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30.04.2020 • 18:37 Uhr

Gottesdienste ab 7. Mai in Bad Gandersheim wieder möglich! Landesregierung reagiert auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Muslimische Gemeinde bekommt nach Klage vor dem Bundesverfassungsgericht Recht

In Niedersachsen und damit auch in Südniedersachsen und in Bad Gandersheim sollen Gottesdienste ab dem 7. Mai wieder möglich sein, soweit Hygienebedingungen eingehalten werden. Die Landesregierung hat am Donnerstag, 30. April, einen entsprechenden Runderlass an die Gesundheitsämter gegeben, wie die Sprecherin der Landesregierung, Anke Pörksen, dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte. Dies sei die Folge des Bundesverfassungsgerichtsurteils zu einer Klage einer muslimische Gemeinde, die sich gegen das Verbot einer Versammlung im Ramadan gewandt hatte (wir berichteten) .

FDP und Grüne begrüßten die Gerichtsentscheidung. „Es wird immer offensichtlicher, dass die Landesregierung die pauschalen Verbote und Grundrechtseingriffe durch die Corona-Verordnungen nicht länger aufrechterhalten kann", sagte Marco Genthe von der FDP. Nötig seien klare Richtlinien zum Infektionsschutz. Die religionspolitische Sprecherin der Grünen, Eva Viehoff, betonte, Religionsfreiheit und deren Ausübung seien ein Grundrecht.

Mit Blick auf den schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit ist es laut Bundesverfassungsgericht kaum vertretbar, "dass die Verordnung keine Möglichkeit für eine ausnahmsweise Zulassung solcher Gottesdienste in Einzelfällen eröffnet, in denen bei umfassender Würdigung der konkreten Umstände - eventuell unter Hinzuziehung der zuständigen Gesundheitsbehörde - eine relevante Erhöhung der Infektionsgefahr zuverlässig verneint werden kann". Die Kammer betonte, dass eine ausnahmsweise Zulassung von Gottesdiensten immer von den konkreten Umständen abhängen müsse.

Ursprünglich waren die Kirchen davon ausgegangen, spätestens am 10. Mai wieder Gottesdienste feiern zu können. Unabhängig von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes am Mittwochabend habe ebenfalls am Mittwoch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bereits in einer Videokonferenz mit Vertreterinnen und Vertretern der großen Religionsgemeinschaften in Niedersachsen eine Vereinbarung getroffen, nach der religiöse Feiern in Kirchen, Synagogen und Moscheen unter bestimmten Bedingungen wieder möglich sein sollen, sagte Regierungssprecherin Pörksen dem epd.

Die Vertreterinnen und Vertreter der großen niedersächsischen Religionsgemeinschaften haben sich demnach selbst dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass der Zugang zu den Gottesdiensten zahlenmäßig begrenzt wird. Es sollen mindestens zehn Quadratmeter für jeden Gläubigen zur Verfügung stehen. Ein Abstand von mindestens 1,5 Metern ist stets zu wahren, auch in den Eingangs- und Ausgangsbereichen. Familien und Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, können zusammensitzen. Auf gemeinschaftlichen Gesang wird genauso verzichtet wie auf das Nutzen von Becken oder Kelchen für Taufen oder Abendmahlsfeiern. epd










30.04.2020 • 18:13 Uhr

Oberverwaltungsgericht billigt Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für Viertklässler

Tonne: „Schulbesuch wichtiger Schritt für die Kinder"

Der Präsenzunterricht für die Viertklässlerinnen und Viertklässler in Niedersachsen kann wie geplant am kommenden Montag stattfinden. Das geht aus einem Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom heutigen Nachmittag hervor. Das Gericht argumentiert unter anderem, das schrittweise und jahrgangsabgestufte Vorgehen bei der Wiederaufnahme des Schulbetriebes erfolge nach sachbezogenen Kriterien und sei wichtig, um den Bildungseinrichtungen ausreichend Zeit für die Umsetzung und gegebenenfalls Anpassung ihrer Konzepte zu geben. Zudem sei über den Niedersächsischen Rahmenhygieneplan Corona Schule Vorsorge getroffen worden, um den Schulbetrieb im Einklang mit dem Infektionsschutz und Hygienevorschriften aufzunehmen. Auch betonen die Lüneburger Richter die Bedeutung der Schule für die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, die sich nicht an der Notenvergabe erschöpfe, sondern insbesondere durch die Teilnahme am Präsenzunterricht bestehe.

Niedersachsens Kultusminister Tonne dazu:

„Ich freue mich für die rund 70.000 Viertklässlerinnen und Viertklässler, die am Montag wieder in die Schule können. Es ist wichtiger Schritt für die Kinder, wieder in die Schule zu gehen und sich gemeinsam mit ihren Klassenkameradinnen und Klassenkameraden und den Lehrkräften behutsam in einem neuen Schultag einzufinden. Die Lehrkräfte und Schulleitungen werden wir weiterhin bestmöglich dabei unterstützen, für ihre Schülerinnen und Schüler da zu sein.

Der heutige Beschluss des OVG macht deutlich, dass schrittweise Öffnungen der richtige Weg sind. So lassen sich der Gesundheits- und Infektionsschutz mit der Umsetzung des Bildungsauftrages miteinander in Einklang bringen. An diesem schrittweisen Vorgehen werden wir festhalten mit dem Ziel, allen Schülerinnen und Schülern bis zum Sommer den Schulbesuch zu ermöglichen." red/fis











30.04.2020 • 18:05 Uhr

Wiederaufnahme der Schülerbeförderung in Niedersachsen geht gut voran - Montag starten Viertklässler

Gemeinsamer Appell von Kommunen und Landesregierung: Mund-Nasen-Schutz und Abstand beachten!

Die Wiederaufnahme der Schülerbeförderung in Niedersachsen ist weitgehend gelungen. Ein Lob für Schülerinnen und Schüler gab's jetzt von der niedersächsischen Landesregierung und den kommunalen Spitzenverbänden. „Die seit Montag in Bussen und Bahnen geltende Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase wird von den Fahrgästen im ÖPNV und der Schülerbeförderung weitestgehend eingehalten. Das intensive Bemühen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und Abstand zu wahren, ist überall spürbar", loben Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann und Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Ab kommenden Montag geht auch für die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der Unterricht wieder los; weitere Klassenstufen sollen folgen. Gemeinsam mit den Hauptgeschäftsführern des Niedersächsischen Landkreis- und Städtetages, Prof. Dr. Hubert Meyer und Dr. Jan Arning, weisen beide Minister deshalb auf die besondere Bedeutung der Mund-Nase-Bedeckung hin: Aufgrund der Platzverhältnisse in den Fahrzeugen sei absehbar, dass in der Praxis ein 1,5-Meter-Mindestabstand künftig nicht immer eingehalten werden könne. Die Corona-Verordnung des Landes schreibt diesen in Zügen, Bussen, Taxis und Mietwagen auch nur soweit möglich vor. Wichtig sei, sich bei der Platzwahl gut zu verteilen. Die herzliche Bitte an alle Eltern: „Weisen Sie Ihre Kinder auf die Abstandswahrung sowie die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung hin, sorgen Sie für die Mitnahme eines Textilschutzes und halten Sie sie zur gegenseitigen Rücksichtnahme an."

„Aufgrund der begrenzten Beförderungskapazitäten werden in Zukunft Unterschreitungen des Abstandes von 1,5 Metern nicht zu vermeiden sein", werben beide Hauptgeschäftsführer um Verständnis. Denn trotz geteilter Klassen werde die Beschulung in Niedersachsen weiter zunehmen und insoweit seien auch mehr Schülerinnen und Schüler zu befördern. Beide geben sich aber zuversichtlich: „Auf Grundlage der in den nächsten Tagen und zunächst mit geringeren Schülerzahlen gemachten Erfahrungen werden die Landkreise und Städte als Träger der Schülerbeförderung zusammen mit den Verkehrsunternehmen die Angebote bedarfsgerecht und im Rahmen der hierfür zur Verfügung stehenden Personal- und Fahrzeugkapazitäten nachsteuern".

Althusmann und Tonne bitten die Schülerinnen, Schüler und Eltern aber auch darum, selbst aktiv dabei zu helfen, die Auslastung der Busse zu verringern: „Jeder, der freiwillig zu Fuß oder mit dem Rad kommt, schützt nicht nur sich selbst vor einer Infektion; er hilft auch denen, die auf eine Beförderung mit dem Bus angewiesen sind."



Beide Minister loben die enge Abstimmung vor Ort: „Die für Schülerbeförderung und ÖPNV zuständigen Landkreise und Städte haben die Situation gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen genau im Blick und sind bemüht, bei Problemen kurzfristig Abhilfe zu schaffen." Das Land habe dafür mit der zeitlichen Staffelung der Wiederaufnahme des Unterrichts bis zum Sommer sowie dem Präsenzunterricht in geteilten Klein-Lerngruppen im Wechsel gute Voraussetzungen geschaffen. Dadurch können die Schülerströme entzerrt und die Auslastung der Busse reduziert werden.
















30.04.2020 • 17:56 Uhr

Gewalttat in Seesen: Schwerverletzter nach Messerstich- Festgenommen wieder entlassen

Aus noch nicht geklärten Umständen kam es am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr vor einem Wohnhauses im Seesener Stadtgebiet zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen (die meisten von ihnen mit Migrationshintergrund).
Im weiteren Verlauf wurde ein 23-Jährigen aus Springe geschlagen und zudem mit einem Messer in den Kopf gestochen.
Der 23-Jährige wurde bei dem Vorfall schwer verletzt und nach medizinischer Erstversorgung mit dem Rettungswagen in Krankenhaus gebracht, wo sich eine intensivmedizinische Behandlung anschloss.
Im Rahmen der unmittelbar nach Bekanntwerden der Straftat eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte im Oberharz ein verdächtiger Pkw festgestellt werden.
Die vier Insassen wurden als Tatverdächtige vorläufig festgenommen und in den Gewahrsam der Polizeiinspektion Goslar gebracht.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergaben sich darüber hinaus Hinweise auf eine weitere tatbeteiligte Person, die am Mittwochnachmittag in Bad Harzburg unter Beteiligung von Spezialkräften aus Braunschweig festgenommen werden konnte.

Im Laufe des Mittwochvormittags war festzustellen, dass sich am Wohnort der Familie des Opfers zahlreiche Personen zusammenfanden. Zur Verhinderung von möglichen Aktionen der Familie erfolgten daraufhin aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen konsequente Gefährderansprachen, die vor Ort unter starkem Kräfteeinsatz und mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei aus Braunschweig durchgeführt wurden.

Alle Festgenommenen wurden in Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig nach ihren Vernehmungen wieder entlassen, da die Staatsanwaltschaft aufgrund der weiterhin nicht geklärten Tatumstände keinen dringenden Tatverdacht sah.
Die Ermittlungen zum Sachverhalt dauern derzeit an.red/ots










30.04.2020 • 17:47 Uhr

CDU-Chef Althusmann im Attackemodus: Jedes Leben zählt – Grünen Politiker Palmer spaltet die Gesellschaft

„Wenn der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer erklärt, wir würden mit dem Lockdown nur Menschen retten, die aufgrund einer Vorerkrankung eh bald tot wären oder daran sterben würden, weil sie über 80 Jahre alt sind, ist das für einen Politiker nicht nur unwürdig und in einem hohen Maße unverantwortlich, eine solche Debatte ist Gift für die Gesellschaft“, so der niedersächsische CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann.
„Jedes Leben in unserem Land zählt. Egal welchen Alters, egal, ob gesund oder krank. Wir müssen jedes Leben schützen. Dafür gibt es zwei Grundsätze: Unser christliches Menschenbild und unser Grundgesetz. Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“, so Althusmann.
„Wir stellen uns entschieden gegen grüne Politiker wie Boris Palmer, die mit ihren Diskussionen über Leben und Tod, darüber wer es wert ist, gerettet zu werden, die Gesellschaft spalten. Die CDU steht an der Seite eines jeden Menschen in diesem Land. Das unterscheidet uns als Volkspartei von den Grünen“, so das Mitglied des CDU-Präsidiums. red/fis










30.04.2020 • 17:42 Uhr

Wechsel an der Spitze des Polizeikommissariats Alfeld - Verabschiedung von Powerfrau Ruth Lüder und Amtseinführung von Paul Brandes

Am heutigen Donnerstag verabschiedete der Präsident der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, die Leiterin des Polizeikommissariats Alfeld, Ruth Lüder. Seit 2012 leitete die Erste Kriminalhauptkommissarin die Dienststelle in Alfeld und wurde nun in den Ruhestand versetzt.

Die Verabschiedung und die anschließende Amtseinführung des neuen Dienststellenleiters, Erster Polizeihauptkommissar Thomas Brandes, fand aufgrund der aktuellen Corona-Lage lediglich in kleiner Runde in Räumlichkeiten der Polizeiinspektion Hildesheim statt. Neben Polizeipräsident Uwe Lührig nahm auch der Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim, Uwe Ippensen, an der Veranstaltung teil.

Der Präsident dankte Ruth Lüder für ihre langjährige und engagierte Arbeit bei der niedersächsischen Landespolizei und wünschte ihr alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt. "Mit Ruth Lüder verabschieden wir eine Kommissariatsleiterin in den Ruhestand, die sich stets mit hohem Engagement und Fürsorge für die Belange ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Polizeikommissariats Alfeld einsetzte. Nicht umsonst nannte man sie die "Mutter der Kompanie", so Polizeipräsident Lührig.

EKHK'in Lüder hat stets ihre Dienststelle mit Stolz nach Innen und Außen vertreten und pflegte den Kontakt zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Durch ihre loyale und ehrliche Haltung gepaart mit hoher fachlicher sowie persönlicher Kompetenz gelang es EKHK'in Lüder eine enge und vertraute Verbindung sowohl zu ihren Mitarbeitern/-innen als auch zu Vorgesetzten aufzubauen.

"Ruth Lüder ist eine echte Powerfrau. Dienstlich konnten wir sie immer mit Vollgas erleben. Sie hat zur Weiterentwicklung des Polizeikommissariats Alfeld beigetragen", so Uwe Lührig.

Die Einführung des neuen Leiters des Polizeikommissariats, EPHK Paul Brandes, übernahm ebenfalls der Polizeipräsident.

EPHK Brandes war zuletzt Leiter des Polizeikommissariats Seesen (Polizeidirektion Braunschweig) und konnte davor verschiedene Führungsdienstposten in ermittelnden Bereichen der Polizeiinspektion Hildesheim wahrnehmen.

Der 51-jährige lebt mit seiner Familie in Hildesheim und ist seit über 34 Jahren im Polizeidienst.

"Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass mit Frau Lüder eine erfahrene Leiterin das hiesige Polizeikommissariat verlässt und mit Herrn Brandes ein kompetenter und zuverlässiger Dienststellenleiter nachrückt", äußerte sich der Polizeipräsident optimistisch im Hinblick auf den Amtswechsel in Alfeld.

Eine offizielle feierliche Amtseinführung von EPHK Brandes wird zu einem späteren Zeitpunkt im Alfelder Rathaus stattfinden.ots/Foto: Polizei










30.04.2020 • 15:48 Uhr

Halbwegs Normalität bei der Stadtverwaltung: Rückkehr ab 4. Mai zu den gewohnten Öffnungszeiten

Publikumsverkehr aber nur nach telefonischer Voranmeldung – Einzeleintritte, Schutzmasken –und Abstandspflicht einhalten

Die Stadt Bad Gandersheim kehrt mit ihrem Dienstbetrieb in den Fachbereichen und Abteilungen ab dem kommenden Montag, 4. Mai, wieder zu den vor den Corona-Einschränkungen üblichen Geschäftszeiten zurück.

Die Bediensteten sind dann wieder von montags bis freitags von 8:30 bis 12:00 Uhr und dienstags und donnerstags zusätzlich von 14:00 bis 15:30 Uhr erreichbar.

Der Zutritt zum Bürgerbüro kann montags bis freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr und zusätzlich dienstags von 13:00 bis 15:30 Uhr sowie zusätzlich donnerstags von 7:00 bis 9:00 Uhr + 13:00 bis 16:00 Uhr erfolgen.

Besucherinnen und Besucher können allerdings nur einzeln eintreten. Die Schutzmasken und Abstandseinhaltungspflichten sind zu wahren. Fernmündliche Terminvereinbarungen sind vorab der beste Weg, um unnötige und unverhältnismäßig große Wartezeiten zu vermeiden.

Die vorgenannte Regelung gilt bis auf Weiteres. Ausgenommen von der Rückkehr zu den gewöhnten Dienstzeiten ist lediglich die Tourist-Information, die wie zuletzt im reduzierten Zeiten anbietet und von montags bis freitags lediglich von 9:00 bis 12:00 Uhr telefonisch zur Verfügung steht.red/Quelle: Stadtverwaltung










30.04.2020 • 15:41 Uhr

Oberstes Gericht erklärt grundsätzliches Verbot von Gottesdiensten für nicht rechtens - auch in Corona-Krisenzeiten!

Vorläufige Eröffnung der Möglichkeit, auf Antrag im Einzelfall Ausnahmen vom generellen Verbot von Gottesdiensten in Kirchen, Moscheen und Synagogen zuzulassen

Die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat mit Beschluss am gestrigen Mittwoch das Verbot von Gottesdiensten in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie von Zusammenkünften anderer Glaubensgemeinschaften zur gemeinsamen Religionsausübung nach der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen im Wege der einstweiligen Anordnung insoweit vorläufig außer Vollzug gesetzt, als danach ausgeschlossen ist, auf Antrag im Einzelfall Ausnahmen von dem Verbot zuzulassen.

Sachverhalt:

Der Antragsteller, ein eingetragener Verein mit rund 1300 Mitgliedern, beabsichtigt, insbesondere in den noch ausstehenden Wochen des Fastenmonats Ramadan das Freitagsgebet in der von ihm genutzten Moschee durchzuführen. Er hat beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht eine Normenkontrollklage mit dem Ziel eingelegt, das in der niedersächsischen Corona-Verordnung enthaltene Verbot von Gottesdiensten insoweit für ungültig zu erklären, als die für Verkaufsstellen und Ladengeschäfte geltenden Schutzvorkehrungen eingehalten werden.

Den mit der Normenkontrollklage verbundenen Antrag auf einstweilige Außervollzugsetzung des Verbots lehnte das Oberverwaltungsgericht ab. Zwar stelle das ausnahmslose Verbot des gemeinsamen Freitagsgebets im Fastenmonat Ramadan einen überaus schwerwiegenden Eingriff in die grundrechtlich geschützte Glaubensfreiheit dar. Dem Freitagsgebet komme insbesondere in dieser Zeit eine zentrale liturgische Bedeutung zu. Das Verbot sei jedoch zur Vermeidung von Infektionen weiterhin erforderlich. Das Gefährdungspotenzial von Gottesdiensten sei wesentlich höher als bei Einkäufen in Verkaufsstellen und Ladengeschäften. Im Unterschied zu Einkäufen seien Gottesdienste durch gezielte, auf längere Dauer ausgerichtete gemeinsame Aktivitäten geprägt, bei denen insbesondere wegen der Gleichzeitigkeit von Gebeten und Gesängen mit einem hohen Virenausstoß zu rechnen sei.

Wesentliche Erwägungen der Kammer:

Die Kammer hat dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung in dem oben genannten Umfang stattgegeben. Einstweiliger Rechtsschutz ist zu gewähren, weil ein Abwarten bis zum Abschluss eines Verfassungsbeschwerdeverfahrens die vom Antragsteller vor allem erstrebte Durchführung von Freitagsgebeten während des Fastenmonats Ramadan mit hoher Wahrscheinlichkeit vereiteln und ihm auf lange Zeit das gemeinsame Beten als eine wesentliche Form der Ausübung seiner Religion unmöglich machen würde, obwohl eine Verfassungsbeschwerde gegen den Ablehnungsbeschluss des Oberverwaltungsgerichts voraussichtlich Erfolg hätte.

Nicht zu beanstanden ist allerdings die Annahme des Oberverwaltungsgerichts, dass die Gefährdungslage bei Einkäufen und Gottesdiensten unterschiedlich zu beurteilen sein kann. Aus dem Vorbringen des Antragstellers selbst ergibt sich, dass die Einschätzung des Risikos von Infektionen durch Kontakte zwischen Personen bei der Veranstaltung von Gottesdiensten in Moscheen in größerem Umfang von den konkreten Umständen des Einzelfalles etwa hinsichtlich der Größe und Struktur der jeweiligen Glaubensgemeinschaft abhängt als bei der Erledigung von Einkäufen in Verkaufsstellen. So weist er etwa darauf hin, dass es auf die jeweils vertretene Lehre ankomme, ob beim Freitagsgebet gesungen und das Gemeinschaftsgebet von allen Gläubigen laut gesprochen werde. Außerdem macht er für seinen Fall geltend, dass ihm die Mitglieder seiner Gemeinde bekannt seien, was es ihm ermögliche, diese individuell zu jeweils einem Freitagsgebet einzuladen, wodurch Warteschlangen vor der Moschee vermieden werden könnten.

Jedoch ist mit Blick auf den schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit, den das Verbot von Gottesdiensten in Moscheen nach dem Vorbringen des Antragstellers jedenfalls insoweit bedeutet, als auch Freitagsgebete während des Fastenmonats Ramadan erfasst sind, kaum vertretbar, dass die Verordnung keine Möglichkeit für eine ausnahmsweise Zulassung solcher Gottesdienste in Einzelfällen eröffnet, in denen bei umfassender Würdigung der konkreten Umstände – eventuell unter Hinzuziehung der zuständigen Gesundheitsbehörde – eine relevante Erhöhung der Infektionsgefahr zuverlässig verneint werden kann. Das gilt jedenfalls angesichts der derzeitigen Gefahrensituation und der sich hieran anschließenden aktuellen Strategie zur Bekämpfung der epidemiologischen Gefahren. Es ist nicht erkennbar, dass eine einzelfallbezogene positive Einschätzung in keinem Fall erfolgen kann. Das Vorbringen des Antragstellers macht deutlich, welche Möglichkeiten insoweit in Betracht kommen. Er weist darauf hin, dass in den von ihm durchgeführten Freitagsgebeten nicht gesungen werde und beim Gemeinschaftsgebet nur der Imam laut vorbete. Als Schutzvorkehrungen werden angeboten eine Pflicht der Gläubigen zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz, die Markierung derjenigen Stellen in der Moschee, welche die Gläubigen zum Gebet einnehmen können und eine Vergrößerung des Sicherheitsabstands gegenüber den für Verkaufsstellen geltenden Vorgaben um das Vierfache, um eine gegenüber der Einkaufssituation erhöhte Infektionsgefahr durch das längere Beisammensein einer größeren Personengruppe zu vermeiden. Auch habe er nach Rücksprache mit den zuständigen theologischen Instanzen die Genehmigung erhalten, in der von ihm genutzten Moschee mehrere Freitagsgebete durchzuführen und damit die einzelnen Veranstaltungen klein zu halten.

Bei einem Antrag auf ausnahmsweise Zulassung von Gottesdiensten, wie er nunmehr auch vom Antragsteller eingelegt werden kann, ist maßgeblich für die Risikoeinschätzung das Gewicht des mit dem Verbot verbundenen Eingriffs in die Glaubensfreiheit, das hier insbesondere hinsichtlich des Freitagsgebets im Fastenmonat Ramadan besonders groß ist, aber auf der anderen Seite unter anderem auch die Möglichkeit, die Einhaltung von Auflagen und Beschränkungen effektiv kontrollieren zu können, die örtlichen Gegebenheiten sowie Struktur und Größe der jeweiligen Glaubensgemeinschaft und nicht zuletzt die – gegebenenfalls auch auf die Region bezogene – aktuelle Einschätzung der von sozialen Kontakten ausgehenden Gefährdungen für Leib und Leben.red/fis











30.04.2020 • 15:27 Uhr

Polizeiinspektion Goslar verabschiedet sich Thomas Brandes, Leiter des Polizeikommissariats Seesen

Vier Jahre lang schlüpfte Thomas Brandes in seine Uniform und leitete das Polizeikommissariat in Seesen. Seine Uniform hängt er nicht an den Nagel, wohl aber tauscht er den Dienstort.

Der 51-jährige wechselt in die Polizeidirektion Göttingen und übernimmt die Dienststellenleitung des Polizeikommissariats Alfeld. Der gebürtige Braunschweiger, der mit seiner Familie im Bereich Hildesheim lebt, bleibt dem Land Niedersachsen als Erster Polizeihauptkommissar weiterhin treu und kehrt in seine Heimatbehörde zurück.

Die Leiterin der Polizeiinspektion Goslar, Petra Krischker, verabschiedete ihren Mitarbeiter leider nur in kleinem Rahmen und auf Grund der aktuellen Corona-Krise mit dem gebotenen Abstand. Durch die Dienststellenleiter der einzelnen Dienstzweige wurde dem begeisterten Sportler ein alter Handball mit Unterschriften seiner Führungskreis-Kollegen überreicht. Thomas Brandes hat es neben seinem beachtlichen beruflichen Werdegang geschafft, sein Hobby innerhalb der Polizei zu verwirklichen.

Der ehemalige 2. Handball-Bundesliga-Spieler leitete nämlich neben seinem Amt als Dienststellenleiter auch die Handball-Mannschaft der Niedersächsischen Polizeiauswahl und wurde 2018 mit dem Titel der Deutschen Polizei-Meisterschaft im Handball belohnt.

"Neben seinen sportlichen Erfolgen ist Thomas für seine Strukturiertheit im täglichen Dienstgeschäft bekannt. In den vergangenen Jahren hat er die Abläufe in seinem Polizeikommissariat ökonomisch und qualitätsorientiert weiter verbessert. Zur Verschönerung der Dienststelle und kleinen Ausbesserungsarbeiten wurde auch gerne mal selbst angepackt", so Krischker. Das unterstreicht auch den Teamgeist der Belegschaft in Seesen, worauf natürlich auch ein Trainer Wert legt.

"Das PK Seesen und die Region mit ihren Besonderheiten hat Herr Brandes immer und sehr mitarbeiterorientiert in Goslar vertreten", so Krischker weiter.

Die Polizeiinspektion Goslar verliert eine wichtige Führungskraft, gibt aber auch weiteren Führungskräften die Möglichkeit zur Vorbereitung auf andere Dienstposten. Für die nächsten neun Monate wird daher Polizeihauptkommissar Manuel Felten die Leitung des Polizeikommissariats in Seesen übernehmen. Manuel Felten ist 48 Jahre alt und war bislang als Dienstabteilungsleiter im Streifendienst der Polizei Goslar tätig.

Sportlich gesehen ändert sich in Seesen, dass Manuel Felten passionierter Läufer und Taucher ist. Für die Dienststelle und seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist Herr Felten durch sein Wirken in Goslar kein Unbekannter.

"Thomas Brandes wünsche ich für seine neuen Aufgaben und Herausforderungen im PK Alfeld alles Gute, danke Ihm herzlich für die vertrauensvolle und unterstützende Arbeit hier in Goslar und Manuel Felten einen guten Start in der neuen Rolle als Dienststellenleiter", erklärte Petra Krischker abschließend.ots/Foto: Polizei










30.04.2020 • 15:21 Uhr

Freilichtspiele Schwäbisch Hall: Christian Doll kündigt alternativer Sommerspielplan an - "Ist in Vorbereitung"

Die in der Deutschen Festspielgemeinschaft mit den Gandersheimer Domfestspielen vereinten Freilichtfestspiele Schwäbisch Hall haben festgelegt, dass sie ebenfalls ihr Sommerprogramm nicht spielen werden. Was passiert nun alternativ in Schwäbisch Hall? Gibt es dort einen "Plan B"? Das Redaktionsnetzwerk erkundigte sich. Intendant Christian Doll, vorher in Bad Gandersheim künstlerischer Leiter, hat sich zu dieser Herausforderung geäußert. Hier Dolls aktuelles Statement zur Lage der Freilichtfestspiele in Schwäbisch Hall:

Intendant Christian Doll: "Leider können Sie im Sommer 2020 nicht wie gewohnt Theater sehen. Am 23. April hat das Kuratorium als Vereinsvorstand der Freilichtspiele Schwäbisch Hall offiziell beschlossen, dass diese Sommerspielzeit nicht wie geplant stattfinden wird. Für alle, die sich bereits auf unser Programm in dieser Spielzeit gefreut haben: Wir bemühen uns, die ausgefallenen Aufführungen dieser Spielzeit in die Saison 2021 zu verlegen. Und wir hoffen sehr, dass es uns gelingt, mit demselben Ensemble und den zahlreichen Mitarbeitern dieselben Stücke für Sie auf die Große Treppe und ins Neue Globe zu bringen.

Und: Wir prüfen, ob ein alternativer Spielplan für eine verkürzte Saison ab Ende Juli vielleicht doch möglich ist. Wir werden uns sorgsam mit Behörden und Experten absprechen, ob Theaterspielen auf dem ja zum Glück großzügigen Marktplatz erlaubt werden kann, wenn wir Sicherheits- und Abstandsregeln einhalten. Auch das Neue Globe bietet als Freilichttheater mit einer Außenbühne sehr unterschiedliche Bespielmöglichkeiten. Das können wir sicher erst in einigen Wochen entscheiden, wir bitten Sie bis dahin um Geduld. Ihre Gesundheit und die unserer Mitarbeiter stehen bei allen Entscheidungen im Vordergrund.

Wir informieren Sie hier, wie Sie ab dem 4. Mai bereits erworbene Karten für den Sommer in einen Gutschein umtauschen können, zurückerstattet bekommen oder diese spenden können. Die Spende ist für die künstlerischen und technischen Mitarbeiter der Freilichtspiele bestimmt, die in diesem Jahr einen immensen Einkommensverlust verkraften müssen. Wir wollen ihre Existenzgrundlage sichern, damit sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sein können.
Kultur und Theater sind für unser Zusammensein und für unsere Stadt lebenswichtig, das merken wir gerade in dieser Zeit. Wir hoffen, dass wir uns bald wiedersehen."

red/fis/Das Bild zeigt Intendant Christian Doll gemeinsam mit seinem Nachwuchs auf dem Arm und seinem damaligen kaufmännischen Manager Stefan Mittwoch im Benesch-Kulturhof in Bad Gandersheim. Archivfoto: Thomas Fischer














30.04.2020 • 15:05 Uhr

Einigung auf Kurzarbeit in von Kirchensteuern finanzierten kirchlichen Betrieben

Die Arbeitnehmer in eigenwirtschaftlichen Betrieben der evangelischen Kirchen in Niedersachsen erhalten rückwirkend ab dem 1. April Kurzarbeitergeld. Die Kirchen hätten sich verpflichtet, das Kurzarbeitergeld auf 95 Prozent, ab der höheren Gehaltsstufe E 11 auf 90 Prozent des Nettogehalts aufzustocken, sagte Thomas Müller vom geschäftsführenden Vorstand der Kirchengewerkschaft Niedersachsen am 28. April dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Der Abschluss gilt Müller zufolge für die Evangelischen Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Oldenburg und betrifft mehrere Hundert Beschäftigte vor allem in den kirchlichen Tagungshäusern. Dort gebe es wirtschaftliche Einbrüche, weil aufgrund der Corona-Krise keine Seminare, Freizeiten oder Tagungen angeboten werden dürfen. Der Abschluss sei vergleichbar mit dem der Gewerkschaft ver.di mit den kommunalen Arbeitgebern im Land.

In der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer sind die Verhandlungen aus Arbeitnehmersicht etwas weniger gut gelaufen. Laut Vizepräsident Helge Johr erhalten die Gehaltsstufen E 1 bis E 8 aufgestockt dann 90 Prozent des Nettogehalts und die höheren Gehaltsstufen 80 Prozent. Die Regelung betreffe etwa 30 Beschäftigte der reformierten Kirche.

Müller ergänzte, die Vereinbarungen gelten zunächst bis zum Jahresende. Im Oktober sollen sie nochmals überprüft werden.

Hintergrund:
Die Kirchen werden speisen ihre Einnahmen zu einem Großteil aus den vom Staat eingetriebenen Kirchensteuerggeldern.










30.04.2020 • 14:59 Uhr

Ein Zuhause in Niedersachen: Zwölf Kinder aus den griechischen Flüchtlingslagern bleiben im Land

Sozialministerin Carola Reimann: Die Bereitschaft und Solidarität niedersächsischer Kommunen war sehr groß.

Zwölf der 47 Kinder und Jugendlichen, die kürzlich aus den griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland geholt wurden, bekommen in Niedersachsen ein neues Zuhause. Jetzt steht fest, in welchen Kommunen sie künftig leben werden. So nehmen die Städte Lüneburg und Braunschweig ebenso wie der Landkreis Friesland und die Region Hannover zwei, die Stadt Osnabrück einen und die Landeshauptstadt Hannover drei Jungen auf.

Hierzu erklärt Sozialministerin Carola Reimann: „Die Bereitschaft und Solidarität niedersächsischer Kommunen war sehr groß. Ich hoffe sehr, dass die Kinder nach ihren schrecklichen Erlebnissen bei uns jetzt endlich zur Ruhe kommen, sich schnell einleben und so auch die Chance für ein kind- und jugendgerechtes Aufwachsen bekommen werden."

Innenminister Boris Pistorius hatte sich seit November 2019 dafür stark gemacht, Kinder aus den Flüchtlingslagern nach Deutschland zu holen. „Ich bin sehr froh, dass die Kinder nun nach allem, was sie in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln erleben mussten, in Sicherheit sind. Ich kenne die schreckliche Situation vor Ort und ich fordere den Bund auf, dafür zu sorgen gemeinsam mit anderen EU-Staaten schnell weitere Kinder aus dem Elend in Griechenland zu holen, diese Aktion darf nur ein Anfang sein. Die Versorgung und Verteilung in Niedersachsen hat reibungslos geklappt, dafür danke ich allen Beteiligten sehr."red/fis











30.04.2020 • 14:55 Uhr

Volksbegehren „Artenvielfalt“

Die Landeswahlleiterin hat die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Frau Dr. Gabriele Andretta, und den Ministerpräsidenten Stephan Weil darüber informiert, dass ihr die Durchführung eines Volksbegehrens nach Artikel 48 der Niedersächsischen Verfassung in der vom Niedersächsischen Volksabstimmungsgesetz vorgeschriebenen Weise angezeigt worden ist.

Das Volksbegehren läuft unter der Bezeichnung „Artenvielfalt“

Dem Volksbegehren liegt der Entwurf für ein Gesetz zur Sicherung der Arten- und Biotopvielfalt in Niedersachsen zugrunde, der auf Änderungen im Niedersächsischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG), im Niedersächsischen Wassergesetz (NWG) und im Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) abzielt. Die zentralen Ziele sind dabei die Schaffung von mehr Vielfalt in der Landschaft u. a. durch verstärkte Schaffung von Blühstreifen und Gewässer-Randstreifen, der Erhalt von artenreichen Wiesenlebensräumen, die naturnähere Bewirtschaftung der landeseigenen Wälder sowie die Stärkung der ökologischen Landwirtschaft und ein geringerer Pestizideinsatz. Dazu sollen lebensraumschützende Vorgaben insbesondere für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung gesetzlich verankert werden. Sich aus den Maßnahmen ergebende Nutzungseinschränkungen für die Landwirtschaft sollen ausgeglichen werden. Der in dem Gesetzentwurf enthaltenen Kostenabschätzung zufolge werden bei Umsetzung der gesetzlichen Regelungen haushaltswirksame Ausgaben für den Landeshaushalt in Höhe von rund 45 Mio. Euro jährlich erwartet. Für die kommunale Ebene wird insgesamt mit einem zusätzlichen Kostenaufwand in Höhe von rund 5,5 Mio. Euro jährlich gerechnet, die wegen Art. 57 Abs. 4 der Niedersächsischen Verfassung aus Landesmitteln zu erstatten seien. Die Ausgaben fallen u. a. für Ausgleichszahlungen für die Bodennutzer sowie für steigenden Verwaltungsaufwand und Monitoringsverpflichtungen an.

Nach Durchführung des Anzeigeverfahrens hat die Landeswahlleiterin das Muster für den Unterschriftenbogen des Volksbegehrens verbindlich festgelegt und der Vertreterin und den Vertretern übermittelt.
Zum weiteren Verfahrensablauf hat die Landeswahlleiterin auf Folgendes hingewiesen:
Nach Veröffentlichung des Volksbegehrens im Niedersächsischen Ministerialblatt können Unterschriftenlisten bei den Gemeinden eingereicht und von diesen zur Feststellung der Stimmberechtigung und zur Sammlung geprüft werden.

Für die Abgabe läuft von dem Tag nach Bekanntgabe im Niedersächsischen Ministerialblatt an eine Frist von sechs Monaten.
In diesem Zeitraum müssen 25 000 gültige Unterschriften bei den Gemeinden vorliegen. Dies ist die Voraussetzung für die im Niedersächsischen Volksabstimmungsgesetz vorgesehene sog. Zulässigkeitsprüfung des Volksbegehrens durch die Niedersächsische Landesregierung.
Werden innerhalb der Halbjahresfrist die 25 000 Unterschriften nicht erreicht oder der Antrag auf Feststellung der Zulässigkeit von der Vertreterin und den Vertretern nicht gestellt, ist das Volksbegehren erledigt.

Wird die Zulässigkeit von der Landesregierung verneint, besteht die Möglichkeit, den Niedersächsischen Staatsgerichtshof anzurufen.
Im Falle der Zulässigkeit erfolgt eine neue Bekanntmachung im Niedersächsischen Ministerialblatt.

Hiernach müssen innerhalb von sechs Monaten gültige Unterschriften von 10 Prozent der Wahlberechtigten bei der letzten Landtagswahl gesammelt werden, d. h. nach der Landtagswahl am 15.10.2017
ca. 609 838 Unterschriften1 .
Das Ergebnis des Volksbegehrens wird dann vom Niedersächsischen Landeswahlausschuss festgestellt.red/fis











30.04.2020 • 14:50 Uhr

Anmeldungen am Roswitha-Gymnasium: Diesmal anders! Anmeldeunterlagen in Grundschulen und Gymnasium-Homepage

Anders als in den Vorjahren soll mit Blick auf den Gesundheitsschutz die Anmeldung der neuen Fünftklässler am Roswitha-Gymnasium nach Möglichkeit postalisch erfolgen. Die Anmeldeunterlagen samt Informationsschreiben werden über die umliegenden Grundschulen verteilt, stehen zusätzlich auf der Schulhomepage (www.roswitha-gymnasium.de) zum Download bereit oder können auf Anfrage (05382/953680 oder sekretariat.roswitha. gymnasium@t-online.de) zugeschickt werden.

Bei Fragen, die nicht telefonisch geklärt werden können, können im Einzelfall nach vorheriger Terminvergabe persönliche Gespräche zwischen dem 11. und 13.Mai 2020 vereinbart werden. Die vollständigen Unterlagen sollten bis zum 13. Mai 2020 per Post oder durch Direkteinwurf in den Briefkasten der Schule am Gebäude 1 (Hofeingang) an uns zurückgeschickt werden. Wir freuen uns auf unsere Neuen! red/Foto: Thomas Fischer










30.04.2020 • 14:44 Uhr

Der "interne Chefermittler" verlässt die Polizeidirektion Göttingen

Nuran Heim, Sachbearbeiter für dienstrechtliche Maßnahmen, wurde am 30. April 2020 nach 41 Jahren im aktiven Polizeidienst durch den Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Göttingen, Uwe Lührig, in den Ruhestand verabschiedet.

Nach seinem Einstieg in die niedersächsische Landespolizei im Mai 1979 durchlief Polizeihauptkommissar Heim diverse Stationen innerhalb der Polizei.

So war er insbesondere im Landkreis Hildesheim u.a. als Leiter des Polizeikommissariats Bad Salzdetfurth und später als Leiter des Einsatz- und Streifendienstes in Sarstedt in Führungsfunktionen tätig, ehe er seit 2007 hauptverantwortlich als Sachbearbeiter für dienstrechtliche Maßnahmen die "Verfehlungen" der Polizistinnen und Polizisten innerhalb der Polizeidirektion Göttingen verfolgte.

Um Belobigungen, Disziplinarverfahren und Strafverfahren gegen und Beschwerden über Polizeibeamte/-innen zu bearbeiten bzw. untersuchen, nahm er dafür täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Fahrt von seinem Heimatort Söhlde (Landkreis Hildesheim) in die Universitätsstadt Göttingen auf sich.

Bei seinen täglichen Ermittlungen im Zusammenhang mit angezeigten oder festgestellten Verfehlungen eigener Kolleginnen und Kollegen kamen ihm insbesondere sein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, seine korrekte Art und sein Pflichtbewusstsein zu Gute. Dabei hat Herr Heim immer alle Seiten betrachtet und auch festgestellt, dass manche Beschwerde oder Anschuldigung am Ende der Ermittlungen gegenstandlos war. Aber, auch das steht fest; es gibt auch in den eigenen Reihen leider manche "Fehltritte".

"Somit wird es auch zukünftig Beschwerden oder Anschuldigungen gegen Polizeibeamtinnen und -beamte geben, sodass wir auch weiterhin einen internen Ermittler benötigen; dabei werden wir Herrn Heim nicht nur aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen und hohen Kompetenz, sondern auch aufgrund seiner zuverlässigen und freundlichen Art sehr vermissen", so Uwe Lührig.

In seinem Ruhestand wird sich Herr Heim nun seinen Leidenschaften der Fotografie, dem Reisen und seinem Garten widmen.ots/Foto: Polizei










30.04.2020 • 14:40 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim : 119 laborbestätigte Infektionsfälle

Aktuell gibt es 119 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Vortag sind damit zwei neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 72 Personen - eine mehr als am Mittwoch - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um eine weibliche Personen mittleren Alters und eine männliche Person fortgeschrittenen Alters. Bei beiden bestand Kontakt zu infizierten Personen. Die Infizierten klagen über Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne.lpd











30.04.2020 • 13:00 Uhr

Alltags-Beobachtungen zuhause in Südniedersachsen: Corona-Krise macht erfinderisch - Vorbildliche Hilfestellung durch Behörden-Fenster in Bad Gandersheim

Der Publikumsverkehr in den Büros der kommunalen Verwaltungen ist aufgrund der Kontaktverbote wegen der Corona-Krise derzeit ausgeschaltet. Die Behörden sind in der Regel nur noch telefonisch erreichbar. Und dennoch sind in diesen Krisentagen immer wieder Vorgänge zu beobachten, die von Improvisation und Erfindungsreichen, Originalität und liebenswürdiger Hilfsbereitschaft zeugen. Beispielsweise beim Bürgerbüro im südniedersächsischen staatliche anerkannten Heilbad Gandersheim. Hier werden Menschen mit ganz konkreten Anliegen bedient. Und da niemand durch die abgeschlossenen Holztüren des Haupteingangs in die Anlaufstelle hineinkommt, weiß man sich zu helfen.

Direkt unter einer Bank gibt es ein Fenster mit einem Sonnensymbol dekoriert. Wie die aufgehende Sonne so öffnet sich je nach Kundenlage das Fenster. Ein Bürger bringt sein Anliegen vor. Ein anderer bittet um Rat. Ein dritter bekommt das beantragte Dokument oder den bestellten Ausweis. Alles geschieht richtig distanziert (was den Abstand betrifft) und mit einem freundlichen Wort. Kurzbeinige Anliegenvorbringer dürfen sogar auf die Bank steigen, um an den Fenstersims zu gelangen.

Ähnlich die flexible Hilfsbereitschaft durch ein Fenster bei der benachbarten Migrationsberatung im ehemaligen KLARO-Treffpunkt im Gebäude der früheren Diakonie-Kreisstelle.

Dank der gefensterltern Dienstleistungen klappt es zwischen Bürger und Büro. Die Corona-Krise machts möglich!
red/Fotos: Nicole Klawitter












30.04.2020 • 12:40 Uhr

Verrückte Corona-Krise: Fußball ist "out" - Masken sind "in" beim Verband

Spontan auf Masken umgestellt: Minister Pistorius besucht Produktion beim Niedersächsischen Fußballverband

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat sich heute (29. April 2020) bei einem Besuch des Niedersächsischen Fußballverbandes über die Produktion von Alltagsmasken informiert.

Seit kurzem stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich sonst um den Betrieb der Sportschule kümmern, die Masken dort her. Diese Masken werden kostenfrei sowohl an soziale Einrichtungen gespendet als auch dem Sportbetrieb - neben dem Fußball auch den anderen Sportarten - zur Verfügung gestellt. Im Rotationsverfahren werden so bis zu 1.500 „NFV-Schutzmasken" pro Woche hergestellt. Einige Mitgliedsvereine des NFV haben bereits Unterstützung signalisiert und möchten nun ebenfalls Schutzmasken für ihre jeweiligen regionalen Institutionen produzieren.

Minister Pistorius sagte: „Ein tolles Signal, das hier vom Sport ausgeht. Ich freue mich sehr, dass der Niedersächsische Fußballverband mit so gutem Beispiel vorangeht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben spontan ihre eigentliche Aufgabe umgewidmet, zeigen auch jetzt große Einsatzbereitschaft und sind nun für eine gute Sache wieder am Ball. Der Sportsgeist ist auch in der Krise allgegenwärtig, das finde ich prima."

Neben den geltenden Abstands-und Hygienevorschriften kann das Tragen eines Mund-Nasenschutzes auch zukünftige Lockerungen unterstützen. So könnte das Sporttreiben im Freien im öffentlichen Raum und auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen bald wieder möglich sein. Minister Pistorius weiter: „Der Gesundheitsschutz steht nach wie vor an erster Stelle. Allerdings kann eine schrittweise Öffnung des Sport- und Trainingsbetriebes aus meiner Sicht unter Maßgabe von bestimmten Regeln ab Anfang Mai wieder erlaubt werden - vorausgesetzt, das Infektionsgeschehen lässt dies zu." red/fis











30.04.2020 • 12:25 Uhr

Erst Auto bepinkelt und bespuckt, dann aggressiv gegen Polizisten: Endstation Zelle

Widerstand gegen Polizeibeamte nach vorausgegangener Ordnungwidrigkeit

Am gestrigen Mittwoch, gegen 20:50 Uhr, spuckte und urinierte ein 22-jähriger Mann gegen einen auf dem Supermarktparkplatz in Nordheim, Eichstätt, geparkten Pkw. Während der Personalienfeststellung konnte bei ihm eine Alkoholbeeinflussung festgestellt werden. Der junge Mann zeigte sich gegenüber den eingesetzten Beamten wenig kooperativ und wollte sich fortwährend den polizeilichen Maßnahmen entziehen. Er leistete bei der anschließenden Zuführung zur Dienststelle Widerstand gegen die eingesetzten Beamten.

Bei dem Beschuldigten wurde eine Blutprobe entnommen und ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die Nacht verbrachte er in der Gewahrsamzelle der Northeimer Dienststelle.köh










30.04.2020 • 12:17 Uhr

Aktienerholung trotz schleppender Lockerung

Marktkommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Mittlerweile wird das traurige Rätselraten um die Tiefe des Konjunktureinbruchs durch immer mehr harte Wirtschaftszahlen erhellt. In den Vereinigten Staaten ging die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal – aufs Jahr gerechnet – knapp 5 Prozent zurück. Nimmt man entsprechende Annahmen für das zweite Quartal, so erhält man für das Gesamtjahr einen Konjunktureinbruch von mehr als 5 Prozent, der tiefste seit 100 Jahren. Für Europa dürfte er noch etwas tiefer ausfallen.
Doch die Aktienmärkte scheint es nicht zu stören, auch in dieser Woche legten die Kurse weiter zu. Dieses Verhalten der Investoren ist vor allem eine Reaktion auf die Notenbankpolitik in der Krise. Viel neue Liquidität und noch länger extrem niedrige Zinsen treiben die Anleger an die Aktienmärkte. Der Grund: Sie sehen keinerlei Anlagealternativen mehr, vor allem dann nicht, wenn sich die Wirtschaft in den kommenden Jahren wieder normalisiert.

Wie schnell geht es wieder los?

Das Augenmerk der Finanzmärkte wird in den kommenden Wochen weiter darauf liegen, wie schnell die Wirtschaft nach der verordneten Zwangspause wieder Tritt fasst. Hierzu sind allerdings weniger die offiziellen Wirtschaftsdaten geeignet, da ihre Aufbereitung zu lange dauert. So berichten die Produktionsdaten für Deutschland in der kommenden Woche nur über den März. Hier sind eher Echtzeit-Daten gefragt, wie wöchentliche Umsätze im Einzelhandel, Restaurantbuchungen, Verkehrsbewegungen oder der Energieverbrauch. Bislang zeigen diese Daten zögerlich nach oben, aber die Lockerung der Restriktionen steht ja auch erst am Anfang.











30.04.2020 • 10:50 Uhr

Community-Masken aus der Region: Die KAYSER Gruppe stellt ihre Produktion um.

Seit Beginn der letzten Woche laufen auch bei der Kayser Gruppe aus Einbeck neue Produkte vom Band: Nachdem man am französischen Standort bereits Anfang April die Produktion auf sog. Community-Masken umgestellt hat, steht nun auch die deutsche Produktion ganz im Zeichen von Covid-19. Mit den Community-Masken beliefert werden zahlreiche Unternehmen und kommunale Einrichtungen. So nahm auch Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek von Kayser-Managern Masken made by Kayser dankend in Empfang.

Nach den Empfehlungen der Bundesregierung wird das Tragen von Schutzmasken im öffentlichen Raum ausdrücklich empfohlen. In diesem Sinne trägt die Kayser Gruppe nun mit seiner Produktion dazu bei, die Verbreitung von infektiösen Tröpfchen dort zu reduzieren, wo Social-Distancing nicht immer möglich ist.

Die KAYSER Gruppe ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Hauptsitz im südniedersächsischen Einbeck. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Geschäftsbereichen Automotive und Filtertech. Bereits seit 1709 werden am Standort Einbeck Textilien für unterschiedlichste Einsatzzwecke gefertigt. Der derzeitige Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Nadelfilzen für Filtermedien zur Luftreinhaltung und Produktfiltration. Für die Automobilindustrie werden Ventile, Aktivkohlefilter, Luftführungen und weitere Bauteile in modernen und automatisierten Prozessen gefertigt.

Mit der Erfahrung und den Produktionsmöglichkeiten beider Geschäftsbereiche gelingt es dem Einbecker Unternehmen, kurzfristig Community-Masken auf den Markt zu bringen, die aus lebensmittelechtem Nadelfilz bestehen. Zur sicheren Versorgung von Kommunen und Unternehmen bietet die KAYSER Gruppe eine regionale, nachhaltige und klimaschonende Komplettlösung aus einer Hand. red/fis/Quelle: Kayser










30.04.2020 • 10:44 Uhr

Islamisierung in der Türkei: Hetzkampagne gegen Istanbuls Oberbürgermeister scharf verurteilt - Vermehrt religiöse Spannungen auch in Deutschland

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen verurteilt die Hetzkampagne, mit der islamistische Kreise in der Türkei den Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem Imamoglu angreifen. Die Menschenrechtsorganisation appelliert an die deutsche Politik in Bund und Ländern, das intolerante Verhalten der türkischen Regierungspartei AKP ebenfalls zu verurteilen.

„Hintergrund der Hasstiraden in regierungsnahen Medien ist die Abbildung eines alevitischen Geistlichen neben einem muslimischen, einem christlichen und einem jüdischen in einer Broschüre“, erklärt Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV. Die Stadt Istanbul hatte sie im Auftrag des Oberbürgermeisters Imamoglu im Rahmen des nationalen „Feiertags der Souveränität und des Kindes“ am 23. April veröffentlicht. Die Broschüre mit dem Titel „Der Staat sollte säkularen Charakters sein“ beschreibt die wichtigste Werte der Demokratie. „Imamoglu unterstützt Erdogan immer wieder in seiner nationalistischen Politik und den völkerrechtswidrigen Angriffen auf kurdische, alevitische, christliche und yezidische Bevölkerungsgruppen im benachbarten Syrien oder im Irak“, so Sido. „In seiner Heimatstadt Istanbul zeigt er sich aber toleranter gegenüber Minderheiten. Diese aufgeklärte Haltung gegenüber der alevitischen Glaubensgemeinschaft sollte gestärkt werden.“

Seit der Machtübernahme durch Erdogan und seine islamistische AKP seien alevitische aber auch christliche und yezidische Gemeinschaften in der Türkei zunehmend mit einer Islamisierungspolitik konfrontiert. Das führe zunehmend zu Spannungen zwischen sunnitischen und alevitischen Gläubigen nicht nur in der Türkei. Auch in Deutschland, wo die alevitische Gemeinde bis zu 800.000 Mitglieder umfasst, werde das Verhältnis schwieriger. „In der Türkei ist das staatliche Präsidium für Religionsangelegenheit hauptverantwortlich für die Islamisierung des Landes. In Deutschland übernimmt die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V., kurz DITIB, diese Aufgabe“, erläutert Sido. Dass DITIP im Auftrag der islamistischen AKP in Deutschland agiert, haben kürzlich zwei Gutachten festgestellt, aufgrund derer die hessische Landesregierung am vergangen Dienstag die Zusammenarbeit mit der Organisation in Fragen des islamischen Religionsunterrichtes beendet hat. „In ihren Moscheen wirbt DITIP auch für Erdogans Kriege innerhalb und außerhalb der Türkei“, so Sido.

Gemäß der Formel „Wir sind alle Muslime“ (Hepimiz Müslümaniz) treibe die AKP-Regierung Assimilation und Sunnitisierung voran. Sie lasse beispielweise Moscheen in alevitischen Dörfern bauen. Die etwa 14 bis 20 Millionen Angehörigen der aleviten Religionsgemeinschaft in der Türkei beten jedoch nicht in Moscheen, sondern in sogenannten Cem-Häusern.
red/fis











30.04.2020 • 10:42 Uhr

Schülerbeförderung im Landkreis Northeim: Fahrkosten für Elterntaxis werden in bestimmten Fällen vorübergehend erstattet

Die Schülerbeförderung im Landkreis Northeim wird grundsätzlich im Rahmen des öffentlichen Personennahverkehrs, also mit Linienbussen und Zügen, sichergestellt. Wenn am kommenden Montag auch die Viertklässler wieder in die Schulen müssen, steigt vor dem Hintergrund der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln, die Herausforderung für den Schülertransport mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Busunternehmen sind zwar vorbereitet, jede Schülerin und jeder Schüler der aktuell nicht befördert werden muss, entspannt aber die Situation in den Bussen. Eltern, die ihre Kinder selber zur Schule fahren, können daher vorübergehend eine Erstattung ihrer Fahrkosten erhalten. Das gilt für alle Eltern von Kindern, die bereits jetzt den Anspruch auf eine Sammelschülerzeitkarte haben. Nach der aktuell geltenden Schülerbeförderungssatzung gibt es pro Schultag 0,20 Euro je Kilometer für eine Hin- und eine Rückfahrt. Gelten soll die Regelung zunächst für den Rest des aktuellen Schuljahres. Für die Antragstellung wird es demnächst einen Vordruck geben, der über die Internetseite des Landkreises Northeim abrufbar sein wird.

„Zur Vermeidung von Verkehrsproblemen bitte ich die Eltern, nur kurz für das Aussteigen zu stoppen und auf langwierige Abschiedsrituale zu verzichten“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel mit Blick auf die Verkehrssituation vor den Schulen. Auch sollten die Eltern erhöhte Vorsicht walten lassen und Rücksicht auf die übrigen Verkehrsteilnehmer nehmen.

Ansprechpartner (Kontakt für Eltern) in der Kreisverwaltung sind Kathrin Ben Saad (05551 7083649) oder Michael Klindt (05551 708362). Nach Möglichkeit sollte die Kontaktaufnahme aber über die E-Mail-Adresse schuelerbefoerderung@landkreis-northeim.de erfolgen.lpd











30.04.2020 • 10:30 Uhr

Nach der Festspiel-Absage: Förderverein in der Offensive! Appell und Bitte an Mitglieder: Gekaufte Eintrittskarten in Spenden umwandeln! Kulturelles Alternativprogramm für Herbst/Winter 2020/21 - Mitgliedertreffen im Juni abgesagt

Der Förderverein der Bad Gandersheimer Domfestspiele ist nach der Absage des Theaterfestivals aufgrund der Corona-Krise (wir berichteten) sofort in Offensive gegangen. Kein Lamento, sondern eine konstruktive Vorgehensweise hat soeben der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Hinrich Bönicke, gemeinsam mit Intendant Dr. Achim Lenz in einem Brief an alle Mitglieder des Vereins zu Papier gebracht.
Das Dokument liegt dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group im Original vor. Es enthält wichtige Informationen. Ihr Inhalt ist eine klare Manifestation im Geiste der Ziele des Förderverein. Das Gandersheimer Freilichttheater nach allen zur Verfügung stehenden Kräften und Kreativität zu fördern. In der jetzigen Lage bedeutet das Bestandsschutz und Zukunftssicherung.
Dem dient Dr. Bönickes unmissverständlicher Appell an die Solidarität der Mitglieder und aller Freunde des Festspieltheaters. Seine Bitte: Die bereits gekauften Eintrittskarten für diese (jetzt abgesagte Saison) in Spenden umwandeln zu lassen. Viele Fans haben diese Variante bereits diskutiert, erwogen und wollen das wohl so tatsächlich machen.
Die weiteren von Dr. Bönicke übermittelten Botschaften besagen, dass die im Juni traditionell anstehende Mitgliederversammlung abgesagt werden musste. Spannend seine Ankündigung, die vom Intendanten persönlich unterschrieben ist, dass ein alternatives Kulturprogramm der Gandersheimer Domfestspiele im Herbst/Winter 2020 zu erwarten sein darf. Das alles macht Mut und wird den Gandersheimer Domfestspielen in diesen komplizierten Corona-Krisenzeiten hoffentlich ein Stück weit gut tun.
red/fis/Archivfotos: Thomas Fischer/Screenshot: Mitgliederbrief
















30.04.2020 • 10:25 Uhr

Bürgerinnen und Bürger können Anregungen und Einwände einbringen - Fauna-Flora-Habitat-Gebiete im Solling sollen Naturschutzgebiete werden

Der Landkreis Northeim möchte mehrere Gebiete im Solling unter Schutz stellen und sie als Naturschutzgebiete ausweisen.
Durch das Bundesnaturschutzgesetz ist der Landkreis als Untere Naturschutzbehörde verpflichtet, eigene Schutzgebiete auszuweisen. Hintergrund ist die Umsetzung der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie). Hierdurch soll ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union entstehen, das auch unter dem Namen „Natura 2000“ bekannt ist.
Die Ausweisung dient dem Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer natürlichen Lebensräume, der in Verordnungen festgeschrieben werden soll. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt der Landkreis Northeim aktuell, die FFH-Gebiete im Bereich des Sollings zu sichern. Es handelt sich dabei um parallel laufende Verfahren zu folgenden Gebieten:
- Moore und Wälder im Hochsolling (ohne Hellental)
- Wälder im östlichen Solling
- Wälder im Solling bei Lauenberg
- Wälder im südlichen Solling
- Wald am Großen Streitrodt bei Delliehausen
- Wälder am Schäferstein und am Hohen Rott bei Verliehausen

Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, etwaige Einwände gegen oder Anregungen für die Verordnung des jeweiligen Gebietes vorzubringen. Eine Beteiligung ist ab Montag, 4. Mai 2020, bis zum 4. Juni 2020 schriftlich per E-Mail an naturschutz@landkreis-northeim.de oder an den FB 44 - Regionalplanung und Umweltschutz, Medenheimer Str. 6/8, 37154 Northeim möglich. Die Unterlagen können ab Montag auf der Homepage des Landkreises Northeim, in der Kreisverwaltung des Landkreises Northeim (Telefon 05551/708-139 oder -140) oder bei den gebietsbezogenen Städten und Gemeinden eingesehen werden. Wenn Sie die Unterlagen vor Ort einsehen möchten, ist aufgrund der aktuellen Lage eine vorherige telefonische Kontaktaufnahme notwendig.
Nachdem die Einwände abgewogen worden sind, werden die Verordnungen im Ausschuss für Bau, Umwelt und Regionalplanung, dem Kreisausschuss und abschließend im Kreistag beraten. Sie würden dann mit Veröffentlichung im Amtsblatt des Landkreises Northeim in Kraft treten.lpd


Zum Bild: Exmoorponys des Hutewald-Projektes im FFH-Gebiet „Wälder im südlichen Solling“. Foto: Landkreis Northeim












30.04.2020 • 10:22 Uhr

Tourismus im Februar 2020: Corona-Krise macht sich schon negativ bemerkbar

Im Februar 2020 zeigten sich im niedersächsischen Tourismus erste negative Auswirkungen der Corona-Pandemie. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) auf der Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilt, checkten im Februar insgesamt knapp 890.000 Gäste in niedersächsischen Quartieren ein, das waren 6,8% mehr als im Februar des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 8,3% auf nahezu 2,4 Millionen.

Die schweren Einbrüche aus März 2020 und April 2020 werden diese Statistik brutal verändern.


Zurück zu den Februar-Zahlen:
Auch die Zahl der Gäste aus dem Ausland nahm zu. Mit fast 90.000 ausländischen Gästen kamen 9,8% mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Sie buchten mehr als 222.000 Übernachtungen, ein Plus von 9,2%. Auffallend war im Februar, dass die Zahl der Gäste aus der Volksrepublik China und Hongkong und ihre gebuchten Übernachtungen stark rückläufig waren. Mit nur 487 Gästen (-66,2%) und 1.642 Übernachtungen (-54,1%) zeigen sich hier die ersten Anzeichen nachlassender Reiseaktivität in dem Land, in dem die Corona-Krise ihren Anfang nahm.

In den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 kamen insgesamt mehr als 1,6 Millionen Gäste nach Niedersachsen. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,8% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen legte um 4,4% auf über 4,4 Millionen zu.
red/fis











30.04.2020 • 09:29 Uhr

Die Grausamkeit der eingesperrten Senioren angehen: Kirchen und Ärzte stellten gemeinsame Corona-Initiative vor

Seit Wochen sind Seniorinnen und Senioren in Pflege- und Betreuungseinrichtungen eine brutalen Ausgangssperre wegen der Corona-Krise ausgeliefert. Sie dürfen nicht nach draußen. Sie dürfen keinen Besuch empfangen. Von verzweifelten Versuchen nächster Angehöriger, die ihre Lieben besuchen und ihnen etwas menschliche Nähe, Wärme und Zuneigung zukommen lassen möchte, wird in diesen Corona-Tagen informell und losgelöst von öffentlichen Verlautbarungen immer öfter berichtet. "Ich darf nicht zu meiner Mutter, ihr nicht die Haare kämmen und ihre Fingernägel schneiden, wie ich es für sie immer gemacht habe... Wer macht das denn jetzt?", schildert Marieluise Gertkämper (45) aus Seesen ihre ganz persönliche, zutiefst traurige und deprimierende Situation. "Was diesen eingesperrten Menschen jetzt an seelischer Grausamkeit angetan wird ist schlimmer als dieser verdammte Corona-Virus...".

Angesichts der solcher Zustände regt sich in der Zivilgesellschaft weiter Widerstand gegen die umstrittenen Kontaktsperren und Ausgangsverbote. Es laufen Bemühungen, die beschriebene und ähnliche Situationen aufzunehmen und Hilfsangebote zu entwickeln.

Kirchen und Ärzte stellten am gestrigen Mittwoch in Hannover eine Initiative vor, die gesellschaftliche und soziale Folgen der Corona-Pandemie stärker in den Blick nehmen will. Dabei geht es besonders um alte, kranke, pflegebedürftige und sterbende Menschen, denen aus Sicht der Initiatoren eine seelsorgerliche Begleitung ermöglicht werden muss. Auch die Situation der Wohnungslosen oder von Menschen, die häusliche Gewalt erleiden, werde zunehmend schwieriger. Diese Gruppen bräuchten dringend und baldigst mehr Unterstützung. red/fis/epd










30.04.2020 • 09:06 Uhr

Neue Maskenpflicht führt zu Eskalation im Bus

Zwei ungewöhnliche Einsätze hat die neue Maskenpflicht der Polizei Höxter am Dienstag, 28. April, beschert. In einem Linienbus von Höxter-Fürstenau nach Höxter hatte sich gegen 10 Uhr ein Streit zwischen einem Fahrgast und einem Busfahrer entwickelt, da sich der 46-jährige Fahrgast beharrlich weigerte, eine Gesichtsmaske anzulegen und nach eigenen Angaben auch keine dabei hatte.

Zur Schlichtung des Streites wurden an einer Bushaltestelle in Höxter-Brenkhausen Beamte der Polizei Höxter hinzugerufen. Sie konnten den Fahrgast zunächst beruhigen und stellten ihm sogar eine Gesichtsmaske zur Verfügung, so dass die Busfahrt schließlich fortgesetzt werden konnte.

Am Bahnhof in Höxter angekommen, sprach der Fahrgast den 60-jährigen Busfahrer noch einmal an, wodurch sich abermals ein Streit entwickelte, in dessen Verlauf der 46-Jährige den Busfahrer unvermutet ins Gesicht schlug. Daraufhin flüchtete der Fahrgast in Richtung Weserunterführung/Wendeplatz, konnte dort aber von den abermals hinzugerufenen Polizeibeamten schnell gefasst werden. Da er sich weiterhin sehr aggressiv verhielt und sich gegenüber den Beamten zur Wehr setzte, wurde er zu Boden gebracht, vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam abgeführt.

Bei der weiteren Überprüfung und erkennungsdienstlichen Behandlung stellte sich heraus, dass der 46-Jährige in polizeilicher Hinsicht kein Unbekannter ist und mittlerweile mehrere Verfahren gegen ihn anhängig sind. Nun kommt eine weitere Strafanzeige wegen Körperverletzung hinzu. /nig/Symbolbild











30.04.2020 • 08:47 Uhr

"Tag der Arbeit" am 1. Mai: Virtuell solidarisch - SPD Einbeck zieht Fahnen an Balkonen und Fenstern auf - Und danach ein Einbecker-Mai-Bockbier zu Zweit!

In Zeiten der vom Staat verordneten Veranstaltungs- und Kontaktverbote, um die Corona-Krise nicht ausufern zu lassen, wird es am morgigen freien "Tag der Arbeit" nicht die traditionellen Kundgebungen und Mai-Feiern geben. Treffen mit mehr als zwei Personen sind verboten. Das gilt auch für Wanderungen mit dem Bollerwagen, das Aufstellen von Mai-Bäumen mit Publikum oder den Tanz um selbige. Was tun, um trotzdem dem "Tag der Arbeit" im Sinne seines eigentlichen Ursprungs den widrigen Corona-Umständen entsprechend zu begehen?

Die Gewerkschaft ver.di führt es in diesen Tagen mit starken Motiven vor: die virtuellen Botschaften sind klar in der Ansage und authentisch in der personalisierten Darstellung. Das Credo der Gewerkschaften heißt "Solidarität". In den sozialen Netzwerken wird sie zelebriert.

Und was passiert lokal? In Einbeck beispielsweise hat SPD-Kreistagsabgeordneter und Gewerkschaftsaktivist Peter Traupe sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Als Zeichen der Solidarität wurde von ihm und seinen Mitstreitern eine Urform der Demonstration gewählt und ganz klassisch angekündigt: Wir hängen in Einbeck weiß-rote Fahnen an Balkonen und Fenstern, kündigte Traupe in einem Anzeigenblatt an.

Unser Tipp zum "Feiertag":
Natürlich darf nach dem Aufhängen der Fahne zu Zweit auf den Balkonen mit einem klassischen Einbecker Mai-Bock-Bier angestoßen werden. Das fördert die Solidarität mit dem gebeutelten Einbecker Brauhaus!
red/fis/Screenshots Internet/Eule
















30.04.2020 • 06:39 Uhr

Heute ist Wochenmarkt: Frisches Gemüse und Obst mit Mundschutz einkaufen

Aufgrund des morgigen 1. Mai-Feiertages - der wegen der Corona-Krise nicht in üblicher Form gefeiert werden darf ! - ist der Wochenmarkttag im südniedersächsischen Heilbad Gandersheim auf den heutigen Tag vorverlegt worden. Besonders beachtenswert: Beim Aussuchen von frischem Gemüse, Obst, Fisch- und Backwaren an den Ständen auf der Stiftsfreiheit - direkt an der Südseite der Stiftskirche - sind die zur Zeit noch geltenden Hygieneregeln wie Abstände und Mund-Nasen-Schutz zu beachten. Das soll das Ansteckungsrisiko in Corona-Krisenzeiten eindämmen.red/Foto: Thomas Fischer










29.04.2020 • 20:39 Uhr

Ministerpräsident und Bundesarbeitsminister besuchen Agentur für Arbeit

In Niedersachsen haben rund 74.000 Unternehmen - auch aus Südniedersachsen und Bad Gandersheim - Kurzarbeit angemeldet, viele Betriebe hatten von einem auf den anderen Tag keine Umsätze mehr. Gemeinsam mit dem Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Ministerpräsident Stephan Weil am Montag, 27. April, die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit besucht. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesagenturen und der Jobcenter helfen vielen in Kurzarbeit befindlichen und oft von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen. Ganz herzlichen Dank für Ihren großen Einsatz! Halten Sie durch und bleiben Sie gesund", sagte Weil.red/fis/Foto: Staatskanzlei










29.04.2020 • 20:29 Uhr

Volkswagen beginnt wieder mit Produktion

Nach mehreren Wochen Stillstand aufgrund der Corona-Pandemie ist bei Volkswagen am Montag, 27. April 2020, die Produktion wieder gestartet. Ministerpräsident Stephan Weil stattete dem Stammwerk in Wolfsburg einen Besuch ab. "Ich freue mich sehr, dass Volkswagen Schritt für Schritt die Produktion wieder hochfährt. In vorbildlicher Weise wird dabei der Gesundheitsschutz der Beschäftigten in den Vordergrund gestellt. Betriebsrat und Vorstand haben hier gemeinsam ein Konzept erarbeitet, das seinesgleichen sucht", sagte Weil.
red/fis/Foto: Staatskanzlei










29.04.2020 • 20:05 Uhr

In Sachen Umgestaltung des ehemaligen Bolzplatzes in Clus - Bürger König schreibt Bürgermeisterin Schwarz

In seinem Anliegen einer Umgestaltung des ehemaligen Bolzplatzes in Clus Bürger Claus König ein weiteres Mal aktiv geworden. Dabei handelt es sich erstens um einen vor-Ort-Termin mit einer Repräsentantin der Landwirtschaftskammer Northeim und zweitens um einen offenen Brief an Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Landesgartenschau eGmbH ist. Auf Bitten von Herrn König dokumentieren wir das Schreiben auf den Nachrichtenkälen/Onlinezeitung des Redaktionsnetzwerkes der Fis Work Media Group im Originalwortlaut.

Bürger Claus König (Clus): "Sehr geehrte Frau Schwarz, ich habe mir am 28.April 2020 mit Frau Dr. Becker von der Landwirtschaftskammer Northeim die Fläche des ehemaligen Bolzplatzes Clus angesehen. Frau Dr. Becker hat dazu folgende Vorschläge gemacht:
1. Die Fläche bleibt in dem Zustand, in dem sie jetzt ist und wird als extensives Grünland (ohne Dünger und Pflanzenschutzmittel) genutzt. Ein- bis zweimal jährlich wird die Fläche gemäht.
2. Auf der Fläche entsteht eine Demo-Fläche für die Landesgartenschau. Dies müsste dann noch mit dem Förderverein oder der Geschäftsführung der Landesgartenschau abgestimmt werden.
3. Auf ca. 10 Prozent der Fläche wird eine Hecke angepflanzt und es werden Steinhaufen erstellt, in denen sich Insekten ansiedeln. Auf einer weiteren Teilfläche wird ein mehrjähriger Blühstreifen von mir eingesät. Der Rest bleibt Grünland.
Ich bitte Sie diese Vorschläge zu prüfen und das weitere Vorgehen mit dem Ortsteil Clus abzustimmen. Für weitere Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Claus König.
P.S.: Aufgrund der Corona-Krise werde ich dieses Schreiben über die Presse und die sozialen Medien veröffentlichen.
red/Fotos: Thomas Fischer













29.04.2020 • 19:45 Uhr

Domfestspiele trauern: Ron Holzschuh ist tot

Die Gandersheimer Domfestspiele haben die traurige Nachricht erhalten, dass Ron Holzschuh gestorben ist. Der 50-Jährige spielte 2016 vor dem Domportal den Kardinal im Musical „Die Drei Musketiere“ und den Panos in der Sommerkomödie „Highway to Hellas“.
„Ron war ein kraftvoller und gewissenhafter Musicaldarsteller, der durch seine Erfahrung bei Film- und Fernsehen den Theatersommer vor der Stiftskirche in Bad Gandersheim maßgeblich mitbestimmte“, sagt Intendant Achim Lenz, der damals selbst Regie führte. „Die Proben mit ihm waren sehr intensiv, höchst professionell und kreativ.“
Ron Holzschuh hat in Fernsehserien wie „Verbotene Liebe“ oder „In aller Freundschaft“ mitgespielt. Zuletzt war er in der RTL-Vorabendserie „Alles was zählt“ zu sehen. Nach seiner Tischlerlehre hatte Holzschuh Gesang, Tanz und Schauspiel studiert. Seine Engagements führten ihn an die großen deutschen Theater in Köln, Düsseldorf und München. Seinen größten Bühnenerfolg feierte er im Kultmusical „Saturday Night Fever“ in Köln, das er mehr als 1000 Mal spielte.
Die Gandersheimer Domfestspiele werden Ron Holzschuh nicht vergessen. „Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen“, sagt Intendant Achim Lenz.


Zum Bild: Ron Holzschuh (vorne, Mitte) in der Inszenierung von „Highway to Hellas“ 2016 auf der Festspielbühne in Bad Gandersheim.
Foto: Gandersheimer Domfestspiele gGmbH / Hillebrecht











29.04.2020 • 17:04 Uhr

Raub auf einen Taxifahrer Zeugenaufruf - Täter trugen Mund-Nase-Masken

In der Nacht vom 27.April 2020 auf den 28.April .2020 raubten drei unbekannte Täter an der Jahnswiese in Hildesheim eine Geldbörse eines Taxifahrers. Den Ermittlungen zufolge stiegen die unbekannten Männer kurz nach 01:00 Uhr in das Taxi am Hindenburgplatz ein und ließen sich zur Jahnswiese chauffieren. Nach nur wenigen Minuten stand das Fahrzeug am Zielort und der Taxifahrer gab an, dass sie nun den Fahrpreis zahlen müssen. Daraufhin stieg ein Fahrgast aus und lief um das Fahrzeug. Er öffnete die Fahrertür, zerrte den 29-jährigen Taxifahrer aus dem Auto und gab sinngemäß an, dass sie den Betrag nicht zahlen werden. Anschließend liefen alle drei Männer in Richtung Galgenberg, Trampelpfad davon.

Das Opfer rief sofort die Polizei und stellte dann das Fehlen der Geldbörse fest. In der Geldbörse befand sich eine dreistellige Bargeldsumme sowie persönliche Dokumente.

Eine sofort eingeleitete Fahndung mittels diversen Streifenwagen der Polizeiinspektion Hildesheim und eines Polizeihubschraubers führten nicht zur Ergreifung der Täter.
Die Männer beschrieb der Fahrer wie folgt:
1.Person, Männlich, etwa 30 Jahre, ca. 1,75 Meter, lockiges Haar, evtl "Raster", stämmige Figur.

Dieser Täter trug eine rote Adidas-Jacke und eine dunkelblaue Jogginghose. Zudem führte er einen Kamera-Rucksack der Fa. CANON mit. Zu den anderen beiden Tätern konnte er nur angeben, dass ein Täter ca. 1,80 m und einer 1,70 Meter groß waren.
Das Opfer teilte zudem mit, dass es sich bei den Tätern vermutlich um osteuropäische Männer gehandelt habe. Weiterhin hätten die Beschuldigten allesamt von Beginn der Fahrt an eine Schutzmaske über Mund und Nase getragen.

Die Ermittler des 2. Fachkommissariats suchen Hinweisgeber, denen die drei Täter in der Innenstadt oder in dem Bereich Hindenburgplatz in der letzten Nacht aufgefallen sind. Außerdem bitten sie Zeugen, die aufgrund der Beschreibung Hinweise zu den Tätern geben können, sich bei der Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 05121-939-115 zu melden. kri











29.04.2020 • 16:55 Uhr

Heute in Göttingen: Fußgängerin wird von Radfahrer angefahren und stürzt: schwerverletzt in Klinik gebracht

Bei einem Verkehrsunfall in der Göttinger Innenstadt ist am Mittwochmittag (29.04.20) gegen 11.55 Uhr eine Fußgängerin schwer verletzt worden. Nach gegenwärtigem Stand der Ermittlungen wurde die 67 Jahre alte Frau aus Göttingen beim Überqueren der Zindelstraße in Höhe der dortigen Bushaltestelle aus bislang noch nicht genau geklärter Ursache von einem in Richtung Groner Straße fahrenden Radfahrer erfasst. Der 54-jährige Göttinger soll noch versucht haben, der Frau auszuweichen, um eine Kollision zu verhindern. Beide stürzten schließlich auf die Straße. Dabei wurde die 67-jährige Frau am Kopf verletzt. Ein Rettungswagen brachte sie zur Behandlung ins Krankenhaus.jk










29.04.2020 • 16:45 Uhr

Die Polizei gibt beste Hinweise zum Thema Abwehr und Vorsicht bei "Corona-Betrug"

Immer wieder gelingt es Betrügern mit verschiedenen Maschen (z.B. Enkeltrick, falscher Polizeibeamter, falsche Wasserwerker) an das Ersparte oder an Wertgegenstände unserer älteren Mitbürger zu gelangen. Die Bekämpfung der Straftaten zum Nachteil älterer Mitmenschen bildet einen Schwerpunkt bei der polizeilichen Arbeit.

Seit Beginn der Corona-Pandemie versuchen Betrüger, diese für sich auszunutzen. Bekannt geworden sind Fälle aus dem Bundesgebiet, in denen die Täter sich am Telefon z.B. als Angehörige von Seniorinnen und Senioren ausgeben und vortäuschen, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Anschließend fordern sie Geldsummen, die sich zum Teil im fünfstelligen Bereich bewegen, um damit entsprechende Medikamente bezahlen zu können.

Für den Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim sind bisher keine Betrugstaten in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden.

Mit dem Ziel, diesen Taten vorzubeugen, wurde von Kriminalhauptkommissarin Gabriele Freier, Leiterin des Präventionsteams der Polizei Hildesheim, in Kooperation mit Pia Bunsmann, Sachbearbeiterin Prävention der Polizeidirektion Göttingen, ein Flyer entworfen, der insbesondere auf die Gruppe der Seniorinnen und Senioren abzielt.

Diese Flyer werden in Kürze Pflegediensten in Stadt und Landkreis Hildesheim zur Verfügung gestellt, um von dort an die Zielgruppe ausgehändigt zu werden.

Im Flyer werden drei Maschen von Betrügern vorgestellt. Es handelt sich im Einzelnen um die Themen: "Enkeltrick: Neue Masche mit Corona!", "Falsche Mitarbeiter von Behörden!" sowie "Vorsicht: Hilfsangebote von Fremden". Dabei werden Vorgehensweisen von Tätern kurz erläutert sowie Tipps und Hinweise gegeben, wie man sich schützen kann.

Der Flyer ist im PDF-Format an die vorliegende Presseinformation angehängt.

Wichtig erscheint nach wie vor, dass auch Angehörige, Freunde und Bekannte von älteren Mitmenschen mit diesen über die perfiden Maschen der Betrüger sprechen und sie informieren, damit Täter möglichst keinen Erfolg mit ihren Machenschaften verzeichnen können. jpm/Foto: Polizei











29.04.2020 • 16:30 Uhr

6,25 Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen - Auch Geld für Luhebach (Altgandersheim) und Aue (Kalefeld) von 2021 bis 2024

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat am März den dritten Vertrag zum Sondervermögen „Hochwassserschutz“ unterzeichnet. Damit stehen im Einzugsgebiet der Oberen Leine fünf Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen bereit. Vertragspartner sind die Gemeinden der „Gebietskooperation Hochwasserschutz Obere Leine “ sowie der Leineverband, welcher die Projektleitung für die Gebietskooperation übernimmt.
Durch die Fördersumme von fünf Millionen Euro sollen zunächst fünf priorisierte Vorhaben umgesetzt werden. Die Förderung durch das Land Niedersachsen beträgt hierbei 80 Prozent, sodass sich eine Gesamtinvestitionssumme von 6,25 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Kooperationsgebiet ergibt.

Luhebach in Altgandersheim

Für die Jahre 2021 / 2022 ist die Umsetzung einer Maßnahme an der Aue in Kalefeld sowie einer weiteren Maßnahmen am Luhebach in Altgandersheim vorgesehen.

In Kalefeld soll durch Abgrabungen im Umland der Aue die Ortslage vor Hochwässern geschützt werden. Durch Umverlegung und Freilegung eines verrohrten Gewässerabschnitts in Altgandersheim soll neben dem Hochwasserschutz auch eine signifikante Verbesserung der Gewässerökologie im Bereich der Einmündung des Luhebachs in die Gande erreicht werden.

Bis zum Jahr 2024 sollen des Weiteren der Neubau einer Brücke mit vergrößertem Abflussquerschnitt in Kalefeld an der Aue, die Ertüchtigung und Neuerrichtung der Hochwasserschutzdämme entlang der Leine in Niedernjesa sowie der bauliche Hochwasserschutz des Stadtgebiets der Ortschaft Gronau an der Leine umgesetzt werden.

Die Planungen für mehr als ein Dutzend weiterer Hochwasserschutzprojekte sollen im Verlauf der Förderperiode so weit vorangetrieben werden, dass diese durch Fortführung der Gebietskooperation in den Jahren nach 2024 umgesetzt werden können.

Sondervermögen eröffnet Möglichkeiten

„Durch das Sondervermögen haben die Kommunen die Möglichkeit dringend notwendige Hochwasserschutzmaßnahme mit einem sehr geringen Eigenanteil umzusetzen“, führt Leineverband-Geschäftsführer Jens Schatz aus und erläutert weiter: „Gerade in der aktuellen Lage ist diese hohe Förderung notwendig, um die Kassen der Gemeinden zu entlasten und ihnen dennoch die Möglichkeit zu bieten, regional zu investieren.“ red/fis

Die Bilder zeigen den Minister bei einem Besuch 2018 in Altgandersheim. Fotos: Thomas Fischer














29.04.2020 • 16:22 Uhr

geMAInsamstark – Der 96plus-Spendenmonat

Die Corona-Virus-Krise stellt die ganze Welt vor neue, ungeahnte Aufgaben, die es solidarisch zu bewältigen gilt. Auch in Hannover ist gesellschaftlicher Zusammenhalt gefordert. Im kommenden Monat wird sich 96plus, die CSR-Initiative von Hannover 96, über das Tagesgeschäft hinaus noch stärker sozialen Einrichtungen und bedürftigen Menschen widmen. Unter der Kampagne #geMAInsamstark werden Aktionen gebündelt und neu ins Leben gerufen, die mehrere Einrichtungen übergreifen und alle ein Ziel haben: dort zu helfen, wo aktuell Hilfe dringend notwendig ist.

Dabei werden in Zusammenarbeit mit der Caritas und dem diakonischen Werk aus Hannover gezielt soziale Einrichtungen und Unterkünfte wöchentlich von Mitarbeitern von Hannover 96 und 96plus-Hauptpartner Clarios besucht und mit aktuell benötigten Sachspenden unterstützt: Kleidung, Hygiene- und Drogerieartikel, Kaffee und Softgetränke. Ein ganz tolles Zeichen: Auch engagierte Fans der Roten haben ihre Mithilfe bei der Gemeinschaftsaktion bereits fest zugesagt.

Darüber können alle 96-Anhänger die groß angelegte Kampagne zusätzlich unterstützen. Für jeden Einkauf ab 30 Euro in den beiden Fanshops, im Onlineshop oder bei der Buchung von besonderen, exklusiven Paketen und Gutscheinen der 96-Fußballschule spendet 96plus 5 Euro an eine soziale Einrichtung. Hier können die Fans am Ende selbst entscheiden, wem 96plus diese Spende zukommen lassen soll. Ganz nach dem Motto: „Deine Wahl – unsere Spende!“.

96plus engagiert sich seit 2016 als soziale Initiative von Hannover 96 und setzt hier auf die vier Säulen, die den Rahmen der zu unterstützenden Projekte definieren. Neben „Sport und Bewegung“ werden die Bereiche „Kinder und Jugend“, „soziale Inklusion“ sowie „Bildung und Kultur“ gefördert. Seit der ersten Stunde wird 96plus hier tatkräftig von seinem Hauptpartner Clarios unterstützt. So macht auch das Engagement von Clarios den 96plus-Spendenmonat erst möglich. Im Zuge der #geMAInsamstark-Kampagne fördert Clarios in der Region Hannover zusätzlich die Digitalisierung in den Schulen und leistet hier mit Spenden in Form von iPads für die Grundschule Wilhelm Schade praktische und pragmatische Hilfe.

Dr. Christian Rosenkranz, Geschäftsführer bei Clarios EMEA:
„96plus hat sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Partner für soziale Projekte in der Region Hannover etabliert. Diese Unterstützerrolle möchten wir insbesondere in der aktuellen Situation erfüllen und gemeinsam mit unserem 96plus-Netzwerk gezielt an soziale Brennpunkte herantreten, die durch das Coronavirus entstanden sind oder noch verschlimmert wurden.“

Josip Grbavac, Bereichsleiter Marketing bei Hannover 96: „Wir erleben gerade historische Zeiten, die für viele von uns sehr herausfordernd sind. Derzeit bekommen wir mehr denn je vor Augen geführt, wie sehr wir alle voneinander abhängig sind. Wir werden die schwierigen Aufgaben, die vor uns liegen, nur solidarisch, gemeinsam und positiv denkend bewältigt bekommen. Daher wollen wir uns jetzt noch mehr denn je um diejenigen kümmern, die es besonders schwer haben, ihren Alltag zu gestalten. Wir danken allen, insbesondere Clarios, die uns dabei unterstützen.“
Über Clarios: Als Konzern ist für uns weltweit ein Engagement für soziale Projekte von besonderer Bedeutung. Wir sind in rund 150 Ländern präsent. An jedem dieser Standorte sind unsere etwa 150.000 Mitarbeiter sozial engagiert, sie sammeln Spenden und sie packen selber mit an. Hier in Hannover haben wir unsere Europazentrale. Auch hier nehmen wir die soziale Verantwortung ernst. Daher fördern wir gemeinsam mit 96plus Projekte, die finanzielle Unterstützung brauchen, die aber oftmals auch viel mehr Aufmerksamkeit verdient haben.
Über 96plus: Fußball ist mehr als nur ein Spiel. Und Hannover 96 ist mehr als nur ein Sportverein. 96 ist über ein Jahrhundert lang gelebte Emotion und konnte in seiner traditionsreichen Geschichte immer auf seine Unterstützer zählen – in guten wie in schweren Zeiten. Dabei galt und gilt auch jetzt immer die Devise: Mit vereinten Kräften schaffen wir es. Ganz dem Motto: Niemals allein! Wir alle sind Hannover 96, das verbindet uns, bringt uns zusammen.

Ein Plus steht genau für dieses „Verbinden“, „Zusammenbringen“ und für „mehr“. Genau hier setzen wir an. Wir alle zusammen können weitaus mehr als „nur“ unserer Liebe zum Fußball nachzugehen. Gemeinsam schaffen wir es leichter, uns Herausforderungen zu stellen und erfolgreich zu lösen. Gemeinsam können wir positive Energie erzeugen und Glücksmomente erleben. Was für den einzelnen schwer erscheinen mag, schaffen wir als Kollektiv. Wenn wir unsere Kräfte vereinen, erreichen wir vieles – auf dem Spielfeld und in unserer Gesellschaft. 96plus sind wir alle und unser Engagement geht weit über 90 Minuten hinaus.
Mit 96plus haben wir ein Netzwerk geschaffen, in dem sich alle einbringen können: Fans, Mannschaft, Sponsoren, Mitarbeiter und Freunde. Wir wollen gemeinnützige Projekte, Organisationen und Aktionen, aber auch einfach nur gute Gedanken und gute Taten fördern. Denn wir wissen, welche Stärken und positiven Kräfte in unserer großen Gemeinschaft stecken.
96plus – gemeinsam stark. Niemals allei










29.04.2020 • 16:14 Uhr

Tablets für Niedersachsens Pflegeheime - Projekt „Videosprechstunde" startet

Sozialministerin Carola Reimann: Mit der Videoprechstunde schützen wir die Pflegebedürftigen, und wir ermöglichen ihnen Kontakte in schwierigen Zeiten

Die regelmäßige ärztliche Betreuung der Heim-Bewohnerinnen und Bewohner ist vor allem in Zeiten der Corona-Krise unerlässlich. Damit diese künftig mittels Videosprechstunde stattfinden kann, wird das Land die rund 1400 Pflegeheime in Niedersachsen mit Tablets ausstatten. Auch in Südniedersachsen und Bad Gandersheim. Hausärztinnen und Hausärzte können somit schon ab Mai zu ihren Patientinnen und Patienten in den Heimen Kontakt aufnehmen, ohne sie dem Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus auszusetzen. Den Start der Videosprechstunde Niedersachen bereits zum
1. Mai geben heute Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann und der Vorstandsvorsitzende der AOK Niedersachsen, Jürgen Peter, bekannt.

„Wir sehen, dass das Coronavirus insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen eine große Gefahr darstellt. Mit der Videosprechstunde ermöglichen wir, dass die Pflegebedürftigen in dieser schwierigen Zeit weiter in direktem Kontakt mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt bleiben können, ohne durch deren Besuch einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt zu sein", erklärt Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann: „Mit Hilfe der Tablets sehen die Pflegebedürftigen ihre Ärztin bzw. ihren Arzt, können mit ihr bzw. ihm sprechen. Das wird ihnen gut tun. Und wir ermöglichen, dass außerhalb der Videosprechstunde zum Beispiel via Skype mit den Angehörigen gesprochen werden kann - auch das ist eine wichtige Maßnahme, um der durch das Besuchsverbot entstandenen sozialen Isolation entgegenzuwirken."

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, betont: „Die angemessene Versorgung von Bewohnern in Pflegeheimen während der Coronavirus-Pandemie ist eine große Herausforderung, die besondere Schutzmaßnahmen erfordert. Es ist wichtig, dass der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt auf ein Minimum beschränkt wird. Mithilfe von Videosprechstunden können Vor-Ort-Kontakte zum Schutz und für die Entlastung aller Beteiligten auf ein notwendiges Maß reduziert werden. Zugleich wird die ärztliche Versorgung gesichert. Wir freuen uns, dass wir das Projekt „Videosprechstunden im Pflegeheim" in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Sozialministerium, der vitaphone GmbH und den niedersächsischen Pflegeverbänden schnell und unbürokratisch umsetzen konnten."

Die Videosprechstunde, mit der die ambulante ärztliche Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Pflegeeinrichtungen sichergestellt wird, wird von Land und Pflegekassen gemeinsam finanziert. Das Land steuert gut 200.000 Euro für die Ausstattung der Pflegeheime mit Tablets und der von einem Dienstleister bereitgestellten Plattform Tele-Konsil bei.
red/fis

Einrichtungen, die ein solches Gerät und die Software haben wollen, werden damit kurzfristig ausgestattet.

Die beteiligten Hausärztinnen und Hausärzte erhalten die Software für die Projektlaufzeit bis Ende September kostenlos.

Das Projekt sieht außerdem eine Förderung der in der jeweiligen Pflegeeinrichtung benötigten Infrastruktur zur Durchführung der digitalen Sprechstunde vor. Darüber hinaus können die Tablets auch für die persönlichen Kontakte der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner mit ihren Familienangehörigen genutzt werden, zum Beispiel via Skype.

Bis zum 30. Juni 2020 können interessierte Pflegeeinrichtungen die Förderung bei der AOK Niedersachsen beantragen. Weitere Informationen sind auf der Homepage der AOK Niedersachsen https://www.aok.de/pk/niedersachsen/ zu finden.

Die Förderung erfolgt aus Mitteln des „Sondervermögens für den Ausbau von Hochleistungsfähigen Datenübertragungsnetzen und für Digitalisierungsmaßnahmen" des Landes Niedersachsens und aus Mitteln der Pflegeversicherung nach § 8 des
11. Sozialgesetzbuches.

Die Videosprechstunde ist auch ein Baustein der Konzertierten Aktion Pflege Niedersachsen (KAP.Ni), die Ministerin Carola Reimann vergangenes Jahr zusammen mit den maßgeblichen Akteurinnen und Akteuren in der Pflege gestartet hatte.

Die KAP.Ni setzt neben der Verbesserung der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte u.a. auch auf den Einsatz digitaler Technik, um Prozesse und Arbeitsabläufe in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten zu optimieren.

Ein Ziel der KAP.Ni war es dabei, die zur Verfügung stehenden Mittel aus den Förderprogrammen nach § 8 Abs. 8 SGB XI systematisch für die Pflege in Niedersachsen zu nutzen. Das wird durch die Unterstützung des Landes jetzt möglich. Der Bund bezuschusst im Rahmen des Programms Projekte lediglich mit 40 Prozent der Kosten. 60 Prozent müssten die Träger aus Eigenmitteln finanzieren. Das Land trägt für die Videosprechstunde den prozentualen Anteil in Gänze.












29.04.2020 • 16:10 Uhr

Polizeieinsatz im Rahmen häuslichen Streits eskaliert - Polizist feuert zwei Schüsse ab - Zwei Polizeibeamte verletzt, 26-jähriger Verursacher verstorben

Am gestrigen Abend kurz vor 18.00 Uhr bekam das Polizeikommissariat Sarstedt einen Notruf im Rahmen eines häuslichen Streits aus dem Landkreis.
Das meldende Paar gab an, dass ihr 26-jähriger Sohn dabei sei, die Haustür einzutreten und man Angst vor ihm habe. Eine 23-jährige Beamtin und ihr 58-jähriger Kollege trafen kurz darauf vor Ort ein.

Der 26-Jährige, der bereits über den gesamten Tag verteilt durch diverse Straftaten aufgefallen sein soll, soll im weiteren Verlauf beide Beamte mittels einer Forke angegriffen und erheblich verletzt haben. Im Rahmen des Kampfgeschehens soll der 58-jährige Beamte zwei Schüsse auf die Beine des 26-Jährigen abgegeben haben, die die Auseinandersetzung beendet haben. Der 26-Jährige wurde im weiteren Verlauf ins Krankenhaus eingeliefert, wo er noch am gestrigen Abend verstarb.

Da die Todesursache ungeklärt ist, weil die Kugeln tatsächlich nur den unteren Bereich des Körpers getroffen haben, hat die Staatsanwaltschaft Hildesheim die Obduktion angeordnet. Die Beamten konnten das Krankenhaus nach Behandlung ihrer Verletzungen wieder verlassen. Ihre Verletzungen sollen ebenfalls rechtsmedizinisch begutachtet werden.
Die Polizeiinspektion Göttingen hat aufgrund der Beteiligung der Beamten aus dem Bereich der hiesigen Polizeiinspektion die Ermittlungen aufgenommen.ots












29.04.2020 • 13:58 Uhr

Neue Schwerpunkte bei Digitalisierungsmaßnahmen geplant - Mehr Zuschüsse für Home-Office-

Der Maßnahmenfinanzierungsplan Digitalisierung soll an die aktuellen Herausforderungen durch das Corona-Virus angepasst werden. Das hat das Kabinett am gestrigen Dienstag beschlossen.

Das Wirtschaftsministerium erhält zusätzlich 15 Millionen Euro für das erfolgreich laufende Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen. Das Programm wird um Zuschüsse für Home-Office-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik erweitert, um einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu leisten. Das Sozialministerium wird die Digitalisierung in Alten- und Pflegeheimen sowie in vergleichbaren Einrichtungen beschleunigen und zieht dafür Mittel aus kommenden Haushaltsjahren vor. Das Justizministerium wird den elektronischen Rechtsverkehr und die elektronische Aktenführung schneller als bisher geplant einführen und hat daher die bisher im Haushaltsjahr 2021 eingeplanten Ansätze in voller Höhe auf 2020 vorgezogen.

Die Corona-Situation zeigt, wie wichtig ein schneller Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitswesen, in der Wirtschaft und in der öffentlichen Verwaltung ist, sagt Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die Corona-Krise - so schlimm sie auch ist - ist ein Turbo für die Digitalisierung. Die Motivation ist massiv gestiegen, es wird mehr gewagt und ausprobiert. Ich erwarte, dass Home-Office, Videokonferenzen und E-Learning auch künftig mehr zum Alltag gehören werden und die gestiegene Nachfrage nach Telemedizin und digitalen Dienstleistungen dauerhaft hoch bleibt."

Seit Oktober 2019 steht ein Gesamtbetrag von einer Milliarde Euro für die Digitalisierung der niedersächsischen Wirtschaft und Gesellschaft als Sondervermögen Digitalisierung zur Verfügung. Die daraus finanzierten Digitalisierungsprojekte sind im Maßnahmenfinanzierungsplan beschrieben, der nach dem Sondervermögensgesetz jährlich fortzuschreiben und vom Kabinett zu beschließen ist.

Der Maßnahmenfinanzierungsplan wird gemäß Sondervermögensgesetz am 11. Mai 2020 dem IT-Planungsrat zur Zustimmung und am 20. Mai 2020 den Mitgliedern des Ausschusses für Haushalt und Finanzen zur Kenntnis zugeleitet.
red/











29.04.2020 • 13:51 Uhr

Vandalismus am Ex-Hotel am See Bad Gandersheim: Jetzt bei Polizei angezeigt

Die Gandersheimer Polizei berichtet soeben: Bereits im Zeitraum 15. April bis 21. April 2020 hat es eine Sachbeschädigung gegeben. Durch den Eigentümer vom Hotel am See wurde festgestellt, dass eine Sicherheitsscheibe vom Hotelrestaurant mittles Steinwurf beschädigt wurde (wir berichteten). Die Scheibe splitterte und der nun angerichtete Schaden wurde auf 1000 Euro geschätzt.
Zeugenhinweise und sachdienlienlich Hinweise bitte an das Polizeikommissariat Bad Gandersheim, Telefon 05382 919200, melden.Me










29.04.2020 • 13:45 Uhr

Erster Kreisrat Jörg Richert zu Gast im Webtalk bei Christian Grascha

Erneut lädt der Einbecker Landtagsabgeordnete Christian Grascha zum Webtalk per Skye ein. Am Montag, 4. Mai 2020, wird der FDP Abgeordnete aus Einbeck den Ersten Kreisrat des Landkreises Northeim als Gast in seinem Webtalk begrüßen. „Herausforderungen an den Landkreis“ lautet der Titel des 3. Webtalkes von Christian Grascha.

Den Kommunen und den Landkreisen kommt in Zeiten der Corona Krise eine immense Bedeutung zu. An Ihnen liegt es letztendlich die Verordnungen umzusetzen und die beteiligten Einrichtungen, aber auch Unternehmen und Selbstständige zu beraten und zu unterstützen. Die Beschaffung ausreichender Mengen Schutzausrüstungen für Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen nimmt viel Zeit und Raum ein. Die Öffnung der Schulen fordert den Landkreis als Schulträger. Hier gilt es in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen die Sicherheit für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter zu gewährleisten.

Jörg Richert (FDP affin) , Erster Kreisrat im Landkreis Northeim, gibt einen Überblick über das Erreichte aber auch über Probleme bei der Umsetzung der Verordnungen. „Auch hier sollen Fragen sollen beantwortet, Probleme gelöst und Anregungen weitergegeben werden“, so Grascha.
Die Videokonferenz via Skype beginnt um 19.30 Uhr und ist für eine Stunde angesetzt. Die Einwahldaten für die Videokonferenz finden Sie auf der Homepage von Christian Grascha unter www.christian-grascha.de oder melden Sie sich bei mail@christian-grascha.de mit ihrem Skype Benutzernamen an.
Weitere Informationen erhalten Sie auch über das Wahlkreisbüro von Christian Grascha in Einbeck unter 05561/7939966.
red/Fotos: Thomas Fischer/lpd













29.04.2020 • 13:39 Uhr

Nachmittags vollstrammen Autofahrer mit 3 Promille aus dem Verkehr gezogen

In einem Göttinger Ortsteil hat die Polizei am Dienstagnachmittag (28.04.20) einen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, der vermutlich mit über drei Promille am Steuer saß. Der 50-Jährige ging der Streife gegen 15.20 Uhr bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle ins Netz. Im Rahmen der Überprüfung wurden die Beamten auf Alkoholgeruch in der Atemluft des Mannes aufmerksam. Ein daraufhin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über drei Promille. Dem Autofahrer aus dem Raum Göttingen wurde in der Polizeidienststelle eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein sichergestellt. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein.jk










29.04.2020 • 13:25 Uhr

Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen: Forderungskatalog indigener Dachverbände angesichts der Corona-Krise

Bessere Ausstattung der Gesundheitsstationen in indigenen Gebieten Ausweisung illegaler Goldsucher und Schutz vor weiteren Invasionen -

Führende Dachverbände und Unterstützerorganisationen indigener Völker in Brasilien haben in einem gemeinsamen Forderungskatalog einen wirksameren Schutz vor Covid-19 gefordert. Sie verlangen von Brasiliens Regierung eine bessere Ausstattung der Gesundheitsstationen in indigenen Gebieten mit Schutzmasken, Virus-Testsätzen und Hygiene-Artikeln sowie die Bereitstellung von Krankenhausbetten für schwer Erkrankte. Polizei und Behörden müssten endlich dafür sorgen, dass illegale Goldsucher aus indigenen Gebieten entfernt und der Gesundheitsnotstand nicht für neuerliche Invasionen genutzt werde.

Dem dramatischen Hilfsaufruf haben sich die zwanzig bedeutendsten Organisationen des Landes angeschlossen, darunter APIB, COIAB, der CIMI, das ISA und Greenpeace Brasilien, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtet. „Brasiliens indigene Völker kämpfen in der Coronavirus-Krise um ihr Überleben. Denn Covid-19 verschärft ihre ohnehin dramatische Lage, die von Entrechtung und Marginalisierung geprägt ist. Die Regierung unter Staatspräsident Jair Bolsonaro zeigt wenig Interesse an einem wirksamen Schutz der Indigenen vor der Pandemie“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. Bolsonaro habe oft genug deutlich gemacht, dass ihm am Zugang zu indigenem Land und seinen Ressourcen mehr liegt als am Schutz indigenen Lebens.

Die Organisationen fordern weiterhin die Einrichtung eines Krisenstabes der Behörden zum Schutz indigener Völker vor der Pandemie. Auch Indigene sollten in dem Stab vertreten sein. Die Gesundheitsversorgung in den offiziell anerkannten indigenen Gebieten müsse massiv ausgebaut werden. Rund 300.000 der 900.000 Indigenen in Brasilien leben allerdings außerhalb staatlich anerkannter Schutzgebiete. Auch ihre Versorgung müsse sich deutlich verbessern. Besonders viele Indigene leben in der Stadt Manaus im Bundesstaat Amazonas unter ärmlichsten Bedingungen. „In den Slums der 1,7-Millionen-Einwohner-Stadt haben sie keine Chancen, nach einer Ansteckung eines der 50 Intensivbetten zugewiesen zu bekommen“, warnt Delius. „Indigene sind die vergessenen Opfer der Gesundheitskrise in Brasilien.“ red/fis












29.04.2020 • 12:55 Uhr

Ein verpetzter Klavierunterricht und nun die Wende - Polizei muss Anzeige zurücknehmen

Einem anonymen Hinweis zu Folge, sollte entgegen der geltenden Beschränkungen in einem Wohnhaus der Kernstadt gewerblicher Klavierunterricht erteilt werden. Bei einer Überprüfung bestätigte sich der Hinweis. Die Klavierlehrerin wurde aufgefordert, bis zur Aufhebung der aktuellen Beschränkungen keinen weiteren Unterricht mehr zu erteilen. Wegen Verstoßes gegen die Niedersächsische Corona-Verordnung und das Infektionsschutzgesetz wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet (wir berichteten).

Was nach der Berichterstattung auch auf diesem Newskanal erfolgte waren spannende Telefonate, klare Ansagen, eine neue Interpretation und das Zurückrudern der Polizei, die auf einen nachbarschaftlichen Hinweis zunächst reagieren musste und nun erneut reagiert hat.

In einer Folge der Berichterstattung teilt Polizeisprecher Uwe Falkenhain nun brandaktuell die wundersame Wendung des "dynamisch" verlaufenden Falles mit:

"Die geltenden Beschränkungen unterliegen derzeit einem ständigen Wandel. So auch in diesem Fall. Zwischenzeitlich liegt eine aktuelle Handlungsempfehlung des Landkreises Northeim der Polizeiinspektion Northeim vor. In dieser Handlungsempfehlung ist die von der Klavierlehrerin ausgeübte Tätigkeit wieder gestattet. Das Ordnungswidrigkeitenverfahren wird dementsprechend bearbeitet. Die Frau darf unter Beachtung bestimmter Beschränkungen Klavierunterricht erteilen."red/fis/fal











29.04.2020 • 12:41 Uhr

Nach der Absage der Gandersheimer Domfestspiele: "Herr Intendant Lenz, was ist jetzt das Vordringlichste?" - Das Exklusiv-Gespräch

Appell und Bitte an Solidarität und Spendenbereitschaft der großen Festspiel-Fan-Gemeinschaft

Gestern die Absage der Gandersheimer Domfestspiele für die Spielzeit 2020. "Was ist jetzt das Vordringlichste für Sie?". Diese und weitere Fragen richtete am heutigen Tag eins nach der Absage das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group an den künstlerischen Leiter des Theaterfestivals, Intendant Achim Lenz. Im Intendanzbüro erging Lenz den Chefreporter des Redaktionsnetzwerkes Thomas Fischer. Gut 45 Minuten äußerte sich Achim Lenz zur Lage des Domtheaters nach dem Desaster durch die Corona-Krise. Mit einem ganz speziellen Anliegen wandte sich der Intendant an die Öffentlichkeit und Fangemeinde der Domfestspiele. Er appellierte an die Solidarität und warb dafür, die bereits im Vorverkauf erworbenen Eintrittskarten entweder zu spenden oder sich als Gutscheine manifestieren zu lassen. Als Hilfe für die Festspiele einerseits und Option für einen Besuch der Festspiele im nächsten Jahr. Hören sie bitte selbst, was Intendant Lenz zu sagen hat.
red/fis/Video/Foto: Thomas Fischer










29.04.2020 • 12:29 Uhr

Nachts in Northeim: Vom Alkohol betäubt mitten auf Kreuzung eingepennt - Polizei als Wachmeister im Einsatz

Am Dienstag gegen 23.15 Uhr befuhr eine 18 Jahre alte Autofahrerin die Rückingsallee in Richtung Seesener Landstraße. Hier fuhr die Seesenerin auf einen Pkw zu, der mittig auf der Kreuzung vor der Rhumebrücke stand. Der Fahrer saß am Steuer und schlief offensichtlich. Die junge Frau verständigte die Polizei.

Die Besatzung einer Funkstreife der Northeimer Polizei stellte wenige Minuten später fest, dass der 25 Jahre alte Fahrzeugführer unter Alkoholeinfluss stand. Bei einem Test wurde eine Atemalkoholkonzentration von 1,7 Promille ermittelt. Die Weiterfahrt wurde untersagt, eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt. Gegen den aus dem Raum Hofgeismar stammenden Fahrer wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt.fal











29.04.2020 • 12:16 Uhr

Polizeipräsident Lührig appelliert an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger: "Trotz Lockerungen bleiben Kontaktbeschränkungen weiterhin bestehen"

Seit dem 20. April gibt es im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Epedemie in Niedersachsen die ersten Lockerungen. So sind zum Beispiel Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche wieder geöffnet.

"Trotz der Lockerungen bleiben die Kontaktbeschränkungen weiterhin bestehen. Um die Verbreitung des Covid-19-Virus einzudämmen und die Infektionskette zu unterbrechen, sind Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit noch immer verboten", betont Uwe Lührig, Präsident der Polizeidirektion Göttingen.

In den vergangenen Tagen kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen zu mehreren Einsätzen, bei denen Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen angetroffen worden sind. So wurden zum Beispiel sog. "Corona-" und Grillpartys veranstaltet. Auch ein Treffen von mehreren Personen in einem Vereinsheim an einem Sportplatz musste durch die Polizei aufgelöst werden.

Gerade weil sich der Großteil der Bürgerinnen und Bürger an die Allgemeinverfügung hält, ist Lührig schockiert über das Fehlverhalten einiger Personen und die Uneinsichtigkeit bei einem polizeilichen Einschreiten: "Solch ein Verhalten ist angesichts der andauernden Lage inakzeptabel und verantwortungslos. Wir werden auch in Hinblick auf den bevorstehenden Feiertag weiterhin die Einhaltung der Beschränkungen kontrollieren und Verstöße sanktionieren", so Lührig. "Ich möchte noch einmal an die Bürgerinnen und Bürger appellieren - Halten sie sich an die Beschränkungen! Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schreiten ein, um der Verbreitung des Corona-Virus und auch neuerlichen Verschärfungen der Beschränkungen entgegenzuwirken". ots










29.04.2020 • 12:11 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim stagniert einen weiteren Tag! Erneut keine neuen Fälle - weiterhin 117 Infizierte und 71 Personen sind wieder gesund!

Bereits den zweiten Tag in Folge, gibt es im Vergleich zum Vortag keine neuen Fälle im Landkreis Northeim. Die Anzahl der bestätigten Infektionen liegt damit seit Beginn der Woche bei 117 Personen.
Angestiegen ist erneut die Zahl der genesenen Personen. 71 Personen - fünf mehr als am Dienstag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.lpd










29.04.2020 • 11:56 Uhr

Schmerzgrenzen sind überschritten: Dramatische Lage - Kühne im Alarmmodus fordert mehr Maßnahmen für Tourismus- und Gastgewerbe - Keglerheim-Wirt Gebhard Jungesblut bekräftigt: "Ich mache natürlich weiter!"

CDU-Politiker fordert einen Schutzfonds - "Lufthansa wird mit Milliarden geholfen, Gastronomen mit Mehrwertsteuersenkung abgespeist"

Die Situation im Tourismus- und Gastronomiegewerbe wird aufgrund der massiven staatlichen Corona-Verbote immer dramatischer. Ein Branche droht wirtschaftlich zu kollabieren. In Südniedersachsen sind die Schmerzgrenzen erreicht, bei einigen Betrieben schon überschritten. Regierungspolitiker fordern immer lauter Hilfsmaßnahmen. In Bad Gandersheim sorgt die Absage der Domfestspiele für eine Verschärfung der Lage. Gandersheims Festspiel-Wirt Gebhard Jungesblut ("Keglerheim") hat noch einmal bekräftigt, dass er die Herforderung noch annimmt. "Ich mache weiter", bekräftigte er in einem aktuellen Statement sein ungebrochene gastronomisches Engagement, wie hier berichtet. Mit der ersten Aufgabe einer Gaststätte eines Kollegen in der Innenstadt hat Jungesblut nichts zu tun, wie ebenfalls ausdrücklich berichtet. "Es macht Sinn, die Artikel bis zum Ende zu lesen", so sein Ratschlag an alle, die ihm die Aufgabe des Betriebes missverständlicherweise unterstellt hatten. Im Gegenteil: Es wäre nicht Gebhard Jungesblut, wenn der einfallsreiche Gastronom nicht schon wieder eine neue Geschäftsidee in der Pipeline hätte.

CDU-MdB Roy Kühne alarmiert die Regierungen: Existenz vieler Betriebe steht auf dem Spiel

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne fordert aufgrund der Corona-Pandemie von Bund und Ländern weitere Maßnahmen für das Tourismus- und Gastgewerbe.
Kühne: "Der Tourismus ist für unsere Region, gerade im Harz, von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Leider sind die Folgen der Corona-Pandemie für die Betreiber von Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Restaurants enorm. Durch die getroffenen Maßnahmen entstehen ihnen Einnahmeausfälle von bis zu 100 Prozent, während die Fixkosten, wie Mietzahlungen, noch anfallen. Die Existenz vieler Betriebe steht deshalb auf dem Spiel, da kleinen Familienbetrieben oft die Rücklagen fehlen, um die Krise aus eigener Kraft zu überstehen.
Gerade für unsere Region, für die der Tourismus einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt, ist die Rettung des Tourismus- und Gastgewerbes von enormer Bedeutung. Daher habe ich die Landesregierung gebeten, gemeinsam mit der DEHOGA und den Tourismusverbänden Überlegungen anzustellen, wie eine vernünftige Öffnung, zum Beispiel Außengastronomie, unter Einhaltung aller Gesundheitsverordnungen möglich sein kann. Des Weiteren setzte ich mich in Berlin und Hannover für einen Schutzschirm für das Gastgewerbe ein. Das hier Maßnahmen möglich sind, sieht man am Beispiel der Lufthansa."

Kühne könne sich dafür die Bildung eines Schutzfonds vorstellen, durch den dem Gastgewerbe Finanzhilfen gewährt würden. Er unterstütze daher entsprechende Forderungen und habe diese bereits an den Niedersächsischen Wirtschaftsminister und den Bundeswirtschaftsminister adressiert.
Die bereits beschlossene Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für gastronomische Umsätze ab dem 1. Juli 2020 begrüße er ausdrücklich und sehe dies als einen guten ersten Schritt.
"Wir müssen aber auch an die Betreiber denken, die davon nicht profitieren", so Kühne.

Ein verzweifelter Wirt aus Südniedersachsen wird in seiner Kommentierung noch deutlicher: "Es passt nicht! Die Lufthansa wird mit Milliarden gerettet. Uns speist man mit der Senkung der Mehrwertsteuer ab. Es muss mehr passieren!"
red/fis/Fotos: Thomas Fischer













29.04.2020 • 09:39 Uhr

Auf der A 44: Betonplatte auf Auto geworfen - Hildesheimerin hat Glück im Unglück - Mordkommission ermittelt

Nur durch gigantisches Glück ist eine 25-jährige Hildesheimerin in der Nacht zu Dienstag (28. April) unverletzt geblieben, als eine Betonplatte auf der A 44 das Dach bzw. die Frontscheibe ihres Sprinters durchbrach. In dem Fall ermittelt nun eine Mordkommission der Polizei Dortmund.

Es war gegen 3.45 Uhr, als die Frau aus Hildesheim auf der Autobahn in Richtung Kassel unterwegs war. Zwischen den Anschlussstellen Erwitte/Anröchte und Geseke, in Höhe der Brücke Sauerländer Weg, durchbrach plötzlich eine Betonplatte das Dach bzw. die Frontscheibe und landete im Bereich des Beifahrersitzes. Die Hildesheimerin fuhr daraufhin sofort auf den Seitenstreifen und rief die Polizei. Sie blieb äußerlich unverletzt, erlitt jedoch einen Schock.

Erste Ermittlungen haben ergeben, dass der Gegenstand auf die Autobahn geworfen worden sein muss.

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach einem oder mehreren Tätern - auch unter Einbindung eines Hubschraubers - verlief negativ. Die Polizei bittet nun um Zeugenhinweise. Wer hat im Bereich der Brücke am Sauerländer Weg verdächtige Personen beobachtet? Wer hat gesehen, ob dort möglicherweise Betonplatten abgeladen worden sind? Wer weiß, wo solche Platten aktuell verbaut werden? Dieser Pressemitteilung ist ein Foto der Platte (30 x 30 cm, 7 cm hoch) angehängt. Hinweise gehen bitte an den Kriminaldauerdienst der Polizei Dortmund unter Tel. 0231/132-7441.ots/Foto: Polizei










29.04.2020 • 09:34 Uhr

Gute Nachricht aus Langelsheim: Tierliebe bei der Polizei - Verletzte Wildtaube gerettet!

Am gestrigen Dienstag., 28 April 2020, 07.00 Uhr, wurde der Polizei Langelsheim eine verletzte Wildtaube in einem Hausgarten in Langelsheim (Kreis Goslar) gemeldet. Die beste Nachricht: Die Ringeltaube wird jetzt auf dem Bauernhof eines Polizeibeamten wieder aufgepäppelt. Zuvor war sie von einem Tierarzt untersucht worden. red











29.04.2020 • 09:19 Uhr

Landesgartenschau-Chef Hellingrath begrüßt Bad Gandersheimer Schulwald-Projekt - "Werden es miteinbeziehen!"

Oberschule und Roswitha-Gymnasium in Bad Gandersheim praktizieren erlebbaren Klima-Schutz

In immer deutlicheren Konturen zeigt sich aktuell ein ehrgeiziges Klimaschutz-Projekt von Schülerinnen und Schülern der Oberschule und des Roswitha-Gymnasiums im staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim in Südniedersachsen ab. Jetzt hat das Projekt den Beifall von Thomas Hellingrath gefunden. Der Geschäftsführer des Millionenprojektes "Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim" ist begeistert: "Das Projekt ist in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Ausstellungsgelände angelegt. Ich begrüße dieses Projekt ausdrücklich. Und wir können uns sehr gut vorstellen, es in in die Landesgartenschau 2022 mit einzubeziehen."

Das Redaktionsnetzwerk hat bereits vor einiger Zeit ausführlich über die baulichen Veränderungen beim Schulwald reportiert. Insbesondere die neu geschaffene Erschließung verdeutlicht den starken räumlichen Zusammenhang mit der zukünftigen Landesgartenschau. Denn gleich neben dem Dehenweg, der Haupeingangsachse zur Landesgartenschau, befindet sich der jetzt planierte Zugangsweg zum Areal des Schulwaldes. Die verantwortliche Projektbegleiterin Marieluise Eyselée bei der Oberschule erläuterte dazu im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group, dass der jetzt geschaffene Weg insbesondere auch einen barrierefreien Zugang zum Schulwald ermöglichen wird.

Ganz frisch ist die an der Abzweigung vom Dehneweg aufgestellte Informationstafel. Wanderer, Spaziergänger (und später die Besucher der Landesgartenschau!) werden hier in das Projekt kompakt eingeführt. Ein paar Meter weiter sind dann die ersten positiven Erscheinungsformen des praktizierten lokalen Klimaschutzes anzusehen. Wachsende Bäume und Sträucher. Sie sind so unendlich gut und wichtig für ein besseres Klima!
red/fis/Fotos: Thomas Fischer


















29.04.2020 • 08:55 Uhr

Lies: „Erleichterung für Bürgerinnen und Bürger" via Internet - Mehr Einsicht in Planung- und Genehmigungsverfahren

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies begrüßt nachdrücklich den Gesetzentwurf der Bundesregierung zum erleichterten Umgang bei Planungs- und Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung, denen auch der Bundesrat noch zustimmen soll. Da es im Zuge der Corona-Pandemie schwierig ist, Räumlichkeiten einer Behörde aufzusuchen, um beispielsweise Unterlagen als interessierter Bürger einzusehen, schlägt das Bundesumweltministerium vor, die Bekanntmachungen ins Internet zu stellen.

Verwaltungsverfahren, Bauleitplanungen, Fach- und Raumordnungsverfahren sowie sonstige Planungen sollen dort der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Die Pflicht zur Veröffentlichung in einem Amtsblatt ist davon weiter unberührt. „Ich unterstütze das Vorhaben", betont Lies, dessen Ministerium besonders betroffen wäre von den Neuregelungen: „Es ist schon lange ein Anachronismus, dass Vorhabenträger ihre Anträge auf Zulassung elektronisch stellen können, die Bürgerinnen und Bürger aber für eine Einsicht in die Unterlagen aufs Amt laufen müssen."

Umweltminister Lies registriert aber durchaus die Befürchtungen der Wirtschaft, dass über die digitale Einsichtnahme Dritte leichter Einblicke in Geschäftsgeheimnisse nehmen könnten. „Deshalb werden wir noch klären müssen, was notwendiger Bestandteil der Unterlagen sein muss", sagt Lies, der sich zugleich dafür ausspricht, „dass künftig nur noch die betroffene Öffentlichkeit Zugang zu den Unterlagen erhalten soll". Einsetzen will sich der Umweltminister im Bundesrat auch dafür, „dass nur die betroffene Öffentlichkeit Einwendungen erheben kann gegen ein Vorhaben".

Mit Bedauern nimmt er zugleich zur Kenntnis, dass die Gesetzesänderungen zunächst nur bis zum 31 März 2021 vorgesehen sind. „Wir müssen uns bis dahin ein Bild machen, wie es weitergehen kann, wenn sich das Verfahren bewährt", wirft der Minister schon jetzt einen Blick voraus aufs nächste Jahr. „Ich bin mir sicher, dass wir in dieser Zeit gerade mit der Industrie eine gute Lösung zum Schutz von wichtigen Daten vor einem ungehinderten Zugang im Internet finden werden." red/Foto: Thomas Fischer










28.04.2020 • 21:32 Uhr

Vox Organi beginnt verspätet - Friedhelm Flamme gibt Verschiebung des Festivalstarts via Podcast bekannt

Aufgrund der aktuell noch geltenden Bestimmungen wird das erste Wochenende von Vox Organi nicht stattfinden können. Ob die Veranstaltungen teilweise oder ganz an das bisher geplante Ende des Festivals anhängen, ist noch offen.

In einem Podcast informiert der Festivalleiter, Prof. Friedhelm Flamme, alle Interessierten auf Deutsch und Englisch seit Beginn der Corona-Krise regelmäßig über den Verlauf der Festivalplanung. Der Podcast ist auf der Presseseite der Festivalwebsite www.voxorgani.org oder direkt bei YouTube abrufbar.

„Leider“, so Flamme in seinem dritten Podcast, „können wir den genauen Start an dieser Stelle noch nicht bekannt geben. Wir rechnen derzeit mit dem zweiten oder dritten Maiwochenende, müssen aber die offizielle Entscheidung der Landeskirchen abwarten. Sobald wir den Termin kennen, werden wir ihn auf allen uns zur Verfügung stehenden Wegen bekannt geben.“
Einige unvermeidliche Programmänderungen, so Flamme weiter, kommen zustande weil ein französischer und ein italienischer Gast nicht anreisen und zwei Chöre nicht proben können. Das Festivalprogramm im Ganzen wird aber, so sein Versprechen, hinter den Qualitätsstandards der vergangenen Jahre keinesfalls zurückstehen.

Die Planer von Vox Organi versichern, dass in allen Konzerten die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden, so dass niemand Sorge um eine eventuelle Gefährdung beim Konzertbesuch haben muss.
„Was“, schließt Flamme den aktuellen Podcast, „kann in Zeiten, in denen Berührungen nur eingeschränkt möglich sind und das Lächeln in der Öffentlichkeit hinter Masken verschwindet, schöner, ja, heilsamer sein, als bei guter Musik zusammenzukommen - und sei es auch auf Abstand. Dafür geben wir unser Bestes!“red

Zum Bild: Friedhelm Flamme informiert per Podcast über den Stand der Dinge.











28.04.2020 • 21:25 Uhr

Im Schatten der Corona-Virus-Krise im Heilbad Gandersheim: 10 Euro-Ticket für vergessene Parkscheibe im Auto

Ordnungsamt will Dauerparken verhindern - Missverständliche Information auf Parkautomaten eingeräumt

Die aktuelle Umstellung der Parkraumbewirtschaftung auf öffentlichen Parkplätzen im südniedersächsischen Heilbad Gandersheim, wo wegen der Corona-Krise Parkautomaten abgeschaltet und wieder Parkscheiben eingeführt sind, sorgt für Missverständnisse, einigen Ärger und offensichtlichen Aufklärungsbedarf. Jetzt ist zum ersten Mal bekannt und offiziell bestätigt worden, dass das Ordnungsamt Verwarnungsgelder in Höhe von zehn Euro gegen Parksünder verhängt hat.
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"Wenn auf dem abgeschalteten Parkautomat extra angegeben ist, statt des eigentlichen Parkscheins eine blau-weiße Parkscheibe auszulegen ist und das geschieht nicht, ist das nicht regelgerecht", antwortete auf unsere Nachfrage das Ordnungsamt der Stadt. Die Parkscheiben-Regelung solle verhindern, dass die Parkplätze wie beispielsweise auf dem Domänenhof oder Alte Gasse mit Dauerparkern zugestellt werden.

Der Amtsleiter räumte ein, dass der Hinweis auf die Benutzung der Parkscheibe auf dem Parkautomaten insofern mißverständlch sein könnte, weil nicht ausdrücklich angegeben wird, selbstverständlich die Uhrzeit des Parkbeginns einzustellen. "Eigentlich ist das die übliche Praxis bei der Benutzung einer Parkscheibe." Nur so könne das Überwachungspersonal tatsächlich kontrollieren, dass ein Fahrzeug kurzzeitig geparkt sei. Ob ein Wagen zehn Minuten oder fünf Stunden lang abgestellt ist sei unerheblich. Bei dem Einlegen der Parkscheibe mit dem eingestellten Beginn der Parkzeit würde auf jeden Fall keine Parkgebühr erhoben. Diese Regelung betrifft aber nur den Parkraum mit den vernagelten Parkautomaten, wurde ausdrücklich betont.

Die Gebührenfreiheit auf diesen Parkplätzen war in der jüngsten Ratssitzung vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Niklas Kielhorn als ein Beispiel dafür gefeiert worden, wie konkret und fix die Stadt eine erste Hilfsaktion in der Corona-Krise für ihre autofahrenden Bürger und Bürgerinnen umgesetzt habe. red/Fotos: Nicole Klawitter












28.04.2020 • 20:52 Uhr

Millionen-Mix aus Wirtschaftsförderung, Bekämpfung der Auswirkungen des Corona-Virus und Klimaschutz

Landesregierung beschließt Mittelverwendung aus Jahresabschluss 2019: Es geht um 1,43 Milliarden Euro

Die Landesregierung hat am (heutigen) Dienstag beschlossen, davon insgesamt 880 Millionen Euro zur Linderung der Auswirkungen des Corona-Virus zu verwenden.

550 Millionen Euro werden wichtige Handlungsfelder außerhalb der Corona-Problematik verstärken:
150 Millionen Euro werden dem gewerblichen Bereich des Wirtschaftsförderfonds zugeführt.
19,5 Millionen Euro Wirtschaftsförderfonds ökologischer Bereich
380 Millionen Euro sind für die nachhaltige Entwicklung des Landes vorgesehen, die sich in
150 Millionen Euro für Klimaschutz,
120 Millionen Euro für Artenschutz und
110 Millionen Euro für Maßnahmen für den Wald- und Forstwirtschaft aufteilen.

In den 880 Millionen Euro zur Linderung der Auswirkungen des Corona-Virus sind
400 Millionen Euro enthalten, die bereits mit dem Nachtragshaushalt 2020 übergangsweise dem „Sondervermögen zur Nachholung von Investitionen bei den Hochschulen in staatlicher Verantwortung" entnommen wurden. Mit dem nun vorliegenden Jahresabschluss werden diese dem Sondervermögen wieder zugeführt.

Die restlichen 480 Millionen werden verwendet, um ein neu zu errichtendes „Sondervermögen zur Bewältigung der Auswirkungen Corona-Pandemie" auszustatten. Damit werden fast zwei Drittel des Jahresabschlusses für die Bewältigung der Corona-Krise eingesetzt.

„Wir mobilisieren damit sehr kurzfristig knapp fünf Milliarden Euro, 480 Millionen aus dem Jahresabschluss und 4,5 Milliarden aus dem Nachtragshaushalt, um die Strukturen in der Gesundheitsversorgung einsatz- und leistungsfähig zu halten und die Wirtschaft zu unterstützen", hob Finanzminister Hilbers hervor.

Am 25. März war ein Nachtragshaushalt über 1,4 Milliarden beschlossen worden, um den Auswirkungen der Pandemie rasch und effektiv begegnen zu können. Gleichzeitig wurde der Bürgschaftsrahmen auf drei Milliarden Euro erhöht.

Nach dem Kabinettsbeschluss sollen nun die noch nicht verwendeten Haushaltsmittel aus dem Nachtragshaushalt in ein Sondervermögen überführt und um weitere Mittel ergänzt werden. Ziel ist es, die für den Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zweckgebundenen Mittel in einem haushalterisch abgegrenzten Bereich transparent darzustellen und überjährig zu sichern. red/fis











28.04.2020 • 16:32 Uhr

Autokinos erleben Renaissance - Können sie auch Domfestspiele?

Autokinos waren bis zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland rar gesät: Insgesamt gab es deutschlandweit nur fünf Autokinos, die das gesamte Jahr offen waren, 15 bis 20 weitere in Saisonbetrieb. Doch seit Kinobesuche und andere Kulturveranstaltungen flachfallen, erlebt das Kino im Kleinwagen ein Comeback: "Jetzt schießen die Autokinos wie Pilze aus dem Boden", sagt Heiko Desch, Pressesprecher der DriveIn Autokinos.

Laut Bundesnetzagentur gibt es derzeit so viele Anträge auf die Erteilung von Funkfrequenzen für die Tonübertragung in Autokinos wie nie zuvor: Seit dem 1. März 2020 hat die Bundesnetzagentur in 43 Fällen Frequenzen für den Betrieb von Autokinos zugeteilt. Einen Autokinoboom gibt es mit 26 Zuteilungen in Nordrhein-Westfalen. Weitere knapp 80 Anträge auf Frequenzzuteilung für Autokinos liegen derzeit vor und werden zügig bearbeitet, sagte die Bundesnetzagentur dem epd auf Anfrage.

Strenge behördliche Auflagen

Meist gibt es wegen des Virus strenge behördliche Auflagen für Autokinobesucher wie eine Begrenzung von zwei Personen pro Fahrzeug plus eigene Kinder bis zu 14 Jahren. Tickets können nur online gebucht werden und werden bei der Einfahrt durch das geschlossene Fenster abgescannt.

Doch Autokinos können nicht nur großes Kino: Sie sind in diesen speziellen Zeiten auch Motor für Kultur aller Art. Die baden-württembergische Landesanstalt für Kommunikation teilte mit, dass sie bisher 25 medienrechtliche Unbedenklichkeitsbescheinigungen zur Genehmigung von Autokinos ausgestellt hat - bei einem Drittel von ihnen habe es sich allerdings nicht um ein klassisches Autokino, sondern um die Durchführung von Gottesdiensten, Lesungen, Konzerten, DJ-Sets oder Theateraufführungen gehandelt.

Eines der ersten "Drive-In"-Theater gibt es auf dem Parkplatz des "Theaters an der Niehburg" im nordrhein-westfälischen Oberhausen: Ein Lkw wurde dort zur Bühne umgewandelt. Zu Gast ist dort beispielsweise der Komiker Serhat Dogan. Das Karlsruher Kammertheater hat auf dem Messplatz ein Autokino eingerichtet und plant neben Filmvergnügen vom Fahrersitz dort bald auch Theaterstücke live zu spielen. Mitte April war die Kölner Mundartband "Brings" live im Autokino Köln. In dem neuen Autokino auf dem Messeparkplatz der Messe Düsseldorf können die Rapper Alligatoah und Sido erlebt werden - ebenso wie der Comedian Markus Krebs. Wer den Urlaub auf Malle vermisst, ist im neu eröffneten Bühler Autokino Ende April zu einer "Autokino-Mallorca-Styleparty" eingeladen, wo "Wagen an Wagen" zu Live-Musik gefeiert werden kann.

In Zeiten, in denen Gottesdienste verboten sind, haben einige findige Kirchengemeinden ebenfalls auf Gottesdienste im Autokino umgeschwenkt: Beispielsweise feierten im Düsseldorfer Autokino rund 1.000 Gläubige einen ökumenischen Gottesdienst an Karfreitag, bei dem sich die Besucher am Ende mit einem Hupkonzert bedankten. An Ostern öffneten in Marl und im württembergischen Kornwestheim die Autokinos ihre Tore für Gottesdienstbesucher.

Wenn es in der Nähe kein Autokino gibt, reichen selbst ein Anhänger, ein Parkplatz und Beschallung durch Lautsprecher aus, um im Autokino-Stil Gottesdienst zu feiern, sagt Pfarrer Christian Tsalos in Heimsheim. "Viele Leute haben sich nach dem Ostergottesdienst im Auto bedankt und fanden es toll, endlich mal wieder gemeinsam - wenn auch durch Autoscheiben getrennt - Gottesdienst zu feiern", resümiert er.

Autokino in Gravenbruch wieder geöffnet

Seit genau 60 Jahren gibt es Autokinos in Deutschland - und das älteste und erste Autokino in Gravenbruch in der Nähe von Frankfurt hat nach einer Zwangspause wegen behördlichen Corona-Beschränkungen nun auch wieder seinen Betrieb aufgenommen. "Darüber bin ich sehr glücklich", sagt Desch, der Theaterleiter des Autokinos Gravenbruch ist.

Konzerte, Theater, oder Gottesdienste im Autokino - der Experte glaubt nicht, dass die neuen kulturellen Versuche in Autokino-Manier die Corona-Zeit überdauern werden. "Sobald sich die Situation normalisiert, wird es kaum mehr Interesse geben an solchen Veranstaltungen, da muss man einfach realistisch sein." Auch seien dafür notwendigen LED-Videowände zur Zeit nur verfügbar, weil es keine anderen Veranstaltungen gibt. Deshalb will Desch weiterhin vor allem eines: Sein Kerngeschäft machen und gutes Autokino anbieten. Von Judith Kubitscheck (epd)










28.04.2020 • 16:20 Uhr

Land Niedersachsen fördert Digitalisierung des Ackerbaus - Eine Million für Praxislabor im Kreis Helmstedt

Mit rund einer Million Euro fördert das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Digitalisierung des Ackerbaus in Niedersachsen. Das Geld wird in das neue PraxisLabor Digitaler Ackerbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) investiert. Das PraxisLabor befindet sich auf der LWK-Versuchsstation in Schickelsheim (Kreis Helmstedt).

„Die Digitalisierung der Landwirtschaft bietet hervorragende Chancen, den Landwirten in Niedersachsen den optimalen Einsatz digitaler und umweltfreundlicher Techniken zu demonstrieren“, nennt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast den Zweck der Förderung aus dem Sondervermögen „Digitalisierung“ des Landes. „Wir müssen diese Chancen mit Einrichtungen wie in Schickelsheim für den betrieblichen Alltag schnell nutzbar machen und vermitteln.“ Daher sei die Digitalisierung eine wichtige Säule der niedersächsischen Ackerbaustrategie.

Im PraxisLabor setzt die LWK am Markt erhältliche neueste digitale Land- und Sensortechnik unter betrieblichen Bedingungen ein. In Versuchen und Projekten werden die Effekte auf die ackerbaulichen Verfahren und gleichzeitig auf die natürlichen Ressourcen Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt ermittelt. „Mit diesen Erkenntnissen auf Basis der hohen Standards unseres Feldversuchswesens können wir unsere Landwirte über Beratungs- und Bildungsangebote unterstützen und auch Behörden mit validen Daten versorgen“, freut sich Kammerpräsident Gerhard Schwetje über den ermöglichten Ausbau der Versuchsstation. Mit dem Standort sei die Kammer mittendrin in der Ackerbauregion und habe mit dem Betriebsinhaber der Domäne, Kaspar Haller, einen fachkundigen und engagierten Partner an der Seite.
red/fis










28.04.2020 • 16:13 Uhr

Wirtschaftsministerium richtet „Kontaktstelle Lieferketten“ ein

Althusmann: Unterstützung für Unternehmen, die von Lieferschwierigkeiten aus dem Ausland betroffen sind

In der Corona-Krise hat das niedersächsische Wirtschaftsministerium eine zentrale Kontaktstelle für Unternehmen eingerichtet, die von Störungen internationaler Lieferketten betroffen sind. An diese Stelle können sich niedersächsische Unternehmen wenden, die Probleme haben, weil wesentliche Komponenten aus dem Ausland nicht mehr geliefert werden können. Die Kontaktstelle wird in ihrer Arbeit von den Industrie- und Handelskammern unterstützt.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (Foto): „Funktionierende internationale Lieferketten sind für die niedersächsische Wirtschaft gerade jetzt, wenn die Produktion wieder anläuft, von großer Bedeutung. Mit der ‚Kontaktstelle Internationale Lieferketten‘ schaffen wir eine Unterstützung für Unternehmen, die von Lieferschwierigkeiten aus dem Ausland betroffen sind.“

Betroffene Unternehmen können sich per E-Mail an die „Kontaktstelle Internationale Lieferkette für Unternehmen aus Niedersachsen“ wenden:
aussenwirtschaft@mw.niedersachsen.de

red/fis











28.04.2020 • 15:58 Uhr

Diese Nachricht ist Geld wert! Verdienstausfall durch Quarantäne oder wegen geschlossener Einrichtungen - Finanzielle Erstattung kann beim Landkreis Northeim beantragt werden

Die Corona-Pandemie stellt nicht nur unseren Alltag auf den Kopf, viele Menschen haben auch mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Wer zum Beispiel nicht arbeiten gehen kann, weil er unter Quarantäne gestellt wurde oder seine Kinder betreuen muss, kann aber unter Umständen eine eine finanzielle Entschädigung erhalten.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, denen von einer Behörde ein Tätigkeitsverbot oder eine Absonderung angeordnet wurde, erhalten in den ersten sechs Wochen die Entschädigungszahlung durch ihren Arbeitgeber. Diese entspricht in den ersten sechs Wochen der vollen Höhe des Einkommens, anschließend der Höhe des üblichen Krankengeldes. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Absonderung oder das Tätigkeitsverbot auf Grund einer Infektion mit dem Coronavirus angeordnet wurde, wegen Kontakt zu einer infizierten Person oder weil man nach dem 10. April 2020 aus dem Ausland zurückgekehrt ist.
Auch bei einem Verdienstausfall auf Grund von Kinderbetreuung zahlt in den ersten sechs Wochen der Arbeitgeber die Entschädigung, die entspricht in diesem Fall 67 Prozent des Verdienstausfalls, höchstens 2.016 Euro. Nach der sechsten Woche besteht kein Anspruch auf Entschädigung mehr.

Der Arbeitgeber kann eine Erstattung der Entschädigungszahlung beim Landkreis Northeim beantragen. Erst ab der siebten Woche des Verdienstausfalls beantragt der Arbeitnehmer die Entschädigungszahlung direkt beim Landkreis Northeim.
Die Entschädigungsansprüche können sowohl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für Selbstständige gelten, es gibt deshalb zwei verschiedene Antragsformulare.
Unter www.landkreis-northeim.de/coronavirus stehen alle erforderlichen Dokumente zum Download bereit. Dort finden sich auch ein Merkblatt mit weiteren Erläuterungen und Hinweisen darauf, welche weiteren Unterlagen und Nachweise dem Antrag beigefügt werden müssen und wann genau ein Anspruch auf Entschädigungszahlung besteht.
Der Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach Anordnung des Tätigkeitsverbots oder der Absonderungsmaßnahme gestellt werden.

Entlassung aus der Quarantäne wegen Personalmangel

Wenn es auf Grund von angeordneten Tätigkeitsverboten oder Absonderungen in medizinischen Einrichtungen, Alten- oder Pflegeheimen zu Personalmangel kommt, können betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzeitig aus der Quarantäne entlassen werden. Alle Infos dazu sowie der Vordruck sind ebenfalls auf der Internetseite des Landkreises Northeim abrufbar.

Viele weitere Informationen zum Coronavirus, die aktuellen Fallzahlen im Landkreis Northeim, die häufigsten Fragen und Antworten und hilfreiche Links finden Sie auf www.landkreis-northeim.de/coronavirus

Quelle: Landkreis Nordheim/lpd/Foto: Fis WMG











28.04.2020 • 14:24 Uhr

Absage der Domfestspiele 2020: Millionen-Umsatzverlust - Katastrophe für sowieso schon angeschlagene Gastronomie - Erster Betreiber meldet sein Gewerbe ab

Festspiel-Fangemeinde fragt: Wo ist der "Plan B" für das Theaterfestival? - Ein Kommentar

Die heute offiziell bestätigte Absage der Bad Gandersheimer Domfestspiele wegen der unglaublichen Corona-Krise mit ihren staatlichen Verboten zur Eindämmung der Ansteckung mit dem Corona-Virus kommt für Kenner der Szene nicht unerwartet, aber sie trifft beispielsweise die lokale und regionale Wirtschaft und vornehmlich die Gastronomie in der Region Bad Gandersheim, Einbeck, Seesen, Northeim bis Göttingen mit brutaler Härte.

Die Branche ist schon seit Jahren angesichts des strukturellen Abwärtstrends sowieso schon arg gebeutelt. Das Theaterfestival mit über 50.000 Besuchern gehörte alljährliche zu den positiven Ertragsquellen, die den Anbietern von Dienstleistungen einen erträglichen Umsatz und Gewinn erbrachten. Das bricht nun weg. Erste überschlägig geschätzte Umsatzverluste betragen zwischen 800.000 Euro bis zu einer Millionen Euro, so haben es Experten kalkuliert..

Erster Gastrobetrieb zieht Reißleine und meldet sein Gewerbe ab

"Das ist eine absolute Katastrophe", kommentierte es vor wenigen Minuten Festspiel-Wirt Gebhard Jungblut vom "Keglerheim". Er und sein Team gehören zu den ganz großen Leidtragenden des Desasters. Alle gastronomischen Betriebe werden die Verluste zu spüren bekommen. Auch die Anbieter von Übernachtungen in Hotels, Pensionen und Herbergen müssen sich auf ausbleibende Buchungen von Gästen einstellen, sagt Jungesgblut voraus.

Alle Nebengewerbe und angedockten Dienstleistungen, die direkt und indirekt mit dem Theaterfestival und dem Gastronomiegewerbe zu tun haben, sind Verlierer der Festivalabsage. Fachleute sagen in der Folge Pleiten und Insolvenzen voraus, wenn finanzielle Notreserven aufgebracht sind und keine anderen (staatlichen und kommunalen) Hilfen rechtzeitig zur Verfügung stehen. Ein erster Gastronom in Bad Gandersheimhat die Reißleine gezogen. Er hat sein Gastro-Gewerbe bei der Stadtverwaltung bereits abgemeldet.

Lokale-regionale Hilfen für Gastronomie nicht zerreden, sondern machen!

Der in vielen Politikerreden immer wieder strapazierte Verweis auf die Wirtschaftskraft der Gandersheimer Domfestspiele für lokale und regionale Betriebe hat seit heute eine vollkommen neue Bedeutung und totale Brisanz: Er sollte von den Verantwortlichen angesichts der jetzt eingetretenen Herausforderung Ansporn sein, alternative Lösungen für Hilfen nicht noch weiter zu zerreden und auf die lange Bank zu schieben, sondern kraftvoll anzustoßen und in Taten umzusetzen.

Das Theaterfestival konsequent und nachhaltig für ein Jahr dezentralisieren

Dazu gehört auch der unbedingte Versuch, das Feuer des Theaterfestivals eben nicht ein bisschen auf Sparflamme zu köcheln. Vielmehr sollte ein dezentrales Konzept auf den Tisch, das vor Feuerkraft sprüht! Akteure, Elan, Leidenschaft und Stoff sind doch vorhanden. Und hier ein Logistikvorschlag:
30 Theatertermine an zehn dezentralen Standorten innerhalb von acht Wochen aufgeführt, bei denen jeweils 50 Besucherinnen und Besucher zugelassen werden, brächten schon über 15.000 Zuschauer/innen.

Die Gandersheimer Domfestspiele jetzt in Gänze auf dem Corona-Altar zu opfern würde dem Projekt neben der wirtschaftlichen auch noch die kulturpolitische Katastrophe beibringen. Der leidvolle Corona-Virus darf nicht zum Sargnagel der Gandersheimer Domfestspiele werden! Die Festspielfand-Gemeinde fragt: Gibt es einen Plan B für das Theaterfestival?
red/fis/Fotos: Thomas Fischer


















28.04.2020 • 12:57 Uhr

Polizei sucht Charlie Divine M. (17) und bittet um Hinweise

Die Polizei in Kassel sucht nach der vermissten 17-jährigen Charlie Divine M. und bittet dabei um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Vermisste hatte bereits Anfang April ihr Zuhause im Kasseler Stadtteil Wesertor verlassen und ist seitdem unbekannten Aufenthalts. Die Angehörigen konnten noch regelmäßig telefonischen Kontakt herstellen, in dem die Jugendliche glaubhaft angab, dass es ihr gut geht. Dennoch weigerte sie sich, nach Hause zu kommen. Vor wenigen Tagen brach nun aber auch dieser telefonische Kontakt schließlich ab. Da die bisherigen intensiven Ermittlungen nicht zum Auffinden der 17-Jährigen führen konnten, erhoffen sich die Beamten der Regionalen Ermittlungsgruppe der Kasseler Polizei mit einer Veröffentlichung, Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten.

Die Vermisste ist etwa 1,78 Meter groß, schlank, dunkelhäutig und hat schwarze schulterlange Haare. Bei ihrem Verschwinden trug sie pinkfarbene Schuhe.

Wer den Ermittlern der Kasseler Polizei Hinweise auf den Aufenthaltsort von Charlie Divine M. geben kann, meldet sich bitte beim Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel.: 0561-9100 oder jener anderen Polizeidienststelle.ots/Foto: Polizei










28.04.2020 • 12:50 Uhr

Aggressionen wegen Corona-Regelung: Polizei in Einbeck muss nach Alarmierung durch Nachbarn durchgreifen, sprengt Treffen und ahndet Verstöße

Am gestrigen Montag gegen 18.45 Uhr meldete ein Anwohner telefonisch bei der Polizei eine Personengruppe vor dem Lebensmittelmarkt in der Marktstraße. Die Gruppe würde die zurzeit geltenden Mindestabstände nicht einhalten.

Eine Streife der Einbecker Polizei fordert diese Gruppe wenig später auf, sich aufzulösen. Vier polizeilich bereits mehrfach in Erscheinung getretene Einbecker im Alter von 20, 23, 25 und 37 Jahren kommen der Aufforderung nicht nach.

Um weitere polizeiliche Maßnahmen gegen die teilweise aggressiv auftretenden Personen durchsetzen zu können, forderten die beiden Polizisten Unterstützung an. Noch vor dem Eintreffen weiterer Streifenwagen zerstreute sich die Gruppe wenig später.

Gegen die vier Einbecker wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.fal










28.04.2020 • 12:41 Uhr

Northeimer Handballer stecken nicht auf, sind top kreativ: Jetzt kommt die "große Duell-Show"

Die lästige Corona-Krise bedrückt zwar immer mehr Menschen, aber es gibt viele die sich nicht erdrücken lassen! Gut so! Solche positiven Typen hat sich jetzt beim Northeimer Handball Club eine originelle Idee einfallen lassen. Unter dem Titel der "Virtuelle Saisonabschluss" soll eine große "Duell-Show" über die digitale Bühne gehen. "Junior vs.Senior" ist am 17. Mai angesagt. Es geht um einiges. Auch schöne Gewinne. Die symbolischen Tickets sind gleichzeitig ein Gewinnlos. Förderer des Northeimer Handball Clubs - wie beispielsweise E-Center Schnabel in NOrtheim - haben sich nicht lumpen lassen. Tolle Gewinne sind ausgelobt. Und wo findet die Duell-Show statt? Natürlich im Netz. Auf allen social-Media-Kanälen. Die kompakte Faktenlage zum "virtuellen Saisonabschluss" der Handballer ist auf der dokumentierten Grafik bestens dokumentiert.
Wir wünschen viel Freude beim "duellieren" und fett gewinnen!
red/Screenshot NHK/Oliver Kirch










28.04.2020 • 12:14 Uhr

Illegal und kriminell: Entsorgung von gefährlichen Asbestzementplatten - Polizei bittet um Zeugenhinweise

Heute meldete die Goslarer Polizei eine richtige Umweltschweinerei:

Bereits am Donnerstag, 2. April 2020, 08.23 Uhr, wurde durch den Landkreis Goslar festgestellt, dass bislang unbekannte Täter sowohl zahlreiche Asbestzementplatten in der Gemarkung Lochtum, südlich der Bahnstrecke, Seitenraum der Strasse Hasenwinkel, als auch mehrere schwarze und blaue Plastiksäcke mit Restmüll und Baustellenabfällen in der angrenzenden Ecker illegal entsorgt hatten.

In den Plastiksäcken wurden u.a. Kinderspielzeug sowie Tapetenreste mit einem markanten Muster aufgefunden.

Die Polizei Goslar hat die Ermittlungen dazu aufgenommen und bittet Personen, die vor dem Entdeckungszeitpunkt verdächtige Personen oder Fahrzeuge am Ablageort oder der näheren Umgebung festgestellt oder entsprechende Beobachtungen gemacht haben bzw. vor dem Hintergrund der aufgefundenen Gegenstände Angaben über die Identität des oder der Verursacher oder andere sachdienliche Hinweise geben können, sich unter 05321/339-0 zu melden. red/Fotos: Polizei














28.04.2020 • 11:51 Uhr

Krass in der Corona-Krise! Nachbar hört verbotene Klaviermusik und alarmiert Polizei: Anzeige gegen Klavierlehrerin

Einem anonymen Hinweis zu Folge, sollte entgegen der geltenden Beschränkungen in einem Wohnhaus der Kernstadt gewerblicher Klavierunterricht erteilt werden. Bei einer Überprüfung bestätigte sich der Hinweis. Die Klavierlehrerin wurde aufgefordert, bis zur Aufhebung der aktuellen Beschränkungen keinen weiteren Unterricht mehr zu erteilen. Wegen Verstoßes gegen die Niedersächsische Corona-Verordnung und das Infektionsschutzgesetz wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.fal










28.04.2020 • 11:37 Uhr

Sicherheit in vier Wänden - Schäden und Unfälle daheim vermeiden

Die meisten Deutschen verbringen aktuell sehr viel Zeit zu Hause. Da wird unter anderem verstärkt geputzt, repariert und gekocht. Damit es bei der Zunahme der häuslichen Aktivitäten nicht auch zu einer Zunahme von Schäden oder Unfällen kommt, geben Peter Schnitzler und Dimitar Gouberkov von ERGO hilfreiche Tipps.

Unfallfrei Putzen

Die meisten Unfälle passieren bekanntlich im Haushalt, besonders häufig sind Stürze. Dimitar Gouberkov, Unfallexperte von ERGO, rät, anstelle von Fensterbänken, Stühlen oder Hockern lieber eine Leiter zu verwenden, um etwa die Oberseite eines Schranks zu putzen oder die Vorhänge abzunehmen. Eine gute Beleuchtung und aufgeräumte Umgebung sorgen ebenfalls für Sicherheit. Wer Reinigungsmittel verwendet, sollte darauf achten, diese außerhalb der Reichweite von Kindern zu lagern oder während dem Putzen abzustellen. Verschluckt das Kind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen beispielsweise einen bunten Spülmaschinen-Tab, gilt der dringende Rat des Experten: „Sofort die Telefonnummer der regionalen Giftnotzentrale wählen.“ Eine Liste bietet die Webseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Sicherheit beim Heimwerken

Wer das Daheimsein fürs Heimwerken nutzt, sollte für seine Projekte genügend Zeit einplanen und ausreichend Pausen einlegen, um konzentriert arbeiten zu können. Dabei auf die passende Schutzkleidung achten: Je nach Arbeit können das Handschuhe, feste Schuhe oder eine Schutzbrille sein. Ebenfalls wichtig: Prüfen, ob die verwendeten Geräte sowie die Akkus funktionstüchtig sind. Im Haushalt insgesamt nicht zu viele Geräte auf einmal laufen lassen, sonst droht schnell ein Kurzschluss. Und bei Arbeiten an Lampen nicht vergessen, den Strom auszuschalten. Auch beim Heimwerken dafür sorgen, dass Hilfsgeräte wie etwa eine Leiter oder ein Tritt sicher stehen. Manche Arbeiten benötigen spezielles Werkzeug, das nicht jeder vorrätig hat. Angesichts mancherorts geschlossener Baumärkte: Warum nicht bei einem Nachbar leihen? Die Übergabe sollte dann mit den gerade üblichen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Geht das geliehene Werkzeug kaputt, sollten Heimwerker wissen: „Nicht jede Haftpflichtversicherung schließt Schäden an geliehenen Sachen mit ein“, so Peter Schnitzler und rät daher, besser vorab die Versicherungspolice zu prüfen.

Kochen ohne Feuer und Brandblasen

Brände in der Küche sind leider keine Seltenheit. Daher der wichtigste Tipp: Den Herd immer im Auge behalten sowie Verpackungen und Geschirrtücher nicht in die Nähe legen. Was viele nicht wissen: Auch eine Dunstabzugshaube kann eine Gefahr sein. „Fettablagerungen im Filter sind leicht entzündlich“, informiert Gouberkov. Daher den Filter regelmäßig reinigen. Kleine Flammen in Töpfen oder Pfannen können die Köche mit Deckeln ersticken. Ansonsten: So schnell wie möglich die Feuerwehr rufen und alle Bewohner in Sicherheit bringen. Damit der Rauchmelder im Notfall auch funktioniert, rät der Unfallexperte, diesen regelmäßig zu überprüfen. Beim Hantieren mit heißen Töpfen, Pfannen, Back- oder Auflaufformen empfiehlt er, Topflappen oder Handschuhe zu verwenden, um Verbrennungen und Verbrühungen zu vermeiden. Vor allem bei Kindern kann dies schnell gefährlich werden. Den Nachwuchs daher nicht alleine in der Küche lassen, wenn beispielsweise ein heißer Topf auf dem Herd steht. Ein kleiner, aber effektiver Tipp: Die Griffe immer nach hinten zur Wand drehen. Da kommen die Kleinen nicht so leicht hin.
RED/Quelle: ERGO Group












28.04.2020 • 11:34 Uhr

Schlangenlinien gefahren und Mega-Alkofahne: Polizisten stoppen 2,08-Promille Fahrer aus Weimar

Am Montag gegen 16.35 Uhr stoppte eine aufmerksame Funkstreife der Northeimer Polizei auf der Hannoverschen Straße in Hohnstedt einen 56 Jahre alten Autofahrer aus Weimar. Der Mann war zuvor wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen. Schon zu Beginn der Kontrolle rochen die Beamten deutlichen Alkoholgeruch aus dem Fahrzeug heraus. Bei einem Test wurde eine Atemalkoholkonzentration von 2,08 Promille ermittelt. Die Weiterfahrt war damit beendet. Eine Blutprobe wurde entnommen und der Führerschein sichergestellt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr wurde eingeleitet. fal










28.04.2020 • 11:17 Uhr

Bad Gandersheim und Kalefeld zeigen ein Herz für Kinder - Jugendpflege erfindet mit "Bastelkiste" tolle Beschäftigungsidee

Ab sofort bis täglich 16 Uhr verschiedene Bastelsachen gratis beim Bürgerbüro abzuholen - Ude: Aktion im Probelauf bis 8. Mai

Wieder eine kreative Idee in der schwierigen Corona-Krise! Diesmal hat sich die Jugendpflege in der Stadt Bad Gandersheim und in der Gemeinde Kalefeld eine tolle Idee einfallen lassen. "Bastelkisten". Stadtjugendpfleger Gunnar Ude und Kalbfells Jugendpflegerin Ute Wardelmann haben sie gestern im Beisein von Bürgermeisterin Franziska Schwarz und Jens Meyer erstmals präsentiert. Heute startete die tolle Aktion.

Gunnar Ude legte Herze, vor wenigen Minuten, die erste gefüllte Bastelkiste unter der Sitzbank auf dem Benesch-Kulturhof zwischen Touristikzentrale und Bürgerbüro aus. "Hier können die Kinder selbst oder in Begleitung ihrer Eltern ein Bastelteil aus der Kiste abholen. Alles ist umsonst weil gesponsert", erklärt Ude soeben vor Ort im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group. "Wir möchten einen kleinen Beitrag leisten, damit unsere Kinder zuhause beschäftigt sind. Vielleicht macht ihnen die eine oder andere Bastelaufgabe richtigen Spaß", so die Hoffnung der Organisatoren. Sie und die beiden Bürgermeister der beteiligten Gemeinden zeigten sich dankbar für die Idee und die Unterstützer. Sponsoren sind unter anderem die Gärtnereien Arne Dörries und Wolff in Sebexen sowie die Landesgartenschau-Gesellschaft.

Nach Angaben von Ude ist die Aktion "Gandersheimer/Kalefelder Bastelkiste" in einer Erprobungsphase bis zum 8. Mai 2020 angelegt. "Dann wollen wir eine kleine Bilanz ziehen." Nächste Woche werden vom Stadtjugendpflege die großen Ortsteile Bad Gandersheim aufgesucht. Auch dorthin soll das Angebot der "Bastelkiste" getragen und angenommen werden.

Gunnar Ude: Weitere Sponsoren herzlich willkommen!

Wer die nützliche wie sinnige Aktion zusätzliche unterstützen möchte ist laut beider Bürgermeister und natürlich der Jugendpflege herzlich eingeladen, dies in jeglicher Weise zu tun. "Wir freuen uns, wenn die Kinder die Bastelkiste ausräumen. Ebenso freuen wir uns über weitere Sponsoren.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer












28.04.2020 • 11:02 Uhr

Wende bei der Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Es bleibt bei 117 Infektionsfällen - erneut keine Zunahme der Fallzahlen!

Aktuell gibt es weiterhin 117 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Vortag sind damit keine neuen bestätigten Corona-Fälle bekannt geworden. 66 Personen - acht mehr als am Montag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte. Das teilt am heutigen Dienstag vor wenigen Sekunden die Landkreis-Pressestelle mit.lpd










28.04.2020 • 09:55 Uhr

Zur Lage der Kliniken in Bad Gandersheim: Bei Helios Kurzarbeit nicht relevant - Paracelsus "Roswitha Klinik" und "Klinik an der Gande" ohne Reha-Patienten, also im "Stand by modus" - Kurzarbeit nicht ausgeschlossen

Bad Gandersheim ist mit seinem Klinik-Besatz der größte Standort im Landkreis Northeim. Wie ist es um die Situation der Krankenanstalten bestellt? Wo ist Kurzarbeit angesagt oder voller Betrieb angesagt?
Die gegenwärtig wichtigste Einrichtung ist die von einem Akutkrankenhaus in eine zentrale Corona-Klinik umgewandelte des privaten Klinikbetreibers Helios. Gegenwärtig werden in der Corona-Klinik rund 30 mit dem Virus infizierte und erkrankte Patienten und Patienten stationär betreut und behandelt. Zur Lage befragte das Redaktionsnetzwerk die zuständige Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Daniela Kasper (Foto).

Sie berichtet: "Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Helios Klinik Bad Gandersheim ist das Thema Kurzarbeit nicht relevant. Wir behandeln in der Helios Klinik Bad Gandersheim bereits seit rund vier Wochen nicht-intensivpflichtige COVID-19-Patienten. Das bedeutet, dass keine Patienten mehr in der Klinik aufgenommen werden, die aufgrund anderer Erkrankungen notfallmäßig oder geplant behandelt werden müssen. Notfallpatienten aus Bad Gandersheim und Umgebung nutzen die Notaufnahmen umliegender Kliniken bzw. werden vom Rettungsdienst in umliegende Kliniken gefahren. Geplante Eingriffe sind bis auf weiteres – auch entsprechend des Erlasses von Bund und Land – abgesagt. Die dadurch in der Patientenversorgung freiwerdenden zeitlichen und personellen Ressourcen nutzen wir, um die COVID-19-Patienten zu behandeln. Das gesamte pflegerische und ärztliche Personal der Klinik ist an der Versorgung der COVID-19-Patienten beteiligt. Dabei gibt es eine hohe Bereitschaft unter den Kollegen, die aktuelle Situation bestmöglich zu meistern. Vom ersten Tag an haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das COVID-19-Konzept vollumfänglich unterstützt und sich engagiert eingebracht. Wir schätzen diesen Einsatz sehr und danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in diesen Tagen um unsere Patienten kümmern und für ihre Kollegen einsetzen."

In den drei Kliniken der einem Schweizer Investor gehörenden Paracelsus-Kliniken sind in den beiden Reha-Kliniken "Roswitha" und "Klinik an der Gande" die klassischen Rehamaßnahmen der Indikationen Psychosomatik und Orthopädie quasi auf Null heruntergefahren, so wird aus den Häusern berichtet. "Ich war einer der letzten Patienten", berichtete Landtagsabgeordneter Uwe Schwarz aus Bad Gandersheim. Er konnte seine stationäre Reha-Maßnahme nach einer erfolgreichen Hüft-OP in der hiesigen Helios Klinik noch zuende machen. "Die Fortsetzung mit einer ambultenen Maßnahme ging schon nicht mehr."

Die Reha-Kliniken sind im Rahmen einer angeordneten Vorgabe des Landes Niedersachsen in einen Bereitsstellungsmodus versetzt worden. Damit sollen zusätzliche Klinikkapazitäten als Ergänzung zur Verfügung stehen, wenn die Corona-Krise in Aktutkrankenhäusern zu Überlastungen führt. Viele Reha-Kliniken in Deutschland befinden sich in diesem "Stand by Modus". Im Klartext bedeutet da: Dort findet nur ein Minimalbetrieb statt. Deswegen ist in Medienberichten seit geraumer Zeit die Rede davon, dass die Klinikbetreiber - in diesem konkreten Fall das Unternehmen Paracelsus - über Kurzarbeit für seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen strategisch und operativ nachdenklichen.

Konkret nachgefragt verwies der lokale Klinikmanager Torsten Prieß auf die Zuständigkeit der Paracelsus-Sprecherin in Osnabrück. Bei Frau von Schmeling ist eine entsprechende Anfrage gestartet. Bislang sah sie sich nicht in der Lage, die Thematik Kurzarbeit zu beantworten.red/fis

Die Bilder verdeutlichen die Situation: Bei den Paracelsus-Kliniken "Roswitha" und "Klinik an der Gande" herrschte in den vergangen Tagen kein Reha-Betrieb. Für die Corona-Helios-Klinik sagte Sprecherin Daniela Kasper, "Kurzarbeit ist für uns nicht relevant". Die Bilder entstanden in den vergangenen Tagen in den Zeiten von 19.30 Uhr bis 20 Uhr. Fotos: Marc Reiser
















28.04.2020 • 09:18 Uhr

Presse- und Meinungsfreiheit im Unrechtsstaat Türkei: GfbV fordert Freilassung aller Medienschaffenden aus den türkischen Gefängnissen

GfbV-Memorandum zum Internationalen Tag der Pressefreiheit - Kritische Berichterstattung darf nicht kriminalisiert werden

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai) veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen ein Memorandum unter dem Titel „Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei garantieren!“. Darin fordert die Menschenrechtsorganisation die Freilassung aller Journalistinnen und Journalisten aus den türkischen Gefängnissen. Die Regierung in Ankara müsse ferner alle Beschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit zurücknehmen. Kritische Berichterstattung und friedliche Meinungsäußerung dürften nicht kriminalisiert werden. Unabhängige Institutionen müssten diese grundlegenden Rechte garantieren.

„Diskussion über nationale Rechte der Angehörigen der kurdischen Volksgruppe und anderer Gemeinschaften sind keine Terrorpropaganda“, erklärt Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV. Medienschaffende, Politiktreibende und andere müssten das Recht haben, sich frei und ohne Angst in allen Medien zu äußern. Das gelte auch und vor allem für Belange der assyrischen/aramäischen, armenischen, christlichen, alevitischen und yezidischen Volksgruppen.

Den Putschversuch am 15. Juli 2016 hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan als „ein Geschenk Gottes“ bezeichnet. „In den ersten zwei Monaten danach wurden praktisch alle regierungskritischen Medien verboten, die zu großen Teilen der Bewegung um den im US-Exil lebenden Prediger Fethullah Gülen nahestanden“, erinnert Sido. „Aber auch linke oder kurdische Medien wurden verboten.“ Das Verbot habe insgesamt 179 Medien betroffen: 53 Zeitungen, 34 TV-Kanäle, 37 Radio-Stationen, 20 Magazine, 6 Nachrichtenagenturen und 29 Verlage. 620 Medienschaffenden sei die Akkreditierung entzogen worden, manchen der Reisepass für ungültig erklärt. Das Vermögen der Medienhäuser sei an den Staat übergegangen. Zehntausende Menschen wurden verhaftet.

Die Gefängnisse in der Türkei sind immer noch überfüllt. „Die Amnestie, die das türkische Parlament Mitte April beschlossen hatte, gilt aber nicht für Medienschaffende, Oppositionelle und Angehörige der kurdischen Volksgruppe“, kritisiert Sido. Nach Angaben von Reporter ohne Grenzen sind in der Türkei 22 Journalistinnen und Journalisten in Haft. Quellen in der Türkei sprechen sogar von bis zu 200. Anstelle einiger, die per Haftbefehl gesucht wurden und fliehen konnten, seien sogar Angehörige festgesetzt worden.

Seit 1994 wird jährlich am 3. Mai auf Verletzungen der Pressefreiheit und die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung für die Demokratie aufmerksam gemacht. „Der Internationale Tag der Pressefreiheit soll die Regierungen in der ganzen Welt daran erinnern, dass freie, pluralistische, unabhängige und alternative Medien unverzichtbar für alle demokratischen Gesellschaften sind“, so Sido.

Das Memorandum „Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei garantieren!“ können Sie über den Button unten herunterladen. Eine gedruckte Version können Sie in unserem Online-Shop kostenfrei bestellen.
red/fis










28.04.2020 • 09:13 Uhr

Kleines Naturwunder im Seekurpark: Tote Bäume sind nicht wirklich tot!

So stark und kraftvoll ist unsere Natur: Auch wenn die Stadt Bad Gandersheim aus vermeintlichen Gründen für Zwecke einer Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim mindestens 100 Bäume im Seekurpark der Roswithastadt fällen ließ, sind ein Teil diese immer noch herumliegenden scheinbar toten Gewächse nicht wirklich abgestorben. Beeindruckende Beispiele lassen sich in diesen Tagen schön am oberen Osterbergsee bestaunen. Aus dem Geäst eines abgesägten Baumes sprießen reichlich schöne Blüten. Sie lassen für Momente die aktuellen Einschläge für das Gartenfestival in zwei Jahren vergessen. Es sind auch Spaziergängerinnen zu beobachten, die sich Blütenzweige vorsichtig abknicken und sie andächtig als Dekoration mit nach Hause nehmen. red/Fotos: Nicole Klawitter












28.04.2020 • 08:29 Uhr

Erwartete Entscheidung, aber ein böses Desaster: Bad Gandersheimer Domfestspiele 2020 finden nicht statt! - Bereits gekaufte Eintrittskarten können in Gutscheine umgewandelt werden

Soeben offiziell verlautbar: Die Gandersheimer Domfestspiele 2020 werden wegen der Corona-Pandemie abgesagt

Die Gandersheimer Domfestspiele finden in diesem Jahr nicht statt. Die 62. Spielzeit des größten professionellen Freilichttheaters in Niedersachsen wird erst 2021 auf der Bühne vor dem Domportal zu sehen sein. Das haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der gGmbH entschieden. „Aufgrund der unvorhersehbaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Risiken und Gefahren für alle Akteure und Besucher sowie den sich daraus ergebenden betriebswirtschaftlichen Risiken sieht sich der Aufsichtsrat leider gezwungen, die Domfestspiele 2020 aufgrund höherer Gewalt abzusagen“, erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz MdL nach der Sitzung den einstimmigen Beschluss. Nach aktuell geltender Verordnung seien alle öffentlichen Veranstaltungen verboten. „Wann sich das ändert und unter welchen Voraussetzungen die Domfestspiele dann durchgeführt werden könnten, steht in den Sternen und macht jede Planung unmöglich“, sagt Uwe Schwarz. „Dieses Schicksal teilen die Domfestspiele mit vielen anderen Sommerveranstaltungen, die bereits abgesagt wurden.“

In den nächsten Tagen wäre die Tribüne mit der gesamten Infrastruktur vor der Stiftskirche aufgebaut worden und hätten die Proben begonnen. „Dort wären die gesundheitlichen Risiken für alle Beteiligten viel zu groß“, sagt Intendant Achim Lenz. „Die Darsteller, Regisseure und Musiker sowie die Mitarbeiter von Technik, Kostüm und Maske wären im ständigen und engen körperlichen Kontakt.“ Auch in den Zuschauerreihen wären zwei Meter Abstand nicht einzuhalten. Die Gandersheimer Domfestspiele wollen ihr Ensemble, ihre Mitarbeiter und auch ihr Publikum schützen. „Deshalb mussten wir jetzt die Reißleine ziehen“, sagt Geschäftsführer Thomas Groß. „Wir wissen, dass die Absage auch für die Gastronomie und die Geschäfte in Bad Gandersheim katastrophal ist, sind die Domfestspiele ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region.“ Leider habe es aber keine Alternative zur Absage gegeben. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und bis zuletzt gehofft, auch in diesem Sommer unser phantastisches Publikum begeistern zu können,“ bedauern Intendant Achim Lenz und Geschäftsführer Thomas Groß.

Für das gesamte Ensemble ist die Absage mit großen existenziellen Schwierigkeiten verbunden. „Für uns steht es deshalb an erster Stelle, allen unseren Beschäftigten in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen und eine Perspektive für die Zukunft zu geben“, sagt Intendant Achim Lenz. „Sie sind das Rückgrat unserer Gandersheimer Domfestspiele und ein Garant für unsere Zukunft“, ergänzt Geschäftsführer Thomas Groß. „Aus dieser Fürsorge und Verantwortung heraus bin ich seit Wochen in kontinuierlichen Gesprächen mit den Fördermittelgebern und Sponsoren.“

Der Leitung der Gandersheimer Domfestspiele ist bewusst, mit der Absage ein großes Loch in die Kulturszene Südniedersachsens zu reißen. Wenn es rechtlich und organisatorisch möglich ist, soll es deshalb im zweiten Halbjahr 2020 ein kleines Programm geben. „Aus unserer sozialen Verantwortung den Künstlerinnen und Künstlern gegenüber und aus unserer Verbundenheit mit der Region und der Stadt Bad Gandersheim können wir uns sowohl zur Eröffnung des neuen Probenzentrums als auch auf der Studiobühne im Kloster Brunshausen einige Veranstaltungen von Mitgliedern unseres Ensembles vorstellen“, sagt Intendant Achim Lenz. Für weitere Details sei es aber noch zu früh.
Die vier Produktionen, die in diesem Sommer zu sehen gewesen wären („Faust“ von Goethe, die musikalische Komödie „Die Drei von der Tankstelle“, das Musical „Flashdance“ sowie das Kinder- und Familienstück „Das Dschungelbuch“), sollen nun 2021 Premiere haben. Viele Vorbereitungen, die bislang dafür getroffen wurden, können im kommenden Jahr genutzt werden. In welchem Zeitraum 2021 vor der Stiftskirche gespielt wird, steht zurzeit noch nicht fest. Das soll zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.
Für bereits gekaufte Karten gilt folgende Regelungen: Wer seine Tickets über Reservix online gebucht hat, erhält von dort eine E-Mail mit der Möglichkeit, entweder gegen eine Spendenquittung auf die Erstattung zu verzichten oder aber einen Gutschein zu erhalten. Wer seine Eintrittskarten direkt in der Kartenzentrale erworben hat, kann ebenfalls gegen eine Spendenquittung auf die Erstattung verzichten oder aber den Wert der Tickets in einen Gutschein umwandeln lassen. Diese Gutscheine sind einsetzbar für Kartenkäufe der Domfestspiele 2021. Auf Wunsch wird alternativ der Kartenpreis erstattet.
Die Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele an der Stiftsfreiheit ist weiterhin geschlossen, um den Infektionsschutz gewährleisten zu können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aber telefonisch unter 05382 73 777 oder per E-Mail erreichbar: kartenzentrale@gandersheimer-domfestspiele.de

Die Domfestspiele bitten um Geduld, weil zu erwarten ist, dass in den nächsten Tagen viele Kunden gleichzeitig versuchen werden, die Kartenzentrale zu kontaktieren.
www.gandersheimer-domfestspiele.de.


Zum Bild:
Das inhaltlich zum Teil irritierende Bild zeigt die Mitglieder des Aufsichtsrates der Festspiel eGmbH. Erstens ist es eine reine Männergesellschaft. Zweitens muss die Frage gestattet sein, was einige Herren bewegt, angesichts der bitteren Entscheidung, die Festspiele absagen zu müssen, so schauen wie sie schauen. Die Absage des Theaterfestivals ist ein Desaster für Bad Gandersheim. Foto: Frank Bertram










28.04.2020 • 06:42 Uhr

Bunte Masche mit der Tasche - Frische und süße Werbeartikel in Bad Gandersheim aufgetaucht

Ganz still und heimlich sind sie in diesen Tagen aufgetaucht: Frische Werbeartikel für die südniedersächsische Kur- und Reha-Stadt Bad Gandersheim. Auffällig die Buntheit der Artikel. Mit viel Farbe gestaltet ein Kaffeebecher, eine Einkaufstasche oder die süße "Glücksschoki" . Gestaltet mit den auffälligsten Motiven der Roswithastadt wie beispielsweise mit Roswitha von Gandersheim als Nonne stilisiert, markante Gebäude wie die Stiftskirche und das Rathaus, letzteres allerdings nicht im neuen weißen Gewande. Alles jetzt unspektakulär aufgetaucht auf einem Tresen im Backshop und einem Stand bei der Obstabteilung des E-Centers Dirk Scheuner in Bad Gandersheim. Selbstverständlich zu käuflich erwerben. Bunte Gesten, gut als Mitbringesel geeignet, die die düsteren Corona-Krisentage ein wenig aufhellen.
red/Fotos: Nicole Klawitter














28.04.2020 • 06:29 Uhr

Vermisste 31-Jährige wird in Bad Driburg gesucht

In Bad Driburg sucht die Polizei nach einer vermissten 31-Jährigen Frau. Sie hat sich am Montag, 27. April, gegen 7 Uhr aus einer Klinik an der Elmarstraße in Bad Driburg entfernt. Da Hinweise auf eine Gefährdung der Vermissten vorliegen, sucht die Polizei mit verstärkten Kräften nach ihr. Ein Polizeihubschrauber ist bereits im Einsatz, auch Suchhunde sind unterwegs. Die Vermisste wird beschrieben als 1,65 Meter groß und etwas übergewichtig. Sie hat kurze, rosa gefärbte Haare, trägt ein orangenes T-Shirt und eine schwarze Hose. Zuletzt soll sie an einem Einkaufsmarkt an der Langen Straße in Bad Driburg gesehen worden sein. Zeugen, die womöglich Hinweise zu dem Verbleib der Vermissten geben können, sollen sich bitte mit der Polizei in Höxter unter 05271/962-0 in Verbindung setzen. /nig/Foto: Polizei










28.04.2020 • 06:24 Uhr

Einbrecher dringen in Hotel in Göttinger Innenstadt ein - Geld gestohlen

Aus einem zurzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Hotel in der Göttinger Jüdenstraße haben unbekannte Einbrecher am vergangenen Wochenende (24. bis 27.04.20) Bargeld in noch unbekannter Höhe gestohlen. Nach derzeitigen Ermittlungen drangen die Täter durch eine gewaltsam geöffnete Terrassentür in den Betrieb ein und brachen anschließend im Innern mehrere Türen auf. Mit dem dabei entdeckten Geld entkamen die Einbrecher in unbekannte Richtung. Von ihnen fehlt bislang jede Spur. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2115 entgegen.

Ein weiterer Einbruch in ein ebenfalls zurzeit ruhendes Hotel an der Kasseler Landstraße schlug am Wochenende fehl. In der Nacht zu Samstag waren Unbekannte zunächst auf noch ungeklärte Weise ins Foyer gelangt und hatten dann versucht, die Tür zum Büro aufzubrechen. Dabei lösten die Eindringlinge vermutlich den Alarm aus. Sie flüchteten ohne Beute.jk










28.04.2020 • 06:20 Uhr

Tipp der Woche: Stoffmasken richtig reinigen - bei 60 Grad waschen und Viren abtöten

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:
Ab 29. April gilt in allen Bundesländern die Maskenpflicht. Meist gilt sie im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Viele tragen selbst genähte Masken, die sie mehrmals verwenden können. Damit die Masken ihren Zweck erfüllen, sollten Träger sie nach jedem Gebrauch waschen. Um Keime abzutöten, sind mindestens 60 Grad Celsius mit einem Vollwaschmittel in der Waschmaschine zu empfehlen. Wer nicht ständig die Maschine anschalten möchte, kann die Maske auch mindestens fünf Minuten lang in kochendes Wasser legen, zum Beispiel in einem Topf auf dem Herd. Manche Virologen raten auch zum Bügeln: Hier darauf achten, dass der Stoff und die Nahtstellen richtig heiß werden. Von einer Reinigung im Backofen oder in der Mikrowelle raten viele Experten ab. Insbesondere bei Masken mit Drahtbügeln besteht hier die Gefahr von Funkenflug oder einem Verbrennen des Stoffs. Sind nach dem Waschen Risse oder Beschädigungen zu erkennen, die Maske nicht wiederverwenden. Übrigens: Vor dem Auf- und nach dem Absetzen gründlich die Hände waschen, damit die Maske keimfrei bleibt, und sie möglichst nur an den seitlichen Gummibändern anfassen! red/Quelle: ERGO Group













28.04.2020 • 06:12 Uhr

Erster Schultag der Abschlussklassen auch in Bad Gandersheim und Northeim im Präsenzbetrieb - Kultusminister Tonne spricht allen Beteiligen seinen Dank aus

Die Wiederaufnahme des Schulbetriebes für die Abschlussklassen der Schuljahrgänge 13, 10 und 9 an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Niedersachsen - und damit auch in Notheim, Einbeck und Bad Gandersheim - scheint weitgehend gelungen. Das zeigen erste Rückmeldungen, die das Niedersächsische Kultusministerium vor Ort über die Landesschulbehörde eingeholt hat. Die Schulen hätten präzise geplant und umfangreich vorgedacht. Von Seiten der Schulträger sei positive Unterstützung bei den Schulen angekommen. Wo verständlicherweise Unsicherheiten bestünden, sei über die schulfachlichen Dezernenten intensiv beraten worden.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne dankte insbesondere den Schulleitungen sowie den Lehrerinnen und Lehrern für ihre umfangreichen organisatorischen Vorbereitungen, ohne die ein Start in den Schulbetrieb nicht denkbar gewesen wäre. Durch die Halbierung der Klassengrößen und das Lernen in kleineren Gruppen werde das Abstandsgebot sichergestellt, durch eine stufenweise Wiederaufnahme des Unterrichts im täglichen oder wöchentlichen Wechsel die Schülerbeförderung entlastet.

Tonne: „Ich danke den Schulleitungen, den Lehrkräften sowie den Schülerinnen und Schülern für ihre Disziplin und ihr Engagement. Auch den Schulträgern gilt mein Dank mit Blick auf Hygienemaßnahmen sowie die Schülerbeförderung. Für die gute Arbeit vor Ort möchte ich mich zudem bei der Niedersächsischen Landeschulbehörde bedanken. Ich weiß, dass heute vieles neu war. Das ist nachvollziehbar und niemand hat einen ruckelfreien Betrieb aus dem Stand erwartet. Zurückgemeldete Handlungsbedarfe werden aufgenommen und kurzfristig abgearbeitet. Ich habe großes Vertrauen und stärke den Lehrkräften und Schulleitungen weiterhin den Rücken. Die direkte und unbürokratische Unterstützung der Schulbehörden erhalten wir aufrecht", sagt Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne.

Der Kultusminister betont: „Weder Lehrkräfte noch Schülerinnen und Schüler können einfach den Schalter umlegen und alles läuft in gewohnten Bahnen mit Schule und Prüfungen. Das gilt es auf- und ernst zu nehmen. Wir brauchen Zeit zur Begegnung, zum Austausch, zur Verarbeitung des Erlebten. Wir brauchen eine Schulkultur der Achtsamkeit, des Zusammenhaltens, der gegenseitigen Unterstützung, der Sicherheit und Orientierung.

Für diesen Auftrag haben die Lehrkräfte ausdrücklich Freiraum, Zeit und meine Unterstützung."
red/fis










27.04.2020 • 21:41 Uhr

Umstrittene Absage der Bürgermeisterwahl in Uslar: Grascha (FDP) hält an seiner Kritik fest und interveniert bei Innenminister Pistorius

Warum wurde die FDP von der Wahlabsage durch die Kreisverwaltung nicht vom Kooperationspartner SPD informiert?

Nachdem der Landtagsabgeordnete Christian Grascha (FDP) zur umstrittenen Absage der Bürgermeisterwahl in Uslar durch den Landkreis Northeim aufgrund der Covid 19 Pandemie schon eine Anfrage an die Landesregierung gestellt hat (wir berichteten), hat er nun einen Brief an den Innenminister Boris Pistorius geschrieben. Grascha hatte die Entscheidung des Landkreises kritisiert und darauf verwiesen, dass Wahlen das Fundament eines demokratischen Staates und im Grundgesetz besonders geschützt seien. Sie hätten deshalb eine besondere Priorität.

Der Einbecker Landtagsabgeordnete bittet den Innenminister zu prüfen, ob der Landkreis Northeim anhand eines Erlasses des Innenministeriums die Abwägung und Prüfung korrekt und vollständig vorgenommen habe. Der Freie Demokrat bezweifelt dies. „Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen, dürfen zum Beispiel Einzelhandelsgeschäfte und Schulen nur unter bestimmten Voraussetzungen öffnen. Sie müssen Hygienekonzepte aufstellen und die Einhaltung der Abstandsregeln sicherstellen. Warum das bei einer Wahl in Wahllokalen nicht möglich sein soll, ist für mich schleierhaft“, so der Abgeordnete. Gegebenenfalls sei auch zu prüfen, ob eine Wahl komplett als Briefwahl durchgeführt werden könne. Hiermit habe der Landkreis Hameln-Pyrmont bei der Landratswahl gute Erfahrungen gemacht.

In dem Brief bittet Grascha den Innenminister auch zu prüfen, inwiefern die Amtszeitverlängerung des derzeitigen Bürgermeisters rechtens ist. Der Landkreis räumt in seiner Verfügung ein, dass es hierfür keine Rechtsgrundlage in der Niedersächsischen Kommunalverfassung gibt. „Sich in diesem Fall auf das Infektionsschutzgesetz zu beziehen, halte ich für mindestens fragwürdig. Der Infektionsschutz wird ja nicht schlechter sein, wenn nach Ende der regulären Amtszeit des bisherigen Bürgermeisters der allgemeine Vertreter die Leitung der Stadtverwaltung übernimmt“, so Grascha. Falls es zu einer Amtszeitverlängerung kommen solle, müsse wenigstens die Vertretung, also der Stadtrat von Uslar, entscheiden.

Interessant ist auch ein weiterer politischer Zusammenhang. Grascha und seine FDP kooperieren im Kreistag mit der mehrdominierenden SPD. Politische Beobachter fragen sich, wieweit der Kooperationspartner FDP vor der Entscheidung der Wahlabsage informell von der SPD informiert worden war. Offensichtlich war das nicht der Fall wie an der harschen Empörung Graschas auszumachen ist. Die SPD dagegen sei von der Aussetzung der Wahl durch Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) ganz und gar nicht nicht überrascht gewesen, heißt es in Kreistagskreisen.
red/fis












27.04.2020 • 15:13 Uhr

Eskalation mit Schlagstöcken, Faust, Messer und Tritten gegenüber des Bahnhofs - Polizei bittet um Zeugenhinweise

Am gestrigen Sonntag, 19.April 2020, gegen 20 Uhr, hielten sich drei 24-, 27- und 50 Jahre alte Goslarer im Bereich des Kiosks in der Klubgartenstrasse 1, direkt gegenüber des Goslarer Bahnhofsgeländes, auf, als zunächst eine aus vier namentlich nicht bekannten Personen bestehende Gruppe erschien. In der Folge eines sich anschließenden kurzen Streitgesprächs wurde der 24-Jährige von einem bislang unbekannten Täter mit der Faust gegen den Hinterkopf geschlagen und von einem weiteren bislang unbekannten Täter mit dem Messer bedroht. Anschließend entfernte sich die Gruppe vom Ort des Geschehens.

Gegen 21.20 Uhr kam es zu einem erneuten Vorfall zwischen diesen Personengruppen, wobei die der Angreifer offenbar Unterstützung erhalten hatte. Nach Aussagen der Goslarer fuhren dieses Mal zahlreiche Fahrzeuge am Kiosk vor, die bislang ebenfalls unbekannten Insassen stiegen aus und schlugen ohne Vorwarnung zum Teil mit Schlagstöcken auf den 27-Jährigen ein und traktierten ihn, nachdem er zu Boden gegangen war, zudem mit Schlägen und Tritten. Diese Behandlung erfuhr auch der 50-Jährige bei einem Schlichtungsversuch.

Danach stiegen die Tatverdächtigen wieder in ihre Fahrzeuge, u.a. zwei silberne Audi, einem dunklen BMW, einem dunklen Mercedes-Benz S-Klasse, einem dunklen VW Golf und einem dunklen Audi A 7, und fuhren in Richtung Mauerstrasse davon. An der Eskalation Beteiligte haben Migrationshintergründe, ergaben Recherchen. Die Polizei enthielt sich dazu.

Der 27-jährige Goslarer wurde bei dem Vorfall verletzt, nach medizinischer Erstversorgung mit dem Rettungswagen ins Goslarer Krankenhaus gebracht, von dort allerdings nach ambulanter Behandlung wieder entlassen.

Die Polizei Goslar hat die Ermittlungen dazu aufgenommen und bittet Personen, die während der lautstarken Auseinandersetzung auf die Situation aufmerksam wurden, entsprechende Beobachtungen gemacht haben bzw. Angaben über die Identität der Täter sowie zu den benutzten Fahrzeugen oder andere sachdienliche Hinweise geben können, sich unter 05321/339-0 zu melden.red/ots










27.04.2020 • 15:07 Uhr

Goslar: Polizei muss über tieftraurige Tragödie berichten

Die Polizei in Goslar berichtet soeben über eine tieftraurige Tragödie, die Aufsehen erregte und zunächst Spekulationen auslöste. Die Polizei stellte nun in einer offiziellen Verlautbarung die Faktenlage klar: "Am Sonntagnachmittag, gegen 16.08 Uhr, begab sich eine 32-jährige männliche Person, die zuvor unter Zurücklassung von Abschiedsbriefen die Wohnung verlassen hatte, in suizidaler Absicht im Bereich Hahndorf auf die Gleise der Bahnstrecke Goslar-Hannover, wurde dort von einem herannahenden Zug erfasst und verstarb an den erlittenen Verletzungen".ots










27.04.2020 • 14:50 Uhr

Nach positiven Erfahrungen mit Deponie Brandisbreite - Deponie Blankenhagen ab Mittwoch wieder für Privatkunden geöffnet

Die Kreisabfallwirtschaft Northeim öffnet die Deponie im Moringer Ortsteil Blankenhagen versuchsweise ab dem 29. April 2020 wieder für private Anlieferungen.
Nach den positiven Erfahrungen bei den Anlieferungen auf der Bauabfalldeponie Brandisbreite, die am 21. April wieder für Privatkunden geöffnet worden war, zeigt sich Dirk Fröchtenicht, technischer Leiter der Kreisabfallwirtschaft, zufrieden: „Dort war das Annahmeaufkommen leicht erhöht, der Betrieb läuft aber grundsätzlich problemlos. Von daher ein ausdrückliches Lob an die Kunden, die den Weisungen des Deponiepersonals folgen und sich der Situation angemessen verhalten.“ Daher soll der Versuch jetzt auf der Deponie Blankenhagen fortgesetzt werden.
Die Deponien Einbeck und Uslar-Verliehausen bleiben wie bisher vorerst nur für Gewerbetreibende geöffnet. Beengte Platzverhältnisse und schmale Anfahrtswege unter anderem lassen eine Öffnung der beiden Deponien derzeit noch nicht zu.
Voraussetzung für die Anlieferung von Bauabfällen ist ein hohes Maß an Disziplin unter Einhaltung der Abstände und der entsprechenden Hygienemaßnahmen vor Ort. Ein unmittelbarer Kontakt soll möglichst vermieden werden. Das Tragen eines Mundschutzes bei der Anlieferung wird ausdrücklich erwünscht.
Die Kreisabfallwirtschaft bittet darum, die Anweisungen des Deponiepersonals, insbesondere zur Verkehrslenkung, Folge zu leisten. Eine Missachtung der Annahmebedingungen würde eine erneute kurzfristige Schließung unausweichlich machen. Vorab sollten zudem alle Kunden prüfen, ob eine Anlieferung der Abfälle/Wertstoffe zwingend erforderlich ist oder nicht noch warten bzw. bei der regulären Müllabfuhr mitgenommen werden kann.
Zudem müssen folgende Verhaltensregeln beachtet werden: Die Abfälle/Wertstoffe dürfen nur mit maximal zwei Personen angeliefert werden. Der Abstand zum Deponiepersonal und anderen Kunden sollte mindestens 1,50 m betragen. Die Zuweisung zu den bestimmten Abladebereichen durch das Deponiepersonal muss zwingend befolgt werden. Hilfestellung bei der Ausladung der Abfälle wird es seitens des Deponiepersonals nicht geben.

Darüber hinaus weist die Kreisabfallwirtschaft darauf hin, dass dem betriebsinternen Anliefer- bzw. Abholverkehr der Abfälle/Wertstoffe absoluter Vorrang eingeräumt wird. Es kann dadurch und durch den erwarteten verstärkten privaten Anlieferverkehr zu längeren Wartezeiten kommen. Die Kreisabfallwirtschaft bittet um Geduld. Die Wartezeiten müssen alle, die Abfälle anliefern möchten, im Auto verbringen. Zudem müssen die Kunden bei einer erhöhten Anlieferfrequenz davon ausgehen, dass - insbesondere an Nachmittagen – leider nicht alle Kunden bedient werden können.
Die Hausmülldeponie Blankenhagen ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.
lpd










27.04.2020 • 13:39 Uhr

Innovativ in der Corona-Krise: "Flow Control": Kundenfrequenz in Geschäften und Märkten automatische steuern und kontrollieren - Anonym, sicher, diskret und unkompliziert

simply-X -Pilotprojekt heute in der südniedersächsischen Kurstadt Bad Gandersheim bei Landhandel Dörries gestartet

Die Corona bedingten allgemeinen Zugangsbeschränkungen in Geschäften und Märkten erfordern ein hohes Maß an Einhaltung der bestehenden Sicherheitsbestimmungen. Festgelegt sind derzeit je nach der Verkaufsfläche die zulässige Anzahl von Kundinnen und Kunden in einem Geschäft. Als Grundregel gilt aktuell: Auf zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ist ein Kunde erlaubt. Wie diese Vorgaben steuern, kontrollieren, überwachen? Das auf innovative Einlasskontrollen in Stadien und Eventarenen spezialisierte Unternehmen simply-X in Bad Gandersheim hat innerhalb kürzester Zeit dafür eine technische Lösung namens "Flow Control" entwickelt.
Heute wurde" Flow Control" beim Kooperationspartner Landhandel Dörries in der Braunschweiger Straße in der südniedersächsischen Kurstadt Bad Gandersheim erstmals mit einem Pilotprojekt erfolgreich gestartet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Holger Steinhoff, Entwickler der Software für "Flow Control" bei simply-X erklärt: Der Kunde durchläuft das Drehkreuz am Geschäftseingang. Hier ein digitales Signal an die Erfassung gegeben. Daraus ergibt sich bei mehreren Zugängen die Anzahl der Kundenanzahl im Geschäft. Sie wird optisch an einem großfläichigen Bildschirm mit einem grünen Punkt angezeigt. Bei "Landhandel Dörries" dürfen sich maximal 100 Kunden/innen im Markt aufhalten. Hat ein Kunde sein Einkauf abgewickelt nimmt er wiederum das Drehkreuz Ausgang. Durch die elektronische Erfassung erscheint die reduzierte Anzahl der Einkaufenden auf der blauen Statistiksäule. Sowohl für die Mitarbeiter/innen im Geschäft als auch bei eventuellen unangemeldeten Kontrollen durch die Ordnungsbehörde ist damit zu jeder Minute erkennbar, ob die zulässige Kundenfrequenz im Laden eingehalten wird.
"Alles geschieht geräuschlos, technisch unkompliziert und ohne zusätzlichen Einsatz von Sicherheitspersonal", bringt simply-X-Chef Mathias Bode die offensichtlichen Vorteile auf den Punkt. Und bei den Einsatzvarainten von "Flow Control" sind sich Sicherheitsexperten einig: Die Technik ist vielseitig und sofort einsetzbar: In Märkten, Arenen oder Gastroräumen.
red/Fotos: Thomas Fischer
















27.04.2020 • 12:15 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim - 117 Fälle für Landkreis Northeim bestätigt

Heute, Montag, 27. April 2020, 12.04 Uhr. Die Landkreispressestelle teilt soeben offizielle mit: Aktuell gibt es 117 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Freitag der Vorwoche sind damit zwei neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 58 Personen - vier mehr als am Freitag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um eine weibliche Personen fortgeschrittenen Alters und eine männliche Person mittleren Alters. Die weibliche Person weist bisher keinerlei Symptome auf und befindet sich in einer Wohneinrichtung in Quarantäne. Die männliche Person ist in häuslicher Quarantäne und klagt über den Verlust des Geschmackssinns.lpd











27.04.2020 • 12:12 Uhr

Masken-Parade unterm Kastanienbaum in Bad Gandersheim: Starker Absatz für 5 Euro das Stück

Noch einmal ist die megafleißige Näherin Burgel Johannes aktiv. Derzeit verkauft sie an einem weißen Stehtisch auf der Stiftsfreiheit in der südniedersächsischen Kurstadt Bad Gandersheims ihre bunten Mund-Nase-Bedeckungen. Alles kreativ gemacht. Selbst genäht. Das Stück für fünf Euro. Der Absatz läuft prächtig.“Vorigen Freitag waren 80 Masken in kürzester Zeit abgesetzt“, berichtet Burgel Johannes stolz dem Reporter vor Ort. Viele Corona-Stoff-Masken wurden als Bestellung aufgenommen. Sie sind fertiggestellt. Alle in weiße Papiertütchen verpackt. Die Adressaten mit Kugelschreiber auf dien Tüten vermerkt. Als Burgels Assistent ist heute Rüdiger Pelz unter dem schattigen Kastanienbaum dabei. Er nimmt das Geld entgegen. Und Pelz motiviert, als ich ihm einen Zehn-Euro-Schein gebe:“Die andere Hälfte des Zehners vielleicht als Spende?“. Nun, ich lasse mich darauf ein. Die Masken-Aktion dient dem gebeutelten und ehrenamtlich organisierten Gandersheimer Solebad. Da ist Solidarität angesagt. red/
Zu den Bildern: Maskenmacherin Burgel Johannes und Kassierer Rüdiger Pelz heute beim Masken-Verkauf auf der Stiftsfreiheit. Die Maske mit den Schafen hat ebenfalls Frau Johannes geschaffen. Fotos: Thomas Fischer












27.04.2020 • 12:04 Uhr

Angerstein/Hevensen: Auf B446 und B3 Raser gefilmt - einer rauschte mit 155 km/h in Radarfalle

Am vergangenen Wochenende führte die Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Northeim mehrere Geschwindigkeitsmessungen durch.

Am Freitag, 24.04.2020, erfolgte die Messung in beiden Fahrtrichtungen auf der B 3 in Höhe Angerstein von 20.20 Uhr bis 00.30 Uhr. Auf der langen Geraden zwischen Nörten-Hardenberg und Bovenden passierten in den gut vier Stunden 705 Autos die Messstelle. 51 Autofahrer waren zu schnell. Auf sie kommen nun Verwarngeld- oder Bußgeldbescheide zu. Gegen 20.42 Uhr wurde ein Autofahrer aus Göttingen auf der Fahrt in Richtung Norden mit 153 km/h gemessen. Gegen 22.29 Uhr folgte ihm ein weiterer Göttinger mit 155 km/h. Beide dürfen nun mit zwei Punkten in Flensburg, einem einmonatigen Fahrverbot und 160 Euro Bußgeld rechnen.

Bei einer weiteren Messung am Samstagabend in der Zeit von 20.16 Uhr bis 23.45 Uhr auf der B 446 in Höhe der Biogasanlage bei Hevensen passierten 290 Fahrzeuge den Messbereich. Bei erlaubten 70 km/h waren nur 14 Autofahrer zu schnell unterwegs. Gegen 22.34 Uhr wurde ein Autofahrer aus dem Raum Uslar vermutlich auf dem Heimweg mit 143 km/h gemessen. Auf den Autofahrer kommen in einem Bußgeldverfahren nun zwei Punkte in Flensburg, ein zweimonatiges Fahrverbot und 440 Euro Geldbuße zu.fal/Foto: Thomas Fischer











27.04.2020 • 09:19 Uhr

Gericht bekräftigt Versammlungsverbot in Kirchen, Moscheen und Synagogen

Die vom Staat wegen der Corona-Krise verfügten und umstrittenen Gottesdienstverbote bleiben bestehen. Das hat in Niedersachsen ein Gericht bekräftigt.

In einer offiziellen Verlautbarung der Landes Niedersachsen heißt es dazu:

Der 13. Senat des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg hat mit Beschluss vom 23. April 2020 einen Antrag auf einstweilige Außervollzugsetzung des Verbots von Zusammenkünften in Kirchen, Moscheen und Synagogen nach der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus vom 17. April 2020 abgelehnt (Az.: 13 MN 109/20).

Antragsteller war ein eingetragener Verein, der sich für die Rechte der Muslime einsetzt. Der Senat hat das Verbot von Zusammenkünften in Kirchen, Moscheen und Synagogen auch unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung des Infektionsgeschehens noch als eine notwendige Schutzmaßnahme angesehen. Das Verbot wolle die gezielte Zusammenkunft zahlreicher Personen zum Zwecke auch länger andauernder gemeinsamer Verrichtungen mit Blick auf deren erhöhtes infektionsschutzrechtliches Gefährdungspotenzial unterbinden. Mildere, zur Zielerreichung gleich geeignete Mittel, wie bloße Zugangsbeschränkungen, stünden angesichts der Vielzahl von Personen und des Zusammentreffens in einem überschaubaren geschlossenen Raum nicht zur Verfügung. Die individuelle Glaubensausübungsfreiheit und auch religiöse Versammlungen unter freiem Himmel blieben zudem möglich. Der damit noch für die Gültigkeitsdauer der Verordnung bis zum 6. Mai 2020 verbundene Eingriff in die kollektive Glaubensausübungsfreiheit wiege zwar überaus schwer, werde aber vom öffentlichen Interesse an einer weiteren Ausbreitung des Infektionsgeschehens überwogen.

Der Senat hat den Beschluss aufgrund der ihm zur Entscheidungsfindung zur Verfügung stehenden kurzen Zeit zunächst als Tenorbeschluss gefasst; eine ausführliche schriftliche Begründung folgt zeitnah. Der Beschluss ist unanfechtbar. red/fis/Foto: Thomas Fischer










27.04.2020 • 09:05 Uhr

Bad Salzdeturth: Immer wenn die Sonne scheint...Zwei Kradunfälle mit Verletzten - Polizei sucht Zeugen

Am Sonntag, ein herrlicher Frühlingstag mit reichlich Sonnenschein, kam es im Bereich des Polizeikommissariats Bad Salzdetfurth zu zwei Kradunfälle mit einer schwer und einer leicht verletzten Person.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 14 Uhr auf dem Weinberg bei Nette. Ein Kradfahrer befuhr die B 243 aus Richtung Wesseln in Richtung Bockenem. In den S-Kurven, kurz vor der Ortschaft Nette, verlor er auf Grund eines Fahrfehlers die Kontrolle über sein Krad und rutschte in den angrenzenden Straßengraben. Beim Sturz verletzte sich der aus Hannover stammende 18-jährige Kradfahrer leicht am Knöchel und wurde anschließend zur weiteren Behandlung in ein Hildesheimer Krankenhaus verbracht. Am Krad entstand ein Sachschaden von ca. 150 Euro.

Der zweite Unfall ging nicht ganz so glimpflig aus. Der Unfall ereignete sich gegen 16:50 Uhr auf der Landesstraße 499 zwischen Listringen und Heersum. Mehrere PKW und ein Krad befuhren hintereinander die Straße aus Listringen kommend in Richtung Heersum. In einer Gefällstrecke verlangsamte dann der erste PKW seine Geschwindigkeit um nach links in einen Feldweg abzubiegen. Die nachfolgenden Fahrzeugführer bremsten ihre Fahrzeuge deshalb ebenfalls ab. Der am Ende der Fahrzeugschlange fahrende Kradfahrer bemerkte dies offenbar zu spät und fuhr trotz Gefahrbremsung auf das Heck des vor ihm fahrenden PKW auf. Anschließend stürzte der aus dem Landkreis Hildesheim stammende 68-jährige Fahrer auf die Fahrbahn und zog sich dabei schwere Verletzungen an den Beinen zu. Er war aber beim Eintreffen der Polizei und Rettungskräfte noch ansprechbar. Zur weiteren Behandlung wurde er in ein Hildesheimer Krankenhaus verbracht. An dem PKW und an dem Krad entstand ein Sachschaden von insgesamt ca. 8000 Euro. Das Krad war nicht mehr fahrbereit und wurde von einem Abschlepp- unternehmen abgeholt.

Die vor Ort angetroffenen Zeugen wurde durch die Polizei zum Unfallgeschehen vor Ort befragt. Dabei stellte sich heraus, dass sich der Fahrer des PKW, der direkt hinter dem abbiegenen Fahrzeug fuhr, nicht mehr vor Ort befand. Diesen Fahrer würde die Polizei gern als wichtigen Zeugen zum Unfallgeschehen befragen. Auch weitere Zeugen können ihre Beobachtungen an die Polizei in Bad Salzdetfurth unter der Rufnummer 05063-901115 melden.No










27.04.2020 • 08:57 Uhr

Kommunen und Kapital: Northeim jammert, Bad Gandersheim gibt Geld aus

Kreisstadt beklagt bedrohliche Einnahmeverluste von über 6 Millionen Euro - Gandersheim beschließt Betiebskostenzuschuss von 120.000 Euro für Solebadgenossenschaft

So verschieden sind aktuell die Verhältnisse in manchen Kommunen im Landkreis Northeim, wenn es um Kapitalien geht: In Northeim hat sich dieser Tage ein besorgter Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) - Foto - über die bedrohliche Ebbe in seiner Stadtkasse ausgelassen. Die Corona-Krise leert die Kassen, so seine Klage auf den Punkt gebracht. Über 6 Millionen Euro an Einnahmenverlusten sind zu erwarten.

Über ein viel positiveres Geschehen zur Finanzsituation ist zur gleichen Zeit aus dem staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim zu berichten. In der legendären Open-Air-Ratssitzung am vergangenen Donnerstag in der grünen Oase bei Lönings in Brunshausen kein Gejammer und Gezeter über zu erwartende Einnahmeverluste. Ganz im Gegenteil. Die Stadt Bad Gandersheim vielmehr in Geberlaune.

Einstimmig und ohne Diskussion folgte der Stadtrat einer Empfehlung der Verwaltung, insgesamt 120.000 Euro der Solebadgenossenschaft als Betriebskostenzuschuss zu geben. 100.000 Euro standen bereits im Etat 2020/21; weitere 20.000 Euro wurden jetzt draufgesattelt.

Derzeit findet wegen der Corona-Beschränkungen und aufgrund von Sanierungs- und Reparaturarbeiten kein Schwimmbetrieb in dem Hallenbad statt.
red/Fotos: Thomas Fischer












27.04.2020 • 08:33 Uhr

Pestizide der Bayer AG belasten Indigene: Bayer exportiert in der EU verbotene Gifte nach Brasilien

Gesellschaft für bedrohte Völker prangert an: Böden und Gewässer sind nachweislich belastet, auch in Großstädten

Die Bayer AG profitiert seit Jahren von Brasiliens Pestizidproblem und den gesundheitlichen Schäden, denen indigene Gemeinschaften dadurch ausgesetzt sind. Das kritisiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich der Hauptversammlung des Chemieriesen am 28. April. „Über mehrere Regierungen hinweg wurde die Agrarwirtschaft auf Monokulturen und hohen Pestizideinsatz umgestellt“, erklärt Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker. „Die immensen Kosten dieser Wirtschaftsform tragen kleinbäuerliche, oft indigene Gemeinschaften vor Ort. Die Gewinne fließen nach Brasilia und Leverkusen.“

Das deutsche Chemieunternehmen ist seit der Übernahme des US-amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto Weltmarktführer im Pestizidgeschäft und verfolgt eine Logik der Doppelstandards: Pestizide, die in der EU verboten sind, werden in Deutschland produziert. Sie werden in Länder wie Brasilien exportiert und verwendet, um Exportprodukte wie Soja, Mais, Zucker oder Baumwolle anzubauen – die dann wieder nach Europa geliefert werden. „Über diesen perfiden Mechanismus exportiert Europa seine Gesundheitsschäden, Umweltbelastungen und Menschenrechtsverletzungen“, so Bangert. Indigene lebten oft in unmittelbarer Nähe zu großflächigen Anbaugebieten. Flugzeuge, die Pestizide versprühen, trügen diese Giftstoffe buchstäblich bis vor ihre Tür. Böden und Gewässer sind nachweislich belastet, nicht nur auf dem Land, auch in vielen brasilianischen Großstädten.

Brasilien importiert weltweit die meisten Pestizide, 49 Prozent davon sind sogenannte hochschädliche Pestizide (HHPs). „Die Umweltgesetze wurden in den letzten Jahren stark dereguliert: Zum Vorteil von Unternehmen und zum Nachteil aller, die mit den Giften direkt in Verbindung kommen“, erinnert Bangert. Die Lage habe sich seit Amtsantritt von Jair Bolsonaro noch einmal verschärft: Allein im vergangenen Jahr habe Landwirtschaftsministerin Tereza Cristina 503 Pestizide neu zugelassen. Viele davon seien in Europa verboten. In den Jahren bis 2016 seien es etwa 200 pro Jahr gewesen – auch das schon eine hohe Zahl.

Doch die Politik sei nicht allein verantwortlich: „Bayer muss für unternehmerische Sorgfaltspflichten garantieren“, fordert Bangert. „Gerade in Ländern wie Brasilien, in denen die Regierung ihre Bevölkerung nicht ausreichend schützt, tragen Unternehmen eine besondere Verantwortung für die Konsequenzen ihres Handelns. Wir fordern Bayer daher eindringlich auf, an die lokale Bevölkerung zu denken und langfristig Geschäftsmodelle zu entwickeln, die ohne den Handel mit HHPs auskommen.“
red/fis










27.04.2020 • 08:29 Uhr

Heimat neu entdecken: Gestern im Gänsegrund, heute im Seekurpark

Das fantastische Wetter der letzten Wochen verdrängt immer wieder die dunklen Schatten der aberwitzigen wie unwirklichen Corona-Krise. Und die warme Sonne am blauen Himmel mit seinen weißen Wattewolken verdrängen Corona, machen Lust, draußen zu sein. Und plötzlich entdecken immer mehr Menschen bei ihren Wanderungen zu Fuß oder mit dem Rad die Schönheiten unserer heimatlichen Region. Sie bietet eine Fülle angenehmer Reize, die es neu zu entdecken gilt.

Beispielsweise den geheimnisvollen Gänsegrund. Eine romantische Waldlandschaft bei Bad Gandersheim. Spät nachmittags von der Sonne malerisch in Szene gesetzt.

Oder heute zum 6.30 Uhr beim Jogginglauf im Seekurpark. Ein neuer Tag steigt aus den zarten Nebelschwaden des mittleren Osterbergsees empor. Durch das Geäst von Bäumen blinzelt die aufgehende Sonne.

Was wird dieser Tag, diese neue Woche bringen?
Wir halten Sie auf dem Laufenden!
red/Fotos: Thomas Fischer












26.04.2020 • 20:10 Uhr

Trotzdem leben in düsteren Corona-Zeiten: Die Welt ist gelb und voller Biker und Schweiß

Wie leben in diesen düsteren Corona-Krisenzeit? Viele zog es heute raus in die Natur. Alles was Räder hat war draußen. Auf dem Skulpturenpfad massenhaft Radler. Biker aus Hannover treffen sich in der romantischen Klosteranlage Brunshausen. Wanderer lassen diese wahnsinnige Gelbintensität auf sich wirken. Die Ackerlandschaft ist voll von diesen gigantischen Farbkleksen. Und wenn sich dieser Corona-Tag neigt ist beim joggen noch einmal gut schwitzen angesagt. Selbst Eurer Geistlichkeit bleibt das ganz erspart. Aber stählt, tut gut und macht stark, die nächsten harten Coronatage zu überstehen...












26.04.2020 • 18:49 Uhr

Im entleerten oberen Osterbergsee in Bad Gandersheim: "Hunderte von geschützten Teichmuscheln im vertrockneten Schlamm verreckt"

Die Spaziergänger konnten sie heute wieder anschauen und waren erschrocken: Die bizarren Spitzen der Großen Teichmuscheln im oberflächlich ausgetrockenen und verkrusteten Schlamm des entleerten oberen Osterbergsees im staatlich anerkannten Heilbad Bad Gandersheim. Das Menetekel einer geschändeten Tierwelt. "Hunderte von geschützten Teichmuscheln sind hier verreckt!", empört sich eine junge Tierschützerin, Tochter eines bekannten Bad Gandersheimers. Ihr waren die aus dem Schlamm herausragenden Teichmuscheln zuerst aufgefallen. Die junge Frau hatte Alarm geschlagen und sich wie andere gefragt: "Musste das wirklich in diesem Ausmaß passieren?"

Nun, im Rahmen der Vorbereitungen des Millionenprojektes Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim hatte die Stadt Bad Gandersheim die Entschlammung des oberen Osterbergsees angekündigt und öffentlich verteidigt. Es folgte das Abfischen durch Profis. Und bei dieser Aktion gelang es eben nicht, alle geschützten Großen Teichmuscheln ordentlich zu bergen. Einige verfingen sich in den Netzen und wurden somit gerettet (wir berichteten). Viele andere hatten sich im Schlamm eingegraben. Die Netze des lokalen Anglervereins konnten diese Muscheln nicht erfassen. Nach dem Ablassen des Wasser aus dem Osterbergsee war das Schicksal der verbliebenen Teichmuscheln mit der einsetzenden Austrocknung der Teichgrundsatzes besiegelt.

Darauf angesprochen bestätigte LAGA-Geschäftsführer Thomas Hellingrath den Tod der Teichmuscheln. "Ich habe das auch gesehen!". Es sei bedauerlich, kommentierte er verständnisvoll. Gleichzeitig verweis er erstens auf die Zuständigkeit und Verantwortung der Stadt, gestand aber ein, "dass die Entschlammung natürlich auch etwas mit den Plänen der Landesgartenschau 2022 zu tun hat". Zweitens versicherte Hellingrath, dass nach der Ausbaggerung des Schlammmasse eine vollständige Reaktivierung und teilweise Umgestaltung des oberen Osterbergsees im Rahmen der Landesgartenschaumaßnahmen vorgesehen ist. "Dann wird sich die Teichmuschel bestimmt wieder in dem See ansiedeln lassen und ihr Biotop zurückerobern."

Mit der Entleerung des Schlammes ist nach Angaben von Hellinrath im Zeitraum von Juni bis September dieses Jahres zu rechnen. "Das muss noch weiter austrocknen. Im Sommer geschieht dann die Ausbaggerung."

Hintergrund:
Die Große Teichmuschel kommt in Nord- und Mitteleuropa im Schlammboden von stehenden, sauberen Süßgewässern vor. Durch zunehmende Gewässerverschmutzung sind sie stark gefährdet und stehen deswegen, wie auch andere Arten der Ordnung Unionida unter Naturschutz. Quelle: wikipedia
red/Fotos: Nicole Klawitter
















26.04.2020 • 17:10 Uhr

Medien: "Tatort"-Zeitung heizt mächtig das Göttinger TV-Publikum an - Heute um 20.15 Uhr "National feminin"

Nicht nur auf dem Polizeipräsidium in Göttingen werden die Polizisten/innen heute Abend genau hinschauen. Ganz Göttingen ist im TV-Fieber. Innerhalb von 14 Tagen wird bereits der zweite "Tatort"-Krimi aus der Uni-Stadt bundesweit ausgestrahlt. Die lokalen Northeimer Neuesten Nachrichten machen mit einer schönen Werbung für den Frauen-Krimi auf der Titelseite auf. "National feminin", so der zeitgeistige Titel. In den Hauptrollen logisch nur Frauen: Die Ermittlerinnen die prominente Maria Furtwängler mit ihrer Partnerin Florence Kasumba. Passend zu Göttingen geht in dem Krimi natürlich um eine Star-Juristin und unnatürlich um eine rechtsnationale Frau. Den "Frauen-Fünfer" im Göttinger Tatort macht die hübsche Schauspielerin Natalie O'Hara aus der Serie "Der Bergdoktor" rund. Alles feminin, alles gut. Film ab heute im Ersten um 20.15 Uhr. red/Screenshot NNN-Titelseite










26.04.2020 • 16:15 Uhr

Heute, Sonntag, 13 Uhr: 9.909 laborbestätigte Corona-Viris-Infizierte in Niedersachsen - 117 im Kreis Northeim, 714 in Göttingen, 177 in Goslar und 292 in Hildesheim

Heute, Sonntag, 26. April 2020, 13 Uhr: Das Landesgesundheitsamt bestätigt 9.909 bestätigte Corona-Virus-Infizierte Personen in Niedersachsen. 177 Fälle gibt es im Landkreis Goslar. 117 im Landkreis Northeim. Göttingen-Osterode meldet 714 Fälle und 292 Fälle für Hildesheim.

Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 161 128,9 4
LK Aurich 83 43,7 5
LK Celle 157 87,8 10
LK Cloppenburg 99 (+4) 57,6 0
LK Cuxhaven 95 47,8 5
LK Diepholz 313 (+3) 144,0 21
LK Emsland 382 (+1) 116,7 16
LK Friesland 30 30,3 1
LK Gifhorn 122 69,1 4
LK Goslar 177 129,5 10
LK Grafschaft Bentheim 213 (+1) 155,4 13
LK Göttingen 714 (+7) 217,7 45 (+4)
LK Hameln-Pyrmont 115 77,3 6
LK Harburg 482 (+13) 189,6 9
LK Heidekreis 66 47,0 1
LK Helmstedt 143 (+3) 156,5 1
LK Hildesheim 292 105,8 2
LK Holzminden 103 145,7 5
LK Leer 92 (+2) 53,8 2
LK Lüchow-Dannenberg 17 35,1 2
LK Lüneburg 164 89,1 0
LK Nienburg (Weser) 63 51,8 1
LK Northeim 117 88,3 1
LK Oldenburg 204 155,5 10
LK Osnabrück 929 (+3) 259,2 39 (+1)
LK Osterholz 79 (+1) 69,3 0
LK Peine 137 101,8 10
LK Rotenburg (Wümme) 94 (+2) 57,4 1
LK Schaumburg 141 89,3 5
LK Stade 184 90,0 6
LK Uelzen 41 44,3 0
LK Vechta 306 214,5 10
LK Verden 116 84,6 1
LK Wesermarsch 51 57,5 1
LK Wittmund 24 42,0 0
LK Wolfenbüttel 165 137,7 7
Region Hannover 1864 (+17) 161,3 63
SK Braunschweig 299 (+1) 120,2 10
SK Delmenhorst 41 52,8 2
SK Emden 16 32,0 0
SK Oldenburg 156 92,5 0
SK Osnabrück 437 (+1) 265,7 13
SK Salzgitter 125 119,9 5
SK Wilhelmshaven 18 23,6 1 (+1)
SK Wolfsburg 282 (+1) 226,7 49 (+1)
Niedersachsen gesamt 9909 (+60) 123,9 397 (+7)
Verstorbene
red/Quelle: Gesundheitsministerium Niedersachsen










26.04.2020 • 16:00 Uhr

Einbeck in der Hägerstraße um 2.40 Uhr: Geschlagen, getreten, mit dem Messer ins Gesicht

Am Samstag gegen 02.40 Uhr kam es in der Hägerstraße zu einer gefährlichen Körperverletzung. Drei bislang unbekannte Männer haben dabei einen 25 Jahre alten Mann aus Einbeck angegriffen und ihn getreten und geschlagen. Mit einem Messer wurde der Einbecker dabei auch oberflächlich im Gesicht verletzt. Nach der Tat suchte der 25-Jährige zunächst einen Bekannten auf und verständigte erst später die Polizei. Eine medizinische Versorgung lehnte der Einbecker ab. Ob Deutscher oder Migräne? Keine offiziellen Angaben.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet. Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05561-949780 bei der Einbecker Polizei zu melden. fal










26.04.2020 • 13:07 Uhr

Goslar: Auto eines Holländers abgefackelt

Ein holländischer Pkw geriet nach Angaben der Polizei Goslar gestern auf der Fahrt von Clausthal-Zellerfeld nach Goslar, kurz nach der Ortseinfahrt Goslar, in Brand. Ursache dafür war sehr wahrscheinlich ein technischer Defekt, berichtet die Polizei. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Die konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Sachschaden wird auf ca. 25.000 Euro geschätzt.ots










26.04.2020 • 12:59 Uhr

Ratssitzung in Corona- Krisenzeiten in Gandersheim: Was noch so anders war...

Nein, es war keine normale öffentliche Ratssitzung, die da am vergangenen Donnerstag über die grüne Bühne des Café-Gartens bei der Familie Löning in Brunshausen ging. Abstands- und Hygieneregeln beschränkten die Normalität. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass der Stadtrat erstmals im Grünen und unter freiem Himmel tagte.

Die dokumentierten Bilder zeigen ein paar anderen Szenen:

So Vize-Bürgermeisterin Karin Albig. Mit Maske geschützt verteilte sie aus einem Körbchen wohl süße Gesten an die rund um den Stadtrat niedergelassenen Zuschauer. Auch einige ihrer Ratskollegen/innen ließen sich beschenken. Die Dame pflegt das Gemeinschaftsgefüge.

An den mit rotweißen Sperrbändern markierten Ein- und Ausgängen zum Café Garten "patrouillierten" Stadtsprecher /Touristikamtsleiter Manfred Kielhorn und PzG-Geschäftsführer Oliver Draber. Ihr Job: Die Besucher /innen richtig auf ihre speperaten Stühle lenken; Kielhorn soll laut Draber auch beauftragt gewesen sein, die Gäste der Sitzung zahlenmäßig zu erfassen.

Die Chefin der Rathauses kam - ebenfalls vorbildlich mit Mund- und Nase ausgestattet - mit drei fetten Aktenordnern auf das grüne Sitzungsgelände. Ihr hätte man eine Lautsprecherverstärkung gewünscht. Leider war Bürgermeisterin Franziska Schwarz nicht überall gut zu hören bei ihren An- und Aussagen, wie selbst im Nachhinein die anwesende Gleichstellungsbeauftragte Annegret Wrobel richtigerweise bestätigte.

Und auch die Ratsmitglieder zeigten Flexibilität: Die CDU rief kurz vor der Sitzung noch einmal eine schnelle Fraktionsbesprechung zusammen. Ein Stehkonvent. Ebenso spontan machten das die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Timo Dröge und Niklas Kielhorn, um ihre beiderseitigen lokalen Corona-Hilfs-Inititiativen noch einmal kurz zu besprechen und gegenseitig abzusichern. "Wenn ihr unserer Initiative zustimmt geschieht das auch umgekehrt." So simpel geht Kommunalpolitik. Dieses Prinzip hat mit Corona gar nichts zu tun.
red/Fotos: Thomas Fischer




















26.04.2020 • 12:27 Uhr

Juliusmühle: Auffahrunfall mit verletzter Beifahrerin und 11.000 Euro Schaden

Soeben teilt die Einbecker Polizei mit: Bereits am Freitag, 15:41 Uhr, ereignete sich ein Verkehrsunfall im Bereich der Landesstraße 580 von Markoldendorf in Fahrtrichtung Juliusmühle kurz vor dem dortigen Ortseingang. Ein 25-jähriger Verkehrsteilnehmer aus Boffzen bremst vor dem Ortseingang "Julisumühle" seinen PKW vorschriftsmäßig ab. Dies übersieht der nachfolgende, aus Dassel stammende, 60-jährige Verkehrsteilnehmer und kann seinen PKW nicht mehr rechtzeitig verlangsamen und fährt dem vorausfahrenden auf. Dabei wird die 22 Jahre alte Beifahrerin des vorausfahrenden PKW leicht verletzt. Es entsteht ein Sachschaden an den beteiligten PKW von ca. 11 000 Euro.beh










26.04.2020 • 11:13 Uhr

Die Anderen nicht vergessen! Evangelischer Landesbischof erinnert an Corona-Gefahr in anderen Teilen der Welt

In seiner wöchentlichen Video-Andacht hat der Evangelischer-lutherische Landesbischof Dr. Christoph Meyns dazu aufgefordert, über die eigenen Sorgen die Mitmenschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Angesichts der Corona-Krise gehe es darum, sich nicht gefangen nehmen zu lassen von dem, was uns zu schaffen macht, sondern die Sinne bewusst nach außen zu richten: „Ich denke an die Menschen in den Ländern, die viel stärker als wir vom Virus betroffen sind.“

Der Landesbischof erinnert an die Partnerkirchen der Landeskirche Braunschweig in Indien, Namibia, Japan, England und Tschechien sowie an die Menschen in den Flüchtlingslagern in der Türkei, in Jordanien, im Libanon und auf den griechischen Inseln. Außerdem lebten immer noch Hunderttausende von Flüchtlingen aus Somalia in Kenia.

Die biblische Überlieferung mache uns Mut, im Horizont der Hoffnung zu leben, so Meyns. Sie fordere uns auf: „Sei großzügig, kümmere dich nicht so sehr um dich selbst, sondern engagiere dich für das, was andere von dir brauchen.“ Auf einem solchen Verhalten liege der Segen Gottes.epd/Foto: Thomas Fischer










26.04.2020 • 10:55 Uhr

Fantastische Abendsonne über Dankelsheim - Gruß an HWG und an alle Kranken und Genesenden - mit und ohne Corona!

Es sind derzeit einzigartige Momente: Die Sonnenuntergänge über dem idyllischen Dorf Dankelsheim. In der Abgeschiedenheit einer verzauberten Landschaft von grünen und gelben Äckern liegen, am blauen Himmel einen einsamen Düsenjet zu beobachten. Über die Talbrücke zwischen Oldenrode und Dankelsheim rauscht ein silberner Wurm. Vögelgezwitscher. Ansonsten gigantische Stille.

Die Gedanken kreisen rund um die Corona-Virus-Krise. Wie geht es jetzt den Menschen, die jetzt nicht hier an diesem schönen Ort sein können?

Senioren in den Heimen, weggesperrt wie in Gefängnisse. Patientinnen und Patienten in hermetisch abgeriegelten Kliniken in Bad Gandersheim, Seesen, Northeim und Göttingen. Dort, wo einer Tochter Besuch ihrer 86-jährigen Mutter unanständiger Weise verweigert wurde. Ich denke an die Menschen hinter den Fenstern des Corona-Krankenhauses, wo man nur das Flimmern der Fernseher erkennt und hofft, der bittere Corona-Kelch möge an ihnen allen vorbei gehen.

Meine Gedanken sind bei einem besten Bekannten (auch Freund) und Weggefährten: HWG aus Bad Gandersheim. Andere in der Roswithastadt und ich machen sich Sorgen um seinen Gesundheitszustand nach einem Schlaganfall. Niemand darf an sein Krankenbett in Seesen. Wir tun es trotzdem, lieber HWG. Dank dieses digitalen Kontaktes erreichen Dich jetzt triebsame Genesungswünsche!

Die Botschaft dieser gestrigen Dankelsheimer Abendsonne soll allen Kranken und Genesenden vermitteln: Es gibt immer wieder einen neuen Morgen - mit viel Sonne! So wie am heutigen Sonntag!

red/Foto und Text: Thomas Fischer










26.04.2020 • 10:27 Uhr

In der Corona-Krise kreativ: Statt ins Ohr auf die Tastatur

Die Corona-Virus-Krise macht erfinderisch. Neuestes Beispiel beim Besuch eines großen Autohauses in der Bierstadt Einbeck (die mit dem Corona-Testzentrum beim Automuseum PS Speicher) erlebt. Nach der Blitzreparatur der Bezahlvorgang. Alles hygienisch einwandfrei und korrekt. Beim Eintritt ins Autohaus Hände waschen mit Desinfektionsmittel. Hinter einem Abstandsband (rotweiß) an den Tresen treten. Bargeldlos bezahlen ist jetzt besonders angesagt.

Auf dem Tresen das EC-Kartenlesegerät. Die EC-Karte wird eingeführt. Dann die PIN-Nummer eingeben. Aber nicht mit einem möglicherweise infizierten Corona-Finger. Nein: In einem Glas stehen zwei Dutzend schneeweiße Wattestäbchen bereit. "Bitte ein Stäbchen benutzten", so die Ansage der freundlichen Servicedame. Mit dem Stäbchen tippe ich ganz soft und sanft die vier Geheimzahlen auf der Tastatur. Danach wird das benutzte Wattestäbchen artig in ein zweites Abfallglas abgelegt. Rechnung in Empfang genommen. Abfahrt aus dem cleanen Autohaus.
Hygiene vom Feinsten - made by Mercedes Peter in Einbeck.
red/Foto: Nicole Klawitter










26.04.2020 • 10:07 Uhr

Einkaufs-Spaß für alle! METRO öffnet in Nordrhein-Westfalen für alle Endverbraucher

METRO Deutschland öffnet alle 18 Großmärkte in Nordrhein-Westfalen (NRW) für den Einkauf ohne METRO Kundenkarte

Das Düsseldorfer Großhandelsunternehmen METRO Deutschland öffnet in NRW 18 Großmärkte für alle Verbraucher. Die Öffnung umfasst alle METRO Standorte in Nordrhein-Westfalen und ist vorerst bis zum 03. Mai 2020 gültig. Einer entsprechenden befristeten Nutzungsänderung für diese erweiterte Öffnung hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen am 22. April 2020 zugestimmt. Damit ist METRO in NRW bis zum 3. Mai nicht mehr ausschließlich für Gewerbetreibende zugänglich, sondern auch für Endverbraucher ohne METRO Kundenkarte. Auf diese Weise ermöglicht das Großhandelsunternehmen einem erweiterten Kundenkreis Zugang zu Lebensmitteln während der Corona-Krise und unterstützt damit die Grundversorgung der Region. Die Öffnung erfolgt selbstverständlich unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie der geltenden Abstandsregeln.

"Wir leisten gerne einen Beitrag, um in Absprache mit der Landesregierung den Bewohnern von NRW eine weitere sichere Einkaufsmöglichkeit zu eröffnen", sagt Frank Jäniche, CEO METRO Deutschland. "Dafür bieten unsere Großmärkte mit ihrem breiten Warensortiment, weiträumigen Verkaufsflächen und höchsten Hygienestandards ideale Voraussetzungen." In Nordrhein-Westfalen betreibt METRO insgesamt 18 METRO Großmärkte an den Standorten Dortmund-Mitte, Dortmund-Oespel, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mülheim (Ruhr), Neuss, Porta Westfalica, Recklinghausen, Sankt Augustin, Schwelm, Siegen, und Würselen sowie METRO GASTRO Märkte in Düren und Iserlohn. NRW ist in vielerlei Hinsicht eine Kernregion für METRO. Zum einen haben sowohl die Zentralverwaltung des deutschen Großhandelsgeschäfts als auch die Muttergesellschaft METRO AG ihren Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Außerdem wurde der erste METRO Markt weltweit 1964 in Mülheim an der Ruhr gegründet.

Breites Sortiment und große Verkaufsflächen

Die METRO Märkte bieten ein Sortiment von durchschnittlich rund 20.000 Food und 30.000 Non-Food Artikeln auf einer Verkaufsfläche zwischen 7.000 und über 16.000 Quadratmetern. Das kleinere METRO GASTRO-Format hat mit einem Sortiment von rund 12.000 Artikeln einen Fokus auf Lebensmittel. Neben einer breiten Auswahl aus regionalen Produkten bietet METRO ein umfassendes Sortiment an heimischem wie exotischem Obst & Gemüse, Fleisch und Fisch sowie Käse und Molkereiprodukten an. Neben ausgewählten Weinen und Spirituosen, zeichnet sich das Angebot durch Profi-Artikel im gesamten Trockensortiment sowie bei internationalen Spezialitäten aus. "Selbstverständlich sind wir auch weiterhin für unsere gewerbetreibenden Kunden da und versuchen insbesondere die Gastronomie bestmöglich zu unterstützen, beispielsweise mit diversen digitalen Lösungen auf unserer Gastro-Online-Plattform DISH oder durch unsere Gastro-Experten", sagt Frank Jäniche.ots/Foto: Metro










26.04.2020 • 10:02 Uhr

Heute Morgen um 3.55 Uhr in Goslar: 16-Jähriger liefert sich mit Polizei wilde Verfolgungsjagd - BMW rast mit Tempo 200 der Polizei davon -

Am heutigen Sonntag, es ist gerade 03.55 Uhr, sollte durch eine Streifenwagenbesatzung der Polizei aus Goslar im dortigen Stadtgebiet ein PKW BMW mit auswärtigem Kennzeichen einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Der Fahrzeugführer missachtete jedoch die Haltezeichen der Polizei und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit. Daher wurden weitere Funkstreifenwagen zur Verfolgung bzw. Fahndung eingesetzt. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Gefährdung eines eingesetzten zivilen Funkwagens, indem der Flüchtige mit hoher Geschwindigkeit auf den entgegenkommenden Funkwagen frontal zufährt, so dass dieser ausweichen muss und einen Zusammenstoß zu verhindern. Die Verfolgungsfahrt entwickelt sich in Richtung des Ortsteils Immenrode, wo das Fahrzeug aufgrund der extrem hohen Fluchtgeschwindigkeit von über 200 km/h aus den Augen verloren wird. Das Fahrzeug kann schließlich um 04.10 Uhr in Immenrode parkend festgestellt werden. Der Verantwortliche für das Fahrzeug öffnete nach Klingeln die Haustür und gibt verwundert an, dass er nicht damit gefahren sei. Es stellt sich heraus, dass sein 16-jähriger Sohn nicht zu Hause ist. Dieser konnte telefonisch erreicht und nach Hause zitiert werden. Nachdem dieser die Fahrt zunächst leugnet, gibt er zu mit dem Fahrzeug gefahren zu sein. Er ist lediglich im Besitz einer Fahrerlaubnis für Zweiräder. Aufgrund der Straßenverkehrsgefährdung und des Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis wurde ein Strafverfahren eingeleitet und der vorhandene Führerschein beschlagnahmt.ots










26.04.2020 • 09:52 Uhr

Ab Montag Mund und Nase bedecken: Bei Einkaufen ja! In der Bank und im Auto Masken-Verbot!

Das sollten sie beachten: Ab dem morgigen Montag gilt eine neue Anordnung zur ultimativen Bewältigung der Corona-Virus-Krise. Beim Einkaufen in Geschäften und Discountern gilt es Nase und Munde zu bedecken. Alles ist möglich: Es geht mit gekauften und selbst fabrizierten Masken, Schals oder hochgezogenen Rollkragenpullis. Alle Materialen sind erlaubt.
Achtung!
Wer mit nackter Nase und Mund erwischt wird riskiert erst eine Anmache und bei härterer Gangart ein Ordnungsgeld.

Wichtig und grotesk:
Die Bedeckungspflicht (Masken-Ansage) wird beim Besuch einer Bank/Gelddautomaten ausgesetzt. Ebenso wird das Tragen einer Mund-Nasen-Maske beim Autofahren mit 60 Euro Bußgeld bestraft. Die Maskenpflicht gilt nicht für Kinder bis sechs Jahren und für Herzkranke.

Den optimalen Hygieneschutz haben viele Menschen bereits freiwillig in den vergangenen Tagen und Wochen trainiert und vorgeführt. Die dokumentierten Beispiele zeigen vorbildliches Verhalten im Café "Zeitgeist" in Bad Gandersheim und beim DEKRA-TÜV in Einbeck.
red/Fotos: Thomas Fischer














26.04.2020 • 09:35 Uhr

Uslar: Ertappte Süßigkeitendiebe suchten plötzlich das Weite - Dunkler Täterwagen hängte Verfolger bei Sohlingen ab

Tatort: Uslar, Tatzeitpunkt: Gestern, Samstag, 19.20 Uhr bis 19.45 Uhr:
Bislang unbekannte Täter stehen im Verdacht des versuchten Diebstahls von diversen Süßwaren im dreistelligen Wert zum Nachteil eines Supermarktes in der Wiesenstraßein Ullas. Die Täter wurden dabei ertappt wie sie diverse Süßwaren zum Abtransport in einem Einkaufswagen vorbereiten, um diese offensichtlich zu entwenden. Nach Tatentdeckung entfernten sich die Täter schlagartig aus dem Markt. Einer der Tatverdächtigen floh in einem schwarzen Pkw vom Parkplatz eines angrenzenden Baumarktes, trotz baulicher Trennung, in Richtung Meinteweg. Der Pkw konnte noch bis Sohlingen verfolgt werden, wo sich die Spur allerdings verlor.

Die Polizei erbittet Hinweise zur Tat, zum Täterkreis oder Tathergang unter der Telefonnummer 05571-926000.st










25.04.2020 • 15:07 Uhr

Heute um 13 Uhr: 9.849 laborbestätigte Corona-Inifizierte in Niedersachsen - 117 im Landkreis Northeim, 707 in Göttingen, 177 in Goslar

Heute, Samstag, 25. April 2020, um 13 Uhr, sind dem Landesgesundheitsamt Niedersachsen nunmehr seit Beginn der statistischen Erfassung 9.849 laborbestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet worden. Das Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium hat die Fallzahlen aus den einzelnen Landkreisen aktuell dokumentiert. Für die Landkreise in Südniedersachsen sind dabei nachfolgend aufgeführte Fallzahlen offiziell angezeigt worden: Göttingen 707, Holzminden 103, Hildesheim 292, Northeim 117 und Goslar 177.

Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl Verstorbene

LK Ammerland 161 (+1) 128,9 4
LK Aurich 83 43,7 5
LK Celle 157 (+3) 87,8 10 (+1)
LK Cloppenburg 95 (+4) 55,2 0
LK Cuxhaven 95 (+4) 47,8 5
LK Diepholz 310 (+6) 142,7 21
LK Emsland 381 116,4 16
LK Friesland 30 30,3 1
LK Gifhorn 122 69,1 4
LK Goslar 177 129,5 10
LK Grafschaft Bentheim 212 (+2) 154,7 13
LK Göttingen 707 (+29) 215,5 41 (+7)
LK Hameln-Pyrmont 115 (+1) 77,3 6
LK Harburg 469 (+3) 184,5 9
LK Heidekreis 66 47,0 1
LK Helmstedt 140 153,2 1
LK Hildesheim 292 (+2) 105,8 2
LK Holzminden 103 145,7 5
LK Leer 90 (+1) 52,7 2
LK Lüchow-Dannenberg 17 35,1 2
LK Lüneburg 164 89,1 0
LK Nienburg (Weser) 63 51,8 1
LK Northeim 117 (+2) 88,3 1
LK Oldenburg 204 (+7) 155,5 10
LK Osnabrück 926 (+10) 258,4 38
LK Osterholz 78 68,4 0
LK Peine 137 (+1) 101,8 10
LK Rotenburg (Wümme) 92 56,2 1
LK Schaumburg 141 (+1) 89,3 5
LK Stade 184 (+1) 90,0 6
LK Uelzen 41 (+1) 44,3 0
LK Vechta 306 (+1) 214,5 10
LK Verden 116 84,6 1
LK Wesermarsch 51 57,5 1
LK Wittmund 24 42,0 0
LK Wolfenbüttel 165 137,7 7
Region Hannover 1847 (+38) 159,8 63 (+6)
SK Braunschweig 298 (+5) 119,8 10
SK Delmenhorst 41 52,8 2
SK Emden 16 32,0 0
SK Oldenburg 156 (+1) 92,5 0
SK Osnabrück 436 (+3) 265,1 13
SK Salzgitter 125 119,9 5
SK Wilhelmshaven 18 (+1) 23,6 0
SK Wolfsburg 281 (+1) 225,9 48
Niedersachsen gesamt 9849 (+129) 123,2 390 (+14)
red/Quelle: Niedersächsisches Gesundheitsministerium










25.04.2020 • 14:53 Uhr

In Zeiten verbotener Gottesdienste: Braunschweiger Gemeinde bietet Video-Konfirmation im Wohnzimmer an

Evangelische Konfirmationen sind wichtige Momente des Erwachsenwerdens: Hinter dem Pfarrer schreiten die Jugendlichen durch das Kirchenschiff, die Gemeinde erhebt sich. Omas und Opas recken stolz die Augen auf ihre Enkel, und Orgelmusik erfüllt feierlich den Raum. So war es bis zum vergangenen Jahr, als in Niedersachsen und Bremen an den Sonntagen nach Ostern rund 26.000 Jugendliche eingesegnet wurden.

In Zeiten der Corona-Pandemie ist aber alles anders: Alle Gottesdienste sind abgesagt, und nur wenige Besucher dürfen für einen stillen Moment die Kirchen aufsuchen. Die evangelische Brücke-Gemeinde in Braunschweig hat trotzdem einen Weg gefunden, Jugendlichen die Konfirmation zu ermöglichen: per Video-Schalte ins heimische Wohnzimmer.

Für Ladina Polzin ist am Samstag der langersehnte Tag ihrer Konfirmation. Dann wird sich die 13-Jährige ihr extra gekauftes Kleid anziehen und sich mit einem Liedblatt in der Hand vor den aufgeklappten Laptop ihrer Eltern setzen. Auf dem Monitor wird dann groß im Bild Pfarrer Sebastian Fitzke (45) erscheinen. Die Diakonin, die Teamer, der Kirchenvorstand und neun ihrer rund 30 Mitkonfirmanden werden sich dann in kleinen Fenstern auf dem Monitor rund um den Pfarrer herumgruppieren. Bis zu 50 Laptops können sich zuschalten.

Auf dem gedeckten und blumengeschmückten Tisch wird Mutter Jennifer ein Kreuz aufstellen, das der Pfarrer der Familie zugeschickt hat - die Familie wird zur Gemeinde und die Stube zum Andachtsraum. "Ich hätte meine Konfirmation wirklich lieber in der Kirche gefeiert", sagt Ladina. Aber niemand wisse, wann das in der Corona-Krise wieder möglich sei.

Der Pfarrer habe auch eine Verschiebung angeboten, in den Spätsommer oder Herbst oder nächstes Jahr, ergänzt Jennifer Polzin. "Die Entscheidung wollten wir Ladina nicht abnehmen." Aber andererseits sei es doch auch toll, wenn die Kirche mit der Zeit gehe - und eine große Feier könne ja auch später nachgeholt werden.

Pfarrer Fitzke wird am Samstag im schwarzen Talar vor seinen Laptop zu sehen sein. "Ich hoffe, dass die Verbindung in der St.-Georg-Kirche hält, sonst werde ich aus meinem Arbeitszimmer den Gottesdienst feiern." Im Grunde sei es jedoch gar nicht sein Segen, der wichtig sei, sagt er. "Sondern wir bitten Gott um den Segen."

Die Videokonferenz soll dabei gar nicht anders verlaufen als ein normaler, feierlicher Konfirmationsgottesdienst. "Wir beten, singen, ich werde eine Predigt halten, und jede Familie hat ihren Segenstext bekommen." Denn der Pfarrer spricht zwar den Segen aus dem Bildschirm mit - das Handauflegen bei den Konfirmanden geschieht jedoch vor Ort durch Eltern, Geschwistern oder Großeltern.

Dieser Augenblick sei bei der neuen Form der Feier womöglich noch eindrücklicher als sonst, sagt der Pfarrer. "Bei einer Konfirmation in der Kirche stehen wir vorne im Altar ja doch etwas entrückt von der Gemeinde. Hier werden sich alle in den Wohnzimmern ganz nah sein, auch wenn wir am Bildschirm gleichzeitig fern sind."

Ganz ähnlich sieht das auch der braunschweigische Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer: "Der Bekenntnisakt ist möglicherweise noch größer, als wenn das im Gemurmel einer großen Gruppe untergeht." Das braunschweigische Konfirmationsgesetz kennt keine Online-Konfirmationen. Dennoch müsse Kirche in der gegenwärtigen Situation kreative Lösungen suchen, sagt Hofer. Und da sei vieles denkbar, wenn die Beteiligten zustimmen. "Dass der Segen in der Familie weitergegeben wird, finde ich eine gelungene Idee des mündigen Christseins." Es sei allerdings schade, dass kein wirkliches Abendmahl möglich sei. Das solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Essengehen in einer Gaststätte ist aber nicht möglich. So wollen die Polzins nach der Konfirmation am Laptop ein Stückchen selbst gebackene Torte essen. Bei schönem Wetter auch draußen im Garten. "Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem", hat sich Ladina als Konfirmationsspruch aus der Bibel herausgesucht. "Das passt doch ziemlich gut, oder?" Gunnar Müller/epd










25.04.2020 • 14:48 Uhr

Heckenbeck: Bunter Protest mit Kreide auf Asphalt gezeichnet - Plädoyer für Radlersicherheit und Tempolimit 70 km/h für Autos

Das war spontan. Das war Protest. Eine Demo in Corona-Krisenzeiten. Spät nachmittags ist sie über die Straße gegangen.. Plötzlich zwei Dutzend junger und jüngster Menschen auf einem Rastplatz an der Straße von Bad Gandersheim nach Heckenbeck.
Der Anlass:
Modellhaft ist diese Straße speziell für Radfahrer und Radfahrerinnen geschützt worden. Dazu wurde von den Behörden eine Tempobeschränkung von 70 Stundenkilometer für Autos festgesetzt. Außerdem gibt es einen Sicherheitsstreifen. Er ist besonders den Radlern vorbehalten. Da diese Sicherungsmaßnahmen nach einer Verswuchs- und Erprobungsphase wieder zur Disposition stehen regt sich insbesondere Widerstand bei den Befürwortern. Die Straße soll für Fahrradfahrer/innen auf alle Fälle weiter sicher bleiben, so ihre Forderung. Klein und Groß in Heckenbeck sind dafür. Die Tempobeschränkung und der Sicherheitsstreifen müssen weiter Bestand haben. So drückt es der bunte Protest mit Kreide aus.
Um die Anonymität der Kreide-Demo-Aktivisten zu wahren verzichten wir auf eine personalisierte Bilddoku der Aktion.
red/Fotos: Nicole Klawitter












25.04.2020 • 14:33 Uhr

Buntenbock/Clausthal Zellerfeld: Mit Auto überschlagen - Alkoholisierte Frau schwerverletzt in Klinik

Am gestrigen Freitag, 24.April 2020, gegen 17:45 Uhr, kam es auf der Bundesstraße 241, zwischen Buntenbock und Clausthal-Zellerfeld, zu einem Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Person. Eine 56-jährige Fahrzeugführerin, die Richtung Clausthal-Zellerfeld fuhr, verlor die Kontrolle über ihren Pkw, kam nach links von der Fahrbahn ab und geriet in den dortigen Straßengraben. Der Pkw wurde dann auf die Fahrbahn zurückgeschleudert, wo er sich überschlug und auf der Seite liegen blieb. Hierbei zog sich die Fahrzeugführerin schwere Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungswagen dem Krankenhaus in Goslar zugeführt, wo sie stationär verblieb. Hier wurde ihr auch eine Blutprobe entnommen, da Alkoholgeruch in ihrer Atemluft festgestellt wurde. Weiterhin wurde der Führerschein der Fahreugführerin beschlagnahmt und entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.ots











25.04.2020 • 11:08 Uhr

Einbecker SPD: Klassische Nominierung eines Bürgermeister-Kandidaten/in abgeblasen - Geht's auch digital oder per Briefwahl?

Wer soll der Herausforderer von Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek bei der Direktwahl0 eines Bürgermeisters/erin am 13. September 2020 werden? Die SPD in der Bierstadt hat angesichts der Corona-Virus-Krise die geplante parteiinterne Nominierung erst einmal abgeblasen. Die Partei setzt auf weiter auf die klassische Nominierungsmethode.Die ist analogDas bedeutet, die Mitglieder sollen sich versammeln und einen der drei Bewerber/in wählen. Eine Alternative in Corona-Distanzzeiten könnte sein, die Mitglieder digital oder per Briefwahl entscheiden zu lassen.

Einbecks SPD-Chef Marcus Seidel hat jetzt erst einmal offiziell verlauten lassen:
"Mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie ist auch das politische Leben mittlerweile stark eingeschränkt. Davon betroffen ist auch die Nominierung einer Kandidatin oder eines Kandidaten der Einbecker SPD zur Bürgermeisterwahl im Spätsommer dieses Jahres, die geplante Versammlung musste abgesagt werden. Derzeit gibt es dafür auch noch keinen Ersatztermin. Verfahren wie Briefwahl oder Online-Abstimmungen sind für das parteiinterne Nominierungsverfahren nicht zugelassen. Die Einbecker SPD hofft deshalb auf ein Abflachen der Pandemie, um ohne Gefährdung für die Teilnehmenden in den nächsten Monaten zu einer erneuten Nominierungskonferenz einladen zu können. Unser Ziel, so der Ortsvereinsvorsitzende Marcus Seidel, ist auch unter diesen erschwerten Bedingungen ein möglichst zeitnahes und zugleich rechtssicheres Nominierungsverfahren durchzuführen, an welchem die Mitglieder der Einbecker SPD ohne Gefährdung ihrer Gesundheit teilnehmen können.











25.04.2020 • 10:53 Uhr

Abfalldeponien im Landkreis bleiben am 2. Mai geschlossen

Die Hausmülldeponie in Moringen-Blankenhagen und die Bauabfalldeponien in Einbeck, Katlenburg-Brandisbreite und Uslar-Verliehausen sind am Samstag, 2. Mai, für alle Anlieferungen - auch von Gewerbetreibenden - geschlossen.lpd











25.04.2020 • 10:30 Uhr

Gute Nachrichten am Samstagmorgen: Spannender Besuch bei Uhrmachermeister Uwe Schriever im Steinweg in Bad Gandersheim

Seit einer Woche sind die Corona-Beschränkungen für den Einzelhandel endlich etwas gelockert. Läden unter 800 Quadratmeter dürfen öffnen. Das Redaktionsnetzwerk hat sich an der Basis in Bad Gandersheim (Südniedersachsen) erkundigt. So zum Beispiel bei Uhrmachermeister Uwe Schriever. Er hat seinen Laden und Werkstatt im Steinweg in der Roswithastadt. Eine gebeutelte Meile. In kaum ein anderen Straße des staatlich anerkannten Heilbades ist der brutale Strukturwandel und Niedergang im Einzelhandel so krass zu erleben wie hier. Schriever, auch Schaffer der Steinweges Nachbarschaft, weiß davon eine Menge zu erzählen. Heute freut er sich über die ersten Kunden und den Besuch des Reporters. "Zwei Tage hat es gedauert. Da kamen die ersten Kunden in mein Geschäft", berichtet der Meister stolz.

Das ganze spannende Interieur im Verkaufsraum erzählt viel von Geschichte des Uhrmachermeisters, der bekanntlich in die Fußstapfen seines Vaters trat. Beide Meisterurkunden sind im Laden prominent dargeboten. Ebenso die nostalgischen Uhren. An den Wänden aufgehängt oder auf Vitrinen postiert. Zu manchen erklärt Meister Schriever etwas zur Technik und Herkunft. Jedes Exponent hat seine eigene Geschichte. Von der kleinsten Armbanduhr bis zur Turmuhr besorgt er bei Bedarf die Reparaturen. Seine Kunden und Kundinnen kommen weit über Bad Gandersheims Grenzen hinaus.

Sein handwerklich geschickter Umgang mit der Feinmechanik von Uhren ist seine leidenschaftliche Profession. "Es macht mir immer noch Spaß hier im Laden und in der Werkstatt aktiv zu sein. Und ich kann mir meine Arbeit gut einteilen", erzählt der heute 76-Jährige. Immer noch rüstig, eloquent, freundlich und vollgestopft mit heimatlichen Kurzgeschichten. Man kann ihm unheimlich gern zuhören. Schriever ist ehrenamtlich immer noch unterwegs. Erwähnt ist hier bereits sein nicht einfacher Schaffer-Job. Auch in der Gilde der Nachtwächter weiß er abendlich auswärtige Gäste an spannende Stellen seiner Roswithastadt zu führen.

Uwe Schriever empfängt Kunden und Gäste in seinem Geschäft zu den aktuellen Öffnungszeiten von 9 bis 12 Uhr. Es lohnt sich!
red/fis/Fotos/Video: Thomas Fischer
















25.04.2020 • 10:04 Uhr

Gute Nachrichten am Samstagmorgen: Gründungen im Landkreis Northeim mit positiver Entwicklung - Spitzenposition!

Das Niedersächsische Landesamt für Statistik hat Zahlen zu den Gewerbeanmeldungen veröffentlicht. Die IHK Hannover, deren Bereich sich von den Landkreisen Diepholz über die Region Hannover bis in das südniedersächsische Göttingen zieht, bescheinigt dabei dem Landkreis Northeim eine positive Entwicklung im letzten Jahr.

2019 wurden im Kreisgebiet 603 neue Gewerbeanmeldungen gezählt, die Übernahme bestehender Betriebe zählt nicht dazu. Das entspricht einer Zahl von 45,5 Anmeldungen pro 10.000 Einwohner. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von über 13 Prozent.
Demgegenüber stehen 533 Abmeldungen, also vollständige Geschäftsaufgaben. Dies entspricht einer Zahl von 40,2 pro 10.000 Einwohner. Die Zahl der Abmeldungen ist im Vergleich zum Jahr 2018 damit um sieben Prozent zurückgegangen.

Auch in der sogenannten Gewerbebilanz, die sämtliche An- und Abmeldungen von Gewerbebetrieben berücksichtigt, hat sich der Landkreis Northeim von -39 auf +70 entwickelt.
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel zeigt sich über die Entwicklung erfreut: „Die jetzt veröffentlichten Zahlen sollten uns Mut machen und unseren bisherigen Weg bestätigen. Auf keinen Fall dürfen wir uns darauf ausruhen sondern müssen, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Entwicklungen im Blick behalten, um ggf. über Unterstützungsmaßnahmen den möglichen Gründerinnen und Gründern zur Seite zu stehen.“
Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Northeim unterstützt seit Ende 2017 verstärkt Gründerinnen und Gründer. So gibt es seit November 2017 das Gründernetzwerk im Landkreis Northeim, von dem inzwischen vier Treffen stattgefunden haben. Die Arbeit und der Austausch ist auch als Ergänzung zum bereits seit Jahren bestehenden Gründungsforum Region Göttingen zu sehen. Das Ziel des Netzwerks ist die Bündelung von Aktivitäten, das künftige Zusammenwirken der verschiedenen Akteure sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur Optimierung der Gründerkultur im Kreisgebiet.

Als regionaler Partner des SNIC (SüdniedersachsenInnovationsCampus) und des Startup Göttingen e.V. ist die Wirtschaftsförderung des Landkreises Northeim seit April 2018 Mitveranstalter der regelmäßigen Startup & Innovation Meetups in Northeim. Bei den Treffen kommen Gründerinnen, Gründer sowie Gründungsinteressierte zusammen, um sich auszutauschen und sich zu vernetzen. Bislang haben neun Treffen stattgefunden, auf Grund der Corona-Pandemie steht der nächste Termin noch nicht fest.

Ergänzend soll eine Fachstelle für Gründung und Selbstständigkeit in Northeim eröffnet werden. Dabei ist die Gründungsberatung MOBIL der Beschäftigungsförderung Göttingen Kooperationspartner des Landkreises Northeim. Ursprünglich sollte das Beratungs- und Seminarangebot von MOBIL im Mai 2020 starten. Auf Grund der Corona-Pandemie sind Details dazu aber noch in Abstimmung.lpd /Foto: Nicole Klawitter











25.04.2020 • 09:49 Uhr

Gute Nachrichten am Samstagmorgen: Lecker-Schnitzel von heimischer Gastronomie

Gestern wieder das Leben in der Corona-Virus-Krise und Selbsttest ausprobiert. Beispiel "Gutes Essen" aus der heimischen Gastronomie genießen - obwohl in den Gaststätten und Restaurants jegliche Gastlichkeit an Tischen und Stühlen verboten ist. Liefer- und Abholservice heißt die Zauberformel. Gut so und ausprobieren. Mittags per Handy den Anbieter "La Piazza" angerufen. Maria meldet sich mit freundlicher Ansage, fragt nach dem Essenwunsch: "Zweimal Schnitzel Cordonbleu mit Beilagen bitte". Okay. In 20 Minuten abholbereit oder "sollen wir die Schnitzel vorbeibringen?". Nun, wir freuen uns. Die Vorfreude wird etwas gesteigert: "Ich komme mit dem Fahrrad und hole das Essen selbst ab". Punkt 12 Uhr beim Rathaus. Im Eingang das Hygienezeremoniell. Alles bleibt auf Distanz. Auf dem Tresen steht bereits die Papiertasche mit den Schnitzeln in Warmehaltebehältern aus Styropur. Ein Gruß. Ein Lächeln. Es wird bezahlt. Maria bedankt sich, wünscht guten Appetit. Fünf Minuten später wieder zuhause. Ein Genuss, dieses Schnitzelwerk in Corona-Krisenzeiten. Der Beschluss steht fest: Das wird wiederholt!
red
















25.04.2020 • 09:29 Uhr

Gute Nachrichten am Samstagmorgen: Unfallflut aufgeklärt - Dank aufmerksamer Polizeistreife!

Am gestrigen Freitagmittag, um 12.32 Uhr, stieß ein zunächst unbekannter Pkw beim Vorbeifahren gegen einen in der Wallstraße in Northeim am Fahrbahnrand geparkten Pkw. Von Zeugen konnte beobachtet werden, dass es sich um einen braunen Pkw handelte, der nach dem Zusammenstoß der Außenspiegel einfach weiterfuhr, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. An der Unfallstelle konnten die eingesetzten Beamten den abgebrochenen Außenspiegel des flüchtigen Pkw sicherstellen.

Wenige Minuten nach der Unfallaufnahme fiel der eingesetzten Funkstreifenbesatzung unweit des Unfallorts, in der Matthias-Günewald-Straße ein brauner Pkw auf, der daraufhin angehalten und kontrolliert wurde. Hierbei wurde am Fahrzeug ein offensichtlich kurz zuvor abgerissener Außenspiegel festgestellt. Der 69-jährigen Fahrzeugführerin wurde die Einleitung eines entsprechenden Strafverfahrens wegen Unfallflucht bekanntgegen. Durch den Unfall entstand ein Gesamtschaden von ca. 500 Euro.hei











24.04.2020 • 18:48 Uhr

Kirchen hoffen auf baldigen Neubeginn von Gottesdiensten

Die christlichen Kirchen in Niedersachsen hoffen auf einen Neubeginn für Gottesdienste ab dem 10. Mai. "Wir bitten darum, sobald wie möglich wieder stufenweise Andachten und Gottesdienste in unterschiedlicher Form anbieten zu können", schreiben die evangelischen und katholischen Bischöfe in einem Brief an Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der dem epd vorliegt. Im Zusammenhang mit den bereits in anderen Bereichen vollzogenen Lockerungen hielten sie dies für verantwortbar. Weil deutete am Donnerstag in einer Rede im Landtag an, dass unter bestimmten Bedingungen möglicherweise schon bald wieder Gottesdienste gefeiert werden könnten.

Ein Sprecher der evangelischen Kirchen-Konföderation sagte dem epd, noch liefen Gespräche sowie Abstimmungen zwischen Bund und Ländern, darum sei ein Neustart vor dem 10. Mai nicht realistisch. Die Kirchen arbeiteten bereits an Schutzkonzepten und den nötigen Hygienemaßnahmen. "Es werden keine normalen Gottesdienste sein. Es gibt weiterhin Beschränkungen."

In ihrem Brief an Weil und weitere Minister betonen die Konföderation und das Katholische Büro Niedersachsen: "Gottesdienste sind essenzieller Ausdruck persönlicher Spiritualität und kirchlicher Gemeinschaft; sie bieten Raum für Fragen des Lebens, der Vergewisserung und Hoffnung." Die Kirchen werben dafür, dass auch Trauerfeiern wieder in geeigneten Kapellen stattfinden sollten und Trauungen, Taufen, Firmungen oder Konfirmationen möglich sein sollten. Der Brief ist unterschrieben von Landesbischof Ralf Meister aus Hannover und dem Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode.

Weil betonte, die Gespräche zwischen Politik und Kirche liefen gut. "Ich hoffe, dass es sehr schnell eine Verständigung darüber geben kann, unter welchen Voraussetzung Gottesdienste und andere Formen der Religionsfreiheit wieder möglich sein können", sagte der Ministerpräsident in einer Regierungserklärung. epd










24.04.2020 • 18:41 Uhr

Bornum am Harz: Streitigkeiten zwischen Nachbarn auf offener Straße - Kind mit Messer bedroht, Männer mit Eisenstangen

Am Abend des gestrigen Donnerstag, 23.April 2020, kam es gegen 17:30 Uhr in der Straße "Am Zollhaus" im Bockenemer Ortsteil Bornum am Harz zu Streitigkeiten zwischen Nachbarn. Zuvor wurde ein 8-jähriger Junge mit einem Messer bedroht. Im weiteren Verlauf sollen mehrere Personen mit Eisenstangen in der Hand auf der Straße gestanden haben. Aufgrund der Schilderung über den Notruf war die Polizei mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Beim Eintreffen der eingesetzten Kräfte war die Situation bereits sichtlich entspannt. Auch nach Einsatzende verblieb die Lage weiterhin ruhig. Nach der Aufnahme des Sachverhaltes wurden mehrere Anzeigen gefertigt. Die Ermittlungen der Hildesheimer Polizei dauern an.rue











24.04.2020 • 18:34 Uhr

Brand bei ALDI in Hann.Münden

Am Donnerstagnachmittag (23.04.2020) kam es zu einem Brand in einer Aldi-Filiale in der Göttinger Straße in Hann. Münden.

Eine Mitarbeiterin hörte gegen 16.55 Uhr erst Knallgeräusche aus dem Heizungsraum, kurz darauf stellte sie eine Brandentwicklung fest. Die sich zu diesem Zeitpunkt im Supermarkt befindlichen Mitarbeiter und Kunden konnten das Gebäude selbständig verlassen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Durch die Löscharbeiten der alarmierten Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens ist noch offen.

Was das Feuer auslöste, ist noch unklar. Die diesbezüglichen Ermittlungen der Polizei Hann. Münden dauern an.mb











24.04.2020 • 18:29 Uhr

Wichtig für alle Feuerwehren! Innenministerium legt Aktionsplan zur Waldbrandbekämpfung vor

Pistorius: „Aktionsplan leistet wichtigen Beitrag zur wertvollen Arbeit der niedersächsischen Feuerwehren"

Ein Spaziergang im Wald oder ein Blick auf die Wetterberichte reichen aus: Für diese Jahreszeit ist es deutlich zu trocken. Die Waldbrandgefahr ist in ganz Niedersachsen entsprechend hoch.

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport hat nun einen Aktionsplan vorgelegt, um Wald- und Vegetationsbrände frühzeitig erkennen und bekämpfen zu können. Darin fließen auch die Maßnahmen ein, die während der Wald- und Flächenbrände der vergangenen Jahre erfolgreich umgesetzt wurden, beispielsweise die digitalisierten und aktualisierten Waldbrandeinsatzkarten, eine optimierte Luftunterstützung sowie die Beschaffung von spezieller Ausstattung.

Bereits 2018 hat das Innenministerium eine Waldbrandexpertenkommission eingesetzt. In dieser Kommission haben Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren sowie der Wald- und Forstwirtschaft gemeinsam Ansätze und Maßnahmen zur organisatorischen und präventiven Brandbekämpfung entwickelt. Berücksichtigt wurden dabei auch die Handlungsempfehlungen und Maßnahmen, die die Strukturkommission zur Sicherstellung des Brandschutzes in Niedersachsen 2019 erarbeitet hat. Der nun vorgelegte Aktionsplan führt diese Ergebnisse zusammen. Er trägt unter anderem der geringen Durchfeuchtung der Böden durch die wenigen Regenmengen und der trockenen Sommer 2018 und 2019 Rechnung. Darüber hinaus berücksichtigt er insbesondere die vom Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verantworteten Maßnahmen des vorbeugenden Waldbrandschutzes.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Dass die Waldbrandgefahr schon im April teilweise hoch ist, fordert die niedersächsischen Feuerwehren derzeit stark. Die ersten Moor- und Flächenbrände dieses Jahres konnten unsere Feuerwehrmänner und -frauen zügig und professionell unter Kontrolle bringen, dafür danke ich allen Beteiligten sehr. Mir ist es wichtig, unsere Wehren bei ihrer wichtigen Arbeit weiter zu unterstützen. Der Aktionsplan leistet dafür einen wichtigen Beitrag."

Diese Maßnahmen umfasst der Aktionsplan:

Der Aktionsplan sieht unter anderem eine verbesserte Brandbekämpfung aus der Luft vor. Dafür wurde erstmals die Ausrüstung eines außenlastfähigen Hubschraubers der Landespolizei mit einem Lasthaken und Außenlastbehälter beauftragt. Um im Einsatzfall neben den Hubschraubern von Landes- und Bundespolizei oder der Bundeswehr auch private Hubschrauber verlässlich einsetzen zu können, wird derzeit ein Vertrag zur zuverlässigen Bereitstellung von privaten Hubschrauberkapazitäten ausgeschrieben.

Für eine frühe Entdeckung von Bränden werden sowohl die Landes- und Bundespolizeihubschrauber als auch der Feuerwehr-Flugdienst intensiver eingesetzt. Die Routen des Feuerwehr-Flugdienstes beziehen jetzt auch Teile des südniedersächsischen Berglandes und Sachsen-Anhalts mit ein, vor allem den Harz. Minister Pistorius sagte hierzu: „Gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt haben wir uns darauf verständigt, dass die geplante Flugroute den gesamten Harz abdeckt. Die genauen Routen wurden schon bei den Flügen in dieser Woche erprobt. Brände halten sich nicht an Landesgrenzen, deshalb unterstützen wir die Feuerwehren und Forstverwaltungen in Sachsen-Anhalt sehr gerne."

Die Bereitstellung von aktuellen digitalen Informationen ist durch aktualisierte digitale Waldbrandeinsatzkarten für die hochwaldbrandgefährdeten Bereiche Niedersachsens gewährleistet. Für die übrigen Bereiche des Landes wird intensiv an der Aufbereitung für die digitale Bereitstellung gearbeitet, ebenso am System für den dauerhaften Zugang zu den digitalen Kartenwerken. Die Digitalisierung der Fläche wird in Kürze abgeschlossen sein.

Die Funktion der Waldbrandbeauftragten wird durch die zukünftige Teilnahme am BOS-Digitalfunk ebenso gestärkt.

Für die Beschaffung von Abrollbehältern mit Geräten und Ausstattung für eine Bodenstation zur Unterstützung der Brandbekämpfung aus der Luft wird gerade die Ausschreibung vorbereitet. Für die Beschaffung von geländefähigen Tanklöschfahrzeugen zur Waldbrandbekämpfung werden Kooperationen für die Erprobung neuer Typen geprüft.
red/fis











24.04.2020 • 18:25 Uhr

Auf der L487 verunglückt: Laut Polizei übersieht Radlerin (22) aus Gandersheim eine VW -Transporter

Am gestrigen Donnerstag, 23. April 2020, gegen 14.30 Uhr, herrliches Frühlingswetter, befuhr eine 22-jährige Bad Gandersheimerin mit ihrem Fahrrad auf dem vorhandenen Radweg die Landesstraße 487 aus Kreiensen kommend in Richtung Einbeck. Da der Radweg in der Ortschaft Ippensen endet, musste die 22-Jährige mit ihrem Fahrrad auf die Fahrbahn wechseln. Beim queren der Fahrbahn übersah sie in der Folge den herannahenden VW Transporter eines 64-jährigen Einbeckers. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Kraftfahrzeug und der Fahrradfahrerin, woraufhin diese stürzte und sich Verletzungen zuzog. Die Radfahrerin musste in das nächstgelegene Krankenhaus eingeliefert werden. Insgesamt entstand ein Schaden in Höhe von 3500 Euro. schw











24.04.2020 • 17:12 Uhr

Land ändert Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus - Friseurbetriebe ab Montag, 4. Mai, wieder geöffnet! Aber Auflagen beachten!

Wie bereits am Mittwoch angekündigt wird in Niedersachsen ab kommenden Montag, den 27. April, eine landesweite Pflicht zum Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung für Fahrgäste im Personenverkehr und Kundinnen und Kunden im Einzelhandel gelten. Die entsprechende Änderung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus hat die Landesregierung am Freitag vorgestellt.

Aus der Verordnung:

(1) Besucherinnen und Besucher von Verkaufsstellen, Einkaufscentern und Einrichtungen nach § 3 Nrn. 6 und 7, mit Ausnahme von Buchst. k, sowie Personen, die als Fahrgast ein Verkehrsmittel des Personenverkehrs und die hierzu gehörenden Einrichtungen, wie zum Beispiel Haltestellen und Aufenthaltsbereiche am Gleis, nutzen, sind verpflichtet, eine textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Private Personenkraftwagen sowie private und gewerbliche Lastkraftwagen sind keine Verkehrsmittel des Personenverkehrs im Sinne des Satzes 1.

(2) Eine Mund-Nasen-Bedeckung im Sinne des Absatzes 1 ist jede textile Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie; geeignet sind auch Schals, Tücher, Buffs, aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material selbst hergestellte Masken oder Ähnliches.
(4) Von der Verpflichtung nach Absatz 1 sind Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres ausgenommen.

Weitere Änderungen der Verordnung umfassen im Wesentlichen:

Möglichkeit der Öffnung von Friseurbetrieben ab Montag, den 4. Mai:
„Frisörinnen und Frisöre dürfen ebenfalls Dienstleistungen unter Beachtung von Hygieneregeln erbringen, wenn ein Abstand zwischen den Kundinnen und Kunden von mindestens 1,5 Metern gewährleistet ist, die Frisörin oder der Frisör bei der Arbeit eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt und nach jeder Kundin und jedem Kunden eine Händedesinfektion durchführt. Jede Frisörin und jeder Frisör hat den Namen und die Kontaktdaten der Kundin oder des Kunden sowie den Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Salons mit deren oder dessen Einverständnis zu dokumentieren und drei Wochen aufzubewahren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann; eine Kundin oder ein Kunde darf nur bedient werden, wenn sie oder er mit der Dokumentation einverstanden ist."
red/Foto: Thomas Fischer










24.04.2020 • 16:43 Uhr

Gestern auf Fis Work Media Group berichtet, heute Friktionen erledigt! Zwei positive Beispiele in Bad Gandersheim

Es sind positive Nachrichten. Auf diesen aktuellen und unabhängigen News-Kanälen/Onlinezeitung wurde über zwei Friktionen im öffentlichen berichtet. Die Dokumentationen wurden von den zuständigen Stellen aufmerksam wahrgenommen. Die Verantwortlichen und Fachleute veranlassten unverzüglich, dass die "Baustellen" angefasst und professionell beseitigt wurden. Verbunden damit ein wichtiges Stück "Verkehrssicherheit" im öffentlichen Raum. Die Beispiels stammen aus der südniedersächsischen Kurstadt Bad Gandersheim. Sie sind zudem ein Beleg, dass auch in Corona-Krisenzeiten konstruktive Kontrolle und professionelle Reaktion funktionieren:

1. Beispiel: Im Kurpark in Nähe der Paracelsus-Roswitha-Klinik ragten an einer demolierten Laterne bei einer Ruhebank diverse Kabelenden aus dem Erdreich. Es sah nicht ganz ungefährlich aus. Niemand wußte genau, ob die offenen Kabelenden unter Strom stehen. Nur wenige Tage nach der Berichterstattung war alles geheilt. Die Kabelenden fachmännisch isoliert. Zudem mit einem Heißgerät die schwarze Isoliermanschette verschmolzen. Die Gefahr komplett angestellt.

2. Beispiel: Ein maroder Straßeneinlauf Gully in der Gosse der Braunscgweigerstraße am ehemaligen Bahnwärterhäuschen (beim Roswitha Gymnasium) sackte und sackte ab. Auch hier eine Beschädigung der Verkehrssicherheit. Wäre ein Auto oder Radfahrer in das Hindernis gefahren hätte das unliebsame Folgen haben können. Beim städtischen Bauamt wurde auf die Berichterstattung reagiert. Ein Privatunternehmen nahm den Straßeneinlauf auf. Und es offenbarte sich ein komplett desolater Zustand des gesamten Entsorgungssystems Einschluss der maroden Rohleitungen und des gußeisernen Gitters. Die jetzt eingebaute neue Version ist zudem geräuscharm. Ein integriertes massives Hartgummiteil vermindert metallische Klappergeräusche, wenn ein Fahrzeug über den Straßeneinlauf fahren sollte.






















24.04.2020 • 16:19 Uhr

Einblicke in die Arbeit des Corona-Stabes - Wie managt die Kreisverwaltung die Corona-Virus-Krise?

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, werden soziale Kontakte deutschlandweit beschränkt. Das hat auch Auswirkungen darauf, wie der Landkreis Northeim arbeitet.
Denn in Deutschland sind es die Landkreise, die zur Verhinderung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten wie dem Coronavirus, die notwendigen Schutzmaßnahmen treffen können. Um diesem Auftrag während der Corona-Pandemie nachzukommen, hat der Landkreis Northeim einen Krisenstab eingerichtet.

Der Stab setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachbereiche und Referate der Kreisverwaltung zusammen. Seit Ende Februar gibt es diesen Stab, der regelmäßig täglich oder zusätzlich immer dann, wenn es die Lage erfordert, „zusammenkommt“, um die aktuelle Lage und die erforderlichen Maßnahmen zu besprechen.
Derzeit sind die Gesundheitsdienste, der Brand- und Katastrophenschutz, sowie die Öffentlichkeitsarbeit dauerhaft in den mittlerweile nur noch virtuell stattfindenden Sitzungen teil. Hinzu kommen die Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, die Dezernatsleitungen und der Erste Kreisrat Jörg Richert, welcher als Stabsleiter die internen Abläufe in enger Abstimmung mit der Landrätin koordiniert. Weitere Fachbereiche, wie zum Beispiel die Bereiche Ordnung und Personal, kommen bei Bedarf hinzu. Ebenfalls nach Bedarf werden auch Personen und Institutionen von außerhalb der Verwaltung hinzugezogen. Dazu zählt beispielsweise Polizeidirektor Michael Weiner, Leiter der Polizeiinspektion Northeim.

Analog zur Gliederung des Katastrophenschutzstabes gehören auch die Funktionen „Lage“, Sachgebiet 2 (S2) und „Versorgung“ Sachgebiet 4 (S4) zum Krisenstab der Kreisverwaltung. Beim Sichter gehen sämtliche Informationen ein, er filtert sie und leitet sie dann an die erforderlichen Fachbereiche oder Stabsmitglieder weiter. Zu den Aufgaben der Funktion S2 gehören die Erstellung des Lagebildes und des Einsatztagebuchs, was ähnlich wie ein Protokoll zu verstehen ist. Aber auch die tägliche Aufbereitung der aktuellen Situation berichtet er an die Stabsmitglieder. Für die Beschaffung von Material - wie Atemmasken und Desinfektionsmittel - für den Notbedarf ist S4 zuständig. Dazu zählen auch die Bedarfsermittlung sowie die Priorisierung dieser Bedarfe. Insgesamt stehen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, die im Wechsel die drei Funktionen übernehmen.

Um die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten, sind die Stabsmitglieder inzwischen nicht persönlich anwesend sondern telefonisch zugeschaltet.
Die Städte und Gemeinden im Landkreis Northeim werden engmaschig informiert, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister kommen einmal wöchentlich mit der Landrätin in einer Telefonkonferenz zusammen. Auch die Kreistagsmitglieder werden regelmäßig über die Arbeit des Stabes sowie die Lage im Allgemeinen informiert. Die Kontaktaufnahme und der Austausch mit den weiteren Einsatzkräften, wie zum Beispiel Hilfsorganisationen, THW oder Feuerwehr, erfolgt über den Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz.
Jede Sitzung des Krisenstabes beginnt mit der Beschreibung der aktuellen Lage. Dazu zählen eine Übersicht der Infizierten und Genesenen sowie ein Blick auf die Infektionszahlen in den Nachbarkreisen und im Land. Dann geht es um weitere aktuelle Themen, wie in den letzten Tagen der Beginn des Schulunterrichts, die Einführung von Maskenpflicht oder die Beschaffung von Schutzausstattung. Nachdem etwaige offene Punkte aus der vorherigen Sitzung geklärt werden, berichten die Beschäftigten der vertretenen Fachbereiche über aktuelle Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie.
Aber auch innerhalb der Kreisverwaltung entstehen Themen, die im Krisenstab erörtert werden. Ein wichtiger Punkt dabei ist unter anderem die dauerhafte Sicherstellung der Müllabfuhr durch die Kreisabfallwirtschaft. Ein anderer sind die Vorordnungen des Landes, die die sozialen Kontakte der Bevölkerung regeln und umgesetzt werden müssen.

Da niemand vorhersagen kann, wie sich die Lage entwickeln wird, setzt sich der Krisenstab auch mit verschiedenen Szenarien auseinander. „Die Situation wird täglich neu beurteilt. Eine schnelle und zielgerichtete Sammlung und Verteilung von Informationen ist wichtig für die Stabsarbeit“, erklärt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Deutlich macht die Landrätin aber auch, dass das Verständnis der Bevölkerung für die getroffenen Regelungen weiterhin entscheidend für die Bewältigung der Pandemie ist.

„Hinter allen Anordnungen steht immer noch das Bemühen, die Infektionszahlen so gering zu halten, dass die Versorgung in den Krankenhäusern sichergestellt werden kann“, so Landrätin Klinkert-Kittel mit Blick darauf, dass die eine oder andere Regelung in der Öffentlichkeit durchaus kontrovers diskutiert wird.

Auch außerhalb des Stabes arbeiten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung mit, um die Krise bewältigen zu können. Vor allem die Gesundheitsdienste sind personell verstärkt worden, da dort der Großteil der Aufgaben anfällt. Aber auch für das Bürgertelefon oder im Bereich Ordnung wird die benötigte Unterstützung sichergestellt.



Zu den Bildern:
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel nimmt telefonisch an der Sitzung des Corona-Stabes teil.

Auch der Leiter des Corona-Stabes, der Erste Kreisrat Jörg Richert, schaltet sich telefonisch dazu. Fotos: lpd














24.04.2020 • 15:11 Uhr

Betreuung in der Kindertagespflege: Landkreis Northeim will Elternbeiträge erstatten

Das Land Niedersachsen hat die Betreuung von Kindern sowohl in Kindertagesstätten als auch in der erlaubten Kindertagespflege seit 16. März untersagt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Infektionsketten zu unterbrechen und so die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.
Der Wegfall der Betreuung stellt viele Eltern und Erziehungsberechtigte vor große Herausforderungen. Seit über fünf Wochen versuchen sie Arbeit und Kinderbetreuung zu organisieren. Und auch wenn das Land Niedersachsen die Betreuung in Notgruppen ausgeweitet hat, bleiben viele Eltern auf sich gestellt.

Vor diesem Hintergrund hat sich Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (Foto) dazu entschieden, die Elternbeiträge für die Kindertagespflege zu erstatten: „Ich werde dem Kreisausschuss vorschlagen, während des gesamten Untersagungszeitraums keine Kostenbeiträge zu erheben.“
Wer eine Notbetreuung in Anspruch nimmt, soll nur die tatsächlichen Betreuungszeiten bezahlen. Die Kreisverwaltung bittet darum, die Beiträge für die Tagespflege wie gewohnt fortzuzahlen, da eine Erstattung leichter abzuwickeln sei. Mit der Rückzahlung ist ab Juni zu rechnen.
Monatlich erhebt der Landkreis Northeim rund 34.000 Euro an Beiträgen von den Eltern und Erziehungsberechtigten.
Und auch die Tagespflegepersonen sollen weiterhin ihre vollen Geldleistungen vom Landkreis Northeim erhalten. „Die Tagespflegepersonen in unserem Landkreis leisten einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ihnen wochenlang keine Geldleistungen zu zahlen, könnte sie in große finanzielle Schwierigkeiten bringen“, erklärt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ihr Vorhaben. Monatlich zahlt der Landkreis Northeim den Tagespflegepersonen etwa 190.000 Euro.
Eine Entscheidung über den Vorschlag der Landrätin muss der Kreisausschuss treffen. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich frühzeitig mit der Frage der Beitragserstattung und der Fortzahlung der Geldleistungen an die Tagespflegepersonen beschäftigt. Ich wünsche mir, dass die Mitglieder des Kreisausschusses zeitnah eine Entscheidung über meinen Beschlussvorschlag treffen können“, ergänzt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.
Wer sein Kind für eine Notbetreuung anmelden will, kann dies direkt bei seiner Tagespflegeperson machen. Der Landkreis Northeim stellt dazu auf seiner Internetseite unter www.landkreis-northeim.de/coronavirus alle erforderlichen Formulare bereit.
Viele weitere Informationen zum Coronavirus, die aktuellen Fallzahlen im Landkreis Northeim, die häufigsten Fragen und Antworten und hilfreiche Links finden Sie auf www.landkreis-northeim.de/coronavirus
lpd











24.04.2020 • 15:09 Uhr

Corona-Lockerungen: Hinweise für die Wiederinbetriebnahme von Trinkwasserinstallationen in Schulen

Martin Weyand,Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), hat soeben zu einem wichtigen Teilaspekt im Zusammengang mit den bevorstehenden Lockerungen des Corona-Regelwerkes zu Wort gemeldet:

„Die Bundesregierung und die Bundesländer haben die Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie teilweise gelockert. In den Gebäuden und Gebäudeteilen, zum Beispiel Schulen, die nach wochenlanger Schließung jetzt wieder genutzt werden sollen, müssen mit Blick auf die Wasserinstallationen einige wichtige Punkte beachtet werden.

Die Trinkwasserleitungen und -armaturen in einem Gebäude werden bei normaler Nutzung ständig mit Wasser durchströmt. Wird eine Wohnung, ein Geschäft und Gebäude, zum Beispiel während der Corona-Pandemie, nicht mehr genutzt, stagniert das Wasser in den Armaturen und Leitungen. Dieses Wasser muss bei Wiederinbetriebnahme vollständig ablaufen.

Gemäß den technischen Regeln (DIN EN 806-5 und DIN 1988-100) sind daher alle Wasser-Entnahmestellen eines vorübergehend nicht mehr genutzten Gebäudes vollständig zu öffnen. Wird das abfließende Wasser merklich kühler und bleibt konstant kühl, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass das Stagnationswasser vollständig abgeflossen ist.

Sollte die Trinkwasserinstallation entleert worden sein, muss ein Fachunternehmen zur sicheren Wiederinbetriebnahme beauftragt werden. Diese Unternehmen nehmen eine fachgerechte Spülung der Leitungen vor.“

Hintergrund:

Sicherzustellen ist, dass ein solches Fachunternehmen an der Trinkwasserinstallation arbeiten darf. Voraussetzung dafür ist, dass er ein Vertragsinstallationsunternehmen im Sinne der Ortssatzung oder im Sinne der Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) ist.
red











24.04.2020 • 14:47 Uhr

Corona-Klinik Bad Gandersheim: 27 Patienten in Behandlung - Trauer um sechs Verstorbene

Wie ist es um den Belegungsstatus der zentralen Corona-Helios Klinik Bad Gandersheim in Südniedersachsen aktuell bestellt? Diese Frage und weitere richtete heute das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group an das private Klinikunternehmen. Daniela Kasper, Referentin für Unternehmenskommunikation und Marketing der Helios Herzberg/Osterode GmbH, teilte zu einem Teilaspekt des Fragenkomplexes dazu soeben den heutigen Statusstand mit. Ergänzend wurde auf Detailanfrage eine aktualisierte Angabe der Corona-Todesfälle in dem Bad Gandersheimer Klinikum von der Sprecherin dokumentiert. In der Antwort heißt es im Originalwortlaut:

"Aktuell werden in der Helios Klinik Bad Gandersheim 27 Patienten behandelt.
Sechs Patienten mit einer Sars-CoV-2 Infektion sind in der Klinik verstorben. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihnen aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht keine weiterführenden Informationen übermitteln dürfen."

Über die nachgefragte und beantwortete Thematik "Kurzarbeit" erfolgt eine Extraberichterstattung auf den News-Kanälen/Onlinezeitung des Redaktionsnetzwerkes.

Die Bilder dokumentieren aktuelle Teilansichten der Corona-Helios Klinik Bad Gandersheim. Fotos: Fis WMG
















24.04.2020 • 12:40 Uhr

Aus der 96-Akademie zu den Profis: U-Nationalspieler Gudra unterschreibt bis 2023

Ein weiteres Talent aus der 96-Akademie rückt fest zum Zweitligateam der Roten auf: Nachwuchsstürmer Mick Gudra hat bei Hannover 96 einen Profivertrag mit drei Jahren Laufzeit bis zum 30. Juni 2023 unterzeichnet.
Nachdem er mit 17 Torbeteiligungen (acht Tore/neun Vorlagen) bei 14 Einsätzen im Trikot der U19 auf sich aufmerksam gemacht hatte, durfte der 19-Jährige bereits während der aktuellen Saison immer wieder im Profiteam trainieren. Seit Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde nahm Gudra durchgängig am Training von Chefcoach Kenan Kocak teil, ehe er sich Anfang Februar in einer Einheit unglücklich das Kreuzband riss.

96-Sportdirektor Gerhard Zuber: „Wir sind davon überzeugt, dass Mick sich auf Profi-Niveau durchsetzen kann, wenn er weiter hart an sich arbeitet. Seine Verletzung war für uns kein Grund, diese Einschätzung anders zu bewerten oder daran zu zweifeln. Er schuftet tagtäglich fleißig in der Reha und ist sehr gut im Plan. Mit ihm binden wir einen hungrigen und äußerst zielstrebigen Jungen an uns, der uns mit seiner Schnelligkeit bereichert und in der Lage ist, im Spiel unvorhersehbare Momente zu kreieren. Er wurde sowohl bei uns in der 96-Akademie als auch an seiner vorherigen Station beim FC Schalke 04 sehr gut ausgebildet.“

Mick Gudra: „Seit ich fünf oder sechs Jahre alt war, hatte ich das Ziel vor Augen, einmal Fußballprofi zu werden. Der Profivertrag ist ein wichtiger Schritt für mich. Ich bin den Verantwortlichen sehr dankbar dafür, dass sie mir trotz meiner Verletzung das Vertrauen geben und daran glauben, dass ich stärker zurückkomme. Das weiß ich sehr zu schätzen. Dieses Vertrauen will ich zurückzahlen und werde weiterhin in der Reha jeden Tag hart arbeiten, damit ich bald wieder für Hannover 96 auf dem Platz stehen kann.“

Der gebürtige Bonner Gudra kam über die Nachwuchsleistungszentren von Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 in die 96-Akademie. Dort bezog er im Januar 2019 eines der Internatszimmer. Bei 96 empfahl er sich mit starken Auftritten im U19-Team von Coach Stephan Schmidt für die Junioren- Nationalmannschaften des Deutschen Fußball-Bunds. Im Mai absolvierte er ein Länderspiel für die U18, im Oktober deren drei für die U19 des DFB. Infolge des Kreuzbandrisses im Februar befindet er sich aktuell in der Reha.
Nach Simon Stehle ist Gudra der zweite U19-Spieler aus der 96- Akademie, der in der laufenden Saison einen Profivertrag erhält. Stehle hatte bereits im Februar bis 2022 unterschrieben.
red/Foto: 96










24.04.2020 • 12:30 Uhr

MdL Christian Grascha erzürnt über Northeimer Kreisverwaltung: Absage der Bürgermeisterwahl in Uslar nicht nachvollziehbar!

Kritik des Liberalen mündet in einer Anfrage an die Landesregierung in Hannover

„Die Entscheidung des Landkreises Northeim, die Bürgermeisterwahl am 6. Juni in der Stadt Uslar abzusagen, ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt der Landtagsabgeordnete Christian Grascha (FDP). Wahlen seien das Fundament unseres demokratischen Staates und im Grundgesetz besonders geschützt. Sie hätte deshalb eine besondere Priorität. Der Landkreis hatte vor dem Hintergrund der Covid 19 Pandemie die Durchführung einer Wahl untersagt.
„Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen, dürfen zum Beispiel Einzelhandelsgeschäfte und Schulen nur unter bestimmten Voraussetzungen öffnen. Sie müssen Hygienekonzepte aufstellen und die Einhaltung der Abstandsregeln sicherstellen.

Warum das bei einer Wahl in Wahllokalen nicht möglich sein soll, ist für mich schleierhaft“, so der Einbecker Abgeordnete. Der Landkreis habe gemeinsam mit der entsprechenden Stadt oder Gemeinde die Pflicht, ein Konzept zu entwickeln, wie die Durchführung einer Wahl sichergestellt werden kann. „Wenn ein Baumarkt die Abstandregeln einhalten kann, dann wird das doch auch in einem Wahllokal möglich sein“, so Grascha.

Gegebenenfalls sei auch zu prüfen, ob eine Wahl komplett als Briefwahl durchgeführt werden könne. Hiermit habe der Landkreis Hameln-Pyrmont bei der Landratswahl gute Erfahrungen gemacht. Die Wahlbeteiligung lag beim zweiten Wahlgang, in dem ausschließlich per Briefwahl gewählt wurde, sogar höher als beim ersten. Kreativität sei selbstverständlich auch von den Parteien und den Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkampf gefragt. Onlinewahlkampf und Wahlkampfaktivitäten unter Berücksichtigung der Kontaktsperre böten sehr viele Möglichkeiten. Ob all diese Optionen geprüft und alle Kriterien für eine Wahl abgewogen wurden, ginge aus der Verfügung des Landkreises nicht hervor. Das Land habe dem Landkreis per Erlass die Abwägungskriterien mitgeteilt. „Die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch auf Transparenz, warum die Kreisverwaltung zu dieser Entscheidung gekommen ist“, stellt Grascha klar.

Der Landtagsabgeordnete der Freien Demokraten hat vor diesem Hintergrund eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Er möchte wissen, unter welchen Voraussetzung vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie Wahlen durchgeführt werden können, ob eine Briefwahl wie im Landkreis Hameln-Pyrmont zulässig ist und ob die Landesregierung unüberbrückbare Hindernisse bei der Aufstellung von Kandidatinnen und Kandidaten sieht.

Keinesfalls dürfe sich die Absage bei der kommenden Kommunalwahl in Einbeck in diesem Jahr wiederholen. „Wir überlegen uns für die verschiedensten gesellschaftlichen, kulturellen, sportlichen, religiösen und wirtschaftlichen Bereiche Exit-Strategien, um ein Leben mit dem Virus zu organisieren. Gleichzeitig werden grundgesetzlich geschützte Wahlen abgesagt. Das ist nicht hinnehmbar“, so der FDP-Politiker.red/Foto: Thomas Fischer












24.04.2020 • 12:24 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Keine neuen Infektionsfälle - es bleibt insgesamt 115 Fällen - Ersten Todesfall bestätigt- 54 Kreisbürger sind wieder gesund!

Aktuell gibt es weiterhin 115 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Vortag sind damit keine neuen Corona-Fälle bekannt geworden. 54 Personen - zwei mehr als am Donnerstag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Leider gibt es jetzt auch den ersten Todesfall einer Person aus dem Landkreis Northeim. Eine weibliche Person, fortgeschrittenen Alters, ist in einem Krankenhaus an den Folgen der Corona-Infektion gestorben.lpd












24.04.2020 • 12:17 Uhr

Bad Gandersheimer Ratssitzung-Splitter: Das "Phantom" war wieder nicht zu sehen...

Sie hatten ihm wieder einen Platz freigehalten. Einen wunderschönen. Auf einem der Stühle des Löning'schen Café Garten in Brunshausen. Überdacht mit herrlichem Grün der wuchtigen Bäume. Die Rede ist von der open air Corona-Sitzung des Bad Gandersheimer Stadtrates am gestrigen Donnerstag. Es war erneut aufgefallen, dass eine Persönlichkeit in der Runde der Ratsmitglieder fehlte: Jörg Sprenger. Auf Nachfrage bestätigte ein Verwaltungssprecher zweierlei:
erstens das Fehlen des Ratsmitgliedes. Zum wiederholten Male.
Zweitens: Ja, Herr Sprenger ist noch Mitglied des Stadtrates. Mal fehlt er entschuldigt, mal nicht.
Einem pfiffigen Besucher der Corona-Sitzung war die Nichtanwesenheit des Herrn Sprenger ebenfalls aufgefallen. Wohl deshalb, weil alle 19 anderen gewählten Räte plus Bürgermeisterin komplett aufgelaufen waren. Das 21. Ratsmitglied fehlte, so hatte der interessierte Bürger beim Nachzählen richtig festgestellt. Und dann seine Fragen mit einem Augenzwinkern an den Reporter gerichtet: "Wie sieht Herr Sprenger eigentlich aus? Ich habe ihn noch nie zu Gesicht bekommen im Bad Gandersheimer Stadtrat. Gibt es den wirklich? Mir kommt dieser Ratsherr wie ein Phantom vor...".
Nun, mit einem Augenzwinkern hier die optische Antwort zum bereits bestätigten. Dank der sozialen Netzwerken ist sie möglich gewesen. Den Namen des betreffenden Herrn bei Facebook eingegeben und sofort ein Volltreffer. Und mehr noch: in der virtuellen Welt ist seine politische Ambition in aufschlussreichen Kommentaren erlebbar. Warum eigentlich hat Ratsherr Sprenger so viel Angst, diese Meinungen auch in der realen Welt eines Kommunalgremiums einzupflegen. Dafür ist er doch vom Volk gewählt worden.
red/Foto: Facebook Jörg Sprenger










24.04.2020 • 11:37 Uhr

Vertrag bis 2023: Kenan Kocak bleibt Cheftrainer bei Hannover 96

Hannover 96 und Kenan Kocak führen ihre Zusammenarbeit fort. Nach guten und vertrauensvollen Gesprächen unterschrieb Kocak heute einen neuen Vertrag als Cheftrainer bis zum 30. Juni 2023. Die Roten setzen damit ein deutliches Zeichen der Kontinuität in der Sportlichen Führung, am Vortag hatten sie sich bereits mit Sportdirektor Gerhard Zuber auf einen ebenfalls drei Jahre laufenden Vertrag geeinigt.

Der 39-jährige Kocak hat die Zweitligamannschaft von Hannover 96 in der aktuellen Saison am 14. Spieltag als Tabellen-15. übernommen, damals trennten 96 von einem Abstiegsplatz zwei Punkte. Kocak führte das Team bis auf den 9. Tabellenrang, den es nach dem bisher letzten Spiel am 6. März in Nürnberg (3:0) belegt.

Martin Kind, Geschäftsführer Hannover 96: "Mir geht es um Vertrauen und Kontinuität für die nächsten Jahre, deshalb haben wir auch beim Cheftrainer mit einem Dreijahresvertrag die Voraussetzungen dafür geschaffen. Kenan Kocak hat in den vergangenen Wochen und Monaten bewiesen, dass er eine Mannschaft neu ausrichten, stabilisieren und weiterentwickeln kann. Die Mannschaft hat unter ihm große Fortschritte gemacht und spielt einen attraktiven Fußball, der sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Deshalb freuen wir uns, diesen Weg auch in den kommenden Jahren gemeinsam mit ihm beschreiten zu können. Herr Kocak hat Hannover 96 vom ersten Tag an als Aufgabe angesehen, die er mit großer Leidenschaft angeht. Er ist bodenständig, authentisch und arbeitet ergebnisorientiert. Er hat sich in seiner Trainerlaufbahn mit Willensstärke und Kompetenz professionell weiterentwickelt, wir sind überzeugt, mit ihm unsere Ziele erreichen zu können."

Kenan Kocak, Cheftrainer von Hannover 96: "Ich freue mich sehr über das große Vertrauen, das mir Herr Kind, Sportdirektor Gerry Zuber und auch die Mitarbeiter dieses tollen Klubs entgegenbringen. Es ist für mich gleichzeitig Ansporn, diesen Weg in den kommenden Jahren weiterzugehen und mit 96 attraktiven und hoffentlich erfolgreichen Fußball zu spielen. Ich habe mich vom ersten Tag an im Klub und in der Stadt sehr wohlgefühlt und gespürt, welche große Rolle Hannover 96 nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Menschen in der Region spielt. Das ist eine Verantwortung, die ich mit meinem Trainerteam und dem Staff gerne annehme. Wir werden keine Sprüche klopfen oder Luftschlösser bauen. Was wir aber versprechen: dass wir wirklich alles dafür geben werden, dieser Verantwortung gerecht zu werden."
Kenan Kocak ist seit dem 14. November 2019 Cheftrainer bei Hannover 96. Nach Beendigung seiner Profilaufbahn hatte Kocak den VfR Mannheim (Februar 2011 bis Juni 2013 sowie Waldhof Mannheim (Juli 2013 bis Juli 2016) und im Anschluss bis Oktober 2018 den Zweitligisten SV Sandhausen trainiert.
red/Foto: 96











24.04.2020 • 11:32 Uhr

Montag geht es wieder los! Landkreis informiert über Wiederaufnahme des Schulbetriebs

Landkreis Northeim bereitet Neustart in den Schulen vor – Schulen haben Hygieneplan erhalten

Seit dem 16. März sind die Schulen in Niedersachsen wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Am Montag, 27. April 2020, beginnt der schrittweise Neustart in den Schulen im Landkreis Northeim.

Der Unterricht wird zunächst zur Prüfungsvorbereitung in den allgemein bildenden Schulen für die Jahrgangsstufen 9, 10 und 13 wieder aufgenommen. Im Bereich der Berufsschulen startet der Unterricht zur Prüfungsvorbereitung in der Fachstufe 2, der Abschlussklasse der Fachschule, den 13. Jahrgängen des beruflichen Gymnasiums sowie der Berufsoberschule. Die Gesundheitsfachberufe legen außerdem ihre Prüfungen ab. Beschult werden auch die neu beginnenden Pflegefachleute. Weitere Klassen werden nach Ankündigung des Niedersächsischen Kultusministeriums ab dem 4. Mai schrittweise folgen.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel teilt mit, dass der Landkreis Northeim als Schulträger umfassende Vorbereitungen getroffen hat, um die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und weitere Mitarbeiter der Schulen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Im Lauf dieser Woche wurden die kreiseigenen Schulen vom Landkreis bereits mit Vorabhinweisen über Hygienemaßnahmen informiert, um sich bestmöglich auf den Neustart vorbereiten zu können. Zudem gibt es nun ein Rahmen-Hygieneplan, an dem sich Schulen orientieren sollen.

Das Konzept deckt allgemeine Hygienehinweise ebenso ab wie Anordnungen für Raumhygiene und organisatorische Maßnahmen. Es enthält zudem Hinweise zur Hygiene im Sanitärbereich, zum Infektionsschutz während der Pausen, zum Infektionsschutz im Sportunterricht, zum Umgang mit Risikogruppen, zur Wegeführung durch die Schulen, zu Konferenzen und Versammlungen sowie zur Meldepflicht von Verdachtsfällen und bestätigten Covid-19-Infektionen in der Schule.

Konkret wird in dem Hygieneplan beispielsweise. klar geregelt, dass Schülerinnen und Schüler ebenso wie Lehrkräfte bei Krankheitszeichen auf jeden Fall zu Hause bleiben müssen. In der Schule gilt wie in allen anderen Lebensbereichen, dass der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden muss. Dafür werden beispielsweise die Tische in den Klassenräumen entsprechend weit auseinandergestellt, sodass in einem Klassenraum deutlich weniger Schülerinnen und Schüler anwesend sind als normalerweise.

Alle weiteren Hygieneempfehlungen sind auch im schulischen Kontext zu berücksichtigen – das betrifft den Verzicht auf Händeschütteln oder Umarmungen zur Begrüßung ebenso wie die Vermeidung von Berührungen im Gesicht. Auch das häufige und gründliche Händewaschen wird geregelt – etwa nach dem Betreten des Schulgebäudes oder nach Kontakt mit Treppengeländern, etc. Die Hausmeister der Schulen haben dafür Sorgen zu tragen, dass in den Toilettenräumen jederzeit ausreichend Flüssigseife und Einmalhandtücher vorhanden sind. Auch verfügen viele Klassenzimmer zusätzlich über einen Waschtisch, sodass auch zwischendurch die Hände gereinigt werden können. Das entsprechende Material hat der Fachbereich Facility Management des Landkreises beschafft. Darüber hinaus wird seitens des Landkreises Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt, um die Händehygiene auch dann sicherzustellen, wenn in Klassenräumen keine Gelegenheit zum Händewaschen vorhanden ist. Für die Händehygiene ist ansonsten aber gründliches, 20-30 Sekunden langes Waschen mit Seife ausreichend.

Durch versetzte Pausen sollen Schulen dafür sorgen, dass nicht zu viele Schüler gleichzeitig bspw. die Sanitärräume aufsuchen, damit Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können. Ein Wegekonzept soll sicherstellen, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig über die Gänge zu den Klassenzimmern und in die Schulhöfe gelangen. Fahrstühle sollten nach Möglichkeit nur einzeln und nur von Personen mit körperlichen Einschränkungen genutzt werden.

Die Reinigung von Oberflächen steht bei den Hygienemaßnahmen besonders im Fokus. Vor allem Flächen, die häufig berührt werden, werden künftig besonders gründlich und täglich gereinigt. Dazu zählen unter anderem Türklinken und Griffe, Treppen- und Handläufe, Lichtschalter, Tische, Telefone und Kopierer sowie nach Benutzung auch Computermäuse und Tastaturen.

Das Tragen eines Schutzes, der Mund und Nase bedeckt, ist ab Montag bei Benutzung des Nahverkehrs verpflichtend – das gilt auch für die Schülerbeförderung. Der Landkreis hat deshalb Hinweise zum richtigen Umgang mit den sogenannten Alltagsmasken an die Schulen gegeben. Für die Pausen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes optional. Wichtig: Auch beim Tragen eines Schutzes sind die Mindestabstände und übrigen Hygienehinweise einzuhalten.
Der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) weist darauf hin, dass Fahrgäste ohne einfache Alltagsmaske von der Beförderung ausgeschlossen sind. Weitere Hinweise zu den Schutzmaßnahmen bei der Schülerbeförderung und Informationen zum Schulfahrplan stellt der ZVSN bereit. Sie finden die Informationen auf der Seite des Landkreises unter www.landkreis-northeim.de/schulfahrplan.
Sofern sich im unmittelbaren Umkreis der Schule Warteplätze für den Schülerverkehr oder den öffentlichen Personennahverkehr befinden, müssen die Schulen auch nach Schulschluss dafür sorgen, dass die Abstands- und Hygieneregeln auch dort eingehalten werden.

„Ich denke, dass die Hinweise den Schulen eine gute Hilfe sein werden, um den herausfordernden Neustart zu meistern und die Schülerinnen und Schüler bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Die Situation erfordert mitunter kreative Lösungen, um alle Vorgaben einzuhalten. Als Schulträger werden wir tun, was wir können, um die Schulen während der Coronakrise so gut es geht zu unterstützen“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

So hat die Kreisverwaltung bereits zu Beginn des Monats 750 mobile Endgeräte zur Unterstützung von Härtefällen beschafft. Diese soll Schülerinnen und Schülern, für die der Unterricht am Montag noch nicht wieder beginnt, als Leihgeräte für Home-Schooling zur Verfügung gestellt werden. Für die Tablets wurden zwischenzeitlich Fördermittel über den DigitalPakt Schule beim Land Niedersachsen beantragt. Das Land hatte zuvor für die Dauer der Corona bedingten Schulschließung die Fördervoraussetzungen gelockert. 17 Schulen haben diese Geräte angefordert, welche – soweit noch nicht geschehen - nun schnellstmöglich verteilt werden. Nach Rückgabe sollen die Geräte dafür eingesetzt werden, um den Digitalisierungsprozess in den Schulen voranzutreiben.











24.04.2020 • 09:19 Uhr

81-Jährige mit E-Fahrrad und ohne Schutzhelm verunglückt tödlich

Soeben berichtet die Polizei in Holzminden:
Bereits am vergangenen Sonntag kam es gegen 15.30 Uhr auf der Kreisstraße 42 zwischen Linnenkamp und Stadtoldendorf zu einem tragischen Verkehrsunfall. Eine 81-Jährige aus Stadtoldendorf war mit ihrem Elektrofahrrad aus Linnenkamp kommend in Richtung Stadtoldendorf unterwegs. Auf einer Gefällstrecke verliert sie die Kontrolle über ihr Rad und stürzt. Dabei erlitt die Radfahrerin, die keinen Fahrradhelm trug, schwerste Kopfverletzungen. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen, zu denen auch der Rettungshubschrauber hinzugezogen wurde, blieben erfolglos. Die Radfahrerin verstarb noch an der Unfallstelle. Die Ermittlungen hinsichtlich.ots










24.04.2020 • 09:16 Uhr

Holle: Bei Verkehrsunfall Motorradfahrer schwer verletzt - Autofahrer hatte ihn übersehen

Am gestrigen Donnerstag, gegen 12:50 Uhr, kam es auf der Bundesstraße 444/ Abzweig Kreisstraße 213 (Luttrum) zum Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Motorradfahrer. Der Kradfahrer wurde dabei schwerverletzt.

Zum Unfallzeitpunkt befuhr ein 31-jähriger Hildesheimer mit seinem Pkw Golf die K 213 aus Luttrum kommend und wollte nach links auf die B 444 in Richtung Grasdorf abbiegen. Auf dieser fuhr zum Unfallzeitpunkt, in Richtung Nettlingen, ein 58-jähriger Kradfahrer (aus der Region Hannover) mit seiner BMW. Beim Abbiegen auf die B 444 übersah der PKW-Fahrer den Kradfahrer, so dass es zum Zusammenstoß der Kraftfahrzeuge kam. Durch den Zusammenstoß kam der Kradfahrer zu Sturz und verletzte sich ersten Feststellungen nach schwer im Schulterbereich.

Der Kradfahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Hildesheimer Krankenhaus verbracht. Am Pkw und Krad entstanden Sachschäden von ca. 5.000 Euro. Während der Pkw fahrbereit blieb, musste das Krad abgeschleppt werden.

Die B 444 war für die Unfallaufnahme und Versorgung des Verletzten für 40 Minuten gesperrt. Es kam zu Behinderungen. web










24.04.2020 • 09:12 Uhr

Goslar: Männer-Streit eskaliert - Gewürgt, Vase über Kopf gezogen und dann gebissen

Zu wechselseitigen Körperverletzungshandlungen kam es am Dienstagabend zwischen zwei jungen Männern in einer Wohnung im Goslarer Siemensviertel. Zunächst habe der 18-jährige Wohnungsmieter nach Streitigkeiten seinen 23-jährigen Bekannten gewürgt, ehe dieser seinem Peiniger eine Vase über den Kopf schlug und den 18- jährigen Mann in den Oberkörper biss. Gegen beide Personen wird nun von der alarmierten Polizei in Goslar wegen Gefährlicher Körperverletzung ermittelt.ots











24.04.2020 • 08:57 Uhr

Grüne Opposition: Wie will die Landesregierung soziale Härten ausgleichen, damit die Coronakrise keine dauerhafte soziale Krise wird?

Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann hat namens der Landesregierung auf eine Dringliche Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen geantwortet.

Die Abgeordneten der oppositionelle Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag hatten gefragt:

Auch Niedersachsen ist von der COVID-19-Pandemie betroffen. Die Coronakrise betrifft alle Bevölkerungsgruppen - manche deutlich härter als andere. So sind die Folgen für Arme, Bedürftige und Menschen in Notlagen besonders schwer. Ohnehin gefährdete Gruppen wie etwa Kranke, Alte, Menschen mit Behinderungen, Wohnungslose, Geflüchtete oder Kinder und auch viele Frauen sind jetzt nach Medienberichten noch stärker bedroht.

In Niedersachsen waren bis Ostern bereits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 53 000 Betrieben in Kurzarbeit. Unternehmen, Selbstständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler sowie Kulturschaffende bangen um ihre Existenz. Darüber hinaus haben vor allem geringfügig Beschäftigte, darunter viele Studierende, ihre Jobs verloren und keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Ebenso sind viele Ausbildungsplätze in Gefahr. Der Shutdown trifft weite Teile der sozialen Infrastruktur und der Unterstützungs- und Beratungsangebote. Viele Tafeln mussten schließen, Leistungen für Kinder nach dem Bildungs- und Teilhabepaket entfallen, vorneweg die kostenlose Mittagsverpflegung. Anlaufstellen haben geschlossen, telefonische und Online-Alternativen erreichen Teile der Zielgruppen nicht.

Die Situation trifft viele Familien mit Kindern. Die Betreuungsangebote für die Kinder wurden ausgesetzt und die Notbetreuung nur begrenzt geöffnet. Home-Office, Home-Schooling und Betreuung jüngerer Kinder ist von vielen Familien und vor allem von Alleinerziehenden nach Angaben Betroffener kaum zu leisten. Für Kinder aus bildungsfernen Familien wird der Bildungszugang demzufolge noch schwerer.

Kinder leiden unter den Kontakteinschränkungen besonders. Sie vermissen Großeltern und Freundinnen und Freunde und erleben die Sorgen der Eltern um Arbeitsplatz und vor Armut. Der Kontakt zu Erzieherinnen und Erziehern und Lehrerinnen und Lehrern, der Unterstützung, Schutz und emotionale Zuwendung gewährleistet, ist weggefallen. Spiel- und Sportplätze, Gemeinschaftszentren und Jugendeinrichtungen sind geschlossen. Für Menschen mit Behinderungen, die zu Hause leben, ist die Betreuungsstruktur eingestellt. Eltern oder private Betreuerinnen und Betreuer fühlen sich häufig überfordert.

Nach jahrelangem Einsatz für Gleichstellung, das Recht auf Berufstätigkeit, gleiche Bezahlung und faire Teilung von Haushaltsarbeit, Kindererziehung und Betreuungsaufgaben werden Frauen jetzt wieder häufiger mit der Situation konfrontiert, klassische alte Rollenmuster einnehmen zu müssen oder zu sollen. Und es sind vor allem Frauen, die die schlechter bezahlten, aber „systemrelevanten" Berufe ausüben. Während der psychische Druck auf Frauen steigt, drohen patriarchale Strukturen sich zu verfestigen. Zudem befürchten Fachstellen eine erhebliche Zunahme häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder - und auch gegen Alte.

Einnahmemöglichkeiten für Wohnungslose fallen weg. In Gemeinschaftsunterkünften wächst die Infektionsgefahr. Davon sind auch viele Geflüchtete betroffen. Sie sind wegen der sprachlichen Hürden schlechter informiert, Beratungs- und Unterstützungsangebote sind reduziert. Prekär ist die Versorgung von Menschen ohne Papiere und ohne Krankenversicherung.

Es ist Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass getroffene Entscheidungen und Maßnahmen nicht nur epidemiologisch begründbar, sondern in ihren Auswirkungen auch sozial gerecht und fair sind.

Wir fragen die Landesregierung:

Mit welchen Maßnahmen will die Landesregierung verhindern, dass die soziale Ungleichheit wächst und sich die Lage gefährdeter Bevölkerungsgruppen wie Kranker, Alter, Menschen mit Behinderungen, Wohnungsloser, Geflüchteter, Kinder oder Frauen verschlechtert?
Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung, um dem Bedarf von Kindern und ihren Familien nach finanzieller Unterstützung, nach altersgemäßer Betreuung und nach Bewegung und Spiel nachzukommen?
Wie will die Landesregierung in der Krise die Lage von Frauen verbessern, um sie vor Gewalt zu schützen, ihre Erwerbsmöglichkeiten zu erhalten und sie bei der fairen Verteilung von Hausarbeit und Betreuungsaufgaben zu unterstützen?

Ministerin Dr. Carola Reimann beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung:
Zu 1.:

Die Corona-Krise stellt alle Menschen in Niedersachsen und auch die Landesregierung vor große Herausforderungen, die aktuell bewältigt werden müssen. Hierauf liegt derzeit der Focus.

Dennoch darf diese Krise nicht dazu führen, dass die soziale Ungleichheit dramatisch wächst und die Gesellschaft auseinanderdriftet. Die gelebte Solidarität, die derzeit durch das disziplinierte Verhalten der allermeisten Menschen in Niedersachsen gelebt wird, macht Mut.

Niedersachsen war vor der Corona-Krise auf einem guten Weg, soziale Ungleichheiten auszutarieren. So lag die Armutsgefährdungsquote bei 15,0 % und verringerte sich damit das zweite Jahr in Folge.

Die Landesregierung hat im sozialen Bereich eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt, um einen sozialen Ausgleich zu schaffen. So ist Niedersachsen nicht nur im Gesundheitsbereich, sondern auch in der Sozialpolitik gut aufgestellt. Und auch bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie achtet die Landesregierung auf mögliche soziale Auswirkung der Maßnahmen.

Der Landesregierung ist es wichtig, sowohl die langfristigen sozialpolitischen Konzepte beizubehalten, als auch bei den aktuellen Maßnahmen soziale Aspekte zu berücksichtigen. Zum Beispiel wurde im Januar das Konzept zur Verbesserung der Situation wohnungsloser Menschen vorgestellt, das auch dazu beitragen wird, dass sich die soziale Lage dieses Personenkreises durch das Corona-Geschehen nicht auf Dauer verschlechtern wird. Die Hilfe für wohnungslose Menschen wird auch zukünftig als gemeinsame Aufgabe von Kommunen, Land und freien Trägern sichergestellt werden.

Dabei stellen die Weiterentwicklung der Hilfe, aber auch die Sicherung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums wichtige Bausteine des Konzeptes dar. Um der aktuellen Situation für die besonders gefährdeten Menschen, die „auf der Straße" leben, zu begegnen, wurde zudem in der Stadt Hannover, die Jugendherberge angemietet. An den Kosten beteiligt sich das Land zu einem Drittel. Wir tun gegenwärtig alles dafür, um ambulante Krankenbehandlungen trotz der zeitweise äußerst angespannten Lage zu ermöglichen.

Dazu gehört eine Vielzahl von Maßnahmen wie z. B. die Fortführung der telefonischen Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen oder die Einbeziehung von Veterinärlaboren in die Corona-Testungen. Dazu kommen eine Fülle von Koordinationsaufgaben auf Landesebene zwischen den Leistungserbringerinnen und Leistungserbringern, um den neuen Anforderungen zu begegnen. So wollen wir die Versorgung aller chronisch Kranken und akut - aber nicht an Corona - Erkrankten sicherstellen. Das Verbot von Krankenhausbehandlungen bezieht sich ausdrücklich auf die planbaren Leistungen.

D.h. Krebsbehandlungen, die Therapie von Herzinfarkten, usw. bleiben selbstverständlich erlaubt und sollen bitte weiterhin bei Bedarf dringend beansprucht werden. Niemand soll hier eine ggf. lebensbedrohliche Krankheit verschleppen.

Menschen mit Behinderungen können gerade aufgrund des Betretungsverbotes die Werkstätten oder ähnliche tagesstrukturierende Angebote nicht besuchen. Für die Menschen, deren Betreuung anderweitig nicht sichergestellt werden kann, hat die Landesregierung eine Notbetreuung vorgesehen. Die Träger dieser Angebote wurden zudem gebeten, dass das durch das Betretungsverbot freiwerdende Personal bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen in besonderen Wohnformen, aber auch bei den Angehörigen zu Hause unterstützt. Wir nehmen wahr, dass diese Regelung auch umgesetzt wird.

Die Landesregierung hat zudem klargestellt, dass medial unterstützte Leistungen der Eingliederungshilfe - z.B. über Telefon oder Videokonferenz - für die Dauer der kontaktreduzierenden Maßnahmen ebenso Fachleistungen darstellen können wie die entsprechenden Präsenzleistungen zu 100 % in der Eingliederungshilfe abrechenbar sind.

Mit der Umsetzung des sogenannten Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes - SodEG - in Niedersachsen werden über Zuschüsse die Strukturen der Leistungserbringer für die Menschen mit Behinderungen sichergestellt.

Gleichzeitig wird dafür Sorge getragen, dass die Ressourcen für die Menschen mit Behinderungen eingesetzt werden, die sie benötigen. Bis zur endgültigen Umsetzung des SodEG hat die Landesregierung in Abstimmung mit den Geschäftsstellen des Niedersächsischen Landkreistages und des Niedersächsischen Städtetages die Weisung bzw. Empfehlung herausgegeben, dass für die Monate März, April und Mai im Vorgriff auf das SodEG Abschläge an die Leistungserbringer gezahlt werden, wenn Leistungen aufgrund der kontaktreduzierenden Maßnahmen nicht erbracht werden können.

Die bestehenden Strukturen der Migrationsberatung und der Flüchtlingsversorgung werden aufrechterhalten bzw. der aktuellen Situation angepasst. Mit Verabschiedung präventiver Maßnahmen zur Verhütung bzw. Eindämmung des Corona-Virus wurden die entsprechenden Informationen von unterschiedlichen Stellen bundesweit in viele Landessprachen übersetzt.

Auch während des Corona-Geschehens ist der Kinderschutz sehr wichtig. Die Kinder- und Jugendhilfe gewährleistet diesen Schutz weiterhin. Sind die Eltern nicht bereit oder in der Lage, Gefährdungen abzuwenden und/oder Hilfen des Jugendamtes anzunehmen, muss das Jugendamt die notwendigen Maßnahmen beim Familiengericht anregen und im Falle dringender Gefahr die Minderjährigen in Obhut nehmen. Die Kinderschutzzentren und Beratungseinrichtungen nehmen weiterhin ihre Beratungstätigkeit in angepasster Form wahr.

Unter www.kinderschutz-niedersachsen.de sind aktuelle Informationen zum Kinderschutz und zu Beratungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche nachzulesen. Im Bereich der Jugendsozialarbeit fördert das Land zahlreiche Einrichtungen durch Zuwendungen. Dazu gehören z.B. Maßnahmen für junge Straffällige oder die Jugendwerkstätten.

Damit die sozialpädagogische Betreuung nicht ganz eingestellt werden muss, wurde den Trägern die Möglichkeit eröffnet, andere Formen der Betreuung anzubieten. Dazu gehören insbesondere telefonische Beratung und die Nutzung digitaler Medien. Diese Angebote bieten vielmehr Möglichkeiten der Unterstützung und des sozialen Austausches und helfen, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Grundsätzlich wird es seitens der Landesregierung begrüßt, wenn Angebote unter Berücksichtigung der Gesunderhaltung aller Beteiligten auch in der Einzelbetreuung aufrechterhalten werden.

Für das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Einzelbetreuung in der Häuslichkeit der Betroffenen wurde auf die vom Robert-Koch-Institut (RKI) herausgegebenen „Hygienemaßnahmen für nicht-medizinische Einsatzkräfte" hingewiesen.



Zu 2.:

Die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen hat auch Konsequenzen für den Bereich des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG). Viele Eltern können aufgrund bestimmter infektionsbedingter Maßnahmen die Voraussetzungen für den Elterngeldbezug nicht einhalten, bzw. haben Einkommensverluste, die sich nachteilig auf einen späteren Elterngeldbezug auswirken können. Die in diesem Zusammenhang auftretenden Problemstellungen sind den zuständigen Stellen bewusst.

Beim Elterngeld handelt es sich um eine familienpolitische Leistung, die bundesgesetzlich geregelt ist. Um entstehende Härten für Eltern in Bezug auf das Elterngeld abzufedern, sind bundesseitig bereits konkrete Regelungen angedacht, die von der Landesregierung unterstützt werden.

Angesichts der Corona-Pandemie hat Niedersachsen zusammen mit den weiteren 15 Bundesländern und dem Bund (BMFSFJ) Handlungsempfehlungen für den Bereich Unterhaltsvorschuss entwickelt, um kurzfristig und vorübergehend für Bewilligungszeiträume ab dem 1. März 2020 (zunächst befristet bis zum 30. Juni 2020) u.a. die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die betreuenden Elternteile und Kinder einerseits und die unterhaltspflichtigen Elternteile andererseits abzufedern.

Mit der Entscheidung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom 16.03.2020 wurden die Schließungen der Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder verfügt. Vor diesem Hintergrund wurden vielfältige Anregungen, Angebote und Hilfen für die Betroffenen erstellt, die digital verfügbar sind. Die Verbreitung der Angebote wird neben den Einstellungen auf den Internetseiten des Kultusministeriums auch auf den Internetseiten der nachgeordneten Behörden von den vielen pädagogischen Fachkräften getragen. Diese haben digital, telefonisch oder postalisch Kontakte zu Eltern und Kindern. Somit werden auf diesem Weg Rat und Hilfestellungen zum Umgang mit den Belastungen der Pandemiesituation gegeben. Die Errichtung der Notbetreuung (Kita, Schule) für Kinder erfolgte unverzüglich in den Einrichtungen vor Ort. Hier ist die pandemiegerechte Umsetzung des Bedarfes nach Bewegung vorgesehen.

Um das soziale Leben der Kinder sicherzustellen, die sich aktuell nicht in der Betreuung finden, können die folgenden Maßnahmen getroffen werden:

Regelmäßige Kontaktpflege zwischen Eltern und Fachkräften der Einrichtung (Briefe, Gespräche, Skype, Video- und Telefonanrufe),
Vermittlung von regelmäßigen Ritualen, Morgenkreisen und Tagesabläufen aus der Kita als Orientierung für die Eltern,
Angebot von Mal-, Spiel, und Bastelvorschlägen und
Angebot von gezielten Vorschlägen für „Vorschulkinder".
Für den Bereich der Schulen wurden z.B. Regelungen zum Lernen zu Hause für Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 bis 10 entwickelt und veröffentlicht. Diese beinhalten auch Hinweise und Links zur Tagesgestaltung und zu Bewegungs- und Sportangeboten.

Mit dem Wiedereinstieg in das Lernen in der Schule findet in den Jahrgängen 1 bis 10 bis auf weiteres kein regulärer Sportunterricht statt. Die Schule sorgt für alternative Bewegungsangebote - unter Wahrung des Abstandsgebotes und nach Möglichkeit im Freien. Hierfür werden mit Unterstützung des Kultusministeriums Angebote bereitgestellt.



Zu 3.:

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise stehen meine Fachabteilung und die Frauenfacheinrichtungen im engen Austausch, insbesondere durch tagesaktuelle Auswertung des internen niedersächsischen Ampelsystems, in das die Frauenhäuser tagesaktuell ihre freien Kapazitäten einpflegen.

Und auch durch Telefonate mit betroffenen Einrichtungen, um direkt Informationen zu der Lage vor Ort zu erhalten und mögliche Verfahrenswege zu diskutieren. Grundsätzlich läuft der Betrieb der Frauenhäuser weiter, sofern im konkreten Frauenhaus vor Ort keine Verdachtsfälle oder Infektionen bei Klientinnen oder Personal vorliegen. Im Falle von Verdachtsfällen ist den Anweisungen des örtlichen Gesundheitsamtes zum Infektionsschutzgesetz Folge zu leisten, die in den Kommunen die zuständigen Ansprechpartner sind.

Nach Auskunft der Frauenhäuser sind bisher in drei Häusern Quarantänesituationen eingetreten. Ein Haus hat einen Aufnahmestopp verhängt. Der Großteil der Beratungsstellen ist auch weiterhin per Email erreichbar und bietet Online- und Telefonberatung an.

Um gerade jetzt Beratungsgespräche bei gleichzeitiger Vermeidung von physischen Kontakten stattfinden lassen zu können, wurde das Angebot „Worte helfen Frauen" ab 01.04.2020 um die Möglichkeit des Telefondolmetschens durch den Partner SAVD erweitert.

Um Gewalt in der Nachbarschaft zu erkennen und zu verhindern, hat die Koordinierungsstelle „Häusliche Gewalt" beim Landespräventionsrat Niedersachsen im Justizministerium gemeinsam mit meinem Haus eine Kampagne gestartet.

Unter der Frage „Hast du das auch gehört?" zeigt die Kampagne über Flyer und Poster auf, was man tun kann, wenn man in der Nachbarschaft häusliche Gewalt bemerkt.

In der aktuellen Situation ist die Zivilcourage von Personen aus dem direkten Wohnumfeld sehr wichtig; denn der Zugang zu Justiz, Polizei und weiteren Hilfsangeboten könnte sich durch die soziale Isolation für viele Menschen schwieriger gestalten als sonst. Die Botschaft ist eindeutig: „Hören Sie nicht weg, sondern hin und rufen Sie die Polizei". Gleichzeitig hat das Innenministerium mit einem Erlass an die Anwendung des Gewaltschutzgesetzes „Wer schlägt muss gehen!" erinnert.

Es ist unbestritten, dass die in dieser Krise wichtigen Berufsgruppen mehrheitlich weiblich besetzt sind. Überwiegend Frauen arbeiten an der Supermarktkasse oder im Einzelhandel, auf der Intensivstation, in Pflegeeinrichtungen, in der Gebäudereinigung, in Apotheken und Drogerien, in Kitas, in den Jobcentern und vielen relevanten Verwaltungsbereichen. Ihnen wird viel abverlangt und sie verlangen sich selbst viel ab.

Im ständigen Abwägungsprozess zwischen Gesundheitsschutz und den damit verbundenen Einschränkungen hat die Landesregierung gerade diese Berufsgruppen und damit viele Frauen besonders im Blick. Sie hat sich bereits vor der Pandemie, beispielsweise im Pflegebereich nachdrücklich für bessere Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung stark gemacht und - zuletzt am internationalen Frauentag - mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern („equal pay") eingefordert.
red












24.04.2020 • 08:52 Uhr

Einbruch in Großhandel in Göttingen - Unbekannte stehlen etwa sechs Tonnen Buntmetall- 30.000 Euro Schaden

Aus einer Lagerhalle auf dem Gelände eines Dach- und Fassadenbetriebes in Göttingen haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag (23.04.2020) etwa sechs Tonnen Buntmetall gestohlen.
Ersten Erkenntnissen zufolge verschafften sich vermutlich drei Personen gewaltsam Zutritt in das Innere der Lagerhalle. Ihr Diebesgut transportierten sie anschließend mit einem Fahrzeug ab. Der entstandene Gesamtschaden wird auf ca. 30.000 Euro geschätzt.
Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei Göttingen unter Telefon 0551/491-2115. mb










24.04.2020 • 08:48 Uhr

Eklat im Stadtrat Bad Gandersheim: Ratsherr Jürgen Otto sieht "demokratische Prinzip arg verletzt" - Nach Schelte Auszug unter Protest

Wieder so ein Negativbeispiel der offensichtlichen Missachtung demokratischer Rechte und Gepflogenheiten von Mitgliedern des Bad Gandersheimer Stadtrates: Am gestrigen Donnerstag war es Stadtratsmitglied Jürgen Otto, der die Spitze der Stadtverwaltung scharf kritisierte. In der Freiluft-Ratssitzung im Löningschen Café-Garten in Brunshausen verschaffte Jürgen Otto seinem Unmut unmissverständlich Luft. Was den Kommunalpolitiker der Linken ärgerte fasste er in einer persönlichen Erklärung zusammen. Adressatin vornehmlich Bürgermeisterin Franziska Schwarz, Chefin der Gandersheimer Stadtverwaltung.

Ratsherr Jürgen Otto: "Diese außergewöhnliche Ratssitzung ist in einer sogenannten interfraktionellen Unterredung vorbereitet worden. An diesem Vorgespräch nahmen die Fraktionsvorsitzenden und die Bürgermeisterin teil. In der Vergangenheit gehörte es zum guten Ton und demokratischen Umgang miteinander, auch die Einzelratsmitglieder dazu einzuladen. Leider habe ich weder eine Einladung erhalten noch bis ich über das Ergebnis im Nachhinaus informiert worden. Die hier anwesenden Ratsherren und -frazen wurden durch ihre Fraktionsvorsitzenden sicherlich umfassend informiert. Ich bin der einzige Unwissende. Damit ist das demokratische Prinzip, dass die Verwaltung dafür Sorge zu tragen. hat, dass jede Ratsfrau und jeder Ratsherr gleichermaßen informiert ist, in meinem Augen arg verletzt. Als Ausdruck meines Protestes werde ich nun diese Sitzung verlassen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und bleiben Sie gesund."

Die Bürgermeisterin reagierte mit keiner Silbe auf die Kritik des Ratsherrn.
red/Foto: Thomas Fischer










24.04.2020 • 08:32 Uhr

Brückenprüfungen zwischen Northeim und Moringen (B 241) sowie zwischen Harriehausen und Ildehausen (B 248) - Behinderungen durch halbseitige Sperrungen Ende April

Durch turnusmäßige Bauwerksprüfungen kommt es im Landkreis Northeim auf der Bundesstraße 241 zwischen Northeim und Moringen sowie auf der Bundesstraße 248 zwischen Harriehausen und Ildehausen (Landkreis Goslar) Ende April zu Verkehrsbehinderungen. Hierauf wies die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Freitag in Hannover hin.

Wie die Behörde weiter mitteilte, werden zwei Brücken im Bereich der A 7 untersucht. Es kommt jeweils zwischen etwa 8 und 16 Uhr zu halbseitigen Sperrungen. Dies betrifft

am Dienstag, 28. April, das Bauwerk 2083 zwischen Ildehausen und Harriehausen im Zuge der B 248 sowie
am Donnerstag, 30. April, das Bauwerk 2044 zwischen Northeim und Moringen im Zuge der B 241. Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen rechnen.

Bei der Bauwerksprüfung wird der technische Zustand einer Brücke überprüft. Die Landesbehörde führt solche Prüfungen regelmäßig bei allen Brückenbauwerken in ihrer Zuständigkeit durch, um Veränderungen und Schäden langfristig auszuwerten und gegebenenfalls darauf zu reagieren. red/Foto: Thomas Fischer










23.04.2020 • 19:03 Uhr

Nähen statt nähern: Mitarbeiter der Öffentlichen fertigen rund 1000 Behelfsmasken an - Aktion ermöglicht Spenden unter anderem für Kinderbetreuungseinrichtungen

Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Öffentlichen Versicherung Braunschweig haben in ihrer Freizeit rund 1000 Behelfsmasken genäht. Das Material dafür hat das Unternehmen auf Anregung aus der Belegschaft in regionalen Läden erworben und auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter im Homeoffice bekommen die Sets mit Material per Post nach Hause geschickt. Zusätzlich zu ihrem privaten Bedarf fertigen viele der freiwilligen Helfer seit einigen Wochen auch Masken für Sammelspenden an beziehungsweise geben sie selbst als Spende weiter.

Einen Teil der Masken hat die Öffentliche nun an das Deutsche Rote Kreuz weitergegeben. Sie werden ab sofort Kindertagesstätten und Schulkindbetreuungen zur Verfügung gestellt. „Das Personal, das aktuell eine Notgruppenbetreuung für Kinder und Jugendliche leistet, wird momentan leider oft übersehen, wenn es um Schutzausrüstung geht. Wir möchten uns ganz herzlich für das beispielhafte Engagement der Öffentlichen und besonders bei allen Näherinnen und Nähern für diese Unterstützung bedanken“, so Carola Mette, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Braunschweig-Salzgitter des Deutschen Roten Kreuzes. Einen anderen Teil der Masken hat die Öffentliche an den ambulanten Pflegedienst Mobilitas Care weitergegeben, Spenden an weitere Organisationen sind bereits angedacht.

Mit Beginn der Maskenpflicht ab Samstag in Braunschweig beziehungsweise Montag für ganz Niedersachsen steigt der Bedarf an Behelfsmasken voraussichtlich erneut stark an. „Mit Aktionen wie bei der Öffentlichen kann insbesondere kleineren Einrichtungen geholfen werden, den Schutz vor Ansteckung zu erhöhen. Wer die Möglichkeit hat, selbst Masken zu nähen: Spenden werden dringend gebraucht, gern auch in kleineren Mengen“, ergänzt Carola Mette.
red/fis/Quelle: Öffentliche












23.04.2020 • 19:01 Uhr

Erstmals tagt Gandersheimer Stadtrat unter freiem Himmel in Café - Gartenidylle bei Lönings in Brunshausen - Start mit einem Eklat: Ratsherr Otto beklagt Ausgrenzung

Die Corona-Krise zwingt auch die Bad Gandersheimer Kommunalpolitik zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Beispiel hierfür ist die soeben angefangene öffentliche Ratssitzung. Sie findet unter freiem Himmel in Brunshausen statt. Tagungsort ist der idyllische Café Garten der Familie Löning. Rund zwei Dutzend interessierter Bürger und Bürgerinnen verfolgen die Sitzung. Alles ist scharf auf die bestehenden Distanzgebote abgestellt. Zwischen den Ratsmitgliedern und Besuchern herrscht mindestens zwei und mehr Meter Abstand. Den von der Bürgermeisterin empfohlen Mund- und Nasenschutz praktiziert sie selbst sowie die Ratsglieder Madeleine Feg und Friedrich Overbeck.

Jetzt der erste Eklat: Ratsherr Jürgen Otto verlässt nach der Verlesung einer Erklärung, die aufgrund der fehlenden Verstärkeranlage kaum jemand versteht, die Open air Sitzung. Er verfolgt sie weiter von einem Zuschauerplatz aus. Otto beklagte sich über seine Ausgrenzung bei einem interfraktionellen Gespräch. Außerdem habe man es nicht für nötig gehalten, ihn danach über die Ergebnisse zu informieren.

Jetzt beginnen die Debatten über lokale Hilfsaktivitäten in der Corona-Krise. Die CDU-Initiative - vorgebracht von Timo Dröge - zielt auf kleine Unternehmen der Stadt ab. Der SPD Vorstoß - dargestellt von Niklas Kielhorn - nimmt die Hilfe für Familien in den Fokus. Beide Initiativen wurden an den VA überwiesen.

Die anderen Tagesordnungspunkte wurden straff, ohne nennenswerte Beiträge, zumeist einstimmig abgewickelt. Kurz vor 18 Uhr schloss Ratsvorsitzender Jürgen Steinhoff die Freiluft-Ratssitzung. Sein Schlusswort ein Wunsch an alle:“Bleiben Sie gesund!“

Nichtöffentlich im Saal getagt

Danach zog sich der Stadtrat in den Klosterhof-Saal zu einer nichtöffentlichen Sitzung zurück. Draußen wurde derweil erörtert, dass man leider aufgrund einer fehlenden Lautsprecheranlage nicht viel mitbekommen habe. Aber schön sei es trotzdem gewesen, wieder einmal mal im Grünen bei Lönings gewesen zu sein. Getränke, zumal hochprozentige, gab es nicht draußen, dafür im geöffneten fantastischen Löning -Laden.
red/Fotos: Thomas Fischer












23.04.2020 • 18:54 Uhr

Landräte schlagen Alarm: Corona-Krise lässt Busse und Bahnen in die Verluste fahren - Jeden Monat 400.000 Euro Verlust

In einem gemeinsamen Schreiben an Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) haben die Landräte aus Göttingen, Northeim und Holzminden Handlungsbedarf hinsichtlich der finanziellen Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angemeldet. Bahnen und Busse stehen nicht nur im Bereich des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) vor unklaren Perspektiven, da ausgelöst durch die Corona-Pandemie die Bargeldeinnahmen durch die wenigen verblieben Fahrgäste drastisch eingebrochen sind. Der ZVSN rechnet mit monatlichen Verlusten in Höhe von bis zu 400.000 Euro.

Landrat Bernhard Reuter (Göttingen): „Wir begrüßen, dass das Land den niedersächsischen Aufgabenträgern per Erlass vom 16. März 2020 die Mittel für die Schülerbeförderung („7a-Mittel“) für das gesamte Jahr 2020 zugewiesen hat, um unseren Busunternehmen eine Liquidität zu sichern. Gleichzeitig weist das Land in seinem Erlass darauf hin, dass mit dieser vorzeitigen Zuweisung keine Änderung der gesetzlich festgelegten Verwendung erfolgen darf. Ich sehe mit großer Sorge, dass einige dieser für uns wichtigen Partner jetzt vor einer existenzbedrohenden Situation stehen, wenn keine dauerhafte Perspektive sichtbar wird. Die optionale Insolvenz von mittelständischen ÖPNV-Anbietern könnte auch den ZVSN in eine kurzfristig schwierige operative Situation führen, wenn andere Unternehmen den Betrieb zu neuen finanziellen Konditionen übernehmen würden“.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (Northeim): „Wir sehen angesichts der geschilderten Lage einen hohen Handlungsbedarf, die Sicherstellung des Systems ÖPNV und dessen auskömmliche Finanzierung zu gewährleisten. Die Landkreise können die erheblichen finanziellen Corona-Auswirkungen im Bereich des ÖPNV nicht schultern. Erschwerend kommt hinzu, dass mit der Öffnung weiterer Schulklassen zusätzliche Busse benötigt werden, um die Abstandsregelungen einzuhalten. Weder Geld noch Fahrpersonal stehen für diese zusätzliche, neue Situation zur Verfügung. Gesundheitsschutz für Fahrgäste und Fahrpersonal müssen in Einklang gebracht werden, das ist eine sehr große Herausforderung, der wir uns stellen müssen!“

Landrat Michael Schünemann (Holzminden): „Gemeinsam fordern wir das Land auf, eine Aussage darüber zu treffen, wie die Finanzierung des ÖPNV bis zum Jahresende 2020 sichergestellt werden kann. Auch nach einem „Wiederanfahren“ des regelmäßigen ÖPNV ist davon auszugehen, dass in einem Übergangszeitraum weniger Fahrgäste Busse und Bahnen nutzen. Unserer Auffassung nach bedarf es eines Rettungsschirms aus zusätzlichen ÖPNV-Mitteln, der die Mobilitäts-Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellt und Spielräume lässt für die aus klimapolitischer Sicht wichtige Weiterentwicklung des Bus- und Bahn-Systems in unserem Land! Es ist gut, dass wir uns als Landkreis Holzminden dem ZVSN angeschlossen haben, um gemeinsam gegenüber der Landesregierung unsere berechtigten Interessen zu vertreten.“ red/fis












23.04.2020 • 15:49 Uhr

Energieminister Lies: Zusammenschluss stärkt den gesamten Nordwesten - Schub für Windkraft durch EWE und Enercon

Niedersachsens Energieminister Olaf Lies begrüßt nachdrücklich das geplante Gemeinschaftsunternehmen des Oldenburger Energiekonzern EWE und des Auricher Windenergieanlagen-Herstellers Enercon. „Dieser neue Top-Player in der Energiewirtschaft signalisiert ein klares Bekenntnis zur Windenergiebranche gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Damit wird nicht nur der Wirtschaftsstandort Niedersachsen insgesamt gestärkt. Ich erwarte auch einen Schub für Arbeitsplätze in der Windbranche ebenso wie in der Zulieferindustrie“, betont der Umweltminister, der zugleich auf den wichtigen Aspekt Klimaschutz verweist. Von Enercon erwartet er, dass damit jetzt auch ein positives Signal für die Produktionsstandorte in Ostfriesland ausgeht. „Das klare Bekenntnis zum Ausbau der WindEnergie muss damit auch zu einem klaren Bekenntnis zu den Produktionsstandorten und für die Beschäftigten in Niedersachsen sein.“

Für Lies passen die Themen Klimaschutz und Arbeit dabei hervorragend zusammen. „Im Kampf gegen den Klimawandel leistet der Umstieg auf Erneuerbare wie Windenergie einen entscheidenden Beitrag“, ergänzt Lies. Zugleich würde mit dem Gemeinschaftsunternehmen „der Aufstieg in die Top-Liga der Windkraftbranche gelingen“, freut sich Lies. In Zeiten von Corona und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten könnte das ein erster kleiner Lichtblick sein.
Das neue Unternehmen soll alle bestehenden Windparks von EWE und Enercon gemeinsam betreiben. In Zahlen: Rund 2.500 Megawatt Leistung erbringen die Bestandsanlagen und weitere 2.300 Megawatt an Windenergie sollen durch künftige Projekte noch hinzukommen. „Damit macht Niedersachsen einen großen Schritt vorwärts hin zum Ziel, Energieland Nummer 1 in Deutschland zu werden“, sagt Lies, der zugleich den beiden Energiepartnern die Unterstützung der gesamten Landesregierung zusichert.red/fis/Fotos: Thomas Fischer













23.04.2020 • 15:45 Uhr

In der Billerbecker Feldmark: Ansitzkanzel für Jäger demoliert

Soeben berichtet die Polizei in Einbeck:
Ein Einwohner aus Kreiensen hat bei der Polizei Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Der 48 jährige hat seine fahrbare Ansitzkanzel in der Billerbecker Feldmark abgestellt. Unbekannnte Täter haben in dem Zeitraum von Mittwoch, 15.April 2020 bis Sonntag, 18. April 2020 die Plexiglasscheiben der Kanzel eingeschlagen. Es entstand ein Sachschaden von ca. 150 Euro.

Eventuelle Zeugen, die Hinweise zu der Tat geben können, setzen sich bitte mit der Polzeistation Kreiensen, Telefon: 05563-999130 oder mit der Polizei Einbeck in Verbindung.pap










23.04.2020 • 15:39 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: 115 bestätigte Infektionsfälle im Kreis Northeim- 52 Menschen sind wieder gesund!

Aktuell gibt es 115 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Im Vergleich zum Vortag sind damit vier neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 52 Personen - drei mehr als am Mittwoch - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um drei weibliche Personen - jüngeren, mittleren und fortgeschrittenen Alters - sowie eine männliche Person. Die männliche Person ist jüngeren Alters. Bei allen Fällen bestand Kontakt zu infizierten Personen. Die Infizierten klagen über Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen. Alle befinden sich in häuslicher Quarantäne.lpd











23.04.2020 • 15:28 Uhr

Abgeordneter Dr. Kühne präsentiert Papier: "Herausforderungen der Hilfsmittelbranche in Zeiten der Corona-Krise " - Insolvenzwelle droht

In einem soeben vorgestellten Papier hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne "Hilfsmittelpolitische Forderungen" für die durch die Corona-Krise schwer angeschlagene Branche vorgestellt. Roy Kühne (Northeim) ist ordentliches Mitglied im Gesundheitsausschuss im Bundestag und zuständiger Berichterstattung für medizinische Hilfsmittel der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In dem mehrseitigen Dokument fordert Kühne von der Bundesregierung einen Schutzschirm für die Heilmittelerbringer. Würde nicht geholfen drohe bei anhaltender Corona-Virus-Krise eine Insolvenzwelle in der Branche, warnt Dr. Kühne.

Einleitend stellt der Gesundheitspolitiker fest: Die aktuellen Herausforderungen durch die anhaltende Covid-19-Pandemie stellen die für die Hilfsmittelversorgung verantwortlichen Leistungserbringer und deren Angestellte sowi die industriellen Hersteller vor große Herausforderungen. Sie alle sind relevant für die Versorgung von Millionen Versicherten mit Hilfsmitteln, Pflegehilfsmitteln und Medizinprodukten.

Durch das Herunterfahren der klinischen Versorgungen und die erheblich reduzierte
Patientenversorgung in den niedergelassenen Praxen entstehen Mindereinnahmen. Es darf
nicht zugelassen werden, dass durch Betriebsschließungen und Entlassungen die ohnehin
vom Fachkräftemangel tangierte Branche weiter geschwächt wird. Kurz- und mittelfristige
Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie könnten zu einem Ausfall der Infrastruktur
führen. Dies gilt es zu verhindern.

Es muss politische Aufgabe sein, die Hilfsmittelbranche in dieser Zeit wirtschaftlich zu
unterstützen und damit die flächendeckende Versorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Es
gilt, die Sicherstellung von Arbeitsplätzen und die Unterstützung der industriellen Hersteller
von Hilfsmitteln zu gewährleisten. Dafür bedarf es folgender unbürokratischer, konkreter
Schritte:

1. Einrichtung eines Schutzschirms für Hilfsmittelerbringer, um die Liquiditätsengpässe
aufzufangen. Ebenso wie andere Leistungserbringer haben Sanitätshäuser, orthopädietechnische Betriebe und Homecare-Anbieter eine Leistungspflicht gegenüber den gesetzlichen Krankenversicherungen. Der Anteil der Leistungen der GKV am betrieblichen Umsatz beträgt mehr als 90 Prozent.

Wie auch Kliniken und Arzt-Praxen müssen sich die Unternehmen derzeit auf die Basisversorgung konzentrieren. Eine bundesweite Befragung der Leistungserbringer mit
Unterstützung der Hochschule für Organisation und Management in Dortmund (FOM) hat
folgende Ergebnisse gebracht: Bei über 600 rückmeldenden Betrieben aller Betriebsgrößen
ist klar erkennbar, dass der Umsatzeinbruch im Schnitt, über alle Produktgruppen hinweg,
mehr als 40 Prozent beträgt. Ein weiteres großes Problem stellt auch die Lieferfähigkeit aufgrund fehlender Handelsware dar. Besonders die Produktgruppen 14 (Inhalations- und
Atemtherapie), 19 (Krankenpflegeartikel), 50, 51, und 53 (Pflegehilfsmittel) sind davon
betroffen.

Aktuell rechnen über 88 Prozent der Befragten mit vorübergehenden Betriebsschließungen. Nach Abbau von Überstunden und Urlauben befinden sich rund 30 Prozent in Kurzarbeit, steigend zu Ende April; etwa 80 Prozent der Betriebe sehen sich in der Situation, ab Mai betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu müssen. Die Folgen häufiger Einstellungen des Praxisbetriebs in den Reihen der niedergelassenen Ärzte verschärfen diesen Zustand zunehmend.red












23.04.2020 • 13:25 Uhr

Ab Montag müssen Nase und Mund im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen bedeckt sein

Corona-Virus-Krise: Niedersachsen führt Pflicht für das Tragen von Alltagsmasken ein - auch im Landkreis Northeim und in der Stadt Bad Gandersheim!

Ab kommenden Montag, 27. April 2020, gilt in Niedersachsen eine Mundschutzpflicht. Bürgerinnen und Bürger müssen ab der kommenden Woche in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen Mund und Nase bedecken. Darauf hat der Landkreis Nordheim vor wenigen Minuten noch einmal mit einer offiziellen Verlautbarung aufmerksam gemacht.
Das hat das Land am Mittwoch bekannt gegeben. Nach Angaben der Landesregierung wird diese Neuerung zeitgleich und inhaltlich abgestimmt auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland eingeführt. Die Anordnung trete erst am Montag in Kraft, um sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch Unternehmen die Möglichkeit zu geben, sich auf die neue Regel vorzubereiten. Bis dahin bittet die niedersächsische Landesregierung um das freiwillige Tragen von Alltagsmasken. Mit der Einführung der Maskenpflicht „unterstützen wir auch zukünftige Lockerungen, die zu einer weiteren Belebung führen können“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil zu der Entscheidung.

Eine Maskenpflicht ersetze allerdings nicht die Einhaltung der Hygienevorschriften. „Wer sich konsequent an die Abstandsregeln von 1,5 bis 2 Meter zu anderen Menschen hält, schützt sich am besten vor einer Ansteckung mit Corona“, erklärt Dr. Regina Pabst, Leitung der Gesundheitsdienste beim Landkreis Northeim. „Zusätzlich brauchen wir die Masken, um uns gegenseitig zu schützen.“ Sie betont: Wer eine Maske trägt, ist zwar nicht sicher vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt. Da das Virus aber vor allem durch beim Sprechen umherfliegende Tröpfchen verbreitet wird, helfen uns die Masken, diese infektiösen Tröpfchen in der Luft zu reduzieren und damit das Ansteckungsrisiko für andere zu minimieren. Wichtig ist es, die Maske auszutauschen, sobald sie feucht ist, und sie nach einmaligem Tragen bei mindestens 60 Grad zu waschen.

Zudem weist Dr. Pabst daraufhin hin, dass zertifizierte Masken nach den Schutzklassen FFP2 oder FFP3 weiterhin Mangelware sind und dringend in Praxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gebraucht werden. Sie werden im Alltag nicht benötigt und sollen ausdrücklich nicht beim Einkaufen getragen werden. Dafür reichen einfache Alltagsmasken.
„Ich begrüße die Entscheidung des Landes und bekräftige meine Aussage von Anfang April: Wenn wir das Risiko, andere unwissentlich anzustecken, verringern können, sollten wir alles tun, um unseren Beitrag dazu zu leisten. Insofern rufe ich alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Northeim auf, den Mund-Nasen-Schutz in allen geforderten Bereichen konsequent zu tragen und dennoch weiterhin so vorbildlich wie bisher die Abstandsregelungen einzuhalten – zum Schutz aller", sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Darüber hinaus arbeitet der Landkreis Northeim mit Hochdruck an der Beschaffung von Schutzmaterialien wie Mund-Nasen-Schutzmasken für Bereiche, in denen sie unabdingbar sind. Durch die intensiven Bemühungen können aktuell die Notbedarfe von Altenheimen, Pflegediensten, Hebammen, Krankenhäusern, Dialysezentren und Rettungsdiensten weitestgehend abgedeckt werden – etwa wenn die eigenen Bestellungen von Schutzmaterialien zum Beispiel durch Lieferverzögerungen noch nicht eingegangen sind.
Anleitungen, wie Sie einen einfachen Gesichtsschutz für den Alltag selbst herstellen können, sowie weitere Hinweise und Tipps haben wir unter www.landkreis-northeim.de/maske für Sie zusammengestellt.

Österreich macht es vor, einzelne deutsche Städte ziehen nach und machen das Tragen von Mundschutz zur Pflicht. Wir informieren, wann das Tragen sinnvoll ist und inwiefern es überhaupt schützen kann.lpd











23.04.2020 • 13:20 Uhr

Heute um 17 Uhr: Hier die Sitzordnung im grünen Café Garten und dann das SPD-Paket an Maßnahmen in der Corona-Krise für Gandersheim - "Familien im Fokus!" so Kielhorn

Es ist gerichtet in Brunshausen. Stühle und Tische sind gestellt. Alles auf Distanz. Bad Gandersheim erlebt ab 17 Uhr eine öffentliche Stadtratssitzung im wahrsten Sinne des Wortes. Das Ambiente romantisch. Alles im Grünen. Umgeben von Kunstobjekten. Die Idylle will nicht zu der fürchterlichen Corona-Virus Krise passen. Die SPD-Ratsfraktion hat sich inhaltlich auf die Sitzung vorbereitet. Speziell zu lokalen Hilfsmaßnahmen in Corona-Zeiten hat sie ein fettes Maßnahmenpaket eingebracht. Fraktionschef Niklas Kielhorn hat es soeben offiziell mitgeteilt.

Kielhorn: Jeder ist auf seine Art von den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Die Folgen für Geschäfte, Unternehmen aber auch für jeden einzelnen persönlich sind nicht absehbar und werden noch länger anhalten. Dabei sind aber nicht nur Unternehmen, Dienstleister und Geschäfte stark betroffen, auch das soziale Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen.
"Die Stadt hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereits durch Steuer- und Gebührenstundungen, Herabsetzung der Steuervorauszahlungen und dem Aussetzen der Parkgebühren reagiert. Mit unserem Antrag wollen wir Härten für Familien abfedern und gleichzeitig eine Perspektive für die Zeit nach Corona schaffen", erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD, Niklas Kielhorn (Foto).
Der wichtigste Punkt ist die Forderung an die Stadt, die Kita- und Hortbeiträge für den Zeitraum ohne Betreuung zu übernehmen. Zudem soll sich die Bürgermeisterin beim Landkreis Northeim dafür einsetzen, dass der Landkreis die Beiträge auch für die Kindertagespflege übernimmt. "Finanziell würde dies eine erhebliche Entlastung der Familien bedeuten, die teilweise selber von Kurzarbeit oder Einnahmeverlusten betroffen sind", erklärt Anna-Madeleine Feg, Mitglied der SPD-Fraktion.
Doch trotz dieser finanziellen Entlastung bleiben die Eltern und Erziehungsberechtigten in einer schwierigen Situation. Viele haben ihre Urlaubstage bereits verbraucht, um ihre Kinder zu betreuen - und das Jahr ist noch lang. Andere nehmen unbezahlten Urlaub oder reiben sich zwischen HomeOffice und Familienleben auf. Deshalb soll die Stadt in Abstimmung mit dem Hort prüfen, ob die Kapazitäten für die Betreuung in den Sommerferien erhöht werden kann. Und auch mit den Kindertagesstätten soll es einen Austausch darüber geben, ob ggf. Sommerschließzeiten verändert werden können.
Um dem Einzelhandel in Bad Gandersheim Perspektiven für die Zeit nach Corona zu bieten, fordert die SPD-Fraktion die Stadt auf, den Gedanken eines virtuellen Kaufhauses voranzutreiben und gemeinsam mit interessierten Geschäftsleuten zu prüfen, wie so etwas umgesetzt werden kann. Ebenfalls in Gesprächen unter anderem mit GWF soll geprüft werden, ob die Anzahl der Sonderöffnungszeiten an Sonntagen oder in den Abendstunden nach Beendigung der Krise möglich erscheint. Jürgen Steinhoff, Mitglied der SPD-Fraktion dazu: "Einkaufserlebnisse mit Event-Charakter locken Menschen in die Stadt und erhöhen die Umsätze. Das kann eine Chance für unsere Stadt sein." In diesem Zusammenhang steht auch die Forderung danach, abgesagte Stadtfeste möglicherweise nachzuholen und sich als Stadt finanziell daran zu beteiligen. Letztendlich sollen nach Beendigung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weitere acht Wochen auf die Erhebung von Parkgebühren verzichtet werden, um den Einzelhandel anzuregen.

Nicht nur Unternehmen, auch Vereine leiden unter Einnahmeverlusten. "Unsere Sportvereine nehmen derzeit keine Eintrittsgelder ein und verdienen auch nicht an verkauften Speisen oder Getränken. Und auch andere Vereine in Stadt und Dörfern sind durch die Corona-Pandemie möglicherweise existentiell bedroht. Gleiches gilt für unsere kulturellen Einrichtungen wie dem Gandeon, dem Museum PzG, der Weltbühne Heckenbeck und viele weitere", führt Niklas Kielhorn aus. „Die Stadt soll die Situation der Vereine erstmal in Erfahrung bringen. In einem zweiten Schritt muss dann geschaut werden, ob und wie die Stadt helfen kann."

Nicht zu vergessen sind die Kinder und Jugendlichen, deren Leben von einem Tag auf den anderen nicht mehr so ist, wie es war. Die sozialen Kontakte innerhalb der Schule und der Kindergärten fallen weg, die Bewegung im öffentlichen Raum ist stark eingeschränkt und auch Besuche unter Freunden sind kaum möglich. Deshalb soll sichergestellt werden, dass die Stadtjugendpflege für die Kinder und Jugendliche erreichbar bleibt. Und auch das Jugend-Beteiligungsprojekt zur Nutzung des Bolzplatzes hinter dem Lidl, das die SPD-Fraktion bereits 2017 beantragt hat, sollte gerade in dieser Zeit Umsetzung finden, damit die Kinder und Jugendlichen positive Abwechslung erfahren.

Das Maßnahmen-Paket der SPD umfasst 15 Punkten und soll dabei helfen, die schlimmsten Härten in unserer Stadt abzumildern und das gewohnte Leben nach Ende der Krise schnellstmöglich wieder gewohnt aufnehmen zu können.
"Wir haben auch den Antrag der CDU-Fraktion zur Kenntnis genommen. Es erscheint zwar schwierig, einen gerechten Weg der Verteilung zu finden, der für die Stadt finanziell und personell leistbar ist. Mit den Fraktionsvorsitzenden des Rates befinde ich mich aber auch darüber im regen Austausch. Beide Anträge verfolgen das Ziel, größtmögliche Unterstützung zu leisten", so Kielhorn abschließend.
red/Fotos: Nicole Klawitter/ Thomas Fischer
Der Antrag soll in der Ratssitzung am heutigen Donnerstag, 17 Uhr, im Café Garten bei Lönings in Brunshausen in den Verwaltungsausschuss verwiesen und dort beraten werden.
red/fis/Fotos: Nicole Klawitter/Thomas Fischer














23.04.2020 • 12:24 Uhr

Tag des Sports 2020 in Niedersachsen wird auf den 10. Juli 2021 verschoben

Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger und zur Eindämmung des Corona-Virus haben sich Bundes- und Landesregierung darauf verständigt, die Durchführung von Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 zu untersagen.

Davon ist auch der geplante „Tag des Sports 2020“ in Niedersachsen betroffen. Unter dem Motto „WIR MACHEN SPORT. NIEDERSACHSEN“ sollte am 4. Juli 2020 in Cuxhaven, stellvertretend für ganz Niedersachsen, der sechste „Tag des Sports“ stattfinden.

Das ist nun aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich.

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport hat sich gemeinsam mit der ausrichtenden Stadt Cuxhaven und ihren Partnern, dem KreisSportBund Cuxhaven e.V. (KSB) und dem LandesSportBund Niedersachsen e.V. (LSB), auf eine Verlegung auf Samstag, 10. Juli 2021, verständigt.

„Ich möchte mich bei allen bedanken, die bereits viel Zeit und Energie in die Vorbereitungen des ‚Tag des Sports‘ investiert haben. Ihr Engagement war nicht umsonst. Ich freue mich schon heute darauf, gemeinsam mit ihnen unser Landessportfest nachzufeiern und bedanke mich für das Verständnis aller Beteiligten“, sagt der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius.

Uwe Santjer, Oberbürgermeister der Stadt Cuxhaven, sagt: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und daher freue ich mich gemeinsam mit allen Verantwortlichen und Beteiligten auf die Durchführung des ‚Tag des Sports‘ im kommenden Jahr. Wir werden die zusätzliche Zeit nutzen, um den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Cuxhaven sowie unseren Gästen ein unvergessliches Event mit einmaligen Ambiente zu präsentieren.“ red/fis










23.04.2020 • 12:17 Uhr

Betrug in Zeiten von Corona - Falsche Polizeibeamte sind weiterhin aktiv

Unter dem Vorwand, die Wohnung aufgrund der Corona-Pandemie in Augenschein nehmen zu müssen, haben zwei unbekannte Männer am Dienstagabend (21.04.2020) versucht, sich Zutritt zu einer Wohnung in Petershütte (Landkreis Goslar) zu verschaffen.

Nach Angaben der 61 Jahre alten Wohnungsinhaberin klingelten die Unbekannten (in dunkler Kleidung mit der Aufschrift "POLIZEI" am rechten Oberarm) gegen 22.15 Uhr an ihrer Tür und gaben an, aufgrund der aktuellen Corona-Situation von Haus zu Haus zu gehen und alle Wohnungen in Augenschein nehmen zu müssen. Sie schätzt beide Männer auf ca. 35 Jahre und ca. 190 cm bzw. 170 cm groß.

Die Dame durchschaute glücklicherweise die fiese Masche der Betrüger und schloss gleich wieder die Wohnungstür.

Die Polizei sagt: Genau richtig!

Dreiste Betrüger nutzen die aktuelle Situation schamlos aus, um vor allem ältere Menschen "übers Ohr zu hauen". Im Laufe der letzten Tage gingen bei der Göttinger Polizei mehrere Mitteilungen ein. Diese reichen von Anrufen, in denen man angeblich die Kontodaten benötigt, um die Rente zu sichern bis hin zu falschen Polizeibeamten, die das Haus oder die Wohnung untersuchen wollen.ots










23.04.2020 • 12:12 Uhr

Bad Gandersheim: Rathaus immer weißer strahlend! Ostgiebel soeben fertiggestellt

Wenn etwas gut läuft in diesen schrecklichen Corona-Krisentagen dann sind es professionelle Malerarbeiten. Die Spezialisten für Farben haben derzeit mehr zu tun als üblich, ist auch der hiesigen Gilde zu vernehmen.

Ansehnliches Beispiel für diese Konjunktur ist im Herzen der südniedersächsischen Kurstadt Bad Gandersheim am altehrwürdigen Rathaus zu bestaunen. Das Millionenprojekt einer in diversen Bauabschnitten vollzogenen Sanierung - massiv vom Staat und Institutionen finanziell gefördert - ist die soeben fertiggestellte Erneuerung der gesamten Ostfassade einschließlich des Ostgiebels. Weiß dominiert auch hier total. Das Fachwerk im Giebel ist konstrastreich angestrichen.

Zur Stunde am heutigen Donnerstagvormittag sind Männer mit der Entrüstung der Fassade beschäftigt. Als nächster Bauabschnitt steht die Südfassade auf dem Programm der Bauleute. Die Fundamentsicherung ist bereits erfolgreich abgeschlossen.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer












23.04.2020 • 10:53 Uhr

Lamspringe: Wilde Müllablagerung - Polizei ermittelt

In der Zeit von Mittwoch, 22. April, 19 Uhr, bis Donnerstag, 23. April 2020, 09.30 Uhr, wurden an der Landesstraße 466 zwischen Lamspringe und Glashütte mehrere Müllsäcke in blauer und schwarzer Farbe im Bereich des Straßengrabens abgelegt. Desweiteren wurden alte Reifen an dieser Stelle entsorgt. Der Ablagerungsort befindet sich etwa 800 Meter hinter dem Ortsausgang von Lamspringe in Richtung Glashütte linksseitig. Hinweise über Beobachtungen nimmt die Polizei in Bad Salzdetfurth entgegen.hop /Foto: Polizei










23.04.2020 • 10:24 Uhr

ZVSN informiert über Alltagsmaskenpflicht Bussen und Schulfahrplan ab kommenden Montag, 27.April .2020

Wie andere Bundesländer hat nunmehr auch Niedersachsen beschlossen, die bisherige dringende Empfehlung, im ÖPNV und beim Einkaufen eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine sog. Alltagsmaske zu tragen, ab kommenden Montag, n 27. April 2020, in eine Pflicht zu überführen. „Bei Bedarf werden die Fahrgäste durch das Fahrpersonal zunächst auf diese Pflicht hingewiesen, bei Nichtbeachtung wird der Einstieg bzw. die Weiterfahrt untersagt! Bus fahren ist sicher, auch für die Gesundheit. Dazu gehört in der aktuellen Situation eine Alltagsmaske für jeden“, erklärt Michael Frömming, Verbandsgeschäftsführer des Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN). Das bedeutet, dass Fahrgäste ohne einen solchen Schutz von der Beförderung im ÖPNV ausgeschlossen sind.

Eine weitere wichtige Schutzmaßnahme ist der Mindestabstand von 1,5 Metern. Deshalb gilt: an den Haltestellen wie im Bus muss der Abstand für alle Fahrgäste eingehalten werden. Im Bus sollten die Sitzplätze am Fenster genutzt werden, die Nachbarsitze zum Gang sollten frei bleiben. Es wird darauf geachtet, dass in den Bussen nur 50 Prozent der Sitzplätze ausgelastet sind, um die Abstandsregeln von 1,50 Metern einhalten zu können. Die Kunden im sogenannten Gelegenheitsverkehr (d.h. Besorgungen, Einkaufen usw.) werden gebeten, die Busse außerhalb der Zeiten des Schüler- und Berufsverkehrs (nicht vor 8 Uhr, 12 - 14 sowie 16 - 18 Uhr) zu nutzen, damit die beschränkten Fahrzeugkapazitäten für die notwendigen Beförderungen zur Verfügung stehen.

Ab Montag, den 27.April 2020 gilt außerdem der Schulfahrplan mit Abweichungen, wie folgt:
Mit Ausnahme des Stadtverkehrs Northeim wird wieder nach den Schulfahrplänen (S wie an Schultagen) gefahren. Allerdings auf einigen Linien vom 27.04.-30.04.2020 mit Einschränkungen, die nachstehend aufgeführt sind (Stand 22.04.) und ggf. auf www.vsninfo.de ergänzt werden:

Stadtverkehr Northeim: Es gelten weiterhin die Notfahrpläne der Linien 8 und 9. Zusatzfahrten für den Zeitraum 27.04.2020 bis 30.04.2020 wurden eingerichtet. Alle Infos finden Sie auf www.vsninfo.de.
Linie 130
Die Fahrt 130822 um 13:03 Uhr von Dramfeld Schule nach Obernjesa fällt aus.
Linie 265
Die Fahrt 265 435 um 6:42 Uhr ab Echte entfällt. Alternativ fährt die nachfolgende Linie 265 405 um 06:44 Uhr
Linie 460
Die Fahrt 460 402 um 06:28 Uhr ab Bad Grund in Richtung Osterode entfällt. Alternativ fährt im Anschluss eine Linie.
Linie 465
Die Fahrt 465 412 um 7:37 Uhr ab Dorste in Richtung Förste entfällt.

RB 81
Zwischen Bodenfelde und Northeim fährt zusätzlich zu den eingeschränkten Fahrplänen der DB Regio für die Erreichbarkeit der Schulstandorte Northeim und die Außenstelle der KGS in Nörten-Hardenberg ein Zug zwischen Bodenfelde (06:42 Uhr), Uslar (06:49 Uhr), Volpriehausen (06:55 Uhr), Hardegsen (07:02 Uhr) und Northeim (07:14 Uhr). Für die Weiterfahrt nach Nörten-Hardenberg steht um 07:19 Uhr eine Fahrt der RB 80 zur Verfügung. Der Zug um 05:49 ab Bodenfelde fährt stattdessen als Schienenersatzverkehr, Ankunft in Northeim um 06:46 Uhr.

RB 82
Es fährt ein zusätzlicher Bus von Goslar nach Kreiensen zu folgenden Zeiten:
Goslar Bahnhof (05:10 Uhr), Langelsheim Bahnhof (05:22 Uhr), Seesen Bahnhof (05:43 Uhr), Bad Gandersheim Neue Straße (06:03 Uhr), Kreiensen Bahnhof (06:18 Uhr).
Bereich Göttingen – Uslar - Holzminden
Die Schülerbeförderung der Achsen Hardegsen- Uslar - Bodenfelde erfolgt mit den Bussen der Linie 212.

Folgende Fahrten entfallen: 110 442 und 443, 112 403 und 404, 115 405 und 410, 211 405 und 412, 212 417, 510 437 und 438
Bereich Göttingen – Dransfeld – Hann. Münden
Folgende Fahrten entfallen: 121 411, 122 418 und 433

Der Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) weist darauf hin, dass die Fahrkarten vor dem Einstieg gekauft werden müssen. Das VSN Service-Center ist montags bis freitags von 8.00 - 15.30 Uhr zum Erwerb von Fahrkarten und für persönliche Auskünfte geöffnet. Telefonisch ist das VSN Service-Center ebenfalls zu den geänderten Öffnungszeiten über die VSN Hotline unter 0551-99 80 99erreichbar. Um die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die Gäste zu schützen, wird um den notwendigen Abstand im und vor dem Service-Center gebeten.

Fahrgäste, die nicht die Gelegenheit haben, das VSN Service-Center in Göttingen aufzusuchen, können ab sofort Fahrkarten per E-Mail bestellen und sich diese zusenden lassen. Wie genau das funktioniert und wo im VSN-Gebiet Fahrkarten gekauft werden können, kann unter www.vsninfo.de nachgelesen werden.

Da auch in den Nachbar-Bundesländern Thüringen (ab Fr), Hessen und NRW ab Montag Maskenpflicht gilt, gibt es einheitliche Regelungen auch in den VSN-Grenzgebieten.
red/Foto: Marc Reiser











23.04.2020 • 10:14 Uhr

Hühner so fleißig wie nie! Eierproduktion auf Hochtouren: Vier von 10 in Deutschland produzierten Eiern kamen 2019 aus Niedersachsen

Die Eierproduktion in Niedersachsen lief 2019 auf Hochtouren: Im gesamten Jahr 2019 wurden fast 4,9 Milliarden Konsumeier in niedersächsischen Betrieben produziert. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, stammten damit rund 39 Prozent der in Deutschland produzierten Eier aus Niedersachsen, dies entspricht fast vier von 10 Eiern. Die Eiererzeugung stieg im Vergleich zum Jahr 2018 um knapp 2 Prozent an.

Der Anteil der erzeugten Eier nach Haltungsform blieb im Vergleich zu 2018 jedoch konstant: Über die Hälfte der niedersächsischen Eier stammte aus Bodenhaltung (53 Prozent , fast ein Viertel aus Freilandhaltung (23 Prozent) und etwa ein Zehntel (11 Prozent ) aus der Kleingruppenhaltung. Von allen produzierten Eiern kamen 13 Prozent aus ökologischer Legehennenhaltung.

Der Anstieg der Konsumeierproduktion in Niedersachsen wurde vor allem durch eine Aufstockung der Hennenhaltungsplätze und der gehaltenen Legehennen erreicht. So erhöhte sich die Zahl niedersächsischer Betriebe und Unternehmen mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen für Legehennen kontinuierlich: 2019 gab es 4 Prozent mehr Betriebe in dieser Größenordnung als noch im Jahr zuvor. Am stärksten nahm dabei die Zahl der Betriebe in Freilandhaltung zu (13 Prozent ). Die Anzahl der Hennenhaltungsplätze insgesamt sowie der Legehennen stieg jeweils um knapp 6 Prozent. red/Foto: Fis WMG










23.04.2020 • 10:02 Uhr

Corona-Antikörperforschung - Gesundheitsministerin besucht Biotechnologieunternehmen YUMAB in Braunschweig

Dr. Reimann: Die Ergebnisse sind vielversprechend und zeigen, wie Forschung einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Krise leistet

Die YUMAB GmbH betreibt Antikörperforschung und hat dem neuartigen SARS-CoV-2 den Kampf angesagt. Heute machte sich Niedersachsens Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann ein Bild über die Arbeit des Unternehmens, und erklärte: “Ohne einen Impfstoff oder ein Medikament können wir derzeit als einzig wirksames Mittel im Kampf gegen das Corona-Virus nur die sozialen Kontakte einschränken, und Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Wollen wir die Maßnahmen weiter lockern und wieder in ein normales Leben zurückkommen, brauchen wir auch eine Therapie. Die Ergebnisse, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der YUMAB hier in Braunschweig in so kurzer Zeit erzielt haben, sind sehr vielversprechend und machen Hoffnung.“

Seit dem 27. Januar 2020 ist das SARS-CoV-2 auch in Deutschland angekommen. Die Zahl der Infizierten wächst und damit leider auch die Zahl der Erkrankten und der Todesopfer. Es existiert noch kein Impfstoff und kein wirksames Therapeutikum gegen das Virus und die ganze Welt forscht mit Hochdruck daran. So auch das Biotechnologieunternehmen YUMAB aus Braunschweig, das Antikörper als Wirkstoff für die Medikamentenentwicklung seit mehr als sieben Jahren sehr erfolgreich für Biotech- und Pharmakunden weltweit generiert und optimiert. Mit ihrer komplexen und ausgefeilten Phagen-Display-Technologie und einer Antikörperbibliothek mit 100 Milliarden (1011) verschiedenen menschlichen Antikörpern, konnte das Unternehmen in weniger als vier Wochen bereits Antiköper identifizieren, die potentiell als Wirkstoff gegen das Virus eingesetzt werden könnten. Erste Tests haben gezeigt, dass sich diese Antikörper an ein Oberflächenprotein des Virus binden und so verhindern können, dass es Wirtszellen befällt. Die YUMAB mit ihren 24 Mitarbeitern ist inzwischen in den Schichtbetrieb übergegangen, um ihre Forschung kontinuierlich voranzutreiben.red/fis










23.04.2020 • 09:56 Uhr

Erster Strafprozess gegen Assad-Folterknecht: GfbV begrüßt juristische Schritte gegen alle, die Verbrechen begangen haben

Am heutigen Donnerstag beginnt in Koblenz der erste Prozess gegen einen Folterknecht des Assad-Regimes. Ab morgen, dem 24. April, muss sich ein Mitglied des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten. Während in den vergangenen Jahren häufiger Anklage gegen Menschen erhoben wurde, die für den IS rekrutiert oder Geld gesammelt haben, ist der Prozess in Koblenz der erste dieser Art gegen Mitarbeiter des Assad-Regimes.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen begrüßt juristische Schritte gegen alle, die im Krieg in Syrien und im Irak Verbrechen begangen haben: „Nur, wenn Verantwortliche auf allen Seiten des Konfliktes zur Rechenschaft gezogen werden, kann es Gerechtigkeit geben“, erklärt Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der GfbV. „Und Verbrechen wurden auf allen Seiten begangen: vom Assad-Regime und seinen Verbündeten, vom IS und auch von den islamistischen Milizen, die von der Türkei unterstützt werden.“
Assad und seine Verbündeten seien für den Tod von Hunderttausenden verantwortlich, für die Flucht und Vertreibung von Millionen von Menschen. Dass endlich einige Folterknechte Assads hinter Gittern säßen, gebe den Menschen Mut. „Für die Opfer ist es wichtig, zu wissen, dass die Täter nicht straflos davonkommen werden“, findet Sido. „Es darf keinen sicheren Hafen für Kriegsverbrecher und Völkermörder, keine Straflosigkeit geben. Denn Straflosigkeit ermutigen zu neuen Taten.“
Auch aus den Reihen der islamistischen Opposition, beispielsweise der Freien Syrischen Armee, seien immer wieder Menschen aus kurdischen, armenischen, christlichen, alevitischen und yezidischen Volksgruppen und Religionsgemeinschaften angegriffen und getötet worden. „Die meisten Gruppen der FSA propagieren zwar Demokratie für die Zeit nach Assad, haben in ihren Herrschaftsgebieten aber eine auf dem islamischen Scharia-Recht basierende Ordnung eingerichtet“, erinnert Sido.
Die GfbV hat immer wieder gefordert, dass die deutsche Bundesregierung die nordsyrische Selbstverwaltung bei der juristischen Aufarbeitung der IS-Verbrechen auch vor Ort unterstützt. Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte befinden sich derzeit etwa 12.000 IS-Kämpfer in kurdischer Gefangenschaft. „Bisher ignoriert die Bundesregierung alle Warnungen über die Zustände dort“, so Sido. „Unter diesen Gefangenen sollen sich bis zu 3.000 ausländische Dschihadisten aus insgesamt 54 Ländern befinden – auch aus Deutschland.“red/fis










23.04.2020 • 09:52 Uhr

Uslar-Schönhagen: Motorradfahrer bei Zusammenstoß mit Reh leicht verletzt

Ein 22-jähriger Motorradfahrer aus Gudensberg befuhr am gestrigen Mittwoch 22 April 2020, um 21:10 Uhr, die Bundesstraße 241 von Schönhagen in Richtung Lauenförde, als plötzlich ein Reh die Fahrbahn kreuzte. Es kam Zusammenstoß, der Motorradfahrer kam zu Fall, verletzte sich leicht und wurde mit dem RTW dem Krankenhaus Höxter zugeführt. Das Reh verendete vor Ort. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 1.000 Euro. zi










23.04.2020 • 09:44 Uhr

Die niedrigen wie erbärmlichen Gehälter der versteckten Corona-Helden

Systemrelevante Berufsgruppen wie Pflegepersonal oder Ärzte sind aufgrund der Corona-Pandemie aktuell stark im Fokus der Öffentlichkeit. Einige Beschäftigte – zum Beispiel in Laboren, in der Gebäudereinigung oder in der Logistik – agieren vielmehr im Hintergrund und sind laut öffentlicher Leitlinien ebenfalls systemrelevant. Die Analysten der Vergleichsplattform Gehalt.de haben anhand von 19.659 Datensätzen die Einkommen dieser ‚versteckten‘ Beschäftigten untersucht. Das Ergebnis: Die Vergütung ist oftmals vergleichsweise gering.

In diesem Ranking beziehen Ingenieure in der Biotechnologie mit 52.100 Euro das höchste Einkommen. Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (35.100 Euro) und Laboranten (38.800 Euro) verdienen deutlich weniger. Diese Fachkräfte testen auf Krankheitserreger und forschen in Laboren, was aktuell für die Eindämmung des Virus essentiell ist.

Weniger als 30.000 Euro im Jahr für Produktion und Gebäudereinigung
Produktionshelfer (28.200 Euro) beziehen das niedrigste Gehalt in dieser Auswertung. Sie sichern die Produktion und den Transport von Waren. Logistiker organisieren ebenfalls Lieferketten – für ein Jahresgehalt von rund 33.100 Euro. Hafenarbeiter (30.400 Euro) und Lageristen (30.300 Euro) verdienen etwas weniger. Zum Vergleich: Das Jahresgehalt von Fachkräften in Deutschland beträgt im Median rund 43.200 Euro im Jahr.

Reinigungskräfte belegen mit 28.900 Euro im Jahr den vorletzten Platz der Erhebung. "Um die Verbreitung von Viren zu verhindern, sind wir stark auf Reinigungskräfte angewiesen. Diese arbeiten aufgrund des verstärkten Personalabbaues und Outsourcings der letzten Jahre zum Teil unter schlechten Bedingungen und in vielen Fällen für ein niedriges Gehalt“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Netzwerkadministratoren gewährleisten das Arbeiten im Homeoffice
Netzwerkadministratoren ermöglichen aktuell für viele Beschäftigte das Arbeiten im Homeoffice. Diese beziehen rund 43.200 Euro im Jahr. Auch Elektroniker können ihre Arbeit nicht niederlegen. Ihr Jahreseinkommen liegt bei rund 39.400 Euro. „Digitale Technologien sorgen in dieser Krisensituation dafür, dass der Betrieb vieler Unternehmen, Schulen oder Behörden aufrechterhalten werden kann – Netzwerkadministratoren oder Elektrotechniker übernehmen hier eine Schlüsselfunktion“, so Bierbach.

Darüber hinaus setzen auch Sozialarbeiter ihre Tätigkeit fort, um Bedürftige im Alltag weiterhin zu unterstützen. Hierfür erhalten sie rund 39.700 Euro im Jahr. Hebammen und Entbindungspfleger müssen ebenfalls unter erschwerten Bedingungen Mütter und Neugeborene betreuen. Ihr Gehalt liegt bei 38.600 Euro.

„Es agieren aktuell viele ‚versteckte Heldinnen und Helden‘ im Hintergrund – sei es um Bedürftige zu versorgen oder die Lebensmittelversorgung und Hygienestandards zu gewährleisten. Leider spiegelt sich diese Relevanz weder in der gesellschaftlichen Wertschätzung, noch im Gehalt angemessen wider“, sagt Bierbach abschließend.

Versteckte Helden mit tarifgebundenen Gehältern
Neben Polizisten kommen auch vermehrt Sicherheitskräfte zum Einsatz. Beide Berufsgruppen beziehen tarifgebundene Gehälter. So auch Sachbearbeiter in Jobcentern oder Krankenkassen sowie Beschäftigte im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

Weitere Informationen zu den Gehältern in systemrelevanten Berufen entnehmen Sie der Presseinformation „Systemrelevante Berufe – überlebenswichtig und schlecht bezahlt?“ (20. März 2020).


Anmerkung: Diese Pressemitteilung soll keine vollständige Liste aller systemrelevanter Berufe abbilden. Bei der Auswertung hat sich Gehalt.de an öffentlichen Listen orientiert – wie zum Beispiel an der Leitlinie für Personal kritischer Infrastrukturen vom Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Zudem wird aus Gründen der leichteren Lesbarkeit in der vorliegenden Pressemitteilung die männliche Sprachform bei personenbezogenen Substantiven und Pronomen verwendet. Dies impliziert jedoch keine Benachteiligung des weiblichen oder dritten Geschlechts, sondern soll im Sinne der sprachlichen Vereinfachung als geschlechtsneutral zu verstehen sein.

Zur Methodik: Das Vergleichsportal Gehalt.de hat 19.569 Datensätze von Beschäftigten aus ausgewählten systemrelevanten Berufen analysiert. Die Daten stammen von Fachkräften und sind maximal 12 Monate alt. Bei den Gehaltsangaben handelt es sich um Bruttojahresgehälter im Median auf Basis einer 40 Stundenwoche und 28 Urlaubstagen – inklusive variabler Bestandteile wie Boni, Prämien, Tantiemen, Provisionen und möglicher Überstundenvergütung.
red/fis/Quelle: Gehalt.de










23.04.2020 • 08:54 Uhr

Nibelungen-Festspiele für 2020 abgesagt - 2021 ein Stück über Martin Luther vor dem Dom

Es hagelt weiter Absagen von Theaterfestivals in Deutschland:
Die Nibelungen-Festspiele in Worms fallen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Sie hätten vom 17. Juli bis 2. August stattfinden sollen. „Die geplante Inszenierung ‚Hildensaga. Ein Königinnendrama‘ wird in das Jahr 2022 verschoben“, teilten die Organisatoren Soeben in Rheinland-Pfalz mit. Für 2021 schreibt der Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss ein Stück über den Reformator Martin Luther. Die Nibelungen-Festspiele finden seit 2002 vor dem Wormser Dom statt. red










23.04.2020 • 08:39 Uhr

Braunlage: Waldbrand durch weggeworfenen Zigarettenstummel

Die Polizei Braunlage teilt soeben mit:

Am 21. April 2020, gegen 12:05 Uhr, wurde an der Landesstraße 600, ca. ein Kilometer südlich von Braunlage, direkt neben einem kleinen Wanderparkplatz ein Waldbrand entdeckt. Dieser konnte von der Freuiwilligen Feuerwehr Braunlage schnell komplett abgelöscht werden.
Aufgrund einer zeitnahen Brandentdeckung hatte sich der Brand nur auf einer Fläche von ca. zehn mal zehn Metern ausgedehnt.
Aufgrund der aktuellen Waldbrandstufe 3 hätte sich der Brand bei späterer Entdeckung schnell ausweiten können.
Nach den ersten Ermittlungen erscheint ein weggeworfener Zigarettenstummel als Brandursache wahrscheinlich. Eine Schadenshöhe ist zur Zeit noch nicht bekannt.ots/Foto: Polizei










23.04.2020 • 08:33 Uhr

Sachbeschädigung im Kurviertel: Scheibe beim Ex-Restaurant "Seeterrassen" demoliert - Schlaglicht auf eine klaffende Wunde im Stadtbild

Von einem unbekannten Täter ist eine Scheibe des früheren Restaurants und Café "Seeterrassen" beim früheren "Hotel am See" im Kurviertel des staatliche anerkannten Heilbades in Bad Gandersheim demoliert worden (Foto).

Die Sachbeschädigung wirft ein erneutes Schlaglicht auf eine der großen offenen Wunden im Bad Gandersheimer Stadtbild. Vor dem Hintergrund der Bemühungen um eine Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim, die in diesem Quartier am Osterbergsee ein Zentrum haben soll, kommt es einer Horrovision gleich, sollte sich an dem derzeitigen katastrophalen Zustand des leerstehenden und ungenutzten Gebäudeensembles nichts verändern. Bekanntlich haben die nepalesischen Eigentümer um den Koordinator Milan Santa zwar einen Bewilligungsbescheid für eine staatliche Bezuschussung (Land Niedersachsen) schon beizeiten für die Reaktivierung des Hotels bekommen, gleichwohl sind derzeit keine Anzeichen von strukturellen und operativen Veränderungen absehbar.

In diesem Zusammenhang muss daran erinnert werden, dass das Projekt "Hotel am See/Seeterrassen" und das gegenwärtig hochfavorisierte Vorhaben Neunutzung des "Ex-Kurhotel Bartels" eine spannende Personalie intellektuell, planerisch und finanziell verbindet.
red/Foto: Fis WMG










23.04.2020 • 08:07 Uhr

Nach Drogenkonsum Auto gefahren - Polizei holt 21-jährigen Einbecker von der Straße

Ein 21 Jahre alter Einbecker wurde am gestrigen Mittwoch, 22.April 2020, gegen 16.30 Uhr mit seinem Pkw in der Hannoverschen Straße kontrolliert. Nachdem der junge Mann bei der Überprüfung körperlicher Merkmale Auffälligkeiten im Hinblick auf einen Drogenkonsum aufwies, führte er ein Drogentest durch. Dieser bestätigte, dass er unter dem Einfluss von Drogen stand. Es wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt wurde untersagt. Neben einem Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, muss der Mann mit einem Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.pap/Symbolbild










23.04.2020 • 08:03 Uhr

Neuer Service der Kreisverwaltung: Landkreis Northeim veröffentlicht Straßensperrungen

. Wenn Straßensperrungen zu längeren Wartezeiten oder größeren Umwegen führen, ist das für die betroffenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer oftmals ärgerlich. Damit sich im Landkreis Northeim alle rechtzeitig informieren können, veröffentlicht die Kreisverwaltung ab sofort auf ihrer Homepage unter www.landkreis-northeim.de/sperrungen eine Übersicht der Straßensperrungen im Kreisgebiet. Zusätzlich erscheinen die Informationen auch in der Handy-App BIWAPP sowie in den sozialen Medien.

Als zuständige Behörde genehmigen der Landkreises Northeim sowie die Städte Einbeck und Northeim sämtliche Voll- und Teilsperrungen im Kreisgebiet. Deshalb können auch Sperrungen der Autobahn BAB 7 sowie der Bundes- und Landesstraßen veröffentlicht werden, bei denen der Landkreis nicht selber Auftraggeber ist. Aber auch über Sperrungen in direkt angrenzenden Landkreisen, die beispielsweise zu Umleitungen im Kreisgebiet führen, wird informiert. Sofern es sich um Maßnahmen innerhalb geschlossener Ortschaften handelt, die kleinere Gemeindestraßen betreffen, erfolgt keine Information durch den Landkreis.

„Gerade in einem Flächenlandkreis wie Northeim ist es wichtig, dass die Menschen mobil bleiben und sich rechtzeitig auf Umleitungsstrecken einstellen können. Ich freue mich, dass es den Fachbereichen und Städten gelungen ist, diese Veröffentlichung für den gesamten Landkreis umzusetzen und den Menschen im Kreisgebiet diesen Service anzubieten“, erklärt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.lpd











23.04.2020 • 07:59 Uhr

Heute um 17 Uhr: Öffentliche Ratssitzung im Grünen - unter lauschigen Bäumen und umgeben von Kunst - Mund-Nasen-Masken empfohlen

Heute passiert es wieder, ein nicht alltägliches Ereignis Bad Gandersheimer Kommunalpolitik:

Im lauschigen Café Garten der Familie Löning, umgeben von viel Grün und Skulpturenkunst im Innenhof des Klosterhofes Brunshausen, soll ab 17 Uhr eine öffentliche Ratssitzung der Stadt Bad Gandersheim über die Bühne gehen. In Corona-Krisenzeiten ein kommunalpolitischer Höhepunkt der besonderen Art. Eine Ratssitzung unter freiem Himmel. Wann hat es das in der Geschichte der Stadt schon einmal gegeben? In einem interfraktionellem Gespräch im Rathaus ist es zwischen SPD, einem Grünen und der CDU vereinbart worden.

Nun, Bürgermeisterin Franziska Schwarz hat eingeladen. Die Menschen draußen sollen sehen: Der Corona kann die Politik nicht anhalten. 21 Punkte umfasst die Tagesordnung. Die Corona-Krise wird die Ratsmitglieder ganz direkt beschäftigen. Zwei Initiativen von CDU und SPD für lokale Hilfsmaßnahmen tauchen auf der Tagesordnung auf. Neben Regulären und Personalien geht es u.a. um Kindergärten, Altstadtsanierung, Erstattung von Kitabeiträgen und einen satten Bettiebskostenzuschuss für die Soldebadgenossenschaft.

Zum Prozedere des Sitzungsablauf - ob sitzend oder stehend war am Mittwoch noch nicht entschieden - hat die Bürgermeisterin angesichts der Corona-Regeln eine Empfehlung ausgesprochen: "Die Stadt Bad Gandersheim wird zudem auf die sonstige Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften streng achten. Dazu gehören insbesondere die Hygiene- und Abstandsregeln zur Vermeidung von Infektionen. Besucherinnen und Besuchern der Ratssitzung wird zudem empfohlen, Mund- und Nasenschutz zu tragen."

Und sah sie sie genötigt, den ungewöhnlichen und plötzlich umgelegten Tagungsort zu verteidigen: "Die Verlegung des Tagungsortes basiert einzig auf einem freundlichen Angebot der Familie Löning, das Bürgermeisterin Franziska Schwarz wegen verschiedener Vorteile gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Pausenhof des Roswitha-Gymnasium -– insbesondere die bessere Akustik – gern angenommen hat."
red/Fotos: Mehle/Kielhorn












22.04.2020 • 17:44 Uhr

Stadteigene Immobilie Ex-Kurhotel Bartels bleibt brisantes Politikum: Ratsherr Geske kalkuliert Kosten von 300.000 Euro für die Stadt - Bürgermeisterin Schwarz verweigert Auskünfte

Warum diese Geheimniskrämerei? Wieso bekommt ein gewählter Ratsherr keine Auskunft auf seine berechtigten Fragen zu einem heiklen Projekt? CDU-Ratsherr Hendrik Geske (Foto) (Ackenhausen) ist einmal mehr bei Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz auf Granit gestoßen. Eigentlich hat der Christdemokrat nichts dagegen, dass die Stadt schnellstens die für 250.000 Euro im Schnellverfahren erworbene Immobilie an die Interessenten Leicht & Schleder abgibt. Aber zuvor hatte er die Bürgermeisterin schlicht um Auskunft darüber gebeten, was das Ex-Kurhotel Bartels der Stadt zusätzlich zu den 250.000 Euro inzwischen gekostet hat. Da er keine Auskunft bekommen hat rechnete er selbst nach. Und seiner Schätzung nach kommt er auf 50.000 Euro. Durch ihr offizielles Verweigern hat sich Ratsherr Geske zudem genötigt gesehen, die Bürgermeisterin an ihre Auskunftspflicht zu erinnern und sie anzumahnen. Dass er dabei die Aufsichtsbehörde (Landkreis Northeim) schon wieder um Amtshilfe bitten musste, damit die Bürgermeisterin ihrer Pflicht nachkommt, kennzeichnet das angespannte Verhältnis (Klima) zwischen Ratsspitze und der CDU-Ratsfraktion.

In seinem gestern an die Bürgermeisterin gerichteten Brief erläutert Ratsherr Geske sein Anliegen im Detail. Wir dokumentieren den Originalwortlaut des Schreibens:

"Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Schwarz, ich möchte die morgige Ratssitzung in Anbetracht der Pandemie nicht zeitlich überfrachten, deshalb erhalten Sie heute diese Nachricht.

Mit Schreiben vom 31.März 2020 habe ich Sie schriftlich um Auskunft zu den im Zusammenhang mit dem Erwerb sowie Betrieb des vor rund einem Jahr durch die Stadt erworbenen Hotels Bartels angefallenen Kosten gebeten. In Anbetracht der ja öffentlichkeitswirksam mitgeteilten Wieder-Verkaufsabsicht der Stadt, sollten einmal alle Kosten für diesen von einer Ratsmehrheit gedeckten „Abenteuerausflug in die Immobilienwirtschaft“ auf den Tisch. Dies natürlich vor allem, da man davon ausgehen darf, dass der Stadt und damit den Steuerzahlern ein finanzieller Schaden entstehen wird bzw. ja bereits entstanden ist. Ich darf an hier nochmal klarstellen, dass im Vorfeld des völlig überstürzten Ankaufs dieser für die Stadt vollkommen nutzlosen Immobilie im Mai 2019 sowohl der aufgerufene Kaufpreis als viel zu hoch beziffert (die spätere Beurteilung durch Sachverständige bestätigte dies dann), als auch auf ein nicht vorliegendes Nutzungskonzept hingewiesen wurde.

Zurück zu meiner Auskunft: Sie, Frau Bürgermeisterin, sollten Kraft Amtes eigentlich wissen, dass Ratsmitglieder das Recht haben, solche Auskünfte zu erhalten. Leider haben Sie mir mit einer abstrakten Begründung mitgeteilt, dass Sie mir die gewünschte direkte Auskunft verweigern.
Ich interpretiere das so, dass Sie sich durch dieses Manöver eine für Sie unbequeme Wahrheit vom Hals halten wollten.
Somit war ich gezwungen, die abgefragten Kosten, zu schätzen. Ich bin hierbei zusätzlich zum Kaufpreis auf nochmal knapp 50.000 Euro Steuergeld gekommen. Da dies nur eine Annahme ist und ich lieber mit Fakten arbeite, habe ich die Kommunalaufsicht eingeschaltet, die Ihnen bereits am 16.04.2020 mitgeteilt hat, dass die gewünschte Auskunft selbstverständlich zu erteilen ist.
Dennoch habe ich bis heute noch keine Information von Ihnen dazu erhalten (meine Anfrage ist nun über drei Wochen her).

Ich darf Sie daher um zwei Dinge bitten:
1. die unverzügliche Beantwortung meiner Anfrage
2. rechtswidriges Taktieren zukünftig zu unterlassen und sich an das NKomVG und Ihren Amtseid zu halten, leider gab es ja schon mehrere solcher Verzögerungstaktik- oder Geheimhaltungsmanöver Ihrerseits. Wenn Sie weiterhin so handeln, brauchen Sie sich nicht zu wundern, dass das Klima im Rat schlecht ist Mit freundlichen Grüßen - Hendrik Geske - Ratsherr in der CDU-Fraktion.
red














22.04.2020 • 14:45 Uhr

Alltagsmaskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen kommt am 27. April 2020

Nach Auffassung der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist unter Beachtung regionaler Besonderheiten ein möglichst geschlossenes Vorgehen der staatlichen Ebenen im Umgang mit der Corona-Pandemie von zentraler Bedeutung für die Akzeptanz politischer Entscheidungen. Im Sinne eines gemeinsamen Vorgehens haben sich die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz sowie die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Saarland darauf verständigt, ab dem 27. April 2020 die bisherige dringende Empfehlung, im ÖPNV und beim Einkaufen eine Mund-Nasen-Bedeckung beziehungsweise eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen, in eine Pflicht zu überführen. Bürgerinnen und Bürgern sowie Handelsunternehmen wird mit dem Inkrafttreten am kommenden Montag die nötige Zeit gegeben, um sich auf die neue Regelung vorzubereiten. Bis dahin gilt weiter die dringende Bitte an die Bürgerinnen und Bürger, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel, Mund und Nase zu bedecken.

Ministerpräsident Stephan Weil: „Auch in Sachen Alltagsmasken ist ein gemeinsames Vorgehen möglichst aller Länder sinnvoll. Niedersachsen hat sich gemeinsam mit anderen Ländern entschieden, ab Montag Mund-Nasen-Bedeckungen im ÖPNV und beim Einkauf vorzuschreiben. Wir unterstützen damit auch zukünftige Lockerungen, die zu einer weiteren Belebung führen können. Entscheidend bleibt aber: Der Infektionsschutz durch Alltagsmasken ist sinnvoll, damit andere Menschen nicht angesteckt werden können. Ich bitte aber alle Bürgerinnen und Bürger, nicht zu hohe Erwartungen an Mund-Nasen-Bedeckungen zu knüpfen. Am wichtigsten ist und bleibt eine strikte Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienevorschriften.“

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann: „Je besser die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind, desto schneller können wir Fortschritte erzielen, die uns schrittweise wieder mehr Lockerungen im Alltag bringen können. Dabei spielt das Tragen von Mund- und Nasenschutz – insbesondere im ÖPNV – eine entscheidende Rolle. Hier kommen tagtäglich viele Menschen auf recht engem Raum zusammen. Durch den Gebrauch beispielsweise von Alltagsmasken können wir an dieser Stelle die Ansteckungsgefahr deutlich reduzieren.“

Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Ganz wichtig bleibt, dass alle in Niedersachsen auch weiterhin den Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander einhalten und sich regelmäßig und gründlich ihre Hände waschen. Das Tragen einer einfachen Alltagsmaske schützt uns nicht vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Es kann aber verhindern, dass wir andere anstecken und ist daher auch ein sichtbares Zeichen der Solidarität untereinander. Insbesondere in engen Räumen leistet eine Mund-Nasen-Bedeckung so einen zusätzlichen Beitrag zum Infektionsschutz.“ red/










22.04.2020 • 14:37 Uhr

Corona-Virus in der Asklepios-Klinik in Seesen: Zehn Fälle in der Mitarbeiterschaft offiziell bestätigt

Die Behörden im Landkreis Goslar und die betroffene Asklepios-Klinik in der Vorhardstadt Seesen haben übereinstimmend bestätigt, dass in zehn Fällen Mitarbeiter/innen der Klinik mit dem Corona-Virus infiziert sind. Patienten/innen der Klinik seien davon nicht betroffen.red










22.04.2020 • 14:27 Uhr

A 7: Vollsperrung zwischen Anschlussstelle Hildesheim und Dreieck Salzgitter in beiden Fahrtrichtungen

Instandsetzungsarbeiten von Freitag, 24. April, 19 Uhr, bis voraussichtlich Montag, 27. April, 5 Uhr

Im Zuge der Baustellenverkehrsführung auf der Autobahn 7 zwischen der Anschlussstelle Hildesheim und dem Autobahndreieck Salzgitter ist aufgrund von umfangreichen Schäden an der Fahrbahn ein Austausch von mehreren Betonfahrbahnplatten erforderlich. Im Zuge dieser Sofortmaßnahme müssen lockere Betonplatten unterpresst bzw. beschädigte Betonplatten ausgebaut und mit CR-Beton (schnellaushärtendem Beton) erneuert werden. Hierzu kommt es am Wochenende von Freitag, 24. April, 19 Uhr, bis Montag, 27. April, 5 Uhr, zu einer Vollsperrung in beiden Fahrtrichtungen.

Zur Minimierung der Verkehrsbeeinträchtigungen kommen gleich drei bis vier Teams zum Einsatz, die parallel arbeiten und jeweils mobile Durchlaufmischer für Schnellbetone einsetzen, um den frühesten Straßenbeton vor Ort auf der Baustelle herzustellen. In die Sperrung integriert sind erforderliche Asphaltarbeiten zur Fahrbahninstandsetzung im Bereich der Brückenbauwerke an der Innerstebrücke und Wöhlertalbrücke sowie der Anschlussstelle Derneburg, die nur im Rahmen von Vollsperrungen durchgeführt werden können. Zusätzlich werden Brückensonderprüfungen durchgeführt.

Der Verkehr wird für die Zeit der Vollsperrung über die ausgeschilderten Bedarfsumleitungen umgeleitet.

Fahrtrichtung Kassel:
Vollsperrung der A 7 ab der Tank- und Rastanlage Hildesheimer Börde-West vom 24. April, 19 Uhr, bis 27. April, 5 Uhr. Der Verkehrsteilnehmer wird gebeten, die Umleitungsbeschilderung Fahrtrichtung Kassel zu folgen (U 52, U 54).

Die Tank- und Rastanlage Hildesheimer Börde-West wird ab 15 Uhr für den Betrieb gesperrt, hier ist ab dem Zeitraum keine Tank- und Parkmöglichkeiten mehr vorhanden.

Die Auffahrt zur Tank- und Rastanlage Fahrtrichtung Kassel bleibt für den gesamten Zeitraum gesperrt.

Fahrtrichtung Hannover:
Vollsperrung ab Autobahndreieck Salzgitter vom 24. April, 19 Uhr, bis 27. April, 5 Uhr. Die Ausfahrt der AS Baddeckenstedt (A 39) in Fahrtrichtung Braunschweig ist gesperrt. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Anschlussstelle Westerlinde zu nutzen. Die Umleitung ist über die U 25 und über die neue Umleitung „gelber Punkt" über die A-39-Anschlussstelle Westerlinde zurück zur B 6 und dann zur Anschlussstelle Hildesheim ausgeschildert.

Die Auffahrt zur Anschlussstelle Derneburg in Fahrtrichtung Hannover wird gesperrt.

Die L 492 von Wendhausen nach Heinde ist für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Auffahrt zur Tank- und Rastanlage Hildesheimer Börde in Fahrtrichtung Hannover ist möglich.

Von Heinde kommend ist die L 492 in Fahrtrichtung Wendhausen / Tank- und Rastanlage Hildesheimer Börde gesperrt und nur bis zur Deponie frei. Eine Umleitungsstrecke ist in beiden Richtungen ausgeschildert.

Witterungs- und bauablaufbedingte Verzögerungen sind nicht auszuschließen.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis.red/fis/Foto: Thomas Fischer











22.04.2020 • 13:36 Uhr

Das geht richtig fix: 20.000 Euro-Extrageldspritze für Sole-Hallenbad in Bad Gandersheim - 100.000 Euro stehen schon im Etat 2020

Das geht ja richtig flott: Während im Stadtrat CDU und SPD noch über ein kleines lokales Hilfspaket debattieren, sollen für das derzeit wegen der Corona-Krise geschlossene Sole-Hallenbad schnelle Fakten für finanzielle Hilfen geschaffen werden: Donnerstagabend steht eine aktuelle Hilfsaktion auf der Tagesordnung der öffentlichen Stadtratssitzung, die bekanntlich im grünen Cafégarten der Familie Löning in Brunshausen stattfinden wird. Unter dem drittletzten Tagesordnungspunkt, das ist die TOP Nummer 19, heißt laut Einladung von Bürgermeisterin Franziska Schwarz: "Betriebskostenzuschuss Solebadgenossenschaft - hier: Zustimmung zu einer überplanmäßigen Auszahlung".

Offizielle Stellen der Stadt teilen dazu auf Nachfrage ergänzend mit: Es handelt sich um eine Gesamtunterstützung von 120.000 Euro. Die 100.000 Euro sind bereits im städtischen Doppel-Etat 2020/21 aufgenommen. Bei der überplanmäßigen Auszahlung handelt es sich um einen weiteren Berg von 20.000 Euro.

Die Initiativen "Corona-Hilfen" - jeweils ein Antrag von CDU und SPD - unter anderem für die in ihren Existenzen massiv bedrohten kleineren Betriebe/Solo-Unternehmer beispielsweise aus dem Gastronomiesektor in Bad Gandersheim, stehen in der Donnerstag-Ratssitzung zunächst einmal zur Beratung an. Mit konkreten Beschlussfassungen (soll heißen Hilfsmaßnahmen) dürfte frühestens in zwei Wochen wenn nicht später zu rechnen sein.
red/Fotos: Marc Reiser












22.04.2020 • 13:14 Uhr

Gute Nachrichten zur Mittagszeit: Freunde mit Blumen verbreiten - seit 64 Markenzeichen bei Thekla Dörries im Steinweg Bad Gandersheim

Heute wieder Stippvisite, einkaufen und ein kurzer Smalltalk in einem der geöffneten Geschäften der Kur- und Reha-Stadt Bad Gandersheim. Besuch beim Floristen Klaus Dörries im Steinweg. Noch ist er mit einer Kundin beschäftigt.

Dann zaubert der Meister seines Fachs den vom Reporter gewünschten Strauß: "Bitte einen heiteren Strauß - er darf bunt sein!" "Also mit Blau, Orange und Gelb...", folgert der sympathische Florist in dem Traditionsladen richtig. Dann holt er sich die passenden Blumen aus dem Kühlraum. Blitzschnell und äußerst geschickt sind sie von ihm zusammengesteckt. Dann noch etwas Grün zwischen die Blüten. Alles hat Klaus Dörries fest im Griff.

Zum Finale wird der Strauß gebunden und noch einmal an den Stilen auf gleiche Länge geschnitten. "Der gefällt mir riesig!", freue ich mich als ich ihn präsentiert bekomme. Klaus Dörries hat gut zu tun, berichtet er in einem kurzen Gespräch.

Trotz oder gerade wegen der Corona-Krise. Die Menschen sehnen sich nach Ablenkung angesichts der düsteren Corona-Krise.

Aber was auch Dörries wie anderen Geschäftsinhaber spüren: Gäste aus den Kliniken der Stadt bleiben gänzlich aus. Muss ja auch so sein. Die Paracelsus-Reha-Kliniken tendieren aktuell mit ihren Belegungszahlen bei den Reha-Patienten auf das niedrigste Niveau seit Jahrzehnten. Sie haben einen Bereitstellungsauftrag des Staates zu erfüllen. Nur, mit alternativen Belegungen haben sich gegenwärtig noch nichts zu tun.

So sind es mehr einheimische Kundinnen und Kunden, die den Weg in den Steinweg finden. Hier, bei der Blumenbinderei Thekla Dörries, ist das Geschäftsmodell "Freude mit wunderschönen Blumensträußen verbreiten" seit 64 Jahren erfolgreiche Tradition. Heute war so ein Erlebnistag!
red/fisFotos: Thomas Fischer














22.04.2020 • 12:53 Uhr

Kommen die staatlichen Corona-Hilfen bei den bedrängten Unternehmen wirklich an? FDP will es wissen

Christian Grascha setzt Reihe der digitalen Veranstaltung fort – Jörn Kater vom BVMW zu Gast

Erneut lädt der Einbecker Landtagsabgeordnete Christian Grascha zum Webtalk per Skye ein. Am Montag, 27 April 2020, ab 19:30 Uhr freut sich der Oppositionspolitiker Jörn Kater als Gast zu begrüßen. Jörn Kater aus Uslar ist Leiter der Wirtschaftsregion Südniedersachsen des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft Unternehmerverband e.V. Grascha und Kater wollen mit den Teilnehmern über die Lage des Mittelstands, die Frage, ob die Hilfen ankommen, und was es für einen Aufschwung nach der Krise braucht. „Fragen sollen beantwortet, Probleme gelöst und Anregungen weitergegeben werden“, so Grascha.

Die Videokonferenz via Skype beginnt um 19.30 Uhr und ist für eine Stunde angesetzt. Die Einwahldaten für die Videokonferenz finden Sie auf der Homepage von Christian Grascha unter www.christian-grascha.de oder melden Sie sich bei mail@christian-grascha.de mit ihrem Skype Benutzernamen an.

Weitere Informationen erhalten Sie auch über das Wahlkreisbüro von Christian Grascha in Einbeck unter 05561/7939966.
red/fis










22.04.2020 • 12:47 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: 111 Infektionsfälle im Landkreis Nordheim bestätigt- 49 Personen sind wieder gesund!

Aktuell gibt es 111 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Vortag sind damit vier neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 49 Personen - eine mehr als am Dienstag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um vier weibliche Personen jüngeren, mittleren und fortgeschrittenen Alters. Bei zwei Fällen wird eine Ansteckung im beruflichen Umfeld vermutet, in den anderen Fällen wird noch versucht, die Kontakte zu ermitteln. Eine Person ist frei von Symptomen. Die anderen klagen über Halsschmerzen, Husten, Schnupfen und Gliederschmerzen. Eine Person leidet zusätzlich an einer Lungenentzündung. Zwei befinden sich im Krankenhaus, während sich die anderen beiden in häuslicher Quarantäne befinden.lpd












22.04.2020 • 12:40 Uhr

Gute Nachrichten zum Mittag: Knusperhähnchen mit Pommes - jetzt im "Keglerheim" Jungblut in Bad Gandersheim

Zuhause bleibt die Küche kalt. Ergo leckere Versorgung sich einmal anders organisieren. Beispielsweise bei der heimischen Gastronomie. Die ächzt unter der Corona-Krise.

Heute eine Anregung für einen leckeren Mittagimbiss: Beispielsweise über die Knusper-Hähnchen-Hotline" des Bad Gandersheimer "Keglerheims"-Jungesblut am Tennisplatzweg geordert. Spitzenmäßig die goldigen Brathähnchen. Ganz oder halbiert das Stück. Dazu eine Portion goldgelber Pommes.
Einfach zum Handy oder Telefonhörer greifen: 05382-2613. Schnell bestellt. Fix gebraten. Wenig später abgeholt.
Und zuhause wird zu dem Brathähnchen mit Pommes noch ein feiner Tomatensalat (selbst) geschnitten und zubereitet. Fertig ist die Mahlzeit. . Wir wünschen besten Appetit!
red










22.04.2020 • 09:03 Uhr

Astfeld: Vier Plastik-Schafe aus einem Vorgarten geklaut - eines ging den Dieben verloren - Belohnung ausgesetzt

Die Polizei in Goslat berichtet soeben:
In der Nacht zum Dienstag entwendeten bislang unbekannte Täter aus einem Vorgarten in Langelsheim-Astfeld, Danziger Straße, vier Kunststoffschafe ( 60 bis 80 Zentimeter Höhe). Eines davon wurde ca 100 Meter vom Tatort entfernt auf einem Fußweg entdeckt, es war stark beschädigt. Die Schadenhöhe beträgt ca 500 Euro. Der Eigentümer setzt 100 Euro Belohnung aus, für Hinweise die zur Ergreifung der Täter führen.ots










22.04.2020 • 08:50 Uhr

Öffentliche Ratssitzung im Grünen: "Steinwüste" Domänenhof am Donnerstag auf der Tagesordnung

Gestern um 12 Uhr, herrliche Sonne am blauen Himmel: Der Domänenhof in der südniedersächsischen Kur- und Reha-Stadt Bad Gandersheim. Diese riesige Fläche aus gepflasterten Steinen mit Bilderbuchkulisse aber öde weil menschenleer. Allein zwei Busfahrer schwatzen gelangweilt. Wie immer lassen sie dabei ihre stinkenden Dieselmotoren laufen. Warum kann einem niemand erklären. Sie warten auf Fahrgäste. Es kommen keine. In Corona-Krisenzeiten fahren die Geisterbusse fast immer ohne Passagiere ihre gewohnten Routen.

SPD will Wahlversprechen endlich "auf die Spur bringen"

Am morgigen Donnerstag ist der Domänenhof ein weiteres Mal Gegenstand von Erörterungen in der Bad Gandersheimer Stadtpolitik. Bürgermeisterin Franziska Schwarz hat speziell die seit langem angestrebte, dann abgeblasene Umgestaltung des prominenten Areals abermals auf die Tagesordnung der öffentlichen Ratssitzung im Cafégarten der Familie Löning in Brunshausen gesetzt. Es ist der erneute Versuch die vor Jahren speziell von der SPD versprochene "barrierefreie Umgestaltung des Domänenhofes" endlich auf den Weg zu bringen. Konkret soll der Stadtrat über die "Ausschreibung der Planungs- und Bauüberwachungsleistungen" abstimmen. Im Klartext bedeutet das: Bauleistungen, wie beispielsweise die Aufnahme des behindertenfeindlichen Pflasters und die Aufbringung einer rollstuhlgerechten Oberfläche sind mit dem Beschluss nur indirekt verknüpft. Dem Vernehmen nach macht insbesondere die SPD mächtig Druck. Angesichts der immer näher kommenden Bürgermeister- und Stadtratslwahl in 2021 müssten endlich "Erfolge auf die Spur gebracht werden", ist aus sozialdemokratischen Umfeld zu vernehmen.
red/Foto: Marc Reiser










22.04.2020 • 08:28 Uhr

Wegen Corona-Krise und Hygieneregeln: Antrag der AfD-Fraktion „Live-Übertragung von Kreistagssitzungen im Internet“

In anderen Kommunen wie in Oldenburg, Braunschweig, Mühlhausen und Bad Bevensen bereits Praxis

Im Northeimer Kreistag gibt es eine neue Initiative für digitale Transparenz in Zeiten der Corona-Krise mit Kontaktsperren, Distanzgeboten und scharfen Hygienevorschriften. Dichte Zusammenkünfte - auch von Kommunalpolitikern - könnten die Ansteckungsgefahten mit dem gefährlichen Corona-Virus begünstigen. Deswegen wird moderne Kommunikationstechnik der digitalen Art immer wichtiger. Sie ermöglichen die Teilhabe von interessierten Bürgerinnen und Bürgern am Geschehen der Politiker und Politikerinnen. Maik Schmitz hat deswegen einen Antrag namens der AfD-Kreistagsfraktion einen Antrag auf "Liveübertragungen" aus dem Northeimer Kreistag an Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) gerichtet.

Der Antrag hat im Original folgenden Wortlaut:

Der Kreistag möge beschließen:
Die Landrätin wird beauftragt, eine Änderung der Hauptsatzung mit dem Ziel vorzubereiten, öffentliche Sitzungen des Kreistages mit Hilfe eines Livestreams zu übertragen. Angebote für die Durchführungen in Eigenregie/durch Dritte sind umgehend entsprechend einzuholen und dem Kreistag zur Entscheidung vorzulegen.

Begründung:
Die Sitzungen des Kreistags sind größtenteils öffentlich. Dies soll einerseits das Interesse der Bürger an kommunaler Politik erhöhen, andererseits aber auch der Transparenz der Arbeit des Kreistags dienen.
Im Zuge der Corona-Epidemie bleibt den Bürgern derzeit der Besuch der öffentlichen Teile dieser Sitzungen aufgrund der notwendigen gesundheitspolitischen Vorbeuge- und Schutzbestimmungen verwehrt. Um dennoch ein hinreichendes Maß an Transparenz zu gewährleisten, muss es dem interessierten Bürger möglich sein, die Sitzungen online zu verfolgen. Die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung können hier einmal mehr zum Nutzen des Bürgers angewandt werden.
In vielen anderen deutschen Kommunen waren überdies Live-Übertragungen bereits schon vor der Corona-Krise gelebte Praxis, beispielsweise in Oldenburg, Braunschweig, Mühlhausen oder Bad Bevensen. Hinzu kommt, dass auch allgemein, außerhalb von Krisenzeiten für viele Menschen ein Besuch der Sitzungen aus beruflichen, gesundheitlichen oder terminlichen Gründen oft nicht oder nur unter erhöhtem Aufwand möglich ist.
Insbesondere Menschen mit Behinderung und mobilitätseingeschränkten Menschen eröffnet das Internet mit Live-Übertragungen der Sitzungen die Möglichkeit, an den demokratischen Entscheidungsprozessen unseres Kreistags teilzuhaben."

red/Foto: Fis WMG










22.04.2020 • 08:16 Uhr

Polizei Einbeck holt betrunkenen Kradfahrer (1,24 Promille) von der Straße

Tatort: Einbeck, Backofenstraße, Tatzeitpunkt: Dienstag, 21. April 2020, 21.45 Uhr. Anlässlich einer Polizeikontrolle eines Kleinkraftrades wurde von einer Polizeistreife aus Einbeck bei dem 51-jährigen Fahrzeugführer aus Einbeck ein deutlicher Alkoholgeruch wahrgenommen. Ein durchgeführter mobiler Alkoholtest erbrachte dann eine Alkoholwert von 1,24 Promille. Es folgten daraufhin eine Blutprobenentnahme und die Sicherstellung des Führerscheins.vo











22.04.2020 • 08:11 Uhr

Einbeck: Mega-Stess mit Halter eines Kampfhundes - Festnahme, Hund betäubt, Herrchen in Psychiatrie weggesperrt

Gestern, Dienstag, 21. April 2020, zur Mittagszeit (14.,30 Uhr) leitete die Polizei Einbeck nach einem Diebstahl im Offiziersgarten in Einbeck eine örtliche Fahndung nach einem jüngeren Täter ein, der sich mit einem von ihm geführten Mischlings-Kampfhund ohne Maulkorb vom Tatort entfernt hatte. Nach kurzen Zeit konnte der Täter im Bereich des Kleinen Varlenkamp gestellt und vorläufig festgenommen werden. Dabei stellte sich dann auch heraus, dass gegen den 29-jährigen Mann aus Einbeck, ein von der Stadt Einbeck auferlegtes Hundeführungs- und halteverbot besteht. Da der Täter deutlich psychische Auffälligkeiten zeigte, wurde er nach ärztlicher Vorstellung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Da es nicht anders ging, wurde der Kampfhund von einem Tierarzt betäubt und anschließend dem Tierheim in Northeim zugeführt. Entwendet hatte der Täter von einem 51-jährigen Geschädigten aus Einbeck eine Bluetooth-Lautsprecherbox und eine Flasche Bier.vo










22.04.2020 • 07:48 Uhr

Volksbank eG renoviert Geschäftsstelle in Kreiensen und wird noch lokaler - Wobst mit klarer Ansage: "Wir bleiben!"

Neugestaltung der Geschäftsräume startet am 4. Mai - Selbstbedienungsautomaten in Gandersheim und Einbeck kurzfristig benutzen

Große Kreienser Bildmotive, neue frische Farben, neue Möbel im Service und moderne Elemente in den Beraterzimmern. Dazu eine moderne Büroausstattung. Die Volksbank eG investiert in ihren Standort Kreiensen und setzt damit auch ein Zeichen, dass sie trotz Krise weiterhin vor Ort bleiben wird. Andreas Wobst, Vorstandsmitglied der Volksbank eG, erklärt, dass aufgrund dieser Renovierungsarbeiten der Service- und Beratungsbereich der Geschäftsstelle in Kreiensen von Montag, 4. Mai 2020, bis Freitag, 8. Mai 2020, geschlossen bleibt.

Das gilt auch für den SB-Bereich der Geschäftsstelle mit dem Geldautomaten und dem Kontoauszugsdrucker. „Alternativ stehen die Geldautomaten unserer Geschäftsstellen in Einbeck in der Dr.-Friedrich-Uhde-Str. 14/16, in der Altendorfer Str. 19 und im Marktkauf Einbeck oder in Bad Gandersheim, Moritzstr. 27-29, für die Bargeldversorgung zur Verfügung.“, sagt der Volksbank-Vorstand. Seit Mitte April und auch noch in den folgenden Wochen wird die Volksbank eG insgesamt sechs Geschäftsstellen renovieren oder auch umbauen. „Für uns ist das eine Investition in die Zukunft“, stellt Andreas Wobst fest. Gerade in der heutigen Zeit, in der sich immer mehr Banken aus der Fläche zurückziehen, setzt die Volksbank eG mit dieser Maßnahme sowohl für den Standort Kreiensen als auch für die Bevölkerung ein klares Signal: „Wir bleiben!“

Das Service- und Beratungsangebot wird weiterhin in vollem Umfang für die Mitglieder und Kunden in Kreiensen zur Verfügung stehen. „Wir haben uns immer als Flächenbank verstanden und sind schon seit so vielen Jahren in den Regionen unseres Geschäftsgebietes tief verwurzelt“, erklärt Wobst. Sicherlich müsse man auch den wirtschaftlichen Aspekt immer wieder auf den Prüfstand stellen, aber die Volksbank eG ist mit ihren insgesamt 31 Geschäftsstellen, davon sechs SB-Filialen, gut aufgestellt und für die Mitglieder und Kunden in den Regionen ihres Geschäftsgebietes schnell erreichbar. „Wir setzen auf ein qualifiziertes Beratungsangebot. „Natürlich verändert sich durch die Digitalisierung das Nutzungsverhalten unserer Mitglieder und Kunden, aber darauf können wir reagieren und trotzdem weiter in der Fläche bleiben.“ Über die Telefonfiliale, das Online-Banking und die Ansprechpartner vor Ort können die Mitglieder und Kunden ihre Volksbank eG jederzeit erreichen. Regional zusammenstehen bedeutet, nicht nur in Krisenzeiten füreinander da zu sein, sondern auch darüber hinaus – mit mehr Werten für Menschen.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer

















21.04.2020 • 21:26 Uhr

0berer Teppichweg in Bad Gandersheim: Wandern vorbei an maroden und schändlichen Verhältnissen

In offiziellen Verlautbarungen und Werbebotschaften der Stadt Bad Gandersheim werden die Wanderwege der "Stadt im Grünen" - die Rede ist vom Heilbad Bad Gandersheim - angepriesen als Naturerlebnis pur und schön. Die Erlebnisse am heutigen Tag ernüchternd: Im Seekurpark weiter ein mittleres Chaos nach den Abholzungen. Der Bergkurpark alles andere als eine Attraktion. Der offerierte Zugang nicht möglich. Und dann der Spaziergang über den "Oberen Teppichweg". Die Ansichten nur noch trostlos. Traurige Kennzeichen einer offensichtlichen Ignoranz, Inkompetenz und Lustlosigkeit gewisser Verantwortlicher.

Erinnerung:

Es gab hier oben einmal einen sehr interessanten Waldlehrpfad. Der ging weiter bis nach Clus durch einen fantastischen Wald. "Als unsere Kinder klein waren konnten wir ihnen viel gute Informationen über den Wald, seine Tiere und mehr durch diese Tafeln erklären", berichtet uns ein Familienvater aus Bad Gandersheim. Seine Zustandsbeschreibung der augenblicklichen Situation ist stimmig und deprimierend: "Jetzt ist alles verblasst und vergammelt oder durch Sturm und das Rücken der Bäume zerstört...".

Die Reporter des Redaktionsnetzwerkes der Fis Work Media Group haben sich selbst vor Ort ein authentische Bild gemacht. Unser Urteil: Schändlich, was der Wanderer hier sehen bekommt. red/Fotos: Nicole Klawitter














21.04.2020 • 18:54 Uhr

CDU-Bundestagsabgeodneter Dr. Roy Kühne spricht Klartext: Öffnungszeiten-Wirrwarr schwer erklärbar - "Viele Existenzen stehen auf dem Spiel!"

Der aktuelle, je nach Bundesland unterschiedliche Umgang mit Ladenöffnungen während der Corona-Pandemie, sorgt für Unverständnis beim hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne.

"Die aktuellen Herausforderungen sind riesig und in dieser Form noch nie dagewesen. Ich bin für alle Maßnahmen dankbar, die wir aufgrund unserer guten finanziellen Situation in Deutschland zur Unterstützung der Bürgerinnen und Bürgern und den Unternehmen leisten können. Umso wichtiger ist nun, dass Bund und Länder baldmöglichst ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegen. Bleibt es bei den unterschiedlichen Entscheidungen der Bundesländer, sorgt dies für Unverständnis in der Bevölkerung und schadet auch der Wirtschaft", so Kühne.

"Bürger und Geschäftsleute sprechen mich an, ich kann Ihnen aber nur schwer erklären, wie die aktuellen Entscheidungen im Umgang mit der Corona-Pandemie teilweise zustande kommen", so Kühne.

Zwei aktuelle Beispiele dazu aus der Region: Händler, beispielsweise Modegeschäfte, müssen ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken. Die eigentliche Ladenfläche ist aber teils deutlich größer, sodass sich die Kunden viel mehr verteilen und mehr Abstände zueinander wahren könnten.
"Eine Regulierung der Kundenanzahl pro Quadratmeter, unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen, würde auch hier Sinn ergeben", schlägt Kühne vor.

Die Gesundheit der Bürger müsse während der Corona-Pandemie oberstes Gebot haben. So manche Regelung sei aber teilweise nicht nachvollziehbar. Viele Existenzen, darunter zahlreiche seit Jahrzehnten bestehende Familienbetriebe, stehen auf dem Spiel. Hier müsse es detailliertere Lösungen - auch durch das Land - geben. "Bestenfalls gibt es eine bundesweite Gleichbehandlung bei den Öffnungsszenarien", fordert Kühne.red(fis/Foto: Thomas Trutschel











21.04.2020 • 15:35 Uhr

Lies: „Weniger Plastikmüll exportieren und Transport in bestimmte Länder verbieten" - Niedersachsen bringt Bundesratsinitiative auf den Weg

Wenn es nach Niedersachsen geht, soll viel weniger Plastikmüll exportiert werden als bisher. In bestimmte Länder soll der Transport grundsätzlich verboten werden. Das Kabinett hat am (heutigen) Dienstag eine entsprechende Bundesratsinitiative beschlossen. „Plastikmüll aus Deutschland und ganz Europa landet in asiatischen Ländern vielfach auf wilden Deponien, wird illegal entsorgt oder direkt ins Meer gekippt. So belasten wir auf Umwegen die Umwelt, das kann nicht sein", so Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies. „Wir müssen selbst die Verantwortung übernehmen für den Plastikmüll, den wir tagtäglich tonnenweise in Deutschland produzieren - und ihn nicht verschiffen nach dem Motto „Aus dem Auge, aus dem Sinn". Darum ist das Thema Recycling für mich ein ganz wichtiger und zentraler Punkt." Die Bundesratsinitiative nimmt daher die Förderung des zusätzlichen Aufbaus von Kapazitäten zum hochwertigen Recycling von Kunststoffabfällen in Deutschland in den Blick.

Es geht nicht nur darum, die Umwelt zu schützen. „Wir müssen auch an die Menschen in den Ländern denken, die oftmals aus großer Not heraus auf wilden Deponien arbeiten, um ihre Existenz zu sichern. Wir alle haben die Fernsehbilder insbesondere von Kindern im Kopf, die ohne Atemschutz durch schwarze Rauchschwaden über brennende Müllhaufen laufen auf der Suche nach etwas Verwertbarem. In Länder, die solche Zustände zulassen, darf gar kein Müll mehr transportiert werden", fordert der Minister ein Exportverbot.

Die Bundesratsinitiative knüpft an die Änderung des Basler Übereinkommens an. Danach sollen ab dem 1. Januar 2021 nur noch sortenreine Kunststoffabfälle und nahezu störstofffreie Mischungen aus Polypropylen, Polyethylen und PET, die nachweislich zum Recycling bestimmt und geeignet sind, mit anderen Ländern frei gehandelt werden dürfen. Wirksam wird das aber erst wenn es in europäisches verbindliches Recht umgesetzt ist. „Und das muss sehr schnell gehen!", so der Minister.

Lies fordert, dass diese wesentlichen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt in den Importstaaten so schnell wie möglich auf europäischer Ebene umgesetzt werden. Hierzu soll der von der EU-Kommission für 2021 vorgesehene Übernahmetermin für verschärfte Exportregelungen für Kunststoffabfälle vorgezogen werden. „Bei den sortenreinen Kunststoffen handelt es sich dann auch um wiederverwendbare Rohstoffe. Der richtige Weg wäre, diese im Rohstoffkreislauf der EU zu belassen. Ich erwarte vom Bund darüber hinaus, dass er sich mit Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli 2020 für weitere umweltbezogene Verschärfungen des EU-Rechtsrahmens bei diesem Thema einsetzt", so Minister Lies. red/fis










21.04.2020 • 15:32 Uhr

Bundestagsabgeordneter Jens Kestner zum Mord in Einbeck

In ersten Reaktionen auf ein brutales Tötungsdelikt in Einbeck (wir berichteten) haben sich kurdische Frauenrechtsorganisationen bestürzt über die Tragödie zu Wort gemeldet und sie scharf verurteilt. Sie sprechen von einem "Femizid", einem "Frauenmord". „

Der AfD-Bundestagsabgeordnete aus Northeim Jens Kestner hat dazu soeben eine offizielle Verlautbarung als Presseerklärung veröffentlicht. In dem Statement heißt es:

MdB Kestner: "Ein 48-jähriger türkischer Kurde soll seine Ehefrau, 27 Jahre alt und Mutter von drei Kindern, mit einem Kopfschuss getötet haben.
Kurdische Frauenorganisationen sprechen von einem „Femizid“, also einem Frauenmord. Es wäre nicht das erste Mal, dass es innerhalb verstrickter Kurden- Clans zu derartigen „Hinrichtungen“ kam. Immer wieder erschüttern Medienberichte über Morde an Familienmitgliedern die Menschen. Hinweise auf die lauernden Gefahren durch Clan-Kriminalität und auf ein frauenverachtendes Menschenbild innerhalb dieser Strukturen werden jedoch vom niedersächsischen Innenminister als „rassistische Versuche der Diskriminierung“ abgetan. Aber ist es rassistisch und diskriminierend, Frauen vor Gewalt und auch vor Mord schützen zu wollen? Was in Einbeck geschah, ist kein Einzelfall.Was in Einbeck geschah, ist eine permanente Bedrohung unserer Zivilisation, die vor mittelalterlichen Elementen geschützt werden muss!“ meint Kestner.
red/Archibild










21.04.2020 • 15:25 Uhr

Staatsanwaltschaft Göttingen: Kurdischer Mann erschießt Ehefrau in Einbeck

Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittelt gegen einen 48-jährigen Mann aus Einbeck. Ihm wird zur Last gelegt, am 14. April 2020 kurz vor Mitternacht seine 27 Jahre alte Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung in Einbeck mit einer von ihm illegal erworbenen Pistole erschossen zu haben. Der Fokus der Ermittlungen richtet sich auf die Frage, ob es sich um ein vorsätzliches Tötungsdelikt handelt oder ob der Beschuldigte die Geschädigte möglicherweise fahrlässig tötete, weil sich unbeabsichtigt ein Schuss löste.
Unmittelbar nach der Tat teilte der Beschuldigte über die Notrufleitung der Feuerwehr mit, dass er glaube, seine Ehefrau erschossen zu haben. Da der Beschuldigte massiv unter Alkoholeinfluss stand und ein Arzt aufgrund des Zustandes des Beschuldigten eine Haftfähigkeit verneinte, wurde der Beschuldigte unter polizeilicher Bewachung in ein Krankenhaus gebracht. Zum derzeitigen Zeitpunkt besteht kein dringender Tatverdacht wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts. Der bislang unbestrafte 48-Jährige wurde aus diesem Grunde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß gesetzt. Er schweigt zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen dauern an.ots










21.04.2020 • 14:10 Uhr

Großes Finale vom Kinder- und Familientag: Vier 96-Profis zum Abschluss dabei

Nach drei erfolgreichen Ausgaben geht der große "Kinder- und Familientag" bei Hannover 96 am Donnerstag, den 23. April, in die vierte und vorerst finale Runde. Als Highlight sind dieses Mal vier 96-Profis dabei, die durch die verschiedenen Programmpunkte leiten.

Es wurde gesportelt, gebastelt und gekocht: Bereits dreimal hat Hannover 96 seit dem Start am 26. März ein buntes Mitmachprogramm direkt per Livestream in die Wohnzimmer interessierter Familien gesendet. Tausende kleine und große Fans haben die Streams verfolgt, begeistert teilgenommen und Fotos und Videos ihrer persönlichen Einheiten geschickt.

In dieser Woche steigt nun das große Finale, das mit ganz besonderen Gästen aufwartet. So werden bei der vorerst letzten Folge des "Kinder- und Familientages" die vier 96-Profis Hendrik Weydandt, Sebastian Jung, Matthias Ostrzolek und Florent Muslija mit von der Partie sein und sich direkt an die Kids und ihre Eltern wenden. Los geht es um 10 Uhr, das Programm endet um 16.30 Uhr. Abgerufen werden kann der Livestream auf den 96-Kanälen bei Facebook und YouTube sowie unter hannover96.de.
red/fis











21.04.2020 • 14:08 Uhr

„Großer Beitrag der Mannschaft“: 96-Team verzichtet auf Gehalt

Starkes Zeichen an die Mitarbeiter von Hannover 96: Die Mannschaft der Roten wird in der durch die Coronakrise angespannten wirtschaftlichen Situation für den Klub auf Teile des Gehalts verzichten.
Das ist das Ergebnis eines abschließenden Gesprächs zwischen der Klubführung und dem Mannschaftsrats des Profiteams von Hannover 96. Auch der Sportliche Leiter Gerhard Zuber sowie Chefcoach Kenan Kocak schließen sich dem Gehaltsverzicht an. Dieser ist zweckgebunden und dient dazu, einen Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze der Klubmitarbeiter beizusteuern.red/fis











21.04.2020 • 13:11 Uhr

Zeugenaufruf in Bockenem nach versuchten Einbruch in Juweliergeschäft

Soeben berichtet die Hildesheimer Polizei:

Bereits am Montag, 20.April 2020, gegen 23:20 Uhr, versuchte ein bislang unbekannter Täter die Scheibe eines Juweliers in der Bockenemer Innenstadt, mittels eines Steines, einzuwerfen. Ein Eindringen in das Geschäft misslang jedoch, da die Scheibe nicht zerbrach. Es entstand jedoch ein Sachschaden von ca. 2.000 Euro. Kriminalpolizeiliche Ermittlungen ergaben später, dass eine männliche Person auf den Kameraaufzeichnungen erkannt werden konnte, die sich über einen Zeitraum von circa einer Stunde im Bereich der Königsstraße aufgehalten hatte. Auffällig war, das die Person mehrfach durch die Königsstraße joggte. Möglicherweise haben Zeugen in der Nacht verdächtige Beobachtungen (z.B. zu Personen oder einem Fahrzeug) gemacht. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Bad Salzdetfurth unter Telefon 05063-9010 entgegen (Lö).










21.04.2020 • 13:01 Uhr

Landesgartenschau 2022: Wer ist der Schönste? Mitmachen und Gewinnen

Blumenkasten-Pflanzaktion: Bis zum 25. April "Siegerkasten" favorisieren

Bunt bepflanzte Blumenkästen sind, ob auf Balkon, Terrasse oder auf dem Fenstersims ein echter Hingucker.
Acht Stück davon stehen jetzt bei Blumen Dörries im Geschäft. In einer gemeinsamen Aktion von der Landesgartenschau und Blumen Dörries wurden fünf Kästen von den Mitarbeiterinnen des Geschäfts bepflanzt, einen Kasten hat Bürgermeisterin Franziska Schwarz, einen der Geschäftsführer der Landesgartenschau Thomas Hellingrath und einen Kasten Bettina Plock-Girmann, Geschäftsinhaberin Rosencafe Brunshausen, mit Hingabe bepflanzt.
Wir wollen wissen, wer Ihr Favorit ist. Hingehen, anschauen, und ein Fähnchen stecken. Jeder Blumenkasten hat zur Orientierung einen Namen aus der langen Geschichte der Stadt bekommen.
Bis Samstag, den 25. April, Ladenschluss, ist Zeit dafür. Der Blumenkasten mit den meisten Fähnchen ist der „Siegerkasten“ und geht an einen auszulosenden glücklichen Gewinner: Blumen Dörries, Bismarkstrasse 25, Bad Gandersheim.red/Quelle: LAGA 2022










21.04.2020 • 12:52 Uhr

Mal was ganz anderes! Darf Wein im Eisfach gekühlt werden?

Ob junger Weißwein oder unkomplizierter Rosé – wenn die Temperaturen steigen, sind gekühlte Weine umso beliebter. Auch einige Rotweine bevorzugen Weinkenner im Sommer leicht gekühlt. Ist die Flasche noch warm, stellt sich die Frage: Darf Wein ins Eisfach? Jonathan Pfund, Produktmanager für Wein & Spirituosen bei vomFASS, klärt auf.

„Generell spricht nichts dagegen, einen Wein kurz im Eisfach zu kühlen. Bei derart niedrigen Temperaturen besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich Weinstein bildet“, erklärt Jonathan Pfund. Dabei handelt es sich um kristalline Salze, die durch die Verbindung von Weinsäure und Kalium entstehen. Im Weißwein sind die Kristalle meist sehr klein, fein und nadelartig; im Rotwein bilden sich aufgrund der längeren und behutsameren Lagerung größere „Kristallplatten“. „Damit es zu dieser Reaktion überhaupt kommt, müssen die niedrigen Temperaturen allerdings über eine längere Zeit vorherrschen. Bei einer kurzen Kühlung, die den Wein auf Trinktemperatur bringt, kann das nicht passieren“, so der Experte.

Sagt der Weinstein etwas über die Qualität des Weins aus?

„Weinstein hat keinerlei Aussagekraft über die Qualität und beeinflusst auch den Geschmack nicht. Er ist nur aus optischen Gründen unerwünscht“, informiert Jonathan Pfund. „Daher sorgen Winzer in der Regel bereits bei der Weinbereitung dafür, dass Weinstein vorab ausfällt. Der Begriff hierfür lautet Weinsteinstabilisierung. Durch dieses Verfahren bildet sich Weinstein beim Verbraucher – wenn überhaupt – nur in sehr geringer Menge.“

Größtes Risiko: die Flasche zu lange im Eisfach lassen

„Wird der Wein allerdings zu lange im Eisfach gekühlt oder sogar vergessen, dann war es das mit dem guten Tropfen“, warnt Pfund. Grund ist nicht der Weinstein, sondern das im Wein enthaltene Wasser. Je nach Alkoholgehalt gefriert der Wein bei unterschiedlichen Temperaturen – bei Wasser reichen schon 0 Grad Celsius. „Beim Gefrieren dehnt sich das Wasser aus, was zum Platzen der Flasche führt. Um sicherzugehen, dass dies nicht passiert, sollten Weintrinker die Flasche nicht länger als 20 Minuten im Gefrierfach lassen.“red/Quelle: vomFASS










21.04.2020 • 12:49 Uhr

Bad Gandersheim: Mit einem Einkaufswagen BMW gerammt und abgehauen - 2000 Euro Schaden - Zeugen gesucht

Tatort: Bad Gandersheim, Neue Straße 37,Parkplatz Einkaufszentrum.Tatzeitraum: Heute, Dienstag 21.April 2020 in der Zeit von 08:30 Uhr bis 08:40 Uhr.
Das ist passiert:
Eine 59-jährige Fahrzeugführerin aus Lutterhausen parkte am Dienstag ihren PKW BMW, silbermetalic, mit Northeimer Kennzeichen,ordnungsgemäß mittig der zweiten Parkreihe des Parkplatzes des Einkaufzentrum, in der Neuen Straße gegenüber dem Geschäft der Firma Rossmann. In diesem Zeitraum wurde ihr PKW nach Bewertung des Unfallschadens vermutlich durch einen Einkaufswagen, auf der rechten Fahrzeugseite beschädigt. Der Verursacher entfernte sich vom Unfallort, ohne schdenregulierende Maßnahmen einzuleiten. Es entstand ein Fremdschaden in Höhe von 2000 Euro.

Zeugen, die Hinweise zu dem Unfall machen können, werden gebeten sich mit der Polizei in Bad Gandersheim in Verbinddung zu setzen. Telefon 05382-919200.kr










21.04.2020 • 12:45 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: 107 laborbestätigte Fälle insgesamt im Kreis Northeim 48 Personen sind wieder gesund

Heute, Dienstag, 12.34 Uhr: Aktuell gibt es 107 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Vortag ist damit ein neuer bestätigter Corona-Fall bekannt geworden. 48 Personen - vier mehr als am Montag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei dem Neufall handelt es sich um eine weibliche Personen fortgeschrittenen Alters. Sie hatte Kontakt zu einer infizierten Person und befindet sich aktuell mit Fieber in einer Wohneinrichtung in Quarantäne.lpd











21.04.2020 • 12:36 Uhr

Weiter "Gelber Schein" bei telefonischer Krankmeldung am Handy

Ministerin begrüßt Rücknahme des Beschlusses des Gemeinsamem Bundesausschusses

Am Montag hat der Gemeinsame Bundesausschuss der Krankenkassen und Leistungserbringer seinen umstrittenen Beschluss vom letzten Freitag zurückgenommen und den Ärztinnen und Ärzten wieder ermöglicht, Patientinnen und Patienten mit Atemwegserkrankungen bis zu zwei Wochen telefonisch krankzuschreiben. Das Auslaufen der entsprechenden Sondergenehmigung war zuvor von vielen Seiten kritisiert worden.

Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann erklärt zu dem Thema:

„Ich begrüße sehr, dass der Gemeinsame Bundesausschuss seine Fehlentscheidung aus der letzten Woche korrigiert hat. Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen verhindert volle Wartezimmer und senkt das Infektionsrisiko sowohl für die Patientinnen und Patienten als auch für die Ärztinnen und Ärzte. In Zeiten der Corona-Epidemie ist dieses Vorgehen der richtige Weg.

Neben der telefonischen Krankschreibung sollten die Ärztinnen und Ärzte aus meiner Sicht auch verstärkt das Instrument der Videosprechstunde nutzen. Die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen haben schon Ende letzten Jahres die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Videosprechstunden unkompliziert abgerechnet werden können. Auch die technischen Hürden sind vergleichsweise niedrig, sodass praktisch jede Praxis entsprechende Angebote vorhalten könnte. Die Corona-Epidemie zwingt uns, in allen gesellschaftlichen Bereichen kreative digitale Lösungen zu finden und Videosprechstunden sind ein probates Mittel für einen Patientenkontakt ohne Infektionsrisiko."red/fis










21.04.2020 • 11:40 Uhr

83-Jähriger aus Göttingen rauscht über rote Ampel: Rums und 4.000 Euro Schaden, zwei Punkte und 240 Euro Bußgeld

Am Montag gegen 18.55 Uhr kam es im Kreuzungsbereich Göttinger Straße/Am Martinsgraben zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Sachschaden von ca. 4.000 Euro entstand. Die Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.

Ein 83 Jahre alter Autofahrer aus Göttingen war auf der Straße Am Martinsgraben in Richtung Hirschberger Straße unterwegs. Bei Rot fuhr er in den Kreuzungsbereich mit der Göttinger Straße ein. Hier kam es zum Zusammenstoß mit dem Pkw eines 76 Jahre alten Northeimers, der bei Grün von der Göttinger Straße nach rechts in die Hirschberger Straße abbiegen wollten.

Gegen den Unfallverursacher wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Auf ihn kommen nun zwei Punkte in Flensburg, 240 Euro Bußgeld und ein einmonatiges Fahrverbot zu.fal










21.04.2020 • 10:49 Uhr

Keine Wildfarm auf Bergkurpark: "Die Heckrinder verabschieden sich aus Bad Gandersheim!" - "Passt nicht ins Konzept der Landesgartenschau"

Warum verträgt sich das Millionenprojekt Landesgartenschau nicht mit den beeindruckenden Heckenrindern auf einem Bergkurpark in Bad Gandersheim? Die Betreiberin des Wildgeheges- für das die Stadt Bad Gandersheim ganz offiziell fette Werbung auf der eigenen Homepage macht - hat soeben Luft abgelassen. Ihr Unmut im sozialen Netzwerk Facebook ist mit einer einer traurigen Überschrift betitelt: "Die Heckrinder verabschieden sich aus Bad Gandersheim!" Die Roswithastadt wird um eine Attraktion ärmer, so sind erste kritische Kommentare von Bad Gandersheimern zu vernehmen.

Und dann heißt es weiter:" Die Möglichkeit Heckrinder in unmittelbarer Stadtnähe beobachten zu können, ist recht selten. In Bad Gandersheim war dies möglich. Acht dieser majestätischen Tiere weideten im Wildgehege Bergkurpark und ließen sich sogar aus nächster Nähe, nur getrennt durch den Wildzaun, füttern. Heute sind sie umgezogen, denn eine Erweiterung des Geheges war nicht möglich und durch die Planungen und Umsetzungen zur Landesgartenschau gingen uns wichtige Futterflächen verloren. Auch unser Konzept zur Attraktivitätssteigerung des Geheges durch Aufbau einer Gastronomie bzw. Mensch-Natur-Erlebniszentrums fand keine Berücksichtigung bei den Planungen zur Landesgartenschau. Da uns somit wichtige Perspektiven für die Zukunftsfähigkeit unseres Betriebes fehlten, haben wir uns nach einem anderen Standort für unsere Wildfarm umgesehen und sind fündig geworden. Als Familie freuen wir uns auf diese neue Herausforderung, die unseren Kindern tolle Zukunftsperspektiven eröffnet! Allerdings bedeutet dies für Bad Gandersheim einen weiteren Verlust einer Attraktion. Da der Genpool unserer Heckrinder aufgrund ihrer Herkunft ein wichtiger Bestandteil für die Rinderzucht ist und uns der Erhalt dieses wichtigen Genpools ein großes Anliegen war, sind wir besonders froh darüber, dass wir ein weltweit auf dem Gebiet der Rindergenetik agierendes Familienunternehmen, für eine Kooperation gewinnen konnten und so unsere Herde nun an einem anderen Ort dafür sorgen kann, dass dieser wertvolle Genpool nicht verlorengeht."

Stellungnahmen von der Stadt Bad Gandersheim und der Landesgartenbau-Gesellschaft sind abgefragt. Bis liegen noch keine Antworten vor.


Hintergrund.
In einem offiziellen Statement zum Bergkurpark führt die Betreiberunternehmen - Mühlengut Voldagsen- unter anderem auf seiner aktuellen Homepage aus:

Wildgehege Bergkurpark Bad Gandersheim- Die Bewohner des Wildgeheges Bergkurpark sind vielfältig: Rotwild, Damwild, Muffelwild, Heckrinder.
Einzigartig in Deutschland, steht Besuchern, Kurgästen, Familien und Naturliebhabern in Bad Gandersheim ein Bergkurpark als Wildgehege zur Verfügung! Das Wildgehege ist mit Außnahme der Brut- und Setzzeit (01. April - 15. Juli) sowie der Brunftzeit im September / Oktober geöffnet. Wanderwege, eine Aussichtsplattform und zahlreiche Sitzbänke ermöglichen dem Besucher, die Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten (Fernglas nicht vergessen!). So nah kommt man wilden Tieren nur selten! Respekt & Achtsamkeit sind dabei die Basis für das Miteinander zwischen Mensch und Tier! Von dem natürlichen Bedürfnis, die Tiere durch Füttern aus der Hand anzulocken, bitten wir abzusehen! Bedenken Sie bitte, das nicht nur Sie die Tiere, sondern auch die Tiere Sie berühren können. Damit die Tiere nicht auf Kastanien & Co verzichten müssen, können diese in die dafür vorgesehenen Futtertröge an den Eingängen des Geheges geben werden. Geschützt durch einen Zaun, können Sie so das bunte Treiben der Tiere aus nächster Nähe beobachten! Wir bieten geführte Wanderungen durch das Gehege an, in denen Sie Wissenswertes über das Wild und dessen Gewohnheiten erfahren. Termine können individuell erfragt werden. Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf oder schauen sie unter Feste feiern / Gruppenführungen."

red/Quelle: Bergkurpark/Mühlengut Voldagsen/Fotos: Thomas Fischer












21.04.2020 • 09:39 Uhr

Wichtige Informationen für Autofahrer: Gefahr von Staubverwehungen mit Sichtbehinderungen steigt

Die Trockenheit in Niedersachsen hält an. Seit Mitte März hat es kaum geregnet. Hinzu kommen Windböen, die derzeit mit bis zu 60 Kilometer pro Stunde über Niedersachsen ziehen und trockenen Boden aufwirbeln. Dadurch kann es zu Sichtbehinderungen auf Autobahnen und Landstraßen kommen. Die aktuelle Witterung erinnert an die ausgeprägte Frühjahrstrockenheit der Vorjahre.

Als Geologischer Dienst von Niedersachsen untersucht das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie die Ursachen von so genannten Winderosionsereignissen und hat eine Karte mit besonders gefährdeten Regionen erstellt. Demnach sind besonders Gebiete mit Sandböden und gehölzarmen, windoffenen Flächen betroffen. Durch Trockenheit, hohe Windgeschwindigkeiten sowie durch Bodenbearbeitung wird die Winderosionsgefahr zusätzlich verschärft.

Für die Autobahnen in Niedersachsen hat das LBEG in den vergangenen Jahren Risikoschwerpunkte der Verkehrsbeeinträchtigung durch Sand- und Staubverwehungen lokalisiert und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur Verfügung gestellt. So werden Autofahrer bereits an einigen Schwerpunkten durch eine Beschilderung mit dem Warnzeichen „Staub“ vor möglichen Sichtbehinderungen gewarnt. Besonders gefährdet sind unter anderem Abschnitte der A31 im Emsland und der A27 nördlich von Bremerhaven.

„Um die Verwehungen von Bodenmaterial zu reduzieren oder zu vermeiden, sind im Bereich der Risikoschwerpunkte zukünftig Maßnahmen in der Fläche erforderlich“, so Christian Röder vom LBEG. Dazu zählt beispielsweise der Anbau von Pflanzen, die im Frühjahr bereits so weit entwickelt sind, dass sie die Bodenoberfläche vor Winderosion schützen. Auf lange Sicht bietet vor allem die Anlage neuer Hecken und Windhindernisse einen nachhaltigen Schutz für Böden und Autofahrer.

Weitere Infos und Karten zum Thema (Geofakten 30)
red/fis










21.04.2020 • 09:31 Uhr

300.000 Jahre alter Wurfstock aus Schöningen zeigt: Steinzeitmenschen setzten Holzwaffen ein

Wissenschaftsminister Thümler: Sensationeller Fund unterstreicht Bedeutung des Forschungsmuseums

Ein im ehemaligen Braunkohletagebau am Forschungszentrum Schöningen entdeckter, rund 300.000 Jahre alter Wurfstock, erweitert unsere Kenntnisse über das Jagdverhalten der in der Region lebenden Frühmenschen erheblich. Die an dem Wurfstock sichtbaren Gebrauchsspuren belegen eindeutig, dass dieser als Jagdwaffe benutzt wurde. Homo heidelbergensis verwendete die Holzwaffe vermutlich, um Wasservögel zu jagen und größere Säugetiere vor sich her zu treiben, berichten Archäologen vom Senckenberg-Zentrum für menschliche Evolution und Paläoumwelt der Universität Tübingen und der Universität Liège. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur finanziert die Ausgrabungen in Schöningen, die in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege ausgeführt werden.

„Wir freuen uns über den sensationellen Fund“, sagt Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Durch die detaillierte Untersuchung des Wurfstocks erhalten wir erstmals eindeutige Belege dafür, wie frühsteinzeitliche Jagdwaffen hergestellt und wozu sie verwendet wurden. Diese neuen Erkenntnisse unterstreichen die große wissenschaftliche Bedeutung der Freilandfundstelle am Forschungszentrum Schöningen.“

Der 64,5 Zentimeter lange Wurfstock aus Fichtenholz mit einem Durchmesser von 2,9 Zentimetern stammt aus einer Fundschicht, in der schon in den neunziger Jahren immer wieder sehr gut erhaltene Wurfspeere und andere Holzwerkzeuge ausgegraben worden sind, deren Verwendungszweck allerdings bislang unklar blieb. Die Gebrauchsspuren an dem im Dezember 2016 entdeckten Wurfstock lassen nun erstmals Rückschlüsse über dessen Nutzung zu.

Die Chancen, bei der Ausgrabung paläolithischer Fundstätten Holzgegenstände zu finden, sind nach Angaben der Archäologen sehr gering, da Holz normalerweise nicht besonders lange haltbar ist. Die Fundstelle Schöningen liefert aufgrund der besonderen Erhaltungsbedingungen in wassergesättigten Sedimenten eines früheren Seeufers mit Abstand die zahlreichsten paläolithischen Artefakte. So entdeckten Archäologen des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege hier zwischen 1994 und 1998 die weltbekannten Schöninger Speere, die mit einem Alter von etwa 300.000 Jahren die bisher ältesten erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit sind. Sie werden im benachbarten Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere ausgestellt. red/fis











21.04.2020 • 09:28 Uhr

Bad Salzdetfurth: Sturzbetrunkener Radler (2,19 Promille) versucht Crash mit Auto

Am gestrigen Montag, 20. April 2020, um 17:15 Uhr, ist es in der Straße Sandbrink, der Verbindungsstrecke zwischen Bodenburg und Breinum, in Bad Salzdetfurth zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Fahrradfahrer und einem Autofahrer gekommen.

Beim Durchfahren einer Rechtskurve kommt der 47-Jährige Fahrradfahrer aus Bad Salzdetfurth in den Gegenverkehr und kollidiert mit dem entgegenkommenden Pkw. Der 54-Jährige Pkw-Führer aus Sibbesse konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Während der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der unfallverursachende Radfahrer mit 2,19 Promille erheblich unter Alkoholeinfluss stand. In einem Hildesheimer Krankenhaus entnahm ein Arzt dem Mann eine Blutprobe. Anschließend wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.ste










21.04.2020 • 09:21 Uhr

Corona: Größte Fußwallfahrt fällt nach 168 Jahren aus - Bei den Nazis wurde sich dem Verbot noch widersetzt!

Die größte Fußwallfahrt im deutschsprachigen Raum fällt aufgrund der Corona-Pandemie aus. Erstmals in ihrer 168-jährigen Geschichte werde die vom Bistum Osnabrück veranstaltete Pilgertour von Osnabrück ins nordrhein-westfälische Telgte nicht stattfinden, sagte der Hauptorganisator und geistliche Leiter, Karlheinz Schomaker, am Sonntag dem epd. "Das ist sehr schmerzlich." Aber nachdem Bund und Länder Großveranstaltungen bis Ende August verboten hätten, sei klar gewesen, dass es für die Wallfahrt am 11. und 12. Juli keine Genehmigungen geben werde.

In den vergangenen Jahren seien jeweils bis zu 9.000 Menschen unterwegs gewesen, sagte Schomaker, der die Telgter Wallfahrt seit mehr als 30 Jahren organisiert. Viele seien aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Das geltende Abstandsgebot hätte sich auf der 48 Kilometer langen Strecke, die zum großen Teil über die Bundesstraße 51 führe, nur schwer einhalten lassen. Vor allem an den Rastplätzen und am Ziel in Telgte wäre es nicht möglich gewesen.

Der Leiter betonte, dass es in jedem Fall bei der Absage bleibe, selbst wenn sich die Infektionszahlen in den kommenden zwei Monaten rückläufig entwickeln sollten und die Kontaktverbote aufgehoben würden. Eventuell könnten in diesem Fall jedoch am Wallfahrtssonntag in Osnabrück und in Telgte Gottesdienste stattfinden.

Selbst im Zweiten Weltkrieg, als die Telgter Wallfahrt von den Nazis verboten war, habe sie letztlich doch stattgefunden, weil sich viele Pilger in kleinen Gruppen auf den Weg gemacht hätten. Schomaker mahnte jedoch, der Versuchung in diesem Jahr zu widerstehen. Es wäre nicht gut, wenn am Wallfahrtsort am Ende doch mehrere hundert Pilger einträfen.epd










21.04.2020 • 09:06 Uhr

Bad Gandersheim: Gemüse im heimischen Garten und auf dem Balkon - Wie viel Selbstversorgung ist erlaubt?

Der Frühling in Südniedersachsen und damit auch in Bad Gandersheim lockt mit angenehmen Temperaturen ins Freie. Doch die aktuellen Ausgangsbeschränkungen reduzieren die Bewegungsmöglichkeiten. Warum daher nicht im heimischen Garten oder auf dem Balkon aktiv werden und Obst und Gemüse anbauen? Was für Mieter und Eigentümer erlaubt ist, weiß Michaela Rassat, Juristin des ERGO Rechtsschutz Leistungsservice.

Gemüse-Anbau uneingeschränkt erlaubt?

Hauseigentümer haben bei der Gestaltung ihres Gartens viele Freiheiten. So dürfen sie beispielsweise den Rasen zum Kartoffelacker umpflügen und auch das Anlegen von Beeten oder Hochbeeten ist problemlos möglich. Doch auch sie müssen sich auf ihrem Grundstück an bestimmte Vorschriften halten, die sich je nach Bundesland und Gemeinde unterscheiden. „Viele Bebauungspläne der Gemeinden enthalten auch Festlegungen für die Gartengestaltung, teils in Form einer sogenannten Grünordnung“, so Michaela Rassat. „Sie kann bestimmte Bepflanzungen verbieten oder vorschreiben. Zum Beispiel sind dann nur heimische Bäume erlaubt.“ Die Grünordnung kann auch die Erhaltung einer bestehenden Bepflanzung vorschreiben. Dann dürfen Hobbygärtner Rasenflächen oder Sträucher nicht einfach entfernen, um dort Gemüse anzubauen. Vorgeschrieben sein kann im extremen Fall sogar, auf welchen Flächen sie Rasen pflanzen müssen und wo Bäume stehen sollen. Erhältlich ist der Bebauungsplan beim jeweiligen Bauamt – oft ist er sogar online verfügbar. Auch Mieter eines Einfamilienhauses, denen die Nutzung des dazugehörigen Gartens erlaubt ist, müssen sich an diese Regelung halten. Wichtig: Möchten Mieter vorhandene Pflanzen entfernen, um beispielsweise Platz für ein Beet zu schaffen, brauchen sie zudem das Einverständnis des Vermieters.

Bei Bäumen Abstand einhalten

Wer sich dazu entschieden hat, Apfel-, Kirsch- und Birnenbäume in den Garten zu pflanzen, muss auf die richtige Platzwahl achten. „In einigen Bundesländern gibt es die sogenannten Nachbarschaftsgesetze“, so Rassat. Sie enthalten Vorgaben, wie nah Bäume, Sträucher und Hecken an einer Grundstücksgrenze gepflanzt werden dürfen. „In Bayern gilt zum Beispiel für Bäume über zwei Meter Höhe ein Mindestabstand von zwei Metern zu Nachbars Grundstück. Kleinere Pflanzen, wie Sträucher oder Hecken unter zwei Metern Höhe, müssen einen halben Meter entfernt sein“, erläutert die Juristin von ERGO. Hier steht die Regelung allerdings nicht in einem Nachbarschaftsgesetz, sondern im bayerischen Ausführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (AGBGB). Gartenbesitzer messen den Abstand bei Bäumen übrigens von der Stelle des Stammes, welcher am nächsten zur Grenze ist. Den Abstand zur Grenze sollten sie aber immer etwas größer wählen, denn Bäume wachsen und sind später nicht mehr einfach zu versetzen.

Bauordnung fürs Gewächshaus

Wer gleich ein ganzes Gewächshaus aufstellen möchte, muss sich an die geltende Bauordnung des Bundeslandes halten. „Je nach Bundesland und Größe des Gewächshauses ist jedoch nicht zwingend eine Baugenehmigung notwendig“, so Michaela Rassat. In Bayern können Gartenbesitzer beispielsweise Gewächshäuser bis 75 Kubikmeter Rauminhalt ohne Genehmigung aufstellen – jedoch nicht im sogenannten Außenbereich der Gemeinde. In Niedersachsen sind es 40 Kubikmeter. Aber Vorsicht: Örtliche Gemeinden können hierzu noch eigene Regelungen haben. Auch bei einem genehmigungsfreien Bauwerk müssen zum Beispiel immer noch die Vorgaben des Bebauungsplanes eingehalten und womöglich Abstandsregeln beachtet werden. Für Hobbygärtner gilt daher: Vorab gründlich informieren!
red/Quelle: ERGO Group










21.04.2020 • 08:28 Uhr

Gerichtsverhandlungen in Zivil- und Familiensachen künftig häufiger per Videokonferenz - Digitale Technik hilft in der Coronakrise -

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten die achtundvierzig Gerichte im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle seit etwa einem Monat in einem abgesicherten Modus. Aus Gründen des Infektionsschutzes wurden zahlreiche Gerichtsverhandlungen aufgehoben bzw. auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.

Damit mündliche Verhandlungen auch während der Corona-Krise künftig wieder vermehrt stattfinden können, werden in den Gerichten im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle die technischen Möglichkeiten genutzt, Verhandlungen auch per Videokonferenz durchzuführen. Diese Option sieht das Gesetz in Zivil- und Familiensachen grundsätzlich vor.

Danach kann das Gericht den Parteien und ihren Bevollmächtigten gestatten, sich während der mündlichen Verhandlung an einem anderen Ort aufzuhalten und dort Verfahrenshandlungen vorzunehmen, wenn die zeitgleiche Übertragung in Bild und Ton an diesen Ort und in den Sitzungssaal erfolgt.

„Wir wollen die nach dem Gesetz bestehenden Alternativen zum gewohnten Ablauf der mündlichen Verhandlung in Zivil- und Familienverfahren bestmöglich nutzen, um den Geschäftsbetrieb trotz fortbestehender Beschränkungen durch Maßnahmen des Infektionsschutzes langsam wieder an ein Normalmaß heranzuführen", erklärt die Präsidentin des Oberlandesgerichts Stefanie Otte. „Zugleich wollen wir mit dem verstärkten Einsatz von Videotechnik die notwendige Digitalisierung der Justiz in der Praxis weiter fördern."

Unter den gegebenen Voraussetzungen müssen die Verfahrensbeteiligten zur Durchführung einer Gerichtsverhandlung in Zivil- und Familiensachen deshalb nicht im Gericht zusammenkommen. Sie können sich vielmehr an unterschiedlichen Orten befinden. Auch die Vernehmung von Zeugen und die Anhörung von Sachverständigen kann im Rahmen einer solchen Videoverhandlung stattfinden. Denkbar ist beispielsweise, dass die Richterin oder der Richter die einzige Person im Sitzungssaal ist, während die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in ihren Kanzleiräumen und die Parteien und Zeugen jeweils zu Hause sind.

Die Videokonferenz wird mit einer Software geführt, die nicht auf den Computern der Verfahrensbeteiligten installiert sein muss. Einzelheiten dazu erhalten die Verfahrensbeteiligten mit der Ladung des Gerichts zu der Videoverhandlung. Die IT-Geräte der an der Videokonferenz Beteiligten müssen allerdings über eine Kamera, einen Lautsprecher oder ein Headset und ein Mikrofon verfügen.

Wenn die Verhandlung - wie in Zivilsachen üblicherweise - öffentlich ist, also unbeteiligte Personen als Zuhörer zugelassen sind, genügt es, wenn diese der Tonübertragung im
Sitzungssaal folgen können. Das Landgericht Hannover hat die bestehenden Möglichkeiten bereits in mehr als 50 Verfahren genutzt und gute Erfahrungen mit Videoverhandlungen in Zivilsachen gemacht.
red/fis










21.04.2020 • 08:25 Uhr

Schulzentrum Braunlage: Sachbeschädigung durch Graffiti - "We hate Corona"

Die Polizei in Goslar teilt soeben mit: Bereits im Zeitraum von Karfreitag (10. April 2020) bis zum 14.April .2020, kam es am Schulzentrum Braunlage, in der Elbingeröder Straße, zu zahlreichen Sachbeschädigungen durch Graffiti. Bislang unbekannte Täter besprühten mehrere Wände der Schule mit gelber Farbe. Neben Symbolen wurden die Worte "We hate corona" und "Angel" gesprüht. Der Gesamtschaden wird auf mind. 4000 Euro geschätzt. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei Braunlage, Telefon 05520/93260, in Verbindung zu setzen. ots/Foto: Polizei










21.04.2020 • 08:17 Uhr

Nicht vergessen: Vor sieben Jahren entführte Bischöfe bei Aleppo - Hoffnung bleibt ungebrochen, so die Gesellschaft für bedrohte Völker

Wer sich nicht mehr erinnert hat die Zukunft schon verloren...

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erinnert an das Schicksal zweier Bischöfe, die am 22. April 2013 im Norden Syriens verschleppt wurden. „Auch nach sieben Jahren bangen Wartens bleibt die Hoffnung auf eine Rückkehr der beiden Bischöfe aus Aleppo ungebrochen“, erklärt GfbV-Nahostexperte Dr. Kamal Sido. „Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass der Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche, Mor Gregorius Yohanna Ibrahim, und der Erzbischof der griechisch-orthodoxen Kirche, Boulos Yazigi nach so langer Zeit nicht mehr am Leben sein können. Dennoch wollen wir die Hoffnung nicht verlieren, dass sie bald nach Aleppo zurückkehren, um sich am Wiederaufbau des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens zu beteiligen.“

Die beiden Bischöfe wollten im Frühjahr 2013 über die Freilassung eines von Islamisten entführten Priesters verhandeln. Auf dem Weg zu einem angeblichen Treffen wurde ihr Wagen im Westen von Aleppo unweit der türkischen Grenze gestoppt. Ihr Fahrer, ein Diakon, wurde bei dem Überfall erschossen, die Bischöfe verschleppt. Bisher hat sich niemand zu der Tat bekannt.

Die beiden entführten Bischöfe wurden 2014 auf Vorschlag der GfbV mit dem Weimarer Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Damit wurde ihr Einsatz als Vermittler, Botschafter und Kämpfer für die Menschenrechte im anhaltenden Bürgerkrieg gewürdigt.

Die Lage der Christen in Syrien und im Irak bleibt indes angespannt. Am vergangenen Donnerstag appellierten 25 Menschenrechtsorganisationen, darunter die GfbV, an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und an die internationale Staatengemeinschaft. Die verwundbarsten Mitglieder der irakischen Gesellschaft, christliche, yezidische und andere Minderheiten bräuchten während der Corona-Pandemie besonderen Schutz. Im Irak aber auch in Syrien leben Millionen von Menschen noch immer in Flüchtlingslagern, wo Distanzierung kaum möglich ist und für wirksame Hygienemaßnahmen die Voraussetzungen fehlen.
red/fis










21.04.2020 • 08:06 Uhr

Schnelle Geldspritzen aus Hannover für kleinenere Unternehmen, Northeimer Autohaus stockt Kurzarbeitergeld für seine Mitarbeiter auf

Bei allen Zukunftssorgen, die viele Betriebe, Firmen und Solo-Unternehmer derzeit massives Kopfzerbrechen bereiten gibt es immer wieder auch Lichtblicke. Zu den positiven Nachrichten gehört, dass die vom Land Niedersachsen zugesagten schnellen Liquiditätshilfen tatsächlich bei Dienstleistungsbetrieben beispielsweise in Bad Gandersheim innerhalb kürzester Zeit angekommen sind.
"Vor vier Tagen haben ich per e-mail einen Antrag auf einen finanziellen Sofortzuschuss gestellt. Zwei Tage später hatte ich bereits die Zusage auf dem Computerbildschirm. Dann dauerte es noch einmal zwei Tage und die beantragten 5.000 Euro waren auf dem Konto", berichtet dem Redaktionsnetzwerk ein Betrieb aus dem Gesundheitskomplex. "Das ist richtig gut gelaufen! Das hilft unserem Unternehmen", freut sich der Betreiber. Alles sei sehr geschmeidig und ohne bürokratischen Aufwand abgewickelt worden.
Ein Akt der Solidarität eines bekannten Unternehmers ist aus der Kreisstadt Northeim zu berichten. Der größere Betrieb mit diversen Standorten für Verkauf und Reparatur von Fahrzeugen musste angesichts der Corona-Krise schwerwiegenden vom Staat verordneten Beschränkungen Kurzarbeitergeld beantragen. Dann seine Entscheidung: Nicht die vom Staat gebilligte 62-prozentige finanzielle Beschussung seiner Lohn- und Gehaltskosten gibt der Unternehmer an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter, sondern er stockt die 62 Prozent freiwillig auf 80 Prozent auf. Eine Wertschätzung der beispielhaften Art.
red/fis/Fotos: Thomas Fischer












21.04.2020 • 07:43 Uhr

Endlich neues Leben seit heute wieder in offenen Läden in Bad Gandersheim

Mit Erleichterung bei den Geschäftsinhabern, mit vorsichtiger Inanspruchnahme bei den Kundinnen, so ist die Wiederöffnung von Geschäften unter der 800 Quadratmetermarke am gestrigen Montag in der südniedersächsischen Stadt Bad Gandersheim über die Bühne gegangen. Bei einer Blitzvisite schauten unsere Reporter/innen in einem halben Dutzend geöffneter Geschäfte vor. Bei NKD auf der Stiftsfreiheit wühlten Damen sichtlich befreit in den dargebotenen Blusen und Kleidern. Bei Hella Fischer in der Moritzstraße war die Chefin in guten Gesprächen mit bekannten Kundinnen. Eine Kette versperrte bei Carola Wundenberg ein bisschen den direkten Zugang ins Geschäft; die Ladentür aber geöffnet. Zusätzlich ein fettes Schild. Und die Aufforderung "Bitte Klingeln!" bei einem Zutrittsbegehren zu Schmuck, Uhren und mehr. Aussuchen, probieren und endlich wieder miteinander etwas reden war im Modehaus-Fricke im ansonsten fast abgestorbenen Steinweg zu beobachten. Geöffnet hatten auch die Läden Heinz Kloth- Optik in der Moritzstraße, Buchladen "Pieper", Einrahmungen & Farben Bleimund und "Beates Lädchen" in der Alten Gasse. Bei der nachmittäglichen Reportage waren hier leider keine Kundinnen und Kunden zu sehen. "Einige sind noch sehr vorsichtig, wagen sich nicht raus. Andere achten angesichts des Kurzarbeitergeldes auch auf ihre Ausgabenbudgets", waren zwei mögliche Gründe zu hören, wieso heute noch nicht der ganz große Run auf die Geschäfte in der Roswithastadt einsetzte. Aber hat es den überhaupt jemals in Bad Gandersheim wirklich gegeben...
red/Fotos: Nicole Klawitter/Marc Reiser und Thomas Fischer
















20.04.2020 • 21:37 Uhr

Neuer Bad Gandersheim Rathaus-Hammer: Plötzlich die öffentliche Ratssitzung am Donnerstag in das Klosterhof- Cafégarten bei Lönings verlegt - in ein herrlich grünes Ambiente, mit Tischen und Stühlen und weiteren begünstigenden Umständen!

Jeden Tag eine Überraschung aus dem Bad Gandersheimer Rathaus: Heute wurde die bevorstehende öffentliche Ratssitzung am kommenden Donnerstag ganz eilig nach Brunshausen verlegt. Mit verkürzter Ladungsfrist wurde das den Ratsmitgliedern mitgeteilt. Nun soll das kommunale Meeting im Grünen stattfinden. Auserkoren hierfür wurde von Bürgermeisterin Franziska Schwarz das Klosterhof-Cafe der Familie Löning. Allerdings wird die kommunale Runde unter freiem Himmel stattfinden.

Das grüne Ambiente des Löningschen Cafégartens hat unbestritten reichlich Vorteile:

1. Wunderbare (inspirierende) Naturidylle!
2. Tische und Stühle reichlich vorhanden!
3. Der große Garten bietet alle Voraussetzungen,
die Ratsmitglieder den Corona-Distanzregeln
entsprechend viren- und damit ansteckungsfrei
zu platzieren.
4. Gleiches gilt für die Verwaltung und Zuschauer.
5. Das Beste: Das Café Lösung darf sich über etwas
Umsatz und einen Imagegewinn freuen (vielleicht
traut sich ja das regionale Nord TV mal wieder in die Provinz) nach Bad Gandersheim-Brunshausen.
red/Video:Mehle/Hundermark Fotografie/Screeshot Klosterhof Café Löning










20.04.2020 • 19:06 Uhr

Erst Knall, dann Flammen - Peugeot in Geismar ausgebrannt, Ursache vermutlich technischer Defekt

Auf einem Parkplatz in der Straße "Zur Scharfmühle" im Göttinger Stadtteil Geismar ist am heutigen frühen Montagmorgen (20 April 2020) ein Peugeot 107 ausgebrannt. Dem Feuer ging nach Angaben von Anwohnern ein lauter Knall voraus. Die Berufsfeuerwehr rückte an und löschte den Kleinwagen ab. Durch die enorme Hitzeentwicklung wurde ein direkt daneben geparkter VW Golf an der Fahrerseite beschädigt. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Die Höhe des entstandenen Gesamtschadens wird zurzeit bei rund 8.000 Euro angenommen.jk











20.04.2020 • 18:58 Uhr

Pistorius: Bei gleichbleibendem Verlauf des Pandemiegeschehens: Sport an der frischen Luft auch auf Sportanlage ab Anfang Mai wieder ermöglichen

Im Rahmen einer Sonder-Sportministerkonferenz am heutigen Montag (20. April) hat sich Sportminister Boris Pistorius für eine schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs ab Anfang Mai ausgesprochen, wenn der Verlauf der Corona-Pandemie sich nicht verschlechtert. Trainingsbetrieb im Berufs- und Leistungssport ist bereits seit einigen Wochen in Niedersachsen möglich.

Pistorius: „Der Gesundheitsschutz steht an erster Stelle, allerdings kann der Sport- und Trainingsbetrieb aus meiner Sicht unter Maßgabe von bestimmten Regeln ab Anfang Mai stufenweise wieder erlaubt werden, wenn die Entwicklung der Pandemie es erlaubt." Dies gelte vor allem, wenn das Sporttreiben an der „frischen Luft" im öffentlichen Raum und auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen stattfindet. Die bestehenden Abstands- und Hygienevorschriften müssen dabei konsequent eingehalten werden. Ein Wettkampfbetrieb mit Zuschauerinnen und Zuschauern sollte bis auf weiteres nicht gestattet werden. Sogenannte Geisterspiele ohne Zuschauer könnten gegen Ende Mai durchgeführt werden, wenn die Einhaltung strenger medizinischer Konzepte gewährleistet ist.

Die Sportminister der Länder werden in den nächsten Tagen eine entsprechende Beratungsgrundlage verabschieden. Diese soll dann spätestens in die Beratung der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten am 30. April einfließen, damit ein möglichst einheitliches Vorgehen gewährleistet wird. Umkleidekabinen sowie Gastronomiebereiche sollen allerdings weiterhin geschlossen bleiben. red/fis











20.04.2020 • 18:54 Uhr

Hannover 96: Zuber unterschreibt Drei-Jahres-Vertrag als Sportdirektor

Hannover 96 hat eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft vorgenommen: Gerhard Zuber wird die nächsten drei Jahre als Sportdirektor für den Klub tätig sein.
Gegenüber dem Landesarbeitsgericht Niedersachsen stimmten 96 und Zuber nach konstruktiven und vertrauensvollen Gesprächen einem Vergleich zu, durch den das bestehende Arbeitsverhältnis bis zum 30. Juni 2023 fortgesetzt wird. In Abänderung seiner bisherigen Aufgaben wird der 44-jährige Zuber künftig als Sportdirektor für die Lizenzabteilung der Roten verantwortlich sein.

Martin Kind, Geschäftsführer Hannover 96: "Der Profifußball steht durch die Coronakrise vor großen Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, mit Entscheidungen für Stabilität und Kontinuität zu sorgen. Die Einigung mit Gerhard Zuber auf einen Vertrag als Sportdirektor bis Juni 2023 ist ein wichtiges Zeichen. Wir haben sehr gute Gespräche über die zukünftigen Strukturen von Hannover 96 geführt, und ich bin überzeugt, dass wir mit Gerhard Zuber unsere Ziele erreichen können. Er ist ein absoluter Fachmann und Kenner der Fußballbranche, den ich zudem menschlich schätze. Auch in einer für ihn persönlich schwierigen Zeit bei 96 hat er loyal und vertrauensvoll für den Klub gearbeitet.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat er zusammen mit Cheftrainer Kenan Kocak gute Arbeit geleistet. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit Gerhard Zuber Hannover 96 die nächsten drei Jahre weiterentwickeln können."
Gerhard Zuber: "Ich freue mich über das Vertrauen von Herrn Kind. Wir hatten in den vergangenen Wochen sehr gute Gespräche. Ich fühle mich bei 96 und in Hannover rundum wohl und werde alles dafür tun, dass wir mit Hannover 96 wieder in die Erfolgsspur kommen. Die Gesamtsituation, hervorgerufen durch die Coronakrise, erfordert in den kommenden Monaten für die zu treffenden Entscheidungen einen kühlen Kopf und viel Geschick. Mit vollem Einsatz werde ich dazu beitragen, dass 96 im Profifußball eine attraktive Adresse bleibt."

Gerhard Zuber kam am 15. April 2017 als Sportlicher Leiter zu Hannover 96. Anfang des Jahres 2020 war der Österreicher nach der Trennung der Roten vom damaligen Sportdirektor Jan Schlaudraff kommissarisch als Sportchef eingesetzt worden und hat gemeinsam mit Trainer Kenan Kocak dafür gesorgt, dass sich Hannover 96 auch dank guter Transferentscheidungen sportlich stabilisieren konnte und in der aktuellen Zweitligasaison auf dem 9. Tabellenplatz steht. Nach seinem Karriereende 2009 als Profi bei Klubs in seiner österreichischen Heimat hatte Zuber in der Bundesliga für den VfB Stuttgart (2009 bis 2011 als Scout) und den FC Schalke 04 (2011 bis 2016 als Sportdirektor) mit vier Champions-League-Teilnahmen erfolgreich gearbeitet.
red/fis










20.04.2020 • 11:40 Uhr

Was sticht denn da? Das kleine ABC der Insektenstiche und wie man sie behandelt

Nützliche Tipps von Dr. Reuter von der Verbraucherinformation der DKV

Mit dem Frühling werden auch die Insekten wieder aktiv. Für die Umwelt überlebenswichtig, bereiten sie den Menschen allerdings auch Ärger – in Form von Juckreiz oder gar Schmerzen. Doch nicht nur Bienen oder Mücken stechen. Auch Bremsen, Ameisen, Flöhe, Zecken, Hornissen und Wespen können schmerzende Stiche und Bisse hinterlassen. Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der DKV, gibt hilfreiche Tipps, was am besten gegen die unterschiedlichen Stiche hilft.

Ameisen

Während Ameisen aus dem Garten meist nur beißen, spritzen sogenannte Waldameisen zusätzlich Gift – die Ameisensäure. Daher sind ihre Bisse auch deutlich schmerzhafter. Ungefährlich sind die Stiche beider Arten, sie lösen aber einen unangenehmen Juckreiz sowie Rötungen und Schwellungen aus. Was hilft? „Die Wunde kühlen, zum Beispiel mit einer Gurkenscheibe“, so der Expertenrat. Die Gurke wirkt zusätzlich desinfizierend und entzündungshemmend.

Bremsen und Mücken

Bremsen und Mücken gehören zu den Blutsaugern. Sie sind vor allem an schwülen Tagen aktiv und werden durch Schweißgeruch und das Kohlendioxid, das wir ausatmen, angelockt. In die Einstichstelle injizieren sie ihren Speichel, der dafür sorgt, dass das Blut nicht gerinnt und leichter in den Rüssel zurückfließt. Die betroffene Hautpartie schwillt an und juckt. Um die Symptome zu mildern, können Betroffene den Stich mit Hitze behandeln, denn Temperaturen von über 40 Grad zerstören das Protein im Speichel. Dazu einen Löffel oder ein Messer erhitzen und auf die Stichstelle drücken. In Apotheken gibt es auch sogenannte Stichheiler, deren Kontaktfläche erhitzt und auf den Stich gedrückt wird. „Bei allen Insektenstichen gilt: Die sofortige Anwendung von Hitze kann Schwellung und Juckreiz verhindern“, erläutert Dr. Wolfgang Reuter. Ist nach dem Stich einige Zeit vergangen, hilft dann wiederum Kühlen, um die noch vorhandenen Symptome zu lindern.



Bienen

Bienen sind friedliche Tiere, die nicht die Absicht haben zuzustechen. Fühlen sie sich allerdings angegriffen und in die Enge getrieben, stechen sie doch. Durch einen Widerhaken bleibt ihr Stachel in der Haut stecken. Dieser Verlust führt dazu, dass die Biene stirbt. Davor injiziert sie jedoch ihr Gift, was zu einer schmerzhaften Schwellung und Juckreiz führt. Wer gestochen wurde, sollte den Stachel sofort entfernen, möglichst ohne dabei die Giftblase am äußeren Ende zu zerdrücken. Danach die Einstichstelle desinfizieren und mit einem Kühlpack, kalten Waschlappen oder Quarkwickeln kühlen.



Flöhe

Flöhe werden meist durch Haustiere übertragen und hinterlassen typischerweise mehrere eng beieinanderliegende rötliche Bissspuren. Sie ähneln häufig einem Hautausschlag und sind daher schwierig zu identifizieren. Durch den Speichel, den die Flöhe beim Blutsaugen abgeben, jucken die Bisse stark. Um den Juckreiz zu stillen, die betroffene Stelle kühlen. Die wichtigste Maßnahme ist jedoch die Beseitigung der Flöhe – falls sie sich in der eigenen Wohnung befinden. Hier helfen eine Grundreinigung sowie das Waschen von Bettwäsche, Kleidung und Textilien bei mindestens 60 Grad. Empfindliche Teile einfach einige Tage ins Gefrierfach legen.



Hornissen

Hornissenstiche sind meist deutlich schmerzhafter als die von Bienen und Wespen, obwohl ihr Gift harmloser ist. Das liegt vor allem an ihrem längeren Stachel. Typisch für Hornissenstiche sind Pusteln oder juckende Rötungen. In jedem Fall sollten Gestochene die Stelle sofort desinfizieren. Das ist bei Hornissenstichen besonders wichtig, da sie durch ihren längeren Stachel eine größere Wunde hinterlassen. Anschließend mit Quarkwickeln oder einem kalten Umschlag mit Essigwasser kühlen. „Wichtig ist auch, nicht zu kratzen, damit sich das Gift nicht weiter verteilt“, rät Dr. Reuter.

Wespen

Wespenstiche können ebenfalls sehr schmerzhaft sein und lösen häufig Panik aus, weil viele Menschen Angst vor den umherschwirrenden Tieren haben. Daher der wichtigste Rat des DKV Experten: Ruhe bewahren! Ein Gemisch aus Speichel und Zucker lindert Schmerzen und Schwellung. Eine halbe Zwiebel auf dem Stich wirkt entzündungshemmend.

Zecken

Zecken gehören zu den Blutsaugern und finden sich vor allem auf Wiesen, Wäldern und in Gärten. Ihre Stiche sind zwar selten schmerzhaft, können aber Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis übertragen. Wer in der Natur unterwegs war, sollte daher anschließend seinen Körper sorgfältig nach Zecken absuchen. Hat sich der Parasit bereits festgesetzt, am besten sofort entfernen. Dazu mit einer Pinzette oder Zeckenzange hautnah greifen und mit einem vorsichtigen und gleichmäßigen Zug senkrecht herausziehen. Anschließend die Wunde säubern und desinfizieren. Sollten nach einigen Tagen eine Hautrötung an der Stelle auftauchen oder grippeähnliche Symptome entstehen, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen.

Wann zum Arzt?

Grundsätzlich sind die meisten Insektenstiche harmlos. Wenn es aber zu Bienen-, Wespen- oder Hornissenstichen im Mund, Rachen oder Hals kommt, kann das schnell gefährlich werden. Daher gilt: Sofort einen Eiswürfel lutschen, um so eine Schwellung zu verhindern, und den Notarzt rufen. Wer weiß, dass er auf bestimmte Stiche allergisch reagiert, sollte immer ein Notfallset dabeihaben. Ist das nicht der Fall oder tritt eine allergische Reaktion erstmals auf, sofort einen Arzt aufsuchen. Symptome sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Hautausschlag, Kreislaufprobleme, Herzrasen oder Atemnot. Es kann auch sein, dass die Stelle besonders stark anschwillt. Auch bei besonders starken oder länger als drei Tagen anhaltenden Symptomen empfiehlt der DKV Experte den Gang zum Arzt. Übrigens: Um einer Tetanus-Infektion durch einen Insektenstich vorzubeugen, ist es empfehlenswert, regelmäßig seinen Impfschutz zu überprüfen und – falls nötig – auffrischen zu lassen.
red/Quelle: DKV












20.04.2020 • 11:34 Uhr

Erste Gruppe von Kindern aus Lagern auf griechischen Inseln trifft in Niedersachsen ein - Zwei entführte Kinder zurück zur Mutter

47 unbegleitete Kinder und Jugendliche sind heute Vormittag per Flugzeug aus Athen in Hannover (Niedersachsen) eingetroffen. Damit unterstützt das Bundesinnenministerium in einem ersten Schritt Griechenland im Rahmen einer europäischen Hilfsaktion für minderjährige Flüchtlinge auf den griechischen Inseln. Die 42 Kinder und 5 Jugendlichen (davon 4 in Begleitung jüngerer Geschwisterkinder) werden nun zunächst für eine zweiwöchige Quarantäne in Niedersachsen untergebracht, bevor sie auf die Bundesländer verteilt werden.
Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Ich freue mich, dass wir heute die ersten unbegleiteten Kinder empfangen können - trotz der schweren Belastungen durch die Corona-Krise. Dies ist das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen und intensiver Gespräche mit unseren europäischen Partnern. Deutschland steht zu seiner Zusage. Wir setzen damit ein konkretes Zeichen europäischer Solidarität. Ich gehe davon aus, dass unsere europäischen Partner damit beginnen, ihre Zusagen nun ebenfalls sobald wie möglich umzusetzen."

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius:

„Ich bin heute sehr froh, dass wir die ersten unbegleiteten Kinder aus Griechenland in Niedersachsen in Empfang nehmen können. Dies ist ein Anfang. Die Situation in den Lagern auf den griechischen Inseln war schon bei meinem letzten Besuch vor fünf Monaten unerträglich. Die Koalition der Willigen zeigt, dass es europäische Solidarität mit Griechenland und in Not geratenen Flüchtlingen gibt. Die Kinder werden jetzt mindestens zwei Wochen in Niedersachsen bleiben, um Kraft zu tanken und natürlich medizinisch durchgecheckt zu werden. Ich danke in diesem Zusammenhang auch dem Landkreis Osnabrück, der die Kinder nun erst einmal aufnimmt."

Die unbegleiteten Kinder und Jugendlichen waren zuvor in Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln Lesbos, Samos und Chios untergebracht. Sie stammen aus Afghanistan, Syrien und Eritrea. Unter ihnen befinden sich 4 Mädchen und einige Geschwisterpaare. Zuständig für die EU-weite Koordinierung ist die EU-Kommission in Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden, UNHCR und der Europäischen Asylagentur EASO. Alle Kinder und Jugendlichen wurden vor ihrer Abreise auf eine mögliche Infektion mit dem COVID-19-Virus getestet.

Um Griechenland bei der schwierigen humanitären Lage auf den griechischen Inseln zu unterstützen und insbesondere die Situation der Kinder in den Hotspots zu verbessern, hatte der Koalitionsausschuss am 08. März 2020 beschlossen, einen humanitären Beitrag zu leisten. Insgesamt sollen im Rahmen eines europäischen Vorgehens mindestens 350 Minderjährige nach Deutschland übernommen werden.

Insgesamt haben sich zehn EU-Mitgliedstaaten bereit erklärt, minderjährige Migranten und Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufzunehmen. Wegen der innerstaatlichen Herausforderungen im Umgang mit der Corona-Pandemie kommt es in einigen Ländern derzeit zu Verzögerungen. Bereits am Mittwoch dieser Woche waren 12 unbegleitete Kinder und Jugendliche in Luxemburg eingetroffen.

An Bord des Flugzeuges befanden sich außerdem zwei Kinder, die von ihrem Vater nach Griechenland entführt und zu ihrer in Deutschland lebenden Mutter zurückgeführt wurden.
red/fis











20.04.2020 • 11:26 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Heute, Montag, 106 laborbestätigte Fälle

Aktuell gibt es 106 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Freitag der Vorwoche sind damit acht neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 44 Personen - vier mehr als am Freitag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um drei weibliche Personen, zwei fortgeschrittenen und eine jüngeren Alters sowie fünf männliche Personen, drei mittleren und zwei fortgeschrittenen Alters. Alle hatten Kontakt zu infizierten Personen. Drei befinden sich im Krankenhaus, die anderen in häuslicher Quarantäne. Sie weisen die typischen Symptome wie Husten, Schnupfen, Fieber und Gliederschmerzen auf.lpd











20.04.2020 • 10:04 Uhr

Braunlage: Sonntag um 16.45 Uhr kollidiert Motorradfahrerin (54) mit Naturfelsstein, überschlägt sich

Gestern. Sonntag. Es ist 16.45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befuhr eine 54-jährige aus Braunschweig mit ihrem Motorrad die Bundesstraße 4 von Braunlage kommend in Richtung Torfhaus. Im Bereich der Königsköpfe überholte die Kradfahrerin einen Pkw und kam danach im Bereich einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte neben der Straße mit einem Naturfelsstein, überschlug sich und wurde schwerverletzt. Die Kradfahrerin wurde mittels RHS einem Krankenhaus zugeführt. Am Motorrad entstand wirtschaftlicher Totalschaden von ca. 5000 Euro.ots










20.04.2020 • 09:56 Uhr

Corona-Krise durchkreuzt Pläne für Ganztags-Schulbetrieb in der Gandersheimer Grundschule

Entscheidung über die Verschiebung des Ganztagsschulbetriebs wird im Rat am Donnerstag, 23. April, getroffen

Zur Grundschule Bad Gandersheim: Für das kommende Schuljahr ab Sommer 2020 war eigentlich der Start der Offenen Ganztagsschule geplant. Die Baumaßnahmen und weitere Vorbereitungen wurden entsprechend durchgeführt. Nun aber durchkreuzt das neue Corona-Virus auch diese Planung.

In Abstimmung mit der Schulleitung schlägt die Verwaltung dem Rat in der kommenden Woche vor, den Start der Ganztagsschule um ein Jahr zu verschieben. Zum Hintergrund: Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den Schulbetrieb aus; es bestehen Kontakt-einschränkungen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Seit Mitte März sind alle Schulen geschlossen. Auch wenn demnächst schrittweise die Schulen wieder geöffnet werden, kann zurzeit niemand abschätzen, ob und wann der Schulalltag in gewohnter Weise wieder möglich sein wird. Auch die Grundschule Bad Gandersheim muss sich darauf einstellen, mit kleineren Lerngruppen und besonderen Abstands- und Hygieneregeln zu arbeiten.

Fehlende Planungssicherheit

Ob über den Unterricht hinaus weitere Betreuungsangebote im Rahmen der Offenen Ganztagsschule sowie ein gemeinsames Mittagessen in der neuen Mensa ab Sommer möglich sein werden, ist fraglich. Eine Planungssicherheit dafür kann zurzeit weder den Eltern noch den zu beteiligenden Vereinen oder Leistungsanbietern gegeben werden. In dieser Situation halten es Schule und Stadt für verantwortlich, den Betrieb der Ganztagsschule auf das nächste Schuljahr zu verschieben.

Wohl der Kinder steht im Vordergrund

Bürgermeisterin Franziska Schwarz und Schulleiterin Katharina Fischer unisono: „Das Wohl der Kinder steht absolut im Vordergrund. Wichtig ist vor allem, dass alle Familien mit Grundschulkindern in Verbindung mit dem Unterricht den größtmöglichen Gesundheitsschutz erhalten. Darüber hinaus brauchen Eltern Gewissheit, ob ggf. eine ganztägige Betreuung möglich ist. Dies kann nur in Abstimmung mit den Vorgaben zur Gesundheitsvorsorge zugesichert werden. Grundsätzlich wird aber weiterhin eine Betreuung im Hort der Grundschule möglich sein, ggf. als Notbetreuung.“

Die vorläufig endgültige Entscheidung über eine Verschiebung des Ganztagsschulbetriebs wird im Rat der Stadt Bad Gandersheim am kommenden Donnerstag, 23. April, getroffen.
red/Foto: Thomas Fischer











20.04.2020 • 08:55 Uhr

Einbeck: Was suchten die Einbrecher im Pflegezentrum in der Bismarckstraße?

Am heutigen Montag, 20. April 2020, wurde der Polizei Einbeck gegen 03.15 Uhr ein Einbruch in ein Pflegezentrum in der Bismarckstraße in Einbeck gemeldet. Vor Ort konnten die Beamten die aufgebrochene Eingangstür feststellen. In der weiteren Nachschau wurde dann ermittelt, dass die bislang unbekannten Täter im Inneren mehrere Türen von Büroräumen und diverse Schränke gewaltsam geöffnet und durchwühlt haben. Ob die Täter etwas entwendet haben und wieviel, muss noch recherhiert werden. Eine genaue Schadenshöhe steht dementsprechend noch nicht fest. Zeugen, die Hinweise zu dieser Tat oder die Täter geben können, setzen sich bitte mit der Polizei Einbeck in Verbindung. pap











20.04.2020 • 08:38 Uhr

Uslar: Corona-Krise killt die Bürgermeister-Wahl - Termin am 7. Juni 2020 geplatzt - Bauer macht weiter

Die Corona-Krise lähmt nicht nur die Kommunalpolitik und die Beteiligung von Bürgern und Bürgerinnen. Jetzt hat sie die erste Bürgermeister-Wahl im Landkreis Nordheim platzen lassen. Die für den 7.Jnu 2020 angesetzte Direktwahl eines Bürgermeisters/Bürgermeisterin in der Sollimngsstadt Uslar ist offiziell abgesagt worden. Als Grund wurden die Kontaktsperren und Distanzgebote zur Eindämmung möglicher Corona-Ansteckungen genannt. Mit der Untersagung der Bürgermeister-Wahl durch den Landkreis Nordheim als Aufsichts- und Ordnungsbehörde bleibt Bürgermeister Torsten Bauer weiter im Amt. Als neuer Termin kommt nach Darstellung offizieller Stellen frühestens ein Termin nach dem 1. September 2020 in Betracht. Das könnte bedeuten, dass die Wahl zeitgleich mit der Bürgermeister-Wahl in Einbeck stattfinden könnte.
red/fis/Screenshot Facebook










20.04.2020 • 08:08 Uhr

Bad Gandersheimer Stadtverwaltung schließt ab heute weiter Diensstellen für Publikumsverkehr

Die Stadt Bad Gandersheim schließt auch nach dem heutigen 20. April ihre Dienststellen für den öffentlichen Publikumsverkehr. Das liegt in der zweiwöchigen Verlängerung der Allgemeinverfügung des Landes und der darin verankerten Kontaktsperre als Eindämmungsmaßnahme der Übertragungskette des Corona-Virus‘ begründet. Notwendige direkte Kontakte zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Dienststellen können weiterhin vorab telefonisch vereinbart werden. Fernmündlich und auch per E-Mail sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt in den Fach- und Geschäftsbereichen von montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr erreichbar.

Corona- und Jugendinfos

Zudem wird eine Hilfestellung als ergänzende Informationsmöglichkeit zum Thema „Corona“ angeboten, die in den vorgenannten Zeiten unter den Ruf-Nummern 73-113 und 73-321 erreichbar ist. Für alle Fragen rund um die Jugendarbeit sowie Angebote für Kinder und Jugendliche steht Stadt-Jugendpfleger Gunnar Ude ebenfalls zu diesen Zeiten unter Telefon 73-230 zur Verfügung.

Vorerst bis zum 3. Mai

Die vorgenannte Regelung gilt zunächst bis einschließlich 3. Mai, ggf. auch darüber hinaus. Bürgermeisterin Franziska Schwarz und das Team der Stadt Bad Gandersheim bitten um Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen.
red/Quelle: Stadtverwaltung










20.04.2020 • 07:50 Uhr

Cybermobbing: Beschimpft und bedroht im Internet - Wie sich Betroffene schützen und Beobachter helfen können

Anzeigen bei der Polizei richtig - Göttinger Staatsanwaltschaft mit neuen Spezialisten für Ermittlungen

Soziale Netzwerke spielen eine immer größere Rolle in unserem Alltag. Leider missbrauchen manche Nutzer sie daher gerne als Plattform, um andere zu beleidigen – das sogenannte Cybermobbing. Etwa 1,4 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von solchen Gemeinheiten betroffen. Aber auch Erwachsene. Nicole Nebelung, Digitalexpertin von ERGO, informiert, was Cybermobbing ist und wie Betroffene sich schützen können.

Außerdem sollten Betroffene Anzeigen bei der Polizei nicht scheuen. Bei der Staatsanwaltschaft in Göttingen sind Spezialisten eingesetzt. Sie kümmern sich speziell um Beleidigungen, üble Nachreden und Hass/Hetze auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken.

Tyrannei im Netz

Mobbing bezeichnet das systematische Beleidigen eines Mitmenschen über längere Zeit hinweg. Das Opfer zieht sich zurück und gerät so in die soziale Isolation. „Beim Cybermobbing finden diese Angriffe in der virtuellen Welt statt, meist in sozialen Netzwerken oder mittels Messengern wie WhatsApp“, erläutert Nicole Nebelung. Das kann beispielsweise über die Verbreitung verletzender Bilder, Videos oder Textnachrichten erfolgen. Da das Handy heutzutage fast immer und überall dabei ist, treffen die digitalen Attacken das Opfer rund um die Uhr und nehmen ihm jeden Rückzugsort. Oft sind die Angriffe anonym, so dass Opfer nur ahnen können, wer dahintersteckt. „Außerdem findet sich in den sozialen Netzwerken ein großes Publikum“, ergänzt die Digitalexpertin. Die Beleidigungen verbreiten sich dadurch rasend schnell und erlangen eine große Reichweite. Und leider vergisst das Internet nichts: Selbst gelöschte Beiträge oder Fotos können immer wieder auftauchen und das Opfer belasten.

Bei Cybermobbing aktiv werden!

Wichtig ist, dass Betroffene umgehend handeln. Im ersten Schritt sollten sie sich dazu Eltern, Freunden oder einer Vertrauensperson beispielsweise in der Schule anvertrauen. Alternativ bieten kostenlose Beratungshotlines wie zum Beispiel die 116 111 von www.nummergegenkummer.de Hilfe an. Der nächste Schritt: Das Täterprofil sperren, die demütigenden Beiträge direkt beim jeweiligen sozialen Netzwerk melden und veranlassen, dass diese gelöscht werden. „Sich online zu verteidigen und beispielsweise auf Kommentare zu antworten, hilft meist nicht“, weiß Nebelung. „Täter fühlen sich dann häufig zu weiteren Beleidigungen provoziert.“ Geht das Mobbing weiter, ist eine Anzeige bei der Polizei die nächste Möglichkeit. Dafür sollten Betroffene die Beweise, ob Text, Video oder Bild, mithilfe von Screenshots dokumentieren.

Hinweise für Beobachter: Anzeichen von Cybermobbing

Auch Beobachter sollten so schnell wie möglich handeln. Wer in seinem Umfeld Cybermobbing bemerkt, sollte die Person darauf ansprechen und Hilfe anbieten. Denn häufig scheuen sich die Betroffenen, aus Angst vor schlimmeren Attacken oder aus Scham, selbst aktiv zu werden. Gemeinsam fällt es oft leichter, gegen den Täter vorzugehen. Typische Anzeichen dafür, dass jemand gemobbt wird, sind plötzliche Verhaltensänderungen, Antriebslosigkeit, Verschlossenheit oder sogar Angstzustände. „Mobbing-Opfer ziehen sich meist immer mehr zurück. Auch die Leistungen, beispielsweise in der Schule, lassen dann häufig nach“, so die Expertin.

Schutz vor Cybermobbing

Leider lässt sich Cybermobbing nicht komplett verhindern. „Doch es gibt ein paar Maßnahmen, um die Privatsphäre zu schützen und damit die eigene Angriffsfläche zu verkleinern“, weiß Nicole Nebelung. In den Datenschutzeinstellungen der sozialen Netzwerke kann jeder Nutzer sein Profil nur für seine Kontakte sichtbar machen und zudem einstellen, für wen welche Inhalte sichtbar sein sollen. Die Digitalexpertin rät Nutzern zudem, sich online nur mit Menschen zu vernetzen, die sie auch im realen Leben kennen und für vertrauenswürdig halten. Zusätzlich empfiehlt sie, sich mit Veröffentlichungen von persönlichen Informationen, Videos und Bildern zurückzuhalten. Und: Auf keinen Fall die vollständige Adresse oder Handynummer ins Netz stellen.
red/Quelle: ERGO











20.04.2020 • 07:32 Uhr

Wirtschaft innovativ: Gemeinsam gegen Corona

Flexibilität ist in diesen Zeiten gefordert. Auch und gerade von Wirtschaftsunternehmen. Die Druckspezialisten der Firma „das dokuteam“ haben reagiert und ihre Produktion umgestellt. Gemeinsam gegen das Coronavirus kämpfen“ – das ist das Motto für das Unternehmen „das dokuteam“. Die Firma mit Sitz im Gewerbegebiet Beisenbusch in Nottun bei Münster ist auf Drucktechnik spezialisiert. Vertriebsrepräsentatin Stefanie Kruse (Bad Gandersheim) erklärt dazu weiter: "Mit unseren 3D-Druckern sind wir jetzt in der Lage, serienmäßig Gesichtsvisiere und Türöffner, mit denen man Türen öffnen kann, ohne die Klinke anfassen zu müssen, zu fertigen. „Davon habendie Menschen was, und davon haben wir als Unternehmen was“, sagt Inhaber Ralf Felmet . Normalerweise arbeitet „das dokuteam“ bundesweit mit der Automobilbranche, der Luftfahrtindustrie und dem Maschinenbau zusammen, verkauft 2D- und 3DDrucker und bietet den Wartungsservice dazu an.red/Fotos: dokuteam











20.04.2020 • 07:27 Uhr

Einbruchsversuch in/aus dem REWE-Markt - Zeugenaufruf der Polizei

In der Nacht von Samstag auf auf Sonntag, 19.April 2020, versuchten unbekannte Täter in den REWE Markt an der Bethelner Landstraße in Gronau einzusteigen. Der Sicherheitsdienst wurde gegen 23:50 Uhr auf den Einbruchsversuch aufmerksam gemacht. Bei der Überprüfung des Objektes stellte der Mitarbeiter eine Leiter am Gebäude fest und verständigte die Polizei, die das Gebäude rasch umstellen konnte. Eine Absuche des Marktes verlief neagtiv. Die Täter versuchten durch das Dach in den Markt zu gelangen, brachen die Tat aber ab.

Das Polizeikommissariat Elze bittet nun mögliche Zeugen, die etwas Verdächtiges am Samstag gesehen haben, gerade in Bezug auf die verwendete Leiter, sich unter der Telefonnummer 05068/93030 oder 05182/923370 zu melden. bur










20.04.2020 • 06:43 Uhr

Gemeinsame Erklärung zu Covid-19 im Nordirak: Traumatisierte Gemeinschaften sind kaum auf eine Infektionswelle vorbereitet

Gesellschaft für bedrohte Völker: Bewegungseinschränkungen verschärfen psychisches Leid, Selbstmordraten steigen

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen und 24 weitere Menschenrechtsorganisationen schlagen in einer gemeinsamen Erklärung Alarm: Bereits traumatisierte Gemeinschaften im Nordirak sind unzureichend auf eine mögliche Infektionswelle vorbereitet. Die notwendigen Bewegungseinschränkungen verschärfen das psychische Leid und lassen erhöhte Selbstmordraten befürchten. Zudem mache das Sicherheitsvakuum in der Region ein Wiedererstarken des sogenannten Islamischen Staates (IS) möglich.

„Die Corona Pandemie hat schwere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Geflüchteten“, erklärt Lina Stotz, GfbV-Referentin für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten und Nationalitäten. „Wir sorgen uns besonders um vertriebene yezidische Frauen, Männer und Kinder, die den Genozid überlebt haben und nun in beengten Flüchtlingslagern mit Kontaktverboten und unzureichender Hygiene zu kämpfen haben.“ Die Selbstmordraten stiegen bereits und besonders yezidische Frauen und Kinder bräuchten dringend psychologische Betreuung.

Das öffentliche Gesundheitssystem im Sinjar und dem weiter gefassten Regierungsbezirk Nineveh sei während der Besetzung durch den IS dezimiert worden. Durch die hohe Bevölkerungsdichte in Vertriebenenlagern sei Distanzierung nicht möglich, Hygienemaßnahme wie Händewaschen würden nicht ausreichen, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Die bisherige Ausbreitung des Virus sei nicht zu erfassen, da in den Lagern keine Tests durchgeführt würden. Gleichzeitig behinderten die Bewegungseinschränkungen die Arbeit der humanitären Akteure.

Währenddessen berichtet die International Crisis Group, der IS habe seine Kämpfer in seinem wöchentlichen Newsletter Al-Naba aufgefordert, seine Feinde anzugreifen, solange diese von der Pandemie abgelenkt sind. „Ein Wiedererstarken des IS im Schatten der Pandemie im Irak würde die ohnehin prekäre Lage auf Jahre hinaus weiter verschlimmern“, so Stotz. „Die WHO und die UN müssen daher dringend Schritte ergreifen um die leidgeplagten yezidischen, assyrischen und anderen Gemeinschaften im Irak zu schützen.“ red










20.04.2020 • 06:36 Uhr

Im Schatten der Corona-Virus-Krise: "Live-Übertragungen" aus Kreistags- und Stadtratssitzungen angeregt

Offener Brief des Northeimer Abgeordneten Jens Kestner an Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund:

In einem Offener Brief an den Präsidenten des Niedersächsischer Städte- und
Gemeindebundes, Dr. Marco Trips, hat sich der Northeimer Bundestagsabgeordnete und Kreistagspolitiker Jens Kestner angesichts der Kontaktsperren und Distanzgebote für neue Formen der Bürgerbeteiligung durch die Nutzung digitaler Systeme eingesetzt. Beispielsweise schlägt Kestner vor, Bürger und Bürgerinnen durch Live-Übertragungen aus Kreistags- und Stadtratssitzung mehr Anteilnahme und Beteiligung an der Kommunalpolitik anzubieten und damit zu ermöglichen.

Hier der offene Brief des AfD-Politikers im Originalwortlaut: Sehr geehrter Herr Dr. Trips,
mit diesem Offenen Brief wende ich mich als Bürger, als Niedersachse und als Bundestagsabgeordneter mit der Bitte um Unterstützung an Sie.
Die Covid-19-Krise hat – aus sicher nachvollziehbaren und auch im Einzelnen gerechtfertigten Gründen – zu noch nie dagewesenen Entscheidungsprozessen auf kommunaler Ebene geführt, in der es auch zu Beteiligungsdefiziten der Bürger kam und leider noch immer kommt.
Das Prinzip der Öffentlichkeit, ein Axiom demokratisch verfasster Ordnungen, gehört zwingend zu den Säulen kommunaler Demokratie und ist somit ein tragender Grundsatz des Kommunalrechts. Die Öffentlichkeit muss über die Tätigkeit ihrer kommunalen Vertretungsorgane unmittelbar informieren sein, damit Einwohner und Bürger an der kommunalen Selbstverwaltung beteiligt sind und der Meinungs- und Willensbildungsprozess in Kreistagen und Städten durchsichtig und nachvollziehbar ist. Das Vertrauen der Bevölkerung in die kommunalen Vertretungen muss insbesondere auch in Zeiten einer Pandemie, die ungewohnte Sitzungsmaßnahmen erforderlich macht, gefördert und bestärkt werden, um sachgerechte Kritik an Entscheidungen sowie an einzelnen Mandatsträgern anbringen zu können und um eine Grundlage für ihre Entscheidung bei den nächsten Kommunalwahlen zu erhalten. (Urteil OVG NRW v. 19.12.1978).

Wenn nun – wie in einigen Kommunen angedacht oder bereits umgesetzt – aus Gründen der Sicherheit aller Anwesenden auf Öffentlichkeit ganz verzichtet (Umlaufverfahren) wird oder diese nur in eingeschränkter Form zugelassen ist, bedarf es unbedingt einer direkten digitalen öffentlichen Kontrolle in Form von Livestream-Übertragungen von Kreistags- und/oder Stadtratssitzungen. Nur so erhält der Bürger die Sicherheit, dass alle in Krisenzeiten getroffene Diskussionen und daraus resultierende Entscheidungen nicht „im Stillen“, sondern transparent und offen erfolgen.
Meine Bitte an Sie, sehr geehrter Herr Präsident, ist, dass Sie darauf einwirken und anregen, eben diese digitale Option zur Umsetzung bürgernaher Informationspflicht in den jeweiligen kommunalen Ebenen umzusetzen.
Das „Live-Übertragen“ von Kreistags- und Stadtratssitzungen ist ein immens wichtiges Signal an Bürger und Einwohner, nicht über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden, weil ein Corona-Virus, eine Pandemie, eben nicht demokratische Grundrechte aushebeln darf.
In vielen Kommunen und Landkreisen haben die Mandatsträger der Alternative für Deutschland auch vor der Corona-Krise eine digitale Öffentlichkeitsinformation angeregt, scheiterten jedoch stets am Widerspruch anderer Fraktionen. Nun allerdings muss verhindert werden, dass die Öffentlichkeit als höchste Instanz der Demokratie Entscheidungsprozesse nicht aktiv und live mitgestalten darf.
Es freut mich, wenn Sie in Ihrer Funktion als Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds im Interesse der Bürger für Live-Übertragungen von Kreistags- und Stadtratssitzungen plädieren, sofern diese als „öffentlich“ deklariert sind."
red











19.04.2020 • 18:11 Uhr

Gießkannen: "Die muss man haben! Erfrischend bunt" die einen, die bei "Mäc Geiz" grün-schwarz

"Die muss man haben" "Erfrischend bunt", so lautet einer der schönen Schlagzeilen in Vorbereitung der Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim. Wie ist es um das angekündigte Maskottchen zur Zeit bestellt? In einer Verlautbarung dazu heißt es u.a.:

"Diese Gießkanne ist etwas ganz Besonderes. Es ist die “Gandersheimer-Gießkanne”. Sie hat große Augen, einen Mund und Schlappen, um überall bequem zu stehen. Wie alle Gießkannen liebt sie alles, was grün ist oder grün werden soll. Oder bunt. Bunt ist gut. Deshalb hat diese kleine Gießkanne auch viele Kleider. Rot, blau, orange und grün. Was sie allerdings gar nicht leiden kann, sind Witze über ihre Nase, die ist schließlich wichtig fürs Gießen. Diese Gießkanne kann viel Wasser mit sich tragen. Oder Blumen, oder Zweige, was eben reinpasst.
Die Gandersheimer Gießkanne ist bald viel unterwegs. Auf dem Markt und in kleinen Gassen, auf dem Land und in anderen Städten. Sie hat einen großen Auftrag: Die Gandersheimer LAGA 2022 bekannt zu machen. Dafür braucht sie Euch. Denn nur eine Gießkanne mit einem lieben Menschen, der sie auch mal trägt, mit Wasser füllt oder mit Blumen, der sie bemalt oder in den eigenen Garten stellt, oder … na Ihr wisst schon, ist eine richtige Gandersheimer Gießkanne."

Das alles gibt zur Zeit erst einmal virtuell statt real. LAGA-Geschäftsführer Thomas Hellingrath auf die Frage, wann man denn die "Gandersheimer Gießkanne" wirklich in der Hand halten und sogar kaufen kann, noch zurückhaltend: "Es ist noch Feinschliff erforderlich. Aber wahrscheinlich im Mai/Juni wird die Gießkanne fertiggestellt sein." Zur Stückzahl und was sie kosten wird sei zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage zu machen. "Der Auftrag für ein Produktion ist noch nicht erteilt."

Just zu diesem Zeitpunkt machte eine Leserin das Redaktionsnetzwerk auf eine aktuelle Gisßkannen-Offerte eines Minimarktes in der Moritzstraße in Bad Gandersheim aufmerksam. Bei " Mäc Geiz" habe sie grüne und schwarze Gießkannen entdeckt. Und richtig günstig. "Unter drei Euro und bemalen kann ich die auch. Oder man klebt das LAGA-Logo darf und fertig ist die Gandersheimer Gießkanne - als Vorläufermodell."
red/Fotos: Thomas Fischer














19.04.2020 • 17:55 Uhr

Dummheit überführt Graffitisprayer am Hauptbahnhof Braunschweig

Zwei Brüder (16, 21) aus Braunschweig-Broitzem wurden gestern nach einer großflächigen Farbschmiererei an einer S-Bahn vorläufig festgenommen.

Die beiden Jungs hatten am Bahnhof Schöppenstedt in der Nacht eine abgestellte S-Bahn auf über 24 Quadratmetern beschmiert. Dann fuhren die Brüder zum Hauptbahnhof Braunschweig, um ihr Werk im Betrieb zu dokumentieren.

Schön dumm, denn dieses szenetypische Verhalten ist mittlerweile auch den Bahnmitarbeitern bekannt. Zwei Mitarbeiter (52, 61) beobachteten die Jungs beim umfangreichen Fotografieren ihrer Schmierereien. Den 16-Jährigen konnten sie bis zum Eintreffen der Bundespolizei festhalten. Der Bruder floh, wurde aber zuvor von den Bahnmitarbeitern fotografiert.

Gegenüber den Bundespolizisten gab der Junge sofort zu, dass der Mittäter sein Bruder war. Die Beiden erwarten nun ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und erhebliche Regressforderungen der Deutschen Bahn. ots











19.04.2020 • 12:40 Uhr

8863 laborbestätigte Corona-Infizierte in Niedersachsen - 101 Fälle im Landkreis Northeim,

8.863 laborbestätigte mit dem Corona-Virus infizierte Personen sind am gestrigen Samstag offiziell vom Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium offiziell mitgeteilt worden. Hier die Fallzahlen für in Südniedersachsen relevante Landkreise: Northeim mit 101 Infizierten, Goslar 139, Göttingen 506, Hildesheim 262 und Holzminden 99.


Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 152 (+1) 121,7 3
LK Aurich 72 37,9 4
LK Celle 145 (+1) 81,1 9
LK Cloppenburg 88 51,2 0
LK Cuxhaven 78 39,3 3
LK Diepholz 283 (+11) 130,2 15 (+1)
LK Emsland 362 (+13) 110,6 13
LK Friesland 29 (+2) 29,3 1
LK Gifhorn 121 (+2) 68,5 3
LK Goslar 139 (+6) 101,7 7
LK Grafschaft Bentheim 196 (+2) 143,0 10
LK Göttingen 506 (+1) 154,2 18 (+1)
LK Hameln-Pyrmont 103 (+1) 69,3 6
LK Harburg 412 (+11) 162,1 8
LK Heidekreis 61 43,5 1
LK Helmstedt 98 (+7) 107,2 0
LK Hildesheim 262 (+3) 94,9 1
LK Holzminden 99 140,1 5
LK Leer 79 46,2 1
LK Lüchow-Dannenberg 15 31,0 2
LK Lüneburg 157 85,3 0
LK Nienburg (Weser) 62 51,0 1
LK Northeim 102 (+10) 77,0 0
LK Oldenburg 191 (+5) 145,6 9
LK Osnabrück 835 (+9) 233,0 26
LK Osterholz 73 64,0 0
LK Peine 133 (+2) 98,8 8 (+1)
LK Rotenburg (Wümme) 90 54,9 1
LK Schaumburg 137 (+3) 86,8 6
LK Stade 177 86,6 6
LK Uelzen 39 42,2 0
LK Vechta 291 204,0 9
LK Verden 113 82,4 1
LK Wesermarsch 51 57,5 1
LK Wittmund 22 (+1) 38,5 0
LK Wolfenbüttel 139 (+2) 116,0 2
Region Hannover 1663 (+72) 143,9 43 (+4)
SK Braunschweig 288 (+4) 115,8 7
SK Delmenhorst 33 42,5 2
SK Emden 15 30,0 0
SK Oldenburg 152 (+1) 90,1 0
SK Osnabrück 410 (+4) 249,3 9
SK Salzgitter 112 (+3) 107,4 5
SK Wilhelmshaven 17 22,3 0
SK Wolfsburg 261 (+4) 209,8 45 (+1)
Niedersachsen gesamt 8863 (+181) 110,8 291 (+8)

red/Quelle: Nied.Sozial/Gesundheitsministerium











19.04.2020 • 12:26 Uhr

Land stellt neue Verordnung vor: Erste Lockerungen für Einzelhandel und Schule - Schrittweise Lockerungen ab Montag, 20. April 2020

Autohäuser wieder geöffnet - Demonstrationen möglich - Schulen starten vorsichtig am 27. April

Das niedersächsische Ministerium für Soziales Gesundheit und Gleichstellung hat am Freitag die neue „Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus“ vorgestellt. Mit der Verordnung werden einerseits bestehende Erlasse und Regelungen, die im Zuge der Bekämpfung der Corona-Epidemie veranlasst wurden, zusammengefasst und zunächst bis zum 6. Mai verlängert.

Zum anderen setzt Niedersachsen die Vereinbarungen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin vom 15. April um und ermöglicht erste Lockerungen der Beschränkungen in einigen Bereichen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Die Verordnung tritt am kommenden Montag, den 20. April, in Kraft.

Was ist neu?

Lockerungen für den Einzelhandel:

Unter Beachtung und strenger Einhaltung der Hygienevorschriften und Abstandsregelungen dürfen Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern tatsächlich genutzter Verkaufsfläche ab Montag wieder öffnen. Dazu zählen auch Verkaufsstellen in Einkaufscentern. Dort muss allerdings durch Kontrollen an den Haupteingängen der Center sichergestellt werden, dass es nicht zu Ansammlungen von Kundinnen und Kunden kommt. Entscheidend ist dabei, dass überall der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.

Lockerungen beim Demonstrations- und Versammlungsverbot:

Demonstrationen und Versammlungen unter freiem Himmel können von den örtlichen Behörden unter Auflagen zugelassen werden. Die Veranstalterin oder der Veranstalter müssen den Schutz vor Infektionen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und es müssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Rückkehr in die Schulen für Abiturientinnen und Abiturienten und Schülerinnen und Schüler in Abschlussklassen:

Die Schulen werden ab dem 27. April zunächst für Abschlussklassen wieder öffnen, um den Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit zur Vorbereitung zu geben. Das bedeutet, dass die Abitur- wie auch alle anderen Abschlussprüfungen nach jetzigem Stand unter Einhaltung der Hygienevorgaben des Robert-Koch-Instituts stattfinden. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler bleiben die Schulen zunächst geschlossen. Für sie ist ab dem 22. April Home Learning vorgesehen.

Ausweitung der Notbetreuung in Krippe, Kita, Hort und Schule:

Für die Kitas, Krippen, Horte gilt weiterhin bis zu den Sommerferien die Notbetreuung. Die Betreuungskapazitäten werden ausgeweitet: „Die Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen, bei denen mindestens eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse tätig ist. Ausgenommen ist auch die Betreuung in besonderen Härtefällen wie drohender Kündigung oder erheblichem Verdienstausfall.“ Es soll auch sichergestellt werden, dass Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen die Notbetreuung nutzen können. Diese Regelungen gelten für die Geltungsdauer der Verordnung auch für die Schuljahrgänge eins bis acht.

Regelungen zu Besuchen in Alten- und Pflegeheimen:

Grundsätzlich bleiben Besuche von Angehörigen in Alten- und Pflegeheimen untersagt. Sie können zukünftig aber von den Gesundheitsämtern vor Ort unter Auflagen zugelassen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die „Leitung der Einrichtung auf der Grundlage eines Hygienekonzepts nachweist, dass ein geschützter Kontakt zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern sichergestellt ist.“

Mittelfristiges Verbot von Großveranstaltungen:

Alle öffentlichen Veranstaltungen bleiben nach der neuen Verordnung weiterhin verboten. Es ist davon auszugehen, dass dieses Verbot öffentlicher Veranstaltungen auch über den 6. Mai hinaus fort gelten wird. Veranstaltungen und Zusammenkünfte sind unter Infektionsschutzaspekten besonders gefährlich.

Für Großveranstaltungen wird sichergestellt, dass diese mindestens bis zum 31. August verboten bleiben. Großveranstaltungen sind nach § 1 Abs. 6 der Verordnung alle Veranstaltungen, Zusammenkünfte und ähnliche Ansammlungen von Menschen mit 1000 und mehr Teilnehmenden, Zuschauenden und Zuhörenden. Ausgenommen sind lediglich Sitzungen der kommunalen Vertretungen und Gremien sowie des Landtages und seiner Ausschüsse und Gremien.

Was bleibt bestehen?

Nach wie vor gilt, dass es von entscheidender Bedeutung ist, die physischen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Hausstandes gehören, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Auf diese Weise konnte die Zahl der Neuinfektionen in einer gemeinsamen Anstrengung der ganzen Gesellschaft in den letzten Wochen stark reduziert werden. Die Einhaltung dieses Grundsatzes hat die nun vorgestellten, vorsichtigen Lockerungen überhaupt erst möglich gemacht.

Nach wie vor erfordert das Infektionsgeschehen große Wachsamkeit, Disziplin und Solidarität der Menschen in Niedersachsen. Vor diesem Hintergrund bleiben weite Teile der Einschränkungen des öffentlichen Lebens auch über den kommenden Montag hinaus bestehen. Dazu gehören beispielsweise das generelle Verbot von öffentlichen Veranstaltungen (mit Ausnahme von Trauungen und Beerdigungen mit einer Teilnehmerzahl von bis zu zehn Personen), die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum auf Angehörige desselben Hausstandes oder eine weitere Person und die strengen Quarantäneregeln für Einreisende aus dem Ausland.

Die Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus genau wie weitere Informationen gibt es auf
www.niedersachsen.de/coronavirus

red/Quelle: Nieds. Sozialministerium Hannover










19.04.2020 • 12:19 Uhr

Hattorf: Auf gerade Strecke mit dem Auto plötzlich frontal gegen Baum - Zeugen gesucht

Am gestrigen Samstag, es war sonnig und 11:20 Uhr, befuhr eine 37-jährige Frau mit ihrem Wagen die Kreisstraße 33 von Immenrode in Richtung Hahndorf. Nach dem Passieren einer Rechtskurve kam sie plötzlich auf gerader Strecke mit ihrem PKW nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte in der Folge mit einem Baum. Die 37-Jährige wurde schwer verletzt in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Am PKW entstand nach ersten Schätzungen wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von ca. 10.000 Euro.

Die Polizei bittet Personen, welche Hinweise zu diesem Verkehrsunfall geben können, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.ots











19.04.2020 • 12:15 Uhr

Goslar: Mit Drogen im Grünen erwischt

In den Mittagsstunden gestrigen sonnigen Samstag wurden zwei männliche Personen, 55 Jahre und 38 Jahre alt und eine 28-jährige Frau in einer Grünanlage in der Innenstadt Goslars von Polizisten kontrolliert. Hierbei stellten die Polizeibeamten unter anderem Utensilien zum Konsum von Drogen fest. Die Utensilien mit Anhaftungen von Betäubungsmitteln wurden sichergestellt und entsprechende Strafverfahren gegen die drei Personen eingeleitet.ots











19.04.2020 • 12:08 Uhr

Gute Nachricht in schwierigen Zeiten, für die Schützen- Gesellschaft Kreiensen- Danke Lotto-Toto-Stiftung!

Das Vereinsleben ist, wie überall, fast zum Erliegen gekommen. Doch die agilen Schützen aus dem Leinetal in Kreiensen, nutzen die Zeit um organisatorisches, soweit möglich, zu erledigen.
Schon weit vor dem eigentlichen Corona-Shutdown, war es erst nur zu vereinzelten Fehlern, dann aber doch auch zum kompletten Ausfall der Steuerung der automatischen Pistolenanlage gekommen. Man sah sich also auf dem Markt um und fand auch einen Ersatz. Allerdings computergesteuerte Anlagen gibt es nicht zu Flohmarktpreisen. Umso mehr freut es den Vorstand und nicht zuletzt die Pistolenabteilung, Förderer und Sponsoren gefunden zu haben. So konnte man die überaus erfreuliche Nachricht eines Zuschusses von sechshundert Euro, aus dem Spendertopf der Lotto-Sport-Stiftung, vermelden. Enthusiastische Pistolenschützen der SG, ließen den gleichen Betrag noch mal als Spende der Vereinskasse zukommen und so konnte mit einer Zusage über die restlichen zehn Prozent vom Ortsrat Kreiensen, die neue Steuerung installiert werden. Die Sportschützen vom Brunstein, freuen sich nun natürlich darauf, hoffentlich bald wieder die Anlage zum vorgesehenen Zwecke nutzen zu können.

Die neue Steuerung mit Sponsorenschild der Lotto-Sport-Stiftung und Schützen der Pistolenabteilung, aufgenommen vor den allgemeinen Einschränkungen…
red/fis










19.04.2020 • 10:29 Uhr

Medienexperte Schneider: Corona-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender zu oberflächlich

"Wir schalten seit Wochen ab. Und uns mangelt es an nichts!" - Kritik auch an "Alarmschlagzeilen" der Bild-Zeitung

Die Kritik an der umstrittenen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender (TV/Rundfunk) wird heftiger. Jetzt hat sie ein weiterer Medienexperte bekräftigt.

Andere Kritiker haben längst entschieden: Sie verzichten auf die panikartigen, oberflächlichen und unkritischen Nachrichten durch Abstinenz. "Wir schalten das seit Wochen schon nicht mehr ein. Und interessant ist: Uns mangelt es an nichts. Auf diese Art diese Art der Nachrichtenvermittlung können wir genauso verzichten wie auf die Alarmschlagzeilen der Bildzeitung!", so Benjamin Fiedler (25) aus Göttingen, Stundent der Medienwissenschaften.

Der Medienexperte Norbert Schneider hat die Corona-Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender als zu oberflächlich kritisiert. Es fehle an aufklärerischer Einordnung der Nachrichten, der "embedded information", sagte Schneider in einem Interview des medien- und gesellschaftspolitischen Blogs "bruchstücke". Zwar werde eine Grundversorgung gewährleistet, doch wenig Hintergrund geboten. "Meistens ist es kaum mehr als die Oberfläche, die das Publikum zu sehen oder zu hören bekommt."

Ein schon vor der Corona-Krise erkennbares Problem sei die "Auslagerung der Expertise", etwa beim Fußball oder bei Attentaten, sagte der frühere Direktor der Landesmedienanstalt NRW. "Zumal in dieser Krise verlagert das Mediensystem, das ja als eine Art von 'vierter Gewalt' sich bewähren soll, seine Verantwortung auf den Experten, der weithin, von kritischen Fragen unbelästigt, eher schon angestaunt, die Begriffe und Themen setzt."

Die so entstehende "Expertokratie" bringe wichtige Einsichten, gehe aber mit einem "Verlust an journalistischer Autonomie" einher. Vor allem in den Talkshows begegne man den immergleichen Experten und einem Übermaß an Redundanz, erklärte Schneider. Nach und nach sei eine Engführung des Perspektive entstanden, "mit Blick auf die Experten nahezu ein closed shop. Und ihnen gegenüber kein böses Wort, selten irritierte Rückfragen."

"Verlust an Distanz"

Schneider bekräftigte die Thesen des Kommunikationswissenschaftlers Otfried Jarren, der in einer Analyse für den Fachdienst "epd medien" (13/20) kritisiert hatte, die Medien agierten nicht mehr selbstständig, sondern seien faktisch teil eines "Exekutiv-Experten-Systems", da die interviewten Experten, Virologen und Epidemiologen ihrerseits die Bundes- und Landesregierungen beraten. Das sei ein wenig überspitzt formuliert, doch im Kern richtig, sagte Schneider.

Ursache für den "Verlust an Distanz zu den Akteuren" seien ein Mangel an Fortbildung und ganz allgemein ein Defizit an Gelegenheiten zur Selbstreflexion, sagte Schneider. So sei die wichtige Plattform der "Mainzer Tage der Fernsehkritik" gestrichen worden, die großen Medienforen in München und Düsseldorf hätten an Bedeutung verloren. Journalistenschulen seien von Schließung bedroht. "Die Medienpublizistik wird kaputt gespart, weil sie sich am Markt nicht rechnet."

Im Gruppenblog "bruchstücke" schreiben Publizisten, Sozial- und Kommunikationswissenschaftler sowie Medienexperten zu gesellschaftspolitischen und medienwissenschaftlichen Themen.red/epd










19.04.2020 • 10:15 Uhr

Ver.di: Noch keine Absage der 1.Mai-Feier am "Tag der Arbeit" auf Mühlenanger in Northeim

Noch wird die 1. Mai-Feier 2020 von den Gewerkschaften für die Kreisstadt Nordheim offiziell im Veranstaltungskalender von Ver.di angekündigt: 1.Mai .2015, 10 bis 16 Uhr, Mühlenanger, 37154 Northeim, so ist es heute auf der Homepage der Gewerkschaft ver.di dokumentiert.

Während in großen Städten wie beispielsweise in Essen die DGB-Kundgebungen zum "Tag der Arbeit" abgesagt sind heißt es bei den Gewerkschaften vor Ort in Südniedersachsen: "Information zu unseren Veranstaltungen:
Auch wir als Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft sind der Auffassung, dass die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems oberste Priorität haben muss und dazu gehört es, Ansteckungsgelegenheiten, wie auf Veranstaltungen, zu minimieren.

Deshalb werden wir in den folgenden Wochen und Monaten jeweils im Einzelfall sehr genau prüfen, welche Veranstaltungen wir durchführen, welche verschoben und welche ganz abgesagt werden. Zum Teil kann dies auch sehr kurzfristig notwendig werden"
red/fis











19.04.2020 • 10:07 Uhr

Wut-Attacke in Sarstedt: Fenster eingeworfen und Außenspiegel von zwei Pkw beschädigt

Am gestrigen Samstag, 18.April 2020, gegen 03.50 Uhr, wurde von einer bislang unbekannten Person ein Fenster eines Einfamilienhauses in Sarstedt (Kreis Hildesheim), Auf der Welle, mit einem Stein eingeworfen. Tagsüber erstatteten dann zwei weitere Personen Anzeige bei der Polizei wegen Sachbeschädigung an ihren Pkw, die ebenfalls in der Straße Auf der Welle, ab geparkt waren. Es ist zu vermuten, dass die Wut-Taten in Zusammenhang stehen, der Gesamtschaden wird auf 1000,- Euro geschätzt. Die Polizei Sarstedt bittet Zeugen, die Hinweise auf den Verursacher/eine dortige Personengruppe geben können, sich bei der Polizei Sarstedt zu melden. Telefon 05066/9850. red/ots











19.04.2020 • 10:04 Uhr

Nörten Hardenberg: Teurer Parkplatzrempler - und feiger Verursacher mit gelbem Auto haut ab

Am gestrigen Samstag, den 18.4.2020, beschädigte ein Unbekannter mit seinem Kraftfahrzeug in der Zeit zwischen 18.50 Uhr und 19.10 Uhr auf einem Kundenparklatz eines SB-Marktes im Klosteracker in Nörten-Hardenberg den Pkw Mercedes eines 54-Jährigen aus Nörten-Hardenberg. Der 54-Jährige hatte seinen Pkw auf dem Parkplatz abgestellt und bemerkte bei seiner Rückkehr frische Beschädigungen am Auto. Der Verursacher hatte sich unerlaubt entfernt. Am beschädigten Mercedes wurde gelber Fremdlack festgestellt. Der Schaden wird auf ca 3000 Euro geschätzt. Se











19.04.2020 • 10:01 Uhr

Rettungshubschrauber zur Versorgung einer gestürzten Pony-Reiterin angefordert - Wildschweinattrappe schockt Ponys

Am gestrigen Samstag, 18. April 2020, gegen 14 Uhr, kam es am Rande Bornhausens bei Seesen zu einem Reitunfall mit zwei verletzten Personen. Aufgrund einer Wildschweinattrappe gehen zwei Ponys durch und rutschen im Verlauf der Flucht seitlich weg. Eine Reiterin wird bei dem Sturz schwer verletzt. Mittels eines Rettungswagens wird sie nach Versorgung vor Ort in ein Krankenhaus verbracht, eine weitere Reiterin wird leicht verletzt. Beide Reiterinnen trugen einen Reithelm, wodurch schwere Kopfverletzungen vermieden werden konnten.ots











19.04.2020 • 09:52 Uhr

Gesundheitszentrum "Sportstadt": Grundmauern sind gesetzt

Nach der Osterpause haben die Maurer von Wehe-Bau auf Bad Gandersheim derzeit größer Baustelle in der Marienstraße mit Volldampf losgelegt. Die Grundmauern für das neue Gesundheitsschutzes- und Fitnesszentrum "Sportstadt" sind gesetzt. Dabei kam den Baulleuten das prächtige Wetter zupass: "Es sind ideale Bedingungen. So macht das Mauern richtig Spaß!", ließ sich einer der Handwerker auf der Baustelle vom Reporter des Redaktionsnetzwerkes der Fis Work Media Group vernehmen. Der erstaunliche Baufortschrit ist tagtäglich zu beobachten. Für das lokale Unternehmen Wehe-Bau eine Herausforderung, die von seinem Team vorbildlich gemeistert wird.
red/Fotos: Thomas Fischer












19.04.2020 • 09:44 Uhr

Teures Handy auf dem Autodach - und dann böse Überraschung - Polizei ermittelt wegen Fundunterschlagung

Tatort: Einbeck, Schrammstraße . Tatzeitpunkt: Freitag, 17. Phil 2020, 17:35 Uhr:

Eine 23-jährige Einbeckerin legte beim Öffnen ihres Pkw ihr Mobiltelefon der Marke Huawei P-20 Pro, im Wert von 800 Euro, auf das Dach des Fahrzeuges. Als sie den Pkw anschließend in Betrieb nahm, dachte sie nicht mehr daran. Das Handy fiel im Verlauf der Fahrt vom Pkw-Dach und konnte kurz nachdem die junge Frau den Verlust bemerkte, nicht mehr von ihr aufgefunden werden. Nachdem sie versuchte, ihr Handy zu orten und mehrfach anzurufen, wurde dieses trotz geladenem Akku ausgeschaltet. Aufgrund dieser Schilderung ist seitens der Polizei davon auszugehen, dass ein bislang noch unbekannter Täter das Handy aufgefunden und an sich genommen hat. Die Polizei Einbeck hat diesbezüglich die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben könnten, sich unter Telefon 05561-949780 zu melden.Kr










18.04.2020 • 20:30 Uhr

Aufkleber mit Hakenkreuz im Rucksack

Am heutigen Samstag, gegen 02.30 Uhr, bekam die Polizei Goslar einen Hinweis auf zwei männliche Personen, die im Bereich der Bahnhofstraße in Langelsheim Aufkleber auf einen Schaukasten kleben sollen. Vor Ort konnte an dem in Rede stehenden Schaukasten u.a. ein Aufkleber mit einem Hakenkreuz festgestellt werden. Im Rahmen der örtlichen Fahndung konnte ein 19-jähriger Langelsheimer angetroffen werden. Dieser führte in seinem Rucksack entsprechende Aufkleber mit sich. Ein Strafverfahren wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole wurde eingeleitet. ots











18.04.2020 • 20:25 Uhr

Bei Langelsheim: Illegales Autorennen - Polizei rast erfolgreich hinterher

Am gestrigen Freitag, gegen 23.30 Uhr, wurden auf der Bundesstraße 82, in Höhe Langelsheim, zwei Pkw durch eine Zivilstreife beobachtet, die augenscheinlich ein "Rennen" ausfuhren. Nach einer längeren Verfolgung konnten die beiden 23-jährigen Fahrzeugführer aus Langelsheim und Goslar durch die Zivilstreife kontrolliert werden. Beide räumten den Vorwurf eines illegalen Autorennens ein. Gegen beide Fahrzeugführer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.ots











18.04.2020 • 17:17 Uhr

Unsere Schmunzelecke: Handwerksmeister als Comic-Held

Der Bad Gandersheimer Malermeister Michael Schreiber ist bekannt für seine Kreativität. Bei Werbung geht er, wie er gerne selbst sagt, „öfter mal den anderen Weg“.
Wenn er nicht gerade seine „Buntis“ als farbenfrohe Werbebotschafter durch die Stadt jagt, oder seinen eigenen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellt, dann produziert er firmeneigene Werbecomics.

Das tut er nicht alleine, denn die Zeichnungen stammen alle aus der Feder des genialen Comiczeichners Maxim Christof Seehagen. Jener Schöpfer der legendären Herrmann Comix, zeichnet nach Idee und Texten des freundlichen Malermeisters aus der Roswithastadt.

Einen der kreativen Comics hat uns Michael Schreiber speziell für die momentan fußballfreie Zeit zur Verfügung gestellt. Charmant, ein bisschen provokant und bitte immer mit ein wenig Augenzwinkern zu betrachten!
red/Karikatur: MAXIM













18.04.2020 • 17:05 Uhr

Seesen: Historienverein sagt Sehusafest ab

Seit 1975 hat sich die Seesener Innenstadt jedes Jahr am ersten Wochenende im September in einen historischen Schauplatz verwandelt: Tillys Truppen schlugen ihre Lager auf, Ritter übten mittelalterliche Schwertkämpfe aus und die Schutten machten ihre großen Steinschleuder für den Kampf fertig – in diesem Jahr muss das Sehusafest, Norddeutschlands größtes Historienfest, vor dem Hintergrund der Corona-Krise erstmals abgesagt werden. Grund für die Absage des Festes ist der am Mittwochnachmittag gefasste Beschluss von Bund und Ländern, alle Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August zu untersagen.

„Wir können es aufgrund der aktuellen Situation nicht verantworten, ein Historienfest mit mehr als 20.000 Besuchern nur wenige Tage nach einer möglichen Aufhebung des Verbots für Großveranstaltungen durchzuführen“, erklärt der Vorstand des Vereins in einer Pressemitteilung. Auch der wirtschaftliche Faktor spielte bei der Entscheidung eine große Rolle, denn im Falle einer späten Absage des Festes wäre der Verein auf den Planungs- und Vertragskosten sitzen geblieben. Der Schritt sei für die Verantwortlichen kein leichter gewesen – dennoch waren sich alle einig. „Wir sind sehr traurig, aber blicken dafür umso optimistischer auf das kommende Jahr.“

Die nun unfreiwillig gewonnene Zeit bis zum nächsten Fest möchte der Historienverein intensiv nutzen, um Kulissen, Buden, Bühnen und Kostüme auszubessern, damit das Sehusafest 2021 zu einem für alle Beteiligten unvergesslichen Erlebnis wird.red/fis/Archivfotos: Thomas Fischer












18.04.2020 • 17:00 Uhr

Ökumenischer Kirchentag soll wie geplant stattfinden - natürlich erst im Mai 2021!


Die Veranstalter des Ökumenischen Kirchentags (ÖKT) sind trotz der Corona-Pandemie zuversichtlich, dass im Mai 2021 (!) wie geplant bis zu 100.000 Gläubige in Frankfurt am Main zusammenkommen können. "Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr wieder analoge Großveranstaltungen möglich sein werden", sagte der katholische Präsident des Kirchentages, Thomas Sternberg, am 15. April bei einer Online-Pressekonferenz zur Vorstellung des Kampagnenmotivs.

Selbstverständlich werde sich die Corona-Pandemie auch im Programm niederschlagen, sagte Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist. Es ergäben sich neue, grundsätzliche Fragen, etwa "Wie weit lassen sich Menschen in ihrer individuellen Freiheit einschränken, um das Leben Einzelner oder von Risikogruppen zu schützen? Wie können wir in der Krise von Gottvertrauen sprechen? Wie sind die Demokratien auf solche Katastrophen vorbereitet?" Die Zurückhaltung der Hilfe für die Flüchtlingslager und der Rückfall in nationale Kategorien seien keine guten Zeichen, sagte er. epd










18.04.2020 • 16:50 Uhr

Kradfahrer kommt von Fahrbahn ab - schwerverletzt in Uni-Klinikum geflogen

Heute, Samstag, Sonnenschein satt, es ist 13.12 Uhr. Ereignisorrt: Landkreis Goslar, Kreisstraße 30 zwischen Bettingerode und Westerode: Das passiert:
Der 54-jährige Führer eines Krad KTM aus dem Landkreis Nordharz befährt die Kreisstraße 30 in Richtung Westerode, kommt in einer Linkskurve aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzt auf das anliegende Feld. Durch den Sturz wird der 55-jährige schwerverletzt. Mit dem Rettungshubschrauber wird der Mann ins Klinikum Göttingen geflogen. Am Krad entstand Sachschaden in Höhe von 3000 Euro.ots/Foto: Polizei










18.04.2020 • 16:44 Uhr

In der Nacht vom gestrigen Freitag auf den heutigen Samstag, 18. April 2020, wurde in Kreiensen (Einbeck) Wieselburger Platz, von Unbekannten eine Glasscheibe eines öffentlichen Schaukastens vor dem ehemaligen Rathaus in Kreiensen beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von ca. 300 Euro.

Zeugenhinweise werden an die Polizei Bad Gandersheim telefonisch unter 05382/919200 erbeten.hug/Foto: Mac Reiser










18.04.2020 • 14:21 Uhr

Gandersheimer Domfestspiele 2020: Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Schwarz bezieht Stellung - Entscheidung ob gespielt wird oder nicht fällt nach dem 30. April- "Wir haben noch etwas Zeit!"

Ob die 62. Gandersheimer Domfestspiele 2020 wie geplant in diesem Sommer stattfinden können und werden bleibt weiterhin in der Schwebe. "Eine Entscheidung darüber wird erst nach dem 30. April 2020 fallen", erklärte vor wenigen Minuten der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Domfestspiel eGmbH, Uwe Schwarz, Mdl, in einem Exklusiv-Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group.

Schwarz kündigte für Anfang Mai 2020 eine Sitzung des Aufsichtsrates der Gesellschaft an. "Dort werden wir vor dem Hintergrund und mit den Ergebnissen des nächsten Krisengipfels bei der Kanzlerin die dann relevante Ausgangssituation, die bekanntlich sehr dynamisch verläuft, ausführlich beraten und nach Abwägung aller zu berücksichtigenden Vorgaben eine Entscheidung fällen", warb Schwarz auch für ein gewisses Verständnis, warum man sich mit finalen Beschlüssen derzeit noch zurückhalte. "Wir wollen nichts verzögern, sondern haben noch etwas Zeit, wenn wir uns Anfang Mai definitiv festlegen". Das neue Probenzentrum begünstige die Situation. Der Aufbau der Tribüne könne, wie im Vorjahr, Anfang Mai erfolgen. Aber zu diesem Zeitpunkt müsse dann entschieden werden. "Die Tribüne erst aufbauen zu lassen und danach möglicherweise die Freilichtspiele absagen, das ist unter finanziellen Aspekten nicht zu verantworten."

Die Geschäftsführung sei gebeten worden, für die Aufsichtsratssitzung verschiedene Modelle zu erarbeiten, wie die Festspiele vor dem Hintergrund der veränderten Lage über die Bühne gehen können, wenn die Entscheidung getroffen werden sollte, das Theaterfestival stattfinden zu lassen.
Dazu gehöre in einem weiteren ganz wichtigen Schritt die gesamte Thematik der Vorgaben für Hygiene, Abstandsregelungen, Distanzverbote und weitere Schutzmaßnahmen für Besucher und Schauspieler. Bekanntlich sind bereits 50 Prozent des gesamten Kartenkontigents im Vorverkauf abgesetzt.

Aufsichtsratsvorsitzender Schwarz stellte klar, dass die derzeitige Definition von "Großveranstaltung" in den Corona-Verordnungsvorgaben zur Eindämmung der Corona-Krise für die Domfestspiele nicht zutrifft. "Wie fallen unter die 1000er-Regelung." Außerdem sei von dem nächsten Krisengipfel am 30. April bei der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder konkrete Entscheidungen und Präzisieren zum Thema Zulassung "öffentlicher Veranstaltungen" zu erwarten. red/fis


Die Bilder dokumentieren die Verantwortlichen der Gandersheimer Domfestspiele mit Aufsichtsvorsitzenden Uwe Schwarz, MdL, Intendant Achim Lenz und Geschäftsführer Thomas Groß. Außerdem sind die Tribünenaufbauarbeiten vom 2. Mai 2019 in Erinnerung gerufen. In der ersten Mai-Woche wird nach Aussagen von Uwe Schwarz der Aufsichtsrat eine finale Entscheidung fällen. Archivfotos: Thomas Fischer












18.04.2020 • 10:20 Uhr

Berauscht von Amphetamin und dann mit Auto losgefahren - Polizei greift rechtzeitig ein

Am gestrigen Freitagnachmittag (15.15 Uhr), kontrollierte eine Einbecker Polizeistreife einen 31-jährigen männlichen Führer eines Pkw im Kohnser Weg in Einbeck. Während der Kontrolle stellten die Beamten bei dem aus einem Einbecker Ortsteil stammenden Fahrer "körperliche Auffälligkeiten" (u.a. glasige Augen, fahriges Verhalten, Lallen) fest, die auf einen möglichen Drogenkonsum hindeuten. Ein anschließender Drogen-Schnelltest bestätigte den Verdacht. Der Mann stand unter dem Einfluss von Amphetamin. Daraufhin wurde gegen ihn ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, ihm eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt mit seinem Kraftfahrzeug untersagt.red/kr











18.04.2020 • 10:15 Uhr

Offen für stilles Gebet - Land Niedersachsen ermöglicht eingeschränkte Nutzung von Kirchen

Das Evangelische Landeskirchenamt Wolfenbüttel hat alle Kirchengemeinden der Evangelischen Landeskirche Braunschweig darüber informiert, dass Kirchengebäude für ein stilles Gebet unter Wahrung der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln geöffnet sein dürfen. Somit auch die Kirchengebäude in der Propstei Bad Gandersheim-Seesen und in der Stadt Bad Gandersheim (Stiftskirche).

Die Polizei werde eine solche Kirchennutzung nicht als religiöse Zusammenkunft im Sinne der Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Pandämie bewerten, heißt es in aktuellen Handlungsempfehlungen. Das habe der Krisenstab des Landes Niedersachsen den evangelischen Kirchen versichert. Allerdings dürfen auch weiter keine Gottesdienste, Andachten oder Gebetstreffen in den Kirchengebäuden stattfinden.

Wenn Kirchengemeinden ihre Gebäude für stille Gebete öffnen, seien Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, so das Landeskirchenamt Wolfenbüttel. Ein Zugang zur Kirche dürfe nur unter Aufsicht geschehen. Außerdem dürfen die Aufsichtspersonen keiner Risikogruppe angehören. Es sei auch darauf zu achten, dass die Abstandsregel auch im Gebäude eingehalten wird.

Bei Beerdigungen gebe es ebenfalls Präzisierungen des Landes Niedersachsen. Sie dürften nur im engsten Familien- oder Freundeskreis mit höchstens insgesamt zehn Personen stattfinden./red/epd










18.04.2020 • 10:09 Uhr

Volltreffer bei Polizeikontrolle: 25-jähriger Autofahrer unter Drogen unterwegs

Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle der Northeimer Polizei wurde am gestrigen Freitag, gegen 16.20 Uhr, in Northeim, Eichstätte, der 25-jährige Fahrzeugführer eines Personenwagens angehalten und kontrolliert. Dabei erkannten die Polizeibeamten beim Northeimer "neurologische Auffälligkeiten", heißt es. Sie deuteten auf einen Drogenkonsum hin, so die Auffassung der Polizisten. Sie wollten es genauer wissen. Ein durchgeführter Drogenschnelltest bestätigte den Verdacht. Beim 25-Jährigen wurden eine Blutprobe angeordnet und ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Es wurden eine Verkehrsordnungswidrigkeit und eine Strafanzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz gefertigt.Se










18.04.2020 • 10:03 Uhr

Clausthal-Zellerfeld: Autofahrer übersieht Kradfahrer - Schwerverletzten mit Rettungshubschrauber in Göttinger Klinik geflogen

Am gestrigen Abend befuhr ein 27-jähriger Kradfahrer aus Celle die Kreisstraße 38 aus Altenau kommend in Richtung Clausthal-Zellerfeld. Ein entgegenkommender 55-jähriger PKW Fahrer aus Osterode wollte nach links abbiegen und übersah hierbei vermutlich den Kradfahrer. Es kam zum Frontalzusammenstoß, wodurch der Kradfahrer in den angrenzenden Straßengraben geschleudert wurde. Hierbei verletzte er sich schwer. Durch Ersthelfer und den alamierten Rettungsdienst wurde die Erstversorgung am Unfallort durchgeführt, anschließend wurde er mittels Rettungshubschrauber in die Göttinger Uniklinik geflogen. Da aus dem Krad Betriebsstoffe ausliefen, wurde die Freiwillige Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld alamiert. Der Gesamtschaden an Krad und PKW wird auf ca. 7000 Euro geschätzt. Am Krad entstand wirtschaftlicher Totalschaden. ots/Foto: Maximilian Fischer











18.04.2020 • 09:52 Uhr

Vorbildlich (II): Freiwillige Feuerwehr Bad Gandersheim optimieren Sicherheitsmaßnahmen in der Corona-Krise

Wie ist es um die weiteren Aktivitäten für die Optimierung der Sicherheitslage in der Corona-Krise bei den Freiwilligen Feuerwehren in der Kur- und Reha-Stadt Bad Gandersheim mit seinen Ortsteilen bestellt? Dazu ein aktuelles Statement von Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock, mit dem das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group soeben ein interessantes Recherchegespräch führte.

Der Stadtbrandmeister: "Gestern sind die 200 bestellten "Stoffmasken" eingetroffen und ich habe gleich eine Verteilung an alle Ortsfeuerwehren vorgenommen. Neben den Stoffmasken können für den Eigenschutz auch die Flammschutzhauben getragen werden. Auch hiermit sind eine große Anzahl an Kameradinnen und Kameraden ausgestattet. Die Wäsche der Stoffmasken und der Flammschutzhauben werden über das bekannte Verfahren durch die Firma Meyer und Kuhl in Hardegsen abgewickelt. Waschbeutel sind bei der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim und der Stützpunktfeuerwehr in Altgandersheim abzufordern. Bitte in Zeiten von Corona die Wäsche nicht im eigenen Haushalt und ohne entsprechend geeignetes Waschmittel durchführen. Wir werden einige Tauschstoffmasken vorhalten, die in der FTZ in. der Heckenbecker Straße hinterlegt sind.

Bei der Schwerpunktfeuerwehr Bad Gandersheim sind zusätzlich noch Schutzanzüge vorrätig, die im Einsatzfall auch von den Ortsfeuerwehren abgefordert werden können.

Außerdem haben alle Ortsfeuerwehren Desinfektionsmittel in Literbehältern erhalten. Sollte dies aufgebraucht sein, können die Flaschen voraussichtlich ab nächster Woche in der FTZ Bad Gandersheim gefüllt werden. Wir können in der nächsten Woche aus einem Bad Gandersheimer Betrieb einige Behälter mit 5 Liter Inhalt abholen.

Bei einer Tragehilfe für den Rettungsdienst hat der Rettungsdienst die notwendige Schutzausrüstung zu stellen. Sollten wir unsere eigene Schutzausrüstung nutzen müssen, bitte ich um Information, damit schnell Ersatz beschafft werden kann. Bei der Alarmierung werden wir genau informiert, wieviel Perosnal und welches Gerät benötigt wird. Außerdem erhalten wir die Information, ob ein Covid-Fall vorliegt (rot), ob es ungewiss ist (gelb) oder vermutlich nicht (grün). Bitte nur soviel Personal wie nötig mit in den Einsatz nehmen und hier dann soweit es möglich ist die Abstandsregelung einhalten."
red/fis











18.04.2020 • 09:44 Uhr

Vorbildlich (I): City Car mit stabiler Schutzscheibe sorgt für Hygienesicherheit

Wie angekündigt hat Bad Gandersheim City-Car-Chef Ralf Schulze sein Sicherheitskonzept für Fahrer und Gäste in seinen Fahrzeugen optimiert. Stabile Sichtschutzscheiben sind in den Wagen installiert. Das vermindert mögliche Ansteckungsgefahren mit dem Corona-Virus in den Taxen. Außerdem sind die Fahrer/innen mit Mund-Nase-Masken und Gummihandschuhen zusätzlich geschützt. Die Fahrgäste werden auf den Rücksitzen transport. Die Wagen werden kontinuierlich gereinigt und auch desinfiziert.

Das Taxisgewerbe hat in der Corona-Virus-Krise einen schweren und risikoreichen Job zu erledigen. Sie müssen als systemrelevante Betriebe im Einsatz bleiben. Sie haben eine gesetzlich vorgeschriebe Beförderungspflicht zu erfüllen. Im ländlichen Bereich ist dieses Mobilitätsangebot von großer Bedeutung. Vornehmlich Senioren und Seniorinnen in den Dörfern sind auf Taxen in diesen schwierigen Tagen besonders angewiesen. Die neue Sicherheit bei City-Car ist vorbildlich!red










18.04.2020 • 09:32 Uhr

"Lebensgefährlich?!" Offenes Elektrokabel neben Sitzbank im Bad Gandersheimer Kurviertel

Spaziergänger haben Alarm geschlagen: neben einer Sitzbank auf Weg durch den Kurpark bei der Paracelsus-Roswitha-Klinik in Bad Gandersheim ragt seit Tagen ein offenes Stromkabel aus dem Erdreich. Vermutlich von einer an dieser Stelle demolierten Leuchte.

"Das sieht lebensgefährlich aus", so eine aufgeregte Spaziergängerin aus der Roswithastadt. "Dass da bloß niemand anfasst!", ihre richtige Warnung. Das Redaktionsnetzwerk hat sich die Kabelfriktion angesehen. Tatsächlich ragen die Strippen ins Freie. Nichts ist abisoliert und gesichert. Ob auf der Leitung noch Strom liegt war nicht festzustellen.

Stattdessen wurde versucht, die benachbarte Klinik über den Schadensfall zu informieren. Bislang ist an der offenen Kabelstelle nichts weiter geschehen. Jetzt wird wohl die Gandersheimer Polizei einschreiten müssen. red










18.04.2020 • 09:19 Uhr

Northeim: Polizei holt betrunkenen Fahrer von der Straße

Gestern, Freitag, gegen 21.45 Uhr, wurde in Northeim, am Harztor: , ein 36-jähriger Northeimer mit seinem Pkw wird von der Polizei angehalten und kontrolliert. Ein Verdacht bestätigt sich. Ein durchgeführter Atemalkoholtest beim 36-Jährigen ergab, dass er seinen Pkw unter dem Einfluss von alkoholischen Getränken geführt hat. Es wurde eine Verkehrs- ordnungswidrigkeitenanzeige gefertigt und ihm wurde die Weiterfahrt untersagt.Se











17.04.2020 • 21:17 Uhr

Corona-Krise Bad Gandersheim: Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock verteilt 200 Schutzmasken an Ortsfeuerwehren - Wilvorst in Northeim näht Schutzmasken statt Edelanzüge

Die Freiwilligen Feuerwehr in allen Dörfern der Stadt Bad Gandersheim sind heute von Stadtbrandmeister Kai-Uwe Roßtock einmal mehr besucht worden. Seine Mission einen weitere positive Initiative in Zeiten der Corona-Krise. Um bei heiklen Einsätzen im Zusammenhang mit der Pandemie und möglicherweise betroffener Menschen, die es zu retten gilt, die Ansteckungsgefahren zu verringern, stattet Rostock die Ortswehren mit Schutzmasken aus. Insgesamt verteilte er heute 200 genähte Masken aus weißem Stoff. Sie stammen von der für die Freiwilligen Feuerwehren tätigen Großwäscherei Meyer & Kuhl in Hardegsen.

Das Unternehmen hat die Mund- und Nasenschutzmasken für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Gandersheim organisiert. Die Hygieneschutzmittel, Kosten pro Stück drei Euro, sind mehrfach verwendbar. Allerdings ist es angeraten, sie beispielsweise nicht mit Babywäsche bei 40 Grad Celsius privat zu reinigen. "Die brauchn 80 Grad Hitze wie bei Kochwäsche üblich. Das tötet das Corona-Virus!", gibt der Stadtbrandmeister eine klare Ansage für korrektes Waschvererhalten. Die von ihm heute verteilten Schutzmasken werden nach Gebrauch von der Großwäscherei in Hardegsen ordnungsgemäß gewaschen und virenfrei ausgeliefert.

Ein anderer Produzent der genähten Stoffmasken ist im Landkreis Northeim der Hersteller von edler Gesellschaftskleidung. Bei Wilvorst in der Kreisstadt laufen derzeit die Nähmaschinen auf Hochtouren für die Produktion von Schutzmasken gegen das gefährlich Corona-Virus. Aktuell ist gerade eine Charge von 15.000 Stück von Wilvorst an einen kommunalen Auftraggeber ausgeliefert worden. red/fis










17.04.2020 • 20:42 Uhr

Notbetreuung für Mädchen und Jungen in Kindergärten und Schulen wird ausgeweitet

Die Notbetreuung in niedersächsischen Kindertageseinrichtungen und Schulen - damit auch in Einrichtungen in Südniedersachsen und Bad Gandersheim - wird fortgesetzt und ausgeweitet. Insbesondere bei den Härtefällen soll es Erweiterungen geben mit Blick auf drohende Kindeswohlgefährdung, die Situation Alleinerziehender, die gemeinsame Betreuung von Geschwisterkindern sowie drohende Kündigung und erheblichen Verdienstausfall. Diese Neuerungen hat das Niedersächsische Kultusministerium heute kurzfristig den Kommunalen Spitzenverbänden, den örtlichen Trägern der Jugendhilfe und den Vertretern der Trägerverbände vorgestellt. Hintergrund ist die heute in Kraft getretene „Niedersächsische Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus".

Zukünftig sollen zudem Kinder einer Erziehungsberechtigten bzw. eines Erziehungsberechtigten, die/der in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse tätig ist, aufgenommen werden können. So können etwa die Bereiche Energieversorgung (etwa Strom-, Gas-, Kraftstoffversorgung), Wasserversorgung (öffentliche Wasserversorgung, öffentliche Abwasserbeseitigung), Ernährung und Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel), Informationstechnik und Tele-kommunikation (insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze), Finanzen (Bargeldversorgung, Sozialtransfers), Transport und Verkehr (Logistik für die kritische Infrastruktur, ÖPNV), Entsorgung (Müllabfuhr) sowie Medien und Kultur, Risiko- und Krisenkommunikation einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichen Interesse zuzurechnen sein. Alle anderen Möglichkeiten einer Betreuung müssen aber vor der Möglichkeit der Inanspruchnahme ausgeschöpft worden sein. Diese Neuregelungen sollen im Verlaufe der kommenden Woche sukzessive vor Ort umgesetzt werden.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Diese Öffnung ist gut, denn sie schafft Entlastung für Eltern. Gleichwohl ist klar, dass diese Veränderungen einen Vorlauf und Vorbereitung durch die Träger benötigen. Die Situation ohne frühkindliche Bildung und Betreuung ist aber belastend und strapazierend für die Eltern.

Nach wie vor bleiben der Gesundheitsschutz und die Begrenzung von Neuinfektionen das oberste Ziel. Der Bund und die Länder haben daher gemeinsam beschlossen, dass für Krippen, Kindergärten, Horte und den Bereich der Kindertagespflege vorerst weiterhin nur die Notbetreuung gilt. Bis wann diese Lage so bleibt, kann heute niemand seriös sagen. Diese Planungen werden im Zweiwochen-Rhythmus überprüft und bewertet. Wenn weitere Lockerungen in zwei Wochen als verantwortbar bewertet werden, dann freuen wir uns darüber und werden für den Kita-Bereich eine schnelle Umsetzung einleiten."red/fis












17.04.2020 • 17:30 Uhr

Aktuell werden in der Helios Klinik Bad Gandersheim 33 Patienten behandelt - Fünf sind verstorben - 17 Corona Patienten unter Hausquarantäne im Stadtgebiet

Wie stellt sich die aktuelle Belegung der zentralen Helios Corona-Klinik im südniedersächsischen Bad Gandersheim dar? Das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group erkundigte sich heute bei der Helios-Kliniken Gruppe Herzberg-Northeim-Bad Gandersheim. Helios-Pressesprecherin Daniela Kasper teilte dazu nachfolgend dokumentierte Fakten mit. Außerdem äußerte sie sich zu den Todesfällen in der Klinik. Frau Kasper bat um Verständnis, dass das Unternehmen Angaben über die in der Bad Gandersheimer Bevölkerung diskutierten angeblichen mit dem Corona-Virus infizierten Beschäftigten in der Klinik keine Angaben machen konnte.

Ihr aktuelles Statement hat folgenden Wortlaut:
"Aktuell werden in der Helios Klinik Bad Gandersheim 33 Patienten behandelt.
Fünf Patienten mit einer Sars-CoV-2 Infektion sind in der Helios Klinik Bad Gandersheim verstorben. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir bitten um Verständnis, dass wir Ihnen aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht keine weiterführenden Informationen übermitteln dürfen. Uns ist sehr daran gelegen, die Öffentlichkeit so transparent wie möglich zu informieren. Wir haben uns zum Schutz der Persönlichkeitsrechte unserer Mitarbeiter jedoch entschieden, keine Mitarbeiterzahlen zu veröffentlichen."

Bestätigt sind Recherchen des Redaktionsnetzwerkes, dass sich die Anzahl der an Corona-Verdachtsfälle im Stadtgebiet von Bad Gandersheim heute mit 17 Fällen darstellt. Diese Personen stehen unter einen zweiwöchigen Hausquarantäne.
fis/Foto: Thomas Fischer











17.04.2020 • 16:14 Uhr

Land legt fest: Großveranstaltungen mit 1000 und mehr Menschen bleiben verboten - Festspieltribüne in Gandersheim hat nur 999 Plätze

Neue Landesverordnung: Erste Lockerungen in Niedersachsen - Kontaktbeschränkungen gelten weiter

. Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf erste Lockerungen der durch die Corona-Krise verursachten Einschränkungen verständigt. Jetzt hat das Land Niedersachsen diese in einer neuen Verordnung konkretisiert. Großveranstaltungen mit 1000 oder mehr Teilnehmern bleiben bundesweit bis einschließlich 31. August verboten. Da die Tribüne der Gandersheimer Domfestspiele offiziell nur 999 Sitzplätze hat ist es theoretisch möglich, die Theateraufführungen nicht als "Großveranstaltung" deklarieren zu müssen. Jetzt wird mit Spannung darauf gewartet, wie die Festspielleitung mit den Verantwortlichen Achim Lenz und Thomas Groß im Benehmen mit dem Aufsichtsrat (Vorsitzender ist MdL Uwe Schwarz) entscheiden. Damit ist an diesem Wochenende zu rechnen.


In der Verlautbarung des Landes Niedersachsen von vor wenigen Minuten heißt es zu den weiteren Lockerungen weiter:

Die aus Sicht der Entscheider wichtigste Maßnahme bleibt auch in der kommenden Zeit bestehen: Bürgerinnen und Bürger müssen in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und dürfen sich dort nur allein oder maximal mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes aufhalten. Auch in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück soll der Kreis der sich dort treffenden Menschen möglichst klein und möglichst gleichbleibend sein. Verstöße gegen diese Beschränkungen werden weiterhin geahndet.

Laut Verordnung dürfen ab Montag, 20. April 2020, alle Geschäfte bis 800 m² Verkaufsfläche wieder öffnen. Dazu zählen auch Geschäfte mit einer Verkaufsfläche über 800 qm, jedoch nur, wenn sie die tatsächlich genutzte Verkaufsfläche auf 800 m² reduzieren. Das gilt unter Auflagen auch für Verkaufsstellen in Einkaufscentern. Dabei müssen alle Geschäfte und Verkaufsstellen einige Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten. Bisher erlaubte Verkaufsstellen dürfen ebenso wie Kfz- und Fahrradhändler sowie Buchläden unabhängig von der Verkaufsfläche öffnen. Auch für Wochenmärkte gibt es künftig keine Einschränkungen mehr für das Warenangebot.

Für Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen sollen je nach lokalen Gegebenheiten besondere Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um eine "vollständige soziale Isolation der Betroffenen" zu vermeiden. Deshalb sind Ausnahmen vom Besuchsverbot möglich, sofern die Leitung der Einrichtung „auf der Grundlage eines Hygienekonzeptes nachweist, dass ein geschützter Kontakt zwischen Bewohnern und Besuchern sichergestellt ist.“ Die zuständige Behörde kann dann eine Ausnahme zulassen. Klargestellung wurde auch, dass Hebammenleistungen in Anspruch genommen werden dürfen.

Das Land Niedersachsen will seine Schulen zunächst für Abschlussklassen (Abiturjahrgang, 9. und 10. Klasse des Sekundarbereichs I) wieder öffnen, um den Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit zur Vorbereitung zu geben. Ausgenommen ist das Fach Sport.

Den derzeitigen Plan für die weitere schrittweise Öffnung der Schulen und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Kultusministeriums: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/schrittweise-wiedereroffnung-der-schulen-notbetreuung-in-kitas-wird-ausgeweitet-187510.html

Kitas sind nach wie vor geschlossen, die eingerichtete Notbetreuung in den Kitas und Schulen gilt weiterhin. Angekündigt war eine Ausweitung der Notbetreuung. Dazu steht in der Verordnung des Landes, dass dort Kinder aufgenommen werden können, von denen mindestens ein Erziehungsberechtigter „in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse“ arbeitet. Erlaubt ist auch weiterhin die Betreuung in „besonderen Härtefällen wie drohender Kündigung oder erheblichem Verdienstausfall“.

Großveranstaltungen mit 1000 oder mehr Teilnehmern bleiben bundesweit bis einschließlich 31. August verboten.

Über die Landesverordnung hinaus hat die Bundesregierung das Tragen von einfachen Schutzmasken im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen empfohlen. Hinweise dazu haben wir Ihnen hier zusammengestellt: www.landkreis-northeim.de/maske

Die Bundesregierung hat angekündigt, vor dem 4. Mai die Lage in Zusammenarbeit mit den Ländern erneut zu bewerten.

Die neue Verordnung des Landes Niedersachsen finden Sie unter diesem Link:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Viele weitere Informationen zum Coronavirus, die aktuellen Fallzahlen im Landkreis Northeim, die häufigsten Fragen und Antworten und hilfreiche Links finden Sie auf www.landkreis-northeim.de/coronavirus

red/fis/Fotos: Thomas Fischer










17.04.2020 • 15:09 Uhr

Lies: Pläne zum Atommülllager Asse (Salzgitter) sollen transparent und nachvollziehbar sein

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies begrüßt nachdrücklich, dass in der Auseinandersetzung um den weiteren Weg zur Rückholung radioaktiver Abfälle aus der Asse bei Salzgitter Bewegung kommt. „Schon 2019 habe ich einen Gesamtplan eingefordert. Die Initiative der BGE, diesen Plan zur Rückholung jetzt vorzulegen, ist zweifellos ein wichtiger Baustein für den weiteren transparenten Diskussionsprozess, an dem die Begleitgruppe, die Bürgerinitiativen, die interessierte Öffentlichkeit und staatliche Institutionen gleichermaßen intensiv teilnehmen“. Das vorgelegte Konzept sei für ihn „absolut nachvollziehbar und stringent“, ergänzt der Umweltminister, der sich an diesem Freitag an einer Videokonferenz mit einem breiten Spektrum von Teilnehmern beteiligte. Die Technik ermöglichte auch in Corona-Zeiten den gesundheitlich korrekten Abstand zueinander.

„Die Landesregierung erwartet, dass die Öffentlichkeit und die Behörden auch in Zukunft vom Asse-Betreiber über die nächsten Vorhaben und Schritte frühzeitig informiert werden“, setzt der Umweltminister einen hohen Maßstab an die Beteiligungsmöglichkeiten von Betroffenen im Asse-Prozess. Im Gegenzug verspricht Lies, dass das Land seinerseits bei den notwendigen atom- und strahlenschutzrechtlichen Verfahren „in allen Phasen konstruktiv mitwirken“ werde. Zugleich fordert der Umweltminister den Bund auf, die Finanzmittel für die dafür notwendigen „personellen und administrativen Ressourcen“ bereitzustellen. „Um die Planungs- und Genehmigungsprozesse in dem vorgegebenen Zeitfenster umzusetzen, werden wir zusätzliches Personal benötigen“, so Lies.

Dass der gesamte Rückholungsprozess der radioaktiven Abfälle noch erheblich Zeit in Anspruch nehmen wird, daran lässt der Umweltminister gleichzeitig keinen Zweifel. „Auch die jetzt vorgelegten Konzepte besitzen natürlich noch einen hohen Abstraktionsgrad. Wir alle sind noch ein ganzes Stück entfernt von einer konkreten Ausführungsplanung oder gar einem Genehmigungsverfahren“, so Lies mit Blick auf allzu optimistische Erwartungen in der Region. Aber klar ist auch, an dem Zeithorizont, dass die Rückholung im Jahr 2033 beginnen muss, lasse sich nicht rütteln. „Die Rückholung selbst wird sich nach den Planungen weit über das Jahr 2050 erstrecken“, lautet die Einschätzung des Umweltministers, dessen Ministerium als Genehmigungsbehörden den gesamten Prozess Schritt für Schritt ganz eng begleiten wird.
red/fis












17.04.2020 • 14:25 Uhr

Videotelefonie in den Gefängnissen ausgeweitet - 24 neue Plätze eingerichtet - Telefonieren im Haftraum möglich

Die Haftanstalten in Niedersachsen haben in den vergangenen Wochen die Möglichkeiten der Videotelefonie erheblich ausgeweitet. Die Gefängnisse bieten zunehmend sog. Skype-Besuche an. Insgesamt 38 Plätze gibt es in 12 von 13 Haftanstalten, noch vor wenigen Wochen waren es lediglich 14 Plätze. Die Gesprächszeiten wurden zudem erheblich ausgeweitet.

Anlass dafür ist, dass Besuche in den Justizvollzugsanstalten aktuell nicht gestattet sind (Ausnahmen gelten zum Beispiel für Rechtsanwälte). Denn bislang gibt es keine Corona-Infektionen unter Gefangenen in Niedersachsen, das Virus kann also nur von außen in die Anstalten hereingebracht werden.

Justizministerin Barbara Havliza: „Wir wollen den Gefangenen in diesen schwierigen Zeiten ermöglichen, dass sie ihre Angehörigen auch sehen können. Wir alle spüren aktuell, was es bedeutet, wenn der Kontakt zu lieb gewonnenen Menschen eingeschränkt werden muss. Die Pflege von sozialen Kontakten ist aber gerade in besonderen Situationen enorm wichtig. Das gilt natürlich erst recht in Haftanstalten. Deshalb wollen wir den Gefangenen die Gelegenheit geben, so gut wie möglich mit ihrer Familie und ihren Freunden zu kommunizieren.“

Die Videotelefonate finden im Justizvollzug überwiegend in separaten Räumen statt, in denen ein Bildschirm installiert ist. Die weiteren Hardware-Komponenten befinden sich in einem Nebenraum und werden von Bediensteten des Justizvollzuges bedient. Das Videotelefonat muss der Gefangene unter Nennung der Kontaktperson beantragen. Dient das Videotelefonat der Aufrechterhaltung, Stabilisierung und Unterstützung förderungswürdiger Kontakte, wird dem Gefangenen ein Zeitfenster für das Telefonat zugewiesen, über das er seine Kontaktperson eigenverantwortlich informieren muss. Zu der angemeldeten Zeit stellt dann ein Justizvollzugsbediensteter die Verbindung zu dem angegebenen Nutzerkonto her.

Die Videotelefonie per Skype ergänzt die bestehenden Telefonmöglichkeiten für Gefangene in Niedersachsen. Denn auch sonst können Inhaftierte zu definierten Zeiten in ihren Hafträumen telefonieren. Diese „Telefonzeiten“ wurden aktuell ebenfalls ausgeweitet. Möglich sind nur ausgehende Telefongespräche; eine von dem Gefangenen beantragte Telefonnummer wird erst nach Genehmigung durch die Haftanstalt freigegeben. Hierzu muss auch die Zustimmung der jeweils zu benennenden Kontaktperson vorliegen.
red/red










17.04.2020 • 14:21 Uhr

Landkreis schließt weiterhin für Besucherinnen und Besucher - Vor Betreten der Behörde 20 Sekunden Hände waschen, bitte mit Seife!

Zur Vermeidung des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus bleiben sämtliche Dienststellen des Landkreises Northeim weiterhin bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen.

Die Dienststellen sind aber besetzt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch und per E-Mail zu erreichen. In dringenden, unaufschiebbaren Fällen steht die Kreisverwaltung nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung.

Für den Fall eines unabweisbaren, vorher vereinbarten Termins bittet die Kreisverwaltung die Besucherinnen und Besucher um größtmögliche Umsicht und bittet folgende Verhaltensregeln einzuhalten:

· Bei Betreten und Verlassen des Gebäudes soll die Möglichkeit zum Händewaschen (mindestens 20 Sekunden mit Seife) genutzt werden

· Die Gesprächsteilnehmenden sollen einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Meter wahren

· Körperkontakt wie Händeschütteln ist zu vermeiden

· Die Gesprächsdauer soll so kurz wie möglich gehalten werden, max. 10 Minuten

· Beim Niesen oder Husten vom Gegenüber abwenden und Nase und Mund mit Einwegtaschentüchern oder Armbeuge abschirmen

· Eigene Stifte mitbringen und den Austausch von Unterlagen auf das Nötigste beschränken

Diese Verhaltensregeln dienen dem Schutz der Besucherinnen und Besucher und der Beschäftigten der Kreisverwaltung. Ein verantwortungsvolles Handeln ist zur Verminderung des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus und der Eindämmung der Pandemie unabdingbar.lpd










17.04.2020 • 13:53 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: 98 laborbestätigte Infektionsfälle im Landkreis Northeim- 40 Personen sind genesen

Heute, Freitag, 17. April 2020. 13.31 Uhr: Aktuell gibt es 98 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Das teilt soeben die Pressestelle des Landkreises Nordheim mit.
Im Vergleich zum Vortag sind damit zwei neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 40 Personen - vier mehr als am Vortag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um zwei weibliche Personen fortgeschrittenen Alters, die Kontakt zu infizierten Personen hatten. Sie befinden sich in einer Wohneinrichtung in Quarantäne. Sie weisen Symptome wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit auf. lpd












17.04.2020 • 13:38 Uhr

Premiere in Bad Gandersheim: Öffentliche Ratssitzung unter freiem Himmel auf dem Schulhof des Roswitha-Gymnasiums

Kommenden Donnerstag ab 17 Uhr - Es geht dabei um 20 Tagesordnungspunkte und viel um Corona-Krise

Wieder gibt es in der südniedersächsischen Kur- und Reha-Stadt eine spektakuläre Sitzung des Stadtrates. Sie ist von Bürgermeisterin Franziska Schwarz für kommenden Donnerstag, 23. April 2020 einberufen worden. Speziell und spektakulär ist der Tagungsmodus und der Tagungsort: Die öffentliche Sitzung findet unter freiem Himmel auf dem Schulhof des Roswitha-Gymnasiums in Bad Gandersheim. Dieses Modus dürfte in der Stadtgeschichte einen Einmaligsrang einnehmen. Die Corona-Krise ist der Grund für diese hoffentlich ansteckungsfreie weil distanzierte Versammlung der Ratsmitglieder. Selbstverständlich hat die Bevölkerung Zugang zu der Schulhof-Ratssitzung. Allerdings dürften dabei die Abstandsregeln strengstens eingehalten werden müssen. Von Person zu Person mindestens 1,5 Meter. Die Schulhoffläche bietet hierfür ausreichend Raum.

Und hier nur die offizielle Tagesordnung:

Die Einladung erfolgt mit verkürzter Ladungsfrist gem. § 1 der Geschäftsordnung des Rates.
Vor Eintritt in die Tagesordnung haben die Zuhörer/innen Gelegenheit, Anfragen und Anregungen an die Bürgermeisterin und an den Rat zu richten.
Tagesordnung
1 Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit
2 Feststellung der Tagesordnung
3 Genehmigung der Niederschrift der 25. und 26. Sitzung vom 20.02.2020 und 19.03.2020 nach Auswertung
4 Berichte der Bürgermeisterin über wichtige Angelegenheiten und Beschlüsse
5 Berichte delegierter Ratsmitglieder
6 Anfragen und Anregungen
7 Bestimmung einer neuen Ortsvorsteherin/eines neuen Ortsvorstehers im Ortsteil Dankelsheim für die Dauer der Wahlperiode
8 Bestimmung einer neuen Ortsvorsteherin/eines neuen Ortsvorstehers im
Ortsteil Altgandersheim für die Dauer der Wahlperiode
9 "Einrichtung eines Hilfsfonds für Bad Gandersheimer Unternehmen" hier: Antrag der CDU-Fraktion
10 "Corona-Hilfe"
hier: Antrag der SPD-Fraktion
11 Barrierefreie Umgestaltung des Domänenhofes
hier: Ausschreibung der Planungs- und Bauüberwachungsleistungen
12 Neubesetzung Vorsitz im Feuerwehr- und Friedhofsausschuss
13 Planung der Kindertagesbetreuung 6. Fortschreibung 2019 für Bad Gandersheim
14 Ausbau an Kindergartenplätzen in den Kindertagesstätten in Bad Gandersheim
15 Verschiebung des Beginns der offenen Ganztagsschule auf das Schuljahr 2021/2022
16 Weisungsbeschluss nach § 138 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG)
hier: Beschlüsse während der Corona Pandemie
17 Altstadtsanierung
hier: Änderung der Zuständigkeitsregelung
18 Änderung der Entscheidungsbefugnisse für Stundungen während der Corona-Pandemie
19 Betriebskostenzuschuss Solebadgenossenschaft
hier: Zustimmung zu einer überplanmäßigen Auszahlung
20 Erstattung der Kitabeiträge im Rahmen des Defizitausgleichs hier: Corona-Pandemie
21 Schließen der Sitzung
red/Foto: Thomas Fischer










17.04.2020 • 12:48 Uhr

BDEW-Positionspapier zur Corona-Krise: Wie eine saubere und sichere Energieversorgung die Wirtschaft antreibt

Andreae: Krisenbewältigung und nachhaltiges Wachstum sind keine Gegensätze

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat heute ein Positionspapier zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie vorgelegt. Derzeit genießt der Gesundheitsschutz die ihm gebührende Priorität, doch nach Überwindung der akuten Phase der Pandemie wird der wirtschaftliche Wiederanschub stärker in den politischen Fokus rücken müssen.

„Die Energiewirtschaft beweist während der Krise großes Engagement und sorgt dafür, dass die Versorgung mit Strom, Gas und Wärme jederzeit sicher bleibt. Auch zur Erholung der Volkswirtschaft kann und will unsere Branche ihren Beitrag leisten. Wir wollen weiter investieren in eine sichere und immer nachhaltigere Energiewelt. Dafür muss die Politik Impulse setzen und Hemmnisse aus dem Weg räumen. Für uns ist klar: Die Energiewende muss auf der politischen Agenda weiter oben bleiben“, sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, heute in Berlin.
Für den vor diesem Hintergrund notwendigen konjunkturellen Anschub für die Energiewirtschaft sei es kurzfristig erforderlich, Hemmnisse beim Ausbau Erneuerbarer abzubauen, den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern weiter zu verfolgen, der Wärmewende einen klaren Rahmen zu geben, Investitionen in Gebäudesanierung, in Wasserstofftechnologien, in Elektromobilität und in intelligente Netze zu sichern, betonte Andreae. Kurzfristig müsse auch der Strompreis von Abgaben und Umlagen entlastet werden – damit werden nicht nur die Verbraucher entlastet, sondern auch neue Technologien ökonomisch angereizt.

Klare Position bezog Andreae auch zu den europäischen Klima-Zielen: „Das Ziel der Klimaneutralität Europas bis 2050 gilt es zu erhalten und politisch zu stützen.“ Krisenbewältigung und Klimaschutz seien keine Gegensätze, sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. „Statt die Verschiebung wichtiger Klimaschutz-Instrumente wie der CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Wärmesektor zu fordern, sollten in Konjunkturprogrammen Investitionen in Klimaschutztechnologien und die Beseitigung von Investitionshemmnissen bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Dies würde erhebliche Impulse für Innovation und Wachstum setzen.“

Was das konkret bedeutet, hat der BDEW in seinem Positionspapier in fünf Punkten zusammengefasst:

1. Neuer Schub für klimafreundliche Technologien
2. Jobs und Wertschöpfung durch einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien
3. Mittelständische Wirtschaft stützen: Klug und nachhaltig investieren
4. Verfahren verbessern, Digitalisierung nutzen
5. Gemeinsam stärker: Mit dem European Green Deal die wirtschaftliche Erholung in Europa unterstützen.
red











17.04.2020 • 12:34 Uhr

Aktienmärkte trotz Verlängerung des Stillstands stabil

Marktkommentar von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank

Aktienmärkte trotz Verlängerung des Stillstands stabil

Die Börsenwoche war von weiteren Kursgewinnen beim DAX gekennzeichnet. Von der Diskussion um ein Ende der Corona-Einschränkungen für die Wirtschaft hatten sich einige zwar mehr versprochen als die eher kosmetischen Lockerungen ab dem 20. April. Trotzdem sind die Zeichen gesetzt: Es geht wieder aufwärts mit der wirtschaftlichen Aktivität. Nicht nur in Europa, sondern auch in den USA, die im Infektionsverlauf den Europäern um etwa eine Woche hinterherhinken. Der Aktienmarkt wird trotzdem auch in dieser Phase keine Einbahnstraße sein, denn noch sind die Schäden, die die Corona-Pause bei Angebot und Nachfrage angerichtet hat, nicht abzuschätzen. Langsam beginnt sich jedoch eine Stimmung zu etablieren, dass die Krise bei aller Dramatik am Ende wirtschaftlich beherrschbar bleibt.

Unternehmensblick in die Zukunft

Im Fokus der Finanzmärkte stehen in den kommenden Wochen die Quartalsberichte der Unternehmen. Sie werden zusammen mit den Stimmungsumfragen wie dem ifo-Geschäftsklima einen Aufschluss darüber geben, in welcher Verfassung die Bilanzen nach einem knappen Monat der Corona-Pause sind und vor allem auch, welche Entwicklung die Akteure in der Wirtschaft für die kommenden Monate erwarten. Das politische Highlight ist die Haltung der Europäischen Regierungschefs zu den Eurofinanzen auf dem EU-Gipfel, der diesmal als Videokonferenz stattfindet. Trennt man sich im Streit, dürften die Kurse von italienischen oder spanischen Staatsanleihen leiden.











17.04.2020 • 12:09 Uhr

Gandersheimer Domfestspiel-Kartenzentrale: "So lange nicht abgesagt ist verkaufen wir weiter!"

Es ist wie das berühmt-berüchtigt pfeifen im dunklen Wald...

Am heutigen Freitagvormittag. Telefonanruf eines Freilichttheater-Fans aus Magdeburg unter der Hotline 05382-73.777 in der Kartenzentrale der Gandersheimer Domfestspiele. Toll. Das Telefon ist besetzt. Auf die Vorfrage, ob es angesichts der Absagen anderer Festivals noch Karten für Stücke des bevorstehenden Sommertheaters in Bad Gandersheim geordert werden können die freundliche wie klare Antwort: " Selbstverständlich. So lange die Domfestspiele nicht abgesagt sind verkaufen wir weiter Tickets!". Die Corona-Krise ist in diesen Momenten ganz weit weg von der Theaterstadt Bad Gandersheim. Der Anrufer bedankt sich für die nette Auskunft. Er wolle sich dann überlegen, welche Stücke er mit seiner Familie besuchten wird. "Es ist ja ein spannendes Programm, was da bei den 62. Gandersheimer Domfestspielen auf die Bühne vor dem Dom gebracht werden sollen. Hoffentlich finden sie statt!"











17.04.2020 • 11:35 Uhr

Weitere Deponien weiterhin nur für Gewerbetreibende geöffnet - Bauabfalldeponie "Brandisbreite" öffnet versuchsweise für Privatkunden

. Die Kreisabfallwirtschaft Northeim öffnet die Bauabfalldeponie Brandisbreite in Katlenburg-Lindau versuchsweise ab dem
21. April 2020 wieder für private Anlieferungen. Die Deponien Blankenhagen, Einbeck und Uslar-Verliehausen bleiben wie bisher nur für Gewerbetreibende geöffnet.
Die Mitarbeiter werden die Kunden ab dem 21. April am Eingangstor empfangen und nur entsprechend der Abladestellen auf die Deponie lassen. Voraussetzung ist die Einhaltung der Abstände und der entsprechenden Hygienemaßnahmen vor Ort. Ein unmittelbarer Kontakt soll möglichst vermieden werden. Das Tragen eines Mundschutzes bei der Anlieferung ist ausdrücklich erwünscht. Bei der Öffnung der Deponie handelt es sich um einen Versuch. Die Kreisabfallwirtschaft bittet darum, die Anweisungen der Deponieleitung zu befolgen. Eine Missachtung der Annahmebedingungen würde eine erneute kurzfristige Schließung unausweichlich machen.
Vorab sollten alle Kunden prüfen, ob eine Anlieferung der Abfälle/Wertstoffe zwingend erforderlich ist oder nicht noch warten kann. Die Abfälle/Wertstoffe dürfen mit maximal zwei Personen angeliefert werden. Darüber hinaus weist die Kreisabfallwirtschaft daraufhin, dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann.
Ermöglicht wird die Öffnung der Bauabfalldeponie Brandisbreite auch durch Unterstützung der Gemeinde Katlenburg-Lindau.
Die Bauabfalldeponie Brandisbreite ist dienstags von 13-16 Uhr, donnerstags von 13-16.30 Uhr, mittwochs und freitags von 8-12 Uhr sowie von 12.30-16 Uhr und samstags von 8-12 Uhr geöffnet.lpd










17.04.2020 • 11:23 Uhr

Wegen der Corona-Krise Campingplatz-Gastronmie in Northeim vor der Pleite

Kreistagsabgeordneter Maik Schmitz: "Den Kleinen sieht man beim Sterben zu - die Großen dürfen verkaufen...“

Zu den gravierenden Existenzbedrohungen in der Gastronomiebranche hat jetzt sich der AfD-Kreistagsabgeordnete Maik Schmitz. Dabei nahm er die drohende Pleite der Campingplatz-Gastronomie in der Kreisstadt in Nordheim in den Fokus seiner soeben verbreiteten Stellungnahme. Darin führt Schmitz u.a. aus:
Mehr als 178.000 Firmen, meist Kleinstbetriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern, haben bereits Soforthilfen beim Land Niedersachsen beantragt. Abgesehen davon, dass die Bearbeitung nur schleppend voranschreitet, weil die Masse der Anträge jeden Rahmen sprengt, sind es die Kleinbetriebe, die wegen fehlender Rücklagen ans existenzielle Limit geraten. Gastronomiebetriebe sind besonders hart betroffen. Während Essen- Bringdienste wie Dönerladen und Pizza-Bringdienste mehr Umsätze denn je verzeichnen, stehen Restaurants ebenso vor dem Aus wie beispielsweise Campingplätze mit angeschlossener Gastronomie, die jetzt mit Beginn der Hauptsaison keinen Cent Einnahmen verbuchen können. Die angebotenen „Soforthilfen“ sind dabei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, der wahrscheinlich tausende Insolvenzen kaum verhindern wird. Entscheidungen, von Bund und Land getroffen, wer und wer nicht Umsatz machen darf, produziert Verzweiflung bei vielen Betroffenen.
Maik Schmitz: „Wenn ich sehe, wie die Ungerechtigkeit der Öffnungsverordnungen des Landes Niedersachsen Tag für Tag kleine Unternehmen in die Insolvenz treibt, fürchte ich für die Zukunft nur das Schlimmste. Beispiel Northeimer Campingplatz, den seine Betreiberin erst vor wenigen Jahren übernommen hat: Wahrscheinlich müssen noch viele Investitionen abbezahlt werden, obwohl der Platz wohl ausgebucht sein soll. Die wichtige Einnahme für das Areal am Sultmer ist aber die Gastronomie, die nun zu hundert Prozent weggebrochen ist. Wenn die Inhaberin auch Anspruch auf maximal 9.000 Euro hat, kann sich jeder ausrechnen, dass man mit diesem Geld kaum die Fixkosten von Strom bis Gehälter über Monate decken kann. Auch in diesem Beispiel wird deutlich, dass das Land Niedersachsen endlich bessere, verständlichere und gerechtere Maßnahmen ergreifen muss, wenn die drohende Pleitewelle nicht zu einem dauerhaften Stillstand ganz Niedersachsens führen soll. Es darf nicht sein, dass man den Kleinen beim „sterben“ zusieht, während die Großen verkaufen dürfen!“ fordert Schmitz.
red










17.04.2020 • 11:16 Uhr

A 7: Vollsperrung zwischen Anschlussstelle Hildesheim und Dreieck Salzgitter

Bauarbeiten am Wochenende vom 24. bis 27. April in beiden Fahrtrichtungen

Im Zuge der Baustellenverkehrsführung auf der Autobahn 7 zwischen der Anschlussstelle Hildesheim und dem Autobahndreieck Salzgitter ist aufgrund von umfangreichen Schäden an der Fahrbahn ein Austausch von mehreren Betonfahrbahnplatten erforderlich. Im Zuge dieser Sofortmaßnahme müssen lockere Betonplatten unterpresst, bzw. beschädigte Betonplatten ausgebaut und mit CR-Beton (schnellaushärtender Beton) erneuert werden.

Zur Minimierung der Verkehrsbeeinträchtigungen kommen gleich drei bis vier Teams zum Einsatz die parallel arbeiten und jeweils mobile Durchlaufmischer für Schnellbetone einsetzen, um den frühfesten Straßenbeton vor Ort auf der Baustelle herzustellen. In die Sperrung integriert sind erforderliche Asphaltarbeiten zur Fahrbahninstandsetzung im Bereich der Brückenbauwerke an der Innerstebrücke und Wöhlertalbrücke sowie der Anschlussstelle Derneburg, die nur im Rahmen von Vollsperrungen durchgeführt werden können. Zusätzlich werden Brückensonderprüfungen durchgeführt.

Die Vollsperrung umfasst beide Fahrtrichtungen der Autobahn 7 für den Zeitraum ab Freitag, 24. April, 19 Uhr, bis Montag, 27. April, 5 Uhr. Der Verkehr wird für die Zeit über die ausgeschilderten Bedarfsumleitungen umgeleitet. Für die Fahrtrichtung Hannover geht die Umleitungsstrecke über die U 23 via A 39 und die U 25 via B 6 nach Hildesheim. Die Tank- und Rastanlage Hildesheim-Ost kann in dem Zeitraum nur über das untergeordnete Netz angefahren werden. In der Gegenrichtung in Fahrtrichtung Kassel wird der Verkehr über die Bedarfsumleitungen U 52 und U 54 via B 6 von der Anschlussstelle Hildesheim zur Anschlussstelle Baddeckenstedt an der A 39 umgeleitet. Die Tank- und Rastanlage Hildesheim-West ist für den Zeitraum der Sperrung der Richtungsfahrbahn Kassel ebenfalls nur über das untergeordnete Netz anzufahren.

Witterungs- und bauablaufbedingte Verzögerungen sind nicht auszuschließen.

Die für die Baumaßnahmen verantwortliche Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis.red/Foto: Thomas Fischer











17.04.2020 • 08:56 Uhr

10. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover stoppt Versammlungsverbot - Protest für Freiheit darf stattfinden

Demonstration in Hildesheim am 18. April 2020 darf unter strengen Auflagen stattfinden

Die Stadt Hildesheim hatte für die für den kommenden Samstag angemeldete Versammlung „Wer die Freiheit aufgibt, um mehr Sicherheit zu erlangen, wird am Ende beides verlieren“ mit Bescheid vom 15. April 2020 ein umfassendes Versammlungsverbot verhängt. Gestützt war das Verbot auf das Niedersächsische Versammlungsgesetz und die Niedersächsische Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom 07. April 2020 (Corona-Verordnung). Die Stadt Hildesheim ging davon aus, bei der Durchführung der Versammlung bestünde eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch einen Verstoß gegen diese Verordnung. Noch am gleichen Tag hatte der Antragsteller dagegen einen Eilantrag gestellt und insbesondere geltend gemacht, der gebotene Mindestabstand zwischen den Teilnehmern der Versammlung werde eingehalten. Er sei auch bereit, die Versammlung von 50 auf 25 Teilnehmer zu begrenzen.

Das Verwaltungsgericht Hannover hat dem Eilantrag mit Beschluss vom 16. April 2020 stattgegeben. Nach Auffassung der 10. Kammer kann das Verbot nicht auf die Corona-Verordnung gestützt werden. Die Corona-Verordnung enthalte zwar in § 2 durch die Beschränkung von Zusammenkünften von Personen faktisch ein Versammlungsverbot. Ein solch generelles Versammlungsverbot, das keine Ausnahmen zulasse, sei aber nicht mit der in Art. 8 GG gewährleisteten Versammlungsfreiheit vereinbar. Bei kleinen Versammlungen bestehe die Möglichkeit, den Gesundheitsschutz durch Beschränkungen der Versammlung zu gewährleisten. So habe die Stadt Hildesheim die Möglichkeit, das Tragen eines Mundschutzes anzuordnen, die Teilnehmerzahl zu begrenzen, Abstandsregelungen zu treffen, dem Versammlungsleiter die Erfassung von Namen und Anschrift der Teilnehmer aufzugeben und ggf. das Versammlungsgelände zu umzäunen.

Den Beteiligten steht das Rechtsmittel der Beschwerde zum Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zu.
red/fis











17.04.2020 • 08:49 Uhr

Zwischenstand: Gandersheimer Finanzamt unterstützt Unternehmen in der Corona-Krise mit Liquiditätsmitteln

. Mit steuerlichen Erleichterungen haben die Finanzämter - so beispielsweise auch die Behörden in Bad Gandersheim und Northeim - schnell auf die Corona-Krise reagiert. Ziel ist es insbesondere, die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, die durch die Corona-Krise unter immensen Umsatzeinbrüchen leiden. Finanzminister Reinhold Hilbers stellt einen ersten Zwischenstand vor, in welchem Umfang Unternehmen bereits steuerliche Hilfen beantragt und erhalten haben.

16.000 Anträge auf Herabsetzung der Einkommensteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen haben die niedersächsischen Finanzämter in nicht einmal zwei Wochen im März bearbeitet. Über 8.000 Anträge davon zielten auf eine rückwirkende Herabsetzung der Vorauszahlungen ab dem 10. März ab, verbunden mit der Erstattung der bereits geleisteten Zahlungen. Tenor aller Anträge war stets die Prognose von Verlusten für das Kalenderjahr 2020 aufgrund der Umsatzeinbrüche bei laufenden Kosten. Das Gesamtvolumen der herabgesetzten Vorauszahlungen beläuft sich auf rund 470 Millionen Euro Einkommen- und Körperschaftsteuer (Stand 01.04.2020). Darüber hinaus haben die Finanzämter rund 3.000 Anträge auf Minderung der Umsatzsteuersondervorauszahlung bearbeitet mit einem Volumen von 51 Millionen Euro. Dazu Hilbers: „Mit diesen Beträgen stützen wir die Liquidität der niedersächsischen Unternehmen.“

Auch eine Erleichterung in Form von Stundungen von Nachzahlungen aufgrund von Steuerveranlagungen der Vorjahre oder aus Umsatzsteuervoranmeldungen vor Beginn der Krise wurde häufig beantragt. So haben die Finanzämter bereits im März über 20 Millionen Euro gestundet. Rund 10.000 Stundungsanträge liegen noch vor, die mit Hochdruck abgearbeitet werden. Um zu verhindern, dass Unternehmerinnen und Unternehmer Zahlungserinnerungen trotz eingereichter Anträge erhalten, haben die Finanzämter als flankierende Maßnahme den maschinellen Versand von Mahnungen ausgesetzt. Nach der geplanten Wiederaufnahme der Mahnläufe Ende April ist mit einer zweiten Welle von Anträgen zu rechnen. Die geschätzte Zahl der dann zu versendenden Mahnungen wird bei über 100.000 liegen.red/fis/Foto: Thomas Fischer










17.04.2020 • 08:41 Uhr

Gesundheits-Tipp der Woche: Mit Hausmitteln Heuschnupfen-Beschwerden lindern

Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung:

Von Bäumen bis hin zu Gräsern: Der Pollenflug hat im Frühjahr Hochsaison. Viele Betroffene greifen dann in Absprache mit ihrem Arzt zu Medikamenten oder unterziehen sich einer spezifischen Immuntherapie, einer sogenannten Hyposensibilisierung. Doch auch Hausmittel können dazu beitragen, die Symptome zu lindern. Heuschnupfengeplagte haben meist mit Fließschnupfen, juckenden Schleimhäuten, einem trockenen Hals und gereizten Augen zu kämpfen. Um die Nasenschleimhaut zu befeuchten und so den Juckreiz etwas einzudämmen, kann eine Nasenspülung mit einer Salzlösung helfen. Die dafür notwendigen Nasenduschen und Salzlösungen gibt es in Drogeriemärkten und Apotheken.

Alternativ können Betroffene auch in einem Becher lauwarmes Wasser mit einem halben gestrichenen Teelöffel Kochsalz mischen. Sowohl gegen die gereizte Nasenschleimhaut als auch gegen einen trockenen Hals und gereizte Bronchien sind Dampfbäder hilfreich: Einfach einen Topf mit kochendem Wasser befüllen, Salz hinzugeben und zehn Minuten inhalieren. Wer möchte, kann auch gleich ein wohltuendes Bad nehmen. Bei gereizten oder geschwollenen Augen kann es helfen, Wattepads mit einem Aufguss aus dem Heilkraut Augentrost zu tränken und einige Zeit zu kühlen. Anschließend die Pads für circa 15 Minuten auf die geschlossenen Augenlider legen. Augentrost gibt es in Tropfenform in der Apotheke.

Über den DKV Experten:
Dr. Wolfgang Reuter (Jahrgang 1960) hat Medizin und Politikwissenschaften in Freiburg und Paris studiert. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er in unterschiedlichen Einrichtungen im Gesundheitswesen, 1999 kam er zur ERGO Group. Hier leitet er die Abteilung Medizinische Beratung im Leistungsmanagement der DKV Deutsche Krankenversicherung. In seiner Freizeit spielt der Vater von sechs Kindern gern Tennis und liest Thomas Mann.
red/Quelle: ERGO Group












17.04.2020 • 08:37 Uhr

Gesellschaft für bedrohte Völker: Covid-19 bedroht Indigene in russischer Arktis

Rohstoffboom bringt Großbaustellen mit wechselndem Personal

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz in Göttingen (Südniedersachsen) warnt vor einer wachsenden Bedrohung indigener Völker in der russischen Arktis durch Covid-19. Der Rohstoffboom in den Polarregionen bringt Großbaustellen mit viel wechselndem Personal. Das gefährde die traditionell dort lebende Bevölkerung: Im Norden des Landes gebe es nach den Großstädten Moskau und St. Petersburg bereits jetzt die höchste Zahl an Coronavirus-Infizierten. „Die Sami, Nenzen, Komi und anderen indigenen Völker zahlen einen hohen Preis für Russlands Wirtschaftswachstum. Nach der Zerstörung ihrer Natur und Umwelt wird nun auch ihre Gesundheit gefährdet, um Russlands Zugriff auf Rohstoffe zu sichern“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. Die Menschenrechtsorganisation fordert eine Aussetzung neuer Großprojekte in der russischen Arktis, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die betroffenen Unternehmen wollen ihre Großprojekte hingegen trotz steigender Infektionszahlen fortführen.

So erklärte der russische Erdgas-Konzern Novatek am gestrigen Mittwoch, der Bau einer neuen Fabrik nahe der Stadt Murmansk zur Herstellung von Bohrplattformen für die Erdgasförderung im Eismeer werde fortgeführt. „Nach offiziellen Angaben sind inzwischen 206 Personen auf der Großbaustelle Belokamenka an der Kola-Bucht mit dem Virus infiziert“, berichtet Delius. Innerhalb nur eines Tages hätte sich die Zahl der Infizierten unter den 11.000 Beschäftigten auf der Baustelle fast verdoppelt. Die russische Regierung war über die wachsende Zahl der Infizierten so alarmiert, dass sie am Osterwochenende medizinische Hilfsgüter einfliegen ließ, um ein mobiles Krankenhaus zu errichten.

Auch auf den Erdgasfeldern auf der weiter östlich gelegenen Yamal-Halbinsel greift Covid-19 immer mehr um sich. Die betroffenen Einrichtungen werden vor allem von dem Konzern Gazprom betrieben. Personal dieses Erdgas-Unternehmens wird für die Zunahme von Coronavirus-Infektionen verantwortlich gemacht. Nach dem Tod eines infizierten Gazprom-Mitarbeiters fragen sich viele auf der Halbinsel lebende indigene Nenzen, ob sie ausreichend medizinisch versorgt und auf mögliche Infektionen getestet werden. „Die Gesundheitsversorgung in der russischen Arktis ist katastrophal und auf eine hohe Zahl von Coronavirus-Infizierten nicht vorbereitet. Für die Indigenen in der Region kann die Pandemie zur Katastrophe werden“, warnt Delius.

Dass das Gesundheitssystem in der Polarregion bei der Bekämpfung der Seuche überfordert ist, zeigte sich Ende März 2020 in der Republik Komi, nördlich des Ural-Gebirges. Als dort innerhalb eines Tages die Zahl der Infizierten um einhundert Personen zunahm, schlugen die Behörden Alarm. Selbst in Moskau wurde dies gehört und der seit 15 Jahren amtierende Gouverneur innerhalb weniger Tage abgelöst und durch den stellvertretenden russischen Gesundheitsminister Vladimir Uiba ersetzt. Der 62-jährige soll nun das Gesundheitssystem in Komi neu strukturieren, nachdem es dort vor allem an Krankenhäusern viele Covid-19-Erkrankungen gegeben hat. red/fis











17.04.2020 • 08:33 Uhr

Ab 20. April 2020: Ausbau der Kreisstraße 424 in der Ortsdurchfahrt Behrensen

Im Zeitraum vom 20. April bis voraussichtlich zum 26. Mai 2020 wird die Fahrbahndecke der Kreisstraße K424 in der Ortsdurchfahrt Behrensen erneuert. Dafür ist eine Sperrung der Fahrbahn in zwei Abschnitten erforderlich.
Der erste Bauabschnitt vom 20. bis 28. April 2020 vom Ortseingang aus Richtung Lütgenrode bis zur Kreuzung K 424/Schmiedestraße eingerichtet. Der zweite Bauabschnitt erfolgt dann vom 29. April bis 12. Mai 2020 vom Ortseingang aus Richtung Großenrode bis zur Kreuzung K 424/Schmiedestraße. Für die Fräs- und Asphaltierungsarbeiten wird dann vom 13. bis 26. Mai 2020 in beiden Abschnitten parallel gearbeitet. Während der Erneuerung der Fahrbahndecke werden punktuell auch Arbeiten an der Gossen- und Bordanlage sowie dem Gehweg stattfinden.
Die Kreisstraße K424 wird im Bereich der Ortsdurchfahrt gesperrt. Für den überörtlichen Verkehr wird eine großräumige Umleitung über Großenrode, Moringen, Thüdinghausen, und Lütgenrode eingerichtet.

Anlieger können ihre Grundstücke weitestgehend erreichen. Mit Einschränkungen auf Grund der Bauaktivitäten ist jedoch zu rechnen. Während der Fräsarbeiten an der vorhandenen Fahrbahndecke und während des Einbaus der neuen Deckschicht können die Anlieger ihre Grundstücke jeweils nicht mit Fahrzeugen erreichen, es handelt sich dabei um einen Zeitraum von jeweils zwei bis drei Tagen. Die Anlieger werden vorab zusätzlich durch Wurfzettel benachrichtigt.
Während der Baumaßnahmen können die Mülltonnen und die gelben Säcke nur eingeschränkt abgeholt werden. Falls erforderlich, stellt das Bauunternehmen die Abfallbehälter zu einer Sammelstellte und bringt sie wieder zurück. Auch Haltestellen des Linienbusverkehrs müssen verlegt werden. Bitte achten Sie auf entsprechende Aushänge.lpd












17.04.2020 • 08:31 Uhr

Corona-Virus-Krise: Burgfestspiele Mayen sind abgesagt - Geplantes Programm soll 2021 stattfinden

Einige der in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Festspielorte vereinten zehn Freilichttheaterbühnen gehen in der Corona-Virus-Krise eigene Wegen. Nach Bad Hersfeld sind auch die Burgfestspiele Mayen offiziell abgesagt. In beiden Fällen sind die kommunalen Körperschaften Träger des Freilichttheaters. Die anderen acht Theaterfestival-Stätten - zu ihnen gehören die Gandersheimer Domfestspiele - halten sich mit ihren Entscheidungen zum weiteren Vorgehen für die Spielzeit 2020 noch bedeckt.

Die Verantwortlichen in Mayen erklärten ihre Absage des Sommertheaters mit nachfolgend dokumentierter offizieller Verlautbarung:
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kundinnen und Kunden, liebes Publikum! Leider steht es jetzt fest: auch die Burgfestspiele Mayen müssen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 im Jahr 2020 ausfallen. Diese Entscheidung hat der Stadtvorstand in Abstimmung mit dem Ältestenrat am 08.April 2020 auf Basis des im Stadtrat in einer außerordentlichen Sitzung am 1. April 2020 gefassten Beschlusses getroffen. Das Team der Burgfestspiele und alle Beteiligten bedauern diesen Schritt sehr. Aber angesichts der bisherigen und der noch zu erwartenden Ereignisse, die von der Pandemie hervorgerufen werden, blieb den Verantwortlichen keine andere Wahl. Es ist es nicht möglich, den Probenbetrieb wie geplant Ende April zu beginnen. Eine Vorbereitungsphase, die dem hohen Qualitätsanspruch der Burgfestspiele gerecht wird, ist auf absehbare Zeit nicht möglich. Auch das Risiko, dem das Ensemble während der Proben ausgesetzt wäre und die nicht abschätzbaren Gefahren für Sie, unser Publikum, sind nicht tragbar.

Das für 2020 geplante Programm werden wir nun im Jahr 2021 zeigen, in der festen Überzeugung, dass wir im nächsten Jahr mit Ihnen gemeinsam einen großartigen, spannenden, vielfältigen und vor allem gesunden Theatersommer feiern werden!

Mit Ihren bereits erworbenen oder reservierten Tickets können Sie wie folgt verfahren: Klick für Details. Die Stadt Mayen, sowie das gesamte Team der Burgfestspiele sind Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung in dieser besonderen Situation sehr dankbar. Wir freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen im Festspieljahr 2021!"
red/Quelle: Stadt Mayen











16.04.2020 • 22:05 Uhr

Geheimnis der März-Ratssitzung gelüftet: Rathaus-Führung darf Ex-Kurhotel-Bartels-Deal mit Investoren-Duo Leicht & Schleder verhandeln

Es ist viel gerätselt, mehr noch spekuliert worden, warum die 165-Sekunden kurze Sitzung des Bad Gandersheimer Stadtrates im Corona-Krisen-März 2020 im desinfektionierten Forum des desinfektionierten Schulzentrums wirklich stattfinden musste. Nun scheint das Geheimnis gelüftet. Denn offiziell ist bestätigt worden, dass in dem nichtöffentlichen Teil der Zusammenkunft eine bedeutsame Direktive auf den Weg gebracht wurde. Dabei geht es um den Verkauf der stadteigenen Immobilie Ex-Kurhotel Bartels. Die Stadtführung in Person von Bürgermeisterin Franziska Schwarz (SPD) soll in Verkaufsverhandlungen eintreten.

Bekanntermaßen hat das Bad Gandersheimer Investorenduo Leicht & Schleder ein Konzept für die Neunutzung der heruntergekommen Immobilie öffentlich gemacht (wir berichteten). Das haben die beiden Unternehmer selbstverständlich in der Hoffnung getan, die Immobilie von der Stadt erwerben zu können. Die Stadtführung unter Leitung der Bürgermeisterin hat nun das Ticket, mit den Investoren den Deal für eine Übernahme zu verhandeln und das Ergebnis dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen.

Eigentlich eine erfreuliche Entwicklung. Die Stadt könnte sich glücklich schätzen, wenn private Investoren das Heft des Handelns endlich in die Hand nehmen. Ihr präsentiertes Konzept hat den Charme einer gewissen realistischen Kategorie. Wie aber soll der Deal gestrickt werden? Die Stadt hat eine Viertel Million Euro bei dem Blitzaufkauf an den früheren Eigentümer (ein Bauunternehmer aus Duderstadt) bezahlt. Danach stellte ein neutraler Gutachterausschuss vom staatlichen Katasteramt in Northeim fest, dass der Verkehrswert des früheren Hotels bei 157.000 Euro zu taxieren ist. Mit jedem Tag des Leerstandes wird die "Schrottruine" (eine Formulierung von vor drei Jahren von der Bürgermeisterin selbst gebraucht ) immer wertloser.

Ohne hier Spekulatives in die geheimen Verkaufsverhandlungen hinein interpretieren zu wollen sind Immobilienexperten der Meinung, dass die Investoren sich bei ihren Offerten eher an den 157.000 Euro als Kaufpreis orientieren werden als an der 250.000 Euro-Summe, die die Stadt bezahlt hat. Die Fachleute raten der Stadt, sogar bei 100.000 Euro einzuschlagen, bevor sie auf dem Objekt sitzenbleiben. Man könne froh sein, dass das Investoren-Duo Leicht-Schleder als bislang einzige private Interessenten sich über eine sinnvolle Nutzung der Immobilie in Stellung gebracht habe.

Begründet würde der Deal möglicherweise durch eine gewisse "Verletztheit" insbesondere des Unternehmers Leicht. Bekanntlich ist er bereits einen spannenden Deal mit der zu hundert Prozent der Stadt gehörenden Bad Gandersheimer Domfeestspiel GmbH eingegangen. Leicht baut für die Domfestspiele ein Probenzentrum an seinem Unternehmensstandort in der Neuen Straße in Bad Gandersheim. Er wird sich dieses Investment von den Domfestspielen wie auch immer bezahlen lassen. Inwieweit nun das eine Projekt das andere in seiner Perspektive begünstigt und befruchtet, das bleibt der Fantasie der Außenstehenden überlassen. Die beiden Unternehmer haben mit Bestimmtheit klug kalkuliert, warum sie über sechs Millionen Euro in ihr Hotel-Projekt stecken. Natürlich auch aus Zuneigung, etwas für Bad Gandersheim Positives bewegen zu wollen. Aber Schleder & Leicht sind beileibe keine Samariter.
red/fis/

ie Bilder dokumentieren das Kaufobjekt "Ex-Kurhotel Bartels" durch einen riesigen Fußabdruck gesehen. Außerdem die Corona-Ratssitzung im März, ohne Beteiligung der CDU-Ratsfration und Ratsherrn Jürgen Otto (Die Linke). Foto: Thomas Fischer












16.04.2020 • 21:23 Uhr

In anderen Medien gelesen: Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim soll überregional ausstrahlen - in Lamspringe und Freden

Hildesheimer Zeitung: Ortschaften aus dem nördlichen Nachbar-Landkreis bereiten schon eigene Beteiligung vor

Die niedersächsische Landesgartenschau 2022 in Bad Gandersheim soll eine überregionale Ausstrahlung entwickeln. Das war schon immer ein wichtiger Ansatz der Eventplaner und ist auch ausdrücklich seitens des Landes so erwünscht.

Bekanntlich sind auch Landkreis-Grenzen keine Barriere für touristische Einflüsse. Das wird jetzt bekanntgewordenen Artikel in der Hildesheimer Zeitung vom 25. März deutlich, der die Beteiligungswünsche der nördlichen Nachbargemeinden Bad Gandersheims in der südlichen Randlage des Kreises Hildesheim dokumentiert. Darin wird einmal mehr deutlich, dass die regionale Motivation deutlich über den Landkreis Northeim hinaus geht und bereits jetzt spürbar wird.

Die Reportage des Autors Thomas Wedig in der Hildesheimer Zeitung beleuchtet den erfreulichen Umstand, dass die im Südbereich des Landkreises Hildesheim gelegenen Gemeinden Freden und Lamspringe bereits eigene Beteiligungsprojekte an der Landesgartenschau vorbereiten.

In beiden Kommunen hatte Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz mit einem Vortrag im Rat bzw. Verwaltungsausschuss für das Mitwirken in 2022 auch über die Stadtgrenzen der Roswitha-Stadt hinaus geworben und vielfältige Möglichkeiten der Partizipation vorgestellt.
red/Quelle: Gandersheimer Stadtverwaltung











16.04.2020 • 18:51 Uhr

Gastro-Szene: 150-jähriger Bonsai-Baum im Zentrumi der Osteria Bad Gandersheim

Optimistisch hat in dieser Woche das Team des italienischen Lokals Osteria Bad Gandersheim in die Zukunft geschaut und gehandelt: Auf der Außenterrasse der beliebten Restauration auf dem Domänenhof waren Anton und Kollegen mit dem Aufbau von Tischen und Stühlen beschäftigt. "Wir sind optimistisch. Es wird die Zeit nach der Corona-Krise kommen", so Osteria-Chef Anton.
Im Zentrum der vorsommerlichen Möblierung der Terrasse ein wunderbares Naturereignis. Der Bonsaibaum ist uralt. Anton schätzt seine Alter auf gut 150 Jahre. Damit dürfte der seltene Baum zu den ältesten in Bad Gandersheim gehören. Sehnsucht und Hoffnung sind nun bei vielen Osteria-Freunden und Freundinnen groß, in absehbarer Zeit unter dem Bonsai-Baum leckere italienische Kulinarik und einen guten Pinot genießen zu können. Die Zeit wird kommen - wenn bedauerlicherweise nicht vor oder nach einer Festspiel-Aufführung.
red/Fotos: Thomas Fischer












16.04.2020 • 18:31 Uhr

Hildesheim: Farbschmierer aus Lehrte mit Drogen und Messer festgenommen

In der vergangenen Nacht haben Bundespolizisten am Hildesheimer Hauptbahnhof einen jungen Mann (24) aus Lehrte-Aligse festgenommen.

Der polizeibekannte Drogendealer war betrunken (1,1 Promille) und beschmierte mit einem schwarzen Filzstift eine Vielzahl von Schaukästen, Fahrkarten-/Süßigkeitenautomaten, Wänden, Türen, Behältern und sonstigen Gegenständen. Dabei wurde er von Zeugen beobachtet. Die Streife der Bundespolizei stellte den Farbschmierer auf dem Bahnhofsvorplatz.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten den Filzstift in seiner Unterhose sowie neun Konsumeinheiten mit Betäubungsmitteln, vermutlich Speed. Außerdem führte der Mann griffbereit ein verbotenes Einhandmesser mit sich.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz ein. Weiterhin erwarten den 24-Jährigen erhebliche Schadensersatzansprüche der Geschädigten. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.ots










16.04.2020 • 18:27 Uhr

Trotz Gegenverkehr überholt - Radfahrerin wird bei Unfall in Hann. Münden leicht verletzt - Polizei sucht Zeugen

Die Göttinger Polizei berichtet soeben:
Bei einem Verkehrsunfall in Hann. Münden ist bereits am vergangenen Freitag (10. April 2020) gegen 12.30 Uhr eine 63 Jahre alte Pedelec-Fahrerin leicht verletzt worden.

Ersten Erkenntnissen zufolge war die Frau aus Hann. Münden mit ihrem Pedelec auf der Straße Vogelsang in Hann.Münden unterwegs, als sie im Ausgang einer Linkskurve von einem Pkw überholt wurde - und das trotz Gegenverkehrs. Bei dem Überholmanöver wurde sie von dem unbekannten Pkw leicht am linken Bein gestreift, woraufhin sie das Gleichgewicht verlor und auf die Fahrbahn stürzte. Durch den Sturz verletzte sich die 63-Jährige leicht und wurde mit einem Rettungswagen in das Klinikum Hann. Münden gefahren.

Der unbekannte Autofahrer setzte jedoch seine Fahrt unbeirrt fort und entfernte sich von der Unfallstelle. Nach Angaben der Verletzten soll es sich vermutlich um einen schwarzen Pkw gehandelt haben.

Die Polizei Hann. Münden bittet mögliche Zeugen, insbesondere auch den Fahrer des entgegenkommenden Pkw, sich unter Telefon 05541/951-0 zu melden.mb










16.04.2020 • 18:24 Uhr

Clausthal-Zellerfeld: Körperverletzung und Ladendiebstahl

Nachdem am gestrigen Mittwoch, 15. April 2020, gegen 15 Uhr, ein junger Mann eine Frau und einen Mann beim Einkaufen in einem Zellerfelder Einkaufsmarkt angepöbelt hatte und diese darauf nicht regierten, schlug der junge Mann mit einer Whiskyflasche nach dem Mann. Als die Frau dies verhindern wollte, schubste der Täter sie gegen ein Regal. Im Anschluß flüchtete der Täter aus dem Geschäft und nahm die Whiskyflasche und eine Getränkedose mit, ohne diese zu bezahlen. Der Täter sei ca. 20 Jahre alt, schlank und mit Jeansjacke und -hose bekleidet gewesen. Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Ladendiebstahl wurden eingeleitet. Hinweise bitte an das PK Oberharz in Clausthal-Zellerfeld, Telefon 05323 / 94110-0- /Krz.










16.04.2020 • 18:20 Uhr

Bodenfelde: Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz

Am gestrigen Mittwoch, 15.April 2010, fiel den Beamten des Polizeikommissariates Uslar im Rahmen einer Streife eine sechsköpfige Personengruppe auf, die in der Parkanlage neben der Kirche in Bodenfelde Alkohol konsumierten und Musik hörten. Es handelte sich den Polizeiangaben zufolge um Jugendliche im Alter von 14 bis 22 Jahren. Gegen einen der Jugendlichen wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Entsprechende Platzverweise wurden erteilt. Ein Treffen von Personengruppen ist nach derzeitiger Verfügungslage des Landkreises Northeim nicht erlaubt.br/zi











16.04.2020 • 18:15 Uhr

Solidaraktion des Nähkurses für ausländische Frauen: eutsch für Alle näht Atemmasken für den Landkreis

250 Atemmasken zum behelfsmäßigen Schutz vor dem Coronavirus hat der Verein „Deutsch für Alle“ jetzt an Landrätin Astrid Klinkert-Kittel übergeben.

Schon seit Jahren unterstützen der Landkreis Northeim und der Lionsclub Northeim die Bemühungen des Vereins für eine bessere Integration. „Nun können wir endlich etwas von dieser Hilfe zurückgeben“, sagt Jochen Lehmann, der erste Vorsitzende des Vereins.
Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, die die Atemmasken persönlich entgegennahm, sagte zu, die Masken an die nachfragenden Stellen, wie Pflegedienste und Pflegeheime, weiterzugeben. Der Landkreis Northeim ist ständig bestrebt, Schutzmaterial wie Atemmasken, Desinfektionsmittel, Schutzkittel und Handschuhe, zu beschaffen.
„In der Vorwoche konnten wir so immerhin 24 Einrichtungen mit dem notwendigen Material versorgen“, so Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, zu der immer noch angespannten Beschaffungssituation für Schutzmaterial. Denn eigentlich müssen die Einrichtungen selbst für den notwendigen Bedarf sorgen. Wo dies nicht möglich ist, versucht der Landkreis zu überbrücken.

Seit mehreren Jahren erlernen Ausländerinnen neben den Grundlagen der deutschen Sprache auch handwerkliche Kenntnisse im Nähen jeden Mittwoch im Haus des Handwerks. Einige Frauen des Nähkurses erklärten sich spontan bereit, hochwertige Stoffmasken zu nähen, die kochfest und atmungsaktiv sind. Diese stellt der Verein jetzt seinen Förderern kostenlos zur Verfügung.

1000 Masken wurden innerhalb weniger Tage unter fachkundiger Fern-Anleitung der Kursleiterin zu Hause genäht, da die Nähräume des Vereins wegen der Corona-Auflagen nicht benutzt werden können. Die Masken wurden aber nicht nur an die Kreisverwaltung, sondern auch an mittelständische Betriebe verteilt.

Lehmann: „Es ist großartig, wie wir als ein kleiner Verein auf die handwerklichen Kenntnisse unserer Näherinnen zurückgreifen und damit unsere Solidarität mit der Gesellschaft zeigen können. In dieser herausfordernden Zeit etwas für andere zu tun, ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein Gewinn für beide Seiten.“
„So herausfordernd der Umgang mit der Corona-Krise ist, so erfreulich ist die vielfältige Hilfe und Solidarität vieler Menschen im Landkreis Northeim“, stellt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel fest. Wie die Vereinsmitglieder haben mittlerweile auch zahlreiche Unternehmen im Landkreis Northeim ihre Produktionen umgestellt und fertigen dringend benötigte Schutzmaterialien wie Schutzmasken oder Desinfektionsmittel. „Für die dringend benötigte Unterstützung danke ich den Unternehmen ausdrücklich“, so die Landrätin.lpd

Zum Bild: Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (rechts im Bild) nimmt die Atemmasken von Jochen Lehmann in Empfang. Foto: lpd












16.04.2020 • 15:13 Uhr

Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim : Soeben 96 laborbestätigte Fälle im Kreis Northeim - 36 Personen genesen

Aktuell gibt es 96 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Vortag sind damit sechs neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 36 Personen - drei mehr als am Vortag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.

Bei den Neufällen handelt es sich um vier weibliche Personen - eine mittleren und dreimal fortgeschrittenen Alters - sowie zwei männlichen Personen. Die männlichen Personen sind jüngeren und mittleren Alters. Für zwei Personen werden die Ansteckungswege derzeit noch ermittelt. Die anderen hatten Kontakt mit einer infizierten Person. Fünf befinden sich in häuslicher Quarantäne, eine Person ist im Krankenhaus. Während zwei bisher ohne Symptome sind, leiden die anderen an Husten, Fieber und Kopfschmerzen.lpd











16.04.2020 • 14:46 Uhr

Heute um 13 Uhr offiziell mitgeteilt: 8.462 laborbestätigte Corona-Infizierte in Niedersachsen

Das Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium in Hannover hat heute um 13 Uhr folgende Fallzahlen der mit dem Corona-Virus infizierten Personen in den Landkreisen des Landes offiziell mitgeteilt. Für Südniedersachsen sind folgende Fallzahlen den dargestellten Landkreisen zugeordnet: Göttingen 505, Holzminden 98, Northeim 87, Goslar 133 Hildesheim 251.

Wichtige Anmerkung:
Die Zahlen können aufgrund der statistischen Erfassungen von noch aktuelleren Zahlen aus den Landkreis für 24 Stunden geringfügig abweichen.


Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 146 (+7) 116,9 3
LK Aurich 72 (+2) 37,9 4 (+1)
LK Celle 144 (+8) 80,5 9
LK Cloppenburg 85 (+1) 49,4 0
LK Cuxhaven 78 39,3 3
LK Diepholz 268 (+6) 123,3 13
LK Emsland 329 (+8) 100,5 13 (+1)
LK Friesland 27 27,3 1
LK Gifhorn 114 (+4) 64,5 3 (+1)
LK Goslar 133 (+11) 97,3 7 (+1)
LK Grafschaft Bentheim 191 (+8) 139,3 10
LK Göttingen 505 (+52) 153,9 17 (+6)
LK Hameln-Pyrmont 99 (+2) 66,6 6 (+2)
LK Harburg 388 (+6) 152,6 7
LK Heidekreis 59 (+2) 42,0 1
LK Helmstedt 91 (+9) 99,6 0
LK Hildesheim 251 (+21) 90,9 1
LK Holzminden 98 (+3) 138,7 3 (+1)
LK Leer 76 (+2) 44,5 1
LK Lüchow-Dannenberg 15 (+1) 31,0 2
LK Lüneburg 147 (+3) 79,9 0
LK Nienburg (Weser) 61 50,1 1
LK Northeim 87 (+3) 65,7 0
LK Oldenburg 182 (+2) 138,7 9
LK Osnabrück 797 (+18) 222,4 27 (+3)
LK Osterholz 72 63,1 0
LK Peine 131 (+3) 97,3 7 (+1)
LK Rotenburg (Wümme) 86 (+5) 52,5 1
LK Schaumburg 133 (+8) 84,2 5 (+1)
LK Stade 177 (+1) 86,6 6 (+1)
LK Uelzen 34 36,8 0
LK Vechta 286 (+6) 200,5 8
LK Verden 112 (+4) 81,7 1
LK Wesermarsch 51 57,5 1
LK Wittmund 21 36,8 0
LK Wolfenbüttel 127 (+14) 106,0 2 (+1)
Region Hannover 1544 (+5) 133,6 35 (+3)
SK Braunschweig 281 (+4) 113,0 7
SK Delmenhorst 32 (+1) 41,2 2
SK Emden 15 (+1) 30,0 0
SK Oldenburg 150 (+1) 88,9 0
SK Osnabrück 392 (+5) 238,4 9
SK Salzgitter 106 (+5) 101,7 5
SK Wilhelmshaven 16 21,0 0
SK Wolfsburg 253 (+3) 203,4 42 (+1)
Niedersachsen gesamt 8462 (+245) 105,8 272 (+24)
Verstorbene

red/Quelle: Gesundheitsministerium Niedersachsen










16.04.2020 • 14:24 Uhr

Im Schatten der Corona-Virus-Krise: AfD in Sorge über die Zukunft der Mitarbeiter und Tiere in den Tierparks und Zoos - Hilfe vom Land gefordert

Die AfD hat sich in einer soeben veröffentlichen Stellungnahme besorgt über die Tierparks und Zoos in Niedersachsen, die dort arbeitenden Mitarbeiter/innen und untergebrachten Tiere zu Wort gemeldet. Der Bundestags- und Kreistagsabgeordnete Jens Kästner (Nordheim) appelliert an die Niedersächsischen Landesregierung, den Tierparks sofort zu helfen. Es dürfe nicht dazu kommen, dass Tiere aufgrund existenziellen Krisen notgeschlachtet werden müssten.

Weiter heißt es in der Stellungnahmen:
"Viele, wenn nicht sogar alle Wildparks und Zoos in Niedersachsen stehen vor dem größten Problem ihrer Geschichte. Wegen der Corona-Krise und dem totalen Wegfall der Besucher sind sie alle in ihrer Existenz bedroht. Das ist für Mitarbeiter tragisch, aber für die Tiere unter Umständen tödlich. Bereits jetzt denken manche Tierparks darüber nach, welche Tiere sie „zuerst schlachten“ müssen (Direktorin des Neumünster Zoos, Verena Kaspari), um selbst überleben zu können. In Niedersachsen gibt es viele kleine Zoos, die ihre laufenden Kosten schon jetzt nicht mehr bedienen können, und auch große Tierparks wie der Zoo Hannover, wissen nicht mehr, wie sie künftig monatliche Unterhaltungskosten von bis zu einer Million Euro aufbringen sollen, wenn nicht schnellstens Hilfe in Sicht ist.
Jens Kestner: „Tierparks in Walsrode, Osnabrück, Nordhorn, der Zoo Hannover, der Serengeti-Park in Hodenhagen, Bad Pyrmont, das Wisentgehege Springe, Wildpark Lüneburger Heide oder Hardegsen und Neuhaus – das alles und noch viele weitere Zoos und Tierparks sind in einer furchtbaren Situation. Tausende Tiere müssen Tag für Tag gepflegt, ernährt und ärztlich versorgt werden, obwohl nicht ein einziger Cent durch Besucher in die Kassen fließt. Es ist jetzt ganz schnell an der niedersächsischen Landesregierung, ein Förder- und Hilfsprogramm auf die Beine zu stellen, das verhindert, Tiere schlachten zu müssen, damit Tierparks noch ein paar Tage oder Wochen überleben können. Je länger diese Krise andauert, umso dramatischer wird die Lage für die Tiere und auch für die vielen Mitarbeiter in den Zoos und Tierparks. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht.Die niedersächsische Landesregierung muss jetzt umgehend handeln! “ fordert Kestner. red










16.04.2020 • 14:12 Uhr

Niedersachsen nimmt 53 Kinder aus Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln auf

Ministerin Reimann und Landrätin Kebschull: „Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft auch in Krisenzeiten bewahren"

Niedersachsen wird am Ende dieser Woche insgesamt 53 unbegleitete Kinder aus den griechischen Aufnahmelagern der Inseln Lesbos, Chios und Samos aufnehmen. Sie sollen zunächst für den Zeitraum einer 14-tägigen Quarantäne in Niedersachsen bleiben. Der Großteil der Kinder ist unter 14 Jahren, sie alle waren unbegleitet in den griechischen Aufnahmelagern. Sie kommen ursprünglich aus den Kriegsgebieten in Syrien, Afghanistan und Eritrea.

Die Aufnahme der Kinder erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), den Innenministerien von Bund und Land sowie dem Niedersächsischen Sozialministerium und den griechischen Behörden.

Sozialministerin Carola Reimann erklärt: „Die Kinder werden zunächst an einem gut geeigneten Ort im Landkreis Osnabrück von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe betreut und begleitet. Dort ist auch die medizinische und psychologische Versorgung sichergestellt. Ich danke allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit, die die Aufnahme der Kinder in Niedersachsen ermöglicht hat."

Die Landrätin des Landkreises Osnabrück, Anna Kebschull (Foto), erklärt: „Der exakte Ort, an dem die Kinder untergebracht werden, wird zu ihrem Schutz nicht mitgeteilt. Die Kinder mussten viele Monate in erbärmlichen und katastrophalen Zuständen leben und haben zum Teil ihre Eltern im Krieg oder auf der Flucht verloren. Wir bitten deshalb um Verständnis, dass wir sie besonders schützen wollen - auch vor dem großen Interesse der Öffentlichkeit."

Alle Kinder wurden vor ihrem Abflug aus Athen gesundheitlich überprüft und haben keine Erkrankungen. Einige Kinder werden nach der 14-tägigen Quarantäne in Kommunen in Niedersachsen bleiben. Etwa 20 von ihnen haben in Deutschland konkrete verwandtschaftliche Beziehungen und werden im Anschluss an die Quarantäne dorthin übermittelt. Auch andere Bundesländer haben angeboten, einige Kinder aufzunehmen.

„Wir werden jetzt erst einmal alles dafür tun, dass die Kinder hier in einem geschützten Rahmen zur Ruhe kommen können und medizinisch so versorgt werden, wie es nach ihren Strapazen erforderlich ist", so Ministerin Reimann.

Die Politikerinnen Reimann und Kebschull erklären: „Es ist ausgesprochen wichtig, dass wir auch in Krisenzeiten unsere humanitären Werte wie Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft bewahren. Deshalb sind wir froh, dass wir diesen Kindern nun den Weg in ein neues Leben in Sicherheit ermöglichen können."
red/fis










16.04.2020 • 11:49 Uhr

Northeim: Erneuter Crash im Sollingtor-Kreisverkehr - Autofahrerin verletzt, 14.000 Euro Schaden

Am Mittwoch um 17.00 Uhr kam es auf dem Kreisel am Sollingtor zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Autofahrerin leicht verletzt wurde. Insgesamt entstand ein Sachschaden von ca. 14.000 Euro.

Ein 56 Jahre alter Autofahrer aus Hohnstedt war auf der westlichen Entlastungsstraße in Richtung Norden unterwegs. Beim Durchfahren des Sollingtorkreisels kommt er nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Pkw überfährt die Verkehrsinsel in Höhe der Straße Sollingtor und kollidiert dahinter mit dem stehenden Auto einer 56 Jahre alten Frau aus Hardegsen.

Die Hardegserin wird leicht verletzt. Beide Pkw waren anschließend nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. fal










16.04.2020 • 11:37 Uhr

Siemens AM Network Fight COVID-19 - 3Dokuteam unterstützt das Netzwerk - Mit 3D-Druckdienstleistungen Gesichtsschutz mit Visier für Pfleger und Feuerwehr

Überall gibt es jetzt mächtig Innovation und Kreativität in Zeiten der Corona-Virus-Krise. Stefanie Kruse (Bad Gandersheim) hat das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group soeben über die Arbeit des 3Dokuteams berichtet. Zielgruppen der Aktivitäten sind die Spezialisten im Kampf gegen das Corona-Virus wie Ärzte, in den Krankenhäusern, bei Polizei, Feuerwehren und in den Behörden.

Hintergrund von Stefanie Kruse erklärt:

Das Netzwerk hilft Fachleuten in der Nähe 3D-Druck Spezialisten zu finden, um dringend benötigte Teile (zum Beispiel Gesichtsvisiere, Türöffner Hands-free mal oder Türöffner Hands-free Heavy) nach Bedarf zu drucken. Es gibt einen wachsenden Mangel an medizinischen Geräten, die zur Bekämpfung der COVID-19- Pandemie erforderlich sind. Siemens stellt die AM- Netzwerkplattform zur Verfügung, für alle die Design oder Druckdienste für medizinische Geräte benötigen. Über das Netzwerk können Designer und Lieferanten weltweit die Druckservices erreichen, um den Betrieb der medizinischen Leistungen zu erhalten. ...3Dokuteam schafft Kapazitäten für die Fertigung von medizinischen Bauteilen. red










16.04.2020 • 11:24 Uhr

Zwei Brände in Northeim und Höckelheim

Am gestrigen Mittwochabend mussten die Freiwilligen Feuerwehren aus Höckelheim und Northeim gleich zwei kleinere Brände löschen.

Gegen 21.30 Uhr bemerkte ein Anwohner in der Klosterstraße einen Altkleidercontainer aus dem Flammen herausschlugen. Der brennende Container stand unmittelbar an der Hauswand eines Fachwerkgebäudes. Die alarmierte Höckelheimer Feuerwehr löschte den Brand schnell ab und verhinderte Schlimmeres. An dem Container entstand ein Sachschaden von ca. 100 Euro.

Gegen 23.40 Uhr bemerkte ein Anwohner der Seilerstraße ein Feuer im ehemaligen Lokomotivschuppen auf dem Bahnhofsgelände. Das Feuer war rechtzeitig entdeckt worden. Dementsprechend schnell konnte der Brand durch die Freiwillige Feuerwehr Northeim gelöscht werden. Der Sachschaden beträgt ca. 5.000 Euro.

Der Brandort wurde beschlagnahmt. Das 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Northeim hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise zur Brandursache liegen noch nicht vor. Ein technischer Defekt als Brandursache wird aber zurzeit ausgeschlossen. Zeugen, die am Mittwochabend in der Nähe der beiden Brandorte etwas Auffälliges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05551-70050 zu melden.fal











16.04.2020 • 11:23 Uhr

Volksbank eG Bad Gandersheim: Regional zusammenstehen - Solidarität in der Krise

Schnelle Hilfe für Menschen und Unternehmen in der Corona-Krise - dieser Aufgabe hat sich die Volksbank eG in Seesen- Bad Gandersheim gestellt. Sie hat nach Ideen und Lösungen gesucht, wie sie die Menschen und Unternehmen in dieser schwierigen Situation unterstützen und vernetzen kann.
Mit der neuen Internetseite „regionalzusammenstehen.de“ hat sie eine Lösung geschaffen, Gewerbetreibenden eine Hotline für die drängendsten Fragen zu bieten sowie mit der Rubrik „Unsere Region“ eine aktuelle Übersicht über das Angebot in der Region von lokalen Händlern, Dienstleistern, Restaurants. Viele von ihnen haben sich in der aktuellen Situation neu organisiert und bieten alternative Angebote zu ihrem herkömmlichen Geschäft. Jeder, der Interesse hat, wird in die Übersicht aufgenommen. Bereits 351 Händler werden in der Region über die Website gefunden.
Dieter Brinkmann, Vorstandsmitglied der Volksbank eG in Seesen, ist überzeugt, dass dies der richtige Schritt ist, um die Menschen zu erreichen und der Region in dieser Zeit zu helfen.
Auch auf Facebook ist „regionalzusammenstehen.de“ zu finden. Hier werden regelmäßig Infos gepostet, die für die Menschen wichtig sein können. Die Seite wird laufend erweitert und aktualisiert.
Ein Malwettbewerb und eine Geburtstagsaktion für Kinder- und Jugendliche erfreuten sich darüber hinaus einer hohen Nachfrage. Mit beiden Aktionen wurden bereits 19.000 Menschen erreicht.
Derzeit wird die komplette Seite überarbeitet, um sie noch benutzerfreundlicher zu gestalten.
„Die Region liegt uns am Herzen und wir sind auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner. Besuchen Sie unsere neue Internetseite, lassen Sie Ihr Unternehmen registrieren oder verschaffen Sie sich ein Überblick über die Händler in Ihrer Region.
Was einer nicht schafft, das schaffen viele. Gemeinsam schaffen wir das“, so Dieter Brinkmann, Vorstand der Volksbank.red/fis











16.04.2020 • 09:46 Uhr

Kulturstiftung des Landkreises Northeim bewilligt schon jetzt 450.000 Euro für Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim

Im Umlaufverfahren bewilligt der Vorstand die Förderung von 21 Projekten

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der Vorstand der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim nicht zu seiner für den 25. März 2020 geplanten Vorstandssitzung zusammenkommen. Dem Vorstand war es aber wichtig, in dieser auch für die Kulturschaffenden schwierigen Zeit den Antragstellern durch eine Entscheidung zeitnah ein verlässliches Signal für die Fortsetzung ihrer Arbeit und Planungen zu geben. In einem Umlaufverfahren wurde beschlossen, folgende Projekte zu unterstützen (siehe Liste). Den gigantischen Anteil in der Größenordnung von 450.000 Euro wurde bereits jetzt für das Kultur- und Veanstaltungsprogramm der Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim bewilligt.
Die nächste Sitzung des Vorstandes der Kultur- und Denkmalstiftung wird voraussichtlich im 4. Quartal 2020 stattfinden. Der genaue Sitzungstermin wird über die Homepage der Stiftung voraussichtlich vor den Sommerferien 2020 bekanntgegeben.

Ansprechpartner der Stiftung sind Herr Harald Rode (05551 708-384) und Frau Linda Schilling (05551 708-383).












16.04.2020 • 08:57 Uhr

Im Schatten der Corona-Krise: Entsorgungs-Container prägen das Stadtbild - Es wird saniert, modernisiert und entrümpelt

Wenn etwas in diesen Wochen der Corona-Krise in Südniedersachsen zu funktionieren scheint dann sind Bau- und Entsorgungsaktivitäten. Ein auffälliges Beispiel insbesondere für die Entsorgung liefert die südniedersächsische Ku- und Reha-Stadt Bad Gandersheim. Gleich an fast einem halben Dutzend Standortorten für renoviert, gebaut, ausgemistet, entrümpelt, repariert und wieder in Stand gesetzt.

Am Bad Gandersheimer Rathaus sind es gleich zwei Aktivitäten, die den Einsatz der Container erforderlich machen: Bei der Sanierung der Fundamente und der Fassade an der Ostseite und Südseite des Rathauses wird Abraum produziert. Gleichzeitig gehen die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Ratskeller/Ratsschänke "La Piazza" mit Intensität weiter. In den Katakomben der früheren Ratsschänke musste heftig entrümpelt werden. Jahrelang unentdeckte Schimmelbildung im Deckenbereich machten jetzt die Freilegung von marodem Mauerwerk erforderlich.

Im Bereich des Roswitha-Gymnasiums die nächste Großbaustelle mit Einsatz von Müllcontainern. Hier wird die bekanntlich die alte Sporthalle einer gründlichen Sanierung unterzogen. Bevor das geschehen kann wird die Immobilie von überflüssigem Inventar befreit. Der Sperrmüll reicht von ausgedientem Mobiliar bis hin zu abgängigen Rohr- und Elektroleitungen. Auch hier sind die Entsorgungsarbeiten den eigentlichen Bauaktivitäen vorgeschaltet.

Im Bereich des Sole-Hallenbades füllen sich seit Tagen die Container mit verrosteten. Rohrleitungen und Teilen alter Pumpen. Die Corona-Zwangspause wird von den beauftragten Firmen genutzt, um die für den Sommer geplante Generalüberholung von Technikteilen des Hallenbades jetzt abzuwickeln.

Eine weitere Baustelle mit dem Einsatz der unübersehbaren Container eines bekannten Bad Bad Gandersheimer Entsorgungsunternehmens aus der Neuen Straße war beim Cecile-Petersen -Haus des Diakonissen Mutterhauses Salem in Bad Gandersheim zu beobachten. Diakonie-Direktor Behrens bestätigte auf Nachfrage, dass in der Immobilie bekanntlich die letzten Diakonissen aus den unteren Stockwerken ausgezogen sind. Danach wurden die Wohn- und Funktionsräume (Sanitär) der Diakonissen komplett entkernt. Dabei landete teilweise Mobiliar und Hilfsgegenstände im Container, die nach Meinung von privaten Bewohnern des Hauses nicht unbedingt auf den Müll gehört hätten. "Man hätte einiges davon an anderer Stelle sicherlich noch gebrauchen und wiederverwenden können", hieß es. Diese Anregungen verpufften leider. red/ Fotos: Nicole Klawitter










16.04.2020 • 08:33 Uhr

Bei Rot über die Ampel und sich danach Verfolgsungsjagd mit der Polizei geliefert

Die Polizeibehörde in Höxter berichtet soeben:
Ein Fahrzeugführer befuhr mit seinem Pkw Ford am vergangenen Dienstag die Ostheimer Straße in Brakel (Landkreis Höxter). An der Kreuzung Am Schützenanger und Ostheimer Straße überquerte der Ford-Fahrer den Kreuzungsbereich, obwohl die dortige Lichtzeichenanlage schon länger Rotlicht anzeigte. Als der Fahrzeugführer von einer Streife angehalten werden sollte, beschleunigte dieser sein Fahrzeug deutlich und versuchte sich der Polizeikontrolle mit überhöhter Geschwindigkeit über die Landstraße 863 in Richtung Erkeln zu entziehen. Zwanzig Minuten später konnte das Fahrzeug im Rahmen einer Fahndung, an der mehrere Streifenwagen beteiligt waren, angetroffen und der Fahrzeugführer ermittelt werden. Bei dem vermeintlichen Fahrzeugführer handelt es sich um einen 19-jährigen, der aufgrund von vorausgegangenem Betäubungsmittelkonsums vor der Polizeikontrolle flüchtete. Dem jungen Mann wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen und eine Strafanzeige wegen grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fortbewegens als Kraftfahrzeugführer vorgelegt. Sein Führerschein und der gefahrene Pkw Ford wurden sichergestellt. /Ar.











16.04.2020 • 08:24 Uhr

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen - Ministerin Carola Reimann: „Frauen und ihre Kinder noch stärker vor Gewalt schützen"

Niedersachsen unterzeichnet als zweites Bundesland die Verwaltungsvereinbarung mit dem BMFSFJ

Frauenministerin Carola Reimann hat für Niedersachsen gemeinsam mit Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey eine Verwaltungsvereinbarung zur Umsetzung des Investitionsprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt gegen Frauen" unterzeichnet.

Frauen und Kinder, die Gewalt erleben, brauchen schnelle Hilfe und Unterstützung. Dafür stellt der Bund in den Jahren 2020 bis 2023 insgesamt 120 Millionen Euro bereit. Am
18. Februar ist das Bundesinvestitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen" gestartet, das Hilfs- und Beratungsangebote in den Ländern und Kommunen unterstützt. Mit dem Programm fördert der Bund den Aus-, Um-, Neubau und Kauf sowie die Sanierung von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen. Das Programm wird in enger Kooperation mit den Ländern durchgeführt.

„Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung legen wir den Grundstein für die Umsetzung des Förderprogramms in Niedersachsen", erklärt Ministerin Reimann. „Durch die Vereinbarung wird es möglich, weitere wichtige Projekte in Niedersachsen umzusetzen. Genau diese enge Zusammenarbeit ist mir sehr wichtig. Keine Frau soll Gewalt erleiden müssen. Ich bin froh, dass wir das Hilfesystem für von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder auch in Niedersachsen in den kommenden Jahren weiter stärken."

Die erste Frist zur Einreichung der Förderanfragen in Niedersachsen endet bereits am
30. April 2020. Fragen zu möglichen Förderungen richten Sie bitte an Referat202@ms.niedersachsen.de.

Die Förderrichtlinie und die Verwaltungsvereinbarung zum Bundesinvestitionsprogramm sowie das Formular zur Förderanfrage finden Sie unter: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/ministerium/ausschreibungen-foerderung/foerderrichtlinien/gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen

Die zweite Säule des Förderprogramms sind innovative Maßnahmen, um die Versorgung der betroffenen Frauen zu verbessern. Dafür stehen dieses Jahr fünf Millionen Euro zur Verfügung. Die Bundesfinanzplanung sieht für die Jahre 2021 und 2022 jeweils weitere fünf Millionen Euro vor. Mit dem Innovationsprogramm sind bereits im vergangenen Jahr fünf Bundesprojekte gestartet, die von Gewalt betroffenen Frauen helfen. Außerdem kommen die finanziellen Mittel bundesweit Fachkräften im gesamten Hilfesystem zugute.

Um auf das Thema aufmerksam zu machen, ist im November 2019 die Initiative „Stärker als Gewalt gestartet. Auf der Internetseite https://staerker-als-gewalt.de/ zur Initiative sind erstmals eine Vielzahl an Hilfs- und Beratungsangeboten gebündelt.

red/fis












16.04.2020 • 08:05 Uhr

Erstes Aufatmen bei Einzelhandelsgeschäften in Bad Gandersheim, Einbeck, Seesen und Northeim

800 Quadratmeter-Lösung ein erster Schritt, der nicht unumstritten ist - Einzelhandel fordert faire Regelung für Ladenöffnungen

Mit Blick auf die gestrigen Beschlüsse der Bundesregierung und der Bundesländer, die Ladenschließungen im Einzelhandel in mehreren Schritten je nach Größe der Verkaufsfläche aufzuheben, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine faire und sachgerechte Lösung. Läden bis zu einer 800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche dürfen zuerst wieder Kunden/innen in ihre Läden lassen. In einer Blitzumfrage haben sich Inhaber von Geschäften in Bad Gandersheim, Seesen, Einbeck und Northeim positiv geäußert. "Das ein erster guter Schritt für unsere Kunden und Mitarbeiter", zeigte sich der Geschäftsführer eines Modegeschäftes in Nordheim erleichtert. Da die Läden in den genannten Orten fast alle unter 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben, dürften alle Geschäfte wieder geöffnet werden.

Ein Lobbyvertreter der Einzelhändler erklärte ergänzend in seinem Statement: „Die Regelungen zur Wiedereröffnung der Nicht-Lebensmittelhändler müssen diskriminierungsfrei sein. Lockerungen der Ladenschließung dürfen sich nicht an Betriebsgrößen oder Verkaufsflächen festmachen. Die jetzt beschlossenen Vorgaben führen zu Wettbewerbsverzerrungen und Rechtsunsicherheiten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Es gebe aus Sicht des Handels kein Sachargument für eine stufenweise Öffnung der Läden, Abstands- und Hygieneregeln könnten sowohl in kleinen als auch in großen Geschäften eingehalten werden. Die Unternehmen seien in der Lage entsprechende Vorgaben umzusetzen. Der HDE appelliert deshalb an die Politik, die Beschlüsse zu überdenken und entsprechend anzupassen. Insgesamt leide ansonsten auch der Einkaufsort Innenstadt. Denn die Kunden seien in der Folge verunsichert, welche Geschäfte geöffnet und welche Läden geschlossen seien. „Wir brauchen eine für alle Händler faire Regelung, die für Unternehmen und Kunden auf den ersten Blick transparent ist“, so Genth weiter.

Mit der möglicherweise baldigen Wiedereröffnung der Geschäfte sieht der Handelsverband die Krise für den Handel aber noch lange nicht als überstanden an: „In den letzten vier Wochen ist im Nicht-Lebensmittel-Einzelhandel ein Schaden von rund 30 Milliarden Euro entstanden. Viele Handelsunternehmen stehen kurz vor der Pleite. Die staatlichen Hilfen sind weiterhin bitter nötig“, so Genth. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen seien auf finanzielle Soforthilfen und Kreditprogramme angewiesen. Hier habe die Politik sehr schnell die Initiative ergriffen, im weiteren Krisenverlauf müsse aber sicherlich noch nachjustiert werden. Vor allem auch Branchen wie der Modehandel, der ein stark an der Saison orientiertes Sortiment vorhält, seien in großer Bedrängnis. Die oftmals schon vor Wochen bestellte und angelieferte Frühjahrskollektion sei in Kürze nicht mehr verkäuflich, die Umsätze könnten nicht aufgeholt werden. Genth: „Die Coronakrise führt für den Einzelhandel insgesamt zu sehr schwierigen Rahmenbedingungen. Die Verbraucherstimmung ist auf einem Rekordtief. Wir brauchen dringend ein begleitendes Konjunkturprogramm.“
red/fis/Foto: Nicole Klawitter/Screenshot Mackenrodt Einbeck "Mode für Männer"















16.04.2020 • 07:36 Uhr

Die gute Nachricht: Erneut weniger Fahrräder in Niedersachsen gestohlen -Göttingen mit an der Spitze - Alle 17 Minuten wird eine Fahrrad geklaut

Aber immer noch 31.565 zuviel - LKA gibt Tipps "Räder richtig sichern" - Beispielsweise abschließen oder anketten

Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist in Niedersachsen 2019 zum fünften Mal in Folge zurückgegangen. Insgesamt wurden 31 565 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als 32 090 Räder unfreiwillig ihren Besitzer gewechselt haben. Diese Fakten hat soeben das Innenministerium in Hannover veröffentlicht.

Im Vergleich zum Jahr 2014 nahm die Zahl der Fahrraddiebstähle einschließlich unbefugter Ingebrauchnahme sogar um 7 605 ab. Damals zählte die Polizei insgesamt 39 170 Fälle.

Die andere Nachricht: Das offenbar äußerst einträgliche Fahrrad gehört in Niedersachsen zu den beliebtesten Diebesobjekten. Im vergangenen Jahr wurden zwischen Harz und Nordsee 86 Fahrräder pro Tag gestohlen, fast alle 17 Minuten eines. Fahrraddiebstahl zählt mit einem Anteil von rund 19 Prozent zu den häufigsten Diebstahlsdelikten in Niedersachsen - vor dem Ladendiebstahl.

Die Dunkelziffer ist dabei hoch. Die wenigsten Fahrraddiebstähle werden angezeigt. Dies bestätigen die repräsentativen Dunkelfeldstudien des Landeskriminalamts (LKA) Niedersachsen aus den Erhebungsjahren 2013, 2015 und 2017. Demnach ist im Jahr 2016 nur jeder zweite Fahrraddiebstahl in Niedersachsen polizeilich registriert worden. So wurden 2016 in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für Niedersachsen rund 36 500 Fahrraddiebstähle erfasst. Auf Basis der repräsentativen Dunkelfeld-Untersuchung des LKA Niedersachsen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass 2016 noch einmal eine vergleichbare Größenordnung an nicht angezeigten Taten hinzukommt.

Die Statistiken zeigen auch, dass die Schadenssumme im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent gestiegen ist. Trotz rückläufiger Fallzahlen ist der durch Fahrraddiebstähle verursachte Schaden um mehr als zwei Millionen Euro auf 16,5 Millionen Euro gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte jedes entwendete Rad im Durchschnitt einen Wert von 535 Euro. 2018 war ein als gestohlen gemeldetes Fahrrad 457 Euro wert.

Der Anstieg in dieser Statistik dürfte mit der Zunahme hochpreisiger Räder und teurer E-Bikes zu erklären sein, die zunehmend ins Visier der Langfinger geraten. Konkrete Zahlen zu E-Bike-Diebstählen weist die PKS nicht aus, da alle Fahrräder zusammengefasst werden. Aber anhand der Zahlen aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem, der sogenannten Eingangsstatistik, lässt sich der Trend ablesen, dass Diebstähle von E-Bikes und Zubehör zunehmen. Im Vergleich zum Jahr 2016 haben sich 2019 die Fallzahlen im niedrigen vierstelligen Bereich nahezu verdoppelt.

Die meisten Räder pro 100 000 Einwohner wurden im vergangenen Jahr in Lüneburg (1 603 Diebstähle) gestohlen. Danach folgen Nienburg (1 550), Göttingen (1 444), Osnabrück (1 203) und Leer (992).

Die Aufklärungsquote lag 2019 bei 13,5 Prozent. Damit liegt die Quote über dem bundesweiten Durchschnitt von 9,2 Prozent. Deutschlandweit wurden 2019 rund 278 000 Fahrräder gestohlen.

Dabei ist es gar nicht so schwer, Räder gegen Diebstahl zu schützen. "Schon einfache Maßnahmen können vor Fahrraddiebstahl schützen. Dazu gehört zum Beispiel ein stabiles Schloss, das groß genug ist, um das Rad an einem festen Gegenstand anzuschließen", sagt Dirk Behrmann, Leiter der Zentralstelle Prävention im Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen. Weitere Informationen und Tipps zum Schutz vor Fahrraddiebstahl finden Radler im Faltblatt "Räder richtig sichern", das in jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle kostenlos erhältlich ist oder im Internet unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/diebstahl-von-zweiraedern heruntergeladen werden kann.

Folgen von Corona: Die zahlreichen Corona-Schutzmaßnahmen haben sich auf die Zahl der Fahrraddiebstähle erheblich ausgewirkt. Auch wenn die aus der sogenannten Eingangsstatistik erhobenen Zahlen täglichen Schwankungen unterliegen und nicht valide sind, hat die Polizei in Niedersachsen in diesem März 40 Prozent weniger Fälle im niedrigen vierstelligen Bereich registriert als im März 2019.
red/fis/Foto: Thomas Fischer











15.04.2020 • 21:08 Uhr

Kontaktsperrekoller in Bad Harzburg: Polizei droht Randalierer mit Zelle und er gab Ruhe

Am gestrigen Dienstag wurde die Polizei gegen 20.30 Uhr, durch Mitbewohner eines Mehrfamilienhauses zu einer Wohnung im Ostviertel von Bad Harzburg gerufen. Ein 32-jähriger Mieter war ausgeflippt, hatte in seiner Wohnung randaliert und mehrere Gegenstände in den Vorgarten des Mehrfamilienhauses geworfen. Außerdem beschädigte er zwei Lampen im Treppenhaus. Er wurde durch die eingesetzten Polizeibeamten zur Unterlassung weiterer Straftaten und zur Ruhe ermahnt, da er ansonsten in das polizeiliche Gewahrsam verbracht werde. Nach der dieser Androhung kam es zu keinen weiteren Vorfällen. Wegen der Sachbeschädigung wurde ein Strafverfahren eingeleitet.ots










15.04.2020 • 21:03 Uhr

Tierische Begegnung: Was macht die Nilgans auf dem Bad Gandersheimer "Kurhaus"-Dach?

Mit offenen Augen durch das Bad Gandersheimer Kurviertel spaziert und fix das Handy bei der Hand: So ist es heute Keglerheim-Wirt Gebhard Jungblut passiert. Plötzlich ergab sich ein tierisches Motiv.

Bei seinem Gang die Begegnung der anderen Art: Jungesblut entdeckte auf dem Dach des ehemaligen Kurhauses Bad Gandersheims prominenteste Nilgans. Majestätisch, stolz, über allem stehend. In der Manier eines Aasgeiers stand sie da. Alles im Blick ihrer scharfen Augen. Nicht nur Gebhard Jungesblut, auch wir vom Redaktionsnetzwerk stellten uns die Frage: Was macht die Nilgans auf dem Dach? red/ Foto: Gebhard Jungblut










15.04.2020 • 20:49 Uhr

Typisch deutscher Weg: Vorsichtiger Einstieg in den Ausstieg - aber keine Rückkehr zur Normalität!

Erste Lockerungen im Einzelhandel - Harte Verbote für Kirchen und Seniorenheime bleiben bestehen

Ministerpräsident Stephan Weil zeigte sich zufrieden mit den heute in einer Telefonkonferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin getroffenen Vereinbarungen. In den letzten Wochen sei es in Niedersachsen und in ganz Deutschland gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus deutlich zu verlangsamen und gleichzeitig das Gesundheitssystem für eine intensivmedizinische Behandlung von Covid-19-Patienten zu ertüchtigen.

Auch in den nächsten Wochen sei gemeinsame Disziplin und gegenseitige Rücksichtnahme weiterhin notwendig. „Ich bitte die Menschen in Niedersachsen um Verständnis dafür, dass die bereits geltenden deutlichen Beschränkungen der Kontakte zwischen nicht in einer häuslichen Gemeinschaft lebenden Personen bis zum 3. Mai aufrechterhalten bleiben. Das bedeutet: Aufenthalt im Freien nur mit einer weiteren, nicht im eigenen Haushalt lebenden Person und strenge Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern. Auch im Privaten bleibt es bei einer Begrenzung auf eine sehr kleine Zahl gleichbleibender Kontakte. Das ist nötig, weil die Infektionsgeschwindigkeit bei einer Zunahme der Kontakte sehr schnell wieder steigen kann. Es gilt jetzt, die Erfolge der letzten Wochen zu sichern."

„Lockerungen können", so Stephan Weil, „nur sehr vorsichtig und nur Schritt für Schritt erfolgen. Bei der Auswahl der jetzt nach und nach wieder zu öffnenden Bereiche haben wir sehr gewissenhaft abgewogen, welche Auswirkungen damit für die Verbreitung des Virus zu befürchten sind und welche volkswirtschaftlichen Schäden bei einer Fortdauer der Schießung drohen. Wir behalten aber auch die mit den Beschränkungen einhergehenden gesellschaftlichen Probleme im Auge."

Vom 20. April 2020 an dürfen auch in Niedersachsen alle Geschäfte bis 800 qm Verkaufsfläche sowie unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz- und Fahrradhändler und Buchhandlungen mit strengen Hygieneauflagen und Zugangssteuerungen wieder öffnen. „Ich setze darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger hier bei uns in Niedersachsen sehr verantwortungsvoll mit dieser schrittweisen Öffnung des Einzelhandels umgehen werden", so Ministerpräsident Weil eindringlich. „Was wir gar nicht brauchen, sind lange Shoppingausflüge, wer kann, sollte potentielle Stoßzeiten vermeiden."

Umsichtiges und achtsames Verhalten sei beim Einkaufen und insbesondere auch im Öffentlichen Personennahverkehr unbedingt erforderlich, unterstrich der Ministerpräsident. „Beim Einkauf und im ÖPNV wird das Tragen von Alltagsmasken dringend empfohlen. So können wir das Risiko von Infektionen durch diejenigen verringern, die das Virus in sich tragen, ohne dabei Symptome aufzuweisen. Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger darum, dass sie nicht versuchen, an medizinische Schutzmasken zu kommen, diese müssen unbedingt den Beschäftigten in unseren Krankenhäusern und in den Alten- und Pflegeheimen vorbehalten bleiben."

Stephan Weil bittet die Kinder und Jugendlichen in Niedersachsen noch um Geduld, was die Wiederaufnahme des Schul- und Kitabetriebes anbelangt: „Ich kann mir vorstellen, dass viele von Euch froh wären, wenn Kitas und Schulen schon bald wieder öffnen würden. Leider werden wir aber erst in zweieinhalb Wochen mit einigen wenigen Klassenstufen beginnen können und die Kleineren müssen länger warten als die Größeren. Ich hoffe, dass wir bei einem günstigen Verlauf dann nach und nach diese Angebote ergänzen können."

Die Notbetreuung in den niedersächsischen Kitas und Schulen aber werde, so Weils Signal an die Eltern, die jetzt wieder in den Arbeitsalltag eintreten müssten, fortgesetzt und auch spürbar ausgeweitet.

Auch Menschen in Pflegeheimen und in Senioren- und Behinderteneinrichtungen müsse er leider, so der Ministerpräsident, um Verständnis bitten, dass aus Gründen des Infektionsschutzes Einschränkungen weiter notwendig seien. Es sei allerdings vorgesehen, zusammen mit Fachärzten für Krankenhaushygiene für die einzelnen Heime jeweils Konzepte zu entwickeln, um die für die Betroffenen und ihre Angehörigen schon jetzt schwer zu ertragende soziale Isolation zu verringern.

Ein besonderes Anliegen ist es dem Ministerpräsidenten, allen gläubigen Menschen die Ausübung ihrer Religion zu ermöglichen. Dabei müssten aber bitte bis auf weiteres digitale Wege genutzt werden. Religiöse Zusammenkünfte aber werden bedauerlicherweise auch weiterhin zunächst nicht möglich sein.

„Wir werden in den nächsten zwei Wochen die Entwicklung der Infektionszahlen und der Krankenhausbelegung in Niedersachsen sehr genau beobachten", kündigte Stephan Weil an. Bei einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen beziehungsweise der Ausbreitungsgeschwindigkeit müssten Lockerungen ggfs. auch wieder zurückgenommen werden.

Weil: „Wir bewegen uns auch in Deutschland und Niedersachen auf dünnem Eis. Ein Rückschlag wäre insbesondere für unsere Risikogruppen gefährlich, aber auch für diejenigen, die dann die Rettungsmaßnahmen vornehmen müssten, wie Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte. Bitte nehmen Sie alle in den nächsten Wochen besonders viel Rücksicht auf Menschen, die sich wegen ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen keinesfalls anstecken sollten und auf die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Also: Nicht lockerlassen mit den eigenen Hygienemaßnahmen, weiter Abstand halten im öffentlichen Raum, direkte Kontakte auf ein Minimum reduzieren und kritisch auf eigene Symptome achten. Und bitte unbedingt weiter solidarisch sein und sich gegenseitig helfen! In Niedersachsen halten wir zusammen - mit Abstand!"red/Foto: Thomas Fischer











15.04.2020 • 20:43 Uhr

Gute Nachricht zu den Spritpreisen: Diesel fällt auf historische Tiefstmarke von 1 Euro

Es ist der Beinahe-Stillstand auf den Straßen. Es ist der gelähmte automobile Bewegungsmodus. Der Absatz von Diesel und Super ist auch bei den hiesigen Tankstellen gigantisch eingebrochen. Pächter klagen über Umsatzeinbußen von bis zu 70 Prozent.
Daran ändernoffenbar die gefallenen und damit attraktiven Spritpreise offenbar wenig. An den Tankstellen ist der Preisbeispielsweise für ein Liter Diesel bei der Rekord-Niedrigmarke von 1,00 Euro angekommen. So gesehen an den Tankstellen der Raiffeisen in Altgandersheim und Esso in Lamspringe. Man darf gespannt sein, wie sich die Drosselung der Ölförderung in den OPEC-Staaten auswirken wird.
red/Fotos: Thomas Fischer












15.04.2020 • 18:09 Uhr

Gute Nachrichten um 18 Uhr: Alles Bingo wieder bei Presse-Krause in Bad Gandersheim

Gibt es zu wenig leidenschaftliche Lotto-Spieler und -spielerinnen im Northeimer Kreistag?

Die heutige Beendigung des Wirrwarrs wegen der umstrittenen Schließung von Lotto-Annahmestellen im Landkreis Nordheim ist bei Betreibern der Annahmestellen wie bei Lotto-Spielerinnen und Spielern mit Erleichterung aufgenommen worden.

"Besondere unsere älteren Kundinnen und Kunden freuen sich schon riesig darauf, kommenden Samstag ihrem beliebten Ritual nachgehen zu dürfen, endlich wieder wie gewohnt Lotto und Bingo spielen zu dürfen", erfuhr unserer Fis Work Media Group Reporter vor wenigen Minuten bei seiner Basis-Recherche von den beiden Betreibern in dem beliebten Lotto- und Zeitschriften- und Zigaretten-Geschäft Am Plan.

Bei aller Zufriedenheit über die jetzige Klarstellung durch das Land Niedersachsen und die nachgeholte Freigabe durch den Landkreis Northeim bleibt ein bitterer Nachgeschmack: "War diese Fehlinterpretation und Verunsicherung der Menschen wirklich nötig?" "Haben denn die anderen Landkreises um Northeim herum alles falsch gehandelt, als sie die Annahmestellen nicht geschlossen haaben?

Am Tag der Klarstellung durch das Land Niedersachsen vom Landkreis Northeim weiter steif und fest an seinem Schließungsbeschluss festzuhalten - publiziert in den Northeimer Neuesten Nachrichten - wird von Beobachtern als "Starrsinn" und "wenig professionelles Vorgehen" in der Corona-Krise eingestuft.

Die AfD-Politiker Maik Schmitz und Jens Kestner, beide im Northeimer Kreistag, werden in ihrer Schelte deutlicher: "Landrätin Klinkert-Kittel und ihr Erster Kreisrat Richert sind offenbar überfordert!" Bei der Umsetzung der simpelsten Vorgaben vom Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium werde mit Existenzen von Gewerbetreibenden gespielt, meinte Jens Kestner vorwurfsvoll.

Andere hegen eine ganz andere Vermutung: im Northeimer Kreistag und in der Kreisverwaltung würde es schlicht zu wenig leidenschaftliche Lotto- und Bingo-Spieler und -spielerinnen geben. red
Fotos: Thomas Fischer












15.04.2020 • 17:15 Uhr

„Unbezahlbar und freiwillig" - Auftakt zum 17. Niedersachsenpreis für Bürgerengagement am 15. April 2020

Hilfe und Unterstützung für Mitmenschen sind gerade in diesen Zeiten wichtig. In der grassierenden Corona-Pandemie beweisen immer mehr Menschen in Niedersachsen Zusammenhalt. Es haben sich viele ehrenamtliche Initiativen gebildet - vom Einkaufsservice, über Ideen, mit denen der Alltag zu Hause abwechslungsreicher gestaltet werden kann, bis hin zum virtuellen Live-Konzert ist vieles dabei. Ebenso bieten Verbände, Vereine und Initiativen Unterstützung und Hilfe an. Das ist ein großartiger Beitrag zur Bewältigung der vielen Herausforderungen durch die Ausbreitung des Corona-Virus.

Das vielfältige freiwillige Engagement in Niedersachsen - auch jenseits von Corona - würdigt und unterstützt der Wettbewerb „Unbezahlbar und freiwillig - der Niedersachsenpreis für Bürgerengagement". Die Sparkassen in Niedersachsen, die VGH Versicherungen und die Niedersächsische Landesregierung richten diesen Wettbewerb zum 17. Mal aus. Ab Mittwoch, 15. April 2020, sind Ehrenamtliche, Vereine, karitative Institutionen, Initiativen und Selbsthilfegruppen aus Niedersachsen, die sich freiwillig und gemeinwohlorientiert engagieren, zur Teilnahme am Wettbewerb eingeladen.

Die Bewerbung soll möglichst auf der Website www.unbezahlbarundfreiwillig.de eingestellt werden (alternativ schriftlich an die Niedersächsische Staatskanzlei, „Unbezahlbar und freiwillig", Planckstraße 2, 30169 Hannover). Einsendeschluss ist der 10. Juli 2020.

Insgesamt vergibt die Jury zehn Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro. Zusätzlich loben die Partner gemeinsam mit NDR 1 Niedersachsen einen Hörerpreis aus, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Dazu werden sich sechs Initiativen zwischen dem 24. und 27. November 2020 der Wahl der Hörerinnen und Hörer von NDR 1 Niedersachsen stellen.

In der Bewerbung ist das Projekt oder die Maßnahme nachvollziehbar zu beschreiben. Sie muss folgende Informationen beinhalten:
- Beschreibung des freiwilligen Engagements (maximal zwei Seiten), Anlagen sind möglich,
- Darstellung der Ziele und Zielgruppe des Projektes oder der Tätigkeit,
- Startzeitpunkt des Projektes oder der Tätigkeit,
- Anzahl der beteiligten Engagierten, eventuelle Kooperationspartner sowie
- Angabe zur Finanzierung des Projektes.

red/fis











15.04.2020 • 17:13 Uhr

Neuregelungen des Landes: Öffnung von Lottoannahmestellen und Quarantänepflicht für Reiserückkehrer

Am späten Dienstagnachmittag hat das Land Niedersachsen offene Fragen in Bezug auf Lottoannahmestellen geklärt. Bei reinen Lotto-Annahmestellen gilt die Vorgabe, dass diese geschlossen bleiben. Wenn eine erlaubte Verkaufs- und Dienstleistungsstelle - wie zum Beispiel ein Zeitungskiosk - auch eine Lotto-Annahmestelle betreibt, dürfen die Lotto-Dienste nebenher angeboten werden.
„Ich freue mich, dass das Land unsere Rückfrage hinsichtlich der Lottoannahmestellen endlich beantwortet hat und nun Klarheit herrscht“, erklärt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. Diese Regelung gilt damit ab sofort auch im Landkreis Northeim.

Das Land Niedersachsen hat auch seine Verordnung über die Einschränkung sozialer Kontakte überarbeitet. Wer sich im Ausland aufgehalten hat, muss sich nach seiner Einreise nach Niedersachsen für 14 Tage häuslich absondern, wie es in der Landesverordnung heißt. Besuche von Personen, die nicht zum Hausstand gehören, sind in dieser Zeit nicht erlaubt. Außerdem sind die Betroffenen verpflichtet, dem zuständigen Gesundheitsamt die Rückkehr zu melden. Die Gesundheitsdienste des Landkreises Northeim sind telefonisch unter 05551/708570 oder per E-Mail an gesundheitsdienste@landkreis-northeim.de zu erreichen.
Die Regelung gilt nicht für diejenigen, die weniger als 48 Stunden im Ausland waren und keine Symptome einer COVID-19-Erkrankung aufweisen. Bislang galt für Reiserückkehrer in Niedersachsen nur ein Betretungsverbot bestimmter Einrichtungen. Auf die neuen Einreiseregelungen haben sich Bund und Länder vergangene Woche geeinigt.

Ausgenommen sind folgende Personengruppen, sofern sie keine Covid-19-Symptome zeigen: Personen, die unaufschiebbar beruflich bedingt Personen, Waren und Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Luft-, Schiffs-, Bahn- oder Straßenpersonenverkehrsunternehmen sowie Unternehmen, die Flugzeuge warten, Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nach §4a des Bundespolizeigesetzes sowie Besatzungen von Sanitäts- und Organflügen, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit im Ausland aufgehalten haben; Personen, die unaufschiebbar beruflich bedingt täglich, für einen Tag oder für wenige Tage nach Niedersachsen einreisen oder aus Niedersachsen ausreisen; Beschäftigte im Gesundheitswesen und im Pflegebereich; Personen, die Dienstleistungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen erbringen; Angehörige von Feuerwehren und Rettungsdiensten sowie des Katastrophenschutzes; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Behörden des öffentlichen Gesundheitsdienstes; Bedienstete des Justiz- und Maßregelvollzugs; Angehörige des Polizeivollzugsdienstes; Mitglieder des Europäischen Parlaments, des Deutschen Bundestages und der Parlamente der Länder sowie Personen, die mit der Pflege diplomatischer oder konsularischer Beziehungen betraut sind.
lpd












15.04.2020 • 16:59 Uhr

Corona-Krisen-Gipfel empfiehlt Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August 2020 - Müssen Gandersheimer Domfestspiele abgesagt werden?

Die Organisatoren von Großveranstaltungen müssen weiterhin unter den Folgen der leidigen Corona-Virus-Krise massiv leiden: Heute wurde bereits in diversen Medien berichtet, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 verboten bleiben sollen. Das betrifft beispielsweise Fußball-Bundesligaspiele. Auch die Freilichttheater in Deutschland dürften davon betroffen sein. In Bad Hersfeld hat die Stadt als Träger des Theaterfestivals bereits reagiert. Schon vorigen Donnerstag fiel die Entscheidung in einem Gremium der Stadt, das Freilichttheater total abzusagen (wir berichteten).

Eine zunächst erwartete einheitliche Vorgehensweise in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Festspielorte hatten die Bad Hersferlder mit ihrem Vorpreschen durchkreuzt. Andere warten noch ab. Für Bad Gandersheim gilt als sicher, dass die Entscheidung zum Wochenende offiziell bekanntgegeben wird.

Angesichts der aktuellen Realitäten in der de facto abklingenden Corona-Krise wird mit einer ähnlichen Entscheidung wie in Bad Hersfeld gerechnet. In Bad Gandersheim wird deswegen ein entsprechender Gremiumbeschluss im Aufsichtsrat erwartet. Festspiel-Geschäftsführer Thomas Groß organisiert sein Management dem Vernehmen im Homeoffice von Wien aus.

Ein offizielles Statement nach der Entscheidung in Bad Hersfeld und den heutigen neuen neuen Verbotsansagen aus dem Krisentab der Bundesregierung ist am Dienstag bei der Gandersheimer Festspielleitung nachgefragt. Es wurde von Pressesprecher Frank Bertram zugesagt. Noch liegt es nicht vor.

Vor zwei Jahren waren die Vorboten des Gandersheimer Theaterfestivals bereits im Stadtbild wahrnehmbar. Das Bild dokumentiert das. Die Aufbautenarbeiten der Tribüne vor dem Portal der Gandersheimer Stiftskirche stammen vom 12. April 2018 .
red/Foto: Thomas Fischer










15.04.2020 • 16:38 Uhr

16-jähriger Kradfahrer sieht Pkw nicht: Bei Zusammenstoß verletzt über 15.000 Euro Schaden

Ein 16-jähriger Kradfahrer aus dem Bereich Einbeck befuhr am Dienstag, 14.04.2020, gegen 15.30 Uhr die Beverstraße in Einbeck und wollte von dort nach links in die Grimsehlstraße abbiegen. Er übersah jedoch einen 20 Jahre alten Einbecker, der mit seinem Pkw die Beverstraße aus Richtung Altendorfer Tor in Richtung Bahnhof befuhr. Im Einmündungsbereich stießen die Fahrzeuge zusammen, wobei der Kradfahrer Verletzungen davontrug, die eine Zuführung ins Krankenhaus notwendig machten. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 15500,- Euro.pap










15.04.2020 • 10:40 Uhr

Hardegsen: Panzergranate bei Bauarbeiten gefunden und professionell gesprengt

Am Dienstag gegen 17.00 Uhr wurde bei Baggerarbeiten auf dem Gelände des Umspannwerkes Hardegsen eine deutsche Panzergranate aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Die Baggerarbeiten wurden eingestellt und das Gelände um den Fundort von der Polizei abgesperrt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Hannover wurde angefordert. Die Experten trugen die Granate gegen 20.27 Uhr auf ein angrenzendes Feld und sprengten sie dort kontrolliert und mit einem Sicherheitsradius von ca. 300 Meter. Alles gut gemacht! fal











15.04.2020 • 09:37 Uhr

Migranten- und Ausländer-Aufenthalte "vorübergehend geregelt" - Trotz abgelaufenem Schengen-Visum ist Aufenthalt erlaubt

Staatsangehörige eines Nicht-EU-Mitgliedstaates, können sich mit einem sogenannten Schengen-Visum bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraumes von 180 Tagen in Deutschland aufhalten und teilweise auch arbeiten. Auf Grund der Corona-Pandemie sind die Regelungen zum Aufenthaltsgesetz jetzt durch eine Verordnung angepasst worden. Das teilt soeben die Pressestelle des Landkreises Nordheim mit.

Ausländerinnen und Ausländer, die sich am 17. März mit einem gültigen Schengen-Visum in Deutschland aufgehalten haben oder in der Zeit nach dem 17. März bis 8. April 2020 mit einem gültigen Schengen-Visum nach Deutschland eingereist sind, dürfen auch nach dem Ablauf ihres Aufenthaltstitels bis zum 30. Juni hier bleiben.
Sofern das Schengen-Visum auch eine Erwerbstätigkeit geregelt hat, bleibt auch diese bis zum 30. Juni 2020 erlaubt.

Mit dieser Regelung berücksichtigt das Bundesinnenministerium die außergewöhnliche Situation von Inhabern auslaufender Schengen-Visa, die Deutschland aufgrund der weitreichenden Beschränkungen internationaler Reiseverbindungen vorübergehend nicht verlassen und in ihre Heimatländer zurückreisen können. Dies soll einen strafbaren, unbefugten Aufenthalt verhindern.lpd











15.04.2020 • 09:30 Uhr

In anderen Medien gelesen: "Vorauseilender Gehorsam“ - Thüringer Pfarrverein kritisiert Umgang der Kirche mit der Corona-Krise

Der christliche Nachrichtendienst idea setzte sich in einem aktuellen Beitrag vom 14. April 2020 mit der Rolle von Kirchenleitungen auseinander. Sie hatte den staatlichen Verboten von Gottesdienst vollkommen undifferenziert und unkritisch zugestimmt. In den Gemeinden regt sich angesichts dieses devoten und staatsunterwürfigen Verhaltens Unmut bis Wutz.


Quedlinburg (idea) – An dem Umgang von Kirchenleitungen mit der Corona-Krise gibt es zunehmend Kritik. Nun haben der Vorsitzende und die Syndikusrechtsanwältin des Thüringer Pfarrvereins, Pfarrer Martin Michaelis und Caroline Kienitz (beide Quedlinburg), eine Stellungnahme unter dem Titel „Seid nüchtern und wachet!“ auf der Internetseite des Pfarrvereins veröffentlicht.

Kirchenleitungen hätten staatlichen Verboten – etwa bei Gottesdiensten – teilweise sogar vorauseilend und zudem ohne Beteiligung der Gemeinden, Synoden oder Pfarrerschaft zugestimmt. „Einsamen, Alten, Kranken, Sterbenden an der Schwelle zum ewigen Leben, ob mit oder ohne Corona-Infektion, sollen geistlicher Zuspruch, die Sakramente und der Kontakt zu ihren Liebsten vorenthalten werden; von Kirchenleitenden wird das als ein Erfordernis der Nächstenliebe bezeichnet“, heißt es in dem Schreiben.

„Das rüttelt an den Grundfesten des Glaubens und der Kirche.“ So drohten Gemeinden momentan lediglich „als Konsumenten geistlicher Versorgung“ gesehen zu werden, auf die unter Umständen ohne weiteres verzichtet werden könne. Das wiederum sei nicht mit dem Kirchenverständnis der Confessio Augustana von 1530 vereinbar.

Wirken Kirchen selbst an der Behinderung der Dienstausübung mit?

Vor dem Hintergrund müssten die kritischen Überlegungen erlaubt sein, „ob Kirchenleitungen gegenwärtig selbst an der Behinderung der Ausübung des Dienstes mitwirken“. Wenn man bedenke, dass die Zuversicht des Glaubens der inneren Ruhe diene, sei kirchliches Leben eben doch „systemrelevant“: „Es ist zu diskutieren, ob mit dem Gottesdienstverbot, ausgesprochen auch durch Kirchenleitungen, kirchliches Leben praktisch als irrelevant interpretiert werden darf, auch ganz unabhängig von den gegenwärtigen Herausforderungen.“

Ist Gesundheit wirklich „das Wichtigste“?

Häufig sei nun der Satz zu hören, dass Gesundheit „das Wichtigste“ sei. Die beiden Autoren fragen: „Dürfen oder müssen wir als Christen dem nicht mindestens relativierend widersprechen? Unseren Vorfahren war die Bewahrung der Seele ein weit höheres Gut. Ihnen war bewusst, dass sie den Leib nicht werden retten können.“

Das theologisch-geistliche Nachdenken befördern, das den Tod nicht fürchtet

Auch zur rechtlichen Sicht beziehen die Verfasser Stellung. Demnach dürften durch die nun erlassenen Rechtsverordnungen zwar Grundrechte wie das Recht auf Freiheit der Person, aber nicht die Religionsfreiheit beschränkt werden. Letzteres gelte ebenso für die Kirche in der Ausübung ihres Dienstes.

Innerhalb der Institution Kirche müssten darum Rahmenbedingungen geschaffen werden, bei denen der Einzelne das Recht auf Religionsausübung wahrnehmen könne, ohne gegen zulässige Einschränkungen zu verstoßen. Dies mit Inhalt zu füllen sei nun Aufgabe der Kirchenleitung und Gemeinden.

Sie hätten „sorgende Stütze zu sein, geistliche Hilfen zu geben, ohne zu bevormunden, und gegenwärtig insbesondere ein theologisch-geistliches Nachdenken gesellschaftlich zu befördern, das den Tod nicht fürchtet.“ Michaelis ist zugleich Vorsitzender der Pfarrvertretung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland sowie der Pfarrergesamtvertretung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).
Quelle: Agentur idea










15.04.2020 • 08:46 Uhr

Niemals vergessen! 75. Jahrestag der Befreiung von Bergen-Belsen

Heute vor 75 Jahren, am 15. April 1945, betraten die ersten britischen Soldaten das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Mehr als 50.000 Menschen waren endlich frei.

Für viele der noch lebenden Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers aber kam die Befreiung zu spät. Sie waren komplett ausgehungert und von Krankheiten gezeichnet. Trotz des immensen Einsatzes der britischen Truppen und des britischen Roten Kreuzes starben etwa 14.000 Menschen auch nach dem 15. April noch an den Folgen der KZ-Haft und an den grassierenden Seuchen.

Mehr als 50.000 Menschen sind insgesamt im KZ Bergen-Belsen gestorben, viele weitere sind von hier aus in Vernichtungslager gebracht worden. Noch in den letzten Tagen vor der Befreiung starben in Bergen-Belsen täglich fast 1.000 Menschen. Auf dem Gelände des Lagers fanden die Briten im April 1945 etwa 10.000 unbestattete Leichen.

Zum 75. Jahrestag hier ein Zitat von Ministerpräsident Stephan Weil:

„Trotz all unserer aktuellen Sorgen im Zusammenhang mit dem Corona Virus bitte ich die Menschen in Niedersachsen heute kurz innezuhalten und an den 15. April 1945 zu denken, einen Tag der Trauer und der Befreiung.

Wir trauern um die vielen Frauen, Männer und Kinder, die in den Jahren 1940 bis 1945 hier mitten in Niedersachsen ums Leben gekommen sind. Unzählige weitere sind im KZ Bergen-Belsen inhaftiert, gedemütigt, misshandelt, ausgehungert und ausgebeutet worden. Es waren Menschen aus allen Teilen Europas - Menschen jüdischen Glaubens, Kriegsgefangene, politische Gegner des Nationalsozialismus und viele andere Gruppen mehr.

Bergen-Belsen ist für uns in Niedersachsen derjenige Ort, der uns die Grausamkeiten und die Unbarmherzigkeit des dunkelsten Teils unserer Geschichte vor Augen führt. Ich empfinde bei jedem Besuch dort immer wieder eine tiefe Beklommenheit in Anbetracht der unbeschreiblichen Verbrechen, die von Deutschen dort begangen worden sind.

Der 75. Jahrestag der Befreiung von Bergen-Belsen unterstreicht, wie wichtig Frieden und die Wahrung der Menschenrechte sind und dass insbesondere wir Deutschen alles dafür tun müssen, damit nie wieder Menschen anderen Menschen so unermessliches Leid zufügen."
red/fis















15.04.2020 • 08:42 Uhr

Wennerode: Tandem-Crash endete im Straßengraben - Auto mussten abgeschleppt werden

Ereignisort: Wennerode, Landesstraße 510, Lüttgenrode Richtung Vienenburg . Ereigniszeitpunkt: Zeit: Gestern, Dienstag, 07.45 Uhr:

Ein 60- jähriger Fahrer eines Renault fuhr innerhalb einer Fahrzeugkolonne hinter einem langsam fahrenden unbeteiligten Fahrzeug. Hinter ihm fuhr ein 57-jähriger Fahrzeugführer eines Pkw Opel. An einer Hofstelle wollte der Renault nach links abbiegen. Zeitgleich setzte der Opel-Fahrer zum Überholen an. Beide Fahrzeuge kollidierten. Die Fahrzeuge kamen nach links von der Fahrbahn ab, wobei der Renault in einem Straßengraben landete, während der Opel parallel neben dem Renault zum Stehen kam. An den Fahrzeugen entstand ein geschätzter Sachschaden von 25. 000 Euro. Niemand wurde bei dem Unfall verletzt. Die Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.(TG)/Foto: Polizei










15.04.2020 • 08:35 Uhr

Die Polizei bittet um Mithilfe - Betrüger gesucht: Wer kennt die männliche Person?

Im November 2019 lernte eine 79-jährige Dame aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg einen Mann über eine Bekanntschaftsannonce kennen. Durch einen einmaligen Besuch und viele Telefonate hatte er sich innerhalb kürzester Zeit ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und brachte die Geschädigte dazu, ihm als selbstständigen Handelsvertreter einen fünfstelligen Betrag für ein Geschäft zu leihen. Nachdem die Geschädigte ihrem vermeintlichen Bekannten das Geld übergeben hatte, verschwand dieser mit dem Geld und brach jeglichen Kontakt mit der Geschädigten ab. Gegenüber der Geschädigten nutzte er den Namen Jan WEISER.

Das Polizeipräsidium Osthessen hofft nun auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Wer kann Angaben zur der gesuchten Person oder deren Aufenthaltsort machen?

Die Person kann wie folgt beschrieben werden:

Männlich, schwarze, leicht gekräuselte Haare und ein kleines Bärtchen am Kinn. Bekleidet war er mit einer Jeans und einem weißen Hemd, einem Seidenschal der Marke "Joop", einem karierten Blazer und auffälligen Mokkasins. Um den Hals trug er eine auffällige Kette mit einem Kreuz. Angeblich war er mit einem Kombi, weiteres nicht bekannt, unterwegs.

Hinweise bitte an die Polizeistation Bad Hersfeld unter der Telefonnummer 06621/932-0, an die Polizeistation Rotenburg a. d. Fulda unter der Telefonnummer 06623/937-0, jede andere Polizeidienststelle oder die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de
ots/Phantombild: Polizei










15.04.2020 • 08:29 Uhr

Holzabfälle in der Northeimer Straße in Bad Gandersheim verbrannt - Nachbar alarmierte die Polizei

Am gestrigen Dienstagabend, 14. April 2020, 19.55 Uhr, wurde die Polizei Bad Gandersheim über ein Feuer auf einem Grundstück in der Northeimer Straße in Bad Gandersheim informiert. Vor Ort stellten die eingesetzten Beamten fest, dass ein 30-jährige Grundstückseigentümer auf seinem Grundstück Holzabfälle verbrannte. Eine Genehmigung der Stadt Bad Gandersheim lag allerdings nicht vor. Das Feuer musste durch den Grundstückseigentümer gelöscht werden und es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.schw










15.04.2020 • 08:20 Uhr

Polizei Höxter zieht zufriedenstellende Oster-Bilanz: Corona-Schutzregeln wurden eingehalten

Soeben bilanziert die Polizei in Höxter ihre Einsatztätigkeit im Zusammenhang mit dem Regelwerk des Infektionsschutzgesetzes für Nordrhein Westfalen:

Die Beamten der Kreispolizeibereitschaft Höxter stellten in den Ostertagen im Landkreis Höxter insgesamt ganze sieben Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung NRW fest. In Anbetracht der Gesamtumstände und insbesondere aufgrund der guten Witterungsverhältnisse, kann eine positive Bilanz gezogen werden. Tatsächlich handelt es sich bei den erkannten Verstößen um Einzelfälle und die Bürger im Kreis Höxter verhielten sich grundsätzlich entsprechend der Vorgaben. Gründonnerstag wurden allerdings sechs junge Erwachsene bei einem Picknick in Warburg-Menne angetroffen. Karfreitag konsumierten fünf Heranwachsende Alkohol auf einem Schulhof in Höxter und Ostersonntag stellte eine Streife aus Höxter fünf Personen aus Kassel, im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, am Freizeitsee in Höxter fest, die sich dort zu einem Grillen getroffen hatten und Alkohol konsumierten. Gegen alle angetroffenen Personen wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige vorgelegt und ein Platzverweis ausgesprochen. Im Beisein der Polizei verließen die Personen die Örtlichkeiten. /Ar./Symbolbild










15.04.2020 • 08:12 Uhr

Wem gehört diese blaue Geldkassette?

Soeben berichtet die Hildesheimer Polizei: Bereits am vergangenen Freitag, 10.April 2020, entdeckten Passanten beim sogenannten Geo Caching hinter dem Sportplatz in einem Gebüsch direkt an der Landsberger Straße Höhe der Hausnummer 12 in Hildesheim eine alte blaue Geldkassette.

In der Kassette waren diverse Pfennige, einige Stifte und zwei Zettel, auf denen vermerkt wurde, von wem oder für was man das Geld erhalten hatte. Außerdem befanden sich zwei Lederketten in dem Behältnis, eine mit einem Zahn-Anhänger und eine mit einem Reiskorn auf dem der Name Daniel steht.

Der Eigentümer der Geldkassette oder Hinweisgeber mögen sich bitte bei der Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 05121-939-115 melden.kri/Fotos: Polizei












15.04.2020 • 08:08 Uhr

Seesen: Einbrecher hinterließen einen Anblick der Verwüstung

Die Polizei in Seesen teilt soeben offiziell mit:
In der Zeit zwischen Ostersamstag und Ostermontagmontag., verschaffte sich ein unbekannter Täter über den Keller unbefugten Zutritt zum Einfamilienhaus in der Eichendorffstrasse in der Wilhelm-Busch-Stadt Seesen. Die Bewohnerin war nicht zugegen, da diese zum selben Zeitpunkt eine Behandlungsmaßnahme im Krankenhaus hatte. Als sie wieder nach Hause kam das Entsetzen und eine Schock bei der Frau:
Der oder die Täter durchsuchten laut Angaben der Polizei das Haus und hinterließen einen Anblick der Verwüstung. Über mögliches Diebesgut ist noch nichts bekannt. Die Ermittlungen dauern an.ots










15.04.2020 • 08:00 Uhr

Guten-Morgen-Biss in die Apfelschnitte...und dazu ein heißer Kaffee to go! Und die Corona-Krise wendet sich

Was für ein wunderbarer Start in diesen coolen Mittwoch Morgen. Nach dem Jogging durch den verlassenen Seekurpark geht's in die Stadt. Sie scheint in diesen Tagen gar nicht richtig aufwachen zu wollen. Die Corona-Krise lähmt und lähmt. Unsere Wegstrecke verläuft über die menschenleere Stiftsfreiheit. Alles ruhig bei der Polizei. Beim Bad Gandersheimer Rathaus an der zugehängten Ostfassade hat es den Anschein als würde hier schon gearbeitet.

Bei der Bäckerei/ Café "Zeitgeist" ein Zwischenstopp. Bei Frau Henning wird eine Apfelschnitte und ein Becher heißer Kaffee to go bestellt. Alles wird gut verpackt. In gebotener Entfernung (mindestens 50 Meter) dann der frühmorgendliche Schnellimbiss: Der erste Happen der Apfelschnitte schmeckt genial. Dazu ein Schluck des Heißgetränks. Von den drei Grad über der Frostgrenze ist in diesem Augenblick nichts zu spüren.

Es ist ein gutes Gefühl, so in diesen Mittwoch zu starten. Was wird er an Neuigkeiten, Erlebnissen und Begegnungen bringen?
Hoffnungen und Erwarten durchkreuzen die Gedanken:
Die Corona-Krise beginnt sich wohl zu wenden.

red/Foto: Nicole Klawitter










14.04.2020 • 21:51 Uhr

Corona-Krise und die "Rückkehrerverordnung des Landes": AfD - Politiker halten sie im Ansatz für richtig, aber verbesserungswürdig

Armin-Paulus Hampel und Jens Kestner, niedersächsische AfD- Bundestagsabgeordnete haben sich soeben bejahend als auch kritisch zur niedersächsischen Verordnung für Reiserückkehrer aus dem Ausland zu Wort gemeldet: Armin-Paulus Hampel: „Rückkehrerverordnung der Landesregierung im Ansatz richtig, in der Umsetzung wieder einmal mangelhaft" Jens Kestner: „Es muss für Niedersachsen klare einheitliche Regeln geben, die jedermann nachvollziehen kann!“
In dem Statement der beiden Politiker heißt es weiter:

Für Reiserückkehrer aus dem Ausland gelten ab 15. April 2020 strikte Quarantäneregeln. Wer aus dem Ausland nach Niedersachsen einreist muss unverzüglich nach Hause, um sich dort für zwei Wochen in Quarantäne zu begeben. Diese Sicherheitsmaßnahme ist angesichts der Infektionsgefahr absolut vertretbar. Allerdings gibt es Ausnahmen in der Verordnung. So sind von den Quarantänemaßnahmen beispielsweise Mitarbeiter im Gesundheitswesen ebenso wie Polizisten, Feuerwehrleute und LKW-Fahrer ausgenommen, wenn sie aus dem Ausland nach Niedersachsen einreisen.
Armin-Paulus Hampel: „Alle Maßnahmen, die zur Verlangsamung der Ausbreitung des Covid-19-Virus führen, sind zu begrüßen. Selbstverständlich muss das Risiko einer Virusübertragung durch Auslandsreisende, die nach Niedersachsen einreisen, möglichst ausgeschlossen werden. Diese Zielsetzung wird allerdings unterlaufen, wenn Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten, etc. von den Quarantäneregeln ausgenommen werden. Hier sollte man alle Betroffenen nach Rückkehr zügig und bevorzugt einem Coronatest unterziehen, damit eine Gefährdung für andere (z.B. Patienten in den Krankenhäusern) ausgeschlossen werden kann. Die Regelung der Landesregierung ist also wieder einmal im Ansatz richtig, in der Umsetzung leider unlogisch und damit gefährlich. “ meint Hampel.
Jens Kestner: „Eine 14-tägige Heim-Quarantäne für Auslandsrückkehrer ist natürlich sinnvoll, um Übertragungsrisiken auszuschließen. Ärzte und Kranken- und Pflegepersonal werden natürlich verantwortungsbewusst handeln, doch es sollte für Niedersachsen klare einheitliche Regeln geben, die jedermann nachvollziehen kann. Für alle Auslandsreisenden, die wieder nach Niedersachsen einreisen, muss es verpflichtende Schnelltests geben, die über die

Eigenverantwortung hinaus Risiken minimieren. Krankenhäuser, Arztpraxen und Alten- und Pflegeheime müssen durch einen Schnelltest bei Reiserückkehrern geschützt werden. Die Blutentnahme durch einen Arzt und die Laboruntersuchung auf Antikörper bietet auch den Reiserückkehrern mehr Sicherheit bei der Ausübung ihrer Berufe!“ befindet Kestner.
red










14.04.2020 • 21:41 Uhr

Corona-Krise: Wirtschaftsministerium fördert Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik

Althusmann: Digitalbonus wird ums weitere 15 Millionen Euro aufgestockt

Das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen wird an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen.

Wer einen Antrag gestellt hat, kann diese Technik umgehend beschaffen – ohne wie sonst üblich auf den Förderbescheid warten zu müssen. Insbesondere in der aktuellen Situation wird so die Beschaffung erheblich beschleunigt.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Wer digital arbeitet, einen Webshop besitzt oder seinen Mitarbeitern Homeoffice ermöglichen kann, steht deutlich zukunftssicherer da als ohne diese Technik. Bereits vor der Corona-Pandemie haben wir daher mit dem Digitalbonus Niedersachsen ein Förderprogramm aufgelegt, das für niedersächsische Betriebe einen Zuschuss für Investitionen in die Digitalisierung bereitstellt. Nun können Unternehmen den Zuschuss auch für Technik beantragen, die sie in der Corona-Krise ganz besonders brauchen. Für die Beschaffung müssen sie nicht erst auf den Förderbescheid warten. Denn Tempo ist das, was wir in der aktuellen Situation dringend brauchen.“

Mit rund 1.850 Anträgen auf Förderung seit September 2019 war der Digitalbonus Niedersachsen das beliebteste Förderprogramm der niedersächsischen Wirtschaft. Gut 1.300 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 10,5 Millionen Euro wurden bereits bewilligt und lösen in unseren Betrieben Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro in digitale Hardware, Software und IT-Sicherheit aus.

Althusmann: „Schon zu Jahresanfang zeichnete sich ab, dass das eingeplante Fördervolumen über 15 Millionen Euro bis zum Sommer erschöpft sein wird. Daher stocken wir das Programm um weitere 15 Millionen Euro auf.“

Der Digitalbonus Niedersachsen kann bei der NBank beantragt werden. Die Investitionen müssen mindestens 5.000 Euro betragen. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent für kleine Unternehmen und bis zu 30 Prozent für mittlere Unternehmen.red/fis











14.04.2020 • 21:06 Uhr

Weitere Corona-Tote im Wolfsburger Evangelischen Diakonie Hanns-Lilje-Heim: Jetzt schon 36

Die Zahl der Corona-Opfer im Wolfsburger Evangelischen Hanns-Lilje-Pflegeheim ist weiter gestiegen. Eine 75-jährige Frau sowie ein 96-jähriger Mann sind mit dem Coronavirus gestorben, wie die Stadt Wolfsburg am Montag mitteilte. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle in dem Haus auf 36. Zuletzt hatte die Stadt am Sonnabend den Tod eines 77 Jahre alten Mannes gemeldet, der in der evangelischen diakonischen Einrichtung gelebt hat. Die Zahl der Toten in der Stadt Wolfsburg, bei denen das Virus festgestellt wurde, beläuft sich auf insgesamt 39. 248 Wolfsburger wurden bislang positiv auf Corona getestet.

"Leider ist die Zahl der Todesfälle in den vergangenen Tagen weiter gestiegen. Unser Beileid gilt den Familien der Verstorbenen", sagte die Sprecherin der Evangelischen Diakonie in Wolfsburg, Bettina Enßlen. Im Hanns-Lilje-Heim für Demenzkranke mit insgesamt 165 Plätzen hatte sich im März rund die Hälfte der meist hochbetagten Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Erreger angesteckt. Infizierte und nichtinfizierte Bewohner wurden daraufhin nach Etagen strikt voneinander getrennt. Wie das Virus in das Heim gelangte, konnte noch nicht geklärt werden.

Ein Teil der infizierten Menschen in dem Heim seien mittlerweise wieder genesen, sagte Enßlen. Die Personalsituation bleibe jedoch sehr angespannt. "Wir erhöhen überall dort, wo es möglich ist, weiter die Schutzmaßnahmen." Im Hanns-Lilje-Heim kämen nun beispielsweise in Absprache mit den Behörden mit Alkohol getränkte Lappen als Ersatz von sogenannten Desinfektionsmatten zum Einsatz.

Es gebe zugleich viel Anteilnahme und Unterstützung, sagte die Sprecherin. So hätten die Malteser eine Spende von 120 Masken mit dem höheren Schutzstandard FFP2 und 180 Schutzbrillen überreicht. Menschen hätten Bewohnern des Hanns-Lilje-Heimes und anderer Einrichtungen persönlich gestaltete Postkarten geschickt. Würdigungen gab es auch für den Einsatz der Pflegekräfte. Besonders gefreut habe sich das Team des Lilje-Heimes über einen Brief von einem anonymen Schreiber mit den Worten: "Vielen Dank für alles - Sie sind die Helden unserer Zeit." epd










14.04.2020 • 20:01 Uhr

Rockige Stimme ganz soft von Cleveland bis nach Altgandersheim - Nina Vee schreibt und singt erstes Solo Album

Was aus Nina Teschner (Altgandersheim) geworden ist: Die Leidenschaft zur Musik beherrscht sie noch immer

Sie kam aus Cleveland in Ohio. Plötzlich eine Überraschungsnachricht am zweiten Osterfeiertag auf den Schirmen des Redaktionsnetzwerkes der Fis Work Media Group.

Und als wir das schöne Antlitz der Lady hinter der Internetadresse https://ninavee.bandcamp.com/
aufschlagen hatten und sie sahen - war die Erinnerung voll im Kopf: Nina Vee hieß vor einem Jahrzehnt mit ihrem Geburtsnamen Teschner. Bei den seinerzeitigen Kontakten und Begegnungen standen hauptsächlich Ninas musikalischen Ambitionen im Fokus des Interesses. Ihre weiteren Markenzeichen: Originalität und Kreativität.
Diese Leidenschaften, vornehmlich selbst Texte zu schreiben und sie zu singen, hat sie mit über den großen Teich genommen. Nach Cleveland in Ohio. Die Stadt ist ihr neuer Lebensmittelpunkt geworden. Und ihre Liebe zur Musik ist ungebrochen.

Wir wollten wissen:
Was ist passiert in diesen langen Abwesenheit von ihrem einstigen Zuhause in Altgandersheim?

Nina Vee:
"Natürlich hat sich über die letzen zehn Jahre auch vieles bei mir verändert und entwickelt. Ich wohne mittlerweile mit meinem Mann, zwei Kindern und zwei Hunden in Cleveland, Ohio, und unterrichte musikalische Früherziehung an einer Schule für Musik Therapie. Mein Mann und sein Bruder haben ein professionelles Tonstudio (Mercinary Studios) und wir schreiben viel Musik für unsere Firma Vanek Inc. LLC. Nun habe ich auch endlich die Zeit gefunden, ein Solo Album zu schreiben! Es heißt Nina Vee und hat zehn Lieder. Es ist Rock, aber sehr soft, mit Einflüssen von Blues und Funk. Der Sound ist sehr 90er, aber es ist sehr modernen produziert."

Wir haben reingehört in ihr Solo Album: Einfühlsam und schön anzuhören, was Nina in ihren Texten und mit ihrer Stimme musikalisch zum Ausdruck bringt. Aber hören Sie/hört selbst in das Solo-Album Nina Vee hinein. Es macht Fun!

Hier sind einige links:
Vanek Inc: https://www.vanekinc.com/
Neues Solo Album: https://ninavee.bandcamp.com/















14.04.2020 • 19:19 Uhr

Bilanz von Karfreitag bis Ostermontag: Polizeikontrollen in ganz Niedersachsen mit hohem Kräfteansatz - deutlich mehr als 50 Strafverfahren und über 600 eingeleitete Ordnungswidrigkeitsverfahren

Pistorius: „Auch wenn die Regelungen weitestgehend eingehalten wurden, gab es einige unerfreuliche Ausreißer"

Auch am meist frühsommerlichen Osterwochenende von Karfreitag bis Ostermontag hat die Polizei in ganz Niedersachsen Kontrollen mit hohem Kräfteansatz aus dem Einzeldienst und allen sieben Bereitschaftspolizeihundertschaften durchgeführt. Dabei wurden über die Osterfeiertage von der Polizei weit über 600 Ordnungswidrigkeitsverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Außerdem wurden deutlich über 50 Strafverfahren im Kontext „Corona" eingeleitet. Die Polizei führte flächendeckend in ganz Niedersachsen über 4.000 Gefährderansprachen durch und sprach mehr als 1.800 Platzverweise aus.

Das Verkehrsaufkommen war im Vergleich zum regulären Osterverkehr deutlich reduziert. Es gab kaum Reiseverkehr, was zu deutlich weniger Verkehrsunfällen als in den Vorjahren führte. Andererseits gab es einige Personen, die die leeren Straßen für rücksichtslose Raserei nutzen. Bei einem Schwerpunkteinsatz in Hannover wurden allein am Karfreitag 303 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Es wurden 33 Fahrverbote ausgesprochen. Der Schnellste fuhr mit 121 km/h bei erlaubten 50 km/h. Die Polizei wird die Tuning und Raserszene weiter im Blick behalten.

Am Ostersamstag gab es mehrere spontane Versammlungen in Niedersachsen. Dabei ging es überwiegend um Forderungen nach Solidarität mit geflüchteten Personen sowie Aktionen gegen die Kommerzialisierung des Gesundheitssystems. Versammlungen sind nach der aktuellen Rechtsverordnung nicht zulässig, darum wurden sie von der Polizei aufgelöst.

Besonders der Ostersonntag war stark geprägt von vielen Tagesausflügen gerade in den beliebtesten Naherholungsgebieten. Besonders stark besucht waren die Küstenorte, der Harz, Parks und Seen. Hier musste die Polizei oft einschreiten und wies teils sogar mit Lautsprecherdurchsagen auf die bestehende Rechtsverordnung hin. Dabei stießen die Beamtinnen und Beamte auch am Osterwochenende ganz überwiegend auf Verständnis, allerdings kam es vereinzelt auch zu Unverständnis und Protesten.

Am gesamten Wochenende fanden zudem keine offiziellen Osterfeuer statt, Nachbarschaftstreffen mit Lagerfeuern wurden konsequent unterbunden.

Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Das Bild am Osterwochenende glich im Wesentlichen dem der beiden vorherigen Wochenenden. Das Wetter war meistens gut, die meisten Menschen haben die geltenden Regelungen akzeptiert und befolgt, aber einige wenige haben eben auch kein Verständnis für diese Regelungen gezeigt. Dann ist die Polizei konsequent eingeschritten. Die Folge werden Ordnungswidrigkeits- oder sogar Strafverfahren sein, die schmerzhaft sein können. Besonders ärgerlich und gefährlich ist es, wenn Personen in dieser aktuellen Ausnahmesituation rücksichtslos als Raser unterwegs sind. Bis die entsprechenden Entscheidungen getroffen sein werden, brauchen wir die Disziplin und die Einsicht der Menschen in Niedersachsen weiterhin, um Leben und Gesundheit der Schwächsten von uns so gut wie es geht zu schützen. Diese Disziplin brauchen wir auch, wenn die Maßnahmen teilweise zurückgenommen werden sollten. Und das Leben wird dann noch nicht in geordneten Bahnen verlaufen. Das ist ein Marathon, kein Kurzstreckenlauf. Die Polizei wird das Einhalten der Regelungen auch weiterhin kontrollieren und Fehlverhalten sanktionieren."
ots











14.04.2020 • 16:21 Uhr

Was andere Medien berichten - Heute: Oldenburger Onlinezeitung: "Palliativmediziner kritisiert Coronavirus-Intensivbehandlung"

Andere Medien - was sie berichten. Hier das Beispiel Oldenburger Onlinezeitung, Ausgabe 11. April 2020:
Witten (dts Nachrichtenagentur) – Der Facharzt für Notfall- und Palliativmedizin Matthias Thöns hat die Intensivbehandlung schwerstkranker Corona-Patienten kritisiert. „Wir müssen ja bedenken, dass es sich bei den schwer erkrankten Covid-19-Betroffenen meistens um hochaltrige, vielfach erkrankte Menschen handelt, 40 Prozent von denen kommen schwerstpflegebedürftig aus Pflegeheimen, und in Italien sind von 2.003 Todesfällen nur drei Patienten ohne schwere Vorerkrankungen gewesen. Es ist eine Gruppe, die üblicherweise und bislang immer mehr Palliativmedizin bekommen hat als Intensivmedizin, und jetzt wird so eine neue Erkrankung diagnostiziert und da macht man aus diesen ganzen Patienten Intensivpatienten“, sagte Thöns am Samstag dem Deutschlandfunk.

Das seien sehr falsche Prioritäten und „es werden ja auch alle ethischen Prinzipien verletzt, die wir so kennen“, so der Mediziner. Und weiter: „Wir sollen als Ärzte ja mehr nutzen als schaden.“ Bei einer schlimm verlaufenden Erkrankung, die zum Atemversagen führt, könne man nach einer chinesischen Studie nur drei Prozent der Betroffenen retten, 97 Prozent verstarben trotz Maximaltherapie, sagte Thöns. „So eine Intensivtherapie ist leidvoll, da stimmt ja schon das Verhältnis zwischen Nutzen und Schaden kaum.“ Eine große Zahl derer, die man rette, nach zwei bis drei Wochen Beatmung, verblieben schwerstbehindert. „Eingriffe, die mit dem hohen Risiko einer bleibenden Schwerbehinderung einhergehen, die lehnen ältere Menschen eigentlich ab“, sagte der Palliativ-Spezialist. Thöns zweifelt daran, dass der Patientenwille überall in Deutschland beachtet wird. „Wir wissen ja aus vielen Untersuchungen, dass die Beatmungszahlen in Deutschland explosionsartig zunehmen, und aus anderen Untersuchungen wissen wir, dass diese Willensermittlung nur bei vier Prozent der Beatmeten stattfindet.“ Es gebe „deutliche Hinweise, dass da Geld eine Rolle spielt, und wir wissen ja alle, dass Beatmungsmedizin extrem gut vergütet wird, da wird ein Tag zum Beispiel über 24 Stunden Beatmung teilweise mit über 20.000 Euro vergütet“, so der Notfall-Mediziner.
Quelle: Oldenburger Onlinezeitung/Foto: Symbolbild Beatmungsgerät










14.04.2020 • 14:38 Uhr

Sportlerehrung 2020 der Stadt Bad Gandersheim: Termin wird verschoben

Wegen der Corona-Pandemie: Statt 9. Juni nun Veranstaltung voraussichtlich im Herbst des Jahres
Stadtjugendpfleger Gunnar Ude teilt mit, dass die ursprünglich für den 9. Juni vorgesehene Ehrung verdienter Sportlerinnen und Sportler durch die Stadt Bad Gandersheim aufgrund der aktuellen Situation terminlich verschoben wird.

Wenn es möglich ist, soll die alljährliche Ehrung im Herbst des Jahres nachgeholt werden.
Ein neuer Termin wird rechtzeitig mitgeteilt.srd/Foto: Thomas Fischer












14.04.2020 • 14:17 Uhr

Minister Pistorius verspricht: „Wir lassen die Sportvereine nicht im Stich"

Zur lähmenden Situation im Sport in Niedersachsen äußert sich soeben der Innen- und Sportminister Boris Pistorius wie folgt:
„Sportvereine sind enorm wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt aktuell alle Lebensbereiche vor ungeahnte Herausforderungen, auch den Sport. Als Sportminister werde ich alles daran setzen, den organisierten Sport in Niedersachsen vor einer existenziellen Krise zu schützen. Denn ich bin überzeugt davon, gerade der Sport wird es sein, der dabei hilft, die ersten Schritte Richtung Normalität zu gehen.
Schon jetzt hilft der LSB und mein Ministerium vielen Betroffenen im Kleinen ganz konkret und unbürokratisch. Um die Folgen für den Sport insgesamt einschätzen zu können, hat der Landessportbund (LSB) am 1. April 2020 eine Vereinsumfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise gestartet. Die Teilnahme ist bis zum 20. April möglich. Am 22. April werde ich mit den Verantwortlichen des LSB über die Ergebnisse und die zu ziehenden Konsequenzen beraten.
In Krisen waren die Sportvereine und ihre Mitglieder immer eine besondere Stütze, nicht zuletzt während der Flüchtlingssituation. Dafür müssen wir heute alles tun, um die Strukturen zu erhalten und die vielen Menschen bei der Stange zu halten, die den Sport in Niedersachsen zu dem machen, was er ist - eine wichtige Säule unserer Gesellschaft."

Zum Hintergrund:
Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger und zur Eindämmung des Corona-Virus haben Bundes- und Landesregierung verschiedene Maßnahmen erlassen. Unter diese vielfältigen Anordnungen fällt unter anderem auch die Schließung der öffentlichen und privaten Sportstätten.Für den organisierten Sport in Niedersachsen sind die Mitgliedsbeiträge sowie die Finanzhilfe des Landes Niedersachsen wesentliche Einnahmequellen. Mit dem Rechtsanspruch auf mindestens 35,2 Millionen Euro Finanzhilfe hat der organisierte Sport ein robustes Fundament.

Das Ministerium für Inneres und Sport hat bereits zu Beginn der Corona-Krise mit dem Landessportbund Niedersachsen e.V. (LSB) viele unbürokratische Lösungen gefunden, um notwendige Umplanungen erfolgreich umsetzen zu können. Beispielsweise ist die Förderfähigkeit von Umbuchungen und Stornierungskosten, Absagen von Lehrgängen und Veranstaltungen infolge der Pandemie bereits frühzeitig abgestimmt worden. Auch die Förderung der hauptamtlich aus Mitteln der Finanzhilfe geförderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist sichergestellt. Zudem können Vereine kurzfristig gefördert werden, die ein Online-Live-Sportangebot oder Online-Videos zur Anleitung von Bewegung und Sport anbieten.
Trotz ihrer Gemeinnützigkeit sind viele Vereine und Verbände auch unternehmerisch tätig. Daher können auch diese entsprechende Anträge bei der NBank auf Unterstützung stellen können.
Unabhängig davon ist das Ministerium für Inneres und Sport mit dem LSB und den Verbänden in einem engen Austausch, was darüber hinaus für die Vereine und Verbände getan werden kann, insbesondere, wenn es finanzielle Einbußen im ideellen Bereich gibt.red/fis













14.04.2020 • 14:06 Uhr

Kontrollen an den Osterfeiertagen: Polizeipräsident Uwe Lührig zieht Bilanz: Niedrige Einschreitschwelle der Polizei

Auch an den Osterfeiertagen von Karfreitag bis Ostermontag kontrollierte die Polizei im Zuständgkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen aufgrund der aktuellen Corona-Lage die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen.
"Das sommerliche Wetter lockte viele Menschen nach draußen. Der Großteil der Bürgerinnen und Bürger hielt sich verantwortungsbewusst an die erlassenen Regeln oder zeigte sich einsichtig wenn die Polizei auf Verstöße hingewiesen hat. Doch gab es auch weiterhin vereinzelt Menschen und Personengruppen, die sich nicht an die Vorgaben hielten und wenig Verständnis zeigten", zieht Polizeipräsident Uwe Lührig Bilanz.
In Göttingen musste beispielsweise vor der JVA Rosdorf eine versammlungsrechtliche Aktion durch die Einsatzkräfte aufgelöst werden. Auf die Versammlungsteilnehmer/-innen werden unter anderem Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz zukommen. Auch im Landkreis Schaumburg ist es zu einem unerfreulichen Einsatz gekommen. Ein 37-jähriger Mann hat sich gegenüber der Polizei als Covid19-Infizierter ausgegeben. Ein polizeiliches Handeln war nur unter Schutzausstattung und gebotener Vorsicht möglich. Das Testergebnis verlief negativ.
Die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten setzten die getroffenen Maßnahmen an den Ostertagen mit niedriger Einschreitschwelle konsequent um.
"Die Situation ist weiterhin ernstzunehmen. Solch ein Fehlverhalten wird nicht toleriert und zieht Ordnungswidrigkeiten- und auch Strafverfahren nach sich. Wir werden auch weiterhin die Einhaltung der Beschränkungen kontrollieren und Verstöße sanktionieren", so Lührig.
Von Karfreitag bis Ostermontag wurden innerhalb der Polizeidirektion Göttingen insgesamt 182 Ordnungswidirgkeitenverfahren und 5 Strafanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet. In den überwiegenden Fällen blieb es bei gefahrenabwehrenden Maßnahmen. So führte die Polizei ca. 1.000 Personenansprachen durch und sprach mehr als 600 Platzverweisungen aus.
Am gesamten Osterwochenende fanden keine offiziellen Osterfeuer statt. Bereits vor dem Wochenende hatten einige Landkreise im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen Allgemeinverfügungen zum Verbot des Betretens öffentlicher Plätze erlassen. Touristische Ausflüge oder Reisen zu privaten Zwecken sollten hierdurch verhindert werden.
Auch die Auto- und Tuning-Fans verzichteten in diesem Jahr am sog. "Car-Freitag" auf ein Treffen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Hier kam es erfreulicherweise zu keinen Menschenansammlungen.
"Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Kolleginnen und Kollegen für den täglichen Einsatz und das umsichtige Einschreiten bedanken. Die polizeilichen Maßnahmen tragen zur Entschleunigung und Unterbrechung der Infektionsketten bei. Bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanke ich mich für das Verständnis und appelliere auch bei möglichen Lockerungen der Beschränkungen, der Situation weiterhin mit Disziplin zu begegnen", sagt Polizeipräsident Uwe Lührig abschließend.ots










14.04.2020 • 13:57 Uhr

Coronavirus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Heute 87 laborbestätigte Infektionsfälle im Kreis Northeim

Aktuell gibt es 87 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Ostermontag sind damit zwei neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. 32 Personen gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um zwei weibliche Personen jüngeren Alters. Beide hatten Kontakt zu infizierten Personen, wobei ein Ansteckungsweg auf das berufliche Umfeld zurückgeführt wird. Beide befinden sich in häuslicher Quarantäne. Während eine bisher ohne Symptome ist, leidet die andere am Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn.lpd












14.04.2020 • 12:14 Uhr

Hammenstedt: Einbrecher dringen in Einfamilienhaus ein und stehlen Bargeld und Schmuck

Bislang unbekannte Täter nutzten während der Osterfeiertage die Abwesenheit der Hausbewohner und brachen durch die Kellertür in ein Einfamilienhaus Am Mühlenberg in Hammenstedt (gehört zu Northeim) ein. Im Wohnhaus werden sämtliche Räumlichkeiten durchsucht und Schmuck sowie Bargeld im Wert von mehreren hundert Euro entwendet. An der tatbetroffenen Kellertür sowie einer vermutlich zuvor demolierte Terrassentür entstand ein Schaden von insgesamt ca. 500 Euro.

Das 2. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Northeim hat die Ermittlungen aufgenommen. Sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können, werden unter der Telefonnummer 05551-70050 entgegengenommen. köh










14.04.2020 • 12:10 Uhr

Ostersonntag: Mann mit Drogen im Blut beim Auto fahren erwischt - danach zur Blutprobe

Am gestrigen Montag, 13April 2020, wurde ein 57 Jahre alter Einwohner eines Dasseler Ortsteiles gegen 16.00 Uhr in der Hannoverschen Straße in Einbeck kontrolliert. Da hierbei der Verdacht entstand, dass der Mann vor Fahrantritt Drogen kosumiert hatte, wurde mit ihm ein Drogentest gemacht. Dieser fiel auch positiv aus, so dass dem Betroffenen eine Blutprobe entnommen wurde. Ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet, außerdem wurde ihm die Weiterfahrt untersagt. pap










14.04.2020 • 12:03 Uhr

Böse Osterüberraschung in Einbeck: Reifen am Golf aufgeschlitzt

Am gestrigen Ostermontag, 13 April 2020, wird der Polizei gegen 09.15 Uhr eine Sachbeschädigung an einem Pkw gemeldet. Der Geschädigte erklärt den eingesetzten Beamten, dass er seinen Pkw VW Golf am Sonntag abend gegen 20.00 Uhr in der Straße Am Krummen Wasser im dortigen Wendehammer abgestellt hat. Als er zur Meldezeit zu seinem Auto gekommen ist, musste er feststellen, dass die Reifen seines Wagens zerstochen wurden. Ihm entstand ein Sachschaden von ca. 200Euro. Zeugen, die Hinweise hierzu geben können, setzen sich bitte mit der Polizei Einbeck in Verbindung.pap










14.04.2020 • 11:59 Uhr

Morgens um 6 Uhr in Dassel-Ellensen: 16-Jähriger schnappt sich Vatis Wagen und knallt gegen Mauer - Dann auch noch Polizisten belogen

Am gestrigen Montag, 13.April 2020, wurde die Polizei Einbeck gegen 06.00 Uhr in die Dasseler Ortschaft Ellensen gerufen. Dort ist ein Pkw in der Straße Am Lahberg in einer Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Mauer gefahren. Die eingesetzte Funkstreife hat am Unfallort einen 16 Jahre alten Jugendlichen angetroffen, der erklärte, dass der Fahrer des Autos nicht mehr vor Ort wäre, da er Führerschein und Fahrzeugpapiere von zu Haus zu holen wollte. Nach weiteren Ermitllungen stellte sich die Darstellung allerdings als Schutzbehauptung heraus. Der junge Mann hat ohne Wissen der Eltern deren Pkw benutzt und ist dann mit dem Wagen verunfallt. Da er nicht im Besitz des erforderlichen Führerscheins ist, wurde ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen unbefugter Ingebrauchnahme eines Fahrzeugs eingeleitet. Durch seine Schilderung des Sachverhalts steht auch noch der Verdacht des Vortäuschens einer Verkehrsunfallflucht im Raum. Bei dem Verkehrsunfall entsstand ein Sachschaden in Höhe von rund 8000 Euro. pap










14.04.2020 • 11:03 Uhr

Katholisches Hilfswerk missio Aachen: Kirche weltweit braucht in der Corona-Pandemie Unterstützung

Das katholische Hilfswerk missio Aachen unterstützt den Osteraufruf von Papst Franziskus an die internationale Staatengemeinschaft, in der Corona-Pandemie insbesondere die Armen in Afrika, Asien und im Nahen Osten zu unterstützen und den betroffenen Staaten Schulden zu erlassen. „Dieser Aufruf des Papstes richtet sich aber auch an jede und jeden von uns“, schreibt missio-Präsident Dirk Bingener in einem Osteraufruf. „Das heißt konkret der Kirche in ihrem weltweiten Einsatz gegen das Virus und für die Menschen zu helfen.“ Denn die Gläubigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten oder in Asien seien „jetzt in einer Person Seelsorger, Sozialarbeiter und Krisenmanager und so für die Ärmsten und Schwächsten da. Sie nicht mit leeren Händen dastehen zu lassen, ist unser Auftrag“, meinte Pfarrer Bingener.

Dabei werde die Kirche weltweit ihre Verantwortung zur Überwindung der Krise wahrnehmen und ihre Stärken ausspielen können, sagte Pfarrer Bingener weiter. Sie sei über Diözesen, Pfarreien und Ordensniederlassungen in weiten Teilen der einen Welt gut vernetzt. „So erreicht sie die Menschen auch dort, wo es kaum oder keine staatlichen Strukturen gibt. Sie ist hier Rückgrat der Infrastruktur im Gesundheits- und Bildungsbereich“, erklärte Pfarrer Bingener. Jetzt schon arbeite die Kirche in diesen Ländern bis an ihre Kapazitätsgrenzen, um fehlende staatliche Unterstützung zu ersetzen.

Das katholische Hilfswerk missio Aachen hat einen Corona-Solidaritätsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Euro aufgelegt. Spenden für die Arbeit der Kirche in Afrika, dem Nahen Osten und Asien in der Corona-Arbeit sind unter www.missio-hilft.de/coronahilfe möglich. red/fis











14.04.2020 • 10:54 Uhr

Freilichttheater: Bad Hersfelder Festspiele wegen Corona-Krise abgesagt - Wie wird in Bad Gandersheim entschieden?

Bad Hersfeld hat die Theater-Festspiele im Sommer wegen der Corona-Krise abgesagt. Dies teilte die osthessische Stadt am heutigen Dienstag mit. Das ist auf Nachfrage offiziell bestätigt worden.

Zuvor hatte nach Medienberichten (u.a. Süddeutsche Zeitung) der Haupt- und Finanzausschuss der Festspielstadt bereits am Donnerstag über die Austragung der Freilichtspiele beraten und eine Entscheidung getroffen. Bürgermeister Thomas Fehling (parteilos) bezeichnete die Absage als "katastrophal" für die Stadt: "Die Festspiele sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt."

Die 70. Jubiläumssaison sollte am 26. Juni mit der Uraufführung des Stücks "Der Club der toten Dichter" nach der Regie von Intendant Joern Hinkel beginnen. Als weitere Uraufführung stand das Musical "Goethe" (Regie: Gil Mehmert) auf dem Programm. Außerdem sollten das Volksstück "Italienische Nacht" und die Komödie "Extrawurst" in der bis zum 23. August geplanten Saison gezeigt werden. Nun müsse geklärt werden, ob das für diese Saison geplante Programm im Sommer 2021 nachgeholt werden könne, berichtete die Stadt.

Wie die Festspiel-Stadt Bad Gandersheim mit ihrem Freilichttheater-Festival angesichts der gravierenden Auswirkungen der Corona-Krise und vor dem Hintergrund der Bad Hersfelder Entscheidung umgehen wird ist noch nicht bekannt. In Bad Gandersheim hat die Stadt zwar ein gewisses informelles Mitspracherecht, die Entscheidung fällt die Domfestspiel GmbH mit einem Aufsichtsrat (Vorsitzender Uwe Schwarz) auf Vorschlag der Geschäftsführung (Intendant Dr. Achim Lenz und Geschäftsführer Thomas Groß) autonom und juristisch eigenverantwortlich
red/fis/Screenshot Süddeutsche












14.04.2020 • 10:45 Uhr

Sudheim: Wurden Holzunterstände mit Feuerwerkskörpern in Brand geschossen?

Am Ostermontag gegen 23.37 Uhr bemerkte ein Anwohner des Ostlandrings in Sudheim (gehört zu Northeim) in seinem Garten einen hellen Lichtschein. Beim Blick aus dem Fenster sah er am hinteren Grundstücksende seinen bereits lichterloh brennenden Holzunterstand. Ebenfalls in Brand geraten war ein angrenzender Holzunterstand auf dem Nachbargrundstück in Richtung Hintere Straße.

Insgesamt 35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Sudheim und Northeim löschten das Feuer. Bei dem Brand entstand ein Sachschaden von ca. 5.000 Euro. Personen wurden nicht verletzt, Gebäude nicht beschädigt.

Mehrere Zeugen hörten und beobachteten rund eine halbe Stunde vor der Brandentdeckung das Abschießen von Sylvester Feuerwerk unweit der späteren Brandstelle. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Abschuss der Raketen und dem Brand besteht ist derzeit noch unklar. Hinweise zur Brandursache liegen bislang nicht vor. Der Brandort wurde beschlagnahmt.

Das 1. Fachkommissariat der Polizeiinspektion Northeim hat die Ermittlungen aufgenommen. Noch ist nicht bekannt wer die Sylvester Raketen entzündet hat. Sachdienliche Hinweise nimmt die Northeimer Polizei unter der Telefonnummer 05551-70050 entgegen. fal










14.04.2020 • 10:41 Uhr

Barnten: Angler ballert plötzlich mit Luftgewehr herum - Polizei nimmt ihm die Waffe ab

Am Ostermontag gegen 19.30 Uhr, meldete ein Zeuge, wie ein Angler an einem See bei Barnten (Nordstemmen) mehrfach geschossen habe. Die Überprüfung durch die Polizei bestätigte diesen Hinweis. Das Kleinkalibergewehr des 50-jährigen aus Springe ist sichergestellt worden. Wie genau die Schusswaffe eingesetzt wurde, ist nicht bekannt. Eine Ordnungswidrigkeitenanzeige ist gefertigt worden, berichtet soeben die Hildesheimer Polizeiinspektion.. kop










14.04.2020 • 10:36 Uhr

Um 12 Uhr in Uslar: Überholen plötzlich abgebrochen und auf Vorderwagen aufgefahren - 8000 Euro Schaden

Ein 25-jähriger Pkw-Fahrer aus Hardegsen wollte am gestrigen Sonntag, 13. April, um 12:00 Uhr, auf der Eschershäuser Straße in Uslar in Richtung Eschershausen einen vorausfahrenden Pkw überholen. Da ihm ein Fahrzeug entgegenkam, brach er den Überholvorgang ab und fuhr dabei auf den vorausfahrenden Pkw auf. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von ca. 8.000 Euro.zi










14.04.2020 • 07:56 Uhr

Uwe Schwarz: Corona-Soforthilfen für Unternehmen in Bad Gandersheim und aus der Region – Wahlkreisbüro bietet Unterstützung an

Nachdem der Niedersächsische Landtag 4,4 Milliarden Euro im Kampf gegen das Coronavirus auf den Weg gebracht hat, können in Not geratene Unternehmen die Soforthilfen von Bund und Land zur Überbrückung der derzeitigen Krise über das Kundenportal der NBank beantragen.
Sowohl das Soforthilfeprogramm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“ (Zuschüsse an Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten: 9.000 Euro, bis zu 10 Beschäftigte: 10.000 Euro, bis zu 30 Beschäftigte: 20.000 Euro und bis zu 49 Beschäftigte: 25.000 Euro), als auch das Kreditprogramm mit Liquiditätshilfen von bis zu 50.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen werden große Teile der niedersächsischen Wirtschaft in dieser ernsten Lage entlasten.

Uwe Schwarz, SPD-Landtagsabgeordneter aus Bad Gandersheim, betont: „Die beschlossenen Hilfsmaßnahmen, zusammen mit den Hilfsprogrammen des Bundes, helfen nicht nur großen Unternehmen. Im Fokus stehen insbesondere auch lokale Betriebe wie Handwerker, kleine Händler, Gastronomen, Solo-Selbstständige, Künstler und Kulturschaffende. Wir müssen alles daransetzen, dass diese Gruppen die derzeitige Krise überstehen!“

Alle wichtigen Informationen zur Antragsstellung sind auf der Webseite der NBank unter www.nbank.de zu finden. Die NBank hält darüber hinaus unter der Nummer 0511 30031-333 eine telefonische Beratung bereit. Für allgemeine Fragestellungen, Hinweise zu Anlaufstellen oder Unterlagen bietet der Landtagsabgeordneten Uwe Schwarz über sein Wahlkreisbüro ausdrücklich seine Unterstützung für betroffene Unternehmen aus der Region (Bad Gandersheim, Einbeck mit Kreiensen, Dassel und Uslar) an. Erreichbar ist das Wahlkreisbüro per Mail unter buero.uweschwarz@uschwarz.de.
red/Foto: Thomas Fischer











14.04.2020 • 07:46 Uhr

Geschwindigkeitskontrollen im Oberharz am Osterwochenende: Mit Tempo der Corona-Krise entfliehen - 424 Verstöße festgestellt

Bei frühsommerlichem und sonnigem Wetter führte die Polizeiinspektion Goslar am Osterwochenende an drei Tagen Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der Kooperation "Sicher durch den Harz" der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen durch. Es herrschte reges Motorradaufkommen.

Geschwindigkeitskontrollen erfolgten auf der Bundesstraße 4 zwischen Braunlage und der Landesgrenze Sachsen-Anhalt sowie auf der Bundesstraße 242 zwischen Clausthal-Zellerfeld und Seesen. Die Kontrollstellen wurden anhand der spezifischen Charakteristika ausgesucht. Diese Streckenbereiche fielen in der Vergangenheit wegen einer Häufung von schweren Verkehrsunfällen auf. Im Rahmen der Kontrollen musste auf persönliche Kontakte mit den Motorradfahrern, um sie über die Gefahren des Motorradfahrens im Oberharz aufzuklären, aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet werden.

Bei drei Geschwindigkeitsmessungen wurden insgesamt 424 Verstöße festgestellt. Knapp die Hälfte davon waren Motorradfahrer. Gegen 65 Kraftfahrzeugführer werden zukünftig Fahrverbote verhängt werden, hierbei handelt es sich um 51 Motorradfahrer und 14 Pkw-Fahrer. Die höchste Überschreitung am Samstag betrug gleich mehrfach 82 km/h. Diese Motorradfahrer wurden in einem Bereich, in welchem eine Geschwindigkeit von 80 km/h angeordnet ist, mit 162 km/h zu unterschiedlichen Tageszeiten gemessen. Ein weiterer unrühmlicher Spitzenreiter war am Ostermontag ein Motorradfahrer, der bei erlaubten 60 km/h mit einer Geschwindigkeit von 123 km/h gemessen wurde.

Am Karfreitag wurde gegen drei Motorradfahrer ein Strafverfahren wegen eines Verbotenen Kraftfahrzeugrennen gemäß § 315d StGB eingeleitet, da diese mit ihren Krädern mehrfach bis zu den, auf diesem Streckenabschnitt möglichen, Höchstgeschwindigkeiten fuhren.

Im Kontrollzeitraum kam es zum Glück zu keinen schweren Verkehrsunfällen mit Motorradbeteiligung.

Auch in den folgenden Monaten werden weitere Verkehrskontrollen erfolgen, kündigte ein Sprecher der Polizei an.ots










14.04.2020 • 06:51 Uhr

Reihenweise Protest-Flugblätter gegen "Park-Vernichtung" im Bad Gandersheimer Seekurpark - Hier die Begründung

Mit einer ungewöhnlichen Protestaktion haben sich unbekannte Baum- und Naturschützer gegen die Baumfällungen und Rodungen im Seekurpark im südniedersächsischen staatlich anerkannten Heilbad Gandersheim gewandt. Sie nagelten gut zwei Dutzend weiße Flugblätter auf abgesägte Bäume und Stümpfe niedergemachter gesunder Bäume.

Die Baumfällungen waren u.a. mit Sichtschneisen für Projekte der Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim begründet worden.

Die Protestler hatten in ihrem Flugblatt geschrieben: "Hallo Stadtverwaltung, oder wer auch immer für diese Park-Vernichtung verantwortlich ist! Seid ihr noch zu retten? - diese schöne Anlage zu vernichten? Habt Ihr schon einmal die Bürger gefragt, ob wir das alle toll finden (Volkseigentum?)
Eine Landesgartenschau vorzubereiten ist vielleicht schön, aber deshalb kann man nicht alle 50 bis 100-jährigen Bäume einfach abholzen. Große und schöne Bäume bindet man in solch einem neu gestalteten Bild mit ein und vernichtet sie nicht (...hervorragend, jetzt liegen sie alle hier im Dreck).
Vorher sind hier viele Leute durch diese ehemals schöne Anlagen, im Schatten, bei strahlender Sonne, spazieren gegangen (...oder mit Hund, oder mit Fahrrad, oder einfach zum Enten füttern...) und wir alle haben uns wohl gefühlt, man konnte mal ausspannen und sich etwas erholen. Jetzt bekommt man eher einen Wutausbruch. - und gähnende Stille verbreitet sich, ebenso verlieren verschiedene Vögel ihren gewohnten Lebensraum. Werden die Teiche auch noch trockengelegt? Mit ein bisschen Verstand vorzugehen wäre eine Option gewesen, bevor man alles gleich kahl schlägt...(jetzt ist es zu spät, schon geschehen...).
Bevor hier das Landschaftsbild wieder so aussehen könnte wie vorher, vergehen 80 Jahre, bis dahin sind alle unserer Generation gestorben - vielen Dank! Grüße von verzweifelten und enttäuschten Bundesbürgern".

Anmerkung der Redaktion:
Dem Vernehmen nach haben die Natur- und Baumschützer deswegen die Flugblätter nicht mit Namen gekennzeichnet, weil sie Repressalien und Anfeindungen offizieller Stellen befürchten.

Fotos: Nicole Klawitter
















13.04.2020 • 22:23 Uhr

In Corona-Krisenzeiten: Das war Ostern 2020 - Riesige Osterglockenblume am Stiftskirchenportal - Osternester - Posting aus Cleveland - Private Osterfeuer - In Kreide auf Asphalt "Jesus lebt" -Posting aus Cleveland

Ja, Ostern 2020 - ein Ostern in Corona-Krisenzeiten ist nicht ganz einfach zu erzählen: Persönliches vermengt sich da einiges mit Öffentlichem. Herausragend in diesen vergangenen Tagen: Die nachhaltige Lähmung des öffentlichen wie privaten, gesellschaftlichen, politischen, kirchlichen und verkehrlichen Lebens. Sie ist so unglaublich heftig. Kontaktsperre als eine selbst auferlegte Ausgangssperre empfunden. Manerschaudert: Menschenleere Straße. Ganz wenig Autos.Fast nur Biker an den sonnigen Tagen. Einige Spaziergänger und Fitnessmenschen. Nie im Pulk. Allein oder als Pärchen.
So etwas wie allgemeine Geschäftigkeit vielleicht bei den wenigen gastronomischen Betrieben: Abholung- und Lieferservice funktionieren. halbwegs. Wenngleich die Öffnung der Eisdielen sofort wieder Probleme machte. Seit es bei den Distanzregelung oder mit den Hinterlassenschaften.
Dann diese brutalen Einschnitte weil es verboten ist: Kirchen ohne Gottesdienstes. Das wichtigste Christenfest darf in den Gotteshäusern nicht gefeiert werden. Das zu begreifen fällt mega schwer. Dafür eine plakativer Grußersatz: Ein riesiges Plakat am Portal der Stiftskirche. Mit Hoffnungsgruß und übergroßer Osterglockenblüte. Unübersehbar die mit Kreide an vielen Stellen Bad Gandersheims auf Asphalt und Beton geschriebene Botschaft "Jesus lebt!".
Dass die Osterfeuer verboten wurden war weniger schlimm. Im Gegenteil. Das spornte viele Menschen zu Alternativen an. Noc noch nie gab es so viele private Feuerstellen mit Bezug zum Brauchtum auf Sparflamme, wie sie diesmal erst in Gärten und auf Balkonen, dann in den sozialen Netzwerken loderten.
Das Osterfrühstück zuhause im engsten Familienkreis. Kleine Geschenke für die Lieben sind in Nester verpackt. Schokoladige Gesten mit selbstgebackenen Keksen von der Initiative Nachbarschaftshilfen in Bad Gandersheim für Seniorinnen und Senioren erreichen uns. Tolle Geste mit Gemeinschaftssinn!
Nachmittags Ostersparziergänge solo und duo. Ebenso die Touren mit Rad oder auf Skaten und in Wanderschuhen. Das herrliche Frühlingswetter mit strahlender Sonne und blauem Himmel, das so gar nicht zur trüben Corona-Lähmung passte, entschädigte etwas und tat dem geschundenen Gemüt gut.
Zu guter Letzt eine echte Osterüberraschung. Sie erreichte das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group und damit den Autor dieses Reports am später Nachmittag des Ostermontags. Von weit her und via Internet doch so nah: aus Cleveland im US-Staat Ohio. Ein sympathischer Mensch schickte seine Botschaft über den Teich. "Damit Ihr mal was Positives in diesen grauen Corona-Zeiten schreiben könnt", so die Ermunterung. Wir werden das sehr gern tun. Aber diese Mitteilung aus Cleveland hat eine Extra-Story verdient!
red
Die Bilder dokumentieren Eindrücke dieser Ostertage in Corona-Krisenzeiten in und um Bad Gandersheim. Fotos: Nicole Klawitter, Marc Reiser, Thomas Fischer
























13.04.2020 • 18:07 Uhr

Heute um 12.30 Uhr bei Gronau: Nach Frontalcrash auf der L 480 drei Schwerverletzte

Am heutigen Ostermontag, gegen 12.30 Uhr, ereignete sich auf der Landesstraße 480 zwischen Gronau und Betheln ein Verkehrsunfall, bei dem drei Personen schwer verletzt worden sind. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei in Hildesheim befuhr ein 25-jähriger Gronauer mit seinem Pkw VW Golf die L 480 in Richtung Betheln und geriet in Höhe der dortigen Tannenschonung aus unbekannter Ursache auf den Gegenfahrstreifen. Hier kam es zum Frontalzusammenstoß mit dem entgegenkommenden Pkw Ford Fiesta einer 27-jährigen Hildesheimerin. Bei dem Zusammenstoß zogen sich die Fahrzeugführer sowie der 30-jährige Beifahrer im Pkw Ford schwere Verletzungen zu und wurden in umliegende Krankenhäuser verbracht. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, der Gesamtschaden wird auf ca. 20.000 Euro geschätzt. Eingesetzt vor Ort waren drei Rettungswagenbesatzungen, ein Notarzt sowie die Feuerwehr Gronau. Die L 480 war von 12.30 Uhr bis ca. 15 Uhr am heutigen Nachmittag voll gesperrt.ots











13.04.2020 • 16:23 Uhr

Polizeiaktivitäten Über Ostern im Landkreis Holzminden: Straftaten in der Corona-Krise rückläufig

Der Trend rückläufiger Straftaten in der Corona-Krise setzt sich im Kreisgebiet auch am Osterwochenende fort. Bis zur Mittagszeit am Ostermontag dokumentieren sich im Polizeicomputer lediglich 58 Ereignisse, lediglich zu einem Drittel Straftaten bzw. Ordnungswidrigkeiten und wenige Verkehrsunfälle.

Rohheitsdelikte -
Ein 37-jähriger Holzmindener verbrachte die Nacht von Karfreitag auf Samstag im Polizeigewahrsam in Holzminden, nachdem dieser vermutlich rauschmittelbeeinflusst mehrere Personen sexuell belästigt und die eingesetzten Polizisten im Rahmen der Personalienfeststellung angegriffen hatte (ein Polizeibeamter wurde leicht verletzt). Weiterhin kam es am Samstagabend in Polle zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit leichten Blessuren. Der Anlass dürfte in länger andauernden Familienstreitigkeiten in Verbindung mit starkem Alkoholkonsum eines Beteiligten liegen. Die Parteien wurden getrennt.

Diebstähle -
Über die Ostertage kam es in verschiedenen Tankstellen im Stadtgebiet Holzminden zu Diebstählen von Alkoholika. Hierzu müssen sich zwei der Polizei bereits bekannte Männer (19 bzw. 34 Jahre) in entsprechenden Strafverfahren verantworten. In einem weiteren solchen Fall ließ der Ladendieb auf der Flucht ein zuvor benutztes Mountainbike zurück. Hinweise auf den Eigentümer des anthrazitfarbenen Fahrrades der Marke Focus nimmt die Polizeiwache in Holzminden entgegen (05531/9580).

Verkehrsunfälle -
Bei insgesamt fünf Unfallereignissen war auch am Osterwochenende die Gruppe der Motorradfahrer deutlich vertreten. Bereits am Samstagnachmittag verunfallte ein 30-jähriger Kradfahrer aus Aerzen auf der Landesstraße zwischen Boffzen und Fohlenplacken. In einem aufgrund schlechter Fahrbahnverhältnisse geschwindigkeitsreduzierten Bereich verlor der Kradfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einem Verkehrszeichen und dortiger Leitplanke. Mit schweren inneren Verletzungen wurde der Aerzener mittels Rettungshubschrauber dem Uniklinikum in Göttingen zugeführt. Der lebensbedrohliche Zustand besteht fort. Zwei weitere Kradunfälle auf den Landesstraßen zwischen Holzen und Grünenplan sowie zwischen Rühle und Golmbach verliefen glimpflicher: Nach einem Sturz über die Leitplanke wurde ein 63-jähriger aus dem Heidekreis mit leichten Verletzungen dem Krankenhaus in Alfeld zugeführt, während ein beteiligter 65-jährige Kradfahrer aus dem Kreis Hildesheim unverletzt blieb.

Osterfeiern -
Anlässlich der auch zu Ostern bestehenden Kontaktverbote anlässlich der Corona-Pandemie wurden auch im Kreis Holzminden mit einem erhöhten Kräfteansatz polizeiliche Präventionseinsätze durchgeführt. Als Einsatzschwerpunkte stellten sich aufgrund des erhöhten Besucheraufkommens auch touristische Ausflugsziele dar. An mehreren Orten wurden bei bestem Frühlingswetter Motorradfahrer auf ihr Pausenverhalten in Gruppen angesprochen, mit gleicher Intention auch eine hohe Zahl von Besuchern des Weserufers in Polle bzw. Bodenwerder. In mehreren Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt, welche Bußgelder zur Folge haben werden. Die Bevölkerung reagierte ganz überwiegend verständnisvoll und kooperativ auf die Polizeikontrollen.

Und weitere positive Feststellungen - Zusammenkünfte anlässlich der in diesem Jahr kreisweit abgesagten traditionellen Osterfeuer blieben aus, lediglich einige vereinzelt gemeldete Feuerstellen wurden polizeilich überprüft (Feuerkorb bzw. Feuertonne). Ein Dielmisser Bürger wurde am Samstag dabei erwischt, wie er unerlaubt Holzabfälle vor dem Holzmindener Abfallentsorgungszentrum ablud und sagte die ordnungsgemäße Entsorgung nach Ostern zu.ots










13.04.2020 • 15:59 Uhr

Auf diesem Fundament lässt sich gut aufbauen: Grundmauern für Gesundheitszentrum "Sportstadt" Bad Gandersheim wachsen

Nach dem spektakulären Abschluss des ersten Bauabschnitts mit der Fertigstellung einer gigantischen 560 Tonnen schweren Betonplatte als Fundament geht es jetzt mit dem neuen Gesundheitszentrum "Sportstadt" in der Marienstraße im südniedersächsischen Bad Gandersheim weiter. Bei dem Großprojekt sind die ersten Steine für die Grundmauern gesetzt. Nach Ostern, so kündigte es Investor und Betreiber der "Sportstadt" Tobias Reinecke, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group, "wird an dem Projekt weiter gearbeitet". Die erforderlichen Mauersteine hat das Bauunternehmen Wehe Bau/Bad Gandersheim bereits anliefern lassen. Aus den Osterferien gestärkt zurück werden die Bauleute jetzt wieder in gewohnter Manier loslegen.ree/Fotos: Thomas Fischer












13.04.2020 • 15:41 Uhr

Gesundheitsschutz gewährleisten. Ausstieg (Exit) aus Zwangsmaßnahmen und Grundrechtsbeschränkungen verantwortungsvoll organisieren - Gastbeitrag von Christian Grascha, MdL.

In einem Gastbeitrag für das Redaktionsnetzwerk hat sich der Landtagsabgeordnete Christian Grascha, FDP, aus Einbeck mit der Corona-Krise beschäftigt. In seinem Positionspapier beschreibt Grascha Varianten, wie einerseits der Gesundheitsschutz weiterhin hohen Vorrang staatlichen Handelns hat, aber andererseits Lockerungen der Zwangsmaßnahmen und massiven Grundrechtsbeschränkungen vorgenommen werden könnten.


Grascha: Der Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität. Die politischen Entscheidungen, das öffentliche Leben in unserem Land im Wesentlichen herunterzufahren, waren richtig und wurden auch von den Freien Demokraten mitgetragen. Es musste das Ziel verfolgt werden, die Kapazitäten des Gesundheitswesens nicht zu überbeanspruchen. Die Entwicklung in anderen Ländern zeigt, dass der exponentielle Anstieg von Infektionszahlen viele Krankenhäuser sehr rasch an die Kapazitätsgrenze gebracht hat. In manchen Regionen wurde diese Grenze sogar überschritten. Bisher konnte diese Entwicklung in Deutschland verhindert werden.

Durch die Maßnahmen sind insbesondere viele Betriebe und damit viele Arbeitsplätze betroffen. Der Staat, im Bund und im Land, hat Soforthilfen und Kreditprogramme auf den Weg gebracht. Aus Sicht der Freien Demokraten sind diese allerdings viel zu bürokratisch. Um schnell zu helfen, wäre es sinnvoll gewesen, die bestehenden Finanzbeziehungen zwischen Unternehmen und Finanzbehörden zu nutzen. Ein erster wichtiger Schritt wäre, Steuerzahlungen zurückfließen zu lassen und somit eine negative Gewinnsteuer zu verankern.

Im Moment sind viele Beschränkungen fraglos nötig. Der derzeit geltenden Regeln greifen jedoch tief in unsere Grundrechte ein und stellen auf Dauer eine schwere Belastung für eine freie Gesellschaft dar. Deshalb müssen die Einschränkungen auf jeden Fall zeitlich befristet werden. Es braucht deshalb eine Debatte, wie verantwortungsvolle Lockerungen aussehen können. Basis einer solchen Debatte ist Transparenz, die durch die Regierungen geschaffen werden muss. Die Politik ist verpflichtet und in der Bringschuld, jede Maßnahme nach der Verhältnismäßigkeit und nach der Notwendigkeit zu begründen.

Falsch ist in dieser Situation, Gesundheit gegen Wirtschaft auszuspielen. Das wird der Ernsthaftigkeit der Situation nicht gerecht. Natürlich hat der Gesundheitsschutz Vorrang. Dennoch verursachen die ergriffenen Maßnahmen an anderen Stellen gesundheitliche Risiken durch zum Beispiel verschobene Operationen oder durch nicht mehr durchgeführte gesundheitliche Präventionsarbeit. Viele Menschen sind von Vereinsamung betroffen oder Kinder leiden unter zunehmender häuslicher Gewalt. Mit dem Schulausfall könnten bei Kindern und Jugendliche Bildungschancen auf der Strecke bleiben. Auch der massive wirtschaftliche Schaden hat gesundheitliche Folgen. Die Insolvenz eines Unternehmens oder der Verlust des Arbeitsplatzes führen bei den Betroffenen zu massiven psychischen und physischen Belastungen. Auch die Handlungsfähigkeit des Staates und unseres gesamten Landes ist abhängig von der Stärke vieler kleiner Betriebe, Unternehmen, dem Mittelstand und dem Handwerk. Mit den gemachten Erfahrungen der letzten Wochen und wissenschaftlicher Unterstützung muss nun ein verantwortungsvoller Exit aufgezeigt werden. Hierbei ist sowohl zu berücksichtigen, die Zahl der Neuinfektionen zu begrenzen als auch das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben mit neuen Sicherheitsbeschränkungen zu normalisieren. Der Maßnahmenkatalog, der vom Expertenrat der NRW-Landesregierung präsentiert wurde, kann eine Blaupause für das gesamte Land sein.

Für eine Exit-Strategie sind aus meiner Sicht diese neun Punkte zu bedenken:

Schutz von Risikogruppen – Insbesondere ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen müssen geschützt werden. Hier sollten die ergriffenen Beschränkungen erhalten bleiben und insbesondere durch verstärktes Testen der Schutz weiter individuell verbessert werden. Pauschale Maßnahmen, wie ein generelle Schließen von Tagespflegeeinrichtungen oder das Verbot in Altenheime einzuweisen, erscheint unverhältnismäßig und nicht sinnvoll.

Weiterer Ausbau der Testkapazitäten – hierzu gehören auch neue Antikörpertests. Es ist einerseits notwendig, ein möglichst umfassendes Bild über das Infektionsgeschehen zu haben, um einerseits Infizierte schnell zu identifizieren und unter Quarantäne zu stellen sowie andererseits auch den Stand der sogenannten Herdenimmunität zu erfahren.

Öffnung von Geschäften – die gemachten Erfahrungen im Lebensmitteleinzelhandel bei Hygiene- und Sicherheitsstandards und Beschränkungen sollten auf Geschäfte des Einzelhandels, Friseure, Wochenmärkte und andere geschlossene Betriebe übertragen werden.

Öffnung von Restaurants und Hotels – auch hier sollten Mindestabstände eingehalten werden und ggf. eine maximale Besucheranzahl je Betrieb festgelegt werden.

Schrittweise Öffnung von Schulen und Kindergärten – Dies sollte so schnell wie möglich erfolgen. Möglich ist zum Beispiel eine Halbierung der Klassengrößen und ein wechselnder Unterricht zwischen Präsenzunterricht und Aufgaben zu Hause.

Öffnung von Trainingszentren, Physiotherapiepraxen und Fitness-Studios – Unter der Berücksichtigung von Mindestabständen der Trainierenden und Patienten untereinander, einer maximalen Teilnehmerzahl für jede Einrichtung sowie der Reduzierung von Menschenansammlung durch Sperrung von Duschen oder der Verkaufstresen haben gerade diese Einrichtungen eine zentrale Bedeutung für die Gesundheitspräventionen vieler Menschen.

Empfehlung eines Mundschutzes im öffentlichen Raum – Um insbesondere den Schutz vor Infektionen zu verbessern, erscheint es sinnvoll, dass möglichst jeder einen Mundschutz trägt. Das gilt insbesondere für die Bereiche, in den sich viele Menschen aufhalten, zum Beispiel öffentlicher Personennahverkehr.

Weiterhin keine größeren Veranstaltungen – unter Berücksichtigung von wissenschaftlichen Kenntnissen sollte eine maximale Größenordnung definiert werden. Großveranstaltungen sollten ebenfalls bis auf weiteres nicht stattfinden.

Verstärkte Investitionen in die Forschung – die Anstrengungen einen Impfstoff und eine Medikation gegen das Virus zu finden müssen auch seitens des Staates verstärkt werden. Bei einem entsprechenden Erfolg würden viele der o.g. Maßnahmen sich erübrigen.

Unser Land sollte langsam wieder in die Normalität zurückkehren. Einschränkungen in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger sind nur so lange zu rechtfertigen, bis es andere Alternativen gibt, um den notwendigen Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Hierfür liegen mittlerweile von vielen Wissenschaftlern und Experten Vorschläge auf dem Tisch, die die Politik nun gewichten und umsetzen muss. Die Selbstbestimmung der Bürgerinnen und Bürger ist ein hohes Gut. Eine Einschränkung von Seiten des Staates muss in jedem Einzelfall begründet werden. Der Staat ist hier in der Pflicht, nicht der Bürger. Auch die Eigenverantwortung und die Freiheit jedes Einzelnen ist eine Säule unserer liberalen Demokratie. Diese umfasst aber sowohl die Verantwortung gegenüber sich selbst als auch gegenüber anderen und der Gesellschaft insgesamt. Dieser Verantwortung müssen wir alle gerecht werden. Nur so können wir die Freiheit in unserem Land erhalten. red/Quelle: Christian Grascha, MdL/Foto: Thomas Fischer













13.04.2020 • 12:55 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim : Heute 85 Infektionsfälle offiziell bestätigt

Aktuell gibt es 85 bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim. Im Vergleich zum Karfreitag sind damit 12 neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden.
Bei den Neufällen handelt es sich um drei männliche Personen (eine jüngeren und zwei mittleren Alters) sowie neun weibliche Personen. Davon sind fünf jüngeren Alters, zwei mittleren und eine höheren Alters. Für drei Personen werden die Ansteckungswege derzeit noch recherchiert, alle anderen hatten Kontakt zu einer infizierten Person. Drei Personen befinden sich im Krankenhaus. Die anderen neun sind in häuslicher Quarantäne und leiden an leichten grippalen Infekten bis hin zu Halsschmerzen, Fieber, Husten und Kopfschmerzen. lpd/Foto: Fis WMG











13.04.2020 • 12:33 Uhr

Corona: Was ist die Tracking-App und wie funktioniert sie?

Mit einer Tracking-App für Smartphones könnte die schnelle Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden. Sie könnte eingesetzt werden, wenn die aktuellen Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden.

Wie funktioniert die App im Kampf gegen das Coronavirus?

Nutzer und Nutzerinnen laden die App auf ihr Smartphone und schalten die Bluetooth-Funktion ihres Smartphones an. Alle paar Minuten erzeugt die App eine neue temporäre ID und sendet diese aus, um die Person beziehungsweise das Gerät zu anonymisieren. Wenn zwei Geräte mehr als 15 Minuten weniger als zwei Meter voneinander entfernt waren - und aus epidemiologischer Sicht damit relevant - wird die anonyme ID auf dem Telefon abgespeichert. Auf die Weitergabe von Ortsdaten wird verzichtet. Interessant ist nämlich vor allem, ob der potenziell ansteckende Kontakt drinnen oder draußen stattgefunden hat, wie nah, wie lange und wer - auch anonymisiert - miteinander in Kontakt stand.

Wenn eine Person später positiv auf das Virus getestet wird, kann sie ihre lokal gespeicherten Daten auf den Server laden. Dort wird dann ausgewertet, mit welchen anderen temporären IDs das Handy in Kontakt war. Der Server kann dann diese Handys per App benachrichtigen. Der jeweilige Nutzer bekommt dann die Aufforderung, sich in Quarantäne zu begeben und sich beim Gesundheitsamt zu melden. Das alles soll auf freiwilliger Basis geschehen. Je mehr Menschen sich die App herunterladen, umso besser, weil dann mehr Daten zur Verfügung stehen und eine lückenlose Nachverfolgung möglich wäre. Studien zufolge müssten mindestens rund 60 Prozent der Bevölkerung - in Deutschland circa 50 Millionen Menschen - eine solche App nutzen, heißt es auf "netzpolitik.org".

Wer entwickelt und veröffentlicht die App?

Derzeit sitzt ein internationales Team aus Wissenschaftlern, IT-Fachleuten und einzelnen Unternehmen unter der Federführung des Fraunhofer Instituts für Nachrichtentechnik (Heinrich-Hertz-Institut) an der Entwicklung der PEPP-PT (Pan European Privacy Protecting Proximity Tracing) -Technologie, die genutzt werden könnte, um eine App zu konfigurieren. Zudem ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beteiligt sowie der Bundesdatenschutzbeauftragte. Die Bundeswehr testet derzeit den technischen Standard. Das Robert-Koch-Institut wird die App dann voraussichtlich veröffentlichen.

Wie steht es um den Datenschutz?

Die ursprüngliche Überlegung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Funkzellen-Daten abzufragen, war auf großen Widerstand gestoßen: zu ungenau und zu personalisiert. Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) betonte kürzlich im Deutschlandfunk, die App müsse freiwillig nutzbar sein und die Anwendung begrenzt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband teilte kürzlich mit, dass eine Anti-Corona-App im Kampf gegen das Virus helfen könne, wenn sie fünf Bedingungen erfüllte: "Sie muss freiwillig, geeignet, nötig, verhältnismäßig und zeitlich befristet sein", betonte Klaus Müller, Chef des Verbraucherverbandes. Von Elisa Makowski (epd)










13.04.2020 • 12:24 Uhr

Corona-Krise: Leitfaden für Pferde- und Ponybetriebe in Bad Gandersheim und Südniedersachsen

Landwirtschafts-Ministerium beantwortet wichtige Fragen - Infektionsschutz sicherstellen

Was muss ich bei der Versorgung meines Pferdes beachten? Darf ich mein Pferd weiterhin wie gewohnt bewegen? Die Corona-Krise stellt auch die Pferdebetriebe in Niedersachsen vor große Herausforderungen. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) hat nun einen Leitfaden veröffentlicht, der wesentliche Fragen klärt.

Insgesamt gilt: Selbstverständlich sind die Versorgung und Betreuung einschließlich der Bewegung der Pferde nach den Vorgaben des Tierschutzgesetzes weiterhin sicherzustellen. Dabei sind die Belange des Infektionsschutzes zwingend zu berücksichtigen, insbesondere die Einhaltung eines Mindestabstands von Mensch zu Mensch von 1,5 Metern. Um eine tiergerechte Versorgung und Bewegung von Pferden gewährleisten zu können, müssen dafür fachlich geeignete Personen pferdehaltende Betriebe betreten. Die Anzahl der Personen richtet sich nach Betriebsgröße beziehungsweise nach der Anzahl der Pferde. Dies hat unter Einhaltung der entsprechenden Vorschriften zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus zu geschehen. red/fis










13.04.2020 • 12:11 Uhr

21-jähriger Suzuki-Fahrer bei Motorradunfall schwer verletzt

Am Gründonnerstag ist in Altenbeken (Landkreis Höxter) ein Motorradfahrer aus dem Kreis Höxter mit seiner Maschine von der Straße abgekommen und verunglückt.
Gegen 18.20 Uhr befuhr der 21-jährige Kradfahrer einer Suzuki 650 mit seiner Maschine die Bollerbornstraße aus Richtung Altenbeken kommend in Fahrtrichtung Langeland.
Aufgrund eines Fahrfehlers kam er auf einer Gefällstrecke in einer scharfen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte mit seinem Krad in eine ca. drei Meter tiefer gelegene Senke.
Hierbei verletzte er sich schwer. Der Mann musste mit dem Rettungswagen in ein Paderborner Krankenhaus gebracht werden.gh










13.04.2020 • 12:07 Uhr

Nach wilder Verfolgungsjagd entkommt seltener Sportwagen "Subaru Impreza WRX STI Version 7" der Polizei

Die Polizei in Hildesheim teilt soeben mit: Bereits am vergangenen Mittwoch, 08. April , gegen 20:15 Uhr, sollte von Polizeikräften in Peine auf dem Schwarzen Weg in Richtung Stederdorf ein schwarzer Pkw Subaru zu einer Verkehrskontrolle angehalten werden, weil dessen Kennzeichen nicht lesbar bzw. nicht richtig angebracht waren. Der Subaru entzog sich der Kontrolle nach kurzem Stop mit hoher Geschwindigkeit durch Flucht in Richtung Edemissen; er konnte von der Polizei trotz Verfolgung nicht mehr angehalten werden. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen seltenen Sportwagen "Subaru Impreza WRX STI Version 7" mit vermutlich Peiner Kennzeichen handeln.

Hinweise auf das Fahrzeug und dessen Fahrer sowie Zeugen der Verfolgungsfahrt von Peine und Stederdorf bis nach Edemissen werden gebeten, sich bei der Polizei in Peine unter der Rufnummer 05171/9990 zu melden.











13.04.2020 • 12:02 Uhr

Lutter: Nach Lärmerei auf Familienfeier Polizisten beleidigt und Party für beendet erklärt

Lutter 11.04.2020 Am vergangenen Samstag wird durch einen Anwohner eine Ruhestörung in der Frankfurter Straße in Lutter bei der Polizei angezeigt. Bei der Sachverhaltsaufnahme einer Familienfeier wird ein eingesetzter Polizeibeamter durch einen 29 jährigen alkoholisierten Gast mehrfach beleidigt. Die Feierlichkeit wurde beendet, ein Strafverfahren wurde eingeleitet.ots










13.04.2020 • 11:56 Uhr

Von Rotenburg nach Northeim: Ich Mitternacht Oster-Abenteuer Zuckerfabrik-Ruine

Ereignsort: Northeim, Auestraße, Alte Zuckerfabrik, Ereigniszeitpunkt: Ostermontag, 13. April 2020, 00.30 bis 01.30 Uhr
Kurz nach Mitternacht wurden mehrere Personen auf dem Gelände der alten Zuckerfabrik gemeldet. Vor Ort konnten drei Personen aus Rotenburg a.d. Fulda bzw. Bad Hersfeld im Alter von 27 bis 45 Jahren angetroffen werden. Sie hatten das Gelände im Rahmen einer "Lost Place Tour" betreten, um Fotos zu fertigen. Sie wurden des Geländes verwiesen. Neben der Anzeige wegen Hausfriedensbruch wurde auch ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Nichtbeachtung der Kontaktbeschränkungen eingeleitet.ri










12.04.2020 • 21:12 Uhr

CDU-Vorschlag für einen Gandersheimer Hilfsfonds für Kleinunternehmen: Linke sieht Stadt nicht in der Pflicht

Erste Reaktion eines kommunalpolitischen Vertreters im Gandersheimer Stadtrat - Schweigen bislang bei SPD und Grünen

Im Rahmen einer Telefonkonferenz ist bei der lokalen/regionalen Partei Die Linke im Ortsverband Einbeck-Bad Gandersheim - wir berichteten - ist auch die von Ratsfraktionsvorsitzenden Timo Dröge eingebrachte und präzisierte CDU-Ratsinitiative für einen schnellen finanziellen Hilfsfonds der Stadt Bad Gandersheim für Kleinunternehmen, Dienstleister und Solo-Unternehmer als Gesprächsthema inhaltlich behandelt worden. Das berichten Vorsitzende Eva Brunnemann und CDU-Ratsherr Jürgen Otto in einer aktuellen Stellungnahme nach der TelKo. In dem Statement der Partei wird zu der CDU-Ratsinitiative unter anderem angemerkt:
"Zweites Thema war der Antrag der CDU – Fraktion an den Rat der Stadt Bad Gandersheim Wir stimmen dem Antrag darin zu, dass Kredite allein nicht reichen. Kleine Unternehmen und Soloselbstständige brauchen Geld, das die Ausfälle ersetzt. Anders als die CDU sehen wir aber nicht die Stadt in der Pflicht. Das Geld kann nicht aus den kommunalen Töpfen kommen, die in der Regel leer sind, insbesondere die Stadt Bad Gandersheim ist zu hoch verschuldet."

SPD, Grüne und FDP in der Roswithastadt haben sich bislang zu dem von der CDU ein weiteres Mal bekräftigten Vorschlag bislang in vornehmer Zurückhaltung geübt. Lediglich über soziale Netzwerke waren verklausulierte und namentlich nicht authentisch zuzuordnende Kommentierungen aus dem sozialdemokratischen Milleu zu vernehmen.
red/Fotos: Thomas Fischer















12.04.2020 • 18:27 Uhr

7.788 laborbestätigte Corona-Infizierte in Niedersachsen - 79 im Landkreis Northeim - 385 in Göttingen, 112 in Goslar

Am heutigen Ostersonntag hat das Niedersächsische Sozialministerium in Hannover die aktuellen Fallzahlen der Corona-Infizierten bekanntgegeben. Die Fallzahl beträgt 7.788. Für die Landkreise in Südniedersachsen sind nachfolgend aufgeführten Daten von Bedeutung: Für den Landkreis Northeim 79, für Landkreis Göttingen 385, Goslar 112, Hildesheim 224.

Landkreis/Stadt/Region Fälle, Anzahl Fälle pro 100.000
Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 130 104,1 2
LK Aurich 70 36,8 3
LK Celle 126 70,4 7
LK Cloppenburg 76 44,2 0
LK Cuxhaven 75 (+1) 37,8 3 (+1)
LK Diepholz 247 113,7 8
LK Emsland 289 (+4) 88,3 10
LK Friesland 24 (+1) 24,3 1
LK Gifhorn 104 58,9 2 (+1)
LK Goslar 112 82,0 3
LK Grafschaft Bentheim 170 (+2) 124,0 9 (+3)
LK Göttingen 385 (+5) 117,4 9
LK Hameln-Pyrmont 94 63,2 3
LK Harburg 362 (+22) 142,4 6 (+2)
LK Heidekreis 52 37,0 1
LK Helmstedt 82 89,7 0
LK Hildesheim 224 81,2 1
LK Holzminden 95 (+3) 134,4 2
LK Leer 68 (+2) 39,8 1
LK Lüchow-Dannenberg 14 28,9 2
LK Lüneburg 138 (+2) 75,0 0
LK Nienburg (Weser) 59 48,5 1 (+1)
LK Northeim 79 (+12) 59,6 0
LK Oldenburg 166 126,5 7
LK Osnabrück 745 (+25) 207,9 18 (+1)
LK Osterholz 68 (+3) 59,6 0
LK Peine 127 (+1) 94,4 6 (+1)
LK Rotenburg (Wümme) 75 (+1) 45,8 1
LK Schaumburg 120 76,0 1
LK Stade 168 82,2 5
LK Uelzen 33 35,7 0
LK Vechta 270 (+2) 189,2 7
LK Verden 107 78,1 1
LK Wesermarsch 49 55,3 1
LK Wittmund 20 35,0 0
LK Wolfenbüttel 109 (+1) 90,9 1
Region Hannover 1462 (+19) 126,5 25 (+1)
SK Braunschweig 270 (-1) 108,5 7
SK Delmenhorst 29 37,4 2
SK Emden 14 28,0 0
SK Oldenburg 144 (+2) 85,4 0
SK Osnabrück 377 (+9) 229,2 7 (+1)
SK Salzgitter 97 93,1 3
SK Wilhelmshaven 15 (+2) 19,7 0
SK Wolfsburg 248 199,4 36
Niedersachsen gesamt 7788 (+118) 97,4 202 (+12)

red/Quelle: Gesundheitsministerium Niedersachsen















12.04.2020 • 17:36 Uhr

Am Dehneweg und Südhang des oberen Osterbergsees in Bad Gandersheim entsteht neue Erschließungsstraße

Außerdem: Geschäftsführer Hellingrath meldet sich zur Wort: Die Landesgartenschau-Vorbereitungen sollen in den kommenden Monaten mehr und mehr an Konturen gewinnen

Während im Bad Gandersheimer Seekurpark die Baumfällungen für Sichtschneisen der Landesgartenschau 2022 Bad Gandersheim weiter für Debatten und nun auch für eine Protestaktion via Flugblättern sorgen, hat sich Landesgartenschau-Geschäftsführer Thomas Hellingrath mit einem allgemein Statement zu Wort gemeldet.

Gleichzeitig wurde eine bislang wenig beachtete Erschließungsmaßnahme am Rande des Ausstellungsgeländes bekannt. Die Erdarbeiten sind derzeit gut erkennbar. Vom Ende des Dehneweges (Hauptzugang für die Landesgartenschau) wurden die Grundzüge einer neuen Erschließungsstraße sichtbar. Sie führt auf den Südhang oberhalb des obereben Osterbergsees. Auf der zum Osterbergsee zugewanderten Seite liegt direkt am Weg eine von der Volksbank gesponserte Naturschutzhütte. Die in dem öffentlichen Holzraum abgestellten Insektenhotels verdeutlichen, dass das Projekt Naturschutzhütte jäh unterbrochen wurde. Der Straßenbau dürfte eine der Ursachen hierfür sein.

Der Geschäftsführer der Landesgartenschau, Thomas Hellingrath, bezog in seiner Verlautbarung weder zu der Erschließungsmaßnahme noch zu der Protestaktion gegen die Baumfällen Stellung. Seine Erklärungen bekräftigten bekannte Positionen: Für die jetzt von der Stadt Bad Gandersheim veranlassten Fällungen und Rodungen würden Neues geschafften.

Hellingrath: "Vorboten der nachhaltigen Investitionenmaßnahmen"

Hier Hellingrath im Originalwortlaut seiner Stellungnahme:

Wer in diesen Tagen rund um die Osterbergseen unterwegs ist, kann die ersten Vorboten der geplanten nachhaltigen Investitionsmaßnahmen für die Landesgartenschau 2022 sehen.
So mussten beispielsweise Gehölze weichen, um Sichtachsen und Raum für Neues zu schaffen. Der 2. Osterbergsee wurde abgepumpt, um den Schlamm zu beseitigen, und so im kommenden Jahr den Bau der Seebühne und der Aufenthaltsflächen am See zu ermöglichen, bevor der See wieder geflutet wird.

Im Sommer dieses Jahres beginnen, nach erfolgter Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe, die Bauarbeiten im Bereich des zukünftigen Spiel- und Sportparks. Dazu gehört die Vorbereitung der Spiel- und Sportflächen.

Im Spätsommer werden im Bereich des Aueparks die ersten Fluss-Zugänge für Besucherinnen und Besucher an das Ufer der Gande geschaffen und naturnahe Blumenwiesen eingesät.

Im Herbst erfolgt dort auch der Bau eines langen Holzsteges in den Auepark hinein, der Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau sensible Einblicke von oben in das Landschaftsschutzgebiet ermöglicht. Dort wird, ebenfalls im Herbst, eine erste Einsaat für neue Pflanzen erfolgen.

red
Die Bilder dokumentieren die vom Dehenweg abzweigende neue Erschließung in ihren Grundzügen nach Abschluss ersten Erdarbeiten mit schwerem Gerät. Die weiteren Bilder dokumentieren den freigeschlagenen Hang am Skulpturenweg beim Kurhausparkplatz; hier soll das Bauwerk für einen barrierefreien Zugang zum Skulpturenpfad geschaffen werden. Das weitere Motiv zeigt den Flugblatt-Protest gegen die Baufällungen im Seekurpark, der kurz vor Ostern für Aufsehen im staatlich anerkannten Heilbad sorgte. Fotos: Marc Reiser






















12.04.2020 • 17:21 Uhr

Goslar-Vienenburg: Einbruch in Recycling-Betrieb - Polizei nimmt einem Harzburger langes Messer ab

Tatort: Goslar, Vienenburg, Wiedelaher Straße; Tatzeitpunkt: Sonntag, 12.04.2020, 00.35 Uhr Durch den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes wird bei einem Recycling-Betrieb am o.a. Ort während der Überprüfung des Betriebsgeländes festgestellt, dass bislang unbekannte Täter sich Zugang zum Betriebsgelände verschafft und dort Kupferkabel zum Abtransport bereitgelegt hatten. Die Täter flüchteten vermutlich vom Tatort, als der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes das Firmengelände kontrollierte. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Eine halbe Stunde später in der Vienenburger Wiedelaher Straße: Im Rahmen einer Personenkontrolle im Zusammenhang mit dem Einbruch bei einer Recycling-Firma wurde bei der zu überprüfenden Person, 43-jähriger Bad Harzburger, ein verbotener Gegenstand nach dem Waffengesetz, Messer mit einer Klingenlänge von 14 Zentimeter sowie beidseitig geschliffen, aufgefunden. Das Messer wurde beschlagnahmt und ein Strafverfahren gegen die Person eingeleitet. Anzeige wegen Verstoss gegen das Waffengesetz.ots










12.04.2020 • 10:38 Uhr

Amelith: Einbrecher kam durch den Keller

Tatort: Uslar - Amelith . Tatzeitraum: 10.April 2020, 22.30 Uhr bis 11.April 2020, 05.30 Uhr:
Bislang unbekannter Täter drang gewaltsam über den Kellerzugang in das Gebäude einer örtlichen Therapieeinrichtung ein, brach mehrere verschlossene Räume auf und entwendete Diebesgut in Höhe von ca. 500 Euro. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 2000 Euro. Hinweise zur Tat, zum Täterkreis oder Tathergang erbittet die Polizei Uslar unter der Telefonnummer 05571-96000.st











12.04.2020 • 10:35 Uhr

Kontrollverlust in Vollpriehausen: Mit Auto über Gartenmauer in den Vorgarten - 5000 Euro Schaden

Eine 21-Jährige Fahrzeugführerin aus einem Uslarer Ortsteil kommt in Volpriehausen in einer Linkskurve plötzlich nach rechts von der Fahrbahn ab, überfährt eine Gartenmauer und kommt erst auf einem angrenzenden Grundstück zum Stehen. Es entsteht ein Gesamtschaden von ca. 5000,00 Euro. Die Frau geschockt, Gott sei Dank nicht verletzt. red/st










12.04.2020 • 10:28 Uhr

Bertrams Ostereier mal weiß, dann bunt!

Ostern ist ein Fest für Verwandlungskunst. Und so schön und einfach funktioniert das: Gründonnerstag 20 weiße Eier von freilegenden Hühnern bei Marktfrau Bertram auf dem niedlichen Wochenmarkt in Bad Gandersheim geordert. Ein paar Stunden später in der Küche zuhause: Die Eier gut hart gekocht. So acht Minuten lang. Dann die heißen Teile in verschiedene Gläser mit farbigen Flüssigkeiten taucht. Und die Einfärbung abwarten. Am Ende die bunten Ostereier etwas einfetten und damit schön glänzend machen.










12.04.2020 • 10:18 Uhr

Corona-Krise und Politik: Linke sehen börsennotierte Konzerne wie KWS Einbeck und Helios in der Bringschuld

Im Rahmen einer Telefonkonferenz hat sich die Partei DIE LINKE soeben mit der Corona-Krise beschäftigt, den Unterstützungsmaßnahmen durch die Politik und bestimmte Zusammenhänge politisch interpretiert und bewertet. Die von der Kreisvorsitzenden Eva Brunnenmann (Greene) und Ratsherrn Jürgen Otto (Bad Gandersheim) zu dem aktuellen Themenkomplex veröffentlichte Verlautbarung wird hier in der Originalversion dokumentiert:

In dem Statement heißt es: "Die Politik muss verhindern, dass es nun ein Massensterben kleiner und mittlerer Unternehmen gibt. Denn das, was erst einmal weg ist, kommt dann auch nicht einfach so wieder. Die Ladenlokale, die Restaurants, die jetzt kaputt gehen, wären dauerhaft weg. Das würde die Innenstädte und das Leben in Deutschland komplett verändern. Die Maßnahmen der Bundesregierung sind für kleine und mittlere Unternehmen überhaupt nicht ausreichend, so lange sie auf Krediten basieren.

Damit stellt sich die Frage, woher das Geld kommen soll. Denn auch in der Corona-Krise wird die ungerechte Verteilung in unserem Land weiter fortgesetzt und zeigt ihr zynisches Gesicht.
Die Eigentümer*innen der 100 führenden deutschen Konzerne bekommen in diesen Tagen 44 Milliarden Euro an Dividende ausbezahlt. Volkswagen: Die Familie Porsche und Piech erhielt 1.019.000.000 Euro. Sie könnte locker die kleinen Unternehmen in Niedersachsen auffangen. Aber vergessen wir nicht das Sahnehäubchen oben drauf: wir Steuerzahler kommen auf für das Kurzarbeitergeld der Volkswagen Beschäftigten!

Nicht nur das Land, auch unser Landkreis beherbergt milliardenschwere börsennotierte Konzerne:
Die Helios Kliniken Gruppe ist eines der größten und medizinisch führenden Klinikunternehmen Europas und hält die Fresenius Aktien. Das Einbecker Unternehmen KWS ist börsennotiert und macht fette Gewinne.Statt Dividenden an die Aktionäre auszuschütten könnten diese Konzerne sinnvoll tätig werden und der heimischen Wirtschaft durch die Krise helfen.

Während das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen, die Beschäftigten im Lebensmittelhandel und viele andere in schlecht bezahlten Berufen das Letzte aus sich herausholen, verweigern andere ihren Beitrag und zwar gerade diejenigen, die in den letzten Jahrzehnten mit Hilfe einer verfehlten Politik riesige Vermögen angehäuft haben. "Das zahlen am Ende sowieso wieder wir", sagen die normalen Leute. So darf es nicht wieder laufen. Diesmal müssen es die Reichen und die milliardenschweren Konzerne sein, die in harten Zeiten ihren Beitrag leisten. Der Bundestag hat in den letzten Tagen gezeigt, wozu er in der Lage ist. Er könnte sofort die notwendigen Maßnahmen ergreifen."
red










12.04.2020 • 10:07 Uhr

Heitere Ostern 2020: Was liegt denn da im Osternest?

Die Corona-Krise zeitigt in diesen Tagen nicht nur Negativ-Nachrichten. In den sozialen Medien wimmelt es von Satire, Witz und Humor über den unsäglichen Virus mit all seinen möglichen und unmöglichen Auswirkungen.
Heute dann diese Osterüberraschung. Im Nest diese papiernen Insignien in Rund- und Rollenform, fein verschleift, die uns wohl noch lange Zeit im Gedächtnis verhaftet sein werden, sollte das Pandemieereignis irgendwann vorbei sein. Das wird es.
In diesem Sinne

Heitere Ostern 2020!

Ihr Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group!

PS: Die nächsten Ostern-Überraschungen bahnen sich an!










12.04.2020 • 09:55 Uhr

Relliehausen: Flächenbrand nahe einem Wald

In einem Waldgebiet nahe des Dasseler Ortsteils Relliehausen kam es am vergangenen Freitag, 10. April 2020, gegen 14.20 Uhr, aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Flächenbrand. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, sodass eine Ausbreitung verhindert werden konnte. Es entstand daher nur geringer Sachschaden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden durch die Polizei Einbeck aufgenommen und dauern an. dö










12.04.2020 • 09:53 Uhr

Sehnsucht nach Brunshausen! Auf zur Sonnenanbeterin in der Kloster-Romantik...

"Gemeinsam einsam" mittendrin bei den erzählenden Gemäuern im Kloster Brunshausen. Die Tische sind schon bereitgestellt. Ebenso die Stühle. Es beginnt grünen und zart zu blühen um uns herum. Die Sitzbänke sind verwaist. Die beiden Café geschlossen. Über allem steht eine strahlende Sonne. Sehnsucht steigt in mir auf. Die aufgestellten Kunstwerke und Skulpturen lenken mich ab. Der Blick verfängt sich auf der glänzenden Sonnenanbeterin. Es ist Ostern in der Corona-Krise.
red/Foto: Nicole Klawitter











12.04.2020 • 09:38 Uhr

Sievershausen: Plötzlich stand die Wiese in Flammen

Im Dasseler Ortsteil Sievershausen kam es am Donnerstagnachmittag, , gegen 16:35 Uhr zu einem Flächenbrand einer Freifläche. Aus bislang unbekannter Ursache geriet eine Wiese beim Sportplatz, sowie deren Umzäunung in Brand und verursachte Sachschaden. Das Feuer konnte durch die alarmierten Feuerwehren gelöscht werden. Die Polizei Einbeck hat die Ermittlungen aufgenommen.dö










12.04.2020 • 09:36 Uhr

Salzderhelden: Merkwürdiger Brand einer Grasfläche

In der Feldmark im Bereich der Ortschaft Salzderhelden kam es am gestrigen Samstag, 11. April 2020, gegen 14.20 Uhr aus bislang unbekannter Ursache zu einem Brand einer Grasfläche. Durch einen umsichtigen Bürger konnte das Feuer schnell gelöscht werden, sodass dieses sich nicht ausweiten konnte. Die alarmierte Feuerwehr war ebenfalls vor Ort. Ein Sachschaden entstand durch das Feuer nicht. dö











11.04.2020 • 21:46 Uhr

Grillduft liegt in der Luft und Mini- Osterfeuer in Schalen und Feuerkörben!

Die Menschen sind fantastisch weil erfinderisch, kreativ und originell. Eigentlich würden heute Abend in ganz Südniedersachsen Rauchschwaden in den Himmel steigen. Verursacht von zahllosen Brauchtumsfeuerstellen in Städten und Dörfern. Die unsägliche Corona-Virus-Krise hat diesem uralten Feuer-Spektakel, - soll die Wintergeister vertrieben! - übel mitgespielt. Der Staat hat den Feuerzauber verboten. Den Menschen ist eine brutale Kontaktsperre auferlegt. Die soll das Cororona-Virus ausbremsen.

Und was ist heute Abend den aufmerksamen Reportern der Fis Work Media Group aufgefallen? Mini-Osterfeuer. Auf Feuerschalen loderten Flammen. In Feuerkörben brannte es lichterloh. In Bratwurstgrills zauberte die heißrote Glut so etwas wie Oster- und Lagerfeuerstimmung in den Abend in manchen Gärten und auf einigen Balkons. So gesehen im südniedersächsischen Bad Gandersheim und anderorts.

Und wer heute gänzlich auf sein geliebtes Osterfeuer im kleinen und großen Stil in geselliger Gemeinschaft als zu Zweit verzichten muss, der muss unbedingt wissen: Die Osterfeuer sind nicht verboten, sie sind nur verschoben. Die Behörden, so auch die Northeimer Kreisverwaltung, haben versprochen: Nach der Corona-Krise dürfen sie nachgebrannt werden. Das werden werden mit Sicherheit bei einigen so richtige Freudenfeuer-Spektakel!
red/ Video: Fis WMG










11.04.2020 • 21:21 Uhr

Die Linke. trifft sich per Telefonkonferenz - Dank und Appell zur Initiative "Helfende Hände" - Hotline von Dieter Dehm für Solo-Unternehmer

Die Partei "Die Linke" ist auch während der Corona-Virus Krise aktiv. Das geht aus einer aktuellen Verlautbarung der lokalen Parteigliederung her. Kreisvorsitzende Eva Brunnenmann und Jürgen Otto, Ratsherr in Bad Gandersheim, erklären in dem Statement:

"Sieben Genossen/innen aus dem Ortsverband Einbeck/Gandersheim/Dassel trafen sich soeben in einer Telefonkonferenz, um sich auszutauschen und aktuelle Themen zu diskutieren. Die Vorsitzende Eva Brunnemann hatte Informationen eingeholt über besonders verwundbare Gruppen und deren Situation im Landkreis.
Wie geht es Menschen, die schon vor Corona auf Hilfe angewiesen waren, die Tafeln und kostenlose Mahlzeiten nutzen konnten? Wie geht es Alleinerziehenden, wie geht es Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind? Lasst uns solidarisch sein, indem wir auf unsere Nachbarn achten und Hilfe anbieten, indem wir uns für Hilfsdienste registrieren wie etwa „helfende Hände“ in Einbeck. Wir freuen uns über die vielen helfenden Hände wie auch den Gabenzaun in Gandersheim, all die Menschen, die sich umeinander kümmern.

Und bitte melden Sie sich, wenn Ihnen eine Notlage auffällt oder wenn Sie Hilfe brauchen unter der Telefonnummer

017692412727.

Wir werden versuchen zu lindern."

An dieser Stelle zwei Hinweise der beiden lokalen Kommunalpolitiker: die Hotline unseres Bundestagsabgeordneten Diether Dehm:
Gebührenfreie und unbürokratische Infos für Kleinunternehmen während der Pandemie bei liquiditäts- und unternehmensstrategisch bedingten Engpässen und Insolvenzdrohungen, sowie Infos zu neueren Hilfsangeboten von Seiten der Politik gibt es hier:

Telefon: 030 / 227 - 73086 E-Mail: gegen-pleiten-tipps@diether-dehm.de
der Link zum Spendenportal mit der Möglichkeit des Crowdfunding für Geschäfte oder Einrichtungen in Not
https://www.startnext.com

red/Fotos: Thomas Fischer














11.04.2020 • 14:37 Uhr

7.670 Corona-Infizierte in Niedersachsen - 380 Fälle in Göttingen, 224 in Hildesheim, Goslar 112

Die heute Vormittag, am Karsamstag, 11. April 2020, vom Niedersächsischen Sozialministerium offiziell veröffentlichte Statistik über die laborbestätigten Corona-Infizierten in Niedersachsen weist eine Gesamtzahl von 7.670 Infizierten aus. Die für die Landkreis in Südniedersachsen vom Ministerium in Hannover veröffentlichten Zahlen lassen sich so dokumentieren: Goslar112, Hildesheim 224, Göttingen 380, Northeim 67, Holzminden 92.
Aufgrund des Meldemodus können geringfügige Abweichungen (z.B. LK Northeim) vorkommen.

Fälle pro 100.000
Einwohner verstorbene Fälle, Anzahl
LK Ammerland 130 104,1 2
LK Aurich 70 36,8 3
LK Celle 126 (+6) 70,4 7
LK Cloppenburg 76 (+7) 44,2 0
LK Cuxhaven 74 37,3 2
LK Diepholz 247 113,7 8
LK Emsland 285 (+31) 87,1 10 (+4)
LK Friesland 23 23,3 1
LK Gifhorn 104 58,9 1
LK Goslar 112 82,0 3
LK Grafschaft Bentheim 168 (+6) 122,6 6
LK Göttingen 380 (+27) 115,8 9
LK Hameln-Pyrmont 94 (+1) 63,2 3
LK Harburg 340 133,8 4
LK Heidekreis 52 37,0 1
LK Helmstedt 82 89,7 0
LK Hildesheim 224 (+8) 81,2 1
LK Holzminden 92 130,2 2
LK Leer 66 (+1) 38,6 1
LK Lüchow-Dannenberg 14 28,9 2
LK Lüneburg 136 73,9 0
LK Nienburg (Weser) 59 48,5 0
LK Northeim 67 (+4) 50,6 0
LK Oldenburg 166 126,5 7
LK Osnabrück 720 (+64) 200,9 17 (+4)
LK Osterholz 65 (+1) 57,0 0
LK Peine 126 (+1) 93,6 5 (+1)
LK Rotenburg (Wümme) 74 (+2) 45,2 1
LK Schaumburg 120 (+8) 76,0 1
LK Stade 168 (+3) 82,2 5 (+3)
LK Uelzen 33 35,7 0
LK Vechta 268 (+1) 187,8 7
LK Verden 107 78,1 1
LK Wesermarsch 49 (+1) 55,3 1
LK Wittmund 20 35,0 0
LK Wolfenbüttel 108 (+16) 90,1 1 (+1)
Region Hannover 1443 (+41) 124,8 24 (+2)
SK Braunschweig 271 (+3) 108,9 7 (+1)
SK Delmenhorst 29 37,4 2
SK Emden 14 28,0 0
SK Oldenburg 142 (+3) 84,2 0
SK Osnabrück 368 (+13) 223,8 6
SK Salzgitter 97 (+4) 93,1 3 (+1)
SK Wilhelmshaven 13 17,1 0
SK Wolfsburg 248 (+7) 199,4 36 (+2)
Niedersachsen gesamt 7670 (+259) 95,9 190 (+19)
Verstorbene

red/Quelle: Niels. Sozialministerium










11.04.2020 • 14:26 Uhr

Besonders schwere Fall des Diebstahls aus Geldkasetten einer ehemaligen Waschanlage

Am Donnerstag, gegen 15:30 Uhr, kam es im Bereich einer derzeit geschlossenen Waschanlage in Goslar zu einem Besonders schwere Fall des Diebstahls durch zwei amtsbekannte Täter. Diese fuhren mit ihrem Fahrzeug in einer der Waschboxen und hebelten mit brachialer Gewalt einer der vorhandenen Geldboxen auf und entwendeten eine geringen Menge Bargeld. Eine Zeugin bemerkte das Geschehen und rief die Polizei. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, welche durch mehrere Funkstreifenwagen durchgeführt wurden, führten zum Auffinden der Täter. Gegen diese wurde ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet. Bei der Überprüfung der beiden Personen stellten die eingesetzten Beamten fest, dass der Fahrzeugführer deutlich alkoholisiert war. Bei ihm wurde eine Blutprobe angeordnet und ein Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet. Danach konnten sie nach Hause./red/ots










11.04.2020 • 14:22 Uhr

Heute um 3.52 Uhr in Goslar: Automatenknacker rammen bei Flucht Polizeiauto und entkommen

Am Samstag, gegen 03.52 Uhr, wurden mehrere bislang unbekannte Täter von Zeugen dabei beobachtet, wie sie sich an einem Geldautomaten in der Carl-Zeiß-Straße in Goslar zu schaffen machten.

Beim Eintreffen des ersten Funkstreifenwagens der Polizei Goslar flüchteten die Täter in einem dunklen Audi mit einem aus NRW entwendeten Kennzeichen HF-KK 1989 (Herford). Durch einen Lkw-Fahrer, der ebenfalls Zeuge war, wurde die Zufahrt der B6 mit seinem Gespann "gesperrt", sodass die Flucht in Richtung Stapelner Straße fortgesetzt wurde.

Hier kollidierte der Audi mit einem zweiten Funkstreifenwagen der Polizei Goslar. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und die sich im Fahrzeug befindenden Polizeibeamten wurden leicht verletzt.

Der Audi setzte seine Fahrt nun über die Heinrich-Pieper-Straße, Hildesheimer Straße und Astfelder Straße auf die B82 fort, obwohl er ebenfalls beschädigt war. In Höhe der Anschlussstelle Rhüden fuhr das Fahrzeug auf die A7 in Fahrtrichtung Hannover auf und wurde dort dann von den Kollegen der Autobahnpolizei aus den Augen verloren, die sich ebenfalls in die Fahndung mit eingeschaltet hatten.

Mutmaßlich waren drei Täter am Werk, wobei ein Täter möglicherweise nicht mehr in der Lage war das Fluchtfahrzeug zu besteigen und daher fußläufig flüchtete. Der Geldautomat wurde letztlich leicht beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf wenige tausend Euro.

Die Polizei Goslar sucht nun weitere Zeugen des Vorfalls. Insbesondere auch solche Personen, die Angaben zum Pkw Audi im Vorfeld der Tat machen können, eventuell sogar die Täter im Verlaufe des Abends gesehen haben. Hinweise an die Polizei unter 05321-339-0.ots










11.04.2020 • 14:17 Uhr

Plötzlich fließen die Millionen! 10 Mio. Euro fließen in die Corona-Forschung

Wissenschaftsminister Björn Tümler: "Wissen hilft bei der Bekämpfung des Virus!"

Plötzlich wird richtig Geld locker gemacht. Die Corona-Virus Krise macht es möglich: Knapp 10 Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt werden in Niedersachsens Forschungseinrichtungen fließen. „Je mehr Wissen wir über den Erreger sammeln, desto besser können wir das Virus bekämpfen. Wir brauchen leistungsfähige diagnostische Tests, Behandlungsmöglichkeiten und wirksame Impfstoffe“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Die Forschungslandschaft in Niedersachsen ist in den Bereichen Infektionsforschung, Epidemiologie und Virologie sehr gut aufgestellt. Es gibt eine Vielzahl von Einrichtungen, die auf diesem Gebiet forschen und die für die Bekämpfung des Corona-Virus unermüdlich wertvolle Beiträge liefern.“

Kriterien für die Auswahl der geförderten Projekte waren unter anderem die schnelle Umsetzbarkeit und die klinische Bedeutung. Mehr als 6 Millionen Euro erhalten Forschungsprojekte an der Medizinischen Hochschule Hannover, die sich unter anderem mit der Aufklärung der Krankheitsentwicklung, des Schweregrads der Krankheit, mit der Verbesserung der Behandlung von COVID-19 Patienten, mit Antikörperforschung und Impfstofftestung beschäftigen. Das deutsche Primatenzentrum beschäftigt sich unter anderem mit der Suche nach bereits vorhandenen Wirkstoffen, die bei der Behandlung von Covid19-Infizierten helfen können und wird bei seinen Projekten mit mehr als 2 Millionen unterstützt. Mehr als eine Million Euro wird in verschiedene Projekte am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung fließen, die sich unter anderem mit dem Thema Antikörper- und Impfstoffforschung beschäftigen. Mit dem Thema Antikörperforschung beschäftigen sich auch zwei Projekte an der TU Braunschweig, die zusammen 160 500 Euro erhalten.

„Bei der Entwicklung von Therapien müssen verschiedene antivirale und immunologische Ansätze verfolgt werden“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister. „In der aktuellen Lage ist es von besonderer Bedeutung, das Virus schon vor dem Auftreten von ersten Symptomen zu erkennen und besser zu verstehen, wie man es bekämpfen kann. Auch für die schnelle Entwicklung von leistungsfähigen Testverfahren ist dieses Wissen essenziell. Die Förderung der hier in verschiedenen Konstellationen zusammenwirkenden Forschungsfelder müssen wir daher unbedingt ausbauen.“ red/fis










11.04.2020 • 14:13 Uhr

Nach Gelücks Brandbrief heute Volleinsatz der Grün-Abräumer im Gandersheimer Kurviertel

Es geht doch. Wenn auch erst unter öffentlichem Druck. Am heutigen Karsamstag ist das private (von der Stadt Bad Gandersheim beauftragte) Baumfäll-Unternehmen mit großer Kavallerie angerückt: Auf dem Kurhausparkplatz wurde fleißig gefegt und geschreddertes Klein in einen rostigen Container geschaufelt. Am abgelassenen Osterbergsee bei der öffentlichen Bedürfnisanstalt dröhnte die Schreddermaschine. Sie zerkleinerte die dort abgelegten Baustämme. Im hohen Bogen flog das geschredderten Holzschnitzel auch hier in rostigen Container. Mit Hochdruck drei Männer mit Kettensägen und Metallgreifer an dritter Stelle, auf dem Skulpturenpfad in Höhe des ehemaligen Kurhauses, mit dem "Feinschliff" bei der Beseitigung aller umgelegten Bäume und übriggebliebener Sträucher am Hang des ehemaligen Bahndammes beschäftigt.

Zu Beginn der Woche hatte der frühere Ordnungsamts-Vize der Gandersheimer Stadtverwaltung, Jörg Gelück, auch Vorstandsmitglied im Förderverein Landesgartenschau, mächtig Druck gemacht. Er intervenierte bei LAGA-Geschäftsführer Thomas Hellingrath (wir berichteten). Der dürfte dem beauftragten Entsorgungsunternehmen wahrscheinlich mächtig den Kopf gewaschen haben. Oder so ähnlich.

Nun, das Ergebnis zählt. Dass wegen der lauten Restarbeiten allerdings massiv die Ruhe der heiligen "K-Woche" und die Nerven, Ohren und Augen der Spaziergänger im Kurviertel strapaziert wurden, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Einige wurden von den Arbeitern gebeten, entweder Umwege zu laufen oder ganz vorsichtig an den "Baustellen" vorbeizugehen. Selbst Dr. Hinrich Bönicke, Vorsitzender des Fördervereins Gandersheimer Domfestspiele, ließ sich bei seinem Frühlingsgang zu Zweit am Osterbergsee von einem Maschinisten umdirigieren. red/Fotos: Nicole Klawitter














11.04.2020 • 09:09 Uhr

Bad Gandersheim: Osternfein machen im Seekurpark

Der morgendliche Jogginglauf durch die erwachende Natur im etwas geschundenen Seekurpark im staatliche anerkannten Heilbad Gandersheim in Südniedersachsen eröffnet einem trotz der niedergemachten Bäume und Sträucher immer noch reichlich schöne Momente. Wie beispielsweise dieses muntere Entenpärchen. Ohne Scheu vor der sensibel eingesetzten Kamera wurde sich im frühen Sonnenschein und beim Gezwitscher der Vögel am Teich gründlich geputzt und schön gemacht: Ostern darf kommen!
red/Foto/Video: Thomas Fischer










11.04.2020 • 08:55 Uhr

Polizei und der Schnuppermodus: Personenkontrolle erfolgreich

Tatort: Northeim, Rückingsallee . Tatzeitpunkt: gestern,Freitag, 10.April 2020, 12.15 Uhr: Während einer Personenkontrolle wurde bei einem 34-jährigen Northeimer Marihuana in einer Bauchtasche aufgefunden. Der unverkennbare Geruch verriet den eingesetzten Beamten das Versteck. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Die Betäubungsmittel wurden eingezogen. ots











10.04.2020 • 21:23 Uhr

Hildesheimer Bischof Wilmer: Gedanke von strafendem Gott ist fürchterlich und unchristlich

Der katholische Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sieht auch die Kirche tief erschüttert durch die Corona-Krise. "Ich frage mich schon: Inwieweit trägt der Glaube, die Kirche, trägt auch unsere Theologie?", sagte Wilmer im Interview des "Kölner Stadt-Anzeigers": "Wir können das Leid nicht besiegen. Die Corona-Krise vielleicht, hoffentlich. Aber nicht das Leid an sich." Daher gehe es vor allem darum, "wie wir mit dem Leid umgehen", ergänzte er - "ohne Verharmlosung, ohne Vertröstung". Gott selbst sei in den Leidenden und Sterbenden gegenwärtig: "Und ich bin überzeugt, dass Gott natürlich auch in den Helfern gegenwärtig ist, die all diesen Menschen beistehen, so gut es geht."

Sein Gottvertrauen habe nicht gelitten, so der Bischof weiter, aber "trotzdem schüttelt diese Krise mich durch und zeigt mir: Gott ist noch einmal ganz anders, als du ihn dir vorgestellt hast." Der Gedanke von einem strafenden Gott, der der Menschheit die Quittung für Fehlverhalten präsentiere, sei aber "fürchterlich und auch vollkommen unchristlich. Die Corona-Krise ist keine Strafe Gottes". Was die Kirche selbst angehe, habe man sich bisher sehr auf die Messe und die Sakramente konzentriert. Jetzt aber, da die Kirchen geschlossen sind, rückten die Bibel und die kleinen Gemeinschaften von Gläubigen als "Hauskirchen" stärker in den Blick: "Es kommt jetzt die große Frage Martin Luthers neu ins Spiel: Wie kriege ich einen gnädigen Gott? Nicht nur irgendwie vermittelt durch die Kirche, sondern ganz direkt in einem unmittelbaren Kontakt."

Gottesdienstausfälle als Chance

Gottesdienstausfälle sieht der Bischof auch als Chance, sich wieder auf andere Formen des Miteinanders zu besinnen, die in der christlichen Tradition durchaus vorhanden seien: "Die Messfeier, die Eucharistie, ist sehr wichtig. Aber jetzt setzt euch hin! Lest in der Bibel! Sprecht darüber, zu zweit, zu dritt, per Telefonkonferenz, über Skype, wie auch immer! Vor allem: sprecht mit Gott!" Zudem werde die Kirche gezwungen, sich neu zu fragen, "wie wir Jesus, dem Heiler, gerecht werden. Konkret: durch die Nähe zu den Menschen. Keine Nähe tötet. In diesen Tagen bedeutet es natürlich eine Nähe mit körperlichem Abstand. Die Krise ist ein Schlüsselerlebnis für uns: Die Kirche ist nicht für sich da, sondern für die Gesellschaft."

Auf die Frage, ob innerkirchliche Reformdebatten jetzt hinfällig seien, antwortete Wilmer: "Im Gegenteil. Die Krise zeigt mir, dass Reformen notwendig sind, aber nicht hinreichend. Wir brauchen mehr. Wir haben eine Kirchenkrise, aber auch eine Krise des Glaubens in dem Sinne, dass uns nicht klar ist, wie das Beziehungsgeflecht zwischen dem Menschen und Gott, dem großen, unergründlichen Geheimnis, funktioniert." Global gesehen dürfe die Pandemie nicht das Ende der Idee von einer solidarischen Völkergemeinschaft bedeuten, warnte der Bischof weiter: "Es wäre die noch größere Katastrophe, wenn wir uns abschotteten und die anderen nicht mehr sähen. Rette sich, wer kann - das ist ein fatales Motto, für den Einzelnen wie für ein Volk. Aber ich bin zuversichtlich, dass der Egoismus nicht siegt, und ich nehme da auch viel Ermutigendes wahr." KND/

Das Bild ist ein Ausschnitt eines Kreuzigungsbildes aus der katholischen St.Maiä Himmelfahrt Kirche in Bad Gandersheim; aufgenommen am Karfreitag in der Kirche im Rahmen eines stillen Gebetes; der Kirchenraum ist für diese Zwecke Ausdruck jeden Tag von morgens bis abends geöffnet. Foto: Thomas Fischer










10.04.2020 • 21:11 Uhr

Experte kritisiert gleichförmige Corona-Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen - Inszenierung von Bedrohung und exekutiver Macht dominiert - Man kann nur noch abschalten

Der Medienwissenschaftler Otfried Jarren kritisiert die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland. "Die Chefredaktionen haben abgedankt", schreibt Jarren in einem Gastbeitrag für den Fachdienst epd medien. "Die für Talksendungen und Unterhaltung zuständigen Personen haben eine einfache Programmplanung: Corona." Die Inszenierung von Bedrohung und exekutiver Macht dominiere. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen lasse seit Wochen die immer gleichen Experten und Politiker auftreten und präsentiere diese als Krisenmanager.

Andere Kritiker urteilen noch heftiger und raten sogar zur Abstinenz: Man sollte diese unglaubliche Art von gleichgeschalteten und undifferenzierten TV-Journalismus einfach abschalten.

Jarren bemängelt, es fehlten "alle Unterscheidungen, die zu treffen und nach den zu fragen wäre: Wer hat welche Expertise? Wer tritt in welcher Rolle auf? Was soll in welchem Format wem vermittelt werden?" Der TV-Journalismus betreibe fast täglich das gleiche Spiel. Nach den Nachrichtensendungen werde nach dem immer gleichen Schema weitergesendet: "Statements, aber keine Debatte zwischen Expertinnen und Experten. Und politische Statements kommen dazu."

"Eigenexperten unter sich"

Dabei kämen immer die gleichen Rollenträger vor, vielfach aus der gleichen Institution, schreibt der Wissenschaftler. Durch Bezug auf die immer gleichen Experten werde munter "Systemjournalismus" betrieben: "Exekutive, Experten und Journalistenkollegen als Eigenexperten unter sich." Der NDR falle hier durch eine "besondere Form der Hofberichterstattung" auf.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei keine "kritische Infrastruktur", mahnt Jarren. "Wäre er es, würde er von staatlicher Seite eingehegt und bewacht werden müssen." Der öffentliche Rundfunk sei eine unabhängige gesellschaftliche Institution. "Unabhängigkeit und Kompetenz sind entscheidende Faktoren, wenn er nach diesen turbulenten Phasen als relevant erachtet werden möchte", schreibt der Medienwissenschaftler.

Jarren war bis Ende 2018 Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich und ist Präsident der Eidgenössischen Medienkommission (EMEK) in der Schweiz. red/epd










10.04.2020 • 18:08 Uhr

Politik im Schatten der Corona-Virus-Krise: Abgeordneter Maik Schmitz fragt nach Einsatzmitteln

Der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion Mai Schmitz hat sich mit einer Anfrage an Landrätin Astrid Klinkert-Kittel gewandt. Dabei geht es ihm inhaltlich um eine Information über Einsatzmittel, die im Verlauf der Corona-Virus-Krise für die Bevölkerung im Landkreis Nordheim und mehr noch für Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeberufen von Bedeutung sein könnten: Die Anfrage liegt dem Redaktionsnetzwerk im Originalwortlaut vor. Wir dokumentieren den Inhalt:
Schmitz: " Sehr geehrte Frau Klinkert-Kittel, bitte teilen Sie uns mit wie viele Einsatzmittel für das Gesundheitswesen der Landkreis Northeim zum Stand 1. Januar 2020 und zum Stand 30.März 2020 zur Verfügung hatte. Detailliert in :
A)
1) Mundschutz unterteilt in FFP 1, 2 und 3 Masken.
2) Schutzbrillen
3) Schutzanzüge
4) Desinfektionsmittel
5) Schutzhandschuhe
B) Wann wurden wieviel Stück von (1-5) geordert? Wo wurde geordert? Wann gab es Lieferungen und wann werden ggf. weitere Lieferungen erwartet?
C) An wen wurden die Artikel (1-5) ausgegeben. Und zu welchen Konditionen wurde die Artikel abgegeben?

red












10.04.2020 • 17:58 Uhr

Wut-Protest wie ans Kreuz genagelt - gegen Baumfällungen und Trümmerwüste in Bad Gandersheims Kurviertel - Landrätin am Osterbergsee

Die umstrittenen Baumfällungen und massiven Rodungen im Bad Gandersheimer Kurviertel, die weiter herumliegenden niedergemachten Hölzer, haben am heutigen Karfreitag eine erste öffentliche Protestaktion ausgelöst. Wie an Kreuze genagelt hefteten unbekannte Baum- und Naturschützer weiße Flugblätter an Bäume und Stümpfe abgesägter Baumriesen. In dem hier dokumentierten Schreiben werden schwere Vorwürfe erhoben und die Sinnhaftigkeit der gravierenden Eingriffe für das Millionenprojekt Landesgartenschau 2020 in Bad Gandersheim angezweifelt. Auch die Tatsache, dass den viele Gästen am heutigen sonnigen Karfreitag das Trümmerfeld der Abholzaktion rein optisch zugemutet wird, hat erneutes Kopfschütteln und Unbehagen über die fragwürdige Sensibilität der Verantwortlichen bei der Stadt Bad Gandersheim, der LAGA-Geschäftsführung und dem hilflos agierenden Förderverein ausgelöst.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, die am heutigen sonnigen Karfreitag Nachmittag vor wenigen Minuten in Begleitung am Osterbergsee spazieren ging und sich dabei einen persönlichen Eindruck der Situation verschafft haben dürfte, wird sich selbst ihre Gedanken machen. Unsere Redaktion beließ es bei der heutigen Begegnung erst einmal dabei, sie und ihren Mann vom Reporterfahrrad einen freundlichen Gruß zuzurufen. Den sie erwiderte.red
Fotos:Thomas Fischer
















10.04.2020 • 17:52 Uhr

Christian Grascha lädt zu einer digitalen Veranstaltung ein - Aktuelles zur Corona Krise

Der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Grascha lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, sich über die aktuellen Fragen rund um die Corona Krise auszutauschen. Der Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle (FDP) wird einen Input zum Thema geben. Christian Grascha MdL und Konstantin Kuhle MdB werden „digital“ einen Überblick über die getroffenen Maßnahmen und Regeln geben, aber auch für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.
„In dieser besonderen Zeit lade ich herzlich zu einem Videochat per Skype ein“, so Christian Grascha. Am Donnerstag, 16.April 2020 von 17.30 Uhr bis 18:30 Uhr. Die Einwahldaten für die Videokonferenz finden Sie auf der Homepage von Christian Grascha unter www.christian-grascha.de oder melden Sie sich bei mail@christian-grascha.de mit ihrem Skype Benutzernamen an.

Weitere Informationen erhalten Sie auch über das Wahlkreisbüro von Christian Grascha in Einbeck unter 05561/7939966 oder unter mail@christian-grascha.de, sowie auf der Internetseite www.christian-grascha.de.
red










10.04.2020 • 15:05 Uhr

Jens Spahn lädt zum Sektfrühstück in einer Klinik - Eine kurgastfreundliche Satire - Von Autor Ernest - Teil 3 (Schluss)

Über seine Erlebnisse und Gedanken in einer Reha/Kur hat uns nach persönlichen Erfahrungen ein Kurgast namens Ernest Eindrücke, Empfindungen und Emotionen aufgeschrieben. Seine Satire soll in diesen Corona-Krisen-Zeiten den Fokus auf die Pfleger und Pflegerinnen richten, aber auch amüsieren und dennoch das Nachdenken nicht ganz vernachlässigen.
Die Satire findet in Fortsetzungen statt.

Teil 3 (Schluss)

Nach kurzer Wartezeit fordert mich die Oberschwester zum Betreten des Schwes- ternzimmers auf. Sie erklärt mir, dass das Bundesgesundheitsministerium einen neu en Modellversuch angeordnet habe, der das Anlegen des Langzeitblutdruckmessgeräts reglementiert. Dieser Modellversuch soll die Nachhaltigkeit der Kur gewährleisten. Ich sei der erste Patient im Hause, an dem der neue Modellversuch getestet werde. Deshalb kümmere sie als Oberschwester sich persönlich darum. Aus der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums zum Anlegen des Langzeitblutdruckmessgeräts liest die Oberschwester vor:

„Erstens:
Mit sofortiger Wirkung werden Patientinnen und Patienten sowie alle Kurgäste verpflichtet, sich zum Anlegen des Langzeitblutdruckmessgeräts auf eine Trittbank zu stellen. Aus ökonomischer Sicht muss eine Trittbank aus der Reinigungskammer vollkommen ausreichend sein!

Zweitens:
Während des Vorgangs des Anlegens des Langzeitblutdruckmessgeräts ist die Deutsche Nationalhymne mittels eines stereophonen Abspielgeräts wiederzugeben. Die dafür erforderliche Compact Disc liegt dieser Anordnung bei.

Drittens:
Während des Vorgangs des Anlegens des Langzeitblutdruckmessgeräts ist Weihwasser zu versprühen. Das Weihwasser ist bei der ortsansässigen Kirche zu besorgen.“
Weiterhin erklärt die Oberschwester, dass diese drei Anordnungen elementarer Bestandteil des Modellversuchs seien, und zur Verbesserung des Lebensgefühls der Patientinnen, Patienten und aller Kurgäste beitragen soll, mit dem Zweck die erste Stufe des Erfolgs zu gewährleisten.

„Welch Absurdität“, denke ich mir „meinen die vom Gesundheitsministerium das wirklich ernst? Wie lange mögen die Ärzte und Schwestern diese irrsinnigen Anweisungen wohl noch aushalten können?“ Als liberaler und aufgeschlossener Mensch und Dank der inneren Ruhe und Gelassenheit, die ich dem Malventee zu verdanken habe, möchte ich mich dem Modellversuch nicht verweigern und willige diesem Akt des allumfassenden Vorgangs ein. Beim Betreten der Trittbank fühle ich mich wie ein Champion. Tatsächlich verleiht mir das Emporheben meiner Person ein neues Lebensgefühl. Somit komme ich beim Abspielen der Nationalhymne nicht umhin, die Oberschwester darauf hinzuweisen, dass ich der Meinung bin, dass es besser sei, anstatt der Nationalhymne Konstantin Weckers gelungene Adaption des Liedes „Die Gedanken sind frei“ zu verwenden.

Zur Mittagszeit begebe ich mich in den fürstlichen Speisesaal des Hauses und unterziehe mich wieder einmal dem prüfend wohlwollenden Blick der Restaurant- verantwortlichen. Ich bin dem für ältere Kurgäste organisierten zweiten Mittagsdurchlauf zugeordnet. Bei diesem fällt es nicht so schnell auf, wenn man nicht gleich seinen zugewiesenen Tisch wiederfindet. Schließlich befindet man sich unter seines gleichen. Alles geht ein bisschen langsamer zu und gelegentlich gelingt es ob der Größe des Speisesaals, die Orientierungslosigkeit durch erwachsene Gelassenheit zu ersetzen.

Gestärkt durch das Mittagessen macht sich die Nachhaltigkeit des Aktes des all- umfassenden Vorgangs des Anlegens des Langzeitblutdruckmessgeräts nun ganz deutlich bemerkbar, und ich empfinde ein völlig neues Lebensgefühl! Erneut verspüre ich den Drang, die Glut meines Widerstands zu manifestieren, und ohne über die disziplinarischen Folgen nachzudenken, betrete ich als Kassenpatient, die natürliche Fortbewegungsmethode in diesem Hause ignorierend, erstmals den Fahrstuhl. Ende
Autor: Ernest/Symbolbild











10.04.2020 • 14:52 Uhr

Jens Spahn lädt zum Sektfrühstück in einer Klinik - Eine kurgastfreundliche Satire - Ernest berichtet - Teil 2

Über seine Erlebnisse und Gedanken in einer Reha/Kur hat uns nach persönlicher Erfahrungen ein Kurgast namens Ernest Eindrücke, Empfindungen und Emotionen aufgeschrieben. Seine Satire soll in diesen Corona-Krisen-Zeiten den Fokus auf die Pfleger und Pflegerinnen richten, aber auch amüsieren und dennoch das Nachdenken nicht ganz vernachlässigen.
Die Satire findet in Fortsetzungen statt.

Teil 2

Kaum bemerke ich, dass er mir gar nicht richtig zuhört, da meint er nur kurz und knapp: „Diese Frage stellt sich mir so nicht! Ach ja“, fährt mein neuer Duzfreund fort „ich möchte dir von staatstragenden Mitteilungen an das Volk berichten. Zum siebzigjährigen Bestehen des Grundgesetzes habe ich in den Bundestagsreden der letz ten Wochen außerordentlich viel über die Würde des Menschen gehört. Sie ist im Grundgesetz verankert. Bitte verstehe, dass ich soeben aus Berlin angereist bin und mich noch in einem ganz anderen Modus befinde.“
Noch einmal nehme ich Anlauf und versuche seine Aufmerksamkeit auf mein Anliegen zu richten und zitiere den Neurobiologen und Hirnforscher Gerald Hüther, um ihm den Zugang zu dem Begriff Würde in einem erweiterten sprachlichen Kontext zu ermöglichen. „Jensi“, sage ich kurz und knapp „wer die Würde des Menschen veretzt, verletzt auch seine eigene Würde.“

Nach einer kurzen Denkpause antwortet er: „Diese Frage stellt sich mir so nicht!“ Resignierend muss ich feststellen: wir reden aneinander vorbei!
„Ernest“, fährt er fort, „jetzt, da ich durch dich in diesem Meeting die Nähe zur Wählerschaft hergestellt habe, sozusagen mit dir den lebendigen Lernprozess erlebe und die wirklichen, echten Themen der Wähler erspüre, möchte ich dir folgendes anvertrauen.“
An dieser Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass sich bei dem nun Folgenden jegliche Assoziation zu den „Herren im Bad“ (Herr Müller-Lüdenscheidt und Herr Dr. Klöbner) von Loriot, dem Meister der Satire, verbietet. Und zwar aus dem Grund, weil das, was Herr Spahn gleich verkünden wird, in seinem Sinn der Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe bezüglich der Gesundheitspolitik entspricht.

Jens Spahn erhebt sich, steht auf, hält mit ausgestrecktem rechten Arm das Sektglas triumphierend in die Luft und spricht mit energischer und lauter Stimme: „Ich bin zwar nur der dritte Kandidat für die Kanzlerschaft, aber ich würde für die Kanzlerchaft alles, aber auch alles, was wir seit Jahren im Gesundheitswesen falsch gemacht haben, rückgängig machen. Jetzt und hier verkünde ich, dass ich den hohen Ärzteverbänden die Zähne zeigen würde, dass ich den Pharmareferenten den Mund verbieten würde, dass ich den Pharmavertretern in Arztpraxen Hausverbot erteilen würde, ja dass ich sogar die Pharmaindustrie in die Knie zwingen würde!“

Nach diesem gewaltigen Wortbeitrag verspüre ich ganz plötzlich und ganz deutlich eine gewisse Neigung, den Bereich der gewaltfreien Kommunikation zu ver- lassen. Er weiß also ganz genau um diese Missstände. Die gewählten Politiker versprechen uns Besserung, aber letztendlich verkehrt es sich für uns immer nur ins Gegenteil. Die Politiker, die sogenannten Mächtigen, sie machen uns immer wieder vor, sie hätten die Dinge im Griff, dabei haben die Dinge sie im Griff!

Und ich denke mir: „Ja ja, rede du nur, hoffentlich beruhigst du dich gleich wieder!“
Nach kurzer Atempause setzt sich Jens Spahn wieder in das angenehm warme und sprudelnde Wasser. Mir wird langsam kalt...

Doch ich gebe nicht auf! Wenn ich schon dem personifizierten Rambo – der deut- schen Antwort auf die Machenschaften der Pharmaindustrie – in einem Whirlpool gegenüber sitzen darf, so möchte ich erneut die Gelegenheit nutzen und eine Frage stellen: „Inwiefern sind die Politiker, die zu verantworten haben, dass der G20 Gipfel in Hamburg abgehalten werden durfte, bei der Privatisierung des Gesundheitswe- sens mitbeteiligt?“ An dieser Stelle sage ich vorsichtig: „Für mich wären sie ja eher ein Fall für den europäischen Gerichtshof.“ „Diese Frage stellt sich mir so nicht“, sagt Jens.

Noch bevor ich etwas erwidern kann, fährt er fort: „Ich möchte dir einen Schwank erzählen. Lass mich dir von einer gelungenen Großveranstaltung in der Fußballarena in Gelsenkirchen berichten, die von mir organisiert wurde.“ „Ui“, denke ich mir „jetzt wird es nochmal spannend.“ Jens Spahn erzählt: „Geladene Gäste waren vor allem finanziell erfolgreiche Manager aus der gesundheitlichen Privatwirtschaft. Krankenhaus Manager, umsatzstarke Pharmareferenten, Verkaufsgenies für pharmazeutische Artikel aller Art und Organisationsmitarbeiter aus dem Gesundheitsministerium. Aus den Reihen dieser Verantwortlichen für private Umsatzoptimierung wurde ein Gewinner, ein Sieger gewählt. Kriterien waren ein großes empathisches Einfühlungsvermögen für die Interessen des Privatkapitals einerseits und den sprichwörtlichen Rasierklingen an beiden Ellenbögen andererseits. Als erster Preis wurde ein sehr be achtlicher, luxuriöser Ferienaufenthalt vergeben.“

An dieser Stelle möchte ich ihm nicht ins Wort fallen. Bei dem Gedanken, wer die- sen luxuriösen Preis finanziert haben könnte, entwickelt sich in mir ein emotionaler Cocktail. Wenn sich der Minister höchstpersönlich für diese Veranstaltung verantwortlich zeigt, dann kann es doch nur der deutsche Michel gewesen sein.

Jens Spahn fährt fort: „Auf Anraten meines persönlichen Entwicklungsberaters habe ich als zuständiger Gesundheitsminister die Preisübergabe vorgenommen. Für mich war das eine gute Gelegenheit, mich auf dem Weg zur Kanzlerschaft zu profilieren.
Unter den geladenen Gästen gewann eine blonde Frau mittleren Alters mit scharfer Zunge und viel Schneid. Na ja, vielleicht war sie auch nur blondiert... Als Vorsitzender der Preisvergabe redete ich vor einem Mikrophon mit ihr, so dass alle im Stadion mithören konnten.

„Verehrte Dame, sie haben den luxuriösen Ferienaufenthalt gewonnen, aber der Form halber müssen Sie mir noch eine leichte Frage beantworten. Wie viel ist drei mal vier?“ Die blonde Dame rechnete und rechnete, aber ihre Finger reichten nicht aus. „Vielleicht elf“, antwortete sie. Sämtliche Gäste im Stadion schrien: „Gib sie noch 'ne Chance, gib sie noch 'ne Chance!“ „Eigentlich sollte die Frage sofort beantwortet werden“, erklärte ich. Aber da sich alle geladenen Gäste einig waren, durfte die Dame es sich noch einmal überlegen. Sie dachte sichtlich aufgeregt nach. Schließlich sprach sie leise ins Mikrofon: „Vielleicht dreizehn?“ Alle Gäste im Stadion schrien: „Gib sie noch 'ne Chance, gib sie noch 'ne Chance!“ Langsam war ich genervt. Also gut, dachte ich mir, aber jetzt zum allerletzten Mal: „Wie viel ist drei mal
vier?“ Die blonde Dame kam ins schwitzen, man konnte förmlich sehen, wie ihr Kopf arbeitete. Mit einem Hauch der Verzweiflung sprach sie ins Mikrophon: „Vielleicht zwölf?“ Und alle geladenen Gäste im Stadion schrien: „Gib sie noch 'ne Chance, gib sie noch 'ne Chance!“

Daraufhin bricht Jens Spahn in herzhaftes Gelächter aus. Aus Höflichkeit heuchle ich ebenfalls ein Lachen hervor, das mir fast im Halse stecken bleibt... Mir ist kalt.
Durch einen gekonnten Wink veranlasst der Minister seinen ersten Personenschützer, die Temperatur des Wassers deutlich zu erhöhen. Mir ist trotzdem kalt. Seinen Populismus und seine Polemik vermag ich nicht mehr zu ertragen. Unter dem Vorwand, dass ich gleich noch einen wichtigen Termin zum Anbringen eines Langzeitblutdruckmessgeräts bei der Schwesternstation habe, verabschiede ich mich von ihm.

Schnell verlasse ich den Whirlpool, schnappe mir meinen Bademantel, schlüpfe in meine Badelatschen, und vor lauter Enttäuschung über diese Begegnung vergesse ich sogar, mich abzutrocknen. Eiligen Schrittes begebe ich mich zurück ins Treppenhaus. Der natürlichen Fortbewegungsmethode in diesem Hause folgend – Kassenpatienten benutzen noch immer keinen Fahrstuhl – eile ich zur Teeausgabestelle, um mir einen großen Malventee zu gönnen. Hin und wieder fällt dieses Getränk rein rechtlich unter das Betäubungsmittelgesetz. Hoffentlich hilft mir dieses bewusst- seinserweiternde Getränk nach meinen durchwachsenen Erlebnissen mit dem Gesundheitsminister über den Tag. Sodann begebe ich mich mit dem großen Becher in der Hand auf mein Zimmer.

Langsam genieße ich den Malventee in großen Schlücken. In der Hoffnung, das gemeinsame Whirlpoolerlebnis abspülen zu können, verspüre ich eine große Sehnsucht, unter meine Zimmerdusche zu gehen. Dabei nehme ich ganz bewusst und im totalen Gegensatz zu dem eben Erlebten eine erotische Begegnung mit dem Plastik- duschvorhang in kauf.
Nach dem Abduschen nutze ich sodann mein Smartphone und widme mich voller Hingabe einem YouTube Clip des Kabarettisten Georg Schramm: „Döschen auf, Pille rein“.
Der große Becher Malventee zeigt endlich seine beruhigende Wirkung.

Weiter geht's zur Schwesternstation. Allein in der Wartezone betrachte ich die alljährlichen Einladungen zu den kirchlichen Weihnachtsveranstaltungen, die dort aus- hängen. Und so denke ich mir: „Die Jenseitsbeamten geben sich also wieder einmal große Mühe, die Frohe Botschaft unter ihre Schäfchen zu bringen. Bei den gesund heitspolitisch Verantwortlichen hat diese Botschaft ja leider versagt...“

Um die Glut meines Widerstands zu manifestieren, hänge ich – den Schalk im Nacken – die Botschaft „Hoffnung“ aus Henning Venskes Buch „Summa Summarum“ direkt neben die Frohen Botschaften.

Fortsetzung folgt - Teil 3










10.04.2020 • 14:45 Uhr

Jens Spahn lädt zum Sektfrühstück in einer Klinik - Eine kurgastfreundliche Satire - Ernest berichtet - Teil 1

Über seine Erlebnisse und Gedanken in einer Reha/Kur hat uns nach persönlichen Erfahrungen ein Kurgast namens Ernest Eindrücke, Empfindungen und Emotionen aufgeschrieben. Seine Satire soll in diesen Corona-Krisen-Zeiten den Fokus auf die Pfleger und Pflegerinnen richten, aber auch amüsieren und dennoch das Nachdenken nicht ganz vernachlässigen.
Die Satire findet in Fortsetzungen statt.

Teil 1


Tatsächlich, Jens Spahn,der Bundesgesundheitsminister höchstpersönlich, lädt zu einem Sektfrühstück im Whirlpool ein. Dass ich das als Kurgast noch erleben darf, erfreut mich wirklich sehr.

Ein auf Anordnung aus Berlin extra für ihn installierter Whirlpool de Luxe im obersten Stockwerk einer Kurklinik soll dem Jens einen möglichst angenehmen Aufent- halt ermöglichen. Seine Niederlage zur Kandidatur als Parteivorsitzender der CDU vergessen machend, soll ihn der Whirlpool während seines Besuches in einen Moment of Excellence bringen, um vor der Wahl zum Bundeskanzler noch einmal voll durchstarten zu können.
Ein wichtiger Besuch an der Basis des privatisierten deutschen Gesundheitswe- sens! Will er doch der Erkenntnis folgen, den kreisförmigen Zusammenhang zwischen Erkennen und Handeln umzusetzen.

Seiner Einladung folgend, begebe ich mich also schnell in die oberste Etage der Kurklinik und kann es kaum erwarten, ihn persönlich kennen zu lernen. Eiligen Schrittes der natürlichen Fortbewegungsmethode in diesem Hause folgend – Kassenpatienten benutzen keinen Fahrstuhl – erklimme ich im Treppenhaus Etage für Etage. Endlich im obersten Stockwerk angekommen, bin ich dann doch ein wenig aus der Puste. Zum Glück sind Pool und Umkleideraum gut ausgeschildert. Bereits mit Badehose, Bademantel und Badelatschen eingekleidet, kann ich die Umkleidekabinen besten Gewissens ignorieren. Sodann überfällt mich ganz plötzlich eine innere Unruhe: „Ist es das den ganzen Aufwand wert?“, denke ich mir. „Wird der Jens überhaupt Notiz von mir nehmen?“ Schnell noch den langen Gang entlang eilend, er- reiche ich nun endlich die heilige Pforte in den großen Raum mit dem Wahnsinns Whirlpool... Und da steht er nun, der Herr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn höchstpersönlich, nur einige Meter von mir entfernt. Und kein anderer Gast in Sicht. „Sollte ich etwa der Erste sein?“, frage ich mich.

Er scheint noch gar keine Notiz von mir genommen zu haben und äußert mur- melnd vor sich hin: „Unser deutsches Gesundheitswesen hat deutlich gemacht, dass der Kampf arm gegen reich längst entschieden ist.“ Er bezieht sich dabei auf Warren Buffett, Bill Gates und Co. – die reichsten Menschen der Welt.

[Eine kurze Erklärung: Laut FAZ vom 14. Januar 2017 absolvierte Spahn das „Young-Leader-Program“ (Programm für junge (An)Führer) des „American Council on Germany“, ein sogenannter „think tank“, eine Ideen- oder Denkfabrik. Das Young- Leader-Program ist auch mit der „Atlantik-Brücke“ verbunden, eine private Denk- fabrik, die führende Persönlichkeiten aus Bank- und Finanzwesen, Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft verknüpft und als Netzwerk für politische Beratung (Lobbyismus) fungiert.

Außerdem war Spahn 2017 Teilnehmer der „Bilderberg-Konferenz“. Dabei handelt es sich um eine alljährlich stattfindende Konferenz von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Politik, Militär, Medien, Hochschulen, Hochadel und Geheimdiensten, bei denen durch vorgegebene Tagesordnungspunkte Gedanken über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen ausgetauscht werden. Bei den Bilder- bergern handelt es sich um keine formelle Organisation. Über den Gedankenaus- tausch oder über eventuelle Einigungen wird nichts veröffentlicht, und die Medien schweigen sich über diese Treffen meistens aus. Ein Schelm, der böses dabei denkt.]

„Hmmm...“, denke ich mir „der Jens hat sich ja von der selbsternannten Elite voll auf Kurs bringen lassen, 1a indoktriniert würde ich mal sagen.“
„Moment mal...“, denke ich mir „höre ich richtig, hat er soeben wir gesagt?“ Ein vorsichtiger Blick über den Whirlpool hinweg zu ihm hin lässt mich glauben, er meint es tatsächlich ernst. „Steigen wir gemeinsam in den Pool, bitte junger Mann“, lädt er mich höflich ein. Und verwundert denke ich mir:„Junger Mann, nennt er mich tatsächlich einen jungen Mann? Steht beim Jens dringend der nächste Termin beim Augenarzt an? Oder sind die Brillen von Fielmann auch nicht mehr das, was sie früher mal waren?“

„Wenn man vom Bundesminister so höflich als Gast behandelt wird, dann sollte man sich auch so benehmen“, denke ich mir. Ich lege meinen Bademantel ab, schlüpfe aus den Badelatschen, und etwas verunsichert und schüchtern folge ich ihm artig die Treppenstufen hinab in den äußerst großzügig dimensionierten Whirlpool hinein. Sogleich umgibt mich das quirlige Wasser mit wohltuender ministerialer Wärme.

Der Minister eröffnet unser gemeinsames Stelldichein mit den Worten:“ Bitte seien sie mein Gast, mein Name ist Jens Spahn, ich bin der Bundesgesundheitsminister und wer sind sie?“ Er reicht mir seine rechte Hand zum Handschlag und währenddessen antworte ich noch immer etwas schüchtern und aufgeregt: „Mein Name ist Ernst, ich bin hier Kurgast...“ Er fällt mir gleich ins Wort und erwidert: „Ernest, bevor wir zu den wirklich wichtigen gesundheitspolitischen Fragen kommen, wollen wir ein Arbeits-Du vereinbaren und ein Gläschen Sekt trinken.“

Jetzt bin ich aber irritiert, und schlagartig gehen mir mehrere Gedanken durch den Kopf: „Er nennt mich Ernest, na gut, ich verzeihe ihm diesen Anglizismus. Und per Du sind wir auch. Wie der Minister gekonnt, ja gleichsam authentisch gekonnte kommu- nikative Nähe zum Volk herzustellen in der Lage ist! Vermutlich macht er gleich den gesamten NLP-Werkzeugkoffer auf – gekonnte kommunikative Techniken auf allerhöchstem Niveau. Die teuer bezahlten Persönlichkeitstrainer und Berater, die sich aus dem Kreis der unehelichen Kinder von hohen Regierungsbeamten zusammen- setzen und ja auch irgendwie untergebracht werden müssen, die ihm das vermittelt haben, haben sich vermutlich bezahlt gemacht.“

Während ich noch am Grübeln bin, reicht er mir ein Glas Sekt. Sodann stoßen wir gemeinsam an und ich probiere von diesem Getränk. Angenehm perlig auf der Zunge bin ich sofort positiv überrascht, und mein Geschmacksempfinden wird auf eine harte Probe gestellt. „Sehr fruchtig“, denke ich mir „schmecke ich Banane und Himbeere zugleich? Könnte das vielleicht Champagner sein?“

Angeregt von diesem Getränk versuche ich mich bildlich in die Welt seines Alltags
zu versetzen, und denke mir: „Er hat in den letzten Wochen bestimmt ganz viele Bundestagsreden hören müssen, vermutlich aber nur wenig emotional berührende.“
Und ich überlege: „Soll ich ihm die Standardfrage stellen? Ob er denn eine gute Anreise gehabt hätte?“ Wohl wissend, dass man diese Frage immer wieder auch in den unpassendsten Situation, auch in den teuersten Hotels, gestellt bekommt. Also warum soll ich das nicht auch fragen dürfen? Somit stelle ich meinem Gegenüber unter Hinzunahme einer freundlich zuprostenden Geste die Frage: „Bist du denn mit der Bundesbahn gekommen, Jens?“ „Oh nein“, antwortet er „mein Kabinettskollege, der Andi aus Passau, der hat gerade mit seiner Maut zu tun, um den barrierefreien Übergang in... wie heißt der Ort doch gleich?“ „Ich glaube A-Dorf“, flüstere ich ihm zu, und denke dabei an den ehemaligen Ministerpräsidenten Lübke, der auch oft nicht wusste, in welcher Stadt er war.
Und ich überlege, warum er meiner Frage ausweicht: „Wie viele Gläser Sekt mag er heute Morgen schon getrunken haben? Habe ich nicht ihn gefragt? Warum kommt er mir jetzt mit dem Verkehrsminister Andreas Scheuer? Trotz seiner Maut-Eskapaden ist der doch nie um eine Ausrede verlegen. Oder vielleicht gerade genau des- wegen?“

„Dies ist eine verkehrspolitische Frage“, entgegnet Jens Spahn „diese Frage stellt sich mir so nicht!“ Er belehrt mich eines Besseren. Er habe gelernt, auf nicht genehme Fragen zu antworten, dass sich ihm diese Frage so nicht stelle. Daraufhin würden eine Maybrit Illner oder eine Anne Will – die deutschen premium Talkshow Damen – nicht opportune Fragen unterlassen. Und das gehöre sich auch so, da er ja immerhin der dritt gefragteste Talkshowgast aus dem gesamten Regierungslager sei.

Außerdem komme er, wie Friedrich Merz, aus der Hochfinanz. Immerhin habe er eine Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Westdeutschen Landesbank in Münster absolviert und sei Mitarbeiter in einer ländlichen Raiffeisenbank Außenfiliale gewesen. Gerade aufgrund dieses beruflichen Erfahrungshintergrunds seien die privaten Krankenhausbetreiber sehr zufrieden mit seiner Arbeit.

Diese Informationen, so merke ich, verändern etwas in mir. Da wir unser Gläschen Sekt bereits ausgetrunken haben, genehmigen wir uns noch ein Zweites. Und ich spüre eine Veränderung in mir, jetzt möchte ich mutig sein. Wenn ich schon einen Minister mit dieser enormen Wirkmächtigkeit als Gegenüber habe, dann traue ich mich jetzt auch, die Chance zu nutzen und zu fragen, ob er denn die Gelegenheit genutzt habe, sich bei den Hausdamen und Hausmeistern zu bedanken. Außerhalb ihrer allgemeinen Arbeitsfeldbeschreibung haben sie es ermöglicht, ihm einen opulenten Empfang mit einer außerordentlichen Würdigung zu ermöglichen. Immerhin arbeiten diese Menschen für weit weniger Gehalt als viele andere, das sollte man doch schon in angemessener Weise würdigen.
Autor: Ernest/ Archivfoto: Minister Spahn (rechts) mit MdB Roy Kühne

Fortsetzung folgt - Teil 2










10.04.2020 • 14:13 Uhr

TÜV, Reparatur und Reifenwechsel: In der Corona-Krise möglich? Was während der Kontaktsperren für Fahrzeughalter gilt

Auch während der Corona-Krise müssen Fahrzeughalter/innen in Südniedersachsen und Bad Gandersheim darauf achten, dass ihre Autos verkehrstüchtig sind. Zumal sie für viele derzeit besonders wichtig sind, um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu fahren. Was es aktuell beispielsweise bei TÜV, Reparaturen und Reifenwechsel zu beachten gibt, weiß Frank Mauelshagen, Kfz-Experte von ERGO.

TÜV: Verlängerte Fristen

Die Hauptuntersuchung bestätigt die Verkehrssicherheit eines Fahrzeugs. Autobesitzer müssen die entsprechenden Termine auch während der Corona-Krise im Blick haben. Aber geht das im Moment überhaupt? Mauelshagen dazu: „Wer jetzt zur Hauptuntersuchung muss, kann sein Fahrzeug beispielsweise bei den großen Prüforganisationen TÜV, GTÜ oder Dekra durchchecken lassen. Möglich ist die Prüfung auch nach wie vor bei autorisierten Werkstätten.“ Termine in Werkstätten, bei denen ein externer Prüfer kommt, können jedoch nicht mehr stattfinden. Einige Prüfstellen haben zudem geänderte Öffnungszeiten oder ihren Betrieb reduziert. Am besten sollten Autofahrer sich im Vorfeld online oder telefonisch über eventuelle Einschränkungen informieren. Das Verkehrsministerium hat den Bundesländern empfohlen, die Frist für die Hauptuntersuchung aufgrund der aktuellen Situation vorübergehend bis zum 30. Juni 2020 zu lockern. „Anstatt der üblichen zwei Monate könnten Fahrzeughalter die Frist dann bis zu vier Monate überziehen, wenn das Bundesland der Empfehlung folgt“, informiert der Kfz-Experte. „Dennoch müssen Autofahrer sicherstellen, dass ihr Fahrzeug weiterhin verkehrssicher ist.“

Dringende Reparaturen: Weiterhin erlaubt

Ist das Auto im Alltag unentbehrlich, zum Beispiel um zur Arbeit zu kommen, ist bei einem Schaden schnelle Hilfe nötig. Daher dürfen Werkstätten genau wie Pannendienste ihren Betrieb weiterhin aufrechterhalten – aber nur um dringende Reparaturen durchzuführen. Alle anderen Reparaturen sollen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Und nicht jede Werkstatt hat auch geöffnet. „Einige Betriebe sind geschlossen oder arbeiten nur noch im Notfallbetrieb“, so Mauelshagen. „Außerdem können derzeit bei Ersatzteilen Lieferengpässe auftreten.“ Daher auch hier die Empfehlung: Vorher in der Werkstatt anrufen und nachfragen, ob sie die entsprechende Reparatur aktuell durchführen kann. Weil die Kfz-Mechaniker Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten müssen und sie daher aktuell weniger Kunden gleichzeitig bedienen können, sollten Autofahrer für Reparaturen genügend Zeit einplanen.

Empfehlungen zum Reifenwechsel

Für Sommerreifen gilt die Faustregel: „Von O bis O“ – also von Ostern bis Oktober. In einigen Bundesländern, etwa in Bayern, wo eine verschärfte Ausgangsbeschränkung gilt, ist ein Reifenwechsel derzeit nicht erlaubt. „Bei Temperaturen, die die 20-Grad-Marke nicht weit übersteigen, ist es ohne Weiteres möglich, den Reifenwechsel aufzuschieben“, so Mauelshagen. „Wenn die Temperaturen sommerlich werden, führen Winterreifen aufgrund ihrer speziellen Gummimischung allerdings zu einem weiteren Bremsweg.“ Tipp: Einige Werkstätten bieten einen Hol- und Bringdienst für Reifenwechsel, um den Kundenkontakt auf ein Minimum zu reduzieren. Wenn der Reifenwechsel dringend ansteht und nicht selbst durchgeführt werden kann, können Fahrzeughalter nachfragen, ob die Werkstatt vor Ort einen solchen Service anbietet.red/Quelle: ERGO Group











10.04.2020 • 14:08 Uhr

Bad Gandersheimer Sportlerehrung 2020: Termin verschoben

Stadtjugendpfleger Gunnar Ude (Foto) teilt mit, dass die ursprünglich für den 9. Juni vorgesehene Ehrung verdienter Sportlerinnen und Sportler durch die Stadt Bad Gandersheim aufgrund der aktuellen Situation terminlich verschoben wird. Wenn es möglich ist, soll die alljährliche Ehrung im Herbst des Jahres nachgeholt werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig mitgeteilt. sbg/Foto: Thomas Fischer











10.04.2020 • 14:05 Uhr

Im Schatten der Corona-Virus-Krise: Spitzensportlerinnen und Spitzensportler dürfen in Niedersachsen trainieren

Im Rahmen der Veröffentlichung der geänderten Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie erklärt das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport folgendes:

Für Sportlerinnen und Sportler, die mit dem Sport ihren überwiegenden Lebensunterhalt bestreiten, als auch für die Olympia- und Perspektivkader des Deutschen Olympischen Sportbundes und Spitzenkader des Deutschen Behindertensportverbandes wird das Training als Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit anerkannt.
Innen- und Sportminister Boris Pistorius: „Die Spitzensportlerinnen und -sportler in Niedersachsen bekommen jetzt wieder die Möglichkeit, in ihren Trainingseinrichtungen zu trainieren. Natürlich unter Einhaltung aller geltenden Abstands- und Hygienevorschriften. Ich bedanke mich für das Verständnis der Sportlerinnen und Sportler, dass dies in den letzten Wochen nicht möglich war. Die Entscheidung des Landessportbundes (LSB), den Olympiastützpunkt zu schließen, war seinerzeit richtig. Ich habe dem LSB jetzt aber mitgeteilt, dass er, sobald die neue Verordnung veröffentlicht ist, den Betrieb wieder hochfahren kann. Die kurze Zeit bis dahin kann jetzt zur Herrichtung der Sportstätten genutzt werden. Es geht bei dieser Entscheidung darum, dass die Ausübung des Berufes ermöglicht wird - wozu wir ausdrücklich auch die Kadersportler zählen - und die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Athletinnen und Athleten erhalten bleibt." red/fis











10.04.2020 • 14:01 Uhr

Motorradfahrer (54) schleudert nach Fahrfehler gegen Leitplanke - Bei Sturz schwer verletzt

Am gestrigen Donnerstag gegen 16:20 Uhr ereignete sich bei besten Frühlingswetter zwischen Nette und Söder (Landkreis Hildesheim) ein Verkehrsunfall mit einem alleinbeteiligten Motorradfahrer. Der 54-jährige Kawasaki-Fahrer aus Salzgitter befuhr die für Motorradfahrer beliebten Serpentinen zwischen Nette und Söder. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet er aufgrund eines Fahrfehlers in einer Linkskurve ins Schleudern und stürzte. Infolge dessen rutschte er gegen eine Leitplanke am linken Fahrbahnrand und verletzte sich dabei schwer. Der Fahrzeugführer wurde mit einem Rettungswagen einem Hildesheimer Krankenhaus zugeführt.kaw










10.04.2020 • 13:56 Uhr

Lebensmittelkontrolle auf der Autobahn - Verbotene Einkaufsfahrt orientalischer Lebensmittel gestoppt

Am gestrigen Freitag gegen 12:45 Uhr, befuhr ein grauer Kleintransporter die Autobahn 7 aus Richtung Hannover kommend in Fahrtrichtung Kassel. Der Kleintransporter fällt den aufmerksamen Polizeibeamten der Autobahnpolizei Hildesheim sofort durch seine langsame Fahrweise auf. An der Anschlussstelle Bockenem wird der Transporter durch die Beamten kontrolliert. Nachdem der 47-jährige Fahrzeugführer syrischer Herkunft den Beamten seinen Führerschein und die Ladepapiere ausgehändigt hatte, wurde die Ladefläche des Transporters in Augenschein genommen. Nach dem Öffnen der Hecktüren stellten die Beamten sofort fest, dass die transportierte Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert war und der Verdacht der Überladung bestand. Durch eine Wägung bestätigte sich der Verdacht. Der Kleintransport war um 11% überladen. Zudem handelte es sich bei der transportierten Ladung um Lebensmittel, u.a. auch kühlpflichtige Lebensmittel für ein orientalisches Lebensmittelgeschäft, welche in Hannover eingekauft wurden. Bei dem Kleintransporter handelte es sich jedoch um keinen Kühltransporter. Anderweitige Maßnahmen zur dauerhaften Kühlung entsprechender Lebensmittel wurden durch den Fahrzeugführer ebenfalls nicht getroffen. Auf Grund der vorschriftswidrigen Lagerung der Lebensmittel wurde das Veterinäramt des Landkreises Hildesheim informiert. Ein Mitarbeiter erscheint kurze Zeit später vor Ort. Durch das Veterinäramt des Landkreises Hildesheim wurde das Fahrzeug versiegelt und dem Veterinäramt in Göttingen zugeführt, weil dort das Ziel der Fahrt liegt. Durch das Veterinäramt des Landkreises Göttingen wird im weiteren Verlauf die zu kühlende Ladung hinsichtlich der Temperatur überprüft und diese bei Unterbrechung der Kühlkette vernichtet, sodass eine gesundheitliche Gefährdung der Verbraucher verhindert wird. Dem Fahrzeugführer drohen Anzeigen bzgl. der nicht vorschriftsmäßigen Sicherung der Ladung, der Überladung sowie der Nichteinhaltung der Transportvorschriften für kühlpflichtige Lebensmittel.ots/ Symbolfoto











10.04.2020 • 13:47 Uhr

Goslar: "Lost Places"-Meeting im Geister-Hotel "Wildmann" löst Polizeieinsatz aus

Am heutigen Freitag, 10. April, gegen 00:15 Uhr, meldete eine Anwohnerin das Licht mehrerer Taschenlampen in einem leerstehenden ehemaligen Hotel in Wildemann und verständigte die Polizei. Die eingesetzten Polizeibeamten konnten in den Räumlichkeiten insgesamt sieben Personen antreffen, die angaben, sogenannte "Lost Places" zu besichtigen. Weiterhin stellten die Beamten Beschädigungen an der Haustür fest, die augenscheinlich beim Betreten des Hotels verursacht wurden. Im Rahmen der Sachverhaltsabklärung wurde zudem die Eigentümerin des Hotels aus der Personengruppe heraus beleidigt. Entsprechende Strafverfahren wurden durch die eingesetzten Beamten eingeleitet. Da das Verhalten der Personen einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz darstellte, wurden außerdem Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgenommen.ots










10.04.2020 • 13:41 Uhr

Seesen: Kunde muckt auf und beleidigt Verkäuferin, weil sie auf Hygieneregel hinwies

Die Polizei in Seesen berichtet soeben: Bereits am 24.März 2020, um 16.00 Uhr, beleidigte ein Seesener Einwohner in einem Einkaufscenter in Seesen eine dortige Angestellte. Grund dieser Eskalation war der Hinweis der Angestellten auf die Hygienevorschriften aufgrund der aktuellen Corona-Krise, die der Beschuldigte trotz Aufforderung nicht nachkommen wollte. Ein Hausverbot wurde gegen die Person ausgesprochen. Die Polizei Seesen hat dazu die Ermittlungen aufgenommen. ots










10.04.2020 • 13:35 Uhr

Pipeline-Bruch in Ecuador: Mehrere Flüsse im Amazonas verseucht

Am Dienstag, 7. April 2020, ist es zu einem Bruch am Transecuadorianischen Pipelinesystem (SOTE) gekommen. Dabei sei Rohöl in den Coca-Fluss und von dort aus in den Napo-Fluss gelangt, an dem indigene Kichwa leben. Das berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit Hauptsitz im südniedersächsischen Göttingen unter Berufung auf Medienberichte vor Ort. Nach Angaben der staatlichen Betreibergesellschaft Petroecuador sei die Pipeline inzwischen abgestellt. Zuletzt waren mehrere hunderttausend Barrel Rohöl am Tag durch sie geflossen.

Die Konföderation indigener Nationalitäten des ecuadorianischen Amazonas (Confeniae) hat nach eigenen Angaben eine Warnung an peruanische Indigene flussabwärts gerichtet. Das ausgetretene Rohöl dürfte sie in den kommenden Tagen erreichen und auch die Gewässer in ihrem Gebiet verseuchen.

Der Pipeline-Bruch sei durch ein Senkloch ausgelöst worden, das einige Tage zuvor in der Gegend entstanden sei. Dieses Senkloch wird auch für das „Verschwinden“ des San Rafael-Wasserfalles verantwortlich gemacht, über das es seit einigen Tagen Berichte gibt. Der Grund für das Entstehen des Senkloches ist noch unklar. Aufgrund der volatilen politischen Lage sowie der schwerwiegenden Konsequenzen der Coronavirus-Epidemie im Land sei es derzeit schwer, an Informationen zu gelangen, wie die GfbV berichtet.
red/fis











10.04.2020 • 13:33 Uhr

Corona-Virus - Entwicklung des Infektionsgeschehens im Landkreis Northeim: Heute 73 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Northeim 29 Personen sind genesen!

Aktuell gibt es dreiundsiebzig bestätigte Infektionen im Landkreis Northeim.
Im Vergleich zum Donnerstag sind damit sechs neue bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden. Neunundzwanzig Personen - zwei mehr als Vortag - gelten mittlerweile als genesen, so dass die Infektionsquarantäne aufgehoben werden konnte.
Bei den Neufällen handelt es sich um zwei weibliche Person (mittleren Alters und fortgeschrittenen Alters) sowie vier männliche Personen jüngeren und fortgeschrittenen Alters. Zwei hatten Kontakt mit einer infizierten Person. Für die anderen Personen werden die Ansteckungswege derzeit noch recherchiert. Eine Person befindet sich im Krankenhaus. Die anderen fünf sind in häuslicher Quarantäne und weisen die typischen Krankheitssymptome auf.
red/lpd/Foto: Thomas Fischer












10.04.2020 • 11:15 Uhr

In Corona-Krisen-Zeiten "Gemeinsam einsam": Du darfst es! Heute und an Ostern!

Bei allen vorgegebenen und sinnvollen Reglenwerken in dieser unsäglichen Corona-Virus-Krisenzeit gilt es nicht außer Acht zu lassen, dass es nicht nur Verbote sind, die uns derzeit verunsichern sollten. Stärkung ist angesagt. Beispielsweise durch das eindeutige Gebot "Du darfst es!" Wir möchten mit nachfolgend dokumentietren Motiven diese Zuversicht ein Stück weit schüren, Motivation anregen und damit vermitteln: "Tut es! Weil es befreit! Weil es damit einfach nur gut tut!" Und das prächtige Frühlingswetter bietet einen fantastisch schönen Rahmen, diesen Karfreitag nicht zu verpennen, sondern auszufüllen. Viel Freude dabei getreu nach dem neuen Motto in der Corona-Krisenzeit: Gemeinsam einsam - und bitte mit Abstand!
red/Foto: Nicole Klawitter
















10.04.2020 • 10:59 Uhr

Perspektive der Versöhnung - Video-Predigt gegen die Todesangst - Gehalten von Landesbischof Meyns aus dem Dom zu Karfreitag

Der heutige Karfreitag konfrontiert uns Menschen mit unserem Drang zu Zerstörung und Selbstzerstörung. Die Aggressivität sei ein tiefverwurzelter Zug des Menschen, betont Landesbischof Dr. Christoph Meyns in seiner Video-Predigt zu Karfreitag. Grund für diese Aggressivität sei die Angst davor, sterben zu müssen.

Doch die Dynamik von Todesangst, Zerstörung und Selbstzerstörung könne durchbrochen werden durch den Glauben an Jesu Christus. Christus sterbe am Kreuz unseren Tod, so der Landesbischof, und erlöse uns damit aus unserer zerstörerischen Todesfurcht. Eine neue Perspektive eines versöhnten Lebens tue sich auf. Versöhnt mit sich selbst und Gott gewinne der Mensch festen Halt im Leben.

Die Corona-Krise, so Meyns weiter, habe unseren Alltag gründlich unterbrochen. Jetzt sei die Zeit, sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Mehr denn je sei der Karfreitag in diesem Jahr ein Tag, der uns an die grundlegenden Fragen des Lebens erinnere.

Angesichts der Tatsache, dass gottesdienstliche Versammlungen aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus derzeit verboten sind, wandte sich der Landesbischof mit einer Video-Predigt aus dem Braunschweiger Dom an die Menschen im Braunschweiger Land. epd/Fotos: Thomas Fischer













10.04.2020 • 10:53 Uhr

In Corona-Virus-Krisenzeiten: Netzwerk HUmAN -Die Briefe von Petra Dröge und Thomas Görner

Die erste Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im südniedersächsischen Heilbad Gandersheim, Petra Dröge, hat sich mit einer weiteren Initiative für Nachbarschaftshilfen an die Öffentlichkeit in der Region gewandt. Sie wirbt in einem Brief um Unterstützung und Weiterverbreitung den auf Landkreiseben angestoßen Aktion Netzwerk HUmAN. Das Redaktionsnetzwerk der Fis Work Media Group unterstützt diese Initiativen mit seinen flächendeckenden Reichweiten auf diversen digitalen Nachrichtenkanälen/Internet-Zeitung. Nachfolgend sind die Originalschreiben von Petra Dröge und Thomas Görner vom AWO Kreisverband Nordheim /Ehrenamtsagentur Landkreis Northeim dokumentiert.

Petra Dröge schreibt: "Liebe Mitglieder des Arbeitskreises Prävention in der AWO, der AWO Ortsverein Bad Gandersheim benötigt Multiplikatoren, die zum einen den Link des Netzwerkes HUmAN im Landkreis Northeim weiterleitet und zum anderen Ergänzungen vornimmt bezüglich der Beratungs-und Hilfsangebote in Bad Gandersheim und Umgebung. Einige sind schon aufgenommen, wie z.B. die Wrescheröder Aktion unter der Leitung von René Osbahr. Außerdem soll eine Verlinkung mit dem Sozialadressbuch vorgenommen werden. Ideen für Ergänzungen können an mich weitergeleitet werden. Natürlich haben wir als Arbeitskreis Prävention besonders auch die Kinder und Jugendlichen im Fokus und freuen uns über Beratungs- und Hilfsangebotskontakte, die wir ihnen und den Eltern in dieser schwierigen Zeit nennen können. Bitte lest/ lesen Sie die folgende Nachricht des AWO Kreisverbandes Northeim und folgt/ folgen Sie dem Link. Im Namen des Vorstandes des Ortsvereins Bad Gandersheim wünsche ich allen ein erholsames Osterfest im kleinen Kreis und vor allen Dingen: Bleibt/ bleiben Sie gesund! Herzliche Grüße - Petra Dröge (1. Vorsitzende).

Thomas Görner: "Sehr geehrte Damen und Herren, so kurz vor dem Osterfest soll die unten stehende Bitte Ihnen etwas Zuversicht vermitteln und vielleicht auch Neugier wecken, trotz Pandemie jetzt selbstbestimmt diese Situation zu bestehen. Gerade entsteht im Landkreis Northeim das Netzwerk HUmAN. Momentan 14 Organisationen, deren Aufgaben und Ziele darin bestehen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten „Hilfen in Zeiten von Corona" anzubieten,
möchten dort mit anpacken, zuhören und mit Worten helfen, wo es gebraucht wird. Hilfesuchende finden im Internet unter www.human-northeim.de Beratungs- und Hilfeangebote, die ständig aktualisiert werden. Eine Telefon-Hotline wird wohl voraussichtlich kommende Woche verfügbar sein, um mit Menschen zu sprechen, die keinen Zugang zum Internet nutzen. Wir bieten unsere Initiative der bürgerschaftlichen Hilfe allen Bewohnern des Landkreises Northeim an. "
red











10.04.2020 • 10:35 Uhr

Stadtgesichter in Corona-Krisen-Zeiten: Mondschein in der Clusgasse

Das fantastische Frühlingswetter liefert derzeit mit seinen wunderbaren Sonneaufgängen und Abendsonnen schöne Momente - auch für die Fotografengilde. Sie ist jetzt unterwegs auf der Suche nach schönen Motiven. Auch in den dunklen Stunden der Nacht sind sie auf der Pirsch. Ein beeindruckendes Modscheinlicht hat dabei Frank in der Clusgase eingefangen und digital dokumentiert. Der Vollmond blinzelt durch das noch unbelaubte Geäst der uralten Alleebäume in der Clusgasse im südniedersächsischen Bad Gandersheim.red/Foto: Frank










10.04.2020 • 10:26 Uhr

An der "Schönen Aussicht": Durch Fahrbahnrempler Motorrad beschädigt und abgehauen

Ein Motorrad der Marke BMW wurde am Mittwochabend, gegen 21.00 Uhr ordnungsgemäß am Fahrbahnrand der Straße "Schöne Aussicht" in Northeim abgestellt. Am Donnerstag, gegen 10.30 Uhr stellte der Eigentümer leichte Beschädigungen am Lenker und am Kupplungshebel fest. Nach bisherigen Ermittlungen ist davon auszugehen, dass ein bislang unbekannter Täter das Motorrad beim Vorbeifahren in Richtung Maistieg streifte und sich anschließend entfernte, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Hierbei entstand ein Sachschaden von ca. 300 Euro.

Personen, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben werden gebeten, sich mit der Polizei Northeim in Verbindung zu setzen (Telefon 05551/7005-0). hei










10.04.2020 • 10:22 Uhr

Einbruchsdiebstahl aus Grillhütte am Vereinsheim des ASV Northeim an Höckelheimer Seen: Grillsachen entwendet

Im Zeitraum vom Donnerstag 2.April bis Donnerstag 9.April 2020 begaben sich bislang unbekannte Täter auf das Gelände des Angelsportvereins Northeim an den Höckelheimer Seen.

Zunächst versuchten die Täter die Zugangstüren zun Vereinsheim aufzuhebeln, was aber offenbar nicht gelang. Anschließend wurde die ebenfalls auf dem Gelände befindliche Grillhütte durch Aufbrechen eines Stoßriegels gewaltsam geöffnet und diverses Grillzubehör entwendet.

Die bislang unbekannten Täter entfernten sich anschließend unerkannt vom Gelände. Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 300 Euro.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können werden gebeten, sich bei der Polizei Northeim zu melden (Tel. 05551/7005-0). hei










9.04.2020 • 21:14 Uhr

In Zeiten der Corona-Virus-Krise: Alles im Fluss und doch anders...

Dieser Gründonnerstag in dieser epochalen Corona-Virus-Krise im März/April anno Christi 2020 war auch für die Menschen in Südniedersachsen und in dem niedlichen Heilbad Bad Gandersheim so sonderbar wie nie und dennoch war alles irgendwie in einem gewissen Fluss:

Bei Netto um 7.15 Uhr haben wir alles im Griff. Hier reichen weiße Gummihandschuhe für das virenfreie Angreifen des Einkaufswagens. Am Morgen dann der vorgezogene Mini-Markttag mit sage und schreibe zwei Marktbeschickern. Bünger & Bertram, die letzten Marktmoikaner. Alle anderen sind nach Seesen ausgewandert. Da sei mehr lau verkaufen. Ich ordere 20 weiße Eier von Freiland-Hühnern. Weiße Eier sind ideal für 's bunt färben. Anschließend ein surreales Intermezzo wie aus dunkelsten Corona-himmel. Mit pietätlosen Bezügen zu zwei Todesfällen in der Bad Gandersheimer Helios-Corona-Klinik. Emotionale Erschütterungen über Verkommenheiten oder unglaublichen Naivitäten in Krisenzeiten wie diesen.

Flucht in die Natur voller Grün, Sonnenschein und den Gesang der Vögeln. Vorbei an einem plätschernden Springbrunnen vor der Kurhausruine. Dann die distanzierte Begegnung mit einer liebenswürdigen Seniorin. Diese Weggesperrten sind so hilflos, einsam und haben diese brutale Beschneidung ihrer Freiheitsrechte nicht verdient, blitzen da Gedanken auf über Ungerechtigkeiten und Unverhältnismäßigkeiten.

Die Recherchearbeit an diesem besonderen Gründonnerstag ist die Arbeit wie auf einer Intensivstation. Die News am Ende des Tages tragisch, traurig und doch so bezeichnend für den Auslöser des ganzen Dilemmas: ja, wir haben etwas total verkehrt gemacht!. Ich möchte es bei dieser Andeutung eines Erklärungsversuchs für die Krise belassen.

Noch einmal geht es nach der Kopfarbeit auf den online-Systemen auf distanzierten Menschenkontakt. Im E-Center in Bad Gandersheim wird megakorrekt der Einkaufswagen desinfiziert. Bei jedem Einkaufenden. Warum geschieht das nicht bei REWE in Echte? Das fragt mich ein HKS-Sicherheitsmann. Wieder diese Ungleichheiten, Regelverletzungen, jeder macht das as er will und für richtig hält. Im Markt selbst die Stimmung gedämpft. Wie in einer Kirche. Da wird auch nie gelacht.

Danach geht es noch einmal mit dem Rad auf die Trasse. Der untergehenden Sonne, einigen jungen Joggern, einer Familie mit drei kleinen Kindern im Bollerwagen und Hund entgegen. Die Rücktour führt mich durch eine menschenleere Stadt. Vor der Stiftskirche noch einmal gespürte Lebendigkeit. Der Festspielbrunnen ist geflutet, gelichtet, sprudelt wie eh und je. Lebendiges Wasser kann so beruhigend wirken. Alles im Fluss in Gan-City!
red/Fotos: Thomas Fischer


















9.04.2020 • 18:36 Uhr

Laufboom in Corona-Zeiten: Was hilft gegen Muskelkater?

Allerorts wie beispielsweise in Südniedersachsen und auf dem Skulpturenpfad im südniedersächsischen Bad Gandersheim schnüren die Menschen momentan ihre Joggingschuhe – denn alleine zu laufen ist weiterhin erlaubt. Angesichts der Kontaktsperre und Ausgangsbeschränkungen erfährt der Laufsport gerade einen ganz neuen Boom. Doch wer lange Zeit nicht gelaufen oder generell ein Laufanfänger ist, den erwischt er mitunter heftig: der Muskelkater! Und schon wird jeder Schritt zur Qual. Wie entsteht Muskelkater und was hilft jetzt gegen die Schmerzen? Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin bei apomio.de, klärt auf.

Ausdauertraining macht nicht nur den Kopf frei, sondern stärkt auch das Immunsystem. Doch so schnell die Motivation aktuell fürs Laufen kommt, kann sie mit einem heftigen Muskelkater auch wieder schwinden. „Als Muskelkater bezeichnet man einen durch kleine Faserrisse entstehenden Muskelschmerz, der zeitverzögert nach ungewohnten Bewegungsabläufen oder hohen Belastungen auftritt“, erklärt Marlene Haufe. „Darauf folgt ein Heilungsprozess, bei dem es zur Regeneration der beschädigten Muskelstrukturen kommt.“ Die schmerzhaften Symptome treten in der Regel mit ein bis drei Tagen Verzögerung nach der körperlichen Belastung auf und können bis zu eine Woche andauern. Gut zu wissen: Ein Muskelkater geht in der Regel ohne Dauerschäden einher. Die beschädigten Muskelstrukturen regenerieren sich wieder vollständig. Man geht davon aus, dass bestimmte Anpassungsreaktionen zu einem Mehraufbau der Zellen (Fibrillen) und damit zu einer Muskelquerschnittsvergrößerung (Hypertrophie) führen.

Langsam anfangen

Generell werden gerade Laufanfänger einen Muskelkater kaum vermeiden können. Wichtig ist, sich gerade zu Beginn nicht zu überschätzen und die Intensität möglichst langsam zu steigern. Die Expertin versichert: „Schon nach wenigen Trainingseinheiten stellen sich in der Regel erste Fortschritte ein und der Muskelkater wird erheblich geringer ausfallen.“

Schmerzen nicht ignorieren

Sportmediziner haben viel diskutiert, ob man mit Muskelkater weitertrainieren soll. Mittlerweile gehen Experten davon aus, dass Training mit Muskelkater nicht hilft und empfehlen Läufern nur leichte Bewegungen wie Spaziergänge oder lockeres Radfahren. „Alle Bewegungen sollten jetzt mit angezogener Handbremse erfolgen, ansonsten wächst das Risiko für eine ernsthafte Muskelverletzung wie zum Beispiel einen Muskelfaserriss“, weiß Haufe.

Durchblutung steigern

Schmerzlinderung versprechen Wechselduschen oder warme Bäder mit Rosmarin- und Fichtennadelzusätzen. „Durch Wärme wird die Durchblutung der Muskulatur angeregt und der Heilungsprozess damit begünstigt“, so die apomio-Expertin. Auch Salben mit Arnika, die eine entzündungshemmende Wirkung hat, und Eukalyptus oder vorsichtiges Einreiben mit Franzbranntwein fördern die Durchblutung. Leichte Massagen sind ebenfalls sinnvoll. Allerdings rät Haufe von kräftigem Kneten der Muskulatur ab: „Das könnte die Muskelfasern weiter schädigen und die Regeneration verzögern.“ Sie verweist auf ein großes Angebot an Badezusätzen, Massageölen und Salben, welche Apotheken speziell für Muskelbeschwerden bereithalten. Wer sich eingehend informieren möchte, der findet beim unabhängigen Preisvergleichsportal für Apothekenprodukte apomio.de nicht nur alles Wissenswerte über die unterschiedlichen Produkte, sondern kann auch Preise vergleichen, online bestellen oder das gesuchte Produkt in der Apotheke vor Ort reservieren.
red/Quelle: apomio.de










9.04.2020 • 18:32 Uhr

Sportlerehrung in Bad Gandersheim: Wegen Corona-Krise Termin verschoben!

Stadtjugendpfleger Gunnar Ude teilt mit, dass die ursprünglich für den 9. Juni vorgesehene Ehrung verdienter Sportlerinnen und Sportler durch die Stadt Bad Gandersheim aufgrund der aktuellen Situation terminlich verschoben wird. Wenn es möglich ist, soll die alljährliche Ehrung im Herbst des Jahres nachgeholt werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig mitgeteilt. sbg










9.04.2020 • 18:26 Uhr

Fußball Club Eintracht Northeim: Personeller Umbruch eingeleitet - Neun Spieler verlassen den Verein

Der FC Eintracht Northeim ist in die Planungsgespräche zur neuen Saison eingestiegen und richtet sich zur nächsten Spielzeit sportlich komplett neu aus! Dabei fällt der personelle Umbruch sehr deutlich aus. Neun Spieler werden den Verein verlassen, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des FC Eintracht Nordheim.

"Durch die Neuausrichtung des Vereins steht der FC Eintracht weiterhin auf gesunden Füßen. Zukünftig spiegelt sich die eigene Nachwuchsarbeit konsequent in der ersten Mannschaft wieder. Dieser kulturelle, sportliche und finanzielle Umbruch hat zur Folge, dass wir uns auch mit zum Teil langjährigen Spielern nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten.

Zahlreiche Abgänge

Der FC Eintracht Northeim bedankt sich ganz herzlich bei Christian Horst, Thorben Rudolph, Melvin Zimmermann, Linus Baar, Hanno Westfal, Julian Kratzert, Richard Hehn, Cetin Erbek und Maurice Fiolka die den Weg nicht einschlagen und den Verein im Sommer verlassen werden, für ihre zum Teil langjährigen Dienste. Eine offizielle Verabschiedung folgt zum Saisonende.
Der neue, bisherige Kader, sowie die sportliche Ausrichtung des FC Eintracht wird in den nächsten Wochen vorgestellt. red











9.04.2020 • 18:21 Uhr

Neue Quarantäneregeln für Einreisende

Gesundheitsministerium ergänzt Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat am Donnerstag eine Ergänzung zur Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie veröffentlicht.

Mit der Neuregelung des Paragraphen 5 der Verordnung setzt die Landesregierung einen Beschluss des Bundeskabinetts zum Umgang mit Einreisenden aus dem Ausland um.

Nach der neuen Regelung sind Personen, die aus dem Ausland einreisen, ab dem 10. April verpflichtet, sich beim zuständigen Gesundheitsamt ihres Aufenthaltsortes zu melden und in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben.

Diese Regelung gilt nicht für folgende Personengruppen, allerdings nur sofern sie keine Covid-19-Symptome aufweisen:

1. Personen, die unaufschiebbar beruflich bedingt Personen, Waren und Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren,
2. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Luft-, Schiffs-, Bahn-, oder Straßenpersonenverkehrsunternehmen sowie Unternehmen, die Flugzeuge warten, Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nach § 4 a des Bundespolizeigesetzes sowie Besatzungen von Sanitäts- und Organflügen, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit im Ausland aufgehalten haben,
3. Personen, die unaufschiebbar beruflich bedingt täglich, für einen Tag oder für wenige