätzlich wird Amazon wegen seiner Tarifpolitik gegenüber Mitarbeitern und Gewerkschaften angegangen. Das Unternehmen führe in Deutschland so gut wie keine Steuern ab, weil sich ihr Hauptsitz in einem Steuerparadies befindet. Die Online-Geschäfte hätten massiven Einfluss auf die Einzelhandelsstruktur in Deutschland und damit auch in Northeim. Ebenso zweifelhaft sei der Flächenverbrauch für das Millionenprojekt in Northeim, führte der ehemalige Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete als weiteren Negativeinfluss an.

Kreistagsabgeordneter Irmfried Rabe hatte das brisante Thema Amazon Logistikzentrum in Northeim-West geschickt in seinen Debattenbeitrag über ein Regionales Einzelhandelskonzept im Regionalenraumordnungsprogramm für den Landkreis Northeim eingepflegt. Aufschlussreich anschließend das betretene Schweigen sowohl im Kreistag als auch bei Verantwortlichen der Kreisverwaltung.

HNA-Redaktionsleiter Olaf Weiß: "Habe nichts gewußt"

Das Redaktionsnetzwerk befragte nach Rabes Kritik sofort den in der Kreistagssitzung anwesenden verantwortlichen Leiter der Northeimer HNA-Lokalredaktion. "Haben Sie das Amazon-Vorhaben nicht gewußt?" Redaktionsleiter Olaf Weiß: "Das war mir nicht bekannt!"

Das Bild symbolisiert das Beispiel für ein Logistikzentrum , wie es Amazon in Mönchengladbach betreibt. Screenshot Homepage Amazon. Außerdem ist das mögliche Projektgelände im Bereich des Industriegebietes "Nordheim-West dargestellt. Irnfried Rabe ist am Rednerpult einer früheren Sitzung des Northeimer Kreistages zu sehen. Fotos: Thomas Fischer











17.05.2020 • 09:06 Uhr

Polizei alarmiert wegen berauschter und hilfloser Frau in einem Auto

Ereignisort: Uslar auf der Landstraße zwischen Schoningen und Ahlbershausen: Am gestrigen Samstagabend, zwischen 20 Uhr und 21 Uhr, wurden Polizeibeamte aus Uslar zu einer hilflosen, weiblichen Personen einem Personenwagen gerufen. Bei einer anschließenden Kontrolle, fanden die Polizisten Betäubungsmittel nebst Utensilien im PKW auf. Zudem stellten die Beamten fest, dass die 35-jährige Frau aus einem Uslarer Ortsteil unter dem Einfluss von berauschender Substanzen stand. Ihr wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt und ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Fahrens unter Drogeneinfluss eingeleitet. Maz










17.05.2020 • 08:59 Uhr

Moringen: Tresor im Baumarkt ausgeräumt

In der Zeit von Freitag, 15. Mai 2020, 22 Uhr bis Samstag, 16. Mai 2020, 07.30 Uhr, gelang es unbekannten Tätern in Moringen, Industriestraße, in einen Baumarkt einzudringen. Im Tatobjekt hebelten die Täter mehrere Türen zum Lager und Verkaufsraum auf. Aus einem Tresor wurde Bargeld in unbekannter Höhe entwendet. Es entstand ein Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich an die Polizei in Northeim oder Moringen zu wenden.Se










17.05.2020 • 08:54 Uhr

Freizeit, Ferien, Freiheit alternativ: In Corona Camping statt Lanzarote

Das ist möglich auch in der Corona-Krise: Freizeit, Ferien und Freiheit gleichzeitig genießen. Statt des jetzt ausgefallenen Urlaubs auf Lanzarote einfach umsteigen und losfahren. Viele haben das seit Wochen schon gemacht. Und es werden nach Angaben der Branche immer mehr. Mit dem eigenen oder einem gemieteten Campingwagen in Deutschland unterwegs. Gestern Lübeck. Heute Bad Gandersheim. Morgen Heidelberg. Auch immer mehr Fans des Caravaning aus Südniedersachsen haben so die lästige Corona-Krise einfach hinter sich gelassen. Nicht "wir bleiben zuhause" ist ihre Devise, sondern hinaus ins Land touren, interessante Heimat neu entdecken. red/Foto: Marc Reiser










17.05.2020 • 08:41 Uhr

Hunderte Liter Diesel unbemerkt aus drei PKW und zwei Baustellenfahrzeugen abgezapft

Tatort: Uslar-chönhagen- Parkplatz Freizeitsee: isher unbekannte Täter brachen in der Zeit vom 15.Mai 2020, 17 Uhr, bis zum 16.Mai 2020, 06:50 Uhr, an insgesamt drei PKW und zwei Baustellenfahrzeugen die Tankdeckel auf und entwendeten Dieselkraftstoff. An den PKW sowie den Baustellenfahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 530 Euro. Zeugenhinweise erbittet die Polizei in Uslar unter der Telefon 05571-926000. red/Maz










16.05.2020 • 18:08 Uhr

Im Northeimer Kreistag: Erst 30 Minuten mit AfD-Resolution "Festung Europa" befasst, dann "Nichtbefassung" beschlossen

Rundeine halbe Stunde n hat sich der Northeimer Kreistag am gestrigen Freitag in seiner Corona-Kreistagssitzung in der Northeimer Stadthalle mit der von der AfD-Fraktion eingebrachten Resolution zum Thema "Der Landkreis Northeim bekennt sich zur Festung Europa" beschäftigt. In sechs Beiträgen wurden in betont sachlicher Manier von Antragsteller Jens Kestner, MdB, die Pro-Position vertreten und von vier Rednern von SPD, Grüne, GfE und CDU die Contra-Positionen vorgetragen.

Die inhaltlichen Positionen zur Flüchtlingspolitik, Hauptgegenstand der Resolution, sind hinlänglich bekannt. Kestner plädierte für eine Abschottung von Deutschland und Europa gegenüber Flüchtlingsströmen. Uwe Schwarz (SPD, Karoline Otte (Grüne), Marc Hainski (GfE) und Heiner Hegeler (CDU) für ein weltoffenes Europa und Deutschland. Am Ende der kontroversen Debatte, bei der sich Kestner u.a. den Vorwurf von Haß und Hetze anhören musste, den er zurückwies, war es der Abgeordnete Hainski aus Einbeck, der urplötzlich jegliche weitere Diskussion mit dem Antrag der "Nichtbefassung" erstickte.

Die Northeimer Kreisverwaltung hatte noch diplomatisch, dem üblichen Verfahrensgang entsprechend, eine Überweisung des Resolutionstexte in den Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Frauen, Familie und Senioren vorgeschlagen. Die "Nichtbefassung"-Beschluss erfolgte nach der 30-minütigen Befassung mit 38 Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen.

Die Bilder dokumentieren die an der Debatte über die Resolution beteiligten Kreispolitiker Jens Kestner,MdB, Uwe Schwarz, MdL, Heiner Hegeler und Karoline Otte. Fotos: Thomas Fischer














16.05.2020 • 17:43 Uhr

Menschenrechtsorganisation begrüßt Festnahme von gesuchtem Ruander - Großer Erfolg für Aufarbeitung des Völkermords in Ruanda

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen hat die Festnahme des Ruanders Felicien Kabuga als Meilenstein in der Aufarbeitung des Völkermords in Ruanda bezeichnet. "Es ist beschämend, dass es 26 Jahre gedauert hat, einen der bedeutendsten Hintermänner des Genozids in Ruanda zu fassen. Aber für die Angehörigen der Opfer des Völkermords ist es wichtig, dass Kabuga noch zur Rechenschaft gezogen wird", erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Samstag in Göttingen. Der Ruander war am Samstagmorgen nach jahrelanger Suche in der Nähe von Paris festgenommen worden, wo er unter falscher Identität lebte.

"Wir hoffen, dass Kabuga trotz seines hohen Alters von 84 Jahren noch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wird. Für den Kampf gegen Straflosigkeit bei Völkermord wäre dies auch für die Täter von heute ein wichtiges Zeichen, dass ihre Verbrechen vor Gericht aufgearbeitet werden", erklärte Delius.

Kabuga hatte die Interahamwe-Miliz aufgebaut, die für einen Großteil der Morde an mindestens 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu in dem Genozid 1994 verantwortlich war. Als Leiter des in den Genozid verstrickten Radio- und Fernsehsenders RTLM ließ er zu Morden an Tutsi aufrufen. Auch stand er einem Fonds zur nationalen Verteidigung vor, der Gelder für die Finanzierung der berüchtigten Interahamwe-Miliz radikaler Huhu beschaffte.red/fis










16.05.2020 • 14:49 Uhr

11.147 Coronainfizierte, 9.275 Genesende , 547 Tote - Landkreis Northeim unter den 10 Landkreisen mit wenigsten Fällen

Heute, Samstag, 13 Uhr: Das Gesundheitsministerium gibt die aktuellen Fallzahlen der mit dem Corona-Virus angesteckten Personen. in Niedersachsen bekannt. 11.147 Fälle sind bislang seit Beginn der Pandemie erfasst; davon sind bis heute 9.275 genesen. 547 Verstorben werden mit dem Corona-Virus in Zusammenhang gebracht. Im Landkreis Northeim sind weiterhin 120 Personen infiziert, 109 Personen sind wieder gesund, drei sind verstorben. Im Ranking der Fallzahl rangiert der Landkreis Nordheim unter den ersten zehn Landkreisen mit relativ geringen Fallzahlen.

Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner 7 Tage Fälle
pro 100.000 Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 167 133,7 3,2 5
LK Aurich 95 50,0 0,0 6
LK Celle 191 106,8 3,9 12
LK Cloppenburg 105 61,0 0,6 0
LK Cuxhaven 183 (+9) 92,2 13,1 12 (+1)
LK Diepholz 361 166,1 1,8 24
LK Emsland 428 (+2) 130,8 2,1 22
LK Friesland 34 34,4 0,0 1
LK Gifhorn 125 70,8 0,6 4
LK Goslar 240 (+4) 175,6 6,6 21 (+2)
LK Grafschaft Bentheim 236 172,2 1,5 15
LK Göttingen 788 240,2 4,0 69
LK Hameln-Pyrmont 121 (+1) 81,4 1,3 7
LK Harburg 520 (+1) 204,6 2,0 11
LK Heidekreis 71 50,6 0,0 2
LK Helmstedt 138 151,0 2,2 1
LK Hildesheim 355 (+2) 128,6 4,0 3
LK Holzminden 106 150,0 2,8 6
LK Leer 100 58,5 0,0 3
LK Lüchow-Dannenberg 19 39,2 2,1 3
LK Lüneburg 168 91,3 0,0 0
LK Nienburg (Weser) 70 57,5 0,0 4
LK Northeim 120 90,6 0,8 3
LK Oldenburg 220 (+2) 167,6 2,3 13
LK Osnabrück 1049 (+2) 292,7 11,2 59
LK Osterholz 93 81,6 7,9 0
LK Peine 143 (+1) 106,2 0,0 11
LK Rotenburg (Wümme) 108 65,9 0,6 1
LK Schaumburg 158 (+1) 100,1 1,9 8
LK Stade 195 (+2) 95,4 2,0 8
LK Uelzen 43 46,5 1,1 0
LK Vechta 322 225,7 2,8 10
LK Verden 143 104,3 8,8 2
LK Wesermarsch 51 57,5 0,0 1
LK Wittmund 27 47,3 0,0 0
LK Wolfenbüttel 185 154,4 5,0 11
Region Hannover 2182 (+7) 188,8 6,8 98 (+2)
SK Braunschweig 322 129,4 4,0 15
SK Delmenhorst 53 68,3 3,9 2
SK Emden 19 38,0 2,0 0
SK Oldenburg 165 (+1) 97,8 1,8 1
SK Osnabrück 471 286,4 1,8 14
SK Salzgitter 139 (+1) 133,3 5,8 7
SK Wilhelmshaven 26 34,1 1,3 1
SK Wolfsburg 292 234,7 4,0 51
Niedersachsen gesamt 11147 (+36) 139,4 3,7 547 (+5)

Verstorbene
In der Auflistung der verstorbenen Fälle werden alle Fälle genannt, bei denen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen wurde und die verstorben sind, unabhängig von der direkten Todesursache. Dadurch werden ggf. auch Fälle geführt, die nicht an, sondern mit der Infektion verstarben (z.B. Schlaganfall oder unheilbare Krebserkrankung). Dieses Vorgehen stimmt mit dem Vorgehen des RKI überein.

Genesene
Als genesen können wir heute einschätzen: 9275 (83,2% bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl).
red/Quelle: Gesundheitsministerium











16.05.2020 • 14:36 Uhr

Goslar: Gestern Abend nach Streit Schlägerei und Platzverweise für alle Beteiligten

Am gestrigen Freitag, 15. Mai 2020, gegen 17.59 Uhr, kam es in der Rosentorstraße 1 in Goslar aufgrund vorausgegangener verbaler Streitigkeiten zu einer wechselseitigen Körperverletzung/ gefährlichen Körperverletzung zwischen mehreren männlichen Personen. Hierbei schlugen die Beschuldigten, die anschließend im Nahebereich des Tatortes von der alarmierten Polizei festgestellt werden konnten, gemeinsam auf die alkoholisierten Opfer ein, wodurch diese leicht verletzt wurden. Eines der Opfer setzte sich in der Folge zur Wehr. Eine ärztliche Behandlung wurde im Nachgang abgelehnt, so dass nach erfolgter Sachverhaltsaufnahme alle Beteiligten einen Platzverweis für die Goslarer Innenstadt erhielten.

Entsprechende Strafverfahren wurden von Amts wegen eingeleitet.
Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich mit der Polizei unter 05321-339-0 in Verbindung zu setzen.ots










16.05.2020 • 14:22 Uhr

Spannende Chance: Northeimer Handball Club sucht FSJler ab 1.August 2020

Wer hat Interesse auf ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Northeimer Handball Club? Dieses Angebot hat der Verein. jetzt an die Jugendszene in der Region gerichtet. Alle Facts enthält die Grafik. Auf die Plätze los und bewerben...!
red/Fotos auf dem Cover des Flyers: Spieker Fotografie











16.05.2020 • 14:07 Uhr

47 Millionen Euro für digitale Endgeräte zur Ausleihe an sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler

Digitalpakt in Niedersachsen entwickelt hohe Dynamik, besonders in der Corona-Krise

Niedersachsen erhält 47 Millionen Euro für die Anschaffung von schulgebundenen mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler, die sich kein Tablet, Notebook oder Laptop leisten können. Das hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Freitag in Hannover erklärt.

Hintergrund ist das 500-Millionen-Euro-Programm des Bundes zur Sofortausstattung von benachteiligten Schülerinnen und Schülern. Über die Umsetzung des Programms haben sich Bund und Länder heute verständigt. Demnach soll die Abwicklung über eine Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt Schule erfolgen. In der nächsten Kabinettssitzung wird sich die Landesregierung mit der entsprechenden Zusatzvereinbarung befassen.

„Das ist ein starkes und dringend notwendiges Signal", kommentierte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Tonne wies auf folgendes hin: „Schule in Corona-Zeiten organisieren wir als Kombination aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause. Es ist aber Realität, dass die individuellen sozialen, familiären und wirtschaftlichen Verhältnisse, ungleiche Möglichkeiten erzeugen. Wir müssen gegensteuern, damit der Lern- und Unterrichtserfolg der Schülerinnen und Schüler die sich kein Endgerät leisten können, nicht gefährdet wird. Das Programm ist dabei nicht das Ende, aber ein guter Anfang."

Die Schulträger sollen für die Schulen Tablets, Notebooks oder Laptops beschaffen können - diese werden dann leihweise den Schülerinnen und Schülern mit Bedarf zur Verfügung gestellt. Der Bund führt zudem Gespräche mit Mobilfunkanbietern, um nach Lösungen für Schülerinnen und Schüler zu suchen, die in ihrer häuslichen Situation nicht auf eine bestehende Netzanbindung zugreifen können und auch insoweit der Unterstützung bedürfen.
Derweil werden stärker als bislang derzeit Mittel aus dem DigitalPakt Schule abgerufen.

Allein in den vergangenen zwei Wochen ist das bewilligte Fördervolumen um rund 60 Prozent gestiegen und liegt derzeit in Niedersachsen bei insgesamt rund 23 Millionen Euro. „Durch die Corona-Pandemie sehen wir auch hier eine veränderte Dynamik. Gerade in dieser Krise wird einmal mehr deutlich, wie wichtig eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur ist. Neben dem analogen Lernen wird die digitale Komponente derzeit immer bedeutsamer. Die Mittel ermöglichen den Schulen, das Lernen im digitalen Wandel für ihre Schülerinnen und Schüler voranzutreiben. Ich gehe davon aus, dass die Antragsdynamik weiterhin hoch bleiben wird", so Kultusminister Tonne.
Mehr als 500 Anträge wurden seit dem Beginn der Antragstellung im August 2019 bewilligt, weitere 100 sind aktuell in Bearbeitung. In den vergangenen zwei Wochen allein wurden 215 Anträge mit einem Fördervolumen von 8,7 Millionen Euro positiv beschieden.
red/fis











16.05.2020 • 12:31 Uhr

Ellierode: "187- tödliche Zahl" an der Buswartehalle aufgesprüht

Riesenaufregung heute in Ellierode. An der Buswartehalle ist die als "tödlich" bekannte Haßzahl "187" gesprüht worden. Die Sachbeschädigung wurde beim Polizeikommissariat in Bad Gandersheim angezeigt. Da sich hinter der Aktion möglicherweise eine indirekte Attacke gegen die Polizei allgemein richtet, könnten sich die Ermittlungen ausweiten.

Unbekannte haben die Zahl und ein dazugehörendes Symbol mit einer Schablone in schwarzer Farbe an die weiße Innenwand der Wartehalle gesprüht. Die Zahl 187 wurde Freihand aufgesprüht. Das Ereignis muss letzte Nacht passiert sein.red/Fotos: Marc Reiser

Hintergrund

187 ist die Nummer des Paragraphen im kalifornischen Strafgesetzbuch, in dem Mord behandelt wird. "One Eight Seven" wird auch von der Polizei in den USA selbst als Abkürzung im Funkverkehr benutzt ("Ten Code" bzw. offiziell "APCO Ten Signals"). Jugend- und andre Gangs haben den Code aufgegriffen und benutzen ihn als Drohung. Nachdem er auch in Songs oder Filmen wie "187 - Eine tödliche Zahl" vorkam, wird er heute in der Jugendsprache verwendet.
Quelle:Wikipedia
















16.05.2020 • 11:48 Uhr

15-jährige Samantha Morena G. wird vermisst: Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei sucht nach der vermissten 15-Jährigen Samantha Morena G. und bittet dabei um Hinweise aus der Bevölkerung. Die aus dem Landkreis Limburg-Weilburg stammende Jugendliche war zuletzt in einer Jugendhilfeeinrichtung im Altkreis Hofgeismar (Landkreis Kassel) wohnhaft. Von dort war sie in der Vergangenheit mehrfach ausgerissen, kehrte aber immer selbständig zurück. Anfang Mai hatten die Betreuer eine Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattet, da die 15-Jährige die Einrichtung verlassen hatte und seitdem unbekannten Aufenthalts ist. Die Angehörigen konnten noch regelmäßig telefonischen Kontakt herstellen, in dem die Jugendliche glaubhaft angab, dass es ihr gut geht. Dennoch weigerte sie sich, in die Einrichtung zurückzukehren. Vor wenigen Tagen brach nun jedoch auch dieser telefonische Kontakt ab.

Da die bisherigen intensiven Ermittlungen nicht zum Auffinden von Samantha Morena G. führen konnten, erhoffen sich die Beamten der Ermittlungsgruppe der Polizeistation Hofgeismar mit einer Veröffentlichung, Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Die Vermisste hat Kontakte nach Wiesbaden sowie im mittelhessischen Bereich nach Wetzlar und Hadamar. Wo sie sich genau aufhält, ist derzeit allerdings nicht bekannt.

Samantha Morena G. ist 1,57 Meter groß, hat eine schmale Figur und lange dunkelbraune Haare.

Wer den ermittelnden Beamten Hinweise auf den Aufenthaltsort der 15-Jährigen geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Hofgeismar unter Tel.: 05671-99280 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.










16.05.2020 • 11:42 Uhr

Tafeln warnen vor Anstieg der sozialen Not durch Corona-Krise

Die Tafeln in Deutschland - dazu gehören auch die Tafeln in Bad Gandersheim und in der Region Südniedersachsen - warnen vor einem dramatischen Anstieg der sozialen Not durch die Corona-Krise. Aufgrund von Jobverlusten und Kurzarbeit seien schon jetzt Tausende zusätzliche Menschen auf die Versorgung mit gespendeten Lebensmitteln angewiesen, mit einer weiteren Zunahme sei zu rechnen, sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl dem Evangelischen Pressedienst (epd). Laut einer epd-Umfrage sind nach zwischenzeitlichen Schließungen inzwischen fast alle Tafeln in Großstädten wieder in Betrieb. Viele Einrichtungen arbeiten allerdings in eingeschränktem Umfang und änderten ihre Abläufe, um Obst, Gemüse und andere Esswaren möglichst kontaktarm zu verteilen, wie die Nachfrage in mehr als 30 Städten ergab. Dazu zählt auch die Tafel in Bad Gandersheim.

Brühl betonte, Menschen, die ohnehin schon von Armut betroffen seien, erlebten die Krise noch viel drastischer. "Corona in einer Fünf-Zimmer-Wohnung am Prenzlauer Berg ist schon schwierig, aber in Duisburg oder im Essener Norden auf 50 Quadratmetern alleinerziehend mit zwei Kindern - da wird noch einmal deutlich, welche Unterschiede es gibt", sagte er.

Für die mehr als 940 Tafeln mit insgesamt 1,6 Millionen Nutzern seien die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung eine große Herausforderung, sagte Brühl. Denn hier kämen viele Menschen auf teils engem Raum zusammen, zudem gehörten rund 90 Prozent der insgesamt 60.000 ehrenamtlichen Helfer aufgrund ihres Alters oder von Vorerkrankungen zur Risikogruppe. Zwischenzeitlich seien deshalb etwa 450 Einrichtungen geschlossen gewesen. Durch eine Umstellung ihrer Arbeit konnten inzwischen aber mehr als 100 Tafeln vor allem in größeren Städten wieder öffnen, wie der Vorsitzende des Dachverbands erklärte.

Lieferdienste und Ausgabe im Freien

Die Tafeln von Kiel bis München organisierten der epd-Umfrage zufolge ihren Betrieb um, indem etwa wie in Köln die Ausgabe der Nahrungsmittel ins Freie verlegt wurde. In Städten wie Potsdam, Oldenburg, Dortmund, Würzburg, Worms oder Heilbronn stellten die Betreiber auf Lieferdienste um. In Frankfurt am Main, Mainz, Fulda und Rostock wurden Ausgabestellen verlegt, in München gibt es statt verschiedener Tafel-Läden eine zentrale Ausgabe mit festen Abholzeiten. Zahlreiche Tafeln packen Lebensmittel-Taschen oder -Körbe vor, entweder zur Ausgabe oder zu Auslieferung, so etwa in Hamburg, Berlin, Bremen, Osnabrück, Karlsruhe und Nürnberg. Überall arbeiten die Helferinnen und Helfer mit Mundschutz und Handschuhen, in geöffneten Ausgabestellen wird der Zugang begrenzt.

Etliche Einrichtungen, darunter in Hamburg, Oldenburg, Rostock, Fulda, Mannheim und Stuttgart, verzeichneten bereits eine Zunahme der Nachfrage nach Unterstützung. Mit einem weiteren Anstieg rechnen auch die Tafeln in Berlin, Dresden und Frankfurt. "Sicherlich wird unsere Arbeit mehr denn je gefragt sein, da möglicherweise - hoffentlich nicht - es mehr Personen ohne Arbeit geben wird", sagte Edith Kleber von der Frankfurter Tafel.

Brühl warnte ebenfalls, dass die Einrichtungen auch nach einem Ende der Kontaktbeschränkungen weiter vor großen Problemen stehen würden. Etliche ältere Helfer würden vermutlich nicht mehr zu ihrem Ehrenamt zurückkehren, und vielen Jüngeren, die nun gesprungen seien, werde dann wohl die Zeit fehlen. Zudem sei mit einem Rückgang sowohl der Lebensmittelspenden von Supermärkten als auch der Geldspenden von Unternehmen zu rechnen. "Ohne finanzielle Unterstützung des Staates werden die Tafeln mittelfristig Schwierigkeiten bekommen, ihre Aufgaben zu bewältigen", sagte Brühl.
red/epd/ Das Bild dokumentiert Aktive der Bad Gandersheimer Tafel.











16.05.2020 • 10:42 Uhr

Erneut Protestaktion gegen Abholzungen: Diesmal Demo-Plakate im entwässerten Osterbergsee in Bad Gandersheim

Die Proteste gegen Baumfällungen und Tod vieler geschützter Teichmuscheln auf dem Gelände der Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim reißen nicht ab.

In der Nacht von Freitag auf Samstag hat eine noch namenlose Gruppe von Natur-und Tierschutzaktivisten aus der Region Bad Gandersheim erneut gegen die umstrittenen Abholzungen und den Tod von geschützten Teichmuchseln auf und am Osterbergsee in der südniedersächsischen Kur- und Rehastadt Bad Gandersheim demonstriert. Auf den Schlammboden des entwässerten mittleren Osterbergsees wurden zwei Protestbanner aufgehängt. Ein drittes Banner wurden zwischen zwei Bäume auf der Südseite des Osterbergsees gespannt.

Auf den drei Bannern wird offen unter anderem erneut Kritik an den umstrittenen Baumfällen für Sichtschneisen geübt. Sie sind für Zwecke des Millionenprojektes Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim freigeräumt worden. Nach Darstellung des LaGa-Geschäftsführers Thomas Hellingrath sollen für die beseitigten Bäume und Sträucher neue Anpflanzungen vorgenommen werden. Außerdem sind kleineres Bauwerke für die Landesgartenschau geplant.

Es ist die zweite öffentliche Unmutbekundung der noch unbekannten Aktivistengruppe. Vor kurzem waren im Seekurpark der Roswithastadt zwei Dutzend Protestschriften auf umgehauene Baumstämme geheftet worden.red/Fotos: Nicole Klawitter
















16.05.2020 • 09:32 Uhr

Hohnstedt: 18-Jähriger aus Wangelnstedt rauscht auf stehenden Wagen - Frau verletzt - 3.500 Euro Schaden

Zu einem Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten Person kam es am gestrigen Freitag,, gegen 16.30 Uhr, in Northeim -Ortsteil Hohnstedt-. Eine 39-jährige Einbeckerin befuhr mit ihrem Pkw die Hannoversche Straße in Richtung Einbeck. Sie musste dort ihren Pkw verkehrsbedingt anhalten. Den stehenden Pkw der Einbeckerin übersah ein nachfolgender 18-jähriger Pkw-Fahrer aus Wangelnstedt. Es kam zu einem Auffahrunfall bei dem die 14- jährige Tohter im Pkw der Einbeckerin leicht verletzt und in das Krankenhaus nach Northeim verbracht wurde. An den Pkw entstand ein Sachschaden von ca 3500 Euro. Se










16.05.2020 • 09:28 Uhr

Getroffen Ordungsamtsleiter - Radeln gegen Coronafett und -frust - Bioeier aus Ellierode

Heute getroffen: Ordnungsamtleiter Frank Biener. Radeln gegen Coronafett und Coronafrust. Und dabei heimische Produkte kaufen. Bioeier aus dem idyllischen Ellierode vom Hof Schlegel. red/Foto: Nicole Klawitter











16.05.2020 • 08:59 Uhr

Andershausen: Uralt-Eiche mit Todesbohrungen traktiert

Ein aufmerksamer Bürger meldete am Donnerstag um 15 Uhr der Polizei, dass in der Einbecker Ortschaft Andershausen eine Eiche vermutlich mutwillig zerstört werden soll. Die aufnehmenden Beamten stellten vor Ort fest, dass am Ende der Straße "Über dem Haiberg", angrenzend an den Stadtwald, eine Jahrzehnte alte Eiche, zwei Löcher im unteren Stamm aufweist. Aufgrund der Spurenlage muss ein bislang noch unbekannter Täter den Stamm des Baumes angebohrt haben, um diesen absterben zu lassen. Der Schaden könnte sich in diesem Fall auf mehrere Tausend Euro belaufen. Hinweise, die Tat betreffend, nimmt die Polizei in Einbeck unter Telefon 05561-949780 entgegen.kr










16.05.2020 • 08:39 Uhr

Northeims Bürgermeister a.D. Irmfried Rabe hinterfragt umstrittenes "Amazon-Logistikzentrum" im Northeimer Kreistag

Das für die Kreisstadt Northeim bislang von der Stadtverwaltung heimlich vorangetriebene Millionenprojekt "Amazon Logistikzentrum" im Industriegebiet-West (Foto) - wir berichteten exklusiv!) - ist am Freitag im Northeimer Kreistag vom ehemaligen Bürgermeister Northeims, Irnfried Rabe, kritisch hinterfragt worden.

Rabe thematisierte das umstrittene Projekt überraschend und erstmals im Rahmen einer öffentlichen Debatte in einem kommunalen Gremium. Im Kreistag ging es um ein Einzelhandelsgutachten im Zusammenhang mit dem neuen Raumordnungsprgramm für den Landkreis Northeim.

Die indirekten Auswirkungen des rasant wachsenden Onlinehandels durch Amazon, maßgeblich von dem amerikanischen Unternehmen forciert, würde den Einzelhandel (auch in Northeim) negativ beeinflussen und beschädigen. Amazon sei auch wegen seines Steuergebahrens und umstrittenen Bezahlung seiner Mitarbeiter/innen zweifelhaft und umstritten. red/fis/Fotos: Thomas Fischer

Weitere Berichterstattung folgt!












16.05.2020 • 08:12 Uhr

A 7 topneu: Alles bestens beim "Bierberg"

Der sechsstreifige Ausbau der Bundesautobahn A7 auf 29,5 Kilometer Länge zwischen Northeim und Seesen schreitet voran. Jetzt ist ein neues Top-Teilstück beim "Bierrberg" - Kalefeld in Richtung Norden bei Echte für den Verkehrs freigegeben. Gas geben und Spaß haben! red/ Foto: Marc Reiser










16.05.2020 • 07:40 Uhr

Northeimer Kreistag in Corona-Krise: Bürgerinteresse gleich Null - "Signal für Demokratie" ja, aber...

Es sollte ein Signal für das Funktionieren der Demokratie in der Corona-Krise sein. So hat es am Freitag in einer weiteren denk- wie merkwürdigen Sitzung des Northeimer Kreistages die Abgeordnete Frauke Heiligenstadt formuliert. Die SPD-Politikerin und Ministerin a.D. ist Vorsitzende des Kreistages. Sie äußerte sich zu Beginn der öffentlichen Sitzung, die angesichts der geltenden Distanzgebote, Hygienevorschrifte, Registrierungspflichten und Versammlungsverbote in der riesigen Northeimer Stadthalle stattfinden musste.

Öffentlich ja, aber ohne Öffentlichkeit was die bürgerschaftlichen Anteilnahme und Beteiligung betrifft. Ein einziger Bürger verlor sich auf der riesigen Zuschauertribüne über die in der Halle tagenden Kreistagsabgeordneten. Von denen fehlte ein Fünftel. Zu den Fakten gehört, dass sich die zur Öffentlichkeit zählenden vier Journalisten (dreimal Print, einmal Digital) erwähnt werden müssen. So war es wenig verwunderlich, dass sich die zweimal aufgerufene "Einwohner-Frage-Runde" als substanzloses Ritual erwies.

Gut, dass sich hierfür die Landrätin im Vorfeld der Sitzung erstmals der digitalen Beteilungstechnik bedient hatte. Bürger und Bürgerinnen konnten ihre Fragen im Vorfeld der Kreistagssitzung digital an die Kreisspitze einpflegen. Gut ein Dutzend Kreisbürger machten davon Gebrauch, berichtete Landrätin Astrid Klinker-Kittel. Dass sich fast alle Fragen um die aktuelle "Corona-Krise" und speziell das teilweise umstrittene Verbots- und Regelwerk drehte, ist angesichts der tiefen Verunsicherung vieler Menschen nachvollziehbar. Aber die Bürger und Bürgerinnen hätten mehr und unkompliziertere Formen der Anteilnahme und Beteiligungsformen verdient.

Die Idee, aus dem Kreistag live in Worten und Bildern zu berichten, wäre ein sinnvoller und richtiger Schritt in Richtung zeitgemäßer Transparenz von kommunalpolitischer Debatte und den Wahrnehmungen, wie politische Entscheidung entstehen und getroffen werden. Warum sind Live-Übertragungungen von Geister-Bundesligaspielen eigentlich möglich und nicht von geisterhaften Kreistagssitzungen? Hier ist den Northeimer Kreispolitikern und Kreispolitikerinnen und der Kreisverwaltungsspitze mehr Experimetierfreudigkeit zu wünschen, die Bürger und Bürgerinnen authentisch und zeitnah an ihrer guten Arbeit teilhaben zu lassen. Die neuen Digitaltechniken bieten hierfür praktikable, kostengünstige und gute Lösungen.

"Wir haben eine Krise der Corona-Pandemie, aber keine Krise unserer Demokratie." Was das Funktionieren des Politikbetriebes auf Kreisebene betrifft hat Frauke Heiligenstadt mit ihrer Teilbehauptung wohl recht. Aber Demokratie ist mehr. Und wenn sich immer mehr Bürger und Bürgerinnen nicht mehr angesprochen fühlen und sich abwenden, dann gilt es dieser Beteiligungskrise zu begegnen. Mehr digitaler Demokratie wagen, ja wäre eine zukunftsweisende Lösung.
red

Die Bilder dokumentieren Eindrücke aus der gestrigen Sitzung des Northeimer Kreistages in der Northeimer Stadthalle mit geisterhafter Zuschauertribüne (zu sehen ein Bürger, ein Lokalreporter und Stadtratsmitglied Ilsemann aus Northeim) sowie das Präsidium des Kreistages auf der Stadthallenbühne mit Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (ganz links) , Kreistagsvoesitzende Frauke Heiligenstadt, MdL, und Erster Kreisrat Jörg Richert (rechts). Fotos: Thomas Fischer










15.05.2020 • 21:17 Uhr

Zivilfahnder der Bundespolizei schnappen dreisten Taschendieb und verhaften gesuchte Frau

Gestern auf dem Hauptbahnhof Hannover, Gleis 14, Ereigniszeitpunkt: Donnerstag, 14.Mai 2020 gegen 06:30 Uhr:
Vorerst nur einen der beiden Täter konnten die Zivilfahnder der Bundespolizei in Hannover festnehmen. Der Haupttäter ist aber bereits namhaft.
Die beiden Diebe, deren Nationalität unklar ist, hatten eine 56-jährige Reisende um ihren Rucksack erleichtert. Einer setzte sich neben die Hannoveranerin und lenkte sie mit einem Gespräch ab, während der Zweite den Rucksack der Frau entwendete und hinter einer Mauer verschwand.

Als die Frau Anzeige erstattete, machten sich die Zivilfahnder sofort an die Videoauswertung und konnten sowohl den Ablauf der Tat und die Tatverdächtigen ermitteln. Kurze Zeit später erkannten sie einen der beiden wieder; trotz Mundschutz! Es folgte die sofortige Festnahme eines 22-Jährigen. Bei der Durchsuchung führte die Spur zum zweiten Täter: Anhand eines Hausausweises einer Ausländereinrichtung in Dresden wurde der sächsischen Polizei das Videomaterial vorgelegt. Dort ist der Haupttäter kein Unbekannter, jedoch derzeit noch auf freiem Fuß.

Der Rucksack ist leider noch nicht aufgefunden worden. Die Schadenshöhe beziffert die Geschädigte mit 280 Euro.

Die zweite Festnahme am selben Tag ereignete sich ebenfalls am Hauptbahnhof. Bei einer Kontrolle im Rahmen der Fahndung überprüften sie eine 35-jährige Frau. Gegen sie lag ein Sicherungshaftbefehl sowie eine Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Hannover vor. Die Frau hatte gegen Bewährungsauflagen nach rechtskräftiger Verurteilung wegen Diebstahls mit Waffen und Körperverletzung wiederholt verstoßen. Bei der Durchsuchung fanden die Fahnder dann auch noch Kokain in einer mitgeführten Taschenlampe. Nun sitzt sie in der JVA Hildesheim; vermutlich noch für längere Zeit.ots










15.05.2020 • 21:09 Uhr

Neues von der Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim: "Bienen"-Schilder für alle Ortsteile

Mit neuen Aktionen möchte die Landesgartenschau Gesellschaft in Bad Gandersheim die Menschen in den Ortsteilen der Stadt in das Millionenprojekt frühzeitig einzubeziehen und zu motivieren, sich für die Schau zu interessieren. Soeben berichteten Geschäftsführer Thomas Hellinrath un d Marketingleiterin Gritta Arndt von einer Schilderaktion. "Die Schilder sind DIN A3 und werden dort in den Dörfern ihren Platz finden, wo entweder im Herbst letzten Jahres oder dieses Frühjahr Blumenzwiebeln bzw. Blumenwurzeln von der Landesgartenschau, in Zusammenarbeit mit Blumen Dörries und der Firma Kiepenkerl, zur Verfügung gestellt wurden", erklärte dem Redaktionsnetzwerk Gritta Arndt die Bedeutung der Hinweisschilder.
red/fis/Foto: LaGa 2022










15.05.2020 • 21:01 Uhr

Kreistag lehnt Gratis- Frühstück für Förderschule ab - Schön: „Hätte mir eine Ausnahme gewünscht“

Nach nunmehr einjähriger Beschäftigung mit dem Antrag des Kreistagsabgeordneten Schön, die Förderschule im Landkreis mit Gratisessen zum Frühstück auf Kosten des Landkreises zu versorgen, ist soeben vom Northeimer Kreistag mit großer Mehrheit beerdigt worden.

Stattdessen wurde eine Vorlage der Kreisverwaltung beschlossen: Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Für alle Schulen würde ein kostenloses Frühstück rund 325.000 Euro kosten. Beschlossen wurde weiterhin, die Landrätin zu beauftragen, erneut den Schulausschuss zu informieren, ob kreiseigene Schulen überhaupt ein kostenloses Frühstück haben wollen.Die Verwaltungsvorlage wurde von der SPD-Abgeordneten Seifert-Doods begrüßt. Antragsteller Schön war enttäuscht: „Ich kann dem Verwaltungsvorschlag nicht folgen.Ich hätte mir eine Ausnahme gewünscht.“
red/fis
Die Bilder dokumentieren die Redebeiträge der Abgeordneten Doods und Schön. Fotos:Thomas Fischer












15.05.2020 • 20:57 Uhr

Lies: „Schutz des Wolfes braucht kluges Management" - Umweltministerium gibt Niedersächsische Verordnung in die Beteiligung aller Lobbyisten

Umweltministerium gibt Niedersächsische Verordnung in die Beteiligung aller Lobbyisten

„Niedersachsen steht zum Schutz des Wolfes ohne Wenn und Aber. Für diese Landesregierung ist Artenschutz keine Symbolpolitik. Aber auch die Weidetierhaltung ist ein nicht wegzudenkender wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft - und das soll auch so bleiben", stellt Niedersachsens Umweltminister Lies klar.

Um auf der einen Seite dem Artenschutz und auf der anderen Seite den Weidetierhaltern gerecht zu werden, hat das Niedersächsische Umweltministerium eine „Wolfsverordnung" erarbeitet - als bundesweit erstes Land, nachdem das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vor wenigen Wochen geändert wurde. „Management beim Wolf bedeutet natürlich Prävention durch Herdenschutz, aber am Ende auch die Wolfsentnahme wenn dies nicht ausreicht."

Die neue Wolfsverordnung befindet sich aktuell in der Abstimmung mit anderen niedersächsischen Ministerien. „Ein Wolf, der ungeschützte Tiere reißt, wird alleine deswegen nicht entnommen. Weitere Faktoren müssen hinzukommen, bevor das letzte Mittel greift. Ganz wichtig: Die neue Verordnung nimmt damit nicht nur den Wolf in den Fokus. Wir behalten zugleich die vielen anderen seltenen und geschützten Arten in Niedersachsen im Blick, die auf offene Landschaften angewiesen sind", ergänzt Lies.

Kern der Verordnung ist die Regelung der in Niedersachsen zumutbaren Herdenschutzmaßnahmen. Denn bisherige pauschale Empfehlungen von 120 Zentimeter hohen Schutzelektrozäunen gegen Wölfe sind nicht in allen Fällen - zum Beispiel am Deich oder in der Heide - geeignet und zumutbar. Dem trägt die Verordnung Rechnung, indem die Zumutbarkeit den Gegebenheiten in Niedersachsen angepasst wurde.



„Wo Hüteschäfer über weiträumige Naturschutzflächen - wie in der Lüneburger Heide - ziehen, sind wolfsabweisende Zäune keine Option. Hier ist ein Schäfer, der seine Herde persönlich bewacht, ausreichend. Und Herdenschutzhunde, die ihre Heidschnucken beispielsweise auch gegen die Hunde verteidigen würden, verbieten sich", so Lies.

Herdenschutz am Deich

Dem Hochwasserschutz kommt bei der Abwägung des Wolfschutzes mit anderen Interessen ein besonderes Gewicht zu. An Deichen in Niedersachsen ist daher künftig die gute fachliche Praxis der Einzäunung von Schafen grundsätzlich ausreichend.

Minister Lies erklärt dazu: „Ohne die Beweidung von Deichen sind diese nicht zu sichern. Wenn Schäfer dort aufgrund zunehmender Wolfsangriffe aufgeben, sind viele Menschen der sehr realen Gefahr von Überschwemmungen ausgesetzt. Gleichzeitig können an Deichanlagen nicht beliebig hohe Stromzäune errichtet werden, um verirrte Wölfe abzuhalten. Am Deich hat der Wolf nichts zu suchen. Das heißt keinesfalls, dass ein durchziehender Wolf, der sich ein Schaf holt, gleich geschossen wird. Aber residente Wölfe, die im Bereich von Hochwasser-Schutzanlagen Schafe jagen oder reißen, können nicht toleriert werden."

Rechtssicherheit für Jäger

Abgesehen von Regeln für die Weidetierhaltung werden auch Optionen definiert für den Fall, dass Wölfe sich Menschen annähern. Die für Vergrämungen oder Abschussgenehmigungen zuständigen Landkreise bekommen damit einen klaren Rahmen für ihre Entscheidungen. Minister Lies: „Wichtig ist die Verordnung nicht nur für Weidetierhalter, sondern auch für die Verantwortlichen vor Ort, die Maßnahmen prüfen, und für diejenigen Jäger, die sie umsetzen. Ihnen müssen wir Rechtssicherheit geben. Wenn Wölfe entnommen werden müssen, trifft das Land gemeinsam mit den unteren Naturschutzbehörden die notwendigen Entscheidungen."

Nachdem die Verordnung mit den anderen betroffenen Ressorts abgestimmt ist, geht sie in die Verbändebeteiligung, bei der beispielsweise Naturschutzverbände, Weidetierhalter oder die Jägerschaft zu den Details der Regelungen angehört werden. red/fis












15.05.2020 • 20:51 Uhr

Gericht bekräftigt Verbot von Fitness-Studios - Tattoo-Studios dürfen öffnen

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat mit einer Entscheidung vom 14. Mai bestätigt, dass die im Rahmen der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai vorgeschriebene Schließung von Fitness-Studios rechtmäßig ist. Das Gericht folgte damit der Argumentation des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, dass die in Fitnessstudios typischen Ansammlungen körperlich trainierender Personen in geschlossenen Räumen ein hohes Infektionsrisiko darstellen. Damit bleiben Fitnessstudios in Niedersachsen bis auf Weiteres geschlossen.

Nach dem von der Landesregierung beschlossenen Stufenplan ist eine Öffnung aller Indoor-Sportanlagen in Stufe 4 vorgesehen. Deren Umsetzung ist noch nicht terminiert. Grundlage für die Entscheidung über weitere Lockerungen der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Epidemie ist immer das Infektionsgeschehen.

Aufgrund einer weiteren Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg vom Donnerstag dürfen Tattoo-Studios in Niedersachsen hingegen ab sofort wieder öffnen. Das Gericht hält die in der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 8. Mai vorgenommene Differenzierung im Bereich der körpernahen Dienstleistungen für nicht zulässig. Die entsprechende Regelung wurde daher außer Vollzug gesetzt.
Beide Beschlüsse sind nicht anfechtbar.red/fis











15.05.2020 • 12:55 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: 8 Personen noch infiziert! 120 Infektion-Fälle gesamt, davon 109 genesende Personen und nun drei Corona-Tote

Aktuell gibt es 120 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.Das berichtet vor wenigen Sekunden die Pressestelle der Kreisverwaltung.
Im Vergleich zum Donnerstag ist damit ein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 109 Personen - eine mehr als am Vortag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei dem Neufall handelt es sich um eine weibliche Personen mittleren Alters, für die der Ansteckungsweg noch nicht geklärt werden konnte. Sie befindet sich aufgrund einer anderen Erkrankung im Krankenhaus.
Leider gibt es jetzt auch den dritten Todesfall einer mit Corona infizierten Person aus dem Landkreis Northeim. Es handelt sich dabei um eine Frau fortgeschrittenen Alters, die in einem Krankenhaus gestorben ist.lpd












15.05.2020 • 12:47 Uhr

Aktien im Rückwärtsgang

Marktkommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Der Rückschlag folgte auf dem Fuße: In dieser Woche schalteten die Aktienmärkte auch wieder mal in den Rückwärtsgang. Überschattet wurde das Börsengeschehen einmal mehr mit den Sorgen über den weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Erholung. Die schwierige Aufgabe für die Volkswirtschaften liegt jetzt darin, soviel Öffnung wie möglich zuzulassen, aber einen zweiten Lockdown – im Herbst – zu vermeiden. Den meisten aktuellen Konjunkturprognosen liegen durchaus auch wieder einmal Verschärfungen der Beschränkungen auf lokaler Ebene, aber keine komplette Schließung der Wirtschaft – wie gerade erlebt, zugrunde. Eine zweite Besorgnis gilt der Frage, wann der Konsum wieder zurück kommt. Verängstige Konsumenten und vorsichtige Unternehmen können die wirtschaftliche Erholung sehr zäh gestalten. Hier sollen Programme zur Konjunkturankurbelung im kommenden Jahr nachhelfen.

Zahlen-Tsunami geht weiter

Die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal, die nun aus verschiedenen Ländern einlaufen, zeugen von den historischen Einbrüchen durch die Corona-Krise. Dies ist jedoch soweit bekannt und auch, dass die Zahlen für das zweite Quartal nochmals schlechter ausfallen dürften, haben die Finanzmärkte bereits geschluckt. Mehr Informationsgehalt versprechen da die neuesten Stimmungsumfragen, die in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Sie dürften allerdings nur begrenzte Erleichterung signalisieren, denn die Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben ja gerade erst begonnen.












15.05.2020 • 12:44 Uhr

Roy Kühne bietet Telefonsprechstunde an

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne aus Nordheim bietet eine Telefonsprechstunde für Bürgerinnen und Bürger an.Sie findet statt am Dienstag, 19. Mai 2020, zwischen 16.00 - 17.00 Uhr. In dieser Zeit können Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen telefonisch mit Roy Kühne besprechen. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird vorab um Anmeldung unter roy.kuehne@bundestag.de oder per Telefon 030/22779187 gebeten. red











15.05.2020 • 12:32 Uhr

Gut gerüstet für die aktuelle Coronakrise - Gewinn der Gruppe auf 24,1 Million Euro gesteigert

Öffentliche Versicherung Braunschweig blickt auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurück - Öffentliche investiert weiterhin stark in Digitalisierung und neue Produkte

Die Öffentliche Versicherung Braunschweig hat den positiven Trend der Vorjahre in 2019 fortgesetzt: Das regionale Unternehmen konnte sowohl die Anzahl der Verträge auf 1.255.195 als auch die Beitragseinnahmen auf insgesamt 434,9 Millionen Euro steigern. In Kombination mit der unverändert sehr erfolgreichen Kapitalanlage mit einer Nettorendite von 4,2 Prozent konnte die Öffentliche ein Ergebnis von 24,1 Millionen Euro nach Steuern erzielen (Vorjahr: 18,8 Millionen Euro).

„Wir konnten uns im vergangenen Geschäftsjahr sowohl in der Sachversicherung als auch in der Lebensversicherung in nahezu allen Bereichen nochmals steigern“, so Knud Maywald (Mitte), Vorsitzender des Vorstandes der Öffentlichen. „Gleichzeitig haben wir weiterhin in unsere Produkte und unseren Service investiert und sind mit den erzielten Erfolgen außerordentlich zufrieden.“

Im Schnitt waren 2019 1.248 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 1.269), darunter 74 Auszubildende, für die Öffentliche, ihre Tochterunternehmen sowie ihre insgesamt 145 Standorte im Geschäftsgebiet (Vorjahr: 150) tätig. Diese leichte Fluktuation beruht auf gezielten Optimierungen an einzelnen Standorten sowie regulären Renteneintritten. Neu eröffnet hat die ausschließlich von Auszubildenden betreute Geschäftsstelle „Die junge Öffentliche“ in der Herzog-Julius-Straße in Bad Harzburg, die als Pilotprojekt dabei unterstützen möchte, jungen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Die beteiligten Auszubildenden lernen, Eigenverantwortung auszuprägen und unternehmerische Entscheidungen zu treffen, indem sie frühzeitig einen vollständigen Blick in sämtliche Bereiche der Kundenbetreuung bekommen.

Zum Geschäftsergebnis der Öffentlichen Sachversicherung Braunschweig

Die Öffentliche Sachversicherung Braunschweig konnte in 2019 sowohl die Beitragseinnahmen von 266 Millionen Euro auf 271,9 Millionen Euro als auch die Anzahl ihrer Verträge von 1.133.829 auf 1.138.364 steigern. Zum sechsten Mal in Folge konnte das Unternehmen außerdem seine Betriebskostenquote verbessern, so dass sie nun bei 26,9 Prozent (selbstabgeschlossenes Geschäft, Vorjahr: 28,4 Prozent) liegt. Die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote, selbstabgeschlossenes Geschäft) verbesserte sich mit 92,3 Prozent ebenfalls deutlich im Vergleich zum Vorjahreswert
(96,6 Prozent). Mit 806,5 Millionen Euro konnten die Kapitalanlagen der Sachversicherung nochmals erhöht werden (Vorjahr: 756,7 Millionen Euro). Das Ergebnis befindet sich – bedingt durch
Steuereffekte – mit 4,9 Millionen Euro insgesamt auf dem Vorjahresniveau (5,2 Millionen Euro).

Obwohl die Belastungen durch Naturereignisse mit 937 Schäden und einer Schadensumme von rund 2,6 Millionen Euro durch ein Hagelereignis am 15. Juni im Vergleich zu den Vorjahren verhältnismäßig moderat ausgefallen sind, erlebte die Öffentliche erneut eines der höchsten Schadenjahre ihrer Geschichte in Folge: Mit 175,1 Millionen Euro befindet sich der Bruttoaufwand für Versicherungsfälle rund vier Prozent unter dem historischen Vorjahreswert von 182,1 Millionen Euro. Die regulierten Feuerschäden gingen mit 1.587 Schäden und rund 11,3 Millionen Euro Schadenaufwand wieder deutlich zurück: Im Vorjahr regulierte die Öffentliche insgesamt 2.057 Feuerschäden mit rund 20,5 Millionen Euro Schadenaufwand, die im Wesentlichen durch die Rekordhitze im Sommer 2018 mit zahlreichen Großschäden sowie hitzebedingten Schäden in der Landwirtschaft zustande kamen. Leicht rückläufig war auch die Zahl von 940 Einbruchdiebstahlschäden mit einem Aufwand von rund 2,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1.035 Schäden mit rund 2,8 Millionen Euro Aufwand) sowie insgesamt 7.227 Leitungswasserschäden mit rund 24,4 Millionen Euro Aufwand (Vorjahr: 7.426 Schäden, allerdings mit rund 23,8 Millionen Euro Aufwand). Trotz der leichten Rückgänge bei der Schadenhäufigkeit sind diese Werte noch immer konstant auffällig hoch.

Den nach wie vor größten Anteil an den Schäden in der Sachversicherung machen für die Öffentliche die Kfz-Schäden aus. Mit 36.376 Schäden und einer Schadensumme von rund 102,2 Millionen Euro regulierte die Öffentliche im Vergleich zum Vorjahr (35.994 Schäden mit rund 90 Millionen Euro Schadenaufwand) erneut eine deutlich gestiegene Anzahl. Die Kfz-Schäden in 2019 teilten sich insgesamt in 13.838 Haftpflichtschäden mit rund 64,6 Millionen Euro Schadenaufwand und 22.538 Kaskoschäden (davon rund 42 Prozent Glasbruchschäden) mit rund 37,6 Millionen Euro Schadenaufwand auf. Darunter fällt auch der bisher größte Kfz-Haftpflicht-Schaden in der Geschichte der Öffentlichen mit zwei lebensgefährlich Verletzten, für die die Öffentliche bisher rund 10,1 Millionen Euro zurückgestellt hat. Mit Reha-Maßnahmen und weiteren unterstützenden Angeboten wie dem Umbau von Haus und Fahrzeug begleitet die Öffentliche die Betroffenen und unterstützt so die Milderung der durch den Unfall entstandenen Folgen.

Vorstandsmitglied Dirk Gronert ist vor diesen Hintergründen mit dem Ergebnis der Sachversicherung insgesamt zufrieden: „Die Aufwendungen für Schadenfälle blieben auch ohne eine Häufung von Naturereignissen oder eine wochenlang anhaltende Hitzeperiode auf einem ähnlich hohen Niveau wie in den Vorjahren. Insbesondere bei den Kfz-Schäden kann man die gestiegenen Kosten gut erkennen, die durch immer kostenintensivere Technik – zum Beispiel im Bereich der Sensorik – auch bei kleinen Schäden zustande kommen. Dennoch konnten wir ein positives Ergebnis erzielen und uns an vielen Stellen weiter verbessern.“

Zum Geschäftsergebnis der Öffentlichen Lebensversicherung Braunschweig

Auch mit der Entwicklung der Lebensversicherung zeigt sich die Öffentliche äußerst zufrieden. Das Ergebnis nach Steuern konnte von 13,6 Millionen Euro in 2018 auf 19,2 Millionen Euro gesteigert werden. Wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen haben die gestiegenen Beitragseinnahmen von 162,9 Millionen Euro (Vorjahr: 145,5 Millionen Euro). Insbesondere die laufenden Beiträge sind mit einer Steigerung von fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr dabei weit über dem Marktschnitt gewachsen. Mit 116.831 Verträgen verzeichnete die Öffentliche einen leichten Rückgang zum Vorjahr (121.017 Verträge), wobei die Stornoquote (stückzahlbezogen) von 3 Prozent auf 2,7 Prozent entgegen dem Branchentrend verringert werden konnte. Die insgesamt 218,4 Millionen Euro Aufwendungen für Versicherungsfälle, die die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig an ihre Kunden in 2019 ausgezahlt hat, stellen einen historischen Spitzenwert dar. Dieser resultiert vor allem aus den besonders starken Ablaufmonaten November und Dezember.

Die Nettorendite der Kapitalanlage betrug in 2019 4,3 Prozent und konnte damit im Vergleich zum Vorjahr (3,8 Prozent) erhöht werden. Deutlich angestiegen sind auch die Kapitalanlagereserven (plus 183,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr), so dass die Reservequote von 11,9 Prozent auf 21,7 Prozent erhöht werden konnte. Die aufsichtsrechtlich gültige Solvency-II-Bedeckungsquote ist mit 484 Prozent (Vorjahr: 505 Prozent) nach wie vor knapp fünfmal so hoch wie gefordert. 18,6 Millionen Euro hat die Öffentliche 2019 in die so genannte Rückstellung für Beitragsrückerstattung, einem weiteren Sicherheitspolster der Branche zugunsten der Kunden, zugeführt.

Zum wiederholten Male hat die unabhängige Rating-Agentur Assekurata der Öffentlichen in ihrer aktuellen Analyse zu Überschussbeteiligungen und Garantien in der Lebensversicherung sehr gute Ergebnisse und in einigen Fällen auch Spitzenplätze innerhalb der Branche bestätigt und bescheinigt den Braunschweigern damit eine durchgehend sehr wettbewerbsfähige Gesamtverzinsung.

Dr. Alexander Tourneau ist seit Ende 2019 Vorstandmitglied der Öffentlichen und verantwortet unter anderem die Themen Lebensversicherung und Kapitalanlage. „Wir konnten sowohl unser Eigenkapital als auch unsere Kapitalanlagereserven in 2019 weiter erhöhen – für noch mehr langfristige Sicherheit. Die gestiegenen Beitragseinnahmen belegen, dass unsere Kunden uns auch höhere Geldbeträge anvertrauen. Vor allem aber sind es die nach wie vor beachtlichen Renditen unserer Produkte, von denen unsere Kunden profitieren – egal, ob sie sich für den klassischen Garantiezins oder ein wenig mehr Risiko entscheiden. Damit unterstreichen wir, dass die Lebensversicherung nach wie vor eine der besten Möglichkeiten für eine sichere und profitable Altersvorsorge ist“, so Dr. Tourneau zum Ergebnis der Öffentlichen Lebensversicherung Braunschweig.

Digitalisierung und Transformation

2018 hat die Öffentliche einen umfangreichen Transformationsprozess gestartet, um auf geänderte Kunden- und Marktanforderungen vorbereitet zu sein und schnellere Veränderungen als bisher zu ermöglichen. Im Verlauf des Jahres 2019 sind aus den neuen Arbeitsweisen bereits zahlreiche Ergebnisse hervorgegangen: „4gewinnt“, ein innovatives Produkt, das vier Lieblingsgegenstände wie Smartphones oder Sportgeräte zum Zeitwert versichert, hat die Öffentliche im Rahmen einer Beta-Phase gemeinsam mit ihren Kunden entwickelt. „high5“ ist ein 2019 veröffentlichtes Kombiprodukt für junge Kunden, das unter anderem auf Basis von Kundenfeedback entstanden ist. Im Juni hatte die Öffentliche direkt zum Start eine sehr günstige E-Scooter-Police im Angebot. Diese und weitere Produkte wie die Kfz-Versicherungen sind inzwischen bei der Öffentlichen auch vollständig online abschließbar.

Insgesamt hat das Braunschweiger Unternehmen seine digitalen Services weiterentwickelt und an vielen Stellen übersichtlicher und einfacher gestalten können. „Wir haben in kurzer Zeit einen auch im Branchenvergleich sehr intuitiven und komfortablen Online-Service entwickelt. Durch den so genannten ‚E-Tracker‘ werden unsere Kunden regelmäßig per Mail informiert, wenn sich der Bearbeitungsstand zum Schaden verändert hat. So können unsere Kunden diesen jederzeit nachvollziehen, so wie sie es von anderen Dienstleistungen, zum Beispiel dem Paketversand, kennen“, so Vorstandsmitglied Dirk Gronert.

Nachhaltigkeit und Verantwortung

Regionale Verankerung und nachhaltiges Wirtschaften sind für die Öffentliche nach wie vor die wichtigsten Bausteine ihrer täglichen Arbeit. Rund 70 Projekte aus den unterschiedlichsten Bereichen hat sie im Verlauf des Jahres 2019 als Sponsoringpartner vor Ort unterstützt. Unter anderem hat sie als wichtiger Partner der regionalen Feuerwehren ein neues Brandschutzmobil für die Brandschutzerziehung vor Ort gespendet, ein „Pop Up Village“ im Friedrich-Wilhelm-Viertel installiert und das regionale Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ unterstützt. Mit der Aktion „Wir für Hier“ hat das Unternehmen den ehrenamtlichen Einsatz der eigenen Mitarbeiter honoriert. Das Engagement der Öffentlichen umfasst aber auch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern und Firmen. 2019 entschied sich der Vorstand der Öffentlichen beispielsweise dafür, das Handwerkernetzwerk der Versicherung weiter auszubauen: Über 60 regionale Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen des Handwerks unterstützen die Kunden der Öffentlichen auf Wunsch bei der Regulierung von komplexen Sachschäden. Dadurch werden Kunden entlastet und bekommen die passenden fachlichen Ansprechpartner direkt aus der Region vermittelt.

Seit 2016 investiert die Öffentliche in ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem und setzt auf CO2-Neutralität bei Strom, Fernwärme und Papier sowie auf Tankkarten, die den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge vollständig kompensieren. Einer der zentralen Bereiche mit Blick auf nachhaltiges Handeln ist für die Versicherungsbranche darüber hinaus die Kapitalanlage. Bereits im Herbst 2018 hat die Öffentliche daher eine umfangreiche Nachhaltigkeitsstrategie für ihre Anlagen beschlossen. Auf deren Basis soll der Anteil der ESG-konformen Kapitalanlagen (ESG steht für Environment, Social und Governance – also Umweltbelange, Soziales und Unternehmensführung) kontinuierlich erhöht werden. Nachdem 2019 sämtliche Aktieninvestments auf ein nachhaltiges Anlageuniversum umgestellt wurden, liegt der Fokus ab 2020 auf Unternehmensanleihen. Bis Ende 2021 soll der Anteil der ESG-konformen Kapitalanlagen der Öffentlichen mindestens 95 Prozent betragen.

Zum Jahreswechsel 2019/2020 ist die Öffentliche darüber hinaus auch den so genannten „UN Principles for Responsible Investment“ beigetreten, um damit die nachhaltige Entwicklung der eigenen Kapitalanlage zusätzlich voranzubringen. Mit der Unterzeichnung dieser „Prinzipien für verantwortungsbewusste Investitionen“ verpflichten sich Unternehmen freiwillig dazu, neben den bekannten Anforderungen der Kapitalanlagen an Sicherheit, Rendite und Liquidität auch ökologische, soziale und ethische Kriterien bei ihren Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Dr. Tourneau zur nachhaltigen Ausrichtung der Kapitalanlage: „Wir sind überzeugt davon, dass verantwortungsvolles Wirtschaften eine Notwendigkeit ist. Daher haben wir uns auch für unsere Kapitalanlage sehr ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, die weit über den Standard hinausgehen. Und das bei nachweislich höheren Renditen, so dass unsere Kunden sogar doppelt profitieren.“

Fazit

„Wir sehen uns vor dem Hintergrund dieses Jahresergebnisses und der zahlreichen Neuerungen und Services, die wir für unsere Kunden entwickelt haben und entwickeln werden, sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Dies gilt auch für die aktuellen Herausforderungen durch die Coronakrise: Gerade jetzt ist verantwortliches Handeln im Sinne der Gemeinschaft entscheidend. Für uns als Region gilt es nun, zusammenzuhalten und uns gegenseitig zu unterstützen, um diese Krise und ihre Folgen erfolgreich zu meistern. Wir bei der Öffentlichen sind bereit dafür“, so Knud Maywald, Vorsitzender des Vorstandes.red











15.05.2020 • 12:26 Uhr

Dannhausen: Wurfattacke auf Wohnhaus im Umbau mit Schraubenmuttern - Polizei eingeschaltet

In der Zeit von Mittwoch, 13.Mai 2020, 20.00 Uhr bis Donnerstag, 14.Mai 2020, 09.30 Uhr beschädigten bislang unbekannte Täter den Eingangsbereich eines am Wausterberg in Dannhausen (gehört zu Bad Gandersheim) gelegenen Wohnhauses. Das derzeit im Umbau befindliche Wohnhaus weist im Bereich des Glaseinsatzes der Eingangstür, sowie an den, neben der Eingangstür befindlichen Jalousien und Fenster Löcher auf. Ersten Ermittlungen zufolge wurden die Beschädigungen durch Bewurf mit Schraubenmuttern verursacht. Der verursachte Schaden beläuft sich auf ca. 1500,- EUR Zeugen, die in der Zeit von Mittwoch, 13Mai 2020 bis Donnerstag, 14.05.20 in dem oben beschriebenen Bereich verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizei in Bad Gandersheim in Verbindung zu setzen.schw










15.05.2020 • 12:18 Uhr

Sportstättensanierungsprogramm - Ende der Antragsfrist für 2020 - 261 Anträge sind aufgelaufen

Pistorius: „Gut erhaltene Sportstätten sind elementar für Niedersachsens Sportlerinnen und Sportler."

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport (MI) fördert seit dem letzten Jahr und noch bis zum Jahr 2022 die Sanierung kommunaler und vereinseigener Sportstätten mit zusätzlichen 100 Millionen Euro. So beispielsweise auch die laufende Sanierung/Modernisierung der alten Sporthalle beim Roswitha-Gymnasium (Foto) in der südniedersächsischen Kur- und Reha-Stadt Bad Gandersheim.

Nachdem das Sportstättensanierungsprogramm des Landes Niedersachsen bereits 2019 großen Anklang bei den niedersächsischen Kommunen gefunden hat, zeigt sich auch in diesem Jahr wieder, dass es die richtige Entscheidung der Landesregierung gewesen ist, ein solches Förderprogramm ins Leben zu rufen. Ursprünglich war der Stichtag für die Abgabe von Anträgen der 31. März 2020. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen wurde dieser auf den 30. April 2020 verschoben.

Insgesamt sind 261 (2019: 217) Anträge auf Gewährung einer Zuwendung für die Förderung der Sanierung von Sportstätten mit einer beantragten Fördersumme von insgesamt mehr als 90 Millionen (2019: knapp 70 Millionen) Euro beim Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport eingegangen. Davon entfallen 167 (2019: 119) Anträge auf die Sanierung von Sporthallen (Turnhallen), 30 (2019: 29) Anträge auf die Sanierung von Hallenschwimmbädern, 26 (2019: 28) Anträge auf die Sanierung von Sportplätzen, 15 (2019: 9) Anträge auf die Sanierung von Laufbahnen, 22 (2019: 31) Anträge auf die Sanierung sonstiger Sportstätten und ein Antrag (2019: ein Antrag) auf Sanierung des Sportleistungszentrums.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Auch wenn einige Sportarten aktuell wegen der Einschränkungen noch nicht so betrieben werden können wie in Normalzeiten: Wir sehen angesichts der vielen Sportlerinnen und Sportler, die nach fast zwei Monaten Zwangspause jetzt endlich wieder begeistert ihren Sportarten nachgehen können, wie unglaublich wichtig der Sport, die Bewegung und das zur Zeit noch vorsichtige Miteinander im Verein für ganz viele Menschen in Niedersachsen ist.

Gerade der Breitensport hilft uns nicht nur, gesund und fit zu bleiben, er überwindet auch Vorbehalte und fördert Menschen über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg. Dabei gilt: Ohne funktionierende Sportstätten, kein Sport. Gut erhaltene Sportstätten sind elementar wichtig für Niedersachsens Sportlerinnen und Sportler. Wir werden mit unserem Sanierungsprogramm auch weiterhin dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für Sporttreibende aller Altersklassen in Niedersachsen spürbar besser werden. Die Sportstättenförderung trägt dazu bei, die Sportstätteninfrastruktur zu erhalten und den über die Jahre entstandenen Investitionsstau nachhaltig abzubauen."

Im Jahr 2020 stehen für die Vielzahl an Anträgen deshalb Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 24 Millionen (2019: 8 Millionen) Euro zur Verfügung. Welche Kommunen eine Landeszuwendung erhalten werden, soll im Sommer entschieden werden.

Pistorius: „Schwerpunkt unserer Förderung ist nach wie vor die Sanierung von multifunktionalen Sporthallen sowie von Hallenschwimmbädern. Wenn in Einzelfällen eine Sanierung nicht wirtschaftlich wäre, ist gemäß der Richtlinie grundsätzlich auch die Förderung eines Ersatzbaus in vergleichbarer Größe möglich. Dahinter steht der Grundsatz, dass möglichst viele Menschen die Möglichkeit bekommen müssen, Sport treiben zu können." Entscheidungskriterien sind dabei, wie bereits im Vorjahr, insbesondere das Alter, eine Verbesserung des energetischen Zustandes, die Auslastung der Sportstätte sowie eine regional ausgewogene Verteilung der Mittel.

Die Zuwendung des Landes wird in der Regel in Höhe von 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt und soll jeweils mindestens 50.000 Euro betragen. Bei finanzschwachen Kommunen kann der Anteil der Zuwendung an den zuwendungsfähigen Ausgaben sogar bis zu 80 Prozent betragen. Maximal werden bei Sporthallen 400.000 Euro und bei Hallenschwimmbädern eine Million Euro als Zuwendung gewährt.

Es können bereits jetzt Anträge für die Jahre ab 2021 gestellt werden. Der nächste Antragsstichtag ist der 31. März 2021.

Auch Sportvereine profitieren im Rahmen des 100 Millionen Euro-Sportstättensanierungsprogramms von den Fördermitteln. Wie schon im Vorjahr stellt das Land dem LandesSportBund Niedersachen e.V. (LSB) fünf Millionen Euro zur Verfügung, die dieser an die Vereine weiterleitet. Der LSB hat bereits entschieden, welche 81 Vereine in diesem Jahr davon profitieren, eine entsprechende Liste ist der PI angehängt.
red/fis/Foto: Thomas Fischer














15.05.2020 • 12:11 Uhr

Kalefeld: Vier Wilddiebe fischen Forellenteich ab und können entkommen

Am Mittwoch, 13. Mai 2020, in der Zeit von 19. Uhr bis 19.30 Uhr, entwendeten vier bislang unbekannte Täter aus einem in Kalefeld am Waldrand in der Verlängerung vom Koksanger gelegenen Fischteich Forellen im Wert von ca. 400 Euro. Die Polizei Bad Gandersheim hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die im Bereich des angrenzenden Waldes zum Koksanger zur oben anstehenden Tatzeit Personen oder verdächtige Fahrzeuge bemerkt haben, werden gebeten sich mit der Polizei Bad Gandersheim in Verbindung zu setzen.schw










15.05.2020 • 12:06 Uhr

Handtaschenräuber in Bomberjacke entreißt freundlicher Autofahrerein Handtasche - Polizei bittet um Zeugenhinweise

Am Dienstag, gegen 12:30 Uhr, kam es an der Kreisstraße 420 zwischen Hillerse und Elvese zu einem Handtaschenraub zum Nachteil einer Autofahrerin, die in ihrem PKW von einem Motorradfahrer angesprochen worden war.

Die Polizei berichtet über nachfolgend beschriebenen Sachverhalt:
Die 57-jährige Fahrzeugführerin machte eine kurze Pause am Straßenrand als ein Motorradfahrer neben ihr anhielt und sie nach einem Taschentuch fragte. Als die Frau ihre Handtasche vom Beifahrersitz nahm, um nach einem Taschentuch zu schauen, entriss der Motorradfahrer diese und flüchtete. Die Handtasche wurde wenig später an der K 420 in Richtung Nörten-Hardenberg wieder aufgefunden. Der Täter hatte das Bargeld aus der Tasche entnommen und diese anschließend im dortigen Straßengraben entsorgt.

Die Geschädigte beschreibt den Täter wie folgt:

Ca. 25 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schwarze Bomberjacke, blaue Jeanshose, weißer Motorradhelm. Der Täter sprach hochdeutsch. Bei dem Motorrad soll es sich um ein schwarzes Motocross-Motorrad mit hohen Schutzblechen gehandelt haben.

Wer kann Angaben zu dem Täter, der Cross-Maschine oder dem Tatablauf machen? Hinweise nimmt das 2. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Northeim unter der Telefonnummer 05551-70050 entgegen.köh










15.05.2020 • 10:59 Uhr

Außer Kontrolle in Northeim: Fremden Wagen gegen Auto und Zaun gerammt - Zeugen alarmierten Polizei

In der Nacht zum heutigen Freitag beobachteten Zeugen gegen 01:25 Uhr einen Fahrzeugführer, der mit seinem PKW Daihatsu zunächst gegen ein geparktes Auto und anschließend beim Rückwärtsfahren gegen einen Grundstückszaun fuhr.

Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme stellten die Kollegen fest, dass der 31- jährige Kalefelder, der bei einem Freund in der Göttinger Straße zu Gast war, Alkohol getrunken hatte. Offenbar hatte er ohne Wissen des Freundes dessen Auto genommen, um weiteren Alkohol zu besorgen. Nach wenigen Metern endete seine Fahrt nach einer Kollision mit einem geparkten PKW VW Golf. Beim Zurücksetzen fuhr er schließlich noch gegen einen Grundstückszaun. An den Fahrzeugen und dem Grundstückszaun entstand ein Sachschaden von ca. 3.000 Euro.

Eine durchgeführte Atemalkoholkontrolle bei dem Unfallverursacher ergab einen Wert von 1,9 Promille. Anschließend wurde ihm in der Northeimer Dienststelle eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein beschlagnahmt. Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wurde eingeleitet. köh











15.05.2020 • 10:41 Uhr

Sonnenschein-Torte virenfrei serviert - Brunshausen lädt ein!

Das passt zum herrlichen Frühlingswetter: Die Sonnenschein-Torte. Vierenfrei serviert. Dazu Kunst und Hygiene. Perfekt macht die Labsal für Gaumen und Seele die Schönheit auf der Wiese. Erlebbar in Brunshausen. Im Rosencafé.
red/Fotos: Thomas Fischer














15.05.2020 • 10:35 Uhr

Schule und Corona ist das nächste Thema im Webtalk bei Christian Grascha

Am kommenden Montag, den 18.05.2020, begrüßt der Einbecker Landtagsabgeordnete Christian Grascha (FDP) Petra Bayer – Schulleiterin der Geschwister Scholl Schule im wöchentlichen Webtalk. „Schule und Corona“ lautet der Titel des 5. Webtalkes von Christian Grascha. Die Videokonferenz via Skype beginnt um 19.30 Uhr und ist für eine Stunde angesetzt. Die Einwahldaten für die Videokonferenz finden Sie auf der Homepage von Christian Grascha unter www.christian-grascha.de oder melden Sie sich bei mail@christian-grascha.de mit ihrem Skype Benutzernamen an. Christian Grascha freut sich, dass Petra Bayer, Schulleiterin der Geschwister Scholl Schule in Einbeck als Referentin zur Verfügung steht.

Der Schulbetrieb in Niedersachsen ist vor einer Woche gestartet. Jede Woche werden neue Jahrgänge die Schulen besuchen. Allerdings wird die Zeit bis zu den Sommerferien ein ständiger Wechsel zwischen Homeschooling und dem Präsenzunterricht vor Ort sein. Schulen, Schulträger, Lehrer, Eltern, Angestellte und die Schüler selbst stehen vor schwierigen Wochen. Frau Bayer gibt einen Einblick darüber was es für den Alltag einer Grundschule bedeutet. Christian Grascha lädt zu einem regen Gedankenaustausch ein. Problem sollen angesprochen werden, damit die Politik vor Ort und im Land über Lösungen nachdenken kann.
Weitere Informationen erhalten Sie auch über das Wahlkreisbüro von Christian Grascha in Einbeck unter 05561/7939966.red/fis










15.05.2020 • 09:20 Uhr

11. Panchen Lama seit 25 Jahren vermisst: Gedhun Choekyi Nyima am 17.5.1995 entführt

Dalai Lama hatte den Sechsjährigen als Wiedergeburt des 10. Panchen Lama anerkannt

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen fordert die chinesische Regierung auf, endlich bekannt zu machen, was mit dem 11. Panchen Lama passiert ist. Am 17. Mai 1995 war Gedhun Choekyi Nyima im Alter von sechs Jahren entführt worden. Das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus, der Dalai Lama, hatte ihn kurz vor seiner Verschleppung durch den chinesischen Staat als Wiedergeburt des 10. Panchen Lama und damit als 11. Panchen Lama anerkannt. Von dem inzwischen 31-Jährigen fehlt seitdem jede Spur, auch seine Familie wurde damals verschleppt.

„Die chinesische Regierung hat anstatt des rechtmäßigen Panchen Lama einen fünfjährigen Tibeter namens Gyaltsen Norbu als 11. Panchen Lama ernannt. Er dient der Regierung in Peking als Marionette für den angeblichen Beleg, in China herrsche Glaubensfreiheit,“ erklärt Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung. „China hat gegenüber den Vereinten Nationen versichert, es gehe Gedhun Choekyi Nyima gut. Aber diese Beteuerungen sind mehr als fragwürdig.“

Während der von Peking eingesetzte Panchen Lama im chinesischen Staatsfernsehen Grußbotschaften an Tibeter ausrichte, arbeite die Kommunistische Partei daran, auch die Nachfolge des Dalai Lama zu bestimmen. „Auch dessen Nachfolger soll eine Marionette Pekings sein, die die Zerstörung tibetisch-buddhistischer Lehrinstitute schönredet oder verschweigt“, so Schedler. „Für die Auswahl des nächsten Dalai Lama spielt der Panchen Lama eine wichtige Rolle. Durch die Entführung vor 25 Jahren hat sich Chinas Führung darauf direkten Einfluss verschafft.“ red/fis











15.05.2020 • 09:13 Uhr

Geschwindigkeitskontrollen im Kreisgebiet: Nur ALICE blitzt in der 21. und 22. Kalenderwoche 2020

Im Zeitraum vom 18. bis 28. Mai 2020 ist im Raum Einbeck mit Geschwindigkeitskontrollen durch die semistationäre Messanlage Alice des Landkreises Northeim zu rechnen.
Im gesamten Kreisgebiet muss darüber hinaus mit weiteren Kontrollen (durch fest installierte Messanlagen und auch die Polizei) gerechnet werden. Zu hohe Geschwindigkeiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache im Straßenverkehr, bitte bleiben Sie achtsam.lpd/Foto: Thomas Fischer












15.05.2020 • 09:04 Uhr

Mit Weitblick in den Re-Start nach der Corona-Krise - Die Paracelsus-Kliniken gehen erste Schritte zurück zum Regelbetrieb - Reha-Betrieb Bad Gandersheim ruht weiter

Aufgeschobene Operationen werden ab sofort nachgeholt/ Corona-Einschränkungen im Klinikbetrieb sind noch nicht vollständig aufgehoben

Die Paracelsus-Kliniken haben eigenen Angaben ihrer Zentrale in Osnabrück zufolge landesweit damit begonnen, ihren Regelbetrieb schrittweise wieder aufzunehmen. Wichtige Operationen, die aufgrund der Covid-19-Pandemie verschoben worden waren, sollen jetzt mit Priorität nachgeholt werden. „Wir haben in den vergangenen Tagen an unseren Akutstandorten begonnen, erste ausgewählte Patienten mit dringend notwendigen Eingriffen anzurufen und OP-Termine zu vereinbaren“, erklärt Dr. med. Christian Utler, Geschäftsführer Medizin (CMO) der Paracelsus-Kliniken die Situation. „Wir wollen damit ein Stück weit zur Normalität des Krankenhausbetriebes zurück, sind aber vorsichtig und halten weiterhin unsere Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten frei.“ Noch sind weder die Ausnahmesituation für die Kliniken noch die Einschränkungen durch die Pandemie beendet. Auch das grüne Licht für Besucher lässt noch auf sich warten, es gilt weiter ein strenges Besuchsverbot. Alle neuen Patienten werden auch weiterhin bei Aufnahme ausnahmslos anhand eines Fragebogens genau auf eine mögliche Infektion hin überprüft.

Der Reha-Betrieb in den drei Bad Gandersheimer Paracelsus-Häusern ruht weiter beziehungsweise läuft in der Krebs-Klinik am See (Dehneweg) nur eingeschränkt.

Strategie führt schrittweise zum Regelbetrieb

Ein Vorgehen mit Weitblick, das für alle Kliniken in ganz Deutschland jetzt gefragt ist, heißt es in der offiziellen Verlautbarung des Unternehmens in Osnabrück vom gestrigen Tag. „Wir beginnen nicht bei null“, erklärt Dr. med. Christian Utler. „Auch während der Corona-Krise haben wir Notfälle und medizinisch nicht aufschiebbare Behandlungen wie zum Beispiel onkologische Eingriffe immer durchgeführt. Wir können allerdings noch nicht voll in den Regelbetrieb einsteigen, weil wir nicht wissen, wohin uns die Pandemie noch führen wird.“ Komplexe, aber aufschiebbare Operationen, bei denen eine intensivmedizinische Behandlung absehbar ist, werden nur sehr vereinzelt angeboten, da nach wie vor Kapazitäten für Covid-19-Patienten freigehalten werden müssen. Die multimodale Schmerztherapie, ein Schwerpunkt innerhalb der gesamten Klinikgruppe, kann derzeit nicht angeboten werden. Allerdings arbeiten hier die IT-Experten der Klinikgruppe an digitalen Lösungen. So bieten beispielsweise am Standort Zwickau die Schmerzmediziner eine Videosprechstunde für Patienten an.

Sicherheit zählt

Auch die Kliniken der Rehabilitation von Paracelsus bereiten sich aktuell bereits auf dem Neustart vor. Sie werden in Kürze wieder Patienten nach Operationen zur anschließenden Reha aufnehmen können. „Wir hoffen, dass wir uns mit dieser Strategie dem Optimum nähern, das wir gegenüber der Situation und unseren Patienten verantworten können“, so Dr. Christian Utler. „Glücklicherweise haben wir bei Paracelsus eine überschaubare, ja familiäre Struktur in unseren Kliniken, die kurze Wege und eine schnelle Kommunikation in gut geschulten, eng zusammenarbeitenden kleinen Teams möglich macht. Das bringt in dieser Situation ein erhebliches Plus an Sicherheit für alle und insbesondere für den Patienten das gute Gefühl, bei uns bestens aufgehoben zu sein.”
red/

Die Bilder dokumentieren die Paracelsus-Reha-Klniken in Bad Gandersheim. Dort herrschte in den Kliniken "An der Gande" und "Roswitha" kein Reha-Betrieb. Fotos: Thomas Fischer













15.05.2020 • 08:44 Uhr

Von Tod, Trauer und absurder Normalität - Report aus einem Altenheim in Schladen bei Goslar

Pflegekräfte beschreiben ihre Arbeit in der stationären Altenhilfe in Corona-Zeiten

Es geht um Angst, natürlich um Zusammenhalt, um Tod und Trauer, um den Kampf gegen einen unsichtbaren Feind, um Engagement jenseits festgelegter Dienstpläne, um Würde am Lebensende: Die Arbeit in den bundesweit etwa 14.500 Altenpflegeheimen in Corona-Zeiten fordert alle Beteiligten bis zum Anschlag, besonders die Pflegekräfte. Wortmeldungen aus zwei Einrichtungen in Niedersachsen zeigen beispielhaft, was Menschen denken und fühlen, die dort arbeiten, wo es täglich um Leben und Tod geht.

Zwei Frauen stehen dabei im Mittelpunkt: Svenja Siegel, 41, arbeitet als gerontopsychiatrische Fachkraft in der diakonischen Grotjahn-Stiftung in Schladen bei Goslar. Dort, im Hermann-Oberschmidt-Haus am Harzrand, werden 80 Ältere versorgt und begleitet. In der Stiftung sind in den vergangenen Wochen acht Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

240 Kilometer weiter nördlich, in Stade bei Hamburg, ist Svenja Dankers, 33, als Altenpflegerin im Johannisheim tätig. Das Haus hat 124 Plätze und gehört ebenfalls zur Diakonie. Dort starben bisher fünf Bewohner im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. In beiden Einrichtungen leben viele Menschen mit einer Demenz.

ANFANG UND ZUSAMMENHALT

Als in der chinesischen Stadt Wuhan im Dezember vergangenen Jahres erste Fälle einer unbekannten Lungenkrankheit auftraten, "war das so ganz weit weg", erinnert sich in Schladen Stiftungssprecher Benedikt Kappler, 35. "Und dann - auf einmal laufen alle mit Mundschutz rum, weil es immer näher kam. Da hat man sich dann schon intensivere Gedanken gemacht."

Sowohl in Schladen wie auch in Stade wurden schnell Besuche verboten, um das Infektionsrisiko zu senken. Nach ersten Ansteckungen wurden sofort Isolierstationen eingerichtet. "Da hat sich ein kleines Team aufgebaut für drei Schichten, früh, spät, nachts", berichtet Svenja Dankers aus Stade. "Zwei Nachtwachen, fünf im Tagdienst. Das Umziehen der Bewohner von einer Station zur anderen, das musste alles schnell gehen. Das war kein Dienst nach Vorschrift, es ging teilweise zwölf Stunden und länger, tagtäglich ein anderes Erleben." Ihre Kollegin Svenja Siegel ergänzt: "Alle waren und sind motiviert."

Benedikt Kappler, zu der Zeit noch Pflegedienstleiter, meint: "Die Überstunden waren für niemanden ein Problem. Nach 14 Stunden allerdings fällt das Abschalten schwer und man läuft weiter auf Hochtouren." So war es auch in Stade, erinnert sich Heimleiterin Sylvia Balbuchta, 47: "Die große Frage für uns war, was ist wirklich dran an dieser Pandemie, was ist Panikmache?" Ihr Eindruck: Politik und Behörden haben Corona zuerst nicht ernst genommen. "Aber warum in Gottes Namen sollte dieses Virus in China bleiben?"

ANGST UND TRAUER

Dann kamen die ersten Infektionen und Todesfälle. "Ich war sehr mitgenommen, sehr traurig", sagt Svenja Dankers. "Ich und meine Kolleginnen haben hier oft genug gestanden und geweint, um den Druck loszuwerden." Um sich selber habe sie keine Angst gehabt. "Man denkt sich ja immer: Ich selbst werde es nicht sein. Wenn ich es bekomme, stehe ich es relativ gut durch. Ich hatte aber Angst davor, dass es für die Bewohner sehr schlecht sein könnte, weil wir hier doch viele Menschen mit heftigen Vorerkrankungen haben."

Svenja Siegel meint: "Im Hinterkopf ist da sicherlich auch mal Angst, dass wir unter Umständen in die Bredouille kommen, wenn wir mit schwerstkranken Menschen arbeiten." Ihr Kollege Benedikt Kappler sagt, durch den Aufnahmestopp im Isolierbereich blieben die Betten verstorbener Bewohner zunächst einmal leer, vor der Krise seien Plätze schnell wieder belegt worden. "Die Situation ist dadurch jetzt viel präsenter, die Erinnerungen bleiben länger wach."

Er spricht aus, was viele Beschäftigte in den Heimen umtreibt: "Wir haben alles getan, um Vorsorge zu treffen. Und dass es trotzdem Infektionen und Todesfälle gab, das war für alle ein Tiefschlag". Auch die Ansteckungswege seien bis heute nicht klar. "Einiges kann man gar nicht so beeinflussen, Krankenhaus-Entlassungen von Bewohnern zum Beispiel. Und natürlich hat jeder Mitarbeiter ein Privatleben, kauft ein, hat Kinder." Sylvia Balbuchta spricht von Hilflosigkeit: "Warum haben wir das gekriegt? Wir haben doch alle Empfehlungen, die das Robert Koch-Institut rausgegeben hat, früh umgesetzt." Die ersten vier Wochen nach Ausbruch der Pandemie im Haus, "die waren die Hölle".

In dieser Ausnahmesituation war und ist in beiden Einrichtungen der Zusammenhalt im Team wichtig. "Es gibt viele Gespräche", sagt Svenja Siegel, "auch in kleineren Gruppen oder unter vier Augen. Außerdem unterstützt uns die Pfarrerin im Haus." Svenja Dankers ist froh: "Wir haben viele tolle Leute hier, ein Team, mit dem man Pferde stehlen kann."

VORWÜRFE UND BEIFALL

Die Reaktionen außerhalb der Einrichtung sind dagegen unterschiedlich. Benedikt Kappler hört aus dem benachbarten Wolfsburg von Angriffen. Dort sind im diakonischen Hanns-Lilje-Heim mehr als 40 Bewohner an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. "Mitarbeiter müssen auf der Straße erdulden, bespuckt und beschimpft zu werden. Hauswirtschaftskräfte der Einrichtung, die für Ältere Einkäufe erledigen sollten, bekamen keinen Zutritt zu Supermärkten."

Andererseits wurden Pflegekräfte zu "Helden des Alltags" ernannt, die Beifall vom Balkon bekamen. "Ein Pizza-Bäcker aus Stade hat uns zum Dank zehn Pizzen geliefert", freut sich Svenja Dankers. "Dann gibt es aber auch Menschen, die uns über die sozialen Netzwerke anfeinden, uns die Schuld dafür geben, dass in unserem Haus Covid-19 ausgebrochen ist. Darüber war ich am Anfang sehr traurig, denn niemand kann alle Infektionswege kontrollieren. Wer so etwas sagt, soll unsere Schuhe anziehen, soll hier herkommen, soll unsere Arbeit aufnehmen und sich dann ein Urteil bilden."

Wie schwierig gerade anfangs Fremd- und Selbstschutz waren, zeigt vor allem ein Blick auf das bis heute knappe Schutzmaterial. "Als wir dann so viele Infektionsfälle hatten und es noch immer keine medizinischen FFP-2-Masken gab, habe ich gedacht: Mist, mein Personal ist hier Kanonenfutter", erinnert sich Heimleiterin Sylvia Balbuchta. Sie habe überall gebettelt. Dann seien die Preise für Schutzmasken explodiert. "Von 60 Cent auf 4.90 Euro das Stück, das ist der Wahnsinn." Auch Schutzkittel habe es anfangs nicht gegeben. "Da haben wir Müllsäcke zusammennähen lassen, damit wir was hatten." Mittlerweile habe sich die Situation entspannt.

NORMALITÄT UND VERÄNDERUNG

Mit den ersten Infektionen wurden nicht nur Besuche verboten, sondern in den Häusern auch Treffpunkte geschlossen, Beschäftigungsangebote gestrichen, Kontakte auf das unbedingt nötige Maß reduziert. Kein gemeinsames Singen, Malen, Spielen. Nun macht sich Isolation breit, zerrt an der Psyche der Bewohner. "Das ist besonders für Menschen mit einer Demenz einschneidend", verdeutlicht Svenja Dankers. "Die dürfen ihrem Bewegungsdrang nicht mehr so nachkommen, dürfen zum Spaziergang nicht aus dem Haus. Da müssen wir als Pflegekräfte noch mehr Zuwendung geben, das ist nicht immer ganz leicht. Dadurch wird der Dienst noch kompakter."

Außerdem mussten sich die Bewohner an das neue Aussehen der Pflegekräfte erst gewöhnen. "Sie haben uns teilweise gar nicht mehr erkannt, wir waren ja nicht mehr die, die wir vorher waren", beschreibt Svenja Dankers, "mit Maske, Schutzkittel und Handschuhen". Dazu kommt: Die Maske drückt, das Atmen darunter fällt richtig schwer, Brillen beschlagen, das ewige Händewaschen und Desinfizieren tut nicht gut. Svenja Siegel: "Die Hände werden rau, trocknen aus, platzen auf."

Und im Umgang mit den Schutzmasken ergänzt sie: "Das große Problem ist, dass man das Lächeln nicht mehr sieht." Ganz viel laufe bei schwerst dementen Menschen nun über Gerüche. "Wenn wir weiterhin unser bekanntes Parfüm oder Deo benutzen, wird das wahrgenommen. Aber manche reagieren eben auch mit Angst und Unruhe und fragen, ob wir oder sie krank sind. Wir versuchen das Beste draus zu machen. Ich habe gerade auf meinen blauen Schutzkittel ein großes rotes Herz gemalt - mit Augen und einem Mund."

So entsteht eine neue Normalität: Kolleginnen und Kollegen begegnen sich mit größerem Abstand, auch im Dienstzimmer und im Pausenraum. Umarmungen, unter Kolleginnen bisher Standard, gibt es nicht mehr. Die Hand geben, ein Übergriff. Trotzdem hoffen alle, dass bald wieder mehr tagesstrukturierende Angebote möglich werden. Die Politik lockert gerade die Besuchsverbote.

Was die Beschäftigten in beiden Einrichtungen freut, bringt Sylvia Balbuchta auf den Punkt: "Ein Großteil der Angehörigen vertraut uns und begegnet uns mit Verständnis." Ihre Kollegin Svenja Dankers betont, man sei im Umgang mit der Krise erfahrener geworden: "Uns geht jetzt alles leichter von der Hand. Wir erkennen früher die Anzeichen einer Infektion, können schneller reagieren. Und wir lachen wieder mehr."

POLITIK UND ZUKUNFT

Alle fragen sich, ob es beim Beifall vom Balkon und einmaligen Bonus-Zahlungen bleibt. "Die Politik hat die Pflege ganz klein gemacht, hat sie eigentlich immer kurzgehalten und finanziell gedrückt", kritisiert Svenja Dankers. "Ich habe die Befürchtung, dass es nach der Krise wieder so wird."

Claus Hinrichs, 68, Vorstandschef des Johannisheims in Stade, mahnt, die Pflege dürfe durch den Wettbewerb nicht ausgehöhlt werden. Konkurrenz sei nicht verkehrt, meint der Wasserwirtschafts-Ingenieur. Pflege sei aber Daseinsvorsorge und in dieser Hinsicht zuerst eine öffentliche Aufgabe: "Es darf nicht um billig, billig, billig gehen. Der Preiskampf darf nicht auf dem Rücken von Bewohnern und Beschäftigten ausgetragen werden. Zuallererst sind gute Begleitung und Würde am Lebensende wichtig. Dafür muss die Altenpflege ausgerüstet werden." Von Gunnar Müller und Dieter Sell (epd)/ Symbolbild Pfleger im Schutzanzug












15.05.2020 • 07:58 Uhr

Corona-Virus – Einschränkungen für Umfang der sozialen Kontakte - Was ist möglich am Vatertag? Polizei und Bußgelder angedroht

Am 21. Mai ist Christi Himmelfahrt. Landläufig ist dieser Termin auch als Vatertag bekannt. Für viele gehört an diesem freien Tag die „Vatertagstour“ mit dem Bollerwagen oder einem ähnlichen Gefährt zur festen Tradition. Aber wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel! Und genau das ist in der aktuellen Corona-Krise (leider) der Fall.

Obwohl Anfang der Woche die bestehenden Einschränkungen in Niedersachsen zum Teil gelockert wurden, gelten immer noch Einschränkungen für den Umfang der sozialen Kontakte. Wie bisher, müssen die physischen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden. Auch die Abstandsregeln sind unbedingt weiter einzuhalten. Vor allem soll nach wie vor vermieden werden, Gruppen zu bilden. Tabu sind deshalb auch weiterhin Picknick oder Grillen im Freien.

Wanderungen nur mit Angehörigen zweier verschiedener Hausstände sind aktuell allerdings zulässig. Damit ist es möglich, dass sich auch zwei Paare treffen oder zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. Von dieser Möglichkeit sollte aber nur sehr vorsichtig und umsichtig Gebrauch gemacht werden. Kein Ausweg ist, die klassische Vatertagstour als „Sport im Freien“ zu deklarieren.

Die Polizei und die Ordnungsbehörden werden gerade auch am Himmelfahrtstag die Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln überwachen. Die Polizei Northeim wird zusätzliche Kräfte einsetzen, um jederzeit angemessen und konsequent reagieren zu können. Auch die Bereitschaftspolizei ist im Landkreis Northeim im Einsatz. Bei festgestellten Verstößen drohen für alle Beteiligten empfindliche Bußgelder. lpd

Das Bild dokumentiert eine Polizeikontrolle in Corona-Zeiten - hier in Northeim. Foto: Marc Reiser











15.05.2020 • 07:52 Uhr

Stadtrat tagt in Bad Gandersheim: Was wird aus den lokalen Corona-Hilfsinitiativen?

Jetzt geht es zur Sache, besser zur Hilfe in Sachen lokaler Corona-Krise: Der Bad Gandersheimer Stadtrat will am 26. Mai in öffentlicher Sitzung im Schulzentrum ab 18.30 Uhr über zwei Anträge von CDU und SPD diskutieren und möglicherweise befinden. Gelingt ein lokales Hilfsprogramm für von der Corona-Krise gebeutelte Solo-Unternehmer/inen, Einzelhandelsgeschäfte, Gastrobetriebe und kleinere Firmen ehe es seine Wirkungen verfehlt?

Diese Initiativen stehen auch im Zusammenhang mit der Gesamtsituation der Finanzen der Stadt. Auch die leiden unter den Auswirkungen des Virus. Einnahmeverluste und Mehrausgaben sind absehbar und schon eingetreten. Deswegen hat Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) einen ersten Nachtrag zum städtischen Haushalt 2020 auf den Weg gebracht. Es steht zu erwarten, dass wieder Schulden gemacht werden müssen, um nicht erneut einen kommunalen Stillstand und wieder ein katastrophales Totsparen provozieren zu müssen. Diese Unart der Kommunalpolitik hat bekanntlich zu der fürchterlichen Agonie Bad Gandersheims geführt, unter der die Stadt nachhaltig leidet und nicht vorwärts und aufwärts bringt. Die Corona-Krise hat diese Situation wieder verschärft.

Die öffentliche Ratssitzung findet wieder an gewohnter Stelle und auf barrierefreiem Terrain statt. Das Forum des Schulzentrums bietet in Bad Gandersheim bietet dafür eine bestens geeignete Plattform. Außerdem können dort idealerweise die Corona-Schutzregeln an Hygiene und Abstand eingehalten werden. red/fis/Foto: Thomas Fischer










15.05.2020 • 07:24 Uhr

Tote Brunnen in Bad Gandersheim - Stefan Mittwoch verspricht für schäbigen Schiller-Brunnen Besserung

Die prominent platzierten Brunnen im südniedersächsischen Heilbad Gandersheim sprudeln: so der Festspielbrunnen auf der Stiftsfreiheit oder die Fontäne auf dem kleinen Teich vorm Ex-Kurhaus. Aber die etwas abseits gelegenen Wasserspiele versprühen derzeit mehr Schäbigkeit und sind einfach nur tot. So der Elisabethbrunnen am Gebäude der ehemaligen Reichabtei. Hier residiert bekanntlich die Landesbehörde für Straßenbau. Sie wird mehr ihrem Namen gerecht und kümmert sich um Landesstraßen und Autobahnen und weniger für die Funktionsfähigkeit der ihr verantworteten denkmalgeschützen Brunnenanlage.

Ein Minutengang davon entfernt, im Aufeinandertreffen von Petristraße, Tummelburg und Hagen, liegt der aufgepflasterte Schöller-Brunnen. Auch er gleicht gegenwärtig einer Kalkgrube. "Schäbig schaut er aus!", erregte sich jüngst eine ältere Dame aus der Nachbarschaft. Die Lebendigkeit eines Wasserspiels auch hier Fehlanzeige. "Toter Brunnen!", hat es die Nachbarin richtig erkannt und benannt.

Das Redaktionsnetzwerk erkundigte sich bei der Bad Gandersheimer Stadtverwaltung. Für sie kündigte Stefan Mittwoch, stellvertretender Amtsleiter im städtischen Bauamt, Besserung an. "Die Stadtwerke kümmern sich", versprach er. Bis zu Pfingsten soll alles wieder in Ordnung gebracht werden. Mittwoch bat angesichts des schwierigen Personaleinsatzes in der Corona-Krise um Verständnis dafür, "dass alles nach und nach abgearbeitet wird. Aber der Schöller-Brunnen wird in Ordnung gebracht!".
red/Fotos: Nicole Klawitter














15.05.2020 • 07:07 Uhr

Starker Handball in Südniedersachsen: Meldung 3. Liga + NHC Familie rückt zusammen! Sonntag die Duell-Show "Junior vs Senior"

Der Northeimer HC hat sich nach langen Beratungen eindeutig dafür entschieden auch in herausfordernden Zeiten für die kommende Saison 2020/21 für die 3. Liga Männer zu melden. Vorausgegangen war eine große Solidarität von Fans und Sponsoren. Keiner der Fans, Dauerkarteninhaber und Sponsoren verlangte für die vorzeitig beendete Saison 2019/20 anteilige Gelder zurück. Hierfür möchte sich der NHC ganz herzlich bedanken. Auch die Spieler und Trainer zeigten, das der Begriff "NHC-Familie" keine Worthülse ist sondern gelebte Praxis. Jeder verzichte im Rahmen seiner Möglichkeiten auf ihm zustehende Teilzahlungen und half so dem NHC die aktuelle Saison positiv zu beenden. Auch ihnen gebührt ein ganz besonderer DANK!

Aktuell laufen intensive Gespräche mit aktuellen und möglichen neuen Sponsoren & Partnern auf Hochtouren. Es gibt viele Zusagen, einige positive Tendenzen aber auch die ein oder andere Absage. Der NHC hofft daher auf weitere positive Gespräche und Zusagen und das seine Partner halbwegs ordentlich durch die schwierige Zeit kommen. Gemeinsam da durch! Das ALLES trug in Summe zur positiven Entscheidung für die 3. Liga bei.

Natürlich wird sich auch intensiv mit der Kaderplanung der 1. Herren beschäftigt. Viele Gespräche wurden und werden geführt. Hier gibt es wie immer gute und weniger gute Nachrichten. Als Abgänge wird es u. a. Efthymios Iliopoulos, Jakob Nowak, Fabian Ullrich, Ivan Martinovic und Co-Trainer Jens Schuboth geben. Verlängert haben Tomislav Buhinicek und Jannes Meyer. Ausführlichere Infos wird es hierzu in den kommenden Tagen geben. Die ersten Neuzugänge bahnen sich an und werden demnächst bekannt gegeben. Intensiv sucht der Verein nach Verstärkungen für das Abwehrzentrum, Rückraummitte und Rückraumrechts. Gern will man jungen Nachwuchsspielern die Möglichkeit geben sich auf der attraktiven Handballbühne der 3. Liga zeigen zu können.

Mit dem Thema Schuhwallhalle beschäftigt sich der NHC ebenfalls intensiv. Man werde einen neuen Ausnahmeantrag stellen und auf ein Entgegenkommen des DHB hoffen.

Am kommenden Sonntag, 17. Mai, um 17 Uhr, startet die große Duell-Show "Junior vs Senior" auf allen NHC Social-Media-Kanälen. Bis zum 16.Mai um 12 Uhr können noch symbolische Tickets für 5 € erworben werden. Weitere Infos gibt es unter www.northeimerhc.de.










14.05.2020 • 19:16 Uhr

Männer predigen über Männer - Evangelische Kirche startet Wettbewerb "Beste Männerpredigt"

Auch das gibt es in einer emanzipiert geglaubten Protestanten/innen-Kirche!

Die evangelische Kirche sucht erneut die beste Predigt speziell für Männer. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs heißt: "Im Schweiße deines Angesichts - Das ist es mir wert" und bezieht sich auf die Bibelstelle Genesis 3 Vers 19, wie der Geschäftsführer des Evangelische Zentrums Frauen und Männer in Hannover, Martin Rosowski, am Mittwoch mitteilte. Der Preis ist mit insgesamt 900 Euro für die ersten drei Plätze dotiert.

Auch mit Blick auf die Corona-Krise ließen sich aus dem Motto Fragen ableiten. "Wie gehen Männer mit der Krise um - was sind ihre Ängste und Sorgen? Wirtschaft und Gesundheitsschutz geraten in einen Widerspruch", erläuterte Rosowski. "Systemrelevant sind plötzlich Berufe in Pflege und an der Kasse, da arbeiten meistenteils Frauen."

Der Preis wird seit 2013 von der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Evangelischen Zentrum Frauen und Männer ausgeschrieben. Beteiligen können sich den Angaben zufolge Pastoren, Prädikanten, Lektoren, Studenten und Schüler beiderlei Geschlechts. Sie können bis zum 31. Oktober schriftliche Predigten sowie Audio- oder Videodateien einreichen. epd










14.05.2020 • 19:02 Uhr

Neu aus Bad Gandersheim! simply-control.cleany: Erst Desinfektion, dann Einlass

Hygiene ist wichtig und immer angesagt. Jetzt in der Corona-Krise noch nachhaltiger als üblich. Mit einer praktischen Hilfe hat das Bad Gandersheimer Unternehmen simply-X jetzt seine automatische Einlasstechnik den aktuellen Herausforderungen auch in Sachen Hygiene angepasst und optimiert. Vor dem Durchschreiten des Drehkreuzes (simply-flow) gibt es einen Desinfektionspender als Säule. Alles basiert auf digitaler Scantechnik und funktioniert automatisch. Der LED-Kranz signalisiert mit Rot- und Grünphase dem Benutzer, was zu tun ist. Vorteile: Einhaltung von erhöhten Hygienebedingungen und - Maßnahmen. Einhaltung von Mindestabständen. Einhaltung von behördlichen Vorgaben. Das simply-Control.cleany kommt in einem zeitlosen, edlen Design und biete eine hohe Verlässichkeit und Hygiene für Einlass-Herausforderungen.
red/Quelle: simply-X












14.05.2020 • 18:16 Uhr

Indigene in den USA stark von Covid-19 betroffen - Hälfte aller Corona-Toten in New Mexico Indigene

Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen: Native Americans bei Hilfpaketen übersehen - Gouverneurin klagt

Indigene Völker in den USA sind überproportional von der Covid-19-Pandemie betroffen. Das berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen unter Berufung auf Berichte vor Ort. Durch die verspätete und chaotische Reaktion der US-amerikanischen Bundesregierung auf die Ausbreitung der Krankheit seien ohnehin verwundbare Bevölkerungsgruppen noch härter getroffen worden: „Als in Washington schließlich Hilfspakete geschnürt wurden, hat man die Indigenen schlicht vergessen“, erklärt Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für Indigene Völker. „Also fingen sie an, sich und ihre Reservate selbst zu schützen. Daraufhin bekamen manche Ärger mit den Regierungen der Bundesstaaten.“

Im Bundesstaat New Mexico sind offiziellen Angaben zufolge die Hälfte aller Covid-19-Toten Indigene. Unter den Native Americans seien Risikofaktoren stark verbreitet. Viele Indigene litten an Tuberkulose, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. „Das erklärt zum Teil die hohen Zahlen“, so Bangert. „Andere Faktoren kommen hinzu: Auf den Reservaten herrscht oft Wassermangel, was Hygienemaßnahmen erschwert. Die Menschen leben zum Teil sehr weit verstreut und können nur schwer erreicht werden. Das Wegenetz ist schlecht, medizinische Einrichtungen rar. Und Informationen stehen oft nur auf Englisch zur Verfügung, was nicht in allen Haushalten ausreichend gut gesprochen wird.“

„Reservate zählen zu den Armenhäusern des Landes – finanzielle Hilfen waren trotzdem zunächst nicht vorgesehen“, berichtet Bangert. „Später ist dann ein Bruchteil der notwendigen Summe bewilligt worden, aber auch diese Gelder fließen noch nicht: Der bürokratische Aufwand für die Stammesverwaltungen ist enorm.“ Manche Gemeinschaften seien nun dazu übergegangen, den Zugang zu ihren Reservaten zu regulieren.

„Die Lakota in South Dakota versuchen auf diese Weise, das Virus von Pine Ridge und Cheyenne River fernzuhalten“, so Bangert. „Die Gouverneurin des Staates, Kristi Noem, will das jetzt gerichtlich unterbinden lassen.“ Die Native Americans seien in der Pandemie zunächst von der Regierung vergessen und dann stiefmütterlich behandelt worden. Nun würden sie auch noch aktiv an Schutzmaßnahmen gehindert. „Die Stammesregierungen kennen die Menschen und Territorien vor Ort am besten und wissen, was zu tun ist“, sagt Bangert. „Staatliche Behörden und Politiker sollten sie darin unterstützen.“
red/fis











14.05.2020 • 16:58 Uhr

Altgandersheim: Ortsvorsteher-Posten mit zwei Persönlichkeiten besetzt

Heidrun Blenke (Ortsvorsteherin) und Herbert Münnig (Stellvertreter) im Rathaus vereidigt

Im Beisein von Bürgermeisterin Franziska Schwarz haben im Rathaus gleich zwei neue Ehrenbeamte der Stadt Bad Gandersheim ihren Amtseid abgelegt und versehen mit sofortiger Wirkung ihren neuen Aufgabenbereich als Ortsvorsteherin bzw. Stellvertreter für den viertgrößten Ortsteil im Herzen der Heberbörde.

Neu-Ortsvorsteherin Heidrun Blenke wohnt im Haus Am Knack 17 und wird für Sprechzeiten nach Vereinbarung unter Telefon 9328999 oder per E-Mail heidrun.blenke@gmx.net für die Einwohnerinnen und Einwohner des Dorfes zur Verfügung stehen.

Herbert Münnig ist unter Telefon 5047 erreichbar. Im Zusammenwirken treten beide Persönlichkeiten die Nachfolge des langjährigen Ortsvorstehers Heinz-Friedrich Overbeck an, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt hatte.
red/Quelle: Stadtverwaltung/Foto: Kielhorn










14.05.2020 • 16:50 Uhr

Neue Medien: Redaktionsnetzwerk Fis Work Media Group jetzt mit Twitter auf 4. News-Kanal am Netz

Einen weiteren Schritt zur Optimierung des digitalen Nachrichten- und Story-Angebots für die Region hat das Bad Gandersheimer Medienunternehmen Redaktionsnetzwerk Fis Work Media Group gemacht. Mit dem Nachrichtendienst Twitter ist der vierte News-Kanal eröffnet und wird mit Top-Meldungen bedient. Angesichts der stetig wachsenden Nachfrage und Nutzung frischer, schneller und exklusiver Nachrichten und Hintergrundstories war die Entscheidung des unabhängig agierenden Redaktionsnetzwerkes strategisch ausgerichtet. "Wir setzen diese journalistische Linie mit konsequenter Lust und Leidenschaft fort!", versprach das Macherteam.
Neben Nachrichtenangeboten auf Socialmedia bei faceboook, Instagram und Twitter ist das Redaktionsnetzwerk mit einer Onlinezeitung auf www.fis-workmediagroup.de rund um die Uhr tipaktuell und exklusiv präsent.
red










14.05.2020 • 16:24 Uhr

Pflegedienstleitungen, Hygienefachkräfte und Wohnbereichsleitungen wurden auf "Corona-Schutz" geschult

Umsetzung von Hygienemaßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in vollstationären Heimen im Landkreis Northeim

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erarbeitet das Robert-Koch-Institut auch Empfehlungen zum Umgang mit COVID-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen für den öffentlichen Gesundheitsdienst. Der Landkreis hat aus diesem Grund eine Fortbildung für Pflegekräfte organisiert.

Da Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen aufgrund ihres Alters und/oder des Vorliegens von Vorerkrankungen zu dem Personenkreis mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf gehören, unterstützen die Gesundheitsämter die Umsetzung der Maßnahmen in diesen Einrichtungen. Neben den Hygiene- und Infektionskontrollmaßnahmen können organisatorische Maßnahmen entscheidend dazu beitragen, dass das Corona-Virus nicht in die Einrichtungen hineingetragen und dort weiterverbreitet wird.

Um den Verantwortlichen in den Heimen wichtige Informationen und Tipps in Bezug auf die praktische Umsetzung von Hygienemaßnahmen wie z.B. das korrekte Anlegen und Ausziehen der persönlichen Schutzausrüstung zu vermitteln, hat der Landkreis Northeim kürzlich eine Fortbildungsveranstaltung mit der Fachdozentin für Hygiene im Gesundheitswesen und Notfallmedizin, Sarah Hellwig aus Bad Lauterberg, organisiert. Die Seminarleiterin erläuterte Details zur persönlichen Schutzausrüstung und die Teilnehmer*innen konnten ihr Wissen auffrischen.

Die Fortbildungsveranstaltung wurde sehr gut angenommen. An zwei Tagen nahmen insgesamt 23 Pflegedienstleitungen, Hygienefachkräfte und Wohnbereichsleitungen aus den vollstationären Heimen im Landkreis die Möglichkeit wahr, mehr zum Thema „Multiplikatoren Persönliche Schutzausrüstung in Pflegeeinrichtungen“ zu erfahren. Um die Hygieneregeln einzuhalten, fanden an zwei Tagen jeweils drei Fortbildungsdurchgänge im Schulungsraum der Feuerwehrtechnischen Zentrale mit maximal fünf Teilnehmer*innen statt.

Die Teilnehmer*innen erhielten viele wichtige Informationen, die ihnen bei der Umsetzung im Pflegealltag helfen werden. Sehr anschaulich wurde zum Beispiel unter Schwarzlicht dargestellt, wo bei einer Händedesinfektion die Schwachpunkte liegen oder dass auch Einmalhandschuhe undicht sein können.

Viele weitere Informationen zum Coronavirus, die aktuellen Fallzahlen im Landkreis Northeim, die häufigsten Fragen und Antworten und hilfreiche Links finden Sie auf www.landkreis-northeim.de/coronavirus

Foto: Gesundheitsdienste
Das Bild zeigt eine Teilnehmerin der Fortbildungsveranstaltung. Foto: Gesundheitsdienste










14.05.2020 • 14:23 Uhr

Soeben Wechsel an der Spitze des Polizeikommissariats Einbeck - Verabschiedung von Peter Volkmar und Amtseinführung von Frank Keller

Am heutigen Donnerstag wurde vor wenigen Minuten der Leiter des Polizeikommissariats Einbeck, Erster Polizeihauptkommissar Peter Volkmar, aufgrund der aktuellen Situation in kleiner Runde, in den Räumlichkeiten des Polizeikommissariates Einbeck durch den Präsidenten der Polizeidirektion Göttingen, Herrn Uwe Lührig, verabschiedet. Herr Volkmar führte das Kommissariat seit dem Jahr 2013 und wird nun in den Ruhestand versetzt.

"Mit Herrn Volkmar verabschieden wir einen Kommissariatsleiter wie aus dem Bilderbuch in den Ruhestand, der sich nie geschont hat und immer überall dort aushalf, wo Not am Mann war", so Polizeipräsident Lührig. Herr Volkmar verstand es dabei aufgrund seiner sozialen und kollegialen Art, gepaart mit seiner Kompetenz und Bürgernähe, sowohl zwischen der Bevölkerung und der Polizei aber auch innerhalb der Polizei eine enge und vertraute Verbindung aufzubauen. Für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stand seine Tür stets offen und er setzte sich von ganzem Herzen für diese ein. "Insbesondere von der ausgeprägten menschlichen Kompetenz von Peter Volkmar bin ich zutiefst beeindruckt", sagte Polizeipräsident Uwe Lührig. Er dankte ihm für die langjährige und versierte Tätigkeit innerhalb der Polizeidirektion Göttingen und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.

Die Einführung des neuen Polizeikommissariatleiters, Erster Kriminalhauptkommissar Frank Keller, übernahm ebenfalls der Polizeipräsident. "Herr Keller hat sich innerhalb der Polizeidirektion Göttingen bereits als sehr kompetente und fachliche Führungskraft langjährig bewiesen. Ich freue mich, dass ich Herrn Keller für die verantwortungsvolle Aufgabe auswählen konnte und bin mir sicher, dass er die gute Arbeit von Herrn Volkmar fortführen wird", hob Polizeipräsident Uwe Lührig hervor.

Der neue Kommissariatsleiter ist 55 Jahre alt, seit fast 27 Jahren im Polizeidienst tätig und in Bodenwerder (Landkreis Holzminden) beheimatet. Herr Keller war viele Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen in ermittelnden Bereichen der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden, der Zentralen Kriminalinspektion Göttingen sowie der Polizeiinspektion Hildesheim tätig. In der PI Hildesheim war Herr Keller von 2016 bis zuletzt Leiter des Fachkommissariats 2 (Eigentumsdelikte) und Stellvertreter der Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes.

Die feierliche Amtseinführung von Herrn Keller wird zu einem späteren Zeitpunkt im Einbecker Rathaus stattfinden.
ots/Foto: Polizei










14.05.2020 • 13:39 Uhr

Heute um 13 Uhr amtlich: Gesamt 11.075 Corona-Inizierte, davon 9.154 Gesende, 537 Corona-Tote

Seit Erfassung der Corona-Virus-Infizierten gibt es in Niedersachsen 11.075 Fälle. Davon sind inzwischen 9.154 Infizierte wieder gesund. Seit der Corona-Krise sind amtlich 537 so genannte Corona-Tote statistisch aufgeschrieben; sie müssen nicht an Corona, sondern können mit Corona verstorben sein, heißt es jetzt offiziellerseits. Die Daten für die Landkreise sind in der dargestellten Liste dokumentiert. Stichtag ist heute, Donnerstag, 14. Mai 2020, 13 Uhr.


Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner 7 Tage Fälle
pro 100.000 Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 167 (+1) 133,7 3,2 5
LK Aurich 95 50,0 0,5 6
LK Celle 186 104,0 1,7 12
LK Cloppenburg 105 61,0 1,2 0
LK Cuxhaven 171 (+3) 86,1 14,6 11 (+1)
LK Diepholz 361 (+2) 166,1 3,2 24 (+1)
LK Emsland 426 (+2) 130,2 2,7 22 (+1)
LK Friesland 34 34,4 0,0 1
LK Gifhorn 125 70,8 0,6 4
LK Goslar 236 (+2) 172,7 5,1 19 (+3)
LK Grafschaft Bentheim 236 172,2 2,2 15
LK Göttingen 788 (+1) 240,2 5,2 68 (+1)
LK Hameln-Pyrmont 120 80,7 0,0 7
LK Harburg 521 205,0 2,8 11
LK Heidekreis 71 50,6 0,0 2
LK Helmstedt 138 (+1) 151,0 1,1 1
LK Hildesheim 354 128,3 10,1 3
LK Holzminden 104 147,1 0,0 5
LK Leer 100 58,5 0,6 3
LK Lüchow-Dannenberg 18 37,1 0,0 3
LK Lüneburg 168 91,3 1,1 0
LK Nienburg (Weser) 70 (-1) 57,5 0,0 4
LK Northeim 121 (+1) 91,3 0,0 3 (+1)
LK Oldenburg 217 165,4 2,3 13
LK Osnabrück 1046 (+15) 291,9 14,2 59
LK Osterholz 91 (+3) 79,8 7,9 0
LK Peine 142 105,5 0,0 11
LK Rotenburg (Wümme) 108 65,9 1,8 1
LK Schaumburg 155 98,2 1,3 8
LK Stade 192 94,0 1,0 8
LK Uelzen 43 46,5 1,1 0
LK Vechta 320 (+1) 224,3 0,7 10
LK Verden 141 (+2) 102,9 7,3 2
LK Wesermarsch 51 57,5 0,0 1
LK Wittmund 27 47,3 0,0 0
LK Wolfenbüttel 185 (+4) 154,4 5,8 11
Region Hannover 2161 (+16) 187,0 8,9 93 (+2)
SK Braunschweig 322 (+3) 129,4 6,0 15 (+1)
SK Delmenhorst 52 (+1) 67,0 5,2 2
SK Emden 18 36,0 0,0 0
SK Oldenburg 164 (+2) 97,3 0,6 1
SK Osnabrück 470 (+1) 285,8 9,7 14
SK Salzgitter 138 132,4 5,8 7
SK Wilhelmshaven 26 34,1 3,9 1
SK Wolfsburg 291 (+2) 233,9 4,8 51
Niedersachsen gesamt 11075 (+62) 138,5 4,6 537 (+11)

Verstorbene

In der Auflistung der verstorbenen Fälle werden alle Fälle genannt, bei denen eine Covid-19-Erkrankung nachgewiesen wurde und die verstorben sind, unabhängig von der direkten Todesursache. Dadurch werden ggf. auch Fälle geführt, die nicht an, sondern mit der Infektion verstarben (z.B. Schlaganfall oder unheilbare Krebserkrankung). Dieses Vorgehen stimmt mit dem Vorgehen des RKI Robert Koch Institut Berlin überein.

Genesene

Als genesen können wir heute einschätzen: 9154 (82,7% bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl).
Wie viele Infizierte inzwischen genesen sind, kann den Meldedaten nicht direkt entnommen werden.
red/Quelle: Gesundheitsministerium Niedersachsen

Die Grafik dokumentiert den stetigen Niedergang der Corona-Infizierten in Niedersachsen in einen absehbaren Nullwert. Quelle: Gesundheitsministerium










14.05.2020 • 13:14 Uhr

LaGa aktuell (II): Vor Neuanpflanzungen und Bauprojekt "barrierefreier Ausweg" lahme Abräumaktion

Der Hang am Skulpturenweg beim ehemaligen (immer noch leerstehenden!) Kurhaus im staatlich anerkannten Heilbad ist komplett von seinem Baum- und Strauchbewuchs befreit. Der Abraum allerdings noch nicht ganz. Am Dienstag war das private Entsorgungsunternehmen plötzlich wieder aktiv. Ein Bagger schichtete den Grünmüll zu einem riesigen Haufen. Wann er und andere um den Osterbergsee herumliegenden Reste der Baumfällungen abgeholt werden ist ungewiß. Angesichts des sporadischen Einsatzes der Firma ist nichts Gutes zu erahnen.
An den kahlen Hangabschnitt des Skulpturenweges ist Großes im Zusammenhang mit dem Millionenprojekt Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim geplant. Neben neuen Anpflanzungen wird hier ein beeindruckendes Bauwerk entstehen. In den Steilhang soll laut LaGa-Geschäftsführer Thomas Hellingrath ein hundertprozentiger barrierefreier Zugang zum Plateau des Skulpturenweges entstehen. Angesichts des Steigungsgefälles ein ehrgeiziges wie finanziell aufwendiges Prestigeprojekt. Am Ende soll ein Rollstuhlfahrer/in vollkommen allein, das bedeutet ohne "Bedienhilfen", vom Parkplatz auf den Wanderweg gelangen können. red/Video: Nicole Klawitter










14.05.2020 • 13:12 Uhr

Goslar: Mysteriöser "Baltasar" und sein ausspioniertes Sprühwerk "Chill" beschäftigt die Polizei

Am vergangenen Sonnabend, gegen 17 Uhr, kam es zu einer Farbschmiererei an der Unterführung der Bundesstraße 4, die auf der Verbindung zwischen Kaiserweg und Schultal in. der Kaiserstadt Goslar gelegen ist. Die Polizei in Goslar merkt dazu in einer soeben veröffentlichten Mitteilung an:
Ein junger Mann im Alter zwischen 17 und 25 Jahren war dabei beobachtet worden, wie er den ca. 3,6 mal 2,0 Meter großen Schriftzug "Chill" in weißer Farbe mit grauer Umrandung, schwarzer Schattierung, und einem aus oranger, rosa und violetter Farbe bestehender Hintergrund, aufsprühte. Unterhalb dieses Schriftzuges ist ein weiterer Schriftzug "Baltasar" in blauer Farbe. Der junge Mann hatte schwarze, kurze Haare, war mit einer kurzen blauen Hose, einem dunklen T-Shirt und weiß-bunten Turnschuhen bekleidet Er führte einen schwarzen Rucksack mit sich. Der Schaden wird auf ca. 300 Eurogeschätzt. Wer Hinweise zu dem Verursacher machen kann, meldet sich bitte bei der Polizei Braunlage unter der Rufnummer 05520-93260. ots/Foto: Polizei










14.05.2020 • 12:37 Uhr

Neues von der Landesgartenschau 2022: Erster Platz für „Aeda“

Paula Chmielewska-Podyma aus Wolperode darf den von Blumen Dörries und der Landesgartenschau Bad Gandersheim ausgelobten Gewinn beim Wettbewerb um den schönsten Blumenkasten mit nach Hause nehmen: Aeda, gestaltet von Anja Süßenbach, die seit 32 Jahren als Floristin bei Blumen Dörries arbeitet.

Für den Wettbewerb wurden acht Blumenkästen gestaltet und für eine Woche bei Blumen ausgestellt. Den ersten Platz machte der Blumenkasten „Aeda“, die Namensgeberin eine fränkische Adlige und Schwiegermutter des Gründers des Stifts Gandersheim. Luise Goslar aus Bad Gandersheim hatte sich liebevoll der Aufgabe gewidmet, die schönsten Frauennamen aus der Geschichte Bad Gandersheims auszuwählen und für den Wettbewerb zur Verfügung zu stellen.

„Inspiriert haben mich die Farben der Landesgartenschau und die ungewöhnliche Mischung von orange- und pinkfarbenen Blüten“, so Anja Süßenbach, die sich über den ersten Platz sehr freut und gemeinsam mit Arne Dörries den Gewinn überreichte. „Der Blumenkasten wird einen Ehrenplatz in unserem kleinen Garten erhalten“, so die Gewinnerin. Sie freut sich besonders auf die Blumenschauen während der Landesgartenschau und hofft, viele Inspirationen für dekorative Blumensträuße zu bekommen.

Blumenkasten wurde bepflanzt mit: Elfensporn (Breeze Plus Pink und Breeze Plus Orange), Geranie (Mila und Mona Lisa), Zauberglöckchen (Unique Hot Pink und Unique Orange), Buntnessel, Wassernabel (Crystal Confetti).
red/Quelle: Landesgartenschau

Zum Bild: Junior-Chef Arne Dörries, Gewinnerin Paula Chmielewska-Podyma und Preisträgerin Floristin Anja Süßenbach. Foto: LaGa











14.05.2020 • 12:25 Uhr

Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wegen Corona-Krise auf lange Bank geschoben

Der bundesweite Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2023 verschoben. Darauf verständigte sich das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) mit den Bundesländern. Die Wettbewerbe auf Kreisebene und anschließend auf Landesebene, die Voraussetzung für die Teilnahme am Bundeswettbewerb sind, finden auch jeweils ein Jahr später und damit in 2021 und 2022 statt.

„Durch die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus hätten die dem Bundesentscheid vorangehenden Wettbewerbe in den Dörfern und in den Ländern nicht oder nur sehr eingeschränkt vorbereitet werden können“, erläutert Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. „Mit der Verschiebung haben alle beteiligten Gruppen mehr Spielraum für die Durchführung der Wettbewerbe in den Landkreisen“, so die Ministerin. red










14.05.2020 • 12:03 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch neun Corona-Infizierte im Landkreis Northeim

Aktuell gibt es weiterhin 119 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Mittwoch sind damit keine neuen bestätigten Corona-Fälle bekannt geworden. 108 Personen - eine mehr als am Vortag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Auch die Zahl der Verstorbenen liegt unverändert bei zwei Personen.
Hintergrunde:
Im Landkreis Northeim leben derzeit rund 133.600 Menschen.












14.05.2020 • 11:55 Uhr

Beim Ausweichen mit Trecker und Holzspalter abgestürzt: Schwerverletzten mit Rettungshubschrauber in Klinik

Ein 66-jähriger Mann aus Bad Karlshafen befuhr am gestrigen Mittwoch, um 10:30 Uhr, mit einem Trecker und einem dahinter befestigten Holzspalter einen Waldweg im gemeindefreien Gebiet von Bodenfelde-Wahmbeck gegenüber der Ortschaft Bad Karlshafen. Als er einem nachfolgenden Fahrzeug das Überholen ermöglichen und ausweichen wollte, kam geriet er auf den unbefestigten Seitenraum. Der Trecker samt Holzspalter rutschte einen Abhang hinunter und überschlug sich. Der 66-jährige Mann wurde schwer verletzt. Er wurde von der Feuerwehr Helmarshausen geborgen und anschließend mit dem Rettungshubschrauber dem Klinikum Göttingen zugeführt. Am Trecker und Holzspalter entstand Sachschaden in Höhe von ca. 3.000 Euro. zi











14.05.2020 • 11:50 Uhr

Einbeck: Beim Rangieren Pkw beschädigt

Ein Pkw Halter aus einer Dasseler Ortschaft hat sich am gestrigen Mittwoch bei der Polizei Einbeck gemeldet, um eine Verkehrsunfallflucht anzuzeigen. Der 56-Jährige hatte seinen Pkw am Mittwoch gegen 07 Uhr morgens in Einbeck in der Bodelschwinghstraße am rechten Fahrbahnrand in Richtung Fröbelstraße zum Parken abgestellt. Gegen 16.40 Uhr wollte er wegfahren und stellte am linken vorderen Kotflügel und an der Fahrertür Beschädigungen fest. In genannten Zeitraum ist ein bislang unbekannter Fahrzeugführer , vermutlich beim Rückwärtsausparken aus einer gegenüberliegenden Parkbox, gegen den Pkw des Geschädigten gefahren. Anschließend hat der Verursacher den Ort verlassen. Zeugen, die Hinweise auf das verursachende Fahrzeug oder den Fahrer geben können, setzen sich bitte mit der Polizei Einbeck in Verbindung.pap











14.05.2020 • 10:23 Uhr

Versuchter Computerbetrug - Polizei fahndet nach Pärchen - Wer hat den auffälligen Goldring gesehen?

Jetzt geht die Polizei massiv in die Öffentlichkeit:
Bereits am 4. November 2019 wurde einem damals 73 Jahre alten Wolfsburger in einem Lebensmittelmarkt im Laagberg die Geldbörse aus der Jackentasche gestohlen. In ihr befanden sich neben einer geringen Menge an Bargeld auch die EC Karte des Opfers. Mit ihr wurde in der Folgezeit mehrfach versucht an verschiedenen EC-Automaten von zwei unterschiedlichen Geldinstituten insgesamt 2.400 Euro Bargeld abzuheben. Dabei wurden die Täter von den Überwachungskameras der Banken gefilmt. Die Versuche scheiterten, da die Täter die falsche PIN eingaben.

Durch das Amtsgericht Braunschweig wurde nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig eine Öffentlichkeitsfahndung genehmigt. Von daher fragt die Polizei Wolfsburg: Wer kennt die auf den Bildern gezeigten Personen. Es handelt sich dabei um einen weiblichen und einen männlichen Täter. Der Mann trägt dabei eine blaue Jeans und ein kariertes Hemd unter einer olivgrünen Jacke. Auf dem Kopf hat er ein blaues Basecap und einen auffälligen Ring an seiner linken Hand. Ins Auge stechen auch die weißen Sohlen an seinen bräunlich-roten Schuhen. Die Frau hat lange, dunkle Haare. Sie ist mit einer grau-karierten Hose und dunklen Jacke bekleidet. Um den Hals trägt sie einen schwarz-weiß gemusterten Schal.

Hinweise zu den beiden Personen nimmt das 2. Fachkommissariat der Polizei in Wolfsburg unter der Rufnummer 05361/4646-0 entgegen.











14.05.2020 • 10:16 Uhr

Wohnungsbau in Niedersachsen: 2019 wurden über 28.000 Wohnungen fertiggestellt

Die Bauwirtschaft hat im Jahr 2019 in Niedersachsen insgesamt 28.356 Wohnungen fertiggestellt. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, waren das 3,6% mehr als im Jahr 2018. Es war die dritthöchste Zahl von Wohnungsfertigstellungen in den vergangenen zehn Jahren. Der Wohnungsbau unterliegt starken konjunkturellen Schwankungen und ist vor allem nachfrageorientiert. Der Spitzenwert von 29.300 fertiggestellten Wohnungen lag im Jahr 2016.

Von allen im Jahr 2019 fertiggestellten Wohnungen befanden sich ca. 91% (25.715) in neu errichteten Wohngebäuden. Im Vergleich zu 2018 bedeutete dies einen Anstieg um 3,9%. Weitere 2.342 Wohnungen wurden durch Baumaßnahmen an bestehenden Wohngebäuden erstellt, 6,4% mehr als 2018. Zusätzlich entstanden 299 Wohnungen durch Neubau oder Umbau von Nichtwohngebäuden, zum Beispiel durch den Umbau von Büro- oder Betriebsgebäuden. Das waren insgesamt 29,6% weniger als im Jahr 2018.

Von den im Jahr 2019 neu erbauten Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden entfielen 44% (11.258) auf Einfamilienhäuser. Im Vergleich zum Jahr 2018 entsprach dies einem Plus von 2,9%. Weitere 10% der Wohnungen (2.596) befanden sich in neuen Zweifamilienhäusern, 5,1% mehr als im Vorjahr. Der Geschosswohnungsbau, dazu zählen Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen, stellte 46% (11.725) aller neuen Wohnungen. Im Vergleich zu 2018 wuchs die Zahl der neuen Geschosswohnungen mit 9,8% am stärksten an. Die restlichen 136 der Neubauwohnungen entfielen auf Wohnheime. Hier ging die Zahl der neu erstellten Wohnungen gegenüber 2018 um 79,1% zurück.


Bei nahezu unveränderter durchschnittlicher Wohnfläche von knapp 80 Quadratmeter lagen die veranschlagten Baukosten je neu gebauter Geschosswohnung bei rund 113.000 Euro. Im Vergleich zu 2018 entspricht dies einem Anstieg um 3,0%.
red/fis/Foto: Thomas Fischer











14.05.2020 • 10:14 Uhr

BMW prallt frontal gegen Baum

Gott sei Dank! Mit leichten Verletzungen kam ein 28-Jähriger aus Warburg davon, der mit seinem BMW bei Warburg-Menne (Landkreis Höxter) frontal gegen einen Baum geprallt war. Am Wagen hingegen entstand Totalschaden.

Der Fahrer war am Dienstag, 12. Mai, abends allein in seinem blauen 3er-BMW auf der K 38 von Hohenwepel kommend in Richtung Ossendorf unterwegs. Gegen 22.20 Uhr kam er in einer abschüssigen Rechtskurve aus noch ungeklärten Gründen nach rechts auf die Bankette, touchierte mit seinem rechten Außenspiegel einen Leitpfosten und prallte anschließend mit der rechten Fahrzeugfront gegen einen Baum.

Der Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er ambulant versorgt wurde. Da der Verdacht auf Alkoholkonsum bestand, wurde dem Fahrer außerdem eine Blutprobe entnommen. Das Auto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden, der Schaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt. /nig/Foto: Polizei










14.05.2020 • 10:07 Uhr

Neues Motto in der Corona-Krise "Gespräche über den Gartenzaun" - Bürgermeisterin Schwarz (SPD) kündigt Besuche in Ortsteilen an

Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) will den Ortsteilen der südniedersächsischen Kur- und Reha-Stadt danken und informieren - natürlich unter Berücksichtigung aller Standards in Corona-Krisenzeiten. So über das Dorferneuerungsprogramm. Weiteres Thema sollen Landesgartenschau 2022-Infos durch Geschäftsführer Thomas Hellingrath sein. Bekanntlich ist die Bürgermeisterin gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzende der Landesgartenschau-Gesellschaft.
Ihre beabsichtigte Visite hat Frau Schwarz soeben in einer amtlichen Verlautbarung angekündigt. Wann und wo das zuerst geschehen wird ist allerdings noch nicht bekannt.

In der Verlautbarung der Stadtverwaltung heißt es u.a. weiter: "In der Corona-Zeit entfallen Feste und andere Veranstaltungen auch auf den Dörfern, um unsere älteren und besonders gefährdeten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen.

Viele Begegnungen, die gerade in den Sommermonaten so schön und wichtig sind, müssen entfallen. Bürgermeisterin Franziska Schwarz möchte daher auf anderem Wege den Kontakt zu den Menschen in den Dörfern suchen.

In Abstimmung mit der jeweiligen Ortsvorsteherin bzw. dem Ortsvorsteher wird sie in den kommenden Wochen einen Rundgang durch jeden Ortsteil machen und dabei für „Gespräche über den Gartenzaun“ zur Verfügung stehen.
red/Quelle: Stadtverwaltung Bad Gandersheim/

Das Bild dokumentiert die Bürgermeisterin Franziska Schwarz (Mitte) in einer öffentlichen Sitzung des Bürgerdienste-Ausschusses. Foto: Thomas Fischer










14.05.2020 • 09:47 Uhr

Sprengel-Museum öffnet wieder für Besucher

Das Sprengel Museum in Hannover hat ab sofort wieder für Besucher geöffnet. Sowohl die Sammlung als auch Sonderausstellungen seien unter den aktuell bestehenden Corona-Hygieneregeln wieder zugänglich, teilte das Museum am Donnerstag mit. Unter anderem laufe gerade die Schau der Künstlerin Mika Rottenberg, die bis zum internationalen Museumstag (17. Mai) verlängert werde. Am Museumstag selbst lädt das Sprengel Museum zum Besuch der Ausstellungen bei freiem Eintritt ein.

In der aktuellen Sonderschau setzt sich Rottenberg mit Filminstallationen und Skulpturen mit globalen Produktionsvorgängen und deren oft undurchschaubaren Verbindungen auseinander. Die Künstlerin selbst nennt ihre Methode "Social Surrealism" und verknüpft dokumentarische und fiktive Szenen zu einem neuen Ganzen.epd










14.05.2020 • 09:17 Uhr

A 7/A 39: Vollsperrung am Salzgitter Dreieck - Umbau der Verkehrsführung von Sonntag, 17. Mai bis Montag, 1

Wegen Umbauarbeiten an der Verkehrsführung im Zuge des Ausbaus des Salzgitter-Dreiecks wird am Wochenende in der Nacht von Sonntag, 17. Mai, auf Montag, 18. Mai der Verkehr auf der A 39 von Braunschweig in Richtung Kassel (A 7) auf die neu hergestellte Fahrbahn umgelegt. Die alte Fahrbahn mit dem abgängigen Brückenbauwerk wird gesperrt und zu einem späteren Zeitpunkt abgerissen.
Dies teilt soeben die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim mit.

Für die A 39 von Braunschweig in Richtung Kassel erfolgt eine Vollsperrung von der Anschlussstelle (AS) Baddeckenstedt ab Sonntag, 17. Mai ab 19 Uhr bis Montag, 18. Mai, voraussichtlich 6 Uhr.

Für die A 7 wird im Bereich des Dreiecks eine einstreifige Verkehrsführung auf der Richtungsfahrbahn Kassel ebenfalls in dieser Zeit eingerichtet.

Die Umleitungsstrecke für den Verkehr auf der A 39 ist ausgeschildert und verläuft von Baddeckenstedt in Richtung Derneburg.
Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim bittet um Verständnis.
red/Foto: Thomas Fischer











14.05.2020 • 09:13 Uhr

Einfallsreich zu Himmelfahrt: Auto-Gottesdienst in Wolfsburg

Zu einem zentralen Auto-Gottesdienst auf dem Parkplatz der Volkswagen Arena in Wolfsburg lädt der evangelische Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen am Himmelfahrtstag (21. Mai) ein. "Wir trotzen dem Coronavirus, denn Himmelfahrt ohne Gottesdienst draußen geht nicht", sagte der Wolfsburger Superintendent Christian Berndt am Dienstag. Die Feier beginnt um 10 Uhr vor dem Eingang Süd-West. Üblicherweise feiert der Kirchenkreis zu Himmelfahrt einen Freiluft-Gottesdienst. Im vergangenen Jahr waren dazu nach Angaben des Kirchenkreises 500 Menschen auf den Wolfsburger Klieversberg gekommen.

Der Parkplatz biete jetzt Raum für rund 400 Fahrzeuge, sagte Berndt. Der dreigeschossige Notausgang des Fußball-Stadions werde als Altarraum genutzt. "Dort erwarten uns Bläser, eine Mini-Band und die Evangelische Jugend des Kirchenkreises. Sie alle gestalten mit mir diesen Gottesdienst zum Thema Vertrauen." Aus Gründen des Infektionsschutzes dürften die Besucher gemäß der Auflage des Landes Niedersachsen ihre Fahrzeuge nicht verlassen. Unerlässlich sei ein Autoradio, weil der Ton des Gottesdienstes per UKW-Frequenz übertragen werde.epd










14.05.2020 • 09:09 Uhr

Goslar: Beim Unkraut flämmen Hecke des Nachbarn abgefackelt

Tatort: Goslar, Konrad-Adenauer-Straße.Tatzeit: Mittwoch, 13. Mai, 11.28 Uhr: Ein 57-jähriger Vienenburger brannte mit einem "Dachdeckerbrenner" Unkraut ab. Hierbei setzte er versehentlich eine Hecke eines Nachbarn in Brand. Die Feuerwehr und die Polizei wurden informiert und rückten aus. Währenddessen löschte der Verursacher und ein Nachbar die Hecke. Die Feuerwehr prüfte anschliessend lediglich mit einer Wärmebildkamera ob das Feuer tatsächlich erloschen war. Es entstand geringer Sachschaden an der Hecke.(TG)











14.05.2020 • 06:46 Uhr

Wolperode:Graue Säcke voller Müll im Wald entsorgt - Warnung an Verursacher

Erneut ist die lokale Natur als eine Art Müllkippe benutzt und damit geschändet worden. Ein noch Unbekannter hat über Nacht mehrere graue Säcke gefüllt mit Müll im Wald neben der Straße nach Wolperode entsorgt (Foto).
Der Wald gehört der Forstinteressentenschaft Ganderheim. Dort sind die Verantwortlichen entsetzt über diese Art der Müllentsorgung. In einer Stellungnahme der Interessentschaft heißt es:“Wir bitten den Entsorger bis Freitag dieser Woche die Säcke zu entfernen, ansonsten werden wir Anzeige erstatten!“, so Hans-Georg Wölki, zweiter Vorsitzender der Forstinteressentschaft. red










13.05.2020 • 21:48 Uhr

Mit über 3 Promille Schlangenlinien auf der A7 gefahren - Autobahnpolizei beendet Trunkenheitsfahrt bevor Schlimmeres passiert

Am frühen Mittwochmorgen (13.05.2020) hat die Autobahnpolizei Göttingen einen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, der vermutlich mit über drei Promille am Steuer saß.

Nachdem der Pkw-Fahrer auf Höhe der Anschlussstelle Hedemünden durch sein Fahren in Schlangenlinien und unerklärlichen Bremsmanövern auffiel, führte ihn seine Fahrt von der A7 über die A38 bis zur Kreisstraße 31, wo er schließlich angehalten und kontrolliert werden konnte.

Während der Kontrolle hatte der 62-Jährige augenscheinlich Probleme, sich auf den Beinen zu halten, die Beamten stellten zudem erheblichen Alkoholgeruch fest. Es folgte vor Ort ein Alkoholtest, dieser ergab einen Wert von 3,33 Promille. Somit ging es nun für den 62 Jahre alten VW Golf Fahrer zur Polizeidienststelle, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein.mb










13.05.2020 • 21:34 Uhr

Skulpturenpfad: Wieder Attacke auf Bienenhotel - Landjugend der Heberbörde empört - "Eine Sauerei!"

Unbekannte haben erneut das mit viel Einsatz und Liebe aufgebaute "Bienenhotel" mit Unterstand für Wanderer und Radler zum Ziel einer nicht nachvollziehbaren Attacke genommen. Erneut wurde der Schaukasten angegriffen. Unkontrollierte Kräfte haben den Pfahl mit dem angebrachten Schaukasten umgestoßen. Er stürzte auf das Dach. Hier wurde ein Ziegel demoliert. "Das ist nur noch eine Sauerei", empörte sich Imker König. Auch die Landjugend Heberbörde reagierte erschrocken und empört über den Vandalismus. Die Beschädigung muss sich innerhalb der letzten 24 Stunden ereignet haben. Gestern Abend war an dem Unterstand noch alles in Ordnung. Das berichteten mehrere Zeugen und hat ein Reporter des Redaktionsnetzwerkes selbst gesehen. Als der Vandalismus heute sichtbar wurde waren Mitglieder der Landjugend sofort dabei, das Dach wieder in Ordnung zu bringen. Die Wiederherstellung des Schaukasten wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Heute Abend um 20 Uhr war die Schutzhütte - bis auf den Schaukasten - wieder im bekannten ordentlichen Zustand.
Gleichwohl hat die Landjugend Heberbörde darum gebeten, dass sich eventuell Zeugen melden, die bei der Aufklärung des unsinnigen Vandalismus helfen können.
red/Fotos: Landjugend Heberbörde/ Marc Reiser
















13.05.2020 • 21:07 Uhr

In Bad Gandersheim: Schlüssel und Auweis aus nicht verschlossenem Renault Twingo entwendet

Gestern, am Dienstag, 12.Mai 2020, in der Zeit von 14.45 Uhr bis 16 Uhr kam es im Subecksweg, in Bad Gandersheim zu einem Diebstahl aus einem abgestellten Pkw Renault Twingo. Die Geschädigte, eine 59-jährige Bad Gandersheimerin, stellte ihren Pkw gegen 14.45 Uhr auf einem Stellplatz im Subecksweg ab und begab sich auf ein angrenzendes Grundstück. Als sie gegen 16 Uhr wieder zu ihrem Pkw zurückkehrte, stellte sie fest, dass aus dem nicht verschlossenen Kofferraum ein Schlüsseletui und diverse persönliche Dokumente fehlten. Es wird vermutet, dass ein bislang unbekannter Täter die unbeobachtete Zeit nutzte, um aus dem Kofferraum die Gegenstände zu entwenden.

Zeugen, die in dem benannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei in Bad Gandersheim in Verbindung zu setzen.schw










13.05.2020 • 16:26 Uhr

Wiederaufnahme der Schülerbeförderung in VSN-Gebiet geht gut voran - Mund-Nasen-Schutz Pflicht und Abstand beachten!

Der Bus- und Bahnverkehr wurde im Gebiet des Verkehrsverbundes Süd-Niedersachsen (VSN) nach der schrittweisen Erleichterung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen bzw. dem stufenweisen Start des Schulbetriebes wieder dem regulären Betrieb nach dem Fahrplan „an Schultagen“ angepasst. Alle aktuellen Informationen werden auf der Internetseite www.vsninfo.de veröffentlicht.

Mit der schrittweisen Rückkehr zum gewohnten täglichen Leben werden wieder mehr Fahrgäste und vor allem Schülerinnen und Schüler in den Bussen und Bahnen im VSN erwartet. Es wird darauf geachtet, dass in den Bussen nur 50 Prozent der Sitzplätze ausgelastet sind, um die Abstandsregeln von 1,50 Metern einhalten zu können. Die Kunden im sogenannten Erledigungs- und Freizeitverkehr (d.h. Besorgungen, Einkaufen usw.) werden gebeten, die Busse außerhalb der Zeiten des Schüler- und Berufsverkehrs (nicht vor 8 Uhr, 12 - 14 sowie 16 - 18 Uhr) zu nutzen, damit die beschränkten Fahrzeugkapazitäten für die notwendigen Beförderungen zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Platzverhältnisse in den Fahrzeugen sei absehbar, dass in der Praxis ein 1,5-Meter-Mindestabstand künftig nicht immer eingehalten werden könne. Die Corona-Verordnung des Landes schreibt diesen in Zügen, Bussen, Taxis und Mietwagen nur soweit möglich vor. Wichtig sei, sich bei der Platzwahl gut zu verteilen, die notwendigen Hygieneregeln zu beachten und einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Die Busse im Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) werden sukzessive mit Fahrerschutzscheiben ausgestattet. Das Thema Infektionsschutz wurde mit Beginn der Corona-Pandemie sehr ernst genommen. Die Verkehrsunternehmen im VSN-Gebiet hatten bei allen Bussen den Vordereinstieg gesperrt und den Fahrkartenverkauf in den Bussen eingestellt. Bei Fahrzeugen, die bereits mit der Schutzvorrichtung ausgestattet sind, wurde bzw. wird der Vordereinstieg nach Anbringung unverzüglich geöffnet - mit Ausnahme der GöVB, hier wird zuerst ein Teil der Busse umgerüstet, bevor der Einstieg geöffnet wird. Fahrkarten können ab diesem Zeitpunkt wieder in den Bussen gekauft werden. Sollte ein Kauf oder eine Entwertung im Fahrzeug noch nicht möglich sein, bittet der VSN seine Fahrgäste, den Fahrschein schnellstmöglich aufgrund der bestehenden Fahrscheinpflicht nachzulösen bzw. Mehrfahrtenkarten selbst zu entwerten. Eine Entwertung erfolgt, indem diese eingerissen werden. Des Weiteren bietet der VSN bis zur Öffnung aller Vordereinstiege Fahrgästen an, Ihre Fahrkarten per E-Mail zu bestellen. Der genaue Ablauf kann unter www.vsninfo.de nachgelesen werden. Bei der GöVB gilt die Fahrscheinpflicht bereits bei Betreten der Busse. Eine Entwertung ist im Bus möglich.

Im VSN-Servicecenter können die Fahrscheine ab Montag, den 18.05.2020 wieder zu den regulären Öffnungszeiten (Mo. – Fr. 7-17 Uhr) erworben werden.

Für die Fahrgäste ist das Tragen einer sogenannten Alltagsmaske bei der Nutzung von Busse und Bahnen verpflichtend. Fahrer und Fahrerinnen sind nicht dazu verpflichtet einen Mund- Nasen-Schutz während der Fahrt zu tragen, da einerseits beim Führen von Fahrzeugen grundsätzlich ein Vermummungsverbot besteht, andererseits die Konzentrationsfähigkeit abnimmt, was eine weitere Gefährdung darstellen würde.
red/Foto: Thomas Fischer











13.05.2020 • 16:12 Uhr

Streitfall Bürgermeisterwahl in Uslar: Jetzt melden sich die AfD-Bundestagsabgeordneten Hampel und Kestner zu Wort

Kritik am Vorhaben, Bürgermeisterwahlen in Corona-Zeiten nur noch per Briefwahl zuzulassen

In einer aktuellen Pressemitteilung haben sich soeben die Bundestagsabgeordneten Armin-Paulus Hampel und Jens Kestner (Nordheim) mit der ausgesetzten Bürgermeisterwahl in Uslar beschäftigt. Die AfD-Politiker melden Bedenken an und warnen vor einem Demokratieverlust für das Wahlvolk.

Was macht man, wenn Gesetze nicht in den politischen Kram passen? Man ändert sie! So einfach könnte man die Pläne des niedersächsischen Innenministeriums beschreiben, das die Amtszeiten von Bürgermeistern ebenso „per Dekret“ verlängern möchte, wie auch die Abschaffung von persönlichen Wahlen, um Bürgermeister künftig nur noch per Briefwahl wählen zu lassen. Geht nicht? Geht doch – und ist sogar schon ohne Gesetzesänderung praktiziert worden. So war es die Northeimer Landrätin Klinkert-Kittel, die den Uslarer Bürgermeister Bauer nach Ablauf seiner Amtszeit nicht zur Wahl antreten ließ, sondern die Amtszeit ohne gesetzliche Grundlage flugs verlängerte. Demokratie zu Corona- Zeiten?
Die Corona-Krise samt Infektionsschutzgesetz scheint ideal geeignet zu sein, an der Demokratie vorbei zu regieren.

Armin-Paulus Hampel: „Bürgermeister treten nach Ablauf ihrer Amtszeit automatisch in den Ruhestand, sofern sie nicht für eine weitere Amtszeit gewählt werden. Das ist Demokratie. Von „Oben herab“ demokratische Regularien zu umgehen, zu unterwandern, ist gelinde gesagt ein Skandal, der beweist, wie die etablierten Parteien mit den Rechten der Bürger verfahren. Sich bei der Abschaffung der Demokratie auf das Infektionsschutzgesetz zu berufen, passt beim Klüngeln natürlich perfekt ins System. Da werden Pöstchen erhalten, personelle Änderungen, die der Wähler vielleicht fordert, verhindert und Partei-Süppchen gekocht, die keinem Bürger schmecken werden. Sollte diese Klüngelei auch noch per Gesetzesänderung legitimiert werden, weiß jeder Bürger, was seine Wählerstimme noch wert ist: Gar nichts!“ schlussfolgert Hampel.

Jens Kestner: „Frau Landrätin Klinkert-Kittel hat eine Bürgermeister-Wahl in Uslar untersagt! Das muss man sich einmal langsam auf der Zunge zergehen lassen, denn eine derartige Zerstörung demokratischer Grundwerte habe ich noch nicht erlebt. Und Bürgermeisterwahlen, wenn sie nicht gerade verboten sind, nur noch per Briefwahl zuzulassen, entbehrt, Stand heute, jeder Rechtsgrundlage – und wäre auch dann, wenn diese Rechtsgrundlage durch die Mehrheit im niedersächsischen Parlament geschaffen wird, noch immer antidemokratisch. Auch Mehrheiten können nicht einfach freie persönliche Wahlen abschaffen, weil es SPD und CDU gerade gelegen kommt. Die Wähler werden begreifen, dass unter dem Vorwand einer Infektionskrise die Gelegenheit beim Schopf ergriffen wird, Parteiklüngel zu betreiben.“ konstatiert Kestner.red











13.05.2020 • 15:53 Uhr

Tag der Familie am 15. Mai 2020: Familienfreundliche Paracelsus-Kliniken sorgen für zufriedene Beschäftigte

Sonderleistungen und Flexibilität machen die Klinikgruppe zum attraktiven Arbeitgeber / Unternehmen setzt auf familiäre Werte

Kinder können in die Notfallbetreuung, die Arbeitszeiten sind flexibel, mobiles Arbeiten von zu Hause wird unterstützt und zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung: Für die Paracelsus-Kliniken hat der „Tag der Familie“ am 15. Mai eine ganz besondere Bedeutung. Denn für das Gesundheitsunternehmen sind familienfreundliche Leistungen in und auch außerhalb der Corona-Krise selbstverständlich – ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie als „Paracelsus Gesundheitsfamilie“. Füreinander da zu sein, voneinander zu lernen und Rücksicht aufeinander zu nehmen, das ist zentral für die Klinikgruppe. Nicht nur die Versorgung der Patienten ist von familiärem Miteinander geprägt, sondern auch zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten sind die Bande bei Paracelsus stark.

Besondere Leistungen für zufriedene Beschäftigte

„Bei uns herrscht eine persönliche Atmosphäre. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen sich und fühlen sich miteinander verbunden. Das liegt zum einen daran, dass die Einrichtungen von überschaubarer Größe sind, zum anderen am kooperativen Führungsstil innerhalb des Unternehmens“, betont Martin Schlie, Personalleiter der Paracelsus-Kliniken. Und Katharina Lutermann, bei Paracelsus verantwortlich für das Employer Branding, ergänzt: „Wir wollen als Arbeitgeber unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Lebenslagen bestmöglich begleiten und damit erreichen, dass sie sich bei uns sowie in ihrem privaten Umfeld wohl fühlen, dass sie gern und damit engagiert arbeiten und uns lange erhalten bleiben.“

Eigene Kitas, flexible Arbeitszeiten, Wunschdienstpläne, Weiterbildungen sowie die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten sorgen unter anderem für die Zufriedenheit und das familiäre Gefühl der Belegschaft. „Wir versuchen flexibel, kreativ und pragmatisch zu agieren. Nicht alle Leistungen machen an allen Standorten Sinn. Ein Azubi benötigt andere Angebote als die Mitarbeiterin, die kurz vor der Rente steht. Wir schauen genau hin und entscheiden dann individuell“, so Lutermann. „Bei uns bleiben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Durchschnitt elf Jahre. Das ist in unserer Branche sehr lange und sicherlich ein Zeichen von Zufriedenheit und Identifikation mit Paracelsus.“

Corona-Pandemie erfordert besondere Initiativen

Auch während der schwierigen Pandemie-Zeit agiert die Geschäftsführung flexibel. So wurde je nach Bedarf eine Notfallbetreuung für die Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingerichtet und dafür auch schon einmal die Cafeteria zum vorübergehenden Kindergarten umgebaut. Mobiles Arbeiten, die Ausstattung mit Hard- und Software und der Einsatz von Videokonferenzen gehören vor allem auf der Verwaltungsebene schon länger zum gut funktionierenden Alltag. Schließlich sorgt auch die Mitarbeiter-App für das Wohlergehen und Information des Personals und gibt nicht nur Tipps zum Umgang mit der Pandemie, sondern beispielsweise auch zur Kinderbeschäftigung im Homeoffice.

Zertifizierung zum familienfreundlichen Unternehmen

Demnächst werden die Paracelsus-Kliniken ihre Familienfreundlichkeit als Arbeitgeber in Form eines Zertifikats unter Beweis stellen: In der Zentrale in Osnabrück laufen die Vorbereitungen für das Audit „berufundfamilie“ der Hertie-Stiftung auf Hochtouren. Geprüft wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Unternehmen. „Wir sind uns sicher, dass wir uns mithilfe des Audits noch weiter verbessern können. So entwickeln wir gerade zum Beispiel Jobsharing-Konzepte, um eine Führungsposition in Teilzeit übernehmen und damit Familie und Arbeit noch besser unter einen Hut kriegen zu können“, betont Lutermann: „Als Zweifachmutter weiß ich, dass meine Generation eben nicht nur das eine oder das andere möchte. Darauf stellen wir uns als Arbeitgeber ein.“
red/fis/Foto: Paracelsus













13.05.2020 • 15:48 Uhr

Kühne bietet am 19. Mai eine Online-Sprechstunde zu den Corona-Soforthilfen an - Fragen an einen Vertreter der N-Bank sind möglich

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne lädt am Dienstag, den 19. Mai, um 14 Uhr zu einer Online-Sprechstunde zu den "Corona-Soforthilfen" über die Videokonferenz-App "Zoom" ein.
Im Rahmen dieser besteht die Gelegenheit Fragen an einen Vertreter der N-Bank zu stellen.
Es wird darauf hingewiesen, dass Fragen zu individuellen Anträgen nicht behandelt werden können.
Um Anmeldung bis Montag, den 18. Mai, um 18 Uhr per E-Mail an roy.kuehne@bundestag.de wird gebeten.
Der Link zum Online-Besprechungsraum wird spätestens am Dienstagvormittag versendet.
Um eine vorherige Installation der "Zoom"-App auf PC oder Handy wird gebeten.red











13.05.2020 • 13:07 Uhr

Grascha (FDP): Bürgermeisterwahl in Uslar muss zügig stattfinden- Druck auf Landrätin Klinkert-Kittel wird nach Antwort aus dem Innenministerium größer! Briefwahl ist natürlich möglich!

„Die Bürgermeisterwahl in Uslar muss zügig stattfinden und ein Absage wäre nicht notwendig gewesen“, zu dieser Einschätzung kommt der Landtagsabgeordnete Christian Grascha (FDP) aufgrund der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf seine Anfrage zum Thema. Grascha hat das Innenministerium gefragt, unter welchen Voraussetzungen trotz COVID 19-Pandemie eine Wahl stattfinden kann und ob eine ausschließliche Briefwahl möglich ist.

Die Antwort der Landesregierung insbesondere auf die Briefwahl lautete: „In Anbetracht der aktuellen COVID-19-Pandemie erscheint es aber gerechtfertigt, auf infektionsschutzrechtlicher Rechtsgrundlage sowohl dem Gesundheitsschutz als auch dem Grundsatz der Allgemeinheit der Wahl dadurch Rechnung zu tragen, dass die Durchführung einer Wahl im Wege einer reinen Briefwahl angeordnet wird, wenn die Wahlvorbereitung schon so weit vorangeschritten ist, dass eine Absage der Wahl nicht mehr angemessen wäre.“ Als wahlvorbereitende Maßnahmen werden u.a. die Durchführung von Aufstellungsversammlungen sowie die Einreichung von Wahlvorschlägen genannt.

„Die Wahlvorbereitungen mit Aufstellungsversammlungen und das Sammeln von Unterschriften für Einzelkandidaten waren in Uslar im Grunde abgeschlossen. Die Frist endete am 20. April. Vom gleichen Tag ist die Verfügung des Landkreises. Die Absage der Wahl war also voreilig. Die Abwägung hätte umfangreicher erfolgen müssen“, so Grascha. In der Verfügung des Landkreises seien insbesondere die Abwägungsgründe für die Briefwahl nicht hinreichend gewürdigt worden.

„Nachdem nun aber klar ist, dass die Absage nicht angemessen und möglicherweise sogar rechtswidrig war, fordere ich den Landkreis auf, die Verfügung zu ändern, um eine kurzfristige Durchführung der Wahl noch vor den Sommerferien möglich zu machen“, sagte Grascha. In der Verfügung des Landkreises Northeim wurde ein Wahltermin vor dem 01.09.2020 untersagt. Somit wäre eine Verlängerung der Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers ebenso nicht notwendig.

Der Landkreis hat die Pflicht, gemeinsam mit der entsprechenden Stadt oder Gemeinde, ein Konzept zu entwickeln, wie die Durchführung einer Wahl mindestens als Briefwahl sichergestellt werden kann. Hiermit habe zum Beispiel der Landkreis Hameln-Pyrmont bei der Landratswahl gute Erfahrungen gemacht. Die Wahlbeteiligung lag beim zweiten Wahlgang, in dem ausschließlich per Briefwahl gewählt wurde, sogar höher als beim ersten.
Die Antwort der Landesregierung mache deutlich, dass die Hürden für weitere Absagen sehr hoch liegen. Mit Blick auf die Bürgermeisterwahl in Einbeck sagte Grascha: „Solche Absagen dürfen sich nicht wiederholen. Nach der jüngsten Verordnung des Landes sind Versammlungen zur Aufstellung eines Kandidaten wieder möglich, wenn ein Sicherheitsabstand von 1,50 Meter zwischen den Teilnehmern sichergestellt werden kann“, so der FDP-Politiker. Somit sei eine ordnungsgemäße Wahlvorbereitung möglich.red












13.05.2020 • 12:57 Uhr

Das derzeit einzige Musikfestival in Niederachsen! - Vox Organi kommt nach Bad Gandersheim

In einer Zeit voller Widrigkeiten konnte am vergangenen Sonntag das Orgelfestival Vox Organi in der St., Laurentius Kirche in Dassel starten. Es ist derzeit und noch für vermutlich längere Zeit das einzige Musikfestival, das in Niedersachsen und darüber hinaus voll umfänglich durchgeführt wird.

Innerhalb kürzester Zeit wurde nach Wiederöffnung der Kirchen die Struktur des Festivals den geltenden Bedingungen angepasst. Alle Veranstaltungen sind nun Orgelandachten bzw. Orgelvespern mit liturgischem Anteil. Die Abstands- und Hygieneregeln werden sorgfältigst eingehalten.

Am Samstag, 16. Mai 2020 kommt Vox Organi nach Bad Gandersheim. Die Orgelvesper beginnt um 17:30 Uhr und steht unter dem Motto des kommenden Sonntags: „Rogate! – Betet!“ Orgelsolist ist Domorganist Jan Ernst aus Schwerin. Auf dem Programm stehen Werke von Böhm, Bruhns, Jongen und Bonnet. Den liturgischen Teil gestaltet Pastor Thomas Ehgart. Das den neuen Strukturen angepasste Programm gibt es zum Download auf der Website des Festivals www.voxorgani.org.

Die Bad Gandersheimer Orgelvesper wird gefördert vom Landschaftsverband Südniedersachsen und von der Familienstiftung Vogt.

Am vorausgehenden Freitag, 15. Mai 2020, findet um 18 Uhr eine Orgelandacht in St. Jacobi Göttingen statt. Solist ist Marcell Fladerer-Armbrecht aus Brandenburg, Liturg ist Pastor Harald Storz. Am Sontag, 17. Mai 2020, öffnet die Lutherkirche Bad Harzburg um 17:00 ihre Türen für eine Orgelandacht. Dort spielt Martin Hofmann aus Hahnenklee. Die Liturgie hält Propst Jens Höfel.


Zum Bild: Professor Jans Ernst, Domorganist in Schwerin











13.05.2020 • 11:08 Uhr

Trotz Absage in diesem Jahr: Einbecker Bürgerspital fördert finanziell trotz Absage 2020 die Gandersheimer Domfestspiele

Das Einbecker Bürgerspital steht trotz der Absage der diesjährigen Spielzeit zu seiner Unterstützung der Gandersheimer Domfestspiele. Das Krankenhaus in Einbeck, selbst in der Vergangenheit finanziell nicht rosig gebettet, ist erstmals Sponsor des größten professionellen Freilichttheaters in Niedersachsen und wird 2020 seine finanzielle Unterstützung unverändert lassen, auch wenn in diesem Sommer vor dem Domportal wegen der Corona-Pandemie kein Theater gespielt werden kann. „In schwierigen Zeiten wie diesen müssen wir in der Region alle zusammenhalten“, sagt der Geschäftsführer des Einbecker Bürgerspitals, Frederic Lazar.

Das Einbecker Krankenhaus habe eigene Erfahrungen mit wirtschaftlich schwierigen Zeiten in den vergangenen Jahren mehrfach sammeln müssen und dabei auch Insolvenzen zu überstehen gehabt, erinnert Lazar. „Jetzt ist es an der Zeit, dass wir von der Solidarität etwas zurück geben, die wir selbst in den vergangenen Jahren erfahren durften“, sagt der Bürgerspital-Geschäftsführer.

Domfestspiele-Geschäftsführer Thomas Groß und Intendant Achim Lenz bedanken sich für die solidarische Unterstützung des Einbecker Bürgerspitals. „Ich freue mich sehr über die Vertrauensbasis, die Frederic Lazar und ich schon seit unserem ersten Gespräch miteinander hatten“, berichtet Thomas Groß. „Eine Sponsoringpartnerschaft, die so beginnt, gibt uns Optimismus.“
Lenz und Groß würden sich freuen, wenn das unverbrüchliche Engagement des Bürgerspitals beispielgebend für andere Sponsoren und Förderer sein kann. Jede Unterstützung trage zur Rettung des durch die Absage in seiner Existenz bedrohten Freilichttheaters in Bad Gandersheim bei.

Die Gandersheimer Domfestspiele bitten in diesem Zusammenhang weiterhin um ein wenig Geduld, weil derzeit sehr viele Kunden gleichzeitig versuchen, die Kartenzentrale zu kontaktieren. Jeder, der seine erworbenen Karten spendet, erhält von den Gandersheimer Domfestspielen eine anerkannte Spendenbescheinigung. Wer seine Karten in einer externen Vorverkaufsstelle erworben hat, sollte sich bei dieser in den nächsten Tagen melden, wenn er von dort keine Information via E-Mail erhalten hat.

Wer seine Tickets über Reservix gebucht hat (online oder in einer externen Vorverkaufsstelle), erhält von dort eine E-Mail mit der Möglichkeit, entweder gegen eine Spendenquittung auf die Erstattung zu verzichten oder aber einen Gutschein zu erhalten.
Wer seine Eintrittskarten direkt in der Kartenzentrale oder über die Website der Domfestspiele erworben hat, kann ebenfalls gegen eine Spendenquittung auf die Erstattung verzichten oder aber den Wert der Tickets in einen Gutschein umwandeln lassen. Diese Gutscheine sind einsetzbar für Kartenkäufe der Domfestspiele 2021. Alternativ kann der Kartenpreis erstattet werden.

Wer noch keine Karten für die Gandersheimer Domfestspiele 2020 gekauft hatte und deshalb oder überhaupt gerne für den Erhalt der Domfestspiele spenden möchte, kann dies unter folgender Kontonummer (IBAN) tun:
DE76 2625 0001 0172 0762 34 (Kreis-Sparkasse Northeim).
red/

Die Bilder dokumentieren einen Flur im Innenbereich des Bürgerspitals in Einbeck und die beiden Hauptverantwortlichen der Festspiel-Firma in Nicht-Coron-Zeiten.Fotos: Julia Lormis/ Fis WMG















13.05.2020 • 10:25 Uhr

In der Corona-Krise: Kreativ und demonstrativ

Tausende von Menschen haben in den vergangenen Tagen öffentlich überall in Deutschland wieder gegen die Grundrechtsverletzungen und Freiheitsberaubungen durch die strengen Verbotsregelung zur Verhinderung von Ansteckungen mit dem umstrittenen Corona-Virus deodoriert. Es muss nicht immer der Massenprotest sein. Auffällig sind neue, kreative und oftmals sehr individuelle Demobekundungen. Von Mimik, Fingerzeige und einem Strickmuster erzählen die hier dokumentierten Beispiele.
Julie zeigt ihre originelle Strick-Maske mit dem möglichen Motto "Leck" mich..." oder "Ich habe die Schnauze...". Rudi ist mit seiner Apothekenmaske etwas schlichter aber umso deutlicher mit seiner rechten Fingerfaust als Symbol gespreizt.
Jeder mag nun für sich interpretieren, was es zu bedeuten hat. Oder mit wem er sich locker identifizieren kann.
red/Fotos: Fis WMG












13.05.2020 • 10:10 Uhr

Als das Geld noch in die Stadtkassen sprudelte...

Niedersächsische Kommunen konnten 2019 das dritte Jahr in Folge einen Finanzüberschuss erzielen

Nach den Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik konnten die Kommunen in Niedersachsen 2019 das dritte Jahr in Folge einen Finanzüberschuss erzielen. Die bereinigten Einzahlungen übertrafen die bereinigten Auszahlungen um 264 Mio. Euro. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) weiter mitteilt, konnten die Gemeinden und Gemeindeverbände bereinigte Einzahlungen von 26,7 Mrd. Euro (3.340,64 Euro pro Kopf) verbuchen und tätigten bereinigte Auszahlungen in Höhe von 26,4 Mrd. Euro (3.307,58 Euro pro Kopf). Vor allem die Landkreise und kreisfreien Städte erzielten 2019 Überschüsse, wogegen die kreisangehörigen Einheitsgemeinden und die Samtgemeinden Finanzierungsfehlbeträge auswiesen.

Die kommunalen Auszahlungen für Investitionen wuchsen deutlich um 12,7% auf 3,8 Mrd. (470,60 Euro pro Kopf). Die Steuereinnahmen erhöhten sich im Jahr 2019 um 3,5% auf 10,5 Mrd. Euro. Davon erbrachte die Gewerbesteuer ein Aufkommen von 3,73 Mrd. Euro. Im Jahr 2019 hat es in Niedersachsen noch keine Auswirkungen der Corona-Krise gegeben.

Nach vorläufigen Berechnungen hat sich die Verschuldung der Kommunen Niedersachsens geringfügig um 16 Mio. auf 12,2 Mrd. Euro erhöht. Dies entsprach einem Betrag von 1.522,74 Euro pro Kopf. Während der Stand der Kassenkredite um 366 Mio. Euro auf 1,6 Mrd. Euro sank, wuchsen die Schulden aus Wertpapieren und Krediten um 382 Mio. auf 10,6 Mrd. Euro.
red/Quelle: Landesamt für Statistik










13.05.2020 • 10:07 Uhr

Liebenburg/Dörnten: Polizei Goslar sucht Jugendliche

Soeben hat sich die Polizei in Goslar mit einer dringenden Bitte an die Bevölkerunggewandt. Das war passiert: Bereits am vergangenen Freitag, 8.Mai 2020, kam es gegen 08:50 Uhr in der Hahndorfer Straße zum Brand in einer Garage. Im Nahbereich der Hahndorfer Straße wurden kurz zuvor drei jugendliche Personen gesehen. Die Jugendlichen werden gebeten sich mit der Polizei Goslar in Verbindung zu setzen, da sie möglicherweise als Zeugen zur Brandentstehung in Betracht kommen. Hinweise an die Polizei Goslar unter 05321-339-0. ots










13.05.2020 • 09:58 Uhr

Sexueller Missbrauch in Evangelischer Kirche: Halten am Prinzip der individuellen Aufarbeitung fest"

Rund eineinhalb Jahre ist es her, dass die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ein Konzept für die Aufarbeitung des Missbrauchs vorgelegt hat. Nach aktuellem Stand haben sich 770 Menschen bei der EKD gemeldet, die Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind. Bei der Aufarbeitung setzt die evangelische Kirche auf wissenschaftliche Aufklärung und individuelle Aufarbeitung mit den Betroffenen. Ab Oktober sollen Wissenschaftler mit Studien beginnen, sagt die Sprecherin des Beauftragtenrats der EKD, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

epd: Frau Fehrs, die katholische Bischofskonferenz hat in der vergangenen Woche eine Übereinkunft mit dem Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung betroffen, was gibt es bei der EKD Neues?

Kirsten Fehrs: Wir arbeiten derzeit intensiv daran, die Aufarbeitungsstudien in Auftrag zu geben. Wir wollen mit einem interdisziplinär aufgestellten Forschungsverbund zusammenarbeiten. Denn es sind nicht nur juristische, sondern auch kriminologische, psychologische und historische Aspekte zu betrachten. Wir sind jetzt mit einem Forschungsverbund im Gespräch und hoffen, dass wir uns bis zum Sommer einigen können und dann am 1. Oktober mit den Studien starten können. Wichtig ist dabei, dass wir immer die Gründlichkeit vor die Schnelligkeit setzen. Die Frage einer weitgehenden Ermöglichung von Akteneinsicht ist etwa gerade noch in der Klärung, weil das datenschutzrechtlich kompliziert ist.

epd: Sie sprechen von mehreren Studien. Wie viele wollen Sie denn insgesamt machen?

Fehrs: Der unabhängig arbeitende Forschungsverbund plant vier oder fünf Teilstudien zu Einzelaspekten, beispielsweise zu der Frage, wie täterschützende Strukturen sich etablieren oder wie sexualisierte Gewalt sich auf die Biografie der Betroffenen auswirkt. Außerdem soll es eine Metastudie geben, die sowohl bereits vorliegende Einzelstudien von Landeskirchen als auch die Teilstudien zusammenführt. Wir wollen mit den Studien klären, was zum Beispiel im Unterschied zur katholischen Kirche bei uns besondere Risikofaktoren für Missbrauch sind, etwa in Bezug auf Kinder- und Jugendarbeit, Jugendfreizeiten und Pfadfinderarbeit. Wir planen, binnen drei Jahren zu Ergebnissen zu kommen, sofern man das von heute aus sagen kann. Denn das ist in wissenschaftlichen Zeithorizonten äußerst knapp bemessen.

epd: Wie wollen Sie Betroffene an der Aufarbeitung beteiligen?

Fehrs: In der Auswahlkommission für die Studien sitzen auch Betroffene. Außerdem ist geplant, dass betroffene Menschen die Studien inhaltlich begleiten und Zwischenergebnisse mit den Wissenschaftlern diskutieren. So ist zum Beispiel die Aufarbeitung der Auswirkung von Missbrauch auf die Biografie der Betroffenen ohne deren Mitwirkung nicht möglich.

epd: Wie ist der Stand bei dem geplanten Betroffenenrat, der die Arbeit des EKD-Beauftragtenrates begleiten soll?

Fehrs: Der Betroffenenbeirat sollte nach unseren ursprünglichen Plänen im Mai seine Arbeit aufnehmen. Leider sind wir noch nicht soweit. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen hatten wir bis zum Ablauf der ersten Bewerbungsfrist Ende Januar noch nicht genug Bewerbungen für die vorgesehene Zahl von zwölf Mitgliedern. Daraufhin haben wir gezielt nochmal unter Betroffenen geworben und die Bewerbungsfrist auf März verlängert. Jetzt sind wir soweit, dass eine Auswahlkommission die Mitglieder auswählen kann. Darin sind auch Mitglieder von Fachberatungsstellen und Betroffenen vertreten. Doch Corona macht unsere Pläne da zunichte. Wir können gerade keine Gespräche mit Bewerbern führen. Ein solch sensibles Thema sollte man nicht in einem Videocall klären. Diese Gespräche soweit irgend möglich müssen persönlich geführt werden. Wir planen, dass die Mitglieder des Betroffenenbeirats bis Ende Juli feststehen.

epd: Die Bischofskonferenz hat Anfang März auf ihrer Vollversammlung einen finanziellen Rahmen für Entschädigungsleistungen festgelegt. Wie weit sind Sie bei diesem Thema?

Fehrs: Wir halten an dem Prinzip der individuellen Aufarbeitung fest, wie wir sie in unserem Aufarbeitungskonzept, dem Elf-Punkte-Plan, festgelegt haben. In diesem Rahmen werden materielle Leistungen gemeinsam mit den Betroffenen festgelegt. So ist es in vielen Landeskirchen bisher geschehen. Es gibt unter den Landeskirchen jedoch eine erhebliche Bandbreite, was die Höhe der Anerkennungsleistungen angeht, die seit 2010 gezahlt wurden. Wir haben uns mit den Landeskirchen jetzt auf Rahmenpunkte geeinigt. Wir müssen diesen Teil der Aufarbeitung jetzt in den Landeskirchen synchronisieren. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis zur Synode im November dazu etwas vorlegen können, was mit den Landeskirchen abgestimmt ist.

epd: Wie lauten die Rahmenbedingungen, auf die sich die Landeskirchen geeinigt haben?

Fehrs: Wir haben uns bewusst gegen pauschale Anerkennungsleistungen entschieden, da ja auch das Leid, das betroffene Menschen erlebt haben und immer noch erleben, sehr unterschiedlich ist. Jedes Modell, das der pauschalen und der individuellen Leistung hat seine Vor- und Nachteile. Vor allem aber möchten wir nicht, dass Menschen in eine Beweislast kommen. Deshalb benutzen wir den Begriff der Entschädigung nicht, weil er juristisch mit einer Beweisführung der Betroffenen verbunden ist. Das ist nicht nur belastend für betroffene Menschen, sondern auch in vielen Fällen nicht mehr nachvollziehbar, weil es ein Charakteristikum des erlittenen Traumas sein kann, dass man sich an Tathergänge, die oft lange zurückliegen, nicht mehr detailliert erinnern kann.

epd: Wie sollen Ansprüche dann geklärt werden?

Fehrs: Wir setzen da lediglich auf eine Plausibilitätsprüfung. Die erfolgt in den unabhängigen Aufarbeitungskommissionen. Letzter Punkt ist die Feststellung einer Summe. Wir haben die unabhängigen Kommissionen, die es ja seit 2010 bereits gibt, befragt, wie sie zu der Höhe der jeweiligen Anerkennungsleistungen gekommen sind. Daran wollen wir uns orientieren, zumal die sich wiederum zwar nur sehr grob, aber auch an den rechtlichen Schmerzensgeldregeln im höheren Bereich orientiert haben.

epd-Gespräch: Franziska Hein (epd)










13.05.2020 • 09:47 Uhr

Auch das noch! Steuern werden fällig - Stadtkasse erinnert 15. Mai - Warnung vor Mahnungen!

Grundsteuer sowie Wasser- und Schmutzwasserbeseitigungsgebühren für das 2.Quartal werden fällig

Die Stadtkasse erinnert alle Bürgerinnen und Bürger daran, dass am 15. Mai die Grundsteuer sowie die Wasser- und Schmutzwasserbeseitigungsgebühren für das zweite Quartal 2020 fällig werden.

Sofern der Stadtkasse keine Einzugsermächtigung erteilt ist, wird um fristgerechte Überweisung der fälligen Beträge unter Angabe der Finanzadresse aus dem Bescheid gebeten, um die für beide Seiten unangenehmen Mahnungen zu vermeiden.

Für Fragen stehen Stadtkasse oder Steuerabteilung unter den Telefonnummern 73-132 oder 73-140 gern zur Verfügung. red










13.05.2020 • 09:42 Uhr

In der Corona-Krise: Northeim leidet - "Kölsche Ba"r dicht, Druckerei Ernst gibt nach 40 Jahren auf

Die Einschläge in der Corona-Krise: In Northeim sind sie sichtbar. In der schäbigen Fußgängerzone gestern triste Traurigkeit. Neben einer Serie von leerstehenden Geschäften hinter einem Gitter das rote Schild. Die Kölsche Bar wegen Corona geschlossen. Am Entenmarkt die nächste Hiobsbotschaft. Das Unternehmen Ernst - Druck & Medien hat nach 40 Jahren vortrefflicher Arbeit das Handtuch geworfen. Mitten in der Corona-Krise platzt die Nachricht von der Geschäftsaufgabe und Fusion. Zum 1. Mai 2020 hat die Druckerei Ernst den Geschäftsbetrieb an den Druckpoint (Karl-Otto Krückeberg) in Seesen übergeben. Hintergrund: vieles spekulativ. "Ich werde eine neue Herausforderung annehmen", so allgemein und unverbindlich Thorsten Ernst bei seinen Kunden verabschiedet. Mit Wehmut und Dank: "Für das große Vertrauen und Ihre Treue gegenüber unserer Firma, während all der vergangenen Jahre, danke ich ganz herzlich".
red/Fotos: Marc Reiser












13.05.2020 • 09:30 Uhr

L 525 bei Westerhof/Willershausen: 19-Jähriger lässt Reh leben - Er selbst verletzt und sein Twingo Totalschaden

Am Dienstag, 19.10 Uhr befuhr ein 19-jähriger Kraftfahrzeugführer aus Bad Harzburg mit seinem Pkw, Renault Twingo die Landesstra0e 525 aus Richtung Westerhof kommend in Richtung Willershausen, als plötzlich ein Reh die Fahrbahn querte. Um einen Zusammenstoß mit dem Reh zu verhindern wich der 19-jährige mit seinem Pkw nach links aus und kam im weiteren Verlauf von der Fahrbahn ab. Der 19-jährige verletzte sich durch den Unfall leicht. Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe von 2500 Euro. schw










13.05.2020 • 09:20 Uhr

KVHS Northeim informiert: Nur noch schade! Bücherfrühling fällt aus

Der für den 28. Mai in der Stadtbibliothek Einbeck geplante „Bücherfrühling“ fällt auf Grund der Corona-Pandemie aus. In der Veranstaltung sollte die Expertin Annemarie Stoltenberg neue Bücher vorstellen. Die KVHS Northeim und die Stadtbücherei, die gemeinsam Veranstalter sind, bedauern die Entscheidung. Ob zumindest der bekannte Bücherherbst im zweiten Halbjahr stattfinden kann, steht derzeit noch nicht fest und ist abhängig vom Infektionsgeschehen zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden. lpd/Foto: Thomas Fischer












13.05.2020 • 07:03 Uhr

Bad Gandersheim: Die Flucht bei Ramba Zamba

Tatort: Bad Gandersheim, Northeimer Straße, Parkplatz Ramba Zamba Markt. Am gestrigen Dienstag, 12. Mai 2020, beschädigte eine bislang unbekannte Person in dem Zeitraum von 14:15 Uhr bis 14:50 Uhr ein geparktes Kraftfahrzeug an der oben genannten Örtlichkeit. Anschließend entfernt sich der Verursacher sich vom Unfallort, ohne schadensregulierende Maßnahmen zu treffen. Das ist juristisch eine Unfallflucht. Bei dem geparkten Kraftfahrzeug wurde die hintere Stoßstange beschädigt. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von 200 Euro.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Unfall geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Bad Gandersheim (Telefon 05382 91920-115) zu melden. ape











12.05.2020 • 20:49 Uhr

KreisSportBund erklärt ganz klar: "Vereinsmitgliedsbeiträge müssen gezahlt werden" - auch in Corona-Krise

Mit einer offiziellen Verlautbarung hat sich soeben Gerhard Haupt für den Kreissportbund Northeim-Einbeck an die im KSB versammelten Vereine und Mitglieder gewandt. Dabei geht es inhaltlich um Geld. Speziell die Mitgliederbeiträge. Können oder müssen sie aufgrund der ausgesetzten (vom Staat wegen Corona verboteten!) Vereinsaktivitäten reduziert werden? Zu diesem Aspekt wird u.a. in der KSB Verlautbarung Stellung bezogen. Das Statement dokumentiert das Redaktionsnetzwerk im Original:

"In den vergangenen „Corona-Wochen“ gab es Anfragen von Vereinen und Einzelpersonen an den Kreissportbund, ob es gerechtfertigt sei, dass Mitglieder ihre satzungsgemäß festgelegten Vereinsbeiträge mindern bzw. ganz aussetzen können,
weil ja im genannten Zeitraum das Sportangebot zum Erliegen gekommen ist. Dazu
Gerhard Haupt, Vorstandsmitglied im KSB Northeim/Einbeck und Pressesprecher:
Der Vereinsbeitrag ist lediglich ein Beitrag für eine Mitgliedschaft – nicht eine Gegenleistung für die Angebote des jeweiligen Vereins, die freiwillig in Anspruch genommen werden können oder auch nicht. (Ordentliche aktive oder passive Mitgliedschaft) Also zusammengefasst: Grundsätzlich darf der Verein den fälligen Beitrag in der festgelegten Höhe zum Fälligkeitstermin von den Mitgliedern einziehen, auch wenn aktuell der Spiel, -Sport- und Trainingsbetrieb eingestellt ist.

Im Übrigen deckt der Beitrag laufende Kosten ab, die der Verein weiterhin zu zahlen hat. Sollten Minderungen tatsächlich zukünftig geplant bzw beantragt werden, kann darüber nur nach der Satzung die Mitgliederversammlung entscheiden, die aktuell ja nicht stattfinden kann. Die Mitglieder hätten dann das Recht zu fragen, ob es durch die jetzige Situation zu Einsparungen gekommen ist, die einen Antrag auf Reduzierung des zukünftigen Beitrages rechtfertigen würde. Im Hinblick auf die
augenblicklichen Kosten der Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebes (Hygienevorgaben) ist damit aber wohl kaum zu rechnen. Denkbar ist durchaus, dass
mit der Einstellung des Sportbetriebes überhaupt keine Einsparungen auf Vereinsseite verbunden sind, wenn die Sportanlagen von der Kommune kostenfrei überlassen werden und für die ehrenamtlichen Übungsleiter/innen keine Kosten anfallen. "
red/fis











12.05.2020 • 16:32 Uhr

Keinen Führerschein, aber offenen Haftbefehl - Gesuchter 61-Jähriger geht Autobahnpolizei Göttingen bei Kontrolle auf Parkplatz an der A 7 ins Netz

Bei der Kontrolle eines Fiat Scudo mit tschechischen Kennzeichen hat eine Funkstreife der Autobahnpolizei Göttingen am frühen Montagabend (11.05.20) gegen 18.50 Uhr auf dem Parkplatz "Hedemünden" (Landkreis Göttingen) an der A 7 einen dicken Fang gemacht. Aufgefallen war das Fahrzeug den Beamten, weil es mit laufendem Motor auf dem Parkplatz stand, aber keine Insassen zu sehen waren. Auf Klopfen machte sich schließlich der 61 Jahre alte Fahrer bemerkbar. Er hatte offenbar in dem Nutzfahrzeug geschlafen. Durch die Überprüfung seiner Personalien in den polizeilichen Auskunftssystemen kam ans Licht, dass der 61-Jährige nicht nur aktuell keinen Führerschein besaß, sondern außerdem auch von der Staatsanwaltschaft Hof (Bayern) per Haftbefehl gesucht wurde. Um die angedrohten 120 Tage Ersatzfreiheitsstrafe noch zu umgehen, hätte der Mann an die Beamten den haftbefreienden Betrag in Höhe von 3.670 Euro entrichten müssen. Dies konnte er aber nicht. Der gebürtige Nordrhein-Westfalen wurde in die JVA Rosdorf eingeliefert, sein Fahrzeug zur Eigentumssicherung von einem Abschleppunternehmen abtransportiert.JK











12.05.2020 • 16:30 Uhr

Wiederaufnahme des Sportbetriebs in Niedersachen - Kurzfilm gibt Sportlerinnen und Sportlern sowie Vereinen Hilfestellung

Seit einigen Tagen bewegt sich wieder was auf den Freiluftsportanlagen in Niedersachsen. Verständlicherweise gibt es bei den niedersächsischen Sportlerinnen und Sportlern immer wieder Fragen, was genau erlaubt ist und was nicht. Darum hat das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport einen kurzen Film entwickelt, der Sportlerinnen und Sportlern sowie den Vereinen und Verbänden Hilfestellung zur Umsetzung des Trainingsbetriebs geben soll.

Der Niedersächsische Innen- und Sportminister, Boris Pistorius, sagt: „Der Start auf den öffentlichen und privaten Sportanlagen hat bisher gut und reibungslos funktioniert. Sportlerinnen und Sportler nutzen die verschiedensten Anlagen sehr verantwortungsvoll und entsprechend der aktuellen Verordnung. Die Verantwortlichen in den Vereinen vor Ort und in den Verbänden haben sich viele Gedanken gemacht, wie die Ausübung der Sportarten unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bestmöglich betrieben werden können. Dafür bedanke ich mich herzlich! Jeder Einzelne hat es nun selbst in der Hand: Je mehr wir uns an die Regeln halten, desto schneller können wir auch weitere Schritte bei den Lockerungen gehen, z.B. bei der Öffnung der Sporthallen. Der entwickelte Film soll dabei eine kleine Orientierungshilfe für die wichtigsten Fragen sein. Und nun: Film ab und viel Spaß beim Sport."



Zum Film:

https://www.mi.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/wiederaufnahme-des-sportbetriebs-in-niedersachen-kurzfilm-gibt-sportlerinnen-und-sportler-sowie-vereinen-hilfestellung-188287.html











12.05.2020 • 16:22 Uhr

Eilantrag eines Journalisten auf Auskunft über die „Corona-Erlasse“ des Niedersächsischen Justizministeriums hat Erfolg

4. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover entscheidet zu Gunsten von mehr Öffentlichkeit

Der Antragsteller ist Journalist und Projektleiter des Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., der sich für Transparenz einsetzt und unter anderem die Website www.fragdenstaat.de betreibt.

Er stellte bei dem Antragsgegner einen „Antrag nach dem NUIG/VIG“ und bat um die Zusendung sämtlicher Erlasse, die der Antragsgegner in Bezug auf den Umgang mit der Corona-Pandemie verfasst habe. Der Antragsgegner lehnte den Antrag mit der Begründung ab, dass es sich bei den angeforderten Dokumenten nicht um Umweltinformationen handele.

Der Antragsteller begehrt einstweiligen Rechtsschutz. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass es sich bei den Erlassen um Umweltinformationen handele. Das Corona-Virus breite sich hauptsächlich über Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen, aber auch beim gewöhnlichen Sprechen aus. Die Viren seien in den Tröpfchen enthalten. Beim Sprechen bildeten sich Aerosole (= mit besonders kleinen Tröpfchen angereicherte Atemluft), die besonders lange in der Luft stehen blieben. Über die Atmung der viral belasteten Luft könne eine Infektion mit dem Corona-Virus erfolgen. Die Erlasse setzten an dem Verbreitungsweg des Virus an und bezweckten nicht zuletzt, die Luft von entsprechenden Bestandteilen frei zu halten. Es handele sich damit um Maßnahmen, die sich auf Umweltbestandteile, nämlich den Virusgehalt der Atemluft, unmittelbar auswirkten.

Die Zahl der Neuinfektionen führe offenbar zu erheblichen Einschränkungen des gewöhnlichen Betriebs im niedersächsischen Gerichtswesen. Vor diesem Hintergrund bestehe ein akutes Bedürfnis zur inhaltlichen Kenntnisnahme der Erlasse, um sich – als Journalist und als Teil der Öffentlichkeit – damit auseinandersetzen zu können. Dieses Bedürfnis ergebe sich unter anderem aus der Notwendigkeit zur Kontrolle des Regierungshandelns mit Blick auf die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen, die Wahrung der Unabhängigkeit der Justiz, das Grundrecht auf Zugang zu den Gerichten und effektiven Rechtsschutz sowie den Grundsatz der Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen.

Das Niedersächsische Justizministerium hält an seiner Auffassung fest, es handele sich nicht um Umweltinformationen. Die Erlasse dienten nicht dem Schutz der Luft als solcher, sondern dem Schutz von Menschen vor Infektionen. Wegen des Verbotes der Wegnahme der Hauptsache komme eine Herausgabe im Wege der einstweiligen Anordnung nicht in Betracht.

Die 4. Kammer des Gerichts hat dem Antrag mit Beschluss vom 12. Mai 2020 stattgegeben. Bei den Erlassen handele es sich um Umweltinformationen im Sinne der Umweltinformationsgesetze. Der Begriff sei nach der Rechtsprechung insbesondere des Bundesverwaltungsgerichts weit auszulegen. Erforderlich für eine Einstufung als Umweltinformation sei nicht, dass die Maßnahme den Schutz der Luft als solcher bezwecke; es reiche ein Bezug der Maßnahme zum Umweltbestandteil Luft, der hier gegeben sei, weil sich das Virus maßgeblich über die Luft verbreite. Es werde durch Aerosole übertragen. Ziel der Maßnahmen des Antragsgegners sei es (unter anderem), die Viren- und Aerosolbelastung vor allem der Luft in den Bereichen, in denen sich Bedienstete und/oder Besucher aufhielten bzw. diesen Viren bzw. Aerosolen ausgesetzt wären, zu verringern.
red/fis










12.05.2020 • 16:12 Uhr

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW): Offshore-Windkraft-Vereinbarung gelobt

Der Bund, die Küstenländer sowie die Übertragungsnetzbetreiber haben eine gemeinsame Offshore-Vereinbarung beschlossen. Hierzu erklärt Kerstin Andreae (Foto), Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

"Die Einigung ist eine gute Nachricht für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Es ist sehr wichtig, das Ausbau-Ziel zeitnah anzuheben, da die Planungen der erforderlichen Netzanschlüsse jetzt beginnen. Die rechtzeitige Netzanbindung ist mitentscheidend dafür, ob die Ausbauziele erreicht werden können oder nicht. Positiv ist, dass künftig das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie direkt zuständig sein soll für die Prüfung und Genehmigung von Flächen für den Bau von Windparks auf See. Diese Kompetenz lag bislang bei der Bundesnetzagentur. Mit der Neuregelung kann das Verfahren zur Feststellung der Eignung von Offshore-Windpark-Flächen beschleunigt werden.“

Erforderlich ist allerdings eine Weiterentwicklung des Förderrahmens für Windenergie auf See, um die Realisierungswahrscheinlichkeit signifikant zu erhöhen und das erhöhte Ausbauziel zu erreichen. Ansonsten müsste der Höchstgebotspreis in der nächsten Ausschreibung auf 0 Cent pro kWh festgesetzt werden. Der BDEW bietet mit seinem Modell der symmetrischen Marktprämie ein volkswirtschaftlich sehr kosteneffizientes Instrument zur Unterscheidbarkeit von Geboten, ohne dabei einen ruinösen Unterbietungswettbewerb anzureizen."
red/fis/Foto: Kalle Kaub , WWF










12.05.2020 • 16:06 Uhr

Lies: „Wir werden weder Hochwasserschutz noch Wiesenvögel dem Wolf opfern" - Wolfsverordnung ist auf dem Weg

Nach der jüngsten Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hat das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Bauen, Energie und Klimaschutz eine Verordnung für den Umgang mit Problemwölfen in Niedersachsen vorgelegt. Der Entwurf sei in die Ressortabstimmung gegangen und er hoffe, auch die Verbände möglichst schnell beteiligen zu können, sagte Umweltminister Olaf Lies am (heutigen) Dienstag im Niedersächsische Landtag. „Ich wünsche mir jetzt - trotz unterschiedlicher Meinungen hier im Hause und teilweise unerträglichen Konflikten, die draußen ausgetragen werden rund um den Wolf - eine sachliche Auseinandersetzung mit der Botschaft: Es geht um darum, die Art Wolf zu schützen, nicht jedes Individuum. Wir wollen eine Lösung finden, wie Weidetierhaltung und der Schutz des Wolfes möglich ist. Wir können aber nicht das ganze Land einzäunen oder jedes Tier in den Stall sperren", so Lies in seiner Rede im Landtag.

Die Verordnung regelt insbesondere die in Niedersachsen zumutbaren Herdenschutzmaßnahmen. Ausreichend geschützte Weidetiere sind eine Grundvoraussetzung, damit eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss problematischer Wölfe geprüft werden kann. „Die Bedingungen für die Zumutbarkeit unterscheiden sich jedoch stark", so Minister Lies. „Auf Deichen oder in Naturschutzgebieten werden wir beispielsweise nicht flächendeckend hohe Zäune bauen. Gerade die Naturschutzflächen wie das Grünland in der Heide sind auf die extensive Beweidung angewiesen. Wir werden weder Hochwasserschutz noch Wiesenvögel dem Wolf opfern. Mit der Verordnung schaffen wir einen ausgewogenen Interessenausgleich."
red/Fotos: Thomas Fischer












12.05.2020 • 15:59 Uhr

Verlängerung der Partnerschaft um ein weiteres Jahr: Heinz von Heiden bleibt Hauptsponsor von Hannover 96

Starkes Zeichen in besonderen Zeiten: Heinz von Heiden bleibt auch in der Saison 2020/21 Haupt- und Trikotsponsor von Hannover 96. Das Massivhausunternehmen mit Hauptsitz in Isernhagen verlängerte heute die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Fußballzweitligisten um ein weiteres Jahr. Anschließend wird Heinz von Heiden als Exklusivpartner mit Hannover 96 verbunden bleiben.

Der Schriftzug „Heinz von Heiden Massivhäuser“, der erstmals in der Saison 2014/15 auf den Trikots der Roten zu sehen war, wird auch in der Jubiläumssaison des Klubs, der im April 2021 sein 125-jähriges Jubiläum feiert, auf den neuen Jerseys präsent sein.
Hannover 96 und Heinz von Heiden verbindet nicht nur eine lange Tradition, sondern auch eine langjährige Partnerschaft, die bereits vor dem Einstieg des Massivhaus-Herstellers als Haupt- und Trikotsponsor begonnen hatte. In den Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 war das Familienunternehmen auf der Premium-TV-Bande bei Hannover 96 vertreten.

Das unternehmerische Ziel, die nationale Markenbekanntheit durch die Partnerschaft mit Hannover 96 auszubauen, wurde erreicht: Heinz von Heiden gehört mit mehr als 49.000 gebauten Massivhäusern zu Deutschlands führenden Massivhaus-Anbietern. Heinz von Heiden hat in der Vergangenheit bewiesen, voll und ganz hinter Hannover 96 zu stehen, nicht nur in sportlich erfolgreichen
Zeiten. So wurde der Vertrag als Haupt- und Trikotsponsor trotz des Abstiegs von Hannover 96 aus der 1. Liga im Jahr 2016 wenige Monate später vorzeitig bis 2020 verlängert. Auch in diesen Zeiten, in denen Unternehmen und die Profifußballklubs durch die Coronakrise vor großen Herausforderungen stehen, demonstriert Heinz von Heiden mit der Vertragsverlängerung seine Verbundenheit zu 96 und der Region Hannover.

Helge Mensching, Geschäftsführer Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser: „Mit dem Beginn des Sponsorings zur Saison 2014/15 haben wir immer betont, dass es ein Engagement für Hannover 96 und für die Region Hannover - also unsere Heimat - ist. Dass es sich dabei nicht um ein bloßes Lippenbekenntnis handelt, haben wir bereits bewiesen, als Hannover 96 nach 14 Jahren wieder in die 2. Bundesliga abgestiegen ist und wir im Dezember 2016 trotzdem vorzeitig unseren Vertrag verlängert haben. Auch in der aktuell schweren Zeit rudern wir alle im roten Fußballboot, wie es so schön im Stadionlied heißt, stehen zu Hannover 96 und lassen den Klub genauso ‚niemals allein‘ wie unsere Baufamilien. Deshalb war es selbstverständlich, unseren Vertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern. Nach der Saison 2020/21 bleiben wir 96 nicht nur als Fan verbunden, sondern sind mit einem Engagement als Exklusivpartner weiterhin Teil der 96-Familie.“

Martin Kind, Geschäftsführer Hannover 96: „Dass Heinz von Heiden als Traditionsunternehmen aus der Region seine nationale Bekanntheit in den vergangenen sechs Jahren gesteigert hat, ist nicht nur der Beweis für eine erfolgreiche Partnerschaft, sondern verdeutlicht auch die Strahlkraft von Hannover 96. Als











12.05.2020 • 13:20 Uhr

An der B445: Für "Einfriedung" so richtig "reingeholzt"! - Naturschützer sind traurig - Ist das ein Fall für die Naturschutzbehörde?

Im Laufe des heutigen Vormittags haben sich Naturschützer und Naturschützerinnen traurig auf eine Beobachtung an der Bundesstraße 445 am Ortseingang von Bad Gandersheim reagiert. Für die aus Richtung Kalefeld und Sebexen kommenden Leute war unübersehbar und "traurig", wie sie dem Redaktionsnetzwerk mit Tränen in den Augen erzählten.

Der Grund der Traurigkeit und kritischer Kommentare: Auf einem riesigen Grundstück an der Bundesstraße waren weitere Arbeiten an einer gigantischen "Einfriedung" zu beobachten. In dem Sektor werden seit Wochen Zäune und noch mal Zäune errichtet. Für diese Einzäunung müssen zum Teil bewachsene Bereiche an der B445 freigeschnitten und geebnet werden. "Hier wird in intakte Biotope reingeholzt. Brütende Vögel müssen leiden." Und eine Dame beklagte und wunderte sich: "Das darf doch nicht wahr sein. Ich denke Heckenschneiden ist derzeit in der Brutzeit der Vögel vom Landkreis Northeim ausdrücklich verboten..."

Nun, nach Recherchen des Redaktionsnetzwerkes handelt sich bei der Installierung der "Einfriedungen" um eine Abgrenzung eines privaten Grundstücks zum öffentlichen Raum. Ob es sich um einen "Außenbereich" handelt, wie in der aktuellen Verordnung zum Schutz der Heckenbiotope des Landkreises Northeim beschrieben, ist bislang ungeklärt.

Eine andere Kritikerin regte an: "Auf alle Fälle ist das ein Fall für die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Northeim. Die sollten sich darum mal schnellstens kümmern. Ich rufe da jetzt an!"
red/Fotos: Nicole Klawitter














12.05.2020 • 12:53 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch 16 infizierte Personen im Landkreis Northeim

Aktuell gibt es weiterhin 120 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Montag sind damit keine neuen bestätigten Corona-Fälle bekannt geworden. Damit sind noch 16 Einwohner (von 133.600 Einwohnern) im Landkreis Nordheim laborgetestet mit dem Corona-Virus angesteckt. 104 Personen sind insgesamt genesen - zwei mehr als am Vortag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. lpd/red












12.05.2020 • 11:26 Uhr

Wußten Sie es? Heute ist "Tag der Pflege"! Motto: "Die Welt gesund pflegen"

Am 12. Mai findet anlässlich des Geburtstages der Pflegefachfrau und Reformerin Florence Nightingale der „Internationale Tag der Pflege“ statt. Florence Nightingale verbesserte die hygienischen Bedingungen im Sänitätswesen während des Krimkrieges und sorgte somit dafür, dass Pest und Typhus bei den Soldaten minimiert wurde. Die Soldaten bezeichneten sie liebevoll als „Lady with the lamp“, weil sie zu den späten Abendstunden nochmals nach dem Rechten bei den Soldaten schaute.

Am 12. Mai 2020 wird zu Ehren von Florence Nightingale der 200. Todestag gefeiert. Das Motto in diesem Jahr lautet: Nursing the World to Health – Die Welt gesund pflegen.

Die Paracelsus-Klinik Reichenbach möchte diesen Tag zum Anlass nehmen, um allen Mitarbeitern für Ihren täglichen Einsatz zu danken. „Die derzeitige enorme Leistung, die von allen Mitarbeiter*innen in der aktuellen Situation erbracht wird, verdient die größte Anerkennung und den vollsten Respekt. Die Corona-Pandemie zeigt, dass Gesundheits- und Krankenpfleger*innen eine tragende Säule unserer Gesundheitsversorgung sind. Sie leisten einen essentiellen Beitrag zu Gesundheit und Wohlergehen. Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit geht nichts.“ erläutert Matthias Mielke, Pflegedirektor der Paracelsus-Klinik Reichenbach. red










12.05.2020 • 11:16 Uhr

Von 10.915 Infizierten in Niedersachsen gelten 8.871 als genesen - Fallzahl weiter rückläufig

Das Land Niedersachsen hat soeben per 11. Mai 2020 die Gesamtzahl der Corona-Infizierten mit 10.915 Fällen angegeben. Davon gelten laut Gesundheitsministerium in Niedersachsen 8.871 als genesen. Die Fallzahlen für die Landkreise sind nachfolgend dokumentiert. Auch dort geht die Zahl der infizierten Fälle nachhaltig zurück.

Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 163 130,5 5
LK Aurich 95 50,0 6
LK Celle 184 102,9 12
LK Cloppenburg 103 59,9 0
LK Cuxhaven 159 (+2) 80,1 7
LK Diepholz 357 164,3 23
LK Emsland 423 129,2 21
LK Friesland 34 34,4 1
LK Gifhorn 124 70,2 4
LK Goslar 231 169,1 14
LK Grafschaft Bentheim 234 170,7 15 (+1)
LK Göttingen 783 (+10) 238,7 65
LK Hameln-Pyrmont 120 80,7 7
LK Harburg 520 204,6 11
LK Heidekreis 71 50,6 2
LK Helmstedt 137 149,9 1
LK Hildesheim 354 (+3) 128,3 3
LK Holzminden 104 147,1 5
LK Leer 100 58,5 3
LK Lüchow-Dannenberg 18 37,1 3
LK Lüneburg 168 91,3 0
LK Nienburg (Weser) 70 57,5 4
LK Northeim 120 90,6 2
LK Oldenburg 217 (+3) 165,4 11 (+1)
LK Osnabrück 1025 (+10) 286,0 58 (+2)
LK Osterholz 84 73,7 0
LK Peine 142 105,5 11
LK Rotenburg (Wümme) 102 62,3 1
LK Schaumburg 155 98,2 8
LK Stade 191 93,5 8
LK Uelzen 43 (+2) 46,5 0
LK Vechta 319 223,6 10
LK Verden 133 97,0 2
LK Wesermarsch 51 57,5 1
LK Wittmund 27 47,3 0
LK Wolfenbüttel 180 (+1) 150,2 11
Region Hannover 2116 (+7) 183,1 85 (+4)
SK Braunschweig 315 (+1) 126,6 14
SK Delmenhorst 51 65,7 2
SK Emden 18 36,0 0
SK Oldenburg 161 95,5 1
SK Osnabrück 469 (+2) 285,2 14
SK Salzgitter 132 126,6 7
SK Wilhelmshaven 25 (+2) 32,8 1
SK Wolfsburg 287 230,7 51
Niedersachsen gesamt 10915 (+43) 136,5 510 (+8)
Verstorbene

Als genesen können wir heute einschätzen: 8871 (81,3% bezogen auf die bisherige Gesamtfallzahl).
red/Quelle: Gesundheitsministerium in Hannover











12.05.2020 • 11:05 Uhr

Kirchenvorstände dürfen wieder tagen - bitte mit 150 Zentimeter Abstand!

Neustart von Gremiensitzungen - Evangelisches Landeskirchenamt mit Corona-Update zu Empfehlungen für Gemeinden

Das Evangleische Landeskirchenamt Wolfenbüttel hat die Gemeinden der Evangelischen Landeskirche Braunschweig soeben über weitere Lockerungen der Corona-Regeln informiert. Hintergrund dafür ist eine neue Verordnung des Landes Niedersachsen, die am Montag, 11. Mai, in Kraft getreten ist. Danach können in der Kirche als öffentlich-rechtlicher Körperschaft wieder Gremiensitzungen - auch in Bad Gandersheim-Seesen und Harriehausen - stattfinden.

Das betreffe unter anderem Kirchenvorstände, Pfarrverbandsversammlungen, Propsteivorstände und Propsteisynode, heißt es in einem Schreiben des Landeskirchenamtes vom 11. Mai. Voraussetzung sei, dass zu jedem Zeitpunkt der Mindestabstand von 1,5 Metern zu jeder Person gewährleistet ist, die nicht dem eigenen Hausstand angehört.

Außerdem dürfe unter Wahrung der Abstandsregel auch wieder Konfirmandenunterricht durchgeführt werden. Eingeschlossen seien Konfirmanden-Elternabende. Für Gremiensitzungen und die Konfirmandenarbeit können die Gemeindehäuser wieder genutzt werden, sofern die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten werden. Andere Veranstaltungen wie Gruppen, Kreise oder Chorproben seien aber weiter nicht zulässig.

Nicht zuletzt dürften bei einer Beisetzung auf dem Friedhof nun bis zu 20 Personen aus dem engsten Familien- und Freundeskreis teilnehmen. Für einen Trauergottesdienst in der Kirche ergebe sich die Zahl der Teilnehmenden aus der Anzahl der durch die Corona-Regeln reduzierten Plätze. Das vollständige Update findet sich unter anderem auf dieser Internetpräsenz der Landeskirche.epd











12.05.2020 • 10:25 Uhr

Mann oh Mann (56) aus Göttingen: Verschlafen, verirrt und verheddert

Aus einer äußerst misslichen Lage musste die Polizei mit Unterstützung der Feuerwehr in der Nacht zum Sonnabend einen 56 Jahre alten Mann im Dwarsweg befreien. Nachdem er sich hoffnungslos verirrt hatte, blieb er in einem Dornengebüsch stecken. Gegen 1.20 Uhr wurden die Polizeibeamten auf die Rückseite des Leher Bahnhofs beordert. Dort warteten zwei Passanten, die eine merkwürdige Begebenheit schilderten. Sie waren den Dwarsweg entlanggelaufen, als sie plötzlich angesprochen wurden. Die beiden Passanten konnten zunächst nicht feststellen, woher die Stimme kam. Dann bemerkten sie, dass die Stimme aus einem Busch an den Bahngleisen herrührte. Die Stimme bat darum, dass man ihr helfen möge aus dem Busch zu kommen. Da die Passanten nicht wussten, wie sie das in dem dichten Brombeer-Dornengebüsch anstellen sollten, riefen sie die Polizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, stellte sich die Stimme namentlich bei den Polizisten vor: Es handelte sich um einen 56 Jahre alten Mann aus Göttingen. Er wollte seine Tochter in Bremen besuchen und war mit dem Zug gefahren. Dort ist er jedoch eingeschlafen und schließlich bis zur Endstation am Bahnhof Lehe gefahren. Völlig orientierungslos irrte er umher und landete schließlich im Dornengebüsch der Brombeersträucher zwischen einem Graben und den Eisenbahnschienen. Wie das passieren konnte, war ihm selber schleierhaft. So wurde die Feuerwehr zur Unterstützung gerufen, die mit Leiter, Schaufel und Bolzenschneider eine Schneise freilegte, um den 56-Jährigen aus den Fängen der Brombeeren zu befreien. Mit einer Reihe von Kratzern durch die Dornen begab sich der Verirrte wieder zurück auf den Bahnhof, um auf den nächsten Zug nach Bremen zu warten.ots











12.05.2020 • 10:21 Uhr

Goslar: Bei Sonnenschein Raser geblitzt - Für elf Fahrer gibt es Fahrverbote

Am vergangenen Sonntag, 11.Mai 2020, wurden Geschwindigkeitsmessungen im Bereich der Polizeiinspektion Goslar durchgeführt.

Die erste Messung wurde am unteren Torfhausberg auf der B4, im Zeitraum von 09.50 Uhr bis 10.40 Uhr, durchgeführt. Die Geschwindigkeit ist dort auf 60 km/h wegen möglichen Fußgängerverkehrs begrenzt. Insgesamt fuhren 168 Fahrzeuge durch die Messstelle. Es wurden 9 Verstöße im Verwarngeldbereich festgestellt und 27 Verkehrsordnungswidrigkeiten eingeleitet. Davon kommt auf sechs Fahrzeugführer ein Fahrverbot zu.

Eine weitere Messstelle wurde auf der B82 (Immenröder Straße) aufgebaut. Die Geschwindigkeit ist dort auf 50 km/h begrenzt. Im Zeitraum von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr fuhren 1275 durch die Messstelle. Hierbei wurden insgesamt 123 Verstöße im Verwarngeldbereich- und 108 Verstöße die zu Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren führen, festgestellt. Auf elf Fahrzeugführer kommt ein Fahrverbot zu.

Die Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Goslar wird auch zukünftig die Geschwindigkeitsüberwachung an entsprechenden Schwerpunkten durchführen. ots











12.05.2020 • 10:12 Uhr

Verbraucherfrage der Woche: Was tun nach einem Fahrradunfall?

Michaela P. aus Göttingen:

Dass ich bei einem Autounfall die Polizei holen muss, weiß ich. Doch was muss ich eigentlich nach einem Fahrradunfall tun?

Dimitar Gouberkov, Unfallexperte von ERGO:

Wie bei einem Autounfall gilt auch bei einem Fahrradunfall: Ruhe bewahren und die Unfallstelle sichern. Das heißt beispielsweise, die beteiligten Fahrzeuge am Rand der Straße abstellen. Gibt es Verletzte, diese anschließend erstversorgen und dann die Polizei informieren. Bei ernsthafteren Verletzungen zusätzlich den Notarzt rufen. Darüber hinaus ist es wichtig, sich von beteiligten Radfahrern und Fußgängern den Personalausweis oder Ähnliches zeigen zu lassen und die Namen zu notieren. Sind Autofahrer beteiligt, sollte sich der Betroffene Führerschein oder Fahrzeugpapiere, den Namen der Kfz-Versicherung sowie die Versicherungsnummer geben lassen. Die Angaben zur Versicherung sind wichtig, falls es später um Schadensersatzansprüche geht. Bei beteiligten Radfahrern oder Fußgängern ist dafür deren Privat-Haftpflichtversicherung zuständig. Es ist außerdem empfehlenswert, Bilder vom Unfallort zu machen, um bei Fragen zum Unfallhergang Beweismittel zu haben. Dabei daran denken, auch Verkehrsschilder zu fotografieren, wenn sie die Verkehrssituation verdeutlichen.

Über den Experten der ERGO Versicherung

Dimitar Gouberkov (Jahrgang 1983) studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Augsburg. Seine Karriere startete er bei einer Management-Beratung für Finanzdienstleister in Hamburg. Nach weiteren beruflichen Stationen in der Versicherungswirtschaft wechselte er im Mai 2019 zu ERGO, wo er seitdem den Bereich Unfallversicherung leitet. Seine Freizeit verbringt er mit seiner Familie, auf Skipisten und beim Kitesurfen.
red/Quelle: ERGO Group












12.05.2020 • 10:08 Uhr

Bei der Netto-Filiae in Bad Gandersheim: 83-Jährigen übel beklaut - Gemeiner Täter nutzte die Gelegenheit

Tatort: Bad Gandersheim, Marienstraße, Tatzeitpunkt: Samstag, 9.Mai 2020, 10 Uhr. Die Gandersheimer Polizei berichtet soeben: Bereits am Samstag, gegen 10 Uhr, kam es vor der Netto-Filiale in der Marienstraße zu einem Diebstahl zum Nachteil eines 83-jährigen Kunden des Marktes. Der aus Bad Gandersheim stammende 83-jährige wollte nach Erledigung seines Einkaufs die Waren vom Einkaufswagen in seinen Pkw bringen. Am Pkw angekommen stellte er fest, dass er eine zweite Tasche, einen blauen Einkaufsbeutel, in der sich seine Geldbörse, sein Handy und eine Digitalkamera befanden, am Einkaufswagen vergessen hatte. Trotz einer sofortigen Nachschau am zuvor benutzten Einkaufswagen konnte die Tasche nicht mehr aufgefunden werden. Ein unbekannter Täter hatte offensichtlich den unbeobachteten Moment genutzt und die Tasche mitgenommen. Der Schaden beläuft sich auf ca. 400 Euro.

Zeugen, die zur oben anstehenden Tatzeit verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Polizei Bad Gandersheim in Verbindung zu setzen.










12.05.2020 • 09:59 Uhr

Sonntag um 0.15 Uhr: Plötzlich Polizeikontrolle in der Auetalstraße - Kalefelder mit 1,5 Promille im Auto erwischt

Soeben berichtet die Bad Gandersheimer Polizei:
Bereits am vorigen Sonntag, 10.Mai 2020, gegen 0.15 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Bad Gandersheim einen 25-jährigen Kalefelder mit seinem Pkw VW. Die Polizei war um 0.15 Uhr plötzlich in der Auetalstraße in Kalefeld unterwegs. Und sie landete einen Volltreffen!

Im Rahmen der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Mann unter dem Einfluss alkoholischer Getränke stand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,5 Promille. Dem Kalefelder wurde daraufhin die Weiterfahrt untersagt und es wurde eine Blutprobe angeordnet. Er muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten.red/schw











12.05.2020 • 09:53 Uhr

Bei Brunshausen und Wolperode: Müll illegal entsorgt

Am gestrigen Montag, 11.Mai 2020, 06.30 Uhr wurde der Polizei Bad Gandersheim eine illegale Müllentsorgung an einem Waldstück an er Kreisstraße 633 zwischen Brunshausen und Wolperode mitgeteilt. Eine Kontrolle ergab, dass ein bislang unbekannter Verursacher sechs Säcke Hausmüll an der oben genannten Örtlichkeit illegal entsorgt hat. In welchem Zeitraum die Säcke dort abgelagert wurden, ist nicht bekannt. Zeugen, die in der Vergangenheit an der benannten Örtlichkeit verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich mit der Polizei in Bad Gandersheim in Verbindung zu setzen.schw











12.05.2020 • 09:49 Uhr

Angriffe auf Minderheiten in Syrien: Regelmäßig Kriegsverbrechen gegen kurdische, christliche, yezidische Volksgruppen

Gesellschaft für bedrohte Völker deckt auf: Klima der Angst: Regelmäßig Entführungen, Folter und extralegale Hinrichtungen

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen kritisiert die fortdauernden Verbrechen des NATO-Mitglieds Türkei gegen Minderheiten in Nordsyrien. In den letzten Tagen hatten Berichte über Kriegsverbrechen des syrischen Regimes sowie Russlands gegen zivile Ziele international für Aufsehen gesorgt. „Gleichzeitig schweigen Partnerländer der Türkei wie Deutschland und die USA zu andauernden Menschenrechtverletzungen der Regierung Erdogan und seiner Unterstützung islamistischer Milizen. Diese Haltung macht die Syrien-Politik des Westens bei den betroffenen Menschen insgesamt unglaubwürdig“, erklärt GfbV-Nahostexperte Dr. Kamal Sido.

Die GfbV informiere die deutsche Bundesregierung sowie andere NATO-Staaten regelmäßig über die als Kriegsverbrechen eingestuften Angriffe auf kurdische, christliche, yezidische und andere Volksgruppen in Nordsyrien. „Dennoch schweigen diese Regierungen zu den menschenverachtenden Praktiken der Türkei in Nordsyrien. Dadurch stärken sie ihr den Rücken.“, so Sido. Die türkische Besatzungsmacht stelle die Wasserversorgung der Stadt Al Hasaka und anderer Ortschaften in Nordosten Syriens immer wieder komplett ein. Allein in dieser Gegend seien hunderttausende Menschen kurdischer, arabischer, assyrisch / aramäischer und armenischer Abstammung und muslimischen, christlichen und yezidischen Glaubens betroffen.

Die Türkei und die von ihr unterstützten syrisch-islamistischen Milizen halten weite Teile Nord- und Ostsyriens besetzt. In den Gebieten siedeln insbesondere kurdische, christliche, yezidische und alevitische Volksgruppen. „Die Provinzgouverneure sind de facto an die türkische Administration angebunden und werden von islamistischen Gruppen kontrolliert, die ebenfalls aus Ankara gesteuert werden“, erläutert Sido. „Diese Milizen bestehen zum Großteil aus den Überresten des IS, der ehemaligen Al-Nusra-Front, aber auch aus ganzen Dschihadistenmilizen wie Ahrar al-Sham oder Faylaq al-Sham.“

Es herrsche ein Klima der Angst: Entführungen, Folter und extralegale Hinrichtungen seien an der Tagesordnung. Unter den protürkischen Milizen komme es regelmäßig zu Kämpfen um Beute. Autobombenanschläge im Rahmen dieser internen Auseinandersetzungen hätten immer wieder verehrende Folgen für die Bevölkerung. So wurden am 29. April bei der Explosion eines Tanklasters auf einem Markt in Afrin mindestens 60 Menschen getötet. Die türkische Regierung beschuldigt kurdische Gruppen, andere Quellen vermuten protürkische islamistische Milizen als Täter. Kurdische Gruppierungen haben den Anschlag scharf verurteilt. „Diese Verhältnisse führen dazu, dass immer größere Teile der kurdischen, christlichen, yezidischen und alevitischen Bevölkerung die Region verlassen müssen“, beobachtet Sido. „An ihrer Stelle werden der Türkei loyale Menschen radikal-sunnitischen Glaubens angesiedelt.“
red/fis










12.05.2020 • 09:44 Uhr

Endlich wieder "auf ins Rosencafé im Kloster Brunshausen!": Heute ab 14 Uhr Gäste willkommen - Die weißen Schirme sind aufgespannt - Bitte Corona-Regeln beachten!

Okay! Die Temperaturen könnten etwas freundlicher sein an diesem Freudentag für die heimische Gastronomie. Tag zwei der Wiederöffnung der Betriebe ist angebrochen. "Und ich bin dabei!", kündigt Bettina Plock-Girmann, Chefin im Rosencafé im Kloster Brunshausen im südniedersächsischen Bad Gandersheim an. Heute ab 14 Uhr steht der gastronomische Betrieb indoor und outdoor wieder seinen Gästen offen. Alles ist vorbereitet. Im open air Cafégarten, umgeben von romantischem Gemäuer und sehenswerter Skulpturenkunst sind weiße Schirme aufgespannt. Die Sonne könnte noch kraftvoller strahlen. Aber im Café selbst erwartet die Besucher das bekannte gemütliche und warme Ambiente.
Und was Corona betrifft hat sich die Gastronomie selbstverständlich gut präpariert. Das hier präsentierte Dokument gehört zu den aktuellen Regeln. Alle sollen geschützt bleiben. Das gehört zum Erlebniswert in diesen unwirklichen Coronzeiten.
red/Foto: Rosencafe/Sreen: DEHOGA












12.05.2020 • 08:49 Uhr

Bezirks- und Kreis-Fußball in Corona-Zeiten: Dreimal Saisonabbruch und einmal Fortsetzung der Saison vorgeschlagen

NFV-Verbandsvorstand verständigt sich auf vier Varianten – Außerordentlicher Verbandstag wird - bis spätestens 27. Juni abgehalten - Webinar mit Vereinen am 16. Mai

Der Verbandsvorstand des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat sich auf seiner gestern Abend abgehaltenen Sitzung mit den von der Arbeitsgruppe erstellten Varianten zum weiteren Umgang mit der aktuell aufgrund der Corona-Pandemie bis auf Weiteres unterbrochenen Saison 2019/20 auseinandergesetzt. In der von NFV-Präsident Günter Distelrath geleiteten Videokonferenz verständigten sich die NFV-Präsidiumsmitglieder und die Vorsitzenden der 33 niedersächsischen Fußballkreise auf vier Varianten. Diese sind das Ergebnis der Bündelung von zahlreichen Vorschlägen, die den NFV in den vergangenen Wochen mittelbar und unmittelbar erreicht haben.

Die Varianten im Einzelnen:

Variante eins: Saisonabbruch 2019/20 mit Auf- und Abstieg nach Quotienten-Regelung (Der Quotient ist das Ergebnis der erreichten Punkte geteilt durch die Anzahl der ausgetragenen Spiele).

Variante zwei: Saisonabbruch nach Quotienten-Regelung mit Aufstieg, aber ohne Abstieg.

Variante drei: Saisonabbruch durch Annullierung (Kein Auf- und Abstieg).

Variante vier: Fortsetzung des Spieljahres 19/20.

Im Übrigen wird zur Regelung des Jugendspielbetriebes ein eigener Antrag des Verbandsjugendausschusses erwartet. Dieser ist für den 20. Mai avisiert.

Über die Varianten, deren Inhalte ausführlicher auf der NFV-Homepage (www.nfv.de) einzusehen sind, wird auf einem außerordentlichen Verbandstag zu beschließen sein. „Aufgrund der Dringlichkeit haben wir uns dafür entschieden, die in der Satzung vorgesehene Antrags- und Ladungsfrist von zehn Wochen zu verkürzen. Der 27. Juni ist das Datum, bis zu dem wir den Verbandstag spätestens durchgeführt haben wollen“, erklärte Günter Distelrath.

Darüber hinaus einigte sich der Verbandsvorstand darauf, die vier Varianten seinen Vereinen vorzustellen, um sich mit den Klubvertretern zu den Varianten auszutauschen. Hierfür werden am 16. Mai je ein gemeinsames Webinar (via Internet stattfindende Seminare) für die Bezirke Hannover/ Braunschweig und Weser-Ems/Lüneburg abgehalten. „Im Kontext der am
6. Mai von der Bundesregierung verkündeten weiteren Reduzierungen der Corona- Beschränkungen und insbesondere mit Blick auf die durch die Landesregierung für den Sport in Niedersachsen geltenden Lockerungen (Trainingsbetrieb unter Beachtung der Distanz- und Hygienevorschriften) halten wir diesen Schritt für sinnvoll und notwendig“, erklärte Distelrath.










12.05.2020 • 08:41 Uhr

B3 bei Salzderhelden: Fahrzeugführer eines Daimler gerät urplötzlich auf die Gegenfahrbahn - Crash verursacht 11.000 Euro Schaden

Ereignisort: Bundesstraße 3, Ereigniszeitpunkt: Gestern, Montag, 11. Mai 2020, 15.20 Uhr.
Das ist laut Polizei passiert:

Eine 52-jährige Fahrzeugführerin eines Pkw BMW aus Bad Grund befuhr die Bundesstraße 3 aus Northeim herkommend in Richtung Einbeck. Kurz vor der Abfahrt Salzderhelden kam ihr dann auf ihrer Fahrbahnhälfte ein Pkw Daimler entgegen, der von einem 56-jährigen Fahrzeugführer aus Einbeck geführt wurde. Es kam zu einem Zusammenstoß beider Fahrzeuge, wodurch dann die Fahrzeugführerin des BMW die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor und gegen die Leitplanke geschleudert wurde. Verletzt wurde durch den Unfall zum Glück keiner der Beteiligten, die Schadenshöhe insgesamt wird mit ca. 11.000 Euro angegeben. Warum der Fahrzeugführer des Daimlers auf die Gegenfahrbahn geriet, müssen spätere Ermittlungen noch ergeben.vo











12.05.2020 • 08:36 Uhr

Millionenprojekt Landesgartenschau 2022: Bagger greift wieder an...im Schneckentempo

Die vorbereitenden Arbeiten für eine Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim sind seit Montag dieser Woche wieder im Schneckentempo angefahren worden. Nach den heftigen Eingriffen in Baum- und Strauchvielfalt (wir berichteten) war bekanntlich ein Großteil des grünen Entsorgungsmaterials wochenlang liegengeblieben. Erst nach eindringlicher öffentlicher Schelte durch den ehemaligen stellvertretenden Ordnungsamtsleiter Jörg Gelück begannen sich Menschen und Maschinen zu bewegen.

Dann erfolgte erneut eine missverständliche Verschnaufpause beim Entsorgungsunternehmens. Gestern nun setzte sich der gelbe Bagger mit seinem roten Greifer am oberen Osterbergsee (wasserlos!°) wieder mit viel Getöse in Bewegung. Ein erster Teil der abgeholzten Randbereiche des Teiches wurde von Baumstümpfen, zerlegten Baumstämmen und Geäastbergen befreit und in einem rostigen Container verstaut.

Laut Thomas Hellingrath, Alleingeschäftsführer der Landesgartenschaugesellschaft, sollen in den geschaffenen Sichtschneisen Neuanpflanzungen vorgenommen werden. Das wird allerdings noch einige Zeit auf sich warten lassen. Die Landesgartenschau soll im Frühjahr 2022 für ein halbesJahr lang rund 300.000 Besucher/innen anlocken.
red/Fotos: Marc Reiser












12.05.2020 • 08:15 Uhr

Einbeck: Portemonnaie im REWE-Markt kurz abgelegt - Prompt entwendet und geplündert

Tatort: Einbeck, Marktstraße, Tatzeitpunkt: Gestern, Montag, 11.Mai 2020, zwischen 10 Und 10.30 Uhr. Das ist laut Polizei passiert: Eine 56-jährige Geschädigte aus Einbeck hatte beim Einkauf im REWE-Markt in der Marktstraße ihr Portemonnaie im Bereich der Gemüsestände abgelegt. Erst beim Bezahlvorgang im Kassenbereich bemerkte die Geschädigte dann, dass das Portemonnaie fehlte. Bei einer Nachsuche wird das Portemonnaie zwar von einer Mitarbeiterin des Marktes aufgefunden, aber ein unbekannter Täter hatte in der Zwischenzeit 80 Euro Bargeld aus dem Inneren des Portemonnaies entwendet.vo










12.05.2020 • 08:11 Uhr

Betrug um Internet: Bezahlte Fritzbox wird nicht geliefert

Ein 51-jähriger Geschädigter aus dem Bereich Dassel erwarb t über die Online-Plattform EBAY-Kleinanzeigen eine Fritzbox im Wert von 135 Euro. Danach ließ sich der Geschädigte auf die nicht abgesicherte Überweisungsmöglichkeit PayPal-"Freunde" ein, wodurch der Täter zwar nun im Besitz des Geldes ist, die eingestellte Fritz-Box dann aber nicht liefert. Ein Fall für die Internet-Polizei. Die ermittelt nun. vo










11.05.2020 • 18:59 Uhr

Helios Corona-Klinik Bad Gandersheim: Noch 15 Patienten in Behandlung - Erneut zwei Corona-Tote

Die Verlangsamung der laborbestätigten Corona-infizierten Fälle in der Gesamtschau für Niedersachsen und sektoral im Landkreis Northeim zeigt ihre Auswirkungen auf die Belegung der zentralen Corona-Klinik des privaten Betreibers Helios im südniedersächsischen Heilbad Bad Gandersheim. Auf Anfrage des Redaktionsnetzwerkes der Fis Work Media Group zum Status der aktuellen Belegung antwortete heute Helios-Sprecherin Daniela Kasper. In ihrem Statement dokumentierte sie erneut die traurige Mitteilung von zwei weiteren am/ oder mit dem Corona-Virus infizierten verstorbenen Patienten/innen. Ihre Gesamtzahl hat sich damit im Laufe der vergangenen vier Wochen auf neun Corona-Tote in der Klinik erhöht. Sprecherin Kasper nahm weiterhin zu der Frage Stellung, dass Patienten und Verstorbene nicht ausschließlich aus dem Landkreis Northeim stammen, sondern aus Wohnorten anderer südniedersächsischer Landkreise.

Daniela Kasper: "Aktuell werden in der Helios Klinik Bad Gandersheim 15 Patienten behandelt. Sechs Patienten konnten in der letzten Woche aus der Klinik entlassen werden, da sie keine stationäre Behandlung mehr benötigten. Zwei Patienten mit einer Sars-CoV-2 Infektion sind Anfang letzter Woche in der Klinik verstorben. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen.
Der Großteil der in der Helios Klinik Bad Gandersheim behandelten Patienten stammt aus den Landkreisen der Region. Nach unseren Informationen melden die Landkreise in ihren Übersichten die Fälle basierend auf dem Wohnort-Prinzip."
rd/fis/Fotos: Thomas Fischer












11.05.2020 • 17:39 Uhr

Lies: „Schutz des Grundwassers ist ein unverhandelbares Gut" - Umweltminister diskutiert beim „Wasser-Gipfel" mit Versorgern

Minister kritisiert "falsche Pauschalisieren" und nimmt Landwirte gegen Vorwürfe in Schutz

In der Diskussion um die Grundwasserbelastung durch Nitrat erzielte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies in einer Video-Konferenz am (heutigen) Montag große Einigkeit mit Wasserversorgern im Land: „Es gibt eine große Zahl von Grundwasserkörpern, für die dringender Handlungsbedarf besteht", lautete das Fazit der Teilnehmer des „Wasser-Gipfels" mit dem Wasserverbandstag, dem Verband Kommunaler Unternehmen, dem Verband der Energie- und Wasserwirtschaft, dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) und dem Verband der Niedergrafschafter Wasserwirtschaft. Rund 39 Prozent der Landesfläche fallen zurzeit in den Bereich der „Roten Gebiete" mit einer hohen Nitratbelastung von mehr als 50 Milligramm pro Liter und befinden sich damit laut
EG-Wasserrahmenrichtlinie in einem schlechten chemischen Zustand.

„Wir müssen an die Verursacher ran. Da sind wir uns komplett einig", ergänzte Umweltminister Lies, der ebenso wie die gesamte Expertenrunde der bei Teilen der Landwirtschaft eine Verantwortung für zu hohe Nitratwerte im Grundwasser sieht. „An einer Reduzierung des Düngereinsatzes werden wir für einzelne Landwirtschaftsbetriebe nicht herumkommen", sagte Lies weiter: „Ein Landwirt jedoch, der nicht Verursacher für schlechte Nitratwerte ist, soll auch künftig nicht zum Verursacher gemacht werden. Einschränkungen beim Düngereinsatz sollen diejenigen treffen, die für die Situation verantwortlich sind. Deshalb wollen wir bei der Düngeverordnung von der Pauschalierung wegkommen und zur Differenzierung wechseln. Im Klartext: Zum Verursacherprinzip. Pauschale minus 20 Prozent in den Gebieten sind keine Lösung. Da verstehe ich die Kritik der Landwirtschaft an dieser falschen Pauschalisierung."

Mit Nachdruck stellte sich der Wasser-Gipfel allerdings der Kritik von Landwirten entgegen, dass ein falsches Messsystem oder fehlerhafte Messstellen ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit liefern würden. „Nicht falsche Messungen, sondern der vorhandene Nähstoffüberschuss führt zum Nitrat-Problem", war sich die Expertenrunde einig. „Der Schutz des Grundwassers ist ein unverhandelbares Gut", hieß es übereinstimmend. „Aber unabhängig davon wollen wir mit den Landwirten einen gemeinsamen Weg gehen", stellte Umweltminister Lies in seinem Schlusswort fest: „Wir sind uns doch im Ziel einig: Nicht gegeneinander, sondern miteinander. Denn Wasser ist zu einem wertvollen Gut geworden, das wir weiter nutzen, das wir aber auch schonen wollen. Das gilt sowohl für die Qualität des Grundwassers wie auch für die Nutzung des Grundwassers. Wir wollen auch ein Konzept entwickeln, dass der Landwirtschaft die Perspektive der Bewirtschaftung auch mit einer notwendigen Bewässerung gibt."

„Der nachhaltige Schutz unserer Trinkwasserressourcen ist und bleibt für die Wasserwirtschaft ein zentrales Anliegen. Der Nährstoffbericht hat Anfang des Jahres 2020 wiederholt und klar dokumentiert, dass wir in Niedersachsen nach wie vor einen sehr hohen Handlungsdruck haben, Nährstoffüberschüsse zu reduzieren. Neben vielfältigen Anstrengungen zur grundsätzlichen Reduzierung der Einträge brauchen wir dabei mehr Klarheit über die Nährstoffströme und eine Verknüpfung des Überschreitens von Höchstgrenzen mit effektiven Maßnahmen. Hier kann uns nur ein transparentes Düngerecht weiterbringen, das mit der EU-Nitratrichtlinie vollumfänglich konform ist", erklärte Dr. Torsten Birkholz vom Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Norddeutschland. Der BDEW Norddeutschland mit 350 Mitgliedsunternehmen plädiere für einen „noch konsequenteren Schutz unseres Wassers", sagte Birkholz: „Wir sind uns natürlich dessen bewusst, dass dieser Prozess weiterhin einen intensiven Austausch mit der Landwirtschaft voraussetzt - gleichwohl sehen wir hier die grundsätzliche Bereitschaft, sich gemeinsam im Sinne des vorsorgenden Grundwasserschutzes zu engagieren."

Für den Wasserverbandstag (WVT) ist klar: „Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser aus Grundwasser zu jeder Zeit ist die Lebensgrundlage unserer heutigen Gesellschaft, aber auch Standortfaktor für unsere Kommunen und das ganze Land Niedersachsen. Die Ressource Trinkwasser muss daher der gesamten Bevölkerung und der Wirtschaft auch weiterhin in ausreichender Menge und guter Qualität jederzeit zur Verfügung stehen", betonte WVT-Präsident Heiko Albers. „Die Sicherung der Ressource Trinkwasser für nachfolgende Generationen darf nicht gefährdet werden. Um die Wasservorkommen dauerhaft vor Beeinträchtigungen zu schützen, müssen Einträge von Schadstoffen vermieden oder auf ein Minimum reduziert werden; die Trendumkehr muss eingeleitet werden", fordert Geschäftsführer Godehard Hennies: „Um künftig strikte Kontrollen zu ermöglichen, muss die Sammlung aller relevanten Daten in einer zentralen Datenbank - durch zusätzliche Meldepflichten - sichergestellt werden. Die WVT-Experten mahnen zugleich: „Um sowohl Menge als auch Qualität des Wassers dauerhaft sicherzustellen, müssen sich die Umwelt- und Ressourcenkosten in den Lebensmittelpreisen wiederfinden. Hierfür müssen die Kosten einer klima-, umwelt- und ressourcenschonenden Landwirtschaft die Akzeptanz in der Gesellschaft erlangen."

Für den Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) ist „sauberes Trinkwasser für unsere Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen ist ein nicht verhandelbares Ziel", betont VKU-Geschäftsführer Reinhold Kassing: „Dabei suchen wir die Kooperation mit der Landwirtschaft. Sollten auf dem Weg dahin Mängel bei den Messstellen vorhanden sein, so müssen diese behoben werden. Entscheidend ist aber, dass dadurch die Ergebnisse nicht beeinflusst worden sind."

Für Karsten Specht, Geschäftsführer im Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), ist „unstrittig, dass - gemessen am vorhandenen Flächen- und Pflanzenbedarf - in Niedersachsen mindestens 31.000 Tonnen Stickstoff jährlich zu viel ausgebracht werden. Die Problemlage des Stickstoffüberschusses ist nicht nur wissenschaftlich belegt, sondern auch durch eigene Messungen von Wasserversorgern, die im Einklang mit den NLWKN-Messungen stehen." Für den OOWV begrüßt Karsten Specht die neuen Düngepläne für Niedersachsen: „Die neue Düngeverordnung mit strikteren Düngeregeln ist ein richtiger Schritt, um die Qualität der Gewässer und die Trinkwasserversorgung auch für künftige Generationen zu sichern."

Einen Blick in die Zukunft wirft auch Johannes Schnieders, Verbandsgeschäftsführer beim Wasser- und Abwasser-Zweckverband Niedergrafschaft (WAZ): „Als Kommunales Unternehmen ist die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser unsere elementare Aufgabe. Dabei wird von uns erwartet, dass wir dies zu jedem Zeitpunkt in ausreichender Menge, vor allem aber in höchster Qualität, mindestens aber entsprechend der Trinkwasserverordnung bereitstellen. Als Lebensmittel Nr. 1 soll dies möglichst kostengünstig sein, um jedem den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen." Doch ebenso klar wie der Auftrag seien auch die zunehmenden Probleme, beschreibt Schnieders die Herausforderungen der Gegenwart: „Sowohl Mengen- vor allem aber auch Qualitätsfragen spielen eine immer größere Rolle. Hierbei beobachten wir aktuell einen steigenden Bedarf aufgrund der Klimaveränderung, aber auch einen Qualitätsverlust durch steigende Belastungen des Grundwassers. Aus unserer Sicht stehen hierbei die Einträge nicht im Einklang mit den Niederschlägen, die der Grundwasserneubildung dienen und die der Grundstein der Wasserressourcen der Zukunft sind."

Umweltminister Lies fordert deshalb auch die Diskussion über ein Wasser-Gesamtkonzept. „Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz vom Trinkwasser über Gebrauchswasser für Landwirtschaft und Industrie bis hin zu Wasserüberfluss durch Starkregenereignisse - und nicht zuletzt bis zum Gegenteil - schlimmen Trockenperioden. Diesen Dialog will ich fortsetzen - mit einer ständigen Wasser-Konferenz", kündigt der Umweltminister an. „Dann allerdings unter Beteiligung von Wasserverbänden, Landwirtschaft und Industrie."
red/fis/ Foto: Thomas Fischer











11.05.2020 • 17:35 Uhr

Wolfshagen: Ziegenherde spielt verrückt - Mit Hörnen Eingangstür eines Supermarktes attackiert

Helle Aufregung in Wolfshagen! Am heutigen Montagvormittag machte eine Ziegenherde Wolfshagen unsicher. Die Tiere brachen von ihrer Weide außerhalb des Ortes aus und begaben sich über die Lautenthaler Straße ortseinwärts. Hierbei kam es zu Behinderungen des Straßenverkehrs, so dass mehrere Anrufe bei der Polizei eingingen. In der Ortsmitte von Wolfshagen begehrten die Ausbrecher vor dem dortigen Lebensmittelmarkt Einlass. Einige Ziegen schlugen dabei mit ihren Hörnern sogar gegen die Eingangstür. Da zu diesem Zeitpunkt in großen Teilen Wolfshagens Stromausfall herrschte öffnet die elektrische Tür nicht. Die Tierhalterin erschien vor Ort und trieb mit ihrem Hütehund die Herde, etwa 25 Ziegen, zur Weide zurück. Durch die Polizei wurde die Ortsdurchfahrt zu diesem Zweck aus Richtung Lautenthal gesperrt.ots










11.05.2020 • 17:29 Uhr

Unbekannte stehlen mehrere Hundert FFP2-Masken aus Keller eines Mehrparteienhauses in Göttingen-Grone

Aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses im Göttinger Stadtteil Grone haben Unbekannte in der Nacht zu Samstag (09.05.2020) mehrere Hundert FFP2-Masken gestohlen. Nach derzeitigen Ermittlungen brachen die Diebe die Türverriegelung des Kellerabteils auf, in dem die Atemschutzmasken lagerten. Sie waren nach Angaben des Eigentümers zum Weiterverkauf bestimmt. Die Schadenshöhe ist unbekannt. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei Göttingen, Telefon 0551/491-2115.jk










11.05.2020 • 17:26 Uhr

Kalefeld/Echte: Klapprigen Laster aus Marokko aus dem Verkehr gezogen und stillgelegt

Die Polizei berichtet soeben: Bereits vorigen Mittwochmorgen meldete ein Verkehrsteilnehmer gegen 07.50 Uhr einen Lkw auf der A 7 in Fahrtrichtung Hannover, welcher ihm durch eine ungewöhnliche Fahrweise aufgefallen war. Das Fahrzeug habe offenbar technische Probleme.

Beamte der Autobahnpolizei hielten daraufhin Ausschau nach dem beschriebenen Lkw und konnten ihn kurze Zeit später ausfindig machen. Bereits beim Heranfahren an den Sattelzug aus Marokko konnten die Polizisten deutliche Geräusche wahrnehmen und sehen, dass die hintere Achse des Aufliegers schlackert.

An der Tankanlage Echte wurde der Lkw kontrolliert und dem TÜV-Nord vorgestellt, welcher erhebliche Mängel feststellte und die Verkehrsunsicherheit in einem Gutachten bescheinigte. Daraufhin wurde dem 43 Jahre alten Lkw-Fahrer aus Marokko zunächst die Weiterfahrt untersagt und der Landkreis Northeim ordnete die Außerbetriebsetzung des Aufliegers an. Der 43-Jährige musste eine Sicherheitsleistung von über 200 Euro zahlen, die dreizehn Tonnen schwere Ladung (gekühlte frische Paprika) konnte umgeladen und weitertransportiert werden.

Der Kühlauflieger konnte nach erfolgter Reparatur und erneuter Vorstellung am vergangenen Freitag vom TÜV als mängelfrei abgenommen werden. Er darf somit wieder im öffentlichen Verkehrsraum in Betrieb genommen werden.mb










11.05.2020 • 17:19 Uhr

Trotz Lockerungen: Feuerwehren im Landkreis Northeim halten am Dienstbeginn ab 15. Juni fest

Die seit heute geltenden Lockerungen, die auch einen Dienstbetrieb bei den Freiwilligen Feuerwehren wieder in eingeschränkten Ausmaßen ermöglichen, werden bei den Feuerwehren im Landkreis Northeim nicht angewandt. Bei einem Treffen der Verantwortlichen aus den Freiwilligen Feuerwehren am gestrigen Sonntag wurde eine "einheitliche Linie" für die Wiederaufnahme des Dienstbetriebes vereinbart. Es gelte weiterhin der bislang festgelegte Termin 15. Juni 2020.

Das Land Niedersachsen hatten Lockerungen für die Feuerwehren in der neuesten Coron-Verordnung aufgeschrieben. Allerdings mit ähnlich scharfen Hygiene- und Abstandsregeln wie für gastronomische Betriebe. Wie allerdings beispielsweise bei Einhaltung von Mindestabständen von 1,50 bis 2 Meter zwischen beteiligten Feuerwehrleuten ein Dienst stattfinden soll, erscheint den Leitungen der Feuerwehren wenig wenig praktikabel und somit nicht unbedingt sinnvolll.

Bad Gandersheims Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock bestätigte soeben im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group die gestern gemeinsam verabredete Linie für den Neustart der Dienste in den Gemeinde- und Ortsfeuerwehren. "Das ist eine richtige und sinnvolle Entscheidung", so der Stadtbrandmeister. Ebenso halte man an dem 31. August 2020 für einen Dienstbeginn für die Kinderfeuerwehren fest.
red/fis/Symbolfoto: Feuerwehr Bad Gandersheim










11.05.2020 • 14:47 Uhr

Sicher ist sicher in Corona-Krisenzeiten: Fensterputzer auf Distanz an der Wilhelmsburg im Einsatz

Optimaler lässt sich das Distanzgebot in der Corona-Virus-Krise nicht bewerkstelligen. Als der Fensterputzer jüngst für klare Sicht an den Scheiben des Verwaltungsgebäudes "Wilhelmsburg" der Gandersheimer Stadtverwaltung sorgte, nahm er einen gigantischen Teleskopstab zur Hilfe. Mindestens drei bis fünf Meter lässt sich die Stange ausfahren. Über einen Schlauch wird Wasser in den Scheibenwischer gedrückt. Geschickt steuert der Mann von Mc clean Seesen vom Boden aus die Stange mit der Bürste an der Spitze über die Scheiben. So kommt sich niemand zu nahe. Perfektes Handling in Corona-Zeiten.red/Foto: Marc Reiser










11.05.2020 • 14:26 Uhr

Kurz vor Mitternacht in Northeim: Auf entwendetem Fahrrad mit Drogen unterwegs - Polizei hat richtigen Riecher!

Am Sonntag kurz vor Mitternacht - exakt um 23.45 Uhr - kontrollierten Polizeibeamte einen 31-jährigen Fahrradfahrer aus Northeim, der in der Straße Am Mühlenanger in Richtung Rhume unterwegs war. Während der Kontrolle stellte einer der Beamten Marihuanageruch bei dem Radfahrer fest. Dieser händigte auf Nachfrage freiwillig mehrere portionierte Verpackungen mit diversen Betäubungsmittelinhalten aus. Zudem wurde bei der Überprüfung der Fahrradrahmennummer festgestellt, dass es sich bei dem mitgeführten Fahrrad um Diebesgut handelt.
Die Drogen sowie das Fahrrad wurden sichergestellt und entsprechende Strafverfahren eingeleitet.köh










11.05.2020 • 14:21 Uhr

Torfhaus: "Halali" in Flammen - Polizei erhöht die Einsatzkräfte auf 130 Personen - Zwei Feuerwehrleute verletzt

Torfhaus. Aus bislang unbekannter Ursache geriet am gestrigen Sonntag, gegen 10.00 Uhr, eine Gaststätte ("Halali") in der Ortslage Torfhaus in Brand (wir berichteten). In einer soeben verbreiteten Mitteilung macht die Polizei in Goslar aktualisierte Angaben zu dem Ereignis:

Das Feuer ging rasch auf Dachstuhl und Gebäudefassade über. Bei den Löscharbeiten wurden zwei Kameraden der eingesetzten Feuerwehr Bad Harzburg verletzt. Der entstandene Schaden liegt nach ersten Schätzungen zwischen 2 und 3 Millionen Euro. Insgesamt waren ca. 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. Für die Löscharbeiten musste die B4 zeitweise komplett gesperrt werden. Die Polizei Goslar hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.ots










11.05.2020 • 12:22 Uhr

Irrer Unfall im Wald bei Wiensen: Wildschwein nietet Radfahrer um und haut ab

Ein 52-jähriger Radfahrer aus Uslar wurde am gestrigen Sonntag ,11. Mai 2020, um 05:15 Uhr, auf der K 449 zwischen Wiensen und Bodenfelde von einem über die Fahrbahn wechselnden Wildschwein erfasst. Das berichtet soeben die Polizei in Nordheim. Weiter heißt es in der amtlichen Mitteilung: Der Radfahrer stürzte und verletzte sich leicht. Am Fahrrad entstand Sachschaden. , Das Wildschwein flüchtete.zi











11.05.2020 • 12:11 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Noch 18 Fälle aktuell bei 133.600 Einwohnern

. Aktuell gibt es weiterhin 120 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Freitag der Vorwoche sind damit keine neuen bestätigten Corona-Fälle bekannt geworden. 102 Personen - fünf mehr als am Freitag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. lpd

Hintergrund: Der Landkreis Nordheim hat aktuell 130.600 Einwohner.
Die Grafik des Gesundheitsministeriums in Hannover dokumentiert den Corona-Fallverlauf bis zum 7. Mai 2020. Tendenz fallend.











11.05.2020 • 11:50 Uhr

Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen prangert an: Raubbau im Amazonas´

Umstrittene Exekutiv-Anordnung ausgesetzt Keine Zwangsräumungen während der Pandemie

Edson Fachin, Minister des Obersten Gerichtshofs (STF) in Brasilien, hat am vergangenen Donnerstag eine umstrittene Exekutiv-Anordnung aus dem Jahr 2017 ausgesetzt. Die Anordnung 001/2017 hat es indigenen Völkern erschwert, ihre traditionellen Gebiete rechtsgültig zu beanspruchen und vor Raubbau zu schützen. „Die Verfügung des Ministers wird dem mächtigen Agrobusiness und der Regierung Bolsonaro sehr missfallen“, erklärt Juliana Miyzaki, Referentin für Indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen. „Sie hatten die Anordnung immer wieder benutzt, um die Demarkation indigener Gebiete zu verhindern oder rückgängig zu machen.“ Die selbe Verfügung verhindere zudem Zwangsräumungen und Vertreibungen Indigener von ihrem Land bis zum Ende der Pandemie.

Auf den ersten Blick weise das Urteil in eine positive Richtung. „Natürlich ist eine solche Verfügung nur soweit hilfreich, wie sie auch geachtet und befolgt wird“, ergänzt Miyazaki. Auch Entwaldung und Bergbauaktivitäten auf indigenen Territorien seien gesetzlich verboten. „Aber im Schatten der Pandemie nehmen Invasionen auf indigene Gebiete weiter zu“, so Miyazaki. „Eindringlinge kommen, um Holz zu fällen, Gold zu schürfen und Rinderherden anzusiedeln.“ Die Entwaldungsrate auf indigenem Territorium sei während der Pandemie um 59 Prozent gestiegen, Bergbauaktivitäten um 45 Prozent.

Der Kampf der Indigenen in Brasilien für ihre Rechte und Widerstand gegen Übergriffe gingen unter erschwerten Bedingungen unvermindert weiter. Am Wochenende trafen sich Gesandte nationaler und internationaler Organisationen auf einer zweitägigen Online-Sitzung. Sie diskutierten unter anderem über die Lage indigener Völker in Brasilien und Strategien gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Indigene haben kaum Zugang zum Gesundheitssystem. Es mangelt an Ausrüstung und Medikamenten. „Außerdem versuchen die Behörden, die gravierenden Auswirkungen der Pandemie auf indigene Völker kleinzureden“, berichtet Miyazaki. „Die Indigenenorganisation APIB berichtet über 64 Todesopfer in 30 verschiedenen Völkern. Die staatlichen Behörden zählen allerdings nur 15 Todesfälle unter den Indigenen.“ Indigene in den Städten würden nicht als solche gezählt. Das betreffe etwa die Hälfte aller Indigenen im Land.
red/fis











11.05.2020 • 11:43 Uhr

Lokale Corona-Hilfsinitiativen im Gandersheimer Stadtrat bereits ein Politikum - CDU-Antrag von Finanzaufsicht negativ interpretiert - Was passiert am 26. Mai im Stadtrat?

Drohen lokale Hilfsinitiativen in der Corona-Krise im kommunalpolitischen Sumpf zu ersticken? Im südniedersächsischen Bad Gandersheim hatte zuerst die CDU im Stadtrat einen Antrag zur Unterstützung von gebeutelten Solo-Unternehmern, Einzehändlern, Gastronomen und Betrieben auf den Weg gebracht. Die seit Wochen anhaltende Corona-Krise hat den Anbietern von lokalen Dienstleistungen schwer zugesetzt. Mit einem lokalen Hilfsprogramm sollte schnelle Hilfestellung durch die Stadt möglich gemacht werden, so die Idee der Christdemokraten.

Das fanden die Sozialdemokraten im Stadtrat auch gut. Allerdings, die legten einen eigenen Antrag vor. Weil sich beide Fraktion gegenseitig nicht blockieren wollten wurden beide Anträge in der legendären Ratssitzung unter freiem Himmel im Löningschen Cafegarten auf den Weg gebracht (wir berichteten). Seitdem sind schon wieder Wochen vergangen. Und jetzt ist offiziell von der aktuellen Amtsvertreterin der erkrankten Bürgermeisterin, Claudia Bastian, auf Nachfrage bestätigt, dass am 26. Mai 2020 wieder eine öffentliche Stadtratssitzung angesetzt ist. Werden dort in Sachen lokaler Corona-Hilfe Nägel mit Köpfen gemacht?

Gewisse Zweifel scheinen berechtigt. Zumindest was die Erfolgsaussichten der CDU-Initiative betrifft. Die wurde nach bestätigten Recherchen des Redaktionsnetzwerkes Fis Work Media erst einmal der Finanzkontrolle beim Landkreis Nordheim vorgelegt. Und ist es weiterhin bestätigt: Die CDU-Ideen wurden dort in einem nicht unerheblichen Ausmaß für bedenklich und damit negativ interpretiert. Vieles ist nicht bezahlbar, so könnte man die negative Bewertung auf den Punkt bringen. Merkwürdige nimmt sich in diesem Zusammenhang indes die Informations aus, dass der SPD-Antrag bislang geschont wurde. Er liegt der Finanzaufsicht des Landkreis Northeim nicht vor, so ist es aus der Northeimer Kreisverwaltung kolportiert worden.

Darauf angesprochen zeigte sich die Amtsvertreterin der verhinderten Bad Gandersheimer Bürgermeisterin, Claude Bastian, äußerst zugeknöpft. Sie wollte sich nicht konkret äußern, sondern merkte lediglich einsilbig an: Alles befindet sich im Verfahrensgang. Kommunalpolitische Beobachter befürchten nun, dass die eigentlich gutgemeinte Corona-Hilfsinitiative aus dem Bad Gandersheimer Stadtrat heraus sich langsam aber sicher "versumpft" und damit "totläuft". red










11.05.2020 • 11:15 Uhr

Torfhaus im Harz: Neues Ausflugslokal "Halali" abgefackelt - War es Brandstiftung?

Am Sonntag ist das neue Ausflugslokal "Halali" aus derzeit unerfindlichen Gründen abgefackelt. Rund 100 Einsatzkräfte bemühten sich den Brandschaden einzudämmen. Das funktionierte nur bedingt. Menschen wurden nicht verletzt. Ersten Angaben zufolge beträgt der Gesamtschaden zwischen 2,6 und 3,1 Millionen Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache haben Spezialisten übernommen. Sie ermitteln in alle Richtungen, heißt es. Brandstiftung gehört zu einer der möglichen Annahmen. "Im Harz tobt der gastronomische Konkurrenzkampf", ließ ein Kenner der Gastroszene durchblicken. red










11.05.2020 • 10:53 Uhr

Wegen Corona-Krise: Evangelische Kirchen verschieben ihre Synoden in den Herbst

Die evangelischen Landeskirchen von Braunschweig und Oldenburg, sowie die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer und die bremische Kirche haben angesichts der Corona-Krise ihre Frühjahrssynoden in den Herbst verschoben. Dies sei zwar bedauerlich, sagte die Oldenburger Synodenpräsidentin Sabine Blütchen dem epd: "Aber im Augenblick ist der Schutz der Gesundheit vorrangig."

Die Kirchenparlamente der vier Kirchen sollten ursprünglich in der nächsten Woche tagen. In der hannoverschen Landeskirche ist die Synodentagung vom 9. bis 11. Juli terminiert. Dort solle die Entwicklung noch beobachtet werden, hieß es. In der Landeskirche von Schaumburg-Lippe steht der Termin noch nicht fest. epd










11.05.2020 • 10:47 Uhr

Verbrauchertipp: Recycling im Garten - Tipps rund um den Komposthaufen

Ein Komposthaufen ist ein Paradebeispiel für die Wiederverwertung: Laub, Baumschnitt oder Küchenabfälle werden hier zu wertvollem Humus. Was alles auf den Kompost darf und worauf Gartenbesitzer beim Anlegen eines Komposthaufens achten sollten, weiß Jonas Weinknecht, Umwelt- und Klimaschutzexperte von ERGO. Michaela Rassat (Foto), Juristin der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH, beantwortet zudem die wichtigsten rechtlichen Fragen.

Was darf auf den Kompost?

Wichtig zu wissen: Nicht alles, was in den Biomüll gehört, darf auch auf den Kompost. Zu den kompostierbaren Abfällen zählen Kaffee- und Teesatz, auch mitsamt Filtertüten und Beuteln ohne Metallklammern, Obst- und Gemüsereste, Stroh, Eierschalen, Rasen-, Strauch- und Baumschnitt sowie Laub, Rinde und Sägemehl. Milchprodukte dagegen haben auf dem Kompost nichts verloren – das könnte zu Geruchsbelästigungen und Madenbildung führen und lockt Ratten und Mäuse an. „Wichtig ist, dass die Komponenten zerkleinert sind“, weiß Jonas Weinknecht. „Zudem sollten Gartenbesitzer auf die Vielfalt und das ausgewogene Verhältnis unterschiedlicher Abfälle achten.“ So kann der Verrottungsprozess optimal ablaufen.

Komposthaufen anlegen: wo und mit welchem System?

„Neben der Zusammensetzung der Abfälle sind der richtige Platz und der passende Behälter ausschlaggebend für eine rasche Umwandlung der Pflanzenreste in Humus“, informiert der Umweltschutzexperte. Optimal ist ein Standort im Halbschatten, der sich in unmittelbarer Nähe zu den bepflanzten Flächen befindet – so können Gartenbesitzer den Humus direkt in ihren Beeten verteilen. Als Behälter stehen offene und geschlossene Komposter zur Auswahl. „Geschlossene Behälter beschleunigen den Kompostierungsprozess zwar und sparen Platz, sind dadurch aber auch pflegeintensiver“, so Weinknecht. Im Gegensatz zu den offenen Systemen müssen Gärtner bei den geschlossenen mehr auf ausreichende Belüftung achten und die Materialien häufiger umsetzen. Zudem sollten auch trockene Äste, Holzmehl oder Stroh Teil der Schichten sein, um Fäulnis vorzubeugen.

Ärger mit den Nachbarn vermeiden

„Rechtlich gesehen steht dem Anlegen eines eigenen Komposthaufens meist nichts im Wege“, sagt Michaela Rassat. „Zu beachten ist allerdings, dass er so weit wie möglich von den Nachbargrundstücken sowie von Fenstern und Terrassen entfernt platziert sein sollte.“ Für kleine Grundstücke ist eher ein geschlossenes System zu empfehlen. Bei Beschwerden der Nachbarn beurteilen die Gerichte den Einzelfall. Zwar müssen Nachbarn unwesentliche Beeinträchtigungen dulden, bei allzu starkem Gestank oder Insektenaufkommen kann jedoch unter Umständen ein Anspruch auf Beseitigung des Komposthaufens bestehen. Rassat ergänzt: „Mieter dürfen einen Komposthaufen anlegen, wenn sie mit dem Vermieter im Mietvertrag die Gartennutzung vereinbart haben.“ Wer ein Einfamilienhaus angemietet hat, kann davon ausgehen, dass der Garten in der Miete mitinbegriffen ist – es sei denn, der Mietvertrag schließt dies ausdrücklich aus.
red/Quelle: ERGO Group












11.05.2020 • 10:23 Uhr

Abitur 2020: Kultusminister Tonne drückt rund 12.000 Prüflingen (auch in Bad Gandersheim und Einbeck)

Kultusminister Grant Hendrik Tonne - Foto - drückt dem Abiturjahrgang 2020 - auch in Bad Gandersheim, Nordheim, Einbeck und Seesen - die Daumen und wünscht viel Erfolg für die am (heutigen) Montag beginnende Prüfungsphase: „Die Abiturprüfung steht in diesem Jahr unter dem besonderen Licht der Corona-Krise und wird den Schülerinnen und Schülern viel abverlangen. Wir haben allerdings Zeitpuffer zur Extravorbereitung und Hygienemaßnahmen eingezogen, um der Lage gerecht zu werden. Damit können die Prüflinge sicher und gut vorbereitet ihre Prüfungen ablegen. Ich finde es wichtig, dass unsere Abiturientinnen und Abiturienten nicht mit einem Corona-Malus ihren Abschluss erhalten, daher sollen die Prüfungen wie in den anderen Ländern auch stattfinden. Ich danke allen Beteiligten in Schule, dass sie die Schülerinnen und Schüler in dieser besonderen Lage so gut auf die Prüfungen vorbereiten", so Tonne.

Die landesweit einheitlichen schriftlichen Prüfungen starten am Montag in dem Fach Geschichte, die letzte Klausur wird am Samstag, dem 30.05.2020, in Latein geschrieben. Rund 12.000 Schülerinnen und Schüler nehmen landesweit an Integrierten Gesamtschulen, Kooperativen Gesamtschulen, Beruflichen Gymnasien, Freien Waldorf­schulen, Abendgymnasien und Kollegs sowie wenigen Gymnasien teil. Jede Schülerin und jeder Schüler absolviert schriftliche Prüfungen in vier Fächern (davon drei in einem Fach mit erhöhtem Anforderungsniveau).

Seit 2006 gibt es in Niedersachsen das Zentralabitur. Zum 15. Mal werden daher in diesem Jahr den Abiturientinnen und Abiturienten landesweit einheitliche schriftliche Prüfungsaufgaben gestellt. Die Aufgaben entsprechen den Standards, die die Kultusministerkonferenz (KMK) festgelegt hat und den sogenannten fachbezogenen Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA). Seit der Abitur­prüfung 2017 gelten bundeseinheitliche Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und der fortgeführten Fremdsprache Französisch. Grundlage für die schriftlichen Abiturprüfungen sind neben den bundesweiten Standards die jeweils gültigen niedersächsischen Kerncurricula. red/fis










11.05.2020 • 10:20 Uhr

In der Corona-Krise: Trauern auf Friedhofskapellen wieder erlaubt, aber nur mit Maske!

Die jüngsten Änderungen der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus lassen auch die eingeschränkte Öffnung der Friedhofskapellen der Stadt Bad Gandersheim zu.

Ab sofort stehen demnach die Friedhofskapellen für Trauerfeiern wieder zur Verfügung, soweit sichergestellt ist, dass beim Betreten und Verlassen der Kapelle sowie beim Aufenthalt in der Kapelle einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu jeder anderen Person, die nicht dem eigenen Hausstand angehört, eingehalten wird.

Das Tragen von Mund-Nase-Schutz ist dringend empfohlen. Alle Personen, die an der Trauerfeier teilnehmen, sind in einer Kontaktliste zu führen und diese nach der Trauerfeier an die Friedhofsverwaltung auszuhändigen.

Die Kontaktdaten werden ausschließlich für die Zwecke des Infektionsschutzes aufbewahrt und nach drei Wochen vernichtet. Die Höchstzahl der an einer Trauerfeier teilnehmenden Personen liegt weiterhin bei zehn Personen, teilt die städtische Friedhofsverwaltung mit. red












11.05.2020 • 10:14 Uhr

Gastrozene: Nach Desinfektion und Autogramm heißt es jetzt „Willkommen!“ im Caféhaus bei „Kalle“ Brinkmann im Heilbad Gandersheim

Erleichterung und bessere Stimmung heute Morgen bei den Gastronomen. Die Corona-Regeln sind etwas gelockert: seit heute um 8 Uhr dürfen sie wieder mit ihrer Gastlichkeit loslegen. Das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group besuchte vor wenigen Minuten das „Caféhaus“ im Hagen im südniedersächsischen Heilbad Gandersheim. Der blumige Eingang ist beleuchtet an diesem regnerischen 11. Mai 2020 in Coronazeiten. Beim Eintritt durch die offene Tür die erste Regel: Desinfektion der Hände. Danach auf Distanz Begrüßung durch Cafehaus-Chef Kalle Brinkmann. „Bitte in der Gästeliste eintragen.“ Name, Adresse, Telefonnummer, Ankunftzeit 8.10 Uhr. Dann die ultimative Frage an Brinkmann. "Wie fühlt es sich an, die Wiederreöffnung nach acht Wochen Corona-Zwangspause!" Hier unter Mundschutz Brinkmanns Antwort...
red/fis/Fotos/Video: Thomas Fischer












11.05.2020 • 07:00 Uhr

Musikszene Südniedersachsen: Allen Widrigkeiten zum Trotz: Großartiger Auftakt des Festivals Vox Organi in Dassel

Es war ein Husarenstück, an dessen Erfolg viele beteiligt waren: eine kooperative und gut organisierte Kirchengemeinde mit vielen freiwilligen Helfern, ein Förderverein eben dieser Gemeinde, ein Pastor, der sofort bereit war, sich einzubringen und ein Festival, dessen Leiter nicht bereit war, sich von den Widrigkeiten dieser Tage unterkriegen zu lassen.
Friedhelm Flamme, Leiter des internationalen Orgelfestivals Vox Organi, dem in diesem so denkwürdigen Jahr wie vielen anderen Veranstaltungen das „Aus“ drohte, schlug der Kirchengemeinde St. Laurentius vor, auf dem Boden der zum 10. Mai veränderten Corona-bedingten Kirchenverordnungen eine Orgelandacht zu veranstalten, alle machten mit, und der Erfolg gab ihnen Recht.
Mit nur zehntägiger Verspätung konnte so das Festival Vox Organi am 10. Mai in Dassel an den Start gehen, und der überwiegende Teil aller für diese Saison geplanten Veranstaltungen wird nun dem Beispiel dieses „Prototyps“ folgen.
Vor unter den geltenden Bedingungen „vollem Haus“ war Kirchenmusikdirektor Professor Friedhelm Flamme, ein würdiger Ersatz für seinen aus gegebenem Anlass verhinderten Lehrer Professor Gerhard Weinberger. Das vielfältige Programm reichte von Praetorius, Buxtehude und Bach bis in die Neuzeit, die durch Werke von Huw Morgan und Woody Allens Filmkomponisten Dick Hyman, mit dem Flamme persönlich bekannt ist, vertreten wurde.
Pastor Martin Possner fand als Liturg einen ausgesprochen angemessenen Rahmen für das neue Format, das besonders im Zusammenspiel von geistlichem Wort und Musik großen Anklang beim Publikum fand. Lang anhaltender Applaus war der Dank, und vielen Besuchern war die große Dankbarkeit und Freude über dieses zurückgewonnene Stück soziales und kulturelles Leben auch unter ihren Masken anzumerken.

Am kommenden Wochenende können in der neuen Form von Orgelvespern bzw. Orgelandachten alle drei geplanten Vox Organi- Veranstaltungen stattfinden. Am Freitag, 15. Mai, spielt um 18:0 Uhr Marcell Fladerer-Armbrecht aus Brandenburg in St. Jacobi Göttingen. Am Samstag, 16. Mai, spielt um 17:30 Uhr Jan Ernst aus Schwerin in der Stiftskirche Bad Gandersheim, und in der Lutherkirche Bad Harzburg wird um 17 Uhr Martin Hofmann aus Hahnenklee zu Gast sein.

Ein Zusatztermin für ausgefallene Veranstaltungen steht bereits fest: Am 22. Mai spielt Christoph Schoener aus Hamburg um 18 in St. Jacobi in Göttingen.
Sofern sie nicht bereits online sind, werden die den neuen Veranstaltungsbedingungen angepassten Programme zeitnah in die Website des Festivals, www.voxorgani.org eingestellt.red/ dmb/Video: dmb










11.05.2020 • 06:37 Uhr

Lies: „Noch mehr Strom vom Meer rund um die Uhr“

Küstenländer vereinbaren mit Bund 20-GW-Ausbau bis 2030

Neben Niedersachsen haben die Küstenländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit dem Bund und den Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz, Amprion und Tennet vereinbart, die installierte Leistung von Windkraftanlagen auf See auf 20 GW im Jahr 2030 auszubauen. „Für mich ist der zielstrebige und effiziente Ausbau der erneuerbaren Energien ein entscheidender Baustein, um die vom Bund gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Wir brauchen noch mehr Strom vom Meer! Und den haben wir dort rund um die Uhr“, so Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies.

„Windkraftanlage in Nord- und Ostsee leisten dazu einen wichtigen Beitrag, zumal sie durch eine hohe Zahl der Volllaststunden erheblich zur Versorgungssicherheit beitragen“, so Lies. „Sie finden im Meer gute Standortbedingungen, können stetig Strom erzeugen und sind mit Blick auf neue Technologien kostengünstiger als bisher. Unterm Strich finden Offshore-Windräder darum eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Dazu gehört auch der verlässliche Ausbau der Stromnetze. Hier dürfen wir keine Zeit mehr verlieren.“

Mit dem Ausbau der Offshore-Windenergie sind große wirtschaftliche Chancen verbunden: Wertschöpfung und Beschäftigung in den Küstenländern wie auch im Binnenland. „Diese wirtschaftlichen Potenziale werden noch zunehmen, weil die Offshore-Windenergie auch über Deutschland hinaus an Bedeutung gewinnt“, so Lies. Um auch im internationalen Markt eine führende Rolle einzunehmen, werden deutsche Unternehmen ihre derzeitigen Wettbewerbsvorteile ausbauen müssen. Dabei unterstützt ein starker Heimatmarkt die Entwicklung der Branche. „Das Ziel, den Ausbau der Offshore-Windenergie auf 20 GW bis 2030 zu erhöhen, ist daher auch unter diesem Blickwinkel mehr als zu begrüßen“, so der Minister.

Die Umsetzung dieses Ziels stellt alle Beteiligten aber auch vor große Herausforderungen. Die verschiedenen Prozesse müssen gut miteinander verzahnt und die Arbeiten eng aufeinander abgestimmt werden. Für Lies ist damit genauso eng die Technologiefrage verbunden. „Wir brauchen einen konsequenten Ausbau der Wasserstoffwirtschaft. Nicht jede erzeugte Kilowattstunde Strom können und müssen wir direkt übertragen. Die Produktion von grünem Wasserstoff an der Küste und später auch auf dem Meer ist wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Energiewende“, so der Minister. „Wir haben viel zu lange nur den Strombereich bedacht. Aber gerade die Industrie und auch größere Teile der Mobilität setzen auf grünen Wasserstoff als wichtige Ressource. Im Übrigen birgt das auch die Chance, Energie zu speichern und Erzeugung sowie Verbrauch zeitlich zu entkoppeln.“
Die Energieministerin und die Energieminister der betroffenen Küstenländer und des Bundes sowie die Präsidentin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), der Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA) und die Geschäftsführer der Übertragungsnetzbetreiber sind sich daher einig, die Voraussetzungen zur Umsetzung dieses ambitionierten Offshore-Ausbaus zu schaffen und die nötigen Prozesse mit höchster Priorität voranzutreiben. „Weitere Schritte müssen folgen, um die im Klimaschutzgesetz beschlossene Treibhausgasneutralität bis 2050 und den damit ansteigenden Offshore-Ausbau nach 2030 umzusetzen“, so Lies. Hierzu werden sich die Beteiligten weiter abstimmen. Sie sind sich darüber hinaus einig, dass diese Steigerung die Entschlossenheit der Bundesregierung sowie der beteiligten Landesregierungen, den Ausbau naturverträglich zu gestalten, unberührt lässt.
Forschung, und Entwicklung und Demonstration im Bereich der Offshore-Windenergie in Deutschland ist für Bund und Länder unverzichtbar, um die internationale Führungsposition in der Windindustrie zu erhalten und weitere Kostensenkungspotenziale bei den Ausschreibungen für Windenergie auf See zu realisieren. Bund, Küstenländer und Übertragungsnetzbetreiber wirken daher gemeinsam darauf hin, eine zeitnahe Umsetzung des nationalen Offshore-Testfeldes und seiner Netzanbindung entsprechend den Festlegungen im Netzentwicklungsplan und im Flächenentwicklungsplan zu ermöglichen.
Zur Umsetzung des 20-GW-Offshore-Ziels vereinbaren die Beteiligten:
Flächenausweisung auf See
Mehr Strom aus Offshore-Windenergie erfordert zusätzliche Flächen auf See. Dafür wird das BSH die notwendigen Voraussetzungen schaffen und den Flächenentwicklungsplan bis Ende 2020 fortschreiben, unter Berücksichtigung der Raumordnungspläne für die ausschließliche Wirtschaftszone, die gegenwärtig vom BSH fortgeschrieben werden, sowie der Raumordnungspläne der Küstenländer. Ferner wird der Bund Maßnahmen zur Beschleunigung bei Planungs- und Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen auf See prüfen. Die fachlichen Standards sowie die einschlägigen umweltrechtlichen Anforderungen werden dabei beibehalten.
Naturverträglicher Einsatz der 525 kV-Technologie
Die 525 kV-Technologie erlaubt es, über ein einzelnes Kabelsystem die doppelte Leistung im Vergleich zur bisher üblichen 320 kV-Technologie zu transportieren. Ohne den Einsatz dieser neuen Technologie sind 20 GW Offshore-Windenergie im Jahr 2030 nicht möglich. Die Übertragungsnetzbetreiber werden die innovative Technik für die bestätigten Anbindungssysteme der Offshore-Windparks in der Nordsee ab 2029 einsetzen, um die Zahl der insgesamt erforderlichen Anbindungsleitungen zu halbieren und damit die Eingriffe in die Umwelt zu senken. Bund, Küstenländer und Übertragungsnetzbetreiber sind sich einig darin, dass die erforderlichen Temperaturkriterien (2 K-Kriterium als etabliertes Vorsorgekriterium) im Umfeld der Kabel beim Einsatz der 525 kV-2.000 MW-Technik sowohl in der Ausschließlichen Wirtschaftszone als auch im Küstenmeer in der Nordsee erfüllt werden können. Dies ist insbesondere im Wattenmeer mit seiner hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit als Nationalpark und UNESCO-Weltnaturerbe von Bedeutung. Zur Nachweisführung zum 2 K-Kriterium im Küstenmeer gelten die am 2. März 2020 im Rahmen der Arbeitsgruppe 2K Kriterium erzielten Ergebnisse (siehe Anhang). Die Rahmenbedingungen und die Methodik der Nachweisführung finden Eingang in den Flächenentwicklungsplan 2020 des BSH und in die entsprechenden Planungs- und Genehmigungsmaßstäbe der Küstenländer für den Bereich des Küstenmeers.
Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes
Die hier beschriebenen Maßnahmen werden durch eine Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes im ersten Halbjahr 2020 ergänzt. Der Bund kommt damit seiner Verantwortung für die Schaffung verlässlicher und unterstützender Rahmenbedingungen nach. Mit der Novelle sollen die für die Erhöhung des Ausbauziels für Windenergie auf See von 15 auf 20 GW bis 2030 erforderlichen gesetzlichen Maßnahmen umgesetzt werden. Die gesetzlichen Neuregelungen sollen den Ausbau der Windenergie auf See noch effizienter, netzsynchroner und marktorientierter gestalten. Von besonderer Bedeutung ist, dass die für die Abnahme, Übertragung und Verteilung des Stroms erforderlichen Netzkapazitäten rechtzeitig geschaffen werden können. Vor der Ausschreibung der Flächen ist der Sachstand beim Ausbau der erforderlichen Anbindungsleitungen zum geplanten Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Windenergieanlagen auf See zu ermitteln. Darüber hinaus hat die fristgerechte Fertigstellung der HGÜ-Trassen sowie weiterer Drehstrom-Leitungen für den Transport des Stroms von Nord- nach Süddeutschland eine hervorgehobene Bedeutung.
Zeitpläne und Meilensteine
Planung, Genehmigung und der Bau der für 20 GW Offshore-Windenergie notwendigen Infrastruktur bis 2030 einschließlich der Integration des erzeugten Stroms in das Übertragungsnetz sind in zeitlicher Hinsicht sehr herausfordernd. Insbesondere die Küstenländer und die Übertragungsnetzbetreiber tragen dabei eine gemeinsame Verantwortung, um die benötigten Offshore-Anbindungsleitungen erfolgreich und fristgerecht umzusetzen. Die Bundesnetzagentur hat Ende 2019 mit der Bestätigung des Netzentwicklungsplans 2019/2030 (NEP) drei weitere Offshore-Anbindungsleitungen festgelegt, die erforderlich sind, um 20 GW Offshore-Windenergie bis 2030 ans Stromnetz anzuschließen. Der NEP sieht in den Jahren 2021 bis 2030 die Inbetriebnahme von insgesamt 14 neuen Offshore-Anbindungsleitungen vor. Fünf Anbindungsleitungen werden demnach in Mecklenburg-Vorpommern, acht in Niedersachsen und eine Anbindungsleitung in Schleswig-Holstein anlanden.

Die Energieministerin und Energieminister der Küstenländer und des Bundes, der Präsident der Bundesnetzagentur, die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie die Geschäftsführer der Übertragungsnetzbetreiber einigen sich für die bereits geplanten und die aufgrund des 20GW-Zieles neu hinzukommenden Offshore-Anbindungsleitungen auf konkrete Zeitpläne für festgelegte Meilensteine (so genanntes „Offshore-Controlling“, siehe Anlage). Die Meilensteine umfassen Beginn und Ende der relevanten Planungsverfahren sowie Baubeginn und Inbetriebnahme. Die Zeitpläne sind zugleich ambitioniert und realistisch. Sie ergänzen das bereits bei der Bundesnetzagentur bestehende Monitoring des Stromnetzausbaus und werden auf www.netzausbau.de veröffentlicht. So kann sich die Öffentlichkeit jederzeit über den Fortschritt beim Ausbau der Offshore-Anbindungsleitungen informieren.

Besonders herausfordernd ist die Planung der Offshore-Anbindungsleitungen für Windparks in der Nordsee hinsichtlich der Querung des Küstenmeers. In Niedersachsen steht für den Zeitraum bis 2030 aus logistischen Gründen nur eine zusätzliche Kabeltrasse über die Insel Norderney zur Verfügung, die für den Ausbau der Offshore-Windenergie auf 20 GW bis 2030 aber nicht ausreicht. Deshalb ist eine Aufhebung des Vorrangs für den Grenzkorridor N-II (Norderney) und eine vorgezogene Verlegung über Grenzkorridor N-III erforderlich. Dazu wird ein Raumordnungsverfahren zur Identifizierung weiterer Trassenkorridore durchgeführt. Das Land sichert zu, dieses Raumordnungsverfahren bis zum dritten Quartal 2021 sowie erforderliche Änderungen des Landesraumordnungsprogramms bis zum dritten Quartal 2022 abzuschließen. In Schleswig-Holstein ist für die bis 2027 anstehende Offshore-Anbindungsleitung NOR-7-2 zum großen Teil eine vorhandene Trasse durch das Küstenmeer nutzbar. Auf die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens hat Schleswig-Holstein nach § 16 Abs. 2 ROG verzichtet.

Die Behörden der Küstenländer und des Bundes sowie die Übertragungsnetzbetreiber sind nicht nur für die Offshore-Anbindungsleitungen, sondern auch für die Genehmigung und den Bau von diversen Netzausbauvorhaben an Land verantwortlich, die dem landseitigen Abtransport der Offshore-Windenergie besonders dienen. Nach Aufnahme dieser Vorhaben in das Bundesbedarfsplangesetz im Rahmen der BBPlG-Novelle 2020 werden auch für diese Vorhaben zügig Zeitpläne vereinbart.

Die vereinbarten Zeitpläne lassen den ergebnisoffenen Charakter der Prüfung in Planungs- und Zulassungsverfahren unberührt. Entscheidungen werden allein von den zuständigen Behörden der Länder und des Bundes unter Abwägung der betroffenen öffentlichen und privaten Belange im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen getroffen. Dabei ist elementar, die Entscheidungsqualität zu sichern.

In den Zeitplänen nicht berücksichtigt sind äußere Einflüsse, auf die weder die zuständigen Behörden noch die Netzbetreiber Einfluss haben oder nehmen können. Dazu gehören beispielsweise Gerichtsverfahren gegen Planfeststellungsbeschlüsse sowie neue Anforderungen aus der Rechtsprechung.

Die Inbetriebnahme der Windparks auf See ist mit der Fertigstellung der Offshore-Anbindungsleitungen und dem Netzausbau an Land zu synchronisieren, um hohe Kosten für Netzengpässe und Abregelungen von Strom zu vermeiden. Entsprechend sind die Fortschritte des Netzausbaus bei der Staffelung der Ausschreibungen der Windenergie auf See durch die BNetzA adäquat zu berücksichtigen.

Koordination und Ressourcen

Für einen erfolgreichen Ausbau der Offshore-Windkraft ist es notwendig, die verschiedenen Aktivitäten und Akteure effektiv zu koordinieren. Die Küstenländer und der Bund werden ihre Behörden mit ausreichenden Ressourcen ausstatten, damit sowohl die Offshore-Windparks als auch die Offshore-Anbindungsleitungen sowie die landseitigen Netzausbauvorhaben zügig fertiggestellt werden können. Die Übertragungsnetzbetreiber sagen ihrerseits zu, die Projekte innerhalb der regulatorischen Rahmenbedingungen so mit Ressourcen (Kapital, Personal, Sachmittel) auszustatten, dass die Projekte wie im Offshore-Controlling vereinbart umgesetzt werden können.
red/fis/Fotos: Kalle Kaub, WWF, Thomas Fischer













11.05.2020 • 06:24 Uhr

Zeitreise auf der Stiftsfreiheit: 1930 - 1960 - 2020 - Ralf Büsselmann verewigt sich auf Stromkasten

Plötzlich war sie da. Die bebilderte Fortsetzung einer Zeitreise auf Stromkästen. Der Initiator KVV hat sie quasi über Nacht fortgeschrieben. Auf der Stiftsfreiheit in dem kleinen staatlich anerkannten Heilbad Gandersheim mitten im Herzen Südniedersachsens. Auf zwei Stromkästen hat der Kur- und Verkehrsverein die schwarzweiße Ansicht des Polizeigebäudes von 1960 angebracht. Bestechend die damals von VW geprägte Mobilität. Interessant der Hinweis auf einen der beiden Sponsoren. Da ist der Name Ralf Büsselmann zu lesen. Vor kurzem noch Polizeichef in eben diesem Kommissariatshaus. Der Sohn des einstigen Bad Gandersheimer Bürgermeisters Klaus Büsselmann hat sich auf nette Weise ein winziges Sponsorendenkmal geschaffen. Das andere Motiv ist noch nostalgischer: Stiftsfreiheit 1930. Spannend die Ansicht der Kutsche. Hier brachte sich der neue Eigentümer der ehemaligen Ratsapothke auf der Stiftsfreiheit, der Hochbauunternehmer Antonio Wehe als Förderer der sehenswerten Stromkasten-Zeitreise ein.red/ Fotos: Marc Reiser














11.05.2020 • 06:03 Uhr

Was heute für die Gastronomie gilt! Gastronomie in Zeiten von Corona: Wirtschaftsministerium stellt Hygienekonzept vor

Ab dem heutigen Montag können Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten in Niedersachsen wieder öffnen, ohne Begrenzung der Öffnungszeiten, allerdings mit organisatorischen Einschränkungen. Als allgemeine Voraussetzung gelten die Regelungen der Nds. Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona – Virus in ihrer jeweils aktuellen Fassung, insbesondere die jeweils geltenden Kontaktbeschränkungen.

Als besondere Regeln für die Gastronomie sind darüber hinaus zu beachten:

Es dürfen nur max. 50 Prozent der vor der Corona bedingten Schließung vorhandenen Sitzplatzkapazitäten im Betrieb gleichzeitig belegt werden.
Im Gastraum sind Tische in einem Mindestabstand von 2 Meter anzuordnen.
Die Gäste sind angehalten, im Vorhinein zu reservieren.
Als Kontaktdaten für eine Nachverfolgbarkeit müssen Gäste ihren Namen und eine Telefonnummer hinterlassen.
Mund-Nasen-Schutz ist für das Servicepersonal verpflichtend, nicht allerdings für die Gäste am Tisch.
Es wird ausschließlich am Tisch serviert. In Selbstbedienung können nur fertig konfektionierte Tellergerichte ausgegeben werden. Betreiber und Kunden sind verpflichtet, darauf zu achten, dass jederzeit ein Abstand von 1,50 Metern zwischen Kunden, für die die aktuellen Kontaktbeschränkungen gelten, eingehalten wird.
Buffets sind nicht erlaubt.
Keine Gegenstände zur gemeinsamen Nutzung auf den Tischen (keine Speisekarten, Gewürzständer, Flyer etc.).
Die Aufteilung im Gastraum ist so vorzunehmen, dass Gäste nicht in Kontakt mit vorgehaltenen Speisen kommen können (zum Beispiel keine Salatinseln in Steakrestaurants, generell keine offenen Küchen).
Die Gäste sind über den betrieblichen Infektionsschutz und das angewendete Hygienekonzept per Aushang zu informieren.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (Foto): „Die am heutigen Montag beginnende zweite Lockerungsstufe wird uns einige Freiheiten wiedergeben, sie ist aber auch mit Risiken verbunden. Die Regeln für das Gastgewerbe sollen dazu beitragen, die Corona-Infektionszahlen auf niedrigem Niveau zu halten. Wir sind uns bewusst, dass diese Einschränkungen eine große Herausforderung für das Gastgewerbe darstellen. Daher danke ich insbesondere dem DEHOGA für die konstruktive Unterstützung.“ red/fis











10.05.2020 • 18:02 Uhr

Hat Bürgermeister Hartmann mit Amazone eine goldene Investition "Am Guldenanger" in Northeim an der Angel? Kritiker: "Corona-Gewinnler contra Einzelhandel"

Millionenprojekt Logistikzentrum im Industriegebiet "Northeim West" passiert den Verwaltungsausschuss

Es könnte der ganz große Fisch sein, den sich die Kreisstadt Northeim mit Bürgermeistermeister Simon Hartmann (SPD) als Chef im Rathaus da angeln könnte. Eine goldene Inventition des amerikanischen Vertriebsgiganten Amazon ist für das Industriegebiet "Northeim West" zwischen der alten Bahntrasse und der Erschließungachse "Am Guldenenort" in der Nähe der Unternehmen "Thimm-Verpackungen" und dem "Northeimer Fruchthof" brandheiß im Gespräch. Erste Pläne des Millionenprojektes beschäftigten vor einer Woche den Verwaltungsausschuss des Northeimer Stadtrates in einer Geheimsitzung. Das ist offiziell bestätigt.

Das Vorhaben ist nicht ganz unumstritten. Es gibt strukturelle wie politische Widerstände. Das Geschäftsmodel von Amazon wird seit Jahren von Kritikern angegangen. Das Unternehmen, in einem Steuerparadies wie Lichtenstein zuhause, würde kaum Steuern in Deutschland zahlen. Im Northeimer Einzelhandel in der Breitenstraße war in diesen Tagen bei einer Amazon-Debatte der Vorwurf zu hören, das beherrschende Logistikunternehmen sei in diesen Wochen ein "Corona-Gewinnler" und würde das Sterben des analogen Einzelhandels in Northeim und vielen anderen deutschen Städten beschleunigen. "Die Leute würden jetzt in der Corona-Krise noch mehr als schon üblich online einkaufen. Wir können uns dagegen nicht mehr wehren", so der verzweifelte Kommentar eines Northeimer Geschäftsinhabers. Er sei verstört darüber, dass ausgerechnet die Stadtspitze Pläne verfolge, "Amazon den Hof zu machen".

Befürworter einer möglichen Amazon-Investion in Millionenhöhe in Northeim verweisen auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Invention würde die lokale/regionale Wirtschaft puschen und den Wirtschaftsstandort/-Industriestandort Nordheim attraktiver machen.

An das Rathaus ist zu den Debatten um ein mögliches "Amazon-Logistikzentrum im Industriegebiet "Northeim-West" eine Anfrage des Redaktionsnetzwerkes gerichtet. Bekannt wurde weiterhin, dass Bürgermeister Simon Hartmann zu "Amazon" in der übernächsten Woche eine Pressekonferenz abhalten wolle. Auch dazu läuft an Anfrage des Redaktionsnetzwerkes.

Hintergrund zu Amazon:

Amazon hat zwischen 2010 und 2017 insgesamt 27 Milliarden Euro in Europa investiert, von Logistikzentren über die Infrastruktur bis hin zu Dienstleistungen, Arbeitsplätzen und Content.. Wir sind ein wichtiger Arbeitgeber für die Regionen rund um unsere Standorte und bieten vielen Menschen Karrierechancen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Allein im Jahr 2018 haben wir 18.000 Arbeitsplätze geschaffen und es damit auf 83.000 Amazon Mitarbeiter in Europa geschafft. Unsere anhaltenden Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen zeigen, wie tief wir in Europa verwurzelt sind.

Unsere Forschungs- und Entwicklungszentren an 16 Standorten in ganz Europa leisten Pionierarbeit für Innovationen. Neue oder erweiterte Teams sind an Orten wie Cambridge, Turin, Barcelona oder Berlin zu Hause. Ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit, von der Amazon Kunden auf der ganzen Welt profitieren, konzentriert sich auf Themen wie Alexa, maschinelles Lernen oder Prime Air.

Außerdem weiten wir stetig unsere Partnerschaft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen aus, die als Amazon Verkäufer ihre Waren nach ganz Europa und weltweit exportieren. Nach unseren Schätzungen sind auf diese Weise allein in Deutschland 75.000 Arbeitsplätze bei Unternehmen, die ihr Geschäft mit „Verkaufen bei Amazon“ auf- oder ausgebaut haben, entstanden – und mehr als 200.000 Arbeitsplätze in ganz Europa.
red/fis/Quelle: Amazon

Die Bilder dokumentieren den möglichen Amazon-Standort. Ein städtebauliches Filetstück im Industriegebiet "Nordheim West". Eingebettet in zwei wichtige Bahntrasse und nahe der Bunde3sautiobahn A7 gelegen. Fotos: Thomas Fischer
















10.05.2020 • 17:25 Uhr

ies: „Bilanz voller Rekorde und dramatischer Entwicklungen" - Energiewendebericht 2019 für Niedersachsen präsentiert

Was verbindet die Gemeinden Geestland, Emden, Großenkneten, Friesoythe, Papenburg und Emlichheim? Alles Spitzenreiter! Diese Kommunen spielen in der „Champions League" der Energiewende: Niemand speiste 2018 in Niedersachsen so viel Windstrom ein wie Geestland (631 Millionen kWh) und Emden (381 Millionen kWh), niemand schickte aus Photovoltaik-Anlagen mehr Strom ins Netz als Großenkneten (70 Millionen kWh) und Friesoythe (39 Millionen kWh), und an der Stromeinspeisung aus Biomasse führt an Papenburg (221 Millionen kWH) und Emlichheim (207 Millionen kWh) kein Weg vorbei. Das geht aus den aktuellen Daten des Energiewendeberichts 2019 des Umweltministeriums hervor, der jetzt erschienen ist. „Eine Bilanz voller Rekorde, aber auch dramatischer Entwicklungen", so Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies.

Um das auch für die Zukunft sicherzustellen, fordert Lies die Senkung der EEG-Umlage auf 2 Cent. „Wir sind in einer ganz ungewöhnlichen Situation. Der Strompreis an der Börse sinkt auch durch den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich. Aber anstatt, dass dieser Vorteil auch beim privaten Kunden und beim Mittelstand ankommt, steigt der Strompreis für die Nutzer immer weiter an. Damit muss Schluss sein. Nur so ist sichergestellt, dass auch weiter konsequent in Klimaschutzmaßnahmen investiert wird. Klimaschutz lohnt sich, aber er muss sich auch wirtschaftlich rechnen."

In Niedersachsen wurde noch nie mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern produziert (49,7 Milliarden kWh). Auf ganz Deutschland gerechnet trägt damit jede fünfte Kilowattstunde Strom aus regenerativen Quellen das Label „Made in Niedersachsen". Im Stromsektor lag der Anteil der Erneuerbaren teilweise bei 88,6 Prozent. „Erstmals fiel damit die Stromproduktion aus Wind, Sonne und Biomasse höher aus als aus Atomenergie, Kohle und Gas", zeigt sich Niedersachsens Energieminister stolz auf die bisher erreichten Ergebnisse bei der Energiewende. „Zur Wahrheit aber gehört auch, dass es einen dramatischen Einbruch beim Zubau der Windenergie gegeben hat. Schuld daran tragen unzureichende bundesgesetzliche Regelungen und die zum Teil mangelnde Akzeptanz vor Ort", übt Umweltminister Lies auch scharfe Kritik an der Bundesregierung. „Diese Entwicklung trifft Niedersachsen als Windenergieland Nummer 1 besonders hart. Damit werden nicht nur Klimaschutzziele gefährdet, sondern auch zehntausende Arbeitsplätze. Ich fordere die Bundesregierung zur Kehrtwende auf: Leichterer und unbürokratischerer Ausbau der Windenergie an Land und auf See, kein Deckel mehr für die Photovoltaik und intelligente Lösungen bei Bio-Energie."

Und noch immer werden 61,4 Millionen Tonnen CO2 in Niedersachsen emittiert - ein Rückgang um 20 Prozent gegenüber 1990. „Aber viel könnte noch getan werden - allein bei den alten Ölheizungen", rechnet Lies vor: „Das durchschnittliche Alter der aktuell in Niedersachsen genutzten Ölheizungen beträgt 19,8 Jahre. Mit Wärmepumpen, Pellet- und Gasbrennwertheizungen bieten sich hier enorme Potenziale zur CO2-Einsparung."

Ein Blick auf die Karte Niedersachsens zeigt deutliche Unterschiede auf dem Sektor der Energiewende. Im Windenergieland Nummer 1 in Deutschland stehen die meisten Anlagen im Nordwesten, etwa in dem Viereck aus niederländischer Grenze, Nordsee-Küste, Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen und der Linie von Cuxhaven bis Nienburg. Im restlichen Niedersachsen existieren eher einzelne Windinseln in einigen Landkreisen. Die Photovoltaik liefert nahezu das gleiche Bild. Allerdings steuern die Großregion Hannover und Süd-Niedersachsen einen Anteil bei.

Trotz aller aktuellen Probleme bei der Windenergie rangiert Niedersachsen weiter unangefochten auf Platz 1 in Deutschland. Im Jahr 2019 listet die Statistik für Niedersachsen 6342 Anlagen an Land mit einer Leistung von 11.325 Megawatt Leistung auf, bundesweit sind es 53.912 Megawatt Leistung mittels 29.456 Anlagen. Niedersächsische Windräder besitzen im Durchschnitt eine Nabenhöhe von 130 Metern und einen Rotordurchmesser von 118 Metern.

Die Windenergie auf See hat im Gegensatz zu mancher Flaute an Land deutlich an Fahrt aufgenommen. Im Schnitt sind die Offshore-Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 155 Metern etwas größer als die Onshore-Windräder. 2019 kamen 1.111 Megawatt Windleistung hinzu, damit waren erstmals 7.516 Megawatt Offshore-Windleistung am Netz. Mit 4.662 Megawatt sind davon mehr als 60 Prozent der installierten Leistung über Niedersachsen an das Stromnetz angebunden. „Das reicht aber noch nicht, um die vom Bund gesteckten Klimaziele zu erreichen, wir brauchen noch mehr Strom vom Meer", so Umweltminister Lies. „Darum ist es gut und richtig, dass wir gemeinsam mit den anderen Küstenländern sowie den Übergangsnetzbetreibern und dem Bund jetzt vereinbart haben, die installierte Leistung von Windkraftanlagen auf See auf 20 GW im Jahr 2030 auszubauen. Aber die Planungen müssen deutlich darüber hinausgehen. In den nächsten 20 Jahren müssen wir auf mindestens 40 GW in den deutschen Nordseegewässern kommen."
red/fis/ Fotos: Thomas Fischer












10.05.2020 • 15:57 Uhr

In der Corona-Krise: So funktioniert Notbetreuung am Beispiel Oberschule Bad Gandersheim - Projekt "Blühstreifen" im Schulwald

Es sind Kinder von Erziehungsberechtigten - Familien/Alleinerziehende - die während der Corona-Krise in "systemrelavanten" Berufen sind. Beispielsweise als Pflegerin und Mitarbeiterin in einem Lebensmittelbetrieb. Der Staat hat für diese Personen mit der Notbetreung ihrer Kinder Möglichkeiten geschaffen, dass sich die Erziehungsberechtigten ihren wichtigen Job widmen können
Wie funktioniert diese Notbetreuung? Am praktischen Beispiel der Oberschule in Bad Gandersheim hat das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group dieses sinnvolle Verfahren recherchieren dürfen. Im vorliegenden Beispiel erläuterten es zunächst grundsätzlich Schulleiterin Petra Dröge: "Angesichts der Tatsache, dass in einer ersten Phase jetzt Schüler/innen der Oberstufe den Unterricht in unserer Schule wieder langsam anfahren, haben wir die Notbetreuung von Kindern übernommen. Das funktioniert gut."

Als wird recherchieren, sind konkret Marie-Luise Eyselée und Christina Metz im Einsatz. Sie arbeiten an diesem Dienstag mit zwei Jungen und einem Mädchen. Für sie ist praktischer Bio-Unterricht angesagt. Das Projekt und die Aufgabe für die betreuten Kinder lautet an diesem sonnigen Maimorgen: einen Blühstreifen im Schulwald einsäen. Die Aufgabe haben die Kinder von den Lehrerinnen erklärt bekommen. Jetzt werden Materialien eingepackt. Sieben Kilogramm Samen mit Wildblüten ist einer Papiertüte. In der anderen Schrot als Füllstoff. Beides muss vermengt und auf die zu säende Fläche gestreut werden.

Auf dem Weg zum nahen Schulwald, er ist seit dem Jahr 2015 von der Oberschule gemeinsam mit dem Roswitha-Gymnasium auf einem Gelände der Landwirtfamilie Schnelle angelegt, erfahren die Kinder Wissenswertes zum Schulwald. Auf der jetzt befestigten Zuwegung (Spende von den Felswerken) fällt Schülerin Hannah eine Veränderung auf. "Die Hinweistafel auf den Schulwald war da gestern noch nicht. Die ist neu!". "Stimmt", bestätigt Lehrerin Eyselé und freut sich über das aufgeweckte Kind. Dann erklärt am Beispiel einer angeknabberten Rinde eines jungen Baumes im Schulwald, dass das wohl ein Reh gewesen sein. Die Tiere fühlen sich hier scheinbar wohl.

Dann eröffnet sich vor dem Panorama des Osterbergsees an dem Weg in den Schulwald eine freigelegte Erdkrume. Auf diesem Streifen sollen einmal die Wildblüten erstrahlen. Die drei Schulkinder bereiten sich jetzt darauf vor, für diesen Wildbütenstreifen die Saat zu legen. Unter fachkundiger Anleitung von Marie-Luise Eyselée und der in der Zwischenzeit zugestoßen Projektlehrerin vom Roswitha-Gymnasium, Monika Giersemehl, werden die Blumensamen mit Schrot vermischt. "Das verhindert, dass nicht zu viele Samen auf einen Haufen aufs Erdreich geladen, sondern gut verteilt werden. Das wachsen sie besser", erfahren die Kinder und der Reporter.

Dann legen die zwei Schüler und eine Schülerin fleißig los. Aus ihren behandschuhten Händen fliegen Samen und Schrott über das Erdreich und bleiben auf der aufgewühlten Krume liegen. "Das macht Ihr ausgezeichnet!", loben die beiden Lehrerinnen ihre Betreuten. Die sind mit sichtlicher Begeisterung dabei. Nach gut einer Stunde sind alle Samenkörner vertreut. Jetzt hat die Natur das Sagen. "Ich bin gespannt wie diese Wildblumen ausschauen...", ist Hannah schon jetzt wollen Erwartung. Nun, es wird einige Zeit brauchen. Die Natur funktioniert nicht so geschwind wie die Einsaat heute geklappt hat.

Gemeinsam geht es anschließend zurück an den jungen Bäumen des Schulwaldes vorbei. Auf dem Dehneweg verabschiedet Frau Giersemehl von der kleinen Gruppe. Die wandert weiter zur Oberschule. Hier gibt es die nächste Betreuungseinheit an diesem spannenden Dienstagmorgen.

Erwähnenswichtig ist auf alle Fälle: Die Corona-Regeln sind bei dieser Betreuungseinheit bestens eingehalten worden. Die Kinder hatten Mund- und Nasenschutz dabei. Die Distanzen wurden stets eingehalten. Angesichts des spannenden Naturkundeunterrichts war das fast zur Nebensächlichkeit geworden und so selbstverständlich praktiziert.


Hintergrund:

Die vortreffliche Beispiel einer Notbetreuung macht erklärbar, warum staatliche Stellen weiter und noch intensiver auf diese wichtige Unterstützung setzen. In der heute veröffentlichten neuen Verordnung des Landes Niedersachsen zu dem Aspekt heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Landkreises Nordheim (Schulträger der Oberschule Bad Gandersheim):

Kinderbetreuung / Notgruppen

Um mehr Kinderbetreuung zu ermöglichen, sieht die neue Verordnung eine deutliche Ausweitung der Notbetreuung vor. So besteht für Kita-Träger die Möglichkeit, von Montag an die Kapazitäten auf bis zu 13 Kinder im Ü3-Bereich (halbe Gruppenstärke) zu erhöhen. In Notgruppen mit überwiegend Krippenkindern können bis zu acht Kinder betreut werden, in Hortgruppen bis zu 10 (ebenfalls halbe Gruppenstärke). Tagespflegepersonen und Großtagespflegestellen können ab Montag bereits den Regelbetrieb aufnehmen.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer










10.05.2020 • 13:27 Uhr
















10.05.2020 • 12:32 Uhr

Ab Montag neue Regelstufe bei Corona: Zu Viert ins Restaurant - 20 Leute zur Hochzeitsfeier - Alle Lockerungen auf einen Blick

Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie tritt am Montag in Kraft - Neue Phase mit weiteren Lockerungen startet

In Niedersachsen sind ab dem morgigen Montag aufgrund des aktuell stabilen Infektionsgeschehens mit dem Corona-Virus weitere vorsichtige Lockerungen der bisherigen Auflagen und Kontaktbeschränkungen möglich. Die neue „Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie" basiert auf den Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung sowie auf der Bund-Länder-Beschlussfassung von letztem Mittwoch. Die gesamte Verordnung finden Sie online hier. Die Verordnungen sind aktualisiert worden, teilt soeben das Sozialministerium in Hannover.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

Allgemeines Verhalten, Kontakte & gesellschaftliches Miteinander

Solange es keinen Impfstoff und/oder ein Medikament gegen Covid-19 gibt, ist die Beschränkung der physischen Kontakte das einzig wirksame Mittel, um die Ausbreitung des Virus auf einem niedrigen Niveau zu halten. Daher müssen die physischen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, weiterhin auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden.

In der Öffentlichkeit einschließlich des Öffentlichen Personenverkehrs gilt weiterhin, dass jede Person einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten muss.


Ausweitung der bisherigen Zwei-Personen-Regel
Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum sind auch zukünftig in der Regel auf höchstens zwei Personen beschränkt.

Hiervon ausgenommen sind allerdings ab dem 11. Mai Zusammenkünfte von einer Person nicht nur mit den eigenen Angehörigen sondern auch mit Personen, die einem (einzigen) weiteren Hausstand angehören.

Man darf sich also ab Montag auch mit den Mitgliedern eines weiteren Hausstandes in der Öffentlichkeit, bspw. im Park oder auch mit einer anderen Familie oder einem anderen Paar im Restaurant treffen darf.

Nach wie vor soll vermieden werden, dass sich Gruppen zum Beispiel zum Grillen treffen. Gerade die Kontaktbeschränkungen haben in den letzten Wochen dazu beigetragen, die Zahl der Neuinfektionen in einer gemeinsamen Anstrengung der ganzen Gesellschaft in den letzten Wochen stark zu reduzieren.



Private Feiern
Partys jeglicher Art sind daher leider weiterhin untersagt.
Ausnahmen gelten für Hochzeiten und Beerdigungen: Sie können im engsten Familien- und Freundeskreis begangen werden. Die Höchstgrenze liegt in beiden Fällen nun bei 20 teilnehmenden Personen.


Wirtschaft, Gastronomie & Tourismus

Mit der neuen Verordnung hat die niedersächsische Landesregierung weitere Lockerungen insbesondere für den Bereich Tourismus beschlossen.

Tourismus

Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Bootsliegeplätze können ab dem 11. Mai wieder an Gäste vermietet werden. Für Ferienwohnungen und Ferienhäuser gilt dabei eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen. Das bedeutet, dass Vermieter erst nach sieben Tagen neu vermieten dürfen. Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Bootsliegeplätze dürfen nur zu 50 Prozent belegt werden.

Tagestouristen dürfen dann auf die niedersächsischen Inseln fahren, wenn die jeweiligen Kommunen oder Landkreise dies gestatten.

Gastronomie

Außerdem können Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Cafés und Kantinen auch zum Vor-Ort-Verzehr wieder öffnen. Allerdings gelten hier strenge Sicherheits- und Hygieneauflagen (siehe hier). So muss beispielsweise dafür gesorgt sein, dass der Zutritt gesteuert werden kann und Warteschlangen vermieden werden. Gäste müssen dabei keine Mund-Nase-Bedeckung tragen, das Servicepersonal allerdings schon.

Auf ein Missverständnis soll hingewiesen werden: Die Rechtsverordnung sieht keine Reservierungspflicht in Restaurants vor, eine Reservierung wird jedoch dringend empfohlen. Die Betreiberin oder der Betreiber eines Restaurationsbetriebes muss jedoch den Namen und die Kontaktdaten jedes Gastes sowie den Zeitpunkt des Betretens und Verlassens der Einrichtung dokumentieren und drei Wochen aufbewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Wenn ein Gast seine Kontaktdaten nicht abgeben möchte, muss er den Gastronomiebetrieb leider wieder verlassen. Gäste dürfen nur bedient werden, wenn sei mit der Dokumentation einverstanden sind.

Handel und Wirtschaft

Auch Geschäfte mit einer größeren Ladenfläche als 800 Quadratmeter können wieder öffnen. Somit gibt es in diesem Bereich keinerlei Beschränkungen der Verkaufsflächen mehr - Kunden müssen während des Einkaufs allerdings eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Nach der Öffnung der Friseursalons können nun auch weitere sogenannte körpernahe Dienstleistungen wieder stattfinden. Manikürestudios, Pedikürestudios, Kosmetikstudios und Massagepraxen können zum 11. Mai mit strengen Hygieneauflagen wieder öffnen.

Nach der ersten Lockerung für den Theorieunterricht kann nun in den niedersächsischen Fahrschulen auch wieder der Praxisunterricht sowie praktische Prüfungen für den Auto- und Lkw-Führerschein stattfinden. Auch hier gelten Hygieneauflagen, wie beispielsweise dass alle Insassen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen müssen.

Soziales & Gesundheit

Besuche in Einrichtungen

Im Zuge der Lockerungen wurde viel über Besuchsmöglichkeiten in Pflege- und Altenheimen diskutiert. Die Situation der Bewohnerinnen und Bewohner ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen, die aktuelle Isolation vieler älterer Menschen macht allen Verantwortlichen große Sorgen.

Bereits seit dem 17. April ist der Besuch von Angehörigen und Freunden in Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen möglich. Bedingung dafür ist jedoch, dass die Heimleitungen dem örtlichen Gesundheitsamt ein entsprechendes Hygienekonzept vorlegen. Einige Heime haben dies bereits getan und Besuche damit möglich gemacht haben. Allerdings haben viele Heimleitungen der Landesregierung mitgeteilt, dass sie mit der Umsetzung noch nicht weit genug seien. Daher können in Niedersachsen Einzelbesuchsrechte für Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen noch nicht umgesetzt werden.

Aufnahme in Pflegeeinrichtungen

In Alten- und Pflegeheimen sowie Heimen für Menschen mit Behinderungen, ambulant betreuten Wohngemeinschaften und in Einrichtungen des betreuten Wohnens, sowie in ambulant betreuten Wohngemeinschaften zum Zweck der Intensivpflege dürfen neue Bewohnerinnen und Bewohner aufgenommen werden, wenn die Betreiber eine 14-tägige Quarantäne gewährleisten können.



Inneres & Sport

Der Spielbetrieb der 1. und 2. Fußballbundesliga ist wieder möglich.

Darüber hinaus ermöglichen die neuen Lockerungen die Ausbildung von Rettungsschwimmern in den für die Öffentlichkeit noch gesperrten Schwimmbädern.

Des Weiteren kann der Dienst- und Ausbildungsbetrieb des Brand- und Katastrophenschutzes einschließlich von Dienstveranstaltungen, in denen etwa neue Ortsbrandmeister gewählt werden oder Unterweisungen von Unfallverhütungsvorschriften erfolgen.